Perfect Plus - Kochtopf WMF - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Perfect Plus WMF
Bedienungsanleitung DE
Inhalt
- Sicherheitshinweise
- Bedienung des Schnelltopfs
- Hinweise zur Bedienung
- Garen mit dem Schnelltopf
- Drei Methoden zum Druckabbau
- Pflege des Schnelltopfs Reinigung, Aufbewahrung, Wartung
- Vielseitige Verwendung
- Garantieerklärung
- Haftungsausschluss
- Beseitigen von Störungen
- Garzeitentabelle
Zubehör- und Ersatzteile siehe Umschlagseiten
1. Sicherheitshinweise
- Lesen Sie bitte die Bedienungsanleitung und alle Anweisungen vollständig durch, bevor Sie mit dem WMF Schnelltopf arbeiten. Eine unsachgemäße Benutzung kann zu Schäden führen.
- Überlassen Sie den Schnelltopf niemandem, der sich nicht zuvor mit der Bedienungsanleitung vertraut gemacht hat.
- Halten Sie Kinder vom Schnelltopf fern, wenn er benutzt wird.
- Benutzen Sie den Schnelltopf niemals im Backofen. Griffe, Ventile und Sicherheits-einrichtungen werden durch die hohen Temperaturen beschädigt. Der Schnelltopf darf nur für den Zweck eingesetzt werden, für den er vorgesehen ist, das Kochen von Lebensmitteln.
- Bewegen Sie den Schnelltopf sehr vorsichtig, wenn dieser unter Druck steht. Berühren Sie keine heißen Oberflächen. Verwenden Sie die Griffe und Knöpfe. Wenn notwendig, benutzen Sie Handschuhe.
- Setzen Sie den Schnelltopf nur für Zwecke ein, für die er vorgesehen ist.
- Dieses Gerät kocht mit Hilfe von Druck. Eine unzweckmäßige Benutzung kann zu Verbrennungen führen. Achten Sie darauf, dass das Gerät vor dem Erhitzen richtig verschlossen wurde. Informationen hierzu finden Sie in der Bedienungsanleitung.
- Öffnen Sie den Schnelltopf niemals gewaltsam. Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, dass der Innendruck vollständig abgebaut ist, indem das Kochsignal vollständig im Griff versunken ist. Bitte beachten Sie, dass Sie das Kochsignal nicht berühren dürfen.
- Erhitzen Sie den Schnelltopf niemals, ohne vorher Wasser eingefüllt zu haben, dies würde ihn ernstlich beschädigen. Minimum: 1/4 l Wasser.
Wichtiger Hinweis: Achten Sie darauf, dass die Flüssigkeit nie ganz verdampft. Es kann zum Anbrennen des Kochguts und zum Schaden des Topfes durch schmelzende Kunststoffteile oder zu Beschädigung der Kochstelle durch Schmelzen des Aluminiums im Boden kommen. Sollte dieser Fall eintreten, die Wärmequelle ausschalten und den Topf nicht bewegen, bis er vollständig abgekühlt ist.
-
Befüllen Sie den Schnelltopf niemals mit mehr als 2/3 seines Fassungsvermögens. Wenn Sie Nahrungsmittel kochen, die sich während des Garens ausdehnen, wie z.B. Reis oder getrocknetes Gemüse, dann füllen Sie den Schnelltopf höchstens bis zur Hälfte seines Fassungsvermögens und halten Sie sich dabei an die ergänzenden Anweisungen, die eventuell hierzu vom Hersteller Ihres Schnelltopfs stammen.
-
Sie sollten den Schnelltopf nicmals ohne Aufsicht lassen. Regulieren Sie die Energiezufuhr so, dass das Kochsignal nicht über den entsprechenden orangefarbenen Kochring steigt. Wird die Energiezufuhr nicht verringert, entweicht durch das Ventil Dampf. Die Garzeiten verändern sich und der Flüssigkeitsverlust kann zu Funktionsstörungen führen.
-
Verwenden Sie nur solche Wärmequellen, die in der Bedienungsanleitung aufgeführt sind.
-
Wenn Sie Fleisch mit Haut gekocht haben (zum Beispiel Ochsenzunge), die unter Druckeinfluss anschwellen kann, dann stechen Sie nicht in das Fleisch, solange die Haut geschwollen ist, Sie könnten sich Verbrennungen zuziehen.
-
Rütteln Sie den Schnelltopf grundsätzlich vor jedem Öffnen, damit keine Dampfblasen aufspritzen und Sie sich nicht verbrühen. Besonders wichtig ist dies beim Schnellabdampfen oder unter fließendem Wasser.
-
Halten Sie beim Schnellabdampfen oder unter fließendem Wasser immer die Hände,
Kopf und Körper aus dem Gefahrenbereich. Sie könnten sich am austretenden Dampf verletzen.
- Überprüfen Sie vor jeder Benutzung die Funktionsfähigkeit der Sicherheitseinrichtungen, Ventile und Dichtungen. Nur so kann eine sichere Funktionsweise gewährleistet werden. Informationen hierzu finden Sie in der Bedienungsanleitung.
- Verwenden Sie den Schnelltopf nicht, um Nahrungsmittel unter Druck mit Öl zu frittieren. Eine missbräuchliche Verwendung des Schnelltopfes kann zu Verletzungen führen.
- Nehmen Sie an den Sicherheitssystemen keinerlei Eingriffe mit Ausnahme der Wartungsmaßnahmen vor, die in der Bedienungsanleitung aufgeführt werden.
- Tauschen Sie Verschleißteile (siehe Garantieerklärung) regelmäßig aus. Teile, die erkennbare Verfärbungen, Risse oder sonstige Beschädigungen aufweisen oder nicht korrekt sitzen, müssen gegen WMF Originalersatzteile ausgetauscht werden.
- Verwenden Sie nur WMF Originalersatzteile. Benutzen Sie insbesondere nur Töpfe und Deckel des gleichen Modells.
- Benutzen Sie den Schnelltopf nicht, wenn dieser oder Teile davon beschädigt oder deformiert sind, bzw. wenn deren Funktion nicht der Beschreibung der Bedienungsanleitung entspricht. Wenden Sie sich in diesem Fall an das nächste WMF Fachgeschäft oder die Kundendienstabteilung der WMF Group GmbH.
Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung bitte sorgfältig auf.
2. Bedienung des Schnelltopfs
Vor dem ersten Gebrauch
2.1. Topf öffnen
Kochschieber (7) beidseitig zum Griffende schieben. Markierungen auf Kochschieber (7) müssen auf AUF/OPEN stehen (A). Deckelgriff (5) nach rechts schwenken, bis sich die Markierungen auf dem Deckel und am Topfstielgriff (6) gegenüberstehen (B). Deckel abheben.
2.2. Topf reinigen
Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie Aufkleber entfernen und alle Teile Ihres Schnelltopfs abwaschen (siche Abschnitt «Rcinigung»). Deckel umdrehen und Deckelgriff (5) vom Deckel abnehmen. Dazu orangefarbenen Schieber (4) auf der Unterseite des Deckelgriffes (5) in Pfeilrichtung zum Griffendeziehen (C), Griff abklappen und aushängen (D). Dichtungsring (10) aus dem Deckel entfernen (0).
2.3. Topf schließen
Griff in den Deckel einhängen und den orangefarbenen Schieber (4) über den Deckelrand hörbar einrasten lassen (E). Dichtungsring (10) so in den Deckelrand einlegen, dass er unter dem nach innen gebogenen Rand des Deckels liegt (G). Deckel aufsetzen (siehe Markierungen auf Deckel und Topfgriff) und Deckelgriff nach links bis zum Anschlag drehen (B). Kochschieber (7) exakt auf Position ZU/LOCKED schieben.
Der Topf darf nicht fehlerhaft zusammengebaut werden. Der Zusammenbau darf nur in der vorgesehenen Weise erfolgen.
3. Hinweise zur Bedienung
3.1. Prüfung der Sicherheitseinrichtungen vor jedem Gebrauch
Vergewissern Sie sich, dass Dichtungsring (10) und Deckelrand sauber sind. Kontrollieren Sie, ob die Kugel sichtbar auf der Deckelunterseite im Sicherheitsventil (9) sitzt (G). Sollte sich die Kugel in der oberen Kammer des Sicherheitsventils/der Ankochautomatik (9) befinden, nehmen Sie den Griff (5) ab und drücken Sie die Kugel mit dem Finger in die untere Kammer (F). Nehmen Sie den Griff ab und testen Sie das Hauptventil (3) mit Fingerdruck auf Beweglichkeit (H). Prüfen Sie die Kochsignaldichtung (2) auf Sitz und Beschädigungen.
Bitte beachten Sie: Kochsignaldichtung nicht durchdrücken, weil dadurch die Restdruck-sicherung beschädigt werden könnte und dann die Funktion Ihres Schnelltopfs nicht mehr gewährleistet ist (P).
Griff in den Deckel einhängen (E). Deckel auf den Topf setzen und verschließen (B).
3.2. Flüssigkeitsmengen
Zur Dampferzeugung ist mindestens 1/4 l Flüssigkeit erforderlich, unabhängig davon, ob Sie mit oder ohne Einsätze (12) garen. Der Schnelltopf darf maximal zu 2/3 gefüllt werden, um die Funktion nicht zu beeinträchtigen (M). Bei schäumenden und stark quellenden Speisen (z.B. Fleischbrühe, Hülsenfrüchte, Innereien, Kompott) darf der Topf nur zur Hälfte gefüllt werden. Weitere Hinweise siehe Absatz vWollwertkost zubereiten. Wollen Sie vor dem Garen Ihre Lebensmittel anbraten (z.B. Zwiebeln, Fleischstü cke o.ä.), können Sie den WMF Schnelltopf wie einen herkömmlichen Topf benutzen. Zum Fertiggaren sollten Sie, bevor Sie den Schnelltopf verschließen, den Bratensatz lösen und die erforderliche Flüssigkeitsmenge (mindestens 1/4 l) zufügen.
Achtung! Garen Sie nie ohne ausreichend Flüssigkeit und achten Sie darauf, dass die Flüssigkeit des Kochguts niemals vollständig verdampft. Bei Nichtbeachtung kann es zum Anbrennen des Kochguts, zu Beschädigung des Topfes und der Kunststoffgriffe kommen.
4. Garen mit dem Schnelltopf
4.1. Allgemeines
Im Schnelltopf garen die Speisen unter Druck, d.h. mit Temperaturen über 100 °C. Dadurch verkürzen sich die Garzeiten bis zu 70 %, eine deutliche Energieeinsparung. Durch das kurze Garen im Dampf blciben Aroma, Geschmack und Vitamine weitgehend erhalten.
4.2. Garen mit Einsätzen
Je nach Größe des Schnelltopfs können Sie mit Einsätzen (12) und Steg (13) garen. Einsatz und Steg erhalten Sie als Zubehör im Fachhandel (siehe «Zubehör und Ersatzteile« im Umschlag).
4.3. Aufheizen
Verschlossenen, gefüllten Topf auf Heizquelle setzen und auf höchste Energiezufuhr einstellen. Über die Ankochautomatik (9), die zugleich Sicherheitsventil ist, entweicht in der Ankochphase so lange Luft, bis das Ventil hörbar schließt und sich Druck aufbauen kann. Das Kochsignal (1) steigt an, der gelbe Druckring und die beiden orangefarbenen Kochringe werden sichtbar (J). Verringern Sie die Energiezufuhr rechtzeitig und ausreichend, so dass der im Rezept empfohlene orangefarbene Kochring gerade noch sichtbar bleibt.
4.4. Garzeiten
Die Garzeit beginnt erst dann, wenn der im Rezept empfohlene Kochring ganz sichtbar ist. Achten Sie darauf, dass die Ringposition stabil bleibt. Regulieren Sie die Energiezufuhr entsprechend. Sinkt das Kochsignal (1) unter den gewünschten orangefarbenen Kochring, müssen Sie die Heizquelle wieder höher stellen. Die Garzeit verlängert sich dadurch etwas. Steigt das Kochsignal (1) über den zweiten orangefarbenen Kochring hinaus, entsteht zu hoher Dampfdruck, der über das Hauptventil (3) am Deckelgriff hörbar entweicht. Den Topf von der Kochstelle nehmen, warten bis sich das Kochsignal auf den zweiten orangefarbenen Kochring gesenkt hat und Energiezufuhr zurückschalten. Die kurzen Garzeiten sind beim Schnellkochen deshalb möglich, weil durch den Dampfdruck im Topf höhere Temperaturen herrschen:
Erster Ring, ca. 110°C für empfindliche Speisen wie Fisch oder Kompott. (45 kPa Betriebsdruck, 130 kPa Regeldruck)
Zweiter Ring, ca. 119 °C für alle übrigen Speisen. (95 kPa Betriebsdruck, 130 kPa Regeldruck)
Energiebewusste schalten die Heizquelle bereits vor Beendigung der Garzeit aus, da die im Topf gespeicherte Wärme ausreicht, den Garprozess zu beenden. Garzeiten können bei demselben Gargut unterschiedlich sein, da Menge, Form und Beschaffenheit des Lebensmittels variieren.
4.5. Öffnen des Topfes
Nach Ablauf der Garzeit Schnelltopf von der Heizquelle nehmen. Grundsätzlich darf der Deckel nur geöffnet und vom Topf genommen werden, wenn der Topf drucklos ist, d.h. das Kochsignal (1) muss vollkommen im Griff verschwunden sein (I).
Die Restdrucksicherung gewährleistet, dass sich der Topf nur öffnen lässt, wenn der Druck vollkommen abgebaut ist, d.h. auch der gelbe Druckring darf nicht mehr sichtbar sein. Bleibt der gelbe Ring sichtbar (K), hat die Restdrucksicherung angesprochen. Um diese zu lösen, schieben Sie den Kochschieber (7) kurz in die Position ZU/LOCKED. Tritt kein Dampf mehr aus, Topf kurz rütteln. Dadurch lösen sich eventuell vorhandene Dampftblasen aus dem Kochgut, die sich besonders bei flüssigen und breiigen Speisen bilden und bei abgenommenem Deckel herausspritzen können. Jetzt Deckelgriff wie beschrieben nach rechts drehen und Topf öffnen.
4.6. Hinweis für Induktionsherde
Der TransTherm®-Allherbdoden (11) ist für alle Herdarten geeignet, auch für Induktion. Bei Induktionsherden kann bei hohen Kochstufen ein Summgeräusch entstehen. Dieses Geräusch ist technisch bedingt und kein Anzeichen für einen Defekt an Ihrem Herd oder Schnelltopf. Topfgröße und Kochfeldgröße müssen übereinstimmen, da sonst besonders bei kleinen Durchmessern die Möglichkeit besteht, dass das Kochfeld (Magnetfeld) auf den Topfboden nicht anspricht.

Induction
5. Drei Methoden zum Druckabbau
Wichtige Hinweise: Haben Sie schäumende oder quellende Speisen (z. B. Hülsenfrüchte, Fleischbrühe, Getreide) gegart, sollten Sie den Topf nicht nach Methode 2 oder 3 drucklos machen. Pellkartoffeln platzen, wenn Sie nach Methode 2 oder 3 abgedampft werden.
Halten Sie beim Schnellabdampfen über den Kochschieber oder unter fließendem Wasser immer die Hände, Kopf und Körper aus dem Gefahrenbereich. Sie könnten sich am austretenden Dampf verletzen.
Methode 1
Topf von der Heizquelle nehmen. Nach kurzer Zeit senkt sich das Kochsignal (1). Wenn es ganz im Griff verschwunden ist (I), schieben Sie den Kochschieber langsam auf AUF/OPEN (A). Dabei entweicht unter dem Deckelgriff der noch vorhandene restliche Dampf. Tritt kein Dampf mehr aus, Topf kurz rütteln, damit sich in der Speise gebildete Dampfblasen auflösen können.
Methode 2
Bei Speisen mit kurzen Garzeiten (z. B. Gemüse) schieben Sie den Kochschieber (7) langsam stufenweise in Richtung AUF/OPEN (A), bis unter dem Deckelgriff Dampf entweicht. Wenn Sie den Kochschieber ganz auf AUF/OPEN gestellt haben, kein Dampf mehr austritt und das Kochsignal sich ganz abgesenkt hat (I), Topf rütteln und öffnen.
Methode 3
Wenn Sie der austretende Dampf stört, stellen Sie den Topf einfach in die Spüle und lassen kaltes Wasser über den Deckel laufen (L), bis das Kochsignal (1) ganz im Deckelgriff verschwunden ist (I). Topf kurz rütteln und öffnen.
6. Pflege des Schnelltopfs
6.1. Reinigung
Reinigen Sie den Schnelltopf nach jeder Benutzung.
Deckelgriff abklipsen und von beiden Seiten unter fließendem Wasser abwaschen (D)(N). Dichtungsring (10) aus dem Deckel lösen (O) und von Hand spülen.
Topf, Deckel und Einsätze können in der Spülmaschine gereinigt werden. Rückstände nicht abkratzen, sondern einweichen.
Bei Kalkansatz mit Essigwasser auskochen. Topfboden ebenfalls regelmäßig reinigen.
6.2. Aufbewahrung
Legen Sie den Deckel nach der Reinigung umgekehrt auf den Topf. Dichtungsring (10) nach der Reinigung separat aufbewahren, um ihn zu schonen.
6.3. Wartung
Der Schnelltopf ist ein technischer Gebrauchs- gegenstand, dessen Einzelteile einem Verschleiß unterliegen können. Sie sollten deshalb nach längerem Gebrauch alle Einzelteile entsprechend der »Ersatzteilliste« überprüfen. Bei offensichtlichen Veränderungen müssen die betreffenden Teile ersetzt werden. Verwenden Sie nur Originalersatzteile des Herstellers.
Hinweis: Bei beschädigtem Deckelgriff (5) ist eine werkseitige Reparatur notwendig.
7. Vielseitige Verwendung
Die Vorteile des Schnellkochens gelten nicht nur für herkömmliche Zubereitungsarten:
7.1. Tiefkühlkost zubereiten
Tiefkühlkost kann direkt aus dem Gefrierge-
rät in den Topf gegeben werden. Das Fleisch zum Anbraten etwas Antauen. Gemüse direkt aus der Verpackung in den Einsatz geben. Die Ankochzeiten verlängern sich, die Garzeiten bleiben gleich.
7.2. Vollwertkost zubereiten
Für Vollwertkost werden häufig Getreide und Hülsenfrüchte verarbeitet. Bei der Zubereitung im Schnelltopf müssen Getreide und Hülsenfrüchte nicht mehr unbedingt eingewecht werden. Die Garzeiten verlängern sich dann um ca. die Hälfte der Zeit. Geben Sie 1/4 l Mindestflüssigkeit in den Topf und zusätzlich auf 1 Teil Getreide/Hülsenfrüchte mind. 2 Teile Flüssigkeit.
Restwärme der Kochstelle kann gut zum Nachquellen genutzt werden. Achten Sie darauf, dass bei schäumenden oder quellenden Speisen (Getreide, Hülsenfrüchte) der Topf nur zur Hälfte gefüllt werden darf.
7.3. Einkochen
Gläser mit 1 l Inhalt werden im 6,5 l und 8,5 l Schnelltopf, kleinere Gläser im 4,5 l Schnelltopf eingekocht. Vorbereiten der Lebensmittel wie üblich. 1/4 l Wasser in den Topf füllen. Einweckgläser in den gelochten Einsatz setzen.
Gemüse/Fleisch beim 2. orangefarbenen Kochring ca. 20 min garen Steinobst beim 1. orangefarbenen Kochring ca. 5 min garen Kernobst beim 1. orangefarbenen Kochring ca. 10 min garen
Zum Abdampfen Topf langsam abkühlen lassen (Methode 1) – nicht über den Kochschieber oder unter fließendem Wasser drucklos machen, weil sich sonst der Saft aus den Gläsern drückt.
7.4. Entsaften
Im Schnelltopf können Sie kleine Mengen Obst zu Saft verarbeiten. 1/4 l Wasser in den Topf geben, Früchte im gelochten Einsatz auf den
ungelochten Einsatz setzen und bei Bedarf zu-
ckern. Beim 2. orangefarbenen Kochring garen.
Je nach Obstsorte liegt die Zeit
zwischen 10-20 Minuten. Topf unter flie-
ßendem Wasser drucklos machen (Methode 3).
Vor dem Öffnen kurz rütteln.
7.5. Sterilisieren
Babyflaschen, Einmachgläser etc. können schnell sterilisiert werden. Teile mit der Öffnung nach unten in den gelochten Einsatz stellen, 1/4 l Wasser zugeben und 20 min beim 2. orangefarbenen Kochring sterilisieren. Langsam abkühlen lassen (Methode 1).
7.6. Garen mit Einsätzen
Je nach Größe des Schnelltopfs können Sie mit Einsätzen und Steg garen. Einsatz und Steg erhalten Sie als Zubehör im Fachhandel. Sie können im Schnelltopf auch mehrere Gerichte gleichzeitig zubereiten. Die einzelnen Beilagen werden durch Einsätze getrennt. Das Gericht mit der längsten Garzeit wird zuerst ohne Einsatz in den Topf gefüllt.
Beispiele
Braten (20 min) – Topfboden Kartoffeln (8 min) – gelochter Einsatz Gemüse (8 min) – ungelochter Einsatz
Den Braten zunächst 12 min garen. Dann den Topf nach Anleitung öffnen. Kartoffeln im gelochten Einsatz auf den Steg stellen, Gemüse im ungelochten Einsatz einsetzen, Topf schließen und weitere 8 min garen. Unterscheiden sich die Garzeiten nicht wesentlich, können alle Einsätze gleichzeitig in den Topf gegeben werden. Durch das Öffnen zwischendurch entweicht Dampf, geben Sie deshalb etwas mehr als die erforderliche Flüssigkeit in den Topf.
8. Garantieerklärung
Während der Garantiezeit garantieren wir die einwandfreie Funktion des Produkts und seiner sämtlichen Teile. Die Garantiezeit beträgt 3 Jahre und beginnt mit dem Datum des Erwerbs des Produktes vom WMF Fachhändler, zu dokumentieren durch einen vom Verkäufer vollständig ausgefüllten Garanticabschnitt.
Kommt es während der Garantiezeit zu Mängeln am Produkt, so werden wir den Mangel kostenlos durch Austausch der mangelhaften Teile gegen einwandfreie beseitigen. Mangelhafte Teile können nur durch den WMF Fachhändler oder die Kundendienstabteilung der WMF Group GmbH in Geislingen ersetzt werden. Der Garanticanspruch erstreckt sich ausschließlich auf diesen Anspruch. Weitergehende Ansprüche aus der Garantie sind ausgeschlossen.
Zur Geltendmachung des Garantieanspruchs ist der Garantieabschnitt vorzulegen. Er ist dem Käufer gleichzeitig mit dem WMF Schnelltopf auszuhändigen. Der Garantieanspruch besteht nur bei Vorlage des vollständig ausgefüllten Abschnitts. Selbstverständlich werden durch diese Garantieerklärung Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte nicht eingeschränkt. Innerhalb der Gewährleistungsfrist stehen Ihnen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte auf Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt und Schadensersatz im gesetzlichen Umfang zu.
Von der Garantiepflicht ausgeschlossen sind:
- Kochsignaldichtung
- Sicherheitsventil
- Dichtungsring
Diese Teile unterliegen einem natürlichen Verschleiß. 10 Jahre Liefergarantie auf Ersatzteile.
9. Haftungsausschluss
Es wird keine Garantie übernommen für Beschädigungen, die aus folgenden Gründen entstanden sind: Ungeeignete und unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung, nicht sachgemäß durchgeführte Reparaturen, den Einbau von nicht der Originalausführung entsprechenden Ersatzteilen, chemische oder physikalische Einflüsse auf Topfoberflächen, Nichtbefolgen dieser Bedienungsanleitung
Name und Anschrift des Garantiegebers:
WMF Group GmbH
Eberhardstraße 35
73312 Geislingen/Steige
Germany
service@wmf.de
wmf.com
Der Garantieanspruch ist entweder direkt beim Garantiegeber oder bei einem autorisierten WMF Fachhändler geltend zu machen.

10. Beseitigen von Störungen
Bei Störungen grundsätzlich den
Schnelltopf von der Kochstelle nehmen.
Niemals mit Gewalt öffnen.
| Störungen am Schnelltopf | Ursache | Beseitigung |
| Zu lange Ankochzeit oder das Kochsignal (1) steigt nicht. | Durchmesser der Kochstelle ungeeignet. | Kochstelle wählen, die zum Topfdurchmesser passt. |
| Energiestufe ungeeignet. | Auf höchste Energiestufe stellen. | |
| Deckel ist nicht richtig aufgesetzt. | Topf vollkommen drucklos machen, öffnen. Dichtungsring (10) auf richtigen Sitz prüfen und Topf erneut verschließen. | |
| Kugel in Sicherheitsventil/Ankoch-automatik (9) sitzt nicht richtig. | Topf vollkommen drucklos machen, öffnen, Griff abnehmen, Sicherheitsventil (9) überprüfen, Sitz der Metallkugel im Deckel prüfen und Topf erneut verschließen (F)(G). | |
| Flüssigkeit fehlt (mind.1/4 l). | Topf vollkommen drucklos machen, Deckel öffnen. Flüssigkeit einfüllen und Topf erneut verschließen. | |
| Dampf tritt am Deckel aus. | Dichtungsring (10) und/oder Topfrand sind nicht sauber. | Topf vollkommen drucklos machen, Deckel öffnen. Dichtungsring (10) und Topfrand reinigen und Topf erneut verschließen. |
| Kochschieber (7) steht nicht auf ZU/LOCKED. | Kochschieber (7) auf ZU/LOCKED stellen. | |
| Dichtungsring (10) beschädigt oder hart (durch Verschleiß). | Dichtungsring (10) durch einen original WMF Dichtungsring erneuern. | |
| Aus Sicherheitsventil/Ankochautomatik (9) tritt ständig Dampf aus (gilt nicht für die Ankochphase). | Kugel sitzt nicht richtig im Ventil. Kugel wurde in die obere Kammer gedrückt. | Topf vollkommen drucklos machen, Deckel öffnen. Kugel in die untere Kammer drücken (F)(G), Hauptventil (3) auf Beweglichkeit prüfen und Topf erneut verschließen. |
- Garzeitentabelle
Minuten
| Schwein und Kalb | Geschnetzelles Schwein | 5-7 | |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. Es wird kein spezieller Einsatzbenötigt. | Gulasch Schwein | 10-15 | |
| Schweinebralen | 20-25 | Garzeit abhängig von Grüße und Form | |
| Geschnetzeltes Kalb | 5-7 | ||
| Gulasch Kalb | 10-15 | ||
| Kalbshaxe am Stück | 25-30 | ||
| Kalbszunge | 15-20 | Mit Wasser bedecken | |
| Kalbsbralen | 20-25 | Garzeit abhängig von Grüße und Form | |
| Rind | Hackbraten | 10-15 | |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. Bei Rinderzunge wird ein gelochterEinsalzbenötigt. | Sauerbralen | 30-35 | |
| Rinderzunge | 45-60 | ||
| Geschnetzelles | 6-8 | ||
| Gulasch | 15-20 | ||
| Rouladen | 15-20 | ||
| Rinderbraten | 35-45 | Garzeit abhängig von Grüße und Form | |
| Geflügel | Suppenhuhn | 20-25 | max. 1/2 Füllmenge |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. Bei dem Suppenhuhn wird ein gelochter Ein satz benötigt. | Hühnertelie | 6-8 | |
| Putenkeule | 25-30 | Abhängig von Dieke der Keulen | |
| Putenragout | 6-10 | Truthahn ist identisch | |
| Putenschnitzel | 2-3 | ||
| Wild | Hasenbraten | 15-20 | |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. Es wird kein spezieller Einsatzbenötigt. | Hasenrücken | 10-12 | |
| Hirschbraten | 25-30 | ||
| Hirschgulasch | 15-20 | ||
| Lamm | Lammragoul | 20-25 | Hammel hal längere Garzeiten |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. | Lammbralen | 25-30 | Garzeit abhängig von Grüße und Form |
| Fisch | Fischfilets | 2-3 | Im eigenen Saft gedünstet |
| Beim 1. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/4 l Flüssigkeit beachten. Bei Ragout und Bulasch ist kein Einsatz erforderlich, ansonsten den ungelochten benutzen. | Ganze Fische | 3-4 | Im eigenen Saft gedünstet |
| Ragout oder Gulasch | 3-4 |
Minuten
| Suppen | Erbsen-, Linsensuppe | 12-15 | Eingeweichte Hülsenfrüchte |
| Beim 2. Ring garen und die Füllmenge von min. 1/41 bis max. 1/2 vom Topfinhalt beachten.Es wird kein spezieller Einsatzbenötigt. | FleischbrüheGemüsesuppeGulaschsuppeHühnersuppeKarloffelsuppeOchsenschwanzsuppe | 25-305-810-1520-255-635 | Für alle Fleischarten gültigGarzeit abhängig von der Größe |
| Gemüse | Auberginen, Gurken und Tomaten | 2-3 | Im Dampf gegartes Gemüse wird nicht so schnell ausgelaugt |
| Beim 1. Ring garen und die Füllmenge von min. 1/41 Flüssigkeit beachten.Bei Sauerkraut und RoteBete wird kein Ein satz benötigt. Bei allen anderen Ge richten wird der gelochte Ein satz benötigt.Ab den Bohnen erhöht sich die Garzeitentemperatur (2. Ring). | Blumenkohl, Paprika, PorreeErbsen, Sellerie, KohlrabiFenchel, Karaniten, WirsingBohnen, Grünkohl, RotkohlSauerkrautRote BeiteSalzkartoffelnKartoffeln in der Schale | 3-54-65-87-1010-1515-256-86-10 | Pellkartoffeln platzen auf, wenn sie schnell abgedampft werdenDicke Bohnen 10 min länger garen Garzeit für eingewichtes GetreideGarzeit für eingewichtes Getreide beim 1. RingGarzeit für eingewichtes Getreide |
| Hülsenfrüchte Getreide | Erbsen, Bohnen, LinsenBuchweizen, HirseMais, Reis, GrünkernMilchreisLangkornreisVollkornreisWeizen, Roggen | 10-157-106-1520-256-812-1510-15 | Geluchter Einsatz wird empfohlenGeluchter Einsatz wird empfohlen |
| Beim 2. Ring garen und die Mindestfüllmenge von 1/41 bis max. 1/2 vom Topfinhalt beachten. Auf 1 Teil Getreide kommen2 Teile Wasser. Nicht eingewichtes Getreide muss 20-30 min. länger garen.Milchreis beim 1. Ring zubereiten. | |||
| Obst | Kirschen, PillaumenÄpfel, Birnen | 2-52-5 | Geluchter Einsatz wird empfohlenGeluchter Einsatz wird empfohlen |
Tipps und Tricks zum Garen
Garzelt beginnt, sobald vorgeschriebener Ring am Kochsignal sichtbar wird
Angegebene Garzeiten sind Richtwerte
Lieber kürzere Garzeilen wählen, es kann jederzeit nachgegart werden
Bei den angegebenen Garzeiten für Gemüse erhalten Sie bissfeste Speisen
Die Gartemperatur beträgt beim 1. Ring 110 °C und beim 2. Ring 119 °C
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