Mafell LO 55 - Fräsmaschine

LO 55 - Fräsmaschine Mafell - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG LO 55 Mafell

Lesen Sie alle Sicherheitshinweise und Anweisungen. Versäumnisse bei der Einhaltung der Sicherheitshinweise und Anweisungen können elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen verursachen. Bewahren Sie alle Sicherheitshinweise und Anweisungen für die Zukunft auf.

WARNING

D - EG Konformitätserklärung

Wir bescheinigen hiermit, dass die Maschine LO 55 den angeführten EU-Richlinien entspricht. Bei Konstruktion und Bau wurden die gelisteten Normen angewendet. Bevollmächtigter für die Zusammenstellung der technischen Unterlagen: Mafell AG

Art.-Nr. 91A901, 91A920, 91A921

Mafell AG

Beffendorfer Str. 4

D - 78727 Oberndorf, den 24.04.2023

Mafell LO 55 - Mafell AG - 1

Dipl.-Ing. (FH) Thorsten Bühl

Vorstandsvorsitzender / CEO

Mafell LO 55 - Mafell AG - 2

Leitung Entwicklung und Konstruktion

Inhaltsverzeichnis

1 Zeichenerklärung....8
2 Erzeugnisangaben 8
2.1 Angaben zum Hersteller....8
2.2 Kennzeichnung der Maschine 8
2.3 Technische Daten 9
2.4 Emissionen....9
2.5 Schäfte der Fräswerkzeuge 9
2.6 Lieferumfang 10
2.7 Sicherheitseinrichtungen 10
2.8 Bestimmungsgemäße Verwendung 10
2.9 Restrisiken....10
3 Sicherheitshinweise....11
4 Aufbau 12
4.1 Abgebildete Komponenten 12
5 Rüsten / Einstellen 12
5.1 Netzanschluss 12
5.2 Span- und Staubabsaugung....12
5.3 Spannen von Fräswerkzeugen....13
6 Betrieb 14
6.1 Inbetriebnahme 14
6.2 Motorschutz 14
6.3 Drehzahleinstellung....14
6.4 Frästiefeneinstellung 15
6.5 Arbeitshinweise 16
7 Wartung und Instandhaltung 17
7.1 Spannzange reinigen 17
7.2 O-Ring in Spannhülse austauschen....18
7.3 Lagerung 18
8 Optische Signalanzeige des Betriebszustandes 18
9 Störungsbeseitigung....19
10 Sonderzubehör 21
11 Explosionszeichnung und Ersatzteilliste 21

1 Zeichenerklärung

Mafell LO 55 - Zeichenerklärung - 1

Dieses Symbol steht an allen Stellen, an denen Sie Hinweise zu Ihrer Sicherheit finden.

Bei Nichtbeachten können schwerste Verletzungen die Folge sein.

Mafell LO 55 - Zeichenerklärung - 2

Dieses Symbol kennzeichnet eine möglicherweise schädliche Situation.

Wenn sie nicht gemieden wird, kann das Produkt oder Gegenstände in seiner Umgebung beschädigt werden.

Mafell LO 55 - Zeichenerklärung - 3

Dieses Symbol kennzeichnet Anwendertipps und andere nützliche Informationen.

2 Erzeugnisangaben

zu Maschinen mit Art.-Nr. 91A901, 91A920, 91A921

2.1 Angaben zum Hersteller

MAFELL AG, Beffendorfer Straße 4, D-78727 Oberndorf / Neckar, Telefon +49 (0)7423/812-0, Fax +49 (0)7423/812-218, E-Mail mafell@mafell.de

2.2 Kennzeichnung der Maschine

Alle zur Identifizierung der Maschine erforderlichen Angaben sind auf dem angebrachten Leistungsschild vorhanden.

Mafell LO 55 - Kennzeichnung der Maschine - 1

Schutzklasse II

Mafell LO 55 - Kennzeichnung der Maschine - 2

CE-Zeichen zur Dokumentation der Übereinstimmung mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen gemäß Anhang I der Maschinenrichtlinie

Mafell LO 55 - Kennzeichnung der Maschine - 3

Nur für EU Länder

Werfen Sie Elektrowerkzeuge nicht in den Hausmüll!

Gemäß Europäischer Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik- Altgeräte und Umsetzung in nationales Recht müssen verbrauchte Elektrowerkzeuge getrennt gesammelt und einer umweltgerechten Wiederverwertung zugeführt werden.

Mafell LO 55 - Kennzeichnung der Maschine - 4

Zur Verringerung eines Verletzungsrisikos lesen Sie die Betriebsanleitung.

2.3 Technische Daten

Betriebsspannung230 V~
Netzfrequenz50 Hz
Aufnahmeleistung Dauerbetrieb 1100 W
Leerlaufdrehzahl Normalbetrieb10000 – 24000 min ^-1
Leerlaufdrehzahl Drosselbetrieb10000 – 16500 min ^-1
Kühllaufdrehzahl 8000 min-1
Frästiefeneinstellung mit Feineinstellung0 – 55 mm
Revolvertiefenanschlag3 - stufig
Werkzeugbefestigung mit Spannzangen∅ 6 – 8 mm
Durchmesser Absaugstutzen 26 mm
Gewicht ohne Netzkabel3,1 kg

2.4 Emissionen

Die angegebenen Geräuschemissionen sind nach DIN EN 62841-1 gemessen worden und können zum Vergleich des Elektrowerkzeugs mit einem anderen und zu einer vorläufigen Einschätzung der Belastung verwendet werden.

Mafell LO 55 - Emissionen - 1

Gefahr

Die Geräuschemissionen können während der tatsächlichen Benutzung des Elektrowerkzeugs von den Angabewerten abweichen, abhängig von der Art und Weise, in der das Elektrowerkzeug verwendet wird, insbesondere, welche Art von Werkstück bearbeitet wird.

Tragen Sie daher stets einen Gehörschutz, auch wenn das Elektrowerkzeug ohne Belastung läuft!

2.4.1 Angaben zur Geräuschemission

Die nach EN 62841-1 und EN 62841-2-17 ermittelten Geräuschemissionswerte betragen:

Schalldruckpegel L_PA = 97 dB (A)
Unsicherheit K _PA = 3 dB (A)
Schallleistungspegel L _WA = 89 dB (A)
Unsicherheit K_WA = 3 dB (A)

Die Geräuschmessung wurde mit einem neuen geradseitigen Fräser ( 12 mm) durchgeführt.

2.4.2 Angaben zur Vibration

Die typische Hand-Arm-Schwingung beträgt 2,9 m/s ^4 .

Die Messunsicherheit beträgt 1,5 m/s ^2 .

2.5 Schäfte der Fräswerkzeuge

Die Schäfte der Fräswerkzeuge müssen den sicherheitstechnischen Anforderungen nach EN 847-2 entsprechen. Der Schaftdurchmesser muss Qualität h8 haben:

  • Schaftdurchmesser 8mm: ∅ 7,978 - ∅ 8
  • Schaftdurchmesser 6mm: ∅ 5,982 - ∅ 6
  • Schaftdurchmesser 1 / 4 ": ∅ 6,328 - ∅ 6,35

2.6 Lieferumfang

Oberfräse LO 55 komplett mit:

1 Parallelanschlag
1 Feineinstellung
1 Späneabweiser
1 Kopierring ∅ 20 mm, ∅ 30 mm, ∅ 40 mm
1 Kopierring-Adapter
1 Absaugadapter
1 Absaugadapter für F-Schiene
1 Reduzierhülse 14 " (nur bei Artikel-Nr. 91A921)
1 Transportkasten
1 Betriebsanleitung
1 Heft „Sicherheitshinweise“

2.7 Sicherheitseinrichtungen

Mafell LO 55 - Sicherheitseinrichtungen - 1

Gefahr

Diese Einrichtungen sind für den sicheren Betrieb der Maschine erforderlich und dürfen nicht entfernt bzw. unwirksam gemacht werden.

Prüfen Sie die Sicherheitseinrichtungen vor dem Betrieb auf Funktion und mögliche Beschädigungen. Verwenden Sie die Maschine nicht mit fehlenden oder unwirksamen Sicherheitseinrichtungen.

Die Maschine ist mit den folgenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet:

  • große Grundplatte
  • Handgriffe
  • Schalteinrichtungen
  • Absaugadapter

2.8 Bestimmungsgemäße Verwendung

Die MAFELL Oberfräse LO 55 ist ausschließlich zum Fräsen von Massivholz und Plattenwerkstoffen wie Spanplatten, Tischlerplatten, Kunststoffplatten, MDF-Platten und Alucobond-Platten unter Verwendung von HSS- oder HM-Fräsern vorgesehen. Ebenso können mineralische Materialien (Gipskarton oder andere Trockenbaumaterialien) gefräst werden. Achten Sie hierbei auf eine bestmögliche Absaugung sowie Reinigung der Maschine.

Ein anderer Gebrauch als oben beschrieben ist nicht zulässig. Für einen Schaden, der aus einer solchen anderen Nutzung hervorgeht, haftet der Hersteller nicht.

Um die Maschine bestimmungsgemäß zu verwenden, halten Sie die von MAFELL vorgeschriebenen Betriebs-, Wartungs- und Instandsetzungsbedingungen ein.

2.9 Restrisiken

Mafell LO 55 - Restrisiken - 1

Gefahr

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und trotz der Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen bleiben durch den Verwendungszweck hervorgerufene Restrisiken, welche zu gesundheitlichen Folgen führen können.

  • Berühren des laufenden Fräsers oder der Spannhülse.
  • Bruch und Herausschleudern des Fräsers oder von Teilen des Fräsers.
  • Rückschlag der Maschine oder des Werkstücks.
  • Rückschlag der Maschine beim Verklemmen im Werkstück.
  • Beeinträchtigung des Gehörs bei länger andauernden Arbeiten ohne Gehörschutz.
  • Emission gesundheitsgefährdender Holzstäube bei länger andauerndem Betrieb ohne Absaugung.

3 Sicherheitshinweise

Mafell LO 55 - Sicherheitshinweise - 1

Gefahr

Beachten Sie stets die folgenden Sicherheitshinweise und die im jeweiligen Verwenderland geltenden Sicherheitsbestimmungen! Lesen Sie auch die Sicherheitshinweise im beigefügten Heft „Sicherheitshinweise“.

Allgemeine Hinweise:

  • Kinder und Jugendliche dürfen diese Maschine nicht bedienen. Davon ausgenommen sind Jugendliche unter Aufsicht eines Fachkundigen zum Zwecke ihrer Ausbildung.
  • Arbeiten Sie nie ohne die für den jeweiligen Arbeitsgang vorgeschriebenen Schutzvorrichtungen und ändern Sie an der Maschine nichts, was die Sicherheit beinträchtigen könnte.
  • Beim Einsatz der Maschine im Freien wird die Verwendung eines Fehlerstromschutzschalters empfohlen.
  • Beschädigte Kabel oder Stecker müssen sofort ausgetauscht werden. Der Austausch darf nur durch Mafell oder einer autorisierten MAFELL-Kundendienstwerkstatt erfolgen, um Sicherheitsgefährdungen zu vermeiden.
  • Scharfe Knicke am Kabel verhindern. Speziell beim Transport und Lagern der Maschine das Kabel nicht um die Maschine wickeln.
  • Verwenden Sie nur für Handvorschub zugelassene Fräswerkzeuge.
  • Beginnen Sie mit dem Fräsen des Werkstücks erst, wenn der Fräser seine volle Drehzahl erreicht hat.
  • Legen Sie die Maschine nach dem Ausschalten erst dann ab, wenn das Fräswerkzeug zum Stillstand gekommen ist.

Nicht verwendet werden dürfen:

  • Rissige Fräser und solche, die ihre Form verändert haben.
  • Stumpfe Fräser wegen der zu hohen Motorbelastung.
  • Fräser, die nicht für die Fräs-Drehzahl im Leerlauf geeignet sind.

Hinweise zur Verwendung persönlicher Schutzausrüstungen:

  • Der Schalldruckpegel am Ohr übersteigt 85 dB (A). Tragen Sie deshalb beim Arbeiten einen Gehörschutz.
  • Tragen Sie beim Arbeiten eine Schutzbrille.
  • Tragen Sie eine Staubschutzmaske, um Gesundheitsschäden vorzubeugen.
  • Schnittgefahr beim Fräserwechsel. Tragen Sie deshalb Schutzhandschuhe, wenn Sie den Fräser wechseln.

Hinweise zum Betrieb:

  • Greifen Sie bei laufender Maschine nie in den Arbeitsbereich des Fräswerkzeuges oder unter die Grundplatte (Verletzungsgefahr!).
  • Halten Sie die Maschine bereits vor dem Einschalten mit beiden Händen an den vorgesehenen Handgriffen fest.
  • Sorgen Sie für einen freien und rutschsicheren Standplatz mit ausreichender Beleuchtung.
  • Ziehen Sie vor dem Werkzeugwechsel, Einstellarbeiten und vor dem Beseitigen von Störungen (dazu gehört auch das Entfernen von eingeklemmten Spänen) den Netzstecker.
  • Kontrollieren Sie das Werkstück auf Fremdkörper. Fräsen sie nicht in Metallteile, z. B. Nägel (Rückschlaggefahr).
  • Prüfen Sie vor Inbetriebnahme den festen Sitz des Fräsers und dessen einwandfreien Lauf.
  • Verwenden Sie nur für Handvorschub zugelassene Fräswerkzeuge.
  • Verwenden Sie nur scharfe und unbeschädigte Fräswerkzeuge. Sie erzielen bessere Oberflächen und mindern die Rückschlaggefahr.
  • Bearbeiten Sie keine Werkstücke, die für die Leistungsfähigkeit der Maschine zu klein oder zu gross sind.
  • Halten Sie das Elektrowerkzeug nur an den isolierten Grifflächen, da der Fräser die eigene Anschlussleitung treffen kann. Der Kontakt mit einer spannungsführenden Leitung kann auch metallene Geräteteile unter Spannung setzen und könnte zu einem elektrischen Schlag führen.
  • Befestigen und sichern Sie das Werkstück mittels Zwingen oder auf andere Art und Weise an einer stabilen Unterlage. Wenn Sie das Werkstück nur mit

der Hand oder gegen Ihren Körper halten, bleibt es labil, was zum Verlust der Kontrolle führen kann.

  • Beginnen Sie mit dem Fräsen des Werkstücks erst, wenn der Fräser seine volle Drehzahl erreicht hat.
  • Führen Sie beim Fräsen das Anschlusskabel immer nach hinten von der Maschine weg.
  • Gleichmässiger Vorschub beim Fräsen erhöht die Lebensdauer von Fräswerkzeug und Maschine und erzielt ein sauberes Fräsbild. Beim Bearbeiten von Kanten immer im Gegenlauf fräsen.
  • Legen Sie die Maschine nach dem Ausschalten erst dann ab, wenn das Fräswerkzeug zum Stillstand gekommen ist bzw. lösen Sie die Klemmung für den selbsttätigen Rückhub an der Maschine. Durch Loslassen des Säulenklemmgriffes 18 (Abb. 2) wird die Maschine arretiert.
  • Die Fräser müssen rechtzeitig gewechselt werden, da stumpfe Fräser nicht nur die Rückschlaggefahr erhöhen, sondern auch den Motor unnötig belasten. Die Fräser sind entsprechend Kap. 5.3 einzuspannen.
  • Der beim Fräsen entstehende Holzstaub beeinträchtigt die notwendige Sicht und ist teilweise gesundheitsschädlich. Die Maschine muss deshalb bei längerem Gebrauch, wenn nicht im Freien oder in ausreichend belüfteten Räumen gearbeitet wird, an eine Späneabsaugung z. B. transportablen Kleinentstauber angeschlossen werden. Die Luftgeschwindigkeit muss mindestens 20 m/s betragen.

Stationärer Einsatz:

- Jeglicher stationäre Einsatz auch in Arbeitstischen ist untersagt.

Hinweise zur Wartung und Instandhaltung:

  • Die regelmäßige Reinigung der Maschine, vor allem der Verstelleinrichtungen und der Führungen, stellt einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar.
  • Es dürfen nur original MAFELL-Ersatz- und Zubehörteile verwendet werden. Es besteht sonst kein Garantieanspruch und keine Haftung des Herstellers.

4 Aufbau

4.1 Abgebildete Komponenten (siehe Abb. 1 und 2)

(1) Tiefenanschlag
(2) Griff Tiefenanschlag
(3) Skala für den Tiefenanschlag
(4) Lichtleiter Drehzahleinstellung
(5) Drehzahltaster
(6) Taster zur Drehzahlminderung
(7) Einschaltarretierung
(8) Handgriff
(9) Anschlussleitung
(10) Schalterdrücker
(11) Absaugstutzen
(12) Flügelschraube für Stützfuß
(13) Flügelschraube zur Befestigung von Paralellanschlag, Absaugadapter, Späneabweiser sowie Kopierringe
(14) Grundplatte
(15) Revolveranschlag mit Madenschrauben
(16) Feineinstellung Tiefenanschlag
(17) Exzenterhebel
(18) Säulenklemmgriff
(19) Handgriff

5 Rüsten / Einstellen

5.1 Netzanschluss

Achten Sie vor Inbetriebnahme darauf, dass die Netzspannung mit der auf dem Leistungsschild der Maschine angegebenen Betriebsspannung übereinstimmt.

5.2 Span- und Staubabsaugung

Die beim Fräsen entstehenden Späne sowie gesundheitsschädlichen Stäube von bestimmten Werkstoffen können mit einem handelsüblichen Staubsauger bzw. einer externer Absaugeinrichtung abgesaugt werden.

Hierzu das Schlauchende des Staubsaugers am Absaugstutzen 11 (siehe Abb. 2) der Grundplatte ansetzen.

Für eine verbesserte Absaugung kann zusätzlich ein Absaugadapter verwendet werden (im Lieferumfang enthalten).

Bei Arbeiten mit einer F-Schiene wird ein Absaugadapter mit Höhenausgleich (im Lieferumfang enthalten) verwendet.

Bei der Kantenbearbeitung kann zudem ein Späneabweiser montiert werden, der die aufkommenden Späne vom Anwender wegführt und die Absaugung verbessert. Der Späneabweiser ist im Lieferumfang enthalten.

5.3 Spannen von Fräswerkzeugen

Die Maschine ist serienmäßig mit einer Präzisionsspannzange ∅ 8 mm ausgerüstet. In ihr lassen sich Fräswerkzeuge mit entsprechendem Schaftdurchmesser befestigen (siehe hierzu Kap. 2.5).

Mafell LO 55 - Spannen von Fräswerkzeugen - 1

Gefahr

Vor dem Fräserwechsel unbedingt Netzstecker ziehen. Stellen Sie die Maschine auf den Kopf oder seitlich ab. Nicht auf die Seite des Absaugstutzens ablegen! Sonst können Beschädigungen des Werkstückes die Folge sein.

Tragen Sie Schutzhandschuhe beim Fräserwechsel. Es besteht Schnittgefahr!

Einspannen

  • Stellen Sie die Maschine durch Betätigen des Säulenklemmgriffs 18 (Abb. 2) in die oberste Position.
  • Öffnen Sie den Werkzeugspannhebel 20 (Abb. 3) vollständig nach unten.
  • Stellen Sie die Maschine auf den Kopf oder legen Sie sie seitlich ab.
  • Schieben Sie den sauberen Zylinderschaft des Fräswerkzeuges so weit wie möglich in die geöffnete Spannzange, mindestens jedoch bis zur Markierung der Mindesteinspanntiefe und zusätzlichen 2 mm. Ist keine Markierung für die Mindesteinspanntiefe vorhanden, schieben Sie den Zylinderschaft des Fräswerkzeuges so weit

wie möglich - mindestens jedoch bis zu zwei Drittel der Schaftlänge - in die geöffnete Spannzange.

  • Drücken Sie den Werkzeugspannhebel 20 nach oben, um ihn zu schließen.
  • Stellen Sie die Maschine auf die Grundplatte 14 (Abb. 1).

Ausspannen

• Stellen Sie die Maschine in die oberste Position.
- Öffnen Sie den Werkzeugspannhebel 20 (Abb. 3) vollständig nach unten.
- Stellen Sie die Maschine auf den Kopf oder legen Sie sie seitlich ab.
- Entnehmen Sie das Fräswerkzeug aus der Spannzange.
- Drücken Sie den Werkzeugspannhebel 20 nach oben, um ihn zu schließen.
- Stellen Sie die Maschine auf die Grundplatte 14 (Abb. 1).

Mafell LO 55 - Ausspannen - 1

Ein spezieller Anwendungsfall liegt bei Arbeiten mit Führungshülsen/Kopierringen und beispielsweise einem Schwalbenschwanzfräser vor. Ist der Innendurchmesser der Führungshülse/des Kopierrings kleiner als der Aussendurchmesser des Fräsers, ist es nicht möglich, die Maschine in die oberste Position zu fahren. Daher ist es erforderlich, die Werkzeugspannung wie folgt zu öffnen:

  • Verwenden Sie einen Rundstab ∅ 6 mm (siehe Abb. 4) und stecken Sie ihn durch die Bohrung im Lüftergehäuse.
  • Drehen Sie die Werkzeugspannung solange, bis der Rundstab einrastet und die Werkzeugspannung blockiert.
  • Öffnen Sie mit einem Ring- oder Maulschlüssel SW19 die Spannhülse um ca. 4 Umdrehungen (Drehrichtung nach rechts, Linksgewinde).
  • Sie können das Fräswerkzeug nun aus der Spannzange entnehmen bzw. einsetzen.

- Ziehen Sie die Spannhülse wieder fest (Drehrichtung nach links, Linksgewinde) und ziehen Sie den Rundstab ab.

6 Betrieb

6.1 Inbetriebnahme

Diese Betriebsanleitung muss allen mit der Bedienung der Maschine beauftragten Personen zur Kenntnis gegeben werden, wobei insbesondere auf das Kapitel „Sicherheitshinweise“ aufmerksam zu machen ist.

6.1.1 Ein- und Ausschalten (siehe Abb. 1)

Mafell LO 55 - Ein- und Ausschalten (siehe Abb. 1) - 1

Gefahr

Maschine nur einschalten, wenn der Fräser keinen Kontakt mit dem Werkstück hat und der Werkzeugspannhebel eingerastet ist.

Wird die Maschine im Werkstück eingeschaltet, leuchtet die LED-Anzeige rot (Dauerlicht). Die Maschine schaltet sich automatisch ab. Lassen Sie den Schalterdrücker los, fahren Sie die Maschine aus dem Werkstück heraus und betätigen Sie den Schalterdrücker erneut.

Ist der Netzstecker eingesteckt, wird der Arbeitsbereich der Maschine ausgeleuchtet, sobald diese bewegt wird.

Beim Einschalten wird an der LED-Anzeige die zuletzt eingestellte Drehzahl angezeigt. Die LED-Anzeige leuchtet blau.

Leuchtet die LED-Anzeige rot, so liegt ein Fehler vor (siehe Kap. 8).

Kurzbetrieb

  • Einschalten: Drücken Sie den Schalterdrücker 10 (Abb. 1).
  • Ausschalten: Lassen Sie den Schalterdrücker los.

Dauerbetrieb

  • Einschalten: Drücken Sie den Schalterdrücker 10 (Abb. 1) und die Einschaltarretierung 7 nacheinander. Der Motor läuft ohne Druck auf den Schalter.
  • Ausschalten: Drücken Sie den Schalterdrücker 10 bis der Arretierknopf herausspringt und lassen Sie dann den Schalterdrücker los.

Mafell LO 55 - Dauerbetrieb - 1

Sollte innerhalb einer Zeitdauer (Bremszyklus) von 45 Sekunden mehr als vier Mal gebremst werden, so wird die nachfolgende Bremsung bis zum Ablauf der Zykluszeit ausgesetzt.

6.2 Motorschutz

Extreme und dauerhafte Überlastung der Maschine kann zum Ausfall des Motors führen. Vor Erreichen einer kritischen Motortemperatur wird der Motor durch die elektronische Temperaturüberwachung automatisch abgeschaltet. Beim nachfolgenden Einschalten geht die Maschine in den Kühlbetrieb über. Die LED-Anzeige blinkt rot. Der Balkenwert gibt die Restlaufzeit des Kühlbetriebs an, bevor die Maschine selbsttätig ausschaltet. Nach Abschalten der Maschine leuchtet die LED-Anzeige rot.

Eine Übertemperaturabschaltung erfolgt, wenn während der Bearbeitung eines Werkstückes die zulässige Motortemperatur überschritten wird. Die LED-Anzeige leuchtet rot. Beim nächsten Einschalten geht die Maschine in den Kühlbetrieb.

Alternativ die Maschine in ausgeschaltetem Zustand abkühlen lassen.

6.3 Drehzahleinstellung

Die Oberfräse ist mit einer elektronischen Drehzahlregelung ausgestattet (siehe Abb. 1).

Drehzahl Normalbetrieb

Die Fräserdrehzahl kann in 6 Stufen zwischen 10000 und 24000 min ^-1 über die Drehzahltaster 5 (Abb. 1) unterhalb der LED-Anzeige eingestellt werden. Beim Einschalten fährt die Maschine mit einem Sanftanlauf auf die eingestellte Enddrehzahl hoch. Die Elektronikstufen sind auf der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Mafell LO 55 - Drehzahl Normalbetrieb - 1

line | Series | X-axis | Y-axis (Drehzahl / U/min) | |---|---|---| | 1 | 1 | 10000 | | 2 | 6 | 17000 | | 3 | 6 | 8000 |

Drehzahlstellung

(1) Normalbetrieb
(2) Drosselbetrieb
(3) Kühllauf

Drehzahl Drosselbetrieb

Bei Bearbeitung von Stirnholzflächen kann die Drehzahl um 30 % abgesenkt werden. Betätigen Sie hierzu den Taster zur Drehzahlminderung 6 (Abb. 1). Die LED-Anzeige blinkt dann blau. Durch erneutes Betätigen des Tasters zur Drehzahlminderung wird die Drehzahlminderung wieder zurückgesetzt, die Maschine läuft wieder im Normalbetrieb.

Nach einer Netztrennung wird die Drehzahlminderung zurückgesetzt, die Maschine läuft wieder im Normalbetrieb. Die LED-Anzeige leuchtet blau. Beim Einschalten wird in der LED-Anzeige die zuletzt eingestellte Drehzahl angezeigt.

Welche Elektronikstufe bei welchem Fräser- ∅ und Werkstoff einzustellen ist, ersehen Sie aus der nachfolgenden Tabelle.

Material (Empfohlenes Schneiden)Fräser ∅ 3 – 14 mmFräser ∅ 15 – 25 mmFräser ∅ 26 – 35 mm
Hartholz (HM / HSS)6 - 45 - 33 - 1
Weichholz (HSS / HM)6 - 56 - 34 - 1
Spanplatten beschichtet (HM)6 - 56 - 34 - 2
Kunststoff (HM)

Mafell LO 55 - Drehzahl Drosselbetrieb - 1

Gefahr

Arbeiten Sie nicht mit der LO 55, wenn die Elektronik defekt ist, da dies zu überhöhten Drehzahlen führen kann. Eine fehlerhafte Elektronik erkennen Sie am fehlenden Sanftanlauf, an einem erhöhten Leerlaufgeräusch oder wenn keine Drehzahlregelung möglich ist.

Drehzahl Kühlbetrieb

Befindet sich die Maschine im Kühlbetrieb, wird die Drehzahl automatisch auf 8000 min ^-1 abgesenkt.

Die Spindeldrehzahl bleibt unabhängig von der vorher eingestellten Drehzahl konstant bei 8000 min ^-1 .

Nach abgeschlossenem Kühlbetrieb schaltet die Maschine ab. Wird die Maschine erneut eingeschaltet, läuft diese im Normalbetrieb weiter.

6.4 Frästiefeneinstellung

6.4.1 Säulenklemmung

Die Maschine ist mit einer permanenten Säulenklemmung ausgestattet.

Durch Betätigen des Säulenklemmgriffes 18 (Abb. 2) wird die Klemmung gelöst und Sie können die Maschine in der Höhe verstellen.

Durch Loslassen des Säulenklemmgriffes wird die Klemmung wieder aktiviert.

Die Säulenklemmung kann auch deaktiviert werden, um beispielsweise Lochreihen ohne ständiges Betätigen des Säulenklemmgriffs 18 zu bohren (siehe Abb. 5). Hierzu den Säulenklemmgriff 18 gedrückt halten. Von oben einen Inbusschlüssel (2,5 mm) in den Sechskant einsetzen und 90° nach rechts drehen.

Das Lösen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

6.4.2 Revolveranschlag

Mit dem Revolveranschlag 15 (Abb. 6) können drei verschiedene Frästiefen eingestellt werden. Zusätzlich kann eine Feineinstellung der höchsten und mittleren Frästiefe über zwei Madenschrauben 21 erfolgen.

Um ein Verstellen der Frästiefe bei versehentlichem Betätigen des Säulenklemmgriffs 18 (Abb. 1) zu verhindern, kann der Tiefenanschlag in den Revolveranschlag eingehängt werden:

  • Verschieben Sie zuerst den Revolveranschlag 15 ganz nach links.
  • Drehen Sie danach den Revolveranschlag 15 in Drehrichtung links.
  • Hängen Sie nun die Stange des Tiefenanschlages 1 (Abb. 1) durch Drehen des Revolveranschlags 15 in Drehrichtung rechts ein.

6.4.3 Einstellung der Frästiefe nach Skala

Die Einstellung der Frästiefe erfolgt über die Skala 3 (Abb. 1) für den Tiefenanschlag.

  • Spannen Sie das Fräswerkzeug ein und stellen Sie die Maschine auf das Werkstück.
  • Betätigen Sie den Säulenklemmgriff 18 (Abb. 2) und halten ihn gedrückt.
  • Fahren Sie mit der Maschine nach unten bis der Fräser die Werkstückoberfläche berührt. Lassen Sie nun den Säulenklemmgriff 18 wieder los.
  • Öffnen Sie den Exzenterhebel 17 (Abb. 1).
  • Verstellen Sie den Tiefenanschlag 1 bis zur Anschlagschraube auf dem Revolveranschlag 15.
  • Stellen Sie den verschiebbaren Skalenzeiger am Tiefenanschlag 1 auf den Nullpunkt der Skala 3.
  • Stellen Sie den Tiefenanschlag 1 auf die gewünschte Frästiefe ein und klemmen Sie diesen mit dem Exzenterhebel 17 fest.
  • Betätigen Sie den Säulenklemmgriff 18 (Abb. 2), damit ein Rückhub erfolgt.

6.4.4 Feinkorrektur der Frästiefe

Sollte ein feinfühliges Korrigieren der Frästiefe erforderlich werden, geschieht dieses durch Drehen an der Feineinstellung 16 (Abb. 1). Eine Umdrehung der Einstellmutter bewirkt eine Frästiefenverstellung von 1 mm. Der gesamte Weg der Feinstellung beträgt ca. 10 mm.

6.5 Arbeitshinweise

Mafell LO 55 - Arbeitshinweise - 1

Halten Sie die Maschine im Betrieb mit beiden Händen fest.

6.5.1 Eintauchfräsen

An der Unterseite der Grundplatte 14 (Abb. 1) ist eine Reduzierplatte montiert, die die Werkzeugöffnung auf ∅ 32 mm reduziert. Die Reduzierplatte erleichtert die Bearbeitung im kantigen Holzbereich und reduziert das Risiko des Abrutschens.

Bei Bedarf kann die Reduzierplatte nach oben entnommen werden.

Achten Sie beim Fräsen darauf, dass das Werkstück gesichert ist und die Oberfräse mit der Grundplatte 14 und / oder den Anschlägen eben und möglichst großflächig anliegt.

Fräsen Sie große Tiefen stufenweise.

Nachdem die Fräserdrehzahl eingestellt ist, halten Sie die Maschine mit beiden Händen fest und schalten die Maschine ein. Betätigen Sie den Säulenklemmgriff 18 (Abb. 2) und tauchen Sie mit gleichmäßigem Vorschub bis auf den Anschlag in den Werkstoff ein. Durch Loslassen des Säulenklemmgriffes 18 wird die Maschine arretiert. Fräsen Sie nur im Gegenlauf.

6.5.2 Fräsen mit Parallelanschlag

Zur genauen Führung der Maschine entlang einer geraden Werkstückkante dient der Parallelanschlag (siehe Abb. 7). Der Parallelanschlag ist im Lieferumfang enthalten.

Umbau:

  • Stecken Sie die Führungsstangen 22 in die zwei Öffnungen der Grundplatte.
  • Stellen Sie den Parallelanschlag grob auf den gewünschten Abstand zum Fräser ein und ziehen Sie die Flügelschrauben 23 fest.
  • Stellen Sie mit der Rändelschraube 24 den Abstand zum Fräser genau ein und ziehen Sie danach die Flügelschrauben 25 fest.

Für eine größere Auflagefläche kann ein Anschlagsteg in den Parallelanschlag eingesetzt werden:

  • Entnehmen Sie einen der beiden Anschlagstege an der Unterseite des Parallelanschlags.
  • Setzen Sie den Anschlagsteg in die dafür vorgesehene Einrichtung am Parallelanschlag ein (siehe Abb. 8). Der zweite Anschlagsteg dient als Ersatz.

6.5.3 Fräsen mit Kopierring

Mit den Kopierringen (∅ 20, 30 und 40 mm) können Formen nach Schablonen gefräst werden. Die Kopierringe sind im Lieferumfang enthalten. Der Kopierring 26 (Abb. 9) wird, nachdem die Reduzierplatte entfernt wurde, in die Grundplatte 14 (Abb. 1) eingesetzt, nach rechts auf Anschlag gedreht und mit den Flügelschrauben festgeklemmt. Gestalten Sie die Schablone so, dass genügend Auflagefläche für die Grundplatte der Oberfräse vorhanden ist, um ein sicheres Führen der Maschine zu gewährleisten. Die Schablone muss dicker sein als die Bundlänge des Kopierrings.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit dem Kopierring-Adapter eine Vielzahl an verschiedenen Zoll-Kopierringen mit Schraubverbindung einzusetzen. Der Kopierring-Adapter ist im Lieferumfang enthalten.

6.5.4 Fräsen mit verminderter Drehzahl

Die Drehzahlminderung wird eingesetzt bei einer Kantenbearbeitung quer zur Holzfaser, um Hitzeentwicklung und Reibung zu verringern. Ansonsten kann eine Standzeitverringerung des Fräsers oder Brandstellen am Werkstück die Folge sein.

Betätigen Sie den Taster zur Drehzahlminderung 6 (Abb. 1) der Drehzahl (Verringerung um 30 %). Durch erneutes Betätigen des Tasters zur Drehzahlminderung 6 wird die Drehzahlminderung wieder zurückgesetzt, die Maschine läuft wieder im Normalbetrieb.

6.5.5 Fräsen mit Reduzierhülse

Soll mit einem Schafffräser (Durchmesser 6 mm oder 1/4") gefräst werden, ist bei geöffneter Werkzeugspannung eine Reduzierhülse zu verwenden. Die Reduzierhülse vollständig in die Spannzange einschieben und den Fräser bis zur Mindesteinspanntiefe einschieben. Achten Sie darauf, dass die Reduzierhülse fettfrei ist.

6.5.6 Fräsen mit Führungsschiene

Bei Verwendung einer Führungsschiene wird die Nut in der Grundplatte der Maschine auf den Führungssteg der Führungsschiene aufgesetzt.

Dabei steht die Grundplatte der Maschine über die Führungsschiene hinaus. Verwenden Sie nun den im Lieferumfang enthaltenen Absaugadapter für F-

Schiene, um ein sicheres Führen auf der Führungsschiene zu gewährleisten.

Ebenso kann die Maschine an der Führungsschiene, gegenüberliegend des Spanreisschutzes, an der Schienenkante angelegt und geführt werden.

Für erweiterte Arbeiten mit der F-Schiene können durch Verwendung des Fräsadapters LO-FA beispielsweise Taschenfräsungen durchgeführt werden. Der Fräsadapter ist Sonderzubehör (siehe Kap. 10).

6.5.7 Fräsen mit Stützfuß

Beim Schablonenfräsen kann zusätzlich der Stützfuß 27 (Abb. 9) verwendet werden. Dieser kann über die Flügelschraube 12 (Abb. 1) bis zu 30 mm tief eingestellt werden, damit die Maschine auf verschiedensten Materialstärken sicher zu führen ist.

7 Wartung und Instandhaltung

Mafell LO 55 - Wartung und Instandhaltung - 1

Gefahr

Bei allen Wartungsarbeiten den Netzstecker ziehen.

MAFELL-Maschinen sind wartungsarm konstruiert.

Die eingesetzten Kugellager sind auf Lebenszeit geschmiert. Nach längerer Betriebszeit empfehlen wir, die Maschine einer autorisierten MAFELL-Kundendienstwerkstatt zur Durchsicht zu übergeben.

  • Verwenden Sie einen Rundstab ∅ 6 mm (siehe Abb. 4) und stecken Sie ihn durch die Bohrung im Lüftergehäuse.
  • Drehen Sie die Werkzeugspannung solange, bis der Rundstab einrastet und die Werkzeugspannung blockiert.
  • Öffnen Sie mit einem Ring- oder Maulschlüssel SW19 die Spannhülse (Drehrichtung nach rechts, Linksgewinde), bis Sie Fräswerkzeug, Spannhülse und Spannzange entnehmen können.
  • Reinigen Sie die Spannzange mit einem handelsüblichen fettlöslichen Reiniger.
  • Setzen Sie die Spannhülse mit Spannzange und dem Fräswerkzeug wieder ein und ziehen Sie die Spannhülse wieder fest (Drehrichtung nach links, Linksgewinde).

• Ziehen Sie den Rundstab wieder ab.

7.2 O-Ring in Spannhülse austauschen

  • Entnehmen Sie das Fräswerkzeug aus der Spannzange. Siehe hierzu auch Kap. 5.3 Spannen von Fräswerkzeugen.
  • Entnehmen Sie den beschädigten O-Ring mit einer Spitzzange.
  • Setzen Sie einen neuen O-Ring in die Nut der Spannhülse ein.
    • Spannen Sie das Fräswerkzeug wieder ein.

7.3 Lagerung

Reinigen Sie die Maschine sorgfältig, wenn die Maschine längere Zeit nicht verwendet wird. Sprühen Sie blanke Metallteile mit einem Rostschutzmittel ein.

8 Optische Signalanzeige des Betriebszustandes

Die optischen Ausgabesignale an der LED-Anzeige zeigen den Betriebszustand der Maschine an:

LED-AnzeigeBetrieb / Zustand der Maschine
Blau (dauerhaft)NormalbetriebVariabler Balkenwert / variable Balkenanzeige
Blau (blinkend)DrosselbetriebZum Verlassen erneut Taster zur Drehzahlminderung betätigen.
Rot (blinkend)Kühlbetrieb aktivDer Balkenwert entspricht der erwarteten Restlaufzeit des Kühllaufs. Nach Erreichen der Abkühltemperatur wird die Maschine abgeschaltet und die Anzeige wechselt in dauerhaftes Rot.
Rot (dauerhaft), alle Balken leuchten rotDurch Anwender abstellbarer allgemeiner Fehler:- Kühlbetrieb abgeschlossen- Übertemperatur- Wiederanlaufschutz- Blockierabschaltung
Anzeige ausDefekt an der MaschineSchwerwiegender Fehler oder Netzausfall.Maschine in die MAFELL-Kundendienstwerkstatt bringen oder von einer Elektrofachkraft prüfen lassen.

9 Störungsbeseitigung

Mafell LO 55 - Störungsbeseitigung - 1

Gefahr

Die Ermittlung der Ursachen von vorliegenden Störungen und deren Beseitigung erfordern stets erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Vorher Netzstecker ziehen!

Im Folgenden sind einige der häufigsten Störungen und ihre Ursachen aufgeführt. Bei weiteren Störungen wenden Sie sich bitte an Ihren Händler oder direkt an den MAFELL-Kundendienst.

StörungUrsacheBeseitigung
Maschine lässt sich nicht einschaltenKeine Netzspannung vorhandenSpannungsversorgung kontrollieren und/oder Hauptschalter betätigen
Kohlebürsten abgenütztMaschine in die MAFELL-Kundendienstwerkstatt bringen oder von einer Elektrofachkraft prüfen lassen
Maschine schaltet während des Leerlaufs selbstständig abNetzausfallSpannungsversorgung sicherstellen, Schalterdrücker loslassen und wieder betätigen
Kühlbetrieb abgeschlossen
Maschine bleibt während des Fräsens stehenÜbertemperaturMaschine einschalten und im Kühlbetrieb abkühlen lassen
Keine Netzspannung vorhandenNetzseitige Vorsicherung kontrollieren
Defekt an der Maschine Ursache muss durch Kundendienst festgestellt werdenMaschine in die MAFELL-Kundendienstwerkstatt bringen oder von einer Elektrofachkraft prüfen lassen
ÜberlastabschaltungMaschine wieder einschalten
Drehzahl sinkt während des Fräsens abZu große SpanabnahmeSpanabnahme verringern
Zu großer VorschubVorschub reduzieren
Stumpfer FräserFräser schärfen oder austauschen
Falsche DrehzahlFalsche Stufe eingestellt, Taster Drehzahlminderung ist betätigt (LED-Anzeige blinkt)Stufe anpassen und Drehzahl erhöhen, Drehzahl über Drehzahltaster unterhalb LED-Anzeige anpassen
Überhöhte Drehzahl, fehlender Sanftanlauf oder Drehzahlregelung, Bremsung nicht mehr möglichDefekte Elektronik Ursache muss durch Kundendienst festgestellt werdenMaschine in die MAFELL-Kundendienstwerkstatt bringen oder von einer Elektrofachkraft prüfen lassen
Unsauberes FräsbildStumpfer FräserFräser schärfen oder austauschen
Ungleichmäßiger Vorschub, falsche DrehzahlMit konstantem Druck und reduziertem Vorschub fräsen, Drehzahl anpassen
Fräser bewegt sich in der Spannzange auf/ab oder bleibt stehenSpannzange verschmutzt O-Ring in Spannzange beschädigtSpannzange reinigen und O-Ring austauschen
Brandflecken an den FrässtellenFür den Arbeitsgang ungeeigneter oder stumpfer Fräser, falsche Drehzahl, zu geringer VorschubFräser schärfen oder austauschen Drehzahl und Vorschub anpassen
Maschine bremst nichtInnerhalb einer Zeitdauer von 45 Sekunden wurde mehr als vier Mal gebremst. Bremssperre ist aktiv.Nach Ablauf von 45 Sekunden ab der ersten Bremsung wird eine weitere Bremsung freigegeben. Um eine Bremssperre zu vermeiden, das Bremsintervall auf mindestens 10 Sekunden vergrößern.

10 Sonderzubehör

  • Reduzierhülse ∅ 8 / ∅ 6 mm Best.-Nr. 207946
  • Reduzierhülse ∅ 8 / ∅ ¼ " Best.-Nr. 207947
  • LO-FA Fräsadapter Best.-Nr. 207200
  • Kopierring ∅ 17 mm Best.-Nr. 209851
  • Kopierring ∅ 24 mm Best.-Nr. 209850
  • Führungsschienen F80 (0,8 m lang) Best.-Nr. 204380
  • Führungsschienen F 110 (1,1 m lang) Best.-Nr. 204381
  • Führungsschienen F 160 (1,6 m lang) Best.-Nr. 204365
  • Führungsschienen F 210 (2,1 m lang) Best.-Nr. 204382
  • Führungsschienen F 310 (3,1 m lang) Best.-Nr. 204383
  • Führungsschienen F80-LR Best.-Nr. 207600
  • Führungsschienen F160-LR Best.-Nr. 207601
  • Schienentasche F 160 Best.-Nr. 204626
  • Schienentaschen-Set F160/160 bestehend aus: Best.-Nr. 204805
    (2x F160 + Verbindungsstück F-VS +2x Spannzwingen F-SZ 180MM + Schienentasche)
  • Schienentaschen-Set F80/160 bestehend aus: Best.-Nr. 204749
    (F80 + F160 + Verbindungsstück F-VS + Winkelanschlag F-WA + 2 Spannzwingen F-SZ 180 MM + Schientasche)
  • Endkappen F-EK (2 Stück) Best.-Nr. 205400
  • Haftprofil F-HP 6.8M Best.-Nr. 204376
  • Spanreisschutz F-SS 3,4m Best.-Nr. 204375
  • Rückschlagstopp F-RS Best.-Nr. 202867
  • Spannzwinge F-SZ 180MM Best.-Nr. 207770
  • Verbindungsstück F- VS Best.-Nr. 204363
  • Winkelanschlag F-WA Best.-Nr. 205357

11 Explosionszeichnung und Ersatzteilliste

Die entsprechenden Informationen zu den Ersatzteilen finden Sie auf unserer Homepage: www.mafell.com

Table of Contents

2.3 Technische gegevens

5 Voorbereiden / Instellen

5.1 Netaansluiting

7.2 Byt O-ringen i spännhylsan

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Produktinformationen

Marke : Mafell

Modell : LO 55

Kategorie : Fräsmaschine