70900 NG - Teleskop BRESSER - Kostenlose Bedienungsanleitung
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Häufig gestellte Fragen - 70900 NG BRESSER
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BEDIENUNGSANLEITUNG 70900 NG BRESSER
1#4 GEFAHR für Ihr Kind! Schauen Sie mit diesem Gerät niemals direkt in die Sonne oder in die Nähe der Sonne. Es besteht ERBLINDUNGSGE- FAHR! Kinder sollten das Gerät nur unter Aufsicht benutzen. Verpackungsmaterialien (Plastiktü- ten, Gummibänder, etc.) von Kindern fernhal- ten! Es besteht ERSTICKUNGSGEFAHR! BRANDGEFAHR! Setzen Sie das Gerät – speziell die Lin- sen – keiner direkten Sonneneinstrah- lung aus! Durch die Lichtbündelung könnten Brände verursacht werden. GEFAHR von Sachschäden! Bauen Sie das Gerät nicht auseinan- der! Wenden Sie sich im Falle eines Defekts bitte an Ihren Fachhändler. Er nimmt mit dem Service-Center Kontakt auf und kann das Gerät ggf. zwecks Reparatur einschi- cken. Setzen Sie das Gerät keinen Temperaturen über 60° C aus! HINWEISE zur Reinigung Reinigen Sie die Linsen (Okulare und/oder Objektive) nur mit dem beiliegeden Linsenputztuch oder mit einem anderen weichen und fusselfreien Tuch (z.B. Microfaser) ab. Das Tuch nicht zu stark aufdrücken, um ein Verkratzen der Lin- sen zu vermeiden. Zur Entfernung stärkerer Schmutzreste be- feuchten Sie das Putztuch mit einer Brillen- Reinigungsüssigkeit und wischen Sie damit die Linsen mit wenig Druck ab. Schützen Sie das Gerät vor Staub und Feuch- tigkeit! Lassen Sie es nach der Benutzung – speziell bei hoher Luftfeuchtigkeit – bei Zim- mertemperatur einige Zeit akklimatisieren, so dass die Restfeuchtigkeit abgebaut werden kann. Setzen Sie die Staubschutzkappen auf und bewahren Sie es in der mitgelieferten Ta- sche auf. SCHUTZ der Privatsphäre! Das Teleskop ist für den Privatge- brauch gedacht. Achten Sie die Privatsphäre Ihrer Mitmenschen – schauen Sie mit diesem Gerät zum Beispiel nicht in Wohnungen! ENTSORGUNG Entsorgen Sie die Verpackungsmate- rialien sortenrein. Informationen zur ordnungsgemäßen Entsorgung erhalten Sie beim kommunalen Entsorgungsdienstleister oder Umweltamt.5
Dies sind die Teile des Teleskops (Abb. 1–3) 1 Teleskop-Tubus 2 Sucher 3 Justierschrauben für Sucher 4 Tubusöffnung 5 Objektiv 6 Okularhaltering 7 Scharfeinstellungsrad 8 Tubushalterung 9 Stativkopf (mit Polhöhenwiege und Montierung) 10 Zubehörablage 11 Feststellclips (am Stativ) 12 Haltebügel (an Mittelstrebe) für Ablage 13 Stativbeine 14 Biegsame Welle (lang) 15 Biegsame Welle (kurz) 16 Stativspinne 17 Breitengrad-Einstellstab 18 3 Okulare (Ø 31,7 mm bzw. 11/4”): f = 20 mm, f = 12 mm, f = 4 mm 19 Zenit-Spiegel 20 Umkehrlinse 1,5x STUFE I – Aufbau
2. Allgemeines zum Aufbau, Standort
Bevor du mit dem Aufbau beginnst, wählst du einen geeigneten Standort für dein Teleskop. Es wird dir helfen, wenn du dieses Gerät an einem Ort aufbaust, an dem du gute Sicht auf den Himmel, einen stabilen Untergrund und genügend Platz hast. Wichtig: Ziehe alle Schrauben nur “hand- fest” an und vermeide so ein “Überdre- hen” der Schrauben.
Nimm das Dreibeinstativ und stelle es senk- recht mit den Stativfüßen nach unten hin. Nimm nun zwei der Stativbeine (13) und ziehe diese Stativbeine vorsichtig bis zur vollständig geöffneten Position auseinander. Das gesam- te Stativgewicht lastet dabei auf einem Bein. Anschließend das Stativ gerade aufstellen. Teile am Okularhaltering (Abb. 8) 21 Klemmschraube 21a Schutzkappe Teile am Zenit-Spiegel (Abb. 9) 22 Klemmschraube Teile am Sucher (Abb. 10) 23 vordere Linsenfassung (Objektiv) 23a Objektiv-Konterring 24 Sucherhalter Teile am Tubus (Abb. 12) 25 Schutzkappe Achse mit biegsamer Welle (Abb. 13) 26,27 Klemmschraube der biegsamen Welle Polhöhenwiege (Abb. 14) 28 Polhöhen-Klemmschraube 29 Breitengrad-Einstellstab 30 Neigeplatte Teile der Montierung (Abb. 15) 26 Biegsame Welle (für Stundenachse, zur Nachführung) 27 Biegsame Welle (für Deklinationsachse) 31 Vertikale Klemmung 31a Deklinationsachse 32 Schwalbenschwanzadapter 33 Horizontale Klemmung
1^6 Löse die drei Feststellclips (11) (Abb. 1 + 4) an den Stativbeinen, ziehe einzeln jedes Stativ- bein auf die gewünschte Länge heraus (siehe Abb. 4), schließe die Feststellclips und setze das Stativ auf einen festen ebenerdigen Un- tergrund. TIPP: Eine kleine Wasserwaage auf der Zubehörab- lage kann dir bei der waagerechten Aufstel- lung deines Stativs helfen.
Die Zubehörablage (10) (Abb. 1 + 3) wird mit der achen Seite nach unten mittig auf die Stativspinne (16) (Abb. 1) gesteckt und durch eine Drehung um 60° im Uhrzeigersinn mon- tiert (Abb. 5). Die drei Nasen der Ablageplatte müssen mit den Haltebügeln (12) (Abb. 1 + 3) der Mit- telstreben übereinstimmen und eingerastet werden. Wenn nötig, hierzu die Stativspinne ein wenig nach unten drücken.
Zur Montage des Teleskop-Tubus (1) (Abb. 1) löst du die Verschlussschraube der Tubus- schelle (8) (Abb. 6) und klappst die Schelle auf. Lege den Tubus mittig in die Halterung und klappe die Schelle wieder zu. Die Verschluss- schraube an der Halterung bitte handfest an- ziehen. Setze nun den Tubus einschließlich Tubus- halterung mit der Objektivöffnung in der mar- kierten Richtung (N-Markierung auf dem Sta- tivkopf, Nord-Pfeil u. Teleskopabbildung an der Montierung) auf die Montierung. Befesti- ge dann die Tubushalterung mit der Klemm- schraube des Schwalbenschwanzadapters am Montierungskopf (Abb. 7).
Deinem Teleskop liegen in der Grundausstat- tung drei Okulare (18) (Abb. 2) und ein Zenit- Spiegel (19) (Abb. 2) bei. Mit den Okularen bestimmst du die jeweilige Vergrößerung dei- nes Teleskopes. Bevor du die Okulare und den Zenit-Spiegel einsetzt, entfernst du die Schutzkappe (21a) aus dem Okularhaltering (6) (Abb. 1). Lockere die Klemmschrauben (21) am Okularhaltering und stecke zuerst den Zenit-Spiegel hinein. Ziehe die Klemmschraube (21) danach wie- der an.
Am Sucherhalter benden sich Justierschrau- ben für den Sucher (3) (Abb. 1): zwei Klemm- schrauben (schwarz) und eine federgelagerte Konterschraube (silbern). Die Klemmschrau- ben (schwarz) sind soweit gleichmäßig einzu- drehen, dass dabei ein Widerstand zu spüren ist; das Sucherfernrohr ist dann gesichert. Bevor du mit einer Beobachtung startest, ist es zwingend notwendig das Sucherfernrohr zu justieren – hierbei haben das Sucherfern- rohr und das Hauptteleskop exakt auf diesel- be Position zu deuten. Zur Ausrichtung gehst du wie folgt vor: Nimm das 20-mm-Okular, setze es in den Zenit-Spiegel und richte das Hauptteleskop auf ein einfach zu ndendes, eindeutig de- niertes irdisches Objekt (Abb. 11, z. B. Kirch- turmspitze, Dachgiebel eines Wohnhauses). Die Entfernung sollte mindestens 200–300 m Meter betragen. Hole das Objekt exakt in die Gesichtsfeldmitte des Okulars. Die Bildwiedergabe ist zwar aufrecht, jedoch seitenverkehrt. Im Sucher ist die Bildwieder- gabe hingegen aufrecht und seitenrichtig. Drehe nun (rechts/links) an einer der beiden Klemmschrauben des Sucherfernrohrs und blicke dabei fortwährend durch den Sucher. Mache solange damit weiter, bis das Faden- kreuz des Suchers exakt die Position erreicht hat, die dem Anblick durch das Okular des Hauptteleskops entspricht. Scharfeinstellung des Sucherfernrohrs: Drehe die vordere Linsenfassung (23) ein bis zwei Umdrehungen nach links. Nun kannst du den Konterring (23a) einzeln verstellen.
Anschließend befestigst du auf die glei- che Weise durch Öffnen und Schließen der Klemmschrauben (22) das 20-mm-Okular im Zenit-Spiegel. Achte darauf, dass der Okulareinblick senk- recht nach oben zeigt. Das erleichtert den Einblick. Andernfalls löst du die Klemm- schraube (21) am Okularhaltering und drehst den Zenit-Spiegel in diese Position.
7. Sucher-Montage und -Ausrichtung
Schiebe den Fuß des Sucherhalters (24) voll- ständig in die Sucherhalter-Basis am Teleskop- Tubus (Abb. 10). Der Sucherhalter rastet ein. Achte darauf, dass das Objektiv des Suchers in Richtung vordere Tubusöffnung zeigt.
STUFE II – Die Benutzung des Teleskops
1. Handhabung – Montierung
Dein Teleskop ist mit einer Montierung aus- gestattet, die dir zwei Arten der Beobachtung ermöglicht. A: Azimutal = Ideal für die Erdbeobachtung (terrestrische Beobachtung) B: Parallaktisch = Ideal für die Himmelsbe- obachtung (Astro-Beobachtung) Zu A: Bei der Azimutalen Aufstellung wird das Tele- skop in horizontaler und vertikaler Richtung geschwenkt.
Um die exakte Feineinstellung der Deklina- tions- und Rektaszensionsachse zu erleich- tern, werden die biegsamen Wellen an die dafür vorgesehenen Halterungen der beiden Achsen gesetzt. Die lange biegsame Welle (14) (Abb. 1) wird parallel zum Teleskop-Tubus montiert. Die Befestigung erfolgt mit einer Klemmschraube (16, 17) an der vorgesehenen Einkerbung der Achse. Die kurze biegsame Welle (15) (Abb. 1) wird seitlich montiert. Die Befestigung erfolgt mit einer Klemmschraube (16, 17) an der vorge- sehenen Einkerbung der Achse. Dein Teles- kop ist nun einsatzbereit. Schaue durch den Sucher und fokussiere auf ein fernes Objekt. Drehe die vordere Linsen- fassung (23) in die eine oder andere Richtung, bis das Objekt scharf erscheint. Schraube nun den Konterring (23a) in Richtung Linsen- fassung.
Um das Innere deines Teleskopes vor Staub und Schmutz zu bewahren, ist die Tubusöff- nung durch eine Schutzkappe (25) geschützt. Ebenso bendet sich eine Schutzkappe (21) auf dem Okularhaltering (6) (Abb. 1). Nimm zur Beobachtung die Kappen von den Öffnungen.
ten kannst du dann mit der Astro-Beobachtung beginnen. Beobachte nicht aus geschlossenen Räumen heraus und stelle dein Teleskop mit dem Zu- behör ca. 30 Minuten vor Beginn der Beob- achtung an seinen Standort, um einen Tem- peraturausgleich im Tubus zu gewährleisten. Desweiteren solltest du darauf achten, dass dein Teleskop auf einem ebenerdigen, stabi- len Untergrund steht.
Löse die Polhöhen-Klemmschraube (28) und stelle die Neigeplatte (32) grob nach der Ska- la des Breitengrad-Einstellstabes (29), auf den Breitengrad deines Standortes ein (in Deutschland ca. 50°). Stelle das Dreibeinsta- tiv mit der Nord-Markierung (N) in Richtung Norden. Die Oberseite der Neigeplatte zeigt ebenfalls nach Norden. Der Breitengrad-Ein- stellstab zeigt nach Süden.
4. Einstellen der geograschen Breite
Ermittle den Breitengrad deines Beobach- tungsstandortes aus einer Straßenkarte, ei- nem Atlas oder aus dem Internet. Deutsch- land liegt zwischen 54° (Flensburg) und 48° (München) nördlicher geographischer Breite. Löse jetzt die Polhöhen-Klemmschraube (28) und neige die Neigeplatte (32), bis die Zahl, die am Breitengrad-Einstellstab (29) bei der Klemmung steht, dem Breitengrad deines Standortes entspricht (z. B. 51°). TIPP: Den genauen Breitengrad deines Beobach- tungsstandortes ndest du in einem Atlas im- mer am rechten oder linken Rand einer Land- karte. Informationen erhältst du außerdem bei deiner Stadtverwaltung, deinem Katas- teramt oder auch im Internet: Hier z. B. unter www.heavens-above.com. Dort kannst du un- ter „Anonymous user > Select“ dein Land aus- wählen; die Daten werden dann angezeigt.
Drehe die Deklinationachse (8) einschließlich der Teleskophalterung um 90° nach oben (weiße Pfeilmarkierungen vorne an der Mon- tierung stehen einander gegenüber). Setze den Tubus richtig herum (siehe Teleskopab- bildung und Nordpfeil) in die Halterung und ziehe die Klemmschraube fest. Der Okular- auszug des Teleskops zeigt nun in Richtung Boden, das Objektiv in Richtung Polarstern. Löse nacheinander die Klemmung des Brei- tengrad-Einstellstabs und die Deklinations- achse und bringe den Polarstern in die Mitte des Okular-Gesichtsfeldes. Anschließend die Löse die Polhöhen-Klemmschraube (28) und senke die Neigeplatte (30), bis sie waage- recht steht (d. h. bis zum Anschlag). Ziehe die Polhöhen-Klemmschraube wieder an. Löse die vertikale Klemmung (31) und stelle den Tubus waagerecht. Ziehe die Klemmung wieder an.
Das Teleskop kann nun durch Drehen der bei- den biegsamen Wellen (14, 15) (Abb. 1) hori- zontal und vertikal bewegt werden. Zu B: Siehe Kapitel (3–11).
2. Aufstellung (bei Nacht)
Ein dunkler Standort ist für viele Beobachtun- gen sehr wichtig, da störende Lichter (Lam- pen, Laternen) die Detailschärfe des Teles- kop-Bildes erheblich beeinträchtigen können. Wenn du von einem hellen Raum nachts ins Freie gehst, müssen sich deine Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen. Nach ca. 20 Minu-10 Gegebenenfalls kannst du nun mit Hilfe der biegsamen Wellen das Teleskop genauer auf den Stern ausrichten sowie die Einstellung der Bildschärfe am Scharfeinstellungsrad (7) (Abb. 1) vornehmen. Desweiteren kannst du jetzt durch einen Oku- lar-Wechsel (auf kleinere Brennweite) eine hö- here Vergrößerung einstellen. Bitte beachte, dass die Vergrößerung der Sterne kaum wahr- zunehmen ist. TIPP: Okulare sind dem Auge zugewandte Lin- sensysteme. Mit dem Okular wird das im Brennpunkt des Objektivs entstehende Bild aufgenommen, d.h. sichtbar gemacht und nochmals vergrößert. Man benötigt Okulare mit verschiedenen Brennweiten, um verschie- dene Vergrößerungen zu erreichen. Klemmung wieder fest anziehen. Das Drei- beinstativ darf nun nicht mehr bewegt oder verstellt werden, weil die Ausrichtung sonst verloren geht. Das Teleskop ist nun korrekt ausgerichtet. Diese Prozedur ist notwendig, damit die Nach- führung der Himmelsobjekte gegeben ist.
6. Nachführ- bzw. Beobachtungsposition
Löse die vertikale Klemmung (8) und neige den Teleskop-Tubus um 90° nach unten. Löse die horizontale Klemmung (33) und dre- he das Teleskop um 180° nach rechts bzw. links, bis die Objektivlinse in Richtung Him- mel zeigt. Ziehe alle Klemmungen wieder fest an, so dass eine Nachführung über die biegsame Welle erfolgen kann. Die manuelle Betätigung der Stundenachse (Rektaszensionsachse, R.A.-Achse) über die biegsame Welle (26) gleicht die Erddrehung aus, so dass das positionierte Objekt stets im Gesichtsfeld des Okulars bleibt. Möchtest du zu einem anderen Objekt schwenken, löse die Klemmungen, schwen- ke mit dem Tubus in die passende Richtung und ziehe die Klemmungen wieder an. Die Feineinstellung erfolgt weiterhin mit den bieg- samen Wellen (14, 15) (Abb. 1).
Dein Teleskop ist nun grob ausgerichtet und eingestellt. Um eine bequeme Beobachtungsposition zu erreichen, löse vorsichtig die Schraube der Tubusschelle (8) (Abb. 1), so dass du den Teleskop-Tubus drehen kannst. Bringe das Okular und das Sucherfernrohr in eine Positi- on, aus der du bequem beobachten kannst. Die Feinausrichtung erfolgt mit Hilfe des Su- cherfernrohres (2). Blicke durch den Sucher und versuche z. B. den Polarstern (Abb. 16) mittig im Fadenkreuz des Suchers einzustel- len (Abb. 17). Bei der exakten Einstellung wird die Welle der Stundenachse (26) sowie die Welle der Deklinationsachse (27) behilf- lich sein.
Nachdem du den Polarstern im Sucher einge- stellt hast, wirst du, wenn du nun durch das Okular blickst, den Polarstern im Teleskop er- kennen können.
Beginne jede Beobachtung mit einem Okular mit niedriger Vergrößerung (= hohe Brennwei- te, z. B. 20 mm).
Anfangs fällt dir die Orientierung am Ster- nenhimmel sicherlich schwer, da Sterne und Sternbilder immer in Bewegung sind und je nach Jahreszeit, Datum und Uhrzeit ihre Posi- tion am Himmel verändern. Die Ausnahme bildet der Polarstern. Durch ihn verläuft (ziemlich genau) die verlängert gedachte Polachse der Erde. Der sog. Him- melsnordpol bildet den Ausgangspunkt aller Sternenkarten. Der Zenit-Spiegel (19) (Abb. 2) bewirkt eine Bildumkehrung (spiegelverkehrt) und wird nur zur Himmelsbeobachtung eingesetzt. Um ein seitenrichtiges und aufrechtes Bild zu sehen, musst du die mitgelieferte Umkehrlin- se verwenden. Löse die Klemmschraube (21) und entferne den Zenit-Spiegel aus dem Okularhaltering (6) (Abb. 1). Setze nun die Umkehrlinse (20) (Abb. 2) gerade in den Okularhaltering ein und ziehe die Klemmschraube wieder handfest an. Dann das Okular (z. B. f = 20 mm) in die Öffnung der Umkehrlinse einsetzen und die Klemmschraube dort anziehen.
Brennweite des Teleskops : Brennweite des Okulars = Vergrößerung Also berechnen wir: 900 mm : 20 mm = 45x 900 mm : 12 mm = 75x 900 mm : 4 mm = 225x Hinweis: Auf der Zeichnung (Abb. 18) siehst du einige bekannte Sternbilder und Sternanordnungen, die das ganze Jahr über sichtbar sind. Die An- ordnung der Gestirne ist allerdings abhängig von Datum und Uhrzeit. Wenn du dein Teleskop auf einen dieser Ster- ne ausgerichtet hast, wirst du feststellen, dass er nach kurzer Zeit aus dem Gesichtsfeld dei- nes Okulars verschwunden ist. Um diesen Effekt auszugleichen, betätigst du die bieg- same Welle (17) der Stundenachse, und dein Teleskop wird der scheinbaren Bahn dieses Sternes folgen.
Deinem Teleskop liegen in der Grundausstat- tung drei Okulare (18) (Abb. 2) bei. Durch Auswechseln der Okulare bestimmst du die jeweilige Vergrößerung deines Teleskopes.12
11. Abbau des Teleskops
Nach einer hoffentlich interessanten und er- folgreichen Beobachtung empehlt es sich, das gesamte Teleskop in einem trockenen und gut gelüfteten Raum zu lagern. Vergiss bitte nicht, die Schutzkappen auf die vordere Tubusöffnung und in den Okularhaltering zu stecken. Auch sollten alle Okulare und opti- schen Zubehörteile in ihre entsprechenden Behälter verstaut werden. TIPP: Für die astronomische Beobachtung eignet sich die Umkehrlinse nicht. Arbeite hier nur mit dem Zenit-Spiegel und einem Okular. Für Erd- und Naturbeobachtungen kannst du die Umkehrlinse mit einem Okular verwenden. Fehler Abhilfe Kein Bild Staubschutzkappe von der Objektivöffnung entfernen Unscharfes Bild Scharfeinstellung am Scharfeinstellungsrad vornehmen Keine Scharfeinstellung möglich Temperaturausgleich abwarten (ca. 30 Minuten) Schlechtes Bild Beobachten Sie nie durch eine Glasscheibe Beobachtungsobjekt im Sucher, aber nicht im Teleskop sichtbar Sucher justieren (siehe Kapitel 7) Schwergängige Nachführung der Achsen über Wellen Teleskop ausbalancieren Trotz Zenitspiegel „schiefes” Bild Der Okular-Stutzen im Zenitspiegel muss senkrecht ausgerichtet werden Fehlerbeseitigung:13
1. Technische Daten:
- Zweilinsiges Objektiv-System (Achromat) aus Glasmaterial
- Azimutale Montierung mit Polhöhenwiege (Optimiertes Montierungssystem mit biegsamen Wellen)
- Vergrößerung: 45x – 337,5x
- Objektivdurchmesser: 70 mm
- Höhenverstellbares Aluminium-Stativ
2. Mögliche Beobachtungsobjekte:
Nachfolgend haben wir für dich einige sehr interessante Himmelskörper und Sternhaufen ausgesucht und erklärt. Auf den zugehörigen Abbildungen am Ende der Anleitung kannst du sehen, wie du die Objekte durch dein Teles- kop mit den mitgelieferten Okularen bei guten Sichtverhältnissen sehen wirst: Der Mond Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde. (Abb. 19) Durchmesser: 3.476 km Entfernung: ca. 384.401 km Der Mond ist seit prähistorischer Zeit bekannt. Er ist nach der Sonne das zweithellste Objekt am Himmel. Da der Mond einmal im Monat um die Erde kreist, verändert sich ständig der Winkel zwischen der Erde, dem Mond und der Sonne; man sieht das an den Zyklen der Mondphasen. Die Zeit zwischen zwei aufei- nander folgenden Neumondphasen beträgt etwa 29,5 Tage (709 Stunden). Orion-Nebel (M 42) M 42 im Sternbild Orion (Abb. 20) Rektaszension: 05:32,9 (Stunden : Minuten) Deklination: –05:25 (Grad : Bogenminuten) Entfernung: 1.500 Lichtjahre Mit einer Entfernung von etwa 1500 Lichtjah- ren ist der Orion-Nebel (Messier 42, kurz M
42) der hellste diffuse Nebel am Himmel – mit
dem bloßen Auge sichtbar, und ein lohnendes Objekt für Teleskope in allen Größen, vom kleinsten Feldstecher bis zu den größten erd- gebundenen Observatorien und dem Hubble Space Telescope. Es handelt sich um den Hauptteil einer weit größeren Wolke aus Wasserstoffgas und Staub, die sich mit über 10 Grad gut über die Hälfte des Sternbildes Orion erstreckt. Die Ausdehnung dieser gewaltigen Wolke beträgt mehrere hundert Lichtjahre. Ringnebel in der Leier (M 57) M 57 im Sternbild Leier (Abb. 21) Rektaszension: 18:51,7 (Stunden : Minuten) Deklination: +32:58 (Grad : Bogenminuten) Entfernung: 2.000 Lichtjahre Der berühmte Ringnebel M 57 im Sternbild Leier wird oft als der Prototyp eines plane- tarischen Nebels angesehen; er gehört zu den Prachtstücken des Sommerhimmels der Nordhalbkugel. Neuere Untersuchungen ha- ben gezeigt, dass es sich aller Wahrschein- lichkeit nach um einen Ring (Torus) aus hell leuchtender Materie handelt, die den Zent- ralstern umgibt (nur mit größeren Teleskopen sichtbar), und nicht um eine kugel- oder el- lipsoidförmige Gasstruktur. Würde man den14 Ringnebel von der Seitenebene betrachten, würde er dem Hantel-Nebel (M 27) ähneln. Wir blicken bei diesem Objekt genau auf den Pol des Nebels. Hantel-Nebel im Füchslein (M 27) M 27 im Sternbild Füchslein (Abb. 22) Rektaszension: 19:59,6 (Stunden : Minuten) Deklination: +22:43 (Grad : Bogenminuten) Entfernung: 1.250 Lichtjahre Der Hantel-Nebel (M 27) im Füchslein war der erste planetarische Nebel, der überhaupt ent- deckt worden ist. Am 12. Juli 1764 entdeckte Charles Messier diese neue und faszinieren- de Klasse von Objekten. Wir sehen dieses Objekt fast genau von seiner Äquatorialebe- ne. Würde man den Hantel-Nebel von einem der Pole sehen, würde er wahrscheinlich die Form eines Ringes aufweisen und dem An- blick ähneln, den wir von dem Ringnebel M 57 kennen. Dieses Objekt kann man bereits bei halbwegs guten Wetterbedingungen bei klei- nen Vergrößerungen gut sehen. f=20 mm f=12 mm f=4 mm Der Mond Orion-Nebel (M 42) Ringnebel in der Leier (M 57) Hantel-Nebel im Füchslein (M 27)
Was bedeutet eigentlich ... Barlow-Linse: Mit der Barlow-Linse, benannt nach ihrem Ernder Peter Barlow (britischer Mathema- tiker und Physiker, 1776-1862), kann die Brennweite eines Fernrohrs erhöht werden. Abhängig vom jeweiligen Linsentyp ist eine Verdopplung oder sogar Verdreifachung der Brennweite möglich. Dadurch kann natürlich auch die Vergrößerung gesteigert werden. Siehe auch „Okular“. Brennweite: Alle Dinge, die über eine Optik (Linse) ein Ob- jekt vergrößern, haben eine bestimmte Brenn- weite. Darunter versteht man den Weg, den das Licht von der Linse bis zum Brennpunkt zurücklegt. Der Brennpunkt wird auch als Fo- kus bezeichnet. Im Fokus ist das Bild scharf. Bei einem Teleskop werden die Brennweiten des Fernrohrs und des Okulars kombiniert. Linse: Die Linse lenkt das einfallende Licht so um, dass es nach einer bestimmten Strecke (Brennweite) im Brennpunkt ein scharfes Bild erzeugt. Okular: Ein Okular ist ein deinem Auge zugewandtes System aus einer oder mehreren Linsen. Mit einem Okular wird das im Brennpunkt einer Linse entstehende scharfe Bild aufgenommen und nochmals vergrößert. Für die Berechnung der Vergrößerung gibt es eine einfache Rechenformel: Brennweite des Fernrohrs : Brennweite des Okulars = Vergrößerung Du siehst: Bei einem Teleskop ist die Vergrö- ßerung sowohl von der Brennweite des Oku- lars als auch von der Brennweite des Fern- rohrs abhängig. Daraus ergibt sich anhand der Rechenformel folgende Vergrößerung, wenn du ein Oku- lar mit 20 mm und ein Fernrohr mit 600 mm Brennweite verwendest: 600 mm : 20 mm = 30fache Vergrößerung Umkehrlinse: Die Umkehrlinse wird vor dem Okular in den Okularstutzen des Fernrohrs eingesetzt. Sie kann durch die integrierte Linse die Vergrö- ßerung durch das Okular zusätzlich steigern (meist um das 1,5-fache). Das Bild wird – wie der Name schon sagt – bei Verwendung einer Umkehrlinse umgekehrt und erscheint auf- recht stehend und sogar seitenrichtig. Vergrößerung: Die Vergrößerung entspricht dem Unterschied zwischen der Betrachtung mit bloßem Auge und der Betrachtung durch ein Vergröße- rungsgerät (z.B. Teleskop). Dabei ist die Be- trachtung mit dem Auge einfach. Wenn nun ein Teleskop eine 30-fache Vergrößerung hat, so kannst du ein Objekt durch das Teleskop 30 Mal größer sehen als mit deinem Auge. Siehe auch „Okular“. Zenitspiegel: Ein Spiegel, der den Lichtstrahl im rechten Winkel umleitet. Bei einem geraden Fernrohr kann man so die Beobachtungsposition kor- rigieren und bequem von oben in das Okular schauen. Das Bild durch einen Zenitspiegel erscheint zwar aufrecht stehend, aber seiten- verkehrt.16 RISK to your child! Never look through this device directly at or near the sun. There is a risk of BLINDING YOURSELF! Children should only use this device under su- pervision. Keep packaging materials (plastic bags, rubber bands, etc.) away from children. There is a risk of SUFFOCATION! Fire/Burning RISK! Never subject the device - especially the lenses - to direct sunlight. Light ray concentration can cause res and/or burns. RISK of material damage! Never take the device apart. Please consult your dealer if there are any defects. The dealer will contact our service centre and send the device in for repair if nee- ded. Do not subject the device to temperatures ex- ceeding 60 C. TIPS on cleaning Clean the lens (objective and eyepi- ece) only with the cloth supplied or some other soft lint-free cloth (e.g. micro-bre). Do not use excessive pressure - this may scratch the lens. Dampen the cleaning cloth with a spectacle cleaning uid and use it on very dirty lenses. Protect the device against dirt and dust. Lea- ve it to dry properly after use at room tempe- rature. Then put the dust caps on and store the device in the case provided. RESPECT privacy! This device is meant for private use. Respect others‘ privacy – do not use the device to look into other people‘s homes, for example. DISPOSAL Dispose of the packaging material/s as legally required. Consult the local au- thority on the matter if necessary.17
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