BRESSER SPICA 130650 EQ3 - Teleskop

SPICA 130650 EQ3 - Teleskop BRESSER - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice BRESSER SPICA 130650 EQ3 - page 6
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Produktinformationen

Marke : BRESSER

Modell : SPICA 130650 EQ3

Kategorie : Teleskop

Technische Daten BRESSER SPICA 130650 EQ3 Teleskop, Öffnung 130 mm, Brennweite 650 mm, Blendenzahl f/5
Montagetyp EQ3 parallaktische Montierung, ideal für Astrofotografie und Sternbeobachtung
Verwendung Geeignet für die Beobachtung von Planeten, Mond und Deep-Sky-Objekten
Im Lieferumfang enthaltenes Zubehör Okulare mit 10 mm und 25 mm, Sucher 6x30, Aluminiumstativ
Wartung Regelmäßige Reinigung der Optik mit einem weichen Tuch, Überprüfung von Schrauben und Befestigungen
Sicherheit Nicht direkt in die Sonne schauen, geeignete Filter für die Sonnenbeobachtung verwenden
Allgemeine Informationen Gesamtgewicht ca. 10 kg, Verpackungsmaße 120 x 40 x 20 cm

Häufig gestellte Fragen - SPICA 130650 EQ3 BRESSER

Wie montiere ich das Teleskop BRESSER SPICA 130650 EQ3?
Bitte lesen Sie die mit dem Teleskop gelieferte Bedienungsanleitung für detaillierte Montageschritte. Stellen Sie sicher, dass Sie jeden Schritt in der Reihenfolge befolgen, um eine korrekte Montage zu gewährleisten.
Wie stelle ich den Fokus am BRESSER SPICA 130650 EQ3 ein?
Verwenden Sie den Fokussiermechanismus am optischen Tubus. Drehen Sie das Fokussierrad, bis das Bild scharf wird. Möglicherweise müssen Sie je nach beobachtetem Objekt Anpassungen vornehmen.
Warum liefert mein Teleskop keine klaren Bilder?
Überprüfen Sie, ob das Teleskop richtig ausgerichtet ist und ob die Okulare sauber sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass das Teleskop stabil steht und das Objektiv frei von Hindernissen ist.
Welcher Okulartyp ist mit dem BRESSER SPICA 130650 EQ3 kompatibel?
Das Teleskop ist kompatibel mit 1,25-Zoll-Okularen (31,75 mm). Sie können Okulare mit unterschiedlichen Brennweiten verwenden, um die Vergrößerung Ihrer Beobachtung zu variieren.
Wie verwende ich die EQ3-Montierung zur Nachführung von Himmelsobjekten?
Die EQ3-Montierung erfordert eine präzise Einstellung. Verwenden Sie die Azimut- und Höhenverstellung, um das Teleskop auf ein Himmelsobjekt auszurichten, und nutzen Sie dann den Nachführmechanismus, um es im Sichtfeld zu halten.
Mein Teleskop lässt sich schwer bewegen, was kann ich tun?
Stellen Sie sicher, dass alle Feststellschrauben beim Bewegen des Teleskops gelockert sind. Wenn das nicht hilft, ziehen Sie in Betracht, es in Abschnitte zu zerlegen, um den Transport zu erleichtern.
Wo finde ich Zubehör für das BRESSER SPICA 130650 EQ3?
Zubehör finden Sie in spezialisierten Astronomiegeschäften, online auf Einzelhandelsseiten oder direkt beim Hersteller BRESSER.
Wie reinige ich die Linsen meines Teleskops?
Verwenden Sie ein weiches, trockenes Tuch, um die Linsenoberflächen abzuwischen. Für eine gründlichere Reinigung verwenden Sie einen Linsenreiniger und ein Mikrofasertuch und vermeiden Sie Kratzer auf den Oberflächen.
Ist das Teleskop garantiert?
Ja, das BRESSER SPICA 130650 EQ3 ist in der Regel durch eine eingeschränkte Garantie abgedeckt. Bitte lesen Sie die mit Ihrem Produkt gelieferten Garantiedokumente für weitere Details.
Wie lagere ich mein Teleskop richtig?
Lagern Sie das Teleskop an einem trockenen, staubgeschützten Ort. Vermeiden Sie extreme Temperaturen und bewahren Sie es nach Möglichkeit in der Originaltasche oder -verpackung auf.
Wie hoch ist die Traglast der EQ3-Montierung?
Die EQ3-Montierung kann in der Regel eine Nutzlast von etwa 5 kg tragen. Stellen Sie sicher, dass Sie diese Grenze für einen optimalen Betrieb nicht überschreiten.

Laden Sie die Anleitung für Ihr Teleskop kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch SPICA 130650 EQ3 - BRESSER und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. SPICA 130650 EQ3 von der Marke BRESSER.

BEDIENUNGSANLEITUNG SPICA 130650 EQ3 BRESSER

Allgemeine Informationen Zu dieser Anleitung Lesen Sie bitte aufmerksam die Sicherheitshinweise in dieser Anleitung. Verwenden Sie dieses Produkt nur wie in der Anleitung beschrieben, um Schäden am Gerät oder Verletzungen zu vermei- den. Bewahren Sie die Bedienungsanleitung auf, damit Sie sich jederzeit über alle Bedienungsfunktionen neu informieren können. GEFAHR! Dieses Zeichen steht vor jedem Textabschnitt, der auf Gefahren hinweist, die bei unsachge- mäßer Anwendung zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tode führen. ACHTUNG! Dieses Zeichen steht vor jedem Textabschnitt, der auf Sach- oder Umweltschädigungen bei unsach- gemäßer Anwendung hinweist. Verwendungszweck Dieses Produkt dient ausschließlich der privaten Nutzung. Es wurde entwickelt zur vergrößerten Darstellung von Naturbeobachtungen. Allgemeine Warnhinweise ERBLINDUNGSGEFAHR! Schauen Sie mit diesem Gerät niemals direkt in die Sonne oder in die Nähe der Sonne. Es besteht ERBLINDUNGSGEFAHR! ERSTICKUNGSGEFAHR!! Kinder dürfen das Gerät nur unter Aufsicht benutzen. Verpackungsmaterialien (Plastiktüten, Gummibänder, etc.) von Kindern fernhalten! Es besteht ERSTICKUNGSGEFAHR! BRANDGEFAHR! Setzen Sie das Gerät – speziell die Linsen – keiner direkten Sonneneinstrahlung aus! Durch die Lichtbündelung könn- ten Brände verursacht werden. ACHTUNG! Bauen Sie das Gerät nicht auseinander! Wenden Sie sich im Falle eines Defekts an Ihren Fachhändler. Er nimmt mit dem Service-Center Kontakt auf und kann das Gerät ggf. zwecks Reparatur einschicken. Setzen Sie das Gerät keinen hohen Temperaturen aus. SCHUTZ der Privatsphäre! Das Gerät ist für den Privatgebrauch gedacht. Achten Sie die Privatsphäre Ihrer Mitmenschen – schauen Sie mit diesem Gerät zum Beispiel nicht in Wohnungen! Zubehör kann je nach Modell variieren. Alle Teile (Abb. 1-3)

Teleskop-Tubus c LED-Sucher d Justierschrauben e Tubusöffnung f Objektiv g Okular-Stutzen h Scharfeinstellung am Fokusrad / Fokussierknopf (Maksutov) i Tubus-Schelle j Montierung

1! Feststellschrauben (Stativ) 1@ Befestigungsschraube für Zubehör-Ablage (mittig) 1# Stativbeine 1$ Biegsame Welle für die Deklinations-Einstellung 1% Biegsame Welle für die Rektaszensions-Einstellung 1^ Stativspinne 1& Gewicht + Stange 1* Okulare 1( Zenitspiegel

2! Halterungen (Zubehör-Ablage) 2@ Smartphone-Halterung TIPP! Die Rektaszensionsachse (Abb.16 grüne Linie) wird auch Stundenachse genannt. Die Deklinationsachse (Abb.16 blaue Linie) wird auch Elevationsachse genannt.

Teile (Abb. 16): Montierung A Tubus-Schelle B Scharfeinstellung am Fokusrad C Skala der Deklinations-Achse D Fixierschraube der Deklinations-Achse E Feineinstellung der Deklinations-Achse F Skala der Breitengrad-Einstellung G Fixier- und Einstellschraube der Breitengrad-Einstellung H Kontergewicht mit Feststellschraube I Fixierschraube der Rektaszensions-Achse J Skala der Rektaszensions-Achse K Feineinstellung der Rektaszensions-Achse L Feststellschraube für horizontale Ausrichtung M Halterung für optionalen Nachführmotor N Kupplung zum Auskuppeln des Motors O Übersetzungszahnrad für Nachführmotor Teil I – Der Aufbau

1. Allgemeines/Standort

Diese Anleitung beschreibt den Aufbau und die Handhabung von Refraktoren (Linsenteleskope), Reflektoren (Spiegelteleskope) und Maksutovs (Spiegel-Linsen Teleskope) mit einer äquatorialen Montierung (auch „Deutsche Montierung“). Teile der Anleitung beinhalten daher unterschiedliche Anweisungen für die verschie- denen Teleskop-Modelle. Bevor Sie mit dem Aufbau beginnen, wählen Sie einen geeig ne ten Standort für Ihr Teleskop. Es wird Ihnen helfen, wenn Sie dieses Gerät an einem Ort aufbauen, an dem Sie gute Sicht auf den Himmel, einen stabilen Untergrund und genügend Platz haben. Nehmen Sie zuerst alle Teile aus der Verpackung. Überprüfen Sie anhand des Schaubildes, ob alle Teile vorhanden sind.- 7 -

HINWEIS! Wichtig: Ziehen Sie alle Schrauben nur „hand- fest“ an und vermeiden Sie so „Überdrehen“ der Schrauben.

Die Stativbeine sind vormontiert und bereits mit dem Stativkopf (Abb. 5, X) und der Stativspinne (Abb. 1, 16) verbunden. Nehmen Sie das Dreibeinstativ aus der Verpackung und stellen Sie es senkrecht mit den Stativfüßen nach unten. Nehmen Sie nun zwei der Stativbeine und ziehen Sie diese Stativbeine vor- sichtig bis zur vollständig geöffneten Position auseinander. Das gesamte Stativgewicht lastet dabei auf einem Bein. Anschließend das Stativ gerade aufstellen. Ziehen Sie nun einzeln jedes Stativbein auf die gewünsch- te Länge heraus (Siehe Abb. 4) und drehen Sie nun je eine Klemmschraube (Abb. 4, 11) (insges. 3 stück) handfest an. Überdrehen Sie die Schrauben dabei nicht! Mit den Klemmschrauben werden die inneren Stativbeinsegmente in der gewünschten Höhe festgestellt. TIPP! Eine kleine Wasserwaage auf der Zubehörablage kann Ihnen bei der waagerechten Aufstellung Ihres Stativs helfen.

Als nächstes wird die Montierung (Abb. 1, 9) auf dem Stativkopf (Abb. 5, X) befestigt. Dazu stecken Sie die Montierung oben in den Stativkopf und drehen die Rändelschraube von unten Handfest. Die Montierung (Abb. 1, 9) wird zusammengesetzt, indem Sie das Gewicht auf die Gewichtsstange (Abb. 7, X) schieben und diese von unten in das Gewinde der Montierung fest eindrehen. Die Montierung wird vervollständigt, indem Sie die Tubus-Schelle (Abb. 1+3, 8) auf die Montierung setzen und mit der Schraube (Abb. 8, X) befestigen. Maksutov Optiken besitzen keine Tubus-Schelle. Die Schiene wird direkt auf die Montierung gesetzt.

Schrauben Sie zuerst die Befestigungsschraube für die Zubehör-Ablage (12) vollständig ab. Legen Sie nun die Zubehör- Ablage (10) wie in Abb. 6 zu sehen auf. Ziehen Sie jetzt die Befestigungsschraube (12) handfest an um die Zubehör-Ablage (10) zu fixieren.

5.1 Zur Montage des Teleskoptubus (Abb. 1, 1) lösen Sie die

Schrau be der Tubusschelle (Abb. 9, X) und klappen die Schelle auf.

5.2 Nun legen Sie den Tubus mittig in die Halterung und klappen

die Schelle wieder zu. Verschließen Sie die Halterung, indem Sie die vorher gelöste Schraube handfest andrehen. Hinweis: Je nach Modell kann die Tubus-Schelle auch mit zwei Schrauben (Abb. 9b) ausgestattet sein. Die Montage des Tubus erfolgt aber prinzipiell genau wie oben beschrieben.

6. Einsetzen des Okulars

6.1. bei Linsenteleskopen (Refraktoren) Ihrem Teleskop liegen in der Grund ausstattung drei Okulare (Abb. 2, 18) und ein Zenitspiegel (Abb. 2, 19) bei. Mit den Okularen bestimmen Sie die jeweilige Vergrößerung Ihres Teleskopes. Bevor Sie die Okulare und den Zenitspiegel einsetzen, entfernen Sie die Staubschutzkappe aus dem Okularstutzen. (Abb. 1, 6) Lockern Sie die Klemmschraube (Abb. 12, X) am Okularstutzen und stecken Sie zuerst den Zenitspiegel hinein. Ziehen Sie die Klemmschraube (Abb. 12, X) danach wieder an. Anschließend befestigen Sie, auf die gleiche Weise, durch Öffnen und Schließen der Klemmschraube (Abb. 13a, X) das Okular 20mm im Zenitspiegel. Achten Sie darauf, dass der Okulareinblick senkrecht nach oben zeigt. Das erleichtert den bequemen Einblick. Andernfalls lösen Sie die Klemmschraube (Abb. 12, X) am Okularstutzen und drehen den Zenitspiegel in diese Position. 6.2. bei Spiegelteleskopen (Reflektoren) Lockern Sie bitte die Klemmschrauben am Okularstutzen (Abb. 1,6). Entnehmen Sie das mitgelieferte Okular (Abb. 2,18) mit der größten Brennweite 20mm und setzen Sie dieses direkt in den Okularstutzen ein. Ziehen Sie die Klemmschrauben (Abb. 3b,

X) handfest an. Entfernen Sie die Staubschutzkappe von der

Tubusöffnung. ERBLINDUNGSGEFAHR! Schauen Sie mit diesem Gerät niemals direkt in die Sonne oder in die Nähe der Sonne. Es besteht ERBLINDUNGSGEFAHR!

7. Montage des LED-Suchers

Hinweis: Der LED-Sucher verfügt über eine Batterie, die im Aus liefer zustand mit einer Kunststofffolie gegen Entladung gesichert ist. Diese muss vor dem ersten Einschalten entfernt werden (Abb.1d). Sucher-Montage – LED Sucher mit Quick-Einschub Der LED-Sucher (Abb. 1b, 2) und dessen Halterung bilden eine Einheit. Schieben Sie den Fuß des LED-Suchers vollständig in die entsprechende Basis am Teleskop-Tubus (Abb. 10, X). Die Sucher-Halterung rastet ein. Wichtig: Achten Sie darauf, dass das Objektiv des LED-Suchers in Richtung der Tubusöffnung (Abb. 1, 4) zeigt.

8. Ausrichtung des Suchers

Der LED-Sucher muss vor dem Einsatz justiert werden. Das heißt, der LED-Sucher und der Teleskop-Tubus müssen parallel ausgerichtet werden. Stecken Sie das Okular mit der größten Brennweite in den Zenitspiegel (Abb. 13a, nur bei Linsenteleskopen) bzw. direkt in den Okularstutzen (Abb. 13b, nur bei Spiegelteleskopen). Visieren Sie mit dem Teleskop ein markantes Objekt in ca. 300 Entfernung (z.B. Hausgiebel, Kirchturmspitze, usw.) an, bis es mittig im Sichtbereich erscheint (Abb. 15, A). Schalten Sie nun zunächst den LED-Sucher (Fig,1, 2) am Ein/ Aus-Schalter (Abb. 1b, Z) ein. Wählen Sie Stufe „2“ für den Betrieb bei Tag oder Stufe „1“ für Nachtbetrieb. Blicken Sie durch den LED-Sucher und richten Sie diesen durch Drehen der horizontalen (Abb. 1b, X) und vertikalen (Abb. 1b, Y) Justierschrauben so ein, dass Sie den roten Punkt in der Mitte des Bildes sehen (Abb. 15, C). LED-Sucher und Teleskop sind nun aufeinander abgestimmt. Wichtig: Das Bild im Teleskop steht auf dem Kopf, sofern Sie keine entsprechenden Zubehörteile zur Bildumkehrung (z.B. Zenit-Prisma) benutzen.

Um das Innere Ihres Teleskopes vor Staub und Schmutz zu bewahren, ist die Tubusöffnung durch eine Staub schutzkappe (Abb. 11, X) geschützt. Ebenso befindet sich eine Staubschutz- kappe auf dem Okularstutzen (Abb. 1, 6). Nehmen Sie zur Beobachtung die Kappen von den Öffnungen.

Um die exakte Feineinstellung der Deklinations- und Rektaszensionsachse zu erleichtern, werden die biegsamen Wellen an die dafür vorgesehenen Halterungen der beiden Achsen gesetzt. (Abb. 14, X) Die lange biegsame Welle (Abb. 1, 14) wird parallel zum Teleskoptubus montiert. Die Befestigung erfolgt mit einer- 8 - Klemmschraube an der vorgesehenen Einkerbung der Achse. Die kurze biegsame Welle (Abb. 1, 15) wird seitlich montiert. Die Befestigung erfolgt mit einer Klemmschraube an der vorgesehe- nen Einkerbung der Achse. Ihr Teleskop ist nun einsatzbereit. TEIL II – Die Handhabung

Die nachfolgenden Informationen sind äußerst wichtig für die Positionier- und Nachführgenauigkeit Ihres Teleskops während einer Beobachtungsnacht. Ihr Teleskop hat eine so genannte „parallaktische Montierung“ (auch äquatoriale Montierung). Diese zeichnet sich durch zwei senkrecht zueinander drehbare Achsen aus (Abb. 16, a+b) Die so genannte Rektaszensionsachse (auch RA-oder Stundenachse) (Abb. 16, b) muss dabei parallel zur Polachse der Erde (Abb. 26, c) ausgerichtet sein. Die korrekte Einstellung der Polhöhe erfahren Sie unter Teil II – 4. (Handhabung – Einstellung). Mit Hilfe der Deklinationsachse (auch DEC- oder Elevationsachse) (Abb. 16, a) stellen Sie die Höhe eines Himmelsobjekts in Bezug auf den Himmelsäquator (Abb. 26, d) ein. Hierzu entnehmen Sie die Deklinationskoordinate eines Himmelsobjekts aus einer Sternkarte oder entdecken die Objekte selbst. Mit der manuellen Betätigung der Rektaszensionsachse über die biegsame Welle (Abb. 1, 15) gleichen Sie fortwährend die Erddrehung in entgegengesetzter Richtung aus. So bleibt Ihr ausgewähltes (= positioniertes) Objekt stets im Gesichtsfeld des Okulars. Da die Rektaszensionsachse so ständig kontrolliert über die biegsamen Wellen bewegt werden muss, wäre auch eine elekt- rische Nachführung sinnvoll (Vorrichtung vorhanden – sh. Teile: Montierung).

Ein dunkler Standort ist für viele Beob achtungen sehr wichtig, da störende Lichter (Lampen, Laternen) die Detailschärfe des Teleskop-Bildes erheblich beeinträchtigen können. Wenn Sie von einem hellen Raum nachts ins Freie gehen müssen sich Ihre Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen. Nach ca. 20 Minuten können Sie dann mit der Astro-Beobachtung beginnen. Beobachten Sie nicht aus geschlossenen Räumen und stellen Sie Ihr Tele skop mit dem Zubehör ca. 30 Min. vor Beginn der Beobachtung an seinen Standort, um einen Temperatur ausgleich im Tubus zu gewährleisten. Desweiteren sollten Sie darauf achten, dass dieses Teleskop auf einem ebenerdigen, stabilen Untergrund steht.

Ihr Teleskop muss vor der Beobachtung ausbalanciert werden. Das heißt, die Deklinationsachse und die Rektaszensionsachse werden für einen leichtgängigen und exakten Betrieb eingestellt. Die Rektaszensionsachse wird ausbalanciert, indem Sie die Fix ierschraube (Abb. 16, I) lösen und die Gewichtsstange in eine waagerechte Position kippen. Verschieben Sie nun das Konter gewicht (Abb. 16, H) auf der Stange, bis der Tubus und das Gegen ge wicht in dieser waagerechten Position verbleiben. Drehen Sie die Fixier schraube (Abb. 16, I) der Rektaszensions- achse wieder an. Die Deklinationsachse wird ausbalanciert, indem Sie die Fixierschraube (Abb. 16, D) der Deklinationsachse lösen. Danach lösen Sie die Schrauben der Tubushalterung (Abb. 16, A) und verschieben den Tubus so, bis auch er in einer waa- gerechten Position verbleibt. Vergessen Sie nicht, die Schrauben der Tubushalterung und die Fixierschraube der Deklinations- achse wieder anzuziehen.

Stellen Sie die Breitengradachse (Abb. 16, F) (Polhöhe) ein, indem Sie die Fixierschraube (Abb. 18, X) lösen und die Pohlhöhe mit der Einstellschraube (Abb. 18, Y) entsprechend einstellen. Die Zahl auf der Sie die Achse einstellen, richtet sich nach dem Breitengrad Ihres Standortes (z.B. München 48°, Hamburg 53°). Vergessen Sie nicht, die Fixierschraube wieder anzudrehen. Anschließend stellen Sie die Deklinationsachse (Abb. 16, C), durch Lösen und Festziehen der Fixierschraube (Abb. 16, D) auf 90° ein. Der Teleskop-Tubus ist nun parallel zur Erdachse ausge- richtet. Dies nennt man polarische Ausrichtung. TIPP! Den Breitengrad Ihres genauen Beobachtungs- standortes finden Sie in einem Atlas immer am rechten oder linken Rand einer Landkarte. Informationen erhalten Sie außerdem bei Ihrer Stadtverwaltung, Katasteramt oder auch im Internet: z.B. unter www.heavens-above.com. Dort können Sie unter „Anonymous user > Select“ Ihr Land auswählen; die Daten werden dann angezeigt.

5. Polare Ausrichtung

Richten Sie das Teleskop mit der Tubusöffnung nach vorn in Rich- tung Norden aus. Hierzu lösen Sie die Feststellschraube (Abb. 19). Nun können Sie den Teleskoptubus drehen und exakt nach Norden ausrichten. Nehmen Sie gegebenenfalls einen Kom pass zur Hilfe. Danach wird die Feststellschraube wieder fixiert. Überprüfen Sie, ob Ihr Teleskop so aufgestellt ist wie in Abb. 28 zu sehen. Das Gegengewicht (Abb. 28, X) zeigt zum Boden und bildet so zusammen mit dem Tubus eine senkrechte Achse. In dieser Position sehen Sie durch den Sucher die Polarregion mit dem Polarstern. Der Polarstern ist das hellste Objekt in dieser Region. (Abb. 27) Dieser sollte dann auch in der Gesichtsfeldmitte des Okulars (f=20 mm) zu sehen sein. Die polare Ausrichtung ist erreicht. Diese Aufstellung erfordert etwas Geduld, belohnt Sie jedoch bei der Suche mit Himmelskoordinaten mit einer guten Positioniermöglichkeit. In dieser polaren Ausrichtung sollten die Teilkreise (Skalen) von Deklinationsachse (Abb. 29) auf „9“ (= 90°) und Rektaszensions- achse (Abb. 30) auf „0“ (= 0 Stunden) stehen. Gegebenenfalls müssen Sie beide Skalen vorsichtig auf die entsprechenden Werte drehen (jeweils an den Pfeilen ausgerichtet). So eingestellt können Sie das Auffinden von Himmelsobjekten mit Hilfe der Teilkreise (Skalen) nutzen (siehe auch 3.1. Mögliche Beobachtungsobjekte).

Ihr Teleskop ist nun grob ausgerichtet und eingestellt. Um eine bequeme Beobachtungs position zu erreichen, lösen Sie vorsichtig die Schrauben der Tubushalterung (Abb. 9, X), so dass Sie den Teleskoptubus drehen können. Bringen Sie das Okular und den LED-Sucher in eine Position, aus der Sie bequem beob- achten können. Die Feinausrichtung erfolgt mit Hilfe des Sucherfernrohres. Blicken Sie durch den Sucher und versuchen Sie den Polarstern (Abb. 27) mit dem Leuchtpunkt zur Deckung zu bringen (Abb. 15). Bei der exakten Einstellung wird Ihnen die Welle (Abb. 16, K) der Stundenachse (Abb. 16, b), sowie die Welle (Abb. 16, E) der Deklinationsachse (Abb. 16, a) behilflich sein.

Nachdem Sie den Polarstern im LED-Sucher eingestellt haben, werden Sie den Polarstern im Teleskop erkennen können, wenn Sie nun durch das Okular blicken. Gegebenenfalls können Sie nun mit Hilfe der biegsamen Wellen den Stern genauer ausrichten, sowie die Ein stellung der Bildschärfe über die Scharfeinstellung am Fokusrad (7) vorneh- men. Desweiteren können Sie jetzt durch einen Okular-Wechsel (kleinere Brennweite) eine höhere Vergrößerung einstellen. Bitte beachten Sie, dass die Vergrößerung der Sterne kaum wahrzunehmen ist.- 9 -

TIPP! Okulare sind dem Auge zugewandte Linsen- systeme. Mit dem Okular wird das im Brennpunkt des Objektivs entstehende Bild aufgenommen, d.h. sichtbar gemacht und nochmals vergrößert. Man benötigt Okulare mit verschiedenen Brennweiten, um verschiedene Vergrößerungen zu erreichen. Beginnen Sie jede Beobachtung mit einem Okular mit niedriger Vergrößerung (= höhere Brennweite von 20mm).

Anfangs fällt Ihnen die Orientierung am Sternenhimmel sicherlich schwer, da Sterne und Sternbilder immer in Bewegung sind und je nach Jahreszeit, Datum und Uhrzeit ihre Position am Himmel verändern. Die Ausnahme bildet der Polarstern. Durch ihn verläuft die verlängert gedachte Polachse der Erde. Er ist ein Fixstern und Ausgangspunkt aller Sternenkarten. Auf der Zeichnung sehen Sie einige bekannte Sternbilder und Sternanordnungen, die das ganze Jahr über sichtbar sind. Die Anordnung der Gestirne ist allerdings abhängig von Datum und Uhrzeit. Wenn Sie Ihr Teleskop auf einen dieser Sterne ausgerichtet haben, werden Sie feststellen, dass er nach kurzer Zeit aus dem Gesichtsfeld Ihres Okulars verschwunden ist. Um diesen Effekt auszugleichen, betätigen Sie die biegsame Welle (Abb. 16, K) der Rektaszensionsachse und Ihr Teleskop wird der scheinbaren Flugbahn dieses Sternes folgen.

Sterne und andere Himmelskörper werden am Himmel durch Koordinaten lokalisiert. Der Platz eines Sternes im Universum wird durch die Rektaszension und die Deklination bestimmt. Deklination (Abb. 23, C) ist der Abstand eines Gestirns vom Himmels äquator (Abb. 26, d), gemessen in Winkelgraden. Bei Sternen nördlich des Himmelsäquators wird die Gradzahl positiv. Befindet sich der Stern südlich des Äquators wird die Gradzahl mit einem Minuszeichen versehen. Rektaszension (Abb. 23, J) ist ein auf dem Himmelsäquator gemessener Abstand eines Sternes vom Frühlingspunkt. Der Frühlingspunkt ist der Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der scheinbaren Sonnenbahn (die s.g. Ekliptik) (Abb. 26, e). Dies geschieht im Frühjahr zur Tag- / Nachtgleiche (Ende März). Der Wert wird, der täglichen Himmels umdrehung entgegen, im Zeitmaß von 0 bis 24 Uhr gezählt. Nähere Informationen finden Sie in Sternenkarten oder entspre- chender Fachliteratur.

Ihrem Teleskop liegen in der Grundausstattung mehrere Zubehörteile (Abb. 2) bei. Je nach Modell können dies 10.1. Okulare: Durch Auswechseln der Okulare bestimmen Sie die jeweilige Vergrößerung Ihres Teleskopes. Formel zur Berechnung der Vergrößerung: Brennweite (Teleskop) ÷ Brennweite (Okular) = Vergrößerung Beispiele: Teleskop- Brennweite Okular- Brennweite Vergrößerung Vergrößerung mit 3x Barlow-Linse 700 mm 20 mm 35X 105X 700 mm 4 mm 175X 525X 10.2. Zenitspiegel (nur Refraktor): Der Zenitspiegel (Abb. 2, 19) bewirkt eine Bildumkehrung (spie- gelverkehrt) und wird deshalb nur zur Himmels beobachtung eingesetzt. 10.3. Barlow Linse: Mit einer 3x Barlow-Linse erreichen Sie eine zusätzliche Steigerung der Vergrößerung um das 3fache.

10.3.1 Montage und Handhabung bei Linsenteleskopen

Wenn Sie ein Linsenteleskop verwenden, sollte die Barlow-Linse ausschließlich in den Zenitspiegel (Abb. 13a, X) eingesetzt wer- den. Entfernen Sie also das Okular aus dem Zenitspiegel und ersetzen Sie es durch die Barlowlinse. Anschließend setzen Sie zunächst das Okular mit der größten Brennweite ein und ziehen Sie die Klemmschraube zur Fixierung handfest an (Abb. 24)

10.3.2 Montage und Handhabung bei Spiegelteleskopen/

Maksutovs Wenn Sie ein Spiegelteleskop verwenden, lösen Sie bitte die Klemmschraube am Okularstutzen (Abb. 13b, X) und entfernen Sie das Okular aus dem Okularstutzen. Setzen Sie dann die Barlow-Linse gerade in den Okularstutzen ein und ziehen Sie die Klemmschraube wieder handfest an. Anschließend setzen Sie zunächst das Okular mit der größten Brennweite in die Barlow- Linse ein und fixieren Sie es mit der Klemmschraube (Abb. 24).

10.4 Smartphone-Halterung

Setzen Sie das Okular in die Smartphone-Halterung ein und ziehen Sie die Schraube (Abb. 25, X) an der Halterung fest an. Anschließend setzen Sie die Smartphone-Halterung mit dem Okular in den Okular-Stutzen (6) oder den Zenitspiegel (19) (Linsenteleskope) ein und ziehen Sie nun die Klemmschrauben (Abb. 25, Y) am Stutzen oder Zenitspiegel handfest an. Starten Sie nun die Kamera-App von Ihrem Smartphone. Drücken Sie nun Ihr Smartphone auf die Halteplatte und stellen Sie sicher, dass es richtig fest sitzt. Die Kamera muss genau über dem Okular aufliegen. Zentrieren Sie das Smartphone genau mittig über dem Okular, sodass das Bild genau zentriert auf Ihrem Display zu sehen ist. Eventuell ist es nötig, durch die Zoomfunktion das Bild Display füllend auf Ihrem Smartphone darzustellen. Die Saugnäpfe müssen trocken, sauber und frei von allen Arten von Staub und Schmutz sein. Wir übernehmen keine Verantwortung für fallengelassene und gebrochene Smartphones aufgrund falscher Bedienung.

Nach einer hoffentlich interessanten und erfolgreichen Beobachtung empfiehlt es sich, das gesamte Teleskop in einem trockenen und gut gelüfteten Raum zu lagern. Bei einigen Teleskopmodellen können Sie die Montierung und das Stativ durch einfaches Auseinanderschrauben trennen. Hierbei bleiben Ihre Einstellungen an der Montierung erhalten. Vergessen Sie nicht, die Staubschutz kappen auf die Tubus-Öffnung und auf den Okular-Stutzen zu stecken. Auch sollten Sie alle Okulare und opti- schen Zubehörteile in ihre entsprechenden Behälter ver stauen. TIPP! Für die astronomische Beobachtung eignet sich die Um kehr linse nicht. Arbeiten Sie hier nur mit dem Zenitspiegel und einem Okular. Für Erd- und Naturbeobachtungen können Sie die Umkehrlinse mit einem Okular verwenden.

HINWEISE zur Reinigung Reinigen Sie die Linsen (Okulare und/oder Objektive) nur mit einem weichen und fusselfreien Tuch (z. B. Microfaser). Das Tuch nicht zu stark aufdrücken, um ein Verkratzen der Linsen zu ver- meiden. Zur Entfernung stärkerer Schmutzreste befeuchten Sie das Putztuch mit einer Brillen-Reinigungsflüssigkeit und wischen damit die Linsen mit wenig Druck ab. Schützen Sie das Gerät vor Staub und Feuchtigkeit! Lassen Sie es nach der Benutzung – speziell bei hoher Luftfeuchtigkeit – bei Zimmertemperatur einige Zeit akklimatisieren, so dass die Restfeuchtigkeit abgebaut werden kann.- 10 -

2. Fehlerbeseitigung:

Fehler: Hilfe: Kein Bild Staubschutzkappe von der Objektivöffnung entfernen. Unscharfes Bild Scharfeinstellung am Fokusrad/ Fokussierknopf vornehmen Fokussierknopf (Maksutov) Die Bauart Maksutov erfordert ggf. mehr als 20 Umdrehungen am Fokussierknopf um ein scharfes Bild zu erhalten. Keine Scharfeinstellung Temperaturausgleich möglich abwarten (ca. 30 Min.) Schlechtes Bild Beobachten Sie nie durch eine Glasscheibe Beobachtungsobjekt Sucher justieren im Sucher, aber nicht (siehe 1.8.) im Teleskop sichtbar Schwergängige Teleskop und Nachführung der Gegengewicht Achsen über Wellen ausbalancieren Trotz Zenitspiegel Der Okularstutzen “schiefes” Bild im Zenitspiegel muss senkrecht ausgerichtet werden ENTSORGUNG Entsorgen Sie die Verpackungsmaterialien sor- tenrein. Informationen zur ordnungsgemäßen Entsorgung erhalten Sie beim kommunalen Entsorgungsdienstleister oder Umweltamt. Beachten Sie bitte bei der Entsorgung des Geräts die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen. Informationen zur fachgerechten Entsorgung erhalten Sie bei den kommunalen Entsorgungs- dienstleistern oder dem Umweltamt. http://www.bresser.de/download/EQ Downloads:

  • Bedienungsanleitung GARANTIE & SERVICE Die reguläre Garantiezeit beträgt 2 Jahre und beginnt am Tag des Kaufs. Um von einer verlängerten, freiwilligen Garantiezeit wie auf dem Geschenkkarton angegeben zu profitieren, ist eine Registrierung auf unserer Website erforderlich. Die vollständigen Garantiebedingungen sowie Informationen zu Garantiezeitverlängerung und Serviceleistungen können Sie unter www.bresser.de/garantiebedingungen einsehen. TEIL III – Anhang

1. Mögliche Beobachtungsobjekte

Nachfolgend haben wir für Sie einige sehr interessante Himmelskörper und Sternenhaufen ausgesucht und erklärt. Auf den zugehörigen Abbildungen am Ende der Anleitung können Sie sehen, wie Sie die Objekte durch Ihr Teleskop mit den mitgelie- ferten Okularen bei guten Sichtverhältnissen sehen werden: Mond (Abb. 31) Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde Umlaufbahn: ca. 384.400 km von der Erde entfernt Durchmesser: 3.476 km Entfernung: 384.401 km Der Mond ist seit prähistorischer Zeit bekannt. Er ist nach der Sonne das zweithellste Objekt am Himmel. Da der Mond einmal im Monat um die Erde kreist, verändert sich ständig der Winkel zwischen der Erde, dem Mond und der Sonne; man sieht das an den Zyklen der Mondphasen. Die Zeit zwischen zwei aufein- ander folgenden Neumondphasen beträgt etwa 29,5 Tage (709 Stunden). Sternbild ORION / M42 (Abb. 32) Rektaszension: 05:32.9 (Stunden : Minuten) Deklination: -05:25 (Grad : Minuten) Entfernung: 1.500 Lichtjahre Mit einer Entfernung von etwa 1600 Lichtjahren ist der Orion- Nebel (M42) der hellste diffuse Nebel am Himmel - mit dem bloßen Auge sichtbar, und ein lohnendes Objekt für Teleskope in allen Größen, vom kleinsten Feldstecher bis zu den größten erd- gebundenen Observatorien und dem Hubble Space Telescope. Es handelt sich um den Hauptteil einer weit größeren Wolke aus Wasserstoffgas und Staub, die sich mit über 10 Grad gut über die Hälfte des Sternbildes des Orions erstreckt. Die Ausdehnung dieser gewaltigen Wolke beträgt mehrere hundert Lichtjahre. Sternbild LEIER / M57 (Abb. 33) Rektaszension: 18:51.7 (Stunden : Minuten) Deklination: +32:58 (Grad : Minuten) Entfernung: 4.100 Lichtjahre Der berühmte Ringnebel M57 im Sternbild Leier wird oft als der Prototyp eines planetarischen Nebels angesehen; er gehört zu den Prachtstücken des Sommerhimmels der Nordhalbkugel. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Ring (Torus) aus hell leuchten- der Materie handelt, die den Zentralstern umgibt (nur mit größeren Teleskopen sichtbar), und nicht um eine kugel- oder ellips oid förmige Gasstruktur. Würde man den Ringnebel von der Seitenebene betrachten, würde er dem Dumbell Nebel M27 ähneln. Wir blicken bei diesem Objekt genau auf den Pol des Nebels. Sternbild Füchslein / M27 (Abb. 34) Rektaszension: 19:59.6 (Stunden : Minuten) Deklination: +22:43 (Grad : Minuten) Entfernung: 1.250 Lichtjahre Der Dumbbellnebel M27 oder Hantel-Nebel im Füchslein war der erste planetarische Nebel, der überhaupt entdeckt wor- den ist. Am 12. Juli 1764 entdeckte Charles Messier diese neue und faszinierende Klasse von Objekten. Wir sehen dieses Objekt fast genau von seiner Äquatorialebene. Würde man den Dumbellnebel von einem der Pole sehen, würde er wahrschein- lich die Form eines Ringes aufweisen und dem Anblick ähneln, den wir von dem Ringnebel M57 kennen. Dieses Objekt kann man bereits bei halbwegs guten Wetterbedingungen bei kleinen Vergrößerungen gut sehen.- 11 -

Okulare sind dem Auge zugewandte Linsen-systeme. Mit dem Okular wird das im Brennpunkt des Objektivs entstehende Bild aufgenommen, d.h. sichtbar gemacht und nochmals vergrößert. Man benötigt Okulare mit verschiedenen Brennweiten, um verschie- dene Vergrößerungen zu erreichen. Beginnen Sie jede Beobachtung mit einem Okular mit niedriger Vergrößerung (= höhere Brennweite von 20mm).