HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Audioverstärker

GrandMeister 36 - Audioverstärker HUGHES & KETTNER - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Laden Sie die Anleitung für Ihr Audioverstärker kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch GrandMeister 36 - HUGHES & KETTNER und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. GrandMeister 36 von der Marke HUGHES & KETTNER.

BEDIENUNGSANLEITUNG GrandMeister 36 HUGHES & KETTNER

Wichtige Sicherheitshinweise! Bitte vor Anschluss lesen!

Dieses Produkt wurde gemäß IEC 60065 hergestellt und hat das Werk in einem sicheren, betriebsfähigen Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und um einen gefahrlosen Betrieb zu gewährleisten, ist es notwendig, dass der Benutzer die Empfehlungen und Warnhinweise befolgt, die in der Betriebsanleitung zu finden sind. Dieses Gerät entspricht der Schutzklasse 1 (Erdungsschutz). Bei Einsatz dieses Produktes in Fahrzeugen, Schiffen oder Flugzeugen, oder in Höhen oberhalb 2000 m Meereshöhe müssen die entsprechenden Sicherheitsstandards zusätzlich zur IEC 60065 beachtet werden.

WARNUNG: Um das Risiko von Feuer oder Stromschlag zu verhüten, darf dieses Gerät nicht Feuchtigkeit oder Regen ausgesetzt werden. Öffnen Sie das Gehäuse nicht – im Inneren gibt es keine Bauteile, die vom Benutzer wartbar sind. Die Wartung darf nur von einem qualifiziertem Kundendienst durchgeführt werden.

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Wichtige Sicherheitshinweise! Bitte vor Anschluss lesen! - 1

Dieses Symbol, wo immer es erscheint, warnt Sie vor gefährlicher, nicht isolierter Spannung im Gehäuse – Spannung, die möglicherweise eine Stromschlaggefahr darzustellen.

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Wichtige Sicherheitshinweise! Bitte vor Anschluss lesen! - 2

Dieses Symbol, wo immer es erscheint, warnt Sie vor außen zugänglicher, gefährlicher Spannung. Eine Verbindung zu jeder Anschluss-

klemme, die mit diesem Symbol versehen ist, darf nur mit konfektioniertem Kabel hergestellt werden, dass den Empfehlungen des Herstellers genügt, oder mit Kabel, das von qualifiziertem Personal installiert wurde.

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Wichtige Sicherheitshinweise! Bitte vor Anschluss lesen! - 3

Dieses Symbol, wo immer es erscheint, macht Sie auf wichtige Bedienungs- und Wartungsanweisungen aufmerksam, die in beiliegenden

Unterlagen zu finden sind. Bitte lesen Sie das Handbuch.

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Wichtige Sicherheitshinweise! Bitte vor Anschluss lesen! - 4

Dieses Symbol, wo immer es erscheinl, sagt Ihnen: Vorsicht! Heiße Oberfläche! Um Verbrennungen zu vermeiden, nicht anfassen.

  • Bitte lesen Sie diese Anweisungen.
  • Bewahren Sie diese Anweisungen auf.
  • Befolgen Sie alle Warnhinweise und Anweisungen auf dem Gerät und in dieser Anleitung.
  • Benutzen Sie dieses Gerät nicht in der Nähe von Wasser. Stellen Sie das Gerät nicht in der Nähe von Wasser, Badewannen, Waschbecken, Küchenspülen, nassen Stellen, Schwimmbecken oder in feuchten Räumen auf.
  • Stellen Sie keine Gefäße, wie Vasen, Gläser, Flaschen usw., die Flüssigkeiten enthalten, auf das Gerät.
  • Reinigen Sie das Gerät nur mit einem trockenen Tuch.
  • Entfernen Sie keine Abdeckungen oder Teile des Gehäuses.
  • Die auf dem Gerät eingestellte Betriebsspannung muss mit der örtlichen Spannung der Netzstromversorgung übereinstimmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Spannung in Ihrem Netz zur Verfügung steht, konsultieren Sie bitte Ihren Händler oder den örtlichen Stromversorger.
  • Um das Risiko eines Stromschlags zu verringern, muss die Erdung des Gerätes beibehalten werden. Verwenden Sie nur das mitgelieferte Stromführungskabel und behalten Sie die Funktion der seitlichen, geerdeten Schutzkontakte des Netzanschlusses immer aufrecht. Versuchen Sie nicht, die Sicherheitsaufgabe des geerdeten Steckers zu umgehen.

  • Schützen Sie das Stromführungskabel vor Betreten und Quelschen, besonders in der Nähe der Stecker, Gerätesteckdosen – und dort, wo sie am Gerät austreten! Stromführungskabel sollten immer vorsichtig behandelt werden. Kontrollieren Sie die Stromführungskabel in regelmäßigen Abständen auf Einschnitte und Anzeichen von Abnutzung, besonders in der Nähe des Steckers und an der Verbindung zum Gerät.

  • Benutzen Sie niemals ein beschädigtes Stromführungskabel.
  • Ziehen Sie bei Gewittern den Stecker des Gerätes und wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird.
  • Dieses Gerät wird nur vollständig von Stromnetz getrennt, wenn der Stecker vom Gerät oder aus der Steckdose gezogen wird. Das Gerät sollte so aufgestellt werden, dass das Trennen vom Stromnetz leicht möglich ist.
  • Sicherungen: Ersetzen Sie Sicherungen nur mit dem Typ IEC127 (5x20mm) und dem korrekten Nennwert, um die optimale Leistung zu gewährleisten! Es ist untersagt, kurzgeschlossene Sicherungen zu verwenden oder den Sicherungshalter zu überbrücken. Sicherungen dürfen nur von qualifiziertem Personal gewechselt werden.
  • Alle Wartungsarbeiten sollten nur von qualifiziertem Personal ausgeführt werden. Wartung ist notwendig, wenn das Gerät auf irgendeine Weise beschädigt wurde, wie zum Beispiel:
  • Wenn das Stromführungskabel oder der Stecker beschädigt oder abgenutzt ist.
  • Wenn Flüssigkeit oder Gegenstände in das Gerät gelangt sind.
  • Wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt war.
  • Wenn das Gerät nicht ordnungsgemäß funktioniert, obwohl die Bedienungsanleitung beachtet wurde.
  • Wenn das Gerät hingefallen ist oder das Gehäuse beschädigt wurde.
  • Beim Anschluss von Lautsprechern an dieses Gerät darf die auf dem Gerät oder in dieser Anleitung angegebene Mindestimpedanz nicht unterschritten werden. Die verwendeten Kabel müssen entsprechend den lokalen Regelungen über einen ausreichenden Querschnitt verfügen.
    • Halten Sie das Gerät vom Sonnenlicht fern.
  • Installieren Sie das Gerät nicht in der Nähe von Wärmequellen, wie zum Beispiel Heizkörper, Heizregister, Öfen oder anderen Geräten, die Hitze erzeugen.
  • Verstopfen Sie nicht die Lüftungsöffnungen. Installieren Sie das Gerät entsprechend der Anleitung des Herstellers. Das Gerät darf nicht eingebaut werden – wie zum Beispiel in einen Gestellrahmen, es sei denn, dass für angemessene Belüftung gesorgt wird.
  • Ein kaltes Gerät sollte immer auf die Umgebungstemperatur erwärmt werden, wenn es in einen Raum transportiert wird. Es könnte sich Kondensation im Inneren bilden, die das Gerät beschädigt, wenn es ohne vorherige Erwärmung benutzt wird.
  • Stellen Sie keine offenen Flammen, wie brennende Kerzen, auf das Gerät.
  • Das Gerät sollte mindestens 20 cm von Wänden aufgestellt werden, das Gerät darf nicht bedeckt werden, es muss ein Freiraum von mindestens 50 cm über dem Gerät gewährleistet sein.
  • Das Gerät darf nur mit Rollwagen, Ständern, Stativen, Tischen oder Halterungen benutzt werden, die vom Hersteller spezifiziert sind oder zusammen mit dem Gerät verkauft wurden. Wenn ein Rollwagen benutzt wird, seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Rollwagen/Geräte-Kombination transportieren, um Verletzungen durch Umkippen zu vermeiden.

  • Verwenden Sie nur Zubehör, das vom Hersteller empfohlen ist. Das gilt für alle Arten von Zubehör, wie zum Beispiel Schutzabdeckungen, Transporttaschen, Ständer sowie Wand- und Deckenhalterungen. Wenn Sie irgendein Zubehör am Gerät anbringen, befolgen Sie immer die Anleitungen des Herstellers. Benutzen Sie nur die Befestigungspunkte des Geräts, die vom Hersteller vorgesehen sind.

  • Dieses Gerät ist NICHT geeignet für eine Person oder Personen (einschließlich Kindern) mit eingeschränkten physischen, sensorischen und geistigen Fähigkeiten, oder für Personen mit unzulänglicher Erfahrung und/oder Fachkenntnis, um solch ein Gerät zu bedienen. Kinder unter 4 Jahren sollten stets von diesem Gerät fern gehalten werden.
  • Es sollten keinerlei Gegenstände durch die Gehäuseschlitze eingeführt werden, da dadurch gefährliche, spannungsführende Bauteile berührt oder kurzgeschlossen werden können. Dies könnte zu einer Feuer- oder Stromschlaggefahr führen.
  • Dieses Gerät ist imstande, Schalldruckpegel von mehr als 90 dB zu produzieren. Dies könnte zu einem dauerhaften Flörschaden führen! Eine Belastung durch extrem hohe Geräuschpegel kann zu einem dauerhaften Gehörverlust führen. Bei einer anhaltenden Belastung durch solch hohe Pegel sollte ein Gehörschutz getragen werden.
  • Der Hersteller gewährleislet die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung des Gerätes nur unter folgenden Vorausselzungen:
  • Einbau, Erweiterung, Neueinstellung, Modifikationen oder Reparaturen werden vom Hersteller oder autorisiertem Personal ausgeführt.
  • Die elektrische Installation des betreffenden Bereiches entspricht den Anforderungen der IEC (ANSI) Maßgaben.
  • Das Gerät wird entsprechend der Bedienungsanleitung benutzt.

Vor Inbetriebnahme

  • Vor der Inbetriebnahme diese Anleitung inklusive der Sicherheitshinweise bitte sorgfaltig durchlesen.
  • Für Schäden am Gerät oder an anderen Geräten, die durch unsachgemäßen Betrieb entstehen, kann seitens des Herstellers keine Haftung übernommen werden.
  • Vor dem Anschluss an das Stromnetz muss sichergestellt sein, dass der Power-Schalter und der Standby-Schalter ausgeschaltet sind und der angegebene Spannungswert auf der Rückseite des Gerätes mit der ortsüblichen Netzspannung übereinstimmt.
  • Ein Wort der Mahnung bevor der Grand-Meister 36 in Betrieb genommen wird: Er ist laut! Hohe Lautstärkepegel können Gehörschäden verursachen.
  • Um laute und nicht willkommene Überraschungen zu vermeiden, solltest du es dir zur Angewohnheit machen, das Lautstärke-Poti deiner mit dem GrandMeister 36 verbundenen Gitarre ganz zurückzudrehen, bevor du den Amp anschaltest!

GrandMeister 36

Undigital. Total recall.

1 Quick Start....13
2 Bedienungsgrundlagen 13
3 Die Kanal-Sektion 15
4 Die Effekt-Sektion 15
5 Die Master-Sektion 16
6 Anschlüsse und Bedienungselemente auf der Rückseite ..... 16
7 Tube Safety Control (TSC™).... 18
8 MIDI....20
9 AES....21
10 Technische Daten....21

1 Quick Start
HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Undigital. Total recall. - 1

flowchart
graph TD
    A["Tuner"] --> B["Line Out"]
    B --> C["Red Box DI Out"]
    C --> D["FX-Unit"]
    D --> E["Send"]
    E --> F["Return"]
    F --> G["MIDI In"]
    G --> H["MIDI Out/Thru"]
    H --> I["MIDI Out/Thru"]
    I --> J["FSM-432"]

Mains In: Netzbuchse für das mitgelieferte Netzkabel (Mains Lead).

MIDI In: Verbinde diese Buchse mit dem MIDI Out des MIDI-Controllers deiner Wahl. Obwohl es sich hierbei um eine 7-polige Buchse kannst du jedes Standard-5-Pin-Kabel und jeden handelsüblichen MIDI-Controller verwenden. Die beiden zusätzlichen Pins liefern eine Phantomspeisung von 20 Volt Gleichstrom und dienen als Stromversorgung für das Hughes & Kettner FSM-432 MIDI-Board. Benutzt man ein 5-Pin-Kabel, bleibt die Phantomspeisung ungenutzt.

Der MIDI In ist genauso wichtig wie der Input für deine Gitarre. Nur über MIDI hast du Zugriff auf alle 128 Presets des GrandMeister 36.

Input: Instrumenten-Eingang zum Anschluss der Gitarre mittels eines abgeschirmten Klinkenkabels.

Speaker: Buchse zum Anschluss von Gitarren-Lautsprecherboxen. Es kann über ein Boxenkabel jede Box oder Boxenkombination angeschlossen werden, deren Gesamtimpedanz zwischen 8 Ω und 16 Ω liegt. Wir empfehlen die auf GrandMeister 36 abgestimmten Boxen Hughes & Kettner TM 112 oder TM 212.

Power/On-Schalter: Öffnet die Hauptstromzufuhr in Stellung "On": Der Amp leuchtet, und die Heizung der Röhren wird in Betrieb genommen.

Play/Standby-Schalter: Nach ca. 30 Sekunden Aufwärmphase kann von „Standby“ auf „Play“ geschaltet werden. Der Amp befindet sich nun im Spielbetrieb. Bei längeren Spielpausen bitte stets „Standby“ benutzen, dann bleiben die Röhren auf Betriebstemperatur. Dies schont die Röhren und sorgt für eine längere Lebensdauer.

2 Bedienungsgrundlagen

Der GrandMeister 36 ist ein Röhrenverstärker, und er funktioniert auch weitgehend so wie ein konventioneller Röhrenverstärker. Sein Bedienungskonzept ist allerdings ein wenig fortschrittlicher, weswegen du dir ein wenig Zeit nehmen und die folgenden Ausführungen aufmerksam studieren solltest. Um das Bedienkonzept des GrandMeister 36 zu verstehen, musst du dir folgende grundlegenden Dinge vor Augen halten:

  • Obwohl der GrandMeister 36 ein analoger Röhrenverstärker ist, sind alle seine Schalt- und Reglerfunktionen mit Ausnahme des Master-Reglers programmierbar.
  • Je nach Bedienungsmode des Verstärkers haben einige Regler unterschiedliche Funktionen.
  • Alle Einstellungen können über MIDI gespeichert und wieder aufgerufen werden. Zu diesem Zweck stehen dir 128 Speicherplätze für Soundeinstellungen, sogenannte Presets, zur Verfügung. Du kannst als verschiedene Sounds in 128 verschiedenen Presets abspeichern und per MIDI auf Knopfdruck aufrufen.

e2t.1 Funktionsweise der Regler

Der GrandMeister 36 ist ein vierkanaliger Verstärker. Obwohl es nur einen Satz Regler für alle vier Kanäle gibt, sind alle Parameterwerte für jeden Kanal separat einstellbar. Durch die Anwahl des Kanals mittels des Chickenhead-Schalters (vgl. Kapitel 3) wird bestimmt, für welchen Kanal gerade Einstellungen vorgenommen werden. Der große Vorteil dieses

Konzeptes ist: Die Kanäle sind völlig unabhängig und brauchen sich Gain, Volume oder die Klangregelung nicht zu teilen. Sogar Presence, Resonance und Reverb sind für jeden Kanal getrennt einstellbar!

Anmerkung: Die Bedienung der Regler ist auf den ersten Blick wie üblich: Regelbereich 300 Grad, es gibt einen Links- und einen Rechts-Anschlag. Es gibt aber eine Besonderheit, die evtl. gewöhnungsbedürftig ist: Die in einem Preset programmierte Einstellung eines Reglers ist unabhängig von der Reglerposition, bzw. die Position eines Reglers entspricht nach Umschalten eines Presets nicht zwingend seiner im Preset gespeicherten Einstellung. Man hört quasi eventuell etwas anderes als man sieht. Sobald dann aber der Regler bewegt wird, verhält er sich wie gewohnt. Die hinterlegte Preset-Einstellung kann mit Hilfe der Store-LED in der Master-Sektion ausgelesen werden. Sie leuchtet auf, sobald die Position des Reglers der Einstellung eines Presets entspricht, siehe Kapitel 2.4.

Hinweis: Beim Drehen der Regler entstehen leichte Nebengeräusche. Hierbei handelt es sich um das Umschaltklicken des programmierbaren Widerstands-Netzwerkes (PRN™-Technologie), mit dem alle Regler – mit Ausnahme des Master-Reglers – ausgestattet sind: Jeder Drehknopf verfügt über 256 seriell angeordnete Widerstände, 256 Schalter und einen Datenspeicher, der in der Lage ist, die Position jedes einzelnen Schalters zu speichern und jede Regler-Einstellung auf Knopfdruck wieder aufzurufen.

2.2 Anwahl von Presets

Die Presets des GrandMeister 36 können nur mittels MIDI angewählt werden. Hierzu kann jeder MIDI-Fußschalter, jeder MIDI-Controller oder jedes mit MIDI ausgestattete Fußboard verwendet werden. Beide MIDI-Geräte, also der Verstärker (Empfänger) und der Controller (Sender) sollten dabei denselben MIDI-Kanal verwenden. Andernfalls gehen MIDI-Befehle verloren oder werden ignoriert.

Im Auslieferungszustand ist MIDI-Kanal 1 und „Omni On“ eingestellt, d.h. der Amp empfängt auf allen 16 MIDI-Kanälen. Reagiert der Grand-Meister 36 nicht korrekt auf Program-Change-Befehle, dann ändere bitte entweder den MIDI-Kanal (siehe hierzu Kapitel 8.1) oder konsultiere die Bedienungsanleitung deines MIDI Controllers.

2.3 Anwahl der Presets über das Hughes & Kettner FSM-432 MIDI Board

Das Hughes & Kettner FSM-432 dient zur Anwahl der insgesamt 128 Presets, gegliedert in 32 Bänke mit je vier Presets, ideal um z.B. jedem Song eine Bank mit vier frei definierbaren Sound-Einstellungen zuzuordnen.

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Anwahl der Presets über das Hughes & Kettner FSM-432 MIDI Board - 1

text_image 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321. 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.0 321.

Die Preset-Taster A, B, C, D

Innerhalb einer Bank reagieren die vier Taster A, B, C und D sofort auf eine Betätigung und schalten direkt um. Die LEDs über den Tastern zeigen durch Leuchten an, welches Preset gerade aktiviert ist.

Bank Up/Down

Das Display des FSM-432 zeigt immer die aktuell ausgewählte Banknummer. Um ein Preset in einer anderen Bank zu aktivieren, muss diese Bank zunächst mit den Up/Down-Tastern vorausgewählt werden. Das aktuell ausgewählte Preset bleibt während dieses Vorgangs aktiviert und kann weiter gespielt werden. Die vorausgewählte Banknummer blinkt im Display des FSM-432 so lange, bis auf der Zielbank durch Betätigen eines der Preset-Taster A, B, C oder D ein neues Preset aktiviert wird. Erst dann wird das Preset umgeschaltet.

Tap

Mit dem Tap-Taster kannst du schnell und bequem den Parameter „Time“ des Delays (siehe Kapitel 4.3) per Fuß einstellen. Diese Funktion ist insbesondere auf der Bühne sehr hilfreich: einfach den Taster „Tap“ im Takt betätigen, und die Delay-Zeit wird an das Tempo angepasst.

2.4 Programmierung

Die Programmierung von Presets erfolgt denkbar einfach. Wenn du einen Sound gefunden hast, den du gerne abspeichern möchtest, so kannst du mit Hilfe des Store-Tasters die Einstellungen aller Knöpfe, Taster und Schalter (außer dem Master) in ein Preset speichern. Im Grunde genommen ist das, als würdest du einen Vollröhrenamp mit 128 Kanälen spielen, von den denen jeder Kanal seine eigenen Gain- und Volume-Regler, seine eigene Klangregelung und ein eigenes Effekt-Setting hat!

Speicherung durch Überschreiben des aktuell ausgewählten Presets
HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Programmierung - 1

text_image STORE FX ACCESS— DLY LEVEL FEIDBACK DLY TIME MDD TYPE INTENSITY NOISE FXY SATE LOOP REVERB TRIBLE MID BASS VOLUME GAIN CRUNCH LEAD GREEN RED OUT BEANS 100 100 100 ADD OFF CLEAN ULTRA BOOST INPUT

Um das als letztes angewählte Preset mit neuen Einstellungen zu überschreiben, muss der Store-Taster gedrückt und für ca. zwei Sekunden gehalten werden, bis er kurz blinkt und dann erlischt. Die Channel-LED des ausgewählten Kanals (siehe Kapitel 3) blinkt ebenfalls kurz, um den erfolgreichen Speichervorgang zu bestätigen. Jetzt kannst du den Store-Taster wieder loslassen; deine Einstellungen wurden auf dem zuletzt ausgewählten Speicherplatz gespeichert.

Speicherung durch Auswahl eines neuen Speicherplatzes

Wenn du das aktuell ausgewählte Preset nicht überschreiben möchtest, kannst du stattdessen einen neuen Speicherplatz für deine aktuellen Einstellungen auswählen, indem du den Store-Taster durch einmaliges, kurzes Betätigen aktivierst. Die Store-LED leuchtet und zeigt an, dass der GrandMeister 36 „scharf geschaltet“ ist. Nun musst du dem GrandMeister 36 durch Senden eines Program-Change-Befehls mitteilen, wohin die aktuellen Sound-Einstellungen gespeichert werden sollen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

  • FSM-432: Wähle auf dem FSM-432 mit Hilfe der Up/Down-Taster eine MIDI-Bank von 1 bis 32 aus; die Banknummern-Anzeige im Display des FSM-432 blinkt nun. Aktiviere anschließend einen der vier Preset-Taster A, B, C oder D. Das Display hört auf zu blinken, die LED des Store-Tasters erlischt, und das Preset wurde auf dem ausgewählten Speicherplatz gespeichert.
  • Anderer MIDI-Controller: Sobald ein Program-Change-Befehl gesendet wird, wird das Preset gespeichert und kann durch erneutes Senden desselben Program-Change-Befehls wieder aufgerufen werden.

Reglereinstellungen auslesen

Wenn ein Preset aufgerufen wird, entsprechen die Reglerstellungen nicht unbedingt den abgespeicherten Parameterwerten. Diese können jedoch sehr leicht ausgelesen werden: Wähle ein Preset aus und drehe den Reg-

ler, dessen abgespeicherten Wert du auslesen möchtest, langsam hin und her, bis die Store LED aufleuchtet. Jetzt entspricht die Reglerstellung dem hinterlegten Parameterwert.

3 Die Kanal-Sektion

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Die Kanal-Sektion - 1

Der GrandMeister 36 verfügt über vier individuell abgestimmte Kanäle, die über den einen Chicken-Head-Wahlschalter anwählbar sind. So weit, so gut. Aber wir wären nicht Hughes & Kettner, wenn wir dem fortschrittlichen Schaltungskonzept des GrandMeister 36 nicht ein paar extrem nützliche Features spendiert hätten: Zum einen wird die Endstufenschaltung, die einen entscheidenden Einfluss auf deinen Gesamt-Sound hat, bei der Kanalumschaltung ebenfalls umgeschaltet, um sich dem Sound-Charakter des jeweilig ausgewählten Kanals optimal anzupassen. Zum zweiten hast du durch die Programmierbarkeit der Regler (vgl. 2.1) in jedem Kanal individuellen und uneingeschränkten Zugriff auf alle Sound-Parameter. Und zu guter letzt haben wir sogar die Regelbereiche der einzelnen Potis für jeden Kanal separat feinabgestimmt.

1 Clean-Kanal: Der Clean-Kanal des GrandMeister 36 macht seinem Namen alle Ehre. Er liefert perlend frische Sounds und bietet jede Menge Head room. Unbedingt verschiedene Gain-Einstellungen in Kombination mit dem schaltbaren Boost ausprobieren!
2 Drive-Kanal: Klassischer Overdrive-Sound vom Feinsten! Dieser Kanal deckt das vielfältige Sound-Spektrum zwischen cleanen und übersteuerten Sounds ab. Mit dem zuschaltbaren Boost ist das Rockbrett garantiert.
3 Lead-Kanal: Dank der feinabgestimmten Kompressionseigenschaften dieses Kanals gehen Riffs und Licks wie von selbst von der Hand. Boost verleiht diesem Kanal die extra Portion Druck.
4 Ultra-Kanal: Moderner, amerikanischer High-Gain-Sound mit fetten Bässen und bissigen Höhen. Der Ultra-Kanal liefert eine gnadenlose Performance für aggressive Metal-Riffs und ultrafetten Lead-Sound. Drop-Tuning wird zum Erlebnis.
5 Gain: Der Gain-Regler bestimmt die Eingangsempfindlichkeit, und damit die Sättigung bzw. den Grad der Verzerrung der Vorstufe. In Kombination mit dem Boost ist er das maßgebliche Werkzeug zur Sound-Gestaltung.
6 Boost: Der Boost hebt, abhängig vom ausgewählten Kanal, spezielle Frequenzbereiche an. Dadurch werden je nach Kanal noch bissigere, cre-migere oder druckvollere Sounds erreicht.
7 Bass, Mid, Treble: Die Wirkung der Drei-Band-Klangregelung mit Bass, Mid und Treble ist präzise auf die Kanäle abgestimmt. In jedem Kanal greift die Regelung in die für den Grund-Sound des Kanals charakteristischen Frequenzbereiche ein.

Hinweis: Es handelt sich um eine klassische, passive Klangregelung. Die Regler beeinflussen sich gegenseitig. Ist z.B. „Mid“ weit aufgedreht, zeigt „Bass“ weniger Wirkung als wenn „Mid“ abgedreht ist. Presence und Resonance sind von der Drei-Band-Klangregelung unabhängig und wirken immer gleich stark.

8 Volume: Mit Volume wird die Lautstärke der Presets untereinander angepasst.

Hinweis: Anders als gewohnt lässt sich der Volume-Regler nie ganz abdrehen. Er senkt den Pegel lediglich ab oder hebt ihn an. Die Mittelstellung ist immer die beste Ausgangsbasis für eine Lautstärke-Anpassung.

Achtung: Bitte benutze diesen Regler nicht, um die Gesamtlautstärke des Amps zu kontrollieren. Dafür ist der Master-Regler zuständig (siehe 5.1)!

4 Die Effekt-Sektion

Der GrandMeister 36 bietet dir drei unabhängige Effekt-Module mit Reverb, Delay und Modulationseffekten sowie ein Noise Gate, die gleichzeitig genutzt werden können.

Hinweis: Sind die Regler „Reverb“, „Dly Level“ oder „Intensity“ auf Linksanschlag gestellt, wird das entsprechende Effekt-Modul komplett aus dem Signalweg geschaltet (Bypass).

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Die Effekt-Sektion - 1

text_image STORE — FX ACCESS — DLY LEVEL FEEDBACK DLY TIME MOD TYPE INTENSITY NOISE FX REVERB TREBLE MID BASS VOLUME GAIN GATE LOOP 80 1400 C T OFF

1 Reverb: Der digitale Hall des GrandMeister 36 hat die Wärme und Musikalität eines klassischen Federhalls zum Vorbild. Eine echte Verbesserung im Vergleich zum analogen Gegenstück ist die automatische Anpassung der Nachhallzeit: Je mehr „Reverb Volume“ dem Signal zugemischt wird, desto länger wird der Hall.
2 FX-Access: Auf „Reverb“ hast du jederzeit direkten Zugriff. Um jedoch Delay und die Modulationseffekte regeln zu können, muss der FX-Access-Knopf gedrückt werden, der nach Betätigung anfängt zu blinken. Der Amp befindet sich nun im FX-Mode, und die fünf Potis der Kanal-Sektion dienen jetzt als Regler für die Effektparameter. Um den FX-Mode zu beenden, muss einfach nur der FX-Access-Knopf erneut betätigt werden. Er hört auf zu blinken, und der Amp befindet sich wieder im Normalmodus.
3 Delay: Mit den Reglern für „Dly Level“, „Feedback“ und „Dly Time“ bietet das Delay-Modul volle Kontrolle über alle Parameter.
3.1 Dly Level: Regelt die Lautstärke der Wiederholungen von „aus“ bis „genauso laut wie das Original-Signal“.
3.2 Feedback: Regelt die Anzahl der Wiederholungen von 1 bis unendlich.

3.3 Dly Time: Regelt die Zeit bis zur nächsten Wiederholung von 80 Millisekunden bis 1,4 Sekunden. Bei einer Anpassung von „Dly Time“ über die Tap-Funktion des FSM-432 (siehe Kapitel 2.3) wird der Wert ab dem zweiten Tastendruck des Tap-Tasters übernommen. Zur Kontrolle blinkt die Tap-LED des FSM-432 ca. 5 Sekunden lang im Takt. Die Tap-Funktion reagiert nur bei aktivem Delay. Ist das Delay abgeregelt (oder, technisch akkurat ausgedrückt, im Bypass), wird das Tap-Tempo nicht übernommen.

4 Modulation FX: Dieses Modul stellt gleich vier Modulations-Effekte zur Auswahl: Chorus, Flanger, Phaser und Tremolo.

4.1 Mod Type: Die Effekte liegen hintereinander auf diesem Regler. Im ersten Viertel ist der Chorus aktiv, im zweiten Viertel der Flanger, im dritten der Phaser und im vierten das Tremolo. Innerhalb jedes Viertels lässt sich die Geschwindigkeit (Rate) der Modulations-Effekte einstellen: je weiter „Mod Type“ aufgedreht wird, umso höher ist die Geschwindigkeit des jeweiligen Effekts.

4.2 Intensity: Intensity bestimmt die Lautstärke des ausgewählten Modulationseffektes.

5 FX-Loop: Das programmierbare Effekt-Routing des GrandMeister 36 bietet dir, zusätzlich zu den integrierten Effekten, einen seriellen Einschleifweg für externe Effektgeräte, dessen Einstellung im Preset mit abgespeichert wird. Das heißt, pro Preset ist hinterlegt, ob der Effektweg aktiviert oder deaktiviert ist. Verbinde die Send-Buchse in der FX-Loop-Sektion auf der Rückseite des Verstärkers mit dem Input deines Effektgerätes und die Return-Buchse mit dessen Output (siehe Kapitel 6.6). Mit dem FX-Loop-Schalter wird der Effektweg an- und ausgeschaltet.

6 Noise Gate: Der programmierbare Schalter "Noise Gate" schaltet das IDBTM-Noise Gate pro Preset ein oder aus. Ist es eingeschaltet, schließt

das Noise Gate bei geringer werdender Signalstärke, und der Amp wird völlig stumm. Es öffnet erst wieder, wenn die Saiten der schlagen werden. Auf der Rückseite des Amps kann mittels des Reglers Noise Gate Hard/Soft das Reaktionsverhalten eingestellt werden. Mehr hierzu in Kapitel 6.5.

5 Die Master-Sektion

In der Master-Sektion werden die Gesamtlautstärke des Verstärkers sowie Resonance und Presence eingestellt:

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Die Master-Sektion - 1

text_image ON POWER PLAY STANDBY MASTER PRESENCE RESONANCE

1 Master: Wie der Name schon vermuten lässt, hältst du mit diesem Potentiometer die Macht über die Endstufe und damit über die finale Lautstärke des Amps zwischen Daumen und Zeigefinger. Aus diesem Grunde ist im Umgang mit diesem Regler auch ein gewisses Maß an Vorsicht geboten, gleichzeitig aber auch jede Menge Spaß garantiert.

Hinweis: Im Gegensatz zu den Kanal- und Effekt-Reglern ist der Master-Regler nicht programmierbar! Er funktioniert wie ein ganz normales Poti, die Position des Reglers entspricht immer dem tatsächlichen Wert. Es ist deshalb ratsam, Master vor dem Einschalten immer auf Linksanschlag zu drehen.

2 Resonance: Bei Mittelstellung des Reglers hört man das „normale“ Resonanz-Verhalten zwischen Amp und Box. Durch Linksdrehung wird der Effekt der Boxen-Resonanz gedämpft. Dies rundet Clean-Sou weicher ab. Durch Rechtsdrehung wird der Effekt verstärkt, was vor allem bei verzerrten Sounds für heftigen Bass-Schub sorgt.

3 Presence: Dieser Regler bestimmt den Anteil an generierten, harmonischen Obertönen. Je weiter er aufgedreht wird, desto „präsenter“ wirkt der Sound.

Hinweis: Die Einstellungen für Resonance und Presence können entweder pro Preset abgespeichert werden, oder die beiden Regler können, genau wie der Master Volume, als Mastereinstellung benutzt werden, die sich beim Schalten von Presets nicht verändert. Im Auslieferungszustand befindet sich der Amp im Preset Mode, d.h., die Einstellungen der beiden Regler werden pro Preset abgespeichert. Zum Wechsel in den Global Mode, in dem Resonance und Presence global als Master-Einstellungen benutzt werden und für alle Presets gleichermaßen gelten, werden Store und FX-Access gleichzeitig gedrückt und für drei Sekunden gehalten, bis die Store-LED anfängt zu blinken. Nun zeigt die FX-Access-LED an, ob der Amp sich im Global Mode (LED blinkt) oder im Preset Mode (LED blinkt nicht) befindet. Durch Betätigung des FX-Access Tasters kann man jetzt von einem in den anderen Mode wechseln. Zum Speichern der aktuellen Einstellungen wird Store drei Sekunden lang gedrückt, bis die Store-LED aufhört zu blinken.

6 Rückseite

1 Speaker: Buchse zum Anschluss von Gitarren-Lautsprecherboxen. Es kann über ein Boxenkabel jede Box oder Boxenkombination angeschlossen werden, deren Gesamtimpedanz zwischen 8 Ω und 16 Ω liegt.

Die Gesamtimpedanz "R" einer Kombination von 2 Boxen mit den Impedanzen R1 und R2 lässt sich mit folgenden Formeln ausrechnen:

- Serielle Verkabelung:

$$ R = R 1 + R 2 $$

Beispiel: Bei Verwendung von zwei 8-Ω-Boxen ergibt sich bei serieller Verkabelung eine Gesamtimpedanz von 16 Ω. Es gibt aber kaum noch Boxen auf dem Markt mit seriellen Anschlüssen, viel häufiger findet man eine parallele Verkabelung.

• Parallele Verkabelung:

$$ \mathrm{R} = (\mathrm{R1} \times \mathrm{R2}) / (\mathrm{R1} + \mathrm{R2}) $$

Beispiel mit zwei 16-Ω-Boxen

2 Power Soak: Mit den vier Tastern der Power Soak-Sektion lässt sich die Ausgangsleistung und damit die Grundlautstärke des GrandMeister bestimmen. So kann man im heimischen Wohnzimmer bei geringer Lautstärke volle Endstufensättigung genießen, ohne Ärger mit den Nachbarn zu befürchten. Es ist sogar möglich, ganz ohne Lautsprecher und damit zu jeder Tages- und Nachtzeit, lautlos echten Röhrensound zu produzieren

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - Rückseite - 1

und ihn z.B. über ein Mischpult oder eine Soundkarte aufzunehmen. Und wer geräuschlos üben will, braucht nur einen Kopfhörer ans Mischpult anzuschließen, und los geht's. Dank der Programmierbarkeit des Grand-Meister 36 kannst du dir sogar eigene Studio- und Übungs-Presets abspeichern.

Bei „normalem“ Spielbetrieb mit 36 Watt Ausgangsleistung leuchtet in der Power Soak-Sektion kein Taster. Wird einer der vier Taster gedrückt, so wird die Leistungsreduzierung aktiv. Beim Drücken des Tasters „18 W“ erfolgt mittels einer Abschaltung zweier Röhren durch TSC™ eine Halbierung der Leistung auf 18 Watt. Bei Drücken der Taster „5 W“, „1 W“ und „Speaker Off“ erfolgt durch schrittweise Umwandlung der Leistung in Wärme eine weitere Leistungsreduzierung auf 5 Watt, 1 Watt oder 0 Watt. Letzteres entspricht einer Stummschaltung. Die Deaktivierung des Power Soak und damit die Rückkehr zur vollen Ausgangsleistung von 36 Watt erfolgt über erneute Betätigung des zuletzt aktivierten, aktuell leuchtenden Power Soak-Tasters.

Während der Stummschaltung ist es übrigens nicht notwendig, eine Lautsprecherbox am Speaker-Ausgang des GrandMeister 36 anzuschließen. Diese Einstellung wurde entwickelt, um über den Red Box-Ausgang (siehe Abschnitt 6.4) Silent-Recording zu ermöglichen. Zu diesem Zweck der Red Box-Ausgang auch während der Stummschaltung das volle Signal zur Verfügung. Zum Schutz der Endstufe schaltet der GrandMeister 36 automatisch die Stummschaltung ein, sobald der Klinkenstecker aus der Speaker-Buchse gezogen wird.

Bitte beachten: Da die Leistungsreduzierung von 36 auf 18 Watt durch Abschaltung eines Röhrenpärchens über TSC™ erfolgt (siehe Kapitel 7.1), leuchten im 18-Watt-, 5-Watt-, 1-Watt- und Speaker Off-Betrieb immer zwei LEDs der TSC™-Anzeige. Hier zeigt TSC™ also keinen E, sondern nur, dass zwei Röhren aktuell nicht in Betrieb sind.

3 Tube Safety Control (TSC™): Dem Thema Tube Safety Control haben wir ein eigenes Kapitel gewidmet, siehe Kapitel 7.

4 Red Box Out: Die von Hughes & Kettner erfundene Red Box ist seit Jahren der Industrie-Standard für analoge Gitarren-DI-Boxen mit Speaker-Emulation. Sie wandelt das Speaker-Out-Signal, das beim GrandMeister 36 zwischen der Röhrenendstufe und dem Power Soak abgegriffen wird, in ein symmetrisches, frequenzkorrigiertes Signal um, das direkt in ein Mischpult eingespeist werden kann. Wird dieses Signal über eine PA oder Studio-Monitore wiedergegeben, entspricht der Höreindruck dem eines Gitarrenverstärkers, und zwar nicht dem einer mikrofonierten Gitarrenbox, sondern dem der Box selbst. Selbstverständlich können dem Signal Hall oder Raumeffekte hinzugefügt werden.

Wichtig: Zum Anschluss an ein Mischpult wird ein Mikrofon-Kabel verwendet. Der XLR-Eingang des Mischpultes muss dabei zwingend auf Line-Pegel geschaltet sein. Verfügt das Mischpult nicht über XLR-Eingänge oder können diese nicht auf Line-Pegel geschaltet werden, gibt es im Fachhandel entsprechende Adapter von XLR auf Klinke – oder bereits vorkonfigurierte Kabel.

Achtung: Der Pegel des Signals ist direkt von der Einstellung des Master-Reglers und der Betriebsart des Power Soak abhängig: Der Schritt von 36 Watt auf 18 Watt verändert den Pegel des Red Box-Ausgangs entsprechend der Pegeländerung am Speaker Out. Die Schritte von 18 Watt auf 5 Watt, 1 Watt und Speaker Off (Silent Recording) verändern den Pegel hingegen nicht! Dadurch lässt sich im Live-Betrieb z.B. der Schritt von 18 auf 36 Watt, der sich auch als Pegelsprung im Red Box Out (also auch am Bühnenmischpult) auswirkt, als echter Lautstärke-Boost für Soli nutzen. 18 W, 5 W, 1 W und Speaker Off verändern den Pegel nicht, um im Proberaum, zu Hause oder beim Silent-Recording die Lautstärke des Speaker Out auf die jeweilige Situation anpassen zu können, ohne Korrekturen der Master-Regler vornehmen zu müssen.

Übrigens: Die Aktivierung der 48 Volt-Phantomspeisung an deinem Mischpult ist völlig problemlos, da der Red Box Out eventuelle Gleichspannungen, die von den Mikrofon-Inputs des Pults kommen, automatisch filtert.

4.1 Speaker Cabinet Type: Mit diesem Schalter kannst du bestimmen, ob sich die Emulation der Red Box am Sound einer klassischen oder einer modernen Gitarrenbox orientiert. Bei diesem Feature handelt es sich um einen Vorfilter, der eher subtil als radikal in die Signalbearbeitung ein- Igreift.

5 Noise Gate Hard/Soft: Mittels dieses Chickenhead-Reglers kann das Reaktionsverhalten des Noise Gate eingestellt werden. Der Regler ist mit "Hard" am Linksanschlag und "Soft" am Rechtsanschlag beschriftet. D üblichen Parameter Attack (Geschwindigkeit) und Threshold (Empfindlichkeit) werden von der IDBTM-Technologie (Intelligent Dual Breakpoint) automatisch angepasst.

Je mehr man den Noise Gate Hard/Soft-Regler nach rechts dreht, dest üsensibler reagiert das Noise Gate. Soll es bereits bei sehr leisen Signalen öffnen, dann ist die 12-Uhr-Stellung gut geeignet. Je mehr man den Regler nach links dreht, desto härter greift das Noise Gate ein.

Im Gegensatz zu externen Noise Gates, die entweder zwischen Gitarre und Amp oder im FX-Loop angeschlossen werden und die das Signal immer nur an einem Punkt messen können, misst die IDB™-Technologie das Signal an zwei Punkten gleichzeitig: direkt an der Input-Buchse und nach dem Preamp, aber vor den Effekten. Aus der Kombination beider Messwerte wird das optimale Reaktionsverhalten errechnet. Dadurch werden übrigens auch nachallende Effekte wie Reverb und Delay nicht abgeschnitten.

Hinweis: Die gewählte Einstellung des Noise Gate-Reglers gilt für alle Presets, bei denen das Noise Gate aktiv ist. Solltest du auf der Bühne andere Bedingungen antreffen als im Proberaum, ist das Reaktionsverhalten des Noise Gate mit einem einzigen Handgriff für alle Presets angepasst.

Tipp: Die Mittelstellung ist eine Universal-Einstellung. Willst du das Noise Gate als Stilmittel einsetzen, z.B. für schnelle High-Gain-Stakka ohne lästiges Pfeifen, dann ist „Hard“ die richtige Einstellung.

6 Line Out, FX Send, FX Return

6.1 Line Out: Am Line Out liegt das Vorstufen-Signal an, das über diese Buchse in eine andere Endstufe oder ein Stimmgerät geführt werden kann.
6.2 FX Send: Verbinde diese Buchse mit dem (Mono-) Eingang deines externen Effektgeräts.
6.3 FX Return: Verbinde diese Buchse mit dem (Mono-) Ausgang deines externen Effektgeräts.

Tipp: Es gibt auch die Möglichkeit Effektpedale via „4-Kabel-Methode“ anzuschließen: Gitarre in Input des Effektpedals, Effektpedal-Ausgang in Input des Amps, Effektpedal-Send in den FX-Return des Amps, FX-Send des Amps in den Return des Effektpedals. So kann man typische Vorschalteffekte wie Chorus oder Phaser vor den Preamp des GrandMeister 36 schalten und typische Einschleifeffekte wie Hall und Delay hinter den Preamp in den FX-Loop setzen.

Verfügt das verwendete Effektpedal über Amp-Models, so kann man den GrandMeister 36 auch einfach nur als Endstufe nutzen, indem man den Output des Pedals mit dem FX-Return des Amps verbindet. In Kombination mit dem Power Soak und dem Red Box Out verfügt man hier über ein erstklassiges Aufnahmewerkzeug, mit dem man interessante Re-Amping-Effekte erzeugen kann – und das nicht nur für Amp-Models, sondern für so ziemlich jedes denkbare Signal.

Achtung: Bei einer solchen Nutzung von Amp-Models über den FX-Return wird zwar die Vorstufe des GrandMeister 36 Endstufe ändert aber bei einem Kanalwechsel ihren Sound-Charakter, um auf den jeweiligen Kanal optimierte Ergebnisse zu liefern zu können. Das heißt, auch die Endstufe klingt in jedem Kanal anders. Es ist daher nicht egal, welchen Kanal man am GrandMeister 36 anwählt, auch wenn man nur seine Endstufe nutzt! Um unerwünschte Sound- und Lautstärke-Unterschiede zu vermeiden, sollte man sich merken, welcher Kanal des GrandMeister 36 bei der Programmierung eines Amp-Models angewählt war und sowohl das Amp-Model am (MIDI-fähigen) Effektgerät als auch den passenden Kanal am Amp in einem Preset speichern, damit beides umgeschaltet wird.

7 MIDI In: Verbinde diese Buche mit dem MIDI Out des MIDI-Controllers deiner Wahl. Die MIDI In-Buchse am GrandMeister 36 ist als 7-Pin-Buchse ausgelegt, die auf den beiden zusätzlichen Pins eine Phantomspeisung von 20 Volt Gleichstrom liefert. Dadurch kann z.B. das Hughes & Kettner FSM-432 MIDI-Board direkt ohne zusätzliches Netzteil werden. Benutzt man ein Standard 5-Pin-Kabel, bleibt die Phantomspeisung ungenutzt, und man kann alle gängigen MIDI-Boads anschließen.

Wichtig: Wenn das FSM-432 über das mitgelieferte 7-Pin-MIDI-Kabel an den GrandMeister 36 angeschlossen wird, ist keine externe Stromversorgung für das FSM-432 notwendig, da er über den Amp mit Phantomspeisung versorgt wird. Wird jedoch ein 5-poliges MIDI-Kabel verwendet, muss das MIDI-Board extern mit Strom versorgt werden. Für diesen Fall verfügt das FSM-432 (ab Modell MK II) über einen innovativen Netzanschluss, an den jedes Gleichstrom- oder Wechselstrom-Netzteil angeschlossen werden kann, das 9 bis 15 Volt liefert.

8 MIDI Out/Thru: Diese Buchse dient zur Weiterleitung der an der MIDI In-Buchse ankommenden Signale. An diese Buchse kannst du jedes externe MIDI-fähige Gerät anschließen, das zeitgleich mit dem GrandMeister 36 umgeschaltet werden soll.

TSC ^™ arbeitet vollautomatisch und sorgt für eine höhere klangliche und technische Stabilität sowie ein längeres Leben der Endstufenröhren, indem es ständig und automatisch den richtigen Ruhestrom einstellt. Diese Grundfunktion bedarf keiner Bedienung. Auch der Wechsel der Röhren ist schneller, einfacher und sicherer als bei konventionellen Amps. Nicht nur im Falle eines Defektes ist dies überaus hilfreich, sondern auch bei der Beurteilung von Austauschröhren von verschiedenen Herstellern.

Achtung: Der Röhrentausch darf ausschließlich durch technisch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen! Durch TSC ^™ entfällt lediglich die manuelle Einmessung durch den Techniker.

TSC ^™ kann aber noch mehr. Mit Hilfe der vier LEDs in der TSC ^™ -Sektion auf der Rückseite des Amps lassen sich die allgemeinen Betriebszustände der Röhren (siehe Punkt 7.1) ablesen. Jede der LEDs ist dabei genau der angen, seine Endstufenröhre in gleicher Position zugeordnet. TSC ^™ ist neben der Bestimmung des Betriebszustands einer Röhre aber auch in der Lage, eine Fehlerdiagnose durchzuführen und sogar defekte Röhren abzuschalten, um einen Ausfall des Verstärkers zu vermeiden.

Unter Verwendung eines Plektrums kann man außerdem mit Hilfe der TSC ^™ -LEDs auch die Kennlinien der Röhren auslesen (siehe Punkt 7.2).

7.1 Automatische Statusanzeige

Dauerleuchten aller LEDs

Solange sich der Amp im Standby-Betrieb befindet, leuchten alle LEDs. Wird nach einer Aufwärmzeit von ca. 30 Sekunden von "Standby" auf "Play" geschaltet, erlöschen sie. Leuchten alle LEDs weiterhin, ist höchstwahrscheinlich die Anodensicherung defekt und muss von einem Techniker ausgetauscht werden. Die Anodensicherung kann trotz TSC™ durchbrennen wenn eine Röhre bereits vor dem Einschalten des Amps defekt ist, und TSC™ keine Zeit bleibt, den Ruhestrom zu messen und jene defekte Röhre rechtzeitig abzuschalten.

Keine LED leuchtet

Die Endstufenröhren laufen technisch im Normalzustand.

Dauerleuchten einer einzelnen LED

Die betreffende Röhre erzeugt Unterstrom und wurde abgeschaltet. Sollte sich das Dauerleuchten nicht nach wenigen Minuten einstellen, muss diese Röhre ausgewechselt werden.

Dauerleuchten von zwei LEDs

Entweder erzeugen die betreffenden Röhren Unterstrom, dann müssten sie gewechselt werden (siehe „Dauerleuchten einer einzelnen LED“, oben). Oder der Power Soak ist aktiv; in diesem Fall werden automatisch

zwei Röhren abgeschaltet, was mit Dauerleuchten angezeigt wird (vgl. Punkt 6.2).

Eine LED blinkt, eine zweite erzeugt Dauerleuchten

Die zur blinkenden LED gehörenden Röhre erzeugt einen Überstrom. Diese Röhre wurde abgeschaltet und muss ausgewechselt werden. Da das beste Soundergebnis in dieser Art von Endstufen immer nur aus einem gemeinsam arbeitenden Röhrenpaar erzielt wird, wird die entsprechende zweite Röhre mit abgeschaltet, damit das andere Röhrenpaar ohne Soundverlust weiterarbeiten kann. Die Röhre, die automatisch mit abgeschaltet wird, erzeugt an der entsprechenden LED ein Dauerleuchten, muss aber nicht ausgewechselt werden.

In konventionellen Amps fällt in einem solchen Fall gewöhnlich die Sicherung aus, und der Amp ist bis zum Röhren- und Sicherungswechsel nicht mehr spielbar. Dank TSC™ kann der GrandMeister 36 völlig unbedenklich weiter betrieben werden, wie die LED leuchtet. Das heißt, dass im Zweifelsfall auch ein Auftritt oder eine Probe mit e funktionierenden und klanglich unbeeinträchtigten GrandMeister 36 zu Ende gespielt werden kann. Durch die Abschaltung des Röhrenpaares mit der defekten Röhre findet lediglich eine Leistungsreduktion um die Hälfte (von 36 auf 18 Watt) statt. Bitte vergiss nicht, die defekte Röhre nach dem Gig auszutauschen.

7.2 Manuelle Anzeige

TSC™ erlaubt das Überprufen der Kennlinien, wodurch sogar ein „matchen“ der Röhren (Auswahl von Röhren mir gleicher Kennlinie) möglich ist. Dazu drückt man mit einem Plektrum während des Spielbetriebs (nicht in Standby!) in den dafür vorgesehenen Schlitz neben den LEDs. Die LEDs fangen nun an zu blinken. Die Anzahl der Blinkzeichen jeder einzelnen LED gibt nun Aufschluss über die Hughes & Kettner Röhrenkennlinien sowie über den Ruhestrom der Röhren. In der unter Punkt 7.3 aufgeführten Tabelle sind die Hughes & Kettner-Kennlinien und der Zusammenhang zwischen Blinkzeichen der LED, Kennlinie und Ruhestrom beschrieben. Blinkt die TSC™-LED beispielsweise 6 mal, so hat die korrespondierende Röhre die Kennlinie S2. Als ergänzende Information ist aus der Tabelle ersichtlich, dass der Bias dieser Röhre bei 13 Volt liegt. Es ist nicht gleichgültig, wie groß die Unterschiede in der Anzahl der Blinkzeichen zwischen den einzelnen LEDs sind. Bis zu einer Abweichung von 4 Blinkzeichen zwischen den einzelnen LEDs garantiert TSC™ optimalen Sound. Bei einer höheren Abweichung ist ein Röhrenwechsel aus rein klanglicher Sicht in Betracht zu ziehen. Technisch ergeben sich aber immer noch keine Nachteile.

Wichtig: Die beiden inneren und die beiden äußeren Röhren sind jeweils gemachte Röhrenpärchen. Bei einem Austausch einer Röhre sollte diese dieselbe Kennlinie wie die korrespondierende Röhre im Pärchen besitzen. Bei einem Austausch aller Röhren sollten alle dieselbe Kennlinie besitzen. Eine zu ersetzende Röhre kann bei deinem Fachhändler erworfen werden. Bei Hughes & Kettner-Röhren ist die ursprüngliche Hughes & Kettner-Kennlinie (S1-S7, 0-12) als Aufkleber auf der Röhre angebracht.

Blinkzeichen Kennlinie Bias [V]
1S710
2S610.6
3S511.2
4S411.8
5S312.4
6S213
7S113.6
8014.2
9114.8
10215.4
61so lange316
12416.6
13517.2
14617.8
15718.4
16819
17919.6
181020.2
191120.8
201221.4
21*22
22*22.6
23*23.2
24*23.8
25*24.4

8 MIDI

Wie du in Kapitel 2.2 erfahren hast, ist die MIDI-Funktion ein wesentliches Feature des GrandMeister 36, denn nur über MIDI hast du Zugriff auf alle 128 Presets. Dabei müssen sowohl der Sender des MIDI-Befehls (Controller) als auch der Empfänger (Verstärker) denselben MIDI-Kanal verwenden. Im Auslieferungszustand ist MIDI-Kanal 1 und "Omni On" eingestellt. Reagiert der GrandMeister 36 nicht korrekt auf Program-Change-Befehle, muss der MIDI-Kanal geändert werden.

8.1 Einstellung des MIDI-Kanals sowie Omni On/Off

Drückt man im Standby-Betrieb (Play/Standby Schalter steht auf Standby) gleichzeitig die beiden Knöpfe Noise Gate und FX-Loop länger als drei Sekunden, beginnt die Store-Taste zu leuchen. Folgende LEDs und Taster des Amps haben nun spezielle Programmier-Funktionen:

- FX-Access: Diese LED zeigt den Status des Omni-Modes an: leuchtet sie, so empfängt der GrandMeister 36 Programm-Change-Be allen MIDI-Kanälen (Omni On). Dies entspricht der Werkseinstellung. Leuchtet die FX-Access-LED nicht, so empfängt der Verstärker lediglich auf dem aktuell ausgewählten MIDI-Kanal (Omni Off). Um den Omni-Mode zu wechseln, muss der FX-Access-Schalter gedrückt werden.

  • Noise Gate fungiert nun als +1/up-Schalter, FX-Loop fungiert nun als -1/down-Schalter. Mit Hilfe dieser beiden Schalter kann nun der MIDI-Kanal eingestellt werden.
  • Die vier Channel-LEDs dienen während des Setups als Anzeige des MIDI-Kanals. In der nachfolgenden Tabelle kann man den eingestellten MIDI-Kanal ganz einfach ablesen (in der Fachsprache auch „Binär-Code“ genannt):

Zum Beenden des MIDI-Setups und gleichzeitiger Speicherung der Einstellungen wird die Store-Taste länger drei Sekunden gedrückt, der Amp kehrt in den Normalbetrieb zurück.

8.2 Controller-Liste und zugeordnete Funktionen

Neben reinen Umschaltfunktionen durch das Senden von ProgramChange-Befehlen können die Parameter aller Einstellungsmöglichkeiten GrandMeister 36 per Control Change in Echtzeit angesteuert und verändert werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die steuerbaren Funktionen und die dazugehörigen Controller-Nummern:

Controller numberFunction
1 Modulation Intensity
4 Delay Time, 128 Schritte, 51 ms bis 1360 ms
7V o l u m e
9 Mute On-Off. Der On-Zustand wird so lange gehalten, bis ein Amp-Kanal gewechselt wird, der Volume-Parameter geändert wird oder der Amp neu eingeschaltet wird.
12 Mod-FX Type
20 Gain (soft)
21 Bass
22 Mid
23 Treble
24 Resonance
25 Presence
26 Modulation Speed (immer für den aktiven Modulationseffekt)
27 Delay Feedback
28 Delay Volume
29 Reverb Volume
30 Power Soak Switching (5 Bereiche)
31 Channel Switching (4 Bereiche)
52 Mod-FX On-Off
53 Delay On-Off
54 Reverb On-Off
55 FX-Loop On-Off
56 Gain (hard)
57 Volume (hard)
63 Noise Gate On-Off
64 Boost On-Off

8.3 Auslösen des Factory-Reset

Ein Factory-Reset, also ein Wiederherstellen der Werkseinstellungen, ist ein selten benötigtes Feature. Nichtsdestoweniger sollte diesem K erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit mühevoll zusammengestellte Presets nicht versehentlich gelöscht werden. Das Factory-Reset wird ausgelöst, indem man beim Einschalten des Amps die Taster "Store" und "FX Access" gleichzeitig drückt und gedrückt hält. Beide Taster leuchten dreimal kurz auf, um das erfolgreich ausgeführte Reset zu bestätigen.

Achtung: Diese Prozedur ist für den Notfall gedacht. Alle gespeicherten Einstellungen, auch die 128 über MIDI anwählbaren Presets (Kapitel 2) und die MIDI-Grundkonfiguration (Kapitel 8.1), gehen damit unwiderruflich verloren.

9 AES (nur bei EU-Geräten)

HUGHES & KETTNER GrandMeister 36 - AES (nur bei EU-Geräten) - 1

Gemäß Verordnung Nr. 1275/2008/EG müssen Geräte, unter die laut EU-Richtlinie auch dein GrandMeister 36 fällt, mit einer Energiespar-Vorrichtung versehen werden, die das Gerät nach einer bestimmten Zeit der Nichtbenutzung

abschaltet. Diese Aufgabe übernimmt beim GrandMeister 36 das AES, das über den Minischalter neben der Speaker-Buchse aktiviert und deaktiviert werden kann.

Im Auslieferzustand ist das AES aktiviert; der Minischalter befindet sich in der Linksposition. In dieser Einstellung schaltet der Amp nach einer Ruhephase von ca. 90 Minuten von alleine ab. Die Ruhephase wird zurückgesetzt und beginnt von vorne, sobald der Verstärker ein Eingangssignal erhält, wenn also z.B. ein kurzer Ton gespielt wird. Ein leises Signal reicht bereits aus, und die 90 Minuten bis zum Abschalten beginnen von vorne. Hat das Gerät nach vollständigem Durchlaufen der 90-minütigen Ruhephase abgeschaltet, kann es durch aus- und wieder einschalten des Power/On-Schalters erneut in Betrieb genommen werden. Durch Schieben des Minischalters in die Rechtsposition wird das AES und somit das automatische Abschalten des Gerätes deaktiviert.

10 Technische Daten

GrandMeister 36 Head

Vorstufenröhren 3x 12AX7
Endstufenröhren 4x EL84
Ausgangsleistung 36 Watt
Maximale Leistungsaufnahme 200 Watt
Netzspannungs-Toleranzbereich +/-10%
Umgebungstemperaturbereich im Betrieb0° bis +35°C
Netzsicherung, 100 Volt 250 V / T 2 AL
Netzsicherung, 120 Volt 250 V / T 1.6 AL
Netzsicherung, 220-230 Volt 250 V / T 800 mA L
Netzsicherung, 240 Volt 250 V / T 800 mA L
Input-Klinkenbuchse 6.3 mm (1/4"), unsymmetrisch, 1 MOhm
Sensitivity (Clean, ohne Boost, alle Potis in Mittelstellung, Master in Maximalstellung)-23 dbV
Max. Input (ohne Boost) 0 dbV
Return-Klinkenbuchse 6.3 mm (1/4"), unsymmetrisch, 25 kOhm
Sensitivity (Clean, ohne Boost, alle Potis in Mittelstellung)0 dbV
Sensitivity (Clean, ohne Boost, alle Potis in Mittelstellung, Master in Maximalstellung)-10 dbV
Max. Input +14 dbV
Send-Klinkenbuchse 6.3 mm (1/4"), unsymmetrisch, 220 Ohm
Nominal Level (Clean, ohne Boost, alle Potis in Mittelstellung)-10 dbV
Max. Level+10 dbV
Line Out-Klinkenbuchse6.3 mm (1/4"), unsymmetrisch, 220 Ohm
Nominal Level (Clean, ohne Boost, alle Potis in Mittelstellung)-10 dbV
Max. Level+10 dbV
Red Box OutXLR, symmetrisch, 1360 Ohm
Nominal Level-10 dbV (bei 3 W Ausgangsleistung)
Max. Level+3 dbV
MIDI In7-Pol, 20 V DC Phantom-Speisung (150 mA), 5-pin kompatibel
MIDI Out/Thru5-Pol
Abmessungen (BxHxT)446 x 171 x 152 mm
Gewicht7,7 kg / 17 lbs.

制造商:Stamer Musikanlagen GmbH,

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Produktinformationen

Marke : HUGHES & KETTNER

Modell : GrandMeister 36

Kategorie : Audioverstärker