GZ 325 - Nähmaschine Guzzanti - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Overlock-Nähmaschine (Serger) |
| Modell | GZ 325 |
| Marke | Guzzanti |
| Anzahl der Fäden | 2, 3 oder 4 Fäden |
| Sticharten | Overlock, Flachnaht, Schmaler Saum, Rollsaum, Picotstich, Superstretch |
| Stichlängenbereich | 1 – 5 mm |
| Überwendliche Schneidbreite | 4 – 7 mm |
| Nadelsystem | HA × 1 SP, HA × 1 (130/705H) |
| Maximale Nähgeschwindigkeit | Bis zu 1000 Stiche pro Minute |
| Abmessungen (B × T × H) | 340 mm × 250 mm × 315 mm |
| Gewicht | 8,9 kg |
| Stromversorgung | 220–240 V AC, 50/60 Hz |
| Beleuchtung | LED-Lampe |
| Differentialtransport | Einstellbar 0,7 – 2,0 (positiv/negativ) |
| Fußdruckregler | Einstellbar (höhere Zahl = mehr Druck) |
| Eingebauter Fadenabschneider | Ja, an der vorderen Abdeckung |
| Fusselfach | Ja, herausnehmbar |
| Schneidbreitenanzeige | Ja, auf dem Arbeitstisch |
| Mitgeliefertes Zubehör | Nähfüße, Nadeln, Schraubendreher, Spulenkappen, Bürste, Zweifadenumrüstsatz, Stichfinger, bewegliches Messer, Schraubenschlüssel, Pinzette, Fadennetz, Maschinenabdeckung, Zubehörtasche |
| Wechsel des beweglichen Messers | Ja, vom Benutzer austauschbar |
| Reinigung und Ölung | Regelmäßiges Reinigen mit Bürste und Ölen empfohlen |
| Sicherheitsmerkmale | Auto-Off-Schalter, vor Wartung Netzstecker ziehen, Warnhinweise für Kindersicherheit |
Häufig gestellte Fragen - GZ 325 Guzzanti
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BEDIENUNGSANLEITUNG GZ 325 Guzzanti
BESCHREIBUNG DER NÄHMASCHINE....5
ZUBEHÖR....6
AUFSTELLEN DER NÄHMASCHINE 7
VORBEREITUNG FÜR DAS EINFÄDELN....8
FLUSENBEHÄLTER....10
KANTENLINEAL 10
FADENABSCHNEIDER 10
AUSWECHSELN DES NÄHFUSSES....10
AUSWECHSELN DER NADELN 11
STOFF-, NADEL- UND GARNTABELLE....11
2. NÄHBEGINN....12
EINFÄDELN DER NÄHMASCHINE....12
EINFÄDELN DES UNTERGREIFERS....12
NÜTZLICHE HINWEISE....15
AUSTAUSCHEN DER GARNROLLEN....15
ZUSCHNEIDEN DES OBERFADENS ....15
PROBENÄHTE MIT OVERLOCKSTICHEN 16
EINSTELLTABELLE 17
DREIFADEN-OVERLOCK MIT EINER NADEL....18
UMSTELLEN AUF ZWEIFADEN-GEBRAUCH....19
SCHMALE KANTEN, ROLLSÄUME UND PICOTKANTEN....19
EINSTELLEN DER FADENSPANNUNG....20
EINSTELLEN DER STICHLÄNGE 21
EINSTELLEN DER NAHTBREITE....21
DIFFERENTIALTRANSPORT 23
POSITIVER DIFFERENTIALTRANSPORT 23
NEGATIVER DIFFERENTIALTRANSPORT....23
EINSTELLEN DES DIFFERENTIALTRANSPORTS 24
NÄHFUSSDRUCKREGLER 25
NÄHEN VON BESONDERS SCHWEREN STOFFEN ODER MEHREREN STOFFLAGEN....25
GRUNDLEGENDE NÄHTECHNIKEN 26
UM DIE ECKE NÄHEN OHNE FADENSCHNEIDEN....26
FERTIGEN VON RUNDUNGEN....26
AUFTRENNEN VON NÄHTEN....26
OVERLOCKNAHT MIT BEILAUFGARN 27
DEKORATIVE EFFEKTE....28
ANWENDUNGEN FÜR UNTERSCHIEDLICHE EINSTELLUNGEN DES DIFFERENTIALTRANSPORTS......29
3. REINIGUNG UND WARTUNG DER NÄHMASCHINE ....30
AUSWECHSELN DES OBERMESSERS....30
AUSKLINKEN DES OBERMESSERS....30
ENTFERNEN DES KOPFDECKELS ....30
REINIGEN UND ÖLEN 31
4. PROBLEMBEHEBUNG ....32
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE
Bei der Verwendung eines Elektrogerätes ist es immer notwendig, wichtige Basissicherheitshinweise einzuhalten. Halten Sie bitte folgende Hinweise ein. Lesen Sie vor der Erstverwendung der Nähmaschine bitte aufmerksam sämtliche Hinweise, die in dieser Gebrauchsanleitung enthalten sind.
GEFAHR - Zur Vermeidung elektrischer Schläge:
- Die Nähmaschine darf nicht als Spielzeug benutzt werden. Höchste Aufmerksamkeit ist geboten, wenn die Maschine von Kindern oder im Beisein von Kindern benutzt wird.
- Dieses Gerät kann von Kindern ab 8 Jahren und darüber sowie von Personen mit verringerten physischen, sensorischen oder mentalen Fähigkeiten oder mangelnden Erfahrungen und Kenntnissen nur dann benutzt werden, wenn sie beaufsichtigt oder bezüglich des sicheren Gebrauchs des Gerätes unterweisen wurden und die darauf resultierenden Gefahren verstehen. Kinder dürfen mit dem Gerät nicht spielen. Reinigung und Benutzerwartung dürfen nicht von Kindern ohne Beaufsichtigung durchgeführt werden.
- Die Nähmaschine darf nur zu dem in diesem Handbuch beschriebenen Zweck verwendet werden. Benutzen Sie ausschließlich Zubehör, das vom Herstellerin dieser Gebrauchsanleitung empfohlen wird.
- Die Nähmaschine darf auf keinen Fall betrieben werden, wenn Kabel bzw. Netzstecker beschädigt sind, die Nähmaschine nicht ordnungsgemäß arbeitet, zu Boden gefallen ist oder wenn se beschädigt bzw. nass wurde. Ist eine Überprüfung bzw. Reparatur notwendig oder sind elektrische bzw. mechanische Justierungen erforderlich, so bringen Sie die Nähmaschine zu nächstgelegenen Vertragshändler oder Kundendienst.
- Die Maschine darf nicht betrieben werden, falls irgendwelche Luftöffnungen verschlossen sind. Halten Sie die Belüftungsöffnungen der Maschine und des Fußanlassers frei von Flusen, Staub und losem Gewebe.
- Keine Gegenstände in die Öffnungen der Nähmaschine stecken bzw. fallen lassen.
- Die Nähmaschine nicht im Freien betreiben.
- Die Nähmaschine darf nicht an Orten betrieben werden, an denen Sprays oder reiner Sauerstoff verwendet werden.
- Wenn Sie die Nähmaschine ausschalten wollen, drücken Sie den Hauptschalter in Position "O" und ziehen Sie den Netzstecker des Netzkabels aus der Steckdose.
- Den Netzstecker nicht am Kabel, sondern am Stecker aus der Steckdose ziehen.
- Beim Nähen die Finger von allen sich bewegenden Teilen fernhalten. Besondere Vorsicht ist im Bereich um die Nähmaschinennadel geboten.
- Stets die korrekte Stichplatte verwenden. Eine falsche Stichplatte kann Nadelbruch verursachen.
- Keine verbogenen Nadeln verwenden.
-
Das Nähgut beim Nähen nicht ziehen oder schieben. Dadurch könnte die Nadel verbogen werden und brechen.
-
Zur Durchführung von Arbeiten im Nadelbereich, wie Einfädeln oder Nadel oder Greifer sowie zum Nadel-, Stichplatten- oder Nähfußwechsel usw. den Netzstecker aus der Steckdose ziehen oder die Nähmaschine mit dem Hauptschalter ausschalten ("O").
- Vor der Nähmaschinenpflege sicherstellen, dass der Umschalter der Spannung/Beleuchtung ausgeschaltet und der Netzstecker aus der Steckdose gezogen ist.
- Halten Sie aus Sicherheitsgründen folgende Hinweise aus:
- schalten Sie die Nähmaschine stets aus, wenn Sie sie unbeaufsichtigt lassen;
- ziehen Sie vor Wartung der Nähmaschine den Netzstecker aus der Steckdose.
WARNUNG - Bewegliche Teile - Schalten Sie immer zuerst die Nähmaschine aus, bevor Sie die Wartung durchführen. Auf diese Weise vermeiden Sie eventuelle Verletzungen. Vor dem Nähbeginn schließen Sie alle Deckel.
BEWAHREN SIE DIESE GEBRAUCHSANLEITUNG AUF EINEM SICHEREN PLATZ FÜR EVENTUELLE VERWENDUNG IN DER ZUKUNFT AUF
Dieses Gerät ist zur Verwendung im Haushalt usw. bestimmt.
Dieses Gerät entspricht der Richtlinie 2014/30/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über elektromagnetische Verträglichkeit.

Das Altgerät muss unter Beachtung der nationalen Vorschriften über elektrische und elektronische Altgeräte entsorgt werden. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Händler.
TECHNISCHE DATEN
| MODELL GZ 325 | |
| Anzahl der Fäden 2, 3 oder 4 Fäden | |
| Überstichbreite 6 mm (linke Nadel) und 3,8 mm (rechte Nadel) | |
| Nadel HA1 × SP, HA × 1(130/705H) | |
| Stichlänge 1 bis 5 mm | |
| Nähgeschwindigkeit Max. 1000 Stiche/Minute | |
| Abmessungen 340 mm (B) × 250 mm (T) × 315 mm (H) | |
| Gewicht 8,9 kg |
1. KENNENLERNEN MIT DER OVERLOCK-NÄHMASCHINE
BESCHREIBUNG DER NÄHMASCHINE

- Nähfußdruckregler
- Fadenabschneider
- Nähfußhebel
- LED-Beleuchtung
- Stichplatte
- Nähfuß
- Nahtbreiteneinstellrad
- Arbeitstisch
- Fadenführungsständer
- Fadenspannungseinstellrad für linke Nadel
- Fadenspannungseinstellrad für rechte Nadel
- Fadenspannungseinstellrad für Obergreifer
- Fadenspannungseinstellrad für Untergreifer
- Nadelfadenführungen
-
Einleitung für Zweifadenkonverter
-
Einfädeldiagramm
- Flusenbehälter
- Fußanlasser
- Auslösehebel
- Hebel für Nähfußhalter
- Garnrollenteller
- Differentialtransportregler
- Stichlängenwähler
- Handrad
- Netzkabelbuchse
- Hauptschalter
- Frontabdeckung
- Obermesser
- Untergreifer
- Obergreifer
ZUBEHÖR
Alle aufgelisteten Teile sind bei Ihrem Händler vor Ort erhältlich.

- Zweifadenkonverter
- Rollsaumfinger (B)
- Nadelset (optional)
- Flusenbürste (optional)
- Schraubenzieher (klein)
- Nähmaschinenhaube
-
Schraubenzieher (groß)
-
Obermesser
- Schraubenschlüssel
- Garnrollennetz
- Pinzette
- Garnrollenteller
- Garnrollenhalter
- Zubehörtasche
AUFSTELLEN DER NÄHMASCHINE
- Entfernen Sie überschüssiges Öl im Bereich der Stichplatte und der Arbeitsplatte.
- FUSSANLASSER
Stecken Sie den Stecker des Fußanlassers in die Anschlussbuchse und schließen Sie das Netzkabel an die Stromversorgung an.
- HAUPTSCHALTER
Die Nähmaschine ist nicht funktionsbereit, solange der Hauptschalter nicht eingeschaltet ist. Mit diesem Schalter werden gleichzeitig Stromversorgung und Nählicht ein- bzw. ausgeschaltet. Ziehen Sie den Stecker aus der Netzsteckdose, wenn Sie die Nähmaschine unbeaufsichtigt lassen oder Wartungsarbeiten durchführen.
- ÖFFNEN DER FRONTABDECKUNG
Um die Frontabdeckung zu öffnen, drücken Sie sie nach rechts und klappen Sie sie dann nach unten in Richtung zu Ihnen auf.
- ÖFFNEN DES ARBEITSTICHES
Zum Öffnen des Arbeitstisches ziehen Sie den Auslösehebel mit der rechten Hand in Richtung zu Ihnen und drücken Sie die Nähfußspitze mit der linken Hand nach oben.


VORBEREITUNG FÜR DAS EINFÄDELN
FADENFÜHRUNGSSTÄNDER
Ziehen Sie den Fadenführungsständer nach oben, bis er hörbar ausrastet. Positionieren Sie die Garnrollen auf den Stiften und ziehen Sie den Faden von hinten nach vorne durch die Fadenführungen am Ständer.
Die Garnrollen werden auf den Garnrollenständer gehalten, wenn der Garnrollenhalter nach unten gedrückt wird.


flowchart
graph TD
A["Garnrollenkappe"] --> B["Haushaltsgarnrolle"]
B --> C["Konische Garnrolle"]
C --> D["Garnrollenhalter"]
D --> E["Garnrollenteller"]
E --> F["Der Faden kommt von oben"]
F --> G["Garnrollennetz"]
G --> H["Garnrolle"]
G --> I["Garnrolle"]
I --> J["Nach oben umschlagen"]
GARNROLLENKAPPEN FÜR GÄNGIGE HAUSHALTSGARNROLLEN
GARNROLLENSCHEIBEN UND GARNROLLENHALTER FÜR KONISCHE GARNROLLEN
Für große konische Garnrollen verwenden Sie die Garnrollenhalter aus Gummi und setzen Sie diese mit dem breiteren ende nach oben auf. Für kleinere Garnrollen verwenden Sie dieselben Garnrollenhalter, stecken Sie diese jedoch mit dem schmaleren Ende nach oben auf den Garnrollenstift.
GARNROLLENNETZE
Polyester- bzw. größere Nylonfäden lockern sich beim Abwickeln. Daher sollten grundsätzlich Garnrollenetze über die Garnrollen geschoben werden, um ein gleichmäßiges Zuführen der Fäden zu gewährleisten.
FLUSENBEHÄLTER
Bei angebrachtem Flusenbehälter werden dort alle Nähabfälle gesammelt. Nach beendigter Arbeit klappen Sie den Flusenbehälter wie abgebildet nach oben, sodass die Nase C in den Schlitz D greift und der Stift auf der linken Seite des Flusenbehälters in die untere Aussparung B gleitet.
KANTENLINEAL
Bei Verwendung des Kantenlineals wird der Stoff im gleichen Abstand zur Stoffkante zugeschnitten und genäht. Die Breite lässt sich über das Kantenlineal einstellen.
FADENABSCHNEIDER
Der Fadenabschneider ist in den Kopfdeckel integriert. Ziehen Sie das Nähgut nach hinten und schneiden Sie den Faden anschließend mit dem Fadenabschneider auf der Kopfdeckelseite ab, siehe Abbildung.
AUSWECHSELN DES NÄHFUSSES
Vergewissern Sie sich, dass die Nadel oben steht. Stellen Sie den Nähfuß mit dem Nähfußhebel nach oben.
- Drücken Sie den Hebel für den Nähfußhalter und entfernen Sie den Nähfuß
- Legen Sie den gewünschten Nähfuß auf die Stichplatte und richten Sie die Nadellöcher aus.
- Senken Sie den Nähfußhebel ab und drücken Sie auf den Hebel für den Nähfußhalter, damit der Nähfußhalter am Nähfuß einrastet.


AUSWECHSELN DER NADELN
Bringen Sie die Nadelstange in die höchste Stellung, indem Sie das Handrad zu sich drehen. Lassen Sie den Nähfuß dabei jedoch unten. Lösen Sie zum Entfernen der Nadel die Nadelklammerschraube und schieben Sie die neue Nadel mit der flachen Seite nach hinten bis zum Anschlag in die Nadelstange. Drehen Sie dann die Nadelklammerschraube wieder fest.

STOFF-, NADEL- UND GARNTABELLE
Verwenden Sie Nadeln des Typs HA × 1 SP, HA × 1 (130/705H).
| STOFF GARN NADEL | |||
| BAUMWOLLE LEINEN | Leicht: Organdy, Batist, Gingham | Baumwolle Nr. 100 | 90(14) für allgemeine Näharbeiten75(11) für leichte Stoffe |
| Schwer: Oxford, Jeansstoff, Baumwollgabardine | Polyester Nr. 60-50 Baumwolle Nr. 60 | ||
| WOLLE | Leicht: Tropical (Kammgarnstoff), Wolle, Popeline | Polyester Nr. 80 Baumwolle Nr. 60 | |
| Serge, Gabardine, Flanell | Polyester Nr. 80-60 Baumwolle Nr. 60 | ||
| Schwer: Velours, Kamelhaar, Astrakhan | Polyester Nr. 60-50 Baumwolle Nr. 60 | ||
| SYNTHETISCHE GEWEBE | Leicht: Crêpe Georgette, Voile, Satin | Polyester Nr. 100-80 Baumwolle Nr. 120-80 | |
| Schwer: Taft, Twill, Jeansstoff | Polyester Nr. 60 Baumwolle Nr. 60 | ||
| STRICKWAREN | Trikotstoff | Polyester Nr. 80-60 Baumwolle Nr. 80-60 | |
| Jersey | Polyester Nr. 60-50 Baumwolle Nr. 60 | ||
| Wollstoff | Polyester Nr. 60-50 Bauschgarn | ||
* Zum normalen Overlocknähen werden synthetische Garne empfohlen. So sind beispielsweise Polyestergarne sehr gut für die unterschiedlichsten Stoffe geeignet.
HINWEIS:
Vergessen Sie nicht, dass Ober- und Untergreifer ca. doppelt so viel Garn benötigen als die Nadeln. Beim Kauf von Nähgarn sollten Sie deshalb stets ausreichende Mengen besorgen, insbesondere wenn es sich um Garne in außergewöhnlichen Farben handelt.
2. NÄHBEGINN

Falsches Einfädeln führt zu ausgelassenen Stichen, Nadelbruch usw.
Stellen Sie daher sicher, dass Sie richtig einfädeln können, bevor Sie eine Probenaht ausführen.
Die Einfädelreihenfolge ist wie folgt: Untergreifer – Obergreifer – Nadel.
Öffnen Sie die Frontabdeckung und den Arbeitstisch. Bringen Sie die Nadel in die höchste Stellung, indem Sie das Handrad zu sich drehen, und heben Sie den Nähfuß an.
Vor dem Einfädeln des Untergreifers müssen Sie zuerst den Nadelfaden aus dem Nadelöhr ziehen, erst dann sollten Sie den Untergreifer einfädeln. So vermeiden Sie, dass sich die Fäden verheddern.
- Führen Sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Ziehen Sie den Unterfaden durch den Spannungsschlitz. Halten Sie den Faden mit der linken Hand gut fest und ziehen Sie ihn mit der rechten Hand nach unten.
- Ziehen Sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Fädeln Sie den Faden durch die Öse des Untergreifers und ziehen Sie ihn in Pfeilrichtung um die Führung A. Lassen Sie ca. 10 cm (4") Faden überstehen.

- Führen sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Ziehen Sie den Oberfaden durch den Schlitz und halten Sie ihn dabei mit der linken Hand fest.
- Ziehen Sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Führen Sie den Faden durch die Spannungs- und die Greiferöse. Lassen Sie dabei ca. 10 cm (4") Faden überstehen.

- Führen Sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Ziehen Sie die Nadelfäden durch den Spannungsschlitz auf der linken Seite. Halten Sie den Faden mit der linken Hand gut fest und ziehen Sie ihn mit der rechten Hand nach unten.
- Ziehen Sie den Faden wie abgebildet durch die Fadenführung.
- Fädeln Sie die Nadeln von vorne nach hinten durch das Nadelöhr ein und ziehen Sie die Fäden rechts am Nähfuß vorbei nach hinten. Lassen Sie ca. 10 cm (4") Faden überstehen.

NÜTZLICHE HINWEISE AUSTAUSCHEN DER GARNROLLEN
Zum schnelleren Austauschen der Garnrollen sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- Schneiden Sie die vorhandenen Fäden knapp an den Garnrollen ab. Knoten Sie die Fadenenden der neuen Garnrollen wie abgebildet an den Fadenenden der alten Garnrollen mit einem Seemannsknoten fest.
- Heben Sie den Nähfuß an.
- Bringen Sie die Nadelstange in ihre tiefste Position, indem Sie das Handrad von sich weg drehen. Ziehen Sie vorsichtig an den vorhandenen Fäden, bis die Verbindungsknoten das Nadelöhr und die Greiferösen passiert haben.

ZUSCHNEIDEN DES OBERFADENS
Ausgefranste Fadenenden erschweren das Einfädeln der Nadel.
Ziehen Sie den Faden unter das Obermesser und drehen Sie das Handrad zu sich, um ein sauber geschnittenes Fadenende zu erzielen.
PROBENÄHTE MIT OVERLOCKSTICHEN
Nachdem Sie die Nähmaschine eingefädelt haben, sollten Sie auf einem kleinen Stück Stoff des zu verwendenden Materials eine Probenaht ausführen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Ziehen Sie alle Fäden vorsichtig nach links und senken Sie dabei den Nähfuß ab. Drehen Sie das Handrad einige Umdrehungen zu sich, um zu überprüfen, ob die Fadenverschlingung ordnungsgemäß ausgeführt wird.

- Lassen Sie die Nähmaschine langsam an und führen Sie den Probestoff unter dem Nähfuß leicht schiebend zu. (Der Nähfuß ist dabei bei den meisten Stoffen gesenkt, Ausnahme sind sehr bauschige Materialien.)
Führen Sie den Stoff vorsichtig, während die Nähmaschine das Nähgut transportiert.
-
Überprüfen Sie die Fadenspannungen anhand einer Probenaht auf einem extra Stück Stoff.
-
Am Ende des Stoffstücks ziehen Sie den Stoff vorsichtig bei langsamer Nähmaschinengeschwindigkeit nach hinten, bis ca. 5 bis 6 cm Fadenschlingen ohne Stoff erzeugt sind.
-
Schneiden Sie die Leerkette mithilfe des Fadenabschneiders im Kopfdeckel oder mit einer Schere ab.

EINSTELLTABELLE
| Anzahl der Fäden 4332 | |||||||||||||
| Nahtbreiteneinstellrad -6-64- | -5-44-66 | -6-4-6 | |||||||||||
| Verwendete Nadel | Links undrechts | Links Rechts Links | Rechts | Rechts | Linksundrechts | Links | Rechts | ||||||
| Rollsaumfinger | O | O | O | O | O | O | O | O | |||||
| Zweifadenkonverter | O | O | O | O | |||||||||
| Faden-spannungs-Einstellrad | Linkes Nadelfaden | -4- | -4- | - | 0- | -4- | -4- | -4- | -4- | -4- | 0- | -4- | - |
| Rechtes Nadelfaden | -4- | - | -4- | - | 0- | -4- | -4- | -4- | -4- | - | - | -5 | |
| Obergreifenfaden | -4- | -4- | -4- | -4 | -4 | -4- | -4- | -4- | - | - | - | - | |
| Untergreifenfaden | -4- | -4- | -4- | 7- | 7- | 0- | -4- | -4- | 0- | -4- | 0- | 1- | |
| Stichlängeneinstellrad | 2.5-3.5 | 2.5-3.5 | 3-5 | 2-2.5 | *-R- | *-P- | 2.5-3.5 | 2.5-3.5 | 2-3.5 | 1-2 | |||
| Bezugszeichen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | |
| Flachnaht | SchmaleNaht | Roll-saum | Picot-kante | Super-stretch | Roll-saum | ||||||||
| Siehe Seite | 17 | 23 | 16 | 15 | 15,17 | 15,16,23 | |||||||
* Falls das Stichlängeneinstellrad Ihrer Nähmaschine nicht über die Einstellung R bzw. P verfügt, sollten Sie das Fadenspannungseinstellrad des linken Greiferfadens auf 7-9 und das Stichlangeneinstellrad auf 1-2 (für Rollsäume) bzw. 3-4 (für Picotstiche) einstellen.
Hinweis:
Die oben aufgeführten Einstellungen für Spannung und Nahtbreiten dienen zur allgemeinen Orientierung. Eine noch feinere Abstimmung verbessert das Nähergebnis in den meisten Fällen. Folgende Tipps können dabei nützlich sein:
- Stellen Sie das Nahtbreiteneinstellrad ein.
- Justieren Sie die Nadelfadenspannungen beim Nähen von dünnen bzw. dicken Stoffen.
- Verringern Sie die Spannung, wenn Sie dickes Garn verwenden.
- Eine inkorrekte Fadenspannung führt zu ausgelassenen Stichen. Stellen Sie die Fadenspannung entsprechend ein.
- Das Einstellen der Fadenspannung ist schwierig, wenn die Einstellung der Nadel inkorrekt ist.
Experimentieren Sie auf einem Stück des zu verwendenden Stoffes, um die optimale Einstellung herauszufinden.
DREIFADEN-OVERLOCK MIT EINER NADEL
Wenn Sie nur die LINKE Nadel einfädeln, erhalten Sie eine Nahtbreite von 6 mm; beim Einfädeln der RECHTEN Nadel erhalten Sie eine Nahtbreite von 3,8 mm.

UMSTELLEN AUF ZWEIFADEN-GEBRAUCH
Damit die Nähmaschine als Zweifaden-Nähmaschine einsatzbereit ist, öffnen Sie zuerst die Frontabdeckung und den Arbeitstisch und stellen Sie die Nadel nach oben, indem Sie das Handrad zu sich drehen. Entfernen Sie die rechte Nadel und verwenden Sie nur die linke Nadel.
Bitte bewahren Sie die nicht benutzte Nadel auf dem Nadelkissen auf.
Ziehen Sie den Konverter wie in Abb. 1 dargestellt heraus.
Bringen Sie den Zweifadenkonverter wie in Abb. 2 und 2 abgebildet am Obergreifer an.
Bei Nichtgebrauch drücken Sie den Konverter ganz nach innen, siehe Abb. 4.
SCHMALE KANTEN, ROLLSÄUME UND PICOTKANTEN
Schmale Kanten und Rollsäume sind ideal auf dünnen Stoffen wie Crêpe Georgette, Chinakrepp, Seide usw. Ebenfalls sehr geeignet sind Picotkanten beim Nähen von feinen, schalartigen Stoffen. Aufgrund ihrer Natur sind diese Säume auf festen bzw. schweren Materialien nicht geeignet.
- Heben Sie den Nähfuß an.
- Öffnen Sie die Frontabdeckung und den Arbeitstisch.
- Entfernen Sie den Rollsaumfinger mit einem Schraubenzieher von der Stichplatte und bewahren Sie ihn wie abgebildet in der Zubehörtasche auf.
- Stellen Sie die Nähmaschine gemäß der Tabelle auf Seite 17 ein.
HINWEIS:
- Zum Erzeugen von perfekten Nähten verwenden Sie die unten empfohlenen Garne.
- Nach Abschluss der Näharbeiten bringen Sie den Rollsaumfinger wieder an. Bitte stellen Sie sicher, dass der Rollsaumfinger bis zum Anschlag eingeschoben ist, siehe Abb. 1.

GARNEMPFEHLUNGEN
| Schmale Overlocknaht Rollsaum | ||
| Mit drei Fäden Mit drei Fäden | Den Mit zwei Fäden | |
| Nadelfaden Polyester, Nylon, Seide Nr. 50-100 Nylon Nr. 100 | ||
| Obergreifer | Polyester, Nylon, Seide Nr. 50-100 | |
| Untergreifer Bauschrylon (wenigen elastisch) | Bauschrylon(wenigen elastisch) | |

EINSTELLEN DER FADENSPANNUNG
Je höher die Zahl am Fadenspannungseinstellrad ist, desto größer ist die Fadenspannung. Je niedriger die Zahl am Fadenspannungseinstellrad ist, desto geringer ist die Fadenspannung. Eine höhere Zahl = eine größere Fadenspannung.
Führen Sie auf einem kleinen Stück Stoff des zu verwendenden Materials eine Probenaht aus, um die richtige Fadenspannung herauszufinden.

ZWEIFADEN-EINSATZ
Richtig

Untergreiferfaden ist auf die linke Stoffseite gezogen.

Nadelfaden ist auf rechte Stoffseite gezogen.

Nadelfadenspannung verringern. Nadelfadenspannung erhöhen.
VIERFADEN-EINSATZ
Richtig Obergreiferfaden ist auf die
rechte Stoffseite gezogen.
Nadelfaden ist auf rechte Stoffseite gezogen.



Obergreiferspannung erhöhen und/oder Untergreiferspannung verringern.
Unterfadenspannung erhöhen und/oder Obergreiferspannung verringern.
Faden der linken Nadel ist locker und auf der linken Stoffseite sichtbar.

Fadenspannung der linken Nadel erhöhen und/oder Ober- bzw. Untergreiferspannung verringern.
Faden der rechten Nadel ist locker und auf der linken Stoffseite sichtbar.

Fadenspannung der rechten Nadel erhöhen.
EINSTELLEN DER STICHLÄNGE
Drehen Sie das Stichlängeneinstellrad, bis die gewünschte Länge angezeigt wird. Je höher die Zahl ist, desto länger ist der Stich.
Die Stichlänge ist im Bereich von 1 bis 5 cm einstellbar.
EINSTELLEN DER NAHTBREITE
Die Nahtbreite ist im Bereich von 4 bis 7 mm einstellbar. Stellen Sie die Nahtbreite einfach am Nahtbreiteneinstellrad je nach verwendetem Stoff ein.
Die Standardeinstellung ab Werk beträgt 6 mm. Stellen Sie die Breite auf "5" ein, falls sich die Kante während des Nähens einrollt (siehe Abb. 1).
Stellen Sie die Breite auf "7" ein, falls sich lose Schlingen an der Kante bilden (siehe Abb. 2).



Eine Schlaufenbildung an der Kante kann auftreten, wenn Sie leichte Stoffe mit drei Fäden (nur rechte Nadel) nähen und das Nahtbreiteneinstellrad auf 4-5 eingestellt haben (siehe Abb. 3). In diesem Fall sollten Sie anstatt des Rollsaumfingers (A) den Rollsaumfinger (B) verwenden, um eine einwandfreie Naht zu erziehen (siehe Abb. 4).
DIFFERENTIALTRANSPORT
Der Differentialtransport hat zwei unabhängige Transporteure, einen vorderen (A) und einen hinteren (B). Jeder Transporteur verfügt über einen individuellen Transportmechanismus, der den Stofftransport in einem unterschiedlichen Transportverhältnis ermöglicht.

POSITIVER DIFFERENTIALTRANSPORT
BEI POSITIVEM DIFFERENTIALTRANSPORT führt der vordere Transporteur (A) eine größere Transportbewegung aus als der hintere Transporteur (B). Dadurch wird ein "Anhäufen" des Stoffes unter dem Nähfuß erreicht, was einem Wellen des Stoffes entgegenwirkt.

BEI NEGATIVEM DIFFERENTIALTRANSPORT führt der vordere Transporteur (A) eine kleinere Transportbewegung aus als der hintere Transporteur (B). Dadurch wird der Stoff unter dem Nähfuß gedehnt, was einem unerwünschten Kräuseln des Stoffes entgegenwirkt.

Stellen Sie den Differentialtransportregler unter Bezugnahme auf die nachstehende Tabelle auf Ihre Nähbedürfnisse ein.
Eine Einstellung ist zwischen 0,7 (negativer Transport) und 2 (positiver Transport) möglich. Mit diesen Einstellungen werden die besten Transportverhältnisse erzielt. Für normale Nährarbeiten sollte der Regler auf 1 gestellt werden. Es ist möglich, den Regler selbst während des Nähens zu verstellen.
| EFFEKT UND ANWENDUNG | TRANSPORTART EINSTELLUNG | TRANSPORTVERHÄLTNIS VORDERER : HINTERER TRANSPORTEUR | |
| Nicht wellende Säume, gewünschtes Kräuseln | Positiver Differentialtransport | 1-2 | |----|----| |
| Kein Differentialtransport | Neutraler Transport 1 | |----|----| | |
| Kräuselfreie Säume | Negativer Differentialtransport | 0,7-1 | |----|----| |

NÄHFUSSDRUCKREGLER
Der Nähfußdruck ist ab Werk richtig eingestellt, ein Justieren ist bei den meisten normalen Näharbeiten nicht erforderlich. Falls der Nähfußdruck justiert werden muss, so stellen Sie den Nähfußdruckregler auf einen höheren Wert, um den Druck zu erhöhen, bzw. auf einen niedrigeren Wert, um diesen zu verringern.

NÄHEN VON BESONDERS SCHWEREN STOFFEN ODER MEHREREN STOFFLAGEN
Mit dieser Nähmaschine lassen sich viele unterschiedliche Stoffe versäubern, bei besonders schweren Stoffen bzw. mehreren Stofflagen wird jedoch empfohlen, die rechts abgebildete Schraube festzudrehen. Öffnen Sie dazu den Arbeitstisch.
Lösen Sie die Schraube, wenn Sie leichte bis mittelschwere Stoffe nähen oder die Nahtbreite verändern, da sonst der Stoff möglicherweise nicht sauber geschnitten wird. Ab Werk ist die Nähmaschine für das Nähen von herkömmlichen mittelschweren Stoffen eingestellt.

GRUNDLEGENDE NÄHTECHNIKEN
UM DIE ECKE NÄHEN OHNE FADENSCHNEIDEN
- Halten Sie die Nähmaschine beim erreichen der Stoffecke an, mit der Nadel leicht über dem Stoff.
- Heben Sie den Nähfuß an und ziehen Sie vorsichtig an der Leerkette, bis der Rollsaumfinger freiliegt
- Drehen Sie den Stoff, senken Sie den Nähfuß wieder ab und nähen Sie in der neuen Richtung weiter (siehe Abb. 1).
HINWEIS:
Wenn Sie gleichzeitig Kanten versäubern und beschneiden, schneiden Sie den Stoff ca. 3 cm entlang der Nahtlinie, bevor Sie das Nähgut drehen (siehe Abb. 2)
FERTIGEN VON RUNDUNGEN
Zum Herstellen von Innenbögen führen Sie den Stoff vorsichtig unter der rechten Spitze des Nähfußes entlang (oder etwas links davon) und üben Sie mit der linken Hand Druck an Punkt A in Pfeilrichtung aus, während Sie gleichzeitig mit der rechten Hand ein wenig Gegendruck an Punkt B einsetzen (siehe Abb. 3).
Zum Herstellen von Außenbögen legen Sie das Nähgut auf ähnliche Weise unter den Nähfuß, üben Sie den Druck jedoch in entgegengesetzte Richtungen aus (siehe Abb. 4).
AUFTRENNEN VON NÄHTEN
Um bereits genähte Stiche aufzutrennen, schneiden Sie den Nadelfaden (die Nadelfäden) in regelmäßigen Abständen ab und ziehen Sie die Greiferfäden heraus.


Overlocknähte mit Beilaufgarn werden eingesetzt, um beim Zusammennähen von Strickstoffen Schulter-, Ärmel- bzw. Seitennähte zu verstärken. Äußerst dekorativ ist es auch, farblich kontrastierendes Strickgarn zu verwenden, um dem fertigen Kleidungsstück einen größeren Reiz zu verleihen. Die Nähmaschine ist mit einem Nähfuß ausgestattet, mit dem die Kordel oder das Beilaufgarn links bzw. rechts vom Sicherheitsstich zugeführt werden kann. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Legen Sie die "Füllkordel" wie z.B. Häkelgarn, Gimpe, Wolle, Strickgarn oder Kräuselband hinter die Garnrollenstifte. Ziehen Sie das Beilaufgarn durch die Kordelführungen (1) und (2) und anschließend durch die Fadenführung der linken Nadel (3), siehe Abb. 1.
- Führen Sie das Beilaufgarn entweder durch die vordere oder durch die hintere Öffnung am Nähfuß (abhängig vom Nähvorgang, siehe Abb. 2 und 3) und legen Sie es nach hinten unter den Nähfuß.
- Legen Sie den Stoff wie gehabt ein. Nähen Sie langsam und überprüfen Sie, ob das Beilaufgarn ordnungsgemäß zugeführt wird. Steigern Sie dann die Nähgeschwindigkeit.
ZUM ZUSAMMENNÄHEN VON SCHULTERN ODER ANNÄHEN VON ÄRMELN führen Sie das Beilaufgarn durch die vordere Öffnung. Vergewissern Sie sich dabei, dass es beim Durchgang durch die vordere Öffnung zwischen dem rechten und linken Nadelfaden fixiert wird (siehe Abb. 2).
ZUM SCHLIESSEN VON SEITENNÄHTEN führen Sie das Beilaufgarn durch die hintere Öffnung und stellen Sie dabei sicher, dass es rechts vom Nadelfaden positioniert ist (siehe Abb. 3).
FÜR DEKORATIVE EFFEKTE verwenden Sie farblich kontrastierendes Garn, das Sie entweder durch die vordere oder durch die hintere Öffnung fädeln. Bei Belieben kann eine Kordel oder ein Beilaufgarn auch durch jeweils eine Öffnung geführt werden.
ZUM HERSTELLEN EINER GEWELLTEN NAHT MIT BEILAUFGARN (siehe Abb. 4) führen Sie das Beilaufgarn durch die hintere Öffnung und nähen Sie einen ROLLSAUM.
Damit können Sie zum Beispiel Rocksäume nähen.

DEKORATIVE EFFEKTE
Zusätzlich zu der herkömmlichen, in dieser Bedienungsanleitung ausführlich beschriebenen Overlocknaht kann Ihre Nähmaschine auch für eine Vielzahl von dekorativen Anwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören z.B. das dekorative Absteppen, Stoßnähte, Biesennähte oder das Herstellen von Zierborten.
Dekoratives Absteppen mit nur zwei oder drei Fäden (Flachnaht)
Falten Sie den Stoff entlang der Linie, die Sie absteppen möchten. Nähen Sie dann über die gefaltete Kante, ohne in die Kante zu schneiden (siehe Abb. A).
Falten Sie den Stoff auseinander, ziehen Sie die Fäden auf die linke Stoffseite durch und bügeln Sie die Kante auseinander.
Ein noch hübscheres Nähergebnis erzielen Sie, wenn Sie Knopfloch- bzw. Stickgarn für den Untergreifer verwenden.
Stoßnähte mit nur zwei oder drei Fäden (Flachnaht)
Legen Sie zwei Stoffteile links auf links aufeinander und führen Sie eine Overlocknaht entlang der Kante aus. Falten und bügeln Sie die beiden Stoffteile auseinander. Wenn Sie verschiedenfarbige Stoffe verwenden, lässt sich hiermit ein reizvoller Patchwork-Effekt erzielen.
Biesennähen mit drei Fäden
Falten Sie den Stoff entlang der Linie, an der Sie eine Biese erzeugen möchten. Nähen Sie dann über die gefaltete Kante, ohne in die Kante hineinzuschneiden. Ziehen Sie die Fäden auf die Unterseite durch und bügeln Sie die Naht auseinander.
Herstellen von Zierborten mit drei Fäden
Erzeugen Sie eine Zierborte, indem Sie die Overlocknaht sorgfältig mit beiden Händen festhalten und gleichzeitig sicherstellen, dass nicht in die Naht geschnitten wird.
HINWEIS:
* Bei Verwendung des optionalen Blindsaumfußes lassen sich kinderleicht dekorative Effekte erzielen.
** Verringern Sie die Spannung des Obergreifers, wenn Sie dickes Garn benutzen.

ANWENDUNGEN FÜR UNTERSCHIEDLICHE EINSTELLUNGEN DES DIFFERENTIALTRANSPORTS
Der DIFFERENTIALTRANSPORT dient dazu, ein Wellen und unbeabsichtigtes Kräuseln des Stoffes weitestgehend zu verhindern. Darüber hinaus kann er auch für gewünschte Kräuselarbeiten eingesetzt werden.
Bitte beachten Sie hierzu auch die Ausführungen zum Differentialtransport auf den Seiten 23 und 24.
1. Unbeabsichtigtes Kräuseln
Unbeabsichtigtes Kräuseln tritt oftmals an gewebten oder sehr feinen Stoffen auf. Damit Sie kräuselfreie Nähte erhalten, sollten Sie den Differentialtransportregler auf weniger als 1 stellen.
2. Wellen
Ein Wellen des Stoffes wird oft bei Strickwaren oder elastischen Stoffen beobachtet.
Stellen Sie den Differentialtransportregler auf höher als 1, damit sich die Stoffkante nicht wellt.
3. Kräuseln
Der Differentialtransport erleichtert Kräuselarbeiten bei leichten Stoffen. Einsatzgebiete sind Hosenbünde, Armkugeln, Ärmelbündchen, Volants usw.
Stellen Sie den Differentialtransportregler zwischen 1,5 und 2 ein, um optimale Kräuseleffekte bei Ihren Näharbeiten zu erzielen.
WICHTIG
Die genaue Einstellung des Differentialtransports ist von der Stärke und Elastizität des Stoffes abhängig. Ebenso kann die Stichlänge einen Einfluss auf die Einstellung haben. Je länger die Stiche sind, desto mehr Stoff wird gerafft.
Führen Sie daher stets eine Probenaht aus. Um die optimale Einstellung zu finden, benutzen Sie ein Stück des Stoffes, den Sie verwenden werden.

Naht ohne Wellen und Kräuseln

Unbeabsichtigtes Kräuseln

3. REINIGUNG UND WARTUNG DER NÄHMASCHINE
AUSWECHSELN DES OBERMESSERS
Tauschen Sie das Obermesser aus, wenn es stumpf wird. Ein Ersatzmesser findet sich beim Zubehör. HINWEIS: Unter normalen Umständen ist es nicht erforderlich, das Untermesser auszuwechseln, da es aus einer speziell gehärteten Metalllegierung gefertigt ist. ZIEHEN SIE DEN NETZSTECKER AUS DER STECKDOSE HERAUS, BEVOR SIE MIT DIESEN ARBEITEN BEGINNEN.
- Lösen Sie die Schraube und entfernen Sie das Obermesser.
- Schließen Sie den Arbeitstisch. Bringen Sie die Antriebswelle des Messers in die tiefste Stellung, indem Sie das Handrad von Hand zu sich drehen. In dieser Stellung setzen Sie das neue Messer ein und fixieren Sie es mit der Schraube. STELLEN SIE DABEI SICHER, DASS DAS OBERMESSER CA. 0,5 MM ÜBER DEM UNTERMESSER STEHT.

AUSKLINKEN DES OBERMESSERS
Wenn Sie nähen möchten, ohne dabei gleichzeitig die Kanten zu beschneiden, öffnen Sie den Arbeitstisch und klinken Sie das Obermesser aus. Stellen Sie sicher, dass die Stoffkante nicht breiter als die eingestellte Nahtbreite ist, denn sonst könnten Obergreifer und Nadel beschädigt werden.

ENTFERNEN DES KOPFDECKELS
Ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose und trennen Sie die Nähmaschine vom Stromnetz, bevor Sie den Kopfdeckel abmontieren. Drehen Sie die Schraube heraus und ziehen Sie den Kopfdeckel zur Seite ab.

REINIGEN UND ÖLEN
Damit Ihre Nähmaschine gut läuft, sollte sie stets sauber und gut geschmiert sein. TRENNEN SIE DIE NÄHMASCHINE VOM STROMNETZ, INDEM SIE DEN NETZSTECKER AUS DER STECKDOSE HERAUSZIEHEN.
-
Öffnen Sie die Frontabdeckung und den Arbeitstisch. Mit der Flusenbürste aus dem Zubehör entfernen Sie nun angesammelten Staub und Flusen.
-
Geben Sie ein paar Tropfen Öl auf die mit Pfeilen markierten Stellen. VERWENDEN SIE AUSSCHLIESSLICH QUALITATIV HOCHWERTIGES NÄHMASCHINENÖL.

4. PROBLEMBEHEBUNG
| PROBLEM MÖGLICHE URSACHE BEHEBUNG | ||
| Ungleichmäßige Stichbildung | 1. Falsche Fadenspannung(en).2. Inkorrekte Nadelgröße.3. Falsches Einfädeln.4. Ziehen am Stoff.5. Lockerer Nähfuß. | 1. Fadenspannung(en) neu einstellen.2. Die richtige Nadelgröße für den Stoff und das Garn verwenden.3. Die Nähmaschine neu einfädeln.4. Das Nähgut nicht ziehen, sondern vorsichtig führen.5. Den Nähfuß richtig anbringen. |
| Nadelbruch 1. Ziehen am Stoff. | 1. Das Nähgut nicht ziehen, sondern vorsichtig führen.2. Die richtige Nadelgröße für den Stoff und das Garn verwenden.3. Die Nadel richtig einsetzen.4. Den Nähfuß richtig anbringen. | |
| Unbeabsichtigtes Kräuseln | 1. Falsche Fadenspannung(en).2. Verbogene oder Stumpfe Nadel.3. Inkorrekte Einstellung des Differentialtransports. | 1. Fadenspannung(en) neu einstellen.2. Neue Nadel einsetzen.3. Auf weniger als 1 einstellen. |
| Wellen Inkorrekte Einstellung des Differentialtransports. | Auf 1 oder höher einstellen (bei Strickwaren). | |
| Ausgelassene Stiche 1. Falsches Einfädeln. | 1. Die Nähmaschine neu einfädeln.2. Die richtige Nadelgröße für den Stoff und das Garn verwenden.3. Neue Nadel einsetzen.4. Die Nadel richtig einsetzen. | |
| Fadenbruch 1. Falsches Einfädeln. | 1. Die Nähmaschine neu einfädeln.2. Neue Nadel einsetzen.3. Fadenspannung(en) neu einstellen.4. Die Nadel richtig einsetzen.5. Die Garnrolle richtig aufsetzen.6. Den Fadenführungsständer vollständig ausfahren. | |
Benutzerhinweise zur Entsorgung von elektrischen und elektronischen Altgeräten (im Haushalt)

Dieses Symbol auf Produkten oder in begleitenden Dokumenten besagt, dass elektrische und elektronische Altgeräte nicht zusammen mit dem Hausmüll entsorgt werden dürfen.
Bringen Sie diese Altgeräte zu den eigens vom Staat eingerichteten Sammelstellen, wo sie kostenlos angenommen und ökologisch entsorgt werden. Alternativ in einigen Ländern können Sie die Altgeräte Ihrem lokalen Fachhändler beim Kauf eines neuen äquivalenten Produktes zurückgeben.
Durch die sachgemäße Entsorgung dieses Produktes helfen Sie bei der Vermeidung möglicher Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch unkontrollierte Entsorgung. Weitere Hinweise zur Entsorgung erhalten Sie bei Ihrer Ortsverwaltung, dem Entsorgungsunternehmen oder Ihrem Fachhändler.
Eine unsachgemäße Entsorgung dieser Art von Müll kann gemäß den nationalen Vorschriften bestraft werden.
Für Unternehmen in den EU-Ländern
Wenn Sie elektrische und elektronische Altgeräte entsorgen wollen, verlangen Sie erforderliche Informationen von Ihrem Fachhändler oder Lieferanten.
Hinweise zur Entsorgung in anderen Ländern außerhalb der EU
Dieses Symbol gilt nur in der EU.
Wenn Sie dieses Gerät entsorgen wollen, verlangen Sie erforderliche Informationen über die sachgemäße Entsorgung von Ihrer Ortsverwaltung oder Ihrem Fachhändler.