Y7N - Messgeräte CHAUVIN ARNOUX - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Y7N CHAUVIN ARNOUX
Bedeutung des Zeichens

Achtung! Lesen Sie bitte vor Benutzung des Geräts die Bedienungsanleitung. Die Nichtbeachtung der mit diesem Zeichen in der vorliegenden Bedienungsanleitung gekennzeichneten Textstellen kann zur Unfällen mit Körperverletzung oder zu Schäden am Gerät und an der elektrischen Anlage führen.
Wir bedanken uns für das mit dem Kauf des Zangenstromwandlers Y7N für Oszilloskope entgegengebrachte Vertrauen.
Um Ihr Gerät bestmöglich zu nutzen:
- lesen Sie bitte aufmerksam diese Betriebsanleitung
- beachten Sie die darin enthaltenen Sicherheitshinweise.

SICHERHEITSHINWEISE

Benutzen Sie den Zangenstromwandler niemals bei Stromstärken über 700 A und verkürzen Sie die Meßzeiten bei Strömen mit mehr als 500 A auf ein Minimum (siehe 4.3.1 „Überlastschutz“)
Benutzen Sie den Zangenstromwandler niemals an nicht isolierten Leitern, die ein Potential von mehr als 600 V gegenüber Erde aufweisen (siehe 4.4 Erfüllung internationaler Normen).
■ Schützen Sie das Gerät vor Spritzwasser.
■ Halten Sie den Luftspalt der Zangenbacken stets sauber (siehe 5.1 „Wartung“).
INHALTSÜBERSICHT
- Gerätevorstellung 24
- Beschreibung 24
- Benutzung 25
- Technische Daten 26
4.1 Bezugsbedingungen 26
4.2 Meßspanne 26
4.3 Betriebsbedingungen und Einflußgrößen 27
4.4 Erfüllung internationaler Normen 28 - Wartung 29
5.1 Pflege 29
5.2 Nachkalibrierung 29 - Garantie 30
6.1 Reparaturen während und nach Ablauf der Garantie ..... 30 - Anhang 52
BESTELLANGABEN
Zangenstromwandler für Oszilloskope Y7N....P01.1200.75
1. GERÄTEVORSTELLUNG
Der Zangenstromwandler Y7N mit einem Wandlerverhältnis von 1 mV pro A dient zur Messung von Wechselströmen an Anlagen kleiner und mittlerer Leistung im Bereich von 1 A bis 500 A (kurzzeitig sind Ströme bis 700 A meßbar - siehe 4.3.1).
Der Frequenzbereich reicht von 5 Hz bis 10 kHz.
Durch die asymmetrische Form der Zangenbacken ist das Gerät besonders für die Umschließung von Kabeln oder Stromschienen geeignet.
Der Y7N-Zangenstromwandler läßt sich mit seinem BNC-Anschlußstecker an jedes Oszilloskop anschließen.
Das Gerät ist doppelt isoliert bzw. schutzisoliert und entspricht den wichtigsten internationalen Normen, insbesondere der IEC-Norm 1010-2-032 für Zangenstromwandler (siehe 4.4).
2. BESCHREIBUNG
(siehe Abb. Seite 56)
Außenabmessungen des Zangenstromwandlers: 195 x 66 x 34 mm Gewicht: 420 g
① Zangenöffnung: 33 mm positiver“ Ri Höhe bei geöffneter Zange: 96 mm
② 4 Markierungen für Leiterzentrierung
Umschließung: Kabel mit ∅ 30 mm, Stromschienen mit 63 x 5 mm
③ Stromrichtungspfeil « I » Man geht davon aus, daß ein Strom in „positiver“ Richtung fließt, wenn er von der Stromquelle zum Stromverbraucher fließt. Diese Ausrichtung der Zange ist wichtig bei Leistungsmessungen (gleichzeitige Messung von Strom und Spannung).
④ Anschlußkabel, Länge 2 m
⑤ Anschluß durch isolierten BNC-Stecker, 50 Ω
3. BENUTZUNG

Obwohl keine besonderen Gefahren damit verbunden sind, sollten Sie keinen Leiter umschließen, solange der Zangenstromwandler nicht an ein Meßgerät angeschlossen ist. Ebenso sollten Sie es vermeiden, den Zangenstromwandler vom Oszilloskop zu trennen, solange er noch einen Leiter umschließt.
Zangenbacken öffnen und Leiter, dessen Stromfluß gemessen werden soll, umschließen. Den Leiter möglichst mittig durch die Backen führen (siehe Zentriermarken). Den Stromrichtungspfeil 1 beachten, falls für die Messung erforderlich.
Beim Ablesen die am Oszilloskop eingestellte Empfindlichkeit und das Übersetzungsverhältnis der Zange berücksichtigen: für einen Stromdurchfluß von 1 A\~ gibt die Zange 1 mV\~ ab.
Netzanschluß zu messende Last

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zum Oszilloskop
Bei Stromstärken zwischen 500 A und 700 A muß die Einsatzdauer der Zange möglichst kurz gehalten werden: 10 Minuten Messung, anschließend 30 Minuten Pause.
4. TECHNISCHE DATEN
4.1 BEZUGSBEDINGUNGEN
■ Temperatur: +18° bis +28°C
■ Rel. Luftfeuchte: 0% bis 85%
■ Zentrierte Lage des Leiters
■ Sinusförmige Wechselströme mit 45 bis 65 Hz
■ Keine Gleichstromanteile im zu messenden Strom
■ Impedanz des Meßgeräts: 1 MΩ - 47 pF
■ Externes konstantes Magnetfeld: Erdmagnetfeld (< 40 A/m)
Benachbarte Leiter: keine Gleich- oder Wechselströme führenden Leiter
■ Meßabweichung und Phasenverschiebung: siehe Tabelle unten
HINWEIS: Zwischenwerte sind linear zu interpolieren (siehe auch Kurven in 7. Anhang)
| Zu messender Strom | in A~ | 1 - 20 A | 20 - 100 A | 100 - 500 A |
| in % von In | 0,2% - 4% | 4% - 20% | 20% - 100% | |
| Meßabweichung ^(1) Phasenverschiebung | 5% + 0,3 A | 5% | 2% | |
| (2) | 3° | 1° | ||
(1) In ± % des Ausgangsstroms
(2) keine Angabe
4.2 MEßSPANNE
| Meßspanne 1 ... 700 A ~ | (1) |
| Wandlerverhältnis | 1 mV~/A ~ |
| Frequenzbereich 5 Hz ... 10 kHz | (2) |
(1) Siehe 4.3.1 „Überlastschutz“
(2) Siehe Kurven in 7. Anhang
■ Nennstrom (In) : 500 A
■ dV/dt : 0,24 mV/μs typisch
■ Anstiegszeit bei 5 A: 18 μs typisch
■ Abfallzeit bei 5 A: 23 μs typisch
■ Verzögerung bei 5 A: 3,1 μs typisch

4.3 BETRIEBSBEDINGUNGEN UND EINFLUßGRÖßen
Um die Sicherheit des Benutzers und die angegebenen Meßgenauigkeiten zu gewährleisten, muß der Zangenstromwandler unter folgenden Bedingungen betrieben werden:
4.3.1 Überlastschutz4.3.1 Überlastschutz
■ Bei Strömen über 500 A die Meßdauer auf ein Minimum begrenzen:
| Stromstärke | I ≤ 500 A | 500 A ≤ I ≤ 700 A |
| Betrieb | dauernd | 10 Min. Messung30 Min. Pause |
■ Maximaler Spitzenstrom: 1200 A
4.3.2 Einfluß der Frequenz
Folgende Fehler sind zu den Angaben unter Bezugsbedingungen zu addieren:
HINWEIS: Zwischenwerte sind linear zu interpolieren (siehe auch Kurven in 7. Anhang)
| Frequenz | 5 bis 10 Hz | 10 bis 20 Hz | 20 bis 45 Hz | 65 Hz bis 3 kHz | 3 bis 6 kHz | 6 bis 10 kHz |
| 1 A bis 200 A | 15 % | |||||
| >200 A (1) | ||||||
| 1 A bis 200 A | % | |||||
| 200 A bis 300 A | 15 % | |||||
| >400 A - 3 dB | ||||||
| 1 A bis 500 A | % | |||||
| 1 A bis 50 A | % + 0,4 A | |||||
| 50 A bis 200 A | 5 % | |||||
| >200 A | (1) | |||||
| 1 A bis 100 A | 15 % + 0,4 A | |||||
| >100 A | (1) | |||||
| 1 A bis 50 A | -3 dB | |||||
| >50 A | (1) |
Hinweis: Fehler in % der Anzeige
(1) keine Angabe
■ Einsatzgrenzen: um den maximal zulässigen Strom im Dauerbetrieb (in A) in Abhängigkeit von der Frequenz (in kHz) zu berechnen, wird folgende Formel verwendet: 500 (A) x 2 / F(kHz).
4.3.3 Umgebungsbedingungen4.3.3 Umgebungsbedingungen
■ Benutzung nur in Innenräumen
■ Meereshöhe: 2000 m max
■ Höhe für Transporte: 12 000 m max
■ Temperatureinfluß: < 0,15% pro 10°C
■ Klimabedingungen

I Bezugsbereich II Betriebsbereich III Lagerbereich
4.4 ERFÜLLUNG INTERNATIONALER NORMEN
4.4.1 Elektrische Sicherheit gem. IEC-Norm 1010-2-032
- Schutzisoliert ☐ - Verschmutzungsgrad 2
- Uberspannungskategorie III bei Betriebsspannung: 600 V
- Überspannungskategorie IV bei Betriebsspannung: 300 V
4.4.2 Elektromagnetische Verträglichkeit
■ Störaussendung: Klasse B (gem. EN 50081-1)
■ Störimmunität (gem. EN 50082-2) gegen:
- Elektrostatische Entladung (gem. IEC 1000-4-2): 4 kV Kontaktentladung, Schärfegrad 2, Bewertungskriterium B 8 kV Luftentladung, Schärfegrad 3, Bewertungskriterium B
- Elektromagnetische Felder (gem. IEC 1000-4-3): 10 V/m, Schärfegrad 3, Bewertungskriterium A
- Schnelle transiente Störgrößen (gem. IEC 1000-4-4): 2 kV, Schärfegrad 3, Bewertungskriterium B
- Magnetfelder mit Netzfrequenz (gem. IEC 1000-4-8): 30 Å/m, Schärfegrad 4, Bewertungskriterium A
4.4.3 Mechanische Eigenschaften
- Gehäuseabdichtung: IP 20 (gem. IEC 529) mit geschlossenen Zangenbacken
- Freier Fall aus 1,5 m Höhe (gem. IEC 68-2-32)
- Stoßfestigkeit: 100 g (gem. IEC 68-2-27)
- Schwingungsfestigkeit: 0,15 mm - 10/55/10 Hz (gem. IEC 68-2-6)
4.4.4 Selbstverlöschender Gehäusewerkstoff
- VO (gem. UL 94)
5. WARTUNG

Für die Wartung dürfen ausschließlich die angegebenen Ersatzteile benutzt werden. Wurden Eingriffe oder Reparaturen nicht durch den Kundendienst des Herstellers oder zugelassene Reparaturwerkstätten ausgeführt, trifft den Hersteller keinerlei Haftung bei Störungen oder Unfällen.
5.1 PFLEGE

Der Zangenstromwandler darf nicht vom Meßgerät abgeklemmt werden, solange er einen Leiter umschließt. Die Zange vor Spritzwasser schützen.
■ Der Luftspalt der Zangenbacken sollte stets sauber sein. Schmutz und Staub mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen. Die Eisenteile von Zeit zu Zeit mit einem ölgetränkten Lappen abwischen, um Rostbildung zu verhindern.
Das Gehäuse läßt sich mit einem Tuch und etwas Seifenwasser gut reinigen, den Zangenstromwandler anschließend mit einem feuchten Lappen nachwischen. Danach die Zange sofort mit einem Tuch oder einem Warmluftgebläse bei max. 80°C trocknen.
5.2 Nachkalibrierung

Wie bei allen Meß- und Prüfgeräten empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Meßgenauigkeit.
Bei Einsatz des Geräts während weniger als 4 Stunden pro Tag empfehlen wir mindestens eine jährliche Überprüfung. Bei häufigerem Einsatz des Geräts sollte es entsprechend häufiger überprüft werden.
Für Überprüfungen und Nachkalibrierungen Ihres Gerätes wenden Sie sich bitte an :
. CHAUVIN ARNOUX GmbH Tel. (07851) 50 52
Honsellstraße 8 Fax (07851) 7 52 90
D-77694 Kch/Rhein
. CHAUVIN ARNOUX Ges.m.b.H Tel. (0222) 61 61 9 61
Slamasße 29/1/3 Fax (022) 61 61 9 61 61
A-1230 Wien
. CHAUVIN ARNOUX AG Tel. (01) 727 75 55
Einsiedlerstraße 535 Fax (01) 727 75 56
CH-8810 Horgen
6. GARANTIE
Falls nichts anderweitiges vereinbart wurde, bezieht sich unsere Garantie ausschließlich auf Fertigungs- bzw. Materialfehler. Die Garantieansprüche können in keinem Fall den in Rechnung gestellten Betrag überschreiten und beschränken sich somit auf die Instandsetzung unserer defekten Geräte. Letztere sind unseren Werkstätten frei Haus zuzustellen. Die Mängelhaftung gilt nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung unserer Geräte, jedoch nicht im Falle von fehlerhafter Montage, mechanischen Einwirkungen, nachlässiger und unvorschriftsmäßiger Behandlung, Überlastung oder Überspannungen, sowie nach Fremdeingriffen.
Da sich unsere Haftung nur auf den Austausch von fehlerhaften Teilen unserer Geräte beschränkt, verzichtet der Käufer ausdrücklich darauf, unsere Haftung wegen direkt oder indirekt verursachter Schäden oder Verlusten in Anspruch zu nehmen.
Unsere Garantie erstreckt sich auf eine Dauer von zwölf Monaten ab dem Zeitpunkt der Bereitstellung des Geräts. Durch Reparaturen, Abänderungen bzw. Austausch eines Teils während des Garantiezeitraums kann die Gewährleistungsfrist auf keinen Fall verlängert werden.
6.1 REPARATUREN WÄHREND UND NACH ABLAUF DER GARANTIE
Reparaturen während oder außerhalb des Garantiezeitraumes: senden Sie die Geräte zu Ihrem Wiederverkäufer.
■ Typischer Fehler (in %) in Abhängigkeit von der Frequenz (Hz), Primärstrom in A
■ Phasenfehler (in °) in Abhängigkeit von der Frequenz (Hz), Primärstrom in A