OPD100 - Fotoelektrischer Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG OPD100 IFM
CE
Bedienungsanleitung
Optischer Abstandssensor
OPD100

DE
Inhalt
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole......4
1.2 Verwendete Warnhinweise ....4
2 Sicherheitshinweise....4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung....5
3.1 Allgemeine Beschreibung ....5
3.1.1 Einlernvorgang und Höhenprofil 6
3.1.2 Normalbetrieb 7
3.2 Interpretation des Übereinstimmungwertes......8
3.2.1 Schwankung des Übereinstimmungswertes......8
3.3 Einsatzbereiche 9
4 Funktion....10
4.1 Funktionsarten....10
4.1.1 Schaltbetrieb....10
4.1.2 Betrieb mit IO-Link Master 11
4.1.3 Betrieb mit Parametriersoftware Vision Assistant und IO-Link Master 11
5 Montage....12
5.1 Montagebedingungen....12
5.2 Einbauhinweise 12
5.2.1 Seitliche Neigung....12
5.2.2 Frontale Neigung 13
5.2.3 Sättigung und Signalverlust....13
5.2.4 Vermeidung von Mehrfachreflexionen 14
5.2.5 Vermeidung von Verschmutzung und Umgebungslicht 14
6 Elektrischer Anschluss....15
6.1 Betrieb mit IO-Link-Master....16
7 Bedien- und Anzeigeelemente....16
8 Inbetriebnahme....17
8.1 Geführter Teach....18
8.1.1 Sprache auswählen....19
8.1.2 Objekt einlernen 19
8.1.3 Profilbereich (ROI) festlegen 19
8.1.4 Position des Referenzprofils festlegen 21
8.1.5 Schaltschwelle....22
8.1.6 Run Modus 23
9 Menü....24
9.1 Grundfunktionen 24
9.2 Erweiterte Funktionen....25
10 Betriebsarten 27
10.1 Kontinuierlicher Modus 27
10.2 Getriggerter Modus....28
11 Parametrierung 29
11.1 Parametrierung Grundfunktionen....29
11.2 Parametrierung Erweiterte Funktionen ....31
11.2.1 Untermenü [Konfiguration] 32
11.2.2 Untermenü [Anzeige] 33
12 IO-Link 34
12.1 Allgemeine Informationen 34
12.2 Gerätespezifische Informationen....34
12.3 Parametrierwerkzeuge 34
12.4 Funktionsumfang 34
13 Fehlerbehebung....35
13.1 Fehleranzeigen im Display 35
13.2 Fehleranzeigen in der Software "Vision Assistant" 35
13.3 Sonstiges Fehlverhalten 36
14 Wartung, Instandsetzung, Entsorgung ....38
15 Maßzeichnung 38
16 Werkseinstellung 39
1 Vorbemerkung
1.1 Verwendete Symbole
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich.

Information
Ergänzender Hinweis.
1.2 Verwendete Warnhinweise

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden.
Tod oder schwere irreversible Verletzungen sind möglich.
2 Sicherheitshinweise
- Lesen Sie vor der Inbetriebnahme des Gerätes dieses Dokument. Vergewissern Sie sich, dass sich das Produkt uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen eignet.
- Unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch können zu Funktionsstörungen des Gerätes oder zu unerwünschten Auswirkungen in Ihrer Applikation führen. Deshalb dürfen Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Gerätes nur durchgeführt werden durch ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal.
- Bei Fehlfunktion des Gerätes setzen Sie sich mit dem Hersteller in Verbindung. Eingriffe und/oder Veränderungen am Gerät führen zum Ausschluss jeglicher Haftung und Gewährleistung.

Vorsicht - Wenn andere als die hier angegebenen Bedienungs- oder Justiereinrichtungen benutzt oder andere Verfahrensweisen ausgeführt werden, kann dies zu gefährlicher Strahlungseinwirkung führen.
Position des Produktlabels

Hinweisschild

3 Bestimmungsgemäße Verwendung
3.1 Allgemeine Beschreibung
Der Sensor projiziert eine Laserlinie auf das Objekt und erfasst mittels Triangulationsverfahren das Höhenprofil des Objektes entlang der Laserlinie.
Das zu erfassende Objekt muss sich hierfür im Arbeitsbereich des Sensors befinden.
Der Sensor hat einen trapezförmigen Arbeitsbereich, definiert wie folgt:
• Abstand zu Sensor (Z-Richtung): 150...300mm
• Länge des Profils (X-Richtung):
- bei einem Objektabstand von 150mm: 45mm
- bei einem Objektabstand von 300mm: 90mm
ACHTUNG
In Haushaltsumgebungen kann dieses Gerät Rundfunkstörungen verursachen, weshalb der Anwender gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen muss.

1: X-Achse in [mm]
2: Z-Achse in [mm]
3: Sender
4: Empfänger
5: ROI Marker
Abb. 1

Die projizierte Laserlinie ist breiter als der Arbeitsbereich. Das zu erfassende Objekt sollte zentrisch entlang der Laserlinie platziert werden.

Bei Werkseinstellungen wird der Arbeitsbereich durch zwei grün projizierte vertikale ROI Marker eingegrenzt.
Die ROI Marker werden nicht angezeigt, wenn der Sensor über die Software "Vision Assistant" angesteuert wird.
3.1.1 Einlernvorgang und Höhenprofil
Im ersten Arbeitsschritt wird der Sensor eingelernt (Teachvorgang). Dabei wird zunächst das gesamte, von der Laserlinie erfasste Höhenprofil, aufgenommen. Der Anwender hat anschließend die Möglichkeit den relevanten Profilbereich (ROI) weiter einzugrenzen.
- Das Höhenprofil aus diesem Profilbereich (ROI) wird dann, als eingelerntes Referenzprofil gespeichert.
Im nächsten Schritt erfasst der Sensor kontinuierlich Höhenprofile und vergleicht diese mit dem eingelernten Referenzprofil und generiert dabei einen Übereinstimmungswert. Der Anwender hat jetzt die Möglichkeit eine Schaltschwelle festzulegen ( → 3.2).

1: X-Achse in [mm]
2: Z-Achse in [mm]
3: Sensor
4: Eingelerntes Referenzprofil
Abb. 2
3.1.2 Normalbetrieb
Im Normalbetrieb erfasst der Sensor kontinuierlich oder getriggert Höhenprofile und vergleicht diese mit dem eingelernten Referenzprofil, um einen Übereinstimmungswert zu generieren.
Bei Verwendung mit der Software "Vision Assistant" werden zudem auch hochaufgelöste Profilbilder übertragen ( → 4.1.3). Die Höhenprofile werden dabei auf den max. Messabstand = 300mm referenziert (Referenzhöhe). Der Bezugspunkt für die Referenzhöhe ist der optische Nullpunkt der Sendeeinheit. Dieser befindet sich im Inneren des Sensors.
Beispiel: Ein Objekt ist ca. 200mm vom Sensor entfernt. In der Software "Vision Assistant" wird das Höhenprofil in einer Grundhöhe von ca. 100mm angezeigt
- Profilhöhen sind auf die Referenzhöhe bezogen und haben dadurch positive Absolutwerte.
- Alle Datenblattangaben beziehen sich auf die Abmessungen der Objektprofile und nicht auf deren absoluten Abstände zum Sensor. Die Objektprofile werden unabhängig von deren Position im Arbeitsbereich, mit realen Abmessungen (Objektprofilbreite / -höhe), dargestellt.
3.2 Interpretation des Übereinstimmungwertes
Das gemessene Höhenprofil (im Weiteren auch „Profil“ genannt) wird intern mit einem eingelernten Referenzprofil verglichen. Der Grad der Übereinstimmung wird als interner Messwert (Übereinstimmungswert) generiert.
Der vom Sensor ermittelte Messwert stellt somit den Übereinstimmungsgrad des gemessenen Profils zu dem eingelernten Referenzprofil dar.
| Ausgegebener Übereinstimmungswert in [%] | Beschreibung |
| 100 | Gemessenes Profil stimmt zu 100% mit dem eingelernten Referenzprofil überein. |
| 50 | Gemessenes Profil stimmt zu 50% mit dem eingelernten Referenzprofil überein. |

Der zu tolerierende Übereinstimmungswert muss während der Inbetriebnahme durch den Anwender ermittelt werden und soll als Schaltschwelle für die folgende Differenzierung verwendet werden:
- Gutteile
- Schlechtteile
Der Übergang zwischen Gutteilen und Schlechtteilen wird durch Vermessen festgestellt und als geeignete Schaltschwelle genutzt

Es gibt keine generelle Empfehlung für eine Schaltschwelle. Diese muss im jeweiligen Anwendungsfall ermittelt werden.
3.2.1 Schwankung des Übereinstimmungswertes
Im gemessenen Übereinstimmungswert werden natürliche Schwankungen (Rauschen, Drift) erfasst.
Diese Messwertschwankungen führen dazu, dass der Übereinstimmungswert, selbst bei erneutem Messen des eingelernten Objektes, in der Regel < 100% beträgt.
Die Messunsicherheit, mit dem der Sensor die Höhenprofile erfasst, wird mit den folgenden Kennzahlen beschrieben:
Gz - Genauigkeit in Z-Richtung (Profilhöhe)
Gx - Genauigkeit in X-Richtung (Profilbreite)

1: Sensor
2: Messunsicherheit
3: Objektprofil
4: Arbeitsbereich
5: Genauigkeit in Z-Richtung (Gz)
6: Genauigkeit in X-Richtung (Gx)
Abb. 3
Gz / Gx definiert somit direkt auch die:
- kleinste zuverlässig detektierbare Objekthöhe
- kleinste zuverlässig detektierbare Objektbreite

Die Höhenprofile werden vom Sensor intern in höherer Auflösung als Gz / Gx erfasst. Änderungen der Objekthöhe/-breite können dadurch innerhalb der Messunsicherheit detektiert werden.
3.3 Einsatzbereiche
Der optische Sensor eignet sich primär für die Prozessqualitätssicherung im Sinne einer Werkstückformüberwachung und Fehlererkennung.
Beispiele:
- Überwachung der Bearbeitungsqualität, z. B. Durchmesser von Bohrungen.
- Überwachung von Werkstücken auf fehlerhafte Bearbeitung, z. B. Fehlen von Bohrungen.

Während der Messung muss sich das Werkstück im Stillstand befinden.
- Bei statischen Situationen ist der kontinuierliche Messmodus zu wählen. Der Sensor überwacht permanent das Werkstück und meldet Abweichungen gegenüber dem eingelernten Referenzprofil ( → 10.1).
- Bei dynamischen Situationen ist der getriggerte Messmodus zu wählen. Eine übergeordnete Prozesssteuereinheit entscheidet, wann die Erfassung stattfindet und stellt somit sicher, dass das Werkstück sich im Erfassungsbereich befindet und stillsteht ( → 10.2).
4 Funktion
Der optische Sensor erfasst kontinuierlich oder getriggert das Höhenprofil des Objektes im Arbeitsbereich nach dem Triangulationsprinzip. Des weiteren verfügt der optische Sensor über eine IO-Link Schnittstelle.
Der Sensor kann in drei unterschiedlichen Konstellationen betrieben werden:
• Schaltbetrieb ( → 4.1.1)
• Betrieb mit einem IO-Link Master ( → 4.1.2)
- Betrieb mit dem Vison Assistant über die IO-Link Schnittstelle (→ 4.1.3)
4.1 Funktionsarten
4.1.1 Schaltbetrieb
Im Schaltbetrieb ist der Sensor direkt mit der Prozesssteuereinheit verbunden und übermittelt mittels Schaltausgang die Information Gutteil / Schlechtteil.

Das Über- bzw. Unterschreiten der eingestellten Schaltschwelle wird durch Schaltsignale am Schaltausgang 1 / 2 signalisiert. Die Schaltausgänge verhalten sich antivalent ( → 6 Elektrischer Anschluss).
Der Zeitpunkt der Messung kann optional von einer Prozesssteuereinheit mittels Triggereingang (Pin 5) gesteuert werden. Der Sensor meldet den erfolgreichen Start der Messung und das Vorliegen der Schaltinformation über den Schaltausgang 2. Die übergeordnete Prozesssteuereinheit verfügt dabei über die volle Kontrolle der Erfassungszeitspanne. (→ 10.2)
4.1.2 Betrieb mit IO-Link Master
Wird der Sensor mit einem IO-Link Master verbunden, so kann die
Parametrierung, das Triggern und die Datenerfassung vollständig über IO-Link erfolgen. Die Zyklischen Prozessdaten enthalten den Übereinstimmungswert und die Schaltinformation (Gutteil / Schlechtteil).
Über IO-Link stehen erweiterte Funktionalitäten zur Verfügung:
- Erfassung Anzahl der Triggervorgänge
- Geräteidentifikation

Weiterführende Informationen → www.ifm.com → Datenblatt.
4.1.3 Betrieb mit Parametriersoftware Vision Assistant und IO-Link Master
Über das IO-Link Protokoll werden kontinuierlich hochaufgelöste Profilbilder übertragen. Die Bilddaten eines Profilbildes werden in mehrere Datenpakete aufgeteilt und in aufeinanderfolgenden IO-Link Datenframes übertragen.
Das ifm Software-Paket Vision Assistant beinhaltet einen entsprechenden Protokoll Handler, welches die Profilbilder zusammensetzt und anschließend visualisiert.
Dieser Betrieb vereinfacht den Einlernprozess (Geführter Teach), da anhand der Profilbilder der Erfassungsbereich des Sensors und die Bewertung der Profile anschaulich visualisiert wird.
Vorraussetzung:
- IO-Link-Master
- ifm Parametriersoftware "ifm Vision Assistant" (E3D300)
Mit dem Software-Paket Vision Assistant stehen erweiterte Funktionalitäten zur Verfügung:
- Einblendung des Profilbereichs (ROI) in den hochaufgelösten Profilbildern, damit eine sehr präzise Einstellung möglich ist.
- Ausführliche Statusinformationen, welche bei schwierigen Messsituationen hilfreich sind.

Die Darstellung vom Profil kann auch mittels kundenspezifischer Software abgebildet werden. Die hierfür notwendigen Informationen können der IODD entnommen werden.
5 Montage
5.1 Montagebedingungen
▶ Gerät so montieren, dass sich das zu erfassende Objekt im Erfassungsbereich des Sensors befindet.
▶ Zur Direktmontage Gerät mittels zwei M4 Schrauben befestigen.

Weiteres Zubehör → www.ifm.com → Datenblatt → Zubehör.
5.2 Einbauhinweise
5.2.1 Seitliche Neigung

1: Totbereich aufgrund Abschattung
Abb. 4
Der Sensor sollte möglichst senkrecht auf das zu erfassende Objekt platziert werden. Bei seitlicher Neigung ( → Abb. 4) und senkrechten Objektkanten wird die Laserline teilweise unterbrochen. Das Profil in diesem Bereich kann nicht erfasst werden. Durch Reduzierung des Neigungswinkels, kann dem vorgebeugt werden.
5.2.2 Frontale Neigung

1: Sender
2: Empfänger
3: Unterbrochene Laserlinie
Abb. 5
Bei einer Neigung des Sensors nach vorne oder hinten muss sichergestellt werden, dass die von dem Objekt reflektierte Laserlinie, von dem Empfänger erfasst werden kann → Abb. 5.
Durch Reduzierung des Neigungswinkels oder mit einer 180°-Drehung des Sensors, kann sichergestellt werden, dass der Empfänger die Laserlinie erfasst.

Die Verwendung der Software "Vision Assistant" erleichtert die Erkennung dieser Problemfälle.
5.2.3 Sättigung und Signalverlust
Der Sensor regelt die Belichtungszeit für die Aufnahme des Höhenprofils automatisch, sodass ein Sättigungszustand vermieden wird.
Stark spiegelnde Oberflächen reflektieren mit extremen Kontrasten das Laserlicht in Richtung des Sensors. In manchen Fällen führt dies dazu, dass einzelne Punkte innerhalb des Profilbereichs (ROI) nicht mehr erfasst werden können.
Durch eine leichte Veränderung der Sensorposition, können Signalverluste vermieden werden.
- seitliches oder frontales neigen des Sensors
• vergrößern oder verkleinern des Objektabstandes
5.2.4 Vermeidung von Mehrfachreflexionen

1: Sensor
2: Objekt
3: Mehrfachreflexion
Abb. 6
▶ Sensorposition leicht verändern – z. B. seitliches oder frontales Neigen, Abstand zum Objekt verkeinern / vergrößern.
5.2.5 Vermeidung von Verschmutzung und Umgebungslicht
Optische Sensoren sind vorzugsweise mit der Frontscheibe nach unten oder parallel zur Erdoberfläche auszurichten.
Hintergrund:
- Optische Sensoren sind empfindlich auf direkte Einstrahlung von Lichtquellen. Alltägliche Lichtquellen (Lampen, Sonne) strahlen typischerweise von oben.
- Optische Sensoren reagieren empfindlich auf Verschmutzungen, da diese die Betriebsreserve reduzieren.

Staubablagerungen können durch Einbau nach unten oder zur Seite verringert werden. Auf diese Weise können längere Reinigungsintervalle erzielt werden.

Es ist darauf zu achten, dass Sensoren, welche mit der Frontscheibe nach oben eingebaut sind, nicht auf Dachfenster oder Deckenlampen gerichtet sind.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen.
▶ Spannungsversorgung nach EN 50178, SELV, PELV sicherstellen. OPD100: cULus, Supply Class 2
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät wie folgt anschließen:
| OPD100 PNP/NPN | |
![]() | ![]() |
Adernfarben bei ifm-Kabeldosen:
1 = BN (braun), 2 = WH (weiß), 3 = BU (blau), 4 = BK (schwarz), 5 = GR (grau).
| Pin | kontinuierlicher Modus(Werkseinstellung) | Getriggerter Modus |
| 1 | VDD | VDD |
| 2 | OUT2 = Schaltausgang | OUT2 = Bereitschaftssignal(Schaltausgang) |
| 3 | GND | GND |
| 4 | OUT1 = Schaltausgang / IO-Link | OUT1 = Schaltausgang / IO-Link |
| 5 | Triggereingang von SPS | Triggereingang von SPS |

In der Betriebsart "kontinuierlicher Modus" sind OUT1 und OUT2 als antivalente Schaltausgänge konfiguriert.(→ 10.1)
In der Betriebsart "Getriggerter Modus" ist OUT2 als Bereitschaftssignal konfiguriert. ( → 10.2).

Antivalente Ausgänge übermitteln die gleiche sensorische Information mit gegensätzlichen Logikpegeln. Auf diese Weise steht gleichzeitig ein Öffner- und ein Schliesserschaltausgang zur Verfügung.
OUT1 kann z. B. für die Erkennung von Gutteilen verwendet werden, während OUT2 die Erkennung von Schlechtteilen signalisiert.
6.1 Betrieb mit IO-Link-Master
Das Gerät ist kompatibel mit IO-Link Masterportklasse A (Typ A).

Beim Betrieb mit IO-Link Masterportklasse B (Typ B) folgendes beachten: Das Gerät ist standardmäßig nicht kompatibel zur Masterportklasse B (Typ B). Pin 2 und Pin 5 werden für herstellerspezifische Funktionen verwendet. Dadurch kann die Hauptversorgungsspannung des Gerätes und die Zusatzspannung (Masterportklasse B an Pin 2/5) nicht galvanisch getrennt werden.
Mit der folgenden Konfiguration kann das Gerät mit der Masterportklasse B verwendet werden:
- Gerät und IO-Link-Master über 3 Leitungen verbinden: Pin 1, 3 und 4 des Gerätes mit dem IO-Link-Master verbinden (Pin 2 und 5 nicht verbinden).
7 Bedien- und Anzeigeelemente

| 1: | 1x LED gelb | Schaltzustand OUT1 |
| 2: | 1x LED grün | Leuchtende LED = Power |
| 3: | Grafikdisplay | Anzeige des gemessenen Übereinstimmungswertes. |
| 4: | Programmiertaste [ENTER] | Anwahl der Parameter und Bestätigen der Parameterwerte. |
| 5: | Programmiertaste [Taste hoch] | Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). |
| 6: | Programmiertaste [Taste runter] | Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). |
8 Inbetriebnahme
▶ Nach Montage, elektrischem Anschluss und Programmierung prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
▷ Bei korrekter Erstinbetriebnahme startet der Sensor mit dem "Geführten Teach" ( → 8.1). Die zuletzt durchgeführten Einstellungen werden vom Sensor intern gespeichert.

Beim ersten Einschalten nach einem Reset befindet man sich ebenfalls in dem "Geführten Teach", da bei einem Reset das eingelernte Referenzprofil gelöscht wird.

Lebensdauer einer Laserdiode: 50000 Stunden

Der Sensor sollte nach erfolgreichem Einlernvorgang nicht mehr bewegt werden. Jegliche Veränderung der Sensorposition führt dazu, dass das eingelernte Referenzprofil nicht mehr zuverlässig erkannt wird. Nach jeder Positionsänderung muss der Sensor erneut eingelernt werden.

Der Sensor benötigt eine Aufwärmphase von ≥ 10min. Die im Datenblatt spezifizierten Leistungsparameter sind erst nach Ablauf dieser Aufwärmphase gültig.
Das Einlernen von Objekten sollte ebenfalls in aufgewärmten Zustand erfolgen.
8.1 Geführter Teach
○ = [ENTER]
▲ = [Taste hoch]
▼ = [Taste runter]
8.1.1 Sprache auswählen
▶ Sensor in Betrieb nehmen.
▷ Verfügbare Sprachen werden im Display angezeigt.
▶ Gewünschte Sprache mit [Taste hoch] / [Taste runter] auswählen und mit [ENTER] bestätigen.
8.1.2 Objekt einlernen
Im nächsten Schritt wird das Einlernen des Profils eingeleitet.
▷ Im Display erscheint die Aufforderung [Gegenstand platzieren und bestätigen].
▷ Der Sensor sendet eine rote Laserlinie mit zwei grünen senkrechten ROI Marker aus.
▶ Sensor so platzieren, dass die Laserlinie den zu überwachenden Bereich überstreicht und sich das Objekt innerhalb des Arbeitsbereichs von 150...300mm befindet → 3.1 → Abb. 1.
▶ Den Einlernvorgang mit [ENTER] starten.
▷ Der Sensor vermisst mehrfach das Profil des Objektes / Hintergrundes.
▶ Mit [Taste hoch] / [Taste runter], [Bestätigen] oder [Zurück] auswählen und [ENTER] drücken.
- [Bestätigen]: eingelerntes Profil wird gespeichert.
- [Zurück]: Profil erneut einlernen.

Während der Messung sollte das Objekt nicht bewegt werden. Das Ende der Messung wird zusätzlich zur Displayanzeige durch ein zweimaliges Blinken der Laserlinie signalisiert.

Ist das zu erfassende Objekt außerhalb des Arbeitsbereiches (z. B. näher als 150mm oder ferner als 300mm), dann wird der Einlernvorgang abgebrochen. Die Meldung [Objekt außer Reichweite] erscheint für drei Sekunden. Danach wird ein neues Einlernvorgang gestartet.
8.1.3 Profilbereich (ROI) festlegen
Der Sensor bietet die Möglichkeit aus dem gesamten eingelernten Höhenprofil einen relevanten Profilbereich zu wählen (ROI). Der in diesem Profilbereich (ROI) enthaltene Profilausschnitt wird als Referenzprofil gespeichert und wird danach für die Ermittlung des Übereinstimmungswertes verwendet.

Anhand dieser Einschränkung kann die Bewertung des Höhenprofils auf das relevante Merkmal reduziert werden. Abweichungen an irrelevanter Stelle werden nicht berücksichtigt.
Im nächsten Schritt soll der relevante Profilbereich (ROI) festgelegt werden.
▷ Im Display erscheint die Auswahl [ROI definieren] und [Zurück].
▶ Mit [Taste hoch] / [Taste runter], [ROI definieren] oder [Zurück] auswählen und [ENTER] drücken.
- [ROI definieren]: Profilbereich aus dem eingelernten Gesamtprofil definieren.
- [Zurück]: Profil erneut einlernen.
| ▷ Im Display erscheint die Aufforderung [linken ROI Marker setzen]. ▶ Grüne Markierungslinie mittels [Taste hoch] / [Taste runter] verschieben. ▷ Die linke Markierungslinie verschiebt sich. ▶ Nach Erreichen der gewünschten Position mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Position der linken Markierungslinie ist festgelegt. ▷ Der eingegrenzte Bereich wird erneut erfasst (neues Profil) | |
![]() | |
| ▷ Im Display erscheint die Aufforderung [rechten ROI Marker setzen]. ▶ Grüne Markierungslinie mittels [Taste hoch] / [Taste runter] verschieben. ▷ Die rechte Markierungslinie verschiebt sich. ▶ Nach Erreichen der gewünschten Position mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Position der rechten Markierungslinie ist festgelegt. ▷ Der eingegrenzte Bereich wird erneut erfasst (neues Profil) | |
![]() | |

Rote Linie im Display: symbolisiert, den von der Laserlinie erfassten Bereich.
Weiße Markierung: symbolisiert die feste Markierungslinie. Grüne Pfeilmarkierung: symbolisiert die zu verschiebende Markierungslinie.

Die Standardeinstellung für den relevanten Profilbereich (ROI) umfasst die gesamte Arbeitsbereichsbreite. Werden die Markierungen nicht verschoben, sondern nur bestätigt, dann wird das gesamte eingelernte Profil für die Bewertung herangezogen.
8.1.4 Position des Referenzprofils festlegen
Im vorherigen Schritt wurde aus einem relevanten Profilbereich (ROI) ein Referenzprofil eingelernt. Im nächsten Schritt soll festgelegt werden, in welchem Bereich das gemessene Höhenprofil gesucht werden soll. Dabei gibt es zwei Auswahlmöglichkeiten:
Fest:
Das Referenzprofil wird auf dem, beim Einlernvorgang festgelegten, Profilbereich (ROI) gesucht. Im Betrieb müssen die zu überwachenden Objekte sehr genau, wie im Einlernvorgang, positioniert werden.
Variabel:
Aufgrund von maschinellen und manuellen Verschiebetoleranzen ist es jedoch nicht immer möglich das zu überwachende Objekt lagerichtig zu positionieren. Über die Auswahl [variabel] kann diese Problematik umgangen werden. Das eingelernte Referenzprofil wird auf dem gesamten erfassten Höhenprofil gesucht. Das eingelernte Referenzprofil kann trotz Lageänderung entlang der X- und Z-Achse erfolgreich erkannt werden.
Marker-Funktion:
Beim Einlernvorgang wird der relevante Profilbereich (ROI) anhand zweier grün projizierten, vertikalen Markierungslinien (ROI Marker) angezeigt. Für den Anwender wird so ersichtlich, welcher Bereich der Laserlinie als ROI festgelegt ist. Nach Beenden des Einlernvorgangs werden die Markierungslinien ausgeblendet. Diese können jedoch manuell eingeblendet werden ( → 11.1 Parametrierung Grundfunktionen).
Im nächsten Schritt soll die Position des ROI festgelegt werden.
▷ Im Display erscheint die Auswahl [fest], [variabel] und [zurück].
▶ Mit [Taste hoch] / [Taste runter] [Fest], [Variabel] oder [Zurück] auswählen und [ENTER] drücken.
- [Fest]: Die Verschiebung des Objektes ist nicht zulässig.
- [Variabel]: Die Verschiebung des Objektes in X-Richtung (entlang der Laserlinie) und in Z-Richtung ist zulässig.
- [Zurück]: Rücksprung zu → 8.1.3 Profilbereich (ROI) festlegen.
8.1.5 Schaltschwelle
Im nächsten Schritt soll eine Schaltschwelle für den Schaltausgang festgelegt werden. Die Standardeinstellung der Schaltschwelle liegt bei 90%.

▷ Der Sensor nimmt kontinuirlich neue Höhenprofile auf und vergleicht diese mit dem eingelernten Referenzprofil.
▷ Der Übereinstimmungswert wird im Display angezeigt.

Übereinstimmungswert > Schaltschwelle (Standard = 90%), dann erscheint die Messwertanzeige in grün → Gutteil.
Übereinstimmungswert < Schaltschwelle (Standard = 90%), dann erscheint die Messwertanzeige in rot → Schlechtteil.
Im gemessenen Übereinstimmungswert werden natürliche Schwankungen (Rauschen, Drift) erfasst. Diese Messwertschwankungen führen dazu, dass der Übereinstimmungswert, selbst bei erneutem Messen des eingelernten Objektes, in der Regel < 100% beträgt. (→ 3.2.1)
▷ Im Display erscheint die Auswahl [Schwelle anpassen], [Einstellungen speichern] und [Zurück].
▶ Mit [Taste hoch] / [Taste runter] auswählen und [ENTER] drücken.
- [Schwelle einstellen]:.
▶ Mit [Taste hoch] / [Taste runter] den Wert für die neue Schwelle einstellen und mit [ENTER] bestätigen.
- [Einstellungen speichern]: Erstinbetriebnahme wird abgeschlossen und der Sensor wird in den RUN Modus versetzt.
- [Zurück]: Rücksprung zu → 8.1.4 Position des Referenzprofils festlegen.

Durch Probieren von Gutteilen / Schlechtteilen mit unterschiedlichen Schaltschwellen, kann eine auf die Applikation optimierte Einstellung erfolgen. Die Bewertung Gutteil / Schlechtteil wird über das Display angezeigt.
Über die erweiterten Funktionen ist es möglich die Farbzuordnungen individuell einzustellen.
Standard: grüner Wert → Gutteil / roter Wert → Schlechtteil
8.1.6 Run Modus
Nach Inbetriebnahme mittels „Geführter Teach“ wurde der Sensor in den Run Modus überführt. Das Gerät ist jetzt Einsatzbereit.
Es erfasst kontinuierlich Profile und vergleicht diese mit dem eingelernten Referenzprofil auf Basis der eingestellten Schaltschwelle.
Das Ergebnis (Gutteil / Schlechtteil) wird ausgegeben:
- Visuell über Display:
- Gutteil: Übereinstimmungswert leuchtet grün, wenn Übereinstimmungswert ≥ Schaltschwelle
-
Schlechtteil: Übereinstimmungswert leuchtet rot, wenn Übereinstimmungswert < Schaltschwelle
-
Visuell über Schaltanzeige: Leuchtet in Abhängigkeit der eingestellten Funktion
- Schaltausgang: OUT1 ist je nach eingestellter Funktion geschaltet oder nicht geschaltet.

1: Statuszeile

In der Statuszeile des Displays werden Messzustände signalisiert:
- Running: → Ungestörter Betrieb
- Warnungen / Fehler : → siehe Fehlertabelle (→ 13 Fehlerbehebung).
9 Menü
9.1 Grundfunktionen

○ = [ENTER]
▲ = [Taste hoch]
▼ = [Taste runter]
9.2 Erweiterte Funktionen

○ = [ENTER]
▲ = [Taste hoch]
▼ = [Taste runter]

○ = [ENTER]
▲ = [Taste hoch]
▼ = [Taste runter]

O = [ENTER]
▲ = [Taste hoch]
▼ = [Taste runter]
10 Betriebsarten
10.1 Kontinuierlicher Modus
Der "Kontinuierliche Modus" ist die Werkseinstellung.
Der Sensor misst kontinuierlich und vergleicht die gemessenen Profile, unter Berücksichtigung der Schaltschwelle, mit dem eingelernten Referenzprofil.
10.2 Getriggerter Modus
In diesem Modus startet der Sensor eine Messung nach Eingang eines externen Triggersignals.
Der Sensor vergleicht das einmalig aufgenommene Profil, unter Berücksichtigung der Schaltschwelle, mit dem eingelernten Referenzprofil.
Das externe Triggersignal muss von der übergeordneten Prozesssteuereinheit (z. B. SPS) zur Verfügung gestellt werden und kann entweder physisch über Pin 5 oder mittels IO-Link übertragen werden.
Der Sensor signalisiert anschließend den erfolgreichen Start der Messung, sowie etwas später das Vorliegen der Schaltinformation mittels Schaltausgang 2 (Bereitschaftssignal) bzw. IO-Link. Die übergeordnete Steuereinheit hat währenddessen die volle Kontrolle über den Bewertungszeitpunkt (→ Abb. 7).

Abb. 7
1: Zeit
2: Triggersignal
3: Bereitschaftssignal
4: Schaltsignal
5: Positive Triggerflanke / Bereitschaftssignal wird zurückgesetzt
6: Schaltsinformation wird gesetzt
7: Schaltinformation ist vorhanden (Messung beendet) / Bereitschaftssignal wird gesetzt

Diese Betriebsart empfiehlt sich insbesondere bei dynamischen Applikationen. Die übergeordnete Prozesseinheit startet erst dann eine Messung, wenn das zu bewertende Objekt stillsteht. Der Schaltausgang korrespondiert dann mit genau diesem Zustand des Objektes.
Die [Trigger-Verzögerung] verzögert den Start der Messung (bezogen auf das externe Triggersignal). Das vom Sensor kommende Bereitschaftssignal wird dadurch nicht beeinflusst bzw. verzögert.
11 Parametrierung
Das Gerät verbleibt während der Parametrierung intern im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit den bestehenden Parametern weiter aus, bis die Veränderung abgeschlossen ist.
Die Werkseinstellungen befinden sich am Ende der Anleitung ( → 16 Werkseinstellung).
11.1 Parametrierung Grundfunktionen
In der Parametrierebene Grundfunktionen, gibt es folgende Parameter zur Auswahl:
| Parameter | Beschreibung |
| [Schwelle einstellen] | Schaltschwelle einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste hoch] / [Taste runter] die Schaltschwelle auf den gewünschten Wert einstellen. ▶ Wert mit [ENTER] bestätigen. ▷ Neuer Schwellenwert wird übernommen. |
| [ROI Marker] | Anzeige der ROI Marker auf der Laserlinie ein-/ausschalten Wurde im Einlernvorgang eine [feste] Position des Referenzprofils gewählt, dann zeigen die ROI Marker den beim Einlernvorgang definierten Profilbereich (ROI) an. Wurde hingegen eine [variable] Position gewählt, dann zeigen die ROI Marker den gesamten Arbeitsbereich an ( → 8.1.4). ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [Nein] / [Ja] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Je nach Auswahl werden die grünen ROI Marker auf der Laserlinie ein- bzw ausgeschaltet. Markierungslinien werden nicht angezeigt, wenn der Sensor über die Software "Vision Assistant" angesteuert wird. |
| [Neues Profil] | Neues Profil einlernen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [NEIN] / [JA] auswählen. ▶ [JA] auswählen und mit [ENTER] bestätigen. ▷ Bestehendes Profil wird gelöscht. ▷ Sensor wechselt in den „Geführten Teach“. ▷ In der Anzeige erscheint die Meldung [Gegenstand platzieren und bestätigen drücken]. ( → 8 Inbetriebnahme) |
| [Erweiterte Funktionen] | Wechsel in die Menüebene für erweiterte Funktionen( → 9.2 Erweiterte Funktionen) |
| [Zurück] | Parametrierung beenden ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt in den Runmodus. |
11.2 Parametrierung Erweiterte Funktionen
In der Parametrierebene Erweiterte Funktionen, gibt es folgende Parameter zur Auswahl:
| Parameter | Beschreibung |
| [Werkseinstellung] | Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [NEIN] / [JA] auswählen. ▶ [JA] auswählen und mit [ENTER] bestätigen. ▷ Sensor setzt alle Parameter auf Werkseinstellung zurück und wechselt in den „Geführten Teach“. |
| [Geräte-Informationen] | Sensor Informationen. ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] durch die Informationszeilen navigieren. |
| [Konfiguration] | Konfiguration Betriebsart und Schaltausgänge (→ 11.2.1) ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt in die Konfigurationseinstellungen. ▶ Mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] eine der folgenden Optionen auswählen.1. [Getriggerter Modus]2. [Triggerquelle]3. [Trigger-Verzögerung]4. [Integrationszeit]5. [Ausgangsfunktion]6. [Ausgangslogik]7. [Zurück] |
| [Anzeige] | Konfiguration Anzeige ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt in die Anzeigeeinstellungen. ▶ Mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] eine der folgenden Optionen auswählen.1. [Helligkeit]2. [Farbe]3. [Sprache]4. [Zurück] |
| [Zurück] | Parametrierung beenden ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt in die Menüebene 1. |
11.2.1 Untermenü [Konfiguration]
| [Getriggerter Modus] | Betriebsart einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [CONT] / [TRIG] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Betriebsart wird übernommen. [CONT]: Kontinuierlicher Triggermodus → 10.1[TRIG]: Getriggerter Modus → 10.2 |
| [Triggerquelle] | Quelle für das Triggersignal einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [HW] / [PDOUT] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Das Eingangssignal wird übernommen. HW: Das Eingangssignal über Pin 5 anlegen. Die Logik Pegel (npn / pnp) werden unter [Ausgangslogik] definiert PDOUT: Das Eingangssignal wird über den IO-Link Master (IO-Link Betrieb) übermittelt. |
| [Trigger-Verzögerung] | Verzögerungszeit von Triggersignal bis Start Messung einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] gewünschten Wert (0...5000 ms) auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Verzögerungszeit wird übernommen. |
| [Integrationszeit] | Belichtungszeit einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [Auto] / [0...10 ms] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Belichtungszeit wird übernommen Bei der Werkseinstellung [AUTO] wird die Belichtungszeit vom Sensor selbstständig ermittelt und geregelt. Eine feste Einstellung der Integrationszeit kann sinnvoll sein, wenn ein dunkler relevanter Bereich inmitten spiegelnder Fläche zuverlässig bewertet werden soll. |
| [Ausgangsfunktion] | Einstellung der Schaltfunktion für OUT1 ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [High active] / [Low active] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Ausgangsfunktion für OUT1 wird übernommen. High active: OUT1 ist eingeschaltet,wenn Übereinstimmungswert > Schaltschwelle. Low active: OUT1 ist eingeschaltet,wenn Übereinstimmungswert < Schaltschwelle. Im Triggermodus [CONT], wird OUT2 automatisch als antivalenter Schaltausgang zu OUT1 eingestellt. |
| [Ausgangslogik] | Schaltlogik für alle Ein- und Ausgänge einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [PNP] / [NPN] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Schaltlogik wird übernommen. |
| [Zurück] | Parametrierung beenden ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt auf [Konfiguration]. |
11.2.2 Untermenü [Anzeige]
| [Helligkeit] | Anzeigehelligkeit einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der zwei Optionen [ON] / [OFF] auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Anzeigehelligkeit wird übernommen. |
| [Farbe] | Anzeigefarbe für den Übereinstimmugswert einstellen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] gewünschten Option auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Anzeigefarbe für den Übereinstimmungswert wird übernommen. OptionenG1ou: grün = Gutteilr1ou: rot = Gutteil White: Übereinstimmungswert immer weißRed: Übereinstimmungswert immer rotGreen: Übereinstimmungswert immer grün |
| [Sprache] | Menüsprache auswählen ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen und mittels [Taste Hoch] / [Taste runter] einen der Optionen auswählen. ▶ Auswahl mit [ENTER] bestätigen. ▷ Die Menüsprache wird übernommen |
| [Zurück] | Parametrierung beenden ▶ Parameter mit [ENTER] bestätigen. ▷ Anzeige wechselt auf [Anzeige]. |
12 IO-Link
12.1 Allgemeine Informationen
Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link Kommunikationsschnittstelle, welche für den Betrieb eine IO-Link-fähige Baugruppe voraussetzt (IO-Link Master).
Die IO-Link Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf Sensorwerte und Parameter und bietet die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren.
Des Weiteren ist die Kommunikation über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einem USB-Adapterkabel möglich.
Weitere Informationen zu IO-Link finden Sie unter www.ifm.com.
12.2 Gerätespezifische Informationen
Die zur Konfiguration des IO-Link Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Sensorwerte, Diagnoseinformationen und Parameter finden Sie in der tabellarischen Übersicht unter www.ifm.com.
12.3 Parametrierwerkzeuge
Alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link Hardware und Software finden Sie unter www.ifm.com.
12.4 Funktionsumfang
Mit IO-Link stehen sämtliche Funktionen und Messdaten zur Verfügung, auf die auch über das Display und Tastenbedienung direkt am Gerät zugegriffen werden kann.
Alle Funktionen werden in der IODD ausführlich beschrieben.
13 Fehlerbehebung
13.1 Fehleranzeigen im Display
| Anzeige | Mögliche Ursache | Lösung |
| Running | Sensor ist im Normalbetrieb. Es liegt keine Störung vor. | Kein Handlungsbedarf |
| Gegenstand außerhalb des Messbereichs | Objekt liegt außerhalb (zu weit / zu nah) des Arbeitsbereichs. Höhenprofil und Übereinstimmungswert können nicht ermittelt werden. | Abstand zu Objekt vergrößern. Erfasstes Profil muss sich im Abstandsbereich 150...300mm befinden. |
| Kurzschluss an OU1 | Kurzschluss in Schaltausgang 1 | Verdrahtung überprüfen. |
| Kurzschluss an OU2 | Kurzschluss in Schaltausgang 2 | Verdrahtung überprüfen. |
13.2 Fehleranzeigen in der Software "Vision Assistant"
| Anzeige | Mögliche Ursache | Lösung |
| Low amplitude | Datenpunkte von der erfassten Laserlinie weisen eine sehr niedrige Intensität auf. | Alle Datenpunkte (352) betroffen:• Objekt liegt außerhalb des Arbeisbereichs oder ist extrem dunkel. ▶ Distanz zu Objekt prüfen. Wenige Datenpunkte betroffen:• Objekt weist hohe Helligkeitsunterschiede auf.• Aufgrund der Beschaffenheit des Objektes können einige reflektierte Laserstrahlen nicht in den Empfänger gelangen. ▶ Sensor- oder Objektposition ändern. |
| High amplitude | Datenpunkte von der erfassten Laserlinie weisen eine sehr hohe Intensität auf. | Bei einer fixen Integrationszeit: ▶ Zeit verkleinern oder auf [Auto] umstellen. Bei hohen Helligkeitsunterschieden: ▶ Sensor- oder Objektposition ändern. |
| Laserlinie ist zu dick aufgrund:- Transluzente Oberfläche wie z. B. Haut, Radiergummi- Mehrwegausbreitungen an glänzenden Oberflächen | ▶ Abstand zu Objekt vergrößern. ▶ Sensor- oder Objektposition ändern. | |
| Multiple lines | Sensor empfängt mehrere Reflexionen aufgrund:- Halbtransparente Objekte, Laserlinie wird an zwei Ebenen reflektiert- Glänzende Oberflächen an scharfkantigen Profilen | ▶ Einfallwinkel ändern. Wenn möglich Hintergrund abdunkeln. ▶ Sensor- oder Objektposition ändern. |
| Too near / far | Datenpunkte außerhalb des Arbeitsbereichs in Z-Richtung (< 150mm, >300mm) | ▶ Objekt innerhalb des Arbeitsbereichs platzieren (150...300mm). |

Die erfassten Profilbilder bestehen aus 352 Datenpunkten. Die fehlerbehafteten Datenpunkte werden in "Vision Assistant" als gestrichelte Linie dargestellt. Diese Datenpunkte werden nicht für die Ermittlung des Übereinstimmungswertes herangezogen.
In "Vision Assistant" werden für das aktuell gemessene Höhenprofil die Datenfehler und die Anzahl der betroffenen Datenpunkte angezeigt. Z. B.
Datenfehlertyp
Anzahl betroffener Datenpunkte
| Low amplitude | 5 |
13.3 Sonstiges Fehlverhalten
| Situation | Mögliche Ursache | Lösung |
| Objekt kann nicht eingelernt werden. Es wird "Gegenstand außerhalb des Messbereichs" gemeldet, obwohl sich das Objekt im Arbeitsbereich 150...300mm befindet. | Aufgrund einer Frontalverschiebung des Sensors und der Beschaffenheit des Objektes / Hintergrundes können einige reflektierte Laserstrahlen nicht in den Empfänger gelangen (→ 5.2.2 Frontale Neigung). | ▶ Sensorposition leicht verändern (frontales Neigen, Abstand zu Objekt verkleinern / vergrößern). ▶ Wenn möglich Sensor oder Werkstück um 180° drehen. |
| Sensor wurde erfolgreich eingelernt. Übereinstimmungswert ist jedoch sehr niedrig (auch beim eingelernten Objekt). | Sensor wurde nach dem Einlernvorgang bewegt. Info: Sensor sollte nach erfolgreichem Einlernvorgang [Geführter Teach] nicht mehr bewegt werden. Jegliche Veränderung der Position führt dazu, dass das eingelernte Referenzprofil nicht mehr zuverlässig erkannt wird. | ▶ Sensor erneut einlernen. |
| Sensor wurde erfolgreich eingelernt. Bei sehr ähnlichen Werkstücken ist der Übereinstimmungswert deutlich niedriger als 90%. | Die neuen Werkstücke können eine leicht abweichende Oberflächenbeschaffenheit aufweisen, z. B. spiegelnde Oberflächen. | ▶ Sensor leicht frontal oder seitlich neigen und neu einlernen. ▶ Oder prüfen, ob die Breite des Referenzprofils weiter eingeschränkt werden kann. Sensor danach neu einlernen. ▶ Oder [Integrationszeit] manuell anpassen. ▶ Oder Schaltschwelle verkleinern. |
| Sensor ist seit einiger Zeit im Betrieb. Gutteile werden als Schlechtteile bewertet. Der Übereinstimmungswert ist unterhalb des gesetzten Schaltschwelle. | Sensor wurde unbeabsichtigt bewegt. | ▶ Sensor erneut einlernen. |
| Frontseite des Sensors ist verschmutzt. | ▶ Sensorvorderseite reinigen. ▶ Ggf. Sensorausrichtung zur Vermeidung von Verschmutzung verändern und Sensor neu einlernen |
14 Wartung, Instandsetzung, Entsorgung
Die Instandsetzung defekter Sensoren ist nur durch den Hersteller erlaubt.
▶ Die Frontscheibe des Gerätes von Verschmutzung freihalten.
▶ Das Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Das Modulgehäuse nicht öffnen. Es befinden sich keine Komponenten im Inneren, die vom Benutzer selbst gewartet werden könnten.
15 Maßzeichnung



Maße in mm
1: Programmiertasten
2: Farbdisplay
3: Sender
4: Empfänger
16 Werkseinstellung
| Parameter | Einstellbereich | Werkseinstellung | Eigene Einstellung |
| Schaltschwelle [%] | 0...100 | 90 | |
| Anzeige ROI Marker in Run Modus | JA / NEIN | NEIN | |
| Betriebsart (Triggermodus) | CONT (kontinuirliche Messung) / TRIG (externer Trigger) | CONT | |
| [Triggerquelle] | HW / PDOUT | HW | |
| Trigger - Verzögerung [ms] | 0; 10...5000 | 0 | |
| Integrationszeit [Schritt] | Auto; 1; 2...10 | Auto (automatisch vom Sensor geregelt) | |
| Ausgangsfunktion | High active Low active | High active | |
| Ausgangsschaltlogik | PNP / NPN | PNP | |
| Helligkeit | ON / OFF | ON | |
| Farbe | G1ou; r1ou; White; Red; Green | G1ou | |
| Sprache | EN; DE; FR; ... | EN |
Technische Daten und weitere Informationen unter www.ifm.com




Belichtungszeit vom Sensor selbstständig ermittelt und geregelt. Eine feste Einstellung der Integrationszeit kann sinnvoll sein, wenn ein dunkler relevanter Bereich inmitten spiegelnder Fläche zuverlässig bewertet werden soll.