408401 - Messgeräte Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG 408401 Jumo
Serie der kapazitiven Grenzstandmelder

Weitere Informationen und Downloads

1 Zu dieser Dokumentation ....5
1.1 Zweck....5
1.2 Zielgruppe....5
1.3 Begriffsdefinitionen ....5
1.4 Symbole 5
2 Sicherheit....6
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
2.2 Qualifikation des Personals 6
2.3 Risikobeurteilung 6
2.4 Heiße Oberfläche 7
2.5 Gefahrstoffe 7
2.6 Mechanische Belastung .....7
2.7 Hybride Gemische 7
2.8 Transport- und Lagerschäden....7
3 Beschreibung ....8
3.1 Aufbau....8
3.2 Funktion 9
3.3 Typenschild....10
3.4 Lieferumfang....11
4 Technische Daten ....12
4.1 Elektrische Daten 12
4.2 Eingänge....12
4.3 Ausgänge 12
4.4 Schnittstelle....13
4.5 Anzeige....13
4.6 Umwelteinflüsse 13
4.7 Mechanische Eigenschaften....14
4.8 Abmessungen....15
4.8.1 Gerät....15
4.8.2 Prozessanschlüsse....16
4.8.3 Kabel....18
5 Montage ....19
6 Elektrischer Anschluss....22
6.1 Anschlusselemente....25
6.1.1 Anschlussbelegung....25
6.2 Anschlussbeispiele 26
Inhalt
7.1 Funktionen ....28
7.1.1 Aufbau des Bedienmenüs....28
7.1.2 Vorbereitung und Aufbau der IO-Link-Kommunikation .....28
7.1.3 Teach-In-Funktion....29
7.1.4 Schaltpunkt und Schaltfunktion....30
7.1.5 Fensterfunktion, Medienerkennung und Medienunterscheidung .....32
7.1.6 Schaltverzögerung 33
7.1.7 Pulsweitenmodulation....34
7.1.8 Erkennung des Verschmutzungsgrades....34
7.1.9 Auto-Kalibrierung 34
8 Parametrierung ....35
9 Fehlerbehebung ....39
9.1 Diagnoseereignisse 41
10 Wartung und Reinigung ....43
11 Außerbetriebnahme .... 44
11.1 Demontage 44
11.2 Dekontamination....44
11.3 Rücksendung 44
11.4 Entsorgung 44
12 Zubehör ....45
1.1 Zweck
Diese Dokumentation ist Teil des Geräts und beinhaltet alle Informationen für die sichere und bestimmungsgemäße Verwendung für alle Phasen des Produktlebenszyklus.
Wenn die Dokumentation und die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden, können Lebensgefahr und Sachschaden durch Fehlgebrauch die Folge sein.
• Die Dokumentation und die Sicherheits- und Warnhinweise lesen und befolgen.
• Die Dokumentation unversehrt, jederzeit vollständig lesbar und leicht zugänglich aufbewahren.
- Bei Fragen zu Gerät und Dokumentation den Hersteller kontaktieren.
1.2 Zielgruppe
Diese Dokumentation richtet sich in allen Phasen des Produktlebenszyklus an ausgebildetes Personal der Elektrotechnik und des Maschinen- und Anlagenbaus.
1.3 Begriffsdefinitionen
| Verwendung im Dokument Definition | |
| Gerät, Produkt Kapazitiver Grenzstandmelder | |
| Medium Flüssigkeiten oder Feststoffe |
1.4 Symbole

WARNUNG!
Das Signalwort „WARNUNG“ kennzeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr.
Die Nichtbeachtung kann zum Tode oder zu schwersten Verletzungen führen.
▶ Die Anweisungen im Warnhinweis unbedingt beachten und ihnen Folge leisten!
ACHTUNG!
Das Signalwort „ACHTUNG“ kennzeichnet mögliche Sachschäden.
Die Nichtbeachtung kann zu Schäden an Geräten, Anlagen oder der Umwelt führen.
▶ Die Anweisungen im Hinweis zur Vermeidung von Schäden beachten!

VERWEIS!
Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Abschnitten, Kapiteln oder anderen Anleitungen hin.
2 Sicherheit
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der kapazitive Grenzstandmelder misst den Grenzstand von festen und flüssigen Medien in Anwendungen mit Anforderungen für Über- und Trockenlaufschutz und dient zur Medienerkennung, z. B. bei Separations- und Reinigungsvorgängen.
Das Gerät ist für die Montage in drucküberlagerten Tanks, Rohrleitungen, Behältern, in hygienischen Bereichen sowie als Teil von Überfüllsicherungen nach WHG geeignet und kann in explosionsgeschützten Bereichen eingesetzt werden.
Behälter für Flüssigkeiten Behälter für Schüttgut

A Überfüllsicherung, Vollmelder A Überfüllsicherung, Vollmelder
B Prozessgrenzstand B Prozessgrenzstand
C Trockenlaufschutz, Leermelder C Trockenlaufschutz, Leermelder
Bei Anschluss an eigensichere Stromkreise erfüllt das Gerät in Ausführung eigensicher [Ex i] die Anforderungen für Explosionsgruppe II der Kategorien 1 G und 1 D sowie 2 G und 2 D. Das Gerät eignet sich für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich der Zone 0, 1 und 2 bei Gas (G) und Zone 20, 21 und 22 bei Staub (D). Dazu muss ein zertifizierter, eigensicherer Trennverstärker [Ex ia] verwendet werden.
Bei Nichtbeachtung der bestimmungsgemäßen Verwendung oder der sicherheitsrelevanten Festlegungen dieser Betriebsanleitung erlischt die Ex-Zulassung.
Die Betriebsanleitung ist Teil des Gerätes. Das Gerät ist ausschließlich für den Einsatz gemäß dieser Betriebsanleitung bestimmt.
2.2 Qualifikation des Personals
Für alle Phasen des Produktlebenszyklus des Geräts wird Personal mit folgenden Eigenschaften vorausgesetzt:
- Ausgebildetes Personal der Elektrotechnik und des Maschinen- und Anlagenbaus.
- Das Personal ist mit dieser Dokumentation und den darin enthaltenen Sicherheitshinweisen und Warnungen vertraut.
2.3 Risikobeurteilung
Bei explosionsgeschützten Ausführungen muss der Betreiber das Explosionsschutzdokument für die Anlage erstellen und die Zoneneinteilung sowie die Risikobeurteilung durchführen (z. B. auf Basis der ATEX 0137).
2.4 Heiße Oberfläche
Heiße Medien können zu heißen Geräteoberflächen führen und eine Verletzungsgefahr darstellen.
- Das Gerät und die Anlage abkühlen lassen.
• Geeignete Schutzausrüstung tragen. - Bei Bedarf Berührungsschutz installieren.
2.5 Gefahrstoffe
Gefahrstoffe als Medium können zu abrasiven und korrosiven Schäden von mediumberührten Bauteilen des Produkts führen. Medium kann austreten und eine Brandgefahr sowie eine Gesundheitsgefährdung darstellen.
Risikobeurteilung unter Berücksichtigung des Sicherheitsdatenblatts des betreffenden Gefahrstoffs für Montage, Betrieb, Wartung, Reinigung und Entsorgung durchführen:
- Abgleich und systematisches Kontrollieren der Beständigkeit der mediumberührten Bauteile des Produkts und der zulässigen Umgebungsbedingungen.
- Prüfung der Gefährdung von Mensch und Umwelt.
- Prüfung der Brandgefahr aufgrund der Werkstoffe des Produkts, der zulässigen Umgebungsbedingungen und der Spannungsversorgung.
2.6 Mechanische Belastung
Mechanische Belastungen von Gerät und Prozessanschlüssen können zu Leckagen führen.
- Das Gerät und die Prozessanschlüsse nicht mechanisch belasten.
• Die Dichtheit der Prozessanschlüsse systematisch kontrollieren.
2.7 Hybride Gemische
Hybride Gemische sind explosionsfähige Gemische aus brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln mit brennbaren Stäuben. Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche, in denen hybride Gemische vorhanden sind, müssen für diesen Einsatz besonders geprüft sein. Die Überprüfung der Eignung des Betriebsmittels für solche Einsätze liegt in der Verantwortung des Betreibers.
2.8 Transport- und Lagerschäden
Das Gerät kann beschädigt werden, wenn es beim Transport unzureichend geschützt und/oder unsachgemäß gelagert wird.
• Das Gerät vor Nässe und Schmutz geschützt in einer stoßfesten Verpackung transportieren.
• Die zulässigen Lagertemperaturen auch beim Transport einhalten.
- Alle elektrischen und mechanischen Anschlüsse vor Beschädigung schützen.
• Das Gerät trocken und staubfrei lagern.
- Den Lagertemperaturbereich des Gerätes beachten.
3 Beschreibung
3.1 Aufbau

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(1)1 Anschlusskabel 1 M12-Steckverbinder, 4-polig

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(1) (2) (3) (4) (5)2 Gehäuse, SW22
3 Prozessanschluss
4 Einschweißmuffe (Zubehör)
5 PEEK-Spitze
3.2 Funktion
Das Gerät sendet von der PEEK-Spitze ein elektrisches Feld. Bei sich näherndem Medium wird im elektrischen Feld die Kapazität des Kondensators verändert. Der Kondensator wird durch die PEEK-Spitze und das Gehäuse bzw. die Behälter- oder Rohrwand gebildet. Das Medium muss ein Mindestmaß an Leitfähigkeit (Dielektrizität, Permittivität [er]) besitzen. Die Änderung des elektrischen Feldes wird von der Elektronik des Geräts erfasst, weiterverarbeitet und als Ausgangssignal bzw. Schaltsignal weitergegeben, z. B. an eine SPS.

Abb. 3-1 Schematische Darstellung der Kapazitätsänderung bei Mediendetektion
3 Beschreibung
3.3 Typenschild

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JUMO 1 +Vs 2 Out2 3 GND 4 Out 1 (1) JUMO GmbH & Co. KG Moritz-Juchheim-Str. I 36039 Fulde, GERMANY Type 408401/362 TN 00123456 F-No. 0123456701018010123 Medium temperature Pressure -40.115°C -1.60 bar DC 9,6..30 V / 15 W (7) PNP (11) (12) (13) (14) (8) Ex CE 0044 (15) (9) II I G Ex ia II C T4 Ga II I D Ex ta IIIC T200 100 °C Da SEV 22 ATEX 0634 X Ex ia II C T4 Ga Ex ta IIIC T200 100 °C Da IECEx SEV 22.0036X U≤30V li≤100mA Pi≤750mW (16) (10) c R US !1 Hersteller 9 Ex-Angaben
2 Typ 10 UL-Kennzeichnung
3 Teilenummer (TN) 11 Pinbelegung
4 Fabrikationsnummer (F-No.) 12 DMC-Code
5 Medientemperatur 13 Druckbereich
6 Eingang 14 TAG-Nummer
7 Ausgang, Spannungsversorgung 15 EU-Kennzeichnung
8 Ex-Kennzeichnung 16 Gerätedokumentation lesen!
3.4 Lieferumfang
Gerät in bestellter Ausführung
Betriebsanleitung
4.1 Elektrische Daten
| Spannungsversorgung DC 24 V SELVPNP, NPN, push-pull DC 9,6 bis 36 VIO-Link DC 18 bis 32 VExplosionsschutz Ex i | DC 9,6 bis 30 V |
| Leistungsaufnahmea | |
| Leerlauf 0,45 WSchaltbetrieb bei 2 Ausgängen 15 IO-Link-Betrieb 0,5 WSchutzklasse 3Überspannungskategorie IIVerschmutzungsgrad | W2 |
| Elektrischer AnschlussAnschlusselemente | M12-Steckverbinder |
| AnschlusskabelTemperaturbeständigkeit | ≥ 90 °C |
| Elektrische SicherheitAnforderungen | DIN EN 61010-1:2023Das Gerät muss mit einem Stromkreis versorgt werden, der den Anforderungen an „Energiebegrenzte Stromkreise“ genügt. |
^a Die Gerätekennzeichnung weist eine maximale Leistungsaufnahme im Schaltbetrieb mit 2 Ausgängen inklusive Eigenbedarf aus. Die tatsächliche Leistungsaufnahme ist abhängig von der angeschlossenen Last.
4.2 Eingänge
| Hysterese ±1 mm | |
| Wiederholbarkeit | ±1 mm |
| Einschaltverzögerung | < 2 s, in dieser Zeit sind die Schaltausgänge gesperrt |
| SchaltverzögerungBei Bedecken des SensorsBei Freiwerden des Sensors | Einstellbar 0,3 bis 60 s0,5 s1 s |
| Filterzeitkonstante | Einstellbar 0 bis 100 s |
4.3 Ausgänge
| AnzahlBei IO-Link-BetriebBei SchaltbetriebBei PNP, NPN, push-pull | 1 (Ausgangssignal nach IO-Link-Kommunikationsstandard Version 1.1)2 (SIO-Mode; SIO = Standard IO)2 |
| Funktionen | Hysterese- oder Fensterfunktion, Schaltfunktion Öffner oder Schließer, Ausgang p-schaltend (PNP) oder n-schaltend (NPN), Ein- und Ausschaltverzögerung, Pulsweitenmodulation (PWM), Erkennung des Verschmutzungsgrades, Nassabgleich mit Medium |
| Pulsweitenmodulation (PWM)Periodendauer einstellbarTastverhältnis | 50 bis 1000 ms0 bis 100 % |
| Schaltstrom | ≤ 200 mA pro Ausgang |
| Spannungsabfallam Schalttransistor | ≤ 1 V |
| Kurzschlussfestigkeit Ja (getaktet) | |
| Verpolungsschutz Ja | |
| Strombegrenzung Ja |
4.4 Schnittstelle
IO-Link
| Kommunikation Über Endgerät mit IO-Link-Master und Gerätebeschreibungsdatei (IODD) | |
| Kommunikationsschnittstelle IO-Link-Device V 1.1 | |
| Datenübertragungsrate (Baudrate) COM 3 (230,4 kBaud) | |
| Max. Leitungslänge 20 m, ungeschirmt | |
| Min. Zykluszeit 0,7 ms | |
| Funktion | Übertragen von Prozessdaten, Konfigurationsdaten und Geräteinformationen |
| Profile Common Profil, Smart Sensor Profile, Firmware Update Profil | |
| IO Device Description (IODD) | In Abhängigkeit des bestellten Einsatztemperaturbereichs; verfügbar unter der Internetseite des Herstellers www.jumo.de oder unter www.ioddfinder.io-link.com |
| Menüführung | Gemäß VDMA 24574-4 |
4.5 Anzeige
| Farbanzeige | Gemäß NE107, IO-Link, kundenspezifisch |
| Helligkeit | 4 Stufen (konfigurierbar) |
| Selbstdiagnose/Selbstüberwachung | Gemäß NE107 und VDI/VDE 2650 |
4.6 Umwelteinflüsse
| KlimafestigkeitBetriebLagerung | 100 % relative Feuchte inklusive Kondensation auf der Geräteaußenhülle90 % relative Feuchte ohne Kondensation |
| UmgebungstemperaturKabelRundstecker M12 × 1 | -40 bis +80 °C (fest), -25 bis +80 °C (beweglich)-40 bis +85 °C |
| Lagertemperatur | -40 bis +80 °C |
| ProzesstemperaturMedienberührte Teile | -40 bis 115 °C (Standard), <1 h/d bis 135 °C und T_amb <50 °C-40 bis +200 °C (bei Ausführungen mit Schiebeanschluss) |
| Prozessdruck | -1 bis +60 bar |
| SchutzartKabelM12-Steckverbinder | DIN EN 60529IP69IP67 |
| Aufstellhöhe max. 5300 m über NN |
4 Technische Daten
| Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)StöraussendungIn metallischen Behältern, RohrleitungenIn Kunststoffbehältern, Kunststoff-RohrleitungenStörfestigkeitIn metallischen Behältern, RohrleitungenIn Kunststoffbehältern, Kunststoff-Rohrleitungen | DIN EN 61326-1:2022Klasse BaKlasse AbIndustrieanforderungHaushaltsanforderung |
| VibrationsfestigkeitSchwingungsfestigkeitSchockfestigkeit | IEC 60068-2-6, DIN EN 61373, DIN EN 50155, Kategorie 1 B4 g bei 25 bis 100 Hz3 g (senkrecht) bzw. 5 g (quer und längs) für 30 ms |
| Einsatzort nach UL-Zulassung Innenraum | |
a Das Produkt ist für den industriellen Einsatz sowie für Haushalt und Kleingewerbe geeignet.
b Das Produkt ist nur für den industriellen Einsatz geeignet.
4.7 Mechanische Eigenschaften
| WerkstoffeMedienberührte TeileProzessanschluss PEEK (abhängig vom Dichtungskonzept Edelstahl 316 L)Schiebeanschluss 360, 361 PEEK, FKM/FPM, Edelstahl 316 LNicht medienberührte TeileGehäuse Edelstahl 316 LAnschlusskabel PUR | |
| Oberflächenrauheit R | _a ≤ 0,8 μm |
| Biegeradius AnschlusskabelFestBeweglich | r ≥ 21 mmr ≥ 42 mm |
| Einbaulage | Beliebig |
| Gewicht | 60 g bei G1/2" mit Rundstecker M12 × 1 |
4.8 Abmessungen
4.8.1 Gerät
Elektrischer Anschluss 036 mit M12-Steckverbinder

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Φ25 SW22 55 1024 Technische Daten
4.8.2 Prozessanschlüsse

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105 Verschraubung G 3/4" M12x1 22 φ25 10 102 G 3/4 16 41 A
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133 Verschraubung M24 × 1,5 M12×1 22 φ25 10 102 M24×1.5 13 30 AA Eintauchtiefe PEEK-Spitze 12,5 mm A Eintauchtiefe PEEK-Spitze 12,5mm

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387 Verschraubung G 1/2" M12x1 22 φ25 10 102 G 1/2 14 48 A
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997 JUMO PEKA – Hygienischer Prozessanschluss M12×1 22 Φ25 10 102 27.6 48 A M28×1.5A Eintauchtiefe PEEK-Spitze 12,5 mm A Eintauchtiefe PEEK-Spitze 12,5mm

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360, 361 Schiebeanschluss M12x1 22 10 27 20 Nm G1/2 14 L+80 mm L+113 mm L+167 mm Φ18.2L Länge 100 mm oder 250 mm
4 Technische Daten
4.8.3 Kabel

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Elektrischer Anschluss 170 mit Kabel PUR AA Kabellänge siehe Bestellangaben

WARNUNG!
Vergiftungs- und Erstickungsgefahr durch den Austritt von ätzenden und giftigen Medien
Beim Arbeiten an Behältern oder Tanks können Medien entweichen, die zu Vergiftung oder Erstickung führen können.
▶ Die Arbeiten an Behältern oder Tanks nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen (z. B. Tragen von Atemschutzmasken, Atemschutzgeräten oder Schutzkleidung, Ableitung ätzender, giftiger Gase) durchführen.
Im explosionsgeschützten Bereich die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften und Weisungen des Betriebes beachten.
Voraussetzungen:
• Die Anlage ist spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.
• Das Gerät ist medienfrei.
Hilfsmittel Sechskantschlüssel
Die Einbaulage ist beliebig. Anwendungsbedingt können bei waagerechten oder horizontalen Rohrleitungen im oberen Rohrbereich Hohlräume durch Lufteinschlüsse entstehen. Zusätzlich können sich ebenfalls anwendungsbedingt über die Zeit Ablagerungen am unteren Rohrbereich absetzen. Für diese Fälle ist die seitliche Montage empfehlenswert.

Die Einbaustelle so wählen, dass keine störenden Einflüsse, wie durch Befüllöffnungen oder Rührwerke, entstehen können (z. B. Befüllvorgang mit unerwünschten Fehlmessungen).
Für Geräte mit EHEDG- und/oder 3A-Standard nachstehende Anforderungen beachten:
- Alle Bestandteile der Messstelle sind 3A-/EHEDG-konform.
• Die Einbaulage ermöglicht eine Selbstdrainage/Selbstentleerung des Gerätes sowie die Leckageerkennung, siehe Abbildung im Anschluss.
• Die Leckageerkennung im Prozessanschluss ist nach Montage sichtbar und zeigt senkrecht nach unten.
• Medienberührte Schweißverbindungen weisen eine Oberflächenrautiefe von R_a ≤ 0.8 m auf. - Einschweißstutzen sind frontbündig mit der Innenseite des Behälters oder der Rohrleitung eingeschweißt (Beachtung der Schweißnorm AWS D18.3).
- Totraumfreier Einbau ist berücksichtigt, damit während der Reinigung die Messstelle vollständig mit Reinigungsmittel erfasst wird.
5 Montage

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170° 5° 5°Abb. 5-1 Selbstentleerung

Abb. 5-2 Keine Selbstentleerung möglich
Metallische oder nichtmetallische Einbausituation gemäß EMV-Angaben berücksichtigen.
→ Kapitel 4.6 „Umwelteinflüsse“, Seite 13
Bei der Montage ist das Anzugsdrehmoment vom Anwender unter Berücksichtigung folgender Daten zu wählen:
• Jeweiliger Prozessanschluss
- Materialpaarung zwischen Prozessanschluss und Behältermaterial
• Schmierung (bei hygienischen Varianten, z. B. NSF H1 oder FDA 21 CFR 178.3570)
• Dichtung
- Umgebungsbedingungen (z. B. Druck, Temperatur)
Eine Hilfestellung gibt die technische Regel VDI 2230.
Typischerweise beträgt das Anzugsdrehmoment 5 bis 10 Nm. Sofern aus dem Zubehör mitbestellt, beträgt bei mitgelieferten Einschweißstutzen das Anzugsdrehmoment 10 Nm.
Die Dichtflächen zwischen Tank, Behälter oder Rohrleitung und dem Gerät müssen sauber und frei von mechanischen Beschädigungen sein.
Das Gerät dichtet bei Prozessanschluss G 1/2" elastomerfrei ohne zusätzliche Dichtung im Bereich der Produktspitze ab. Falls nicht über die PEEK-Spitze abgedichtet wird, wird ein Dichtband (z. B. PTFE) im Bereich des Gewindes empfohlen.
Die Dichtwirkung der Gerätespitze ist beim ersten Montieren optimal. Eine Montage zu Testzwecken ist nicht nötig.
ACHTUNG!
Schaden an der Gerätespitze durch unsachgemäße Behandlung
Während der Montage bzw. dem Wiedereinbau kann die Gerätespitze beschädigt werden.
▶ Die Gerätespitze auf Kerben oder Rillen prüfen.
▶ Ausschließlich einen Sechskantschlüssel zum Einschrauben verwenden.
Der Anschluss erfolgt im stromlosen Zustand unter Beachtung der DIN VDE 0100 „Errichten von Niederspannungsanlagen“ bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364).
Die Auslegung der entsprechenden Anschlussleitung obliegt dem Betreiber.
Die am Gerät verbauten Kabel sind für eine feste Verlegung bestimmt.
Den Lastkreis auf den maximal zulässigen Schaltstrom absichern, um eine Zerstörung des Geräts durch externen Kurzschluss zu verhindern.
⇒ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12
Für kapazitive und induktive Lasten die Anschlussbeispiele beachten.
⇒ Kapitel 6.2 „Anschlussbeispiele“, Seite 26
Das Gerät durch den Prozessanschluss oder das Gehäuse erden, sofern nicht anders angegeben.
Abhängig vom gewählten elektrischen Anschluss am Gerät das Gegenstück oder die Kabeldurchführung abdichten, um die Schutzart zu erreichen.

WARNUNG!
Verletzungsgefahr und Sachschaden durch fehlerhaften Anschluss
Ein fehlerhafter Anschluss, z. B. hoher Kurzschlussstrom über den Ausgang, kann das Gerät zerstören, zu Fehlfunktionen des Geräts und zu Verletzungen führen.
▶ Gerät gemäß Anschlussplan anschließen.
▶ Die notwendigen Sicherheitsvorschriften beachten.
Ein stabilisiertes Netzteil, respektive bei explosionsgefährdeten Anwendung einen eigensicheren Trennverstärker [Ex i] verwenden.
Mit einer zweikanaligen Auswertung kann neben der Grenzstandmessung auch eine Funktionsüberwachung des Geräts, in Abhängigkeit der bestellten Variante, realisiert werden. Beim Anschluss nehmen beide Ausgänge gegenläufige Zustände im störungsfreien Betrieb ein. Die antivalente Schaltung kann für die Erkennung von Störungen im Gerät oder bei Leitungsbruch genutzt werden, da beide Ausgänge spannungsseitig abfallen.
| Anschluss für Funktionsüberwachung durch Antivalenz | Statusanzeige gemäß NE107 (Bezug Ausgang 1, leuchtet dauerhaft) | IO-Link (SIO-Modus mit Werkseinstellung) | ||
| 2/WH 1/BN3/BU 4/BKL- L+ | Sensor bedeckt | Gelb Gelb | ||
| Sensor frei | Grün Grün | |||
| Störung | Rot Rot | |||
1 Spannungsversorgung +
2 Ausgang 2 (OUT2), z. B. PNP
3 Spannungsversorgung -
4 Ausgang 1 (OUT1), z. B. IO-Link im SIO-Modus
K1/K2 Externe Last
Bei Varianten mit IO-Link-Schnittstelle ist die Kommunikation auf C/Q und der Schalterbetrieb auf Q2. Die Werkseinstellungen können über IO-Link anwendungsspezifisch geändert werden.
| Elektrischer Anschluss | IO-Link mit einem Schaltausgang |
Stecker M12![]() | ![]() |
1 Spannungsversorgung +
2 Ausgang 2 (OUT2), z. B. PNP
3 Spannungsversorgung -
4 Ausgang 1 (OUT1), IO-Link-Kommunikation oder SIO-Modus
| Elektrischer Anschluss | Betriebsart (SIO-Modus mit Werkseinstellung) | |||
| Stecker M12 MAX MIN | ||||
![]() | ![]() | ![]() | ||
![]() | Gelb, leuchtet dauerhaft | ![]() | Grün, leuchtet dauerhaft | |
![]() | Grün, leuchtet dauerhaft | ![]() | Gelb, leuchtet dauerhaft | |
1 Spannungsversorgung +
2 Ausgang 2 (OUT2), z. B. PNP
3 Spannungsversorgung -
4 Ausgang 1 (OUT1), IO-Link-Kommunikation oder SIO-Modus
K externe Last
Die Spannungsversorgung wird eingeschaltet.
In Abhängigkeit der konfigurierten Statusanzeige werden nachstehende Funktionen signalisiert. Die Priorität der Signalisierung hat der Ausgang 1 (OUT1).
| Statusanzeige gemäß NE107 Beschreibung | |
| Grün, leuchtet dauerhaft Versorgung und Blau, leuchtet dauerhaft | Betrieb, Gerät ist betriebsbereitWartungsbedarf, z. B. PEEK-Spitze reinigen |
| Gelb, leuchtet dauerhaft Gerät ist von Flüssigkeit bedeckt | |
| Rot, blinkt Außerhalb der Spezifikation oder der Funktionskontrolle, Fehler behebbar, z. B. Temperaturbereich überschritten oder Fehl-verdrahtung | |
| Rot, leuchtet dauerhaft | Störung und/oder Geräteausfall, Fehler nicht behebbar, z. B. Elektronikschaden |
| Statusanzeige gemäß IO-Link Beschreibung | |
| Grün, leuchtet dauerhaft Gerät ist betriebsbereit, SIO-Modus | |
| Grün, blinkt 10111011101110a | Aktive Kommunikation |
| Grün, blinkt 0101010001010a | Gerätesuche (Identifikation des Geräts) |
| Gelb, leuchtet dauerhaft | Gerät ist von Flüssigkeit bedeckt, Ausgang 1 geschaltet |
| Rot, leuchtet dauerhaft Störung und/oder | Geräteausfall |
a 1 = 900 ms leuchten, 0 = 100 ms aus
WARNUNG!
Verletzungsgefahr und Sachschaden durch fehlerhafte Anlagenzustände
Beim Befüllen des Behälters, des Tanks oder der Rohrleitung können unkontrollierte Anlagenzustände ausgelöst werden und zu Verletzungen und Sachschäden führen.
▶ Die Anlage muss sich in fehlerfreiem Zustand befinden.
Das Ausgangssignal auf die vorgesehene Funktion kontrollieren.

6.1 Anschlusselemente

Gerät M12-Steckverbinder
6.1.1 Anschlussbelegung
M12-Steckverbinder

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2 3 1 4
text_image
1 2 3 4Gerät Anschlusskabel
| Bezeichnung Beschreibung Belegung | a | |
| IO-Link L+ 1 BN (Braun) | ||
| L- 3 BU (Blau) | ||
| I/Q = OUT2 2 WH (Weiß) | ||
| C/Q = IO-Link 4 BK (Schwarz) | ||
| PNP L+ 1 BN (Braun) | ||
| L- 3 BU (Blau) | ||
| OUT2 2 WH (Weiß) | ||
| OUT1 4 BK (Schwarz) | ||
| NPN L+ 1 BN (Braun) | ||
| L- 3 BU (Blau) | ||
| OUT2 2 WH (Weiß) | ||
| OUT1 4 BK (Schwarz) | ||
| push-pull | L+ 1 BN (Braun) | |
| L- 3 BU (Blau) | ||
| OUT2 2 WH (Weiß) | ||
| OUT1 4 BK (Schwarz) | ||
^a Die Farbbelegung ist nur für A-codierte Standardkabel gültig!
6 Elektrischer Anschluss
Bei Anschluss an einen bescheinigten eigensicheren Stromkreis [Ex i] sind nachfolgende Werte gegeben.
| Ausgangssignal | Max. Spannung U_i in V in mA in mW in μH in nF | Max. Strom U_i in μH in nF | Max. Leistung P_i | Innere Induktivität Innere Kapazität |
| PNP ≤ 30 ≤ 100 | ≤ 750 57 35 | Bei Kabelausführung1 μH/m Anschluss-kabel hinzurechnen | ||
| NPN | ||||
| push-pull |
6.2 Anschlussbeispiele
Standard
| IO-Link-Betrieb mit 1 Schaltausgang | Schaltbetrieb mit 2 Schaltausgängen | |
| p-schaltend (PNP) | p-schaltend (PNP) | |
![]() | ![]() | |
| n-schaltend (NPN) | n-schaltend (NPN) | |
![]() | ![]() | |
Ex i
| Gefährdeter Bereich | Sicherer Bereich | |
| Ex i-Trennschaltverstärker | ||
| L+ | ||
| S | IN | |
| L- | OUT | |
| z. B. AC/DC 24 bis 230 V | ||
Strombegrenzung für kapazitive Lasten
Bei kapazitiven Lasten muss der Schaltkontakt (S) mit einem Widerstand geschützt werden.

Schutzschaltung für induktive Lasten für kapazitive Lasten
Bei induktiven Lasten muss der Schaltkontakt (S) mit einer Freilaufdiode geschützt werden.

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Freilaufdiode L+○─F1 S─F2 L-○ Relais7 Installation
7.1 Funktionen
Das Gerät kann mit einem IO-Link-Master individuell konfiguriert werden. Grundsätzlich ermöglicht die Schnittstelle einen direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten. Während des laufenden Prozesses kann die Parametrierung vorgenommen werden. Die neuen oder geänderten Konfigurationen werden erst nach erfolgreicher Datenübermittlung übernommen.

WARNUNG!
Verletzungsgefahr und Sachschaden durch fehlerhafte Anlagenzustände
Unkontrolliert ausgelöste Anlagenzustände können zu Verletzungen führen und Sachschäden verursachen.
▶ Die Anlage muss sich in fehlerfreiem Zustand befinden.
Die IODD-Datei kann unter
unter der Suche nach Hersteller, Artikelnummer, Gerätetyp oder Device-ID gefunden werden.
Alternativ ist die Suche über die Internetseite des Herstellers www.jumo.de unter Angabe der 6-stelligen Produktgruppennummer und Navigation zur Produktseite mit Downloadbereich möglich.
→ Kapitel 3.3 „Typenschild“, Seite 10
7.1.1 Aufbau des Bedienmenüs
Die Menüstruktur wurde gemäß VDMA 24574-1 umgesetzt und durch JUMO individuelle Menüpunkte ergänzt.
7.1.2 Vorbereitung und Aufbau der IO-Link-Kommunikation
Voraussetzungen:
• Die Software (bspw. IO-Link Device Tool) des IO-Link-Masters ist auf dem Computer installiert.
Vorgehen:
-
Das Gerät über den M12-Stecker mit dem IO-Link-Master (siehe Zubehör) verbinden.
-
Den IO-Link-Master für den Laborbetrieb über die USB-Schnittstelle mit dem Computer verbinden.
-
Die IODD-Datei importieren.
→ Kapitel 7.1 „Funktionen“, Seite 28
- Den Sensor anschließen.
→ Kapitel 5 „Montage“, Seite 19
- Die Verbindung über die Software aufbauen.
→ Kapitel 7.1 „Funktionen“, Seite 28
7.1.3 Teach-In-Funktion
Die Teach-In Funktion wird zur anwendungsspezifischen Medienerkennung verwendet. Hierbei kann das vorliegende Medium dem Gerät angelernt werden.
Externer Magnet und ohne zusätzliche Software
Voraussetzungen:
• Die Anlage ist spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.
Vorgehen:
- Das Gerät in das Medium halten.
- Den im Zubehör erhältlichen Magnet auf den DMC-Code auf dem Typenschild positionieren.
- Die Spannungsversorgung einschalten.
Die Medienerkennung startet und wird durch eine gelb leuchtende Statusanzeige signalisiert. Wenn die Speicherung der Parameter geräteintern abgeschlossen ist, leuchtet die Statusanzeige 1 s grün und wechselt anschließend wieder zur konfigurierten Signalisierung (werkseitig: gelb).
- Der Magnet und das Medium können entfernt werden.
Die Durchführung des Teach-In-Prozesses ist auch im Labor möglich, die Werte sind beim Entfernen und erneutem Einschalten der Spannungsversorgung gespeichert.
IO-Link-Kommunikation
Voraussetzungen:
• Die Kommunikation ist aufgebaut.
Vorgehen:
- Das Gerät in das Medium halten.
- Im Menüpunkt Parameter wird unter Teach Single Value den entsprechenden Teach-Button (SP1, SP2) drücken.
Die Medienerkennung startet. Wenn die Parameter ermittelt sind, werden diese automatisch in der Software hinterlegt. Die Parameter können bei Bedarf angepasst werden und müssen anschließend von der Software in das Gerät übertragen werden.
Bei bekannten Parametern ist ein Nassabgleich nicht erforderlich. Die Parameter je Ausang (SP, FH, rP, FL) können direkt eingetragen und als spezielle Konfigurationsdatei in weitere Geräte übertragen werden (Trockenabgleich).
7 Installation
7.1.4 Schaltpunkt und Schaltfunktion

line
| Time | Fullstand | OU HNO | OU HNC | |------|-----------|--------|--------| | t | SP | 0 | 1 | | t | rP | 1 | 0 | | t | (SP - rP)| 1 | 1 | | t | | 0 | 0 | | t | | 0 | 1 |Der Schaltpunkt (SP1, SP2) definiert den Grenzwert des Geräts bezogen auf vorhandenes Medium (bedecken), an dem der Ausgang (OU1, OU2) seinen Schaltzustand verändern soll. Die Einstellung ist eine Maßangabe für die Schaltempfindlichkeit der Gerätespitze und kann auf das Medium angepasst werden.
Der Rückschaltpunkt (rP1, rP2) definiert den Grenzwert des Geräts bezogen auf nicht vorhandenes Medium (freiwerden), an dem der Ausgang (OU1, OU2) seinen Schaltzustand verändern soll. Der Rückschaltpunkt muss kleiner gleich dem Schaltpunkt sein. Bei Eingabe von Werten des Rückschaltpunktes größer als des Schaltpunktes wird eine Diagnosemeldung generiert. Die Differenz zwischen Schaltpunkt und Rückschaltpunkt wird als Hysterese definiert (bspw. SP1 – rP1).
Solange sich Medium zwischen beiden eingestellten Punkten befindet, wird der Ausgang konstant, stabil und ohne Zustandsveränderung gehalten.
Die Schaltfunktion des Ausgangs der Hysterese als Schließer oder Öffner (HNO, HNC) kann parametriert werden.
Für die Anwendung als Überfüllsicherung wird die Schaltfunktion HNC empfohlen.
Für die Anwendung als Trockenlaufschutz wird die Schaltfunktion HNO empfohlen.
7.1.5 Fensterfunktion, Medienerkennung und Medienunterscheidung

(1) Füllstandsfenster
Die Fensterfunktion (FH1 und FL1, FH2 und FL2) wird zur Medienerkennung und -unterscheidung genutzt. Mit den jeweiligen Werten werden Sollbereiche eingestellt. Das Fenster High (FH) signalisiert den oberen Grenzwert, bei dessen Erreichen sich der Schaltzustand des Ausgangs ändert. Das Fenster Low (FL) signalisiert den unteren Grenzwert, bei dessen Erreichen sich der Schaltzustand des Ausgangs ändert. Die Einstellung ist somit medienspezifisch. Befindet sich das Medium zwischen FL und FH ändert sich der Ausgang nicht. Es kann je Medium ein Ausgang zugeordnet werden.
Die Schaltfunktion des Ausgangs des Fenster als Schließer oder Öffner (FNO, FNC) kann parametriert werden.
7.1.6 Schaltverzögerung

Mit den Schaltverzögerungen ds1 für Kanal 1 und ds2 für Kanal 2 wird die Zeit für die Zustandsänderung des Schaltausgangs eingestellt. Die Zeit kann von 0 bis 60 Sekunden in 0,1-Sekunden-Schritten eingegeben werden.
Mit den Rückschaltverzögerungen dr1 und dr2 wird die Zeit für die Zustandsänderung des Schaltausgangs eingestellt. Die Zeit kann von 0 bis 60 Sekunden in 0,1-Sekunden-Schritten eingegeben werden. In der Praxis verwendbar bei Anwendungen mit schwankenden Medien (z. B. Rührwerk).
7 Installation
7.1.7 Pulsweitenmodulation
Bei der Pulsweitenmodulation wechselt das Tastverhältnis (duty cycle) seine Werte. Dieses bezieht sich auf den Messwert von 0 bis 100 % und passt sich selbstständig an. In Abhängigkeit der nachgeschalteten Auswerteeinheit kann die Periodenzeit von 50 bis 1000 ms eingestellt werden. Auf diese Weise können in der Auswerteeinheit eigenständig Grenzwerte hinterlegt werden.
7.1.8 Erkennung des Verschmutzungsgrades
Mit Erkennung des Verschmutzungsgrades wird der Anwender auf sich aufbauende Ablagerungen oder Anhaftungen hingewiesen um so rechtzeitig weitergehende Wartungsmaßnahmen einzuleiten.. Die Funktion signalisiert in Abhängigkeit der eingestellten Auslöseschwelle (niedrig, mittel, hoch), ob eine Verschmutzung erkannt wurde. Dabei stellt „niedrig“ eine geringe Menge an Anhaftungen dar.
7.1.9 Auto-Kalibrierung
Der kapazitive Grenzstandsmelder kalibriert sich durch die Auto-Kalibrierfunktionalität kontinuierlich selbstständig.
Während der Ausführung der Auto-Kalibrierroutine verbleiben die Ausgangssignale im Zustand vor der Ausführung. Die Routine benötigt 15 ms.
Der Betreiber muss bei der Auslegung, insbesondere bei Überfüllsicherungen, diese Zeit für die Positionierung des Grenzstandsmelders berücksichtigen um einen kritischen Zustand, wie zum Beispiel Über- oder Trockenlaufen der Anlage, zu vermeiden.
Sollte die Auto-Kalibrierfunktion fehlerhaft sein, schaltet der Sensor in den sicheren Zustand und die Statusanzeige wird rot. Der sichere Zustand definiert sich als gegenläufiges Signal des ursprünglichen Zustandes bei einem Schaltpunkt. Bei Konfiguration von zwei Schaltpunkten (beispielsweise antivalente Schaltung) öffnen sich beide Ausgänge.
→ Kapitel 6 „Elektrischer Anschluss“, Seite 22
Bei Verwendung der digitalen Übertragung mit IO-Link wird ein Fehlerstatus übertragen.
Werkseitge Einstellungen sind in den nachfolgenden Tabellen fett dargestellt.
Prozessdaten
| Parameter Werkseinstellung Beschreibung | ||
| Messwert – Anzeige des aktuellen | Messwertes | in Prozent. |
| Skalierung 1 Anzeige der Skalierung des Mess- | wertes | |
| Zustand Schaltausgang 1 (OU1) Aus | Anzeige des aktuellen Schaltzu-stands von Ausgang 1 (OU1). | |
| Zustand Schaltausgang 2 (OU2) An | Anzeige des aktuellen Schaltzu-stands von Ausgang 2 (OU2). | |
| Gerätehardware-Fehler Falsch Anzeige, ob ein Gerätehardware | feh-ler vorliegt. | |
| Parameter-Fehler Falsch Anzeige, ob ein Parameterfehler vor- | liegt. | |
| Auto-Kalibrierungs-Fehler | Falsch | Anzeige, ob ein Fehler während der Autokalibrierung vorliegt. |
| Verschmutzungsgrad | Falsch | Anzeige, ob eine Verschmutzung er-kannt wird. |
Identifikation
| Parameter Werkseinstellung Beschreibung | ||
| Anwendungsspezifischer TAG | - Zur Identifikation von spezifischer | Anwendung, Funktion und Einsatzort mit bis zu 32 Zeichen (alphanumerisch und Sonderzeichen). |
| Funktions-TAG | - | |
| Einsatzorts-TAG | - | |
Überwachen
| Parameter Werkseinstellung Beschreibung | ||
| Messwert - | Anzeige des aktuellen Messwertes in %. | |
| Zustand Schaltausgang 1 (OU1) Aus Anzeige des aktuellen Schaltzustands von Ausgang 1 (OU1). | ||
| Zustand Schaltausgang 2 (OU2) An Anzeige des aktuellen Schaltzustands von Ausgang 2 (OU2). | ||
| Gerätehardware-Fehler Falsch Anzeige, ob ein Gerätehardware fehler vorliegt. | ||
| Parameter-Fehler Falsch Anzeige, ob ein Parameterfehler vorliegt. | ||
| Auto-Kalibrierungs-Fehler | Falsch | Anzeige, ob ein Fehler während der Autokalibrierung vorliegt. |
| Verschmutzungsgrad | Kein Biofilm erkannt | Anzeige, ob eine Verschmutzung erkannt wurde. |
| Verschmutzungswert | - | Anzeige des aktuellen Verschmutzungswerts. |
Parameter
| Parameter Werkseinstellung Beschreibung | ||
| Konfiguration | Standard, Benutzer | Stellt den Umfang der Konfigurati- onsmöglichkeiten ein. |
| Konfiguration zurücksetzen – Button | um die vorgenommene Kon- figuration zurückzusetzen. | |
| Schaltkanal 1 Ausgangssignal IO-L | nk, PNP, NPN, push- pull, push-pull PWM | Einstellung gemäß bestellter Variante, siehe Bestellschlüssel. |
| Schaltkanal 1 Grenzwert/ Fenster HIGH (SP1/FH1) | Eingabebereich:0 bis 100,0 % (25) | Stellt den Grenzwert ein, der mindestens für eine Schaltzustandsveränderung vorliegen muss.Wert Eingabebereich > Wert Schalt-kanal 1 Rückschaltpunkt/Fenster Low (rP1/FL1) |
| Schaltkanal 1 Schaltverhalten (OU1) | High-aktiv (MAX, HNC, FNC), Low-aktiv (MIN, HNO, FNO) | Einstellung des Schaltverhaltens als High- oder Low-aktiv. |
| Schaltkanal 1 Modus Einzelpunkt, | Fenster (FH, FL), Zweipunkt | - |
| Schaltkanal 1 Hysterese Eingabebereich:0 bis 100,0 % (0) | - | |
| Schaltkanal 1 Rückschaltpunkt/ Fenster Low (rP1/FL1) | Eingabebereich:0 bis 100,0 % (-) | Wert Eingabebereich < Wert Schalt-kanal 1 Grenzwert/ Fenster HIGH (SP1/FH1) |
| Schaltkanal 1 Schaltverzöge- rungszeit (ds1) | Eingabebereich:0,3 bis 60 s (0,5) | Zeitangabe in 0,1-Sekunden-Schrit- ten. |
| Schaltkanal 1 Rückschaltverzöge- rungszeit (dr1) | Eingabebereich:0,3 bis 60 s (1,0) | Zeitangabe in 0,1-Sekunden-Schrit- ten. |
| Schaltkanal 1 Pulsweitenmodulati- on (PWM) – Periodenzeit | 50 bis 1000 ms (-) | Periodendauer in Bezug auf den Messwert. |
| Schaltkanal 2 Ausgangssignal | PNP, NPN, pushpull | Einstellung gemäß bestellter Variante, siehe Bestellschlüssel. |
| Schaltkanal 2 Grenzwert/ Fenster HIGH (SP2/FH2) | Eingabebereich:0 bis 100,0 % (25) | Wert Eingabebereich > Wert Schalt-kanal 2 Rückschaltpunkt/Fenster Low (rP2/FL2) |
| Schaltkanal 2 Schaltverhalten (OU2) | High-aktiv (MAX, HNC, FNC), Low-aktiv (MIN, HNO, FNO) | - |
| Schaltkanal 2 Modus Einzelpunkt, | Fenster (FH, FL), Zweipunkt | - |
| Schaltkanal 2 Hysterese Eingabebereich:0 bis 100,0 % (0) | - | |
| Schaltkanal 2 Rückschalttpunkt/ Fenster Low (rP2/FL2) | Eingabebereich:0 bis 100,0 % (-) | Wert Eingabebereich < Wert Schalt-kanal 2 Grenzwert/Fenster HIGH (SP2/FH2) |
| Schaltkanal 2 Schaltverzöge- rungszeit (ds2) | Eingabebereich:0,3 bis 60 s (0,5) | Zeitangabe in 0,1-Sekunden-Schrit- ten. |
| Schaltkanal 2 Rückschaltverzöge- rungszeit (dr2) | Eingabebereich:0,3 bis 60 s (1,0) | Zeitangabe in 0,1-Sekunden-Schrit- ten. |
| Schaltkanal 2 Pulsweitenmodulati- on (PWM) – Periodenzeit | 50 bis 1000 ms (-) | Periodendauer in Bezug auf den Messwert. |
| Parameter | Werkseinstellung | Beschreibung |
| Teach-Funktion Auswahl Schaltkanal | 1, Schaltkanal 2 | Auswahl des Ausgangskanals, auf den die Teach-Funktion wirken soll. |
| Systembefehl Teach SP1 Teach-Button in der Software, um | Schaltpunkt 1 des ausgewählten Schaltkanals anzulernen. | |
| Teach SP2 Teach-Button in der Software, um Schaltpunkt 1 des ausgewählten Schaltkanals anzulernen (für Fenster oder Zweipunkt-Modus). | ||
| Eventeinstellung Auto-Kalibrie-rungsfehler | Falsch Einstellung, ein Event | beim Fehler während der Auto-Kalibrierung zu übertragen. |
| Eventeinstellung Verschmutzungs-grad | Falsch Einstellung, ein Event | beim Überschreiten des Verschmutzungsgrads zu übertragen. |
| Statusanzeige gemäß | IO-Link, NE 107, Benutzer-definiert | - |
| Helligkeit der Statusanzeige | Eco-Mode, Mittel, Hoch, Maximum | - |
| Verschmutzungsgrad Auswahlliste: | niedrig, mittel, hoch (-) | - |
| Filterzeitkonstante Eingabebereich: | 0 bis 100 s (-) | - |
| Temperatureinheit °C, °F - | ||
| Werkseinstellungen laden (rES) | - | Auf Werkseinstellungen zurücksetzen. |
Diagnose
| Parameter | Werkseinstellung | Eingabemöglichkeit |
| Gerätestatus | - | Zeigt Information zum Gerätestatus an. |
| Fehlerzähler | - | Zeigt Information zur Anzahl der registrierten Fehler an. |
| Systembefehl Back-to-Box | - | IO-Link-spezifischer Button, um auf Werkseinstellung zurückzusetzen. |
| Systembefehl Locator Start | - | IO-Link-spezifischer Button, um das verbaute Gerät in der Anlage blinken zu lassen. |
| Systembefehl Locator Stop | - | IO-Link-spezifischer Button, um das verbaute Gerät in der Anlage nicht mehr blinken zu lassen. |
| Aktuelle Diagnoseinformation | - | Anzeige der aktuellen Diagnosemeldung. |
| Letzte Diagnoseinformation | - | Anzeige der letzten Diagnosemeldung. |
| Simulationsmodus | On, Off | Simulationsmodus aktivieren oder deaktivieren. |
| Simulation Messwert | Eingabebereich: 0 bis 100 % (-) | Eingabe eines simulierten Messwertes. |
8 Parametrierung
| Parameter Werkseinstellung Eingabemöglichkeit | |
| Servicebefehle Alle Service Parameter zurücksetzen | – Button, der alle im Untermenü aufge-listeten Serviceparameter zurückgesetzt. |
| Servicebefehl Betriebsstunden zurücksetzen | – Button, der den Betriebsstundenzähler zurücksetzt. |
| Servicebefehl Schleppzeiger Temperatur Min. zurücksetzen | – Button, der den Schleppzeiger für die minimale Temperatur zurücksetzt. |
| Servicebefehl Schleppzeiger Temperatur Max. zurücksetzen | – Button, der den Schleppzeiger für die maximale Temperatur zurücksetzt. |
| Elektroniktemperatur --,- Anzeige der aktuellen Elektroniktemperatur. | |
| Betriebsstundenzähler 0 h Anzeige der aktuellen Betriebsstunden. | |
| Elektroniktemperatur MIN. --,- Anzeige der minimalen Elektroniktemperatur. | |
| Elektroniktemperatur MAX. --,- Anzeige der maximalen Elektroniktemperatur. | |
| Fehler Mögliche Ursache Behebung | ||
| Der Einbau ist nicht möglich. | Der Prozessanschluss wurde falsch dimensioniert. | Hersteller kontaktieren. |
| Den Tank- oder Behälteranschluss ändern. | ||
| Der Prozessanschluss am Tank ist beschädigt. | Das Gewinde nacharbeiten. | |
| Den Prozessanschluss austauschen. | ||
| Der Prozessanschluss am Gerät ist beschädigt. | Das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | |
| Die Schaltfunktion des Geräts ist fehlerhaft. | Das Gerät wurde außerhalb der zulässigen Grenzen betrieben. | Die Einsatzbedingungen des Geräts prüfen und mit den technischen Daten abgleichen.⇒ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12 |
| Der elektrische Anschluss ist fehlerhaft. | Die Anschlussbelegung und Inbetriebnahme prüfen.⇒ Kapitel 7 „Installation“, Seite 28 | |
| Am Gerät befinden sich Ablagerungen oder Verunreinigungen. | Das Gerät reinigen.⇒ Kapitel 10 „Wartung und Reinigung“, Seite 43 | |
| Der Schaltausgang ist defekt. | Das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | |
| Das Ausgangssignal des Geräts ist fehlerhaft. | Der elektrischer Anschluss ist fehlerhaft. | Die Anschlussbelegung und Inbetriebnahme unter Beachtung des gesamten Messkreises prüfen.⇒ Kapitel 7 „Installation“, Seite 28 |
| Am Gerät befinden sich Ablagerungen oder Verunreinigungen. | Das Gerät reinigen.⇒ Kapitel 10 „Wartung und Reinigung“, Seite 43 | |
| Die Elektronik ist defekt. Ausgangssignal nach NAMUR NE 107/VDE 2650 | Das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | |
| Ein elektrischer Defekt ist durch Überspannung (z. B. Blitzschlag) aufgetreten. | ||
| Die Statusanzeige leuchtet nicht. | Es ist keine Spannungsversorgung vorhanden. | Die Stecker, Kabel und Spannungsversorgung prüfen. |
| Die Elektronik ist defekt. Das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | ||
| Die Statusanzeige blinkt rot. | Im Stromkreis ist eine Überlast oder ein Kurzschluss erfolgt. | Den Kurzschluss beheben oder den Laststrom gemäß Typenblatt reduzieren.⇒ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12 |
| Die Umgebungstemperatur entspricht nicht dem zulässigen Temperaturbereich. | Das Gerät im vorgeschriebenen Temperaturbereich betreiben.⇒ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12 | |
| Die Statusanzeige leuchtet rot. | Ein interner Gerätefehler ist aufgetreten. | Das Gerät austauschen.⇒ Kapitel 11 „Außerbetriebnahme“, Seite 44 |
9 Fehlerbehebung
| Fehler Mögliche Ursache Behebung | ||
| Das Gerät reagiert nicht. | Die Spannungsversorgung stimmt nicht mit der Angabe auf dem Typenschild überein. | Die zulässige Spannung anlegen.⇒ Kapitel 3.3 „Typenschild“, Seite 10 |
| Die Spannungsversorgung ist falsch gepolt. | Die Spannungsversorgung umpolen. | |
| Der Gegenstecker oder das Kabel haben keinen elektrischen Kontakt zur Signalübertragung. | Den entsprechenden Kontakt prüfen und anpassen. | |
| Keine Kommunikation möglich (bei Ausführungen mit IO-Link). | Die Kommunikationsleitung ist nicht verbunden oder falsch angeschlossen. | Die Anschlussbelegung und die elektrische Verbindung prüfen.⇒ Kapitel 7 „Installation“, Seite 28 |
| Keine Übertragung von Messwerten möglich (bei Ausführungen mit IO-Link). | Ein interner Gerätefehler ist aufgetreten. | Den Fehler gemäß angezeigtem Diagnoseereignis beheben.⇒ Kapitel 9.1 „Diagnoseereignisse“, Seite 41 |
9.1 Diagnoseereignisse
Störungen, die das Gerät durch die Selbstüberwachung erkennt, erfüllen keine Sicherheitsfunktion und werden als Diagnosemeldungen mit IO-Link ausgegeben. Die Schaltausgänge ändern ihren Zustand in geöffnet. Die Messungen werden unterbrochen.
Warnungen, die das Gerät durch die Selbstüberwachung erkennt, erfüllen keine Sicherheitsfunktion und werden als Diagnosemeldungen mit IO-Link ausgegeben. Die Schaltausgänge bleiben in ihrem Zustand, der anwendungsseitig zu dieser Zeit vorliegt. Die Messungen werden fortgeführt und aktualisiert.
Das Gerät informiert über Statusinformationen gemäß NAMUR NE 107 und VDI/VDE 2650.
| Symbol Diagnose Bezeichnung | ||
| F | Ausfall | Es liegt ein Gerätefehler vor. Der Messwert ist nicht mehr gültig. |
| M | Wartungsbedarf | Es ist eine Wartung erforderlich. Der Messwert ist weiterhin gültig. |
| C Funktions | kontrolle Das Gerät be | findet sich im Service-Modus(z. B. während einer Simulation). |
| S Außerhalb | derSpezifikation | Das Gerät wird betrieben:• Außerhalb seiner technischen Spezifikationen(z. B. während des Anlaufens oder einer Reinigung)• Außerhalb der vom Anwender vorgenommenen Parametrie-rung (z. B. Füllstand außerhalb der parametrierten Spanne) |
| Piktogramm | Statusmeldung |
| Ausfall | |
| Außerhalb der Spezifikation | |
| Funktionskontrolle | |
| Wartungsbedarf |
Das Diagnoseereignis kann mithilfe der folgenden Tabelle erkannt werden. Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig anstehen, wird nur die Diagnosemeldung mit höherer Priorität angezeigt.
| Diagnoseereignis | ||
| Statussignal | Ereignisnummer | |
| ↓ | ↓ | |
| Beispiel | C | 101 |
| Code | Verhalten Statusanzeige | Diagnose Mögliche | Ursache Behebung | |
| F000 | Rot leuchtend Sonstiger Fehler Nicht genau spezifiziert | Einbausituation und elektrischen Anschluss prüfen. Bei bestehendem Fehler das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | ||
| F001 | Rot leuchtend Allgemeiner Softwarefehler | Ein Softwarefehler ist aufgetreten. | Das Gerät neu starten. | |
| F002 | Rot leuchtend Fehler in der Kalibrierung | Ein geräteinterner Fehler ist aufgetreten. | Das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | |
| F003 | Rot leuchtend Fehler in der Geräteeinstellung | Bei der werkseitig durchgeführten Kalibrierung ist ein Fehler aufgetreten. | Die Konfiguration neu starten. | |
| Das EEPROM ist fehlerhaft. | ||||
| Die Konfigurations-daten enthalten einen Prüfsummenfehler. | ||||
| F004 | Rot leuchtend Teach-In-Vorgang fehlerhaft | Ein Fehler während des Teach-In-Vorgangs ist aufgetreten. | Die Spannungsversorgung trennen, wieder einschalten und erneut Teach-In-Vorgang auslösen. Bei bestehendem Fehler das Gerät zurücksenden.⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44 | |
| C101 | Rot blinkend Simulation aktiv Die Simulation wird aktuell durchgeführt. | Die Simulation beenden. | ||
| S201 | Rot blinkend Außerhalb zulässigem Temperaturbereich | Der Temperaturbereich ist nicht zulässig. | Die Umgebungstemperatur prüfen. Bei zu niedrigen Temperaturen ggf. isolieren, bei zu hohen Temperaturen ggf. kühlen.⇒ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12 | |
| S202 | Rot blinkend Schaltausgang überlastet | Am Schaltausgang ist eine Überlast oder ein Kurz-schluss aufgetreten. | Den elektrischen Anschluss prüfen, ggf. Lastwiderstand am Schaltausgang erhöhen.⇒ Kapitel 7 „Installation“, Seite 28 | |
| S203 | Rot blinkend Außerhalb des zu-lässigen Span-nungsversorgungs bereichs | Spannungsversorgung ist überschritten. | Elektrischen Anschluss auf korrekte Installation prüfen.⇒ Kapitel 6 „Elektrischer An-schluss“, Seite 22 | |
| M301 | Blau leuchtend Verschmutzungs-grad erkannt | Die Schichtdicke ist unzulässig. | Das Gerät reinigen.⇒ Kapitel 10 „Wartung und Reinigung“, Seite 43 | |
Das Gerät ist wartungsfrei.
Bei der Druckprüfung des Behälters oder der Rohrleitung die zulässigen Grenzwerte einhalten.
→ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12
Voraussetzungen:
• Die Anlage ist spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.
Vorgehen:
Die Reinigung der medienberührten Teil kann auch im eingebauten Zustand erfolgen (z. B. CIP – Cleaning in Place oder SIP – Sterilization in Place).
Die technischen Daten hinsichtlich Temperatur- und Druckangaben beachten.
→ Kapitel 4 „Technische Daten“, Seite 12
ACHTUNG!
Schäden am Gerät durch unsachgemäße Reinigung.
▶ Feuchte Tücher oder Druckluft (< 6 bar) sind zur Reinigung zulässig.
Keine spitzen oder harten Gegenstände (z. B. Drahtbürsten) bei der Reinigung verwenden.
▶ Geeignetes Reinigungsmittel verwenden, welches die Materialien nicht angreift (chemisch und mechanisch).
Feuchtigkeitseintritt in den elektrischen Anschluss vermeiden.
11 Außerbetriebnahme
11.1 Demontage
Voraussetzungen:
• Die Anlage ist drucklos, spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.
• Das Gerät ist medienfrei.
Hilfsmittel Maulschlüssel oder Ringschlüssel
ACHTUNG!
Schaden an der Gerätespitze durch unsachgemäße Behandlung.
Während der Demontage kann die Gerätespitze beschädigt werden.
▶ Die Gerätespitze auf Kerben oder Rillen prüfen.
11.2 Dekontamination
Voraussetzungen:
• Das Gerät ist demontiert.
• Geeignete Schutzausrüstung ist angelegt.
- Ein geeignetes Reinigungsmittel steht bereit.
- Einen Reinigungsplatz zum Spülen und Neutralisieren aller mediumsberührten Teile ist vorbereitet.
Vorgehen:
- ACHTUNG! Ausschließlich Reinigungsmittel verwenden, die sich mit den Materialien vertragen, aus denen das Gerät besteht. Alle mediumsberührten Teile gründlich mit einem geeigneten Reinigungsmittel spülen und neutralisieren.
- Zur Rücksendung an den Hersteller: ⇒ Kapitel 11.3 „Rücksendung“, Seite 44.
- Zur Entsorgung: ⇒ Kapitel 11.4 „Entsorgung“, Seite 44.
11.3 Rücksendung
Vorgehen:
- Das Begleitschreiben für Produktrücksendungen korrekt ausgefüllt und unterschrieben den Versandpapieren beilegen und vorzugsweise außen an der Verpackung anbringen.
- Zum Versenden des Geräts die Originalverpackung oder einen geeigneten sicheren Transportbehälter verwenden.
11.4 Entsorgung

• Das Gerät oder ersetzte Teile nach Beendigung der Nutzung nicht in der Mülltonne entsorgen.
- Auf dem Gerät gespeicherte Programme und Daten löschen.
- Batterien, falls vorhanden, entnehmen, sofern dies ohne Beschädigung des Geräts möglich ist.
- Das Gerät sowie das Verpackungsmaterial ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen lassen.
• Die landesspezifischen Gesetze und Vorschriften zur Abfallbehandlung und Entsorgung beachten. Gemäß Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte sind Hersteller verpflichtet, die Möglichkeit zur Rücknahme von Altgeräten anzubieten. Die Rückgabe beim Hersteller anfragen.
Beim Einsatz eines Gerätes mit UL-Anwendung muss der Anwender dafür sorgen, dass das von ihm verwendete Zubehör ebenfalls für eine UL-Anwendung zugelassen ist (z. B. Leitungen mit der UL-Zulassung AVLV2/8 geeignet für den externen Anschluss und/oder Kabel mit der UL-Zulassung CYJV/7 oder CYJV/8 oder PVVA/7 oder PVVA2/8, jeweils zugelassen für Umgebungstemperaturen > 80 °C).
| Bezeichnung Teile-Nr. | |
| Anschlussleitung M8/Spannung, Länge 2 m, IO-Link-Master, 4-Kanal, mit UL-Zulassung | 00767913 |
| Anschlussleitung M8/Ethernet, Länge 2 m, IO-Link-Master, 4-Kanal, mit UL-Zulassung | 00767923 |
| Anschlussleitung M12/Spannung, Länge 2 m, IO-Link-Master, 8-Kanal, mit UL-Zulassung | 00767914 |
| Anschlussleitung M12/Ethernet, Länge 2 m, IO-Link-Master, 8-Kanal, mit UL-Zulassung | 00767927 |
| USB IO-Link-Master, 1-Kanal 00694070 | |
| IO-Link-Master, 4-Kanal, mit UL-Zulassung 00759867 | |
| IO-Link-Master, 8-Kanal, mit UL-Zulassung 00759875 | |
| Magnetstift zur Teach-Funktion 00736330 | |
| Einschweißmuffe G 1/2" für Prozessanschluss 387 00378264 | |
| Adapter G 1/2" VARIVENT Typ N DN 50/40 | 30054461 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 100 | 00643582 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 80 | 00643581 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 65 | 00643580 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 50 | 00643579 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 40 | 00643576 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 32 | 00643574 |
| T-Stück mit PEKA-Anschluss DN 25 | 00643555 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 100 | 00772334 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 80 | 00772333 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 65 | 00772332 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 50 | 00772331 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 40 | 00772330 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 32 | 00772321 |
| T-Stück mit Verschraubung G 1/2" DN 25 | 00772316 |
| Konfigurationskabel für Ex-Geräte | 30048990 |
| Anschlussleitung M12, M12, schwarz, PUR, Länge 2 m (Kupplung gerade/Stecker gerade; 5-polig; A-codiert) | 00777804 |
| Kabel PUR, 4 × 0,34, schwarz, Länge 2 m, mit UL-Zulassung | 00776248 |
| Kabel PUR, 4 × 0,34, schwarz, Länge 5 m, mit UL-Zulassung | 00776250 |
| Kabel PUR, 4 × 0,34, schwarz, Länge 10 m, mit UL-Zulassung | 00776252 |
| Leitungsdose, 4-polig, M12 × 1, gerade, Länge 2 m | 00404585 |
| Leitungsdose, 4-polig, M12 × 1, gewinkelt, Länge 2 m | 00409334 |
| Dichtring A24 × 2 - Vf für Prozessanschluss 133 | 00704485 |
| Dichtring A26 × 2 - Vf für Prozessanschluss 105 | 30049315 |
| Service-Einsatz | 00427970 |
| Vorkonfiguration (Service) | 00427968 |
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JUMO ZELOS
Moritz-Juchheim-Straße 1
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Internet: www.jumo.ch

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