Jumo Logoscreen 600 - Nicht kategorisiert

Logoscreen 600 - Nicht kategorisiert Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice Jumo Logoscreen 600 - page 9
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Produkttyp Bildschirmschreiber mit resistivem Touchscreen
Modell JUMO LOGOSCREEN 600 (Typ 706520)
Bildschirm TFT-Farbbildschirm 5,7" (14,5 cm), 640 x 480 Pixel, 65.536 Farben
Touchscreen Resistiv, bedienbar mit Finger oder geeignetem Eingabestift
Analogeingänge 0, 3 oder 6 (universell für Thermoelemente, Widerstandsthermometer, Spannung, Strom)
Digitaleingänge 0, 6 oder 12 (24 V DC, potenzialfrei)
Analogausgänge 0, 1 oder 2 (0–10 V oder 0/4–20 mA)
Relais 1 Wechsler (max. 3 A bei AC 230 V, ohmsche Last)
Schnittstellen 1x Ethernet 10/100, 1x USB Host (front), 1x USB Device, 1x RS232/RS485 (Modbus)
Spannungsversorgung AC 110–240 V +10/-15 %, 48–63 Hz oder AC/DC 20–30 V, 48–63 Hz
Leistungsaufnahme < 45 VA (AC), < 30 VA (AC/DC)
Datenspeicher Interner Flash 1 GB; Datenpufferung durch Batterie (> 7 Jahre) und Speicherkondensator
Schutzart Frontseitig IP65, rückseitig IP20
Abmessungen (Frontrahmen) 144 mm x 144 mm (Frontrahmentiefe ca. 8 mm)
Einbautiefe 119 mm (inkl. Federzugklemmen)
Schalttafelausschnitt 138±1,0 mm x 138±1,0 mm
Gewicht max. 1,6 kg
Betriebstemperatur 0 bis +50 °C (mit Typenzusatz 970: 0 bis +40 °C)
Zulassungen cULus (UL 61010-1, CAN/CSA-22.2 Nr. 61010-1)
Lieferumfang Gerät, Kurzanleitung, 4 Befestigungselemente, CD mit Betriebsanleitung
Reinigung Frontfolie mit handelsüblichen Reinigungsmitteln; keine aggressiven Säuren/Laugen, kein Hochdruckreiniger
Batteriewechsel Nur durch JUMO Service; Anzeige bei Schwäche/Leer
Entsorgung Gemäß nationaler Vorschriften; Gerät und Verpackung recyclebar

Häufig gestellte Fragen - Logoscreen 600 Jumo

Wie kann ich den JUMO LOGOSCREEN 600 konfigurieren?
Welche Visualisierungsarten stehen zur Verfügung?
Kann ich die Daten über das Netzwerk auslesen?
Wie viele Benutzer können verwaltet werden?
Ist eine FDA-konforme Datenaufzeichnung möglich?
Wie kann ich eine Sicherung der Registrierdaten durchführen?
Welche Umgebungsbedingungen sind für den Betrieb zulässig?
Kann ich einen Barcode-Scanner anschließen?
Wie erfolgt die Inbetriebnahme?
Kann ich die Analog- und Digitaleingänge nachrüsten?

Benutzerfragen zu Logoscreen 600 Jumo

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BEDIENUNGSANLEITUNG Logoscreen 600 Jumo

Bildschirmschreiber mit Touchscreen

Jumo Logoscreen 600 - Bildschirmschreiber mit Touchscreen - 1

Jumo Logoscreen 600 - Bildschirmschreiber mit Touchscreen - 2

1.1 Sicherheitshinweise 9

1.1.1 Warnende Zeichen 9

1.1.2 Hinweisende Zeichen 9

1.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung 10

1.1.4 Qualifikation des Personals 10

1.2 Warenannahme, Lagerung und Transport 11

1.2.1 Prüfung der Lieferung 11

1.2.2 Hinweise zu Lagerung und Transport 11

1.2.3 Warenrücksendung 11

1.2.4 Entsorgung 12

1.3 Geräteausführung identifizieren 13

1.3.1 Typenschild 13

1.3.2 Bestellangaben 14

1.3.3 Lieferumfang 15

1.3.4 Zubehör 15

1.4 Inhalt der technischen Dokumentation 16

1.4.1 Gerätedokumentation in gedruckter Form 16

1.4.2 Gerätedokumentation in Form von PDF-Dateien 16

1.4.3 Dokumentation für optionale Software 17

1.5 Geräteversion 17

1.6 Funktionen der Geräteversion 02 18

2 Beschreibung 19

2.1 Kurzbeschreibung 19

2.2 Blockstruktur 19

2.3 Anzeige- und Bedienelemente 20

2.4 Anschlusselemente 20

3 Montage 21

3.1 Allgemeines zur Montage 21

3.2 Abmessungen 21

3.3 Schalttafeleinbau 22

3.4 Behandlung der Gerätefront 23

3.5 Universelles Tragegehäuse Kompakt (Typenzusatz 970) 23

4 Elektrischer Anschluss ....25

4.1 Installationshinweise 25

4.2 Galvanische Trennung 26

4.3 Anschlusselemente 27

4.4 Anschlussplan 28

4.4.1 Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) 28

4.4.2 Digitaleingänge 1 bis 12 (Optionen 1 und 2) 30

Inhalt

4.4.3 Analogausgänge 1 und 2 (Optionen 1 und 2) 30
4.4.4 Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 12 (Option 3) 31
4.4.5 Relais 31
4.4.6 RS232/RS485-Schnittstelle 32
4.4.7 Spannungsversorgung 32

5 Bedienung ....33

5.1 Bedienkonzept 33

5.1.1 Touchscreen 33

5.1.2 LED-Anzeigen 35

5.2 Hauptmenü 36

5.2.1 Anmelden 36

5.2.2 Konfiguration 37

5.2.3 Parametrierung 37

5.2.4 Geräteinfo 37

5.2.5 Audit-Trail-Liste 37

5.2.6 Service 38

5.2.7 Touchscreen kalibrieren 38

5.3 Alarm- und Ereignismenü 39

5.3.1 Alarmliste 40

5.4 Visualisierungsmenü (Anzeige) 43

5.4.1 Kurvendiagramm 44

5.4.2 Digitales Diagramm 47

5.4.3 Bargraph 48

5.4.4 Textbild 49

5.4.5 Report 52

5.4.6 Aktuelle Charge 54

5.4.7 Abgeschlossene Charge 55

5.4.8 Prozessbild 57

5.4.9 Zähler/Integrator 57

5.4.10 Kommentartext 58

5.5 Texteingabedialog 60

5.6 Flash-Manager 63

5.7 Webserver 66

5.8 Elektronische Unterschrift 68

6 Setup-Programm 73

6.1 Installation 73

6.1.1 Hard- und Software-Voraussetzungen 73

6.1.2 Programm installieren und starten 73

6.1.3 Anmeldung und Rechte 74

6.2 Programmoberfläche 76

6.3 Funktionen der Menüleiste 79

6.3.1 Datei 79
6.3.2 Bearbeiten 80
6.3.3 Datentransfer 81
6.3.4 Extras 82
6.3.5 Ansicht 83
6.3.6 Fenster 83
6.3.7 Info 84
6.4 Setup-Datei 86
6.4.1 Darstellung und Funktionen 86
6.4.2 Datei-Info erstellen 88
6.4.3 Konfiguration erstellen 89
6.4.4 Setup-Datei übertragen 89

7 Konfiguration 91

7.1 Texte während Konfiguration ändern 91
7.2 Selektoren 92
7.2.1 Analogselektor 92
7.2.2 Digitalselektor 92
7.3 Grundgerät (nur Setup) 95
7.4 Gerät 96
7.5 Anzeige 99
7.5.1 Startbild und Wasserzeichen (nur Setup) 99
7.5.2 Bildschirm 100
7.5.3 Farben 101
7.5.4 Allgemein 102
7.6 Analogeingänge 105
7.6.1 Grenzwertüberwachung 111
7.7 Analogausgänge 114
7.8 Digitaleingänge 117
7.8.1 Signalüberwachung 117
7.9 Digitaleingänge/-ausgänge 120
7.9.1 Signalüberwachung 121
7.10 Relais 123
7.11 Externe Analogeingänge 124
7.11.1 Grenzwertüberwachung 126
7.12 Externe Digitaleingänge 129
7.12.1 Signalüberwachung 130
7.13 Externe Textvariablen 132
7.14 Grenzwertüberwachungen 133
7.14.1 Alarm 134
7.15 Zähler/Integratoren 137
7.15.1 Allgemeine Einstellungen 137
7.15.2 Spezifische Einstellungen 139
7.16 Durchfluss 148
7.16.1 Grenzwertüberwachung 150

Inhalt

7.17 Mathematik 153

7.17.1 Grenzwertüberwachung 156

7.18 Logik 159

7.18.1 Signalüberwachung 161

7.19 Gruppen 163

7.19.1 Parameter 163

7.19.2 Analogkanäle 164

7.19.3 Digitalkanäle 167

7.19.4 Diagramm-Ansicht 167

7.19.5 Normalbetrieb 168

7.19.6 Ereignisbetrieb 171

7.19.7 Zeitbetrieb 171

7.20 Report 173

7.21 Charge 176

7.21.1 Allgemein 176

7.21.2 Chargenzeilen 178

7.22 Ethernet 181

7.23 Serielle Schnittstelle 184

7.23.1 Modbus-Slave 185

7.23.2 Modbus-Master 186

7.24 Modbus/TCP 188

7.24.1 Modbus-Slave 188

7.24.2 Modbus-Master 190

7.25 Zeiteinstellungen 191

7.26 Zeitserver (SNTP) 193

7.27 Undokumentierte Parameter 194

8 Parametrierung ....195

8.1 Feinabgleich 195

8.2 Zähler/Integratoren 197

8.3 Grenzwertüberwachungen 198

8.4 Datum und Uhrzeit 199

8.5 Charge 201

8.6 Systemdaten 202

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm .....205

9.1 Ländereinstellungen 205

9.2 Benutzerliste 208

9.2.1 Werkseitige Benutzereinstellungen 210

9.2.2 Passwortregeln 210

9.2.3 Zeichentabelle 212

9.2.4 Öffentliche Rechte 213

9.2.5 Rechte (Benutzerrechte) 214

9.2.6 Übersicht der Rechte 215

9.2.7 Verhalten nach Netz-Ein 217

9.2.8 Know-how-Schutz 218
9.3 Chargentext 219
9.4 E-Mail 220
9.4.1 E-Mail-Server 221
9.5 Webserver 223
9.6 Elektronische Unterschrift 226
9.7 Modbus-Frames zum Lesen 228
9.8 Modbus-Frames zum Schreiben 229
9.9 Kundenspezifische Linearisierung 230
9.9.1 Stützwerte 232
9.9.2 Formel 233
9.10 Prozessbilder 235
9.10.1 Prozessbildeditor 235
9.10.2 Prozessbild erstellen 236
9.10.3 Hintergrund 237
9.10.4 Objekttypen für Prozessbilder (Übersicht) 238
9.10.5 Allgemeine Objekteigenschaften 240
9.10.6 Einzelne Objekte 242
9.10.7 Vorschaubild 253

10 Online-Parameter .....255

10.1 Ethernet 255
10.2 Datum und Uhrzeit 256
10.3 Bildschirmkopie 257
10.4 Registrierdaten löschen 258
10.5 Benutzerliste zurücksetzen 258
10.6 Weitere Prozesswerte für Onlinedaten 259
10.7 Freigabe von Typenzusätzen 260
10.8 Erstellen eines Gerätezertifikats 261
10.9 Abgleichen/Testen 262
10.9.1 Hardware/Software 262
10.9.2 Abgleichkonstanten 262
10.9.3 Analogeingänge 263
10.9.4 Analogausgänge 263
10.9.5 Digitaleingänge 264
10.9.6 Digitaleingänge/-ausgänge 264
10.9.7 Touch 265
10.9.8 Display und Relais 266
10.9.9 Batterie 266

11 Anhang 267

11.1 Technische Daten 267
11.1.1 Analogeingänge (Optionen 1 und 2) 267
11.1.2 Digitaleingänge (Optionen 1 und 2) 270
11.1.3 Digitaleingänge/-ausgänge (Option 3) 270

Inhalt

11.1.4 Analogausgänge (Optionen 1 und 2) 271
11.1.5 Relais 271
11.1.6 Schnittstellen 272
11.1.7 Bildschirm 272
11.1.8 Elektrische Daten 273
11.1.9 Umwelteinflüsse 274
11.1.10Gehäuse 274
11.1.11Zulassungen/Prüfzeichen 274
11.2 Austausch der Pufferbatterie 275
11.3 China RoHS 276
11.4 Barcode 277
11.4.1 Chargensteuerung 277
11.4.2 Einlesen von Ereignistexten und Prozesswerten 279

1.1 Sicherheitshinweise

1.1.1 Warnende Zeichen

Jumo Logoscreen 600 - Warnende Zeichen - 1

GEFAHR!

Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo Logoscreen 600 - GEFAHR! - 1

WARNUNG!

Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Personenschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo Logoscreen 600 - WARNUNG! - 1

VORSICHT!

Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo Logoscreen 600 - VORSICHT! - 1

VORSICHT!

Dieses Zeichen weist darauf hin, dass durch elektrostatische Entladungen (ESD = Electro Static Discharge) Bauteile zerstört werden können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Bei Rücksendungen von Geräteeinschüben, Baugruppen oder Bauelementen nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.

Jumo Logoscreen 600 - VORSICHT! - 1

DOKUMENTATION LESEN!

Dieses Zeichen – angebracht auf dem Gerät – weist darauf hin, dass die zugehörige Geräte-Dokumentation zu beachten ist. Dies ist erforderlich, um die Art der potenziellen Gefährdung zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen.

1.1.2 Hinweisende Zeichen

Jumo Logoscreen 600 - Hinweisende Zeichen - 1

HINWEIS!

Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

VERWEIS!

Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Abschnitten, Kapiteln oder anderen Anleitungen hin.

Jumo Logoscreen 600 - VERWEIS! - 1

WEITERE INFORMATION!

Dieses Zeichen wird in Tabellen verwendet und weist auf weitere Informationen im Anschluss an die Tabelle hin.

Jumo Logoscreen 600 - WEITERE INFORMATION! - 1

ENTSORGUNG!

Dieses Gerät und, falls vorhanden, Batterien gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne! Bitte lassen Sie sie ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen.

1.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät ist für die Verwendung als Bildschirmschreiber in industrieller Umgebung bestimmt, wie in den technischen Daten spezifiziert. Eine andere oder darüber hinausgehende Nutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß.

Das Gerät ist entsprechend den gültigen Normen und Richtlinien sowie den geltenden sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Personen- oder Sachschaden entstehen.

Um Gefahren zu vermeiden, darf das Gerät nur benutzt werden:

  • für die bestimmungsgemäße Verwendung
  • in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
  • unter Beachtung der mitgelieferten Technischen Dokumentation

Auch wenn das Gerät sachgerecht oder bestimmungsgemäß eingesetzt wird, können von ihm applikationsbedingte Gefahren ausgehen, z. B. durch fehlende Sicherheitseinrichtungen oder falsche Einstellungen.

1.1.4 Qualifikation des Personals

Dieses Dokument enthält die erforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch des darin beschriebenen Gerätes.

Es wendet sich an technisch qualifiziertes Personal, das speziell ausgebildet ist und einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik besitzt.

Die Kenntnis und das technisch einwandfreie Umsetzen der in der mitgelieferten Technischen Dokumentation enthaltenen Sicherheitshinweise und Warnungen sind Voraussetzungen für die gefahrlose Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie für die Sicherheit während des Betriebes des beschriebenen Gerätes. Nur qualifiziertes Personal verfügt über das erforderliche Fachwissen, um die in diesem Dokument verwendeten Sicherheitshinweise und Warnungen im konkreten Einzelfall richtig zu interpretieren und in die Tat umzusetzen.

1.2 Warenannahme, Lagerung und Transport

1.2.1 Prüfung der Lieferung

  • Auf unbeschädigte Verpackung und Inhalt achten
  • Den Lieferinhalt anhand der Lieferpapiere und der Bestellangaben auf Vollständigkeit prüfen
  • Beschädigungen sofort dem Lieferanten mitteilen
  • Beschädigte Teile bis zur Klärung mit dem Lieferanten aufbewahren

1.2.2 Hinweise zu Lagerung und Transport

  • Das Gerät in trockener und sauberer Umgebung lagern. Die zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (siehe „Technische Daten“)
    • Das Gerät stoßsicher transportieren
  • Optimalen Schutz für Lagerung und Transport bietet die Originalverpackung

1.2.3 Warenrücksendung

Im Reparaturfall das Gerät bitte sauber und vollständig zurücksenden.

Für die Rücksendung die Originalverpackung verwenden.

Reparatur-Begleitschreiben

Der Rücksendung bitte das vollständig ausgefüllte Reparatur-Begleitschreiben beilegen.

Folgende Angaben nicht vergessen:

  • Beschreibung der Anwendung und
  • Beschreibung des aufgetretenen Fehlers

Das Reparatur-Begleitschreiben kann im Internet von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden (gegebenenfalls Suchfunktion benutzen).

Schutz gegen Elektrostatische Entladung (ESD)

Zur Vermeidung von ESD-Schäden müssen elektronische Baugruppen oder Bauteile in ESD-geschützter Umgebung gehandhabt, verpackt und gelagert werden. Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen und elektrische Felder sind in der DIN EN 61340-5-1 und DIN EN 61340-5-2 „Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“ beschrieben.

Beim Einschicken ektronischer Baugruppen oder Bauteile bitte Folgendes beachten:

  • Empfindliche Komponenten ausschließlich in ESD-geschützter Umgebung verpacken. Solche Arbeitsplätze leiten bestehende elektrostatische Ladungen kontrolliert gegen Erde ab und verhindern statische Aufladungen durch Reibung.
  • Ausschließlich Verpackungen für ESD-empfindliche Baugruppen/Bauteile verwenden. Diese müssen aus leitfähig ausgerüsteten Kunststoffen bestehen.

Für durch ESD verursachte Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

1 Einleitung

Jumo Logoscreen 600 - Einleitung - 1

VORSICHT!

In nicht ESD-geschützter Umgebung treten elektrostatische Aufladungen auf.

Elektrostatische Entladungen können in Baugruppen oder Bauteilen Schäden anrichten.

Für den Transport nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.

1.2.4 Entsorgung

Entsorgung des Gerätes

Jumo Logoscreen 600 - Entsorgung des Gerätes - 1

ENTSORGUNG!

Das Gerät oder ersetzte Teile gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne, denn es besteht aus Werkstoffen, die von darauf spezialisierten Recycling-Betrieben wie-derverwendet werden können.

Das Gerät sowie das Verpackungsmaterial ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen lassen.

Hierbei die landesspezifischen Gesetze und Vorschriften zur Abfallbehandlung und Entsorgung beachten.

Entsorgung des Verpackungsmaterials

Das gesamte Verpackungsmaterial (Kartonagen, Einlegezettel, Kunststofffolien und -beutel) ist voll recyclefähig.

1.3 Geräteausführung identifizieren

1.3.1 Typenschild

Das Typenschild ist auf dem Gehäuse aufgeklebt.

Inhalt

Das Typenschild beinhaltet wichtige Informationen. Unter anderem sind dies:

Beschreibung Bezeichnung auf demTypenschildBeispiel
Gerätetyp Typ 706520/18-100-25/260
Teile-Nr. TN 00XXXXXX
Fabrikations-Nummer F-Nr 0070033801215510006
Spannungsversorgung - DC 24 V +25/-20 %

Gerätetyp (Typ)

Die Angaben auf dem Typenschild mit der Bestellung vergleichen.

Die gelieferte Geräteausführung mit Hilfe der Bestellangaben (Typenschlüssel) identifizieren.

Teile-Nr. (TN)

Die Teile-Nr. kennzeichnet einen Artikel im Katalog eindeutig. Sie ist wichtig für die Kommunikation zwischen Kunden und Verkauf.

Fabrikations-Nummer (F-Nr)

Der Fabrikations-Nummer beinhaltet u. a. das Produktionsdatum (Jahr/Woche).

Beispiel: F-Nr = 0070033801215510006

Es handelt sich hierbei um die Zeichen an den Stellen 12, 13, 14, 15 (von links).

Das Gerät wurde demnach in der 51. Woche 2015 produziert.

1.3.2 Bestellangaben

(1) Grundtyp
706520 Bildschirmschreiber mit 1x Ethernet-, 2x USB- (1x Host, 1x Device) und 1x RS232/485-Schnittstelle sowie einem Relais
(2) Grundtypergänzung
0 ohne Software-Paket
1 mit Software-Paket (Setup-Programm inkl. USB-Kabel, PC-Auswerte-Software PCA3000, PCA-Kommunikations-Software PCC; in Verbindung mit dem Typenzusatz „888“ zusätzlich mit der Software PC-Security-Manager PCS und PC-Audit-Trail-Manager PCAT)
(3) Sprache
8 werkseitig eingestellt (Deutsch/Englisch)
9 Einstellung nach Kundenangaben
(4) Option 1 (Steckplatz 1)1
0 nicht belegt
1 3 Analog- und 6 Digitaleingänge, 1 Analogausgang
(5) Option 2 (Steckplatz 2)a
0 nicht belegt
1 3 Analog- und 6 Digitaleingänge, 1 Analogausgang
(6) Option 3 (Steckplatz 3)a
0 nicht belegt
1 12 Digitaleingänge/-ausgänge (unabhängig als Ein- oder Ausgang konfigurierbar)
(7) Spannungsversorgung
23 AC 110 bis 240 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz
25 AC/DC 20 bis 30 V, 48 bis 63 Hz
(8) Typenzusatz
. nicht belegt
260 Mathematik- und Logik-Modul (je 6 Kanäle)
(9) Typenzusatz
. nicht belegt
887 Manipulationserkennung mit digitalem Zertifikat
888 FDA 21 CFR Part 11 mit digitalem Zertifikat
(10) Typenzusatz Gehäuse
. nicht belegt
970 Universelles Tragegehäuse Kompakt2

^1 Eine nachträgliche Erweiterung ist nur im JUMO Zentralservice möglich.
^2 Der Typenzusatz ist nur in Verbindung mit der Spannungsversorgung AC 110 bis 240 V lieferbar. Die UL-Zulassung entfällt. Nutzung nur durch technisch qualifiziertes Personal, das speziell ausgebildet ist und einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik besitzt! Angaben zur Umgebungstemperatur und zur Schutzart beachten (siehe technische Daten)!

1 Bildschirmschreiber in der bestellten Ausführung
1 Kurzanleitung
4 Befestigungselemente
1 CD mit ausführlicher Betriebsanleitung und weiterer Dokumentation

1.3.4 Zubehör

BeschreibungTeile-Nr.
Setup-Programm00645110
USB-Kabel, A-Stecker auf Micro-B-Stecker, 3 m00616250
PC-Auswerte-Software PCA300000431882
PCA-Kommunikations-Software PCC00431879
PC-Software-Paket bestehend aus: Setup-Programm, PC-Auswerte-Software PCA3000, PCA-Kommunikations-Software PCC, PC-Security-Manager PCS, PC-Audit-Trail-Manager PCAT. Bei Nachbestellungen bitte alle Versionsnummern angeben.00666817
USB-Speicherstick 2 GB ^1 00505592
Freischaltung für Mathematik-/Logikmodul (Setup-Programm erforderlich)00393217
TP-LINK TL-WR710N (WLAN-Router)00658592

^1 Der angegebene USB-Speicherstick ist getestet und für industrielle Anwendungen ausgelegt. Für andere Fabrikate wird keine Haftung übernommen.

1.4 Inhalt der technischen Dokumentation

Die Dokumentation für das vorliegende Gerät wendet sich an Anlagenhersteller und Anwender mit fachbezogener Ausbildung und besteht aus den folgenden Dokumenten.

1.4.1 Gerätedokumentation in gedruckter Form

70652000T97...

Kurzanleitung

Die Kurzanleitung in Papierform gehört zum Lieferumfang des Geräts.

Die Kurzanleitung beschreibt die Montage, den elektrischen Anschluss und die Bedienung des Geräts. Außerdem enthält sie die Bestellangaben und eine Auflistung der technischen Daten.

Die Kurzanleitung ist ein Auszug aus der Betriebsanleitung.

1.4.2 Gerätedokumentation in Form von PDF-Dateien

Die nachfolgend genannten Dokumente sind in Form von PDF-Dateien auf der im Lieferumfang des Geräts enthaltenen CD hinterlegt. Außerdem stehen sie auf der Internetseite des Herstellers zum Download zur Verfügung.

70652000T10...

Typenblatt

Das Typenblatt liefert allgemeine Informationen über das Gerät, die Bestellangaben und die technischen Daten. Es bildet die Grundlage für Geräteauswahl und Kaufentscheidung.

70652000T90...

Betriebsanleitung

Die Betriebsanleitung enthält alle Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss, die Bedienung, die Parametrierung und die Konfiguration des Geräts. Zusätzlich sind die Bestellangaben und eine Auflistung der technischen Daten enthalten.

Im Falle des vorliegenden Geräts beschreibt die Betriebsanleitung auch die Verwendung des Setup-Programms (PC-Programm), mit dem das Gerät ebenfalls konfiguriert werden kann.

70652000T92...

Schnittstellenbeschreibung (Modbus)

Die Schnittstellenbeschreibung liefert Informationen über die Kommunikation mit anderen Geräten oder übergeordneten Systemen unter Verwendung des Modbus-Protokolls (Modbus RTU, Modbus/TCP).

Im Falle des vorliegenden Geräts enthält die Schnittstellenbeschreibung auch Angaben zur Kommunikation über Ethernet.

70652000T97...

Kurzanleitung

Die Kurzanleitung steht auch als PDF-Datei zur Verfügung und hat denselben Umfang wie das gedruckte Dokument.

1.4.3 Dokumentation für optionale Software

Die nachfolgend genannten Anleitungen in Form von PDF-Dateien stehen auf der Internetseite des Herstellers zum Download zur Verfügung. Weiterhin gehören sie zum Lieferumfang der jeweiligen Software.

B 709701.0

PC-Auswerte-Software PCA3000

Die Betriebsanleitung erklärt die Funktionsweise und die Möglichkeiten der PC-Auswerte-Software. Die PC-Auswerte-Software dient zum Visualisieren und Auswerten der aufgezeichneten Registrierdaten (Messdaten, Chargendaten, Meldungen, ...).

B 709702.0

PCA-Kommunikations-Software PCC

Die Betriebsanleitung erklärt die Funktionsweise und die Möglichkeiten der PCA-Kommunikations-Software. Die PCA-Kommunikations-Software ist für den Datentransfer von einem Gerät oder System zu einem PC oder in ein Netzwerk verantwortlich.

B 709703.0

Die Betriebsanleitung erklärt die Funktionsweise und die Möglichkeiten der PC-Security-Manager-Software. Mit PCS wird sichergestellt, dass nur berechtigte Personen Zugriff zu den Systemkomponenten (Gerät, PC-Software) erhalten und in elektronischen Dokumenten elektronische Unterschriften leisten können. Die Konfiguration des Security-Managers erfolgt ausschließlich durch den Systemadministrator.

PCS steht nur für Geräte mit Typenzusatz 888 zur Verfügung.

B 709704.0

PC-Audit-Trail-Manager-Software PCAT

Die Betriebsanleitung erklärt die Funktionsweise und die Möglichkeiten der PC-Audit-Trail-Manager-Software. PCAT dokumentiert Bedienhandlungen in den PC-Software-Komponenten, die zu Veränderungen an Dateien, Benutzerlisten (Rechte dateien), Gerätelisten usw. führen. Unterschieden werden die Meldungsarten „Informationen“, „Warnungen“ und „Fehler“. Audit-Trail-Aufzeichnungen können nicht verändert werden.

Geräte-Audit-Trail-Daten werden nicht in PCAT, sondern nur in der PCA3000 angezeigt.

PCAT steht nur für Geräte mit Typenzusatz 888 zur Verfügung.

1.5 Geräteversion

Die Geräteversion des Bildschirmschreibers ist anhand der Software-Version (SW-Version) des Gerätes zu ermitteln. Die Software-Version wird im Geräteinfo-Menü angezeigt (Hauptmenü > Geräteinfo > Versionen > Grundgerät: SW-Version).

Aufbau der Software-Versionsnummer (SW-Version): 323.xx.yy

323 = Grundversion, xx = Geräteversion, yy = laufende Version

In dem vorliegenden Dokument sind Funktionen, die von der Geräteversion abhängig sind, entsprechend gekennzeichnet (z. B. "ab Geräteversion 02").

1.6 Funktionen der Geräteversion 02

Neue Funktionen

Mit der Geräteversion 02 wurden folgende neue Funktionen realisiert:

  • Typenzusatz 887 „Manipulationserkennung mit digitalem Zertifikat“: Manipulationserkennung für die Registrierdaten durch Verwendung eines Zertifikat (während Speicherung und Übertragung)
  • Typenzusatz 888 „FDA 21CFR Part 11 mit digitalem Zertifikat“: FDA-konforme Datenaufzeichnung mit speziellen Eingabemasken und Funktionen; Manipulationserkennung mit digitalem Zertifikat
    • Zusätzliche Benutzerrechte
  • Benutzerverwaltung mit PC-Security-Manager-Software (PCS) für bis zu 50 Benutzer (nur mit Typenzusatz 888)
  • Separate Übertragung von Benutzertabelle und Benutzergruppen auch bei einem Gerät ohne Typenzusatz 888
  • Elektronische Unterschrift des Chargenprotokolls (nur mit Typenzusatz 888)
  • Elektronische Unterschrift für einen bestimmten Zeitbereich (nur mit Typenzusatz 888)
  • Elektronische Unterschrift beim Abmelden des Benutzers (nur mit Typenzusatz 888)
  • Authentifizierung vor Eingabe von Kommentartext
  • Zusätzliche Objekte im Prozessbildeditor: Eingabe von Werten und Text
  • Zusätzliche Barcode-Funktionen: Steuerzeichen zum Einlesen von Ereignistext und Prozesswerten
  • Allgemeine Grenzwertüberwachungen: Grenzwert und Schaltdifferenz auch in der Parametrierung sowie über Modbus einstellbar
  • Onlinevisualisierung als Standardversion oder Benutzerversion konfigurierbar

Mit dem Typenzusatz 888 unterstützt das Gerät die Anforderungen für die Datenaufzeichnung nach den Regularien 21 CFR Part 11 der amerikanischen Food and Drug Administration in vollem Umfang.

Mit dem Typenzusatz 887 oder 888 verfügt das Gerät über eine TÜV-geprüfte Funktion zur Gewährleistung der Datensicherheit. Auf der Basis eines digitalen Gerätezertifikats lässt sich nachweisen, dass die Registrierdaten nicht manipuliert wurden, weder im Gerät, noch während der Übertragung.

Geänderte Funktionen

Folgende Funktionen wurden gegenüber der Geräteversion 01 geändert:

  • Flash-Manager-Funktion "Alle Registrierdaten auf USB-Speicherstick sichern (Backup)": Der Anwender kann einen Zeitbereich wählen, aus dem die Registrierdaten gesichert werden. Zusätzlich können die aktuellen Stände der Zähler und Integratoren sowie die Statistik (Report), auch wenn diese noch nicht abgeschlossen sind, zusammen mit den Registrierdaten gespeichert werden.
  • Allgemeine Grenzwertüberwachungen: Anzahl auf 24 erhöht
  • Chargentexte, Kommentartext: Maximale Zeichenanzahl auf 160 erhöht

2.1 Kurzbeschreibung

Der Bildschirmschreiber JUMO LOGOSCREEN 600 ist mit einem resistiven Touchscreen ausgestattet und zeichnet sich durch einfache Bedienbarkeit aufgrund seines intuitiven, auf Symbolen basierenden Bedien- und Visualisierungskonzepts aus.

Der JUMO LOGOSCREEN 600 ist für die Prozessdatenerfassung in unterschiedlichen Ausführungsvarianten verfügbar. Von der Geräteausführung ohne Messeingang, bei der bis zu 24 Prozesswerte über Modbus von externen Systemen gelesen (Master) oder empfangen (Slave) werden, bis hin zu einer Geräteausführung mit 6 Messeingängen (universelle Analogeingänge), 2 Analogausgängen, 12 Digitaleingängen und 12 einzeln umschaltbaren Digitaleingängen/-ausgängen. In der Ausführungsvariante mit FDA-konformer Datenaufzeichnung werden alle Anforderungen gemäß 21 CFR Part 11 erfüllt.

Im JUMO LOGOSCREEN 600 können Daten mit den werkseitigen Visualisierungen dargestellt werden wie z. B. Kurvendiagramm (vertikal oder horizontal), Bargraph, Textbild (numerisch) oder Digitales Diagramm. Für chargenbezogene Prozesse ist eine spezielle Chargenaufzeichnung verfügbar, welche die Abspeicherung von Zusatzinformationen ermöglicht. Zusätzlich kann der Anwender mit dem Setup-Programm bis zu 6 Prozessbilder individuell nach seinen Anforderungen mit bis zu 100 Objekten pro Prozessbild erstellen.

Neben dem Setup-Programm stehen weitere leistungsfähige PC-Programme zur Verfügung, z. B. zur Auswertung archivierter Daten und zur Administration der Zugangskontrolle.

2.2 Blockstruktur

Jumo Logoscreen 600 - Blockstruktur - 1

flowchart
graph TD
    A["Ein-/Ausgänge"] --> B["Eingänge über Schnittstelle"]
    B --> C["Relaisausgang"]
    C --> D["Anzeige/Bedienung"]
    D --> E["Software"]

    subgraph JUMO LOGOSCREEN_600
        B1["Serienmäßig: 24 Externe Analogeingänge und 24 Externe Digiänge sowie 14 Externe Texte (10 Chargentexte, 4 Ereignistexte)"]
        C1["Serienmäßig: 1 Relais (Wechsler)"]
    end

    subgraph Spannungsversorgung
        B2["AC 110 bis 240 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz"]
        B3["AC/DC 20 bis 30 V, 48 bis 63 Hz"]
    end

    subgraph Schnittstellen
        B4["Serienmäßig: 1x Ethernet 10/100 MBit/s"]
        B5["1x USB Host (Speicherstick)"]
        B6["1x USB Device (Setup)"]
        B7["1x RS232/RS485 (Modbus Master/Slave oder Barcode-Scanner)"]
    end

    subgraph Messdatenspeicher
        B8["Interner Speicher: 1 GByte"]
        B9["(Datentransfer über Schnittstelle oder USB-Speicherstick)"]
    end

    subgraph Interne an leK ä
        B10["6 Mathematik-Kanäle (optional)"]
        B11["6 Logik-Kanäle (optional)"]
        B12["6 Zähler/Integratoren"]
        B13["1 Highspeed-Zähler"]
    end

    subgraph Software
        B14["Setup-Programm PCC, PCA3000"]
        B15["PCS, PCAT"]
    end

2 Beschreibung

2.3 Anzeige- und Bedienelemente

JUMO LOGOSCREEN 600 Kurvendiagramm - Gruppe 1 (1) (2) (3) (4) AE01 66.408 % AE02 24.047 % AE03 66.187 % AE04 75.398 % AE05 1.5965 % AE06 54.853 %

(1) Touchscreen (TFT-Farbbildschirm)

Technische Daten:

→ Kapitel 11.1.7 "Bildschirm", Seite 272

Die Bildschirmdarstellung wird im Kapitel „Bedienung“ beschrieben.

→ Kapitel 5.1.1 "Touchscreen", Seite 33

(2) Alarm-LED

Die LED leuchtet, solange ein Alarm ansteht.

(3) Power-LED

Die LED blinkt nach dem Einschalten des Geräts, bis der Startvorgang beendet ist. Danach leuchtet sie dauerhaft.

(4) USB-Host-Schnittstelle mit Abdeckung

Zum Entfernen die Abdeckung an der Griff-Lasche anfassen und herausziehen.

Jumo Logoscreen 600 - Anzeige- und Bedienelemente - 2

VORSICHT!

Schutzart IP65 (frontseitig) nur mit verschlossener USB-Host-Schnittstelle!

Die Schutzart IP65 ist nur mit der werkseitig vorhandenen Abdeckung der USB-Host-Schnittstelle gewährleistet.

Abdeckung nur zur Benutzung der Schnittstelle entfernen und danach sofort wieder montieren (Abdeckung muss bündig zur Gerätefront sein)!

2.4 Anschlusselemente

Die Anschlusselemente auf der Rückseite des Geräts sowie die frontseitige USB-Host-Schnittstelle werden im Kapitel „Elektrischer Anschluss“ beschrieben.

⇒ Kapitel 4.3 "Anschlusselemente", Seite 27

3.1 Allgemeines zur Montage

Jumo Logoscreen 600 - Allgemeines zur Montage - 1

WARNUNG!

Das Gerät ist nicht für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen. Es besteht die Gefahr einer Explosion. Gerät nur außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche einsetzen.

Montageort

Das Gerät ist für den Einbau in einen Schalttafelausschnitt vorgesehen. Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten (siehe Technische Daten).

Klimatische Bedingungen

Die Umgebungstemperatur sowie die relative Feuchte am Montageort müssen den Technischen Daten entsprechen. Aggressive Gase und Dämpfe wirken sich nachteilig auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Der Montageort muss frei sein von Staub, Mehl und anderen Schwebstoffen.

Einbaulage

Die Einbaulage ist beliebig, wobei der Betrachtungswinkel des Bildschirms berücksichtigt werden muss (siehe Technische Daten).

Technische Daten

→ Kapitel 11.1 "Technische Daten", Seite 267

3.2 Abmessungen

Gerät

6 119 136

144 144 USB

3 Montage

Schalttafelausschnitt

138 +1 138 +1

Dicht-an-dicht-Montage

Abstand der Schalttafelauschnitte Horizontal Vertikal
Mindestabstand 20 mm 20 mm
Empfohlener Abstand (einfachere Montage der Befestigungselemente) 50 mm 50 mm

3.3 Schalttafeleinbau

Jumo Logoscreen 600 - Schalttafeleinbau - 1

Schritt Tätigkeit
1Das Gerät von vorn in den Schalttafelausschnitt einsetzen, bis die Dichtung an der Schalttafel anliegt.
2 Die Befestigungselemente in die Aussparungen des Gehäuses stecken (an jeder Ecke ein Element, siehe Abbildung) und gegen die Schalttafelrückseite mit einem Schraubendreher gleichmäßig mit einem Drehmoment von 1,0 Nm festspannen.

Jumo Logoscreen 600 - Schalttafeleinbau - 2

VORSICHT!

Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten!

Die Schutzart IP65 (frontseitig) ist nur bei gleichmäßig anliegender Dichtung gewährleistet.

Die mitgelieferten vier Befestigungselemente müssen alle verwendet und, wie in der Abbildung gezeigt, gleichmäßig verteilt werden!

3.4 Behandlung der Gerätefront

Reinigung

Die Gerätefront (Frontfolie) kann mit handelsüblichen Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln gereinigt werden.

Jumo Logoscreen 600 - Reinigung - 1

VORSICHT!

Die Gerätefront ist nicht beständig gegen aggressive Säuren und Laugen, Scheuermittel und die Säuberung mit einem Hochdruckreiniger.

Die Verwendung dieser Mittel kann zu Beschädigungen führen.

Gerätefront nur mit geeigneten Mitteln reinigen!

Bedienung

Der Bildschirm (resistiver Touchscreen) ist per Fingerdruck oder mit einem handelsüblichen Touchscreen-Eingabestift bedienbar.

Jumo Logoscreen 600 - Bedienung - 1

VORSICHT!

Spitze oder harte Gegenstände sind zur Bedienung des Bildschirms nicht geeignet.

Sie können Kratzer verursachen und die Frontfolie beschädigen.

Bildschirm nur mit dem Finger oder mit einem geeigneten Stift bedienen!

3.5 Universelles Tragegehäuse Kompakt (Typenzusatz 970)

Jumo Logoscreen 600 - Universelles Tragegehäuse Kompakt (Typenzusatz 970) - 1

Bestimmungsgemäße Verwendung

Der Bildschirmschreiber im Tragegehäuse ist ausschließlich zur Nutzung durch technisch qualifiziertes Personal vorgesehen, das speziell ausgebildet ist und einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik besitzt.

Reinigung

Für die Reinigung des Tragegehäuses gelten dieselben Angaben wie für die Reinigung der Gerätefront.

→ Kapitel 3.4 "Behandlung der Gerätefront", Seite 23

Geräteschutzsicherung

Das Tragegehäuse ist mit einer auswechselbaren Geräteschutzsicherung ausgestattet (Feinsicherung 5,0 A / 250 V träge, nach DIN EN 60127-2; Teile-Nr. 65018001). Eine defekte Sicherung ist durch eine Sicherung desselben Typs zu ersetzen. Zuvor muss das Tragegehäuse allpolig vom Netz getrennt werden (Netzstecker ziehen)!

Netzleitung

Die abnehmbare Netzleitung (H05VV-F 3G1; Länge 2,5 m; Teile-Nr. 00052953) darf nicht durch eine unzulänglich bemessene Leitung ersetzt werden.

Abweichende technische Daten

Angaben zur Umgebungstemperatur und zur Schutzart des Gehäuses beachten!

→ Kapitel 11.1.9 "Umwelteinflüsse", Seite 274

→ Kapitel 11.1.10 "Gehäuse", Seite 274

4.1 Installationshinweise

Anforderungen an das Personal

  • Arbeiten am Gerät dürfen nur im beschriebenen Umfang und ebenso wie der elektrische Anschluss ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden.
  • Vor dem Stecken und Ziehen von Anschlussleitungen muss sichergestellt sein, dass die durchführende Person elektrostatisch entladen ist (z. B. durch Berühren von geerdeten metallischen Teilen).

Leitungen, Abschirmung und Erdung

  • Sowohl bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation als auch beim elektrischen Anschluss des Gerätes sind die Vorschriften der DIN VDE 0100 "Errichten von Niederspannungsanlagen" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364) zu beachten.
  • Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegen.
  • Nur abgeschirmte und verdrillte Fühler- und Schnittstellenleitungen verwenden. Nicht in der Nähe stromdurchflossener Bauteile oder Leitungen führen.
  • Bei Temperaturfühlern die Abschirmung einseitig im Schaltschrank erden.
  • Erdungsleitungen nicht durchschleifen, sondern einzeln zu einem gemeinsamen Erdungspunkt im Schaltschrank führen; dabei auf möglichst kurze Leitungen achten. Auf fachgerechten Potenzialausgleich ist zu achten.

Elektrische Sicherheit

  • Das Gerät ist für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen vorgesehen. Die bauseitige Absicherung darf 20 A nicht überschreiten. Für Service/Reparaturarbeiten ist das Gerät all-polig vom Netz zu trennen.
  • Der Lastkreis des Relais kann mit einer gefährlichen elektrischen Spannung (z. B. 230 V) betrieben werden. Lastkreis während Montage/Demontage und elektrischem Anschluss spannungsfrei schalten.
  • Um im Fall eines externen Kurzschlusses im Lastkreis eine Zerstörung der Relaiskontakte zu verhindern, muss der Lastkreis auf den maximal zulässigen Relaisstrom abgesichert sein (siehe Technische Daten).
  • Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
  • Neben einer fehlerhaften Installation können auch falsch eingestellte Werte am Gerät den nachfolgenden Prozess in seiner ordnungsgemäßen Funktion beeinträchtigen. Es sollten daher immer vom Gerät unabhängige Sicherheitseinrichtungen, z. B. Überdruckventile oder Temperaturbegrenzer/-wächter vorhanden und die Einstellung nur dem Fachpersonal möglich sein. Bitte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachten.

Verweise auf andere Stellen

• Die Elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften (siehe Technische Daten).
- Bitte generell die Angaben zur galvanischen Trennung beachten.

Technische Daten

→ Kapitel 11.1 "Technische Daten", Seite 267

4 Elektrischer Anschluss

4.2 Galvanische Trennung

Analogeingang 1 Analogeingang 6 Digitaleingang 1 Digitaleingang 6 Digitaleingang 7 Digitaleingang 12 Digitaleingänge/ -ausgänge 1 bis 12 USB-Host- Schnittstelle RS232/RS485- Schnittstelle 50 V 50 V 50 V 50 V 50 V 50 V 3000 V 3000 V Spannungsversorgung Analogausgang 1 Analogausgang 2 Relaiskontakt USB-Device- Schnittstelle Ethernet- Schnittstelle

4.3 Anschlusselemente

Frontseitige USB-Host-Schnittstelle (ohne Abdeckung)
Jumo Logoscreen 600 - Anschlusselemente - 1

Rückseitige Anschlusselemente

1. 2. 3. 4. 5. L1N (L+)(L-) 10 01 1 2 3 4 5 6 + - Uout 1 2 3 4 5 6 7 8 10 01 7 8 9 10 11 12 + - Uout 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 10 7 8 9 10 11 12 + - Uout 2 1 2 3 4 5 4 W 5 W 6 10 1 2 3 4 5 6 + - Uout 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 12. 12.345 13. 10 01 1 2 3 4 5 6 + - Uout 1 1 2 3 4 5 W 1 W 2 W 3 1 2 3 4 5 6. 7. 8. 9.

Anschlusselement und Belegung Anschlusselement und Belegung

  1. USB-Device-Schnittstelle 2. Ethernet-Schnittstelle
  2. RS232/RS485-Schnittstelle 4. Relais
  3. Spannungsversorgung 6. Digitaleingänge 1 bis 6, Analogausgang 1
  4. Analogeingang 1 8. Analogeingang 2
  5. Analogeingang 3 10. Digitaleingänge 7 bis 12, Analogausgang 2
  6. Analogeingang 4 12. Analogeingang 5
  7. Analogeingang 6 14. Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 6
  8. Digitaleingänge/-ausgänge 7 bis 12

4 Elektrischer Anschluss

Jumo Logoscreen 600 - Elektrischer Anschluss - 1

HINWEIS!

Die frontseitige USB-Host-Schnittstelle ist ausschließlich zum Anschluss eines USB-Speichersticks vorgesehen. Eine andere Verwendung ist nicht zulässig.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Die Qualität des USB-Kabels und des USB-Speichersticks hat Einfluss auf die korrekte Funktion des Geräts. Es wird empfohlen, die vom Hersteller angebotenen Komponenten (Zubehör) zu verwenden.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

VORSICHT!

Das Gerät ist nicht zum Anschluss an einen PoE-Port (Power over Ethernet) geeignet. Es besteht die Gefahr, dass das Gerät beschädigt wird. Gerät an einen Ethernet-Port ohne PoE anschließen!

4.4 Anschlussplan

4.4.1 Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2)

Messwertgeber AnschlusselementBelegung Klemmen und Anschlussymbol
Thermoelement 7. / Analogeingang 18. / Analogeingang 29. / Analogeingang 3Jumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 1
Widerstandsthermometer Zweileiterschaltung11. / Analogeingang 412. / Analogeingang 513. / Analogeingang 6Jumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 2
Widerstandsthermometer DreileiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 3
Widerstandsthermometer VierleiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 4
Widerstandspotenziometer/WFGJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 5
Widerstand/Poti ZweileiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 6
Widerstand/Poti Dreileiterschaltung7. / Analogeingang 18. / Analogeingang 29. / Analogeingang 3Jumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 7
Widerstand/Poti Vierleiterschaltung11. / Analogeingang 412. / Analogeingang 513. / Analogeingang 6Jumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 8
Spannung DC -10(0) bis +10 VJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 9
Spannung DC -1(0) bis +1 VJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 10
Spannung DC 0 bis 70 mVJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 11
Strom DC 0(4) bis 20 mAJumo Logoscreen 600 - Analogeingänge 1 bis 6 (Optionen 1 und 2) - 12

4.4.2 Digitaleingänge 1 bis 12 (Optionen 1 und 2)

Ausführung Anschlusselement.Klemme / BelegungKlemmen und Anschlussymbol
Digitaleingang DC 0/24 V, Hilfsspannung (Ausgang) DC 24 V (50 mA, je Option)Jumo Logoscreen 600 - Digitaleingänge 1 bis 12 (Optionen 1 und 2) - 1Beispiel: Potenzialfreier Kontakt an Eingang 1 und +24 V (Hilfsspannung)Jumo Logoscreen 600 - Digitaleingänge 1 bis 12 (Optionen 1 und 2) - 2Beispiel: Externe Spannung an Eingang 1 und GND
6.1 / Digitaleingang 16.2 / Digitaleingang 26.3 / Digitaleingang 36.4 / Digitaleingang 46.5 / Digitaleingang 56.6 / Digitaleingang 66.7 / +24 V6.8 / GND10.1 / Digitaleingang 710.2 / Digitaleingang 810.3 / Digitaleingang 910.4 / Digitaleingang 1010.5 / Digitaleingang 1110.6 / Digitaleingang 1210.7 / +24 V10.8 / GND

4.4.3 Analogausgänge 1 und 2 (Optionen 1 und 2)

Ausführung Anschlusselement.Klemme / BelegungKlemmen und Anschlussymbol
AnalogausgangDC 0 bis 10 V oderDC 0(4) bis 20 mA(konfigurierbar)6.9 / Analogausgang 1 +6.10 / Analogausgang 1 -10.9 / Analogausgang 2 +10.10 / Analogausgang 2 -Jumo Logoscreen 600 - Analogausgänge 1 und 2 (Optionen 1 und 2) - 1

4.4.4 Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 12 (Option 3)

Ausführung Anschlusselement.Klemme / BelegungKlemmen und Anschlussymbol
Digitaleingang DC 0/24 V oder Digitalausgang DC 0/24 V (einzeln umschaltbar),Hilfsspannung (Ausgang) DC 24 V (100 mA, Summe der Ströme an den Klemmen 14.7 und 15.7)14.1 / Digitaleingang/-ausgang 114.2 / Digitaleingang/-ausgang 214.3 / Digitaleingang/-ausgang 314.4 / Digitaleingang/-ausgang 414.5 / Digitaleingang/-ausgang 514.6 / Digitaleingang/-ausgang 614.7 / +24 V14.8 / GND15.1 / Digitaleingang/-ausgang 715.2 / Digitaleingang/-ausgang 815.3 / Digitaleingang/-ausgang 915.4 / Digitaleingang/-ausgang 1015.5 / Digitaleingang/-ausgang 1115.6 / Digitaleingang/-ausgang 1215.7 / +24 V15.8 / GNDJumo Logoscreen 600 - Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 12 (Option 3) - 1Beispiel: Potenzialfreier Kontakt an Eingang 1 und +24 V (Hilfsspannung)Jumo Logoscreen 600 - Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 12 (Option 3) - 2Beispiel: Externe Spannung an Ein-gang 1 und GNDJumo Logoscreen 600 - Digitaleingänge/-ausgänge 1 bis 12 (Option 3) - 3Beispiel: Externes Relais an Aus-gang 1 und GND (max. 40 mA pro Ausgang, max. 100 mA insgesamt)
Hinweis:Hilfsspannungsversorgung und Digi-talausgänge liefern zusammen max. 100 mA bei 24 V.

4.4.5 Relais

Ausführung Anschlusselement.Klemme / BelegungKlemmen und Anschlussymbol
Relais (Wechsler)(max. 3 A bei AC 230 V, ohmsche Last)4.1 / Arbeitskontakt (NO)4.2 / gemeinsamer Kontakt (C)4.3 / Ruhekontakt (NC) Jumo Logoscreen 600 - Relais - 1

4 Elektrischer Anschluss

4.4.6 RS232/RS485-Schnittstelle

Ausführung Anschlusselement.Pin/ Belegung Anschlusselement
RS2329-pol. SUB-D-Buchse(umschaltbar auf RS485)3.2 / RxD (Empfangsdaten)3.3 / TxD (Sendedaten)3.5 / GND (Masse)Jumo Logoscreen 600 - RS232/RS485-Schnittstelle - 1
RS4859-pol. SUB-D-Buchse(umschaltbar auf RS232)3.3 / TxD+/RxD+ (Sende-/Empfangs-daten +)3.5 / GND (Masse)3.8 / TxD-/RxD- (Sende-/Empfangs-daten -)

4.4.7 Spannungsversorgung

Ausführung Anschlusselement.Klemme / BelegungKlemmen und Anschlussymbol
AC 110 bis 240 V +10/-15 %, 48 bis 63 HzoderAC/DC 20 bis 30 V, 48 bis 63 HzBestellangaben beachten!5.L1 / Außenleiter (bei DC: Pluspol L+)5.N / Neutralleiter (bei DC: Minuspol L-)5.PE / SchutzleiterJumo Logoscreen 600 - Spannungsversorgung - 1

5.1 Bedienkonzept

Das Gerät ist mit einem resistiven Touchscreen ausgestattet, an dem die Bedienung menügeführt erfolgt. Dabei schützt die integrierte Benutzerverwaltung das Gerät vor unberechtigtem Zugriff. Die verschiedenen Benutzer können mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet werden, so dass sie nur auf bestimmte Funktionen zugreifen können.

Neben den werkseitig vorhandenen Visualisierungen kann der Anwender mit dem Setup-Programm individuelle Prozessbilder zur Darstellung von Prozessdaten erstellen.

Durch den integrierten Webserver lassen sich bestimmte Visualisierungen auch mit einem Webbrowser darstellen.

5.1.1 Touchscreen

Das Visualisierungsbild, das nach dem Einschalten des Geräts angezeigt wird, ist von der Konfiguration abhängig (Gerät: Hauptmenü > Konfiguration > Anzeige > Allgemein > Bild nach Reset; siehe auch Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration“).

→ Kapitel 7.5.4 "Allgemein", Seite 102"

Als Beispiel wird hier das Kurvendiagramm (vertikal, mit Digitalspuren) gezeigt.

Darstellung
Jumo Logoscreen 600 - Touchscreen - 1

line | Point | Temperature (°C) | |-------|------------------| | R1 | 18,364 | | R2 | 178,57 | | R3 | 251,64 |

(1) Statusleiste (2) Bild (hier: Kurvendiagramm mit Digital-
(3) Kanalinformationen (Anzeige von Konfiguration abhängig)
(4) Navigationsleiste

Statusleiste

Kurvendiagramm - Gruppe 01 03:56:41

Die Statusleiste besteht aus drei Bereichen, deren Begrenzung durch senkrechte Striche markiert wird. Jeder Bereich ist als Schaltfläche aktiv, mit der weitere Informationen eingeblendet ( ) und auch wieder ausgeblendet () werden können.

Im linken Bereich werden der Diagrammtyp und die Gruppennummer angezeigt. Durch Antippen der Schaltfläche wird die Alarmliste eingeblendet.

Der mittlere Bereich dient zur Statusanzeige der Aufzeichnungsbetriebs- und Kommunikationsarten auf Basis von Symbolen. Mit der Schaltfläche werden Details zur Betriebsart der Gruppe (bildabhängig), der Status der Chargenaufzeichnung und der Status der Datenübertragung per PCC-Software als Textanzeige eingeblendet.

Verwendete Symbole:

Position Bedeutung Symbol
Links Datenübertragung per PCC-Software
- Übertragung aktiv [6226]
- Übertragung nicht aktiv Kein Symbol
Mitte Chargenaufzeichnung
- Aufzeichnung aktiv Jumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 2
- Aufzeichnung nicht aktiv (oder Charge nicht konfiguriert) Kein Symbol
Rechts Betriebsart
- Normalbetrieb Jumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 3
- Ereignisbetrieb Jumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 4
- Zeitbetrieb Jumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 5

Im rechten Bereich werden der Anmeldestatus als Symbol und die Uhrzeit angezeigt. Mit der Schaltfläche werden zusätzlich Wochentag, Datum, Benutzername und Speicherbelegung eingebendet.

Verwendete Symbole:

Position Bedeutung Symbol
Links Anmeldestatus
- Benutzer nicht angemeldetJumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 6
- Benutzer angemeldetJumo Logoscreen 600 - Statusleiste - 7

Die Statusleiste wird außerdem zur Alarmanzeige verwendet. Im Falle eines Alarms werden abwechselnd der Alarmtext (roter Hintergrund) und der normale Text (blauer Hintergrund) eingebendet.

Bild

Im Bildbereich werden die aktuelle Visualisierung, ein Menü (z. B. Hauptmenü) mit seinen Menüpunkten oder eine Liste (z. B. Ereignisliste) angezeigt.

Kanalinformationen

AE01 18,364 °C AE02 178,57 °C AE03 251,64 °C

Die Anzeige der Kanalinformationen im Kurvendiagramm kann ein- und ausgeschaltet werden (Konfiguration). Angezeigt werden die Bezeichnung (Zeiger) des Analogsignals (z. B. A1) zu-

sammen mit der Kurzbezeichnung des Analog- bzw. Digitalsignals (z. B. AE01 für Analogeingang 1) und der Analogwert.

Jumo Logoscreen 600 - Navigationsleiste - 1

Die Navigationsleiste besteht aus drei Bereichen, deren Begrenzung durch senkrechte Striche markiert wird.

Der linke Bereich enthält die Schaltflächen (Symbole) zum Aufrufen

  • des Hauptmenüs (links),
  • des Alarm- und Ereignismenüs (Mitte) und
  • des Visualisierungsmenüs (rechts).

Der mittlere Bereich enthält Schaltflächen (Symbole), deren Funktion vom aktuell dargestellten Bild abhängt.

Der rechte Bereich enthält die Schaltflächen (Symbole) zur Bildnavigation:

Die Schaltfläche „Home“ (Haus) führt direkt zu einem bestimmten Bild (konfigurierbar).

Mit der Schaltfläche „Weiter“ (Pfeil nach rechts) wird das nächste Bild innerhalb einer Ebene ausgewählt (z. B. Umschaltung zur nächsten aktiven Gruppe).

5.1.2 LED-Anzeigen

Das Gerät ist frontseitig mit zwei LEDs ausgestattet, die den Gerätestatus anzeigen.

Grüne LED

Die grüne LED (Power-LED) blinkt nach dem Einschalten des Geräts, bis der Startvorgang beendet ist. Danach leuchtet sie dauerhaft.

Rote LED

Die rote LED (Alarm-LED) leuchtet dauerhaft, solange ein Alarm ansteht.

Durch das Quittieren des Sammelalarms in der Alarmliste wird die Alarmanzeige nicht zurückgesetzt.

5 Bedienung

5.2 Hauptmenü

Jumo Logoscreen 600 - Hauptmenü - 1

Das Hauptmenü enthält Funktionen zur Konfiguration, Parametrierung und Bedienung des Gerätes.

Darstellung
(1) Anmelden Konfiguration Parametrierung Geräteinfo Audit-Trail-Liste Service (2) (3) (4) eAE01 ---- %

(1) Menüpunkte (3) Nach oben scrollen
(2) Hauptmenü verlassen (4) Bildlauffeld (aktuelle Position innerhalb
des Menüs); verschiebbar
(5) Nach unten scrollen

5.2.1 Anmelden

Jumo Logoscreen 600 - Anmelden - 1

In diesem Menü kann sich der Benutzer anmelden und abmelden sowie das Passwort ändern. Werkseitig sind die folgenden IDs, Namen und Passwörter eingestellt:

Benutzer ID Name Passwort
Benutzer 1 Master System Master 9200
Benutzer 2 User 1 Data Management 1
Benutzer 3 User 2 Data Management 2
Benutzer 4 User 3 Data Management 3
Benutzer 5 ServiceService9200

Weitere Informationen: Siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration - nur im Setup-Programm“ > „Benutzerliste“ > „Werkseitige Benutzereinstellungen“.

→ Kapitel 9.2.1 "Werkseitige Benutzereinstellungen", Seite 210

Abmelden mit Unterschrift

Mit Typenzusatz 888 (FDA; ab Geräteversion 02) und bei entsprechender Konfiguration in der PCS-Software ist beim Abmelden eine elektronische Unterschrift erforderlich. Die Unterschrift gilt für den gesamten Zeitbereich, in dem der Benutzer angemeldet war.

Konfiguration der elektronischen Unterschrift: Siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration – nur im Setup-Programm“ > „Elektronische Unterschrift“.

→ Kapitel 9.6 "Elektronische Unterschrift", Seite 226

Beispiel für eine elektronische Unterschrift:

⇒ Kapitel 5.8 "Elektronische Unterschrift", Seite 68

5.2.2 Konfiguration

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - 1

Dieses Menü enthält Funktionen zur Konfiguration des Gerätes. Die Funktionen stehen sowohl am Gerät als auch im Setup-Programm zur Verfügung (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration“).

→ Kapitel 7 "Konfiguration", Seite 91

Darüber hinaus gibt es Funktionen, die nur mit dem Setup-Programm konfigurierbar sind (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration - nur im Setup-Programm“ und „Online-Parameter“).

→ Kapitel 9 "Konfiguration - nur im Setup-Programm", Seite 205

⇒ Kapitel 10 "Online-Parameter", Seite 255

5.2.3 Parametrierung

Jumo Logoscreen 600 - Parametrierung - 1

Dieses Menü enthält Funktionen zur Parametrierung des Gerätes (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Parametrierung“).

⇒ Kapitel 8 "Parametrierung", Seite 195

5.2.4 Geräteinfo

Jumo Logoscreen 600 - Geräteinfo - 1

Dieses Menü enthält Informationen über das Gerät (Name, Versionen), die aktuellen Prozesswerte (Eingänge, Ausgänge, interne Funktionen) und die Ethernet-Schnittstelle.

Die Geräteausführung wird durch den Parameter "Ausführung" im Untermenü „Versionen“ > „Grundgerät" angegeben:

Standard = Gerät in Standardausführung

21 CFR Part 11 = Gerät in FDA-konformer Ausführung (ab Geräteversion 02)

Mit Typenzusatz 887 (digitales Zertifikat) oder 888 (FDA) werden in diesem Menü auch Informationen zum digitalen Zertifikat angezeigt.

5.2.5 Audit-Trail-Liste

Jumo Logoscreen 600 - Audit-Trail-Liste - 1

Dieses Menü listet die vom Gerät generierten Audit-Trail-Meldungen auf.

Alle Benutzereingriffe am Gerät werden automatisch erfasst und in der Audit-Trail-Liste des Geräts gespeichert. Die Audit-Trail-Liste wird unabhängig von der Ereignisliste geführt.

Die Audit-Trail-Liste ist als Ringspeicher aufgebaut und kann maximal 150 Einträge enthalten. Wenn die Liste voll ist, führt jeder neue Eintrag dazu, dass der älteste Eintrag aus der Liste entfernt wird.

5 Bedienung

5.2.6 Service

Jumo Logoscreen 600 - Service - 1

Dieses Menü enthält verschiedene Service-Funktionen.

Default-Konfiguration

Mit dieser Funktion kann die aktuelle Konfiguration des Geräts gespeichert werden.

Ebenso kann eine bereits gespeicherte Konfiguration als aktuelle Konfiguration geladen werden.

5.2.7 Touchscreen kalibrieren

Jumo Logoscreen 600 - Touchscreen kalibrieren - 1

Dieses Menü ermöglicht die Kalibrierung des Touchscreens (Positionsabgleich). Hierzu sind die in den Bildschirmecken nacheinander angezeigten Kreuze in ihrem Mittelpunkt zu berühren.

5.3 Alarm- und Ereignismenü

Jumo Logoscreen 600 - Alarm- und Ereignismenü - 1

Im Alarm- und Ereignismenü werden die Alarmliste und die Ereignisliste aufgerufen.

Darstellung
(1) Alarm-/Ereignisliste Alarmliste Ereignisliste eAE01 ---- %

(1) Menüpunkte

(2) Alarm- und Ereignismenü verlassen

5 Bedienung

5.3.1 Alarmliste

Jumo Logoscreen 600 - Alarmliste - 1

Die Alarmliste zeigt alle anstehenden Alarme in der Reihenfolge ihres Auftretens an. Wenn ein Alarm nicht mehr ansteht, wird der Eintrag automatisch aus der Alarmliste entfernt. Die Alarmliste wird nach Netz-Ein neu gebildet.

Jeder Alarm stellt auch ein Ereignis dar. Daher wird der Zeitpunkt, zu dem ein Alarm auftritt und zu dem er wieder verschwindet, in der Ereignisliste aufgeführt.

Ein anstehender Alarm wird zusätzlich in der Statusleiste sowie durch die rote LED angezeigt.

Darstellung
Alarmliste 05:02:35 (1) 05.01.2015 05:01:30 Oberer Tol.alarm Gr. 1 Kan. 2 (2) (3) (4)

(1) Alarm (Zeitpunkt und Alarmtext) (3) Alarmliste aktualisieren
(2) Alarmliste verlassen (4) Sammelalarm quittieren

Sammelalarm

Folgende Sammelsignale werden gebildet und stehen im Digitalselektor zur Verfügung:

• S a m m e l a l a r m

Das Signal ist aktiv, solange ein Alarm ansteht (Alarmliste nicht leer).

• Sammelalarm quittiert

Das Signal wird aktiviert, wenn ein Alarm auftritt, und bleibt aktiv bis zur Quittierung, auch wenn der Alarm in der Zwischenzeit verschwindet.

5.3.2 Ereignisliste

Jumo Logoscreen 600 - Ereignisliste - 1

Die Ereignisliste enthält Ereigniseinträge in chronologischer Reihenfolge. Maximal 150 Einträge werden gespeichert und dargestellt. Kommen neue Einträge hinzu, werden dafür die ältesten Einträge gelöscht. Die Ereignisliste bleibt nach Netz-Aus erhalten.

Ereignisse werden – wie die Prozessdaten – zur Auswertung an die PC-Auswerte-Software PCA3000 übertragen.

Zu den Ereignissen zählen:

  • Systemmeldungen (z. B. Netz-Ein, Änderung der Konfiguration, Uhrzeit synchronisiert)
  • Gerätealarme (Störungen; z. B. Batterie leer, Datenverlust, Eingang nicht kalibriert)
  • Konfigurierte Alarme
  • Konfigurierte Ereignisse
  • Zählermeldungen (Zählerstand und Zähler-Reset)
  • Chargenmeldungen (Beginn und Ende der Chargenaufzeichnung)
  • Allgemeine Meldungen (z. B. Kommentartexte, Fehlermeldungen der Schnittstellen, USB-Speicherstick gesteckt/entfernt, Sammelalarm quittiert)

Darstellung
Ereignisliste 05:03:52 (1) 05.01.2015 05:01:30 Oberer Tol.alarm Gr. 1 Kan. 2 ein 05.01.2015 05:01:29 Neue Konfiguration (2) (3)

(1) Ereignis (hier: Alarm) mit Zeitpunkt und Ereignistext (konfigurierbar)
(3) Ereignisliste aktualisieren
(2) Ereignisliste verlassen

5 Bedienung

Ereignisliste in der Speicherdarstellung

Wird das Alarm- und Ereignismenü aus der Speicherdarstellung (Historie) aufgerufen (oder aus der Kurvendarstellung der abgeschlossenen Charge), wird direkt die Ereignisliste geöffnet. Hier steht dann ein zusätzlicher Button zur Verfügung, mit dem der Zeitpunkt eines bestimmtes Ereignisses in der Speicherdarstellung durch die Position des Cursors markiert wird.

Ereignisliste - Gruppe 01 06:22:36 10.01.2015 05:56:06 Charge 1 Ende 10.01.2015 05:55:04 Charge 1 Start 10.01.2015 05:55:04 Neue Konfiguration (1) (2)

(1) Ausgewähltes Ereignis

Das Ereignis wird durch Antippen ausgewählt.

(2) Speicherdarstellung aufrufen

In der Speicherdarstellung wird der Cursor an die Position (Zeitpunkt) gesetzt, an der das Ereignis aufgetreten ist.

Wenn der betreffende Zeitpunkt nicht mehr in der Historie vorhanden ist, wird der Cursor an den Anfang der Speicherdarstellung gesetzt (ältester Zeitpunkt).

5.4 Visualisierungsmenü (Anzeige)

Jumo Logoscreen 600 - Visualisierungsmenü (Anzeige) - 1

Im Visualisierungsmenü wird die Darstellungsart und die Gruppe ausgewählt, die aktuell im Gerät angezeigt werden soll. Bis zu 6 Analog- und 6 Digitalkanäle einer Gruppe können in einem Bild dargestellt werden.

Darstellung

(1) Anzeige Kurvendiagramm Digitales Diagramm Bargraph 2.15 Textbild Report Aktuelle Charge (2) AE02 AE03 (3) (4) (5)

(1) Menüpunkte (3) Nach oben scrollen
(2) Visualisierungsmenü verlassen (4) Bildlauffeld (aktuelle Position innerhalb des Menüs); verschiebbar

(5) Nach unten scrollen

5.4.1 Kurvendiagramm

Jumo Logoscreen 600 - Kurvendiagramm - 1

Im Kurvendiagramm werden die für die jeweilige Gruppe konfigurierten Analog- und Digital-signale als Analogkurven bzw. Digitalspuren angezeigt. Digitalspuren und Kanalinformationen können in der Konfiguration der Gruppe ausgeblendet werden.

Der Diagrammtyp (Horizontal, Vertikal) wird individuell für jede Gruppe in der Konfiguration ausgewählt. Die folgende Darstellung zeigt das vertikale Diagramm. Die Beschreibung gilt sinngemäß auch für das horizontale Diagramm (siehe Beispiel weiter unten).

Gruppendarstellung
Jumo Logoscreen 600 - Kurvendiagramm - 2

(1) Bezeichnung (Zeiger) der Analogkurve (4) Bezeichnung (Zeiger) der Digitalspur
(2) Analogkurve (Farbumschlag bei Alarm) (5) Digitalspur
(3) Kanalinformationen: Bezeichnung (Zeiger), Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) und aktueller Wert des Analogsignals (Farbumschlag bei Alarm)
(6) Ereignis aus
(7) Alarm aus
(8) Ereignis ein
(9) Alarm ein
(10) Navigationsleiste

Navigationsleiste
Jumo Logoscreen 600 - Kurvendiagramm - 3

(1) (2) (3) (4) (5)
(1) Digitalspuren ausblenden/einblenden (4) Speicherdarstellung (Historie) aufrufen
(2) Kanalinformationen ausblenden/ein-blenden
(5) Zur nächsten aktiven Gruppe wechseln
(3) Analogwerte ausblenden/einblenden

Speicherdarstellung (Historie)
Jumo Logoscreen 600 - Kurvendiagramm - 4

line | Time (s) | Temperature (°C) | |----------|------------------| | 08:56:34 | 102.97 | | 08:56:27 | 154.64 | | 08:56:19 | 604.12 |

(1) Zeitpunkt der Speicherwerte nach vorne verschieben (spätere Speicherwerte)
(2) Cursor (Zeitpunkt der numerisch dargestellten Speicherwerte)
(3) Zeitpunkt der Speicherwerte nach hinten verschieben (frühere Speicherwerte)
(4) Analogwert zum ausgewählten Zeitpunkt

(5) Zeitpunkt der Speicherwerte (Cursor-Position)
(6) Zoomfaktor
(7) Navigationsleiste

Navigationsleiste
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7)

(1) Speicherdarstellung verlassen (4) Zoomfaktor ändern
(2) Ereignisliste aufrufen (5) Speicherwerte suchen (Zeitpunkt eingeben)
(3) Cursor-Tasten ausblenden/einblenden (6) Kurvenauswahl (Darstellung aktivieren/deaktivieren)

(7) Elektronische Unterschrift leisten bzw. Information zur geleisteten Unterschrift anzeigen

Elektronische Unterschrift

Mit Typenzusatz 888 (FDA) und bei entsprechender Konfiguration in der PCS-Software kann ein bestimmter Zeitbereich mit einer elektronischen Unterschrift versehen werden. Die Unterschrift bezieht sich auf den Zeitbereich, der zum Zeitpunkt der Unterschrift im Diagramm dargestellt wird. Der dargestellte Bereich muss gegebenenfalls vor dem Unterschreiben erweitert werden. Während der Unterschrift kann der Zeitbereich nur eingeschränkt werden; eine Erweiterung ist dann nicht mehr möglich.

5 Bedienung

Diese Unterschrift kann jeder Benutzer leisten, der die entsprechende Berechtigung besitzt (Recht "Chargen bestätigen, elektronische Unterschrift"). Dies kann auch ein anderer Benutzer sein als der, der aktuell angemeldet ist.

Konfiguration der elektronischen Unterschrift: Siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration – nur im Setup-Programm“ > „Elektronische Unterschrift“.

→ Kapitel 9.6 "Elektronische Unterschrift", Seite 226

Beispiel für eine elektronische Unterschrift:

→ Kapitel 5.8 "Elektronische Unterschrift", Seite 68

Horizontales Diagramm

Im horizontalen Diagramm verlaufen die Analogkurven und Digitalspuren von rechts nach links. Die Kanalinformationen werden am rechten Bildrand angezeigt, die Symbole für Ereignis und Alarm am oberen Bildrand.

Digitalspuren und Kanalinformationen können, wie bei der vertikalen Darstellung, in der Konfiguration der Gruppe ausgeblendet werden.

Jumo Logoscreen 600 - Horizontales Diagramm - 1

line | Sensor | Temperature (°C) | |--------|------------------| | A1 | 8,4566 | | A2 | 169,40 | | A3 | 270,51 |

5.4.2 Digitales Diagramm

Jumo Logoscreen 600 - Digitales Diagramm - 1

Im Digitalen Diagramm werden die für die jeweilige Gruppe konfigurierten Digitalsignale als Digitalspuren angezeigt.

Der Diagrammtyp (Horizontal, Vertikal) wird individuell für jede Gruppe in der Konfiguration ausgewählt. Die folgende Darstellung zeigt das vertikale Diagramm. Die Beschreibung gilt sinngemäß auch für das horizontale Diagramm.

Grupendarstellung
Jumo Logoscreen 600 - Digitales Diagramm - 2

bar Digitales Diagramm - Gruppe 01 | Group | Value | | :--- | :--- | | B1 | 01:03:15 | | B2 | 01:03:05 | | B3 | 01:02:43 | | (1) | 01:03:15 | | (2) | 01:02:58 | | (3) | 01:02:50 | | (4) | 01:02:43 |

(1) Bezeichnung (Zeiger) der Digitalspur Darstellung des logischen Zustands: Farbige Fläche = HIGH (B1, B3) Farbiger Rahmen = LOW (B2)
(3) Signalbezeichnung des Digitalsignals (konfigurierbar)
(2) Digitalspur (4) Navigationsleiste

Navigationsleiste
(1) (2)

(1) Speicherdarstellung (Historie) aufrufen (2) Zur nächsten aktiven Gruppe wechseln

Speicherdarstellung

Siehe Speicherdarstellung im Kurvendiagramm. ⇒ Kapitel 5.4.1 "Kurvendiagramm", Seite 44

5.4.3 Bargraph

Jumo Logoscreen 600 - Bargraph - 1

In der Bargraph-Darstellung werden die für die jeweilige Gruppe konfigurierten Analogsignale als Säulendiagramme und die Digitalsignale – abhängig vom logischen Zustand – als farbige Flächen oder farbige Rahmen dargestellt.

Der für die Gruppe ausgewählte Diagrammtyp (Horizontal, Vertikal) ist für die Bargraph-Darstellung ohne Bedeutung. Die Darstellung erfolgt immer als Säulendiagramm (senkrecht), und nicht als Balkendiagramm (waagrecht).

Gruppendarstellung
Jumo Logoscreen 600 - Bargraph - 2

bar | Group | AE01 (°C) | AE02 (°C) | AE03 (°C) | | :--- | :--- | :--- | :--- | | (1) | 18,664 | 113,94 | 247,29 | | (2) | -200,00 | -200,00 | -200,00 | | (3) | B1 | B2 | B3 | The chart displays the absolute temperature values for each group: AE01: 850,00 (B1), AE02: 850,00 (B2), AE03: 850,00 (B3). The percentages represent the relative contribution of each segment within the total temperature. The bottom row includes a play button icon at the bottom right.

(1) Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) des Analogsignals
Einzeldarstellung des Analogsignals aufrufen (numerische Darstellung und Bargraph); siehe Textbild - Einzeldarstellung.
(2) Säulendiagramm des Analogsignals (Farbumschlag bei Alarm)
(3) Digitalsignal mit Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) und Bezeichnung (Zeiger)
Darstellung des logischen Zustands: Farbige Fläche = HIGH (B1, B3) Farbiger Rahmen = LOW (B2)
(4) Aktueller Analogwert (Farbumschlag bei Alarm)
(5) Endwert der Skalierung (Anzeigebereich, konfigurierbar)
(6) Grenzwert für Max.-Alarm (konfigurierbar)
(7) Grenzwert für Min.-Alarm (konfigurierbar)
(8) Anfangswert der Skalierung (Anzeigebereich, konfigurierbar)
(9) Zur nächsten aktiven Gruppe wechseln

5.4.4 Textbild

Jumo Logoscreen 600 - Textbild - 1

Im Textbild werden die aktuellen Werte der für die jeweilige Gruppe konfigurierten Analogsignale numerisch angezeigt. Die Digitalsignale werden – abhängig vom logischen Zustand – als farbige Flächen oder farbige Rahmen dargestellt.

Grupendarstellung

Jumo Logoscreen 600 - Grupendarstellung - 1

bar | Station | Value | | :--- | :--- | | AE01 | 7,4722 °C | | AE02 | 115,96 °C | | AE03 | 230,88 °C |

(1) Bezeichnung (Zeiger) und Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) des Analog-signals

(4) Digitalsignal mit Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) und Bezeichnung (Zeiger)

(2) Aktueller Wert des Analogsignals Darstellung des logischen Zustands: Farbige Fläche = HIGH (B1, B3) Farbiger Rahmen = LOW (B2)

(3) Einzeldarstellung des Analogsignals aufrufen (numerische Darstellung und Bargraph)

(5) Zur nächsten aktiven Gruppe wechseln

In der Einzeldarstellung werden zusätzlich alle Digitalsignale der Gruppe angezeigt.

5 Bedienung

Einzeldarstellung
Jumo Logoscreen 600 - Bedienung - 1

bar | Component | Value | | :--- | :--- | | AE01 | 860,00 | | Analogeingang 01 | 7,6143 °C | | DE01 | -200,00 | | DE02 | 20% | | DE03 | 5% |

(1) Bezeichnung (Zeiger), Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) und Signalbezeichnung (konfigurierbar) des Analogsignals
(4) Bargraph (Säulendiagramm) des Analogsignals
(2) Aktueller Wert des Analogsignals (5) Digitalsignal mit Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) und Bezeichnung (Zeiger)
(3) Zurück zur Gruppendarstellung Darstellung des logischen Zustands: Farbige Fläche = HIGH (B1, B3) Farbiger Rahmen = LOW (B2)

Einzeldarstellung mit Alarmen

(1) Alarm 1 Analogingang 03 08:38:47 (A1) AE01 Analogeingang 01 258,37 °C (2) Alarm 1 Analogingang 01 DE01 B1 DE02 B2 DE03 B3 (4) (5) (6)

(1) Zuletzt aufgetretener Alarm (hier: von Analogeingang 03)
(2) Aktueller Wert des Analogsignals mit Farbumschlag (Alarm)
(3) Alarmtext des Analogeingangs (6) Grenzwert für Min.-Alarm (konfigurierbar)

(4) Grenzwert für Max.-Alarm (konfigurierbar)
(5) Bargraph (Säulendiagramm) des Analogsignals mit Farbumschlag (Alarm)

5 Bedienung

5.4.5 Report

Jumo Logoscreen 600 - Report - 1

In einem Report werden Statistikinformationen für die jeweilige Gruppe dargestellt. Ein Report enthält die Maximal-, Minimal- und Mittelwerte der Analogsignale während der Aufzeichnungszeit (Reportzeitraum ist konfigurierbar). Dabei wird zwischen aktuellem (laufendem) und abgeschlossenem Report unterschieden.

Damit ein Report erstellt wird, muss er in der Konfiguration für die betreffende Gruppe aktiviert werden.

Darstellung
Jumo Logoscreen 600 - Report - 2

bar | Category | Value | | :--- | :--- | | AE01 | Max.-Wert °C | | Min.-Wert °C | | | Mittelwert °C | | | Extern | 279,25 | | Extern | 68,835 | | Extern | 163,31 |

(1) Bezeichnung (Zeiger) und Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) des Analog-signals

(2) Werte des Analogsignals im aktuellen (nicht abgeschlossenen) Report Der Typ (konfigurierbar; hier: Extern) entscheidet, wann der Report gespeichert und somit abgeschlossen wird.

(3) Detaildarstellung des Analogsignals aufrufen

(4) Zum nächsten Analogsignal innerhalb der Gruppe wechseln

(5) Zum Report der nächsten Gruppe wechseln

Detaildarstellung

Jumo Logoscreen 600 - Detaildarstellung - 1

(1) Bezeichnung (Zeiger) und Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) des Analog-signals; Typ des Reports (konfigurierbar; hier: Extern)
(2) Zeitpunkt, wann der Max.-Wert (bzw. der Min.-Wert) aufgetreten ist
(3) Zeitstempel beim aktuellen Report: Beginn der Aufzeichnung und laufende aktuelle Zeit

Zeitstempel beim abgeschlossenen Report: Beginn und Ende des Report-zeitraums

(4) Abgeschlossener Report
(5) Aktueller (laufender) Report
(6) Zurück zur vorherigen Darstellung

5.4.6 Aktuelle Charge

Jumo Logoscreen 600 - Aktuelle Charge - 1

Diese Funktion öffnet das Protokoll der aktuellen Chargenaufzeichnung. Die Chargenaufzeichnung kann gestartet und gestoppt werden (konfigurationsabhängig).

Der Aufbau des Protokolls wird in der Konfiguration der Charge festgelegt. Dort werden die einzelnen Zeilen des Protokolls definiert und der Text der linken Spalte und der Inhalt der rechten Spalte vorgegeben (Gerät: Hauptmenü > Konfiguration > Charge > Chargenzeile x; siehe auch Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration“).

⇒ Kapitel 7.21 "Charge", Seite 176

Darstellung

Aktuelle Charge - Charge 1 Programmname Text 1 Kundeninfo Text 3 Chargenname Text 5 Chargennummer 000000001Text 7 Chargenstart 04.01.2015 07:36:12 Chargenende 04.01.2015 07:36:50 Chargendauer 00:39

(1) Linke Spalte (3) Editierbarer Text (konfigurationsabhängig)
(2) Rechte Spalte (4) Chargennummer und nicht editierbarer

Text (konfigurationsabhängig)

(5) Chargenaufzeichnung stoppen/starten (nur bei konfiguriertem „Chargenstart über Touchscreen“)

5.4.7 Abgeschlossene Charge

Jumo Logoscreen 600 - Abgeschlossene Charge - 1

Diese Funktion zeigt das Protokoll der abgeschlossenen Chargenaufzeichnung an. Die aufgezeichneten Daten können als Report und als Kurvendiagramm dargestellt werden. Im Report werden ggf. auch die Daten der aktuellen Chargenaufzeichnung angezeigt.

Darstellung

Abgeschlossene Charge - Charge 1 Programmname Text 1 Kundeninfo Text 3 Chargenname Text 5 Chargennummer 000000010Text 7 Chargenstart 27.07.2016 09:08:48 Chargenende 27.07.2016 09:35:31 Chargendauer 26:44 (1) (2) (3)

(1) Report öffnen (Statistikinformationen der abgeschlossenen und ggf. der aktuellen Chargenaufzeichnung)
(2) Kurvendarstellung öffnen (Analogkurven und Digitalspuren der abgeschlossenen Chargenaufzeichnung)
(3) Elektronische Unterschrift leisten bzw. Information zur geleisteten Unterschrift anzeigen

Elektronische Unterschrift

Mit Typenzusatz 888 (FDA) und bei entsprechender Konfiguration in der PCS-Software kann die abgeschlossene Charge mit einer elektronischen Unterschrift versehen werden. Die Unterschrift kann nur einmal pro abgeschlossener Charge geleistet werden; sie kann nicht rückgängig gemacht werden. Wurde die Unterschrift bereits geleistet, wird dies durch folgendes Symbol (3) angezeigt:

Diese Unterschrift kann jeder Benutzer leisten, der die entsprechende Berechtigung besitzt (Recht "Chargen bestätigen, elektronische Unterschrift"). Dies kann auch ein anderer Benutzer sein als der, der aktuell angemeldet ist.

Konfiguration der elektronischen Unterschrift: Siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration – nur im Setup-Programm“ > „Elektronische Unterschrift“.

→ Kapitel 9.6 "Elektronische Unterschrift", Seite 226

Beispiel für eine elektronische Unterschrift:

→ Kapitel 5.8 "Elektronische Unterschrift", Seite 68

Report der Charge
Jumo Logoscreen 600 - Elektronische Unterschrift - 1

(1) Bezeichnung (Zeiger) und Signalkurzbezeichnung (konfigurierbar) des Analogsignals
(2) Zum nächsten Analogsignal innerhalb der Gruppe wechseln
(3) Zurück zur Darstellung des Chargenprotokolls

→ Kapitel 5.4.5 "Report", Seite 52

(4) Daten (Statistikinformationen) der abgeschlossenen Chargenaufzeichnung
(5) Daten (Statistikinformationen) der aktuellen (laufenden) Chargenaufzeichnung
(6) Zur nächsten Gruppe wechseln

Kurvendarstellung der Charge
Gruppe 01 27.07.16 09:22:41 1:1 B1 B2 B3 09:22:56 09:22:49 09:22:41 09:22:34 09:22:26 AE01 AE02 AE03 22,950 °C 144,28 °C 307,22 °C

Die Funktionen sind identisch mit denen der Speicherdarstellung in der Visualisierung „Kurvendiagramm“.

→ Kapitel 5.4.1 "Kurvendiagramm", Seite 44

Beim Öffnen der Kurvendarstellung wird der Zoomfaktor so berechnet, dass die Daten der gesamten Chargenaufzeichnung auf dem Bildschirm dargestellt werden.

5.4.8 Prozessbild

Jumo Logoscreen 600 - Prozessbild - 1

In dieser Visualisierung werden die individuellen Prozessbilder angezeigt. Mit der Pfeiltaste in der Navigationsleiste wird zum nächsten Prozessbild gewechselt.

Bis zu 6 Prozessbilder können mit dem Setup-Programm erstellt und zum Gerät übertragen werden. Damit ein Prozessbild angezeigt wird, muss es aktiviert werden (Konfigurationsparameter im Setup-Programm; siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration - nur im Setup-Programm“ > „Prozessbilder“).

⇒ Kapitel 9.10 "Prozessbilder", Seite 235

5.4.9 Zähler/Integrator

Jumo Logoscreen 600 - Zähler/Integrator - 1

In dieser Visualisierung werden alle aktivierten Zähler/Integratoren dargestellt. Bis zu 6 Zähler/Integratoren können im Gerät konfiguriert werden.

Darstellung

Zähler/Integrator (1) Z/101 2000,0 l (3) (2) Z/102 4,0 hh

(1) Kurzbezeichnung (konfigurierbar) des Zählers/Integrators
(2) Detaildarstellung des Zählers/Integrators öffnen

(3) Aktueller Stand des Zählers/Integrators (Einheit konfigurierbar)

5 Bedienung

Detaildarstellung

Jumo Logoscreen 600 - Detaildarstellung - 1

(1) Bezeichnung (konfigurierbar) des Zählers/Integrators
(2) Angaben zum aktuellen Zähler/Integra- tor

Der Typ (konfigurierbar; hier: Extern) entscheidet, wann der Stand gespeichert und der Zähler/Integrator somit abgeschlossen wird.

(3) Angaben zum abgeschlossenen Zähler/Integrator

(4) Grenzwert für Max.-Alarm (konfigurierbar)
(5) Bargraph-Darstellung des aktuellen Zählers/Integrators Anfang und Ende des Anzeigebereichs sind konfigurierbar.
(6) Zurück zur Darstellung aller aktivierten Zähler/Integratoren
(7) Anzeige der letzten 7 abgeschlossenen Zähler/Integrator-Stände

5.4.10 Kommentartext

Jumo Logoscreen 600 - Kommentartext - 1

Mit dieser Funktion kann ein Text (max. 160 Zeichen) eingegeben werden, der nach Abschluss der Eingabe in die Ereignisliste eingetragen wird.

→ Kapitel 5.5 "Texteingabedialog", Seite 60

Der Kommentartext wird entweder nur der betreffenden Gruppe oder allen Gruppen zugeordnet. Die Zuordnung hängt von der aktuellen Visualisierung ab, in der sich das Gerät befindet, wenn diese Funktion aufgerufen wird.

Bei folgenden Visualisierungen wird der Kommentartext allen Gruppen zugeordnet: Aktuelle Charge, Abgeschlossene Charge, Prozessbild, Zähler/Integrator

Bei folgenden Visualisierungen wird der Kommentartext nur der betreffenden Gruppe zugeordnet: Kurvendiagramm, Digitales Diagramm, Bargraph, Textbild, Report

Die Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe wirkt sich immer dann aus, wenn nur die Ereignisliste einer bestimmten Gruppe angezeigt wird (Speicherdarstellung, Kurvendarstellung der abgeschlossenen Charge). Außerdem können in der PC-Auswerte-Software PCA3000 die Ereignisse nach Gruppen gefiltert werden.

Kommentar mit Authentifizierung

In Abhängigkeit von dem Parameter „Kommentar mit Authentifizierung“ (ab Geräteversion 02) sind Benutzer-ID und Passwort erforderlich, um einen Kommentartext einzugeben (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration - nur im Setup-Programm“ > „Benutzerliste“ > „Passwortregeln“).

→ Kapitel 9.2.2 "Passwortregeln", Seite 210

Bei einem Gerät mit Typenzusatz 888 (FDA) wird die betreffende Einstellung mit der PCS-Software vorgenommen.

Die Vorgehensweise beim Eingeben eines Kommentars mit Authentifizierung entspricht im Wesentlichen derjenigen beim Leisten einer elektronischen Unterschrift für eine abgeschlossene Charge (nur Schritte 2 bis 4).

Beispiel für eine elektronische Unterschrift:

→ Kapitel 5.8 "Elektronische Unterschrift", Seite 68

5 Bedienung

5.5 Texteingabedialog

Der Texteingabedialog wird bei allen Funktionen verwendet, bei denen Text durch den Anwender eingegeben bzw. geändert werden kann.

Beispiel: Konfiguration eines Analogeingangs
Analogeingang 1 06:13:56 Kanal-Bezeichnung AE01 Kanal-Beschreibung Analogeingang 01 Sensor Inaktiv Temperatureingang Einheit Linearisierung Widerstandsmessbereich Messbereich-Anfang Messbereich-Ende

(1) Text editierbar (max. 5 Zeichen) (3) Dropdown-Menü (Text nicht editierbar)
(2) Text editierbar (max. 21 Zeichen)

Zur Textbearbeitung in das Textfeld tippen.

Texteingabedialog

Analogeingang 1 06:29:23 (1) Kanal-Beschreibung (2) Analogeingang 01 q w e r t z u i o p a s d f g h j k l (3) y x c v b n m < - , . ⇔ → (4) (5) (6) (7) (8) (9)

(1) Parameter (Bezeichnung des Konfigurationsparameters aus dem vorhergehenden Dialog)

(2) Textliste öffnen (Verlauf der letzten 20 Texteingaben) Der Text aus der Liste ersetzt den Text im Eingabefeld.

(3) Shift-Taste (Umschalten zur zweiten Ebene des jeweiligen Tastaturlayouts, z. B. Großbuchstaben) Zum Feststellen muss die Taste länger gedrückt werden. Zum Zurückstellen Taste erneut (kurz) drücken.

(4) Texteingabe abbrechen (Eingaben werden nicht übernommen)

(5) Eingabefeld mit aktuellem Text Nach dem Wechsel in den Texteingabe- dialog ist der aktuelle Text komplett mar- kiert. Durch Tippen in das Eingabefeld wird ein Cursor gesetzt. Durch Tippen und Ziehen des Cursors können meh- rere Zeichen markiert werden.

(6) Backspace-Taste Das Zeichen links vom Cursor wird gelöscht. Sind mehrere Zeichen markiert, werden diese gelöscht.

(7) Cursor-Tasten (Cursor nach links oder rechts bewegen)

(8) Texteingabe beenden (Eingaben werden übernommen) (9) Tastaturlayout umschalten (zum Beispiel Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen)

5 Bedienung

Tastenbelegung

Jede der 30 Tasten kann innerhalb des Standard-Tastaturlayouts mit bis zu 10 Zeichen belegt werden. Zwischen den ersten beiden Zeichen wird mit der Shift-Taste gewechselt. Um die weiteren Zeichen auszuwählen, muss die betreffende Taste länger gedrückt werden. Dann erscheint ein Auswahlfenster, aus dem das gewünschte Zeichen durch Antippen ausgewählt wird.

Analogeingang 1 08:25:46 Kanal-Beschreibung (1) a A ä Ä < -

(1) Mehrfachbelegung der Taste „a“

Um das Auswahlfenster ohne Auswahl eines Zeichens zu verlassen, außerhalb des Auswahlfensters auf den Bildschirm tippen.

Weitere Beispiele für Mehrfachbelegungen einzelner Tasten:

Über die Taste „Tastaturlayout“ wird zwischen den verschieden Tastaturlayouts (Tastaturbelegungen) umgeschaltet (z. B. Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen).

Im Standard-Tastaturlayout (z. B. Buchstaben) kann jede Taste mit bis zu 10 Zeichen belegt werden. In den übrigen Tastaturlayouts ist nur ein Zeichen pro Taste möglich.

Die Tastatur lässt sich für jede Sprache mit dem Setup-Programm individuell belegen (max. 6 Layouts).

5.6 Flash-Manager

Das Menü des Flash-Managers wird automatisch geöffnet, wenn sich das Gerät in der Grundstellung befindet und ein USB-Speicherstick (Dateissystem FAT16/FAT32) in die frontseitige USB-Buchse gesteckt wird. Befindet sich das Gerät in einem Menü (Hauptmenü, Alarm-/Ereignisliste, Anzeige), wird der Flash-Manager erst nach dem Verlassen des Menüs geöffnet.

Geräte-Dialog

Flash-Manager USB-Speicherstick abmelden Registrierdaten auf USB-Speicherstick schreiben Alle Registrierdaten auf USB-Speicherstick sichern (Backup) Aktuelle Zähler/Statistik und Registrierdaten auf USB-Sp. schreiben Konfiguration von USB-Speicherstick lesen Konfiguration auf USB-Speicherstick schreiben Servicedaten auf USB-Speicherstick schreiben Software Worklist (1) ≡ (2)

(1) Funktionen des Flash-Managers
(2) Schaltfläche „Übernehmen“
Die ausgewählte Funktion ist grau hinterlegt.

Der Flash-Manager stellt Funktionen bereit, mit denen bestimmte Daten zwischen dem Gerät und einem USB-Speicherstick übertragen werden. Welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt von den Rechten des angemeldeten Benutzers bzw. von den öffentlichen Rechten ab. Die ausgewählte Funktion wird mit Betätigen der Schaltfläche „Übernehmen“ (Haken) ausgeführt.

Jumo Logoscreen 600 - Geräte-Dialog - 2

VORSICHT!

USB-Speicherstick nicht ohne Abmeldung entfernen.

Es besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen.

Vor dem Entfernen ist unbedingt die Funktion „USB-Speicherstick abmelden“ auszuführen. Den USB-Speicherstick erst dann entfernen, wenn die Meldung „Hardware kann jetzt entfernt werden!“ erscheint.

Funktionen des Flash-Managers

• USB-Speicherstick abmelden:

Funktion zum sicheren Entfernen des USB-Speichersticks, um einen Datenverlust zu vermeiden

- Registrierdaten auf USB-Speicherstick schreiben:

Bisher noch nicht gesicherte Registrierdaten werden auf den USB-Speicherstick geschrieben (Abholen der Daten). Beim erneutem Aufruf dieser Funktion werden nur die seit dem

letzten Aufruf neu hinzugekommenen Registrierdaten auf den USB-Speicherstick übertragen

• Alle Registrierdaten auf USB-Speicherstick sichern (Backup):

Alle Registrierdaten, die im Gerät noch verfügbar sind (auch die zuvor bereits gesicherten), werden auf den USB-Speicherstick übertragen (Backup der Daten). Die Ausführung dieser Funktion kann bis zu 30 Minuten dauern!

Geräteversion 01: Wird danach die Funktion „Registrierdaten auf USB-Speicherstick schreiben“ ausgeführt, so werden nur die neu hinzugekommenen Registrierdaten auf den USB-Speicherstick übertragen.

Ab Geräteversion 02 kann der Anwender einen Zeitbereich wählen, aus dem die Registrierdaten gesichert werden. Der Zeitbereich "Gesamt" entspricht der bisherigen Funktion. Bei den anderen Zeitbereichen (1 Tag, 1 Woche, 4 Wochen) wird die ermittelte Startzeit angezeigt und aktualisiert (siehe Beispiel weiter unten). Hier kann der Anwender auch einen beliebigen Startzeitpunkt in der Vergangenheit wählen. Über einen weiteren Parameter "Zähler/Reports speichern" ist es möglich, die aktuellen Stände der Zähler und Integratoren sowie die Statistik (Report), auch wenn diese noch nicht abgeschlossen sind, zusammen mit den Registrierdaten zu speichern.

- Aktuelle Zähler/Statistik und Registrierdaten auf USB-Sp. schreiben:

Die aktuellen Stände der Zähler und Integratoren sowie die Statistik (Report) werden ausgelesen und zusammen mit den neu hinzugekommenen Registrierdaten auf dem USB-Speicherstick gespeichert.

- Konfiguration von USB-Speicherstick lesen:

Die Konfigurationsdaten (außer der Benutzerliste) werden vom USB-Speicherstick in das Gerät übertragen. Dadurch wird das Gerät neu konfiguriert und die Datenaufzeichnung neu gestartet.

- Konfiguration auf USB-Speicherstick schreiben:

Die Konfigurationsdaten (inkl. der Benutzerliste) werden vom Gerät auf den USB-Speicherstick übertragen.

- Servicedaten auf USB-Speicherstick schreiben:

Interne Servicedaten werden auf den USB-Speicherstick übertragen und können zur Diagnose an den Geräte-Hersteller gesendet werden.

- Software-Update:

Funktion zur Aktualisierung der Geräte-Software; der USB-Speicherstick muss bestimmte Dateien enthalten, die vom Geräte-Hersteller zur Verfügung gestellt werden.

- Benutzerliste von USB-Speicherstick lesen:

Die Benutzerliste wird vom USB-Speicherstick in das Gerät übertragen und aktiviert.

Jumo Logoscreen 600 - Funktionen des Flash-Managers - 1

VORSICHT!

Datenverlust durch Software-Update!

Durch ein Software-Update werden alle im Gerät gespeicherten Registrierdaten (inkl. Zähler/Integratoren und Statistik) gelöscht.

Vor dem Software-Update die Registrierdaten auf einem USB-Speicherstick sichern (Backup).

Registrierdaten eines bestimmten Zeitbereichs sichern

Im folgenden Beispiel sollen die Registrierdaten einer Woche gesichert werden.

Flash-Manager Flash-Manager Zeitbereich 1 Woche Startzeit 04.08.2016 15:00:00 Zähler/Reports speichern Nein

(1) Zeitbereich auswählen (2) Ermittelter Startzeitpunkt (editierbar)

In Abhängigkeit vom aktuellen Datum (hier: 11.08.2016), der aktuellen Uhrzeit (hier: 15:00:00) und des gewählten Zeitbereichs wird die Startzeit vom Gerät automatisch ermittelt. Dieser Zeitpunkt kann vom Anwender verändert werden.

Jumo Logoscreen 600 - Registrierdaten eines bestimmten Zeitbereichs sichern - 2

HINWEIS!

Die im Gerät gespeicherten Registrierdaten sind in Datenblöcken zu je 20 kB organisiert. Dies kann zur Folge haben, dass auch Daten gesichert werden, die vor dem Startzeitpunkt aufgezeichnet wurden.

5 Bedienung

5.7 Webserver

Im Gerät ist ein Webserver integriert, der die Online-Visualisierung mit Hilfe eines Webbrowsers ermöglicht. Der Anwender kann auf Prozesswerte, verschiedene Visualisierungen sowie die Alarm- und Ereignisliste des Geräts zugreifen.

Für den Zugriff muss die IP-Adresse des Geräts in die Adresszeile des Webbrowsers eingegeben werden. Gegebenenfalls kann auch der DNS-Gerätename verwendet werden.

Datei Bearbeiten Ansicht Chronik Lesezechen Extras Hilfe 10.11:301.4 Information Visualisierung Quad-View Kurvendiagramm - Gruppe 01 05:40:38 A1 AE01 1,2292°C A2 AE02 156,12°C A3 AE03 251,57°C

336.01.01-010

Die Startseite index.htm ist werkseitig vorhanden; weitere HTML-Seiten können mit dem Setup-Programm zum Gerät übertragen werden. Um unberechtigten Zugriff zu verhindern, lässt sich eine Anmeldeprozedur mit Benutzernamen und Passwort aktivieren.

Der Webserver wird mit dem Setup-Programm konfiguriert (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration - nur im Setup-Programm“ > „Webserver“).

→ Kapitel 9.5 "Webserver", Seite 223

Die Aktivierung des Webservers erfolgt ebenfalls mit dem Setup-Programm (siehe Betriebsanleitung, Kapitel „Konfiguration“ > „Gerät“: Version der Online-Visualisierung):

→ Kapitel 7.4 "Gerät", Seite 96

Jumo Logoscreen 600 - Webserver - 2

HINWEIS!

Die Darstellung ist vom verwendeten Webbrowser abhängig.

Unterstützte Webbrowser: Microsoft Internet Explorer ^1 , Mozilla Firefox ^2

^1 Microsoft und Internet Explorer sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation.
^2 Mozilla und Firefox sind eingetragene Marken der Mozilla Foundation.

5 Bedienung

5.8 Elektronische Unterschrift

Ab Geräteversion 02 und mit Typenzusatz 888 (FDA) hat der Benutzer die Möglichkeit, eine abgeschlossene Charge oder die Registrierdaten eines bestimmten Zeitbereichs mit seiner elektronischen Unterschrift zu versehen. Ein angemeldeter Benutzer kann auch während des Abmeldens eine Unterschrift leisten; diese gilt für den gesamten Zeitbereich, in dem der Benutzer angemeldet war.

Voraussetzungen für die elektronische Unterschrift sind die entsprechende geräteabhängige Einstellung in der PCS-Software sowie das betreffende Benutzerrecht.

Abgeschlossene Charge

Im folgenden Beispiel wird die elektronische Unterschrift einer abgeschlossenen Charge gezeigt.

Schritt Tätigkeit
1 Im Protokoll der abgeschlossenen Chargenaufzeichnung die Schaltfläche (1) für die elektronische Unterschrift betätigen:
Jumo Logoscreen 600 - Abgeschlossene Charge - 1 — (1)
2 EigeneBenutzer-ID auswählen (hier: Master):
Jumo Logoscreen 600 - Abgeschlossene Charge - 2Der Benutzer muss seine Benutzer-ID auswählen. Dieser Schritt ist erforderlich, da auch ein anderer als der aktuell angemeldete Benutzer diese Unterschrift leisten kann.
3 Text über Tastatur eingeben, der die Bedeutung der Unterschrift beschreibt (Bewertungs-text), oder Text aus der Textliste (1) auswählen und, falls erforderlich, editieren:Jumo Logoscreen 600 - Abgeschlossene Charge - 3Die Möglichkeiten zur Eingabe eines Textes hängen von der Konfiguration ab (kein Text verwendbar, Text über Tastatur eingeben, Text aus Textliste auswählen, Text aus Textliste auswählen und editieren).

5 Bedienung

Jumo Logoscreen 600 - Bedienung - 1

other | Version | Name | Number of Buttons | |---|---|---| | 1 | Abgeschlossene Charge - Charge 1 | 11:12:08 | | 2 | Password-Eingabe | **** | | 3 | 8 | 9 | | 4 | 5 | 6 | | 5 | 2 | 3 | | 6 | 7 | 4 | | 7 | 1 | < img src="box12"> | | 8 | Versicherung | 8 | | 9 | Versicherung | 9 | | 10 | Versicherung | 0 | | 11 | Versicherung | 1 | | 12 | Versicherung | < img src="box22"> | | 13 | Versicherung | < img src="box23"> | | 14 | Versicherung | < img src="box24"> | | 15 | Versicherung | < img src="box25"> | | 16 | Versicherung | < img src="box26"> | | 17 | Versicherung | < img src="box27"> | | 18 | Versicherung | < img src="box28"> | | 19 | Versicherung | < img src="box29"> | | 20 | Versicherung | < img src="box30"> | | 21 | Versicherung | < img src="box31"> | | 22 | Versicherung | < img src="box32"> | | 23 | Versicherung | < img src="box33"> | | 24 | Versicherung | < img src="box34"> | | 25 | Versicherung | < img src="box35"> | | 26 | Versicherung | < img src="box36"> | | 27 | Versicherung | < img src="box37"> | | 28 | Versicherung | < img src="box38"> | | 29 | Versicherung | < img src="box39"> | | 30 | Versicherung | < img src="box40"> | | 31 | Versicherung | < img src="box41"> | | 32 | Versicherung | < img src="box42"> | | 33 | Versicherung | < img src="box43"> | | 34 | Versicherung | < img src="box44"> | | 35 | Versicherung | < img src="box45"> | | 36 | Versicherung | < img src="box46"> | | 37 | Versicherung | < img src="box47"> | | 38 | Versicherung | < img src="box48"> | | 39 | Versicherung | < img src="box49"> | | 40 | Versicherung | < img src="box50"> | | 41 | Versicherung | < img src="box51"> | | 42 | Versicherung | < img src="box52"> | | 43 | Versicherung | < img src="box53"> | | 44 | Versicherung | < img src="box54"> | | 45 | Versicherung | < img src="box55"> | | 46 | Versicherung | < img src="box56"> | | 47 | Versicherung | < img src="box57"> | | 48 | Versicherung | < img src="box58"> | | 49 | Versicherung | < img src="box59"> | | 50 | Versicherung | < img src="box60"> | | 51 | Versicherung | < img src="box61"> | | 52 | Versicherung | < img src="box62"> | | 53 | Versicherung | < img src="box63"> | | 54 | Versicherung | < img src="box64"> | | 55 | Versicherung | < img src="box65"> | | 56 | Versicherung | < img src="box66"> | | 57 | Versicherung | < img src="box67"> | | 58 | Versicherung | < img src="box68"> | | 59 | Versicherung | < img src="box69"> | | 60 | Versicherung | < img src="box70"> | | 61 | Versicherung | < img src="box71"> | | 62 | Versicherung | < img src="box72"> | | 63 | Versicherung | < img src="box73"> | | 64 | Versicherung | < img src="box74"> | | 65 | Versicherung | < img src="box75"> | | 66 | Versicherung | < img src="box76"> | | 67 | Versicherung | < img src="box77"> | | 68 | Versicherung | < img src="box78"> | | 69 | Versicherung | < img src="box79"> | | 70 | Versicherung | < img src="box80"> | | 71 | Versicherung | < img src="box81"> | | 72 | Versicherung | < img src="box82"> | | 73 | Versicherung | < img src="box83"> | | 74 | Versicherung | < img src="box84"> | | 75 | Versicherung | < img src="box85"> | | 76 | Versicherung | < img src="box86"> | | 77 | Versicherung | < img src="box87"> | | 78 | Versicherung | < img src="box88"> | | 79 | Versicherung | < img src="box89"> | | 80+ (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom) (Bottom)

Schritt Tätigkeit

6 Im Protokoll der abgeschlossenen Chargenaufzeichnung die Schaltfläche (1) betätigen, um die geleistete Unterschrift anzuzeigen:

Abgeschlossene Charge - Charge 1
ProgrammnameText 1
KundeninfoText 3
ChargennameText 5
Chargennummer000000010Text 7
Chargenstart27.07.2016 09:08:48
Chargenende27.07.2016 09:35:31
Chargendauer26:44

Die Unterschrift (hier: Master) und die Bedeutung der Unterschrift (hier: Charge o.k.) werden angezeigt:

Elektronische Unterschrift
UnterschriftMaster
BedeutungCharge o. k.

5 Bedienung

Zeitbereich

Die elektronische Unterschrift für einen Zeitbereich unterscheidet sich von der Unterschrift für die abgeschlossene Charge im Wesentlichen dadurch, dass hier zusätzlich der betreffende Zeitbereich ausgewählt werden muss.

Die Unterschrift bezieht sich auf den Zeitbereich, der zum Zeitpunkt der Unterschrift im Diagramm dargestellt wird. Der dargestellte Bereich muss gegebenenfalls vor dem Unterschreiben erweitert werden. Während der Unterschrift kann der Zeitbereich nur eingeschränkt werden; eine Erweiterung ist dann nicht mehr möglich.

Gruppe 01 05.08.16 12:38:52 1:1 Bedeutung Unterschrift Master - Bedeutung Zeitbereich von 05.08.2016 12:38:34 bis 05.08.2016 12:39:10

Abmelden

Die elektronische Unterschrift beim Abmelden erfordert keine Eingabe der Benutzer-ID, da diese Funktion nur für den aktuell angemeldeten Benutzer verfügbar ist. Die weiteren Schritte, inklusive Eingabe des Passworts, entsprechen denen der Unterschrift für die abgeschlossene Charge von Schritt 3 (Text für Bedeutung eingeben) bis Schritt 5 (Vorgang bestätigen). Die Unterschrift kann nur mit der Software PCA3000 ausgewertet werden.

Die Unterschrift gilt für den gesamten Zeitbereich, in dem der Benutzer angemeldet war.

Das Setup-Programm ist eine PC-Software zur komfortablen Konfiguration des Bildschirm-schreibers, die folgende Funktionen bietet:

  • anwenderfreundliche Bedienung des Programms
  • Unterstützung mehrerer Sprachen, sowohl im Setup-Programm als auch im Gerät (Bediensprache)
  • Freischaltung optionaler Funktionen des Geräts (Typenzusätze)
  • Editor zur Erstellung von Prozessbildern für das Gerät
  • Kommunikation zwischen Setup-Programm und Gerät über Ethernet- oder USB-Device-Schnittstelle zur Übertragung von Setup-Daten und Prozessdaten
  • Anzeige der Prozessdaten von ausgewählten Signalen (Onlinedaten)

6.1 Installation

6.1.1 Hard- und Software-Voraussetzungen

Für die Installation und den Betrieb des Setup-Programms ist ein PC mit CD/DVD-Laufwerk, USB-Host-Schnittstelle und Ethernet-Schnittstelle erforderlich.

Nutzung der Schnittstellen:

→ Kapitel 6.4.4 "Setup-Datei übertragen", Seite 89

Angaben zum unterstützten Betriebssystem (Microsoft Windows ^1 ) und zum erforderlichen Festplatten- und Arbeitsspeicher sind den Informationen zum Setup-Programm auf der Internetseite des Herstellers zu entnehmen (nach 706520 suchen, in den Suchergebnissen auf den Link zum Produkt klicken und dort unter Software die weiteren Informationen zum Setup-Programm beachten).

Jumo Logoscreen 600 - Hard- und Software-Voraussetzungen - 1

HINWEIS!

Das Setup-Programm wird auf CD ausgeliefert, kann alternativ aber auch von der Internetseite des Herstellers heruntergeladen werden.

6.1.2 Programm installieren und starten

Programm installieren

Jumo Logoscreen 600 - Programm installieren - 1

VORSICHT!

Die Installation des Setup-Programms kann laufende Programme beeinflussen. Dies kann zu einem Datenverlust führen.

Alle Programme beenden, bevor mit der Installation des Setup-Programms begonnen wird.

Schritt Tätigkeit
1 CD in das Laufwerk einlegen und Laufwerk schließen.
2Nach dem Einlegen der CD wird das Installationsprogramm automatisch gestartet. Ist dies nicht der Fall, Datei “Launch.exe” im Hauptverzeichnis der CD starten.
3 Das Installationsprogramm führt mit Bildschirmmeldungen durch die weitere Installation.

6 Setup-Programm

Schritt Tätigkeit
4 Lizenzvereinbarung lesen und bestätigen.Das Akzeptieren der Vereinbarung ist Voraussetzung, damit sich das Setup-Programm installieren lässt.
5 Lizenznummer für das Setup-Programm eingeben (siehe CD-Hülle; Lizenznummern für zusätzliche Funktionen sind gegebenenfalls nach der Installation einzugeben).Wird bei der Installation die Option “30-Tage-Testversion” gesetzt, ist das Setup-Programm 30 Tage lang voll funktionsfähig (vollständige Benutzerrechte). Nach Ablauf der 30 Tage wird das Programm automatisch zu einer “Demoversion”, bei der einige Funktionen wie z. B. die Datenübertragung, die Datenspeicherung und das Ausdrucken gesperrt sind. Die Software kann nachträglich lizenziert werden.⇒ Kapitel 6.1.3 "Anmeldung und Rechte", Seite 74
6 Programmordner im Windows-Startmenü bestimmen, in den die Symbole zum Starten der Software kopiert werden. Das Verzeichnis für die Programmdateien wird automatisch festgelegt.
7 Über die Schaltfläche IINSTALLIEREN die eigentliche Installation starten.

Programm starten

Nach dem Abschluss der Installation kann das Setup-Programm über das Startmenü von Windows gestartet werden.

6.1.3 Anmeldung und Rechte

Anmeldung am Setup-Programm

Nach der erstmaligen Installation des Setup-Programms werden Benutzername und Passwort nicht abgefragt. Der Anwender ist zunächst als „Spezialist“ mit leerem Passwort angemeldet. Im Menü EXTRAS kann durch die Funktion ANMELDUNG ERNEUERN / PASSWORT ÄNDERN die Abfrage beim Programmstart aktiviert werden.

→ Kapitel 6.3.4 "Extras", Seite 82

Durch die Aktivierung der Anmeldefunktion kann zwischen den Benutzern „Spezialist“ und „Instandhaltung“ unterschieden werden. Beide Benutzer unterscheiden sich in ihren Rechten, die sie in Bezug auf die Funktionen des Setup-Programms haben.

Ist die Abfrage aktiv, muss sich der Benutzer anmelden:

Schritt Tätigkeit
1 Am Programm anmelden.Jumo Logoscreen 600 - Anmeldung am Setup-Programm - 1

Jumo Logoscreen 600 - Anmeldung am Setup-Programm - 2

HINWEIS!

Der Benutzer ist somit am Setup-Programm angemeldet, jedoch noch nicht am Gerät. Für die Anmeldung am Gerät werden ebenfalls eine Benutzer-ID (z. B. Master) und das Geräte-Passwort benötigt. Diese Daten sind in der Geräte-Verbindungsliste einzugeben, wenn die Verbindung zu einem Gerät eingerichtet wird.

Rechte im Setup-Programm

Je nach Installation und Anmeldung haben die einzelnen Benutzer unterschiedliche Rechte innerhalb des Setup-Programms.

Die Unterschiede sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Recht Demo-Installation Instandhaltung Spezialist
Schnittstellentexte schreiben - x x
Neu x x x
Öffnen x x x
Speichern, Speichern unter, Löschen - x x
Undokumentierte Parameter konfigurieren - - x
Daten auf externe Massenspeicher (USB-Speicherstick) exportieren-xx
Daten von externem Massenspeicher (USB-Speicherstick) importieren-xx
Drucken- x x
Freischaltung von Programmoptionenx - x
Freischaltung von Typenzusätzen- - x
Schnittstellen-Einstellungen editieren- x x
Geräte-Einstellungen editierenx x x
Gerät löschen- - x
Neues Gerät anlegenx - x
x = Recht ist vorhanden, - = Recht ist nicht vorhanden

6 Setup-Programm

6.2 Programmoberfläche

(1) (3) (4)(2) Setup-TD_Bd046.323 Datei-Info-Kopf Korfigurationsebene Grundgerät Gerät Anzeige Analogeingänge Analogausgänge Digitaleingänge Digitaleingänge/-ausgänge Relais Externe Analogeingänge Externe Digitalengänge Externe Textvariablen Grenzwertüberwachungen Zahler/Integratoren Durchfluss Mathematik Logik Gruppen Report Charge Seriele Schnittstelle Modbus/TCP Grundgerät: Gerät: Anzeige: Analogeingänge: Analogausgänge: Digitaleingänge: Digitaleingänge/-ausgänge: Relais: Externe Analogeingänge: Externe Digitaleingänge: Externe Textvariablen: Datum Zeit Name Wert 1 2 3 Versionen Analogeingänge Analogausgänge Digitaleingänge Kein Gerät verbunden Setup-TD_B. (5) (6) Benutzer: Spezialist

(1) Menüleiste (2) Symbolleiste
(3) Arbeitsbereich - Navigationsbaum (4) Arbeitsbereich - Anzeigefenster
(5) Verbindungsstatus (6) Onlinedaten

Menüleiste

Mit Hilfe der Menüleiste werden die einzelnen Funktionen des Setup-Programms gestartet.

→ Kapitel 6.3 "Funktionen der Menüleiste", Seite 79

Symbolleiste

Die Symbolleiste enthält ausgewählte Funktionen der Menüleiste. Diese lassen sich durch Betätigen der linken Maustaste starten. Bleibt der Mauszeiger über einem der Symbole stehen, wird nach kurzer Zeit der Titel der Funktion angezeigt.

Jumo Logoscreen 600 - Symbolleiste - 1

Symbolleiste verschieben

Der Anwender kann die Position der Symbolleiste verändern:

Schritt Tätigkeit
1 Mauszeiger zwischen zwei Symbolgruppen positionieren. Jumo Logoscreen 600 - Symbolleiste verschieben - 1
2 Linke Maustaste betätigen.
3 Symbolleiste - bei gedrückter linker Maustaste - an die gewünschte Position ziehen.
4 Linke Maustaste loslassen. Jumo Logoscreen 600 - Symbolleiste verschieben - 2

Mögliche Positionen der Symbolleiste sind:

  • An der linken oder rechten Fenstergrenze (senkrechte Ausrichtung)
  • Unter der Menüleiste (waagrechte Ausrichtung),
  • Am unteren Rand über den Benutzerangaben (waagrechte Ausrichtung)
  • Eine beliebige Position (eigenes Fenster - beliebige Ausrichtung durch Ändern der Fenstergröße)

Symbolleiste schließen

Wurde die Symbolleiste verschoben, lässt sie sich mit der Schaltfläche ✗ schließen. Um die Symbolleiste wieder einzublenden, muss sie im Menü DATEI > STANDARDEINSTELLUNGEN unter PROGRAMMOBERFLÄCHE aktiviert werden (Haken setzen). Die Symbolleiste erscheint dann an der Postion, an die sie zuvor verschoben wurde.

Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereich besteht aus dem Navigationsbaum (links) und dem Anzeigefenster (rechts) und zeigt die aktuellen Einstellungen einer Konfigurationsdatei (Setup-Datei).

⇒ Kapitel 6.4 "Setup-Datei", Seite 86

Die Aufteilung des Arbeitsbereichs lässt sich verändern, indem die Grenze zwischen Navigationsbaum und Anzeigefenster mit der linken Maustaste seitlich verschoben wird.

6 Setup-Programm

Verbindungsstatus

Die Zeile "Verbindungsstatus" zeigt an, ob eine Verbindung zu einem Gerät besteht. Außerdem werden einige Schnittstellendaten angezeigt, wie z. B. die IP-Adresse.

Die Zeile kann durch die Funktion FENSTER > VERBINDUNGSSTATUS ein- und ausgeblendet werden.

Beispiel: Keine Verbindung

Kein Gerät verbunden

Beispiel: Verbindung zu einem Gerät

Verbunden mit: 706520 - Name, HTTP, 10.11.101.4:80, Schreiber 1 EW TD, angemeldet mit ID: Master

Die Zeilenhöhe lässt sich verändern, indem die Grenze zum Onlinedaten-Fenster mit der linken Maustaste verschoben wird.

Onlinedaten

Die Funktion „Onlinedaten“ stellt aktuelle Prozessdaten im Setup-Programm dar.

Das Onlinedaten-Fenster kann durch die Funktion FENSTER > ONLINEDATEN ein- und ausgeblendet werden.

Die Höhe des Fensters lässt sich verändern, indem die Grenze zum Arbeitsbereich oder zur Zeile "Verbindungsstatus" mit der linken Maustaste verschoben wird.

Dokumentation (Betriebsanleitung)

Die Betriebsanleitung des Geräts steht im Setup-Programm über die Hilfe-Funktion F1 als PDF-Dokument zur Verfügung.

Das Dokument wird mit dem Programm (PDF-Viewer) geöffnet, das bei dem betreffenden PC für Dateien mit der Erweiterung „PDF“ eingestellt ist.

Die Sprache des Dokuments ist von der Sprache des Setup-Programms abhängig (Menü DATEI > STANDARDEINSTELLUNGEN ... > LANDESSPRACHE DES PROGRAMMS). Das Dokument steht nicht in allen Sprachen zur Verfügung.

6.3 Funktionen der Menüleiste

Dieses Kapitel beschreibt die Funktionen der Menüleiste. Die Reihenfolge der Unterkapitel entspricht der Anordnung der Menüs in der Menüleiste (von links nach rechts).

Funktionen, die sich auch über die Symbolleiste aufrufen lassen, sind hier mit dem betreffenden Symbol gekennzeichnet.

6.3.1 Datei

Übersicht der Menüpunkte:

Neu Strg+N Öffnen... Strg+O Speichern Strg+S Speichern unter... Schließen Exportieren als RTF-Text Drucken... Strg+P Seitenansicht... Druckereinrichtung... Standardeinstellungen... Letzte Dateien... Beenden

Neu

Jumo Logoscreen 600 - Neu - 1

Legt eine neue Setup-Datei im Arbeitsbereich an.

Der Anwender kann zwischen folgenden Möglichkeiten wählen:

• Manuell (benutzerdefinierte Erstellung)
- Datenimport von externem Massenspeicher
- Über Schnittstelle: Automatische Erkennung des angeschlossenen Gerätes
- Über Schnittstelle: Automatische Erkennung + Auslesen der Konfiguration

Öffnen ...

Jumo Logoscreen 600 - Öffnen ... - 1

Öffnet eine bestehende Setup-Datei und stellt den Inhalt im Arbeitsbereich dar.

Speichern

Jumo Logoscreen 600 - Speichern - 1

Speichert die im Arbeitsbereich dargestellten Einstellungen in einer Setup-Datei. Der Dateiname muss nur einmal eingegeben werden. Wird die Datei erneut gespeichert, erfolgt keine Abfrage des Dateinamens.

Speichern unter ...

Speichert die im Arbeitsbereich dargestellten Einstellungen in einer Setup-Datei. Im Gegensatz zur Funktion SPEICHERN wird hier immer der Dateinname abgefragt.

6 Setup-Programm

Schließen

Entfernt die im Arbeitsbereich dargestellten Einstellungen aus dem Arbeitsbereich und schließt das Setup-Fenster. Dabei hat der Anwender die Gelegenheit, noch nicht gespeicherte Änderungen zu speichern.

Exportieren als RTF-Text

Speichert die aktuelle Einstellung als RTF-Datei auf dem PC.

Drucken ...

Jumo Logoscreen 600 - Drucken ... - 1

Druckt die Setup-Einstellungen. Die zu druckenden Menüs können zuvor ausgewählt werden.

Seitenansicht ...

Jumo Logoscreen 600 - Seitenansicht ... - 1

Das Druck-Ergebnis wird auf dem Bildschirm angezeigt. Mehrere Seiten lassen sich anzeigen und die Größe der Darstellung lässt sich ändern.

Druckereinrichtung ...

Ermöglicht die Veränderung der Drucker-Einstellungen. Bei Programmstart wird immer der Windows-Standarddrucker als aktiver Drucker verwendet.

Standardeinstellungen ...

Ermöglicht die Veränderung der Standardeinstellungen des Setup-Programms. Manche Änderungen werden erst nach einem Neustart des Setup-Programms aktiv.

Letzte Dateien ...

Zeigt die Dateinamen der zuletzt gespeicherten Setup-Dateien an.

Ein Klick auf den Dateinamen öffnet die Setup-Datei bzw. stellt eine bereits geöffnete Setup-Datei als aktives Fenster dar.

Beenden

Beendet das Setup-Programm. Dabei hat der Anwender die Gelegenheit, noch nicht gespeicherte Änderungen zu speichern.

6.3.2 Bearbeiten

Übersicht der Menüpunkte:

Datei-Info-Kopf Datei-Info-Text Konfigurationsebene ▶ Online-Parameter ▶ Nur Setup ▶

Die Menüpunkte mit ihren Untermenüs entsprechen dem Navigationsbaum im Arbeitsbereich.

6.3.3 Datentransfer

Übersicht der Menüpunkte:

Verbindung aufbauen...F2
Verbindung trennen...Alt-F2
Datentransfer zum Gerät...F5
Datentransfer aus Gerät...Alt-F5
Datenexport auf ext. Massenspeicher
Datenimport von ext. Massenspeicher

Verbindung aufbauen ...

Jumo Logoscreen 600 - Verbindung aufbauen ... - 1

Öffnet die Geräte-Verbindungsliste.

Die Geräte-Verbindungsliste enthält alle Geräte, zu denen mit dem Setup-Programm eine Verbindung aufgebaut werden kann. Geräte lassen sich zur Liste hinzufügen oder aus der Liste entfernen.

In der Geräte-Verbindungsliste werden auch die Schnittstellenparameter für die Verbindung eingestellt.

Verbindung trennen ...

Jumo Logoscreen 600 - Verbindung trennen ... - 1

Trennt die Verbindungen der aktiven Setup-Datei.

Datentransfer zum Gerät ...

Jumo Logoscreen 600 - Datentransfer zum Gerät ... - 1

Sendet die Setup-Daten zum Gerät.

Voraussetzung ist eine Verbindung zu dem betreffenden Gerät. Besteht keine Verbindung, wird automatisch die Geräte-Verbindungsliste geöffnet.

Datentransfer aus Gerät ...

Jumo Logoscreen 600 - Datentransfer aus Gerät ... - 1

Liest die Setup-Daten aus dem Gerät aus.

Voraussetzung ist eine Verbindung zu dem betreffenden Gerät. Besteht keine Verbindung, wird automatisch die Geräte-Verbindungsliste geöffnet.

Datentransfer auf ext. Massenspeicher ...

Jumo Logoscreen 600 - Datentransfer auf ext. Massenspeicher ... - 1

Überträgt die Setup-Datei auf einen externen Massenspeicher (USB-Speicherstick).

Datentransfer von ext. Massenspeicher ...

Jumo Logoscreen 600 - Datentransfer von ext. Massenspeicher ... - 1

Liest eine Setup-Datei von einem externen Massenspeicher (USB-Speicherstick). Die Setup-Einstellungen werden im Arbeitsbereich dargestellt.

6 Setup-Programm

6.3.4 Extras

Übersicht der Menüpunkte:

Freischaltung von Programmoptionen Anmeldung erneuern / Passwort ändern Kommentar in AuditTrail Online-Parameter Textbibliothek... Versionsbibliothek...

Freischaltung von Programmoptionen

Schaltet optionale Funktionen des Setup-Programms frei (Eingabe von zusätzlichen Lizenznummern).

Mit dieser Funktion kann das Setup-Programm auch nachträglich mit einer gültigen Lizenznummer registriert werden (30-Tage-Testversion oder Vollversion), wenn bei der Installation keine gültige Lizenznummer angegeben wurde (Demo-Modus).

Anmeldung erneuern / Passwort ändern

Öffnet ein Fenster zur Aktivierung der Benutzeranmeldung.

Nach der Installation des Setup-Programms werden Benutzername und Passwort beim Programmstart solange nicht abgefragt, bis die Benutzeranmeldung aktiviert wurde. Der Anwender ist zunächst als „Spezialist“ mit leerem Passwort angemeldet.

Mit dieser Funktion werden die Benutzer- und Passwortabfrage bei Programmstart aktiviert und das aktuelle Passwort geändert.

Kommentar in AuditTrail

Erzeugt einen Kommentar in den Audit-Trail-Daten des Setup-Programms.

Audit-Trail-Daten dienen bei Geräten mit erhöhten Sicherheitsanforderungen zur Dokumentation von Bedienhandlungen in den jeweiligen PC-Programmen.

Online-Parameter

Ermöglicht den Zugriff auf die Online-Parameter des Geräts. Hierzu ist eine aktive Verbindung zum Gerät erforderlich.

Die Online-Parameter sind auch im Navigationsbaum verfügbar.

Textbibliothek...

Öffnet ein Fenster zur Bearbeitung der Textbliothek.

In der Textbibliothek werden die verschiedenen Bediensprachen für das Gerät (inkl. Online-Visualisierung) verwaltet.

→ Kapitel 9.1 "Ländereinstellungen", Seite 205

Die Schaltfläche SPRACHE > führt in verschiedene Untermenüs zur Bearbeitung jeweiligen Sprache.

Versionsbibliothek

Zeigt den Inhalt der Versionsbibliothek an.

Die Liste enthält die Standard-Versionen der Gerätesoftware (inkl. Webserver) und die dazu kompatiblen Hardware-Versionen, die vom Gerätehersteller zusammen mit dem Setup-Programm bereitgestellt werden. Auch zusätzliche Software-Versionen, die nachträglich importiert wurden (z. B. kundenspezifische Versionen), sind enthalten.

6.3.5 Ansicht

Übersicht der Menüpunkte:

Elemente aufklappen

Elemente zuklappen

Elemente aufklappen

Klappt alle Elemente im Arbeitsbereich auf, so dass die Unterpunkte und die Einstellungen dargestellt werden.

Elemente aufklappen

Klappt alle Elemente im Arbeitsbereich wieder zu.

6.3.6 Fenster

Übersicht der Menüpunkte:

Überlappend Untereinander Symbole anordnen • Vollansicht Benutzerliste Onlinedaten ✓ Verbindungsstatus ✓ 1 Setup1

Überlappend

Jumo Logoscreen 600 - Überlappend - 1

Ordnet alle geöffneten Setup-Fenster versetzt an.

Um ein Fenster in den Vordergrund zu bringen, muss es mit der linken Maustaste angeklickt werden.

Untereinander

Jumo Logoscreen 600 - Untereinander - 1

Ordnet alle geöffneten Setup-Fenster untereinander an.

Durch einen Klick mit der linken Maustaste in das jeweilige Fenster wird dieses zum aktiven Fenster.

Symbole anordnen

Ordnet die Symbole aller minimierten Setup-Fenster im unteren Bereich der Programmoberfläche an.

Diese Funktion wirkt sich nur aus, wenn ein Symbol zuvor aus dem unteren Bereich verschoben wurde.

Vollansicht

Der Arbeitsbereich enthält alle Funktionen des Setup-Programms.

Benutzerliste

Der Arbeitsbereich enthält nur die Funktion "Benutzerliste".

Nur die Benutzertabelle (Benutzer-Id und Name, Passwort, Gruppenzuordnung) wird zum Gerät übertragen. Bedingung ist, dass die Benutzergruppen im Gerät und in der Setup-Datei übereinstimmen.

Für ein Gerät mit Typenzusatz 888 (FDA; ab Geräteversion 02) steht diese Funktion nicht zur Verfügung.

Onlinedaten

Blendet das Onlinedaten-Fenster abwechselnd ein und aus.

Ein Haken vor dem Menüpunkt zeigt an, dass das Fenster eingeblendet ist.

Verbindungsstatus

Blendet die Zeile zur Anzeige des Verbindungsstatus' abwechselnd ein und aus.

Ein Haken vor dem Menüpunkt zeigt an, dass die Zeile eingeblendet ist.

Geöffnete Fenster (hier: Setup 1)

Zeigt die Namen der geöffneten Setup-Dateien als Liste an.

Durch einen Klick auf den Namen in der Liste wird das zugehörige Fenster zum aktiven Fenster. Ein Haken vor dem Namen zeigt das aktive Fenster an.

In dem hier gezeigten Beispiel ist nur eine Setup-Datei geöffnet; diese hat die Bezeichnung „Setup 1“.

6.3.7 Info

Übersicht der Menüpunkte:

Info über Setup Registrierte Lizenznummern ... Programm-Ordner ... Speicher-Info

Info über Setup

Zeigt Informationen zum Setup-Programm an, u. a. die Versionsnummer.

Die Versionsnummer ist zum Beispiel beim Kontakt mit der Service-Hotline wichtig.

Registrierte Lizenznummern ...

Zeigt alle registrierten Lizenznummern und gegebenfalls die aktiven Optionen an.

Die Lizenznummern sowie die Information über aktive Optionen sind zum Beispiel beim Kontakt mit der Service-Hotline wichtig.

Informationen zum Bezug einer kostenpflichtigen Lizenznummer sind der Internetseite des Herstellers zu entnehmen (siehe Software-Download des Setup-Programms).

Programm-Ordner ...

Zeigt die verschiedenen Ordner (Verzeichnisse) an, die auf der Festplatte oder im Netzwerk von dem Setup-Programm verwendet werden.

Durch einen Klick auf die Schaltfläche (rechts neben dem Ordnerpfad) wird der Inhalt des Ordners angezeigt.

Speicher-Info

Zeigt die Speicher-Informationen an.

Die Speicher-Informationen sind für Diagnosezwecke vorgesehen. Sie werden bei Bedarf vom Servicetechniker des Geräteherstellers abgefragt.

6 Setup-Programm

6.4 Setup-Datei

Die Setup-Datei enthält alle Informationen über die Hard- und Software des Geräts sowie dessen Konfiguration.

Durch die Funktion DATEI > NEU oder DATEI > ÖFFNEN wird eine neue Setup-Datei angelegt oder eine vorhandene geöffnet.

6.4.1 Darstellung und Funktionen

(1) (2) Setup1 - geändert - Datei-Info-Kopf Konfigurationsebene Grundgerät Gerät Anzege Analogeingänge Analogausgänge Digitaleingänge Digitaleingänge/ausgänge Relais Extreme Analogeingänge Extreme Digitalengänge Extreme Textvarablen Grenzwertüberwachungen Zähler/Integratoren Report Datum und Uhrzeit Gruppen Charge Durchfluss Zeitserver (SNTP) Serieile Schnittstelle Modbus/TCP Undokumentierte Parameter Mathematik Logik Nur Setup Online-Parameter Datei-Infc-Text Analogeingänge: Analogeingang 1 Kanal-Bezeichnung: AE01 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 01 Sensor: Wid-Thermometer 2L Linearisierung Pt100 Skalierung-Anfang: -200.00 °C Skalierung-Ende: 850.00 °C Nachkommastellen: Auto Offset: 0.0000 °C Filterzeitkonstante: 1.0 s Analogeingang 2 Kanal-Bezeichnung: AE02 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 02 Sensor: Inaktiv Analogeingang 3 Kanal-Bezeichnung: AE03 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 03 Sensor: Inaktiv Analogeingang 4 Kanal-Bezeichnung: AE04 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 04 Sensor: Inaktiv Analogeingang 5 Kanal-Bezeichnung: AE05 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 05 Sensor: Inaktiv Analogeingang 6 Kanal-Bezeichnung: AE06 Kanal-Beschreibung: Analogeingang 06 Sensor: Inaktiv Analogausgänge: Kein Gerät verbunden Setup1 - geä >> Setup2 - Benutzer: Spezialist (3) (4)

(1) Navigationsbaum

Darstellung der Bereiche und der Unterpunkte

(2) Anzeigefenster

Darstellung der Unterpunkte und deren Einstellungen

(3) Aktives Setup-Fenster (4) Nicht aktives Setup-Fenster

Ein Klick auf das Symbol ☐ („-“), verkleinert die Darstellung, ein Klick auf das Symbol ☐ („+“) vergrößert die Darstellung wieder.

Ein Doppelklick auf einen Eintrag (z. B. „Analogeingänge“) startet den Änderungsdialog. Alternativ dazu kann die Änderung auch über die Menüleiste gestartet werden (BEARBEITEN > KON-FIGURATIONSEBENE > ANALOGEINGÄNGE).

Anzeigefenster

Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag im Anzeigefenster wird der Änderungsdialog gestartet. Ein Klick auf das Symbol ▶ („Pfeil nach rechts“) vor dem Eintrag listet die zugehörigen aktuellen Einstellungen im Anzeigefenster auf, ein Klick auf das Symbol ▼ („Pfeil nach unten“) blendet diese Einstellungen wieder aus.

Setup-Fenster

Sind mehrere Setup-Fenster gleichzeitig geöffnet, genügt ein einfacher Klick auf den Namen am unteren Rand des nicht aktiven Fensters (hier: „Setup2...“), und dieses wird zum aktiven Fenster.

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Fenster - 1

Funktionen der rechten Maustaste

Wird im Navigationsbaum oder im Anzeigefenster die rechte Maustaste betätigt, stehen verschiedene kontextabhängige Funktionen zur Verfügung. Die Funktionen betreffen den Eintrag, auf den der Mauszeiger beim Betätigen der rechten Maustaste zeigt.

Beispiel:

Die rechte Maustaste wird über dem Eintrag "Analogeingänge" betätigt.

Analogeingänge: Analogengänge Daten in Zwischenablage kopieren drucken editieren maxinieren

Analogeingänge >editieren

Die Funktion startet den Änderungsdialog zum Konfigurieren der Analogeingänge.

Der Änderungsdialog lässt sich ebenso durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste starten.

Analogeingänge > maximieren

Die Funktion bewirkt, dass die aktuelle Konfiguration der Analogeingänge angezeigt wird.

Alternativ kann die aktuelle Konfiguration auch durch einen Klick mit der linken Maustaste auf das Symbol („Pfeil nach rechts“) angezeigt werden.

Daten in Zwischenablage kopieren > Analogeingänge

Die Funktion kopiert die aktuelle Konfiguration der Analogeingänge in die Zwischenablage von Windows (RTF-Format). Der Inhalt der Zwischenablage kann z. B. in einen Editor oder in einem Textverarbeitungsprogramm verwendet werden.

Daten in Zwischenablage kopieren > Alle Daten

Die Funktion kopiert die komplette aktuelle Konfiguration - nicht nur die der analogen Eingänge - in die Zwischenablage von Windows (RTF-Format). Der Inhalt der Zwischenablage kann z. B. in einen Editor oder in einem Textverarbeitungsprogramm verwendet werden.

6 Setup-Programm

Drucken

Die Funktion ermöglicht den Ausdruck der aktuellen Einstellung. Der Anwender kann wählen, welche Parametergruppen ausgedruckt werden und welche nicht. Alternativ kann das Drucken auch über das Menü DATEI erfolgen.

6.4.2 Datei-Info erstellen

Die Datei-Info besteht aus dem Datei-Info-Kopf und dem Datei-Info-Text und wird zur Beschreibung der Setup-Datei verwendet. Die Informationen werden nur innerhalb der Setup-Datei gespeichert und nicht zum Gerät übertragen.

Datei-Info-Kopf und Datei-Info-Text lassen sich über den entsprechenden Menüeintrag im Navigationsbaum oder Anzeigefenster direkt aufrufen.

Setup-Dialog

Datei-Info Datei-Info-Kopf Date-Info-Text Gerätename : Name Erstellungsdatum : 22.06.2015 Geräte-SW-Verson : 323.01.xx Änderungsdatum : 22.06.2015 VDN : Programmversion : 1.00 J Kurzinfo: | Bearbeiter: Typenschlüssel: Auftrag: Zusatzinfo: OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Datei-Info-Kopf
Kurzinfo Text eingeben Beschreibung der Setup-Datei in Kurz-form
Bearbeiter Text eingeben Name des Bearbeiters
Typenschlüssel Text eingeben Typenschlüssel
Auftrag Text eingeben Auftragsnummer
Zusatzinfo Text eingeben Zusätzliche Information
Datei-Info-Text
Datei-Info-Text Text eingeben Ausführliche Beschreibung der Setup-Datei

6.4.3 Konfiguration erstellen

Die Konfiguration des Geräts ist innerhalb des Setup-Programms in drei Bereiche unterteilt:

  • Konfigurationsebene
  • Nur Setup
  • Online-Parameter

Die einzelnen Parameter und deren Einstellungen werden in den jeweiligen Kapiteln dieser Betriebsanleitung beschrieben.

Konfigurationsebene

⇒ Kapitel 7 "Konfiguration", Seite 91

Nur Setup

→ Kapitel 9 "Konfiguration - nur im Setup-Programm", Seite 205

Online-Parameter

→ Kapitel 10 "Online-Parameter", Seite 255

6.4.4 Setup-Datei übertragen

Zur Übertragung der Setup-Datei muss zunächst eine Verbindung zwischen Setup-Programm (PC) und Gerät aufgebaut werden.

Eine Verbindung ist möglich über:

  • Ethernet-Schnittstelle (TCP/IP)
    • USB-Device-Schnittstelle

Zur Nutzung der Ethernet-Schnittstelle muss das Gerät eine IP-Adresse besitzen.

Wenn DHCP im Netzwerk unterstützt wird und im Gerät aktiviert ist, wird die IP-Adresse vom Netzwerk automatisch vergeben.

Die Vergabe der IP-Adresse sowie weitere in diesem Zusammenhang notwendige Einstellungen können auch manuell vorgenommen werden.

→ Kapitel 7.22 "Ethernet", Seite 181

Die USB-Device-Schnittstelle wird benötigt, wenn kein Netzwerk vorhanden ist oder keine IP-Adresse vergeben wurde.

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Datei übertragen - 1

HINWEIS!

Die USB-Device-Schnittstelle ist nicht für eine dauerhafte Verbindung vorgesehen, da der USB-Stecker wegen fehlender Verriegelung nicht gegen unbeabsichtigtes Herausziehen geschützt ist.

Verbindung aufbauen

Funktion in der Menüleiste: DATENTRANSFER > VERBINDUNG AUFBAUEN ...

Will der Anwender eine Verbindung aufbauen (oder bei nicht vorhandener Verbindung den Datentransfer starten), öffnet das Setup-Programm die Geräte-Verbindungsliste. Diese enthält alle Geräte, zu denen bereits eine Verbindung konfiguriert wurde. Der Anwender kann neue Verbindungen zur Liste hinzufügen, die Eigenschaften von bestehenden Verbindungen ändern (z. B. Schnittstellenparameter) oder Verbindungen entfernen.

Die Funktion „Assistenten für die Verbindungseinstellungen verwenden“ unterstützt den Anwender beim Erstellen eines neuen Eintrags, d. h. einer neuen Verbindung, und beim Bearbeiten bestehender Einträge.

6 Setup-Programm

Um eine Verbindung herzustellen, wird das betreffende Gerät in der Geräte-Verbindungsliste markiert und danach die Schaltfläche betätigt.

Dieses Kapitel beschreibt die Konfiguration des Bildschirmschreibers anhand der Menüpunkte und Parameter des Gerätes: HAUPTMENÜ > KONFIGURATION

Die Beschreibung gilt grundsätzlich auch für die Konfiguration mit dem Setup-Programm.

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Die Konfiguration im Gerät steht nur zur Verfügung, wenn ein Benutzer angemeldet ist und der Benutzer die erforderlichen Rechte besitzt.

Parameter innerhalb eines Menüpunktes, die nur im Gerät oder nur im Setup-Programm vorhanden sind, sind mit „(nur Gerät)“ oder „(nur Setup)“ gekennzeichnet.

Darüber hinaus gibt es Funktionen, die ausschließlich mit dem Setup-Programm konfiguriert werden. Diese werden in separaten Kapiteln beschrieben:

⇒ Kapitel 9 „Konfiguration - nur im Setup-Programm“, Seite 205
→ Kapitel 10 „Online-Parameter“, Seite 255

Werkseitige Einstellungen sind in den Parametertabellen fett dargestellt.

7.1 Texte während Konfiguration ändern

Bestimmte Texte wie z. B. die Kanal-Bezeichnung können während der Konfiguration direkt geändert werden.

Im Setup-Programm kann der Anwender den Text durch Betätigen der Schaltfläche (1) „Sprache“ in einer oder mehreren anderen Sprachen eingeben bzw. verändern. Dabei stehen alle Sprachen zur Auswahl, die in den Ländereinstellungen vorhanden sind.

Jumo Logoscreen 600 - Texte während Konfiguration ändern - 1

(1) Sprache

Im Gerät kann der Text nur in der aktuell eingestellten Sprache geändert werden.

7 Konfiguration

7.2 Selektoren

Die Selektoren enthalten Signale, die im Gerät und im Setup-Programm für die Konfiguration zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um Signale des Geräts (z. B. Analog- und Digitaleingänge oder interne Signale) sowie um Signale, die über Modbus zum Gerät übertragen werden (externe Analog- und Digitaleingänge; ab Geräteversion 02 auch über Barcode beschreibbar).

7.2.1 Analogselektor

Kategorie SignalBeschreibung
Keine Auswahl KeinSignal ausgewählt
AnalogeingängeAnalogeingang 1 bis 6 Signal des Analogeingangs
Externe AnalogeingängeExt. Analogeingang 1 bis 24 Signal des externen Analogeingangs (über Schnittstelle)
Durchfluss Durchfluss1 Aktueller Wert der Durchflussmessung
Zählerstände (aktuell)Zähler (akt.) 1 bis 6 Aktueller Wert des Zählers oder Integrators
Zählerstände (abgeschloss.)Zähler (abg.) 1 bis 6 Wert des Zählers oder Integrators im letzten abgeschlossenen Erfassungszeitraum
Mathe-Ergebnisse (analog)Mathematik (analog) 1 bis 6 Ergebnis der Mathematikformel

7.2.2 Digitalselektor

Kategorie SignalBeschreibung
Keine Auswahl KeinSignal ausgewählt
DigitaleingängeDigitaleingang 1 bis 12Signal des Digitaleingangs
Digitaleingänge/-ausgängeDigitaleingang/-ausgang 1 bis 12Signal des Digitaleingangs
Externe Digital-eingängeExt. Digitaleingang 1 bis 24Signal des externen Digitaleingangs (über Schnittstelle)
Mathe-Ergebnisse (binär)Mathematik (binär) 1 bis 60 = Mathematikergebnis ist gültig1 = Mathematikergebnis ist ungültig (Berechnungsfehler; auch bei Ersatzwertausgabe)
Logik-ErgebnisseLogik 1 bis 6Ergebnis der Logikformel
Alarme Digital-eingängeAlarm Digitaleingang 1 bis 12Alarmsignal des Digitaleingangs
Alarme Digital-eingänge/-ausg.Alarm Digitaleingang/-ausg.1 bis 12Alarmsignal des Digitaleingangs
Alarme Analog-eingängeAlarm 1 Analogeing. 1 bis 6Alarmsignal von Alarm 1 des Analogeingangs
Alarm 2 Analogeing. 1 bis 6Alarmsignal von Alarm 2 des Analogeingangs
Alarme ext. DigitaleingängeAlarm ext. Digitaleingang 1 bis 24Alarmsignal des externen Digitaleingangs
KategorieSignalBeschreibung
Alarme ext.AnalogeingängeAlarm 1 ext. Analogeing. 1 bis 24Alarmsignal von Alarm 1 des externen Ana-logeingangs
Alarm 2 ext. Analogeing. 1 bis 24Alarmsignal von Alarm 2 des externen Ana-logeingangs
Alarme Logik AlarmLogik 1 bis 6 Alarmsignal der Logikformel
Alarme Mathe-matikAlarm 1 Mathematik 1 bis 6 Alarmsignal von Alarm 1 der Mathematikformel
Alarm 2 Mathematik 1 bis 6 Alarmsignal von Alarm 2 der Mathematikformel
Signale Grenz-wertüberwach.Status Grenzwertüberw. 1 bis 6 Statussignal der Grenzwertüberwachung
Alarme Grenz-wertüberwach.Alarm Grenzwertüberw. 1 bis 6 Alarmsignal der Grenzwertüberwachung
Alarme Durch-flussAlarm 1 Durchfluss 1 Alarmsignal von Alarm 1 der Durchflussmes-sung
Alarm 2 Durchfluss 1 Alarmsignal von Alarm 2 der Durchflussmes-sung
Alarme Zähler/IntegratorenAlarm 1 Zähler/Integr. 1 bis 6 Alarmsignal von Alarm 1 des Zählers oder Integrators
Alarm 2 Zähler/Integr. 1 bis 6 Alarmsignal von Alarm 2 des Zählers oder Integrators
Alarme GruppenOberer Tol.alarm Gr. 1 bis 4 OberesToleranzband-Alarmsignal der Gruppe
Unterer Tol.alarm Gr. 1 bis 4 UnteresToleranzband-Alarmsignal der Gruppe
Alarm Gruppe 1 bis 4 Sammelalarmder Gruppe

7 Konfiguration

KategorieSignalBeschreibung
Systemalarme Sammelalarm Sammelalarm des GerätsDas Signal ist aktiv, wenn die Alarmliste mindestens einen Eintrag enthält (ein Eintrag wird entfernt, sobald der Alarm nicht mehr ansteht).
Sammelalarm mit Quittier. Sammelalarm des Geräts, aktiv bis zur QuittierungDas Signal wird mit jedem neuen Eintrag in die Alarmliste aktiviert und bleibt aktiv bis zur Quittierung (auch wenn der Eintrag bereits aus der Alarmliste entfernt wurde).
Speicheralarm Signal ist aktiv, wenn die Daten nicht rechtzeitig ausgelesen wurden und der freie interne Speicher den Speicheralarm-Grenzwert unterschreitet (Konfiguration > Gerät).
Batterie leer Batteriealarm (Pufferbatterie ist leer und muss ersetzt werden.)Service verständigen!Achtung: RAM-Speicherinhalt kann verloren gehen!
Batterie schwach Batterievoralarm (Austausch der Pufferbatte-rie innerhalb von 4 Wochen ohne Datenverlust möglich.)Service verständigen!
Benutzer angemeldet Signal ist aktiv, solange ein Benutzer angemeldet ist.
USB-Speicherstick aktiv Signal ist aktiv, wenn ein USB-Speicherstick angeschlossen und aktiv ist.
Temp.-Einheit °F Gerät Signal ist aktiv, wenn die Temperatur-Einheit des Geräts als „Grad Fahrenheit“ konfiguriert wurde (Konfiguration > Gerät).
Temp.-Einheit °F Schnittst. Signal ist aktiv, wenn die Temperatur-Einheit der Schnittstelle als „Grad Fahrenheit“ konfiguriert wurde (Konfiguration > Gerät).
Die folgenden Signale „Slave-Time-out ...“ sind aktiv, wenn das Gerät als Modbus-Slave arbeitet, die Time-out-Überwachung aktiv ist und während der eingestellten Zeitspanne keine Anfrage vom Modbus-Master empfangen wird (Konfiguration > Serielle Schnittstelle; Konfiguration > Modbus/TCP).
Slave-Time-out Com1 (bei Modbus über serielle Schnittstelle)
Slave-Time-out Com1 inv (wie oben, invertiertes Signal)
Slave-Time-out TCP1 (bei Modbus/TCP, Master 1)
Slave-Time-out TCP1 inv (wie oben, invertiertes Signal)
Slave-Time-out TCP2 (bei Modbus/TCP, Master 2)
Slave-Time-out TCP2 inv (wie oben, invertiertes Signal)
Digitalsignal ChargeCharge aktivSignal aktiv bei aktiver Chargenprotokollierung

7.3 Grundgerät (nur Setup)

Mit diesem Menüpunkt werden Geräte-Hardware (optionale Einsteckkarten) und optionale Funktionen (Typenzusätze, z. B. Mathe/Logik) im aktuellen Setup-Projekt geändert. Hierzu stehen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung:

- Benutzerdefinierte Erstellung: Geräte-Hardware und optionale Funktionen werden vom Anwender im Setup-Programm ausgewählt.

- Automatische Erkennung: Geräte-Hardware und optionale Funktionen werden aus dem angeschlossenen Gerät ausgelesen und ins Setup-Programm übernommen.

- Automatische Erkennung mit Auslesen des Setup-Files: Hier wird zusätzlich die Konfiguration aus dem Gerät ausgelesen und ins Setup-Programm übernommen.

Setup-Dialog

Hardware-Assistent Auswahl der Hardware über... Benutzer definier te Einstellung Automatische Erkenrung Setup-File aus Gerät auslesen Abbrechen

7 Konfiguration

7.4 Gerät

In diesem Menü werden die allgemeinen Gerätedaten konfiguriert.

Geräte-Dialog

Gerät 08:25:20 Gerätename Name Sprache German Temperatur-Einheit Gerät Grad Celsius Temp.-Einheit Schnittstelle Grad Celsius Speicheralarm-Grenzwert 20 %

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Gerätename Name(Beispiel)(max. 20 Zeichen)Der Gerätename wird im Setup-Programm, im Webserver und in den PC-Programmen PCC und PCA3000 verwendet.
Sprache Sprache1: English (Beispiel)Sprache auswählen (Dropdown-Menü).Sprache der Gerätetexte (max. 15 Sprachen)Alle Texte einer Sprache lassen sich mit dem Setup-Programm ändern. Dort wird auch die Reihenfolge der Sprachen festgelegt. Die ersten 15 Sprachen stehen im Gerät zur Verfügung.
Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Ländereinstellungen nach Netz-Ein (nur Setup)Ja (Nein()Bei „Ja“ kann der Anwender unmittelbarnach dem nächsten Einschalten des Gerätes die Einstellungen vornehmen.Im Gerät wird der Parameter danach automatisch auf „Nein“ zurückgesetzt,so dass nach erneutem Einschalten keine Einstellungen erfolgen. In der Setup-Datei wird der Parameter nicht automatisch zurückgesetzt.Dieser Parameter kann auch in der Parametrierung eingestellt werden:⇒ Kapitel 8.6 „Systemdaten“, Seite 202Die Ländereinstellungen werden auch beim erstmaligen Einschalten des Gerätes im Rahmen der Inbetriebnahme vorgenommen.
Temperatur-Einheit GerätEinheit, in der Temperaturwerte eingegeben und angezeigt werden. Bei Umstellung der Einheit werden alle betreffenden Werte umgerechnet und die Anzeige angepasst.
Grad Celsius Einheit = °CGrad Fahrenheit Einheit = °F
Temperatur-Einheit SchnittstelleEinheit der Temperaturwerte, die über Schnittstelle übertragen werden (externe Analogeingänge).Für die Anzeige der Werte ist jedoch der Parameter „Temperatur-Einheit Gerät“ entscheidend. Die über Schnittstelle übertragenen Werte werden gegebenenfalls umgerechnet.
Grad Celsius Einheit = °CGrad Fahrenheit Einheit = °F
Speicheralarm-Grenzwert0 bis 20 bis 100 %
Version Online-Vis. (nur Setup)Version der Webserver-Funktion zur Darstellung von Prozessdaten mit einem Webbrowser über HTTP-Protokoll (Visualisierungen der Bedienebene)
Keine Online-Visualisierung Webserver nicht aktivStandard Online-Visualisierung Werkseitige Version336.01.01.10 (Beispiel) Gegebenenfalls stehen hier weitere Versionen zur Auswahl.
Anzeigeschutz (nur Setup)Passwort, um die Anzeige der Konfigurationsdaten im Setup-Programm zu verhindern.Ohne Passwort (werkseitige Einstellung) wird die Konfiguration immer angezeigt.Bei vorhandenem Passwort und falscher Eingabe wird die Konfiguration nicht angezeigt; sie kann aber vom Setup-Programm in das Gerät übertragen und auch aus diesem ausgelesen werden.
****************** Passwort (max. 16 Zeichen; Groß-/Kleinschreibung beachten)(Passwort eingeben)

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Setup-Kurz-Info(nur Setup)Text eingeben(max. 20 Zeichen)Beschreibung des Setup-Projekts in KurzformDer Text wird zum Gerät übertragen, dort gespeichert und unter „Geräteinfo“ angezeigt.
Setup-Info (nur Setup)Text eingeben(max. 500 Zeichen)Ausführliche Beschreibung des Setup-ProjektsDer Text wird zum Gerät übertragen, dort gespeichert und unter „Geräteinfo“ angezeigt.

Speicheralarm-Grenzwert

Jumo Logoscreen 600 - Speicheralarm-Grenzwert - 1

VORSICHT!

Falls die Daten vom Anwender nicht rechtzeitig ausgelesen werden: Sobald der Speicheralarm aktiv ist, droht Datenverlust. Daten unverzüglich auslesen.

7.5 Anzeige

In diesem Menü werden die folgenden Daten konfiguriert:

• Bildschirmeinstellungen
- Farben der einzelnen Informationen in den Visualisierungen
- Allgemeine Einstellungen der verschiedenen Visualisierungen

7.5.1 Startbild und Wasserzeichen (nur Setup)

Setup-Dialog

Anzeige Anzeige Startbild und Wasserzeichen Bildschirm Farben Allgemein Anzeige \ Startbild und Wasserzeichen Startbild aktiv Startbild Wasserzeichen im Diagramm Wasserzeichen Diagramm Wasserzeichen Historie Wasserzeichen Historie

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Startbild aktiv Ja ( ), Nein ( ) ☐Über die Schaltfläche „...“ kann der Anwender ein Startbild importieren und exportieren.Bei „Ja“ ist das Startbild aktiv.Das Bild wird nach Netz-Ein während der Initialisierungsphase angezeigt.Feste Größe: 640 × 480 Pixel
Wasserzeichen im DiagrammJa (☑, Nein ( ) ☐Über die Schaltfläche „...“ kann der Anwender ein Wasserzeichen importieren und exportieren.
Wasserzeichen HistorieJa (☑, Nein ( ) ☐Über die Schaltfläche „...“ kann der Anwender ein Wasserzeichen importieren und exportieren.

7 Konfiguration

7.5.2 Bildschirm

Geräte-Dialog

Bildschirm 09:46:03 Helligkeit 100 Bildschirmabschaltung Inaktiv Zeit Steuersignal

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Helligkeit 0 bis 100% Helligkeit des Bildschirms
Bildschirm-abschaltungDer Bildschirm kann zur Schonung abgeschaltet (dunkel geschaltet) werden.
Inaktiv Die Abschaltung ist nicht aktiv.Nach Zeit Wird der Bildschirm über einen Durch Steuersignal Die Abschaltung wirdZeitraum von 10 ... 32767 Sekunden nicht betätigt, wird die Abschaltung aktiviert und der Bildschirm dunkel geschaltet.durch eines der Digitalsignale (Digitalselektor) aktiviert. Ein Digitalsignal kann z. B. ein Digitaleingang, ein Relaiszustand oder eine Chargenaktivierung sein.
Zeit10 bis 300 bis 32767Zeit in Sekunden für die Bildschirmabschaltung
SteuersignalKeine AuswahlDigitalselektorKeine BildschirmabschaltungSignal (High-aktiv) für die Bildschirmabschaltung bei der Auswahl von Steuersignal

7.5.3 Farben

Geräte-Dialog (Ausschnitt)
Jumo Logoscreen 600 - Farben - 1

bar | Channel | Value | | :--- | :--- | | Analogkanal 1 | 100 | | Analogkanal 2 | 100 | | Analogkanal 3 | 100 | | Analogkanal 4 | 100 | | Analogkanal 5 | 100 | | Analogkanal 6 | 100 | | Digitalkanal 1 | 100 | | Digitalkanal 2 | 100 | | Digitalkanal 3 | 100 |

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Analogkanal 1 bis Analogkanal 6Farbe ... Farbe, in der der jeweilige Analogkanaldargestellt wird (grafisch, numerisch und in Textform).
Digitalkanal 1 bis Digitalkanal 6Farbe ... Farbe, in der der jeweilige Digitalkanaldargestellt wird (grafisch und in Text-form).
Hintergrund AnalogkurvenFarbe ... Hintergrundfarbe für die Darstellung der Analogkurven
Hintergrund DigitalspurenFarbe ... Hintergrundfarbe für die Darstellung der Digitalspuren
Alarm ReferenzkurveFarbe ... Farbe, in der ein Analogkanal dargestellt wird, wenn er ein Toleranzband verlässt.
Alarm 1, Alarm 2Farbe ... Farbe, in der betreffende Alarm gekenn-zeichnet wird.
Zeitstempel im DiagrammFarbe ... Farbe, in der Zeitangaben dargestellt werden.
Rasterlinien im DiagrammFarbe ... Farbe, in der das Raster im Kurvendiagramm dargestellt wird.

7 Konfiguration

7.5.4 Allgemein

Geräte-Dialog (Ausschnitt)

Allgemein 09:49:50 Bild nach Reset Bild nach Home-Button Kurvendiagramm anzeigen Ja Digitales Diagramm anzeigen Ja Bargraph anzeigen Ja Textbild anzeigen Ja Prozessbild anzeigen Ja Report anzeigen Ja

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Bild nach Reset:
Letztes Bild vor ResetJa, Nein Bei „Ja“ wird das letzte Bild, dasvor dem Reset (durch Neustart oder Änderung der Konfiguration) aktiv war, auch nach dem Reset dargestellt.
BildauswahlKurvendiagrammVisualisierung wählen.Visualisierung nach Reset, falls nicht „Letztes Bild vor Reset“ aktiv ist.⇒ Kapitel 5.4 „Visualisierungsmenü (Anzeige)“, Seite 43
Gruppenauswahl1 bis 4Gruppe, deren Kanäle in der gewählten Visualisierung dargestellt werden.
Bild nach Home-Button:
Home-Button aktivJa, Nein Bei „Ja“ wechselt das Gerät nachBetätigen des Home-Buttons in eine bestimmte Visualisierung.
Bildauswahl Kurvendiagramm Visualisierung nach BetätigenVisualisierung wählen.des Home-Buttons⇒ Kapitel 5.4 „Visualisierungsmenü (Anzeige)“, Seite 43
Gruppenauswahl1 bis 4Gruppe, deren Kanäle in der gewählten Visualisierung dargestellt werden.
Allgemein:
Kurvendiagramm anzeigenJa, Nein „Ja“ gibt die Visualisierung „Kurvendiagramm“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Digitales Diagramm anzeigenJa, Nein „Ja“ gibt die Visualisierung „Digitales Diagramm“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Bargraph anzeigenJa, Nein „Ja“ gibt die Visualisierung „Bargraph“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Textbild anzeigenJa, Nein„Ja“ gibt die Visualisierung „Textbild“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Prozessbild anzeigenJa, Nein „Ja“ gibt die Visualisierung „Prozessbild“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Report anzeigenJa, Nein„Ja“ gibt die Visualisierung „Report“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Zähler/Integrat. anzeigenJa, Nein „Ja“ gibt die Visualisierung „Zähler/Integratoren“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Charge anzeigenJa, Nein„Ja“ gibt die Visualisierungen „Aktuelle Charge“ und „Abgeschlossene Charge“ zur Auswahl durch den Anwender frei.
Simulation der EingängeJa, Nein Bei „Ja“ werden alle Ein- und Ausgänge des Geräts ignoriert und Pseudodaten am Bildschirm angezeigt.
Alarme darstellenJa, Nein„Nein“ unterdrückt die Anzeige von Störungs- und Alarmmeldungen in der Status- und Titelzeile.
Barcode -> Char-genbildJa, NeinBei „Ja“ wird die Visualisierung „aktuelle Charge“ automatisch eingeblendet, wenn der entsprechende Barcode gescannt wird.
1000er-TrennzeichenJa, Nein Bei „Ja“ wird bei einigen Visualisierungen ein Strich zur Kennzeichnung von Zahlen ab 1000 verwendet. Beispiel: 215'892,9
Touchscreen sperrenTouchscreen sperren, so dass keine Bedienung möglich ist. Es handelt sich hierbei nicht um eine Abschaltung.
Keine Auswahl Keine Sperrung Digitalselektor Signal (High-aktiv), mit dessen Hilfe der Touchscreen (Bildschirm) gesperrt wird, solange das Signal aktiv ist.

Bild nach Reset, Bild nach Home-Button

Zusätzliche Einstellungen können notwendig sein, damit eine Visualisierung vom Gerät auch dargestellt werden kann. Beispielsweise können Chargen nur dann dargestellt werden, wenn sie vom Anwender ausreichend konfiguriert wurden.

7 Konfiguration

Simulation der Eingänge

Jumo Logoscreen 600 - Simulation der Eingänge - 1

HINWEIS!

Die Ein- und Ausgänge nehmen einen nicht definierten Zustand an. Der Parameter sollte nur für Testzwecke aktiviert werden und auch nur, wenn keine Digitalausgänge beschaltet sind.

7.6 Analogeingänge

Das Gerät ist mit bis zu sechs optionalen Analogeingängen ausgestattet (je drei pro optionalem Modul). Dabei handelt es sich um universelle Analogeingänge zum Anschluss von unterschiedlichen Messwertgebern.

Die Analogeingänge werden u. a. zusammen mit anderen Analogsignalen über die Konfiguration der „Gruppen“ zusammengefasst und stehen über diese Gruppen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Geräte-Dialog (Ausschnitt)
Analogeingang 1 10:15:55 Kanal-Bezeichnung AE 01 Kanal-Beschreibung Analogeingang 01 Sensor Wid.-Thermometer 2L Temperatureingang Einheit °C Linearisierung Pt100 Widerstandsmessbereich Messbereich-Anfang -200.00 °C Messbereich-Ende +850.00 °C

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungAE0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungAnalogeingang 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Sensor Auswahl des Messwertgebers für den jeweiligen Analogeingang
Inaktiv Kein Sensor ausgewähltWid.-Thermometer 2L WiderstandsthermWid.-Thermometer 3L WiderstandsthermWid.-Thermometer 4L WiderstandsthermAbweichende werkseitige Einstellung für Analogeingang 1 bis 3 (siehe unten)ometer in Zweileiter-schaltungometer in Dreileiter-schaltungmeter in Vierleiter-schaltung

7 Konfiguration

ParameterAuswahl/Einstellungen Beschreibung
Widerstand/Poti 2L Widerstand/Potenziometer in Zweileiter-schaltungWiderstand/Poti 3L Widerstand/Potenziometer in Dreileiter-schaltungWiderstand/Poti 4L Widerstand/Potenziometer in Vierleiter-schaltungWid.potenziometer/WFG Widerstandspotenziometer/Wider-standsferngeberThermoelement ThermoelementSpannung 0 bis 70 mV SpannungssignalSpannung 0 bis 1 V SpannungssignalSpannung -1 bis +1 V SpannungssignalSpannung 0 bis 10 V SpannungssignalSpannung -10 bis +10 V SpannungssignalStrom 0 bis 20 mA StromsignalStrom 4 bis 20 mA StromsignalWerkseitige Einstellung für Analogein-gang 1 bis 3
Temperaturein-gangBei einem Spannungs-/Stromsignal, Widerstand/Potenziometer oder Wider-standspotenziometer/Widerstandsferngeber muss der Messwert als Temperatur definiert werden, damit er bei Umstellung der Temperatur-Einheit automatisch umgerechnet wird.
Nein Messwert ist keine Temperatur.JaMesswert ist eine Temperatur.
EinheitEinheit des Messwerts bei Spannungs-/Stromsignal, Widerstand/Potenziometer oder Widerstandspotenziometer/Widerstandsferngeber
%(max. 5 Zeichen)Die Einheit wird angezeigt, wenn der Messwert in numerischer Form darge-stellt wird
LinearisierungAuswahlmöglichkeiten und werkseitige Einstellung sind abhängig vom gewählten Sensor.
LinearPt50Pt100Pt500Pt1000Pt100 JISPt50 GOSTPt100 GOSTCu50Cu100Ni100IEC 751: 2008IEC 751: 2008IEC 751: 2008IEC 751: 2008JIS 1604GOST 6651-2009 A.2GOST 6651-2009 A.2GOST 6651-2009 A.3GOST 6651-2009 A.3DIN 43760
ParameterAuswahl/EinstellungenBeschreibung
Ni100 GOST GOST 6651-2009 A.5Fe-CuNi L DIN 43710Fe-CuNi J IEC 60584-1Cu_CuNi U DIN 43710Cu-CuNi T IEC 60584-1NiCr-Ni K IEC 60584-1NiCr-CuNi E IEC 60584-1NiCrSI-NiSi N IEC 60584-1Pt10Rh-Pt S IEC 60584-1Pt13Rh-Pt R IEC 60584-1Pt30Rh-Pt6Rh B IEC 60584-1W5Re-W26Re C ASTM E230M-11W3Re-W25Re D ASTM E1751M-09W5Re-W20Re A1 GOST R 8.585-2001Chromel-Copel L GOST R 8.585-2001Chromel-AlumelKundenspezifisch 1 bis 4GOST R 8.585-2001Kundenspezifische Linearisierungen durch Stützstellen (Wertepaare) oder Polynom 4. Ordnung
WiderstandsmessbereichMessbereich bei Widerstand/Potenziometer und bei kundenspezifischer Linearisierung mit Widerstandsthermometer
0 bis 4000 Ω0 bis 400 Ω
Messbereich-Anfang-99999 bis +99999(Werkseitige Einstellung ist abhängig von Sensor und Linearisierung.)Untere Grenze des Messbereichs (bei Spannungs-/Stromsignal, Widerstand/ Poti oder Wid.potenziometer/WFG)Unterschreitet der Messwert die untere Grenze, wird bei numerischer Darstellung „<<<<“ angezeigt (Out-of-Range).
Messbereich-Ende-99999 bis +99999(Werkseitige Einstellung ist abhängig von Sensor und Linearisierung.)Obere Grenze des Messbereichs (bei Spannungs-/Stromsignal, Widerstand/ Poti oder Wid.potenziometer/WFG)Überschreitet der Messwert die obere Grenze, wird bei numerischer Darstellung „>>>>>“ angezeigt (Out-of-Range).
Skalierung-Anfang-99999 bis +99999(Werkseitige Einstellung ist abhängig von Sensor und Linearisierung.)Untere Grenze des Messbereichs oder des Anzeigebereichs (abhängig von Sensor und Linearisierung)
Skalierung-Ende-99999 bis +99999(Werkseitige Einstellung ist abhängig von Sensor und Linearisierung.)Obere Grenze des Messbereichs oder des Anzeigebereichs (abhängig von Sensor und Linearisierung)

7 Konfiguration

ParameterAuswahl/EinstellungenBeschreibung
Nachkomma-stellenVor- und Nachkommastellen für die numerische Darstellung des Messwerts Auch bei fester Vorgabe der Nachkommastellen wird das Format bei Bedarf automatisch geändert, damit immer alle Vorkommastellen dargestellt werden.
Auto AutomatischXXXXp Keine NachkommastelleXXXXpX Eine NachkommastelleXXXpXX Zwei NachkommastellenXXpXXX Drei NachkommastellenXpXXXX Vier Nachkommastellen
Offset -99999 bis 0 bis +99999 Korrekturwert
Filterzeit-konstante 10 s bis 1 s bis 100 sZeitkonstante zur Anpassung des digitalen Eingangsfilters (0 s = Filter aus)
Kompensation Auswahl der Vergleichsstelle (bei Thermoelement)
Interner Pt100 Interner Pt100-TemperaturfühlerExtern konstant Konstante VergleichstellentemperaturEndemperatur
Ext. Vergleichs-temperatur-30 bis 0 bis +85 Vergleichstellentemperatur (bei Thermoelement und konstanter Vergleichs-stellentemperatur)
Widerstand Ra bzw. Ro 20 Ω bis 4000 ΩBei Wid.potenziometer/WFG: Widerstand Ra zwischen Schleifer (S) und Anfang (A), wenn der Schleifer am Anfang steht.Bei Widerstand/Poti: Offset-Widerstand Ro
Widerstand Rs bzw. Rx 30 Ω bis 1000 Ω bis 4000 ΩBei Wid.potenziometer/WFG: Widerstandsbereich Rs des SchleifersBei Widerstand/Poti: Veränderlicher Widerstandsbereich Rx
Widerstand Re 40 Ω bis 4000 ΩBei Wid.potenziometer/WFG: Widerstand Re zwischen Schleifer (S) und Ende (E), wenn der Schleifer am Ende steht.
Fühlerbruch-erkennungBei Sensor „Thermoelement“ lässt sich die Fühlerbrucherkennung deaktivieren.
JaNeinErkennung ist aktiv.Erkennung ist nicht aktiv.

Linearisierung

Die Linearisierung ist in Abhängigkeit vom Sensor (Messwertgeber) zu wählen.

Die vorgegebenen Linearisierungen können durch eine kundenspezifische Linearisierung ergänzt werden.

→ Kapitel 9.9 „Kundenspezifische Linearisierung“, Seite 230

Messbereich

Bei kundenspezifischer Linearisierung sind die Werte identisch mit den dortigen Einstellungen für „Messbereich-Anfang“ und „Messbereich-Ende“ und können hier nicht geändert werden.

Skalierung

Bei den typischen Linearisierungen für Widerstandsthermometer und Thermoelemente wird durch diese Parameter der Messbereich eingeschränkt.

Beispiel: Pt100, Skalierung 0 bis 200 °C

Der physikalische Messbereich der Hardware von -200 bis +850 °C wird eingegrenzt. Nur Messwerte im Bereich 0 bis 200 °C werden weiterverarbeitet. Diagramm und Bargraph haben einen darstellbaren Bereich von 0 bis 200 °C. Die Werte unterliegen der automatischen °C/°F-Umschaltung.

Bei Spannungs- und Stromsignalen wird der Messwert unter Berücksichtigung des Messbereichs skaliert.

Beispiel: Eingang 0 bis 20 mA; Messbereich-Anfang 5 mA; Messereich-Ende 18 mA; Skalierung: -500 bis +1000

Vom Messbereich 0 bis 20 mA werden nur Werte im Bereich 5 bis 18 mA berücksichtigt. Der Wertebereich 5 bis 18 mA wird auf den Bereich -500 bis +1000 skaliert. 5 mA entspricht -500, 18 mA entspricht +1000. Für Diagramm, Bargraph und die gesamte weitere Verarbeitung wird der Bereich -500 bis +1000 verwendet. Die Werte unterliegen der automatischen °C/°F Umschaltung, wenn der Messwert als Temperatur definiert wurde (Parameter „Temperatureingang“).

Bei kundenspezifischer Linearisierung entsprechen die Werte zunächst den dortigen Einstellungen für „Messbereich-Anfang“ und „Messbereich-Ende“; der Bereich der Skalierung kann hier weiter eingeschränkt werden.

Offset

Zur Kompensation von anlagenspezifischen Abweichungen kann für alle analogen Eingänge eine Korrektur (Offset) des Messwerts durchgeführt werden (nach der Linearisierung). Der Korrekturwert wird vorzeichenrichtig zum Messwert addiert; durch Eingabe eines negativen Korrekturwerts wird der Messwert reduziert. Typischer Anwendungsfall ist die Kompensation des Leitungswiderstands bei einem Widerstandsthermometer in Zweileiterschaltung.

Filterzeitkonstante

Die Filterzeitkonstante dient zur Anpassung des digitalen Eingangsfilters (Filter 2. Ordnung). Bei einer sprunghaften Änderung des Eingangssignals werden nach einer Zeit, die der Filterzeitkonstante entspricht, ca. 26 % der Änderung erfasst (2 x Filterzeitkonstante: ca. 59 %; 5 x Filterzeitkonstante: ca. 96 %). Eine große Filterzeitkonstante bedeutet: hohe Dämpfung von Störsignalen, langsame Reaktion der Messwertanzeige, niedrige Grenzfrequenz (Tiefpassfilter).

7 Konfiguration

Widerstand Ra bzw. Ro, Rs bzw. Rx, Re

Der Gesamtwiderstand Ra + Rs + Re (bzw. Ro + Rx) darf nicht größer sein als 4000 Ω.

Widerstandspotenziometer/WiderstandsferngeberJumo Logoscreen 600 - Widerstand Ra bzw. Ro, Rs bzw. Rx, Re - 1Widerstand/Potenziometer in ZweileiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Widerstand Ra bzw. Ro, Rs bzw. Rx, Re - 2
Widerstand/Potenziometer in DreileiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Widerstand Ra bzw. Ro, Rs bzw. Rx, Re - 3Widerstand/Potenziometer in VierleiterschaltungJumo Logoscreen 600 - Widerstand Ra bzw. Ro, Rs bzw. Rx, Re - 4

7.6.1 Grenzwertüberwachung

Für jeden Analogeingang kann eine Grenzwertüberwachung mit einem oder zwei Grenzwerten (Alarm 1, Alarm 2) aktiviert werden. Im Falle der Grenzwertverletzung wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Diese Grenzwertüberwachung ist unabhängig von den bis zu 6 (bzw. 24 ab Geräteversion 02) allgemeinen Grenzwertüberwachungen (Konfiguration > Grenzwertüberwachung) und steht zusätzlich zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Analogeingang 1 10:21:45 Alarm 1 Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm-/Ereignistext Alarm 1 Analogeingang 01 Grenzwert +0.0000 °C Schaltdifferenz +0.0000 °C Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s Alarm 2

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung/Typ Inaktiv Grenzwertüberwachung ist nicht aktiv.☐Min.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert unterschritten wird.Max.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert überschritten wird.
Alarm-/Ereignisliste☐Inaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Grenzwert-99999 bis 0 bis +99999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz0 bis 99999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Alarmsignals bei Schwankung des Eingangssignals um den Grenzwert.
Alarm-unterdrückungKeine AuswahlDigitalselektorDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Alarmsignal Ein
(2) Grenzwert bei Max.-Alarm 0 Alarmsignal Aus
(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms, die Anzeige in der Statusleiste sowie den Farbumschlag (Analogwert, Schreiberspur).

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

Verhalten im Fehlerfall

Liefert das Eingangssignal einen Fehlerwert, wird das Alarmsignal aktiviert, sofern die Grenzwertüberwachung aktiv ist. Dazu muss ein Min.- oder Max.-Alarm konfiguriert werden (der Grenzwert spielt hier keine Rolle). Eine Alarmunterdrückung wird auch in diesem Fall berücksichtigt, jedoch keine Alarmverzögerung.

7 Konfiguration

7.7 Analogausgänge

Das Gerät ist mit bis zu zwei optionalen Analogausgängen ausgestattet (je einer pro optionalem Modul). Jeder Analogausgang kann als Strom- oder Spannungsausgang (Stromsignal, Spannungssignal) konfiguriert werden und ist frei skalierbar.

Geräte-Dialog

Analogausgang 111:08:20
Kanal-BezeichnungAA01
Kanal-BeschreibungAnalogausgang 01
SignalquelleAnalogeingang 1
AusgangssignalSpannung 0 bis 10 V
Skalierung-Anfang+0,0000 %
Skalierung-Ende+100,00 %
Verhalten im FehlerfallErsatzwert
Ersatzwert+0,0000 V

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungAA0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungAnalogausgang 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Signalquelle AnalogselektorKeine AuswahlAnalogsignal, das über den Analogausgang ausgegeben wird.Bei „Keine Auswahl“ wird eine Spannung von 0 V ausgegeben.
Ausgangssignal Physikalisches Ausgangssignal
Spannung 0 bis 10 V SpannungssignalStrom 0 bis 20 mA StromsignalStrom 4 bis 20 mA StromsignalSpannung 10 bis 0 V Spannungssignal, inversStrom 20 bis 0 mA Stromsignal, inversStrom 20 bis 4 mA Stromsignal, inversinvers
Skalierung-Anfang-99999 bis 0 bis +99999 Anfangswert des Wertebereichs
Skalierung-Ende-99999 bis 100 bis +99999Endwert des Wertebereichs
Verhalten im FehlerfallWert des Ausgangsignals nach Eintritt der Messbereichsüber- oder unterschreitung (Out-of-Range = O-o-R)Die Auswahlmöglichkeiten „Definierter Wert Low“ und „Definierter Wert High“ stehen nur bei den Ausgangssignalen 4 bis 20 mA und 20 bis 4 mA zur Verfügung.
Ersatzwert Einstellbarer Wert (Parameter „Ersatz-wert“)Definierter Wert Low Wert für Messwertunterschreitung/Kurz-schluss nach NAMUR-EmpfehlungDefinierter Wert High Wert für Messwertüberschreitung/Füh-lerbruch nach NAMUR-Empfehlung
Ersatzwert 0 bis 22mA oder0 bis 10 V(abhängig vom Ausgangssignal)Wert des Ausgangssignals bei Messbe-reichsüber- oder unterschreitung

Skalierung-Anfang, Skalierung-Ende

Durch die Vorgabe von Nullpunkt und Endwert (Skalierung) wird dem physikalischen Ausgangssignal ein Wertebereich zugeordnet. Die werkseitige Einstellung entspricht einem Wertebereich von 0 bis 100 %.

Soll z. B. über einen Analogausgang mit Signalart 0 bis 20 mA eine Temperatur ausgegeben werden, deren Wertebereich von 150 °C bis 500 °C geht, muss der Anfangswert auf 150 (entspricht 0 mA) und der Endwert auf 500 (entspricht 20 mA) eingestellt werden.

Verhalten im Fehlerfall

Ausgangswert im Fehlerfall:

Signalart (Parameter „Ausgangssignal“) Ausgangswert
Spannung 0 bis 10 VErsatzwert (einstellbar)
Strom 0 bis 20 mAErsatzwert (einstellbar)
Strom 4 bis 20 mAErsatzwert (einstellbar) oderDefinierter Wert Low (1 mA) oderDefinierter Wert High (22 mA)
Spannung 10 bis 0 VErsatzwert (einstellbar)
Strom 20 bis 0 mAErsatzwert (einstellbar)
Strom 20 bis 4 mAErsatzwert (einstellbar) oderDefinierter Wert Low (1 mA) oderDefinierter Wert High (22 mA)

Das Verhalten gilt auch für Fühler-/Leitungsbruch oder Fühler-/Leitungskurzschluss. Die Fehlererkennung ist von der Art des Messwertgebers abhängig (siehe technische Daten, Messkreisüberwachung).

⇒ Kapitel 11.1.1 „Analogeingänge (Optionen 1 und 2)“, Seite 267

7 Konfiguration

Grenzen nach NAMUR-Empfehlung NE 43 für Signalart 4 bis 20 mA:

Messinformation M 3,8 bis 20,5 mA
Ausfallinformation Abei Messwertunterschreitung/Kurzschluss („NAMUR Low“) ≤ 3,6 mA
Ausfallinformation Abei Messwertüberschreitung/Fühlerbruch („NAMUR High“) ≥ 21 mA

Verhalten nach Netz-Ein

Während der Initialisierungsphase des Geräts nimmt das Ausgangssignal einen Wert von 0 V bzw. 0 mA an, je nach Konfiguration des jeweiligen Analogausgangs.

7.8 Digitaleingänge

Das Gerät ist mit bis zu 12 optionalen Digitaleingängen ausgestattet (je sechs pro optionalem Modul). Die Eingänge werden mit einer externen Spannung DC 0/24 V oder über einen potenzialfreien Kontakt angesteuert (Hilfsspannung vorhanden).

Die Digitaleingänge werden u. a. zusammen mit anderen Digitalsignalen über die Konfiguration der „Gruppen“ zusammengefasst und stehen über diese Gruppen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Digitaleingang 1 13:36:56 Kanal-Bezeichnung DE 01 Kanal-Beschreibung Digitaleingang 01 Signal-Invertierung Nein Alarm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungDExxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungDigitaleingang xxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Signal-InvertierungInvertierung des Eingangssignals
Nein Das Signal wird nicht invertiert.Ja Das Signal wird invertiert.

7.8.1 Signalüberwachung

Für jeden Digitaleingang kann eine Signalüberwachung (Alarm) aktiviert werden.

Im Falle des Alarms wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignis-

7 Konfiguration

text in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Geräte-Dialog

Digitaleingang 1 13:37:45 Kanal-Beschreibung Digitaleingang 01 Signal-Invertierung Nein Alarm Aktivierung Aktiv Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm bei Pegel High (1) Alarm-/Ereignistext Alarm Digitaleingang 01 Alarmverzögerung 0 s Alarmunterdrückung Keine Auswahl

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Aktivierung InaktivSignalüberwachung ist nicht aktiv.Aktiv Signalüberwachung ist aktiv.
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einem Alarm wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm bei Pegel High (1)Alarm bei High-Pegel (1)Low (0)Alarm bei Low-Pegel (0)
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwendenoder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleisteangezeigt wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung desAlarmsignals
Alarm-unterdrückungDigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignalaktiv wird.

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmverzögerung

Im Alarmfall (Parameter „Alarm bei Pegel“) wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Alarmfall verlassen, beginnt die Zeit bei erneutem Eintritt des Alarmfalls von vorn.

Alarmverzögerung, Alarmunterdrückung

Alarmverzögerung und Alarmunterdrückung verzögern bzw. verhindern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms und die Anzeige in der Statusleiste.

7 Konfiguration

7.9 Digitaleingänge/-ausgänge

Das Gerät ist mit 12 optionalen einzeln umschaltbaren Digitaleingängen/-ausgängen ausgestattet (optionales Modul). Die Eingänge werden mit einer externen Spannung DC 0/24 V oder über einen potenzialfreien Kontakt angesteuert (Hilfsspannung vorhanden). Die Ausgänge liefern ein Ausgangssignal DC 0/24 V. Digitaleingang 1 kann als Zähleingang bis 12,5 kHz betrieben werden (zählt jede positive Flanke).

Geräte-Dialog

Digitaleingang/-ausgang 1 03:04:59 Funktion Eingang Kanal-Bezeichnung DEA01 Kanal-Beschreibung Digit.eing./-ausg. 01 Signalquelle Signal-Invertierung Nein Alarm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Funktion EingangDigitaleingangAusgang Digitalausgang
Kanal-BezeichnungDEAxxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungDigit.eing./-ausg.xxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Signalquelle (nur bei Ausgang)DigitalselektorKeine AuswahlDigitalsignal, das über den Digitalausgang ausgegeben wird.„Keine Auswahl“: Das Ausgangssignal entspricht dem Zustand „Low“ (0 V bei nicht invertiertem Signal, 24 V bei invertiertem Signal).
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Signal-InvertierungInvertierung des Eingangs- bzw. des Ausgangssignals
Nein Das Signal wird nicht invertiert.Ja Das Signal wird invertiert.

Verhalten nach Netz-Ein

Während der Initialisierungsphase des Geräts sind alle Anschlüsse als Digitaleingang geschaltet, auch wenn sie zuvor bereits als Digitalausgang konfiguriert wurden.

7.9.1 Signalüberwachung

Für jeden Digitaleingang/-ausgang kann eine Signalüberwachung (Alarm) aktiviert werden.

Geräte-Dialog

Digitaleingang/-ausgang 1 03:08:02 Signalquelle Signal-Invertierung Nein Alarm Aktivierung Aktiv Alarm-/Ereignisliste Inaktiv (nur Signal) Alarm bei Pegel High (1) Alarm-/Ereignistext Alarm Digitaleingang/-ausg. 01 Alarmverzögerung 0 s Alarmunterdrückung Keine Auswahl

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung InaktivSignalüberwachung ist nicht aktiv.Aktiv Signalüberwachung ist aktiv.
Alarm-/Ereignis-listeInaktiv (nur Signal) Bei einem Alarm wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm bei Pegel High (1)Alarm bei High-Pegel (1)Low (0) Alarm bei Low-Pegel (0)
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Alarm-verzögerung ☐0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals
Alarm-unterdrückung ☐DigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmverzögerung

Im Alarmfall (Parameter „Alarm bei Pegel“) wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Alarmfall verlassen, beginnt die Zeit bei erneutem Eintritt des Alarmfalls von vorn.

Alarmverzögerung, Alarmunterdrückung

Alarmverzögerung und Alarmunterdrückung verzögern bzw. verhindern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms und die Anzeige in der Statusleiste.

7.10 Relais

Das Gerät ist mit einem Relaisausgang ausgestattet (Wechsler).

Geräte-Dialog

Relais 13:48:11 Signalquelle Digitaleingang 1 Kanal-Bezeichnung REL 01 Kanal-Beschreibung Relaisausgang 01 Signal-Invertierung Nein

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalquelle DigitalselektorKeine AuswahlDigitalsignal zur Ansteuerung des RelaisBei „Keine Auswahl“ befindet sich das Relais in Ruhestellung.
Kanal-BezeichnungREL01Werkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungRelaisausgang 01Werkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Signal-InvertierungInvertierung des Digitalsignals zur Ansteuerung des Relais
Nein Das Signal wird nicht invertiert.Ja Das Signal wird invertiert.

Verhalten nach Netz-Ein

Während der Initialisierungsphase des Geräts befindet sich das Relais in Ruhestellung.

7 Konfiguration

7.11 Externe Analogeingänge

Das Gerät ist mit 24 sogenannten externen Analogeingängen ausgestattet. Dabei handelt es sich um Analogsignale, die über Modbus von externen Systemen zum Gerät übertragen werden. Ab Geräteversion 02 können die externen Analogeingänge auch mittels Barcode-Scanner beschrieben werden (siehe Kapitel 11.4.2 „Einlesen von Ereignistexten und Prozesswerten“, Seite 279).

Die externen Analogeingänge werden u. a. zusammen mit anderen Analogsignalen über die Konfiguration der „Gruppen“ zusammengefasst und stehen über diese Gruppen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Externer Analogeingang 1 21:18:00 Kanal-Bezeichnung eAE01 Kanal-Beschreibung Ext. Analogeing. 01 Temperatur Keine Einheit % Nachkommastellen XXXXpX Anfang Anzeigebereich +0,0000 % Ende Anzeigebereich +100,00 % Rücksetzsignal Keine Auswahl Sichern Nein

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungeAExxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungExt. Analogeing. xxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Parameter AuswahlEinstellungenBeschreibung
Temperatur Der Parameter entscheidet, ob der übertragene Wert (Messwert) als Temperaturwert, als Temperaturdifferenz oder nicht als Temperatur gewertet wird. Die Unterscheidung zwischen Temperaturwert und Temperaturdifferenz ist für die Umrechnung von °C in °F von Bedeutung.
Einheit %(max. 5 Zeichen)Die Einheit wird angezeigt, wenn der Messwert in numerischer Form dargestellt wird.
Nachkomma-stellenVor- und Nachkommastellen für die numerische Darstellung des Eingangswerts Auch bei fester Vorgabe der Nachkommastellen wird das Format bei Bedarf automatisch geändert, damit immer alle Vorkommastellen dargestellt werden.
Auto AutomatischXXXXp Keine NachkommastelleXXXXpX Eine NachkommastelleXXXpXX Zwei NachkommastellenXXpXXX Drei NachkommastellenXpXXXX Vier Nachkommastellen
Anfang Anzeigebereich-99999 bis 0 bis +99999Untere Grenze des Anzeigebereichs
Ende Anzeigebereich-99999 bis 100 bis +99999Obere Grenze des Anzeigebereichs
Rücksetzsignal DigitalselektorKeine AuswahlMit dem Rücksetzsignal (High-aktiv) wird der Analogeingang auf den Status „kein Eingangssignal“ gesetzt.
Sichern NeinJaBei „Ja“ wird der aktuelle Wert beim Ausschalten (Netz-Aus) gespeichert und steht nach dem Wiedereinschalten (Netz-Ein) wieder zur Verfügung.

Rücksetzsignal

Das Gerät kann als Modbus-Slave die Verbindung zum Modbus-Master überwachen. Wenn die Verbindung nicht mehr besteht (Zeitüberschreitung durch den Master), wird ein Digitalsignal aktiviert (Slave-Time-out ...). Dieses Signal kann als Rücksetzsignal verwendet werden, um den Eingang auf einen definierten Wert zu setzen.

Die Überwachung der Modbus-Verbindung durch das Gerät (Slave) macht nur Sinn, wenn der Eingang vom externen Master beschrieben wird. Falls der externe Master nur lesend auf den Wert des Eingangs zugreift, ist diese Funktion ohne Bedeutung.

7 Konfiguration

7.11.1 Grenzwertüberwachung

Für jeden externen Analogeingang kann eine Grenzwertüberwachung mit einem oder zwei Grenzwerten (Alarm 1, Alarm 2) aktiviert werden. Im Falle der Grenzwertverletzung wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Diese Grenzwertüberwachung ist unabhängig von den bis zu 6 (bzw. 24 ab Geräteversion 02) allgemeinen Grenzwertüberwachungen (Konfiguration > Grenzwertüberwachung) und steht zusätzlich zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Externer Analogeingang 1 13:49:16 Alarm 1 Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm-/Ereignistext Alarm 1 ext. Analogeingang 01 Grenzwert +0.0000 % Schaltdifferenz +0.0000 % Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s Alarm 2

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung/Typ Inaktiv Grenzwertüberwachung ist nicht aktiv.☐Min.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert unterschritten wird.Max.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert überschritten wird.
Alarm-/Ereignisliste☐Inaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert, und der Text des zuletzt aufgetretenen Alarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Grenzwert-99999 bis 0 bis +99999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz0 bis 99999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Alarmsignals bei Schwankung des Eingangssignals um den Grenzwert.
Alarm-unterdrückungDigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Alarmsignal Ein
(2) Grenzwert bei Max.-Alarm 0 Alarmsignal Aus
(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms, die Anzeige in der Statusleiste sowie den Farbumschlag (Analogwert, Schreiberspur).

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

7 Konfiguration

Verhalten im Fehlerfall

Liefert das Eingangssignal einen Fehlerwert, wird das Alarmsignal aktiviert, sofern die Grenzwertüberwachung aktiv ist. Dazu muss ein Min.- oder Max.-Alarm konfiguriert werden (der Grenzwert spielt hier keine Rolle). Eine Alarmunterdrückung wird auch in diesem Fall berücksichtigt, jedoch keine Alarmverzögerung.

7.12 Externe Digitaleingänge

Das Gerät ist mit 24 sogenannten externen Digitaleingängen ausgestattet. Dabei handelt es sich um Digitalsignale, die über Modbus von externen Systemen zum Gerät übertragen werden. Ab Geräteversion 02 können die externen Digitaleingänge auch mittels Barcode-Scanner beschrieben werden (siehe Kapitel 11.4.2 „Einlesen von Ereignistexten und Prozesswerten“, Seite 279).

Die externen Digitaleingänge werden u. a. zusammen mit anderen Digitalsignalen über die Konfiguration der „Gruppen“ zusammengefasst und stehen über diese Gruppen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Externer Digitaleingang 1 21:19:17 Kanal-Bezeichnung eDE01 Kanal-Beschreibung Ext. Digitaleing. 01 Signal-Invertierung Nein Rücksetzsignal Keine Auswahl Sichern Nein Alarm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungeDExxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungExt. Digitaleing. xxWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Signal-InvertierungInvertierung des Eingangssignals
Nein Das Signal wird nicht invertiert.Ja Das Signal wird invertiert.
Rücksetzsignal DigitalselektorKeine AuswahlMit dem Rücksetzsignal (High-aktiv) wird der Digitaleingang auf den Binärwert 0 gesetzt.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Sichern NeinJaBei „Ja“ wird der aktuelle Wert beim Ausschalten (Netz-Aus) gespeichert und steht nach dem Wiedereinschalten (Netz-Ein) wieder zur Verfügung.

Rücksetzsignal

Das Gerät kann als Modbus-Slave die Verbindung zum Modbus-Master überwachen. Wenn die Verbindung nicht mehr besteht (Zeitüberschreitung durch den Master), wird ein Digitalsignal aktiviert (Slave-Time-out ...). Dieses Signal kann als Rücksetzsignal verwendet werden, um den Eingang auf einen definierten Wert zu setzen.

Die Überwachung der Modbus-Verbindung durch das Gerät (Slave) macht nur Sinn, wenn der Eingang vom externen Master beschrieben wird. Falls der externe Master nur lesend auf den Wert des Eingangs zugreift, ist diese Funktion ohne Bedeutung.

7.12.1 Signalüberwachung

Für jeden externen Digitaleingang kann eine Signalüberwachung (Alarm) aktiviert werden.

Geräte-Dialog

Externer Digitaleingang 1 10:32:42 Rücksetzsignal Keine Auswahl Sichern Nein Alarm Aktivierung Aktiv Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm bei Pegel High (1) Alarm-/Ereignistext Alarm ext. Digitaleingang 01 Alarmverzögerung 0 s Alarmunterdrückung Keine Auswahl

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung InaktivSignalüberwachung ist nicht aktiv.Aktiv Signalüberwachung ist aktiv.
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einem Alarm wirdnur das Alarmsignal aktiviert.
Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.
Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm bei Pegel High (1) Alarm bei High-Pegel (1)Low (0) Alarm bei Low-Pegel (0)
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwendenoder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleisteangezeigt wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung desAlarmsignals
Alarm-unterdrückungDigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignalaktiv wird.

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmverzögerung

Im Alarmfall (Parameter „Alarm bei Pegel“) wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Alarmfall verlassen, beginnt die Zeit bei erneutem Eintritt des Alarmfalls von vorn.

Alarmverzögerung, Alarmunterdrückung

Alarmverzögerung und Alarmunterdrückung verzögern bzw. verhindern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms und die Anzeige in der Statusleiste.

7 Konfiguration

7.13 Externe Textvariablen

Das Gerät kann 10 externe Texte (Textvariable 1 bis 10, kurz oder lang) über Modbus empfangen, die für die Chargenprotokollierung verwendet werden. Ab Geräteversion 02 können die externen Textvariablen auch mittels Barcode-Scanner beschrieben werden (siehe Kapitel 11.4.2 „Einlesen von Ereignistexten und Prozesswerten“, Seite 279).

Geräte-Dialog
Externe Textvariable 1 01:47:50 Sichern Nein

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Sichern NeinJaBei „Ja“ wird der aktuelle Text beim Ausschalten (Netz-Aus) gespeichert und steht nach dem Wiedereinschalten (Netz-Ein) wieder zur Verfügung.

Jumo Logoscreen 600 - Externe Textvariablen - 2

HINWEIS!

Neben den zehn Texten für die Chargenprotokollierung können über Modbus weitere vier Texte zum Gerät übertragen werden, die als Ereignistexte dienen (ein Text pro Gruppe).

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Ab Geräteversion 02 können die externen Textvariablen und die externen Ereignistexte zusätzlich als Langtext übertragen werden. Hierfür stehen separate Modbus-Adressen zur Verfügung. Dadurch können auf Geräteversion 01 basierende Anwendungen, die die bisherigen kurzen Texte verwenden, auch mit Geräteversion 02 benutzt werden. Werden beide Modbus-Adressen einer Variable verwendet, so wird der Wert der Variable jeweils überschrieben. Der Anwender muss sicherstellen, dass eine Variable nicht unbeabsichtigt überschrieben wird.

7.14 Grenzwertüberwachungen

Im Gerät stehen 6 oder 24 (ab Geräteversion 02) allgemeine Grenzwertüberwachungen mit jeweils einem Grenzwert zur Verfügung. Jede Grenzwertüberwachnung liefert ein Statussignal und ein Alarmsignal:

  • Das Statussignal ist aktiv (1), wenn ein Max.-Alarm oder ein Min.-Alarm aktiviert wurde und der Grenzwert über- bzw. unterschritten wird (Grenzwertverletzung).
  • Das Alarmsignal ist vom Statussignal und dem Parameter „Alarm bei Status“ abhängig. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Die allgemeinen Grenzwertüberwachungen sind unabhängig von den Grenzwertüberwachungen der Analogeingänge und der externen Analogeingänge.

Geräte-Dialog

Grenzwertüberwachung 1 14:00:24 Kanal-Bezeichnung GW 01 Kanal-Beschreibung Grenzwertüberwach. 01 Signalquelle Keine Auswahl Verhalten im Fehlerfall Signal aktiv Alarm bei Status High (1) Alarm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungGW 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungGrenzwertüberwach. 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm bei StatusDiese Einstellung entscheidet, ob das Alarmsignal bei aktiver oder inaktiver Grenzwertverletzung aktiv ist.
High (1) Alarmsignal ist bei High-Pegel des Statussignals aktiv (Grenzwertverletzung).Low (0) Alarmsignal ist bei Low-Pegel des Statussignals aktiv (keine Grenzwertverletzung.
Signalquelle AnalogselektorKeine AuswahlEingangssignal der Grenzwertüberwachung (zu überwachendes Signal).
Verhalten im FehlerfallVerhalten des Statussignals, wenn das Eingangssignal einen Fehlerwert liefert.
Signal inaktiv Statussignal ist inaktiv.Signal aktiv Statussignal ist aktiv.Signal unverändert Statussignal behält den Zustand bei,den es vor Eintritt des Fehlerfalls hatte.

7.14.1 Alarm

Geräte-Dialog

Grenzwertüberwachung 1 14:01:00 Alarm bei Status High (1) Alarm Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm-/Ereignistext Alarm Grenzwertüberwach. 01 Grenzwert +0.0000 Schaltdifferenz +0.0000 Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung/TypInaktivMin.-Alarm Statussignal ist aktiv, wenn der Grenzwert unterschritten wird.Max.-AlarmGrenzwertüberwachung ist nicht aktiv.
Statussignal ist aktiv, wenn der Grenzwert überschritten wird.
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Statussignal aktiviert.
Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.
Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert, und der Text des zuletzt aufgetretenen Alarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignisliste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Grenzwert-99999 bis 0 bis +99999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz0 bis 99999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Statussignals bei Schwankung des Eingangssignals um den Grenzwert.
Alarm-unterdrückungDigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Statusignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Statussignals

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Statussignal Ein

(2) Grenzwert bei Max.-Alarm

0 Statussignal Aus

(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

7 Konfiguration

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms und die Anzeige in der Statusleiste.

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Statussignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

7.15 Zähler/Integratoren

Im Gerät stehen sechs Zähler/Integratoren zur Verfügung, die als Zähler, Integrator, Betriebszeitzähler, Highspeed-Zähler oder zur Ermittlung der Durchflussgesamtmenge (Volumen) konfiguriert werden können:

  • Zähler werden verwendet, um Digitalsignale zu zählen.
  • Integratoren werden verwendet, um Analogeingänge zu integrieren.
  • Betriebszeitzähler werden verwendet, um die Zeit zu messen, wie lange Digitalsignale aktiv sind.
  • Mit einem Highspeed-Zähler lassen sich Zählimpulse bis 12,5 kHz erfassen (über optionalen Digitaleingang/-ausgang 1).
  • Die Durchflussgesamtmenge wird durch Integration des Volumenstroms ermittelt (siehe Kapitel 7.16 „Durchfluss“, Seite 148).

Gespeicherte Zähler- und Integratorstände können mit der Auswerte-Software PCA3000 am PC ausgewertet werden.

7.15.1 Allgemeine Einstellungen

Geräte-Dialog

Allgemeine Einstellungen 14:07:04 Synchronisationszeit 00:00:00 Start täglich 00:00:00 Ende täglich 00:00:00 Periode 3 min Wochentag Montag Rücksetzsignal Keine Auswahl Integr.-Verhalten im Fehlerfall Berechnung unterbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Synchronisationszeit00:00:00 bis 23:59:59Synchronisationszeit zum Abschluss und Neustart bei Zählern oder Integratoren, deren Parameter „Typ“ als „Periodisch“, „Täglich“ oder „Wöchentlich“ konfiguriert wird.
Start täglich00:00:00 bis 23:59:59Startzeit bei Zählern oder Integratoren, deren Parameter „Typ“ als „Täglich von/ bis“ konfiguriert wird.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Ende täglich00:00:00 bis 23:59:59Endezeit bei Zählern oder Integratoren, deren Parameter „Typ“ als „Täglich von/ bis“ konfiguriert wird.
Periode1 min, 2 min, 3 min, 4 min, 5 min, 10 min, 15 min, 30 min, 1 h, 2 h, 3 h, 4 h, 6 h, 8 h, 12 hPeriodendauer bei Zählern oder Integratoren, deren Parameter „Typ“ als „Periodisch“ konfiguriert wird.
Wochentag SonntagMontag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, SamstagWochentag, an dem Zähler und Integratoren, deren Parameter „Typ“ als „Wöchentlich“ konfiguriert wird, zur Syn- chronisationszeit gespeichert und mit dem Startwert 0 neu gestartet werden.
Integr.-Verhalten im FehlerfallVerhalten im Fehlerfall bei der Integration eines Messwert oder bei der Ermittlung einer Duchflussgesamtmenge
Berechnung unterbrechen Die Berechnung verwerfen Das Ergebnis der Berechnung wird unterbrochen, solange der Fehlerfall andauert. Berechnung wird ver-worfen.
Rücksetzsignal Digitalelektor Keine AuswahlMit dem Rücksetzsignal werden die Zähler- und Integratorstände auf 0 gesetzt (unabhängig von anderen Para-metern).

Synchronisationszeit

Die Synchronisationszeit wird bei täglichen, wöchentlichen und periodischen Zählern und Integratoren zum Abschluss und Neustart verwendet. Beim Erreichen der Synchronisationszeit werden alle Stände gespeichert und die Funktion mit dem Startwert 0 neu gestartet. Beim wöchentlichen Typ spielt zusätzlich der Parameter „Wochentag“ eine Rolle.

Nachfolgend wird die Synchronisationszeit am Beispiel eines periodischen Zählers näher erläutert. Der Abschluss und Neustart erfolgt zum nächsten Zeitpunkt, der in das Zeitraster – abhängig von Synchronisationszeit und Periode – passt.

Beispiel:

Periode = 2 Stunden

Synchronisationszeit = 11:30:00

Netz-Ein = 09:11:00

  1. Periode von 09:11 bis 09:30 = 19 Minuten
  2. Periode von 09:30 bis 11:30 = 2 Stunden
  3. Periode von 11:30 bis 13:30 = 2 Stunden
    USW.

Rücksetzsignal

Beim Rücksetzen der Zähler- und Integratorstände werden die aktuellen Stände nicht gespeichert. Die Funktion kann zum Beispiel beim Einrichten einer Anlage (Probelauf) oder als sogenannter „Putzschalter“ verwendet werden.

Jumo Logoscreen 600 - Rücksetzsignal - 1

HINWEIS!

Das allgemeine Rücksetzsignal kann bei jedem Zähler/Integrator durch ein individuelles Rücksetzsignal überschrieben werden. Siehe Kapitel 7.15.2 „Spezifische Einstellungen“, Seite 139.

7.15.2 Spezifische Einstellungen

Geräte-Dialog (Ausschnitt) – Zähler/Integrator 1 ... 6

Zähler/Integrator 1 14:08:02 Funktion Zähler Speichern (für Auswertung) Ja Typ Täglich Ext. Steuersignal Zusätzliche Speicherung Inaktiv Signalquelle Keine Auswahl Faktor +1.0000 Zeitbasis Schwellwert

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Funktion Betriebsart des Zählers/Integrators
Inaktiv Zähler/Integrator ist ausgeschaltet.Zähler Zählung der Impulse eines DigitalsignalsIntegrator Integration eines AnalogsignalsDurchfluss (gesamt) Integration des Volumenstroms (Ermittlung der Durchflussgesamtmenge)Betriebszeit Ermittlung der Zeit, wie lange ein Digital-signal aktiv ist.Highspeed-Zähler Zählung der Impulse eines Digitalsignalsbis 12,5 kHz; nur verfügbar, wenn Digi-tal-E/A-Karte vorhanden ist (Option).
Speichern (für Auswertung)Das Ergebnis (Stand des Zählers/Integrators) kann gespeichert werden, um es mit der Auswerte-Software PCA3000 auszuwerten.
Nein Ergebnis wird nicht gespeichert.Ja Ergebnis wird gespeichert.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Typ Diese Einstellung entscheidet, wann der aktuelle Stand des Zählers/Integrators gespeichert wird. Je nach spezifischer Einstellung (Ja - Nein) müssen auch die Parameter aus Kapitel 7.15.1 „Allgemeine Einstellungen“, Seite 137, berücksichtigt werden.
Zusätzliche SpeicherungDer Parameter entscheidet, ob eine zusätzliche Speicherung der aktuellen Stände erfolgen soll (zusätzlich zu der Speicherung, die sich durch den Parameter „Typ“ ergibt). Die aktuellen Stände werden gespeichert, aber nicht zurückgesetzt. Je nach spezifischer Einstellung (Ja - Nein) müssen auch die Parameter aus Kapitel 7.15.1 „Allgemeine Einstellungen“, Seite 137, berücksichtigt werden.Der Parameter ist nur aktiv bei „Speichern (für Auswertung)“ = Ja.
Inaktiv Keine zusätzliche SpeicherungPeriodisch Abschluss und Neustart werden durchTäglich Der Zähler/Integrator wird über einenWöchentlich Der Zähler/Integrator wird über eineMonatlich Der Zähler/Integrator wird über einenJährlich Der Zähler/Integrator wird über ein Jahrgezählt/integriert. Abschluss und Neustart erfolgen am ersten Tag im Monat um 00:00 Uhr.die Parameter „Periode“ und „Synch.-Zeit“ bestimmt.Tag (24 Stunden) gezählt/integriert. Abschluss und Neustart werden durch den Parameter „Synch.-Zeit“ bestimmt.Woche gezählt/integriert. Abschluss und Neustart werden durch die Parameter „Wochentag“ und „Synch.-Zeit“ bestimmt.einenMonat gezählt/integriert. Abschluss und Neustart erfolgen am ersten Tag im Monat um 00:00 Uhr.
Signalquelle Analogselektor und DigitalselektorKeine AuswahlEingangssignal, das gezählt (Digitalsignal) oder integriert werden soll (Analog-signal).Bei Funktion „Duchfluss (gesamt)“ wird der Durchfluss-Prozesswert als Signal-quelle verwendet.Bei Funktion „Highspeed-Zähler“ wird der Digitaleingang/-ausgang 1 als Signalquelle verwendet.
Faktor Funktion „Zähler“ und „Highspeed-Zähler“: Der Zählerstand wird mit jedem Impuls des Digitalsignals um den Wert des Faktors erhöht. Durch einen negativen Wert kann ein Rückwärtszähler gebildet werden.Funktion „Integrator“: Der aktuelle Messwert des Analog- oder Integer-Signals wird mit dem Faktor multipliziert und zum Ergebnis addiert.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Zeitbasis Funktion „Integrator“: Der aktuelle Messwert wird – unter Berücksichtigung des Faktors – entsprechend der gewählten Zeitbasis integriert:

Typ; Zusätzliche Speicherung

Auswahl „Jährlich“ oder „Gesamt“: Der Stand des Zählers/Integrators wird am Ende eines Monats zwischengespeichert, jedoch nicht auf 0 zurückgesetzt. Somit steht zu einem solchen Zeitpunkt immer der aktuelle Stand für die Auswertung mit der Auswerte-Software PCA3000 zur Verfügung.

Geräte-Dialog – Zähler/Integrator 1 ... 6 – Anzeige

Zähler/Integrator 1 08:21:26 Anzeige Kanal-Bezeichnung Z/I01 Kanal-Beschreibung Zähler/Integrator 01 Volumen-Einheit Volumen-Faktor Einheit hh Nachkommastellen XXXXpX Anfang Anzeigebereich +0,000000000 hh Ende Anzeigebereich +100000000,0 hh

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungZ/10xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-BeschreibungZähler/Integrator 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.
Volumen-Einheit Einheit, in der die Durchflussgesamtmenge dargestellt wird.Die Einheit wird überall da angezeigt, wo der Stand in numerischer Form dargestellt wird.
Volumen-Faktor Umrechnungsfaktor für die Bewertung der Durchflussgesamtmenge (bei Volumen-Einheit „Volumen-Faktor“)

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Einheit 5 Zeichen () Einheit, in der der Zähler- oder Integratorstand dargestellt wird. Wird auch verwendet, wenn als Volumen-Einheit „Mittels Volumen-Faktor“ konfiguriert wurde.Die Einheit wird überall da angezeigt, wo der Stand in numerischer Form dargestellt wird.
Nachkomma-stellenVor- und Nachkommastellen für die numerische Darstellung des Zähler- oder IntegratorstandsAuch bei fester Vorgabe der Nachkommastellen wird das Format bei Bedarf automatisch geändert, damit immer alle Vorkommastellen dargestellt werden.
Auto AutomatischXXXXp Keine NachkommastelleXXXXpXEine NachkommastelleXXXpXX Zwei NachkommastellenXXpXXX Drei NachkommastellenXpXXXX Vier Nachkommastellen
Anfang Anzeigebereich-999999999 bis 0 bis999999999Untere Grenze der Bargraph-Darstellung
Ende Anzeigebereich-999999999 bis 100000000 bis999999999Obere Grenze der Bargraph-DarstellungDer Zähler- oder Integratorstand wird maximal 9-stellig dargestellt. Bei Überlauf beginnt er wieder bei 0.

Geräte-Dialog – Zähler/Integrator 1 ... 6 – Grenzwertüberwachung (Alarm 1, Alarm 2)

Für jeden Zähler/Integrator kann eine Grenzwertüberwachung mit einem oder zwei Grenzwerten (Alarm 1, Alarm 2) aktiviert werden. Im Falle der Grenzwertverletzung wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Zähler/Integrator 1 14:09:46 Alarm 1 Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm-/Ereignistext Alarm 1 Zähler/Integrator 1 Grenzwert +0.000000000 hh Schaltdifferenz +0.000000000 hh Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s Alarm 2

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Aktivierung/Typ Inaktiv Grenzwertüberwachung ist nicht aktiv.
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Grenzwert-999999999 bis 0 bis +999999999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz-999999999 bis 0 bis +999999999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Alarmsignals bei Schwankung des aktuellen Zählerstands oder Integratorwerts um den Grenzwert.
Alarm-unterdrückungKeine AuswahlDigitalselektorDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Alarmsignal Ein
(2) Grenzwert bei Max.-Alarm 0 Alarmsignal Aus
(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms, die Anzeige in der Statusleiste sowie den Farbumschlag (Analogwert, Schreiberspur).

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

Verhalten im Fehlerfall

Liefert das Eingangssignal einen Fehlerwert, wird das Alarmsignal aktiviert, sofern die Grenzwertüberwachung aktiv ist. Dazu muss ein Min.- oder Max.-Alarm konfiguriert werden (der Grenzwert spielt hier keine Rolle). Eine Alarmunterdrückung wird auch in diesem Fall berücksichtigt, jedoch keine Alarmverzögerung.

7 Konfiguration

7.16 Durchfluss

Zur Durchflussmessung (Volumenstrom, Volumen pro Zeiteinheit) stehen zwei Verfahren zur Auswahl: Die Berechnung anhand eines Digitalsignals (Signalart „Digital“, z. B. Drehimpulse eines Flügelrads) und die Auswertung eines Analogsignals (Signalart „Analogsignal“).

Jumo Logoscreen 600 - Durchfluss - 1

HINWEIS!

Für die Signalart „Digital“ muss das Gerät mit der Digital-E/A-Karte bestückt sein (Option). Das Digitalsignal muss an Eingang 1 eingespeist werden. Die minimale Frequenz beträgt 1 Hz, die maximale 12,5 kHz. Bei einer Frequenz < 1 Hz wird der Durchfluss wert auf 0 gesetzt.

Geräte-Dialog (Ausschnitt)
Durchfluss Signalart Digital (Eing./Ausg. 01) Kanal-Bezeichnung DURCH Kanal-Beschreibung Durchfluss Analogsignal K-Faktor +1,0000 1/l Einheit l/s Kundenspezifischer Faktor Kundenspezifische Einheit Nachkommastellen XXXXpx

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalart Inaktiv DDurchflussmessung ist nicht aktiv.
Digital (Eing./Ausg. 01) Auswertung der Drehimpulse eines Flügelradsensors
Analogsignal Auswertung eines analogen Eingangs-signals
Kanal-Bezeich-nungDURCHWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal-Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.
Kanal-Beschrei-bungDurchflussWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisie-rungen verwendet wird.
Analogsignal AnalogselektorKeine AuswahlAnalogsignal zur Bestimmung des Durchflusses (nur bei Signalart „Analog-signal“)
ParameterAuswahl/EinstellungenBeschreibung
K-Faktor-99999 bis 1 bis +99999Faktor zur Bewertung des Messwerts; bei Signalart „Digital“: Impulse pro Liter
Einheit Einheit, in der der Durchflusswert angezeigt wird.
I/s Liter pro SekundeI/min Liter pro MinuteI/h Liter pro Stundem3/min Kubikmeter pro Minutem3/h Kubikmeter pro Stundegal/s Gallonen pro Sekundegal/min Gallonen pro Minutegal/h Gallonen pro StundeKundenspezifisch
Kundenspezifischer Faktor-99999 bis 1 bis +99999Faktor zur Bewertung des Messwerts; nur bei Einheit „Kundenspezifisch“
Kundenspezifische EinheitI/hWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Einheit des Durchflusswerts; nur bei Einheit „Kundenspezifisch“
Nachkomma-stellenVor- und Nachkommastellen für die numerische Darstellung des MesswertsAuch bei fester Vorgabe der Nachkommastellen wird das Format bei Bedarf automatisch geändert, damit immer alle Vorkommastellen dargestellt werden.
Auto AutomatischXXXXp Keine NachkommastelleXXXXpXEine NachkommastelleXXXpXX Zwei NachkommastellenXXpXXX Drei NachkommastellenXpXXXX Vier Nachkommastellen
Anfang Anzeigebereich-99999 bis 0 bis +99999Untere Grenze des Anzeigebereichs
Ende Anzeigebereich-99999 bis +100 bis +99999Obere Grenze des Anzeigebereichs
Schleichmengenunterdrückung-99999 bis 0 bis +99999Grenzwert zur Unterdrückung von gerin-gen DurchflusswertenEin Durchflusswert, der unter diesem Grenzwert liegt, wird nicht mehr erfasst. Das Vorzeichen der Schleichmenge ist beliebig und wird immer vom K-Faktor bestimmt. Als Einheit wird die aktuell ausgewählte Einheit verwendet.

Signalart, K-Faktor

Bei der Signalart „Analogsignal“ kann zusätzlich zu der Normierung im Analogeingang über den K-Faktor eine Umskalierung erfolgen. Wird keine Umskalierung benötigt, muss der K-Faktor auf 1 gesetzt werden (Werkseinstellung).

7 Konfiguration

Beispiel: Über den Analogeingang wird die Fließgeschwindigkeit gemessen (m/sec). Über den K-Faktor kann der Durchfluss ermittelt werden (l/sec). Der K-Faktor beinhaltet hier den Faktor für Querschnitt und eine neue Zeiteinheit.

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - 1

HINWEIS!

Signalart „Digital“: Das Eingangssignal wird nicht überwacht. Im Fehlerfall, wenn das Eingangssignal keine Impulse liefert, wird als Durchfluss der Wert 0 ermittelt. Falls eine Überwachung erforderlich ist, muss ein Min.-Alarm mit geeignetem Grenzwert konfiguriert werden.

Signalart „Analogsignal“: Im Fehlerfall (Sensorfehler oder kein Eingangssignal) wird der Durchflusswert auf 0 gesetzt. Falls eine Überwachung erforderlich ist, muss ein Min.-Alarm mit geeignetem Grenzwert konfiguriert werden.

7.16.1 Grenzwertüberwachung

Für die Durchflussmessung lässt sich eine Grenzwertüberwachung mit einem oder zwei Grenzwerten (Alarm 1, Alarm 2) aktivieren.

Im Falle der Grenzwertverletzung wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammela-larm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Diese Grenzwertüberwachung ist unabhängig von den bis zu sechs allgemeinen Grenzwertüberwachungen (Konfiguration > Grenzwertüberwachung) und steht zusätzlich zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Durchfluss 09:51:50 Alarm 1 Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv Alarm-/Ereignistext Alarm 1 Durchfluss Grenzwert +0.0000 l/s Schaltdifferenz +0.0000 l/s Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s Alarm 2

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung/TypInaktivMin.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert unterschritten wird.Max.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert überschritten wird.Grenzwertüberwachung ist nicht aktiv.
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Alarmsignal aktiviert.
Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in die Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in die Alarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert, und der Text des zuletzt aufgetretenen Alarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Grenzwert-99999 bis 0 bis +99999 l/sWird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz0 bis 99999 l/sDie Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Alarmsignals bei Schwankung des Eingangssignals um den Grenzwert.
Alarm-unterdrückungDigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals

7 Konfiguration

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - 1

flowchart
graph TD
    A["Region (1)"] --> B["Region (2)"]
    B --> C["Region (3)"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#dfd,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Alarmsignal Ein
(2) Grenzwert bei Max.-Alarm 0 Alarmsignal Aus
(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms, die Anzeige in der Statusleiste sowie den Farbumschlag (Analogwert, Schreiberspur).

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

Verhalten im Fehlerfall

Liefert das Eingangssignal einen Fehlerwert, wird das Alarmsignal aktiviert, sofern die Grenzwertüberwachung aktiv ist. Dazu muss ein Min.- oder Max.-Alarm konfiguriert werden (der Grenzwert spielt hier keine Rolle). Eine Alarmunterdrückung wird auch in diesem Fall berücksichtigt, jedoch keine Alarmverzögerung.

7.17 Mathematik

Die optionale Mathematikfunktion (Typenzusatz 260 „Mathe/Logik“) unterstützt sechs Formeln (Mathematik 1 bis Mathematik 6), die für mathematische Berechnungen (Analogwerte) frei verwendet werden können.

Zusätzlich sind Funktionen zur Berechnung von Differenz, Verhältnis und Relativer Feuchte hinterlegt. Dabei werden zwei Analogwerte (Variablen a und b), z. B. die Messwerte von Analogeingang 1 und 2, miteinander verknüpft. Zur Berechnung der Relativen Feuchte werden die Trocken- und die Feuchtetemperatur benötigt, die mit einem psychrometrischen Feuchtesensor zu ermitteln sind.

Außerdem steht eine Funktion zur Berechnung des Gleitenden Mittelwerts zur Verfügung.

Die Ergebnisse stehen im Analogselektor zur Verfügung. Ist die Funktion nicht aktiv, ist der Mathematikwert = 0.

Aus den Ergebnissen von Mathematik 1 bis Mathematik 6 wird zusätzlich jeweils ein Digitalsignal (0/1) abgeleitet. Dieses ist 0, wenn das Ergebnis ein gültiger Wert ist.

Freischaltung der Funktion

Im Gerät ist die Mathematikfunktion erst nach Freischaltung verfügbar. Dazu muss der Typenzusatz „Mathe/Logik“ mit dem Setup-Programm durch Eingabe eines Freischaltcodes freigegeben werden (Setup-Programm: Online-Parameter > Freigabe von Typenzusätzen).

Im Setup-Programm ist die Mathematikfunktion verfügbar, wenn die Option „Mathe/Logik“ aktiviert wurde (Konfiguration: Grundgerät > Mathe/Logik).

Geräte-Dialog (Ausschnitt)

Mathematik 1 09:59:12 Funktion Formel Kanal-Bezeichnung Mat01 Kanal-Beschreibung Mathematik 01 Temperatur Keine Einheit % Anfang Anzeigebereich +0,0000 % Ende Anzeigebereich +100,00 % Nachkommastellen XXXXpX Verhalten im Fehlerfall Fehlerwert ausgeben

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Funktion Ohne Funktion Funktion ist ausgeschaltet.Formel Mathematische Verknüpfung mit freiWählbaren Variablen und OperatorenDifferenz (a-b) Differenz von Variable a und Variable bVerhältnis (a/b) Verhältnis von Variable a zu Variable bFeuchte (a;b) Berechnung der Relativen FeuchteVariable a: TrockentemperaturVariable b: FeuchtetemperaturGleitender Mittelwert (a;t) Gleitender Mittelwert von Variable a(Abtastintervall 1 s)
Kanal-BezeichnungMat0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.
Kanal-BeschreibungMathematik 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.
Temperatur KeineMathematik-Ergebnis wird in der einge-TemperaturdifferenzTemperaturwert
Einheit5 Zeichen (%)
Anfang Anzeigebereich-99999 bis 0 bis +99999
Ende Anzeigebereich-99999 bis 100 bis +99999
Nachkomma-stellenVor- und Nachkommastellen für die numerische Darstellung des Mathematik-ErgebnissesAuch bei fester Vorgabe der Nachkommastellen wird das Format bei Bedarf automatisch geändert, damit immer alle Vorkommastellen dargestellt werden.
AutoXXXXpXXXXpXXXXpXXXXpXXXXpXXXX
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Verhalten im FehlerfallVerhalten, wenn die Mathematikfunktion aufgrund eines ungültigen Eingangswer-tes kein gültiges Ergebnis liefert.
Fehlerwert ausgeben Der Mathematik-FFehlerwert 5.0E+37 wird ausgegeben.
Ersatzwert ausgeben Der Ersatzwert wird ausgegeben.
Ersatzwert-99999 bis 0 bis +99999Ersatzwert zur Ausgabe im Fehlerfall.
Zeitkonst. für Mittelwert (min)1 bis 9999 Zeitkonstante in Minuten zur Berechnung des gleitenden Mittelwerts
Variable a Analogselektor Analogsignal a (für Differenz-, Verhältnis- und Feuchteberechnung sowie Ermittlung des gleitenden Mittelwerts)
Variable b Analogselektor Analogsignal b (für Differenz-, Verhältnis- und Feuchteberechnung)

Funktion

Die Formel wird mit dem Setup-Programm erstellt. Dabei stehen auch die Funktionen Differenz, Verhältnis, Feuchte und Gleitender Mittelwert zur Verfügung und können in der Formel individuell verwendet werden.

Wird die Funktion „Formel“ ausgewählt, obwohl keine Formel hinterlegt ist, wird ein Fehlerwert ausgegeben (Anzeige „---“).

Setup-Dialog

Mathematik Funktion: Formel Kanal-Bezeichnung: Mai01 Kanal-Beschreibung: Mathematik 01 Temperatur: Keine Einheit: % Anfang Anzeigebereich: 0 % Ende Anzeigebereich: 100 % Nachkommastellen: XXXpX Ersatzwert: Fehlerwert ausgeben Ersatzwert: 0 % Zeitkonst. für Mittelwert (min): 1 Variable ar: Variable bi: Formel als Text: Formel-Editor Kopieren OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Formel als Text Darstellung der mit dem Formel-Editorerstellten FormelDie Formel kann auch in diesem Feld editiert werden.

Alle anderen Parameter und deren Einstellungen sind identisch mit der Konfiguration im Gerät.

Formel als Text, Formel-Editor

Nach Betätigen der Schaltfläche "Formel-Editor" öffnet sich ein Editor zur Erstellung von Formeln durch Auswahl von Variablen und Operatoren (max. 600 ASCII-Zeichen). Die Formeln können frei nach den üblichen mathematischen Regeln eingegeben werden. In der Formelzeichenkette dürfen Leerzeichen beliebig eingefügt werden. Innerhalb von Funktionsbezeichnungen, Variablennamen und Konstanten sind Leerzeichen nicht zulässig.

Jumo Logoscreen 600 - Formel als Text, Formel-Editor - 1

HINWEIS!

Die trigonometrischen Funktionen (Operatoren SIN, COS, TAN) verwenden das Gradmaß (360).

Fehlerbehandlung

Folgende Fälle können auftreten:

Prozesswert der MathematikfunktionKonfiguration „Verhalten im Fehlerfall“Ausgangswert der MathematikfunktionBinärwert der Mathematikfunktion
Keiner (Mathematikfunktion nicht aktiv)Beliebig 3.0E+37 0 (FALSE)
Kein Fehlerwert BeliebigWert der Mathematik-funktion0 (FALSE)
Fehlerwert Fehlerwert ausgeben 5.0E+37 1 (FALSE)
Fehlerwert Ersatzwert ausgeben Ersatzwert 1 (FALSE)

Zustand nach Änderung der Konfiguration

Geänderte Parameter werden sofort berücksichtigt.

Verhalten nach Netz-Ein

Alle Mathematikwerte werden auf 3.0E+37 gesetzt und die Berechnung wird neu gestartet.

7.17.1 Grenzwertüberwachung

Für die Ergebnisse von Mathematik 1 bis Mathematik 6 kann jeweils eine Grenzwertüberwachung mit einem oder zwei Grenzwerten (Alarm 1, Alarm 2) aktiviert werden. Im Falle der Grenzwertverletzung wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignistext in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Diese Grenzwertüberwachung ist unabhängig von den bis zu sechs allgemeinen Grenzwertüberwachungen (Konfiguration > Grenzwertüberwachung) und steht zusätzlich zur Verfügung.

Geräte-Dialog

Mathematik 1 16:16:08 Alarm 1 Aktivierung/Typ Max.-Alarm Alarm-/Ereignisliste Inaktiv (nur Signal) Alarm-/Ereignistext Alarm 1 Mathematik 1 Grenzwert +0,0000 % Schaltdifferenz +0,0000 % Alarmunterdrückung Keine Auswahl Alarmverzögerung 0 s Alarm 2

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktivierung/Typ Inaktiv Grenzwertüberwachung ist nicht aktiv.☐Min.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert unterschritten wird.Max.-Alarm Alarmsignal ist aktiv, wenn der Grenzwert überschritten wird.
Alarm-/Ereignisliste ☐Inaktiv (nur Signal) Bei einer Grenzwertverletzung wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwendenoder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleisteangezeigt wird.
Grenzwert ☐-99999 bis 0 bis +99999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz ☐0 bis 99999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängendes Alarmsignals bei Schwankung desEingangssignals um den Grenzwert.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Alarm-unterdrückungKeine AuswahlDigitalselektorDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.
Alarm-verzögerung0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals

Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz

Jumo Logoscreen 600 - Aktivierung/Typ, Grenzwert, Schaltdifferenz - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Grenzwert bei Min.-Alarm 1 Alarmsignal Ein
(2) Grenzwert bei Max.-Alarm 0 Alarmsignal Aus
(3) Schaltdifferenz

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmunterdrückung, Alarmverzögerung

Alarmunterdrückung und Alarmverzögerung verhindern bzw. verzögern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms, die Anzeige in der Statusleiste sowie den Farbumschlag (Analogwert, Schreiberspur).

Alarmverzögerung

Während einer Grenzwertverletzung wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Grenzwert nicht mehr verletzt, beginnt die Zeit bei erneuter Grenzwertverletzung von vorn.

Verhalten im Fehlerfall

Liefert das Eingangssignal einen Fehlerwert, wird das Alarmsignal aktiviert, sofern die Grenzwertüberwachung aktiv ist. Dazu muss ein Min.- oder Max.-Alarm konfiguriert werden (der Grenzwert spielt hier keine Rolle). Eine Alarmunterdrückung wird auch in diesem Fall berücksichtigt, jedoch keine Alarmverzögerung.

7.18 Logik

Die optionale Logikfunktion (Typenzusatz 260 „Mathe/Logik“) unterstützt sechs Formeln (Logik 1 bis Logik 6), die für logische Verknüpfungen (Binärwerte) frei verwendet werden können.

Die Ergebnisse stehen im Digitalselektor zur Verfügung. Ist die Funktion nicht aktiv, ist der Logikwert = 0.

Freischaltung der Funktion

Im Gerät ist die Logikfunktion erst nach Freischaltung verfügbar. Dazu muss der Typenzusatz „Mathe/Logik“ mit dem Setup-Programm durch Eingabe eines Freischaltcodes freigegeben werden (Setup-Programm: Online-Parameter > Freigabe von Typenzusätzen).

Im Setup-Programm ist die Logikfunktion verfügbar, wenn die Option „Mathe/Logik“ aktiviert wurde (Konfiguration: Grundgerät > Mathe/Logik).

Geräte-Dialog

Logik 1 15:55:13 Funktion Formel Kanal-Bezeichnung Log01 Kanal-Beschreibung Logik 01 Alarm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Funktion Ohne Funktion Funktion ist ausgeschaltet.Formel Logische Verknüpfung mit frei wählba- ren Variablen und OperatorenDie Formel wird mit dem Setup-Pro-gramm erstellt.
Kanal-Bezeich- nungLog0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Name (Kurzbezeichnung) aus max. 5 Zeichen, der zusammen mit der Kanal- Beschreibung in den Visualisierungen verwendet wird.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BeschreibungLogik 0xWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung (Bezeichnung) aus max. 21 Zeichen, die zusammen mit der Kanal-Bezeichnung bei den Visualisierungen verwendet wird.

Setup-Dialog

Logik Logik 1 Alarm Logik 2 Logik 3 Logik 4 Logik 5 Logik 6 Funktion: Formel Kanal-Bezeichnung: Log01 > Kanal-Beschreibung: Logik 01 > Formel als Text: Formel-Editor Kopieren OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Formel als Text Darstellung der mit dem Formeleditorerstellten Formel (max. 600 ASCII-Zeichen)Die Formel kann auch in diesem Feld editiert werden.

Alle anderen Parameter und deren Einstellungen sind identisch mit der Konfiguration im Gerät.

Formel als Text, Formel-Editor

Nach Betätigen der Schaltfläche "Formel-Editor" öffnet sich ein Editor zur Erstellung von Formeln durch Auswahl von Variablen und Operatoren (max. 600 ASCII-Zeichen). Die Formeln können frei nach den üblichen booleschen Regeln eingegeben werden. In der Formelzeichenkette dürfen Leerzeichen beliebig eingefügt werden. Innerhalb von Funktionsbezeichnungen, Variablennamen und Konstanten sind Leerzeichen nicht zulässig.

Zustand nach Änderung der Konfiguration

Geänderte Parameter werden sofort berücksichtigt.

Verhalten nach Netz-Ein

Alle Logikwerte werden auf 0 gesetzt und die Berechnung wird neu gestartet.

7.18.1 Signalüberwachung

Für die Ergebnisse von Logik 1 bis Logik 6 kann jeweils eine Signalüberwachung (Alarm) aktiviert werden.

Im Falle des Alarms wird ein Alarmsignal aktiviert. Konfigurationsabhängig erfolgt ein Eintrag in die Ereignisliste oder zusätzlich in die Alarmliste. In letzterem Fall wird der Alarm-/Ereignis-text in der Statusleiste angezeigt (solange kein anderer Alarm auftritt), der Sammelalarm aktiviert und ggf. die Schreiberspur in einer anderen Farbe dargestellt.

Geräte-Dialog

Logik 1 15:58:09 Kanal-Bezeichnung Log01 Kanal-Beschreibung Logik 01 Alarm Aktivierung Aktiv Alarm-/Ereignisliste Inaktiv (nur Signal) Alarm bei Pegel High (1) Alarm-/Ereignistext Alarm Logik 01 Alarmverzögerung 0 s Alarmunterdrückung Keine Auswahl

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Aktivierung InaktivSignalüberwachung ist nicht aktiv.Aktiv Signalüberwachung ist aktiv.
Alarm-/EreignislisteInaktiv (nur Signal) Bei einem Alarm wird nur das Alarmsignal aktiviert.Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieEreignisliste eingetragen.Alarm/Ereignis Der Alarm-/Ereignistext wird in dieAlarmliste und in die Ereignisliste eingetragen. Der Sammelalarm wird aktiviert,und der Text des zuletzt aufgetretenenAlarms wird in der Statusleiste angezeigt.

7 Konfiguration

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Alarm bei Pegel High (1)Alarm bei High-Pegel (1)Low (0) Alarm bei Low-Pegel (0)
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der in die Alarm- und die Ereignis-liste eingetragen und in der Statusleiste angezeigt wird.
Alarm-verzögerung ☐0 s bis 999 sAb Geräteversion 02:0 s bis 32767 sVerzögerungszeit für die Aktivierung des Alarmsignals
Alarm-unterdrückung ☐DigitalselektorKeine AuswahlDas ausgewählte Digitalsignal (High-aktiv) verhindert, dass das Alarmsignal aktiv wird.

Alarm-/Ereignisliste

Alle Ereignisse und der Zeitpunkt ihres Auftretens werden in die Ereignisliste aufgenommen. Ist das Ereignis ein Alarm, werden neu auftretende Alarme und der Zeitpunkt ihres Auftretens zusätzlich in die Alarmliste aufgenommen. Wird ein Alarm inaktiv, so wird er aus der Alarmliste entfernt und der Zeitpunkt in die Ereignisliste eingetragen.

Alarmverzögerung

Im Alarmfall (Parameter „Alarm bei Pegel“) wird das Alarmsignal erst nach Ablauf der Verzögerungszeit aktiviert. Wird zwischenzeitlich der Alarmfall verlassen, beginnt die Zeit bei erneutem Eintritt des Alarmfalls von vorn.

Alarmverzögerung, Alarmunterdrückung

Alarmverzögerung und Alarmunterdrückung verzögern bzw. verhindern auch den Eintrag in die Ereignisliste und die Alarmliste, die Aktivierung des Sammelalarms und die Anzeige in der Statusleiste.

7.19 Gruppen

Bis zu vier Gruppen mit jeweils maximal sechs Analog- und sechs Digitalkanälen können vom Anwender konfiguriert werden. Dabei wird festgelegt, ob die Kanäle einer Gruppe nur angezeigt oder auch gespeichert werden und wie die Datenaufzeichnung erfolgt (Speicherzyklus, Speicherverfahren).

Die Gruppierung von Kanälen bietet zum Beispiel die Möglichkeit,

  • für jede Anlage eine separate Gruppe zu konfigurieren,
  • für unterschiedliche Speicherraten jeweils eine Gruppe anzulegen (z. B. Druckwerte alle 125 ms aufzeichnen, Temperaturwerte alls 2 s) oder
  • besondere Anlagenzustände in einer separaten Gruppe zu erfassen (z. B. bestimmte Kanäle bei Grenzwertüberschreitung mit höherer Speicherrate aufzeichnen).

Jumo Logoscreen 600 - Gruppen - 1

HINWEIS!

Soll die Chargenprotokollierung verwendet werden, muss mindestens eine Gruppe aktiv sein.

7.19.1 Parameter

Geräte-Dialog

Parameter 15:17:47 Status Anzeigen, speichern Name Gruppe 01

7 Konfiguration

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Status Allgemeine Einstellungen der Gruppe
Inaktiv(werkseitig bei Gruppe 2 bis 4)Nur anzeigen Daten der Gruppe werdenAnzeigen, Speichern(werkseitig bei Gruppe 1)Die Daten der Gruppe werden weder angezeigt noch gespeichert.am Bild-schirm angezeigt.Daten der Gruppe werden am Bild-schirm angezeigt und gespeichert. Nur wenn die Daten der Gruppe gespeichert werden, können sie mit einem PC aus-gewertet werden.
Name Werkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Beschreibung der Gruppe, max. 15 Zeichen lang. Die Beschreibung wird in den einzelnen Visualisierungen angezeigt.

7.19.2 Analogkanäle

Eine Gruppe kann aus bis zu sechs Analogkanälen bestehen (Kanal 1 bis Kanal 6).

Geräte-Dialog

Analogkanäle 15:18:13 Kanal 1 Eingangssignal Analogeingang 1 Linienbreite Dünn Obere Toleranzbandgrenze +10.000 % Untere Toleranzbandgrenze -10.000 % Obere Schaltdifferenz -2.0000 % Untere Schaltdifferenz +2.0000 % Kanal 2 Kanal 3

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Eingangssignal Analogselektor☐Keine AuswahlSignalquelle für den KanalWerkseitige Einstellung bei Gruppe 1:Kanal 1: Analogeingang 1Kanal 2: Analogeingang 2Kanal 3: Analogeingang 3
Linienbreite Bestimmt die Breite der grafischen Messwertdarstellung.
Dünn Linienbreite dünn (1 Pixel)Dick Linienbreite dick (2 Pixel)
Toleranzband aktivVerfügbar ab Kanal 2 einer Gruppe.
Nein, Ja Bei „Ja“ wird der Kanal mit Kanal1 derGruppe verglichen. Zu beachten ist,dass der Kanal 1 der Gruppe aktiv seinmuss (Eingangssignal <> Keine Aus-wahl).
Obere Toleranz-bandgrenzeVerfügbar nur bei Kanal 1 einer Gruppe.
0 bis 10 bis 100 „Obere Toleranzbandgrenze“ und deraktuelle Messwert von Kanal 1 bildendie obere Grenze des Toleranzbandes.
Untere Toleranz-bandgrenzeVerfügbar nur bei Kanal 1 einer Gruppe.
-100 bis -10 bis 0 „Untere Toleranzbandgrenze“ und deraktuelle Messwert von Kanal 1 bildendie untere Grenze des Toleranzbandes.
Obere SchaltdifferenzVerfügbar nur bei Kanal 1 einer Gruppe.
-100 bis -2 bis 0Steht eine positive Toleranzverletzungan, muss der aktuelle Messwert vonKanal 2 ... 6 erst unter den aktuellenMesswert von Kanal 1 zuzüglich derobere Toleranzbandgrenze und zuzüglich der oberen Schaltdifferenz fallen,damit der Alarm wieder zurückgenommen wird.
Untere SchaltdifferenzVerfügbar nur bei Kanal 1 einer Gruppe.
0 bis 2 bis 100 Steht eine negative Toleranzverletzungan, muss der aktuelle Messwerte vonKanal 2 ... 6 erst über den aktuellenMesswert von Kanal 1 zuzüglich derunteren Toleranzbandgrenze undzuzüglich der unteren Schaltdifferenzsteigen, damit der Alarm wieder zurückgenommen wird.
Alarmtext obere GrenzeVerfügbar ab Kanal 2 einer Gruppe.
Werkseitig eingestellten Text verwendenoder anderen Text eingeben.Der eingegebene Text (max. 31 Zeichen) wird angezeigt und in die Alarm-bzw. Ereignisliste eingetragen, wenn derausgewählte Kanal die Toleranz in positiver Richtung verlässt.
Alarmtext untere GrenzeVerfügbar ab Kanal 2 einer Gruppe.
Werkseitig eingestellten Text verwendenoder anderen Text eingeben.Der eingegebene Text (max. 31 Zeichen) wird angezeigt und in der Alarm-bzw. Ereignisliste eingetragen, wenn derausgewählte Kanal die Toleranz innegativer Richtung verlässt.

Eingangssignal

Kanal 1 hat eine besondere Aufgabe; er wird als Referenzkurve für die anderen Kanäle der Gruppe verwendet. Alle anderen Kanäle der Gruppe können unabhängig voneinander mit Kanal 1 verglichen werden. Wird das konfigurierte Toleranzband verlassen, erfolgt eine Alarmierung, in der „Status- und Titelzeile“ wird ein Alarmtext angezeigt und in der Alarm- bzw. Ereignisliste eingetragen.

Jumo Logoscreen 600 - Eingangssignal - 1

HINWEIS!

Der Toleranzbandvergleich ist nur innerhalb der Skalierungsgrenzen möglich. Gibt es bei einem Kanal eine Bereichsunter- oder Bereichsüberschreitung, erfolgt wie bei allen anderen Funktionen sowohl Min- als auch Max-Alarmierung (in diesem Fall pos. Toleranz und neg. Toleranz).

Beispiel für die Toleranzbandüberwachung

Das Prinzip der Alarmierung deckt sich mit der Alarmkonfiguration der einzelnen Analogkanäle.

Jumo Logoscreen 600 - Beispiel für die Toleranzbandüberwachung - 1

flowchart
graph TD
    A["Step 1"] --> B["Step 2"]
    B --> C["Step 3"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#bbf,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333

(1) Unterer Alarm 1 Alarm Ein
(2) Oberer Alarm 0 Alarm Aus
(3) Schaltdifferenz

Kanal 1: Messwert = 21 °C (Referenzwert)

Obere Toleranzbandgrenze = 10 °C

Obere Schaltdifferenz = -2 °C

Kanal 2: Toleranzband ist aktiv.

Der Alarm erfolgt, wenn der aktuelle Messwert von Kanal 2 größer als 31 °C wird.

Der Alarm wird wieder gelöscht, wenn der aktuelle Messwert kleiner als 29 °C wird.

Kanal 1: Messwert = 21 °C (Referenzwert)

Untere Toleranzbandgrenze = -10 °C

Untere Schaltdifferenz = 2 °C

Kanal 2: Toleranzband ist aktiv.

Der Alarm erfolgt, wenn der aktuelle Messwert von Kanal 2 kleiner als 11 °C wird.

Der Alarm wird wieder gelöscht, wenn der aktuelle Messwert größer als 13 °C wird.

Jumo Logoscreen 600 - Beispiel für die Toleranzbandüberwachung - 2

HINWEIS!

Im dargestellten Beispiel ist Kanal 1 konstant und Kanal 2 ändert seinen Messwert. Das muss nicht zwangsläufig so sein. Es kann auch vorkommen, dass sich Kanal 1 ändert oder sogar beide Kanäle sich ändern.

7.19.3 Digitalkanäle

Eine Gruppe kann aus bis zu sechs Digitalkanälen bestehen (Kanal 1 bis Kanal 6).

Geräte-Dialog
Digitalkanäle 15:18:49 Kanal 1 Eingangssignal Keine Auswahl Kanal 2 Kanal 3 Kanal 4 Kanal 5 Kanal 6

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Eingangssignal DigitalselektorKeine AuswahlSignalquelle für den Kanal

7.19.4 Diagramm-Ansicht

Geräte-Dialog
Diagramm-Ansicht 13:48:11 Kanalinformationen anzeigen Ja Messwertanzeige Min. Hüllkurve darstellen Nein Digitalspuren einblenden Ja Diagrammtyp Vertikal

Parameter

Parameter Auswahahl/Einstellungen Beschreibung
Kanalinformationen anzeigenMit dem Parameter wird die Anzeige der Kanalinformationen im Kurvendiagrammein- und ausgeschaltet: Kanalbezeichnung (z. B. A1) zusammen mit der Kurzbezeichnung des Analog- bzw. Digitalsignals (z. B. AE01 für Analogeingang 1) und numerische Darstellung des Analogwerts.
Nein Anzeige ausgeschaltetJaAnzeige eingeschaltet
MesswertanzeigeDer Parameter entscheidet darüber, welcher Wert im Diagrammkopf angezeigt wird (nur bei Kurvendarstellung und bei aktivierter Min./Max.-Wert-Aufzeichnung, siehe Parameter „Speicherwerte“.
Min.Der Min.-Wert wird angezeigt.Max. Der Max.-Wert wird angezeigt.
Hüllkurve darstellenDer Parameter entscheidet, ob die Messwerte in der Kurvendarstellung als Hüllkurve oder als Linie dargestellt werden (nur bei aktivierter Min./Max.-Wert-Speicherung, siehe Parameter „Speicherwerte“). Werden die Daten nicht als Min./Max.-Wert gespeichert, hat der Parameter keine Auswirkung.
NeinDie Min./Max.-Werte werden als Linie dargestellt.Ja Die Min./Max.-Werte werden als Hüll-kurve dargestellt.
Digitalspuren einblendenDer Parameter entscheidet, ob die Digitalspuren (Digitalsignale) in der Kurvendarstellung zusammen mit den Analogsignalen dargestellt werden.
Nein Die Digitalsignale werden nicht dargestellt.JaDigital- und Analogsignale werden dar-gestellt.
Diagrammtyp DasDiagramm kann vertikal oder horizontal dargestellt werden.
VertikalDiagramm läuft von oben nach untenHorizontalDiagramm läuft von rechts nach links.

7.19.5 Normalbetrieb

Bei aktiviertem Normalbetrieb werden die Messdaten mit dem konfigurierten Speicherzyklus aufgenommen, es sei denn, eine der folgenden Betriebsarten ist aktiv:

  • Ereignisbetrieb
  • Zeitbetrieb

Der Normalbetrieb hat gegenüber Zeitbetrieb und Ereignisbetrieb die niedrigste Priorität.

Geräte-Dialog

Normalbetrieb Speicherstatus Ein Speicherwerte Mittelwert Speicherzyklus 5 s

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
SpeicherstatusEinAus Die Daten werdennichtgespeichert.Die Daten werden gespeichert, wenn die Betriebsart aktiv ist.wenn die Betriebsart aktiv ist.
SpeicherwerteMittelwertAktueller Wert Der aktuelle Wert am EndeEs wird der Mittelwert über den eingestellten Speicherzyklus errechnet und gespeichert.des Speicherzyklus wird gespeichert.Falls das Signal innerhalb des Speicherzyklus auch nur für kurze Zeit einen Fehlerwert liefert, wird dieser gespeichert.
Min.-Wert Der minimale Wert innerhalb dedes eingestellten Speicherzyklus wird gespeichert.
Max.-Wert Der maximale Wert innerhalbdes eingestellten Speicherzyklus wird gespeichert.
Min./Max.-Wert Der minimale und der maximale Wertinnerhalb des eingestellten Speicherzyklus werden gespeichert.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Speicherzyklus0 s ... 5 s ... 32000 sHier wird der Speicherzyklus eingestellt. Je nach der Einstellung des Parameters „Speicherwerte“ werden nach Ablauf der eingestellten Zeit die Messdaten gespeichert. Je kleiner der Speicherzyklus ist, desto mehr Daten müssen gespeichert werden.Wird „0 s“ eingestellt, verwendet das Gerät den schnellstmöglichen Zyklus, d. h., es speichert alle 125 ms die Messwerte ab (Highspeed-Modus).

Speicherstatus

Nur wenn der Speicherstatus eingeschaltet ist, ist die Betriebsart „Normalbetrieb“ verfügbar.

Jumo Logoscreen 600 - Speicherstatus - 1

HINWEIS!

Ist der Speicherstatus ausgeschaltet und weder Ereignis- noch Zeitbetrieb aktiv, werden nur Ereignisse erfasst, aber keine Messdaten gespeichert.

Speicherwerte

Bei einem Digitalsignal werden in Abhängigkeit von dem Parameter „Speicherwerte“ folgende Werte gespeichert:

Parameter „Speicherwerte“ Gespeicherter Wert
Mittelwert High (1), falls das Digitalsignal innerhalb des Speicherzykluseinmal diesen Wert annimmt; anderenfalls Low (0)
Aktueller Wert Aktueller Wert zum Zeitpunkt des Abspeichernns
Min.-Wert Low (0), falls das Digitalsignal innerhalb des Speicherzykluseinmal diesen Wert annimmt; anderenfalls High (1)
Max.-Wert High (1), falls das Digitalsignal innerhalb des Speicherzykluseinmal diesen Wert annimmt; anderenfalls Low (0)
Min./Max.-Wert High (1), falls das Digitalsignal innerhalb des Speicherzykluseinmal diesen Wert annimmt; anderenfalls Low (0)

7.19.6 Ereignisbetrieb

Der Ereignisbetrieb wird durch ein Steuersignal aktiviert und kann beispielsweise verwendet werden, um den Speicherzyklus während eines Alarms zu verkürzen.

Der Ereignisbetrieb hat von allen drei Betriebsarten die höchste Priorität.

Geräte-Dialog

Ereignisbetrieb 15:20:02 Steuersignal Keine Auswahl Speicherwerte Mittelwert Speicherzyklus 1 s

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Steuersignal DigitalselektorKeine AuswahlSignal, das den Ereignisbetrieb startet (High-aktiv) und stoppt.
Speicherwerte
Speicherzyklus 0 s ... 1 s ... 32000 s→ Kapitel 7.19.5 „Normalbetrieb“, Seite 168
→ Kapitel 7.19.5 „Normalbetrieb“, Seite 168

7.19.7 Zeitbetrieb

Für den Zeitbetrieb wird eine Zeitspanne vorgegeben (max. 24 Stunden), innerhalb der ein bestimmter Speicherwert und ein bestimmter Speicherzyklus aktiv sind.

Der Zeitbetrieb hat höhere Priorität als der Normalbetrieb, aber niedrigere Priorität als der Ereignisbetrieb.

7 Konfiguration

Geräte-Dialog

Zeitbetrieb 15:20:25 Beginn 00:00:00 Ende 00:00:00 Speicherwerte Mittelwert Speicherzyklus 1 s

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Beginn 00:00:00 Uhrzeit, zu der der Zeitbetrieb gestartetwerden soll.Beginn = Ende: Der Zeitbetrieb ist nicht aktiv.
Ende 00:00:00 Uhrzeit, zu der der Zeitbetrieb wiederenden soll.Beginn = Ende: Der Zeitbetrieb ist nicht aktiv.
Speicherwerte⇒ Kapitel 7.19.5 „Normalbetrieb“, Seite 168
Speicherzyklus 0 s ... 1 s ... 32000 s⇒ Kapitel 7.19.5 „Normalbetrieb“, Seite 168

7.20 Report

Für jede der vier Gruppen kann ein Report erzeugt werden. In einem Report werden der Maximalwert, der Minimalwert und der Mittelwert jedes Analogkanals, bezogen auf einen gewählten Reportzeitraum, gespeichert.

Jumo Logoscreen 600 - Report - 1

HINWEIS!

Behandlung bei Konfigurationsänderungen:

Alle Reports werden abgeschlossen, gespeichert und neu gestartet. Die Werte der abgeschlossenen Reports im Gerät werden auf leer ----" gesetzt. Das Ergebnis der beendeten Reports ist in diesem Falle nur mit der Software PCA3000 sichtbar.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Automatische Zwischenstände der Reports „Gesamt“ und „Jährlich“:

Die Reports „Gesamt“ und „Jährlich“ werden einmal im Monat - jeweils beim Monatswechsel - unabhängig von anderen Reports gespeichert. Sie werden nicht geschlossen, sondern laufen weiter.

Geräte-Dialog

Report Täglich Aus Wöchentlich Aus Wochentag Monatlich Aus Jährlich Aus Gesamt Aus Periodisch Aus Periode Report durch Steuersignal Aus

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Täglich Legt fest, ob ein Report über einen Tag (24 Stunden) geführt wird. Der Abschluss und Neustart wird durch den Parameter Synchronisationszeit bestimmt.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der tägliche Report geführt.
Wöchentlich Legt fest, ob ein Report über eine Woche geführt wird. Der Abschluss und Neustart wird durch die Parameter Wochentag und Synchronisationszeit bestimmt.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der wöchentlicheReport geführt.

7 Konfiguration

ParameterAuswahl/EinstellungenBeschreibung
Wochentag Sonntagbis Samstag Wochentag wird beim wöchentlichen Report zusammen mit dem Parameter Synchronisationszeit als Report-Ende und Neustart verwendet.
Monatlich Legt fest, ob ein Report über einen Monat geführt wird. Der Abschluss und Neustart erfolgt am ersten Tag im Monat um 00:00 Uhr.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der monatliche Report geführt.
Jährlich Legt fest, ob ein Report über ein ganzes Jahr geführt wird. Der Abschluss und Neustart erfolgt am ersten Tag im Jahr um 00:00 Uhr
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der jährliche Report geführt.
Gesamt Gesamt legt fest, ob ein Report über die gesamte Dauer der aktuellen Konfiguration des Geräts geführt wird.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der Gesamtreport geführt.
Periodisch Legt fest, ob ein periodischer Report geführt wird. Der Abschluss und Neustart wird durch den Parameter Periode und die Synchronisationszeit bestimmt.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der periodische Report geführt.
Periode 1 min bis 12 h Periode wird beim periodischen Report als Report-Ende und Neustart verwendet.
Report durch Steuersignal Legt fest, ob ein externer Report geführt wird, während das Steuersignal aktiv ist.
Aus, Ein Bei „Ein“ wird der externe Report geführt.
Steuersignal Digital Selektor Keine AuswahlSteuersignal (High-aktiv) für den externen Report
Synchronisationszeit Synchronisationszeit wird beim täglichen, beim wöchentlichen und beim periodischen Report als Report-Ende und Neustart verwendet.
00:00:00 Uhrzeit der Synchronsiation
Außerhalb des Messbereiches Der Parameter entscheidet darüber, was passiert, wenn sich ein Analogkanal außerhalb des gültigen Messbereichs (Skalierung) befindet.
Report anhalten Die Reports des Kanals werden angehalten. Liegen die Messwerte wieder innerhalb der Messbereichsgrenzen, werden sie weitergeführt.
Report löschen Die Reports werden auf ungültig gesetzt („----“) und erst nach dem Ablauf des konfigurierten Report-Endes neu gestar-tet.

Report durch Steuersignal

Jumo Logoscreen 600 - Report durch Steuersignal - 1

HINWEIS!

Innerhalb von 5 Sekunden wird in einer Gruppe nur ein externer Report gestartet, d. h., ein erneuter externer Start vor Ablauf von 5 Sekunden wird ignoriert. Steht das Startsignal nach 5 Sekunden immer noch an, wird der externe Report sofort gestartet. Steht das Startsignal nicht mehr an, wird der Report nicht neu gestartet.

Synchronisationszeit

Nachfolgend wird der Parameter Synchronisationszeit am Beispiel eines periodischen Reports näher erläutert.

Der Stopp und Neustart erfolgt zum nächsten Zeitpunkt, der in das Zeitraster - abhängig von Synchronisationszeit und Periode - passt.

Beispiel:

Periode = 2 Stunden

Synchronisationszeit = 11:30:00

Netz-Ein = 09:11:00

  1. Periode von 09:11 bis 09:30 = 19 Minuten
  2. Periode von 09:30 bis 11:30 = 2 Stunden
  3. Periode von 11:30 bis 13:30 = 2 Stunden
    USW.

Jumo Logoscreen 600 - Synchronisationszeit - 1

HINWEIS!

Das Prinzip ist bei allen Reports identisch, die in Abhängigkeit zur Synchronisationszeit stehen (täglicher, wöchentlicher und periodischer Report). Beim täglichen Report wird der erste Report in der Regel keine 24 Stunden laufen und beim wöchentlichen Report keine 7 Tage.

7 Konfiguration

7.21 Charge

Das Gerät unterstützt die Protokollierung einer Charge. Die Chargendaten werden zusammen mit den Kanälen der Gruppen aufgezeichnet und in den Chargen-Visualisierungen dargestellt.

Jumo Logoscreen 600 - Charge - 1

HINWEIS!

Soll die Chargenprotokollierung verwendet werden, muss mindestens eine Gruppe aktiv sein.

7.21.1 Allgemein

Geräte-Dialog

Allgemein Charge aktiv Ja Chargenname Charge 1 Chargenstart Touchscreen Steuersignal Rezeptkopf Rezept Textauswahl-Bit 0 Keine Auswahl Textauswahl-Bit 1 Keine Auswahl Textauswahl-Bit 2 Keine Auswahl Textauswahl-Bit 3 Keine Auswahl

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Charge aktivJa, NeinNur bei „Ja“ kann die Charge konfiguriert werden.
Chargenname Charge x Bezeichnung aus max. 15 Zeichendiebei den Visualisierungen verwendet wird.
Chargenstart Barcode Start und Stopp der Chargenprotokollierungrung wird durch einen Barcode-Scanner gesteuert.
Inaktiv Charge wird nicht aufgezeichnet.
Stuersignal Start und Stopp der Chargenprotokollierung wird durch ein Digitalsignal gesteuert.
Touchscreen Start und Stopp einer Chargenprotokollierung wird durch eine Schaltfläche auf dem Bildschirm gesteuert.
Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Steuersignal DigitallselektorKeine AuswahlSignal, mit dem die Chargenprotokollierung gestartet (High-aktiv) und gestoppt wird. Der Parameter ist nur verfügbar für den Chargenstart mit „Steuersignal“.
Rezeptkopf RezeptDer Rezeptkopf wir bei einer abge-schlossenen Charge als Überschrift über einem Kommentartext (z. B. Rezept) angezeigt.
Textauswahl-Bit 0 bis Textauswahl-Bit 5DigitalselektorKeine AuswahlBit 0 (LSB) bis Bit 5 (MSB) bilden eine Binärzahl, durch die der Chargentext unter Berücksichtigung des Text-Offsets bestimmt wird.

Rezeptkopf

Der Kommentartext kann bis zu 400 Zeichen enthalten (20 Zeilen mit jeweils 20 Zeichen) und dient zur Beschreibung der Charge. Er wird ausschließlich über Schnittstelle an das Gerät gesendet (Modbusadresse 0xA000) und lässt sich nur mit der PC-Auswerte-Software PCA3000 anzeigen.

Jumo Logoscreen 600 - Rezeptkopf - 1

HINWEIS!

Ein Kommentartext muss vor Beendigung der Chargenprotokollierung im Gerät vorliegen, damit er dem Chargenprotokoll hinzugefügt wird. Nach Beendigung der Chargenprotokollierung wird der Kommentartext wieder gelöscht. Soll er mehrfach verwendet werden, muss ihn der Anwender für jede Chargenprotokollierung erneut an das Gerät senden.

Textauswahl-Bit ...

Der Anwender kann mit dem Setup-Programm bis zu 128 unterschiedliche Chargentexte erstellen (Textliste: Text 1 bis Text 128). Für die Auswahl durch Digitalsignale stehen 64 der 128 Chargentexte zur Verfügung, wobei der erste auswählbare Text durch den Parameter „Erster Text“ der jeweiligen Chargenzeile bestimmt wird.

Erster Text + Binärzahl = Nummer des verwendeten Chargentexts

Textauswahl-Bit 0 hat die Wertigkeit 2^0 , Textauswahl-Bit 1 die Wertigkeit 2^1 , usw.:

Bit 5 Bit 4 Bit3 Bit 2 Bit 1Bit 0 Dezimalwert
0000000
0000011
0000102
0000113
.......
1111116
0 = „Keine Auswahl“ im Digitalselektor oder Signal ist nicht aktiv.1 = Signal ausgewählt und Signal ist aktiv (High-aktiv).

Beispiele:

Erster Text = 1; Textauswahl-Bits: 000000 (= 0); Chargentext = 1 + 0 = 1 (Text 1)

Erster Text = 1; Textauswahl-Bits: 111111 (= 63); Chargentext = 1 + 63 = 64 (Text 64)

Erster Text = 65; Textauswahl-Bits: 111111 (= 63); Chargentext = 65 + 63 = 128 (Text 128)

Wenn das Ergebnis (Textnummer) größer als 128 ist, wird kein Text dargestellt („----“).

7 Konfiguration

7.21.2 Chargenzeilen

Geräte-Dialog

Chargenzeile 1 15:31:22 Text linke Spalte Programmname Inhalt rechte Spalte Auswahl aus Textliste Textvorgabe Text 1 Zeile löschen Ja Erster Text 1 Anzahl der Texte 17 Editierbar Ja

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Text linke Spalte Programmname (bei Zeile 1)Werkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Der Parameter legt den Text in der linken Spalte für die ausgewählte Zeile des Chargenprotokolls fest.
ParameterAuswahl/EinstellungenBeschreibung
Inhalt rechte SpalteHier wird festgelegt, wie die Texte der rechten Spalte eines Chargenprotokolls gebildet werden.
Kein Eintrag Das Feld bleibt leer.Textvorgabe Ein fester Text – definiert durch denAuswahl aus Textliste Der Anwender kann den Text aus einer Liste von max. 128 geräteinternen Char-gentexten auswählen.Nach einer Neukonfiguration wirdzunächst der werkseitige Text (Textvor-gabe) angezeigt; der Anwender muss inder Visualisierung „aktuelle Charge“ dengewünschten Text aus der Liste aus-wählen.Die Chargentexte können im Setup-Pro-gramm definiert werden.Auswahl durch Digitalsign. Einer von 128 geräteinternen Chargen-texten wird verwendet. Die Auswahlerfolgt über max. 6 Digitalsignale (Text-auswahl-Bits).Die Chargentexte können im Setup-Pro-gramm definiert werden.Chargenname Der Chargenname wird angezeigt.Chargennummer Die Chargennummer wird zusammenmit einem Text (Textvorgabe) verwen-det. Die Chargennummer wird am Ende einer Chargenprotokollierung hochge-zählt. Sie kann am Gerät im Menü Para-metrierung vorbesetzt werden.Chargenstart Start (Datum und Zeit) einer Chargen-protokollierungChargenende Ende (Datum und Zeit) einer Chargen-protokollierungChargendauer Zeitdifferenz zwischen Chargenstart undChargenendeBarcode Der Text in der gewählten Zeile solldurch einen Barcode-Scanner gefülltwerden.Benutzername Name des angemeldeten BenutzersExterne Textvariable 1 bis Externe Textvariable 10Parameter „Textvorgabe“ – wird verwen-det.Auswahl aus Textliste Der Anwender kann den Text aus einer Liste von max. 128 geräteinternen Char-gentexten auswählen.Nach einer Neukonfiguration wirdzunächst der werkseitige Text (Textvor-gabe) angezeigt; der Anwender muss inder Visualisierung „aktuelle Charge“ dengewünschten Text aus der Liste aus-wählen.Die Chargentexte können im Setup-Pro-gram m definiert werden.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Textvorgabe Text x Der Text (max. 160 Zeichen) wird imaktuellen Chargenprotokoll verwendet, wenn der Text in der rechten Spalte durch „Textvorgabe“ oder „Chargennummer“ gebildet wird.Bei „Auswahl aus Textliste“ oder „Barcode“ wird der Text als Vorbelegung verwendet.
Zeile löschen Der Parameter entscheidet, ob ein editierter Chargentext (in der rechten Spalte) nach Abschluss einer Charge wieder zurückgesetzt wird oder nicht.
Ja, Nein Bei „Ja“ wird der Text in der rechten Spalte am Chargenende wieder durch seinen ursprünglichen Inhalt ersetzt (Textvorgabe).
Erster Text 1 ... 128 Der Parameter steht zur Verfügung,wenn der Text in der rechten Spalte durch die interne Textliste gebildet wird („Auswahl aus Textliste“ oder „Auswahl durch Digitalsignale“). Es ist der erste Text aus der Liste, den der Anwender auswählen kann.
Anzahl der Texte 128 ... 1 Der Parameter steht zur Verfügung,wenn der Text in der rechten Spalte durch die interne Textliste gebildet wird („Auswahl aus Textliste“). Es ist der letzte Text aus der Liste, den der Anwender auswählen kann. Im Setup-Programm werden die auswählbaren Texte während der Konfiguration in einem separaten Fenster angezeigt.0 < Anzahl ≤ (129 - Erster Text)
Editierbar Der Parameter ermöglicht es, dass ein Text innerhalb des aktuellen Chargenprotokolls geändert werden kann.
Ja, Nein Bei „Nein“ kann der Text in der rechten Spalte nur durch Ändern der „Textvorgabe“ editiert werden.Bei „Ja“ kann der Text in der rechten Spalte – für das aktuelle Chargenprotokoll – geändert werden. In Abhängigkeit des Parameters „Zeile löschen“ kann nach Abschluss des Chargenprotokolls automatisch wieder der konfigurierte Text aktiviert werden.

7.22 Ethernet

Über die Ethernet-Schnittstelle kann das Gerät in ein Firmennetzwerk integriert werden. Folgende Funktionen stehen über Ethernet zur Verfügung:

  • Kommunikation mit PC-Software wie Setup-Programm, PCC, PCA3000
  • Webserver zur Verwendung eines Webbrowsers
  • Kommunikation mit SNTP-Server und E-Mail-Server (SMTP)
  • Kommunikation mit Modbus-Master oder -Slave über Modbus/TCP

Geräte-Dialog

Ethernet 11:18:53 IP-Adressvergabe Automatisch (DHCP) manuelle IP-Adresse Subnet-Maske Standard-Gateway DNS Gerätename MAC000cd8094ecd-TYP706520 DNS-Server IP autom. Ja DNS-Server

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
IP-AdressvergabeAutomatisch (DHCP)Manuell Die IP-Adresse des Gerätes mussDas Gerät bezieht seine IP-Adresse vom DHCP-Server.manuell vergeben werden.
IP-Adresse 0.0.0.0...223.223.223.1 ...255.255.255.255Manuelle Vergabe der IP-Adresse für das Gerät (aktiv bei DHCP = Aus)Die IP-Adresse ist gegebenenfalls vom zuständigen Administrator zu erfragen.
Subnet-Maske 0.0.0.0 ...255.255.255.0 ...255.255.255.255Manuelle Einstellung der Subnet-Maske (aktiv bei DHCP = Aus)Der Aufbau der Subnet-Maske ist gegebenenfalls vom zuständigen Administrator zu erfragen.

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Standard-Gateway 0.0.0.0 ... 255.255.255.255 Manuelle Einstellung der IP-Adresse des Standard-Gateways (Router) (aktiv bei DHCP = Aus)Die IP-Adresse ist gegebenenfalls vom zuständigen Administrator zu erfragen.
DNS-Gerätename MAC000cd8094ecd-TYP706520Zulässige Zeichen:a ... z, A ... z, -, 0 ... 9 (max. 63 Zeichen);Name muss mit einem Buchstaben beginnen und darf nicht mit „-“ (Bindestrich) enden.Beispiel für eindeutigen DNS-Namen des Gerätes (werkseitig vergeben)Falls erforderlich, kann der Name auch individuell vergeben werden, muss aber eindeutig sein.
DNS-Server IP autom.Ja Die IP-Adresse des DNS-Servers wirdNein Die IP-Adresse des DNS-Servers istautomatisch bezogen.manuell einzugeben.
DNS-Server 0.0.0.0 ... 255.255.255.255IP-Adresse des DNS-Servers (bei manueller Eingabe)Die IP-Adresse ist gegebenenfalls vom zuständigen Administrator zu erfragen.

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - 1

HINWEIS!

Übertragungsrate (10 Mbit/s oder 100 Mbit/s) und Duplex-Modus (halbduplex oder vollduplex) werden automatisch ermittelt.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Die Ethernet-Parameter werden in der Geräteinfo angezeigt (Hauptmenü > Geräteinfo > Ethernet). Bei Verbindungsproblemen sind die aktuellen Einstellungen zu überprüfen.

IP-Adressvergabe

Jumo Logoscreen 600 - IP-Adressvergabe - 1

HINWEIS!

Gegebenenfalls DHCP deaktivieren, um sicherzustellen, dass das Gerät eine feste IP-Adresse verwendet.

Subnet-Maske

Mit der Subnet-Maske wird festgelegt, welcher Teil der IP-Adresse das Netz kennzeichnet und welcher Teil für die Adressierung eines Geräts innerhalb eines Netzes zur Verfügung steht. Die Maske hat eine Länge von 32 Bit (IPv4) und ist genauso lang wie eine IP-Adresse.

Beispiel: In einem Netz mit der Maske 255.255.255.0 werden die ersten 24 Bit (von links) für die Netzadresse verwendet; diese sind in der Maske auf „1“ gesetzt. Die restlichen 8 Bit sind in der Maske auf „0“ gesetzt und können für Geräteadressen verwendet werden. Es sind somit 254 Geräteadressen verfügbar (256 - 2, da die Adresse 0 für das Netz selbst vergeben ist und die Adresse 256 für den Broadcast verwendet wird).

Standard-Gateway

Alle Netzwerkanfragen an Adressen, die nicht zu dem betreffenden Netz gehören, werden über das Standard-Gateway geroutet.

DNS-Gerätename

Der DNS-Gerätename ist ein symbolischer Name, der anstelle einer IP-Adresse zur Adressierung verwendet werden kann.

Ist ein DNS-Gerätename eingetragen, wird dieser dem DHCP-Server mitgeteilt, so dass das Gerät unter dem eingegebenen Namen adressiert werden kann, falls die Funktion im betreffenden Netzwerk unterstützt wird. Ist kein DNS-Gerätename eingetragen, kann das Gerät nur über die zugeteilte IP-Adresse adressiert werden.

Jumo Logoscreen 600 - DNS-Gerätename - 1

HINWEIS!

Ist DHCP aktiv, sollte immer ein DNS-Gerätename verwendet werden, damit das Gerät auch bei geänderter IP-Adresse addressierbar ist.

DNS-Server

Der DNS-Server beantwortet Anfragen aus dem Netz mit dem Ziel, einen DNS-Gerätenamen in eine IP-Adresse zu wandeln.

Diese IP-Adresse muss bekannt sein, wenn das Gerät zur Adressierung eines anderen Gerätes oder eines Servers einen symbolischen Namen verwendet, wie z. B. beim Versenden einer E-Mail.

7 Konfiguration

7.23 Serielle Schnittstelle

Das Gerät ist mit einer seriellen Schnittstelle ausgestattet, die als RS232- oder RS485-Schnittstelle konfigurierbar ist. Die Schnittstelle unterstützt das Modbus-Protokoll (Modbus RTU) als Master oder Slave. Alternativ kann ein Barcode-Scanner angeschlossen werden.

Zur Verwendung der seriellen Schnittstelle mit dem Modbus-Protokoll siehe auch:

→ Kapitel 9.7 „Modbus-Frames zum Lesen“, Seite 228
→ Kapitel 9.8 „Modbus-Frames zum Schreiben“, Seite 229

Bei Verwendung der seriellen Schnittstelle mit einem Barcode-Scanner sind die erforderlichen Einstellungen den technischen Unterlagen des Barcode-Scanners zu entnehmen.

Die Kommunikation über Modbus wird detailliert in der separaten Schnittstellenbeschreibung beschrieben.

Geräte-Dialog

Serielle Schnittstelle 16:21:38 Typ RS232 Protokoll Modbus-Slave Baudrate 9600 Datenformat 8 - 1 - no parity Minimale Antwortzeit 40 ms Modbus-Slave Modbus-Master

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Typ RS232 RS232-SchnittstelleRS485 RS485-Schnittstelle
Protokoll Modbus-Slave Gerät arbeitet als Modbus-SlaveModbus-Master Gerät arbeitet als Modbus-Master (Modbus RTU)Barcode An der Schnittstelle soll ein Barcode-Scanner betrieben werden.(Modbus RTU)(Modbus RTU)
Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Baudrate Baudrate, mit der die Schnittstelle betrieben wird.
9600 9600 Baud19200 19200 Baud38400 38400 Baud115200 115200 Baud
Datenformat Datenformat, mit dem die Schnittstelle betrieben wird.
8 - 1 - no Parity 8 Datenbit, 1 Stoppbit, keine Parität8 - 1 - odd Parity 8 Datenbit, 1 Stoppbit, ungerade Parität8 - 1 - even Parity 8 Datenbit, 1 Stoppbit, gerade Parität
Min. Antwortzeit0 bis 40 bis 500 msDie minimale Antwortzeit wird vom Modbus-Slave mindestens eingehalten, bevor er nach einer Datenanfrage eine Antwort sendet.Der Modbus-Master wartet nach Erhalt der Antwort diese Zeitspanne, bis er eine neue Anfrage sendet.

7.23.1 Modbus-Slave

Das Gerät arbeitet als Modbus-Slave.

Geräte-Dialog

Serielle Schnittstelle 16:22:16 Baudrate 9600 Datenformat 8 - 1 - no parity Minimale Antwortzeit 40 ms Modbus-Slave Geräteadresse 1 Time-out-Überwachung Nein Alarm-/Ereignistext Slave-Time-out COM01 Zeitüberschreitung 2000 ms Modbus-Master

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Geräteadresse1 ... 254Modbus-Geräteadresse

7 Konfiguration

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Time-out-ÜberwachungNein Überwachung ist nicht aktiv.Ja Überwachung ist aktiv.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der bei einem Alarm angezeigt und und in die Alarm- und die Ereignisliste eingetragen wird.
Zeitüberschrei-tung250 bis 2000 bis 99999 msZeitspanne für Timeout-Überwachung.Nach dieser Zeit wird ein Ausfall des Modbus-Masters erkannt.

Geräteadresse

Die Modbus-Geräteadresse darf beim Schnittstellentyp RS485 innerhalb einer Verbindung (mehrere Geräte an einem Bus) nur einmal vorkommen. Beim Schnittstellentyp RS232 ist sie von geringerer Bedeutung, da nur ein Gerät an der seriellen Schnittstelle angeschlossen sein darf.

Time-out-Überwachung, Zeitüberschreitung

Diese Funktion überwacht die Kommunikation zwischen Modbus-Master und Modbus-Slave aus Sicht des Modbus-Slaves. Nach aktivierter Time-out-Überwachung beginnt mit der ersten empfangenen Anfrage ein Timer zu laufen (Timer-Zeit ist die unter „Zeitüberschreitung“ eingestellte Zeit). Mit jeder neuen Anfrage beginnt der Timer erneut zu laufen. Bleibt die Anfrage aus, wird nach Ablauf des Timers ein internes Digitalsignal aktiviert und ein Eintrag in die Alarm- und die Ereignisliste veranlasst. Mit der nächsten Anfrage wird das Signal zurückgesetzt.

7.23.2 Modbus-Master

Das Gerät arbeitet als Modbus-Master.

Geräte-Dialog

Serielle Schnittstelle 16:23:22 Typ RS232 Protokoll Modbus-Master Baudrate 9600 Datenformat 8 - 1 - no parity Minimale Antwortzeit 40 ms Modbus-Slave Modbus-Master Zeitüberschreitung 200 ms Abfragezyklus 500 ms

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Zeitüberschrei-tung60 bis 200 bis 10000 msNach dieser Zeit wird eine vom Master gestartete Anfrage beim Ausbleiben der Antwort für fehlerhaft erklärt.
Abfragezyklus60 bis 500 bis 99999 msIn diesem zeitlichen Abstand fordert der Modbus-Master Daten vom Modbus-Slave an.

7 Konfiguration

7.24 Modbus/TCP

In diesem Menü werden die Einstellungen für die Betriebsart Modbus/TCP vorgenommen.

Arbeitet das Gerät als Modbus-Slave, können zwei externe Geräte (Master 1 und Master 2) gleichzeitig auf das Gerät zugreifen. Arbeitet es als Modbus-Master, kann es mit bis zu vier externen Geräten (Gerät 1 bis Gerät 4) kommunizieren.

Zur Verwendung des Modbus-Protokolls siehe auch:

→ Kapitel 9.7 „Modbus-Frames zum Lesen“, Seite 228
→ Kapitel 9.8 „Modbus-Frames zum Schreiben“, Seite 229

Die Kommunikation über Modbus wird detailliert in der separaten Schnittstellenbeschreibung beschrieben.

Jumo Logoscreen 600 - Modbus/TCP - 1

HINWEIS!

Um sicherzustellen, dass feste IP-Adressen verwendet werden, muss bei den beteiligten Geräten gegebenenfalls DHCP deaktiviert werden.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Die Übertragungszeiten in einem Ethernet-Netzwerk hängen u. a. von der Netzwerkarchitektur und der Auslastung ab. Dadurch kann es zu Verzögerungen bei der Aktualisierung von Prozesswerten kommen.

7.24.1 Modbus-Slave

Das Gerät arbeitet als Modbus-Slave.

Geräte-Dialog

Modbus-Slave 13:16:27 Port 502 Master 1 Time-out-Überwachung Ja IP-Adresse 0.0.0.0 Zeitüberschreitung 2000 ms Alarm-/Ereignistext Slave-Time-out TCP1 Master 2

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Port 0 ... 502 ... 1024 TCP-Port für Modbus/TCPEine Änderung des Ports wird erst nach einem Neustart des Systems übernommen.
Master 1, Master 2
Time-out-ÜberwachungNein Überwachung ist nicht aktiv.Ja Überwachung ist aktiv.
IP-Adresse 0.0.0.0IP-Adresse des Modbus-Masters fürTimeout-ÜberwachungDie Adresse muss eingestellt werden.
Zeitüberschrei-tung250 bis 2000 bis 99999 msZeitspanne für Timeout-ÜberwachungNach dieser Zeit wird ein Ausfall des Modbus-Masters erkannt.
Alarm-/Ereignis-textWerkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Text, der bei einem Alarm angezeigt und und in die Alarm- und die Ereignisliste eingetragen wird.

Time-out-Überwachung, Zeitüberschreitung

Diese Funktion überwacht die Kommunikation zwischen Modbus-Master und Modbus-Slave aus Sicht des Modbus-Slaves. Nach aktivierter Time-out-Überwachung beginnt mit der ersten empfangenen Anfrage ein Timer zu laufen (Timer-Zeit ist die unter „Zeitüberschreitung“ eingestellte Zeit). Mit jeder neuen Anfrage beginnt der Timer erneut zu laufen. Bleibt die Anfrage aus, wird nach Ablauf des Timers ein internes Digitalsignal aktiviert und ein Eintrag in die Alarm- und die Ereignisliste veranlasst. Mit der nächsten Anfrage wird das Signal zurückgesetzt.

7 Konfiguration

7.24.2 Modbus-Master

Das Gerät arbeitet als Modbus-Master.

Geräte-Dialog
Modbus-Master 10:50:44 Zeitüberschreitung 2000 ms Abfragezyklus 500 ms Gerät 1 IP-Adresse 0.0.0.0 Port 502 Gerät 2 Gerät 3 Gerät 4

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Zeitüberschrei-tung60 ... 2000 ... 10000 msNach dieser Zeit wird eine vom Master gestartete Anfrage beim Ausbleiben der Antwort für fehlerhaft erklärt.
Abfragezyklus60 ... 500 ... 99999 msIn diesem zeitlichen Abstand fordert der Modbus-Master Daten vom Modbus-Slave an.
Gerät 1 bis Gerät 4
IP-Adresse 0.0.0.0IP-Adresse des Modbus-SlavesDie Adresse muss eingestellt werden.
Port0 ... 502 ... 1024TCP-Port des Modbus-Slaves (für Modbus/TCP)

7.25 Zeiteinstellungen

Die Einstellungen in diesem Dialog dienen zur Synchronisation von mehreren Geräten durch ein Steuersignal.

Jumo Logoscreen 600 - Zeiteinstellungen - 1

HINWEIS!

Datum und Uhrzeit werden in der Parametrierung des Geräts oder im Setup-Programm (Online-Parameter) eingestellt. Im Setup-Programm werden Datum und Uhrzeit des PCs zur Einstellung verwendet.

Datum und Uhrzeit können auch mit Hilfe eines Zeitservers eingestellt werden.

Geräte-Dialog

Zeiteinstellungen 13:11:22 Steuersignal für Zeitsynchr. Keine Auswahl Synchr. während Charge Ja

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Steuersignal für Zeitsynchr.DigitalselektorKeine AuswahlSteuersignal zur Synchronisation der Uhrzeit (mit Low-High-Flanke)
Synchr. während ChargeNein, Ja Bei „Ja“ ist die Synchronisation der Uhr-zeit auch während einer laufenden Chargenprotokollierung zulässig.

Steuersignal für Zeitsynchr.

Das Signal dient dazu, mehrere Geräte zu synchronisieren. Beim Übergang von Low auf High (min. Impulsdauer = 125 ms) wird die Uhrzeit synchronisiert. Ausschlaggebend für das Verändern der Uhrzeit sind die Sekunden. Die Uhrzeit wird max. ±30 Sekunden vor- oder zurückgestellt. Beispiel:

12:55:29 -> 12:55:00

Im Setup-Programm werden in der Konfiguration auch Zeitzone und Sommerzeit eingestellt; im Gerät werden sie in der Parametrierung eingestellt (Parametrierung > Datum und Uhrzeit). Kapitel 8.4 „Datum und Uhrzeit“, Seite 199

7.26 Zeitserver (SNTP)

Uhrzeit und Datum des Bildschirmschreibers lassen sich mit einem Zeitserver unter Verwendung des SNTP-Protokolls (Simple Network Time Protocol) synchronisieren.

Geräte-Dialog

Zeitserver (SNTP) 10:21:13 Mit Server synchronisieren Ja SNTP-Server 1 SNTP-Server 2 SNTP-Server 3 Periode 1 h

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Mit Server syn- chronisierenNein Uhrzeit/Datum des Geräts werden nicht Ja Uhrzeit/Datum des Geräts werden persynchronisiert. o-disch mit einem Zeitserver synchroni-siert.
SNTP-Server ☐Das Gerät unterstützt bis zu drei Zeitserver (SNTP). Dabei ist möglichst der DNS- Name anzugeben, nicht die IP-Adresse.
1 Serveradresse eingeben Erster Zeitserver
2 Serveradresse eingeben Zweiter Zeitserver
3 Serveradresse eingeben Dritter Zeitserver
Periode 1 h Synchronisation jede Stunde
12 h Synchronisation alle 12 Stunden
24 h Synchronisation alle 24 Stunden

SNTP-Server

Die Serverliste wird von oben nach unten abgearbeitet, d. h. der nächste Zeitserver in der Liste wird nur angefragt, wenn der vorhergehende nicht erreichbar ist. Wenn zum vorgesehenen Synchronisationszeitpunkt kein Zeitserver erreichbar ist, wird die Synchronisation später nochmals versucht (Wiederholungszeit startet bei 1 Minute und wird variiert). Nach fünf Fehlversu-

7 Konfiguration

chen wird die Meldung "Zeitserver-Fehler" in die Ereignisliste eingetragen. Nach Ablauf der Periode wird erneut versucht, die Uhrzeit zu synchronisieren.

Zeitzone und Sommerzeit

Der SNTP-Server liefert stets die UTC-Zeit, so dass sowohl die Zeitzone als auch der Zeitpunkt der Sommerzeitumschaltung nur durch die Konfiguration des Geräts vorgegeben werden (Konfiguration > Datum und Uhrzeit).

Abweichungstoleranz

Die Synchronisation von Uhrzeit und Datum ist von der sogenannten Abweichungstoleranz (30 s) abhängig.

Wenn die Abweichung von Uhrzeit/Datum zwischen Server und Gerät kleiner oder gleich der Abweichungstoleranz ist, wird die Uhrzeit im Gerät langsam angepasst (interne Uhr läuft geringfügig schneller bzw. langsamer), ohne eine neue Konfiguration zu erzeugen. Dies trifft auch in den unten genannten Sonderfällen zu.

Wenn die Abweichung von Uhrzeit/Datum zwischen Server und Gerät größer als die Abweichungstoleranz ist, wird automatisch eine neue Konfiguration erzeugt und Uhrzeit/Datum im Gerät werden sofort auf den neuen Wert vom Server gesetzt (Sprung der Uhrzeit). In folgenden Sonderfällen gilt dies jedoch nicht:

  • Chargenprotokollierung ist aktiv
  • Setup-Übertragung ist aktiv
  • Übertragung von Messdaten per PCC-Programm ist aktiv
  • am Gerät sind Bedienfenster geöffnet (z. B. Konfiguration)
  • Speichermanager ist aktiv (z. B. Daten auf USB-Speicherstick schreiben)

In den genannten Sonderfällen wird die Zeitsynchronisation abgebrochen, und ein weiterer Versuch wird nach 1 Minute durchgeführt. Bei weiteren Fehlversuchen wird die Wiederholungszeit leicht variiert, damit die Zeitabfrage nicht mehr im gleichen Intervall stattfindet wie das andere Ereignis, das die Zeitsynchronisation verhindert (z. B. PCC-Übertragung).

7.27 Undokumentierte Parameter

Jumo Logoscreen 600 - Undokumentierte Parameter - 1

VORSICHT!

Falsche Einstellung der „undokumentierten Parameter“.

Das System reagiert nicht, wie es sollte.

Undokumentierte Parameter dürfen nur geändert werden, wenn der Anwender von einem Servicetechniker des Herstellers dazu aufgefordert wird.

Dieses Kapitel beschreibt die Parametrierung des Bildschirmschreibers, die grundsätzlich nur am Gerät möglich ist: HAUPTMENÜ > PARAMETRIERUNG

Sofern ein Parameter auch im Setup-Programm oder über Modbus einstellbar ist, wird darauf hingewiesen.

Jumo Logoscreen 600 - VORSICHT! - 1

HINWEIS!

Die Parametrierung im Gerät steht nur zur Verfügung, wenn ein Benutzer angemeldet ist und der Benutzer die erforderlichen Rechte besitzt.

Werkseitige Einstellungen sind in den Parametertabellen fett dargestellt.

8.1 Feinabgleich

Mit dem kundenspezifischen Feinabgleich können die Messwerte des Analogeingangs korrigiert werden. Im Gegensatz zum Offset, mit dem für die gesamte Kennlinie ein konstanter Korrekturwert vorgegeben wird, lässt sich mit dem Feinabgleich auch die Steigung der Kennlinie verändern.

Geräte-Dialog

Analogeingang 1 11:33:55 Aktiv Ja Anfangswert Ist +0.0000 Endwert Ist +1.0000 Anfangswert Soll +0.0000 Endwert Soll +1.0000

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktiv Ja Die Funktion zur Durchführung des Nein Funktion ist nicht aktiv.Feinabgleichs ist aktiv.
Anfangswert Ist -99999 ... 0 ... +99999Unterer Anzeigewert
Endwert Ist -99999 ... 1 ... +99999 Oberer Anzeigewert
Anfangswert Soll -99999 ... 0 ... +99999Unterer Referenzwert
Endwert Soll -99999 ... 1 ... +99999 Oberer Referenzwert

Beispiel

Die Temperatur in einem Ofen wird mit einem Widerstandsthermometer gemessen und angezeigt. Aufgrund einer Temperaturdrift des Sensors weicht die tatsächliche Temperatur (Referenzmessung) von dem angezeigten Wert ab. Die Abweichung ist am unteren und am oberen Messpunkt unterschiedlich groß, so dass eine Messwertkorrektur (Offset) nicht geeignet ist.

Anfangswert Ist: 15 °C (angezeigter Wert)

Anfangswert Soll: 20 °C (Referenzmessung)

Endwert Ist: 70 °C (angezeigter Wert)

Endwert Soll: 80 °C (Referenzmessung)

(4) 20°C / 80°C (3) 15°C / 70°C (1) 20°C / 80°C (2)

(1) Anzeigewerte (2) Referenzwerte
(3) Ofen (4) Sensor im Widerstandsthermometer

Feinabgleich durchführen

1) Unteren Wert (möglichst niedrig und konstant) mit Referenzmessgerät ermitteln. Beispiel: Ofentemperatur auf 20°C einstellen.
2) Den Anzeigewert als Anfangswert Ist und den Referenzwert als Anfangswert Soll eingeben. Beispiel: 15 und 20 eingeben.
3) Oberen Wert (möglichst hoch und konstant) mit Referenzmessgerät ermitteln. Beispiel: Ofentemperatur auf 80°C erhöhen.
4) Den Anzeigewert als Endwert Ist und den Referenzwert als Endwert Soll eingeben. Beispiel: 70 und 80 eingeben.

Kennlinie

Das folgende Diagramm zeigt, wie sich die Kennlinie durch den Feinabgleich ändert (Schnittpunkt mit x-Achse sowie Steigung).

Jumo Logoscreen 600 - Kennlinie - 1

y Anzeigewert (1) Kennlinie vor Feinabgleich x Referenzwert (2) Kennlinie nach Feinabgleich

Feinabgleich zurücksetzen

Um den Feinabgleich rückgängig zu machen, müssen folgende Einstellungen vorgenommen werden:

Anfangswert Ist = Anfangswert Soll

Endwert Ist = Endwert Soll

8.2 Zähler/Integratoren

Mit dieser Funktion wird der aktuelle Zähler-/Integratorstand geändert (z.B. auf 0 oder einen beliebigen Wert). Der Zähler-/Integrator läuft dann mit diesem neuen Wert weiter, wobei der Zeitraum für die Aufsummierung nicht neu gestartet wird.

Die Änderung wird in der Ereignisliste mit Angabe des alten und des neuen Wertes protokolliert und ist nur einmalig wirksam. Der alte Wert wird nicht gespeichert.

Geräte-Dialog

Jumo Logoscreen 600 - Geräte-Dialog - 1

bar | Category | Value | |---|---| | Aktueller Wert | +0.000000000 | | Startwert | +0.000000000 |

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Aktueller Wert (nurAnzeige) Anzeige des aktuellen Zähler-/lIntegra- torstands
Startwert-999999999 bis 0 bis +999999999Neuer Startwert für den Zähler/Integra- tor

8 Parametrierung

8.3 Grenzwertüberwachungen

Ab Geräteversion 02 sind Grenzwert und Schaltdifferenz der allgemeinen Grenzwertüberwachungen auch in der Parametrierung einstellbar. Voraussetzung hierfür ist, dass die Grenzwertüberwachung zuvor konfiguriert wurde.

→ Kapitel 7.14 "Grenzwertüberwachungen", Seite 133

Grenzwert und Schaltdifferenz können auch in der Konfiguration sowie über Modbus eingestellt werden.

Geräte-Dialog

Grenzwertüberwachung 1 16:04:14 Kanal-Bezeichnung GW 01 Kanal-Beschreibung Grenzwertüberwach. 01 Signalquelle Analogeingang 1 ▲ Alarm Grenzwert +0,0000 °C Schaltdifferenz +0,0000 °C

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Kanal-BezeichnungKeine Name (Kurzbezeichnung), wie konfiguriert.
Kanal-BeschreibungKeine Beschreibung (Bezeichnung), wie konfiguriert.
Signalquelle KeineEingangssignal der Grenzwertüberwachung (zu überwachendes Signal), wie konfiguriert.
Grenzwert-99999 bis 0 bis +99999Wird der Grenzwert überschritten (bei Max.-Alarm) oder unterschritten (bei Min.-Alarm), liegt eine Grenzwertverletzung vor.
Schaltdifferenz0 bis 99999Die Schaltdifferenz dient zur Unterdrückung von ständigen Schaltvorgängen des Statussignals bei Schwankung des Eingangssignals um den Grenzwert.

8.4 Datum und Uhrzeit

Mit dieser Funktion werden das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit des Gerätes eingestellt und die Zeitzone ausgewählt. Außerdem werden hier die Einstellungen für Beginn und Ende der Sommerzeit vorgenommen.

Datum und Uhrzeit des Gerätes können auch mit dem Setup-Programm eingestellt werden, indem Datum und Uhrzeit des PCs verwendet werden:

→ Kapitel 10.2 "Datum und Uhrzeit", Seite 256

Datum und Uhrzeit lassen sich auch mit Hilfe eines Zeitservers einstellen:

→ Kapitel 7.26 "Zeitserver (SNTP)", Seite 193

Geräte-Dialog

Datum und Uhrzeit 10:49:00 Akt. Datum-Zeit 05.05.2015 10:48:33 Umschaltung Sommerzeit Automatisch Zeitzone UTC+1h (CET) Beginn Sommerzeit Monat März Wochentag/Tag Sonntag Tag im Monat Letzter Uhrzeit 02:00:00 Ende Sommerzeit

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Akt. Datum-Zeit Datum und Uhrzeit eingeben Datum und Uhrzeit werden erst dann übernommen, wenn der Dialog „Datum und Uhrzeit“ mit dem Haken (Nbeendet wird.
Umschaltung SommerzeitInaktiv Keine automatische Umschaltung Automatisch Automatische Umschaltung entsprechend der Einstellungen für Beginn Sommerzeit und Ende Sommerzeit Eine Änderung der Einstellung kann zur Änderung der Uhrzeit führen.
Zeitzone UTC+1h(CET)(Dropdown-Menü)Zeitzone ohne Berücksichtigung der SommerzeitEine Änderung der Zeitzone führt zur Änderung der Uhrzeit.

8 Parametrierung

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Beginn SommerzeitJanuar bisMärzbis Dezember MonatErster, Zweiter, Dritter, Vierter,LetzterSonntagbis Samstag, 1 bis 31 Wochentag/Tag00:00 bis02:00bis 24:00 UhrzeitWochentag im Monat
Ende SommerzeitJanuar bisOktoberbis Dezember MonatErster, Zweiter, Dritter, Vierter,LetzterSonntagbis Samstag, 1 bis 31 Wochentag/Tag00:00 bis03:00bis 24:00 UhrzeitWochentag im Monat

Jumo Logoscreen 600 - Parametrierung - 1

HINWEIS!

Im Setup-Programm werden Zeitzone und Sommerzeit in der Konfiguration eingestellt (Konfigurationsebene > Datum und Uhrzeit).

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Jede Änderung von Datum und Uhrzeit führt zu einer neuen Konfiguration.

8.5 Charge

Mit dieser Funktion wird eine Startnummer für die Chargennummer vorgegeben.

Die Chargennummer wird im Chargenprotokoll verwendet. Am Ende der Chargenprotokollierung wird der Wert um eins inkrementiert.

Geräte-Dialog

Charge 16:16:35 Chargennummer 0

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Chargennummer0 bis 999999999Startnummer für die Chargennummer

8 Parametrierung

8.6 Systemdaten

Der Parameter „Ländereinstellungen nach Netz-Ein“ entscheidet, ob nach dem nächsten Einschalten des Gerätes die Sprache und weitere länderspezifische Einstellungen (Temperatur-Einheit, Zeitzone, Sommerzeit) ausgewählt werden können.

Dieser Parameter kann auch in der Konfiguration eingestellt werden, allerdings nur mit dem Setup-Programm:

→ Kapitel 7.4 "Gerät", Seite 96

Ab Geräteversion 02 enthält dieses Menü zusätzlich den Parameter „Benutzer getrennt übertragen“.

Geräte-Dialog

Systemdaten 08:34:16 Ländereinstell. nach Netz-Ein Nein Benutzer getrennt übertragen Nein

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Ländereinstellungen nach Netz-EinJa, Nein Bei „Ja“ kann der Anwender unmittelbarnach dem nächsten Einschalten des Gerätes die Einstellungen vornehmen. Der Parameter wird danach automatisch auf „Nein“ zurückgesetzt, so dass nach erneutem Einschalten keine Einstellungen erfolgen.Die Ländereinstellungen werden auch beim erstmaligen Einschalten des Gerätes im Rahmen der Inbetriebnahme vorgenommen.
Benutzer getrennt übertragen (ab Geräteversion 02)Ja, Nein Nur bei Gerät ohne Typenzusatz 888(FDA): Bei „Ja“ wird die Benutzertabelle (Tabelle mit Benutzer-Id und Name, Passwort, Gruppenzuordnung) nicht zusammen mit der Konfiguration und den Benutzergruppen zum Gerät übertragen. Die Benutzertabelle kann dann nur separat übertragen werden.⇒ Kapitel 6.3.6 "Fenster", Seite 83, Benutzerliste

8 Parametrierung

Jumo Logoscreen 600 - Parametrierung - 1

HINWEIS!

Die in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen können nur mit dem Setup-Programm konfiguriert werden.

Werkseitige Einstellungen sind in den Parametertabellen fett dargestellt.

9.1 Ländereinstellungen

Textbibliothek

In der Textbibliothek werden die verschiedenen Sprachen und länderspezifischen Einstellungen wie Datumsformat und Dezimalzeichen projektunabhängig verwaltet.

Funktion in der Menüleiste: EXTRAS > TEXTBIBLIOTHEK

Diese Funktion steht nur zur Verfügung, wenn eine Lizenznummer registriert wurde, die die Bearbeitung der Textbibliothek beinhaltet.

Ländereinstellungen

Die Ländereinstellungen (Sprache und länderspezifische Einstellungen wie Datumsformat und Dezimalzeichen) werden vom Setup-Programm beim Erzeugen einer Setup-Datei aus der Textbibliothek übernommen. Dabei werden zunächst die ersten beiden Sprachen (Sprache 1 und Sprache 2) übernommen. Weitere Sprachen können vom Anwender hinzugefügt werden. Eine Ländereinstellung kann an eine andere Position in der Liste verschoben werden („Sprache sortieren“). Die ersten 15 Ländereinstellungen in der Liste werden an das Gerät gesendet und stehen dort für die Sprachumschaltung zur Auswahl.

Jumo Logoscreen 600 - Ländereinstellungen - 1

HINWEIS!

Sprachen können sowohl in der Textbibliothek als auch in den Ländereinstellungen bearbeitet werden. Grundsätzlich sollten alle länder- oder kundenspezifischen Änderungen in der Textbibliothek vorgenommen werden, während projektsspezifische Anpassungen in den Länder-einstellungen durchgeführt werden.

Setup-Dialog

Ländereinstellungen 1: German 100.0% 2: English 98.9% Kennung: 88AD474D-1018-4099-B9F5-1AA4EA707552 Sprache: German (Standardsprache) Datumformat: TTMMJJJJ Trennzeichen (Datum): . Trennzeichen (Zeit): : Dezimalzeichen: Zeicheneingabe Sonderzeichen 1 Sonderzeichen 2 Sonderzeichen 3 Sonderz q w e r t z u i o p a s d f g h j k l y x c v b n m < - , . Zeichen 1: qQ@ Sprache sortieren: Sprache ▶ OK Abbrechen

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Parameter

Parameter AuswahlEinstellungen Beschreibung
Kennung (kein Eingabefeld)Interne Kennung (nur für Servicezwecke zur Identifikation der Sprache)
Sprache Werkseitig eingestellten Text verwenden oder anderen Text eingeben.Bezeichnung der Sprache
DatumsformatTTMMJJJJ Beispiel: 31.12.2010MMTTJJJJ Beispiel: 12-31-2010JJJJMMTT Beispiel: 2010-12-31
Trennzeichen (Zeit)Werkseitig eingestelltes Zeichen verwenden oder anderes Zeichen eingeben.Beispiel für Trennzeichen „:“ (Doppelpunkt):23:59:59
Trennzeichen (Datum)Werkseitig eingestelltes Zeichen verwenden oder anderes Zeichen eingeben.Beispiel für Trennzeichen „:“ (Punkt):31.12.2010
Dezimalzeichen WWerkseitig eingestelltes Zeichen verwenden oder anderes Zeichen eingeben.Beispiel für Dezimalzeichen „,“(Komma):100,5
Zeicheneingabe (Standard-Tastaturlayout), Sonderzeichen 1 bis Sonderzeichen 5Tastaturlayout der virtuellen Tastatur des Gerätes (Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen)Im Standard-Tastaturlayout kann jede Taste mit bis zu 10 Zeichen belegt werden.In den übrigen Tastaturlayouts (Sonderzeichen 1 bis 5) ist nur ein Zeichen pro Taste möglich.
Virtuelle Taste im Tasturfeld mit der linken Maustaste anklicken. Tastenbelegung bei Bedarf im Textfeld (unterhalb des Tastaturfelds) ändern.Die betreffende Taste wird ausgewählt und im Textfeld erscheinen die Zeichen, mit denen die Taste belegt ist. Das erste Zeichen von links entspricht der Tasten-beschriftung.

Sprache

Nach Betätigen der Schaltfläche SPRACHE erhält der Anwender verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten:

Sprache Neue Sprache Bearbeiten Löschen Kopieren Erstellen Aus Setupdatei Aus aktueller Bibliothek Aus anderer Bibliothek

Der Anwender kann beispielsweise eine Sprache bearbeiten oder eine neue Sprache - ausgehend von einer vorhandenen Sprache - erstellen.

Funktionen zur Sprachbearbeitung

Auswahl Untermenü Funktion
Neue Sprache ...ErstellenAusgehend von der ausgewählten Sprache wird eine neue Sprache erstellt.
Auswahl Untermenü Funktion
Neue Sprache ...Aus Setup-Datei Die neue Sprache wird aus einer bestehenden Setup-Datei erstellt. Dazu muss der Anwender die Setup-Datei aus einen Verzeichnis auswählen (Datei mit der Endung „323“). Enthält die Setup-Datei mehrere Sprachen, werden diese zur Auswahl angeboten.
Neue Sprache ...Aus aktueller Bibliothek Die neue Sprache wird aus der Textbibliothek des aktuellen Setup-Programms erstellt. Enthält die Textbibliothek mehrere Sprachen, muss der Anwender die gewünschte Sprache auswählen.
Neue Sprache ...Aus anderer Bibliothek Die neue Sprache wird aus einer anderen Textbibliothek erstellt. Dazu muss der Anwender die Textbibliothek aus einen Verzeichnis auswählen (Datei mit der Endung „.dat“). Enthält die Setup-Datei mehrere Sprachen, werden diese zur Auswahl angeboten.
Bearbeiten Öffnetdas Fenster „Gerätetexte“, indem die Sprache (Zielsprache) bearbeitet werden kann.
Löschen Löscht die ausgewählte Sprache.
Kopieren Kopiert die ausgewählte Sprache.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.2 Benutzerliste

In der Benutzerliste werden Benutzer-ID, Name und Passwort für die verschiedenen Benutzer vergeben sowie deren Rechte verwaltet. Bis zu fünf Benutzer mit unterschiedlichen Rechten werden vom System unterstützt.

Diese Einstellungen sind für die Anmeldung am Gerät maßgeblich. Sie betreffen nicht die Anmeldung am Setup-Programm.

Außerdem werden hier die öffentlichen Rechte festgelegt. Diese kommen dann zum Tragen, wenn kein Benutzer am Gerät angemeldet ist.

Jumo Logoscreen 600 - Benutzerliste - 1

HINWEIS!

Ab Geräteversion 02: Bei einem Gerät ohne Typenzusatz 888 (FDA) entscheidet der Parameter „Benutzer getrennt übertragen“, ob die Benutzertabelle (Benutzer-Id und Name, Passwort, Gruppenzuordnung) getrennt von der Konfiguration und den Benutzergruppen zum Gerät übertragen wird.

Siehe Kapitel „Parametrierung“ > „Systemdaten“.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Ab Geräteversion 02: Bei einem Gerät mit Typenzusatz 888 (FDA) steht diese Funktion im Setup-Programm nicht zur Verfügung, da die Benutzerliste ausschließlich mit der PC-Security-Manager-Software PCS erstellt werden kann. Bis zu 50 Benutzer können so verwaltet werden; hierzu ist das Recht "Benutzer verwalten" erforderlich.

Siehe Betriebsanleitung zur PC-Security-Manager-Software PCS (B 709703.0 bzw. 70970300T96...).

Setup-Dialog

Benutzerliste Gruppe 1: Masters Gruppen-Bezeichnung: Masters Rechte: ... Benutzer 1: System-Master ID: Master Name: System-Master Password: ************ Gruppenzuordnung: ✓Gruppe 1: Masters □Gruppe 2: Users 1 □Gruppe 3: Users 2 □Gruppe 4: Users 3 □Gruppe 5: Services □Gruppe 6: Group 6 □Gruppe 7: Group 7 □Gruppe 8: Group 8 □Gruppe 9: Group 9 □Gruppe 10: Group 10 □Gruppe 11: Group 11 □Gruppe 12: Group 12 □Gruppe 13: Group 13 □Gruppe 14: Group 14 □Gruppe 15: Group 15 OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Passwortregeln Schaltfläche betätigen⇒ Kapitel 9.2.2 "Passwortregeln", Seite 210
Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
ZeichentabelleSchaltfläche betätigen⇒ Kapitel 9.2.3 "Zeichentabelle", Seite 212
Gruppe 1 ... Gruppe 15, Öffentliche RechteBetreffende Benutzergruppe aus der Dropdown-Liste auswählen.Die nachfolgenden Parameter „Gruppen-Bezeichnung“ und „Rechte“ beziehen sich auf die ausgewählte Benutzergruppe.Mit der Auswahl “Öffentliche Rechte“ werden die Rechte für einen nicht ange-meldeten Benutzer definiert.
Gruppen-BezeichnungWerkseitig vergebene Bezeichnung verwenden oder andere Bezeichnung vergeben.Als Bezeichnung sollte ein Text verwendet werden, der die Funktion (Rechte) der Benutzergruppe beschreibt.
Rechte Schaltfläche betätigen Rechte der Benutzergruppe⇒ Kapitel 9.2.5 "Rechte (Benutzer-rechte)", Seite 214
Benutzer 1 ... Benutzer 5Betreffenden Benutzer aus der Dropdown-Liste auswählen.Die werkseitigen Einstellungen für den jeweiligen Benutzer werden angezeigt und können vom Anwender verändert werden.⇒ Kapitel 9.2.1 "Werkseitige Benutzer-einstellungen", Seite 210
ID Werkseitig vergebene ID verwenden oder andere ID vergeben.Die ID (Benutzer-ID) wird bei der Anmeldung in der Benutzerliste angezeigt.
Name Werkseitigvergebenen Namen verwenden oder anderen Namen vergeben.Als Name sollte ein Text verwendet werden, der die Funktion (Rechte) des Benutzers beschreibt.Der Name wird bei der Anmeldung nicht angezeigt oder abgefragt.
Passwort Werkseitigvergebenes Passwort verwenden oder anderes Passwort vergeben.Das Passwort wird bei der Anmeldung abgefragt.
GruppenzuordnungEine oder mehrere Benutzergruppen auswählen (Haken setzen).Der betreffende Benutzer erhält die Rechte, die mit der ausgewählten Benutzergruppe verbunden sind.

Gruppe 1 ... Gruppe 15, Öffentliche Rechte

Zur Vergabe von Benutzerrechten sind bis zu 15 Gruppen vorgesehen, denen bestimmte Rechte zugewiesen werden. Für jede Gruppe kann ein individueller Name vergeben werden, um die einzelnen Gruppen besser unterscheiden zu können (z. B. "Masters", "Users", "Service"). Rechte, die der Gruppe "Öffentliche Rechte" zugewiesen werden, gelten für einen nicht angemeldeten Benutzer.

Benutzer 1 ... Benutzer 5

Bis zu 5 Benutzer können verwaltet werden, wobei jeder Benutzer einer oder mehreren Gruppen zugeordnet wird. Dadurch erhält er die mit der jeweiligen Gruppe verbundenen Rechte.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.2.1 Werkseitige Benutzereinstellungen

Benutzer 1 ist mit allen Rechten ausgestattet (Master). Benutzer 2 bis 4 (User 1 bis User 3) und Benutzer 5 (Service) haben eingeschränkte Rechte.

Benutzer 5 ist für die Durchführung von Servicefunktionen vorgesehen. Er unterscheidet sich von Benutzer 1 dadurch, dass er keine Benutzer verwalten kann und keine Registrierdaten löschen darf. Benutzer 2 bis 4 haben identische Rechte.

Benutzer 1 bis 5 sind sowohl für direkte Anmeldung am Gerät als auch für die indirekte Anmeldung über das Setup-Programm am Gerät vorgesehen.

Die einzelnen Rechte des jeweiligen Benutzers sind mit dem Setup-Programm individuell einstellbar.

Werkseitig sind die folgenden IDs, Namen und Passwörter eingestellt:

Benutzer ID Name Passwort
Benutzer 1 Master System Master 9200
Benutzer 2 User 1 Data Management 1
Benutzer 3 User 2 Data Management 2
Benutzer 4 User 3 Data Management 3
Benutzer 5 Service Service 9200

9.2.2 Passwortregeln

Durch die Re-Authentifizierung wird gewährleistet, dass ein Benutzer nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit sich erneut am Gerät anmelden muss, wenn zwischenzeitlich keine Bedienung erfolgt. Das Gerät kann auf diese Weise vor unberechtigtem Bedienen geschützt werden.

Der Benutzer wird nicht sofort nach dem Ablauf der Zeit abgemeldet, sondern erst, wenn die nächste Bedienung erfolgt. Dann erscheint eine Meldung, die zum erneuten Anmelden auffordert. Nachdem diese Meldung mit „OK“ bestätigt wurde, kann sich der Benutzer neu anmelden.

Befindet sich das Gerät in einem Zustand, in dem keine Bedienung möglich ist (z. B. während der Konfiguration), wird der Ablauf der Zeit angehalten.

Setup-Dialog

Passwortregeln Re-Authentifizierung: 0 s Kommentar mit Authentifizierung OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Re-Authentifizierung0 bis 65535 Zeit, nach der eine erneute Anmeldung erforderlich ist.0 = Funktion ist deaktiviert
Kommentar mit Authentifizierung (ab Geräteversion 02)Ja (☑ Nein ( )Bei „Ja“ muss der Benutzer eine Benutzer-ID auswählen und das Passwort eingeben, um einen Kommentartext einzugeben. Der Kommentartext wird zusammen mit der Benutzer-ID in die Ereignisliste eingetragen.

Kommentar mit Authentifizierung

Einen Kommentar mit Authentifizierung kann jeder Benutzer leisten, der die entsprechende Berechtigung besitzt (Recht "Registrierdaten anschauen und Historie auswerten"). Dies kann auch ein anderer Benutzer sein als der, der aktuell angemeldet ist.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.2.3 Zeichentabelle

In der Zeichentabelle werden die Zeichen festgelegt, die bei der Vergabe des Passworts zur Verfügung stehen.

Die Zeichen werden am Gerät in Form einer virtuellen Tastatur dargestellt, die in Ebenen organisiert ist.

Wird ein Passwort mit dem Setup-Programm vergeben bzw. geändert, sind ebenfalls nur die hier festgelegten Zeichen zulässig. Die Unterteilung in Ebenen ist dabei ohne Bedeutung.

Setup-Dialog

Zeichentabelle Legen Sie hier die gültigen Zeichen für die Passworteingabe fest: Zeichen 1 Überschrift A..Z Kategorie: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ. OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Zeichen 1 ... Zeichen 16 (Zeichenebene)Ebene aus der Dropdown-Liste auswählen.Die werkseitig vorbelegten Ebenen 1 bis 4 können nicht bearbeitet werden. Weitere Ebenen lassen sich anwenderspezifisch hinzufügen.Ebene der virtuellen Tastatur bei der Passwortvergabe am GerätDie virtuelle Tastatur kann aus bis zu 16 Ebenen mit jeweils bis zu 32 Zeichen bestehen.
Überschrift Werkseitig vergebenen Text verwenden oder anderen Text eingeben.Kurz-Bezeichnung für die Ebene der virtuellen Tastatur des Geräts (wird derzeit nicht verwendet).
Kategorie Zutreffende Kategorie aus der Dropdown-Liste auswählen (bei Bedarf).Die Kategorie erlaubt die Unterscheidung der Ebenen nach der Art der dort definierten Zeichen.
Eingabefeld (unten)Zeichen eingeben bzw. ändern Die Zeichen werden im Tastaturfeld in der eingegebenen Reihenfolge (von links nach rechts, von oben nach unten) dargestellt). Die Darstellung entspricht im Prinzip der virtuellen Tastatur des Geräts.

9.2.4 Öffentliche Rechte

Die öffentlichen Rechte gelten für einen Benutzer, der nicht am System angemeldet ist.

Setup-Dialog

Öffentliche Rechte Setup Configuration schreiben Zeteinstellung Fenabgelt (am Gerät) Configuration lesen Registrierdaten Registrierdaten auslesen, inkl. Speicheralarm löschen Registrierdaten nur auslesen (Speicheralarm bleibt) Registrierdaten anschauen Registrierdaten anschauen und Historie auswerten Registrierdaten löschen (im Gerät) Allgemein Chargentexte eingeben Geräte-info-bild anschauen Sicherheit Ereignisliste anschauen Benutzerliste zurücksetzen Mixed Audit-Trail anschauen Zähler setzen Alarm quittieren Service Symbole für eine Gruppe von Rechten Mindestens ein Recht Keine Rechte Symbole für einzelne Rechte Benutzer hat kein Recht Benutzer hat das Recht OK Abbrechen

Rechte vergeben

Die Rechte sind in Form einer Baumstruktur aufgelistet. Ein Klick auf „+“ erweitert die Darstellung, so dass die jeweiligen Unterpunkte (einzelne Rechte) sichtbar werden. Ein Klick auf „-“ reduziert die Darstellung, so dass nur der übergeordnete Punkt (Gruppe) sichtbar ist.

Die Rechte werden durch einen Klick auf die zugehörige Auswahlbox aktiviert.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.2.5 Rechte (Benutzerrechte)

Die Benutzerrechte gelten für den betreffenden Benutzer, wenn er am Gerät angemeldet ist.

Setup-Dialog

Gruppe 1: System-Master Setup Configuration schreiben Zeteinstellung Fenabgelt (am Gerät) Configuration lesen Registrierdaten Registrierdaten auslesen, inkl. Speicheralarm löschen Registrierdaten nur auslesen (Speicheralarm bleibt) Registrierdaten anschauen Registrierdaten anschauen und Historie auswerten Registrierdaten löschen (im Gerät) Allgemein Chargentexte eingeben Geräte-info-bild anschauen Sicherheit Ereignisliste anschauen Benutzerliste zurücksetzen Mixed Audit-Trail anschauen Zähler setzen Alarm quittieren Service Symbole für eine Gruppe von Rechten Mindestens ein Recht Keine Rechte Symbole für einzelne Rechte Benutzer hat kein Recht Benutzer hat das Recht Verfügbares Recht ohne Anmeldung OK Abbrechen

Rechte vergeben

Die Rechte sind in Form einer Baumstruktur aufgelistet. Ein Klick auf „+“ erweitert die Darstellung, so dass die jeweiligen Unterpunkte (einzelne Rechte) sichtbar werden. Ein Klick auf „-“ reduziert die Darstellung, so dass nur der übergeordnete Punkt (Gruppe) sichtbar ist.

Die Rechte werden durch einen Klick auf die zugehörige Auswahlbox aktiviert.

9.2.6 Übersicht der Rechte

Die folgenden Rechte können als öffentliche Rechte und als Benutzerrechte vergeben werden.

Kategorie Einzelnes Recht
Setup Konfiguration schreiben

Wirkung der Rechte (am Gerät)

Einzelnes Recht Wirkung
Konfiguration schreibenDie Konfiguration kann geschrieben (editiert) und gelesen werden (im Setup-Programm ist nur das Schreiben möglich).In den einzelnen Menüs sind die betreffenden Menüpunkte bzw. Funktionen vorhanden (Hauptmenü: Konfiguration; Untermenü „Service“: Default-Konfiguration laden; Flash-Manager: Konfiguration von USB-Speicherstick lesen, Software-Update).
Zeiteinstellung Im Hauptmenü, Untermenü „Parametrierung“ ist der Menüpunkt „Datum und Uhrzeit“ (Einstellung von Datum, Uhrzeit, Zeitzone und Sommerzeit) verfügbar.Datum und Uhrzeit können auch mit dem Setup-Programm eingestellt werden (Online-Parameter; Verwendung von Datum und Uhrzeit des PCs).
Feinabgleich (am Gerät)Im Hauptmenü, Untermenü „Parametrierung“ ist der Menüpunkt „Feinabgleich“ (Feinabgleich der Analogeingänge) verfügbar.
Konfiguration lesen Die Konfiguration kann gelesen werden.In den einzelnen Menüs sind die betreffenden Menüpunkte bzw. Funktionen vorhanden (Hauptmenü: Konfiguration; Untermenü „Service“: Default-Konfiguration speichern; Flash-Manager: Konfiguration auf USB-Speicherstick schreiben).
Registrierdaten auslesen, inkl. Speicheralarm löschenIm Flash-Manager sind folgende Funktionen verfügbar: Registrierdaten auf USB-Speicherstick schreiben, aktuelle Zähler/Statistik und Registrierdaten auf USB-Speicherstick schreiben.
Registrierdaten nur auslesen (Speicheralarm bleibt)Im Flash-Manager ist folgende Funktion verfügbar: Alle Registrierdaten auf USB-Speicherstick sichern (Backup). – Der Speicheralarm wird gelöscht!Werden die Registrierdaten mit der PCA-Kommunikations-Software PCC ausgelesen, gilt Folgendes:Wenn der über PCC angemeldete Benutzer nur dieses Recht hat und nicht das Recht „Registrierdaten auslesen, inkl. Speicheralarm löschen“, kann er nur die Daten auslesen, aber nicht den Speicheralarm löschen.Um auch den Speicheralarm zu löschen, muss in PCC die betreffende Option aktiv sein (Im Gerät den Speicheralarm nicht löschen: Nein).
Registrierdaten anschauenIm Visualisierungsmenü (Anzeige) sind alle Darstellungen verfügbar (inkl. Chargenprotokoll).
Registrierdaten anschauen und Historie auswertenIm Visualisierungsmenü (Anzeige) sind alle Darstellungen verfügbar (inkl. Chargenprotokoll). Im Kurvendiagramm und im Digitalen Diagramm kann die Speicherdarstellung (Historie) aufgerufen werden. Die Eingabe eines Kommentartexts ist möglich. Im Protokoll der abgeschlossenen Charge kann die Kurvendarstellung geöffnet werden.
Registrierdaten löschenAlle aufgezeichneten Registrierdaten können gelöscht werden (Funktion im Setup-Programm, Online-Parameter).
Gerätezertifikat erstellenEin Gerätezertifikat kann erstellt werden (Funktion im Setup-Programm, Online-Parameter).
Chargentexte eingeben Im Visualisierungsmenü (Anzeige) sind alle Darstellungen verfügbar (inkl. Chargenprotokoll). Im Protokoll der aktuellen Charge können die Chargentexte editiert werden.
Geräte-Info-Bild anschauenIm Hauptmenü ist das Geräteinfo-Menü verfügbar (enthält Informationen über Gerät, aktuelle Prozesswerte und Ethernet-Schnittstelle).
Benutzer verwalten Im Flash-Manager ist folgende Funktion verfügbar: Benutzerliste von USB-Speicherstick lesen.
Ereignisliste anschauen ImIm Alarm- und Ereignismenü ist auch die Ereignisliste verfügbar.
Benutzerliste zurücksetzenDie Benutzerliste kann zurückgesetzt werden (Funktion im Setup-Programm, Online-Parameter).
Audit-Trail anschauen ImHauptmenü ist der Menüpunkt „Audit-Trail-Liste“ verfügbar (Liste enthält alle Audit-Trail-Meldungen).
Zähler setzen Im Hauptmenü, Untermenü „Parametrierung“ sind die Menüpunkte „Zähler/Integratoren“ (Startwert setzen) und „Charge“ (Chargennummer eingeben) verfügbar.
Alarm quittieren In der Alarmliste kann der Sammelalarm quittiert werden.
Service Im Hauptmenü ist der Menüpunkt „Service“ verfügbar. Im Flash-Manager ist die Funktion „Servicedaten auf USB-Speicherstick schreiben“ verfügbar.
Anmeldung nur über Setup-ProgrammDer Benutzer kann sich nur mit dem Setup-Programm am Gerät anmelden; im Gerät kann der Benutzer nicht ausgewählt werden.
Typenzusätze freigebenTypenzusätze können freigegeben werden (Funktion im Setup-Programm, Online-Parameter).
Prozessbild-Bedienung ImIm Prozessbild kann im Falle eines Eingabeobjektes ein Wert bzw. Text eingegeben werden (sofern das Objekt editierbar ist).
Parametrierung schreibenIm Hauptmenü ist der Menüpunkt „Parametrierung“ verfügbar; die Parameter in den Untermenüs können editiert werden.
Parametrierung lesenIm Hauptmenü ist der Menüpunkt „Parametrierung“ verfügbar; die System-daten können gelesen werden.
Chargen bestätigen, Elektronische Unterschrift (am Gerät)Der Benutzer kann eine elektronische Unterschrift leisten für eine abgeschlossene Charge, für die Registrierdaten eines bestimmten Zeitbereichs oder beim Abmelden (sofern in PCS entsprechend konfiguriert).

9.2.7 Verhalten nach Netz-Ein

Nach jedem Einschalten des Geräts muss sich der Benutzer neu anmelden.

Änderungen der Benutzerliste werden bei Netz-Aus gesichert.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.2.8 Know-how-Schutz

Die Konfiguration des Geräts beinhaltet in der Regel spezifisches Know-how des Anwenders, das vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden soll.

Das Gerät stellt mehrere Rechte zur Verfügung, die je nach Anforderung einstellbar sind und als Know-how-Schutz dienen :

- Das Recht „Konfiguration lesen“ verhindert gemeinsam mit dem Recht „Konfiguration schreiben“ (beide Rechte deaktiviert) die Sichtbarkeit der Konfiguration am Gerät.

- Das Recht „Konfiguration lesen“ (Recht deaktiviert) verhindert das Kopieren auf einen USB-Speicherstick und das Auslesen mit dem Setup-Programm.

- Mit dem Recht „Benutzer verwalten“ (Recht deaktiviert) kann man verhindern, dass der Know-how-Schutz deaktiviert wird.

- Das Recht „Benutzerliste zurücksetzen“ (Recht deaktiviert) verhindert das Aushebeln des Know-how-Schutzes.

- Mit dem Recht „Anmeldung nur über Setup-Programm“ (Recht aktiviert) kann der Anlagenhersteller zusammen mit den Rechten „Konfiguration schreiben“ und Konfiguration lesen“ dafür sorgen, dass der End-Anwender am Gerät die Konfiguration nicht einsehen kann.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.3 Chargentext

Ein Chargentext wird bei der Konfiguration der Chargeninfo verwendet, entweder per direkter Auswahl aus der Textliste oder als Resultat einer Binärverknüpfung.

Für jede der bis zu 15 Gerätesprachen stehen 128 Texte zur Verfügung, die in diesem Menü individuell editiert werden können.

Setup-Dialog

Chargentext 1: German | 2: English | Chargentext Text Text 1 Chargenlext 1 Text 2 Chargenlext 2 Text 3 Chargonloxt 3 Text 4 Chargenlext 4 Text 5 Chargenlext 5 Text 6 Chargenlext 6 Text 7 Chargenlext 7 Text 8 Chargenlext 8 Text 9 Chargenlext 9 Text 10 Chargenlext 10 Text 11 Chargenlext 11 Text 12 Chargenlext 12 Text 13 Chargenlext 13 Text 14 Chargonloxt 14 Text 15 Chargenlext 15 Text 16 Chargenlext 16 Text 17 Chargenlext 17 Text 18 Chargenlext 18 OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Chargentext Betreffende Gerätesprache (Register-karte) auswählen und den zu ändernden Text in der Spalte „Text“ editieren (max. 160 Zeichen).Text, der in der Textliste für die Konfiguration der Chargeninfo zur Verfügung steht.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.4 E-Mail

Zur Alarmierung kann eine E-Mail an bis zu drei Adressen gleichzeitig über einen Mail-Server gesendet werden. Bis zu 5 Alarmtexte sind konfigurierbar; der Versand wird jeweils über ein Digitalsignal gesteuert.

Setup-Dialog

E-Mail E-Mail-Server: ... Nur von Fachpersonal zu ändern! E-Mail 1 E-Mail 2 E-Mail 3 E-Mail 4 E-Mail 5 E-Mail-Adressen: 1: 2: 3: Achtung: Zeichen außerhalb A..Z, a..t, 0..9, -, _, @, , können zu Problemen führen! Alarmsignal: Keine Auswahl Betreff: Mal Betreff 01 Inhalt: Mal Text 01 OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
E-Mail 1 ... E-Mail 5 (E-Mail-Einstellungen der 5 Alarmtexte)
E-Mail-AdressenDie E-Mail wird an bis zu 3 E-Mail-Adressen (je max. 64 Zeichen) gleichzeitig gesendet.
1 Erste E-Mail-Adresse eingeben2 Zweite E-Mail-Adresse eingeben3 Dritte E-Mail-Adresse eingeben
Alarmsignal Signal, das den E-Mail-Versand auslöst.
Keine Auswahl Keine AlarmmeldungDigitalsignal Alarmmeldung wird durch ein Signal(High-aktiv) ausgelöst, das aus der Liste der Digitalsignale auszuwählen ist (Digitalselektor).
Betreff Text (max. 120 Zeichen) für Betreffzeile der E-Mail
Mail Betreff 01(bei E-Mail 1)Text aus Liste verwenden oder editieren

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Inhalt Text (max. 120 Zeichen) für Textfeld der E-Mail
Mail Text 01 (bei E-Mail 1)Text aus Liste verwenden oder editieren

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Der E-Mail-Versand sollte im Rahmen der Inbetriebnahme getestet werden. Tritt ein Fehler auf, führt dies zu einem Eintrag mit Fehlercode in die Ereignisliste des Gerätes.

Die Schnittstellenbeschreibung enthält eine Auflistung aller Fehlercodes („Fehlercodes als Integer-Rückgabewerte“).

9.4.1 E-Mail-Server

Jumo Logoscreen 600 - E-Mail-Server - 1

HINWEIS!

Die folgenden Einstellungen sind nur von Fachpersonal durchzuführen.

Setup-Dialog

E-Mail-Server Authentifizierung: Keine Benutzername: Ihr Nutzernamne Password: Ihr Passwort SMTP-Server: smtp.example.net Absender (E-Mail-Adresse): gcroct@example.net Achtung: Zeichen außerhalb A..Z, a..z, 0..9, -, _, @, , können zu Problemen führen! OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Authentifizierung Authentifizierung bei der Anmeldung am E-Mail-Server
Keine Keine AuthentifizierungSMTP-Auth Authentifizierung mit Benutzername und Kennwort am SMTP-Server
Benutzername Benutzername (max. 64 Zeichen) zur Anmeldung am E-Mail-Server
Your user name (Ihr Benutzername)(Beispiel)Namen eingeben (auch bei Authentifi-zierung = Nein)
Passwort Passwort (max. 64 Zeichen) zur Anmeldung am E-Mail-Server
Your password (Ihr Kennwort)(Beispiel)Kennwort eingeben (nur bei SMTP-Auth)

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Parameter Auswahlhl/Einstellungen Beschreibung
SMTP-Server Adresse (URL, max. 64 Zeichen) des E-Mail-Servers für SMTP
Absender (E-Mail-Adresse)E-Mail-Adresse (max. 64 Zeichen) als Absenderadresse
geraet@example.net(Beispiel)Adresse eingeben

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Die E-Mail-Übertragung zwischen Gerät und Server erfolgt unverschlüsselt (SMTP: Port 25). Der E-Mail-Versand ist nur möglich, wenn der E-Mail-Anbieter die unverschlüsselte Übertragung unterstützt; gegebenenfalls ist ein anderer Anbieter auszuwählen.

9.5 Webserver

Durch den integrierten Webserver kann der Anwender mit einem Webbrowser komfortabel auf Prozesswerte, verschiedene Visualisierungen sowie die Alarm- und Ereignisliste des Gerätes zugreifen. Der Zugriff kann durch Passwort geschützt werden.

In Gerät steht max. 2 MByte Speicherplatz für HTML-Seiten zur Verfügung. Die Startseite index.htm ist werkseitig vorhanden; der Zugriff mit dem Webbrowser erfolgt durch Eingabe der IP-Adresse des Gerätes. Gegebenenfalls kann auch der DNS-Gerätename verwendet werden.

Jumo Logoscreen 600 - Webserver - 1

HINWEIS!

Für diese Funktion ist das Plug-in Microsoft Silverlight ^1 erforderlich. Bei nicht vorhandenem Plug-in wird im Webbrowser ein Hinweis angezeigt und die Installation angeboten. Unterstützte Webbrowser: Microsoft Internet Explorer ^1 , Mozilla Firefox ^2

^1 Microsoft, Silverlight und Internet Explorer sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation.
^2 Mozilla und Firefox sind eingetragene Marken der Mozilla Foundation.

Setup-Dialog

Webserver Online-Visualisierung: Standardversion Web index.htm OK Abbrechen

Online-Visualisierung

Ab Geräteversion 02 lässt sich die Online-Visualisierung als Standardversion oder Benutzerversion konfigurieren.

In der Standardversion wird zwischen einem Standardgerät und einem FDA-Gerät (Typenzusatz 888) unterschieden:

  • Standardgerät (Ausführung: Standard): Alle Funktionen stehen zur Verfügung.
  • FDA-Gerät (Ausführung: 21 CFR Part 11): Die Funktionen „Importieren“ und „Löschen“ sind gesperrt; es wird immer die vom Hersteller erstellte FDA-konforme Webapplikation zum Gerät übertragen. Im Webbrowser werden nur Daten angezeigt; die Eingabe von Kommentaren ist nicht möglich.

In der Benutzerversion ist keine werkseitige Webapplikation vorhanden. Erstellung und Verwendung der Webapplikation liegen in der Verantwortung des Kunden. Alle Funktionen stehen zur Verfügung.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Funktion der Schaltflächen

Schaltfläche Bezeichnung Beschreibung
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1Web importieren Ordnerauswählen, der die für die Webapplikation benötigten Dateien (u. a. HTML-Dateien) enthält.
[COK8]Web exportieren Ordnerauswählen, in den die für die Webapplikation verwendeten Dateien exportiert werden sollen.
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 2Web löschen Nach Beantwortung der Sicherheitsabfrage werden alle Dateien (außer index.htm) aus der Setup-Datei entfernt.
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 3HTML-Tags Zur Umwandlung von Variablennamen in Adressen zur Webserver-Programmierung werden HTML-Tags verwendet.
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 4Sicherheit Benutzername und Passwort für die Anmeldung sowie die Zeitspanne bis zur automatischen Abmeldung werden hier festgelegt.

HTML-Tags

Nach Betätigen der Schaltfläche "HTML-Tags" öffnet sich dieses Fenster:

Webserver Selektortyp: Lokale Werte aller Typen Analogselektor Digitalselektor In Zwischenablage kopieren Schließen

Die benötigten Variablennamen sind aus den jeweiligen Selektoren auszuwählen.

Sicherheit

Nach Betätigen der Schaltfläche "Sicherheit" öffnet sich dieses Fenster:

Sicherheit Password aktiv: ✓ Benutzername: Master Password: 9200 Zeitüberschreitung: 0 min OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Passwort aktivJa (☑), Nein (☐)Bei „Ja“ muss sich der Benutzer mit Benutzername und Passwort anmelden, um auf die Webseiten zugreifen zu können.Bei „Nein“ ist keine Anmeldung erforderlich.
Benutzername Master(ASCII; max. 31 Zeichen)Benutzername zur Anmeldung am Webserver
Passwort 9200(ASCII; max. 31 Zeichen)Passwort zur Anmeldung am Webserver
Zeitüberschrei-tung0 ... 1092 min Zeit bis zum automatischenLogout,wenn keine Benutzeraktivität festgestellt wird.0 min = kein automatisches Logout

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.6 Elektronische Unterschrift

Dieser Menüpunkt steht ab Geräteversion 02 zur Verfügung, wenn der Typenzusatz 888 (FDA) vorhanden ist.

Diese Einstellungen sind für die Darstellung und die Texteingabe während einer elektronischen Unterschrift von Bedeutung. Ob überhaupt eine elektronische Unterschrift geleistet werden kann bzw. muss, hängt von der Konfiguration in der PC-Security-Manager-Software PCS ab.

Siehe Betriebsanleitung zur PC-Security-Manager-Software PCS.

Setup-Dialog

Elektronische Unterschrift Bezeichnung der Parameter Bedeutung Bedeutung > Unterschrift Unterschrift > Einstellungen für Textauswahl Chargen Abmelden PCA3000 Zeitbereich Textliste anzeigen Erster Text: 1 Anzahl der Texte: 128 Editierbar OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Bezeichnung der Parameter
Bedeutung Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Bezeichnung des Parameters im GerätDer hier eingegebene Text wird als Überschrift oder Zeilenbezeichnung im jeweiligen Geräte-Dialog verwendet.Während der elektronischen Unterschrift kann ein Bewertungstext eingegeben werden, der die Bedeutung der Unterschrift beschreibt (wofür wird unterschrieben).
Unterschrift Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Bezeichnung des Parameters im GerätDer hier eingegebene Text wird als Überschrift oder Zeilenbezeichnung im jeweiligen Geräte-Dialog verwendet.
Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Einstellungen für TextauswahlDie folgenden Parameter entscheiden, ob bei einer elektronischen Unterschrift ein Bewertungstext verwendet werden kann, der die Bedeutung der Unterschrift beschreibt (z. B. "Charge o. k.").Die Parameter sind für die folgenden Anwendungsfälle separat einzustellen:Chargen: Unterschrift für abgeschlossene ChargenAbmelden: Unterschrift beim AbmeldenPCA3000: Nachträgliche Unterschrift für eine abgeschlossene Charge innerhalb der PC-Auswerte-Software PCA3000Zeitbereich: Unterschrift für einen bestimmten Zeitbereich
Textliste anzeigenJa (√), Nein (☐)Bei „Ja“ kann der Bewertungstext (Bedeutung) aus der Textliste (Chargen-texte) ausgewählt werden.
Erster Text1 bis 128Erster Text aus der Textliste von maximal 128 Texten, der auswählbar ist.
Anzahl der Texte1 bis 128Anzahl der auswählbaren Texte (ab dem ersten Text)
EditierbarJa (√), Nein (☐)Bei „Ja“ kann kann ein beliebiger Text eingegeben oder – wenn Textliste anzei-gen = „Ja“ – der Text aus der Textliste editiert werden.Bei „Nein“ und Textliste anzeigen = „Nein“ erfolgt die Unterschrift ohne Bewertungstext.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.7 Modbus-Frames zum Lesen

Mit dieser Funktion lassen sich bis zu 32 Modbus-Frames zum Lesen von Prozesswerten externer Geräte (über Schnittstelle) individuell für die jeweilige Gegenseite zusammenstellen. Die Prozesswerte (Analog- und Digitalwerte; Texte) werden aus dem empfangenen Modbus-Telegramm in die ausgewählten Variablen (externe Eingänge und Texte) geschrieben und stehen für die Verwendung innerhalb des Bildschirmschreibers zur Verfügung.

Mit jedem Frame können bis zu 24 Frame-Einträge mit je einem Prozesswert konfiguriert werden, die aneinandergereiht in einem Modbus-Telegramm übertragen werden.

Setup-Dialog

Modbus-Frames zum Lesen Frame 1 | Frame 2 | Frame 3 | Frame 4 | Frame 5 | Frame 6 | Frame 7 | Frame 8 | Frame 9 | Frame 10 | Frame 11 | Frame 12 | Frame 13 | Kommentar: Frame 01 Schnittstelle: Modbus-Slave Gegebärdresse: 1 Modbus-Startedresse: 0x0000 Master: Zu leesende Adresse 0x8000 Slave-Adresse für ext. Master Frame-Eintrag Externer Eingang Modb.-Adr... Modb.-Adr... Datentyp Bitpos... Fakt Frame-Eintrag 1 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 2 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 3 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 4 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 5 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 6 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 7 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 8 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 9 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 10 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 11 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 12 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 13 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 14 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 15 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Eintrag 16 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x8000 Keiner - - Frame-Länge: 0 Kopieren CEditieren OK Abbrechen Koperen

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Dialog - 2

VORSICHT!

Eine Variable kann in mehreren Frames verwendet werden.

Dadurch werden unterschiedliche Prozesswerte in dieselbe Variable geschrieben.

Der Anwender muss sicherstellen, dass eine Variable nicht unbeabsichtigt überschrieben wird.

Konfiguration und Verwendung der Modbus-Frames zum Lesen werden in der Schnittstellenbeschreibung beschrieben.

⇒ Kapitel 1.4.2 "Gerätedokumentation in Form von PDF-Dateien", Seite 16

9.8 Modbus-Frames zum Schreiben

Mit dieser Funktion lassen sich bis zu 32 Modbus-Frames zum Schreiben von Prozesswerten des Bildschirmschreibers in externe Geräte (über Schnittstelle) individuell für die jeweilige Gegenseite zusammenstellen. Die Prozesswerte (Analog- und Digitalwerte; Texte) werden vom Bildschirmschreiber in die Frames geschrieben und stehen für externe Geräte zur Verfügung. Mit jedem Frame können bis zu 24 Frame-Einträge mit je einem Prozesswert konfiguriert werden, die aneinandergereiht in einem Modbus-Telegramm übertragen werden.

Setup-Dialog

Modbus-Frames zum Schreiben Frame 1 | Frame 2 | Frame 3 | Frame 4 | Frame 5 | Frame 6 | Frame 7 | Frame 8 | Frame 9 | Frame 10 | Frame 11 | Frame 12 | Frame 13 | Kommentar: Frame 01 Schnittstelle: Modbus-Slave Geräbcodrigger: 1 Modbus-StartAdresse: 0x0000 0x9000 Master: Zu schreibende Adresse Slave-Adresse für ext. Master Frame-Eintrag Prozesswert Modb.-Adr... Modb.-Adr... Datentyp Bitpos.... Fak Frame-Eintrag 1 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 2 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 3 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 4 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 5 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 6 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 7 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 8 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 9 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 10 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 11 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 12 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 13 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 14 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 15 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Eintrag 16 Prozesswerte\Keine Auswahl 0x0000 0x9000 Keiner - - Frame-Länge: 0 Fehlerwert: 3e+37 Kopieren Editieren OK Abbrehen Kopieren

Konfiguration und Verwendung der Modbus-Frames zum Schreiben werden in der Schnittstellenbeschreibung beschrieben.

→ Kapitel 1.4.2 "Gerätedokumentation in Form von PDF-Dateien", Seite 16

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.9 Kundenspezifische Linearisierung

Durch die kundenspezifische Linearisierung kann der Anwender eine individuelle Linearisierungskennlinie für Analogeingänge erstellen. Diese Kennlinie kommt bei allen Analogeingängen zur Anwendung, bei denen die entsprechende Linearisierung in der Konfiguration gewählt wurde.

Die Programmierung der kundenspezifischen Linearisierung wird ausschließlich mit dem Setup-Programm durchgeführt. Dabei stehen zwei Verfahren zur Verfügung (Art der Linearisierung): Stützwerte (Wertepaare) oder Formel.

Jumo Logoscreen 600 - Kundenspezifische Linearisierung - 1

HINWEIS!

Es ist möglich, mit Stützwerten und Formel unterschiedliche Kennlinien zu erzeugen. Maßgeblich für die Verwendung im Modul ist jedoch die Kennlinie, die der Formel entspricht. Wenn Stützwerte und Formel beim Verlassen des Dialog mit „OK“ nicht zusammenpassen, erhält der Anwender einen Warnhinweis. Er kann dann die Stützstellen löschen oder die Formel auf Basis der Stützwerte neu berechnen lassen.

Signalfluss

Jumo Logoscreen 600 - Signalfluss - 1

flowchart
graph LR
    A["(1)"] --> B["<<"]
    B --> C[">>>"]
    C --> D["..."]
    D --> E["3"]
    E --> F["+"]
    F --> G["<<"]
    G --> H[">>>"]
    H --> I["(6)"]
    style A fill:#fff,stroke:#000
    style I fill:#fff,stroke:#000

(1) Messwert (4) Offset (normiert)
(2) Überwachung der Messwerte bei Einheitssignalen (Grenzen nach NAMUR)
(3) Linearisierung (Stützstellen/Formel) Stützstellen: Überwachung des Definitionsbereichs (Messwerte) Formel: Überwachung des Wertebereichs (linearisierte Werte) hinsichtlich des Messbereichs (Konfigurationsparameter: Messbereich-Anfang, Messbereich-Ende)

(5) Überwachung der linearisierten Werte hinsichtlich der Skalierung (Konfigurationsparameter: Skalierung-Anfang, Skalierung-Ende)
(6) Linearisierter Wert

Messwert

Die folgende Tabelle zeigt den zulässigen Bereich der Messwerte der Analogeingänge in Abhängigkeit von dem ausgewählten Sensor. Diese Werte stellen die minimalen und maximalen Eingangsgrößen der kundenspezifischen Linearisierung dar.

Sensor UntereGrenzeObere GrenzeBemerkung
Widerstandsthermometer0 Ω400 Ω oder 4000 ΩObere Grenze abhängig von Konfiguration
Thermoelement 0 mV 100 mV
Widerstandspotenziometer/Widerstandsferngeber0 % 100 % Schleiferstellung inProzent vom Gesamtwiderstand (max. 4000 Ω)
Widerstand/Potenziometer0 Ω400 Ω oder 4000 ΩObere Grenze abhängig von Konfiguration
Strom 0 ... 20 mA 0 mA 20,625mA Messbereichsunterschreitung wird nicht erkannt.
Strom 4 ... 20 mA 3,8 mA 20,5 mA
Spannung 0 ... 70 mV-0,875 mV72,1875 mV
Spannung 0 ... 1 V-0,0125 V1,03125 V
Spannung -1 ... +1 V-1,025 V1,0625 V
Spannung 0 ... +10 V-0,125 V10,3125 V
Spannung -10 ... +10 V-10,25 V10,625 V

Jumo Logoscreen 600 - Messwert - 1

HINWEIS!

Im Falle von Strom- und Spannungssignalen wird der Messwert überwacht. Die in der Tabelle angegebenen Strom- und Spannungswerte stellen die Grenzen in Anlehnung an NAMUR-Empfehlung NE 43 dar (Ausnahme: Untere Grenze bei Strom 0 ... 20 mA). Ein Messwert, der außerhalb dieser Grenzen liegt, führt zu einer Messbereichsüberschreitung bzw. -unterschreitung (Out-of-Range).

Linearisierung

In Abhängigkeit von der gewählten Linearisierungsart wird der Definitionsbereich oder der Wertebereich der Linearisierung überwacht.

→ Kapitel 9.9.1 "Stützwerte", Seite 232
→ Kapitel 9.9.2 "Formel", Seite 233

Linearisierter Wert

Der linearisierte Wert wird in Bezug auf den Skalierungsbereich (Anfang, Ende) überwacht. Der Bereich der linearisierten Werte (gegebenenfalls inkl. Offset) wird dadurch wie folgt eingeschränkt:

Untere Grenze = Minimum(Anfang, Ende) - |Ende - Anfang| × 0,0125

Obere Grenze = Maximum(Anfang, Ende) + |Ende - Anfang| × 0,03125

Jumo Logoscreen 600 - Linearisierter Wert - 1

HINWEIS!

Ein linearisierter Wert, der außerhalb dieser Grenzen liegt, führt zu einer Messbereichsüberschreitung bzw. -unterschreitung (Out-of-Range).

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Ein linearisierter Wert, der einen Temperaturwert darstellt, ist ausschließlich in °C anzugeben.

9.9.1 Stützwerte

Die kundenspezifische Linearisierung wird durch die Eingabe von bis zu 40 Stützstellen (Wertepaare X-Y) vorgegeben. Der Wert X steht dabei für den pysikalisch gemessenen Wert (z. B. Spannung in mV, Strom in mA oder Widerstand in Ohm; abhängig vom Sensortyp), der Wert Y stellt den linearisierten Wert dar (z. B. Temperatur in °C).

Setup-Dialog

Kundenspez. Linearisierung Tabelle 1 | Tabelle 2 | Tabelle 3 | Tabelle 4 | Name: Kund1 Beschreibung: Kundenspezifisch 01 Art der Linearisierung: Stützwerte Messbereich-Anfang: 0 Messbereich-Ente: 100 Stützwerte Messwert (X) Linearisierter Wert (Y) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Formel Grafik anzeigen Grafik aktualisierten OK Abbrevien

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Messwert (X)-99999 ... 0 ... +99999Wert der betreffenden Stützstelle auf der x-Achse
Linearisierter Wert (Y)-99999 ... 0 ... +99999Wert der betreffenden Stützstelle auf der y-AchseEinen Temperaturwert immer in °C angeben.

Der Definitionsbereich der Linearisierung (Messwerte, x-Achse) wird im Modul überprüft und wie folgt eingeschränkt:

Untere Grenze des Definitionsbereichs = Xmin - 0,0125 × (Xmax - Xmin)

Obere Grenze des Definitionsbereichs = Xmax + 0,03125 × (Xmax - Xmin)

Jumo Logoscreen 600 - Parameter - 1

HINWEIS!

Ein Messwert, der außerhalb des Definitionsbereichs liegt, führt zu einer Messbereichsüberschreitung bzw. -unterschreitung (Out-of-Range).

Darstellung der Linearisierung in einer Grafik (Schaltfläche „Grafik anzeigen“)

Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.

Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Stützstellen (Tabelle) und der Formel.

Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die kleinste und die größte Stützstelle bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.

Polynom anhand der Stützstellen berechnen (Schaltfläche „fx“)

Nach Eingabe der Wertepaare wird beim Betätigen dieser Schaltfläche ein Polynom berechnet, das den Verlauf der Linearisierungskennlinie beschreibt.

Die berechneten Koeffizienten werden in die Formel übernommen. Die Kennlinien beider Arten der Linearisierung stimmen danach überein.

Sind die x-Werte nicht streng monoton steigend, wird die Linearisierung nicht übernommen. In diesem Fall ist es auch nicht möglich, die Grafik anzuzeigen oder das Polynom zu berechnen.

9.9.2 Formel

Die kundenspezifische Linearisierung wird über ein Polynom 4. Ordnung vorgegeben. Das Polynom wird für den gesamten Linearisierungsbereich berechnet.

Formel des Polynoms: y = X4^x^4 + X3^x^3 + X2^x^2 + X1^x + X0

Setup-Dialog

Kundenspez. Linearisierung Tabelle 1 | Tabelle 2 | Tabelle 3 | Tabelle 4 | Name: Kund 1 Beschreibung: Kundenspezifisch 01 Messbereich-Anfang: 0 Messbereich-Ende: 100 Art der Linearisierung: Formel Stützweite Messwert (X) Linearisierter Wert (Y) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Formel y = 0 ·x⁴ + 0 ·x³ + 0 ·x² + 1 ·x + 0 Grafik anzeigen Grafik aktualisierten OK Abbrevchen

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Messbereich-Anfang (Ymin)-99999 ... 0 ... +99999 Anfangswert der y-AchseEinen Temperaturwert immer in °C angeben.
Messbereich-Ende (Ymax)-99999 ... 100 ... +99999 Endwert der y-AchseEinen Temperaturwert immer in °C angeben.
X0-99999 ... 0 ... +99999Absoluter Anteil des Polynoms (Schnitt-punkt mit der y-Achse)
X1-99999 ... 1 ... +99999Koeffizient des linearen Anteils (x)
X2-99999 ... 0 ... +99999Koeffizient des quadratischen Anteils ( x^2 )
X3-99999 ... 0 ... +99999Koeffizient des kubischen Anteils ( x^3 )
X4-99999 ... 0 ... +99999Koeffizient des quartischen Anteils ( x^4 )

Der Wertebereich der Linearisierung (linearisierte Werte, y-Achse) wird im Modul überprüft und wie folgt eingeschränkt:

Untere Grenze des Wertebereichs = Ymin - 0,0125 × (Ymax - Ymin)

Obere Grenze des Wertebereichs = Ymax + 0,03125 × (Ymax - Ymin)

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Ein linearisierter Wert, der außerhalb des Wertebereichs liegt, führt zu einer Messbereichsüberschreitung bzw. -unterschreitung (Out-of-Range).

Darstellung der Linearisierung in einer Grafik (Schaltfläche „Grafik anzeigen“)

Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.

Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Formel und der Stützstellen (Tabelle).

Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die Werte „Messbereich-Anfang“ und „Messbereich-Ende“ (y-Werte) bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.

9.10 Prozessbilder

Prozessbilder werden zur Visualisierung von Prozessdaten verwendet. Der Anwender kann mit dem Setup-Programm bis zu 6 individuelle Prozessbilder erstellen, die zum Gerät übertragen werden und dort im Menü „Anzeige“ zur Verfügung stehen.

Die Größe eines Prozessbildes (Hintergrund) beträgt 640 Pixel in der Breite und 379 Pixel in der Höhe.

9.10.1 Prozessbildeditor

Setup-Dialog
(1) (2) (3) (4) (5) (7) (8) Prozessbild Aktiv: Name: Prozessbild 1 Hintergrund: ... Hintergrundfarbe: Objete: Nr. X-Position Y-Position Breite Höhe Typ Sichtbar 1 0 0 50 20 Aus Ja 2 0 0 50 20 Aus Ja 3 0 0 50 20 Aus Ja 4 0 0 50 20 Aus Ja 5 0 0 50 20 Aus Ja 6 0 0 50 20 Aus Ja 7 0 0 50 20 Aus Ja 8 0 0 50 20 Aus Ja 9 0 0 50 20 Aus Ja 10 0 0 50 20 Aus Ja 11 0 0 50 20 Aus Ja 12 0 0 50 20 Aus Ja 13 0 0 50 20 Aus Ja 14 0 0 50 20 Aus Ja 15 0 0 50 20 Aus Ja 16 0 0 50 20 Aus Ja Vorschau OK Abbrechen (9) (10)(11)

(1) Objektliste (2) Verwendetes Objekt

(3) Ausgewähltes Prozessbild (4) Prozessbild aktivieren

(5) Hintergrundbild auswählen

(7) Hintergrundfarbe auswählen

(9) Prozessbildeditor verlassen, Einstellungen werden nicht übernommen

(11) Vorschau auf das Prozessbild (Vorschaubild wird im Setup-Programm geöffnet)

(6) Name des Prozessbildes

(8) Navigations- und Bearbeitungsfunktionen

(10) Prozessbildeditor verlassen, Einstellungen werden übernommen

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Navigations- und Bearbeitungsfunktionen

Schaltfläche Funktion
Objekt aus der Objektliste ausschneiden
Objekt in ein anderes Objekt kopieren (nur innerhalb desselben Prozessbildes)
Ausgeschnittenes Objekt in die Objektliste einfügen
Neues Objekt in die Objektliste einfügen
Objekt aus der Objektliste entfernen
Objekt in der Objektliste nach oben verschieben
Objekt in der Objektliste nach unten verschieben
Objekt editieren

9.10.2 Prozessbild erstellen

Ein Prozessbild wird auf folgende Weise erstellt:

Schritt Tätigkeit
1 Das zu erstellende Prozessbild (Prozessbild 1 ... Prozessbild 6) mit der linken Maustaste auswählen.
2 Objekt (Objekte 1 bis 100) in der Objektliste mit der linken Maustaste auswählen.
3 Durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste auf das ausgewählte Objekt oder durch Anklicken des Symbols ( ) das Editieren der Objekteigenschaften starten.
4 Eigenschaften editieren und Dialog mit OK abschließen.
5 Objekt im Vorschaubild überprüfen. Falls erforderlich, die Eigenschaften des Objektes ändern.
6 Weitere Objekte auswählen und editieren.
7 Werkseitig vergebenen Namen des Prozessbildes ändern (falls erforderlich).
8 Bei Bedarf das Hintergrundbild („Hintergrund“) und die Hintergrundfarbe einstellen (die Hintergrundfarbe ist nur erkennbar, wenn das Hintergrundbild nicht den ganzen Prozessbildbereich einnimmt oder beim Bildimport die Option „transparent“ gewählt wurde).
9 Prozessbild aktivieren (nur aktivierte Prozessbilder werden zum Gerät übertragen).
10 Mit OK das Prozessbild in die Setup-Datei übernehmen.
11 Die Setup-Datei in das Gerät übertragen.
12 Am Gerät die Visualisierung (Anzeige) „Prozessbild“ auswählen.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.10.3 Hintergrund

Für den Hintergrund des Prozessbildes kann zusätzlich zur Hintergrundfarbe ein Hintergrundbild verwendet werden. Das Hintergrundbild wird aus der Liste der im Setup-Programm vorhandenen Bilder ausgewählt. Soll die Hintergrundfarbe sichtbar sein, darf das Hintergrundbild nicht den ganzen Prozessbildbereich einnehmen oder es muss transparent sein (Option beim Ersetzen eines Bildes).

Die Liste kann bis zu 50 Bilder enthalten, die als Hintergrundbild oder Piktogramm verwendet werden. Im Gerät stehen für alle Bilder zusammen 10 MByte Speicherplatz zur Verfügung. Der benötigte Speicherplatz wird bereits im Setup-Programm ermittelt, so dass gegebenenfalls keine weiteren Bilder zu der Liste hinzugefügt werden können.

Setup-Dialog

Hintergrund Bildname: AlarmGelb X-Position: 0 Sichtbar Y-Position: 0 Zentriert OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Bildname Auswahlaus Liste der Bilder Hintergrundbild für das Prozessbild
X-Position 0 ... 639X-Koordinate der oberen linken Eckedes Hintergrundbildes im Prozessbild
Y-Position0 ... 378Y-Koordinate der oberen linken Ecke des Hintergrundbildes im Prozessbild
SichtbarJa (☑), Nein (☐)„Ja“ gibt die Darstellung des Hintergrundbildes im Prozessbild frei.
ZentriertJa (☑), Nein (☐)„Ja“ bewirkt, dass das Hintergrundbild im Prozessbild horizontal und vertikal zentriert wird (X- und Y-Position sind dann ohne Bedeutung).

Mit der Schaltfläche „...“ wird die Liste der im Setup-Programm verfügbaren Bilder geöffnet:

Liste der Bilder Nr. Name 1 BlowerOFF 2 BlowerON 3 BurnerOFF 4 BurnerON 5 ButtonOFF 6 ButtonON 7 Cable1 8 Cable2 9 Cable3 Belegter Bildspeicher 172 kByte (1.682%) Bildgröße 3 kByte (3500 Byte) Ersetzen Exportieren OK Abbrevien

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Schaltfläche „Ersetzen“: Das markierte Bild wird durch ein anderes ersetzt, das als Grafik im BMP- oder PNG-Format (max. 640 × 379 Pixel; Farbtiefe 16 Bit) aus einem Dateiverzeichnis auszuwählen ist. Dabei kann der Name (Title), unter dem das Bild in der Liste erscheint, abweichend vom Dateinamen vergeben werden. Ist die Option „Transparenz: Farbpixel oben links“ aktiv (Haken gesetzt), werden alle Pixel bzw. Flächen, die dieselbe Farbe haben wie das Pixel oben links, im Prozessbild transparent dargestellt.

Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1

HINWEIS!

Damit ein Bild auch in der Online-Visualisierung korrekt dargestellt wird, sollte es grundsätzlich als Grafik im PNG-Format importiert werden. Transparente Flächen müssen vorher mit einem Grafikprogramm erzeugt werden. Die Option „Tranzparenz: Farbpixel oben links“ kann hierfür nicht verwendet werden.

Jumo Logoscreen 600 - HINWEIS! - 1

HINWEIS!

Wird ein Bild mit mit höherer Auflösung importiert, skaliert der Prozessbildeditor das Bild auf die maximal erlaubte Größe. Dabei bleibt das Seitenverhältnis des Ursprungsbilds erhalten. Ebenso werden die Farben des Bilds auf 16 Bit reduziert, falls die zu importierende Bilddatei mehr Farben benutzt.

Schaltfläche „Exportieren“: Das markierte Piktogramm wird als Grafik im BMP-Format in einem Dateiverzeichnis gespeichert.

9.10.4 Objekttypen für Prozessbilder (Übersicht)

Folgende Objekttypen stehen beim Editieren der Objekteigenschaften zur Verfügung:

Typ Beschreibung
PiktogrammDer Zustand eines Digitalsignals wird durch zwei Piktogramme (Icons oder Bilder) grafisch dargestellt.
AnalogsignalDer Wert eines Analogsigals wird in numerischer Form dargestellt (z. B. 123.45).
Digitalsignal DerZustand eines Digitalsignals wird durch einen Text (z. B. Low, High) innerhalb eines Rahmens dargestellt.
Text Text, der imProzessbild dargestellt wird.Hierbei handelt es sich um einen festen Text, der beim Editieren des Objektes eingegeben wird.
Rahmen Rahmenzum Gruppieren oder Hervorheben von ObjektenDie Fläche innerhalb des Rahmens wird transparent dargestellt und liegt automatisch im Hintergrund. Ein Objekt (z. B. Text oder Bild), das sich innerhalb dieses Rahmens befindet, ist dadurch sichtbar.
Rechteck Rechteckzum Gruppieren oder Hervorheben von ObjektenDas Rechteck ist im Unterschied zum Rahmen nicht transparent (separate Farbe einstellbar). Dadurch können Objekte vor einem Hintergrund angeordnet werden, dessen Farbe von der allgemeinen Hintergrundfarbe abweicht.
BargraphDer Wert eines Analogsignals wird als Bargraph (Balken) dargestellt (vertikal oder horizontal).
Universelle AnzeigeFeld zur Anzeige der Eigenschaften eines Analogsignals (z. B. Kanal-Bezeichnung, Skalierung, Einheit, Grenzwert)
Typ Beschreibung
Eingabe Float-WertFeld zur Eingabe eines Float-WertesDer Wert wird einer Analog-Variablen zugeordnet (Auswahl aus einem Selektor).
Text-Eingabe FeldFeld zur Eingabe eines TextesDer Text wird einer Text-Variablen zugeordnet (Auswahl aus einem Selektor).
Eingabe Digital-WertFeld zur Auswahl eines Binärwertes (Low, High)Der Wert wird einer Digital-Variablen zugeordnet (Auswahl aus einem Selektor).

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.10.5 Allgemeine Objekteigenschaften

Die Beschreibung der allgemeinen Objekteigenschaften gilt für alle Objekttypen, bei denen die betreffenden Parameter vorhanden sind.

Die spezifischen Objekteigenschaften werden in den nachfolgenden Kapiteln bei dem jeweiligen Objekttyp beschrieben.

Setup-Dialog

Objekte Typ: X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Editierbar Signalquelle: Keine Auswahl Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: ohne Vordergrundfarbe: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig Orientierung: Horizontal OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Typ Auswahl aus Liste der Objekttypen Objektyp für das Prozessbild
X-Position0 ... 10 ... 639X-Koordinate der oberen linken Ecke des Objektes im Prozessbild
Y-Position0 ... 20 ... 378Y-Koordinate der oberen linken Ecke des Objektes im Prozessbild
Breite 1 ... 50 ... 640Breite des Objektes
Höhe 1 ... 20 ... 379Höhe des Objektes
SichtbarJa (☑), Nein (☐)„Ja“ gibt die Darstellung des Objektes im Prozessbild frei.
EditierbarJa (☑), Nein (☐)„Ja“ gibt die Eingabemöglichkeit im Prozessbild frei (nur bei Eingabe-Objekten).
HintergrundfarbeFarbe auswählen (Dropdown-Menü) oder Farbcode (Integer-Wert) direkt eingeben.Hintergrundfarbe des Objektes
TransparentJa (☑), Nein (☐)Bei „Ja“ ist die Hintergrundfarbe des Objektes nicht aktiv. Stattdessen wird die Schrift vor der Hintergrundfarbe des Prozessbildes dargestellt.
Rahmenform Formauswählen (Dropdown-Menü). Das Objekt kann mit einem Rahmen versehen werden.
VordergrundfarbeFarbe auswählen (Dropdown-Menü). Schriftfarbe innerhalb des Objektes
Schriftgröße Schriftgröße auswählen (Dropdown-Menü).Schriftgröße innerhalb des Objektes
Ausrichtung Ausrichtung auswählen (Dropdown-Menü).Ausrichtung der Schrift innerhalb des Objektes (linksbündig, rechtsbündig, zentriert)
Orientierung Orientierung auswählen (Dropdown-Menü).Orientierung des Objektes im Prozessbild (horizontal, vertikal; nicht bei Eingabeobjekten).

Vordergrundfarbe

Damit die Schrift sichtbar ist, müssen sich Vorder- und Hintergrundfarbe unterscheiden. Ist die Einstellung „Transparent“ ausgewählt (☑), gilt dies in Bezug auf die Hintergrundfarbe des Prozessbildes.

Vorschau

Wird der Dialog mit „OK“ beendet, öffnet sich das Vorschaubild im Setup-Programm.

→ Kapitel 9.10.7 "Vorschaubild", Seite 253

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.10.6 Einzelne Objekte

Piktogramm

Setup-Dialog

Objekte Typ: Piktogramm X-Position: 10 ✓ Sichtbar Y-Position: 20 Signalquelle: Keine Auswahl Bild Digitalsignal = TRUE ... Kein Bild Bild Digitalsignal = FALSE ... Kein Bild OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
SignalquelleDigitalsignal, dessen Zustand durch das jeweilige Piktogramm angezeigt wird.
Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt.(Piktogramm für FALSE (0) wird ange-zeigt.)
Signal auswählen. Digitalselektor
Bild Digitalsignal = TRUESchaltfläche „...“ betätigen und Bild aus der Liste wählen (oder „Kein Bild“ aus-wählen).Piktogramm, um den Zustand TRUE (1) darzustellen.
Bild Digitalsignal = FALSESchaltfläche „...“ betätigen und Bild aus der Liste wählen (oder „Kein Bild“ aus-wählen).Piktogramm, um den Zustand FALSE (0) darzustellen.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Analogsignal

Setup-Dialog

Objekte Typ: Analogsignal X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Signalquelle: Neine Auswahl Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: ohne Vordergrundfarbe: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig Orientierung: Horizontal Nachkommastellen: Auto Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zeichensatz (255 Zeichen) im Gerät verfügbar! OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalquelle Analogsignal, dessen Wert innerhalb des Objektes numerisch dargestellt wird.
Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt.(Anzeige: ----)
Signal auswählen. Analogselektor
Nachkomma-stellenFormat auswählen (Dropdown-Menü). Anzahl der Nachkommastellen des angezeigten Wertes

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Digitalsignal

Setup-Dialog

Objekte Typ: Digitalsignal X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Signalquelle: Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: ohne Farbe für Low: Farbe für High: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig Orientierung: Horizontal Text Low: Low Text High: High Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zeichensatz (255 Zeichen) im Gerät verfügbar! OK Abbrevchen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalquelle Digitalsignal, dessen Zustand innerhalb des Objektes durch einen Text dargestellt wird.
Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt. Signal auswählen. Digitalselektor(Text für Low-Zustand wird angezeigt.)
Farbe für Low Farbe auswählen (Dropdown-Menü). Schriftfarbe (Text Low) innerhalb des Objektes (Vordergrundfarbe)
Farbe für High Farbe auswählen (Dropdown-Menü). Schriftfarbe (Text High) innerhalb des Objektes (Vordergrundfarbe)
Text Low Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Text für Low-Zustand
Text High Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Text für High-Zustand

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Text

Setup-Dialog

Objekte Typ: Text X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Textquelle: Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Ohne Vordergrundfarbe: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig Orientierung: Horizontal Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zeichensatz (255 Zeichen) im Gerät verfügbar! OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Textquelle Textquelle, deren Text innerhalb des Objektes dargestellt wird.
Keine Auswahl Keine Textquelle ausgewählt.Signal auswählen. Die Auswahl muss vom Datentyp „Text“sein.
Text Text eingebenText, der innerhalb des Objektes darge-stellt wird.Dieser Text wird verwendet, wenn keine Textquelle ausgewählt wurde oder wenn die Textquelle keinen Text liefert.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Rahmen

Setup-Dialog

Objekte Typ: Rahmen X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Rahmenform: Dünn OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Rahmenform Form auswählen (Dropdown-Menü). Rahmen (schwarz) zum Gruppieren oder Hervorheben von ObjektenDie Fläche innerhalb des Rahmens wird transparent dargestellt und liegt automatisch im Hintergrund. Ein Objekt (z. B. Text oder Bild), das sich innerhalb dieses Rahmens befindet, ist dadurch sichtbar.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Rechteck

Setup-Dialog

Objekte Typ: Rechteck X-Position: 10 Breite: 50 Y-Position: 20 Höhe: 20 ✓ Sichtbar Farbe: Rahmenform: Dünn OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Farbe Farbe auswählen (Dropdown-Menü). Farbe der RechteckflächeDas Rechteck ist im Unterschied zum Rahmen nicht transparent, liegt aber auch automatisch im Hintergrund. Dadurch können Objekte vor einem Hintergrund angeordnet werden, dessen Farbe von der allgemeinen Hintergrund-farbe abweicht.
Rahmenform Form auswählen (Dropdown-Menü). Das Rechteck kann zusätzlich mit einem Rahmen (schwarz) versehen werden.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Bargraph

Setup-Dialog

Objekte Typ: Bargraph X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Signalquelle: Keine Auswahl Vordergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Dünn Farbe für Aus: Farbe für Ein: Orientierung: Horizontal Details anzeigen OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalquelle Analogsignal, dessen Wert als Bargraph (Balken) dargestellt wird.
Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt.(Anzeige: Balken auf „0“)
Signal auswählen. Analogselektor
VordergrundfarbeFarbe auswählen (Dropdown-Menü). Farbefür die Anzeige der Details
Farbe für Aus Farbeauswählen (Dropdown-Menü). Farbe desBalkenhintergrunds innerhalb des Objektes (Hintergrundfarbe)
Farbe für Ein Farbeauswählen (Dropdown-Menü). Farbe desBalkens innerhalb des Objektes (Vordergrundfarbe)
Details anzeigenJa (☑), Nein (☐)Bei „Ja“ werden Alarme (Alarm 1 links, Alarm 2 rechts) und Bereichsgrenzen (oben und unten) angezeigt.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Universelle Anzeige

Setup-Dialog

Objekte Typ: Universelle Anzeige X-Position: 10 Breite: 50 Sichtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Analogsignal: Keine Auswahl Anzeigetyp: Kanal-Bezeichnung Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Dünn Vordergrundfarbe: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linkszündig Orientierung: Horizontal Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zeichensatz (255 Zeichen) im Gerät verfügbar! OK Abbrevchen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Signalquelle Analogsignal, dessen Eigenschaft dargestellt wird.
Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt (im Prozessbild wird ein leeres Feld mit Hintergrundfarbe dargestellt).
Signal auswählen. Analogselektor
Anzeigetyp Anzeigetyp auswählen (Dropdown-Menü).Der Anzeigetyp (Eigenschaft des Analogsignals) wird im Prozessbild dargestellt.

Anzeigetyp

Folgende Anzeigetypen stehen zur Auswahl:

  • Kanal-Bezeichnung, Kanal-Beschreibung
    • Skalierung-Anfang, Skalierung-Ende
  • Einheit
    • Grenzwert Alarm 1, Grenzwert Alarm 2
    • Hysterese (Schaltdifferenz) Alarm 1, Hysterese Alarm 2

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Eingabe Float-Wert (ab Geräteversion 02)

Setup-Dialog

Objekte Typ: Eingabe Float-Wert X-Position: 10 Breise: 50 Schtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Editierbar Ziel: Nachkommastellen: Auto Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Ohne Vordergrundfarbe: Minimalwert: 0 Maximalwert: 100 Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Ziel Variable, in die der eingegebene Wert geschrieben wird.
Keine Auswahl Keine Variable ausgewählt.Variable auswählen. Analogselektor (Externer Analogeingang 1 bis 24; Grenzwertüberwachung 1 bis 24: Grenzwert und Schaltdifferenz)
Nachkomma-stellenFormat auswählen (Dropdown-Menü). Anzahl der Nachkommastellen des angezeigten Wertes
Minimalwert-99999 bis 99999 (0)Untere Grenze des zulässigen Eingabe-bereichs
Maximalwert-99999 bis 99999 (100)Obere Grenze des zulässigen Eingabe-bereichs

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Text-Eingabe (ab Geräteversion 02)

Setup-Dialog

Objekte Typ: Text-Eingabe X-Position: 10 Breite: 50 Schtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Editierbar Ziel: Anzahl Zeichen: 100 Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Ohne Vordergrundfarbe: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zsichensatz (255 Zeichen) im Gerät verfügbar! OK Abbrehen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Ziel Variable, in die der eingegebene Text geschrieben wird.
Keine Auswahl Keine Variable ausgewählt.Variable auswählen. Textselektor (Externer Text (lang) 1 bis 10; Externer Ereignistext (lang), 1 bis 4)
Anzahl Zeichen0 bis 160 (100)Maximale Anzahl von Zeichen, die ein-gegeben werden können.

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Eingabe Digital-Wert (ab Geräteversion 02)

Setup-Dialog

Objekte Typ: Eingabe Digital-Viert X-Position: 10 Brisie: 50 Schtbar Y-Position: 20 Höhe: 20 Editierbar Ziel: Toggle-Funktion: Hintergrundfarbe: Transparent: Rahmenform: Ohne Farbe für Low: Farbe für High: Schriftgröße: 15 Pixel Ausrichtung: Linksbündig TextLow: Low > TextHigh: High > Achtung In dieser Zeichengröße ist nur ein eingeschränkter Ansi-Zsichensatz (255 Zeichen) in Gerät verfügbar! OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Ziel Variable, in die der Wert geschrieben wird.Der Wert (Low, High) wird durch Auswahl des jeweiligen Textes (Text Low, Text High) nach Betätigen der Schaltfläche im Prozessbild bestimmt. Alternativ kann eine Toggle-Funktion aktiviert werden.
Toggle-FunktionJa (☑), Nein (☐)Bei „Ja“ ändert sich der Wert (Low, High) mit jedem Betätigen der Schaltfläche im Prozessbild.
Text Low Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Text für Low-Zustand
Text High Text eingeben (oder vorgegebenen Text verwenden).Text für High-Zustand

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

9.10.7 Vorschaubild

Ein erstelltes Prozessbild kann mit dem Setup-Programm im Vorschaubild überprüft und verändert werden, bevor es an das Gerät gesendet wird.

Das Vorschaubild wird durch Betätigen der Schaltfläche „Vorschau“ geöffnet:

→ Kapitel 9.10.1 "Prozessbildeditor", Seite 235

Wird der Dialog zur Erstellung eines Objektes mit „OK“ beendet, öffnet sich ebenfalls das Vorschaubild.

Vorschaubild

Prozessbild 0.1234 Sprache German Simulation Schließen

Bearbeitungsfunktionen

Schaltfläche Funktion
Jumo Logoscreen 600 - Bearbeitungsfunktionen - 1Vordergrundfarbe (z. B. Schriftfarbe) innerhalb des Objektes auswählen (Dropdown-Menü).
Jumo Logoscreen 600 - Bearbeitungsfunktionen - 2Hintergrundfarbe des Objektes auswählen (Dropdown-Menü).
[20XX]Rahmenform des Objektes verändern (ohne, dünn, dick, erhöht, vertieft).
[2CHS]Schriftgröße verändern (12, 16, 24, 31, 48, 64 Pixel).
Jumo Logoscreen 600 - Bearbeitungsfunktionen - 3Ausrichtung der Schrift innerhalb des Objektes verändern (linksbündig, zentriert,rechtsbündig).
[7033]Orientierung des Objektes im Prozessbild verändern (horizontal, vertikal).
Jumo Logoscreen 600 - Bearbeitungsfunktionen - 4Objekt im Prozessbild mit jedem Anklicken weiter nach vorne verschieben.Das Objekt wird gleichzeitig in der Objektliste nach unten verschoben (größere Num-mer).

9 Konfiguration - nur im Setup-Programm

Schaltfläche Funktion
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 1Objekt im Prozessbild mit jedem Anklicken weiter nach hinten verschieben.Das Objekt wird gleichzeitig in der Objektliste nach oben verschoben (kleinere Num-mer).
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 2Objekt in Prozessbild horizontal oder vertikal verschieben.Beim Klick auf diese Schaltfläche wird ein weiteres Fenster geöffnet. Dieses enthält verschiedene Pfeile (Schaltflächen), um das Objekt in vorgegebenen Schritten zu ver-schieben.
Jumo Logoscreen 600 - Konfiguration - nur im Setup-Programm - 3Objekt in Prozessbild ausrichten (links, rechts, oben, unten).Das erste Objekt durch Anklicken auswählen und bei gedrückter Umschalttaste ein weiteres Objekt (oder mehrere) mit der linken Maustaste anklicken. Beim Klick auf die entsprechende Schaltfläche werden die weiteren Objekte am ersten Objekt ausge-richtet.
[YBAG]
Sprache Sprache auswählen (Dropdown-Menü)Der Objekttext wird in der ausgewählten Sprache dargestellt, sofern er bereits beim Erstellen des Objektes in dieser Sprache eingegeben wurde.

Objekteigenschaften bearbeiten

Mit den oben aufgeführten Bearbeitungsfunktionen können die betreffenden Objekteigenschaften direkt geändert werden. Darüber hinaus ist es möglich, das Objekt durch einen Doppelklick (im Vorschaubild oder in der Objektliste) zu öffnen, um die Objekteigenschaften zu bearbeiten.

Verschieben von Objekten

Um ein Objekt im Vorschaubild horizontal oder vertikal zu verschieben, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Das Objekt durch einen Doppelklick öffnen und die X-/Y-Position ändern.
  • Das Objekt bei gedrückter linker Maustaste direkt im Vorschaubild verschieben.
  • Das Objekt mit den Pfeilen verschieben.

Jumo Logoscreen 600 - Verschieben von Objekten - 1

HINWEIS!

Die in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen werden im Setup-Programm konfiguriert. Hierzu ist eine aktive Verbindung zwischen Setup-Programm und Gerät erforderlich.

Werkseitige Einstellungen sind in den Parametertabellen fett dargestellt.

10.1 Ethernet

Setup-Dialog

Ethernet IP-Adressvergabe: Automatisch (DHCP) IP-Adresser: 223, 223, 223, 1 Subnet-Masker: 255, 255, 255, 0 Standard-Getaway: 0, 0, 0, 0 DNS-Server IP autom.: Ja DNS-Gerätename: MAC000cd8094ecd-TYP7065: DNS-Server: 0, 0, 0, 0 OK Abbrecen

Die Parameter und deren Einstellungen sind identisch mit der Konfiguration im Gerät (siehe Kapitel 7.22 "Ethernet", Seite 181).

10 Online-Parameter

10.2 Datum und Uhrzeit

In diesem Dialog werden Datum und Uhrzeit des Gerätes eingestellt, indem diese von dem PC übernommen werden, auf dem das Setup-Programm läuft.

Die Einstellungen für Zeitzone und Sommerzeit hingegen werden in der Parameterebene des Gerätes vorgenommen. Dort können Datum und Uhrzeit auch manuell eingestellt werden:

→ Kapitel 8.4 "Datum und Uhrzeit", Seite 199

Datum und Uhrzeit lassen sich auch mit Hilfe eines Zeitservers einstellen:

→ Kapitel 7.26 "Zeitserver (SNTP)", Seite 193

Setup-Dialog

Datum und Uhrzeit Datum / Uhrzeit des Gerätes In Zeitzone des PCs: 05.05.2015 11:33:59 In UTC: 05.05.2015 09:33:59 Permanent auslesen Neue Einstellung ● Datum / Uhrzeit des PCs verwenden ○ Datum / Uhrzeit (UTC) eingeben: 05.05.2015 09:33:59 Stellen Synchronisieren Schließen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Datum / Uhrzeit des GerätesSchaltfläche „Permanent auslesen“ betätigenDas aktuelle Datum und die Uhrzeit werden zyklisch aus dem Gerät ausgelesen. Um Datum und Uhrzeit neu einzustellen, muss das zyklische Auslesen zuvor beendet werden (Schaltfläche „Anhalten“).
Neue EinstellungDatum / Uhrzeit des PCs verwenden(Datum / Uhrzeit (UTC) eingeben) (DieseDatum und Uhrzeit des PCs werden zum Einstellen im Gerät verwendet.Funktion wird nicht unterstützt.)
Stellen Schaltflächebetätigen Datum und Uhrzeit werden eingestellt.
Synchronisieren Schaltfläche betätigen Die Uhrzeit wird synchronisiert.Ist die Abweichung zwischen der aktuellen Uhrzeit im Gerät und der neuen Uhrzeit größer als 30 Sekunden, wird die Funktion nicht ausgeführt.

10.3 Bildschirmkopie

Mit dieser Funktion kann der Anwender eine Bildschirmkopie (Screenshot) vom aktuellen Bildschirminhalt des Gerätes erstellen.

Setup-Dialog

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Dialog - 1

line | AE | Value | |----|-----------| | AE 01 | 68.007% | | AE 02 | 87.392% | | AE 03 | 23.383% |

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Erstellen Schaltfläche betätigen Bildschirmkopie erstellen
Speichern Schaltfläche betätigen Bildschirmkopie als GrafikspeichernDateiname und Speicherort sind frei wählbar. Die Datei wird als Pixelgrafik gespeichert, wobei die gängigsten Bildformate zur Auswahl stehen (z. B. bmp, jpg, tif).
Drucken Schaltfläche betätigen Bildschirmkopie druckenFür den Druck stehen alle auf dem PC installierten Drucker zur Verfügung.

10 Online-Parameter

10.4 Registrierdaten löschen

Mit dieser Funktion werden alle bis zu diesem Zeitpunkt aufgezeichneten Daten im internen Registrierdatenspeicher des Gerätes gelöscht.

Jumo Logoscreen 600 - Registrierdaten löschen - 1

HINWEIS!

Diese Funktion sollte nur nach der Inbetriebnahme des Gerätes oder nach dem Einrichten einer neuen Anlage verwendet werden.

Setup-Dialog

Soien die Registrierdaten im Gerät gelöscht werden? Ja Nein

10.5 Benutzerliste zurücksetzen

Mit dieser Funktion wird die Benutzerliste im Gerät auf die werkseitigen Einstellungen zurückgesetzt.

Setup-Dialog

Soll die Benutzerliste im Gerät zurückgesetzt werden? Ja Nein

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Dialog - 2

HINWEIS!

Im Falle eines Gerätes mit Typenzusatz 888 (FDA; ab Geräteversion 02) steht diese Funktion im Setup-Programm nicht zur Verfügung. Die Benutzerliste kann ausschließlich mit der PC-Security-Manager-Software PCS zurücksetzt werden.

Siehe Betriebsanleitung zur PC-Security-Manager-Software PCS.

10.6 Weitere Prozesswerte für Onlinedaten

In diesem Dialog werden zusätzliche Prozesswerte ausgewählt, die in den Onlinedaten dargestellt werden (Register „Weitere Prozesswerte“).

Setup-Dialog

Weitere Prozesswerte für Onlinedaten Die Online-Darstellung der hier eingestellten Werte erfolgt im Fenster "Onlinedaten" zu lesende Werte Prozesswert Zusätzlicher Bezeichner 1 Prozesswerte\Keine Auswahl 2 Prozesswerte\Keine Auswahl 3 Prozesswerte\Keine Auswahl 4 Prozesswerte\Keine Auswahl 5 Prozesswerte\Keine Auswahl 6 Prozesswerte\Keine Auswahl 7 Prozesswerte\Keine Auswahl 8 Prozesswerte\Keine Auswahl 9 Prozesswerte\Keine Auswahl 10 Prozesswerte\Keine Auswahl 11 Prozesswerte\Keine Auswahl 12 Prozesswerte\Keine Auswahl 13 Prozesswerte\Keine Auswahl 14 Prozesswerte\Keine Auswahl 15 Prozesswerte\Keine Auswahl 16 Prozesswerte\Keine Auswahl Editoren OK Abbrechen

Nach Betätigen der Schaltfläche „Editieren“ (oder nach einem Doppelklick auf die betreffende Zeile) öffnet sich der folgende Dialog zur Auswahl des Prozesswerts:

Selektor auswahlen, Zeile 1 Prozesswert: Prozeswerte Keine Auswahl Zusätzlicher Bezeichner: Einheit: OK Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Prozesswert Prozesswert aus dem Selektor auswählen (Dropdown-Menü)Keine AuswahlAnalogsignal, Digitalsignal oder TextDie getroffene Auswahl wird in den Onlinedaten in der Spalte „Selektor“ mit dem kompletten Pfad aus dem Selektor angezeigt.Der Wert des Prozesswerts wird in der Spalte „Wert“ angezeigt.
Zusätzlicher BezeichnerText eingeben (max. 30 Zeichen) Individuelle Bezeichnung des ProzesswertsDer Text wird in den Onlinedaten in der Spalte „Bezeichner“ angezeigt.

10 Online-Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Einheit Text eingeben (max. 6 Zeichen) Einheit des ProzesswertsDer Text wird in den Onlinedaten in der Spalte „Einheit“ angezeigt.

10.7 Freigabe von Typenzusätzen

Mit dieser Funktion lassen sich zusätzliche Funktionen (Typenzusätze) des Gerätes über das Setup-Programm freischalten.

Setup-Dialog

Freigabe von Typenzusätzen Wählen Sie die gewünschte Aktion Codenummer erzeugen Freischalcode eingeben Typenzusätze zurücksetzen Mit dieser Funktion können Sie eine Codenummer zur Freschaltung eines Typenzusatzes erzeugen. Mit dieser Codenummer erhalten Sie bei Ihrem Vertrebspartner einen Freischalcode. Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Codenummer erzeugenZum Erzeugen einer Codenummer die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird eine Codenummer zur Freischaltung eines Typenzusatzes erzeugt. Die Codenummer wird benötigt, um beim Vertriebspartner einen Freischaltcode zu erhalten.
Freischaltcode eingebenZur Eingabe eines Freischaltcodes die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird ein Typenzusatz freigeschaltet. Dazu wird der vom Vertriebspartner erhaltene Freischaltcode benötigt.
Typenzusätze zurücksetzenZum Zurücksetzen von Typenzusätzen die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion können freigeschal-tete Typenzusätze gesperrt werden. Gesperrte Typenzusätze können nur durch erneute Freischaltung aktiviert werden. Dieser Vorgang ist kostenpflichtig!

10.8 Erstellen eines Gerätezertifikats

Mit dem Typenzusatz 887 oder 888 verfügt das Gerät über eine sichere Manipulationserkennung. Auf Basis eines digitalen Gerätezertifikats lässt sich nachweisen, dass die Registrierdaten im Gerät und während der Übertragung in das Datenarchiv nicht manipuliert wurden.

Die Funktion zum Erzeugen eines Geräterzertifikats steht ab Geräteversion 02 zur Verfügung.

Setup-Dialog

Erstellen eines Gerätezertifikats Wählen Sie die gewünschte Aktion • Zertifikatanfrage erzeugen • Zertifikatantwort übernehmen Mit dieser Funktion können Sie eine Datei für eine Zertifikatsanfrage erzeugen. Mit dieser Datei erhalten Sie bei Ihrem Vertriebspartner eine Zertifikatsantwort für das Gerät. < zurück Weiter > Abbrechen

Parameter

Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung
Zertifikatsanfrage erzeugenZum Erzeugen einer Zertifikatsanfrage die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird eine Datei erzeugt, welche die Zertifikatsanfrage enthält. Die Datei wird benötigt, um beim Vertriebspartner eine Zertifikatsantwort anzufordern.
Zertifikatsantwort übernehmenZur Übernahme der Zertifikatsantwort die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird die Zertifikatsantwort zum Gerät übertragen. Dazu wird die vom Vertriebspartner erhaltene Datei benötigt.

10 Online-Parameter

10.9 Abgleichen/Testen

10.9.1 Hardware/Software

In diesem Fenster werden die Versionstände des Gerätes (Grundgerät und E/A-Karten) sowie Informationen zur Kalibrierung und verschiedene ID-Nummern angezeigt.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard / Software | Abgleichkonstanten | Analogeingänge | Analogausgänge | Digitalengänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display | Hardware SW-Version Gerät: 323.01.01 - 75 VDN-Version Gerät: HW-Version Gerät: SW-Version Bootloader 1: 344.01.01 - 21 SW-Version Bootloader 2: 345.01.01 - 21 Kalbrierstatus: Nicht kalibriert Prüld: 00000000 Fabrikationsnummer: 00000000000000000000017 Analogkarte 1 SW-Version Analogkarte 1: 325.01.01 -8 VDN-Version Analogkarte 1: Bootloaderversion Analogkarte 1: 2228.24.97-1 OK Abbrechen

10.9.2 Abgleichkonstanten

In diesem Fenster werden die Abgleichkonstanten der Analogeingänge und -ausgänge angezeigt.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard / Software Abgleichkonstanten Analogeingänge Analogausgänge Digitalengänge Digitalein-/ausgänge Touch Display Analogeingänge Analogeingang 1 PT 100 4-Leiter Steigung: 1.000000 Offset: 0.000000 Korrekturwert: 0.000000 PT 1000 4-Leiter PT 100 3-Leiter PT 1000 3-Leiter PT 100 2-Leiter PT 1000 2-Leiter Thermoelement 20mA 1V 10V Analogeingang 2 Analogeincang 3 OK Abbrevchen

10.9.3 Analogeingänge

Mit dieser Funktion werden die Analogeingänge getestet. Dazu muss das entsprechende Signal bzw. der Widerstand an dem betreffenden Analogeingang angelegt werden.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard / Software | Abgleichkonstanten | Analogeingänge | Analogausgänge | Digitalengänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display | Testmessung: 104.167732 Testmessung: 104.154335 Testmessung: 104.159729 Testmessung: 104.157791 Testmessung: 104.159218 Testmessung: 104.162689 Testmessung: 104.163574 Testmessung: 104.162781 Testmessung: 104.158546 Testmessung: 104.168190 Testmessung: 104.177307 Testmessung: 104.161049 Testmessung: 104.152946 Testmessung: 104.153084 Testmessung: 104.163651 Testmessung: 104.163734 Testmessung: 104.162231 Testmessung: 104.161072 Analogeingang: Analogeingang 1 Signal Analogeingang: PT 100 2-Leiter Istwert: 104.161072 Ohm Testen OK Abbrechen

Nach Betätigen der Schaltfläche „Testen“ wird der Wert am Analogeingang laufend gemessen und im Feld „Istwert“ (letzter Wert) sowie im Anzeigefeld (links; alle gemessenen Werte) angezeigt. Die laufende Messung wird mit „Anhalten“ beendet:

10.9.4 Analogausgänge

Mit dieser Funktion werden die Analogausgänge getestet. Hierzu ist das Signal am jeweiligen Analogausgang zu messen.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard- / Software Abgleichkonstanten Analogeingänge Analogausgänge Digitaleingänge Digitalein- / ausgänge Touch Displ Analogausgang: Analogausgang 1 Signal Analogausgang: 0 ... 10 V Sollwert: 0.0 V Testen OK Abbrevchen

Nach Auswahl der Signalart (0 bis 10 V oder 0 bis 20 mA) und Eingabe des Sollwerts wird der entsprechende Wert mit Betätigen der Schaltfläche „Testen“ am betreffenden Analogausgang ausgegeben. Der ausgegebene Wert muss gemessen und mit dem Sollwert verglichen werden.

10 Online-Parameter

10.9.5 Digitaleingänge

Mit dieser Funktion werden die Digitaleingänge getestet.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard / Software | Abgleichkonstanten | Analogeingänge | Analogausgänge | Digitalengänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display | ✓ Digitaleingang 1 ☐ Digitaleingang 2 ✓ Digitaleingang 3 ☐ Digitaleingang 4 ☐ Digitaleingang 5 ☐ Digitaleingang 6 ✓ Digitaleingang 7 ☐ Digitaleingang 8 ✓ Digitaleingang 9 ✓ Digitaleingang 10 ✓ Digitaleingang 11 ☐ Digitaleingang 12 Permanent lesen Einmalig lesen OK Abbrechen

Ist der Pegel an einem Eingang „High“, wird dies durch einen Haken in der Checkbox gekennzeichnet.

10.9.6 Digitaleingänge/-ausgänge

Mit dieser Funktion werden die Digitaleingänge/-ausgänge getestet. Dabei kann jeweils zwischen Eingang und Ausgang umgeschaltet werden.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Analogeingänge | Analogausgänge | Digitaleingänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display und Relais | Batterie | □ Digitaleingang 1 ✓ Digitalausgang 2 □ Digitaleingang 3 □ Digitaleingang 4 □ Digitaleingang 5 □ Digitaleingang 6 □ Digitaleingang 7 □ Digitaleingang 8 □ Digitaleingang 9 □ Digitaleingang 10 □ Digitaleingang 11 □ Digitaleingang 12 Permanent lesen Einmalig lesen Digitaleingang auf Digitalausgang umstellen Alle setzen Alle löschen Digitalausgang auf Digitaleingang umstellen OK Abbrechen

Ist der Pegel an einem Digitaleingang „High“, wird dies durch einen Haken in der Checkbox gekennzeichnet.

Zum Umschalten zwischen Digitaleingang und Digitalausgang (und umgekehrt) die Zeile anklicken und danach auf die entsprechende Schaltfläche klicken.

Ein Digitalausgang wird auf „High“ gesetzt, indem in die jeweilige Checkbox geklickt wird (Haken setzen).

10.9.7 Touch

Mit dieser Funktion wird die Touch-Funktion des Bildschirms kalibriert.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Hard / Software | Abgleichkonstanten | Analogeingänge | Analogausgänge | Digitalengänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display | Oben links Unten links Oben rechts Unten rechts Minimalvert X: 0 0 3600 3600 Konstante X: 309 277 3921 3976 Maximalvert X: 600 600 4035 4035 Minimalvert Y: 0 3300 0 3300 Touch Abgleich starten Konstante Y: 421 3823 461 3845 Maximalvert Y: 700 4095 700 4095 OK Abbrechen

Die aktuellen Werte der Parameter werden beim Öffnen des Dialogs aus dem Gerät ausgelesen. Sie dienen nur zur Information und können vom Anwender nicht geändert werden.

Parameter Beschreibung
Minimalwert X LinkeBegrenzung des jeweiligen Zentrierfeldes (Oben links, Unten links, Oben rechts, Unten rechts)
Konstante X X-Koordinate des Mittelpunktes vom jeweiligen Zentrierfeld
Maximalwert X RechteBegrenzung des jeweiligen Zentrierfeldes
Minimalwert YUntere Begrenzung des jeweiligen Zentrierfeldes
Konstante YY-Koordinate des Mittelpunktes vom jeweiligen Zentrierfeld
Maximalwert YObere Begrenzung des jeweiligen Zentrierfeldes

Der Abgleich (Kalibrierung) wird gestartet und der Anwender muss am Bildschirm des Geräts auf die nacheinander eingeblendeten Zentrierfelder tippen (Mittelpunkt der Box berühren). Wird das Zentrierfeld nicht getroffen, erfolgt ein kurzzeitiger Farbumschlag des Bildschirms. Nach erfolgreichem Abgleich wird im Setup-Programm eine entsprechende Meldung angezeigt.

10 Online-Parameter

10.9.8 Display und Relais

Mit dieser Funktion werden die Farbdarstellung des Bildschirms und die Funktion der LEDs und des Relais getestet.

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Analogeingänge | Analogausgänge | Digitaleingänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display und Relais | Batterie | Display Farbe Rot Farbe Grün Farbe Blau Farbverlauf Rot Farbverlauf Grün Farbverlauf Blau Farbe Schwarz Power LED Status LED Relais OK Abbrechen

Zum Testen der Farbdarstellung ist die Farbe bzw. der Farbverlauf durch Anklicken auszuwählen. Der Bildschirm zeigt dann das jeweilige Farbmuster an.

Die LEDs und das Relais werden ebenfalls durch Anklicken aktiviert (Haken) oder deaktiviert.

Jumo Logoscreen 600 - Setup-Dialog - 2

HINWEIS!

Der Bildschirm bleibt so lange in diesem Testmodus, bis der Dialog „Abgleichen/Testen“ durch Betätigen der Schaltfläche „OK“ verlassen wird (oder bis der Touch-Abgleich gestartet wird).

10.9.9 Batterie

Mit dieser Funktion wird der Zustand der Pufferbatterie angezeigt (OK, schwach, leer).

Setup-Dialog

Abgleichen / Testen Analogeingänge | Analogausgänge | Digitaleingänge | Digitalein-/ausgänge | Touch | Display und Relais | Batterie | Batterie Status: OK OK Abbrevchen

11.1 Technische Daten

11.1.1 Analogeingänge (Optionen 1 und 2)

Allgemein

Anzahl 0, 3 oder 6
Steckernummer (Geräterückseite)7 bis 9, 11 bis 13

Thermoelemente

Bezeichnung Typ Norm ITS Messbereich Genauigkeit1
Fe-CuNi„L“DIN 43710ITPS-68-200 bis +900 °C≤ 0,25 %
Fe-CuNi„J“IEC 60584-1ITS-90-210 bis +1200 °C≤ 0,25 % ab -100 °C
Cu-CuNi„U“DIN 43710ITPS-68-200 bis +600 °C≤ 0,25 % ab -100 °C
Cu-CuNi DIN„T“IEC 60584-1ITS-90-270 bis +400 °C≤ 0,25 % ab -150 °C
NiCr-Ni DIN„K“IEC 60584-1ITS-90-270 bis +1372 °C≤ 0,25 % ab -80 °C
NiCr-CuNi„E“IEC 60584-1ITS-90-270 bis +1000 °C≤ 0,25 % ab -80 °C
NiCrSi-NiSi„N“IEC 60584-1ITS-90-270 bis +1300 °C≤ 0,25 % ab -80 °C
Pt10Rh-Pt„S“IEC 60584-1ITS-90-50 bis 1768 °C≤ 0,25 % ab 20 °C
Pt13Rh-Pt„R“IEC 60584-1ITS-90-50 bis 1768 °C≤ 0,25 % ab 50 °C
Pt30Rh-Pt6Rh„B“IEC 60584-1ITS-900 bis 1820 °C≤ 0,25 % ab 400 °C
W5Re/W26Re„C“ASTM E230M-11ITS-900 bis 2315 °C≤ 0,25 % ab 500 °C
W3Re/W25Re„D“ASTM E1751M-09ITS-900 bis 2315 °C≤ 0,25 % ab 500 °C
W5Re/W20Re„A1“GOST R 8.585-2001ITS-900 bis 2500 °C≤ 0,25 % ab 500 °C
Chromel-Copel„L“GOST R 8.585-2001ITS-90-200 bis +800 °C≤ 0,25 % ab -80 °C
Chromel-AlumelGOST R 8.585-2001ITS-90-270 bis +1372 °C≤ 0,25 % ab -80 °C
Umgebungstemperaturein-fluss≤ 100 ppm/K
Kleinste MessspanneTyp L (Fe-CuNi), J, U, T, K, E, N, Chromel-Alumel: 100 KTyp S, R, B, C, D, A1, Chromel-Copel: 500 K
Messbereichsanfang/-endeinnerhalb der Grenzen in Schritten von 0,1 K beliebig programmierbar
Vergleichsstelleintern (Pt100) oder extern (konstant)
Vergleichstellengenauig-keit (intern)± 1 K
Vergleichstellentempera-tur (extern)-30 bis +85 °C (einstellbar)
Abtastzyklus3 oder 6 Kanäle: 125 ms
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s
Galvanische Trennungsiehe „Galvanische Trennung“
Grundmessbereich20 bis 70 mV

^1 Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.

11 Anhang

Widerstandsthermometer

Bezeichnung Norm ITS Anschlussart Messbereich Genauig-keit1Messstrom
Pt50IEC 751: 2008ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %500 μA
Pt100IEC 751: 2008ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %500 μA
Pt500IEC 751: 2008ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %100 μA
Pt1000IEC 751: 2008ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %100 μA
Pt100JIS 16042-/3-/4-Leiter-200 bis +650 °C≤0,1 %500 μA
Pt50GOST 6651-2009 A.2ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %500 μA
Pt100GOST 6651-2009 A.2ITS-902-/3-/4-Leiter-200 bis +850 °C≤0,1 %500 μA
Cu50GOST 6651-2009 A.3ITS-902-/3-/4-Leiter-180 bis +200 °C≤0,4 %500 μA
Cu100GOST 6651-2009 A.3ITS-902-/3-/4-Leiter-180 bis +200 °C≤0,4 %500 μA
Ni100 DIN 43760ITPS-682-/3-/4-Leiter-60 bis +250 °C≤0,2 %500 μA
Ni100 GOST 6651-2009 A.5ITPS-682-/3-/4-Leiter-60 bis +180 °C≤0,2 %500 μA
Umgebungstemperatureinfluss≤50 ppm/K
Kleinste Messspanne15 K
Sensorleitungswiderstandmax. 10 Ω je Leitung bei Zweileiterschaltungmax. 30 Ω je Leitung bei Drei-/Vierleiterschaltung
Messbereichsanfang/-endeinnerhalb der Grenzen in Schritten von 0,1 K beliebig programmierbar
Abtastzyklus3 oder 6 Kanäle: 125 ms
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s
Galvanische Trennungsiehe „Galvanische Trennung“

^1 Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.

Widerstandspotenziometer/WFG und Widerstand/Poti

Bezeichnung Messbereich Genauigkeit1Messstrom
Widerstandspotenziometer/WFG0 bis 4000 Ω≤ 0,1 %100 μA
Widerstand/Poti0 bis 400 Ω≤ 0,1 %500 μA
0 bis 4000 Ω≤ 0,1 %100 μA
Umgebungstemperatureinfluss ≤ 100 ppm/K
AnschlussartWiderstandspotenziometer/WFGWiderstand/Poti Zwei-/Drei-/VierDreileiterschaltungeiterschaltung
Kleinste Messspanne 60 Ω
Sensorleitungswiderstandmax. 10 Ω je Leitung bei Zwei- und Dreileiterschaltung
Widerstandswerteinnerhalb der Grenzen in Schritten von 0,1 Ω beliebig programmierbar
Abtastzyklus 3 oder 6 Kanäle: 125ms
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s
Galvanische Trennungsiehe „Galvanische Trennung“

^1 Die Linearisierungsgenauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.

Spannung, Strom (Einheitssignale)

Bezeichnung Messbereich Genauigkeit1Eingangswiderstand bzw. Bürdenspannung
Spannung0 bis 70 mV≤0,1 %>500 kΩ
0 bis 10 V≤0,05 %>500 kΩ
-10 bis +10 V≤0,05 %>500 kΩ
-1 bis +1 V≤0,08 %>500 kΩ
0 bis 1 V≤0,08 %>500 kΩ
Strom4 bis 20 mA≤0,1 %<2 V
0 bis 20 mA≤0,1 %<2 V
Umgebungstemperatureinfluss ≤ 100 ppm/K
Kleinste Messspanne Spannung Strom5 mV0,5 mA
Messbereichsanfang/-ende Spannung Strominnerhalb der Grenzen in Schritten von 0,01 mV beliebig programmierbarinnerhalb der Grenzen in Schritten von 0,01 mA beliebig programmierbar
Messsbereichsunter/-überschrei-tungnach NAMUR-Empfehlung NE 43 (nur Stromeingang 4 bis 20 mA)
Abtastzyklus 3 oder 6 Kanäle: 125 ms
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s
Galvanische Trennungsiehe „Galvanische Trennung“

^1 Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.

Messkreisüberwachung

Das Verhalten des Gerätes im Fehlerfall ist konfigurierbar.

Messwertgeber Fühlerbruch Kurzschluss Verpolung
Thermoelement wird erkannt wird nicht erkannt wird bedingt erkannt1
Widerstandsthermometer wird erkannt wird erkannt wird nicht erkannt
Widerstandspotenziometer/WFG wird erkannt wird nicht erkannt wird nicht erkannt
Widerstand/Poti wird erkannt wird nicht erkannt wird nicht erkannt
Spannung 0 bis 70 mV wird erkannt wird nicht erkannt wird erkannt
Spannung 0 bis 10 Vwird nicht erkanntwird nicht erkanntwird erkannt
Spannung -10 bis +10 Vwird nicht erkannt wird nicht erkannt wird nicht erkannt
Spannung 0 bis 1 Vwird erkannt wird nicht erkannt wird erkannt
Spannung -1 bis +1 Vwird erkannt wird nicht erkannt wird nicht erkannt
Strom 0 bis 20 mAwird nicht erkannt wird nicht erkannt wird nicht erkannt
Strom 4 bis 20 mAwird erkannt wird erkannt wird erkannt

^1 abhängig von der eingestellten Kennlinie

11.1.2 Digitaleingänge (Optionen 1 und 2)

Anzahl0, 6 oder 12
Steckernummer (Geräterückseite)6 und 10
Eingang
Pegellogisch „0“: < 3,5 V; logisch „1“: > 10 V
Abtastrate125 ms (max. Zählfrequenz: 8 Hz)
Potenzialfreier Kontakt R_ON : < 1 kΩ; R_OFF : > 50 kΩ (Verwendung der Hilfsspannung 24 V)
HilfsspannungDC 24 V +10/-15 %, max. 50 mA je Option

11.1.3 Digitaleingänge/-ausgänge (Option 3)

Anzahl0 oder 12
Steckernummer (Geräterückseite)14 und 15
Ein- oder Ausgangeinzeln als Eingang oder als Ausgang konfigurierbar
Eingang
Pegellogisch „0“: < 3,5 V; logisch „1“: > 10 V
Abtastrate125 ms (max. Zählfrequenz: 8 Hz)
Potenzialfreier Kontakt R_ON : < 1 kΩ; R_OFF : > 50 kΩ (Verwendung der Hilfsspannung 24 V)
High-Speed-EingangEingang 1
Funktionzählt jede positive Flanke des Eingangssignals
max. Zählfrequenz12,5 kHz
Tastverhältnis30 bis 70 % (High-Impuls ≥ 30 μs, Low-Impuls ≥ 30 μs)
Genauigkeit bei Durchfluss-messung0,5 % vom Messwert; Umgebungstemperatureinfluss: 50 ppm/K
Ausgang
AusgangssignalDC 0/24 V +10/-15 %; galvanisch getrennt
Strommax. 40 mA pro Ausgang, max. 100 mA insgesamt
HilfsspannungDC 24 V +10/-15 %, max. 100 mA (inkl. Strom der Digitalausgänge)

11.1.4 Analogausgänge (Optionen 1 und 2)

Anzahl 0, 1 oder 2
Steckernummer (Geräterückseite)6 und 10
SpannungAusgangssignal DC 0 bis 10 VLastwiderstand >500 Ω
StromAusgangssignal DC 0(4) bis 20 mALastwiderstand < 450 Ω
Genauigkeit 0,5 %
Umgebungstemperatureinfluss 150 ppm/K

11.1.5 Relais

Anzahl 1
Steckernummer (Geräterückseite)4
Relais (Wechsler)Schaltleistung 3 A bei AC 230 V, ohmsche LastKontaktlebensdauer 30.000 Schaltungen bei Nennlast

11.1.6 Schnittstellen

RS232/RS485Anzahl 1 (zwischen RS232 und Steckertyp SUB-D 9-polig (Buchse)Baudrate 9600, 19200, 38400, 115200Datenformat 8/1n, 8/1e, 8/1oProtokoll Modbus RTU als Master oder Slave; Barcode-ScannerEinsatz Kommunikation mit Modbus Master/Slave, Anschluss eines Barcode-ScannersExterne Eingänge über Modbus-Master/Slave-Funktionalität: 24 analoge und 24 digitale Ein-gänge, 10 Chargentexte, 4 Ereignistexte
EthernetAnzahl 1Steckertyp RJ45 (Buchse)Übertragungsrate 10 Mbit/s, 100 Mbit/sProtokoll IPv4; TCP, UDP; DHCP, DNS, HTTP, SMTP, SNTP, Modbus/TCEinsatz Kommunikation mit PC (Setup-Programm, Datenarchivierung, Webserver), E-Mail-Server, SNTP-Server und Modbus-Master/SlaveExterne Eingänge über Modbus-Master/Slave-Funktionalität: 24 analoge und 24 digitale Ein-gänge, 10 Chargentexte, 4 EreignistexteMax. Leitungslänge 100 m
USB-HostAnzahl 1 (frontseitig, mit Abdeckung)Steckertyp A (Buchse)StandardUSB 2.0 (Hi-Speed)Einsatz ausschließlich zum Anschluss eines USB-Speichersticks (FAT16/FAT32; siehe Zubehör)Max. Laststrom100 mA
USB-DeviceAnzahl 1 (rückseitig)Steckertyp Micro-B (Buchse)StandardUSB 2.0 (Hi-Speed)Einsatz zum Anschluss an einen PC (Setup-Programm, PCC/PCA3000)Max. Leitungslänge 5 m

11.1.7 Bildschirm

ArtTFT-Farbbildschirm / Touchscreen (resistiv)1
Größe14,5 cm (5,7“)
Auflösung640 × 480 Pixel (VGA)
Farbanzahl65536
Bildwechselfrequenz60 Hz (typ.)
Helligkeitseinstellungam Gerät einstellbar
Bildschirmschoner (Abschaltung)nach Wartezeit oder durch Steuersignal

^1 TFT-Farbbildschirme können technologisch und produktionstechnisch bedingte Pixelfehler aufweisen. Für diesen Bildschirmschreiber gelten bis zu vier Pixelfehler als zulässig und berechtigen nicht zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen.

11.1.8 Elektrische Daten

Spannungsversorgung AC 110 bis240 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz oderAC/DC 20 bis 30 V, 48 bis 63 Hz (nicht in Verbindung mit Typenzusatz 970)
Elektrische Sicherheit nach DIN ENN 61010-1Überspannungskategorie II bis 300 V Netzspannung, Verschmutzungsgrad 2
Schutzklasse I mit interner Trennung zu SELV
LeistungsaufnahmeAC 110 bis 240 V < 45 VAAC/DC 20 bis 30 V < 30 VA
Datensicherung interner Flash-Speicher
DatenpufferungBatterie (Lebensdauer > 7 Jahre); zusätzlich Speicherkondensator zur Pufferung während Batteriewechsel (Pufferzeit ca. 6 Minuten)
Uhr batteriegepufferte Echtzeituhr
Elektrischer Anschluss rückseitig über steckbare Federzugklemmen
LeiterquerschnittDraht oder Litzeohne AderendhülseLitze mit Aderendhülse2 × Litze mit Twin-Aderendhülse mit KunststoffkragenAbisolierlängean Steckverbinder 4 und 5 (Spannungsversorgung und Relais)min. 0,2 mm^2 , max. 2,5 mm^2 min. 0,25 mm^2 , max. 2,5 mm^2 min. 0,5 mm^2 , max. 1,5 mm^2 (beide Litzen mit gleichem Querschnitt)10 mm
Leiterquerschnitt an Steckverbinder6 bis 15 (Eingänge und Ausgänge)
Draht oder Litzeohne AderendhülseLitze mit AderendhülseAbisolierlängemin. 0,14 mm^2 , max. 1,5 mm^2 ohne Kunststoffkragen: min. 0,25 mm^2 , max. 1,5 mm^2 mit Kunststoffkragen: min. 0,25 mm^2 , max. 0,5 mm^2 9 mm
Spannungsversorgungseinfluss< 0,1% des Messbereichsumfangs

11.1.9 Umwelteinflüsse

UmgebungstemperaturbereichLagerung -20 bis +60 °CBetrieb 0 bis +50 °C; in Verbindung mit Typenzusatz 970: 0 bis +40 °C
Aufstellhöhe max. 2000 m über NN
Klimatische UmgebungsbedingungenKlimafestigkeit ≤ 85 % rel. Feuchte ohne BetauungLagerung nach Klasse 1K2Betrieb nach Klasse 3K3nach DIN EN 60721-3 mit erweitertem Temperaturbereich
Mechanische UmgebungsbedingungenLagerung nach Klasse 1M2Transport nach Klasse 2M2Betrieb nach Klasse 3M3nach DIN EN 60721-3
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)Störaussendung Klasse A - nur für den industriellen Einsatz - Störfestigkeit Industrie-Anforderungnach DIN EN 61326-1

11.1.10 Gehäuse

Gehäuseart Einbaugehäuse nachDIN IEC 61554 aus verzinktem Stahlblech (Verwendung in Innenräumen)
Gehäusefront aus Zink-Druckgussmit Dekorfolie
Frontrahmenmaß144 mm x 144 mm (Frontrahmentiefe ca. 8 mm inkl. Dichtung)
Einbautiefe119 mm (inkl. Federzugklemmen)
Schalttafelausschnitt 138^+1,0 mm × 138^+1,0 mm
Schalttafelstärke2 bis 8 mm
Gehäusebefestigungin Schalttafel unter Verwendung der vier mitgelieferten Befestigungselemente
Gebrauchslagebeliebig, unter Berücksichtigung des Betrachtungswinkels des Bildschirms, horizontal ±50°, vertikal ±30°
Schutzartnach DIN EN 60529, frontseitig IP65, rückseitig IP20;in Verbindung mit Typenzusatz 970: IP20 bei geöffnetem Tragegehäuse, IP20D bei geschlossenem Tragegehäuse
Gewichtmax. 1,6 kg

11.1.11 Zulassungen/Prüfzeichen

PrüfzeichenPrüfstelleZertifikate/PrüfnummernPrüfgrundlageGilt für
c UL usUnderwriters LaboratoriesE201387UL 61010-1 (3. Ed.), CAN/CSA-22.2 No. 61010-1 (3. Ed.)alle Ausführungen des Einbaugeräts; nicht in Verbindung mit Typenzusatz 970

11.2 Austausch der Pufferbatterie

Jumo Logoscreen 600 - Austausch der Pufferbatterie - 1

VORSICHT!

Das Gerät enthält eine Pufferbatterie, die zur Datenpufferung im ausgeschalteten Zustand oder bei Spannungsausfall dient. Die Lebensdauer der Batterie beträgt mindestens 7 Jahre. Wenn die Batterie schwach ist, wird dies durch den Batterievoralarm angezeigt („Batterie schwach“). Ist die Batterie leer, wird der Batteriealarm angezeigt („Batterie leer“). Wenn die Batterie nicht rechtzeitig gewechselt wird, droht Datenverlust! Die Batterie muss innerhalb von 4 Wochen nach Auftreten des Batterievoralarms gewechselt werden. Der Batteriewechsel kann nur durch die Serviceabteilung des Herstellers erfolgen. Dazu muss das Gerät an den Hersteller geschickt werden.

11.3 China RoHS

有毒有害物质或元素 Hazardous substances
部件名称
Product group: 706520
铅(Pb)汞(Hg)镉(Cd)六价铬(Cr(VI))多溴联苯(PBB)多溴二苯醚(PBDE)
外壳Housing(Gehäuse)X
过程连接Process connection(Prozessanschluss)
-螺母Nut(Mutter)
螺钉Screw(Schraube)
本表格依据SJ/T 11364-2014的规定编制。(This table is prepared in accordance with the provisions of SJ/T 11364-2014.)O:表示该有害物质在该部件所有均质材料中的含量均在GB/T 26572规定的限量要求以下。(O:Indicates that said hazardous substance contained in all of the homogeneous materials for this part is below the limit requirement of GB/T 26572.)X:表示该有害物质至少在该部件的某一均质材料中的含量超出GB/T 26572规定的限量要求。(X:Indicates that said hazardous substance contained in one of the homogeneous materials used for this part is above the limit requirement of GB/T 26572.)

11.4 Barcode

Barcode-Scanner initialisieren

Der Barcode-Scanner muss vor der Verwendung einmalig initialisiert werden. Beispiel:

Schritt Tätigkeit
1 Barcode „Werkseinstellung“ („Factory Default Settings“) scannen.
2 Barcode „RS-232 Standard“ („Select RS-232 Standard“) scannen.

Informationen und Barcodes sind der Anleitung des verwendeten Barcode-Scanners zu entnehmen.

11.4.1 Chargensteuerung

Jumo Logoscreen 600 - Chargensteuerung - 1

HINWEIS!

Die Chargensteuerung per Barcode-Scanner setzt die entsprechende Konfiguration des Bildschirmschreibers voraus. Das Recht „Chargentexte eingeben“ ist erforderlich.

Chargenprotokoll einblenden

Diese Funktion setzt die entsprechende Konfiguration der Anzeige voraus (Konfiguration > Anzeige > Allgemein: Barcode -> Chargenbild = Ja).

Schritt Tätigkeit
1 Barcode BATCH1 scannen.

BATCH1

Das Chargenprotokoll wird eingeblendet.

Chargentexte eingeben

Schritt Tätigkeit
1 Barcodes für den Chargentext der einzelnen Zeilen nacheinander scannen (beginnend mit der ersten Zeile).

Alle für die Barcode-Eingabe konfigurierten Chargenzeilen werden nacheinander mit dem gescannten Text gefüllt (max. 160 Zeichen). Die letzte Zeile wird bei weiterer Eingabe überschrieben.

Ein Dollarzeichen innerhalb eines gescannten Textes führt dazu, dass der nach dem Dollarzeichen folgende Text in die nächste Zeile eingetragen wird. Auf diese Weise können mit einem Scan-Vorgang mehrere Zeilen gefüllt werden.

11 Anhang

Jumo Logoscreen 600 - Anhang - 1

HINWEIS!

Die Codes der Chargensteuerung (BATCH1, START, STOP, RESET) können nicht als Chargentext eingelesen werden.

Texte zurücksetzen

Schritt Tätigkeit
1 Barcode RESET scannen.

RESET

Die eingegebenen Chargentexte werden zurückgesetzt. Die Standardtexte (Textvorgabe) werden angezeigt und die erste Zeile wieder für die Texteingabe vorbereitet.

Der Standardtext wird in der Konfiguration der Chargenzeile vorgegeben (Konfiguration > Charge > Chargenzeile: Textvorgabe).

Chargenprotokollierung starten

Schritt Tätigkeit
1 BarcodeSTART scannen.

START

Die Chargenprotokollierung wird gestartet.

Chargenprotokollierung stoppen

Schritt Tätigkeit
1 BarcodeSTOP scannen.

STOP

Die Chargenprotokollierung wird gestoppt.

Texte, die per Barcode eingelesen wurden, werden im aktuellen Chargenprotokoll in Abhängigkeit von der Konfiguration der Chargenzeile entweder auf den Standardtext (Textvorgabe) zurückgesetzt (Konfiguration > Charge > Chargenzeile: Zeile löschen = Ja) oder beibehalten (Zeile löschen = Nein).

Im abgeschlossenen Chargenprotokoll sind die Texte gespeichert.

11.4.2 Einlesen von Ereignistexten und Prozesswerten

Ab Geräteversion 02 kann ein Ereignistext oder Prozesswert (Externe Text-, Analog- und Digital-Variablen) mit Hilfe spezifischer Steuerzeichen eingelesen werden.

Der unter Verwendung eines Steuerzeichens gescannte Text bzw. Wert wird ausschließlich als Ereignistext oder Prozesswert verwendet. Danach wird automatisch wieder auf die Barcode-Eingabe zur Chargensteuerung umgeschaltet.

Text in Ereignisliste einlesen

%En% = Eintrag in die Ereignisliste der Gruppe n (n = 1 bis 4 für Gruppe 1 bis 4; n = 0 für alle Gruppen)

Beispiel: %E1%ABC

% E 1 % ABC

Der Text "ABC" wird in die Ereignisliste der Gruppe 1 eingetragen.

Beispiel: %E0%DEF

Der Text "DEF" wird in die Ereignislisten aller Gruppen eingetragen.

Text in Externe Textvariable einlesen

%Tn% = Einlesen als Text in die Externe Textvariable n (n = 1 bis 10)

Beispiel: %T1%ABC

%T1%ABC

Der Text "ABC" wird in die Externe Textvariable 1 eingelesen.

Der eingelesene Text steht im Textselektor zur Verfügung.

Steuerzeichen und nachfolgender Text können auch nacheinander gescannt werden. Hierzu darf beim ersten Scan-Vorgang nur das Steuerzeichen verwendet werden.

Beispiel für ersten Scan-Vorgang: %T1%

Der nächste gescannte Text wird als Text für die Externe Textvariable 1 interpretiert.

Beispiel für zweiten Scan-Vorgang: ABC

Der Text "ABC" wird in die Externe Textvariable 1 eingelesen.

Float-Wert in Externe Analog-Variable einlesen

%Fn% = Einlesen als Float-Wert in die Externe Analog-Variable n (n = 1 bis 24)

Beispiel: %F1%447.6

% F 1 % 4 4 7 . 6

Der Float-Wert 447,6 wird in die Externe Analog-Variable 1 eingelesen.

Der eingelesene Wert steht im Analogselektor zur Verfügung.

Boolschen Wert in Externe Digital-Variable einlesen:

%Bn% = Einlesen als Boolescher Wert in die Externe Digital-Variable n (n = 1 bis 24)

Beispiel: %B1%1

%B1%1

Der Boolesche Wert 1 (TRUE) wird in die Externe Digital-Variable 1 eingelesen.

Der eingelesene Wert steht im Digitalselektor zur Verfügung.

Mit einem Scan-Vorgang können auch mehrere Werte in aufeinanderfolgende Variablen einge- lesen werden.

Beispiel: %B2%101

Die Booleschen Werte 1, 0, 1 werden ab Variable 2 eingelesen (Variable 2 = 1, Variable 3 = 0, Variable 4 = 1).

Jumo Logoscreen 600 - Boolschen Wert in Externe Digital-Variable einlesen: - 2

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Produktinformationen

Marke : Jumo

Modell : Logoscreen 600

Kategorie : Nicht kategorisiert