Wtrans T03 - Heizung Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Widerstandsthermometer mit Funk-Messwertübertragung und Ex-Zulassung (ATEX) |
| Modell | Wtrans T03 (Typ 902930/15, /17, /55) |
| Marke | Jumo |
| Abmessungen (Gehäuse) | Durchmesser ca. 32 mm, Länge ca. 126 mm |
| Gewicht | ca. 120 g (ohne Schutzarmatur) |
| Schutzart | IP67 (öl- und säurebeständig) |
| Stromversorgung | Lithium-Batterie 3,6 V, 2,2 Ah (Teile-Nr. 00525539) |
| Batterielebensdauer | ca. 1 Jahr bei 20 s Sendeintervall und 25 °C |
| Funkfrequenz | 868,4 MHz |
| Reichweite (Freifeld) | 300 m mit Antennen-Wandhalterung |
| Sendeintervall | einstellbar über DIP-Schalter: 5 s, 10 s, 20 s (werkseitig) oder 45 s |
| Messeingang | Pt1000 in Dreileiterschaltung, Klasse A nach DIN EN 60751 |
| Einsatztemperatur (Medium) | -30 bis +260 °C |
| Umgebungstemperatur (Gehäuse) | -30 bis +85 °C (Wärmeeintrag beachten) |
| Ex-Zulassung | II 1 G Ex ia IIB T4 Ga / II 1 D Ex ia IIIB T130 °C Da |
| Schutzrohrdurchmesser | 2 mm, 3 mm, 4 mm, 6 mm, 9 mm (je nach Ausführung) |
| Schutzrohrlänge | 30 bis 2570 mm (je nach Ausführung) |
| Wartung und Reinigung | Gehäuse mit handelsüblichen Reinigungsmitteln reinigen; Dichtungen bei Batteriewechsel prüfen und ggf. ersetzen |
| Sicherheitshinweise | Nur zugelassene Batterien verwenden; besondere Verwendungsbedingungen für Ex-Bereich beachten; vor Betreten der Ex-Zone potentialfrei machen |
| Ersatzteile und Zubehör | Lithium-Batterie (00525539), Dichtungsset (00532794), Farbringe (00489047) |
| Reparierbarkeit | Batteriewechsel durch Anwender möglich; Gehäuse und Elektronik nicht reparierbar (Austauschgerät) |
| Konformität | CE, ATEX, EMV nach EN 61326-1 |
| Lieferumfang | Gerät, Lithium-Batterie, 4 Farbringe, Betriebsanleitung |
Häufig gestellte Fragen - Wtrans T03 Jumo
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BEDIENUNGSANLEITUNG Wtrans T03 Jumo
Widerstandsthermometer mit Funk-Messwertübertragung und Ex-Zulassung


1.1 Sicherheitshinweise ....5
1.2 Beschreibung 6
1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
1.4 Bestandteile 8
1.5 Definition "portabel" 9
1.6 Besondere Verwendungsbedingungen "X"....9
1.7 Anordnung im Ex-Bereich....10
1.7.1 Schutzkonzept 10
1.7.2 Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22). 10
1.7.3 Zone 0 (20) / Zone 1 (21) mit Zonentrennung durch Schutzarmatur .....11
1.8 Blockschaltbild 11
1.9 Abmessungen....12
1.10 Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur 12
1.11 Erwärmung des Schutzrohres im Fehlerfall 13
1.12 Angewandte Normen für den Ex-Schutz....13
2 Geräteausführung identifizieren 15
2.1 Kennzeichnung der Gerätedaten 15
2.2 Ex-Kennzeichnung 16
2.3 Beschriftungsbeispiel 16
2.4 Bestellangaben....17
2.5 Lieferumfang....23
2.6 Zubehör....23
3 Sender vorbereiten 25
3.1 Batterie einsetzen/wechseln....25
3.2 Sicherheitshinweise für Lithium-Batterien....26
3.3 Batterielebensdauer 27
3.4 Entsorgung von Lithium-Batterien....27
3.5 Farbcodierung eines Senders anbringen .....28
3.6 Sendeintervall einstellen....29
4 Reichweite des Senders 31
4.1 Allgemeines zur Funkübertragung ....31
4.2 Beeinträchtigungen der Funkübertragung 32
5 Anhang.... 35
5.1 Technische Daten 35
5.2 Konformitätserklärung....38
5.3 Baumusterprüfbescheinigung....43
Inhalt
1.1 Sicherheitshinweise
Allgemein
Diese Anleitung enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Diese Hinweise sind durch Zeichen unterstützt und werden in dieser Anleitung wie gezeigt verwendet.
Lesen Sie diese Anleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Anleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.
Sollten bei der Inbetriebnahme Schwierigkeiten auftreten, bitten wir Sie, keine Manipulationen vorzunehmen, die Ihren Gewährleistungsanspruch gefährden können!
Warnende Zeichen

GEFAHR!
Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Personenschaden/Sachschaden auftritt, wenn die entsprechenden Anweisungen nicht beachtet werden.

VORSICHT!
Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

DOKUMENTATION LESEN!
Dieses Zeichen – angebracht auf dem Gerät – weist darauf hin, dass die zugehörige Gerätedokumentation zu beachten ist. Dies ist erforderlich, um die Art der potenziellen Gefährdung zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen.
Hinweisende Zeichen

HINWEIS!
Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

VERWEIS!
Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Abschnitten, Kapiteln oder anderen Anleitungen hin.
1.2 Beschreibung
Das Widerstandsthermometer JUMO Wtrans T03 (auch Sender genannt) kann unter Berücksichtigung der geltenden Normen und Vorschriften zur portablen und stationären Temperaturmessung im Ex-Bereich Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22) eingesetzt werden.
Die besonderen Verwendungsbedingungen Kapitel 1.6 „Besondere Verwendungsbedingungen "X"“, Seite 9 sind unbedingt zu beachten!
Der Wtrans T03 ist ein eigensicheres Betriebsmittel und für die Gerätegruppe IIIB „brennbare Gase“ (typisches Gas ist Äthylen) und für die Gerätegruppe IIIB „nicht leitfähiger Staub“ geeignet.
In den Messeinsatz ist ein Pt1000-Temperatursensor nach DIN EN 60751, Klasse A in Dreileiterschaltung eingebaut. Der Einsatztemperaturbereich des Temperatursensors (Mediumstemperatur) beträgt -30 bis +260 °C.
Für den JUMO Wtrans T03 ist eine Umgebungstemperatur von -30 bis +85 °C zulässig. Durch den Anlagenersteller ist der unter Kapitel 1.10 „Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur“, Seite 12, zu errechnende Wärmeeintrag durch die Schutzarmatur in das Gehäuse zu berücksichtigen. Für den Einsatz in Atmosphären mit brennbarem Staub beträgt die maximale Oberflächentemperatur T 130 °C. In Gasatmosphäre ist der Einsatz in Temperaturklasse T4 zulässig.
Die Temperaturmesswerte werden drahtlos an den Empfänger des Messsystems außerhalb des Ex-Bereiches übertragen. Am Empfänger werden die Messwerte angezeigt und stehen in digitaler Form an der RS485-Schnittstelle sowie als analoge Ausgänge zur Verfügung. Wahlweise können mit zwei Relaisausgängen verschiedene Alarme signalisiert werden.
Die Funkfrequenz des Wtrans-Messsystemes beträgt 868,4 MHz. Diese Frequenz ist weitgehend unempfindlich gegenüber externen Störeinflüssen und erlaubt eine Übertragung auch in rauer Industrieumgebung. Wird empfängerseitig die Antennen-Wandhalterung (Montage nur außerhalb des Ex-Bereiches) mit der 3 m langen Antennenleitung verwendet, beträgt die Reichweite im Freifeld 300 m.
Das Gehäuse des JUMO Wtrans T03 ist öl- und säurebeständig und hat die Schutzart IP67. Die Schutzarmatur ist aus Edelstahl. Beim Grundtyp 902930/55... mit einem M12 × 1-Steckeranschluss dürfen nur die zugehörigen JUMO Pt1000-Widerstandsthermometer mit Anschlussleitung für den Ex-Bereich angeschlossen werden.
Für die Spannungsversorgung des JUMO Wtrans T03 darf ausschließlich die zugelassene Lithium-Batterie mit 3,6 V, 2,2 Ah verwendet werden.
1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das in dieser Anleitung beschriebene Gerät ist bestimmt zur Messung von Temperaturen in industrieller Umgebung, wie sie in den technischen Daten spezifiziert ist. Das Gerät darf im explosiongefährdeten Bereich Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22) eingesetzt werden. Beim Einsatz einer geeigneten Schutzarmatur ist auch die Zonentrennung Zone 0 (20) / Zone 1 (21) möglich.
Eine andere oder darüber hinausgehende Nutzung gilt - in Bezug auf den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen - als nicht bestimmungsgemäß.
Für hieraus resultierende Schäden wird keine Haftung übernommen.
Bei jeglicher Veränderung des Gerätes erlischt die Ex-Zulassung!
Das Gerät ist entsprechend den gültigen Normen und Richtlinien so wie den geltenden sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Personen- oder Sachschaden entstehen.
Um Gefahren zu vermeiden, darf das Gerät nur benutzt werden:
- für die bestimmungsgemäße Verwendung
- in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
- unter Beachtung dieser Betriebsanleitung

GEFAHR!
Bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung des Gerätes oder Nichtbeachtung der sicherheitsrelevanten Festlegungen dieser Betriebsanleitung erlischt die Ex-Zulassung.
Errichtungsbestimmungen
Bei Verwendung elektrischer Betriebsmittel in Anlagen und Umgebungsbedingungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen sind unter anderem die Auflagen gemäß den zutreffenden Errichtungsbestimmungen nach EN 60079-14 Explosionsfähige Atmosphäre – Teil 14: Projektierung, Auswahl und Errichtung elektrischer Anlagen zu beachten.
1 Einleitung
1.4 Bestandteile

1 Lithium-Batterie 2 Dichtung (weiß)
3 Grundgehäuse (blau) 4 Gehäuseanschluss
5 Prozessanschluss (typabhängig) 6 Schutzrohr
7 Halsrohr (nur bei Grundtypen mit Prozessanschluss)
8 Farbringe
9 Leiterplatte 10 Dichtung (schwarz)
11 Gehäusekappe (schwarz)

HINWEIS!
In dieser Anleitung wird die Kombination aus Schutzrohr, Prozessanschluss und Halsrohr als Schutzarmatur bezeichnet. Im Schutzrohr integriert ist der Messeinsatz mit dem Temperatursensor.
1.5 Definition "portabel"
Als portabel gilt ein JUMO Wtrans T03, dessen Schutzrohr über kein Erdungselement verfügt und das als mobiles Temperaturmessgerät im Ex-Bereich eingesetzt werden kann.
Die besonderen Verwendungsbedingungen (Kapitel 1.6 „Besondere Verwendungsbedingungen "X"“, Seite 9) sind zu beachten!
Die portablen JUMO Wtrans T03 sind mit folgenden Schutzrohrabmessungen lieferbar:
• Schutzrohrlänge von 0 bis 2570 mm
• Durchmesser von 2 bis 9 mm
Alle Schutzrohrvarianten, die von diesen Abmessungen abweichen oder die über einen Prozessanschluss verfügen, sind vom Anwender am Prozessanschluss oder in anderer geeigneter Form zu erden.

HINWEIS!
Wird der portable JUMO Wtrans T03 als Einstichfühler eingesetzt, ist – zur Vermeidung von Beschädigungen des Schutzrohres – beim Einstechen in das Messmedium auf eine angebrachte Krafteinwirkung zu achten.
1.6 Besondere Verwendungsbedingungen "X"
Die Kapazität der nicht geerdeten metallischen Schutzrohre von portablen JUMO Wtrans T03 sind bauformabhängig und der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Wird der JUMO Wtrans T03 portabel eingesetzt, ist er vor dem Einbringen in eine Ex-Zone in einen ungefährlichen potenzialfreien Zustand zu bringen. Dies kann zum Beispiel durch Kontaktierung mit einem Schutzleiter erfolgen.
| Schutzrohrlänge^a | Schutzrohrdurchmesser | |||
| 2 mm > 2 bis 4 mm > 4 bis 6 mm > 6 bis 9 mm | ||||
| 0 bis 100 mm 18,9 pF 25,5 pF | 30,4 pF 36,3 pF | |||
| > 100 bis 170 mm | 32,1 pF 43,3 | pF 51,6 pF 61,6 | pF | |
| > 170 bis 270 mm | 51,0 pF 68,8 | pF 82,0 pF 97,9 | pF | |
| > 270 bis 370 mm | 69,9 pF | 94,3 pF | 112,4 pF | 134,2 pF |
| > 370 bis 570 mm | 107,6 pF | 145,3 pF | 173,1 pF | 206,7 pF |
| > 570 bis 820 mm | 154,8 pF | 209,0 pF | 249,0 pF | 297,3 pF |
| > 820 bis 1070 mm | 202,0 pF | 272,7 pF | 324,9 pF | 388,0 pF |
| > 1070 bis 1570 mm | 296,4 pF | 400,2 pF | 476,8 pF | 569,3 pF |
| > 1570 bis 2070 mm | 390,8 pF | 527,7 pF | 628,6 pF | 750,6 pF |
| > 2070 bis 2570 mm | 485,2 pF | 655,1 pF | 780,4 pF | 931,9 pF |
^a Schutzrohrlänge = Einbaulänge (EL) + Halsrohrlänge (Standard 70 mm); abweichende Halsrohrlängen sind zu berücksichtigen
Als Ersatzbatterien dürfen nur die vom Hersteller als Zubehör erhältlichen vorkonfektionierten Lithium-Batterien 3,6 V, 2,2 Ah (Teile-Nr. 00525539) verwendet werden.

GEFAHR!
Bei Nichtbeachtung der besonderen Verwendungsbedingungen besteht die Gefahr elektrostatischer Aufladung.
1.7 Anordnung im Ex-Bereich
1.7.1 Schutzkonzept
Der JUMO Wtrans T03 ist, als eigensicheres Betriebsmittel, mit unterschiedlichen Schutzarmaturvarianten portabel oder mit einem Prozessanschluss in Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22) einsetzbar, siehe Kapitel 1.7.2 „Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22)“, Seite 10.
Der JUMO Wtrans T03 mit Schutzarmatur zur Zonentrennung ist konzipiert, um einsatzbedingt mittels Prozessanschluss an Behältern oder Rohrleitungen gasdicht befestigt zu werden, siehe Kapitel 1.7.3 „Zone 0 (20) / Zone 1 (21) mit Zonentrennung durch Schutzarmatur“, Seite 11.
In beiden Fällen ist eine maximale Mediumstemperatur von 260 °C an der Schutzarmatur zulässig. Die maximale Umgebungstemperatur am Kunststoffgehäuse des JUMO Wtrans T03 beträgt 85 °C, der Wär-meeintrag durch die Schutzarmatur in das Gehäuse muss berücksichtigt werden.
Realisiert wird die Zonentrennung durch:
• Schutzarmatur mit Prozessanschluss (Verschraubung oder Flansch)
- Schutzarmatur aus Chromstahl mit Wandstärke > 1 mm
Bei Bestellung von Systemen zur Zonentrennung sind deren Prozessanschlüsse wie folgt ausgelegt:
• Gewindesteigung ≥ 0,7
• Gewindegänge im Eingriff ≥ 5
• Einschraubtiefe ≥ 8 mm
Die Abdichtung im Bereich des Prozessanschlusses liegt in der Verantwortung des Anlagenerstellers.
Die Geräteidentifikation ist an Hand der Kennzeichnung in dieser Betriebsanleitung vorzunehmen, siehe Kapitel 2.2 „Ex-Kennzeichnung“, Seite 16.
1.7.2 Zone 0 (20), Zone 1 (21) oder Zone 2 (22)

Funkstrecke

1.7.3 Zone 0 (20) / Zone 1 (21) mit Zonentrennung durch Schutzarmatur

1.8 Blockschaltbild

flowchart
graph TD
A["Analogeingang"] --> B["JUMO Wtrans T03"]
C["Spannungsversorgung"] --> B
B --> D["Sendeeinheit"]
D --> E["Funkfrequenz 868,4 MHz; Sendeintervall über DIP-Schalter einstellbar"]
A --> F["Pt1000, Klasse A in Dreileiterschaltung; Einsatztemperatur -30 bis +260 °C; Fest angeschlossen oder Kontaktierung über Maschinenstecker M12 x 1"]
C --> G["Lithium-Batterie 3,6 V, 2,2 Ah"]
Abb. 1-1 Blockschaltbild des JUMO Wtrans T03
1 Einleitung
1.9 Abmessungen

902930/15 und .../17

902930/15 und .../17

902930/55
Abb. 1-2 Abmessungen des JUMO Wtrans T03
1.10 Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur
Durch die Mediumstemperatur entsteht ein Wärmeeintrag durch das Schutzrohr in das Gehäuse des JUMO Wtrans T03 bei den Grundtypen 902930/15 und 902930/17.
Ein Mindestabstand von 70 mm zwischen Messmedium und Gehäuseanschluss ist einzuhalten. Dieser Mindestabstand ist beim JUMO Wtrans T03 mit und ohne Prozessanschluss zu beachten. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Wärmeeintrag bei einem Abstand von 70 mm oder 120 mm.
| Halsrohrlänge bzw. Abstand Messmedium und Gehäuse | maximaler Wärmeeintrag bei 260 °C Mediumstemperatur | Wärmeeintrag pro 10 K Mediumstemperatur über der max. Umgebungstemperatur |
| 70 mm 15 K 0,86 K | ||
| 120 mm 10 K 0,57 K |
Die zulässige Umgebungstemperatur errechnet sich aus der Differenz zwischen der in den technischen Daten angegebene maximale Umgebungstemperatur und dem errechneten Wärmeeintrag.
Berechnungsbeispiel für von 260 °C abweichende Mediumstemperaturen:
Eine Mediumstemperatur von 180 °C entspricht 95 K über der maximalen Umgebungstemperatur von 85 °C bei einer Halsrohrlänge von 70 mm.
$$ 9 5 \mathrm{K} \times (0, 8 6 \mathrm{K} \div 1 0 \mathrm{K}) = 8, 1 7 \mathrm{K} $$
Ergebnis: Die maximale Umgebungstemperatur für dieses Berechnungsbeispiel beträgt
$$ 8 5 ^ {\circ} \mathrm{C} - 8, 1 7 \mathrm{K} = 7 6, 8 3 ^ {\circ} \mathrm{C}. $$

GEFAHR!
Der Anwender muss den errechneten Wärmeeintrag bei der maximal zulässigen Umgebungstemperatur berücksichtigen.
Wird ein Schutzrohr ohne Prozessanschluss verwendet und ist der erforderliche Abstand zwischen Messmedium und Gehäuse nicht einzuhalten, muss die Mediumstemperatur auf die maximale Umgebungstemperatur begrenzt werden.
Der Einfluss von Strahlungswärme und Konvektion ist vom Anwender zu berücksichtigen.
1.11 Erwärmung des Schutzrohres im Fehlerfall
Die im Fehlerfall durch einen Leistungsabfall am Pt1000-Temperatursensor hervorgerufene Erwärmung des Schutzrohres beträgt max. 5 K.

GEFAHR!
Vom Anwender muss sichergestellt werden, dass durch die Temperaturerhöhung von 5 K die Grenzen der festgelegten Temperaturklassen nicht überschritten werden.
1.12 Angewandte Normen für den Ex-Schutz
• EN 60079-0:2012 + A11:2013
Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 0: Betriebsmittel – Allgemeine Anforderungen
• EN 60079-11:2012
Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 11: Geräteschutz durch Eigensicherheit „i“
• EN 60079-26:2015
Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 26: Betriebsmittel mit Geräteschutzniveau (EPL) Ga
1 Einleitung
2.1 Kennzeichnung der Gerätedaten
Kennzeichnung auf dem Grundgehäuse
| Beschreibung Beispiel | |
| Hersteller JUMO GmbH & Co. KG | Moritz-Juchheim-Strasse 136039 Fulda, Germany |
| Typenbezeichnung 902930/15-596-1006-2-6-130-1 | -10-000/362 |
| Fabrikations-Nr. (F-Nr.) 0012345601015140011 | |
| Batterie Teile-Nr. 00525539 | |
| Spannungsversorgung DC 3,6 V ( Symbol für Gleichspannung) --- | |
| Kennzeichnung nach EG-Richtlinie CE | |
| Bescheinigungsnummer | TÜV 16 ATEX 177609 X |
| Kennzeichnung nach EU-Richtlinie | Ex II 1 G Ex ia IIB T4 GaEx II 1 D Ex ia IIIB T130 °C Da |
| Temperaturbereich | -30 °C ≤ Ta ≤ +85 °C |
Kennzeichnung auf der Gehäusekappe
| Beschreibung Beispiel | |
| Hinweis | Gehäusekappe bündig verschrauben! |
Kennzeichnung auf dem Schutzrohr
| Beschreibung Beispiel | |
| Senderkennung (Sender-ID) | 12345 |
| Funkfrequenz | 868,4 MHz |
| Markierung | 70 mm Halsrohrlänge(nur auf Schutzrohren ohne Verschraubung) |
F-Nr.
Durch die Fabrikations-Nr. (F-Nr.) kann das Gerät beim Hersteller identifiziert werden.
Der Fabrikations-Nr. (F-Nr.) kann das Produktionsdatum (Jahr/Woche) entnommen werden.
Es handelt sich hierbei um die Ziffern, die an Stelle 12, 13, 14 und 15 stehen.
Beispiel: F-Nr. = 0012345601015420011
Das Gerät wurde in der 42. Woche 2015 produziert.
Senderkennung (Sender-ID)
Die Senderkennung ist werkseitig eingestellt. Sie muss am Empfänger eingegeben bzw. aktiviert werden, damit eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger zu Stande kommt.
Funkfrequenz
Der JUMO Wtrans T03 sendet mit 868,4 MHz.
2 Geräteausführung identifizieren
2.2 Ex-Kennzeichnung
Das Gerät trägt folgende Kennzeichnung auf dem Gehäuse:
| bei Einsatz in Zone 0 (20): | |
![]() | TÜV 16 ATEX 177609 XII 1 G Ex ia IIB T4 GaII 1 D Ex ia IIIB T130 °C Da-30 °C ≤ Ta ≤ +85 °C |
![]() | bei Einsatz in Zone 0 (20) / Zone 1 (21) Zonentrennung durch Schutzarmatur:TÜV 16 ATEX 177609 XII 1/2 G Ex ia IIB T4 Ga/GbII 1/2 D Ex ia IIIB T130 °C Da/Db-30 °C ≤ Ta ≤ +85 °C |
2.3 Beschriftungsbeispiel

2.4 Bestellangaben
(1) Grundtyp
902930/15 JUMO Wtrans T03.G1 Ex
Einstich-Widerstandsthermometer
mit ATEX-Zulassung
Eigensicheres Gerät nach ATEX-Richtlinie
(Umgebungstemperatur Gehäuse: -30 bis +85 °C)
Forderung nach Zonentrennung im Klartext angeben!

(2) Einsatztemperatur in °C (Schutzarmatur)
x 596 -30 bis +260 °C
(3) Messeinsatz
x 1006 1× Pt1000 in Dreileiterschaltung
(4) Toleranzklasse nach DIN EN 60751
2
K
|
a
s
s
e
(5) Schutzrohrdurchmesser D in mm
4
∅
4
m
m
x 6 ∅ 6 mm (Zonentrennung möglich)
x 9 ∅ 9 mm (Zonentrennung möglich)
x ... andere Schutzrohrdurchmesser auf Anfrage
(6) Einbaulänge EL in mm (EL 30 bis 1000 mm)
x 30 30 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x 80 80 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x 130 130 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x |.. bei Bestellung Angabe im Klartext (Stufung 50 mm)
(7) Einstichspitze
1
p
|
a
n
(8) Funkfrequenz
x 10 868,4 MHz (Europa)
(9) Prozessanschluss
x 000 ohne
x 103 Verschraubung G 3/8 (Zonentrennung möglich)
x 104 Verschraubung G 1/2 (Zonentrennung möglich)
... andere Prozessanschlüsse auf Anfrage
(10) Typenzusätze
x 362 Ex-Schutz Ex i nach ATEX-Richtlinie
x | 778
kundenspezifisches Sendeintervall 5 s, 10 s oder 45 s,
bei Bestellung Angabe im Klartext (werkseitig 20 s)

bar
| Category | (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | (6) | (7) | (8) | (9) | (10) | |---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---| | Bestellschlüssel | - | - | - | - | - | - | - | - | - | 362, ...^a | | Bestellbeispiel | 902930/15 | - 596 | - 1006 | - 2 | - 6 | - 80 | - 1 | - 10 | - 000 | / 362 |^a Typenzusätze nacheinander aufführen und durch Komma trennen.
2 Geräteausführung identifizieren

HINWEIS!
Die Halsrohrlänge (Position 6) beträgt standardmäßig 70 mm.
Auf Wunsch können 120 mm bestellt werden (bei Bestellung Angabe im Klartext).
Die Halsrohrlänge addiert sich zu der gewählten Einbaulänge.
Zur Berechnung des Wärmeeintrags gibt es für 70 mm und 120 mm Halsrohrlänge eine temperaturabhängige Berechnungsgrundlage, siehe Kapitel 1.10 „Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur“, Seite 12.

HINWEIS!
Es bestehen Einschränkungen in der Bauform von portablen JUMO Wtrans T03 aufgrund der besonderen Verwendungsbedingungen „X“
⇒ Kapitel 1.5 „Definition "portabel"“, Seite 9
⇒ Kapitel 1.6 „Besondere Verwendungsbedingungen "X"“, Seite 9
(1) Grundtyp
902930/17 JUMO Wtrans T03.G1 Ex
Mantel-Widerstandsthermometer
mit biegsamem Schutzrohr und ATEX-Zulassung
Eigensicheres Gerät nach ATEX-Richtlinie
(Umgebungstemperatur Gehäuse: -30 bis +85 °C)
Keine Zonentrennung mit diesem Grundtyp möglich!

(2) Einsatztemperatur in °C (Schutzarmatur)
x 596 -30 bis +260 °C
(3) Messeinsatz
x 1006 1× Pt1000 in Dreileiterschaltung
(4) Toleranzklasse nach DIN EN 60751
x | 2 K l a s s
(5) Schutzrohrdurchmesser D in mm
x | 2 ∅ 2 m m x | 3 ∅ 3 m m x | 6 ∅ 6 m m
(6) Einbaulänge EL in mm (EL 30 bis 10000 mm)
x 30 30 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x 80 80 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x 130 130 mm (Halsrohrlänge 70 mm berücksichtigen)
x ... bei Bestellung Angabe im Klartext (Stufung 50 mm)
(7) Einstichspitze
x | 1 p l a n
(8) Funkfrequenz
x 10 868,4 MHz (Europa)
(9) Prozessanschluss
x 000 ohne ... andere Prozessanschlüsse auf Anfrage
(10) Typenzusätze
x 362 Ex-Schutz Ex i nach ATEX-Richtlinie
x 778 kundenspezifisches Sendeintervall 5 s, 10 s oder 45 s, bei Bestellung Angabe im Klartext (werkseitig 20 s)
| (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | (6) | (7) | (8) | (9) | (10) | |
| Bestellschlüssel | - | - | - | - | - | - | - | - | - | / 362 , ...a |
| Bestellbeispiel | 902930/17 | - 596 | - 1006 | - 2 | - 6 | - 80 | - 1 | - 10 | - 000 | / 362 |
a Typenzusätze nacheinander aufführen und durch Komma trennen.

HINWEIS!
Die Halsrohrlänge (Position 6) beträgt standardmäßig 70 mm.
Auf Wunsch können 120 mm bestellt werden (bei Bestellung Angabe im Klartext).
Die Halsrohrlänge addiert sich zu der gewählten Einbaulänge.
Zur Berechnung des Wärmeeintrags gibt es für 70 mm und 120 mm Halsrohrlänge eine temperaturabhängige Berechnungsgrundlage, siehe Kapitel 1.10 „Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur“, Seite 12.
2 Geräteausführung identifizieren
(1) Grundtyp
902930/55 JUMO Wtrans T03.G2 Ex
mit M12 × 1-Steckeranschluss
und Widerstandsthermometer
mit PTFE-Anschlussleitung und ATEX-Zulassung
Eigensicheres Gerät nach ATEX-Richtlinie
(Umgebungstemperatur Gehäuse: -30 bis +85 °C)
Forderung nach Zonentrennung im Klartext angeben!

(2) Einsatztemperatur in °C (Schutzarmatur)
x 596 -30 bis +260 °C
(3) Messeingang
x 1006 1× Pt1000 in Dreileiterschaltung
(4) Toleranzklasse nach DIN EN 60751
x | 2
K
1
a
s
s
(5) Schutzrohrdurchmesser D in mm
x | 4
∅
4
m
m
x 6 ∅ 6 mm (Zonentrennung möglich)
x 9 ∅ 9 mm (Zonentrennung möglich)
(6) Einbaulänge EL in mm (EL 100 bis 1000 mm)
x 100 100 mm
x 150 150 mm
x 200 200 mm
x ... bei Bestellung Angabe im Klartext (Stufung 50 mm)
(7) Einstichspitze
x | 1
p
|
a
n
(8) Funkfrequenz
x 10 868,4 MHz (Europa)
(9) Prozessanschluss
x 000 ohne
x 103 Verschraubung G 3/8 (Zonentrennung möglich)
x 104 Verschraubung G 1/2 (Zonentrennung möglich)
(10) Typenzusätze
x 362 Ex-Schutz Ex i nach ATEX-Richtlinie
x 778 kundenspezifisches Sendeintervall 5 s, 10 s oder 45 s,
bei Bestellung Angabe im Klartext (werkseitig 20 s)

bar
| Category | Value | |---|---| | Bestellschlüssel | 902930/55 | | Bestellbeispiel | ...^a | | (1) | - | | (2) | - | | (3) | - | | (4) | - | | (5) | - | | (6) | - | | (7) | - | | (8) | - | | (9) | / 362 | | (10) | ...^a |a Typenzusätze nacheinander aufführen und durch Komma trennen.
2 Geräteausführung identifizieren

GEFAHR!
Grundtyp 902930/55 darf nur mit den zugehörigen JUMO-Widerstandsthermometern mit PTFE-Anschlussleitung verwendet werden!

HINWEIS!
Die PTFE-Anschlussleitungslänge (AL) bei Bestellung im Klartext angeben. Die Bauform der JUMO-Widerstandsthermometer ist bei Bestellung abzustimmen.
2 Geräteausführung identifizieren

2.5 Lieferumfang
| 1 Gerät in der bestellten Ausführung |
| 1 vorkonfektionierte Lithium-Batterie 3,6 V, 2,2 Ah (Umgebungstemperatur Gehäuse: -30 bis +85 °C) |
| 4 Farbringe aus Silikon (weiß, grün, rot, blau) für die optische Senderidentifikation |
| 1 Betriebsanleitung |
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Lieferanten.
2.6 Zubehör
| Bezeichnung Teile-Nr. | |
| vorkonfektionierte Lithium-Batterie 3,6 V, 2,2 Ah(Umgebungstemperatur Gehäuse: -30 bis +85 °C) | 00525539 |
| Gehäuse-Dichtungsset mit Axialformdichtungen aus EPDM(Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) (Inhalt 3 Stück, weiß)und Radial-O-Ringdichtungen aus FPM(Fluorkautschuk) (Inhalt 3 Stück, schwarz) | 00532794 |
| Farbringe aus Silikon (weiß, grün, rot, blau) für die optische Senderidentifikation | 00489047 |
2 Geräteausführung identifizieren
3.1 Batterie einsetzen/wechseln

GEFAHR!
Nicht zugelassene Batterien gefährden die Sicherheit.
Explosionsfähige Atmosphären könnten durch nicht zugelassene Batterien gezündet werden.
Nur die als Zubehör erhältliche vorkonfektionierte Lithium-Batterie verwenden 3,6 V, 2,2 Ah, Teile-Nr. 00525539.
Bei Einsatz von nicht zugelassenen Batterien erlischt die Ex-Zulassung.
Die Lithium-Batterie darf nicht aufgeladen werden!

HINWEIS!
Der Batteriewechsel im Ex-Bereich ist zulässig, wobei die Verpackung außerhalb des Ex-Bereiches verbleiben muss!

VORSICHT!
Verschmutzungen, Feuchtigkeit und Dampf dürfen nicht in das Gerät gelangen.
Das Gerät kann zerstört werden.
▶ Beim Einsetzen/Wechseln der vorkonfektionierten Lithium-Batterie ist darauf zu achten, dass das Gerät keinen Verschmutzungen, Feuchtigkeit und Dampf ausgesetzt wird.

VORSICHT!
Falsche Polung der Batterie.
Bei falscher Polung wird der Sender irreparabel beschädigt.
▶ Auf richtige Polung der Batterie achten.
Für die Spannungsversorgung des Senders ist serienmäßig eine Lithium-Batterie 3,6 V, 2,2 Ah, Teile-Nr. 00525539, beigelegt, die vor der Inbetriebnahme eingesetzt werden muss.
Die Lebensdauer der Batterie ist vom eingestellten Sendeintervall und der Umgebungstemperatur abhängig und beträgt bei werkseitiger Einstellung (Sendeintervall 20 s) und Raumtemperatur von 25 °C ca. ein Jahr.

Abb. 3-1 Batterie einsetzen/wechseln
Um die Batterie einsetzen/wechseln zu können wie folgt vorgehen:
- Gehäuse entgegen dem Uhrzeigersinn auseinanderschrauben und Gehäusekappe abziehen.
- Platine ca. 25 mm aus dem Grundgehäuse herausziehen.
Die blaue Sicherheitsleitung darf nicht beschädigt oder entfernt werden.
- Schraubklemmen des Minus- und Pluspols mit Schraubendreher lösen, ggf. leere Batterie entfernen.
- Pluspol der neuen Batterie in die (+)-Schraubklemme stecken.
Batterie schwenken und den Minuspol in die (-)-Schraubklemme stecken.
- Schraubklemmen des Minus- und Pluspols mit Schraubendreher festschrauben.
- Platine bis zum Anschlag in das Grundgehäuse zurückschieben.
- Gehäuse möglichst senkrecht halten (wie abgebildet) und Grundgehäuse mit Gehäusekappe im Uhrzeigersinn wieder fest zusammenschrauben.
Dabei auf richtigen Sitz der beiden Dichtungen 7.1 und 7.2 an Grundgehäuse und Gehäusekappe achten! Bei jedem Batteriewechsel ist die Dichtung 7.1 gegen eine neue (im Lieferumfang der Batterie enthalten) auszutauschen! Das Grundgehäuse ist mit der Gehäusekappe richtig verschraubt, wenn kein Spalt zu sehen ist!
3.2 Sicherheitshinweise für Lithium-Batterien
→ http://batterie.jumo.info
3.3 Batterielebensdauer

line
| Umgebungstemperatur in °C | 5s | 10s | 20s | 45s | | -------------------------- | ---- | ---- | ---- | ---- | | -30 | 1.5 | 3.0 | 6.0 | 14.0 | | 85 | 1.5 | 3.0 | 6.0 | 14.0 |Abb. 3-2 Batterielebensdauer in Abhängigkeit von Sendeintervall (5 s, 10 s, 20 s oder 45 s) und Umgebungstemperatur
3.4 Entsorgung von Lithium-Batterien
Bitte entsorgen Sie alle Batterien so, wie es vom Gesetzgeber gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz bzw. den Landesvorschriften vorgeschrieben wird.
Die Kontakte nicht vollständig elektrisch entladener Lithium-Batterien sind zu isolieren. Die Entsorgung im Hausmüll ist ausdrücklich verboten. Sie können die Batterien an kommunalen Sammelstellen oder im Handel vor Ort kostenfrei abgeben.
3 Sender vorbereiten
3.5 Farbcodierung eines Senders anbringen

Abb. 3-3 Farbcodierung eines Senders anbringen
(1) Farbcodierung oben
(2) Farbcodierung unten
Dem Sender sind werkseitig vier Farbringe aus Silikon beigelegt (weiß, grün, rot und blau), mit denen die Sender eindeutig optisch gekennzeichnet werden können.
Um die Sender eindeutig optisch kennzeichnen zu können wie folgt vorgehen:
- Eine eindeutige Kombination an Silikonringen am Sender anbringen, durch Aufschieben der Ringe auf den Schaft des Senders.
- Die Farbkombination des Senders notieren.
3.6 Sendeintervall einstellen
Das Sendeintervall kann mit dem DIP-Schalter S1 (Schalter 1 und 2) auf der Platine des Senders eingestellt werden. Werkseitig ist das Sendeintervall auf 20 s eingestellt.

Abb. 3-4 Sendeintervall einstellen
| Sendeintervall Schalter 1 Schalter 2 | |
| 5 s ON OFF | |
| 10 s OFF ON | |
| 20 s OFF (werkseitig) OFF (werkseitig) | |
| 45 s ON ON |
Um das Sendeintervall einstellen zu können wie folgt vorgehen:
- Gehäuse entgegen dem Uhrzeigersinn auseinanderschrauben und Gehäusekappe abziehen.
- Platine ca. 25 mm aus dem Grundgehäuse herausziehen.
Die blaue Sicherheitsleitung darf nicht beschädigt oder entfernt werden.
- Gewünschtes Sendeintervall 5 s, 10 s oder 45 s einstellen (werkseitig 20 s).
- Platine bis zum Anschlag in das Grundgehäuse zurückschieben.
- Gehäuse möglichst senkrecht halten (wie abgebildet) und Grundgehäuse mit Gehäusekappe im Uhrzeigersinn wieder fest zusammenschrauben.
Dabei auf richtigen Sitz der beiden Dichtungen 5.1 und 5.2 an Grundgehäuse und Gehäusekappe achten! Das Grundgehäuse ist mit der Gehäusekappe richtig verschraubt, wenn kein Spalt zu sehen ist!
3 Sender vorbereiten
4.1 Allgemeines zur Funkübertragung
Funksignale sind elektromagnetische Wellen, deren Signal auf dem Weg vom Sender zum Empfänger schwächer wird (man spricht hier von Streckendämpfung). Die Feldstärke nimmt umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstandes von Sender und Empfänger ab.
Neben dieser natürlichen Reichweiteneinschränkung kann eine verminderte Reichweite aber auch weitere Ursachen haben:
- Stahlbetonwände, metallische Gegenstände und Flächen, Wärmedämmungen oder metallbedampftes Wärmeschutzglas reflektieren und absorbieren elektromagnetische Wellen, daher bildet sich dahinter ein sogenannter Funkschatten.
- Metallrohre, Ketten usw. am Gehäuse des Senders, deshalb keine metallischen Gegenstände am Gehäuse des Senders befestigen.
- Zu geringer Abstand zwischen mehreren Sendern, deshalb einen Mindestabstand von 20 cm einhalten.
- Antenne zu niedrig platziert, deshalb möglichst hoch über dem Boden montieren, mit Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger.
Nachstehend einige Richtwerte zur Durchlässigkeit von Funksignalen:
| Material Durchlässigkeit | |
| Holz, Gips, Glas unbeschichtet 90 bis 100 % | |
| Mauerwerk, Pressspanplatten 65 bis 95 % | |
| armierter Beton 10 bis 90 % | |
| Metall, Aluminiumkaschierungen 0 bis 10 % |
Die Reichweite zwischen dem Sender und dem Empfänger beträgt im Freifeld bei Verwendung der empfängerseitigen Antennen-Wandhalterung 300 m. Der beste Empfang ist gegeben, wenn zwischen Sender und Empfänger Sichtkontakt hergestellt werden kann.
Bei der Montage des Empfängers in einem Schaltschrank, hinter Betonwänden oder Betondecken ist die Antenne unbedingt mit der empfängerseitigen Wandhalterung und Antennenleitung zu den Sendern ausgerichtet zu installieren.
4 Reichweite des Senders
4.2 Beeinträchtigungen der Funkübertragung
Kollisionen bei zu vielen Sendern
Bei einer größeren Anzahl von Sendern sollte das Sendeintervall nicht zu klein gewählt werden, da sonst die Funkfrequenz unnötig belegt wird. Zu kleines Sendeintervall bedeutet sehr hohes Datenaufkommen auf der gewählten Frequenz, was zu Kollisionen mit anderen Sendern führen kann. Durch die Kollisionen können Telegramme bei der Funkübertragung zerstört werden.

flowchart
graph LR
A["Sender"] --> B["Funk-Telegram"]
B --> C["Empfänger"]
B --> D["ID, Messwert"]
D --> E["20.8 COI"]
Abb. 4-1 Telegramme eines Senders erreichen kollisionsfrei den Empfänger

flowchart
graph LR
A["Sender"] --> B["Funk-Telegram"]
B --> C["Empfänger"]
subgraph Funk-Telegram
D["IR, Messwert"] --> E["IR, Messwert"]
F["IR, Messwert"] --> G["IR, Messwert"]
H["IR, Messwert"] --> I["ID, Messwert"]
end
subgraph Empfänger
J["20.8 COI"] --> K["Sensor Interface"]
end
Abb. 4-2 Telegramme mehrerer Sender können kollidieren
Fremde Sender
Die Funkfrequenz steht auch anderen Nutzern frei zur Verfügung. Fremde Sender können sich auf der gleichen Frequenz befinden. Sendet z. B. der Sender sein Funk-Telegramm und zeitgleich ein fremder Sender, so wird das Telegramm zerstört. Da die Sender während des Sendens nicht ihre eigene Übertragung überprüfen können, wird kein Fehler erkannt.
Elektrische Geräte
In rauer Industrie-Umgebung können Funk-Telegramme, z. B. durch Frequenzumrichter, Elektroschweißgeräte oder schlecht abgeschirmte PC, Audio-/Videoanlagen, elektronische Trafos, Vorschaltgeräte usw., zerstört werden.
Fehlerausblendung
Empfängerseitig können verlorengegangene Telegramme, egal ob durch fremde Störquellen oder Kollisionen bei großer Senderanzahl verursacht, durch den Parameter Funk-Timeout ausgeblendet werden und führen nicht zu einer Fehlermeldung. Der zuletzt empfangene Wert wird hiermit über 2 bis 10 Sendeintervalle gehalten und erst dann der Alarm Funk-Timeout aktiviert (Kennzeichnung durch „----“ in der LCD-Anzeige des Empfängers).

HINWEIS!
Bei Kollisionen durch zu viele Sender sind die Faktoren „Senderanzahl“, „Sendeintervalle“ und empfängerseitig der „Funk-Timeout“ zu beachten und ggf. zu korrigieren.

HINWEIS!
Wird ein Sender befestigt oder gegen Herunterfallen gesichert, ist darauf zu achten, dass das Kunststoffgehäuse nicht mit metallischen Gegenständen (z. B. Ketten oder Schellen) umhüllt wird. Bei Nichtbeachtung wird die Reichweite des Senders beeinflusst.

HINWEIS!
Für die optimale Funktion der Sender ist zueinander ein minimaler Abstand von 200 mm einzuhalten.
5.1 Technische Daten
Analogeingang
| Messeingang Pt1000 nach DIN EN 60751, in Dreileiterschaltung | |
| Einsatztemperaturbereich -30 bis +260 °C | |
| Genauigkeit des Temperatusensors | Klasse A ±(0,15 K + 0,002 × Itl)Itl = Messtemperatur in °C ohne Vorzeichen |
| Sensorleitungswiderstand | ≤ 11 Ohm je Leitung bei Dreileiterschaltung |
| Sensorstrom ≤ 500 μA | |
| Messkreisüberwachung Erkennung | von Fühlerbruch und Fühlerkurzschluss |
Ausgang (Funkübertragung)
| Senderkennung (Sender-ID) | max. 5-stellige ID, werkseitig eingestellt, nicht konfigurierbar |
| Sendeintervall | einstellbar über DIP-Schalter 5 s, 10 s, 20 s oder 45 s(werkseitig = 20 s) |
| Funkfrequenz 868,4 MHz | |
| Sendeleistung < +10 dBm | |
| Freifeldreichweite 300 m und Verwendung der empfängerseitigenAntennen-Wandhalterung und 3 m langer Antennenleitung.Bei Montage der Antenne direkt auf dem Empfänger ist mit ca. 40 % weniger Reichweite zu rechnen. | |
| Ausgangssignal | 882,2 bis 1977,1 Ohm = -30 bis +260 °C |
| Ansprechzeit des gesamten Fühlers | in Wasser 0,4 m/s; in Luft 3,0 m/s∅ 4,0 mm:Wasser t_0,5 ca. 3 s, t_0,9 ca. 7 s; Luft t_0,5 ca. 25 s, t_0,9 ca. 80 s∅ 6,0 mm:Wasser t_0,5 ca. 4 s, t_0,9 ca. 10 s; Luft t_0,5 ca. 32 s, t_0,9 ca. 98 s |
| Abgleichgenauigkeit der Elektronik | ± 0,05 %^a |
Spannungsversorgung
| Lithium-Batterie | Spannung: 3,6 V, Nennkapazität 2,2 Ah (—— Symbol für Gleichspannung) |
| Lebensdauer | ca. 1 Jahr bei werkseitiger Einstellung und Raumtemperatur (schnelles Sendeintervall und hohe oder niedrige Umgebungstemperatur verringern die Lebensdauer der Batterie) |
| Batteriewechsel | ausschließlich die als Zubehör erhältliche vorkonfektionierte Lithium-Batterie verwenden (Teile-Nr. 00525539) |
^a Alle Genauigkeitsangaben in % bezogen auf die Messbereichsspanne 290 K.
Umwelteinflüsse
| Umgebungstemperaturbereich Gehäuse | -30 bis +85 °C (Gehäuse inkl. Elektronik)Liegt die Einsatztemperatur über der max. Umgebungstemperatur, ist der Wär-meeintrag von der Schutzarmatur in das Gehäuse zu berücksichtigen, siehe Kapitel 1.10 „Wärmeeintrag durch Schutzrohr/-armatur“, Seite 12. |
| Lagertemperaturbereich | -40 bis +85 °C (Gehäuse inkl. Elektronik) |
| Temperatureinfluss ≤ ±0,0025 % | a/K;pro K Abweichung von der Bezugstemperatur 22 °C (±3 K) (Gehäuse) |
| Aufstellhöhe max. 2000 m über NN | |
| Klimafestigkeit | rel. Feuchte ≤ 95 % ohne Betauung nach IEC 68-2-30 |
| Vibrationsfestigkeit | max. 2 g bei 10 bis 2000 Hz (bezogen auf Gehäuse mit Elektronik)nach DIN IEC 60068-2-6 |
| zulässige mechanische Schockbeständigkeit | 25 g für 6 ms (bezogen auf Gehäuse mit Elektronik)DIN IEC 68-2.29 je 1000 Zyklen |
| EMV- Störaussendung- Störfestigkeit- Funkfrequenzspektrum | DIN EN 61326-1Klasse B - Haushalt und Kleingewerbe -Industrie-AnforderungETSI EN 300 220-1, ETSI EN 300 220-2 |
^a Alle Genauigkeitsangaben in % bezogen auf die Messbereichsspanne 290 K.
Gehäuse
| Material Grundgehäuse: PA 6, blau | Gehäusekappe: PA 6.6 ESD, schwarz |
| Brennbarkeitsklasse UL 94 HB | |
| Abmessungen Durchmesser ca. 32 | mm, Länge ca. 126 mm;Einbaulängen siehe Bestellangaben |
| Montage Gebrauch innerhalb und außerhalb von Gebäuden | |
| Schutzart IP67 nach DIN EN 60529; | bei Grundtyp 902930/15 und 902930/17;bei Grundtyp 902930/55 nur mit aufgeschraubtem Maschinenstecker M12 × 1 |
| Reinigung | Das Gerät kann mit handelsüblichen Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln gereinigt werden. |
| Einbaulage | beliebig |
| Gewicht | ca. 120 g (ohne Schutzarmatur) |
Ex-Kennzeichnung
| Zone | Kennzeichnung |
| Einsatz in Zone 0 (20) | TÜV 16 ATEX 177609 XII 1 G Ex ia IIB T4 GaII 1 D Ex ia IIIB T130 °C Da-30 °C ≤ Ta ≤ +85 °C |
| Einsatz in Zone 0 (20) / 1 (21)mit Zonentrennung durch Schutzarmatur | TÜV 16 ATEX 177609 XII 1/2 G Ex ia IIB T4 Ga/GbII 1/2 D Ex ia IIIB T130 °C Da/Db-30 °C ≤ Ta ≤ +85 °C |
Zulassungen und Prüfzeichen
| Prüfzeichen Prüfstelle Zertifikate/ | Prüfnummern | Prüfgrundlage gilt für | ||
| Ex TÜV NORD | CERT GmbH | TÜV 16 ATEX 177609 X vom 16.03.2016 | EN 60079-0:2012 + A11:2013EN 60079-11:2012EN 60079-26:2015 | 868,4 MHz; Grundtypen902930/15902930/17902930/55 |
5.2 Konformitätserklärung
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1nTel.: +49 661 6003-0nE-Mail: mail@jumo.net 36039 Fulda, GermanynFax: +49 661 6003-500nInternet: www.jumo.net

EU-Konformitätserklärung
EU declaration of conformity / Déclaration UE de conformité
Dokument-Nr.
CE 766
Document No. / Document n°.
Hersteller
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1, 36039 Fulda, Germany
Address / Adresse
Produkt
Product / Produit
Name
Typ
Typenblatt-Nr.
Name / Nom
Type / Type
Data sheet no. / N°
JUMO Wtrans T
902930
Document
d'identification
902930
Produktbeschreibung
Widerstandsthermometer mit Funk-Messwertübertragung.
Wir erklären in alleiniger Verantwortung, dass das bezeichnete Produkt die Anforderungen der Europäischen Richtlinien erfüllt.
EU-Konformitätserklärung
Seite: 1 von 5
Document No. / Document n°.
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1nTel.: +49 661 6003-0nE-Mail: mail@jumo.net 36039 Fulda, GermanynFax: +49 661 6003-500nInternet: www.jumo.net

Konformitätsbewertungsverfahren
Mod. A
Datum der Erstanbringung des CE-Zeichens
2011
auf dem Produkt
Angewendete Normen/Spezifikationen
Standards/Specifications applied / Normes/Spécifications appliquées
Referenz
Ausgabe
EU-Konformitätserklärung
Seite: 2 von 5
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1nTel.: +49 661 6003-0nE-Mail: mail@jumo.net 36039 Fulda, GermanynFax: +49 661 6003-500nInternet: www.jumo.net

Konformitätsbewertungsverfahren
Mod. B+D
Datum der Erstanbringung des CE-Zeichens auf dem Produkt
2011
2.1 EU-Baumusterprüfbescheinigung
EU type examination certificate / Certificat d'examen de type UE
Zertifikatsnummer
TÜV NORD CERT GmbH, Langemarckstraße
Angewendete Normen/Spezifikationen
Standards/Specifications applied / Normes/Spécifications appliquées
Referenz
Ausgabe
Bemerkung
EU-Konformitätserklärung
Seite: 3 von 5
Document No. / Document n°.
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1nTel.: +49 661 6003-0nE-Mail: mail@jumo.net 36039 Fulda, GermanynFax: +49 661 6003-500nInternet: www.jumo.net

Qualitätssicherung bezogen auf den Produktionsprozess
TÜV NORD CERT GmbH, Langemarckstraße
Konformitätsbewertungsverfahren
Mod. A
Datum der Erstanbringung des CE-Zeichens
2017
auf dem Produkt
Angewendete Normen/Spezifikationen
Standards/Specifications applied / Normes/Spécifications appliquées
Referenz
Ausgabe
Bemerkung
bei der Produktentwicklung und
-gestaltung
Gültig für Typ
EU-Konformitätserklärung
Seite: 4 von 5
Document No. / Document n°.
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1nTel.: +49 661 6003-0nE-Mail: mail@jumo.net 36039 Fulda, GermanynFax: +49 661 6003-500nInternet: www.jumo.net

Rechtsverbindliche Unterschriften
Bereichsleitung Globaler Vertrieb
i. V. Markus Belmer

Qualitätsbeauftragter und Leiter Qualitätswesen
i. V. Harald Gienger

Dokument-Nr.
Document No. / Document n°.
CE 766
EU-Konformitätserklärung
Seite: 5 von 5
5.3 Baumusterprüfbescheinigung
TUV NORD

(1) EG-Baumusterprüfbescheinigung
(2) Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen, Richtlinie 94/9/EG
(3) Bescheinigungsnummer: TÜV 16 ATEX 177609 X
(4) für das Gerät: JUMO Wtrans T03.G1/G2 Ex Typ 902930...
(5) des Herstellers: JUMO GmbH & Co. KG
(6) Anschrift: Moritz-Juchheim-Straße 1
36039 Fulda
Deutschland
Auftragsnummer: 8000445791
Ausstellungsdatum: 16.03.2016
(7) Die Bauart dieses Gerätes sowie die verschiedenen zulässigen Ausführungen sind in der Anlage und den darin aufgeführten Unterlagen zu dieser EG-Baumusterprüfbescheinigung festgelegt.
(8) Die TÜV NORD CERT GmbH bescheinigt als benannte Stelle Nr. 0044 nach Artikel 9 der Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 23. März 1994 (94/9/EG) die Erfüllung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen für die Konzeption und den Bau von Geräten und Schutzsystemen zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen gemäß Anhang II der Richtlinie. Die Ergebnisse der Prüfung sind in dem vertraulichen Prüfbericht Nr. 16 203 177609 festgelegt.
(9) Die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen werden erfüllt durch Übereinstimmung mit:
EN 60079-0:2012
EN 60079-11:2012
EN 60079-26:2015
(10) Falls das Zeichen "X" hinter der Bescheinigungsummer steht, wird auf besondere Bedingungen für die sichere Anwendung des Gerätes in der Anlage zu dieser Bescheinigung hingewiesen.
(11) Diese EG-Baumusterprüfbescheinigung bezieht sich nur auf Konzeption und Prüfung des festgelegten Gerätes gemäß Richtlinie 94/9/EG. Weitere Anforderungen dieser Richtlinie gelten für die Herstellung und das Inverkehrbringen dieses Gerätes. Diese Anforderungen werden nicht durch diese Bescheinigung abgedeckt.
(12) Die Kennzeichnung des Gerätes muss die folgenden Angaben enthalten:

II 1 G Ex ia IIB T4 Ga II 1/2 G Ex ia IIB T4 Ga/Gb
bzw. II 1 D bzw. II 1/2 D
Ex ia IIIB T130°C Da bzw. Ex ia IIIB T130°C Da/Db
TÜV NORD CERT GmbH, Langemarckstraße 20, 45141 Essen, benannt durch die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS), Ident. Nr. 0044, Rechtsnachfolger der TÜV NORD CERT GmbH & Co. KG Ident. Nr. 0032
Der Leiter der benannten Stelle

Geschäftsstelle Hannover, Am TÜV 1, 30519 Hannover, Fon +49 (0)511 986 1455, Fax +49 (0)511 986 1590
Diese Bescheinigung darf nur unverändert weiterverbreitet werden.
Auszüge oder Änderungen bedürfen der Genehmigung der TÜV NORD CERT GmbH
P17-F-001 09-12
Seite 1/3

(13) ANLAGE
(14) EG-Baumusterprüfbescheinigung Nr. TÜV 16 ATEX 177609 X
(15) Beschreibung des Gerätes
Bei dem Gerät handelt es sich um ein eigensicheres batteriebetriebenes Widerstandsthermometer zum Einsatz in Bereichen mit explosionsfähiger Gas- oder Staubatmosphäre. Die Messdaten werden drahtlos an einen Empfänger außerhalb der explosionsfähigen Gas- oder Staubatmosphäre übertragen. Das Gerät kann portabel eingesetzt, verschraubt oder zur Wandmontage genutzt werden.
Technische Daten
Zulässiger Bereich der Umgebungstemperatur: -30 °C bis +85 °C
Die maximal zulässige Mediumstemperatur beträgt +260 °C.
Der zulässige Bereich der Umgebungstemperatur bei der maximalen Mediumstemperatur ist, in Abhängigkeit von der Halsrohrlänge, der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
| Halsrohrlänge | Zulässiger Bereich der Umgebungstemperatur |
| 70 mm | -30 °C bis +70 °C |
| 120 mm | -30 °C bis +75 °C |
Überschreitet die Mediumstemperatur des zu messenden Mediums den höchstzulässigen Wert der Umgebungstemperatur, so ist die maximale Umgebungstemperatur, in Abhängigkeit von der Halsrohrlänge, zu reduzieren. Für Zwischenwerte der Mediumstemperatur zwischen maximal zulässiger Umgebungstemperatur und maximal zulässiger Mediumstemperatur ist die Berechnungsvorschrift des Herstellers zu berücksichtigen.
HF-Leistung
≤ 10 mW
Frequenz
868,4 MHz
Versorgung
Lithiumbatterie
(Batterie)
Teile-Nr. des Herstellers 00525539
(16) Prüfungsunterlagen sind im Prüfbericht Nr. 16 203 177609 aufgelistet.
Seite 2/3

Anlage EG-Baumusterprüfbescheinigung Nr. TÜV 16 ATEX 177609 X
(17) Besondere Bedingung
- Die Kapazität der nicht geerdeten metallischen Schutzrohre von portablen JUMO Wtrans T03 sind bauformabhängig und der folgenden Tabelle zu entnehmen. Wird der JUMO Wtrans T03 portabel eingesetzt, ist er vor dem Einbringen in eine Ex-Zone in einen ungefährlichen potenzialfreien Zustand zu bringen. Dies kann zum Beispiel durch Kontaktierung mit einem Schutzleiter erfolgen.
| Schutzrohrlänge | Schutzrohrdurchmesser | |||
| D1 | D2 | D3 | D4 | |
| 2 mm | >2 bis 4 mm | >4 bis 6 mm | >6 bis 9 mm | |
| 0 bis 100 mm | 18,9 pF | 25,5 pF | 30,4 pF | 36,3 pF |
| >100 bis 170 mm | 32,1 pF | 43,3 pF | 51,6 pF | 61,6 pF |
| >170 bis 270 mm | 51,0 pF | 68,8 pF | 82,0 pF | 97,9 pF |
| >270 bis 370 mm | 69,9 pF | 94,3 pF | 112,4 pF | 134,2 pF |
| >370 bis 570 mm | 107,6 pF | 145,3 pF | 173,1 pF | 206,7 pF |
| >570 bis 820 mm | 154,8 pF | 209,0 pF | 249,0 pF | 297,3 pF |
| >820 bis 1070 mm | 202,0 pF | 272,7 pF | 324,9 pF | 388,0 pF |
| >1070 bis 1570 mm | 296,4 pF | 400,2 pF | 476,8 pF | 569,3 pF |
| >1570 bis 2070 mm | 390,8 pF | 527,7 pF | 628,6 pF | 750,6 pF |
| >2070 bis 2570 mm | 485,2 pF | 655,1 pF | 780,4 pF | 931,9 pF |
- Die Batterie ist nur durch die Batterie des Herstellers mit der Teile Nr. 00525539 zu ersetzen.
(18) Grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen keine zusätzlichen
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5 Anhang
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