IFM G1506S - Industriesteuergehäuse

G1506S - Industriesteuergehäuse IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice IFM G1506S - page 2
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Produkttyp Industrie-Steuergehäuse für Sicherheitssensoren
Marke IFM
Modell G1506S
Abmessungen (H x B x T) 80 x 90 x 46,5 mm
Stromversorgung AS-i: 26,5...31,6 V DC; externe Stromversorgung: 24 V DC (15...30 V DC)
Leistungsaufnahme < 250 mA
Maximale Anzahl Eingänge 1 Sicherheitseingang (Kette bis zu 8 Sensoren)
Schaltausgang 1 PNP-Ausgang, 500 mA, nicht sicherheitstechnisch (O-3)
Ansprechzeit < 220 ms
Sicherheitsklassifizierung Kategorie 4 nach EN 954-1
Schutzart IP 67
Umgebungstemperatur -25...+55 °C
Relative Luftfeuchtigkeit < 95 %
Gehäusematerial PBTP (Pocan)
Hauptfunktionen Redundante und diversitäre Überwachung von bis zu 8 Sicherheitssensoren; Auswertung und Übertragung der Sicherheitscodetabelle über AS-Interface
Wartung und Reinigung Keine Wartung erforderlich
Maximale Nutzungsdauer 10 Jahre
Zertifizierungen TÜV, CE, cULus
Adressierung Über Adressiereinheit AC1144 oder Infrarot
Gewicht Ca. 150 g (Schätzung)

Häufig gestellte Fragen - G1506S IFM

Wie adressiere ich das Steuergehäuse G1506S?
Die Standardadresse ist 0. Sie können eine Adresse zwischen 1 und 31 über die Adressiereinheit AC1144 zuweisen, entweder über die Adressierbuchse (auf der Basis AC5010) oder per Infrarot (mit Kabel E70211, AS-i-Kommunikation deaktiviert).
Was tun, wenn die rote LED (FAULT) dauerhaft leuchtet?
Eine dauerhaft leuchtende rote FAULT-LED zeigt einen AS-i-Kommunikationsfehler an (z. B. Slave-Adresse = 0). Wenn sie blinkt, handelt es sich um einen Peripheriefehler (Überlast oder Kurzschluss). Überprüfen Sie die Stromversorgung, die Verbindungen und die Adressierung.
Wie hoch ist die Ansprechzeit des G1506S?
Die Ansprechzeit beträgt weniger als 220 ms. Für das Gesamtsystem addieren Sie die Zeiten der Sensoren, des Sicherheitsmonitors und externer Relais.
Wie führe ich einen Funktionstest durch?
Schalten Sie die AS-i-Stromversorgung oder das Steuergehäuse (Bit DOO = 1 dann 0) mindestens einmal jährlich aus und wieder ein. Dies überprüft die Funktion des Sicherheitssystems.
Welche Versorgungsspannung wird benötigt?
Die Stromversorgung über AS-i beträgt 26,5 bis 31,6 V DC. Eine externe Stromversorgung von 24 V DC (15-30 V DC) kann über eine spezielle Basis für den Ausgang O-3 verwendet werden.
Wie viele Sicherheitssensoren können angeschlossen werden?
Bis zu 8 Sicherheitssensoren können in einer Kette am Eingang I-1 angeschlossen werden.
Was bedeutet die leuchtende gelbe LED?
Die gelbe LED (LED 1) zeigt an, dass der Sicherheitssensor oder die Kette freigegeben ist und das Ausgangssignal anliegt.
Wie konfiguriere ich das Gehäuse entsprechend der Sensoren?
Die Parametrierung erfolgt über das Bit DO1. Der Wert hängt vom Sensortyp und seiner geraden/ungeraden Anzahl ab. Beachten Sie die Anleitung für die genauen Werte je nach Modell (z. B. GI5002, GM503S usw.).
Was tun, wenn das Gehäuse nicht mehr mit AS-i kommuniziert?
Überprüfen Sie die Stromversorgung (LED PWR), die Adressierung (LED FAULT) und den Anschluss des Flachbandkabels. Führen Sie bei Bedarf eine Infrarotadressierung durch, nachdem Sie die AS-i-Kommunikation deaktiviert haben.
Welche Sicherheitsnormen erfüllt der G1506S?
Er ist konform mit Kategorie 4 nach EN 954-1, Anforderungsklasse 5 nach DIN V 19250/19251 und TÜV-zertifiziert. Maschinenanwendungen nach den CE-Richtlinien.

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BEDIENUNGSANLEITUNG G1506S IFM

Betriebsanleitung Auswerteeinheit für Sicherheitsschalter mit AS-Interface

Die Betriebsanleitung

... gilt für die Auswerteeinheit G1506S für Sicherheitsschalter.

... richtet sich an fachkundige Personen im Sinne von EMV-, der Niederspannungs-Richtlinie und Sicherheitsvorschriften.

... ist Bestandteil des Gerätes. Sie enthält Angaben zum korrekten Umgang mit dem Produkt. Lesen Sie sie vor dem Einsatz, damit Sie mit Einsatzbedingungen, Installation und Betrieb vertraut werden. Befolgen Sie die Sicherheitshinweise.

Inhalt

  1. Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 3

  2. Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 4

  3. Auflagen zur Projektierung Hardwareabhängige Auflagen ..... Seite 4 Softwareabhängige Auflagen ..... Seite 4

  4. Prüfungen/Zulassungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 5

  5. Lieferumfang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 5

  6. Gerätebeschreibung Anzeige- und Bedienelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 6

  7. Inbetriebnahme Montage ..... Seite 7 Elektrischer Anschluß ..... Seite 7 Parametrierung ..... Seite 7 Adressierung ..... Seite 8

  8. Reaktionszeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Berechnung der Gesamtreaktionszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

  9. Fehlerdiagnose Lokalisierung mittels Anzeigeelemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9

  10. Wartung/Verwendungsdauer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 9

  11. Technische Daten....Seite 10

TÜV-Zertifikat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 62

Baumusterprüfbescheinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 63

EG-Konformitätserklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 64

cULus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 66

1. Sicherheitshinweise

Befolgen Sie die Angaben der Betriebsanleitung.

Nichtbeachten der Hinweise, Verwendung außerhalb der nachstehend genannten bestimmungsgemäßen Verwendung, falsche Installation oder Handhabung können Beeinträchtigungen der Sicherheit von Menschen und Anlagen zur Folge haben.

Für Montage und bestimmungsmäßige Verwendung des Produktes sind die Hinweise in dieser Betriebsanleitung genau zu beachten und ggf. die zutreffenden einschlägigen technischen Normen im Rahmen der jeweiligen Anwendung zu berücksichtigen.

Bei Mißachtung von Hinweisen oder Normen, insbesondere bei Eingriffen und/oder Veränderungen am Produkt, ist jede Haftung ausgeschlossen.

Das Gerät darf nur von einer sicherheitstechnisch geschulten Elektrofachkraft eingebaut, angeschlossen und in Betrieb gesetzt werden.

Nach der Installation des Systems muß eine komplette Funktionsprüfung durchgeführt werden.

Schalten Sie das Gerät extern spannungsfrei bevor Sie irgendwelche Arbeiten an ihm vornehmen. Schalten Sie ggf. auch unabhängig versorgte Relais-Lastkreise ab.

Bei der Installation sind die Anforderungen der Norm EN60204-1 zu berücksichtigen.

Bei Fehlfunktion des Geräts setzen Sie sich bitte mit dem Hersteller in Verbindung. Eingriffe in das Gerät können schwerwiegende Beeinträchtigungen der Sicherheit von Menschen und Anlagen zur Folge haben. Sie sind nicht zulässig und führen zu Haftungs- und Gewährleistungs- ausschluß.

2. Bestimmungsgemäße Verwendung

Die Auswerteeinheit ist ein redundantes diversitäres System zur Verarbeitung von einer Sensorkette mit bis zu 8 Sicherheitsschaltern.

Die Auswerteeinheit versorgt/überwacht die angeschlossenen Sicherheitsschalter und wertet ihren Schaltzustand aus. Sind alle Sicherheitschalter voll funktionsfähig und richtig bedämpft, übermittelt die Auswerteeinheit die Sicherheits-Code-tabelle an das AS-Interface (8x4 Bit Datenfolge).

Die sicherheitsgerichtete Auswertung der Codetabelle muß durch einen geeigneten Sicherheitsmonitor erfolgen (z.B. AC001S, AC002S, AC003S, AC004S). Der gesicherte Zustand ist, wenn kein Code übertragen wird (statisch 0).

Die Auswerteeinheit entspricht der Kategorie 4 gemäß EN 954-1 bzw. Anforderungsklasse 5 nach DIN V 19250 / DIN V 19251 und DIN V VDE 0801.

IFM G1506S - Bestimmungsgemäße Verwendung - 1

Je nach Auswahl der verwendeten Sicherheitsbauteile kann die Einstufung des gesamten Sicherheitssystems auch in eine niedrigere Sicherheitskategorie erfolgen!

Hinweise zur bestimmungsgemäßen Verwendung

  • AS-i-Profil S-7.B.E
  • maximale Anzahl von Auswerteeinheiten pro Master: 30
    • AS-i Chip gemäß AS-Interface Version 2.1

3. Auflagen zur Projektierung

Der Einsatz der Auswerteeinheit G1506S hat unter Beachtung der folgenden Auflagen zu erfolgen:

Hardwareabhängige Auflagen

Die sicherheitstechnischen Anforderungen der jeweiligen Applikation müssen mit den hier zugrunde gelegten Anforderungen übereinstimmen. Die spezifizierten technische Daten müssen eingehalten werden.

Durch administrative Maßnahmen in der Anwendung muß sichergestellt werden, dass mindestens ein Funktionstest pro Jahr erfolgt. Ein Funktionstest wird erreicht durch Aus- und Einschalten der AS-i Versorgungsspannung oder durch Aus- und Einschalten der Auswertung (Datenbit DO0, 0 = Auswertung EIN).

Bei Fehlern innerhalb der Auswerteeinheit, die zum Übergang in den als sicher definierten Zustand führen, ist die Auswerteeinheit auszutauschen.

Softwareabhängige Auflagen

Die vollständige Beschreibung zur Konfiguration des AS-i Sicherheitsmonitors ist zu beachten!

4. Prüfungen/Zulassungen

IFM G1506S - Prüfungen/Zulassungen - 1

text_image EN 954-1:1997 Kat. 4 DIN V 19250:1994 AK 5 DIN V VDE 0801:1990 0801/A1:1994 AK5 SAS2339/02 RWTUV Safety Approved

Die Auswerteeinheit G1506S wurde vom TÜV Informationstechnik geprüft und zertifiziert.

Die Entwicklung und Prüfung der Auswerteeinheit erfolgte unter Berücksichtigung folgender Richtlinien und Normen:

• 98/37/EWG Maschinenrichtlinie
• 89/336/EWG EMV-Richtlinie
• 73/23/EWG bzw. 93/68 Niederspannungsrichtlinie
- DIN V VDE 0801 (1990) und Änderung A1 (1994) Grundsätze für Rechner in Systemen mit Sicherheitsaufgaben
- DIN V 19250 (1994) AK 5, Grundlegende Sicherheitsbetrachtungen für MSR-Schutzeinrichtungen
- DIN V 19251 (1995) MSR-Schutzeinrichtungen, Anforderungen u. Maßnahmen zur gesicherten Funktion
- EN 954-1 (1997) Kategorie 4, Sicherheit von Maschinen, Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen

5. Lieferumfang

1 Auswerteeinheit G1506S,
1 Verschlusskappe für M12-Buchsen,
1 Betriebsanleitung G1506S, Sachnr. 701702.

Sollte eines der genannten Bestandteile nicht vorhanden oder beschädigt sein, wenden Sie sich bitte an eine der rückseitigen ihm Niederlassungen.

6. Gerätebeschreibung

Anzeige- und Bedienelemente

IFM G1506S - Anzeige- und Bedienelemente - 1

text_image LED 3 Infrarot-Empfänger FAULT PWR Fixierung für IR-Adapter LED 2 rot LED PWR grün Beschriftungs- felder LED 4 rot LED 1 gelb ERROR I-1 O-3 M12 Buchse AUX LED AUX grün
LED Farbe Zustand Bedeutung
1 gelb ein Freigabe Sicherheitsschalter bzw. -kette
2 rot ein FAULTAS-i KommunikationsfehlerSlave nimmt nicht am „normalen“ Datenverkehrteil, z.B. wenn Slaveadresse = 0blinken Peripheriefehler, z.B. Sensorversorgungüberlastet bzw. kurzgeschlossen
3 -- Infrarot-Empfänger
4 rot ein Initialisierungsphase bis zur 1. Freigabeoder Fehler in der Auswertung (ERROR)
5 gelb ein nicht-sicherer Schaltausgang O-3 logisch ein
PWR grün ein AS-i Spannungsversorgung o.k.
AUX grün ein externe Spannungsversorgung o.k.

7. Inbetriebnahme

Montage

Montieren Sie die Auswerteeinheit auf ein verdrahtetes AS-i FK- bzw. FK-E-Koppelmodul. Klemmen Sie es auf eine 35 mm-Profilschiene oder befestigen Sie es auf einer Montageunterlage.

Elektrischer Anschluß

IFM G1506S - Elektrischer Anschluß - 1

Die Versorgung der Sicherheitsschalter erfolgt über das AS-i Netz. Verbinden Sie die Eingänge nicht mit externem Potential.

Die M12 Buchse I-1 der Auswerteeinheit ist mit den entsprechenden Anschlüssen des Sicherheitsschalters bzw. der Sicherungsschalterkette zu verbinden (L+, TE, L- und OUT).

IFM G1506S - Elektrischer Anschluß - 2

text_image I-1 Anschluß Sicherheitsschalter 1: L+ 2: TE (Takteingang) 3: L- 4: OUT (Ausgangssignal) 5: 2 1 3 5 4 O-3 Schaltausgang PNP 1: 2: 3: GND 4: O-3 5: 2 1 3 5 4 ERROR I-1 O-3 AUX

Bei der Nutzung des Schaltausganges O-3, muß ein FK-E-Koppelmodul verwendet werden! Verschließen Sie die evtl. nicht genutzte Buchse O-3 mit der beiliegenden Verschlußkappe, um die Schutzart zu gewährleisten.

Parametrierung

IFM G1506S - Parametrierung - 1

Abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Sicherheitsschalterversionen muss eine Parametrierung durchgeführt werden.

Sicherheitsschalter Anzahl gerade Anzahl ungerade

GI5002 D01=1 D01=0
GM503S D01=1 D01=0
GM504S D01=1 D01=1
GM505S D01=1 D01=1
GI505S D01=1 D01=1
GG505S D01=1 D01=1

Adressierung

Im Auslieferungszustand ist die Adresse 0. Vergeben Sie eine freie Adresse zwischen 1 und 31.

Adressieren mit Adressiergerät AC1144

Die Auswerteeinheit kann in Verbindung mit dem FK-Koppelmodul AC5010 (mit Adressierbuchse) über das Adressierkabel E70213 in montiertem und verdrahtetem Zustand adressiert werden.

IFM G1506S - Adressieren mit Adressiergerät AC1144 - 1

Auswerteeinheit nur im spannungslosen Zustand über die Adressierbuchse adressieren.

In Verbindung mit dem FK-Koppelmodul AC5000 (ohne Adressierbuchse) muß die Auswerteeinheit erst über das Adressiergerät AC1144 adressiert und dann montiert werden.

Infrarot-Adressierung

Die Auswerteeinheit bietet zusätzlich die Möglichkeit zur Infrarot-Adressierung mit dem Adressiergerät AC1144.

IFM G1506S - Infrarot-Adressierung - 1

Die AS-i Kommunikation (gelbes Kabel) muß während der Infrarot-Adressierung abgeschaltet sein. Klemmen Sie dafür den Master ab.

Bei Verwendung von ifm AS-i Netzteilen SL kann die Kommunikation über einen Stecker am Netzteil deaktiviert werden.

Versorgen Sie die Slaves über das AS-i Netzteil mit Spannung. Die Infrarot-Adressierung erfolgt über das IR-Adressierkabel E70211.

8. Reaktionszeiten

Die Reaktionszeit der Auswerteeinheit auf eine Sicherheitsanforderung beträgt max. 220 ms. Innerhalb dieses Zeitraumes wird statisch der Sicherheitscode 0000b (= sicherer Zustand) übertragen.

Berechnung der Gesamtreaktionszeit

Bei der Berechnung der Reaktionszeit des Gesamtsystems müssen zusätzlich die Reaktionszeiten der anderen Komponenten addiert werden (Sicherheitschalter, Auswerteeinheit, Sicherheitsmonitor und eventuell externe Relais).

Beispiel:

Für den Sicherheitsschalter GM503S beträgt die Reaktionszeit auf eine Sicherheitsanforderung < 20 ms und für den Sicherheitsmonitor AC001S < 40 ms. Die Summe der Einzelreaktionszeiten ergibt eine Gesamtreaktionszeit auf eine Sicherheitsanforderungen von < 280 ms.

Zusätzlich wären noch die Schaltzeiten externer Relais zu addieren.

9. Fehlerdiagnose

Erfolgt nach dem Einschalten der Versorgungsspannung keine Freigabe der Auswerteeinheit, ist von einem Fehler im System auszugehen. Im einfachsten Fall ist ein angeschlossener Sicherheitsschalter nicht im Arbeitsbereich.

Lokalisierung mittels Anzeigeelemente

Verkabelungs- und Sensorfehler

Eine Möglichkeit zum Eingrenzen von Fehlern in der Sensorverkabelung, bzw. von Sensorfehlern bietet die Anzeige des Freigabesignales der angeschlossenen induktiven Sicherheitsschalter (LED 1 gelb, siehe Abbildung Seite 6).

Die angeschlossenen Sicherheitsschalter können pseudoseriell verkabelt werden, d.h. der Takt bzw. das Freigabesignal wird vom ersten bis zum letzten angeschlossenen Sicherheitsschalter jeweils durchgereicht.

Tritt an einer Stelle dieser Kette ein/oder mehrere Fehler auf, wird das Freigabesignal ab der ersten erkannten Fehlerquelle unterbrochen. Die LED 1 gelb liefert die Information ob alle angeschlossenen Sicherheitsschalter das Freigabesignal erteilt haben.

Interne Fehler

Erkennt die Auswerteeinheit einen Fehler, wird in den sicheren Zustand geschaltet (LED 4 rot, siehe Abbildung Seite 6).

Durch einen Funktionstest der Auswerteeinheit kann geprüft werden ob ein Hardwarefehler vorliegt oder der Übergang in den sicheren Zustand durch externe Störungen verursacht wurde.

Hierzu muss die Auswertung für min. 50 ms aus- und wieder eingeschaltet werden (Datenbit DO0, 1 = Auswertung AUS, siehe auch Seite 11).

Spannungsversorgung

Leuchtet auch nach Anlegen der Versorgungsspannung die LED grün PWR nicht auf, ist die Versorgungsspannung zu prüfen.

IFM G1506S - Spannungsversorgung - 1

Überlast und Kurzschluß der Eingangsversorgung wird dem AS-i Master (Version 2.1) über das Flag „Periphery Fault“ im Statusregister signalisiert.

10. Wartung/Verwendungsdauer

Die Auswerteeinheit ist wartungsfrei. Die maximale Verwendungsdauer beträgt 10 Jahre.

11. Technische Daten

G1506S

Aktives ClassicLine Modul

AS-i Schnittstelle zu FK-/FK-E Unterteilen

Steckbuchsen M12x1

AS-i Version 2.1

IR-Adressierung möglich

Kategorie 4 gemäß EN 954-1

Zum Anschluß von

1 Sicherheitsschalterkette mit bis zu 8 Sicherheitsschaltern

IFM G1506S - Aktives ClassicLine Modul - 1

Elektrische Ausführung M12 1DI|1DO T IP67

1 sicherer Eingang / 1 nicht-sicherer Ausgang
Betriebsspannung 26,5...31,6 V DC (*)
Stromaufnahme < 250 mA
Freigabebedingung 0,18...16 ms verzögertesEingangssignal der angeschlossenen Sicherheitsschalter
Bereitschaftsverzögerungszeit 5 s (Power On), 1 s (Normalbetrieb) zur Freigabe,jeweils ohne Bereitschaftsverzögerungszeitder angeschlossenen Sicherheitsschalter
Reaktionszeit (siehe auch S. 8) < 220 ms
Betriebsart Dauerbetrieb
Eingang Sicherheitsschalter
Sensorversorgung über AS-i-Versorgung
Spannungsbereich 19,2...30 V DC über Flachkabel
Kurzschlußschutz getaktet
Verpolungsschutz / Überlastschutz + / •
Schaltausgang
Galvanisch entkoppelt / Kurzschlußschutz • / •
Strombelastbarkeit 500 mA, PNP geschaltet
Externe Spannungsversorgungnach EN 50106 (PELV) über FK-E-Koppelmodul
Spannungsbereich24 V DC (15...30 V DC) über Flachkabel *)
  • = vorhanden
Funktionsanzeigen
Betrieb LED grün; AS-i/externe Spannungsversorgung
Fehler LED rot; AS-i Kommunikations- oder Periperiefehler,Initialisierungsphase oder Fehler in Auswertung
Funktion LED gelb; Schaltsignal Sicherheitsschalter bzw. -ketteZustand nicht-sicherer Ausgang
Kennwerte
Sicherheitseinstufung Kategorie 4 nach EN 954-1
AS-i Profil S-7.B.E
E/A-Konfiguration 7 [Hex]
ID-Code B.E [Hex]
AS-i Zertifikat 61801
EMV EN 50295
Umgebungstemperatur -25...+55°C
Relative Feuchte < 95%
Höhe über NN max. 2000 m
Schutzart IP 67
Gehäusewerkstoffe PBTP (Pocan)
Maße Gehäuse80 x 90 x 46,5 mm (HxBxT)
AnschlußKontaktstiftean FK- bzw. FK-E-Koppelmodul
Belegung der DatenbitsD0...D3 (bidirektional)DI0...DI3: Übertragung der Sicherheits-Codetabelle(0000 = sicherer Zustand)
DO0: Ein-/Ausschalten der Auswertung(0 = Auswertung EIN)
DO1: Parametrierung in Abhängigkeit von Typ undAnzahl angeschlossener Sicherheitsschalter(siehe S. 7)
DO2: logischer Zustand des nicht-sicherenSchaltausgangs O-3(0 = O-3 AUS)
BuchsenbelegungI-1O-3
Anschluß SicherheitsschalterSchaltausgang PNP
IFM G1506S - Aktives ClassicLine Modul - 2IFM G1506S - Aktives ClassicLine Modul - 3
1: L+1:
2: TE (Takteingang)2:
3: L-3: GND
4: OUT (Ausgangssignal)4: O-3
5:5:
Bemerkungen*) Um die "limited Voltage" Anforderungen gemäß UL 508 zuerfüllen, muß das Gerät aus einer galvanisch getrennten Quelleversorgt und durch eine Überstromeinrichtung abgesichert werden.

Aktiv ClassicLine modul

Die Zertifizierungsstelle der RWTÜV Systems GmbH für Gerätesicherheit und Medizinprodukte bestätigt

ifm syntron GmbH

Automatisierung

Waldesch 9

D-88069 Tettnang

für das Produkt

Auswerteeinheit für Sicherheitsschalter mit AS-Interface

Typ: G1506S

die Erfüllung der Anforderungen der nachfolgenden Normen:

• EN 954-1:1997; Kat. 4
• DIN V 19250:1994 AK 5
• DIN V VDE 0801:1990; mit Anhang A1:1994 AK 5

Auf Grundlage des Berichtes Nr. 701-020/2001Z in der jeweils gültigen Fassung

Dieses Zertifikat berechtigt zur Nutzung des Prüfzeichens

IFM G1506S - Aktiv ClassicLine modul - 1

text_image EN 864-1:1907 Kat.4 DIN V 19200:1984 AK 5 DIN V VDE 08/01:1980 08/01A1:1984 AK3 SAS233902 RWTUV Safety Approved

Zertifikats-Registrier-Nr.: SAS2339/02

Aktenzeichen: 2.4-0393/01

Gültig bis: 2007-12-03

Essen, 2002-12-03

i.r. 63. 63v

IFM G1506S - Aktiv ClassicLine modul - 2

Registrier-Nr./Registered No.:

04 205-2342/02

EG-Baumusterprüfbescheinigung gemäß Anhang VI der EG-Richtlinie 98/37/EG

Zeichen des Auftraggebers Reference of applicant K. Brückner

Auftragsdatum Date of application 27.09.2001

Mittenzeichen File reference 2.4-393/01

Prüfbericht Nr. Test report No. 701-020/2001Z

Ausstellungsdatum Date of issue 17.12.2002

Gültigkeit bis Expiry date 17.12.2007

Hiermit wird bestätigt, daß das nachfolgend genannte Produkt den grundlegenden Anforderungen der Richtlinie des Rates vom 22.06.98 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Maschinen entspricht. We hereby certify that the product mentioned below meets the basic requirements of the council directive dated 22.06.98 on the approximation of the laws, regulations and administrative provisions of the member states relating to machinery.

CE 0044

Antragsteller ifm syntron GmbH

Applicant: Waldesch 9, D-88069 Tettnang

Fertigungsstätte: ifm syntron GmbH

Produktbeschreibung: Sicherheitsbauteil (safety component)

Product description: Sicherheitsgerichtete Auswerteeinheit: G1506S

für Sicherheitsschalter mit AS-Interface

Kategorie nach EN 954-1 (category acc. EN 954-1): 4

i.v. 63. 63w

Zertifizierungsstelle der RWTÜV

Anlagentechnik GmbH

Prüfstelle für Gerätesicherheit und

Medizinprodukte, notifiziert bei der

EG-Kommission unter Nr. 0044

RWTÜV Anlagentechnik GmbH

Sitz: Essen

Langemarkstraße 20

D-45141 Essen

Postfach 10 32 61

D-45032 Essen

Telephone +49/201 8 25-0

Telefax +49/201 8 25-33 56

EG - Konformitätserklärung

ifm syntron gmbh

Automatisierung

Waldesch 9

D-88069 Tettnang

Telefon: 07542 / 980 0

Telefax: 07542/980120

erklärt hiermit dass

die Auswerteeinheit für Sicherheitsschalter mit AS-Interface vom Typ

G1506S

  • konform ist mit den einschlägigen Bestimmungen der EG-Maschinenrichtlinie (EG-Richtlinie 89/392/EWG), inklusive deren Änderungen, sowie mit dem entsprechenden Rechtserlass zur Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht.
  • Konform ist mit den einschlägigen Bestimmungen folgender weiterer EG-Richtlinie: 89/336/EWG EMV Richtlinie

Des weiteren erklären wir, dass

  • folgende harmonisierten Normen (oder Teile/Klauseln hieraus) zur Anwendung gelangten:
    EN 954-1: 1997; Kategorie 4

- folgende nationale oder internationale technische Normen (oder Teile/Klauseln hieraus) zur Anwendung gelangten.

DIN V 19250 : 1994 Anforderungsklasse 5

DIN V VDE 0801 :1990 und Anhang A1: 1994 Anforderungsklasse 5

DIN EN 50295:1999

IFM G1506S - G1506S - 1

text_image Für das oben erwähnte Sicherheitsbauteil nach Maschinenrichtlinie wurde die gemeldete Stelle Zertifizierungstelle der RWTÜV Anlagentechnik GmbH Prüfstelle für Gerätesicherheit und Medizinprodukte Langemarckstraße 20 D-45141 Essen Identifikationsnummer: 0044 beigezogen für eine EG-Baumusterprüfung. 04 205-2342/02 (Nummer der EG Baumusterprüfbescheinigung)

Tettnang, im Dezember 2002

(Ort und Datum der Ausstellung)

Q. Brichues

(Karl Brückner Geschäftsführer)

Handbuch-Assistent
Angetrieben von Anthropic
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : G1506S

Kategorie : Industriesteuergehäuse