Centaur - Batterieladegerät VICTRON ENERGY - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Centaur VICTRON ENERGY
1. Sicherheit und Vorschriften
Allgemeines
- Lesen Sie sorgfältig alle diesbezüglichen Produktinformationen und machen Sie sich mit den Sicherheitshinweisen und den Anleitungen vertraut.
- Dieses Produkt wurde in Übereinstimmung mit entsprechenden internationalen Normen und Standards entwickelt und erprobt. Nutzen Sie das Gerät ausschliesslich für den vorgesehenen Anwendungsbereich.
- Warnhinweis: Es besteht das RISIKO VON STROMSCHLÄGEN. Das Gerät wird in Verbindung mit einer ständigen Spannungsquelle benutzt (Batterie). Auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist, können gefährliche Spannungen an den Anschlussklemmen anliegen.
Trennen Sie deshalb bei allen Wartungs- oder Einstellungsarbeiten das Gerät von der Wechselstromquelle und von der Batterie. Eine Erdungssicherung (FI-Schalter) muss in die Wechselstromzuleitung eingebaut werden.
- Das Gerät enthält keine vom Anwender wartbaren Komponenten. Entfernen Sie deshalb nie die Frontplatte und betreiben Sie es nie ohne diese. Wenden Sie sich bei Problemen stets an spezielle Fachkräfte.
- Benutzen Sie das Gerät nie in gasgefährdeten oder staubbelasteten Räumen (Explosionsgefahr). Klären Sie mit Ihrem Lieferanten um ob das Gerät mit der vorgesehenen Batterie betrieben werden kann. Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Batterieherstellers.
- Achtung: bewegen Sie schwere Lasten nie ohne Hilfe.
- Beim Laden von Blei-Säure-Batterien entstehen explosive Gase. Vermeiden Sie offene Flammen oder Funkenbildung. Sorgen Sie für ausreichende Lüftung während des Ladevorganges.
- Versuchen Sie niemals nicht aufladbare Batterien zu laden.
- In der Netz-Zuleitung ist ein doppelpoliger Unterbrechungsschalter mit einem Mindestpolabstand von 3mm vorzusehen.
Transport und Lagerung
- Lösen Sie alle Netzverbindungen vor Transport oder Lagerung.
- Für Transportschäden kann nur gehaftet werden wenn der Transport in Originalverpackung stattgefunden hat.
- Lagern Sie die Geräte nur in trockenen Räumen bei einer Lagertemperatur zwischen -20^ und +60^ .
- Beachten Sie die Herstellerhinweise in der Gebrauchsanweisung hinsichtlich Transport, Ladung und Entsorgung der Batterie.
2. Beschreibung
Technologie
Das Centaur Batterie Ladegerät ist vollständig
hochfrequenzgeregelt. Der Leistungseingang wird in der ersten
Leistungsstufe über den Leistungsfaktor elektronisch geregelt.
Die nächste Stufe übernimmt die galvanische Trennung und sorgt für perfekte Gleichspannung an den Ausgängen.
Die elektronischen Bauteile sind durch eine spezielle Beschichtung gegen Feuchtigkeit und Schmutz geschützt, um die Langlebigkeit des Gerätes zu gewährleisten.
Drei Hochleistungsbatterien können gleichzeitig mit diesem
Ladegerät geladen werden.
Betrieb
Die Batterieladung wird entsprechend der dreistufigen I-U0-U
Kennlinie durchgeführt, bei der einer anfänglichen
Konstantstromphase (Bulk) zwei Konstanspannungsphasen
(Absorption und Float) folgen. Die Batterie kann ständig mit dem
Ladegerät verbunden bleiben, ohne dass die Gefahr übermässiger
Gasentwicklung besteht.
Es können unterschiedliche Batterietypen genutzt werden; die
Grundeinstellung bezieht sich auf Gel-Battrerien. Andere Batterien
(Bleisäure oder AGM) können nach entsprechender Einstellung
am Tippschalter (links unten hinter der vorderen Frontplatte)
verwendet werden.
Der volle Ladestrom ist auf drei Ausgänge verteilt, wobei jeder
Ausgang für sich die volle Leistung abgibt, wenn nur eine Batterie
angeschlossen ist.
FEHLERBEHEBUNG
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
| Der Lader arbeitet nicht | Die Netzspannung ist nicht in Ordnung | Netzspannung durchmessen |
| Eingangs- oder Ausgangssicherung ist defekt | Gerät an den Händler geben | |
| Die Batterie wird nicht vollständig geladen | Schlechter Kontakt | Anschlüsse überprüfen |
| Der Batteriewahlschalter ist falsch eingestellt | Einstellung korrigieren (Abb. 1) | |
| Die Batteriekapazität ist zu gross | Anpassung von Lader und Batterie prüfen | |
| Die Batterie wird überladen | Der Batteriewahlschalter ist falsch eingestellt | Einstellung korrigieren (Abb. 1) |
| Eine Einzelzelle ist defekt | Batterie wechseln | |
| Die Batterie ist zu klein | Fragen Sie Ihren Batterielieferanten |
3. Installation
Warnhinweis: Nur qualifizierte Fachkräfte einsetzen
Einbauanweisungen
- Befestigen Sie die Halterung und achten Sie auf waagerechte Ausrichtung.
- Befestigen Sie die drei Bolzen.
- Öffnen Sie die Abdeckung durch Lösen der vier Schrauben der unteren Frontabdeckung.
- Setzen Sie das Gerät auf die Halterung und richten Sie es über den Löchern der zwei Befestigungsschrauben aus.
- Befestigen Sie das Gerät mit den beiden M6 Schrauben.
- Verbinden Sie das Netzkabel mit den Anschlussklemmen E, N und L; achten Sie dabei auf den richtigen Leitungsquerschnitt (nach ABCY-Vorschrift) entsprechend den Angaben auf dem Typenschild.
- Schneiden Sie die Gleichstrom Eingangsstopfen entsprechend dem Kabeldurchmesser zu; verbinden Sie dann die Batteriekabel mit den Gleichspannungsklemmen, die mit + und - gekennzeichnet sind. Der Minuspol ist für alle drei Batterien der gleiche. Bei weniger als drei Batterien kann jeder beliebige + Anschluss belegt werden. Alle + Anschlüsse sind für den Maximalstrom ausgelegt. Achten Sie auf korrekte Kabelquerschnitte (ABYC Vorschriften).
- Stellen Sie über den Tipp-Schalter auf der linken unteren Frontplatte den richtigen Batterietyp ein.
Bitte beachten Sie: Die Werkseinstellung gilt für Gel-Batterien; Bei anderen Batterien ist die Einstellung unbedingt zu ändern! - Setzen Sie die Abdeckung wieder ein, und befestigen Sie diese mit den vier Schrauben.
- Schalten Sie den Strom ein und vergewissern Sie sich, daß die grüne LED brennt (Linke untere Ecke der Leiterplatte sichtbar durch die linken unteren Luftschlitze).
Einbauort
Das Centaur Ladegerät soll an einem trockenen und gut belüfteten Ort aufgestellt werden.
Zu hohe Umgebungstemperatur reduziert die Leistung, verkürzt die Lebensdauer oder führt zum Ausfall des Centaur Laders.
Das Centaur Ladegerät ist sowohl für Wand- als auch für Boden-Montage geeignet. Die Wandmontage ist aus Kühlungsgründen zu bevorzugen.
Die Kabel zwischen dem Ladegerät und den Batterien sollten so kurz wie möglich sein um Kabelverluste gering zu halten.
Bezüglich der Ein- und Ausgänge wird auf Abb. 1 verwiesen.
Benötigte Werkzeuge und Kabel
M6 Ringschlüssel
Kreuzschlitz Schraubendreher Nr. 2 Phillips
Batteriekabel: Mindestquerschnitte
| Model | Länge 0 - 6m | |
| 12/20 | 10mm^2 | |
| 24/16 | AWG 7 | |
| 12/30 | 24/30 | 16mm^2 |
| 12/40 | 24/40 | AWG 5 |
| 12/50 | 24/60 | 25mm^2 |
| 12/60 | AWG 3 | |
| 12/80 | 35mm^2 | |
| 12/100 | AWG 2 | |
Kabellängen von mehr als 6m sind nicht zu empfehlen. Anschlussklemmen sollten M6/M8 Bohrungen haben. Die Versorgungszuleitung sollte für mindestens 75°C ausgelegt sein.
Achtung: Wechseln Sie beschädigte Kabel immer sofort aus!
Anschlussreihenfolge
• Trennen Sie die Netzzuleitung.
- Trennen Sie die Batteriekabel von der Batterie.
- Öffnen Sie die Frontabdeckung.
- Verbinden Sie die Batteriekabel mit dem Ladegerät. Beachten Sie, daß es nur einen Minus-Anschluss gibt. Wählen Sie die Sicherung entsprechend der Ladergröße.
- Verbinden Sie die Batteriekabel mit der Batterie.
- Verbinden Sie den Wechselspannungs-Eingang mittels eines flexiblen Dreiaderkabels (2,5-4mm2) mit dem Wechselspannungs-Netz. Beachten Sie die Einhaltung der Schutzklasse PE.
- Schließen Sie die Frontplatte.
| Ladespannung bei ca. 10% des Nennstroms | ||||
| Batterietyp | Konstantspannungs-phase (Absorption) | Erhaltungsphase (Float) | ||
| 12V(6 Zellen) | 24V(12 Zellen) | 12V(6 Zellen) | 24V(12 Zellen) | |
| GEL | 14.2 | 28.4 | 13.5 | 27.0 |
| AGM | 14.35 | 28.7 | 13.3 | 26.6 |
| Blei-Säure | 14.5 | 29.0 | 13.5 | 27.0 |
| Sonstige | 14.85 | 29.7 | 13.7 | 27.4 |
Wichtige Bemerkung hinsichtlich der Einstellung der Ladespannung
Die oben erwähnten Ladespannungen für die verschiedenen Batteriearten sind nur Indikativ. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Lieferant.
Besonders nasse Bleischwefelsäurebatterien ('LA' im Tafel) können, abhängig von der chemische/mechanische Konstruktion, abweichende Ladespannungen benötigen.

text_image
CAUTION +DC + DC +DC -DCBatterie Wahlschalter LED Kontroll-Leuchte Anschlussklemmen
| Bleisäure | II | ||
| II | II | ||
| AGM | II | ||
| II | II | ||
| GEL | II | ||
| II | II | ||
| Andere | II | II | |
| II | |||
| AGM | II | ||
| II | II |
| GEL | II | ||
| II | II |
| Andere | II | II | |
| II |
ABB. 1 ANSCHLÜSSE UND EINSTELLUNGEN
| Eingangs-Spannung / Eingangs-Strom | ||||
| Modell | Eingangs-Spannung (Vac) | Eingangs-Strom (Aac) | Eingangs-Spannung (Vac) | Eingangs-Strom (Aac) |
| 12/20 | 120 | 3.35 | 240 | 1.75 |
| 12/30 | 120 | 4.35 | 240 | 2.30 |
| 12/40 | 120 | 6.40 | 240 | 3.20 |
| 12/50 | 120 | 8.00 | 240 | 4.00 |
| 12/60 | 120 | 9.55 | 240 | 4.75 |
| 12/80 | 120 | 12.0 | 240 | 6.00 |
| 12/100 | 120 | 15.0 | 240 | 8.00 |
| 24/16 | 120 | 5.55 | 240 | 2.50 |
| 24/30 | 120 | 9.00 | 240 | 4.55 |
| 24/40 | 120 | 10.0 | 240 | 6.00 |
| 24/60 | 120 | 15.0 | 240 | 9.00 |
Anmerkung:
Für andere Eingangsspannungen UEingang kann der Eingangsstrom wie folgt berechnet werden:
Eingangsstrom = (Strom bei 120 VAC) x (120/ UEingang )
Beispiel:
Eingangsstrom bei 120 VAC : 3,35A
Eingangsstrom bei 110 VAC
Eingangsstrom = 3,35 × (120/110) = 3,65A
4. Spezifikationen
| CentaurLadegerät | 12/20 | 12/3024/16 | 12/40 | 12/50 | 12/6024/30 | 12/8024/40 | 12/10024/60 |
| Gemeinsame Merkmale | Eingangsspannung: 90 – 265V | Eingangsfrequenz: 45 – 65Hz | Leistungsfaktor: 1 | ||||
| Ladespannung Absorption“(V DC) | 14,3 / 28,5 (1) | ||||||
| Ladespannung Float“(V DC) | 13,5 / 27,0 (1) | ||||||
| Leistungsausgänge | 3 | ||||||
| Ladestrom (A) (2) | 20 | 30 /16 | 40 | 50 | 60/30 | 80/40 | 100/60 |
| Amp.-Anzeige Ausgangsleistung | Ja | ||||||
| Ladekennlinie | IUoU (Dreistufen Charakteristik) | ||||||
| Empfohlene Batteriekapazität (Ah) | 80 - 200 | 120 – 30045 - 150 | 160 - 400 | 200 - 500 | 240 – 600120 - 300 | 320 – 800160 - 400 | 400 – 1000240 - 600 |
| Temperatur Sensor | |||||||
| Zwangskühlung | Ja, Temperatur- und Strom- geregelter Lüfter | ||||||
| Schutz Ausgangskurzschluß, Übertemperatur | |||||||
| Betriebs-Temperaturbereich | -20 to 60°C (0 - 140°F) | ||||||
| Brandschutz | Ja | ||||||
| Rel. Luftfeuchte | max 95% | ||||||
| Gehäuse | |||||||
| Material & Farbe | Aluminium (blau RAL 5012) | ||||||
| Batterie-Anschlüsse | M6 Bolzen | M6 Bolzen | M8 Bolzen | M8 Bolzen | M8 Bolzen | M8 Bolzen | M8 Bolzen |
| Wechselstrom-Anschluß | Schraubklemme 4mm ^2 (AWG 6) | ||||||
| Schutzklasse | IP 20 | ||||||
| Gewicht kg (lbs) | 3,8 (8.4) | 3,8 (8.4) | 5 (11) | 5 (11) | 5 (11) | 12 (26) | 12 (26) |
| Abmessungen hxwxd in mm(hxwxd in Zoll) | 355x215x110(14.0x8.5x4.3) | 355x215x110(14.0x8.5x4.3) | 426x239x135(16.8x9.4x5.3) | 426x239x135(16.8x9.4x5.3) | 505x255x130(19.9x10.0x5.2) | 505x255x130(19.9x10.0x5.2) | 505x255x130(19.9x10.0x5.2) |
| Normen | |||||||
| Sicherheit | EN 60335-2-29, UL 1236 | ||||||
| Emission | EN 55014, EN 61000-3-2, EN 61000 3-3 | ||||||
| EMV | EN 55014-2 | ||||||
1) Standard Einstellung. Optimale charge/float Spannungen für Nasse Blei-Säure, Gel- oder AGM Batterien einstellbar mit Tip-Schalter.
2) Bis zu 40°C (100°F) Umgebungstemperatur. Leistung sinkt auf 80% des Nennwerts bei 50°C (120°F) und auf 60% bei 60°C (140°F).