Gigahertz Solutions MK20 - Detektor

MK20 - Detektor Gigahertz Solutions - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Produkttyp Elektrosmog-Detektor (EMF- und HF-Messgerät)
Marke Gigahertz Solutions
Modell MK20
Messbereiche Wechselspannungs-E-Feld (V/m), Wechselspannungs-Magnetfeld (nT oder mG), Hochfrequenzstrahlung (μW/m² oder mW/m²)
Frequenzbereich (Niederfrequenz) 50/60 Hz (mit Filter für 16,7 Hz für Bahn)
Frequenzbereich (Hochfrequenz) 800 MHz bis 2,5 GHz (mit LogPeriodisch-Antenne)
Display Digitales LCD mit numerischer Anzeige
Audioausgang Variables Tonsignal zur Feldstärkeanzeige; Audioanalyse für HF
Messmodi Spitze, Peak Hold (HF), RMS (Mittelwert)
Bereichseinstellungen Automatische Bereichswahl oder manuell (z. B. 1999 μW/m² oder 19,99 mW/m² für HF)
Stromversorgung 9V-Batterie (Alkaline empfohlen)
Automatische Abschaltung Nach 40 Minuten Inaktivität
Batterieanzeige niedrig Anzeige „Low Batt“; Gerät schaltet nach 2–3 Minuten ab
Erdung Über Erdungskabel für E-Feld-Messungen
Anschlüsse Antennenanschluss (SMA?), Erdungsbuchse
Bauweise Handgerät, stoßfestes Gehäuse (Antenne aus robustem FR4)
Garantie 2 Jahre auf Herstellungsfehler
Enthaltenes Zubehör Erdungskabel, LogPeriodisch-Antenne (für HF)
Anwendungen Baubiologie, EMF-Untersuchungen, Ortung von Elektrosmogquellen
Normen TCO-Richtlinie, SBM-2008 baubiologische Empfehlungen

Häufig gestellte Fragen - MK20 Gigahertz Solutions

Wie erde ich das Messgerät für E-Feld-Messungen?
Das Erdungskabel in die dafür vorgesehene Buchse am Messgerät einstecken und das andere Ende an einen geerdeten Gegenstand anschließen, z. B. an ein unlackiertes Metallwasserrohr, Heizungsrohr oder einen Nagel im feuchten Erdreich. Achten Sie darauf, dass das Kabel und Ihre Hand nicht vor dem Messgerät sind, um falsche Messwerte zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen geerdeter und potenzialfreier E-Feld-Messung?
Die geerdete Messung (mit Erdungskabel) wird zur Quellenidentifikation empfohlen und liefert reproduzierbare Ergebnisse. Die potenzialfreie Messung (ohne Erdung) erfordert einen nicht leitenden Halter, dreiachsige Messungen und Vektoraddition zur Ermittlung der Gesamtbelastung und ist aufwändiger.
Wie messe ich Wechselspannungs-Magnetfelder?
Stellen Sie das Messgerät auf „M“-Modus. Keine Erdung erforderlich. Bewegen Sie sich langsam durch den Raum und drehen Sie das Messgerät, um die Richtung des höchsten Messwerts zu finden. Die Anzeige zeigt die resultierende magnetische Flussdichte. Vermeiden Sie schnelle Bewegungen, um falsche Spitzenwerte zu verhindern.
Was sind die empfohlenen Grenzwerte?
Für elektrische Felder: unter 10 V/m, vorzugsweise unter 1 V/m (geerdet). Für Magnetfelder: unter 200 nT, vorzugsweise unter 20 nT. Für Hochfrequenz: baubiologische Empfehlungen für Spitzenwerte unter 0,1 μW/m² für unauffällig, bis zu 1000 μW/m² für extrem auffällig.
Wie messe ich hochfrequente Strahlung?
Die LogPeriodisch-Antenne anschließen. Halten Sie das Messgerät mit ausgestrecktem Arm und richten Sie es 10° unterhalb der Quelle ein. Spitzenmodus einstellen. Gehen Sie durch den Raum und richten Sie es in alle Richtungen, drehen Sie das Gerät, um die Polarisation zu erfassen. Lassen Sie die Messwerte nach Bewegung 2 Sekunden lang stabilisieren.
Was bedeutet das Audiosignal?
Der Ton variiert mit der Feldstärke: Höhere Tonhöhe oder schnelleres Piepen zeigt stärkere Felder an. Bei HF hilft die Audioanalyse bei der Identifizierung von Signaltypen (z. B. DECT, Mobilfunk, Radar). Nicht gepulste Signale werden durch ein rasselndes Geräusch bei 16 Hz gekennzeichnet.
Wie wechsle ich die Batterie?
Das Batteriefach befindet sich auf der Rückseite. Drücken Sie den geriffelten Pfeil und ziehen Sie den Deckel ab. Ersetzen Sie die Batterie durch eine 9V-Batterie. Der Schaumstoffpolster im Inneren drückt die Batterie gegen den Deckel. Setzen Sie den Deckel wieder auf.
Warum schaltet sich das Messgerät automatisch aus?
Die automatische Abschaltung spart Batterie nach 40 Minuten Dauerbetrieb. Bei schwacher Batterie zeigt das Gerät „Low Batt“ an und schaltet nach 2-3 Minuten ab, um ungenaue Messwerte zu vermeiden.
Kann ich Frequenzen unter 800 MHz messen?
Dieses Messgerät unterdrückt Frequenzen unter 800 MHz, um Störungen zu vermeiden. Für niedrigere Frequenzen (27 MHz bis 800 MHz) verwenden Sie die Gigahertz Solutions Modelle HFE35C oder HFE59B mit der UBB27-Antenne.
Wie verwende ich die Peak-Hold-Funktion?
Bei Modellen mit Peak Hold (z. B. HF38B) auf „Peak hold“ stellen. Es behält den höchsten Messwert eine Zeit lang und fällt langsam ab. Dies ist nützlich, um kurze Spitzen zu erfassen. Schalten Sie das Gerät vorsichtig ein, um falsche anfängliche Spitzen zu vermeiden.

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BEDIENUNGSANLEITUNG MK20 Gigahertz Solutions

Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf dieses Gerätes bewiesen haben. Es erlaubt Ihnen eine einfache Bewertung Ihrer Belastung mit elektrischen und magnetischen niederfrequenten Wechselfeldern in Anlehnung an die international anerkannte TCO-Richtlinie und die Empfehlungen der Baubiologie.

Über diese Anleitung hinaus bieten wir auf unserer Website Schulungsvideos zum fachgerechten Einsatz des Gerätes an.

Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch. Sie gibt wichtige Hinweise für den Gebrauch, die Sicherheit und die Wartung des Gerätes.

Thank you!

Grundsätzliches zur Messung

Die Quelle einer Elektrosmogbelastung ist einfach dadurch zu lokalisieren, dass die gemessene Feldstärke immer weiter ansteigt, je näher Sie dieser Quelle kommen. Das feldstärkeproportionale Tonsignal vereinfacht die Suche. Da Felder (besonders Magnetfelder) auch massive Baumaterialien durchdringen können, ist zu beachten, dass die Feldquellen auch außerhalb des Raumes gelegen sein können (zum Beispiel Hochspannungsleitungen, Bahnstromoberleitungen, Trafohäuschen oder auch Elektrogeräte in Nachbarwohnungen).

Um Schwankungen in der Feldstärkebelastung zu identifizieren, sollten die Messungen an verschiedenen Tageszeiten, verschiedenen Wochentagen und auch zu späteren Zeitpunkten wiederholt werden.

Messanleitung – elektrische Wechselfelder

Gemäß relevanter Richtlinien (z.B. TCO) sollte für zuverlässige und reproduzierbare Messergebnisse gegen das Referenzpotenzial Erde gemessen werden.

Erdung des Messgeräts

Gigahertz Solutions MK20 - Messanleitung – elektrische Wechselfelder - 1

Den Klinkenstecker des beiliegenden Erdungskabels in die dafür vorgesehene Buchse 12 stecken und das Kabel an der Seite des Gehäuses nach hinten führen. Erdungskabel oder Finger dürfen nicht über die Vorderkante des Messgeräts hinausragen (verfälscht den Messwert!).

Zur Erdung mit dem Erdungskabel eignet sich besonders ein metallisches Wasser-, Gas- oder Heizkörperrohr ohne Lackierung, ggf. mit Hilfe eines darum gewickelten Drahts. Ein großer Nagel im feuchten Gartenboden ist auch sehr gut geeignet. Wer sich auskennt kann auch direkt am Schutzleiter einer Schukosteckdose erden (Vorsicht: Nicht für Laien!).

Wenn das Gerät sorgfältig geerdet ist, bitte einschalten und auf "E" einstellen (ME 3840: Filter auf "50 Hz"). Für reproduzierbare Messungen sollte das Gerät nahe am Körper gehalten werden (am besten mit der hinteren Kante direkt am Bauch). Je weiter das Gerät vom Körper weg gehalten oder sogar abgelegt wird, desto eher werden die Messwerte verfälscht, in der Regel nach oben. Während des Messvorgangs sollten sich die messende Person und eventuell andere anwesende Personen immer hinter dem Gerät aufhalten. Gehen Sie für die Messung folgendermaßen vor:

- Bewegen Sie sich langsam durch den Raum, bleiben Sie gelegentlich stehen und schwenken das Messgerät ringsum, beziehungsweise nach oben und nach unten.

  • Bewegen Sie sich in die Richtung, in welche die Messwerte höher werden, um die Quellen zu finden.
  • An Stellen, wo Menschen sich längere Zeit aufhalten, zum Beispiel im Bett oder am Arbeitsplatz, sollten Sie die Messung besonders sorgfältig und in alle Richtungen ausführen, weil diese Werte am relevantesten sind.
  • Die Untersuchung sollte unter realistischen Bedingungen ausgeführt werden, das heißt zum Beispiel für das Bett, dass der eventuelle Radiowecker an und das Nachttischlicht aus ist.

Einige Richtlinien empfehlen die so genannte „potentialfreie“ Messung der elektrischen Felder, das heißt ohne Erdung des Geräts. Für die Messung der Gesamtbelastung ist das potentialfreie Verfahren prinzipiell sehr gut geeignet. Für sinnvolle Messergebnisse erfordert diese Methode allerdings viel Know-how, die Verwendung eines nicht leitfähigen Halters (z.B. PM2 von Gigahertz Solutions), drei Messungen in den drei Raumachsen XYZ (gem. Abb.) und die vektorielle Addition ^1 der Ergebnisse.

Gigahertz Solutions MK20 - Messanleitung – elektrische Wechselfelder - 2

Für die eigentlich entscheidende Messaufgabe, nämlich die Identifikation der feldverursachenden Quellen, ist die Messung „gegen Erde“ weit besser geeignet und deshalb für technische Laien besonders zu empfehlen. Hintergrundinformationen zur potentialfreien Messung finden Sie auf unserer Website.

Grenzwertempfehlung elektrisches Wechselfeld: unter 10 V/m, möglichst unter 1 V/m

(bei 50/60 Hz, bei erdbezogener Messung). Potentialfreie Messung: unter 1,5 bzw. 0,3 V/m)

Messanleitung – magnetische Wechselfelder:

Bitte einschalten und auf "M" einstellen (beim ME 3840 den Frequenzfilter auf "50 Hz" einstellen). Das Messgerät braucht nicht geerdet zu werden, es braucht nicht nahe am Bauch gehalten zu werden und die Messung wird nicht von anwesenden Personen beeinflusst. Gehen Sie für die Messung folgendermaßen vor:

- „Begehen“ Sie den zu untersuchenden Raum mit Schwerpunkt auf dem Schlaf- oder Arbeitsplatz.

  • Es ist nicht nötig, das Messgerät in alle Richtungen zu schwenken, stattdessen überprüfen Sie gelegentlich die drei Raumdimensionen gemäß der nachfolgenden Bilder.
  • In der Praxis genügt es meist, wenn Sie das Instrument quasi aus dem Handgelenk rotieren bis Sie die Position bzw. Raumlage mit dem höchsten Messwert gefunden haben (siehe letztes Bild). In dieser Position wird die sog. „resultierende“ magnetische Flussdichte angezeigt.

= Resultierende magnetische Flussdichte!

Bitte beachten:

  • Schnelle Bewegungen können die Anzeige sinnloser "Pseudowechselfelder" auf dem Display verursachen, die nichts mit der realen Feldsituation zu tun haben.
  • Das Display braucht etwa 2 Sek. um „einzuschwingen“.

Grenzwertempfehlung magnetisches Wechselfeld: Unter 200 nT, möglichst sogar unter 20 nT

(Magnetische Flussdichte bei 50/60 Hz).

(Umrechnung nT zu mG (Milligauss): 200 nT = 2 mG)

Nur ME 3840B: Frequenzanalyse

Ein Wechselfeld definiert sich nicht nur durch seine Feldstärke sondern auch durch die Frequenz mit der sich die Polarität des Feldes ändert. Das ME 3840B kann folgende verbreitete Frequenzen und Frequenzbänder unterscheiden.

1) 5 Hz bis 100 kHz Zur schnellen Bewertung der Gesamtsituation.

2) 16,7 Hz Bahnstromfrequenz in Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz.

3) 50 Hz bis 100 kHz Netzstromfrequenz mit Oberwellen

4) 2 kHz bis 100 kHz Künstliche Oberwellen oberhalb von 2 kHz (zum Beispiel von Schaltnetzteilen, Energiesparlampen, elektronischen Geräten). Entspricht weitgehend dem Band 2 der TCO Richtlinie. Für dieses Frequenzband empfiehlt die Baubiologie um einen Faktor 10 niedrigere Vorsorgewerte.

Batterie, Auto-Power-Off, Low batt.

Das Gerät wird mit 9 V Blockbatterien betrieben. Das Batteriefach befindet sich unten auf der Geräterückseite.

Das Gerät schaltet sich nach etwa 40 min Betriebszeit automatisch ab, um die Batteriekapazität zu schonen.

Wenn "Low. Batt." in der Mitte des Displays erscheint, wird das Gerät bereits nach etwa 3 min abgeschaltet. Eine zuverlässige Messung ist nicht mehr gewährleistet.

Maßnahmen zur Reduktion der Belastung

Wenn möglich: Abstand zur Feldquelle vergrößern!

"Phasenrichtig steckern"

Hierzu Messgerät auf "E" stellen und zwischen z. B. das Nacht-tischlicht und das Kopfkissen legen. Licht ausschalten. Angezeig- ten Messwert merken. Netzstecker um 180° gedreht wieder ein- stecken. Logisch: Stecker in der Position eingesteckt lassen, in welcher das Feld geringer ist. Dieser Trick funktioniert am besten, wenn die Lampe einen Leitungsschalter hat.

Geschirmte Steckdosenleiste mit zweipoligem Schalter und geschirmte Netz-Anschlussleitungen verwenden (siehe homepage!)

Installation eines Netzabkopplers („Netzfreischalters“):

Dieser wird im Sicherungskasten eingebaut und trennt den jeweiligen Stromkreis automatisch vom Netz, sobald der letzte Verbraucher ausgeschaltet wurde. Der so vom Versorgungsnetz getrennte Stromkreis steht nicht mehr unter Spannung, kann also auch keine elektrischen Felder mehr verursachen. Diese Maß-

nahme ist häufig diejenige mit dem besten Aufwand-Nutzen-Verhältnis und wird deshalb oftmals als erste Sanierungsmaßnahme von Baubiologen ergriffen, wobei gerade die innovativen Netzabkoppler von Gigahertz Solutions auf vielen Empfehlungslisten stehen (siehe auch www.gigahertz-solutions.de).

Ob ein Netzabkoppler in Ihrem Fall eine sinnvolle Investition ist, können Sie selbst feststellen (am besten zu zweit):

  • Die eine Person liest das Messgerät am Schlafplatz im Kopfbereich ab (Messgerät auf "E")
    ■ Die andere Person schaltet die relevante Sicherung bzw. auch die umliegender Stromkreise ab.
    In die Stromkreise, die eine Reduktion der Belastung erbringen, wäre ein Netzabkoppler zu installieren.

Weiterführende Hinweise, Literatur und Kontakt zu ausgebildeten Baubiologen finden Sie auf unserer homepage unter www.gigahertz-solutions.de

ENGLISH

Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf dieses Gerätes bewiesen haben. Es erlaubt Ihnen eine einfache Bewertung Ihrer Belastung hochfrequenter („HF“) Strahlung in Anlehnung an die Empfehlungen der Baubiologie.

Über diese Anleitung hinaus bieten wir auf unserer Website Schulungsvideos zum fachgerechten Einsatz des Gerätes an.

Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch. Sie gibt wichtige Hinweise für den Gebrauch, die Sicherheit und die Wartung des Gerätes.

Thank you!

Bedienelemente und Kurzanleitung

Gigahertz Solutions MK20 - Bedienelemente und Kurzanleitung - 1

Anschlussbuchse für das Antennenkabel. Die Antenne wird in den Kreuzschlitz auf der Gerätestirnseite gesteckt. Wichtig: Antennenkabel nicht knicken und Schraube nicht zu fest anziehen!

„Power“ Ein-/Ausschalter (○▶ = „Aus“)

„Signal“ Für die baubiologische Beurteilung wird „Peak“ verwendet (beim HF32D voreingestellt). „Peak hold“ vereinfacht die Messung (nur HF38B).

„Range“ Empfindlichkeit einstellen entsprechend der Höhe der Belastung. (nur HF35C und HF38B)

Gigahertz Solutions MK20 - Bedienelemente und Kurzanleitung - 2

Lautstärkeregler für die Audioanalyse digitaler Funkdienste

(Drehknopf; nur HF35C und HF38B; beim HF32D nur „Geigerzähler-Effekt“ proportional zum Messwert)

Alle Geräte verfügen über eine Auto-Power-Off-Funktion.

Wenn die „Low Batt.“-Anzeige senkrecht in der Mitte des Displays angezeigt wird, so ist keine zuverlässige Messung mehr gewährleistet. In diesem Falle Batterie wechseln. Falls gar keine Anzeige auf dem Display erscheint, Kontaktierung der Batterie prüfen bzw. Batterie ersetzen. (Siehe „Batteriewechsel“)

Eigenschaften hochfrequenter Strahlung und Konsequenzen für die Messung

Durchdringung vieler Materialien

Besonders für eine Innenraummessung ist es wichtig zu wissen, dass Baumaterialien von hochfrequenter Strahlung unterschiedlich stark durchdrungen werden. Ein Teil der Strahlung wird auch reflektiert oder absorbiert. Beispielsweise sind Holz, Gipskarton oder Fenster(rahmen) oft sehr durchlässig. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf unserer website.

Polarisation

Hochfrequente Strahlung („Wellen“) sind meist horizontal oder vertikal polarisiert. Die aufgesteckte Antenne misst die vertical polarisierte Ebene, wenn die Oberseite (Display) des Messgerätes waagerecht positioniert ist. Durch Verdrehen des Geräts in der Längsachse kann man beide Ebenen messen.

Örtliche und zeitliche Schwankungen

Durch Reflexionen kann es besonders innerhalb von Gebäuden zu örtlichen Verstärkungen oder Auslöschungen der hochfrequenten Strahlung kommen. Es ist deshalb wichtig, sich genau an die Schritt-für-Schritt-Anleitung im nächsten Kapitel zu halten.

Außerdem strahlen die meisten Sender und Handys je nach Empfangssituation und Netzbelegung über den Tag bzw. über längere Zeiträume mit unterschiedlichen Sendeleistungen. Deshalb sollten

die Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten, sowie Werktags und an Wochenenden durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten die Messungen auch im Jahreslauf gelegentlich wiederholt werden, da sich die Situation oft quasi „über Nacht“ verändern kann. So kann schon die versehentliche Absenkung der Sendeantenne um wenige Grad, z. B. bei Montagearbeiten am Mobilfunkmast, gravierenden Einfluss haben. Insbesondere aber wirkt sich selbstverständlich die enorme Geschwindigkeit aus, mit der die Mobilfunknetze heute ausgebaut werden.

Mindestabstand 2 Meter

Erst in einem bestimmten Abstand von der Strahlungsquelle („Fernfeld“) kann Hochfrequenz in der gebräuchlichen Einheit „Leistungsflussdichte“ (W/m²) zuverlässig gemessen werden (für die hier beschriebenen Geräte mehr als ca. zwei Meter).

Die speziellen Eigenschaften hochfrequenter Strahlung erfordern ein jeweils angepasstes Vorgehen für die

■ Bestimmung der Gesamtbelastung einerseits und
- die Identifikation der HF-Einfallstellerandererseits.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Ermittlung der Gesamtbelastung

Wenn Sie ein Gebäude, eine Wohnung oder ein Grundstück HF-technisch „vermessen“ möchten, so empfiehlt es sich immer, die Einzelergebnisse zu protokollieren, damit Sie sich im nachhinein ein Bild der Gesamtsituation machen können.

Vorbemerkung zur Antenne:

Da die Antenne zur Reduktion des Erdeinflusses nach unten abgeschirmt ist, sollte man mit der Antennen“spitze“ etwas unter das eigentliche Messobjekt zielen, um Verfälschungen im Grenzübergang zu vermeiden (bei leicht erhöhten Zielen, z. B. Mobilfunkmasten, einfach horizontal peilen).

Das Messgerät unterdrückt Frequenzen unter 800 MHz um Verfälschungen der Messergebnisse zu vermeiden. Um auch Frequenzen unter 800 MHz quantitativ zu messen, sind aus dem Hause Gigahertz Solutions die Geräte HFE35C und HFE59B mit aktiven, horizontal isotropen Ultrabreitbandantennen von 27 MHz an aufwärts erhältlich.

Einstellungen des Messgeräts

Beim HF32D sind der Messbereich und die Signalbewertung bereits auf typische Werte für die Bewertung der Belastung unter baubiologischen Aspekten voreingestellt.

Die erweiterten Einstellmöglichkeiten des HF35C und HF38B werden nachfolgend beschrieben:

Zunächst den Messbereich („Range“) auf „1999 μW/m²“ bzw. „19,99 mW/m²“ einstellen. Nur wenn ständig sehr kleine Werte

angezeigt werden, in den jeweils feineren Messbereich umschalten ^1 . Grundsatz: So grob wie nötig, so fein wie möglich. Wenn das Messgerät auch im größten Messbereich übersteuert (Anzeige „1“ links im Display), können Sie das Messgerät um den Faktor 100 unempfindlicher machen, indem Sie das als Zubehör erhältliche Dämpfungsglied DG20 einsetzen.

Einstellung der Signalbewertung („Signal“): Die Baubiologie betrachtet den Spitzenwert („Peak“) der Leistungsflussdichte im Raum als relevanten Parameter für die Beurteilung der Reizwirkung hochfrequenter Strahlung auf den Organismus und somit als Parameter für den Grenzwertvergleich.

Der Mittelwert („RMS“), der bei gepulsten Signalen häufig nur bei einem Bruchteil des Spitzenwertes liegt, ist die Basis vieler „offizieller“ Grenzwerte. Er wird von der Baubiologie als verharmlosend betrachtet.

„Peak hold“ (nur HF38B) vereinfacht die Messung der Gesamtbelastung, indem punktuelle Maxima temporär gehalten werden. Zu beachten: „Sanft“ einschalten, damit es nicht zu Schaltspitzen kommt, die dann naturgemäß gehalten werden und so zu hohe Messwerte vortäuschen. Bei sehr hohen, extrem kurzen Spitzen braucht die Haltekapazität der Funktion „Spitze halten“ einige Augenblicke bis sie voll geladen ist.

Vorgehen zur Messung

Das Gerät sollte am locker ausgestreckten Arm gehalten werden, die Hand hinten am Gehäuse.

Zur groben Orientierung über die Belastungssituation genügt es mittels des Tonsignals Bereiche größerer Belastung zu identifizieren, indem man das Messgerät beim Durchschreiten der Räume grob in alle Richtungen schwenkt und so die „interessanten“ Bereiche für eine nähere Analyse identifiziert.

Nun wird im Bereich einer höheren Belastung die Positionierung des Messgerätes verändert, um die effektive Leistungsflussdichte zu ermitteln. Und zwar

  • durch Schwenken „in alle Himmelsrichtungen“ zur Ermittlung der Haupt-Einstrahlrichtung. In Mehrfamilienhäusern ggf. auch nach oben und unten.
  • durch Drehen um bis zu 90° um die Messgerätelängsachse damit auch die horizontale Polarisation erfasst wird.
  • durch Veränderung der Messposition (also des „Messpunktes“), um nicht zufällig genau an einem Punkt zu messen, an dem lokale Auslöschungen auftreten.

Allgemein anerkannt ist es, den höchsten Messwert im Raum zum Vergleich mit Grenz- und Richtwerten heranzuziehen.

Um beim Grenzwertvergleich ganz sicher zu gehen, können Sie den angezeigten Wert mit dem Faktor 4 multiplizieren und das Ergebnis als Basis für den Vergleich heranziehen. Diese Maßnahme wird gern ergriffen, um auch in dem Fall, dass das Messgerät die spezifizierte Toleranz nach unten vollständig ausnutzt, keinesfalls von einer niedrigeren Belastung ausgegangen wird, als real vorliegt. Man muss dabei allerdings bedenken, dass damit auch zu hohe Werte ermittelt werden können.

Das Verhältnis zwischen minimaler und maximaler Auslastung einer Mobilfunk-Basisstation beträgt in der Regel ca. 1 zu 4. Da man nie genau weiß, wie stark eine Mobilfunk-Basisstation zum Zeitpunkt der Messung ausgelastet ist, kann man, um die Maximalauslastung abzuschätzen, zu einer eher auslastungsarmen Zeit messen (sehr früh am Morgen, z. B. zwischen 3 und 5 Uhr) und den Wert dann mit 4 multiplizieren.

Sonderfall UMTS/3G und DVB-T: Ca. 1 bis 2 Minuten ^2 unter leichtem Schwenken in deren Haupt-Einstrahlrichtung messen. Die hier beschriebenen Messgeräte können diese Signalformen um bis zu einen Faktor fünf unterbewerten.

Sonderfall: Radar für die Flugzeug- und Schiffsnavigation. Radarstrahlen werden von einer langsam rotierenden Sendeantenne ausgesendet und sind deshalb meist nur alle paar Sekunden für einen winzigen Sekundenbruchteil mess- und mittels Audioanalyse hörbar. Dies macht ein angepasstes Vorgehen nötig:

- Schalter „Signal-Bewertung“ auf „Spitzenwert“ einstellen. Dann über mehrere „Radarsignaldurchläufe“ hinweg die höchste Zahl auf dem Display ablesen. Wegen der für alle anderen Messungen wünschenswert langsamen Wiederholfrequenz des Displays wird der Wert nur sehr kurz angezeigt und zudem stark schwanken. Relevant ist der jeweils höchste gemessene Wert. Beim HF38B können Sie dabei „Peak-hold“ zu Hilfe nehmen und mehrere „Radarsignaldurchläufe“ abwarten, bis sich ein Gleichgewicht aus Rücklauf und Erhöhung einstellt. Das kann einige Minuten dauern.

Peak hold Radar Peak Symbolische Darstellung

- Der Messwert wird meist am unteren Rand der spezifizierten Toleranz liegen und kann im Extremfall sogar bis zu einem Faktor 10 zu niedrig angezeigt werden3.

Für eine vereinfachte UMTS/3G-, DVB-T und Radarmessung ohne Korrekturfaktoren stehen aus dem Hause Gigahertz Solutions die professionellen HF-Analyser HF58B-r und HF59B zur Verfügung.

Grenz-, Richt- u. Vorsorgewerte

Der „Standard der baubiologischen Messtechnik“, kurz SBM 2008 unterscheidet die folgenden Stufen (pro Funkdienst), wobei „gepulste Signale kritischer zu bewerten sind, ungepulste weniger“:

Baubiologische Richtwerte gem. SMB-2008
Spitzen-werte in μW/m2unauffälligSchwachauffälligStarkauffälligExtremauffällig
< 0,1 0,1 –10 10 - 1000 >1000

© Baubiologie Maes / IBN

Der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V." (BUND) schlägt seinem Positionspapier 46 vom Herbst 2008 einen Grenzwert von 1 W/m^2 sogar für den Außenbereich vor.

Die Landessanitätsdirektion Salzburg schlug schon 2002 eine Senkung des geltenden „Salzburger Vorsorgewertes“ auf 1 W/m ^2 für Innenräume vor.

Staatliche Grenzwerte liegen zumeist deutlich höher, jedoch scheint es auch hier Bewegung zu geben. Im Internet finden sich hierzu umfangreiche Grenzwertsammlungen.

Hinweis für Handybesitzer: Ein problemloser Handy-Empfang ist auch noch unter 0,01 W/m^2 möglich.

Identifikation der HF-Einfallstellen

Nach der Ermittlung der Gesamtbelastung ist nun die Ursache zu klären. Zunächst sind selbstverständlich Quellen im selben Raum zu eliminieren (DECT-Telefon, o. ä.). Die danach verbliebene HF-Strahlung muss also von außen kommen. Für die Festlegung von Abschirmmaßnahmen ist es wichtig, diejenigen Bereiche von Wänden (mit Türen, Fenstern, Fensterrahmen), Decke und Fußboden zu identifizieren, durch welche die HF-Strahlung eindringt. Hierzu sollte man niemals mitten im Raum stehend rundherum, sondern nahe an der gesamten Wand-/Decken-/Bodenfläche nach außen gerichtet messen ^4 , um genau die durchlässigen Stellen einzugrenzen. Denn neben der bei hohen Frequenzen zunehmend eingeschränkten Peilcharakteristik von LogPer-Antennen machen in Innenräumen kaum vorhersagbare Überhöhungen und Auslöschungen eine genaue Peilung von der Raummitte aus unmöglich. Die Vorgehensrichtlinie illustriert die folgende Skizze.

Wand Wall Mur Pared Potentiell durchlässiger Bereich Potentially permeable Area antenna antenna

no! Potentially permeable Area Potentiell durchlassiger Bereich

Die Abschirmungsmaßnahme selbst sollte durch eine Fachkraft definiert und begleitet werden und jedenfalls großflächig über die Bereiche hinaus erfolgen.

Audio-Frequenzanalyse (nur HF35C / HF38B)

Innerhalb des betrachteten Frequenzbandes von 800 MHz bis 2,5 GHz werden vielerlei Frequenzen für unterschiedliche Dienste genutzt. Zur Identifizierung der Verursacher von HF-Strahlung dient die Audioanalyse ^5 des amplitudenmodulierten Signalanteils.

Geräusche sind schriftlich sehr schwer zu beschreiben. Am einfachsten ist es, sehr nahe an bekannte Quellen heranzugehen und sich das Geräusch anzuhören. Ohne detailliertere Kenntnisse kann man leicht das charakteristische Tonsignal der folgenden Verursacher ermitteln: DECT-Telefon (Basisstation und Mobilteil) und Mobiltelefon (Handy), jeweils unterschieden zwischen „während des Gesprächs“, im „Standby-Modus“ und, insbesondere beim Handy, dem „Einloggen“. Auch die charakteristischen Audiosignale eines Mobilfunksenders lassen sich so ermitteln. Dabei sollte man zu Vergleichszwecken eine Messung während der Hauptbelastungszeit und irgendwann nachts machen, um die unterschiedlichen Geräusche kennen zu lernen.

„Markierung“ von ungepulsten Signalen:

Ungepulste Signale können bei der Audioanalyse systemimmanent nicht hörbar gemacht werden, sind also leicht zu übersehen. Deshalb werden etwaige ungepulste Signalanteile mit einem gleichmäßigen Knatterton „markiert“, welcher in der Lautstärke proportional zum Anteil am Gesamtsignal ist.

Diese „Markierung“ wie auch Klangbeispiele verschiedener Signalquellen finden Sie als MP3-Files auf unserer homepage. Die Audioanalyse lässt sich mit den Frequenzfiltern aus unserem Hause nochmals deutlich vereinfachen und präzisieren.

Weiterführende Analysen

Von Gigahertz Solutions sind erhältlich:

  • Vorsatz-Dämpfungsglieder zur Erweiterung der Messbereiche nach oben für starke Quellen.
  • Frequenzfilter für eine genauere Unterscheidung unterschiedlicher Quellen.
  • Messgeräte für HF ab 27 MHz: Zur Messung von Frequenzen ab 27 MHz (u. a. CB-Funk, analoges und digitales Fernsehen und Radio, TETRA etc.) sind die Geräte HFE35C und HFE59B erhältlich.
  • Messgeräte für HF bis 6 GHz / 10 GHz: Für die Analyse noch höherer Frequenzen (bis ca. 6 GHz, also WLAN, WIMAX sowie einige Richtfunk- und Flugradar-Frequenzen) ist das HFW35C erhältlich (2,4 - 6 GHz), sowie ein neues Breitbandmessgerät von 2,4 - 10 GHz in Vorbereitung (HFW59B).

- Messgeräte für die Niederfrequenz: Oft sind im häuslichen Bereich die Belastungen durch Niederfrequenz sogar noch höher als die durch Hochfrequenz! Auch hierfür (Bahn- und Netzstrom inkl. künstlicher Oberwellen) fertigen wir eine breite Palette preiswerter Messtechnik professionellen Standards.

Auf unserer homepage finden Sie hierzu umfassende Informationen.

Stromversorgung

Batteriewechsel: Das Batteriefach befindet sich auf der Geräteunterseite. Zum Öffnen im Bereich des gerillten Pfeils fest drücken und den Deckel zur unteren Stirnseite des Geräts hin abziehen. Durch den eingelegten Schaumstoff drückt die Batterie gegen den Deckel, damit sie nicht klappert. Das Zurückschieben muss also gegen einen gewissen Widerstand erfolgen.

Auto-Power-Off: Zur Schonung der Batterie.

  1. Wird vergessen, das Messgerät auszuschalten oder wird es beim Transport versehentlich eingeschaltet, so schaltet es sich nach einer Betriebsdauer von durchgehend ca. 40 Minuten automatisch ab.
  2. Erscheint in der Mitte des Displays ein senkrechtes „LOW BATT“ zwischen den Ziffern, so wird das Messgerät bereits nach etwa 2 bis 3 Minuten abgeschaltet, um Messungen unter unzuverlässigen Bedingungen zu verhindern und daran zu erinnern, die Batterie möglichst bald zu ersetzen.

Fachgerechte Abschirmung ist eine zuverlässige Abhilfemaßnahme

Physikalisch nachweisbar wirksam sind fachgerecht ausgeführte Abschirmungen. Dabei gibt es eine große Vielfalt von Möglichkeiten. Eine allgemein gültige „beste“ Abschirmlösung gibt es jedoch nicht – sie muss immer an die individuelle Situation angepasst sein.

Eine sehr informative Seite zum Thema Elektrosmog und dessen Vermeidung finden Sie unter

www.ohne-elektrosmog-wohnen.com.

Garantie

Auf das Messgerät, die Antenne und das Zubehör gewähren wir zwei Jahre Garantie auf Funktions- und Verarbeitungsmängel.

Auch wenn die Antenne filigran wirkt, so ist das verwendete FR4-Basismaterial dennoch hochstabil und übersteht problemlos einen Sturz von der Tischkante. Die Garantie umfasst auch solche Sturzschäden, sollte doch einmal einer auftreten.

Das Messgerät selbst ist ausdrücklich nicht sturzsicher: Aufgrund der schweren Batterie und der großen Zahl bedrahteter Bauteile können Schäden in diesem Falle nicht ausgeschlossen werden. Sturzschäden sind daher durch die Garantie nicht abgedeckt.

English

Control elements and Quick Start Guide

Gigahertz Solutions MK20 - Control elements and Quick Start Guide - 1

„Power“ Interrupteur On/(Off)Off“

Gigahertz Solutions GmbH

Am Galgenberg 12, 90579 Langenzenn, GERMANY

www.gigahertz-solutions.de

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Produktinformationen

Marke : Gigahertz Solutions

Modell : MK20

Kategorie : Detektor