665201 - Plattenspieler Roco - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG 665201 Roco
35 – 43 42615 Anleitung deutsch.indd 1 31.01.2011 09:17:562 Sehr geehrte Modellbahnerin, sehr geehrter Modellbahner! Mit dieser ROCO LINE-Drehscheibe haben Sie ein erstklassiges Produkt er- worben. Wir wissen um Ihre Erwartungen und sind deshalb mit ganz besonderer Sorgfalt an die Konstruktion und Fertigung dieses Betriebsmodells gegan
gen. Ergebnis ist die exakt maßstäbliche Nachbildung einer 22-m-Einheits- Drehscheibe mit flexiblen Einbaumöglichkeiten (Abb. 1: Einbau mit konstan
ter Teilung; Abb. 2: Einbau mit flexibler Teilung), einem langlebigen, leisen und betriebssicheren Unterflurantrieb sowie einer einfachen klaren Elektrik. Im folgenden stellen wir Ihnen Vorbild, Technik, Einbau und Betrieb der ROCO LINE-Drehscheibe detailliert vor. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese Anleitung zu lesen. Sie werden dann den Einbau sicher erfolgreich durchführen können und in der Folge am zu
verlässigen Betrieb Ihrer neuen Drehscheibe viele Jahre Freude haben. Zum Vorbild Drehscheiben sind fast so alt wie Schienen und auf jeden Fall älter, als die Eisenbahn selbst, denn schon in den Bergwerken des beginnenden
18. Jahrhunderts wurden sie – an
Stelle der erst viel später erfunde
nen Weichen – zur Verbindung der verschiedenen Gleisstränge be
nutzt. In Bergwerks- und Industriegleis
anlagen dienen sie als Wagendreh
scheiben in diesem Sinne übrigens oft auch heute noch. Gegenüber den heute bei der „großen“ Eisenbahn tatsächlich verwendeten „Dreh
scheiben“, die eigentlich „Dreh- brücken“ sind (in verschiedenen europäischen Sprachen werden sie auch tatsächlich so bezeichnet), sind diese Wagen- und Bergwerks-Dreh
scheiben echte „Scheiben“ mit abgedeckten Gruben. Bei der frühen Eisenbahn spielten Drehscheiben zusätzlich oft die Rolle von Weichen, insbesondere in den Endbahnhöfen.Sei es als echte Drehscheiben, sei es auch „nur‘‘ als Segment- Drehscheiben gebaut, dienten sie nicht nur zum Drehen von Lokomotiven, sondern auch zum Umsetzen, so dass die Maschinen ihre Züge umfahren konnten. Darüber hinaus waren die verschie
denen Bahnhofsgleise durch Wagen-Dreh-Scheiben untereinander querver
bunden (siehe Abb. 3), so dass es leicht war, einzelne Wagen aus ihren Zug
verbänden herauszulösen und – quer zu den Bahnsteiggleisen – auf andere Gleise zu verschieben, um sie dort wieder in andere Züge einzureihen oder aber auch einzeln umzurangieren.
42615 Anleitung deutsch.indd 2 31.01.2011 09:17:593 Als die Lokomotiven und die Wagen länger (und schwerer) wurden, ging man davon weitestgehend ab, Drehscheiben als Weichenersatz zu „miss
brauchen“; insbesondere die Gleisquerverbindungen innerhalb der Bahn- höfe mittels Wagendrehscheiben verschwanden. Dafür eroberten sich die Drehscheiben aber ihren bis heute unverzicht- baren Platz in den Bahnbetriebswerken. Seit dieser Zeit werden sie als echte Brückenkonstruktionen ausgeführt, sei es als Obergurtbrücke (inzwischen wieder selten geworden) mit ganz flacher Grube und meist mit Schotterbettung ausgeführt, sei es als Untergurtbrücke (in dieser Version beherrschen sie heute fast ausschließlich die BW-Szene) und mit relativ tiefer Grube, die dann entweder gemauert ausgeführt und mit entsprechenden Radialzugstangen zum „Königsstuhl“ (dem Dreh- zapfen) stabilisiert ist, oder – heute die gängigste Form – in Ortbeton hergestellt wird (siehe Abb. 4, Vorbildsituation z.B. in Freilassing, und Abb. 5, als Modell). Während bis Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts jede Dreh- scheibe individuell „nach Maß“ gebaut wurde, setzte sich kurz vor der Jahr
hundertwende eine allgemeine Standardisierung und Klassifizierung der Drehscheiben in fast allen traditionellen Eisenbahnländern durch. Im deutschsprachigen Raum bürgerten sich nach und nach Drehscheiben
größen ein, die in 2-m-Schritten von 16 m an aufwärts zunächst bis 22 m reichten. Mit der Einführung der großen Einheits-Lokomotiven ging man bei Bw-Neu- und -Ausbauten auf 24-m- Scheiben über. Als mit der Einführung der „Rie
sen“ unter den Dampfloks, näm
lich der BR 45, der BR 05 und der BR 06 (später dann auch der Kon
denstender-Maschinen der BR 52 Kondens), selbst die 24-m-Scheiben nicht ausreichten, entwickelte man schließlich noch 27-m-Scheiben, die auch diese Maschinen aufnehmen konnten. Sie blieben allerdings beim Vorbild nur auf ganz wenige große Bw be
schränkt, vorrangig auf solche, die entweder diese großen Maschinen beheimateten, als Wende-Bw für diese Maschinen füngierten oder solche Maschinen noch bekommen sollten, wozu es aber wegen des zweiten Weltkrieges nicht mehr ge
kommen war. Mit dem Traktionswandel wurden Drehscheiben zwar nicht prinzipiell überflüssig (obwohl an ihre Stelle bei neuangelegten Elektro- oder Diesel-Bw meist Schiebebühnen traten), doch kam (und kommt) es bei Neubauten oder Ersatzbeschaffungen von Drehscheiben in der Regel nur noch zum Einbau von Drehscheiben von maximal 24 m Bühnen- länge, mit Abstand die häufigste Version sind in solchen Fällen 22-m- Scheiben, auf denen bei Bedarf sogar 26,4 m lange Steuerwagen gedreht werden können, wie das z.B. im Bw Freilassing alltägliche Übung ist (siehe Abb. 6).
42615 Anleitung deutsch.indd 3 31.01.2011 09:18:034 Das Modell Technische Daten Vorbildbauart. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22-m-Einheits-Drehscheibe Nachbildungs-Maßstab. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1:87 (Baugröße H0) Bühnenlänge des Modells . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 253 mm Nutzbare Bühnenlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . für alle Fahrzeuge, deren Gesamtachsstand maximal 250 mm Länge beträgt. Durchmesser Betonring-Nachbildung in Segmenten . . . . . . . . . . . . 307 mm Anzahl der maximal möglichen Gleisanschlüsse (Zufahrgleise) . . . . . . 40 Maximaldurchmesser einschließlich aller Zufahrgleise . . . . . . . . . . . 393 mm Notwendiger Durchmesser der kreisförmigen Einbauöffnung in der Anlagenplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 mm Notwendige Mindesttiefe des für den Einbau der Drehscheibe freizuhaltenden Raumes im Bereich der Einbauöffnung, gemessen ab Oberkante Einbauöffnung bzw. Unterseite der Zufahrgleise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 mm Mindestabgangswinkel zweier benachbarter Zufahrgleise . . . . . . . . . 9° Mögliche Abgangswinkel zweier benachbarter Zufahrgleise . . . . . . . . in 1°-Schritten ab 9° aufwärts Mindestwinkel zwischen zwei Gleisachsen zur einwandfreien Erkennung der Gleisanschlüsse durch die Drehscheibensteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3° (siehe Abb. 7) Winkel der verfügbaren Beton-Zwischensegmente (Füllstücke) . . . . . . 1°, 3°, 6° und 9° Steuerungs-Arten (Gleisanwahl) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . a) Einzelschritt-Fortschaltung über Handsteuerung (Bedienungs- schalter im Lieferumfang enthalten); . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Direktanwahl des gewünschten Gleises über Vorwahlsteuerung Art.-Nr. 42618; . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . c) Steuerung über PC (ein entsprechendes Interface ist derzeit ab Werk jedoch nicht geplant!). Kraftübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . über kombiniertes, zweistufiges Schnecken und mehrstufiges Stirnrad- getriebe, wobei die zweite Schneckenstufe direkt auf der Drehachse der Bühne sitzt und mit dieser über eine Rutschkupplung verbunden ist, so dass die Bühne trotz des Schneckengetriebes auch von Hand gedreht werden kann, ohne dass eine Beschädigung einer der beiden Schneckenstufen zu befürchten ist!
42615 Anleitung deutsch.indd 4 31.01.2011 09:18:035 Lieferumfang
Folgende Bauteile und -gruppen sind in der Packung der Drehscheibe ab Werk enthalten:
- 1 Drehscheibenwanne, bestückt mit vollständiger Bühne (einschließlich Maschinenhaus, Handkurbelan
triebsnachbildung mit Verriegelungshebel etc.), fest installiertem Unterflur-Antrieb und ab Werk auf 360° vollständig montierten Betonfüllstücken mit 24 Stück 9°- und 24 Stück 6°-Segmenten, ohne Zufahrgleise;
- 1 Packung Art.-Nr. 42616 mit vier Zufahrgleisen für Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-Anlagen; (*)
- 1 Beutel mit 12 Stück 3°- und 12 Stück 1°-Füll-Stücken; 1 Beutel mit 2 Bühnensignal-Attrappen und 2 Kontakt
spiralfedern für die Positionsmeldung der Drehschei
- 1 achtpoliges Verbindungskabel Drehscheibe/ Hand
steuergerät mit beidseitig montierten achtpoligen Flachsteckern;
- 1 fünfpoliges Verbindungskabel Handsteuergerät/Re
geltransformator mit am Handsteuergerät-Ende mon
tiertem fünfpoligen Flachstecker und am Regeltransfor
mator-Ende abisolierten Adern zum Klemmanschluss am Regeltransformator;
- 1 vierfarbig illustriertes Anleitungsheft in deutsch, englisch, französisch und italienisch;
- 1 einfarbiges Textheft in englisch/französisch/italienisch/niederländisch (bei der Erstauslieferung in den deutschsprachigen Ländern noch nicht enthalten); (*) = Die Auslieferung der Drehscheibe erfolgt ab Werk mit einem Satz Zufahrgleise für 2,1-mm-Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-Anlagen. Soll die Drehscheibe in einer Dreischienen-Zweileiter-Wechselstrom-Anlage eingesetzt werden, tauscht Ihr Fachhändler auf Wunsch und kostenlos die bei der Drehscheibe mitgelieferte Packung mit den 2,1-mm-Zweischienen-
Zweileiter-Gleichstrom-Zufahrgleisen gegen eine solche mit 2,5-mm-Drei- schienen-Zweileiter-Wechselstrom-Zufahrgleisen aus. Aber Achtung! Getauscht werden jeweils nur vollständige Packungen, also eine Packung Art.-Nr. 42616 gegen eine Packung Art.-Nr. 42617, nicht aber einzelne Zufahrgleise! Siehe hierzu auch die Erläuterung zur korrekt unterschiedli
chen Stückzahl bei Art.-Nr. 42616 (4 Zufahrgleise) und bei Art.-Nr. 42617 (3 Zufahrgleise) im letzten Absatz auf Seite 6 unten. Einbau-Voraussetzungen
a) Steuerung und Antrieb: 14 – 16 Volt Wechselstrom b) Fahrstrom im Drehscheibenbereich (je nach auf der übrigen Anlage ver
nenzweileiter-Gleichstromsystem nach NEM).
- oder 0 – 16 Volt Wechselstrom (Dreischienen-Zweileiter-Wechsel
stromsystem mit Mittelleiter; im Zufahrtsbereich über Punktkontakte, im Bühnenbereich über‚ Abdeck-Riffelblech-Nachbildung zwischen den Schienen). Es wird empfohlen, sowohl bei Betrieb der Dreh
scheibe im Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-System, als auch im Dreischienen-Zweileiter-Wechselstrom-System der Drehscheibe und ihrem BW-Bereich einen eigenen Regeltransformator zuzuordnen, dessen Licht- und Magnetartikefausgang zum Betrieb der Drehschei
be und zur eventuellen Beleuchtung des BW-Bereiches genutzt wird, während sein Fahrstrom-Ausgang die Fahrstromversorgung auf der Drehscheibe und im BW übernimmt. Besonders geeignet hierfür sind Regeltransformatoren mit gedehntem Langsamfahrbereich bei der Fahrstromregelung (z.B. ROCO 10704), die ein besonders feinfühliges Rangieren erlauben.
2) Mechanische Gleisnormen:
a) Bühne: Die Schienenprofile der Bühne selbst sind so ausgelegt, dass die Dreh
scheibe sowohl mit Radsätzen befahren werden kann, deren Spurkränze etc. nach NEM gebaut sind, als auch mit Radsätzen des Dreischienen- Wechselstromsystemes, bei dem höhere Spurkränze üblich sind. b) Zufahrgleise: Wie die Auflistung des Lieferumfanges (auf Seite 5 dieser Anleitung) zeigt, wird die Drehscheibe ab Werk mit einer Packung Art.-Nr. 42616 ausgeliefert. Soll die Drehscheibe in Anlagen eingesetzt werden, die mit Gleismaterial für das Dreischienen -Zweileiterwechselstrom-System auf
gebaut wurden, ist beim Kauf der Drehscheibe die in der Drehscheibe enthaltene Zufahrtgleis-Packung 42616 (mit vier Zufahrgleisen ohne Punktkontakte) – wie schon im Kapitel „LIEFERUMFANG“ erwähnt – gegen die Zufahrgleis- Packung 42617 (mit drei mit Punktkontak
ten ausgestatteten Zufahrgleisen) auszutauschen. Bei „K-Gleisen“ des Dreischienen-Zweileiter-Wechselstrom-Systemes werden keine weiteren Teile benötigt, bei „M-Gleisen“ sind die systemspezifischen Übergangs
gleise von „M-“ auf „K-Gleise“ zusätzlich vorzusehen. 42615 Anleitung deutsch.indd 5 31.01.2011 09:18:046
Die unterschiedliche Stückzahlen der Zufahrgieise bei den Packungen 42616 (Abb. 9, Zufahrgleis für Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-Anlagen) und 42617 (Abb. 10, Zufahrgleis für Dreischienen-Zweileiter-Wechselstrom- Anlagen) sind kein Packungsfehler, sondern gleichen die Unterschiede in den Fertigungskosten und somit der Verkaufspreise so aus, dass die Zufahr- gleispackungen ohne Aufpreis direkt gegeneinander getauscht werden können. Hinweise: a) Soll die Drehscheibe auf Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-Anlagen eingesetzt werden, die mit 2,5-mm-Profil-Gleismaterial (z.B. klassisches ROCO-Gleissystem) gebaut wurden, auf denen jedoch nur Fahrzeuge verkehren, deren Radsätze den NEM- oder NMRANormen entsprechen, können die Zufahrgleise aus Packung 42616 ohne weiteres verwendet werden. Bei allen Drehscheiben-Zufahrgleisen, die direkt an Bei Verwen
dung der Drehscheibe in Anlagen mit Hohlprofil-Schienen (insbesondere bisheriges PIKO- und HRUSKAGleissystem) sind statt der Übergangs
schienenverbinder die Übergangsgleise 42414 (siehe Abb. 12) einzuset
zen. Hinsichtlich der Schuppengleise gilt auch hier die unter Punkt a) gemachte Empfehlung. die 2,5-mm-Profil-Gleise der übrigen Anlage an
schließen, sind mit diesen über die Übergangsschienenverbinder 42612 zu verbinden (siehe Abb. 11). Es empfiehlt sich jedoch, der Einfachheit halber die anschließenden Schuppengleise, die ohnehin keine weitere Verbindung zum übrigen Gleisnetz haben, auch dann ausschließlich mit schotterbettlosen ROCO LINE-Gleisen zu bestücken, wenn die übrige Gleisanlage ausschließlich mit 2,5-mm-Gleisprofil- Material aufgebaut wurde.
b) Bei Verwendung der Dreh- scheibe in Anlagen mit Hohl
profil-Schienen (insbesondere bisheriges PIKO- und HRUS
KA-Gleissystem) sind statt der Übergangsschienenverbinder die Übergangsgleise 42414 (siehe Abb. 12) einzusetzten. Hinsichtlich der Schuppengleise gilt auch hier die unter Punkt a) gemachte Empfehlung. c) Ein Einsatz der Drehscheibe auf Anlagen mit Fahrzeugen, die mit sogenannten „Fine-Scale“-Radsätzen (nach RP 25 der NMRA). Ausgestattet sind, ist bei Verwendung der Zufahrtgleise 42616 ohne Einschränkung und ohne weitere Änderung möglich! Um ein einwandfreies Arbeiten der Drehscheibe über lange Jahre hinweg sicherzustellen, ist darauf zu achten, dass der Bereich der Anlage, in dem die Drehscheibe eingebaut werden soll, absolut eben und horizontal sein muss. Nur dann lässt sich beim Einbau sicher vermeiden, dass es nicht zu unter Umständen kaum sichtbaren, aber den zuverlässigen Betrieb stören
den Verwindungen der Drehscheibenwanne und zu einem ungleichmäßigen Lauf der Bühne kommt!
42615 Anleitung deutsch.indd 6 31.01.2011 09:18:067
Einbau-Praxis: Mechanik a) Einsetzen und Entfernen der Zufahrgleise und der Füllstücke: Rund um die Betonwanne der Drehscheibe läuft eine nach oben offene Seg
mentaufnahme-Rille (Abb. 13, Detail *), die an ihrer (höheren) Innenkante einen ebenfalls um die ganze Wanne laufenden Verriegelungskragen aufweist (Abb. 13, Detail **). Sowohl die Zufahrgleise als auch alle Füllstücke verfügen an ihrer Stirnseite jeweils über eine federnd ausgeführte Haltenase (Abb. 14, Detail *). Drückt man nun ein Zufahrgleis oder ein Füllstück bis zum Anschlag in die Rille, rastet die zugehörige Haltenase hörbar in den Verriegelungskragen der Wanne ein. Will man ein Zufahrtgleis oder ein Füllstück wieder entfernen, muss man mit dem Fingernagel oder einem kleinen Schraubendreher zunächst durch leichtes Eindrü
cken die Haltenase entriegeln (siehe Abb. 14) und dann das betreffende Teil – bei eingedrückt gehaltener Haltenase – nach oben abziehen. b) Vorbereitung des Untergrundes: Gleichgültig, ob der Anlagenunterbau in Rahmen- oder Plattenbauweise er
stellt wurde, empfiehlt es sich, zumindest den eigentlichen BW-Bereich, beste
hend aus Drehscheibe, Lokschuppen und eventuellen Lokbehandlungsanlagen, auf einer genügend starken Platte mit Rahmenunterkonstruktion aufzubauen, wobei darauf zu achten ist, dass die Platte selbst eben und horizontal einge
baut wird. In diese Platte wird ein kreisrundes Loch von 280 rnrn Durchmesser geschnitten (siehe Abb. 20). Zwar beträgt der Außendurchmesser der Dreh
scheibenwanne selbst nur etwa 270 mm, die verbleibenden 2x5 mm Differenz werden jedoch als Freiraum für die Abfragekontakt- Anschlüsse unter den Zu
fahrgleisen für die Gleisvorwahlsteuerung (Art.-Nr. 42618) benötigt. Sie sind im Bereich der Zufahrgleise unbedingt freizuhalten. Ein Nichtbeachten dieser Bedingung kann zu Beschädigungen an diesen Kontakten und damit später zu einer fehlerhaften Funktion der Gleisvorwahlsteuerung führen! Da beim Vorbild in der Regel die Gleise im gesamten BW-Bereich in „Tiefbet
tung“ (siehe Abb. 15b und Abb. 16); angelegt sind, wie bei den Zufahrgleis
stücken der Drehscheibe angedeutet, empfiehlt es sich, zumindest die Schup
pengleise und die zugehörigen Lokbehandlungsgleise mit ROCO LINE-Gleisen ohne Schotterbett aufzubauen und erst bei den Gleisen, die den BW-Bereich mit der übrigen Anlage verbinden, auf ROCO LINE-Gleise mit Schotterbett oder auf das neue ROCO-geoLine-Gleis überzugehen. Ähnliches gilt auch bei der Verwendung anderer Gleissysteme (bei Dreischienen-Zweiteiter-Gleisen für das Wechselstrom-System auf jeden Fall „K-Gleise“ im BW-Bereich und, wenn so gewünscht, „M-Gleise“ oder im übrigen Anlagenbereich).
c) Direkter Gleis-Anschluß der Drehscheibe an Schotterbettgleise (ROCO-Line mit Schotterbett oder ROCO geoLINE): Soll jedoch auch der BW-Bereich einschließlich der Schuppengleise mit Schotterbett-Gleisen bestückt werden, dann ist zunächst einmal durch Un
terlegen der Füllstücke und der Zufahrtsgleise mit Sperrholz, Pappe oder festem Styropor von etwa 6 mm Stärke die Schienenoberkante der Dreh
scheibenbühne und ihrer Zufahrtsgleise auf das Niveau der zur Drehscheibe führenden Schotterbettgleise zu bringen. Sodann ist beim weiteren Gleisbau wie folgt zu verfahren: - bei ROCO-LINE-Schotterbettgleisen: Diese können nunmehr direkt an die Zufahrgleise der Drehscheibe angeschlossen werden, da Gleisprofile, Schwellenform und Schienenverbinder miteinander direkt übereinstimmen. Die Zufahrtsgleise selbst sind dann eventuell entsprechend einzuschottern (passender Gleisschotter : Art.-Nr. 42652), der Zwischenraum zwischen den Zufahrtsgleisen kann gegebenenfalls mit der Schotterplatte Art.-Nr. 42653 aufgefüllt werden. 42615 Anleitung deutsch.indd 7 31.01.2011 09:18:088 e) Bestücken der Drehscheibe mit Zufahrgleisen:Sofern die Drehscheibe nicht rundum mit Zufahr gleisen bestückt werden soll, empfiehlt es sich, für den größten Bereich ohne Zufahrgleise vorrangig die ab Werk mit 9°-Füllstücken verse hene Zone der Beton-Einfassung auszusuchen, die daran anschließenden 6°-Füllstücke in der unter Punkt a) dieses Kapitels beschriebenen Weise zu entfernen und dann das erste Zufahr
gleis, direkt an ein 9°-Füllstück anschließend, einzusetzen.Entsprechend den geplanten BW- und Lokschuppengleisen setzt man dann unter den jeweils gewünschten Winkeln zunächst alle weiteren Zufahrgleise ein, wobei diese nicht unbedingt alle den gleichen Winkel zu den Nachbarzufahrgleisen (siehe Abb. 1, gleichmäßige Anordnung, und Abb. 2, ungleichmäßige Anordnung) einhalten müssen, sondern freizügig gesetzt werden können (siehe hierzu jedoch die anschließenden Hinweise insbesondere zum Thema „gegenüberliegende Zu fahrgleise“!).Danach werden die verbliebenen Zwischenräume zwischen den einzelnen Zufahr gleisen mit entsprechenden Füllstücken bestückt. Je nach Größe der Zwischenräu me sind dafür pro Zwischenraum ein oder mehrere Füllstücke mit 1°-, 3°-, 6°- oder auch 9°-Teilung nötig – siehe Abb. 17.Sofern bereits die anschließenden Gleisstücke im Lokschuppen, in den Behand lungsgleisen und in den Ein- bzw. Ausfahrgleisen auf der Anlage liegen, sollte man die exakte Positionierung der Zufahrgleise der Drehscheibe durch provisorisches Einsetzen der Drehscheibe in ihre Grube prüfen, bevor man auch die Füllstücke einbaut. Eine eventuelle Lage- bzw. Winkelkorrektur eines Zufahrgleises, das nicht exakt mit seinen anschließenden Gleisabschnitten fluchtet, lässt sich vor dem Ein setzen der Füllstücke wesentlich leichter vornehmen als danach! Wichtig: Sollen in einer bestimmten Stellung der Bühne an ihren beiden Enden je ein Zufahrgleis anschließen, muss darauf geachtet werden, dass die Schienenprofile beider Zufahrgleise exakt mit denen des Bühnengleises fluchten! Dies lässt sich am einfachs ten wie folgt erreichen:• Zunächst nur eines der beiden Zufahrgleise an der gewünschten Stelle in die Aufnahmerille bis zum hörbaren Einrasten einschieben.• Danach die Drehscheibenbühne von Hand zu diesem Zufahrgleis drehen und so ausrichten, dass die Innenkanten der Schienenprofile der Büh ne mit denen der Profile des Zufahrgleises exakt fluchten! Sobald dies erreicht ist darf bei den nachfolgenden Schritten die Bühne nicht mehr bewegt werden!• Jetzt am gegenüberliegenden, noch freien Bühnenende, das zweite Zu fahrgleis einsetzen und bis zum Einrasten eindrücken.• Anschließend dieses zweite Zufahrgleis durch geringfügiges, seitliches Verschieben nach links oder rechts so auf die Bühne ausrichten, dass die Innenkanten der Schienenprofile dieses Zufahrgleises wiederum exakt mit den Innenkanten der Bühnenprofile fluchten (siehe Abb. 18).• Abschließend eine Sichtkontrolle vornehmen, indem man entlang einer Schieneninnenkante vom vorderen zum hinteren Zufahrgleis – über die Bühne hinweg – peilt. Zwischen den Innenkanten der jeweils drei betei ligten Profile darf kein Versatz (also nicht wie Abb. 19) entstanden sein! Sonst sollte man im Interesse eines störungsfreien Befahrens der Bühne das Ausrichten in den vorbeschriebenen Schritten wiederholen.
d) Einpassen der Drehscheibe in die Drehscheibengrube der Anlage:Nachdem man die notwendige Einbaugrube in die Grundplatte des BW-Bereiches geschnitten hat, bestückt man zunächst provisorisch die Drehscheibe mit 3 Zufahr gleisen unter je 120° oder mit 4 Zufahrgleisen unter je 90° und setzt sie dann in die ausgeschnittene Grube. Hierbei ist es nicht unbedingt notwendig, dass alle Füllstücke lückenlos eingesetzt werden! In der Grube dreht man vorsichtig die gesamte Drehscheibe einschließlich Wanne, Zufahrgleisen und Füllstücken, um zu prüfen, ob für den späteren, endgültigen Einbau der Drehscheibe der freie Raum in der ausgeschnittenen Grube überall ausreicht.Wenn irgendwo einer der Abfragekontakt-Anschlüsse dabei am Grubenrand „aneckt“, obwohl die Drehscheibe mittig in der Grube liegt, muss der Gruben rand unbedingt an dieser Stelle entsprechend nachgearbeitet werden! Sonst kann es beim endgültigen Einbau der Drehscheibe zu Beschädigungen der Kontakte kommen! Wird diese Einpass-Prüfung anstandslos absolviert, wird die Drehscheibe zur endgültigen Bestückung wieder aus der Grube heraus genommen. - Bei ROCO-geoLINE-Schotterbettgleisen: Die einfachste Lösung wäre hier den Übergang vom geoLINE-Gleis auf das jeweilige Zufahrtsgleis mittels des Übergangsgleises Art.-Nr. 61120 herzustellen. Die weitere Gestaltung wäre wie beim ROCO-LINE-Schotterbettgleis beschrieben vorzunehmen.Sollte sich diese Lösung zum Beispiel aus Platzgründen nicht anbieten, dann kann das geoLINE-Gleis nach einer kleinen „Operation“ auch direkt an das jeweilige Zufahrgleis angeschlossen werden, indem man mit der ROCO-Bastelsäge Art.-Nr. 10900 oder ähnlichem an dem geoLINE-Gleisende, das an das Zufahrtsgleis der Drehscheibe angesteckt werden soll, die direkt unter dem Schienenverbinder sitzende Führungszunge absägt, denn Gleisprofile und Schienenverbinder stimmen zwischen dem neuen ROCO-geoLINE-Gleis und dem schotterbettlosen ROCO-LINE-Gleis und damit auch den Zweileiter- Gleichstrom-Zufahrtsgleisen der Drehscheibe exakt überein. Die weitere Gestaltung wäre auch bei dieser Lösung weitgehend wie beim ROCO-LINE-Schotterbettgleis beschrieben vorzunehmen. 42615 Anleitung deutsch.indd 8 31.01.2011 09:18:119 Soll jedoch bei zwei einander gegenüberliegenden Zufahrgleisen bewusst ein (Winkel-) Versatz eingebaut werden (z.B. weil man sonst in der Gleisfüh- rung zu enge Radien oder unschöne Schlenker einbauen muss), dann ist un- bedingt darauf zu achten, dass dieser Versatz gegenüber der geraden Flucht mindestens 3° beträgt (siehe Abb. 7), damit die Dreh scheiben steuerung mit der notwendigen Sicherheit die beiden Gleisanschlüsse voneinander unter- scheiden und sich auf den einen oder den anderen exakt einrichten kann, je nachdem, welches der beiden Zufahrgleise dann tat sächlich von der Bühne angefahren werden soll. f) Fixierung der Drehscheibe und ihrer Zufahrgleise auf der Anlage: Voraussetzung hierfür ist, dass nach der Montage der Zufahrgleise und ihrer exakten Ausrichtung zunächst alle Zwischenräume zwischen den einzelnen Zufahrgleisen mit den verschiedenen Füllstücken (oder Kombinationen aus diesen – siehe Abb. 18 und 19) aufgefüllt werden, wodurch die Zufahrgleise noch zusätzlich gegen ein Verrutschen gesichert werden. Die Befestigung der so komplettierten Drehscheibe erfolgt am günstigsten durch sparsam verwendetes doppelseitiges Teppichklebeband, das für diesen Zweck in schmale Streifen geschnitten und turbinenschaufelradähnlich rund um die Grube angeordnet wird (siehe Abb. 20). Im Bereich der Aufl agefl ä- che der kompletten Drehscheibe auf der Platte muss die Platten-Oberfl äche glatt, sauber und staub- sowie fett- oder ölfrei sein, damit eine gute Haftung des Klebebandes auf der Platte erzielt wird. Ähnliches gilt auch für die Un- terseite der Füllstücke und der Zufahrgleise im Bereich des Betonringes der Drehscheibenwanne. Öl-, Fett-, Staub- und Schweißrückstände können die Klebewirkung des Teppichklebebandes beeinträchtigen. Diese Technik erlaubt es, später bei Bedarf relativ leicht Füllstücke herauszu- nehmen und durch zusätzliche Zufahrgleise zu ersetzen, ohne dass die Ge- fahr besteht, dass die exakte Ausrichtung der anderen Zufahrgleise auf die Bühne gestört wird.
Stehen relativ zahlreiche und vor allem mehr oder weniger gleichmäßig über die gesamte Drehscheibe verteilte Zufahrgleise zur Verfügung, kann man auf die Fixierung durch doppelseitiges Teppichklebeband verzichten und statt dessen die Sacklöcher auf der Unterseite der äußersten Schwelle jedes Zufahrgleises durchstechen und dann die Zufahrgleise mit feinen Gleisnägeln befestigen. Hierfür eignen sich sehr gut z.B. die ROCO-Gleis- nägel 10000, wenn die anschließenden Glei- se ohne Schotterbett bzw. mit „Tiefbettung“ (siehe Abb. 15b und 16) ausgeführt sind, oder ROCO Art.-Nr. 10001, wenn die anschließenden Gleise mit ROCO LINE-Gleisen mit Schotterbett gebaut und die Drehscheibe selbst – siehe Ab- schnitt „Vorbereitung des Untergrundes“ – ent- sprechend unterfüttert wurde ... Bei der Konzeption des BW und der Plazierung der Drehscheibe innerhalb des BW sollte man darauf achten, dass auch nach dem endgültigen Einbau der Drehscheibe und der anschließen- den Geländegestaltung die Drehscheibe von der Anlagen-Unterseite her leicht zugänglich bleibt. Dies vereinfacht sowohl die Verkabelung und ein eventuelles Nachrüsten der Rückrnelde-Einheit der Vorwahlsteuerung Art.-Nr. 42618 als auch gelegentlich notwendig werdende Wartungs- und Schmierarbeiten (siehe Abb. 21). Man ver- meidet daher nach Möglichkeit, genau unter der Drehscheibe Tunnelstrecken oder Abstellgleise eines Schattenbahnhofes an- zuordnen, die den Zugang zur Drehscheiben-Unterseite einschränken oder behindern könnten.
42615 Anleitung deutsch.indd 9 31.01.2011 09:18:1210 Einbau-Praxis Elektrik a) Verkabelung: Dank einer geschickt konzipierten Steuerung und der Anwendung des ROCO-Flachstecker- und - Flachbandkabel-Systemes reduziert sich die Ver
kabelung der Drehscheibe selbst auf ein anwen
derfreundliches Minimum, die dafür benötigten Kabelsätze werden – bereits ab Werk mit den nö
tigen Flachsteckern versehen – in der Verpackung der Drehscheibe gebrauchsfertig mitgeliefert. Mit dem 8-poligen Flachbandkabel – an beiden Enden mit je einem 8-poligen Flachstecker be
stückt – wird die geschützt angeordnete, aber leicht zugängliche 8-polige Kontaktzunge des Drehscheiben-Unterflurantriebes mit der 8-poli
gen (d.h. breiteren) Kontaktzunge des Handsteu
ergerätes verbunden (siehe Abb. 22, Detail *). Weitere Kabelverbindungen zwischen Drehschei
be und Handsteuergerät bzw. Drehscheibe und übriger Anlage sind nicht nötig! Mit dem 5-po
ligen Flachbandkabel wird das Handsteuergerät mit dem für den BW-Bereich zuständigen Regel
transformator verbunden (siehe Abb. 22, Detail **). Hierbei sind die braune und die grüne Ader für die Fahrstromversorgung des Bühnengleises und der jeweils anschließenden Gleisabschnitte zuständig und daher mit dem Fahrstromausgang des Regeltransformators (0 bis 12/14 V Gleichstrom, wenn die Drehscheibe auf einer Anlage des Zweischienen- Zweileiter-Gleich
strom- Systemes eingebaut wird; 0 bis 16V Wechselstrom bei Anlagen nach dem Dreischienen-Zweileiter- Wechselstrom-System) zu verbinden. Die (gelbe, etwas kürzere) Ader in der Mitte des 5-poligen Flachbandkabels hat keine Funktion und bleibt daher ohne Anschluss. Die graue und die rosa Ader sorgen für die Stromversorgung der Steuerung, des Antriebsmotors und des Verriegelungsmagneten. Die gesamte Steuerung etc. arbeitet mit 14 bis 16 Volt Wechselstrom, weshalb diese beiden Adern mit dem Licht- bzw. Magnetartikel-Ausgang des Regeltransformators zu verbinden sind (siehe Abb. 22, Detail ***). Der für den Antriebsmotor der Bühne nötige Gleichstrom wird im Handsteuergerät durch Gleichrichtung des eingespeis
ten Wechselstromes gewonnen. Unter keinen Umständen darf die Drehscheibensteuerung selbst mit Gleich
strom betrieben werden, da dies zwar nicht zur Zerstörung der Steuerung und des Handgerätes, wohl aber zum Ausfall einiger wichtiger Funktionen der Drehscheibe führt. Sowohl das 8-polige als auch das 5-polige Flachbandkabel lassen sich bei Bedarf ohne weiteres unter Verwendung der 8-poligen (Art.-Nr. 10628) bzw. 5-poligen (Art.-Nr. 10625) Flachbandkabel, der dazugehörigen Flachstecker (8-polig=Art.-Nr. 10608; 5-polig = Art.-Nr. 10605) und der jeweiligen Ver
bindungsplättchen aus dem Set Art.-Nr. 10598 fast beliebig verlängern. Hinweis: Beim Aufschieben der Flachstecker auf die Kontaktzungen der Dreh
scheibe und des Handsteuergerätes ist unbedingt darauf zu achten, dass die in den Flachsteckern jeweils nurauf einer Seite befindlichen Kontakte auf den ebenfalls einseitig angeordneten Kontaktflächen der Kontaktzungen der Drehscheibe und des Handsteuergerätes zu liegen kommen, da sonst weder Fahrstrom noch Steuerbefehle übertragen werden können! b) Betriebsvorbereitung der Drehscheibensteuerung: Die Drehscheibe kann entweder über das mitgelieferte Handsteuergerät oder über die derzeit noch in Vorbereitung befindliche Vorwahlsteuerung betrieben werden. Damit die Drehscheibe aber die von den Steuerungen her kommenden Befehle richtig verarbeiten kann, muss ihr mitgeteilt wer
den, ob sie es mit dem Handsteuergerät, oder mit der Vorwahlsteuerung zu tun hat. An der Drehscheiben-Unterseite befinden sich im Bereich des Unter- flurantriebes zwei Schiebeschalter, von denen der obere mit den Symbolen = und ~, der untere mit den Ziffern 0 und 1 versehen ist (siehe Abbildung 22, Detail °,für die Drehscheibe, und Abbildung 25, Detail *, für das Hand
- Steht der untere Schalter in Stellung „1“, versteht die Drehscheibe alle eingehenden Befehle als Befehle des Handsteuergerätes.
- Stellt man den Schalter auf „0“ um, interpretiert die Drehscheibe alle eingehenden Befehle als solche der Vorwahlsteuerung, kann sie dann aber nur dann korrekt verarbeiten, wenn zusätzlich alle Abfragekontakte unter den Zufahrgleisen entsprechend mit der Vorwahlsteuerung verbun
den sind. Wie dies zu geschehen hat, wird nach Erscheinen der Vorwahl- steuerung in ihrer Aufbau- und Betriebsanleitung beschrieben sein. Achtung: Für den Betrieb der Drehscheibe mit dem Handsteuergerät muss sich dieser Schalter in der Stellung „1“ befinden!
optional 42615 Anleitung deutsch.indd 10 31.01.2011 09:18:1311 c) Wahl des Fahrstromsystemes: Nachdem die Drehscheibe technisch sowohl für den Betrieb im Zweischie
nen-Zweileiter-Gleichstromsystem als auch im Dreischienen-Zweileiter- Wechselstrom-System vorbereitet ist, entscheidet der Modellbahner letzten Endes durch die Wahl der Bauart der Zufahrgleise (Art.-Nr. 42616 für das Gleichstrom-, Art.-Nr. 42617 für das Wechselstrom-System) über das Fahr
stromsystem. Außerdem ist die elektrische Fahrstromführung im Bereich der Drehscheibe umzuschalten. Dies geschieht durch den oberen, mit den Symbolen = und ~) gekennzeichneten Schiebeschalter am Unterflurantrieb der Drehscheibe (siehe Abbildung 22, Detail °) und einen gleichartigen und in gleicher Weise gekennzeichneten Schalter auf der Unterseite des Handsteuergerätes (siehe Abb. 25, Detail *). Bitte beachten: Ein zuverlässiger Fahrbetrieb im gewählten System ist nur dann ge
währleistet, wenn beide Fahrstromsystem- Wahlschalter auf dem glei
chen Systemsymbol stehen, also entweder beide = oder beide ~! Abweichende Stellungen führen unweigerlich zu Störungen im Fahr
betrieb! Hinweis: Ab Werk sind die Drehscheibe und das Handsteuergerät für den Betrieb auf einer Zweischienen-Zweileiter-Gleichstrom-Anlage eingestellt (Die entsprechenden Schalter stehen in Position „=“).
d) Abgrenzung der Fahrstromversorgung im Drehscheiben-/Schup- penbereich gegenüber der restlichen Anlage. Beim großen Vorbild ist der BW-Bereich grundsätzlich ein eigener, von den übrigen Bahnanlagen getrennter Betriebs- und Sicherungsbereich, wobei bei kleineren und mittleren BW-Anlagen die entsprechenden Weichen meist ortsgestellt sind und der Verkehr im Schritt-Tempo mit „Fahren auf Sicht“ er
folgt. Nur in großen Anlagen gibt es ein eigenes BW-Stellwerk und bisweilen auch entsprechende BW-interne Signaltechnik. Sämtliche Ein-und Ausfahrgleise vom BW zu den übrigen Bahnanlagen (und umgekehrt) sind mit Warte- und/oder Gleissperrsignalen abgesichert, bei größeren Entfernungen zwischen BW und den übrigen Bahnanlagen können auch noch Blocksignale hinzukommen. Der korrekte und störungsfreie Betrieb der Drehscheibe erfordert ein ähn- liches Vorgehen beim Einbau in eine Anlage. Das heißt: alle Gleise, die von der Drehscheibe kommend zur übrigen Anlageführen, müssen von dieser elektrisch getrennt sein; es sind also mindestens eine große Loklänge (circa 30 bis 35 cm) vom entsprechenden Drehscheiben- Zufahrgleis Isolierschie
nenverbinder (bei Betrieb im Gleichstromsystem) oder Mittelleiter-lsolierun
gen (bei Wechselstrom-Betrieb) einzubauen. Beim Gleichstrombetrieb ist zudem zu unterscheiden, ob die Fahrstromversorgung im Drehscheibenbe
reich vom gleichen Regeltransformator aus erfolgt, wie im anschließenden Anlagenbereich (betrieblich und elektrotechnisch der ungünstigere Fall, es ist dann in der Fahrstrom-Zuleitung zur Drehscheibe zusätzlich noch ein Polwendeschalter vorzusehen; siehe Abb. 26, Pfeil), oder ob dafür zwei verschiedene, elektrisch voneinander unabhängige Regeltransformatoren (betrieblich und elektrotechnisch der günstigere Fall) eingesetzt werden.
Fahrstrom-Polaritätsanzeige a) Grundlagen : Da es zur Steuerung der an die Drehscheibenbühne anschließenden Strahlenglei
se (Schuppengleise, Wartungsgleise, sonstige Abstellgleis und Zufahrtsgleise zur Drehscheibe) notwendig ist, dass die Strahlengleise von der Drehscheibenbühne her mit Fahrstrom versorgt werden, müssen alle zur übrigen Anlage führenden Gleise – wie in Zeichnung 26 gezeigt – beidpolig isoliert werden. Nur dann kann die Steuerung der Strahlengleise von der Drehscheibe her korrekt funktionieren. Auf Grund dieser Art der Fahrstrom-Einspeisung besteht jedoch die Gefahr, dass an der durch die Isolierschienenverbinder gebildeten Übergangsstelle vom von der Bühne her gespeisten Zufahrtsgleis zur übrigen Anlage „feindliche“ Polari
täten aufeinander stoßen, sodass beim Überfahren dieser Stelle im Moment des Überfahrens ein satter Kurzschluss entsteht. Da bei Digitalbetrieb die tatsächlichen jeweiligen Polaritäten in den Gleisen links und rechts von den Isolierschienenverbindern für die Fahrtrichtung der diese Stelle überfahrenden Lokomotive selbst keine Rolle spielen und somit nur sichergestellt werden muss, dass die Polaritäten auf beiden Seiten der Isolier
schienenverbinder gleich sein muss, lässt sich dieses Problem im Digitalbetrieb unter Verwendung des Kehrschleifenmodules – wie an anderer Stelle in dieser Anleitung schon beschrieben – elegant lösen. 42615 Anleitung deutsch.indd 11 31.01.2011 09:18:1412
Im klassischen Gleichstrom-Betrieb, für den die Drehscheibe ebenfalls ausgelegt ist, sieht die Situation etwas anders aus. Hier müssen die jeweiligen Polaritäten links und rechts der Isolierschienenverbinder nicht nur gleich sein – wie auch im Digitalbetrieb –, sondern sie entscheiden auch darüber, in welcher Richtung die Lokomotive weiterfahren wird. Wir müssen also sicherstellen, dass die Po
laritäten nicht nur miteinander übereinstimmen, sondern auch, dass sie – von der Drehscheibenbühne ausgehend – richtig anliegen, damit unsere Lokomotive sich in der gewünschten Richtung weiterbewegen kann. b) Anwendungspraxis : Mit dem in Zeichnung 26 dargestellten (siehe Pfeil) zweipoligen Wechselschal
ter läßt sich diese Polungsanpassung auf einfache Weise bewerkstelligen. Aller
dings hat man damit noch keine Angabe darüber, ob die Polungen nun wirklich miteinander übereinstimmen. Mit insgesamt vier Leuchtdioden (zweckmäßiger Weise zwei grünen und zwei gelben) und zwei Widerständen zur Strombegren
zung in den Leuchtdioden pro Verbindungsgleis und der übrigen Anlage lässt sich sehr kostengünstig die in der Ausschnittslupe (Zeichnung 26a) dargestellte Überwachungsschaltung aufbauen. Bei richtigem Einbau der Leuchtdioden wird das Aufleuchten beider grüner Leuchtdioden nicht nur anzeigen, dass beiderseits der Isolierschienenverbinder die Polaritäten miteinander übereinstimmen, sondern auch, dass die so einge
stellte Fahrtrichtung von der Drehscheibe weg zur übrigen Anlage führt. Leuch
ten dagegen beide gelben Leuchtdioden auf, dann heißt das, dass wieder die Polaritäten beiderseits der Isolierschienenverbinder miteinander übereinstim
men, aber jetzt die eingestellte Fahrtrichtung von der übrigen Anlage weg zur Drehscheibenbühne hin führt. Falls dagegen jeweils eine grüne und eine gelbe Leuchtdiode aufleuchten, ist „Gefahr im Verzuge“, das heißt, beim Überfahren der Isolierschienenverbinder wird eine Lokomotive einen satten Kurzschluss verursachen, weil die Polaritäten nicht miteinander übereinstimmen. Dabei ist es dann gleichgültig, auf welcher Anlagen-seitig System Cote Reseau Convenzionale Seite der Isolierschienenverbinder die gelbe und auf welcher die grüne Leuchtdiode aufleuchtet. Zur reinen Kurzschlussvermeidung ist unwichtig, welche der beiden Leuchtdiodenfarben gerade „ak
tiv“ ist. Entscheidend ist nur, dass auf beiden Seiten der Isolierschie
nenverbinder die Leuchtdioden mit der jeweils gleichen Farbe auf
leuchten. Für die Praxis empfiehlt es sich, den zweipoligen Wechselschalter sowie die insgesamt vier Leuchtdi
oden (je eine grüne und eine gelbe links, die andere grüne und gelbe rechts) in einem gemeinsamen Kästchen einzubauen und dieses in der Nähe des Drehscheiben-Hand
steuergerätes unterzubringen. c) Hinweise : Der zweipolige Wechselschalter, die Leuchtdioden und die Wider
stände sind nicht Bestandteil des Lieferumfanges der Drehscheibe. Diese Schaltung ist bei Digital betrieb oder in 3-Leiter-Wechsel
strom-Anlagen nicht einsetzbar! Drehscheiben-seitig Turntable Pont Tournant Piattaforma Girevole Grün Green Vert Verdi Isolierschienenverbinder Insulating rail connectors Eclisses Isolantes Connettori di isolamento Gelb Yellow Jaune Gialli Grün Green Vert Verdi Gelb Yellow Jaune Gialli LeuchtdiodenLight emitting diodesDiodes limoneuses LED LeuchtdiodenLight emitting diodesDiodes limoneuses LED 42615 Anleitung deutsch.indd 12 31.01.2011 09:18:4413 Die Trennung der Zufahrgleise zur Drehscheibe ist grundsätzlich aus zwei Gründen nötig:
- betrieblicher Grund: Ohne diesen Halteabschnitt vor der Drehscheiben-Grube bestünde die Gefahr, dass eine Lok vor der Grube nicht rechtzeitig zum Halten kommt, sondern in die Grube stürzt, wenn die Bühne (noch) nicht auf dieses Zu
fahrgleis weist. Dieser „Effekt“ ist zwar durchaus bisweilen „vorbildent
sprechend“, aber sowohl beim Großbetrieb als auch auf der Modellbahn unerwünscht...
- elektrotechnischer Grund (als Schutzfunktion vorrangig nur bei Gleichstrom-Fahrbetrieb): Zum einen soll grundsätzlich die Fahrstromversorgung aller mit der Büh
ne in Verbindung stehender Zufahrgleise immer von der Bühne her, also vom Handsteuergerät oder von der Vorwahlsteuerung her, erfolgen, weil nur dann der Modellbahner den Fahrbetrieb im Bereich der Drehscheibe wirklich in der Hand hat. Zum anderen ist dies auch eine elektrotechnische Schutzmaßnahme, weil ohne diese elektrische Trennung bei bestimmten Bühnenstellungen Kurzschlussgefahr im Fahrstromkreis besteht. Eine Synchronisierung der Fahrstrompolung ist dabei ohne größeren Aufwand vorrangig nur bei getrennten Regeltransformatoren (einer für den Drehscheibenbereich, der andere für den anschließenden Anlagen
bereich) möglich. Es empfiehlt sich dann der Einbau einer leicht selbst mit Leuchtdioden zu bauende Polaritätsanzeige in den aneinander angrenzenden Fahrstrom
bereichen, wie in ROCO Report Nr. 20 auf Seite 11 beschrieben. Sie er
leichtert wesentlich den Fahrbetrieb im BW- und Drehscheibenbereich.
Hinweis: In Anlagen mit Digitalsteuerung müssen diese Trennungen grundsätz
lich immer zweipolig, d .h. mit je einem Isolierschienenverbinder pro Schienenprofil, ausgeführt werden! Anmerkungen:
1) Solange Schuppengleise, Lok
stände und Wartungsgleise kei
ne direkte Verbindung mit den übrigen Gleisen der Anlage ha
ben und nur mit der Drehschei
be verbunden sind, sind Tren
nungen in diesen Gleisen nicht erforderlich.
2) Im Normalfall gibt es von der
Drehscheibe zu den übrigen Gleisanlagen nur zwei bis drei Gleisverbindungen, nämlich zum einen ein Gleis, das die Drehscheibe mit den Lokbehandlungsanlagen (Entschlackungs-/Bekohlungs- und Umfahrgleis) und über diese mit der Hauptein- oder -ausfahrt des BW verbindet, zum zweiten das sogenannte Hilfsausfahrgleis das oft unter Umgehung des gesamten Lokbehandlungsbereiches und bisweilen in zur Hauptausfahrt entgegengesetzter Richtung angelegt ist. Wenn das Umfahrgleis nicht beidseitig über Weichen vor und hinter den Behand
lungsanlagen ang ebunden ist, sondern an einer Seite ebenfalls di- rekt von der Drehscheibe ausgeht, liegt die dritte Direktverbindung vor (siehe Abb. 28; schwarz der gekürzte Gleisplan des Bw, grün die normale Anbindung des Umfahrqleises über eine Weiche, blau die alternative An
bindung über die Drehscheibe). Somit sind im Normalfall auch nur zwei Gleise von der Notwendigkeit, Halteabschnitte vorzusehen und dafür Isolierschienenverbinder einzu
3) Schuppengleise und alle anderen Gleise, die nur mit der Drehscheibe und
nicht noch anderweitig mit der Anlage verbunden sind, müssen nicht extra ein- oder zweipolig abgetrennt werden, da das Zu- und Abschalten bereits durch die Drehscheibensteuerung besorgt wird.
Wird nur mit einem Regeltransformator gearbeitet, müssen die elektrischen Trennungen in den zur Drehscheibe führenden Gleise beidpolig erfolgen, d.h., es werden pro Trenn- stelle zwei Isolierschienenverbinder gebraucht, in jedem Profil einer (siehe Abb. 27). Werden zwei von einander elektrisch unabhängige Regeltransformatoren eingesetzt, kann man sich mit einen isolierschienenverbinder pro Trennstelle begnügen (siehe Abb. 27, Detail*) Sicherer, universeller vom praktischen Einsatz her und zukunftsträchtiger (etwa in Hinblick auf eine spätere Umrüstung der Anlage auf Digitalbetrieb) ist jedoch beim Zweischienen-ZweileiteGleichstrom-system auf jeden Fall die grundsätzliche Ausstat- tung aller Trennstellen zwischen den Drehscheibengleisen und der übrigen Anlage mit zwei Isolierschienenverbindern ( siehe Abb. 27, Details* und **, sowie Abb. 28.)
42615 Anleitung deutsch.indd 13 31.01.2011 09:18:4514 Betrieb mit Drehscheiben-Handsteuergerät a) Die Funktionen des Handsteuergerätes:Zusammen mit dem Fahrregler des den Drehscheibenbereich mit Fahrstrom versorgenden Regeltransformators stellt der Handregier gewissermaßen den Kommandostand des Drehscheibenwärters und damit des gesamten Betriebes zumindest im Bereich von Drehscheibe und Lokschuppen dar.Die Abb. 29 zeigt alle Bedienungselemente des Handsteuergerätes.Diese umfassen folgende Funktionen: Drehwahlknopf: Solange er sich in Ruhestellung befindet, bleibt die Bühne in der zuletzt erreichten Position stehen. Wird er kurz nach links gedreht und dann wieder losgelassen, so dass er wieder in seine Ruhe lage zurückspringt, setzt sich die Drehscheibe nach links in Bewegung und hält wieder an, sobald der nächste Gleisanschluss erreicht wurde. Hierbei sind beide Bühnenenden „gleichberechtigt“. Entsprechendes gilt für eine kurze Drehbewegung am Drehwahlknopf nach rechts, wo durch die Bühne sich nach rechts wiederum solange dreht, bis sie den nächsten Gleisanschluss erreicht hat. Ein direktes Anfahren eines Glei ses, sofern dazwischen noch andere liegen, d.h. ohne Halt an diesen dazwischen liegenden Gleisanschlüssen, ist nur dann möglich, wenn man den Drehwahlknopf in der gewählten Richtung solange festhält, bis zwischen der momentan erreichten Position der Bühne und dem gewünschten Gleis kein anderes Gleis mehr liegt. Vorwahlschalter für die Drehgeschwindigkeit der Bühne. Wie beim Vorbild verfügt auch die ROCO LINE-Drehscheibe über eine langsa me und eine mäßig schnelle Drehgeschwindigkeit. Steht der Schalter in Stellung V1, dreht die Bühne mit langsamer, in Stellung V2 mit der schnelleren Geschwindigkeit. Ein (vorbildentsprechender) Wechsel der Geschwindigkeit während des Drehvorganges ist möglich. Gemäß den Betriebsregeln beim Vorbild empfiehlt sich die langsame Geschwindig keit bei kurzen Drehbewegungen, die schnellere bei langen Drehwe gen, insbesondere dann, wenn eine Lokomotive um 180° gewendet werden soll. Wahlschalter für das Zu- und Abschalten des Fahrstromes in den je weils an die Bühne anschließenden Gleisen. Hierbei gilt: a) Steht der betreffende Schalter in der Stellung zum Drehscheibensym bol hin, dann ist der Fahrstrom im anschließenden Gleis abgeschal tet. Wird er dagegen in Pfeilrichtung vom Drehscheibensymbol weg geschoben, wird fahrstrommäßig das an die Bühne anschließenden Gleis zur Bühne dazugeschaltet und weist dann grundsätzlich immer die gleiche Polarität wie diese auf! b) Zu beachten ist, dass der linke Schalter immer über die Fahrstrom versorgung des Drehscheibengleises entscheidet, das an das Ma schinenhaus-Ende der Bühne anschließt, während der rechte über die Fahrstromversorgung des Gleises, das am dem Maschinenhaus gegenüberliegenden Ende der Bühne sich befindet. Daraus ergeben sich insgesamt vier Kombinationsmöglichkeiten der beiden Schalter:1. Beide Schalterweisen zum Drehscheibensymbol hin: Eine Fahrstromver sorgung gibt‘s nur für das Bühnengleis selbst (siehe Abb. 30 und 31).2. Der linke Schalter weist in Pfeilrichtung vom Drehscheibensymbol weg, der Rechte zum Drehscheibensymbol hin: Das an das Maschinenhaus-Ende der Bühne anschließende Gleis ist der Fahrstromversorgung des Bühnengleis zugeschaltet, das andere abgeschaltet (sofern in der jeweili gen Stellung der Bühne gerade an beiden Bühnenenden Gleise anschlie ßen) (siehe Abb. 32 und 33).
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3. Der linke Schalter weist zum Drehscheibensymbol hin, der rechte in Pfeil-richtung von diesem weg: Das an das Maschinenhaus-Ende der Bühne anschließende Gleis ist vom Bühnengleis abgeschaltet, das andere zuge schaltet (sofern in der jeweiligen Stellung der Bühne gerade an beiden Bühnenenden Gleise anschließen) (siehe Abb. 34 und 35).4. Beide Schalter weisen jeweils in Pfeilrichtung vom Drehscheibensymbol weg: Sofern in dieser Situation an beiden Bühnenenden Gleise anschlie ßen, sind diese jetzt über das Bühnengleis hinweg elektrisch als Durch gangsgleis geschaltet. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Lok – von der Lokbehandlungsanlage her kommend – geradeaus über die Bühne hinweg in einen genau gegenüberliegenden Stand im Lokschup pen fahren soll oder aus diesem raus über die Bühne direkt zum Um fahr- oder Ausfahrgleis will, jeweils ohne vorher noch gedreht werden zu müssen (siehe Abb. 36 und 37).Grundsätzlich gilt:Fall 2 oder 3 werden gebraucht, wenn eine Lok auf die Bühne fahren soll oder diese verlassen will. Nicht unbedingt nötig, aber als Sicherheitsmaß nahme für den praktischen Anlagen- und BW-Betrieb empfiehlt es sich, während des Drehvorganges immer Fall 1 einzustellen und am Regeltrans formator selbst den Fahrregler auf „0“ zu stellen. Dann sind mit Sicherheit „unliebsame Überraschungen“ ausgeschlossen!
Wartung des Antriebes a) Schmierung des Antriebes:Wie bei allen motorisierten Modellen von ROCO wurde auch bei der Dreh scheibe darauf geachtet, dass die Antriebsmechanik möglichst robust, ver schleißfrei und wartungsarm ausgeführt wurde; hierzu gehört auch eine wirksame Schutzabdeckung der gesamten Unterflur-Antriebsmechanik. Trotzdem, von Zeit zu Zeit sollte man im Drehscheiben-„Untergrund“ schon mal nach dem „Rechten“ sehen.Zu diesem Zweck ist zunächst der Schutzdeckel von der Platine des Unter flurantriebes abzunehmen. Wie in Abbildung 38 gezeigt, muss hierfür als erster Schritt die kleine Kreuzkopfschraube in der Vertiefung des Schutz deckels gelöst und vollständig herausgenommen werden. Dann mit einem flachen, nicht zu kleinen Schraubenzieher in die Entformungsöffnungen der Befestigungskrallen auf der Schalterseite des Schutzdeckels – wie ebenfalls in Abbildung 38 gezeigt – gehen und die Krallen leicht nach außen drücken, damit die Krallen sich von der Platine lösen. Dann den Schutzdeckel abkip pen. Ist dies geschehen, gibt der Schutzdeckel auf der anderen Seite die Platine von selbst frei und man kann den Schutzdeckel ganz abnehmen.Jetzt liegt der Antriebsmechanismus frei vor uns, und es kann die große An triebsschnecke geschmiert werden (z.B. mit dem ROCO-Getriebe-Spezialfett 10905; siehe Abb. 21, orange Pfeile). Ab und zu (aber wirklich nicht häufi ger!) sind die Lager der Schneckenwelle (siehe Abb. 21, grüne Pfeile) für je einen kleinen Tropfen harzfreies, dünnflüssiges Nähmaschinenöl dankbar.Die aus Zinkal gespritzte Motorkammer enthält das gesamte übrige Getrie be. Sie ist in schwingungsdämpfenden Weichplastik-Stopfen gelagert, von denen je einer zwischen Schraubenkopf und Motorkammer und zwischen Motorkammer und Getriebegrundrahmen (Wanne der Drehscheibe) pro Schraube zur Geräuschdämmung eingelegt ist.Diese drei Schrauben sind herauszudrehen, um an die zweite, motorseiti ge Schneckenstufe heranzukommen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Weichplastik-Stopfen nicht verlorengehen und dass beim vorsichtigen Ab klappen der Motorkammer von der Platine nicht die Anschlusskabel des Motors abreißen!Um nun auch die zweite, direkt am Motor liegende Schnecke und das an schließende, mehrstufige Stirnradgetriebe schmieren zu können, sind noch die beiden Schrauben des Getriebedeckels in Motornähe zu lösen und der Getriebedeckel abzunehmen (siehe Abb. 24, schwarze Pfeile).Die über Rutschkupplung auf der Motorwelle gelagerte Schnecke hat eben falls ab und zu etwas ROCO-Spezial-Schmierfett verdient (siehe Abb. 24, blauer Pfeil). Und schließlich danken die Schneckenrad- und die übrigen Zahnrad-Lager ebenfalls für einen gelegentlich spendierten, kleinen Tropfen harzfreien, dünnflüssigen Nähmaschinenöls. Bitte gehen Sie insgesamt mit dem Schmieren sehr, sehr sparsam um! Mehr als ein „Schmierdienst“ pro Jahr ist selbst bei häufigem Betrieb der Drehscheibe nicht nötig!Nach Beendigung des Ölens und Abschmierens ist die Motorkammer wieder in korrekter Lage aufzuschrauben (die vibrationshemmenden Weichplastik-Stopfen und das korrekte Einsetzen der Kardanwelle zur großen Schnecke nicht vergessen!).Anschließend den Schutzdeckel in der richtigen Lage aufklipsen. Dabei bitte auch auf die beiden Betriebsarten-Wahlschalter achten, damit diese korrekt in die entsprechenden Aussparungen des Schutzdeckels greifen und nicht abgedrückt werden! Ist der Schutzdeckel korrekt aufgeklipst und sitzen die beiden Schalter sauber in ihren entsprechenden Schutzdeckel-Aussparun gen, dann ist die kleine Kreuzkopfschraube wieder in ihre Vertiefung ein zusetzen und anschließend festzuschrauben. Bitte dabei die Schraube nicht zu fest anziehen, damit das Gewinde nicht beschädigt wird... Wenn alles korrekt erledigt ist, bitte die Stellung der beiden Betriebsarten-Wahlschalter kontrollieren und gegebenenfalls entsprechend den auf Ihrer Anlage gülti gen Einsatzbedingungen für Ihre Drehscheibe neu einstellen.
42615 Anleitung deutsch.indd 15 31.01.2011 09:18:4916 b) Tausch der Motorbürsten oder des Antriebmotors: Um an die Antriebseinheit, bestehend aus Motor, Rutschkupplung und Mo
torschnecke, zu kommen, ist zunächst im Prinzip genauso vorzugehen, wie weiter oben für die Schmierung beschrieben.
- Wechsel der Antriebseinheit: Die auf der Motorwelle aufgesetzte Rutschkupplung und Schnecke zu
sammen mit dem Motor selbst nach Abnahme des Motorschutzdeckels – zwei Schrauben hierfür lösen – zunächst vorsichtig aus dem Getriebe
kasten lösen, dann den Motor aus den Kontaktfedern am Kollektor-Ende des Motors herausheben. Anschließend neue Antriebsgruppe (Ersatzteil-Nr. 105284) in umgekehr
ter Reihenfolge wieder einsetzen; dabei bitte darauf achten, dass die Kontaktflächen der Bürstenlagerschrauben korrekt zwischen den Kon
taktfedern der Leiterplatine zu liegen kommen und diese nicht umgebo
gen werden. Siehe Abb. 21, schwarze Pfeile.
- Wechsel der Kollektorbürsten des Antriebsmotors: Bis man die Antriebseinheit in der Hand hat, ist genauso vorzugehen, wie unter Punkt „Wechsel der Antriebseinheit“ vorstehend bereits beschrie
ben. Anschließend die Bürstenlagerschrauben aus dem Motorrahmen herausschrauben (Vorsicht! Die in den Bürstenlagerschrauben sitzenden Federn lieben es besonders, bei solchen Arbeiten wegzuspringen und im Teppich auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden...), Bürstenfedern und die abgeschliffenen Bürsten herausnehmen und – wenn nötig – die Bürstenkanäle und den Kollektor mit einem nichtfusselnden Lappen (gegebenenfalls mit etwas Wasch- oder Feuerzeugbenzin getränkt) reinigen. Danach die Bürstenfedern und die neuen Bürsten (Ersatzteil-Nr. 89743) in die Bürstenlagerschrauben einsetzen und diese dann wieder einschrauben. Bitte beim Einschrauben darauf achten, dass die Schrauben nicht ver
kantet werden, wodurch sonst unter Umständen die Gewinde beschä
digt werden könnten. Der übrige Zusammenbau erfolgt, wie bereits unter Punkt „Wechsel der An
triebseinheit“ beschrieben. „Handbetrieb“ der Drehscheibe bei eingeschalteter Steuerstromversorgung Dank der Rutschkupplung im Antrieb der Bühne ist es auch jederzeit bei Bedarf möglich, die Bühne von Hand weiter zu drehen. Dabei genügt es, sie nur um wenige Grad aus ihrer momentanen Ruhelage herauszudrehen. Entsprechend der Drehrichtung der letzten vom Handsteuergerät aus ausge
lösten Drehbewegung der Bühne wird sie dann automatisch weiterlaufen, bis sie den in Drehrichtung nächsten Gleisanschluss erreicht haben wird. Bei diesem bleibt sie dann automatisch stehen. Diese Möglichkeit kann unter Umständen mal dann interessant werden, wenn das Handsteuergerät rela
tiv weit von der Drehscheibe entfernt installiert ist. Ausgestaltung Ihrer BW-Anlage Die Drehscheibe ist sicher das Kernstück jeden Bahnbetriebswerkes bzw. je- der Zugförderungsanlage, wie es in Österreich auch heißt. Drum herum gibt es aber jede Menge Gebäude und Einrichtungen, die für die Versorgung und Wartung der Lokomotiven unerlässlich sind. Eine große Auswahl geeigneter Bausätze finden Sie u.a. im Programm der Firma Faller. Als Anregung dürfen wir Ihnen abschließend einige Bilder einer mit Faller-Material meisterhaft gestalteten BW-Anlage von Bruno Kaiser, Köln, zeigen.
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Schaltungsvorschlag für die Einbindung der Drehscheibe in eine DCC-Digital-Anlage Schaltungsvorschlag für die Einbindung der Drehscheibe in eine Digital-Anlage System Märklin/Motorola "gelbes Kabel endet blind" 8 A
42614Märklin 6021 42615 Anleitung deutsch.indd 17 31.01.2011 09:18:5418 42615 Anleitung deutsch.indd 18 31.01.2011 09:18:5519
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EinfachAnleitung