DD0203 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Geschwindigkeitsregler (Impulsauswerter) |
| Marke | IFM |
| Modell | DD0203 |
| Abmessungen (L x H x T) | 35,5 x 116 x 93 mm (ca.) |
| Gewicht | ca. 150 g (Schätzung) |
| AC-Versorgung | 110...240 V AC, 50...60 Hz, max. 6 W |
| Alternative DC-Versorgung | 24 V DC (typ.), Toleranz -20/+10 %, max. 4 W |
| Sensorversorgung | 18,5...30 V DC SELV, ≤ 100 mA |
| Impulseingangstyp | PNP (Typ 2 nach IEC 61131-2), max. Frequenz 5000 Hz |
| Relaisausgang | Schaltvermögen 4 A (ohmsche Last 240 V AC oder 24 V DC), verstärkte Isolierung |
| Transistorausgang | Spannung 10...30 V DC SELV, Strom ≤ 100 mA |
| Einstellbereich Schwellwert SP | 0,1...10 Hz oder 10...1000 Hz (je nach Modell) |
| Hysterese | 1...100 %, einstellbar |
| Einschaltverzögerung | 0,1...15 s, einstellbar |
| Schaltfunktionen | I (Mindestgeschwindigkeit), II (Untergeschwindigkeit), III (Geschwindigkeit erreicht), IV (Übergeschwindigkeit) |
| Schutzart | IP 20 (Gehäuse und Klemmen) |
| Umgebungstemperatur | -25...+60 °C |
| Lagertemperatur | -25...+70 °C |
| Max. relative Luftfeuchtigkeit | 80 % (31 °C), linear abnehmend auf 50 % (40 °C), ohne Betauung |
| Max. Einsatzhöhe | 2000 m über dem Meeresspiegel |
| Anschluss | 4-polige Klemmleisten Raster 5,0 mm, Schraubstecker mitgeliefert (Phoenix Contact) |
| Montage | DIN-Schiene 35 mm |
| Wartung | Wartungsfrei; Gehäusereinigung mit weichem, trockenem Tuch nach Abschaltung |
| Reparierbarkeit | Reparatur nur durch Hersteller; unbefugte Eingriffe schließen Garantie aus |
| Sicherheit | SELV, Installation in Gehäuse mind. IP 54; nicht für Personenschutz zugelassen |
Häufig gestellte Fragen - DD0203 IFM
Benutzerfragen zu DD0203 IFM
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BEDIENUNGSANLEITUNG DD0203 IFM
Betriebsanleitung
Drehzahlwächter
DD0203
DD0296
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity.... 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
5 Montage.... 7
5.1 Gerät demontieren 8
5.2 Montage der Sensoren 8
6 Elektrischer Anschluss.... 9
6.1 Übersicht 9
6.2 Generelle Anschlusshinweise 9
6.3 Hinweis zur Verkabelung 10
6.4 Steckbare Federzugklemmen 10
6.5 Spannungsversorgung (Power) 10
6.5.1 AC-Spannungsversorgung 11
6.5.2 DC-Spannungsversorgung 11
6.5.3 Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang...... 11
6.6 Eingänge 12
6.6.1 Anschluss des Sensors 12
6.6.2 Enable-Eingang.... 12
6.7 Ausgänge.... 12
6.7.1 Relaisausgang.... 12
6.7.2 Transistorausgang 13
7 Bedien- und Anzeigeelemente 14
7.1 Potentiometer.... 14
7.2 LEDs 14
8 Einstellungen.... 16
8.1 Frequenzbereich und Schaltfunktion (Function) 16
8.1.1 Frequenzbereich (SPx1/SPx100).... 16
8.1.2 Schaltfunktion I... IV 16
8.2 Schaltpunkt (SP) 17
8.3 Hysterese (Hysteresis) 17
8.4 Anlaufüberbrückung (Delay) 17
8.5 Schaltdiagramm 18
8.5.1 Mit Anlaufüberbrückung und gekoppelten Spannungsversorgungen.... 18
8.5.2 Mit Anlaufüberbrückung und antriebsgekoppeltem Enable-Signal.... 19
9 Fehlerbehebung 20
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 21
10.1 Wartung 21
10.2 Reinigung der Gehäuseoberfläche 21
10.3 Instandsetzung.... 21
10.4 Entsorgung 21
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen. Das Gerät besitzt keinen Eigenschutz vor nicht autorisierten Zugriffen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden oder das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).

WARNUNG
Lagerung ohne ausreichenden Schutz für Verschmutzungsgrad 2
▷ Bei Anschluss des Geräts Gefahr durch elektrischen Schlag möglich
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Andernfalls bei der Lagerung Verschmutzungsgrad 2 für das Gerät sicherstellen.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Dieses Dokument gilt für Geräte DD0203 und DD0296. Die Geräte unterscheiden sich im Einstellbereich des Schaltpunktes SP [Hz] (siehe Schaltpunkt (SP) 17).
• DD0203: 0,1...1000 Hz
• DD0296: 0,2...2000 Hz
Das Gerät ist ein Impulsauswertesystem zur Überwachung von rotierenden, linearen, pendelnden oder schwingenden Bewegungen.
Einsetzbar im Schaltschrank in industrieller Umgebung (Innenräume) als fest angebrachtes Gerät mit Versorgung aus SELV oder AC-Spannung gemäß den technischen Daten.
Das Gerät nimmt Impulse eines externen Gebers auf und verarbeitet die Impulsperiodendauer zur Eingangsfrequenz. Dieser Wert wird mit den eingestellten Schaltpunkten verglichen. Die Ausgänge schalten gemäß den eingestellten Parametern.
Der Ausgang (Relais) dient zur direkten Ansteuerung von Schützen, kleineren Antrieben, Ventilen etc.
Bedienung durch ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal aufgrund der Schutzart IP20.

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.
▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).

Abb. 1: Beispiel: Drehzahlüberwachung einer Antriebswelle an einem Förderband
1: Förderband
3: DD0203 / DD0296
5: Transistorausgang
2: Impulsgeber an der Antriebswelle
4: Relaisausgang
6: Meldungen entsprechend der gewählten Schaltfunktion
5 Montage
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
Das Gerät für den bestimmungsgemäßen Betrieb in ein nur mit Werkzeug zu öffnendes Gehäuse oder in einen geschlossenen Schaltschrank (beide Schutzart IP 54 oder höher) als Umhüllung im Sinne der EN 61010-1 einbauen.

Der Verschmutzungsgrad 2 für das Gerät ist immer einzuhalten.
▶ Das Gerät senkrecht auf eine 35 mm DIN-Hutschiene montieren.


Ausreichend Platz ( ≥ 50 mm) zu Boden und Deckel des Schaltschranks lassen, um Luftzirkulation zu ermöglichen und übermäßige Erwärmung zu vermeiden.

ACHTUNG
Bei Anreihung von Geräten kann eine gegenseitige unzulässige Erwärmung entstehen.
▷ Fehlfunktion / Beschädigung möglich.
▶ Bei Anreihung verschiedener Geräte die Eigenerwärmung aller Geräte beachten und die Umgebungsbedingungen für jedes einzelne Gerät einhalten.
5.1 Gerät demontieren

5.2 Montage der Sensoren
▶ Montagehinweise des Herstellers befolgen.
6 Elektrischer Anschluss
6.1 Übersicht

Abb. 2: Anschlussbelegung

Abb. 3: Klemmenübersicht

Alle GND-Anschlüsse sind intern miteinander verbunden.

Die Klemmen 1 und 2 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 3 und 4 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 21 und 22 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 23 und 24 sind intern miteinander verbunden.
6.2 Generelle Anschlusshinweise

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

WARNUNG
Verwendung unbelegter Klemmen
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Unbelegte und nicht aufgeführte Klemmen (n.c.) nicht als Stützpunktklemmen verwenden.
▷ Schutz gewährleistet.
Berührbare Oberflächen des Geräts sind zu den Stromkreisen isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Netzstromkreis der Überspannungskategorie II bis 300 V Netznennspannung).
Dies gilt nicht für Anschlussbereiche und Kühlöffnungen (IP20).
AC-Spannungsversorgung und Relais-Stromkreis sind zur DC-Spannungsversorgung und untereinander isoliert mit verstärkter Isolierung nach IEC 61010-1 (Netzstromkreis der Überspannungskategorie II bis 300 V Netznennspannung).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
6.3 Hinweis zur Verkabelung
Maximale Länge der Anschlusskabel:
• An jeder Klemme 30 m

Die Verlegung aller Kabel im Schaltschrank in Kabelkanälen wird empfohlen.
Alternativ:
Alle abgehenden Kabel nach maximal 400 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen.
Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (Angaben der Kabelhersteller).
6.4 Steckbare Federzugklemmen

ACHTUNG
Keine Schutzart IP20 ohne Anschlussstecker.
▶ Unbelegte Stecker mit Klemmen belegen.
▷ IP 20 eingehalten.

Abisolierlänge für die mitgelieferten Federzugklemmen: 9-10 mm
Anschlüsse, die Netzspannung führen können, sind an den steckbaren Federzugklemmen rot kodiert. Dadurch können diese nicht versehentlich auf die SELV führenden Klemmen gesteckt werden.
Netz-Klemmen:
• AC-Versorgung (21...24)
- Out Relais (17...20)
SELV-Klemmen:
• DC-Versorgung (1...4)
- In/Enable (5...8)
• Out Transistor (13...16)

WARNUNG
Verwendung nicht kodierter Federzugklemmen für AC-Versorgung (21...24) und Out Relais (17...20)
▷ Irrtümliches Stecken von netzspannungsführenden Federzugklemmen auf SELV-Klemmen des Gerätes möglich.
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Nur die beigelegten kodierten Federzugklemmen für Netz-Klemmen verwenden.
▷ Schutz gewährleistet.
6.5 Spannungsversorgung (Power)
▶ Spannungsversorgung siehe Typenschild.
▶ Das Gerät nur an einen der möglichen Spannungsanschlüsse anschließen, entweder an Klemmen 21-22 und 23-24 (AC) oder an Klemmen 1-2 und 3-4 (24 V DC).
▶ Versorgungsleitungen und Signalleitungen getrennt voneinander verlegen. Abhängig von den Einsatzbedingungen ggf. geschirmte Kabel verwenden.
6.5.1 AC-Spannungsversorgung
Das Gerät verfügt über ein internes Netzteil, das sowohl das Gerät selbst als auch angeschlossene Sensoren mit Strom versorgt.
Für L und N sind jeweils zwei Klemmen vorhanden. Die 2. Klemme kann dazu verwendet werden, weitere Geräte mit AC-Spannung zu versorgen. Diese Klemmen sind im Gerät gebrückt, ein Ziehen des Steckers unterbricht deshalb die Versorgung weiterer Geräte.

Die maximale Strombelastbarkeit der gebrückten Klemmen 21-22, 23-24 beträgt 8 A.

WARNUNG
Keine interne Absicherung der gebrückten Klemmen 21-22, 23-24
▷ Brandgefahr / Gefahr durch elektrischen Schlag bei Überlast / Kurzschluss möglich
▶ externe Begrenzung/Absicherung auf 8 A nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
▷ Schutz gewährleistet
Bei einer AC-Spannungsversorgung des Geräts erfüllt die für die Sensorversorgung bereitgestellte Klein-spannung die SELV-Kriterien gemäß IEC 61010-2-201.
6.5.2 DC-Spannungsversorgung
▶ Bei einer DC-Spannungsversorgung die SELV-Kriterien einhalten.
▶ Die DC-Versorgungsleitung + (Klemmen 1/2) extern mit einer 315 mA T Sicherung absichern (5 x 20 mm oder vergleichbar).
▶ Eine Versorgung nachfolgender Geräte ist nicht vorgesehen.
Die Klemmen der DC-Versorgung sind direkt mit den Klemmen der Sensorversorgung verbunden.
6.5.3 Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang
Die Eingänge und der Transistor-Ausgang können optional über eine externe +24 V DC Spannungsversorgung betrieben werden.

WARNUNG
Keine interne Absicherung von Eingängen und Transistor-Ausgang
▷ Brandgefahr möglich
- ▶ externe Begrenzung / Absicherung auf 315 mA nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
Eine gemeinsame Sicherung für Eingänge und Ausgang ist zulässig.
▷ Schutz gewährleistet
▶ Bezugspunkt (GND) des externen Netzteils mit Klemme 15 oder 3/4 des Gerätes verbinden. Andernfalls ist kein Schaltvorgang möglich.
▶ Bei der externen Spannungsversorgung sind die SELV-Kriterien einzuhalten.
6.6 Eingänge
6.6.1 Anschluss des Sensors
3-Leiter DC PNP

2-Leiter DC quadronorm

2-Leiter AC/DC

2-Leiter AC/DC

BN: Braun (brown)
BU: Blau (blue)
BK: Schwarz (black)
WH: Weiß (white)

Der Anschluss von mechanischen Schaltkontakten ist nicht empfehlenswert, da diese zum Prellen neigen und Fehlimpulse erzeugen.
Die Klemmen 5 und 7 können für die Sensorversorgung oder zur Ansteuerung des Enable-Eingangs genutzt werden.
6.6.2 Enable-Eingang
Mit dem Enable-Eingang (Klemme 8) kann die Anlaufüberbrückung gestartet werden.
▶ Dazu die interne +24 V DC Spannung (Klemme 5) oder eine externe +24 V DC Spannung über einen schließenden Kontakt an Klemme 8 anlegen.

Mit dem Öffnen des Kontaktes (Wegnahme der +24 V DC) und nach dem Ablauf der eingestellten Anlaufüberbrückungszeit startet die Überwachung.

Ein +24 V DC Dauersignal führt zu einer dauerhaften Überbrückung der Überwachung.
6.7 Ausgänge
Relais- und Transistorausgang haben den gleichen Schaltzustand.
6.7.1 Relaisausgang
Relais für allgemeine Verwendung nach IEC 61010-2-201.

WARNUNG
Keine interne Absicherung des Relaisausgangs
▷ Brandgefahr / Gefahr durch elektrischen Schlag bei Überlast / Kurzschluss möglich
▶ externe Begrenzung / Absicherung auf 6 A nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
▷ Schutz gewährleistet
▶ Die Kontakte beim Schalten induktiver Lasten entstören, um übermäßigem Verschleiß entgegenzuwirken und die EMV-Norm einzuhalten.

WARNUNG
Anschluss unterschiedlicher AC-Außenleiter an AC-Spannungsversorgung und Relais
▷ Elektrischer Schlag möglich
▶ Für AC-Spannungsversorgung und Relais denselben Außenleiter anschließen.
▷ Schutz gewährleistet

Wird der Relaisausgang zum Schalten sehr kleiner Ströme benutzt (z. B. SPS-Eingänge), können erhebliche Übergangswiderstände auftreten. Für diese Zwecke bei DC den Transistorausgang benutzen.
6.7.2 Transistorausgang
Der Transistorausgang benötigt eine externe +24 V DC Versorgung an Klemme 13 (siehe Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang ☎ 11).

Der Transistorausgang ist nur für ohmsche Lasten vorgesehen. Keine induktiven Lasten anschließen.
7 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 4: Beispiel: DD0203 mit Schaltpunktbereich 0,1...10 Hz und 10...1000 Hz
1: LEDs
2: Potentiometer
3: Beschriftungsfeld
7.1 Potentiometer
| Potentiometer | Einstellung |
| Function | Frequenzbereich [SPx1/SPx100](Frequenzbereich (SPx1/SPx100) ➕ 16) |
| Schaltfunktion [I... IV](Schaltfunktion I... IV ➕ 16) | |
| SP | Schaltpunkt [Hz] Der einstellbare Frequenzwert ist abhängig von der Potentiometerstellung Function.(Schaltpunkt (SP) ➕ 17) |
| Hysteresis | Hysterese [%](Hysterese (Hysteresis) ➕ 17) |
| Delay | Anlaufüberbrückungszeit [s](Anlaufüberbrückung (Delay) ➕ 17) |
7.2 LEDs
| LED | Farbe | Zustand | Beschreibung |
| Power | grün | ein | Spannungsversorgung OK |
| blinkend | Potentiometer Function in ungültiger Einstellzone (siehe Frequenzbereich und Schaltfunktion (Function) 16) oder Kurzschluss/Überlast an Sensor-versorgung | ||
| Input | gelb | blinkend | Eingangsimpulse |
| Output | grün | ein | Relais angezogen Transistor leitend |
| Enable | gelb | ein | Enable-Eingang geschaltet (+24 V DC liegt am Enable-Eingang an)Anlaufüberbrückung aktiv |
Fehlersignale und Diagnose unter Fehlerbehebung ➞ 20
8 Einstellungen
▶ Die stufenlos einstellbaren Potentiometer mit einem passenden Schraubendreher einstellen.
8.1 Frequenzbereich und Schaltfunktion (Function)

□ gültige Einstellzone
■ ungültige Einstellzone
Abb. 5: Potentiometer "Function"
▶ Darauf achten, dass die Einstellung des Potentiometers innerhalb einer gültigen Zone liegt.
▷ Liegt die Einstellung außerhalb einer gültigen Zone, blinkt [POWER].
8.1.1 Frequenzbereich (SPx1/SPx100)
SPx1: entspricht dem Geräteaufdruck
SPx100: entspricht dem Geräteaufdruck x 100
8.1.2 Schaltfunktion I IV
| I | Zustandsmeldung: Minimaldrehzahl erreicht / Stillstand |
| Relais zieht an (Transistorausgang leitend) bei Unterschreiten des Schaltpunktes. | |
| Wird die Eingangsfrequenz wieder größer, schaltet das Relais bei Überschreiten des Schaltpunktes + Hysterese (SP+HY) zurück. Das Relais ist abgefallen während der Anlaufüberbrückung und solange die Eingangsfrequenz größer ist als der eingestellte Schaltpunkt. | |
| II | Fehlermeldung: Unterdrehzahl / Blockiert |
| Relais fällt ab (Transistorausgang gesperrt) bei Unterschreiten des Schaltpunktes. | |
| Wird die Eingangsfrequenz wieder größer, schaltet das Relais bei Überschreiten des Schaltpunktes + Hysterese (SP+HY) zurück. Das Relais ist angezogen während der Anlaufüberbrückung und so lange die Eingangsfrequenz größer ist als der eingestellte Schaltpunkt. | |
| III | Zustandsmeldung: Drehzahl erreicht |
| Relais zieht an (Transistorausgang leitend) bei Überschreiten des Schaltpunktes. | |
| Wird die Eingangsfrequenz wieder kleiner, schaltet das Relais bei Unterschreiten des Schaltpunktes - Hysterese (SP-HY) zurück. Das Relais ist abgefallen während der Anlaufüberbrückung und so lange die Eingangsfrequenz kleiner ist als der eingestellte Schaltpunkt. | |
| V | Fehlermeldung: Überdrehzahl |
| Relais fällt ab (Transistorausgang gesperrt) bei Überschreiten des Schaltpunktes. | |
| Wird die Eingangsfrequenz wieder kleiner, schaltet das Relais bei Unterschreiten des Schaltpunktes - Hysterese (SP-HY) zurück. Das Relais ist angezogen während der Anlaufüberbrückung und so lange die Eingangsfrequenz kleiner ist als der eingestellte Schaltpunkt. |
Schaltfunktionen in Verbindung mit Schaltpunkt, Hysterese und Anlaufüberbrückung: Schaltdiagramm 18
8.2 Schaltpunkt (SP)
Wert, bei dem der Ausgang gemäß Schaltfunktion seinen Schaltzustand ändert.
Wert DD0203: 0,1...10 Hz oder 10...1000 Hz (abhängig von Potentiometerstellung SPx1/SPx100)
Wert DD0296: 0,2...20 Hz oder 20...2000 Hz (abhängig von Potentiometerstellung SPx1/SPx100)
8.3 Hysterese (Hysteresis)
Der Hysteresewert bestimmt den Abstand des Rückschaltpunktes zum Schaltpunkt SP. Bei ungleichen Nockenabständen werden unterschiedliche Impulsfolgezeiten gemessen. Sie können abwechselnd oberhalb oder unterhalb des Schaltpunkts liegen, so dass der Ausgang seinen Schaltzustand ständig in schneller Folge ändert. Durch Vergrößern des Hysteresefaktors kann dieses Verhalten verhindert werden.
Wert: 1...100%
8.4 Anlaufüberbrückung (Delay)
Ermöglicht das Unterdrücken von Fehlermeldungen beim Hochfahren einer Anlage. Die Anlaufüberbrückung ist nach Anlegen der Spannungsversorgung nur einmal wirksam.
Wird der Antrieb häufig ein- und ausgeschaltet, ist es sinnvoll die Spannungsversorgungen von Antrieb und Drehzahlwächter zu koppeln. Dadurch ist die Anlaufüberbrückung bei jedem Anlaufen der Anlage wirksam.
Ist ein gekoppelter Anschluss der Spannungsversorgungen nicht möglich, den Enable-Eingang verwenden: Enable-Eingang 12.
Wert: 0,1...15 s
8.5 Schaltdiagramm
8.5.1 Mit Anlaufüberbrückung und gekoppelten Spannungsversorgungen

1: Spannungsversorgung Drehzahlwächter (mit Antrieb gekoppelt)
2: Anlaufüberbrückung
3: Schaltfunktionen (siehe Schaltfunktion I... IV 16)
A: Eingangsfrequenz als Maß für Drehzahl oder Geschwindigkeit
B: Zeit

Relais angezogen, d.h. geschaltet (Transistorausgang leitend)
8.5.2 Mit Anlaufüberbrückung und antriebsgekoppeltem Enable-Signal

1: Spannungsversorgung Drehzahlwächter
2: +24 V DC Signal am Enable-Eingang (antriebsgekoppelt)
3: Anlaufüberbrückung
4: Schaltfunktionen (siehe Schaltfunktion I... IV 16)
A: Eingangsfrequenz als Maß für Drehzahl oder Geschwindigkeit
B: Zeit

Relais angezogen, d.h. geschaltet (Transistorausgang leitend)
9 Fehlerbehebung
| LED | Fehler | Fehlerbehebung | |||
| Power | Input | Output | Enable | ||
| -- | ○ | -- | Drehschalter Function in ungültiger Einstellzone | Drehschalterstellung korrigieren.(Frequenzbereich und Schaltfunktion (Function) 16) | |
| Kurzschluss an Sensorversorgung | Kurzschluss beseitigen. | ||||
| Überdrehzahl | Prüfen, ob Eingangsfrequenz außerhalb der zulässigen Frequenz liegt. | ||||
| -- | ● | -- | Kurzschluss an Transistorausgang | Kurzschluss beseitigen. | |
| ○ | -- | ○ | ● | Interner Gerätefehler | Service kontaktieren |
Legende:
O aus
• ein
blinkend
-- beliebig
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
10.1 Wartung
Das Gerät ist wartungsfrei.
10.2 Reinigung der Gehäuseoberfläche
▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.
10.3 Instandsetzung
▶ Das Gerät nur durch den Hersteller instandsetzen lassen. Sicherheitshinweise beachten ( → 2 Sicherheitshinweise).
10.4 Entsorgung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.