LI2243 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LI2243 IFM
Bedienungsanleitung Binäre Leckagesonde
1 Aufbau des Leckageerkennungssystems 3
1.1 Schema des Leckageerkennungssystems 3
1.2 Funktionsbeschreibung 3
1.3 Typenschlussel 3
1.4 Maßblätter und technische Daten 4
1.4.1 Maßblatt Leckagesonde LI... 4
1.4.2 Technische Daten 5
2 Werkstoffe der Leckagesonde 5
3Einsatzbereich 8
4 Stormeldungen, Fehlermeldungen 9
5 Einbauhinweise. 9
5.1 Mechanischer Einbau der Leckagesonde 9
5.2 Elektrischer Anschluss 9
5.3 Steckerbild und Anschlussbelegung 9
6Einstellhinweise 10
6.1 Leerabgleich 10
6.2Vollabgleich 11
6.3 Elektronisches Schloss verriegeln / entriegeln 11
6.4 Ermittlung der Einbauänge 12
7 Betriebsanweisung 13
8 Wiederkehrende Prüfungen 13
Anhang 1 Einstellhinweise fur Überfüllsicherungen in Behältern 14
Anhang 2 Einbau- und Betriebsrichtlinie fur Überfüllsicherungen 18
Anhang 3 Zulassung nach WHG. 22
1 Aufbau des Leckageerkennungssystems
Die Leckagesonde besteht aus dem nach dem kapazitäten Prinzip arbeitenden Standaufnehmer (1) mit eingebautem Messumformer (2) (Füllstandssonde mit einem binärem Ausgangssignal).
Dieses binäre Signal kann direkt oder über einen Signalveränder (4), der Meldeinrichtung (5a) oder der Steuerungseinrichtung (5b) mit ihrem Stellglied (5c) zugeführrt werden.
Die nichtgeprüften Anlageinteile des Leckageerkennungssystems, wie der Signalversteller (4), die Meldeeinrichtung (5a) oder die Steuerungseinrichtung (5b) mit ihrem Stellglied (5c) müssen in Anleitung den Anforderungen der Abschnittte 3 und 4 der Zulassungsgrundsätze für Überfüllsicherungen (ZG-US) entsprechen.
1.1 Schema des Leckageerkennungssystems

(1) Standaufnehmer (Kapazitiver Sensor)
(2) Messumformer (im Standaufnehmer eingebaut)
(4) Signalveränderer
(5a) Meldeeinrichtung
(5b) Steuerungseinrichtung
(5c) Stellglied
1.2 Funktionsbeschreibung
Der kapazitive Sensor misst die Kapazitätsänderung bezogen auf das Erdpoten-tial, die durch das Annahern von elektrisch leitenden und nichtleitenden Flüssig-keiten im elektrischen Feld eines Kondensators1) hervorgerufen wird. Die Kapazitätsänderung wird in ein binäre elektrisches Signal umgewandelt.
1) im Frontbereich des Sensors
Über eine Programmiertaste am Gerät erfolgt ein sogenannter "Leerabgleich", d.h. Beeinflussungen durch die Installationsumgebung werden im Gerät erfasst und für die Signalauswertung ausgeblendet. Ebenso kann ein "Vollabgleich" durchgeführt werden (Schaltpunkteinstellung mit vorhandenem Medium; 6. Einstellhinweise).
1.3 Typenschlüssel
Leckagesonde LI224x
(x = Sondenlange verschlusstelt)
1.4 Maßblätter und technische Daten
1.4.1 Maßblatt Leckagesonde LI...

L = Sondenlänge
L1 = Einbauänge
L2 = Auszugslänge
MET = maximale Eintauchtiefe (aktiv Zone) = 31 mm
Je nach Antikel-Nr. gibt es Sondenlängen (L) von 132 mm bis 481 mm.
1.4.2 Technische Daten
| Betriebsspannungsbereich UB 10 - 36 V DC | ||
| Binäausgang | Funktion: | Öffner |
| nicht bedeckt: Strom max. 200 mASpannung max. UBSpannungsabfall < 2,5 V | ||
| bedeckt: Reststrom | < 100 μA | |
| Umgebungs- und Medientemperatur 0°C | bis +65°C0°C bis +35°C bei Einsatz in Wasser und wasserbasierten Medien | |
| Einsatzbereich Kühlschmiermittel / Öle | Nicht verwendbar für Säuren und Laugen | |
2 Werkstoffe der Leckagesonde
Die Leckagesonde kommt mit der Lagerflüssigkeit, deren Dämpfen oder Kondensat in Berührung. Deshalb muss der Werkstoff für die Leckagesonde für die zu überwachende Flüssigkeit eine hinreichende chemische Beständigkeit aufweisen. Sie wird aus folgenden Werkstoff hergestellt:
- Sondenstab und Gehäuse einschließlich Gehäuserstecker: PP-H und PP-GF (Polypropylen), Tastenabdeckung: TPE-U (Thermoplastische Elastomere).
- Montagezubehr (muss separat bestellt werden):
| Bestell-Nr. | Bild-Nr. | Werkstoff |
| E43000 1 | PP (Polypropylen) | Befestigungsschelle |
| E43001 2 | Aluminium (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); NBR-Dichtung korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter) | |
| E43002 3 | korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter) | |
| E43003 4 | korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter); Tesnit blau (Dichtung) | |
| E43004 5 | korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter); Tesnit blau (Dichtung) | |
| E43005 6 | Aluminium (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter) | |
| E43006 7 | Aluminium (Flansch); Messing (Klemmhülse); Viton-Klemmring (Dichtung); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter) | |
| E43007 8 | Aluminium (Flansch); Messing (Klemmhülse); korrosionsbeständiger austenitischer CrNi-Stahl nach EN10088-3 (Mutter); Viton-Klemmring; Tesnit, blau (Dichtung) | |
| E43016 9 | PP (Polypropylen) | Befestigungsschelle; Stahl verzinkt (Haltwinkel) |
| E43019 | 10 | Messing, vernickelt (Einschraubstück, Überwurfmutter); TPE- Klemmring (Dichtung); Viton (Dichtung) |

Seite 6 Technische Beschreibung Stand 14. 12. 2011

Bild 5
Flansch fur Klemmung 16mm

Maße eingebaut

Bild 6
Klemm-Ma 16 mm

Bild 7
Flansch fur Klemmung 16 mm

Bild 8
Flansch fur Klemmung 16 mm


Bild 9
Klemm-Maß 16 mm




Bild 10

3 Einsatzbereich
Die Leckagesonde kann für leitende und nichtleitende Flüssigkeiten mit einer relativen Dielektrizitätskonstanten von min. 1,8 verwendet werden. Sie ist nicht verwendbar für Säuren und Laugen.
Sie ist geeignet für den Einbau in Auffangräumen, Auffangvorrichtungen, Kontroll- und Füllschächten in Anlagen zur Lagerung wassergeführrender Flüssigkeiten bei atmosphärisches Druck.
Sie kann bei folgenden Umgebungs- und Medientemperaturen eingesetzt werden:
0^ bis +65^
- 0^ C bis +35^ C bei Einsatz in Wasser und wasserbasierten Medien.
4 Störmdeldungen, Fehlermeldungen
Durch das verwendete "Ruhestromprinz" ist sichergestellt, dass bei Leitungsbruch oder Hilfsenergieunterbrechung derselbe Zustand wie beim Feststellen einer Leckage gemeldet wird ( 1.4.2 Binäausgang bedeckt).
Zusätzlich werden die folgenden Zustände durch eine LED angezeigt:
| LED Zustand / Funktion |
| grün Gerät betriebsbereit, Sensorbereich bedeckt (Schaltausgang gespeppt) |
| gelb Gerät betriebsbereit, Sensorbereich nicht bedeckt (Schaltausgang leitend) |
5 Einbauhinweise
5.1 Mechanischer Einbau der Leckagesonde
Die Einbaulage ist senkrecht, die erforderliche Eintauchtiefe bis zum Erreichen des Ansprechpunktes muss bei der Montage berücksichtigt werden ( 6.1) .
Für den Einbau stehen wahlweise Einschraub- oder Flanschadapter zur Verfügung. Nach Anbringung theses Montagezubehörs kann der Sensorstab durch die Öffnung geführt werden. Zur Festlegung des Einstellwertes (Einbauhöhe) ist die beiliegende Edelstahl-Schlauchklemme zu verwenden. Das Anziehen der Überwurfmutter erfolglicht die Fixierung des Ansprechpunktes im Anschluss an den bereits vollzogenen Einbau.
Es ist darauf zu achten, dass die Aktive Zone mindestens 20mm von metallischen Wänden oder Einbauten und 5mm vom Boden der Auffangwanne entfernt ist.
Medienbestandige Dichtungen verwenden.
5.2 Elektrischer Anschluss
Der Anschluss der Leckagesonde muss mit einem den Errichtungsbestimmungen gemäß Anschlusskabel mit M12 Buchse (nicht im Lieferumfang enthalten) durchgeführt werden. Den geprüften Anlageteilen der Leckagesonde ist eine Melde- bzw. Steuerungseinrichtung nachzuschalten.
5.3 Steckerbild und Anschlussbelegung
| 1 4 3 L- | 2 1 3 4 | Pinbelegung Anschlussstecker M12 Pin1 = L+ Pin4 = Schaltausgang / Offner Pin3 = L- |
6 Einstellhinweise
Bei der Montage der Leckagesonde mit dem Montagezubehör kann die Einbau-länge vor Ort in bestimmten Grenzen verändert werden, wobei der Sondenstab auf die gewünschte Ansprechhöhe verschoben wird ( 6.4 Ermittlung der Einbau-länge). Die Ansprechhöhe ist über die beiliegende Edelstahl-Schlauchklemme fest-zustellen und zu kennzeichnen. Anschließlich ist der Standaufnehmer durch die entsprechende Verschraubung (Montagematerial) gegen Verschieben zu sichern.
ACHTUNG: Die "Aktive Zone" muss mindestens 20mm von metallischen Wänden und Einbauten und 5mm vom Boden der Auffangwanne entfernt sein.
6.1 Leerabgleich
Das Gerät muss nach dem Einbau in der leeren Aufgangwanne abgeglichen werden (Leerabgleich). Bei Änderung der Einbausituation oder bei Mediumwechsel ist der Leerabgleich zwingend erneut durchzuführen.
Wird der Sensor nach dem Abgleich von auslaufender Flüssigkeit bedeckt, ändert sich sein Schaltzustand.

▶ Programmiertaste (OUT ON) mindestens 2 s lang drücken.
Die gelbe LED blinkt langsam (ca. 1 Hz) (= Gerät ist im Abgleichmodus).
Nach dem Abgleichvorgang leuchtet die gelbe LED konstant (= Gerät ist im Betriebsmodus, Sensorbereich nicht bedeckt).
Hinweis
Der Sensor ist allein mit Leerabgleich Funktionsfähig. Es wird jedoch empfohlen, nach dem Leerabgleich auch einen "Vollabgleich" mit voll bedeckter Aktiver Zone durchzuführren. Empfehlenswert ist die Verwendung eines Testmediums mit gleicher Dielektrizitätskonstante wie das auf Leckage zu überwachende Medium.
Aus der Kombination Leerabgleich / Vollabgleich ermittelt der interne Mikroprozessor die optimale Lage der Schaltschwellen zwischen beiden Zuständen. Bei Anwendung beider Abgleichkriterien (Leer- und Vollabgleich), erhält man die maximaire Betriebssicherheit fur die Applikation.
Beim Leerabgleich generiert der interne Mikroprozessor 2 Werte. Der erste Wert entspricht dem im Leerzustand gemessenen Sensorsignal. Der zweite Wert ist ein angenommener Messwert für die bedeckte Sonde. Diese wird aus dem gerade gemessenen Leerzustand und einem werkssheitig vordefinierten Signalabstand berechnet. Diese zweite Wert wird beim Vollabgleich durch einen tatsächlichen
Messwert ersetzt. Der Vollabgleich kann beliebig oft wiederholt werden. Der gespeicherte Wert für den Leerzustand wird durch den Vollabgleich nicht überschieden.
Nach einem erneuten Leerabgleich werden beiden Werte wieder automatisch gesetzt; die zuletzt definierten Werte werden überschreiben.
6.2 Vollabgleich
Nach dem Leerabgleich soll, wenn möglich, der Zustand "Sonde bedeckt" hergestellt werden. Dazu Auffangwanne füllen, bis die aktive Zone bedeckt ist.

▶ Programmiertaste (OUT OFF) drücken, mindestens 6 lang gedrück halten.
Die gelbe LED blinkt, nach 6 s schnell (ca. 2 Hz) (= Gerät ist im Abgleichmodus).
Nach dem Abgleichvorgang leuchtet die grüne LED konstant (= Gerät ist im Betriebsmodus, Sensorbereich bedeckt).
Achtung: Wenn die Anzeige-LED nach Durchführung des Vollabgleichs gelb leuchtet, deutet dies auf einen Fehler bei Inbetriebnahme des Standaufnehmers hin. Der Leerabgleich und ggf. der Vollabgleich sind korrekt laut Betriebsanleitung zu wiederholen und die Einbausituation ist zu überprüfen.
6.3 Elektronisches Schloss verriegeln / entriegeln
Die gespeicherten Abgleichwerte können gegen unberechtigtes Programmieren wie folgt geschichert werden.
Zustand "nicht verriegelt":
Im Betriebsmodus 10 s lang gleichzeitig beiden Einstelltasten drucken.
DieLEDblinkgrun.
Nach Ablauf der Zeit (>10s) wechselt die Farbe der LED von grün auf gelb (blinkend) und das Gerät wird verriegelt.
Freigeben der Verriegelung:
Im Betriebsmodus 10 s lang gleichzeitig beiden Einstelltasten drucken.
Die LED stellt weiterhin den aktuellen Betriebszustand dar (keine Reaktion der LED).
Nach Ablauf der Zeit (> 10 s) blinkt die LED grün und das Gerät wird entriegelt.
Allgemeine Angaben zur Verriegelungsfunktion:
-
Beim Loslassen der Einstelltasten springt das Gerät zurück in den Betriebsmodus.
-
Beim Loslassen der Einstelltasten vor Ablauf der Zeit (< 10 s) werden keine Veränderungen in der Geräteprogrammierung vorgenommen.
- Hinweis: Die Betätigung der Tasten muß mit einem geeigneten, stumpfen Hilfsmittel (z. B. Kugelschreiber) erfolgen. Es ist auf jeder Fall eine Beschädigung der Tastenabdeckung zu vermeiden. Bei Beschädigung der Tastenabdeckung ist der Standaufnehmer außer Betrieb zunehmen und zu ersetzen.
6.4 Ermittlung der Einbaulänge
Die Einbauänge ist so zu wahren, dass die Leckagesonde sicher von der zu überwachenden Flüssigkeit bei einer Leckage bedeckt wird und die Leckage sicherekannt wird. Dazu ist die Einbauänge möglichst groß zu wahren und die Ansprechhöhe möglichst gering (Abstand vom Boden der Auffangwanne ≥ 5mm - Zusätzlich ist die Eintauchtiefe zu berücksichtigten; die Sonde spricht spätestens bei einer Eintauchtiefe von 31~mm an.
Die maximale Schaltverzögerung zwischen Erreichen des Füllstandes und Ansprechen des Schaltausganges liegt bei 0,5 Sekunden.

A = Ansprechhöhe
H = Behälterhöhe
L = Sondenlänge
L1 = Einbauänge
L2 = Auszugslänge
L3 = Montagelänge (min.: 60 mm)
MET = max. Eintauchtiefe
(Aktive Zone) = 31mm
S = Stutzenhöhe
Die Eintauchtiefe ist abhängig vom Medium und der Einbausituation und beträgt maximal 31mm . Zum Feststellen und Kennzeichnen der Ansprechhöhe sind geeignetes Montagezubehor und beiliegende Edelstahl-Schlauchklemme zu verwenden.
1. Einbauangle
Die Einbauänge muss so gewählt werden, dass die Leckagesonde um das Maß MET unter die Ansprechhöhe A ragt; thereof gilt für die Einbauänge:
$$ \mathrm {L} 1 = (\mathrm {H} - \mathrm {A}) + \mathrm {M E T} + \mathrm {S} $$
2. Stutzenhöhe
Wenn die Sonde auf Anschlag (M = L2) montiert werden soll und die Einbauangle durch die entsprechende Stutzenhöhe angepasst werden soll, dann gilt für die Stutzenhöhe: S = (L - MET) - M - (H - A)
3. Auszugänge
Wenn die Sonde in einen festgelegten Stutzen oder mit einer Schelle montiert wird und die Einbauänge durch die Arretierung in der entsprechenden Höhe erfolgen soll, dann gilt für die Auszugslänge: L2 = L - MET - S - (H - A)
7 Betriebsanweisung
Die geprüften Teile des Leckageerkennungssystems sind mit einer nachgeschalten Melde- und Steuereinrichtung zusammenzuschalten. Es sind weiterhin die Betriebsanleitungen der Folgegeräte zu beachten.
Vor Inbetriebnahme der Leckagesonde ist diese auf richtigen Anschluss und Funktion zu überprüfen.
Im Normalzustand leuchtet eine Leuchtdiode (LED).
- Gelbe LED = Gerät betriebsbereit, Sensorbereich nicht bedeckt, Schaltausgang leitend.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ist die Leckagesonde wartungsfrei. Konnen elektrisch leitende Rückstände der Flüssigkeiten am Sondenstab haften bleiben, so ist das Interval der Betriebsprüfung und Säuberung darauf abzustimmen.
8 Wiederkehrende Prüfungen
Die Funktionsfähigkeit der Leckagesonde ist in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber einmal pro Jahr zu prufen. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, die Art der Überprüfung und die Zeitabstände im genannten Zeitrahen zu wahlen.
Die Prüfung ist so durchzuführen, dass die einwandfreie Funktion des Leckageer-kennungssystems im Zusammenwirken aller Komponenten nachgewiesen wird. Dies ist bei einem Eintauchen der Leckagesonde bis zur Ansprechhöhe gewährleistet. Wenn ein Eintauchen der Leckagesonde bis zur Ansprechhöhe nicht practikabel ist, so ist die Leckagesonde durch geeignete Simulation des Füllstandes oder des physikalischen Messeffekts zum Ansprechen zu bringen. Falls die Funktion des Standaufnehmers/Messumformers anderweitig erkennbar ist (Ausschluss faktionshemmender Fehler), kann die Prüfung auch durch Simulieren des entspruchenden Ausgangssignals durchgeführt werden. Weitere Hinweise zur Prüf-methodik können z. B. der Richtlinie VDI/VDE 2180, Blatt 4 entnommen werden.
Anhang 1
Einstellhinweise für Überfüllsicherungen von Behältern
1 Allgemeines
Um die Überfälligssicherung richtig einstellen zu können, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:
Kenntnis der Fuhlhoe, die dem zulassigen Fullungsgrad entspricht
- Kenntnis der Füllhohenänderung, die der zu erwartenden Nachlaufmerge entspricht.
2 Ermittlung der Nachlaufmenge nach Ansprechen der Überfüllsicherung
2.1 Maximaler Volumenstrom der Forderpumper
Der maximale Volumenstrom kann entweder durch Messungen (Umpumpen einer definierten Flüssigkeitsmenge) ermittelt werden oder ist der Pumpenkennlinie zu entnahme. Bei Behaltern nach DIN 4119 ist der zulässige Volumenstrom auf dem Behalterschild angegeben.
2.2 SchlieBverzogerungszeiten
(1) Sofern die Ansprechzeiten, Schaltzeiten und Laufzeiten der einzelnen Anlageleile nicht aus den zugehorgen Datenblättem bereits sind, müssen sie gemessen werden.
(2) Sind zur Unterbrechung des Füllvorgangs Armaturen von Hand zu betäglich, ist die Zeit zwischen dem Ansprechen der Überfüllsicherung und der Unterbrechung des Füllvorgangs entsprechend den ortlichen Verhältnissen abzuschätzen.
2.3 Nachlaufmenge
Die Addition der SchlieBverzogerungszeiten ergibt die GesamtschlieBverzogerungszeit. Die Multipikation der GesamtschlieBverzogerungszelt mit dem nach Nummer 2.1 ermittelten Volumenstrom und Addition des Fassungsvermögens der Rohrleitungungen, die nach Ansprechen der Überfüllsicherung ggf. mit entleert werden sollen, ergibt die Nachlaufmenge.
3 Festlegung der Ansprechhfoe fur die Uberfulssicherung
Von dem Flüssigkeitsvolumen, das dem zulässigen Füllungsgrad entspricht, wird die nach Nummer 2 ermitteltene Nachlaufmenge subtrahiert. Aus der Differenz wird unter Zuhilfennahme der Peiltabelle die Ansprechhöhe ermittelt. Liegt keine Peiltabelle vor und lasst sich die Ansprechhöhe nicht rechnerisch ermittelt, ist sie durch Auslitten des Behalters zu ermittelt.
Berechnung der Ansprechhöhe für Überflüssicherungen
Betriebsort:
Behalter-Nr.: Inhalt: (m²)
Überkullsicherung: Hersteller/Typ:
Zuessungsummer:
1 Max. Volumenstrom (Q_max) .. (m^3 /h)
2 SchlieBverzogerungszeiten
2.1 Standaufnehmer It. Messung/Datenblatt: (s)
2.2 Schalter/Relais/u.a.: (s)
2.3 Forderpumper, Auslaufzeit: (s)
2.4 Absperarmatur
mechanisch, handbetätigt
Zeit Alarm/dis Schliebfeginn (s)
SchlieBzeit (s)
- elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betrieben
SchlieBzeit (s)
GesamtschlieBverzogerungszeit (tgs) (s)
AEEAAE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAAEE AEEAA
3 Nachlaufmenge (Vges)
3.1 Nachlaufmenge aus GesamtschlieBverzogerungszeit:
$$ V _ {1} = Q _ {\text {m i n}} \times \frac {t _ {\text {g a s}}}{3 6 0 0} = (m ^ {2}) $$
3.2 Nachlaufmenge aus Rohrleitungen
$$ \begin{array}{l} V _ {2} = \frac {\pi}{4} \times d ^ {2} \times L = \underline {{}} (m ^ {2}) \ V _ {\text {p e s}} = V _ {1} + V _ {2} = \ \end{array} $$
二、其他说明事项
4 Ansprechhöhe
4.1 Menge bei zulässigen Fällungsgrad: (m²)
4.2 Nachlaufmenge: (m²)
Menge bei Ansprechhfoe Differenz aus 4.1 und 4.2):
4.3 Aus der Differenz ergibt sich folgende Ansprechhöhe:
$$ \begin{array}{l} \text {P e i l n o h e} \quad (\mathrm {m m}) \ \text {b z w . L u f t p e i l h o h e} \quad (\mathrm {m m}) \ \text {b z w . A n z e i g e I n h a l l s a n z e i g e r} \quad (\mathrm {m m} \text {b z w .} \mathrm {m} ^ {2}) \ \end{array} $$
Berechnungsbeispel der Grosse des Grenzsignals fur den Überflullalarm bei Überflüssicherungen mit kontinuierlicher StandmeBeinrichtung
zul. Füllhöhe
zul. Führungsgrad
Anspruchhöhe
min. Fülhöhe

| Massebeich | Einheitssignal | |
| MPa | mA | |
| 100 % | 0,10 | 20 |
| x1 | x2 | |
| 0 % | 0,02 | 4 |
Ansprechhoh ermittelt nach Anhang 1 zu ZG-US
X = Größe des Grenz signals, das der Ansprechhöhe entspricht.
Berechnung der Grufe des Grenzsignals bei
Einheitssignal 0,02 MPa bis 0,10 MPa
$$ X _ {P} = \frac {A (0 , 1 0 - 0 , 0 2)}{H} + 0. 0 2 \quad (\mathrm {M P a}) $$
Einheitssignal 4 bis 20 mA
$$ X _ {e 4} = \frac {A (2 0 - 4)}{H} + 4 \tag {mA} $$
0,2 bar bis 1,0 bar
Anhang 2
Einbau- und Betriebsrichtlinie für Überfälligssicherungen
1 Geltungsbereich
These Einbau- und Betriebsrichtlinie gfit fur das Errichten und Betrieben von Überflüll-sicherungen, die aus mehreren Anlageteilen zusammengesetzt werden.
2 Begriffe
(1) Überfälligssicherungen sind Einrichtungen, die rechtzeitig vor Erreichen des zulässigen Fällungsgrades im Behälter den Füllvorgang unterbrechen oder akustisch und optisch Alarm auslösen.
(2) Unter dem Begriff Überflüllsicherungen sind alle zur Unterbrechung des Fülvor-gangs bzw. zur Auslösung des Alarms erforderlichen Anlageteile zusammengefasst.
(3) Überfüllsicherungen konnen außer Anlageleiten mit Zulassungsnummer auch Anlageteile ohne Zulassungsnummer enthalten. Aus Bild 1 der Zulassungsgrundsätze für Überfüllsicherungen geh vhort, welche Anlageteile stets eine Zulassungsnummer haben,Müssen (Anlageteile links der Trennungslinie).
(4) Als atmopharische Bedingungen gelten hier Gesamtdrücke von 0,08 MPa bis 0,11 MPa und Temperaturen von -20°C bis +60°C.
3 Aufbau von Überfüllsicherungen (siehe Bild 1 der Zulassungsgrundsätze für Überfüllsicherungen)
(1) Der Standaufnehmer (1) erfassl die Standhöhe.
(2) Die Flüssigkeitshöhe wird bei einer kontinuierlichen StandmeBeinrichtung im zugehörigen Messumformer (2) in ein der Standhöhe proportionales Ausgangssignal umgeformt, z.B. in ein genormtes Einheitssignal (pneumatisch 0,02 MPa bis 0,10 MPa oder elektrisch 4 - 20 mA). Das proportionale Ausgangssignal wird einem
0,8 bar bis 1,1 bar
0,2 bar bis 1,0 bar
Grenzsignalgeber (3) zugeführrt, der das Signal mit einstellbaren Grenzwerten ver-gleicht und binäre Ausgangssignale liefert.
(3) Die Standhöhe wird bei Standgrenzschalterm Im Standaufnehmer (1) oder im zugehörigen Messumformer (2) in ein binäre Ausgangssignal umgeformmt.
(4) Binäre Ausgänge konnen z.B. pneumatische Kontakte oder elektrische Kontakte (Schalter, elektronische Schaltkreise, Initiatorstromkreise) sein.
(5) Das binäre Ausgangssignal wird direkt oder über einen Signalversteller (4) der Meldeinrichtung (5a) oder der Steuerungseinrichtung (5b) mit Stellglied (5c) zugefuhrt.
4 Anforderungen an Anlageteile ohne Zulassungsnummer
Der Fachbetrieb oder Betreiber darf fur Überfulsicherungen nur solche Anlageteile ohne Zulassungsnummer verwenden, die den Allgemeinen Baugrundsätzen und den Besonderen Baugrundsätzen der Zulassungsgrundsätze fur Überfulsicherungen entsprechen.
5 Einbau und Betrieb
5.1 Fehlerüberwachung
5.11 (1) Überflüssicherungen müssen bei Ausfall der Hilfsnergie (Über- bzw. Unterschreiben den Grenzwerte) oder bei Unterbrechung der Verbindungsleitungen zwischen den Anlagetellen diese Störung melden oder den Höchstkullstand anzeigen.
(2) Dies kann bei Überfüllsicherungen nach Bild 1 der Zulassungsgrundsätze für Überfüllsicherungen durch Maßnahmen nach den Nummern 5.12 bis 5.14 erreicht werden, womit auch gleichzeitig die Überwachung der Betriebsbereitschaft gegeben ist.
5.12 (1) Überflüllsicherungen mit kontinuierlicher StandmeBeinrichtung müssen mit einer Meldung (unterhalb des betriebsmaßigen Tiefstandes) ausgestellt werden, falls nicht der Messumformer (2) und der Grenzsignalgeber (3) durch geeignete Maßnahmen zur Fehlerüberwachung diese Fehler melden.
(2) Die nachgeschalteten Anlagetelle (4), (5a), (5b) und (5c) sind in der Regel nach dem Ruhestromprinzip abzusichern.
5.13 (1) Überfüllsicherungen mit Standgrenzschalter sind in der Regel im Ruhestromprinzip oder mit anderen geeigneten Maßnahmen zur Fehlerüberwachung abzusichern.
(2) Überfällsicherungen mit Standgrenzschalter, deren binärer Ausgang ein Initiatorstromkreis mit genomter Schnittstelle ist, sind an einen Schaltveränder gerädB DIN EN 50 227 anzuschlieben. Die Wirkungsrichtung des Schaltveränderers ist so zu wahren, dass sein Ausgangssignal sowohl bei Hilfsenergieausfall als auch bei Leitungsbruch im Steuerstromkreis denselben Zustand annimmt wie bei Erreichen des Höchstkullstandes.
5.14 Stromkreise für Hupen und Lampen, die nicht nach dem Ruhestromprinzip geschättet werden können, müssen hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit möglich überprübar sein.
5.2 Steuerluft
Die als Hilfsnergie erforderliche Steuerluft muss den Anforderungen für Instrumentluft genügen und einen Überdruck von (0.14± 0.01) MPa haben. Verunreinigung in der Druckluft dürfen eine Partikelgroße von 100 m nicht überschreiben und der Taupunkt muss unterhalb der minimal möglichen Umgebungstemperatur liegen.
5.3 Fachbetriebe
Mit dem Einbau, Instandhalten, Instandsetzen und Reinigen der Überflüssicherungen)dürfen nur solche Betriebe beauftragt werden, die für diese Tätigkeiten Fachbetriebim Sinne von § 191 WHG sind, es sei dann, die Tätigkeiten sind nach landesrechtlichen Vorschriften von der Fachbetriebspflicht ausgenommen oder der Hersteller der Standaufnehmer und Messumformer führt die obigen Arbeiten mit eigenen, sachkundigem Personal aus.
6 Prüfungen und Wartungen
6.1 Endprüfung
Nach Abschluss der Montage und bei Wechsel der Lagerflüssigkeiten muss durch einen Sachkundigen des Fachbetriebs bzw. Betreibers eine Prüfung auf ordnungsgemäß Einbau und einwandfrei Funktion durchgeführt werden.
(1,4,0,1) bar
6.2 Betriebsprüfung
(1) Die Funktionsfähigkeit der Überfüllsicherung ist in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber einmal im Jahr, zu prufen. Es liegt in der Verantwortung des Betriebers, die Art der Überprüfung und die Zeitabstände im genannten Zeitrahmen zu wahren. Die Prüfung ist so durchzuführen, dass die einwandfrei Funktion der Überfüllsicherung im Zusammenwirken aller Komponenten nachgewiesen wird.
- Dies ist bei einem Anfahren der Ansprechhöhe im Rahmen einer Befüllung gewährscheinlich.
- Wenn eine Befüllung bis zur Ansprechhöhe nicht praktikabel ist,
so ist der Standaufnehmer durch geeignete Simulation des Füllstandes oder des physikalischen Messeffektes zum Ansprechen zu bringen.
- Falls die Funktionsfähigkeit des Standaufnehmers/Messymormers andererweitig erkennbar ist (Ausschluss Funktionshemmender Fehler), kann die Prüfung auch durch Simulieren des entsprechenden Ausgangssignals durchgeführt werden.
Weitere Hinweise zur Prüfmethodik konnen z.B. der Richtlinie VDI/VDE 2180 Blatt 4 entnommen werden.
(2) Hat der Betreiber kein sachkundiges Personal, so hat er die Prüfung von einem Fachbetrieb durchführten zu halten.
(3) Ist eine Beeinträchtigung der Funktion der Überfälligssicherungen durch Korrosion nicht auszuschreiben und diese Störung nicht selbstmeldend, so müssen die durch Korrosion gefährdeten Anlageteile in angemessenen Zeitabständen regelmäßig in die Prüfung einbezogen werden. Hierfür ist ein Prüplan aufzustellen.
(4) Auf die Betriebsprüfung (wiederkehrende Prüfung) darf bei fehlerssichen Anlageiten mit oder ohne Zulassungsnummer verzichtet werden, wenn
eine Fehlersicherheit gem. AK 5 nach DIN V 19 250 oder gleichwertiger Norm nachgewiesen wurde
und dies fur die geprufen Anlageteile in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zu-lassung so ausgewiesen ist.
6.3 Dokumentation
Die Ergebnisse der Prüfungen nach Nr. 6.1 und 6.2 sind aufzuzeichnen und aufzu bewahren.
6.4 Wartung
Der Betreiber muss die Überfälligssicherung regelmäßig warten, sowie dies zum Erhalt der Funktionsfähigkeit erforderlich ist. Die diesbezüglichen Empfehlungen der Hersteller sind zu beachten.
Allgemeine
bauaufsichtliche
Zulassung/
Allgemeine
Bauartgenehmigung
Nummer: Z-65.40-506
Antragsler
ifm electronic gmbh
Friedrichstraße 1
45128 Essen
Deutsches Institut für Bautechnik
DIBt
Eine vom Bund und den Ländern gemeinsam getragene Anstie des öffentlichen Rechts
Zulesungs- und Genehmigungsstelle für Bauprodukte und Bauarten
13.04.2022 II 23-1.65.40-11/22
Geltungsdauer
von: 26. Mai 2022
bis: 26. Mai 2027
Gegenstand这点es Beschieides: Leckagesonde (kapazitive Sonde) LI224x mit integriertem Messumformer als Bauteil von Leckageerkennungssystemen
Der oben genannte Regelungsgegenstand wird hiermit allgemein bauaufsichtlich zugelassen/GENehmigt.
Dieser Bescheid umfasst sieben Seiten und eine Anlage.
Der Gegenstand ist erstmals am 24. Mai 2012 allgemein bauaufsichtlich zugelassen worden.
DIBt
DIBt KolonnestraSe 30 B D-1829 Berlin Tel:+493078730-0|Fox+493078730-320E-Mail: dibt@dbt.de |www.dbt.de
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung/
Allgemeine Bauartgenehmigung
Nr. Z-65.40-506

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1 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
1 Mit thisem Beschcheid ist die Verwendbarkeit bzw. Anwendbarkeit des Regelungsgegenstandes im Sinne der Landesbauordnungen nachgewiesen.
2. Dieser Beschcheid ersetzt nicht die für die Durchführung von Bauvorhaben gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen, Zustimmungen und Bescheinigungen.
3 Dieser Beschcheid wird unbeschadet der Rechte Dritter, insbesondere privater Schutzrechte, erteilt.
4 Dem Verwender bzw. Anwender des Regelungsgegenstandes sind, unbeschadet weiter gehender Regelungen in den "Besonderen Bestimmungen", Kopien these Desches zur Verfugung zu stellen. Zudem ist der Verwender bzw. Anwender des Regelungsgegenstandes daraufhinzuweisen, dass dieser Bescheid an der Verwendungs- bzw. Anwendungsstelle vorliegen muss. Auf Anforderung sind den beteiligten Behörden ebenfalls Kopien zur Verfugung zu stellen.
5 Dieser Bescheidarf nur vollständigvervielfaltigtwerden. Eine auszugswise Veroffentlichung bedarf der Zustimmung des Deutschen Instituts fur Bautechnik. Texte und Zeichnungen von Werbeschriften durrenf thisem Bescheid nicht widersprechen, Übersetzungenmüssen den Hinweis "Vom Deutschen Institut fur Bautechnik nicht geprüfte Übersetzung derdeutschen Originalfassung" enthalten.
6 Thisier Bescheid wird widerruflich erteilt. Die Bestimmungen konnen nachtraglich ergänzt und geändert werden, insbesondere, wenn neue technische Erkennnisse dies erfordern.
7 Dieser Bescheid bezieht sich auf die von dem Antragsteller gemachteten Angaben und vorgelegten Dokumente. Eine Änderung dieser Grundlagen wird von diesen Bescheid nicht erfasst und ist dem Deutschen Institut für Bautechnik unverzüglich offenzulegen.
II BESONDERE BESTIMMUNGEN
1 Regelungsgegenstand und Verwendungs- bzw. Anwendungsbereich
(1) =Gegenstand these Leschesbesides ist eine Leckagesonde mit integriertem =Messumformer (Elektronik-Einsatz), die als Teil von LeckageerKennungssystemen (siehe Anlage 1) zur Überwachung =von =Auffangräumen, =wie =Auffangwannen, =Pumpensumpfen, =Kon troll- und Fullschachten von Anlagen zum Lager, Abfullen und Umschlagen Wassergehrdrender Flüssigkeiten dient und Leckagesmeldet. Die Leckagesonde besteht aus einem kapazitlichen Sensor. Beim Eintauchen der Sonde in eine Flüssigkeit wird die Kapazitätsänderung bezogen auf das Erdpotential gemessen. Diese Kapazitätsänderung wird in ein binäres elektrisches Signal umgewandelt, mit dem akustisch und optisch Alarm ausgelost wird. Die für die Meldeeinrichtung erforderlichen Anlageteile und der Signalversteller sind nicht Gegenstand these Leschesdes.
(2)Die Leckagesonde ist aus Metall und Kunststoff gefertigt.
(3) Die Leckagesonde ist geeignet für die Überwachung von leitenden und nichtleitenden Flüssigkeiten mit einer relativen Dielektrizitätskonstante von mindestens 1,8. Die Leckagesonde mit integriertem Messumformer darf unter atmospharischem Druck und bei Temperaturen von 0^ bis +65^ bzw. bei wasserbasierenden Flüssigkeiten bis +35^ eingesetzt werden.
(4) = Mit diesen Bescheid wird der Nachweis der Funktionssicherheit des Regelungsgegenstandes im Sinne von Absatz (1) erbracht.
(5) =Der Beschcheid wird unbeschadet der Bestimmungen und der Prüf- oder Genehmigungsvorbehalte anderer Rechtsbereiche erteilt.
(6) =Dieser Beschcheid berücksichtigt die wasserrechtlichen Anforderungen an den Regelungsgegenstand. =Gemäß § 63 = Abs. 4 = Nr. 2 = und =Regelungsgegenstand = damit wasserrechtlich als geeignet.
(7) Die Geltungsdauer these Beschides (siehe Seite 1) bezieht sich auf die Verwendung im Sinne von Einbau des Regelungsgegenstandes und nicht auf die Verwendung im Sinne der späteren Nutzung.
2 Bestimmungen für das Bauprodukt
2.1 Allgemeines
Die Leckagesonde mit Messumformer und ihre Teile müssen den Besonderen Bestimmungen und der Anlage diesen Beschéides sowie den beim Deutschen Institut für Bautechnik hinterlegten Angaben entsprechen.
2.2 Eigenschaften und Zusammensetzung
(1) =Der Regelungsgegenstand besteht aus der Leckagesonde (kapazitive =Sonde) =mit integriertem Messumformer (Elektronik-Einsatz):
Typ L1224x
(x = S_Sonderlänge verschlusselt)
1 Wasserhaushaltsgesetz vom 31. Juli 2009 (BGBI. I S. 2585), das zuletzt durch Antikel 2 des Gesetzes vom 18. August 2021 (BGBI. I S. 3901) geändert worden ist
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Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung/
Allgemeine Bauartgenehmigung
Nr. Z-65.40-506

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(2) Die im Leckagefall mit der wassergeführrdenden Flüssigkeit, deren Kondensat oder Dampfen, in BerührungCOMMenden Teile des Standaufnehmers bestehen aus folgenden Werkstoffen:
Leckagesonde:
Sonderstab einschl.
Polypropylen PP-H, PP-GF
Tasterabdeckung: thermoplastische Elastomere TPE-U
Montagezubehor:
Befestigungsschelle: Polypropylen PP
Flansch bzw.
Aluminium, CrNi-Stahl (nach DIN EN 10088-3 korrosions
Einschraubstück:
beständig, austenitisch) oder Messing (vernickelt)
Klemmhülse: Messing
Befestigungsmutter bzw.
CrNi-Stahl (nach DIN EN 10088-3, korrosionsbeständig,
Uberwurfmutter:
austenitisch) oder Messing (vernickelt)
Dichtungen: Viton, NBR Tesnit blau oder thermoplastische Elastomere TPE
(3) Die Leckagesonde besteht zur Erkennung der Leckageflüssigkeit eine Eintauchtiefe von 31 mm bei einem Bodenabstand von mindestens 5 mm. Die Ansprechhöhe ergibt sich aus der Summe von erforderlicher Eintauchtiefe und Bodenabstand.
(4) Die Teile des Leckageerkennungssystems, die nicht Gegenstand der von dem Beschcheid erfassten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung sind, * dürfen nur verwendet werden, wenn sie den Anforderungen des Abschnitts 3 "Allgemeine Baugrundsätze" und des Abschnitts 4 "Besondere Baugrundsätze" der ZG-ÜSentsprechen. Sie brauchen jedoch keine Zulassungsnummer zu haben.
2.3 Herstellung und Kennzeichnung
2.3.1 Herstellung
Die Leckagesonde mit Messumformerarf nur in den Werken im prover gmbh, Waldesch 9, 88069 Tetttnang/Deutschland und im prover s.r.l., Str. L (50) Nr. 3, 557085 Com. Christian, Jud. Sibiu/Rumänien hergestellt werden. Die mss hinsichtlich Bauart, Abmessungen und Werkstoffen den in der im DIBt hinterlegten Lieste aufgeführten Unterlagen entsprechen.
2.3.2 Kennzeichnung
Die Leckagesonde mit Messumformer, deren Verpackung oder deren Lieferschein muss vom Hersteller mit dem Übereinstimmungszeichen (U-Zeichen) nach den Übereinstimmungszeichen-Verordnungen der Länder gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung darf nur erfolgen, wenn die Voraussetzungen nach Abschnitt 2.4 erfüllt sind.
Zusätzlich sind die vorgenannten Teile selbst mit folgenden Angaben zu kennzeichnen:
Hersteller oder Herstellerzeichen
- Typenbezeichnung,
- Serien- oder Chargennummer bzw. Identnummer bzw. Herstelldatum,
Zulassungsnummer
Bestandteil des Ü-Zeichens, das Teil ist nur wiederholt mit diesen Angaben zu kennzeichen, wenn das Ü-Zeichen nicht direkt auf dem Teil aufgebracht wird.
2 DIN EN 10088-3:2005-09
Nichtrostende Stähle - Teil 3: Technische Lieferbedingungen für Halbzeug, Stäbe, Walzdracht, gezogenen Draht, Profile und Blankstahlerzeugnisse aus korrosionsbestandigem Stähen für allgemeine Verwendung
3 ZG-US:2012-07
Zulassungsgrundsätze für Überfüllsicherungen des Deutschen Instituts für Bau-technik
Z34042.22 1.65.40-11/22
2.4 Übereinstimmungsbestätigung
2.4.1 Allgemeines
Die Bestätigung der Übereinstimmung der Leckagesonde mit Messumformer mit den Bestimmungen der von dem Bescheid erfassten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung muss für das Herstellwerk mit einer Übereinstimmungserkärgung des Herstellers auf der Grundlage einer werkseigenen Produktionskontrolle und einer Erstprüfung des Regelungsgegenstandes durch eine hierfür anerkannde Prüfstelle erfolgen. Die Übereinstimmungserkärgung hat der Hersteller durch Kennzeichnung der Bauprodukte mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) unter Hinweis auf den Verwendungszweck abzugeben.
2.4.2 Werkseigene Produktionskontrolle
(1) Im Herstellwerk ist eine werkseigene Produktionskontrolle einzurichten und durchzuführen. Unter werkseigener Produktionskontrolle wird die vom Hersteller vorzunehmende kontinuierliche Überwachung der Produktion verstanden, mit der dieser sicherstellt, dass die von ihm hergestellten Bauprodukte den Bestimmungen der von dem Beschid erfassten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung entsprechen. Im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle ist eine Stuckprüfung jeder Leckagesonde und jedem Messumformers oder deren Einzelteile durchzuführen. Durch diese Stuckprüfung hat der Hersteller zu gewährleisten, dass die Werkstoffe, Maße und Passungen sowie das fertiggestellte Bauprodukt dem geprüften Baumuster entsprechen und das Leckageerkennungssystem funktionssicher ist.
(2) Die Ergebnisse der werkseigenen Produktionskontrolle sind aufzuzeichnen und auszuwerten. Die Aufzeichnungen müssen mindestens folgende Angaben enthalten:
- Bezeichnung des Regelungsgegenstandes,
- Art der Kontrolle oder Prüfung,
Datum der Herstellung und der Prüfung,
Ergebnisse der Kontrollen oder Prüfungen,
Unterschrift des für die werkseigene Produktionskontrolle Verantwortlichen.
(3) Die Aufzeichnungen sind mindestens f芮 Jahre aufzubewahren. Sie sind dem Deutschen Institut fur Bautechnik und der zuständigen obersten Bauaufsichtsbehörde auf Verlangen vorzulegen.
(4) Bei ungenügendem Prüfergebnis sind vom Hersteller unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen zur Abstellung des Mangels zu treffen. Wenn ein Einzelteil den Anforderungen nicht entspricht, ist es so zu handhaben, dass eine Verwechselung mit übereinstimmenden Teilen ausgeschlossen ist. Nach Abstellung des Mangels ist - sowie technisch möglich und zum Nachweis der Mengelbeseitigung erforderlich - die betreffende Prüfung unverzüglich zu wiederholen.
2.4.3 Erstprüfung durch eine anerkannte Prüfstelle
Im Rahmen der Erstprüfung sind die in Anlehnung an die ZG-US aufgeführten Funktionsprüfungen durchzuführen. Wenn die thisem Beschcheid zugrunde liegenden Nachweise an Proben aus der laufenden Produktion erbracht wurden, ersetzen diese Prüfungen die Erstprüfung.
3 Bestimmungen für Planung und Ausführung
3.1 Planung
(1) Vom Hersteller oder vom Betreiber der Leckagesonde ist der Nachweis der hinreichenden chemischen Beständigkeit der unter Abschnitt 2.2 (2) genannten Werkstoffe gegenüber den wassergeführenden Flüssigkeiten und deren Dampfen oder Kondensat zu führen. Zur Nachweisführung konnen Angaben der Werkstoffhersteller, Veröffentlichungen in der Fachliteratur, eigene Erfahrungswerte oder entsprechende Prüfergebnisse herangezogen werden.
(2) Für Säuren mit einem pH-Wert < 5 und Laugen mit einem pH-Wert > 10 darf die Leckagesonde nicht verwendet werden.
3.2 Ausführung
(1) Das Leckageerkennungssystem mit Leckagesonde und Messumformer nach thisem Beschcheid muss entsprechend Abschnitt 1.1 der Technischen Beschreibung angeordnet bzw. entsprechend deren Abschnitten 5 und 6 eingebaut und eingestellt werden. Mit dem Einbau, Instandhalten, Instandsetzen und Reinigen des Regelungsgegenstandes)duren nur solche Betriebe beaufragt werden, die uber Kenntnisse des Brand- und Explosionschutzes verfugen, wenn diese Tätigkeiten an Anlagen fur Flüssigkeiten mit Flammpunkt ≤ 55^ durch gefuhr werden. Nach Abschluss der Montage des Leckageerkennungssystems musc durch einen Sachkundigen des einbauenden Betriebes eine Prufung auf ordnungsgemaffen Einbau und einwandfrei Funktion durchgefuhrt werden. Über die Einstellung der Leckagesonde und die ordnungsgemäß Funktion ist eine Bescheinigung auszustellen und dem Betreiber zu übergeben.
(2) Beim Einbau der Leckagesonde ist darauf zu achten, dass Dichtflächen durchdringende Schraubverbindungen unterhalb des maximal möglichen Flüssigkeitsspiegels unzulässig sind.
(3) Die Leckagesonde ist Mechanisch safer in der Auffangvorrichtung so einzubauen, dass sie von der austretenden Flüssigkeit erreicht wird und die Leckage safer erkannt wird. Die vom Hersteller definierten Abstände für den Einbau sind zu beachten (siehe Technische Beschreibung Abschnitt 6).
(4) Der mechanisch sichere Einbau ist zu kennzeichnen und gegen unbeabsichtigtes Verstellen zu sichern (Montagezubehör und Schlauchklemme, die empfohlenen Anzugsmomente in den entsprechenden Datenblättern sind zu beachten).
(5) Nach Einbau der Leckagesonde bzw. nach Änderung der Einbausituation oder bei Wechsel der zu überwachenden Flüssigkeit ist ein Leerabgleich durchzuführen. Dabei muss die "Aktive Zone" der Leckagesonde mindestens 20 mm von metallischen Wänden und Einbauten und 5 mm vom Boden der Auffangwanne entfernt sein. Anschließend kann optional ein Vollabgleich durchgefuhrt werden. Die Abgleichparameter sind gegen unbefugte Änderungen mit Hilfe des elektronischen Schlosses zu sichern (siehe Technische Beschreibung, Abschnitt 6).
4 Bestimmungen für Nutzung, Unterhalt, Wartung und wiederkehrende Prüfungen
(1) Das Leckageerkennungssystem mit Leckagesonde und Messumformer nach thisem Beschcheid muss in Anleitung an die ZG-US Anhang 2, "Einbau- und Betriebsrichtlinie für Überfüllsicherungen" betrieben werden. Der Anhang und die Technische Beschreibung sind vom Antragsteller mitzuliefern. Der Anhang 2 der ZG-US darf zu dieser Zweck kopiert werden.
(2) Die Betriebsbereitschaft des Leckageerkennungssystems ist in zeitlichen Abständen entsprechend den betrieblichen Bedingungen in geeigneter Weise zu überprüfen.
(3) Die Funktionsfähigkeit des Leckageerkennungssystems ist nach Abschnitt 8 der Technischen Beschreibung und in Anleitung an die Anforderungen des Abschnitts 5.2 von Anhang 2 der ZG-US in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber einmal im Jahr, zu prufen. Bei Gefahr von leitenden Ablagerungen an der Leckagesonde sind über das Interval der jährlichen Funktionsprüfung hinaus wiederkehrende Prüfung und Säuberung darauf abzustimmen. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, die Art der Überprüfung und die Zeitabstände im genannten Zeitrahmen zu wahren.
(4) Stör- und Fehlermeldungen sind in Abschnitt 4 der Technischen Beschreibung beschrieben.
4
von der TÜV Nord Cert GmbH geprüfte Technische Beschreibung des Leckageerkennungssystems mit der Sonde LI224x vom 14.12.2011
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Allgemeine Bauartgenehmigung
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(5) Bei Wiederinbetriebnahme der Lageranlage nach Stillegung oder bei Wechsel der wassergeführenden Flüssigkeit, bei dem mit einer Änderung der Einstellungen oder der Funktion der Leckagesonde zu rechnen ist, ist eine erneute Funktionprüfung, siehe Abschnitt 3.2 (1), durchzufahren.
Holger Eggert Beglaubigt Referatsleiter Schonemann
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Allgemeine Bauartgenehmigung
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Deutsches
Institut
Reutn
DIBt

Schema des Leckageerkennungssystems

Leakagesondle
(1) Standaufnehmer
Kapaziliver Sensor
(2) Messumformer
im Standaufnehmer eingebaut
(4) Signalveränder
(4) bis (5c) nicht Gegenstand dieser
(5a) Meldeinnichtung
allgemeinen baulaufsichtlichen Zufassung
(5b) Steuerungseinrichtung
Leckagesonde (kapazitive Sonde) LI224x mit integriertem Messumformer als Bauteil von Leckageerkennungssystemen
Ubersicht
Anlage 1