SEM 43 - Fitnessgeräte SANITAS - Kostenlose Bedienungsanleitung
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Laden Sie die Anleitung für Ihr Fitnessgeräte kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch SEM 43 - SANITAS und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. SEM 43 von der Marke SANITAS.
BEDIENUNGSANLEITUNG SEM 43 SANITAS
Ch2 Ch1 Ch1 Ch23 DEUTSCH Bitte lesen Sie diese Gebrauchsanweisung aufmerksam durch, bewahren Sie sie für späteren Gebrauch auf, machen Sie sie anderen Benutzern zugänglich und beachten Sie die Hinweise. WARNUNG Warnhinweis auf Verletzungsgefahren oder Gefahren für Ihre Ge- sundheit ACHTUNG Sicherheitshinweis auf mögliche Schäden am Gerät/Zubehör Hinweis Hinweis auf wichtige Informationen Gebrauchsanweisung beachten Vor Nässe schützen Seriennummer Anwendungsteil Typ BF Entsorgung gemäß Elektro- und Elektronik-Altgeräte EG-Richtlinie – WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment)
Die CE-Kennzeichnung bescheinigt die Konformität mit den grund- legenden Anforderungen der Richtlinie 93/42/EWG für Medizin- produkte.
1. Zum Kennenlernen ....................................................................................... 4
1.1 Was ist und kann Digital EMS/TENS? ...................................................... 4
7.2 Ablauf für die Programme TENS 1–7, EMS 1– 27 und MASSAGE 1–10
12. Ersatz- und Verschleißteile ........................................................................ 16
13. Garantie / Service ........................................................................................ 16
Inhaltsverzeichnis4 Hersteller Geräte, die effektive Ausgangswerte über 10mA oder 10V gemittelt über jedes 5-s-Intervall abgeben können.
1.1 Was ist und kann Digital EMS/TENS?
Digital EMS/TENS gehört zur Gruppe der Elektrostimulationsgeräte. Es beinhaltet drei Basisfunktionen, die kombiniert betrieben werden können:
1. Die elektrische Stimulation von Nervenbahnen (TENS)
2. Die elektrische Stimulation von Muskelgewebe (EMS)
3. Eine durch elektrische Signale hervorgerufene Massagewirkung.
Dazu besitzt das Gerät zwei unabhängige Stimulationskanäle und vier selbst- haftende Klebeelektroden. Es bietet vielseitig anwendbare Funktionen zur Erhö- hung des allgemeinen Wohlempfindens, zur Schmerzlinderung, zur Erhaltung der körperlichen Fitness, Entspannung, Muskelrevitalisierung und Müdigkeitsbe- kämpfung. Sie können dazu entweder aus voreingestellten Programmen wählen oder diese selbst entsprechend Ihrer Bedürfnisse festlegen. Das Wirkungsprinzip von Elektro-Stimulationsgeräten basiert auf der Nachbil- dung körpereigener Impulse, welche mittels Elektroden über die Haut an die Nerven- bzw. Muskelfasern weitergeleitet werden. Die Elektroden können dabei an vielen Körperpartien angebracht werden, wobei die elektrischen Reize unge- fährlich und praktisch schmerzfrei sind. Sie spüren in bestimmten Anwendungen lediglich ein sanftes Kribbeln oder Vibrieren. Die in das Gewebe gesandten elektrischen Impulse beeinflussen die Erregungsübertragung in Nervenleitungen sowie Nervenknoten und Muskelgruppen im Anwendungsgebiet. Die Wirkung der Elektrostimulation wird in der Regel erst nach regelmäßig wie- derholter Anwendung erkennbar. Am Muskel ersetzt die Elektrostimula tion re- gelmäßiges Training nicht, ergänzt die Wirkung desselben aber sinnvoll. Unter TENS, der transkutane elektrische Nervenstimulation, versteht man die über die Haut wirkende elektrische Anregung von Nerven. TENS ist als klinisch erwiesene, wirksame, nicht-medikamentöse, bei richtiger Anwendung nebenwir- kungsfreie Methode zur Behandlung von Schmerzen bestimmter Ur sachen zuge- lassen – dabei auch zur einfachen Selbstbehandlung. Der schmerzlindernde bzw. -unterdrückende Effekt wird unter anderem erreicht durch die Unterdrückung der Weiterleitung des Schmerzes in Nerven fasern (hierbei vor allem durch hochfre- quente Impulse) und Steigerung der Ausscheidung körpereigener Endorphine, die das Schmerzempfinden durch ihre Wirkung im Zentralen Nervensystem vermin- dern. Die Methode ist wissen schaftlich unter mauert und medizinisch zugelassen. Jedes Krankheitsbild, das eine TENS-Anwendung sinnvoll macht, muss von Ih- rem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Dieser wird Ihnen auch Hinweise zum jeweiligen Nutzen einer TENS-Selbstbehandlung geben. TENS ist bei folgenden Anwendungen klinisch geprüft und zugelassen:
Rückenschmerzen, insbesondere auch Lenden- und Halswirbelsäulen- beschwerden
Gelenkschmerzen (z.B. Kniegelenk, Hüftgelenk, Schulter)
Regelbeschwerden bei Frauen
Schmerzen nach Verletzungen am Bewegungsapparat
Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
Chronischen Schmerzzuständen verschiedener Ursachen. Die elektrische Muskelstimulation (EMS), ist eine weit verbreitete und allge- mein anerkannte Methode und findet seit Jahren in der Sport- und Rehabilita- tionsmedizin Anwendung. Im Sport- und Fitnessbereich wird EMS unter anderem ergänzend zum konventionellen Muskeltraining eingesetzt, um die Leistungs- fähigkeit von Muskelgruppen zu erhöhen und um die Körper proportionen den gewünschten ästhetischen Ergebnissen anzupassen. Die Anwendung der EMS geht in zwei Richtungen. Zum einen kann eine gezielte Kräftigung der Muskulatur hervorgerufen werden (aktivierende Anwendung) und zum anderen kann auch ei- ne entspannende, erholende Wirkung (relaxierende Anwendung) erzielt werden. Zur aktivierenden Anwendung gehören:
Muskeltraining zur Erhöhung der Ausdauerleistung und/oder
Muskeltraining zur Unterstützung der Kräftigung bestimmter Muskeln oder Muskelgruppen, um gewünschte Veränderungen der Körperpropor tionen zu erreichen. Zur relaxierenden Anwendung gehören:
Muskelrelaxation zur Lösung von muskulären Verspannungen
Verbesserung bei muskulären Müdigkeitserscheinungen
Beschleunigung der Muskelregeneration nach hoher muskulärer Leistung (z.B. nach einem Marathon).5 Digital EMS/TENS bietet durch die integrierte Massagetechnologie außerdem die Möglichkeit, mit einem in Empfindung und Wirkung an eine reale Massage angelehnten Programm Muskelverspannungen abzubauen und Müdigkeitser- scheinungen zu bekämpfen. Anhand der Positionierungsvorschläge und Programmtabellen in dieser Anleitung können Sie für die jeweilige Anwendung (je nach betroffener Körper region) und für die beabsichtigte Wirkung die Geräteeinstellung schnell und einfach ermitteln. Durch die beiden separat justierbaren Kanäle bietet das Digital EMS/TENS den Vorteil die Intensität der Impulse unabhängig voneinander auf zwei zu behan- delnde Körperpartien anzupassen, zum Beispiel um am Körper beide Seiten ab- zudecken oder größere Gewebeareale gleichmäßig zu stimulieren. Die individu- elle Intensitätseinstellung jedes Kanals ermöglicht es Ihnen außer dem, gleichzei- tig zwei verschiedene Körperpartien zu behandeln, wodurch eine Zeitersparnis gegenüber einer sequentiellen Einzelbehandlung erreicht werden kann.
diese Gebrauchsanweisung
2. Wichtige Hinweise
Eine Anwendung des Gerätes ersetzt keine ärztliche Konsultation und Be- handlung. Befragen Sie bei jeder Art von Schmerz oder Krankheit deshalb immer zunächst Ihren Arzt! WARNUNG! Um gesundheitlichen Schäden vorzubeugen ist in folgenden Fällen von der Anwendung des Digital EMS/TENS dringend abzuraten:
Bei implantierten elektrischen Geräten (wie z.B. Herzschritt- machern)
Bei Vorhandensein von metallenen Implantaten
Bei Insulinpumpenträgern
Bei hohem Fieber (z.B. > 39 °C)
Bei bekannten oder akuten Herzrhythmusstörungen und anderen Er re gungs- bildungs- und Leitungsstörungen am Herzen
Bei Anfallsleiden (z.B. Epilepsie)
Bei einer bestehenden Schwangerschaft
Bei vorliegenden Krebserkrankungen
Nach Operationen, bei denen verstärkte Muskelkontraktionen den Heilungs prozess stören könnten
Eine Anwendung in der Nähe des Herzens muss unterbleiben. Stimulations elektroden dürfen an keiner Stelle des vorderen Brustkorbs (durch Rippen und Brustbein gekennzeichnet) an- gewandt werden, insbesondere nicht an beiden großen Brust- muskeln. Hier kann es das Risiko von Herzkammerflimmern erhöhen und einen Herzstillstand herbeiführen
Am knöchernen Schädel, im Bereich des Mundes, des Rachenraumes oder des Kehlkopfes
Im Bereich des Halses / Halsschlagader
Im Bereich der Genitalien
Auf akut oder chronisch erkrankter (verletzter oder entzündeter) Haut, (z.B. bei schmerzhaften und schmerzlosen Entzündungen, Rötungen, Hautaus- schlägen (z.B. Allergien), Verbrennungen, Prellungen, Schwellungen und offenen sowie sich im Heilungsprozess befindliche Wunden, an Operations- narben die in der Heilung begriffen sind)
In Umgebungen mit hoher Feuchtigkeit wie z.B. im Badezimmer oder beim Baden oder Duschen
Nicht nach Alkoholkonsum verwenden
Bei einem gleichzeitigen Anschluss an ein Hochfrequenz-Chirurgiegerät Halten Sie vor einer Anwendung des Geräts Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt bei:
Akuten Erkrankungen, insbesondere bei Verdacht oder Vorliegen von Bluthochdruckerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Neigung zu throm bo-embolischen Erkrankungen sowie bei bösartigen Neubildungen
Allen Hauterkrankungen
Nicht abgeklärten chronischen Schmerzzuständen unabhängig von der Kör- perregion
Allen Sensibilitätsstörungen mit reduziertem Schmerzempfinden (wie z.B. Stoffwechselstörungen)
Gleichzeitig durchgeführten medizinischen Behandlungen
Mit der Stimulationsbehandlung auftretenden Beschwerden
Beständigen Hautreizungen aufgrund von langzeitiger Stimulation an der glei- chen Elektrodenstelle6 ACHTUNG! Verwenden Sie das Digital EMS/TENS ausschließlich:
Für den Zweck, für den es entwickelt wurde und auf die in dieser Gebrauchs- anweisung angegebene Art und Weise. Jeder unsachgemäße Gebrauch kann gefährlich sein
Zur äußerlichen Anwendung
Mit den mitgelieferten und nachbestellbaren Original-Zubehörteilen, ansons- ten erlischt der Garantieanspruch
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Kinder oder Personen mit einge- schränkten physischen, sensorischen (z.B. Schmerzunempfindlichkeit) oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zu- ständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist.
Wenn Flüssigkeit aus einer Batteriezelle mit Haut oder Augen in Kontakt kommt, die betroffene Stelle mit Wasser auswaschen und ärztliche Hilfe auf- suchen.
Verschluckungsgefahr! Kleinkinder könnten Batterien verschlucken und daran ersticken. Daher Batterien für Kleinkinder unerreichbar aufbewah- ren!
Auf Polaritätskennzeichen Plus (+) und Minus (-) achten.
Wenn eine Batterie ausgelaufen ist, Schutzhandschuhe anziehen und das Batteriefach mit einem trockenen Tuch reinigen.
Schützen Sie Batterien vor übermäßiger Wärme.
Explosionsgefahr! Keine Batterien ins Feuer werfen.
Batterien dürfen nicht geladen oder kurzgeschlossen werden.
Bei längerer Nichtbenutzung des Geräts die Batterien aus dem Batteriefach nehmen.
Verwenden Sie nur denselben oder einen gleichwertigen Batterietyp.
Immer alle Batterien gleichzeitig auswechseln.
Keine Akkus verwenden!
Keine Batterien zerlegen, öffnen oder zerkleinern. VORSICHTSMASSNAHMEN:
Entfernen Sie die Elektroden stets mit mäßigem Zug von der Haut, um im sel- tenen Fall einer hochempfindlichen Haut Verletzungen zu vermeiden.
Halten Sie das Gerät von Wärmequellen fern und verwenden Sie es nicht in der Nähe (~1 m) von Kurz- oder Mikrowellengeräten (z.B. Handys), da dies zu unangenehmen Stromspitzen führen kann.
Setzen Sie das Gerät nicht direkter Sonne oder hohen Temperaturen aus.
Schützen Sie das Gerät vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Das Gerät nie- mals in Wasser oder andere Flüssigkeiten tauchen.
Das Gerät ist zur Eigenanwendung geeignet.
Die Elektroden dürfen aus hygienischen Gründen nur bei einer Person ange- wendet werden.
Sollte das Gerät nicht korrekt funktionieren, sich Unwohlsein oder Schmerzen einstellen, brechen Sie die Anwendung sofort ab.
Zum Entfernen oder Versetzen von Elektroden zuvor das Gerät bzw. den zu- gehörigen Kanal abschalten, um ungewollte Reize zu vermeiden.
Modifizieren Sie keine Elektroden (z.B. durch Beschnitt). Dies führt zu höhe rer Stromdichte und kann gefährlich sein (max. empfohlener Ausgangswert für die Elektroden 9 mA/cm², eine effektive Stromdichte über 2 mA/cm² bedarf der erhöhten Aufmerksamkeit).
Nicht im Schlaf, beim Führen eines Kraftfahrzeuges oder gleichzeitigem Be- dienen von Maschinen anwenden.
Nicht anwenden bei allen Tätigkeiten, bei denen eine unvorhergesehene Re- aktion (z.B. verstärkte Muskelkontraktion trotz niedriger Intensität) gefährlich werden kann.
Achten Sie darauf, dass während der Stimulation keine metallischen Objekte wie Gürtelschnallen oder Halsbänder in Kontakt mit den Elektroden gelangen können. Sollten Sie im Bereich der Anwendung Schmuck oder Piercings (z.B. Bauchnabelpiercing) tragen, müssen Sie die se vor dem Gebrauch des Ge- rätes entfernen, da es sonst zu punktuellen Verbrennungen kommen kann.
Halten Sie das Gerät von Kindern fern, um eventuellen Gefahren vorzubeugen.
Verwechseln Sie die Elektrodenkabel mit den Kontakten nicht mit Ihren Kopf- hörern oder anderen Geräten und verbinden Sie die Elektroden nicht mit an- deren Geräten.
Benutzen Sie dieses Gerät nicht gleichzeitig mit anderen Geräten, die elek- trische Impulse an Ihren Körper abgeben.
Nicht anwenden in der Nähe leicht entzündlicher Stoffe, Gase oder Sprengstoffe.
Verwenden Sie keine Akkus und nur die gleichen Batterietypen.7
Führen Sie die Anwendung in den ersten Minuten im Sitzen oder Liegen durch, um in den seltenen Fällen vagaler Reaktion (Schwächegefühl) nicht un- nötiger Verletzungsgefahr ausgesetzt zu sein. Stellen Sie bei Eintreten eines Schwäche gefühls sofort das Gerät ab und legen Sie die Beine hoch (ca. 5 –10 Min.).
Eine Vorbehandlung der Haut mit fettenden Cremes oder Salben wird nicht empfohlen, der Elektrodenverschleiß ist hierdurch stark erhöht bzw. kann es auch hier zu unangenehmen Stromspitzen kommen. Beschädigung
Benutzen Sie das Gerät bei Beschädigungen nicht und wen den Sie sich an Ihren Händler oder an die angegebene Kundendienstadresse.
Überprüfen Sie das Gerät auf Anzeichen von Abnutzung oder Beschädigung. Falls Sie solche Anzeichen finden oder falls das Gerät unsachgemäß benutzt wurde, müssen Sie es vor erneuter Benutzung zum Hersteller oder Händler bringen.
Schalten Sie das Gerät sofort aus, wenn es defekt ist oder Betriebsstörungen vorliegen.
Versuchen Sie in keinem Fall, das Gerät selbstständig zu öffnen und/oder zu reparieren. Lassen Sie Reparaturen nur vom Kundendienst oder autori sierten Händlern durchführen. Bei Nichtbeachten erlischt die Garantie.
Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch unsachgemäßen oder fal- schen Gebrauch verursacht wurden.
Elektrostimulations-Geräte arbeiten mit den folgenden Stromeinstellungen, die je nach Einstellung unterschiedliche Auswirkung auf die Stimulations wirkung haben:
Diese beschreibt die Zeitfunktion des Erregerstroms. Dabei werden monophasische von biphasischen Puls- strömen unterschieden. Bei monophasischen Pulsströmen fließt der Strom in eine Richtung, bei biphasischen Pulsen wechselt der Erregerstrom seine Richtung ab. Im Digital EMS/TENS finden sich ausschließlich biphasi sche Pulsströme, da sie den Muskel entlasten, zu einer gerin- geren Muskel ermüdung sowie zu einer sichereren Anwendung führen.
Die Frequenz gibt die Anzahl der Einzelimpulse pro Sekunde an, ihre Angabe erfolgt in Hz (Hertz). Sie kann berechnet werden, indem man den Umkehrwert der Perioden zeit be- rechnet. Die jeweilige Frequenz bestimmt, welche Muskel- fasertypen bevorzugt reagieren. Langsam reagierende Fasern reagieren eher auf niedrigere Impuls frequenzen bis 15 Hz, schnell reagierende Fasern dagegen sprechen erst ab ca. 35 Hz aufwärts an. Bei Impulsen von ca. 45 – 70 Hz kommt es zur Daueranspannung im Muskel verbunden mit schneller Muskelermüdung. Höhere Impulsfrequenzen sind daher bevorzugt für Schnellkraft- und Maximalkrafttraining einsetzbar.
Mit ihr wird die Dauer eines Einzelimpulses in Mikro sekun- den angegeben. Die Impulsbreite bestimmt dabei unter an- derem die Eindringtiefe des Stromes, wobei allgemein gilt: Größere Muskelmasse bedarf größerer Impulsbreite.
3.4 Impulsintensität
Die Einstellung des Intensitätsgrades richtet sich individuell nach dem subjektiven Empfinden jedes einzelnen Anwen- ders und wird durch eine Vielzahl von Größen bestimmt, wie dem Anwendungsort, der Hautdurchblutung, der Hautdicke sowie der Güte des Elektrodenkontakts. Die praktische Einstellung soll zwar wirksam sein, darf aber niemals unangenehme Empfindungen, wie z.B. Schmer- zen am Anwendungsort hervorrufen. Während ein leichtes Kribbeln eine aus- reichende Stimulations energie anzeigt muss jede Einstellung die zu Schmerzen führt vermieden werden. Bei längerer Anwendung kann eine Nachjustierung auf Grund von zeitlichen An- passungsvorgängen am Anwendungsort nötig sein.
3.5 Zyklusgesteuerte Impulsparameter-Variation
In vielen Fällen ist es erforderlich durch die Anwendung mehrerer Impuls para- meter die Gesamtheit der Gewebestrukturen am Anwendungsort abzudecken. Beim Digital EMS/TENS erfolgt dies dadurch, dass die vorliegenden Programme automatisch eine zyklische Impulsparameter-Veränderung vornehmen. Dadurch wird auch der Ermüdung einzelner Muskelgruppen am Anwendungsort vorge- beugt. Impuls- intensität Zeit8 Beim Digital EMS/TENS gibt es sinnvolle Voreinstellungen der Stromparameter. Sie können hierbei jederzeit während der Anwendung die Impuls intensität ver- ändern. Bei 6 Programmen haben Sie überdies die Möglichkeit, unterschiedliche Parameter Ihrer Stimulation selbst festzulegen.
4. Gerätebeschreibung
Intensitäts-Einstelltasten (
Auswahltaste UP (auf) und DOWN (ab)
Taste M (Menü) Display (Vollanzeige):
Timer-Funktion (Anzeige Restlaufzeit) oder Arbeits zeit
Anzeige Frequenz (Hz), Pulsbreite (µs) oder Pausenzeit
Impulsintensität Kanal 1 ( )
Impulsintensität Kanal 2 ( )
Anzeige des Operationsstatus
Programmnummer Zubehör:
1 x Gürtelclip Tastenfunktionen Jedes Betätigen einer Taste wird mit einem Signalton quittiert, um unbeabsich- tigtes Drücken einer Taste erkennbar zu machen. Dieser Signalton lässt sich nicht ausschalten. EIN/AUS (1) Zum Einschalten des Geräts kurz drücken. (2) Unterbrechung der Stimulationsbehandlung durch einfaches Drücken. (3) Ausschalten des Gerätes durch langes Drücken (ca. 2 Sekunden). UP und DOWN Wahl von Behandlungsprogramm, Behandlungszeit, Frequenz, Pulsbreite, Arbeits- und Pausenzeit. M (Menü) (1) Navigation zwischen den Menüs , und . (2) Rückkehr zum Programmauswahlfenster oder zur Menüauswahl. E (Enter) (1) Menüauswahl (2) Bestätigung einer mit UP / DOWN getroffenen Auswahl, ausgenommen Kanalintensität Intensitäts-Einstelltasten (
rechts) Einstellung der Impulsintensität Tastensperre Sperrung der Tasten, um ein unbeabsichtigtes Drücken der Tasten zu vermei- den. (1) Um die Tastensperre zu aktivieren, halten Sie die -Taste ca. 3 Sekunden lang gedrückt bis Sie das Symbol im Display sehen. (2) Um die Tastensperre zu deaktivieren, drücken Sie die -Taste erneut ca. 3 Sekunden lang bis das Symbol im Display erlischt.
Nehmen Sie den Gürtelclip, falls aufgesteckt, vom Gerät ab.
Drücken Sie auf die Batteriefachabdeckung auf der Rückseite des Gerätes und schieben Sie sie nach unten.
Legen Sie die 3 Batterien vom Typ Alkaline AAA 1,5 V ein. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Batterien entspre- chend der Kennzeichnung mit korrekter Polung eingelegt wer- den.
Schließen Sie den Batteriefachdeckel wieder sorgfältig (Abb. 1).
5. Stecken Sie den Gürtelclip, bei Bedarf, wieder auf.
Verbinden Sie die Anschlusskabel mit den Elektroden (Abb. 2).
Für eine besonders einfache Verbindung sind die Elek- troden mit Clipverschluss ausgestattet.
Führen Sie die Stecker der Anschlusskabel in die Buchse auf der Oberseite des Gerätes ein (Abb. 3).
Nicht an den Leitungen ziehen, drehen oder diese scharf knicken (Abb. 4).
Bitte beachten Sie, dass bei Batteriewechsel bzw. -ent- nahme alle Einstellungen auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden.
6. Programmübersicht
Das Digital EMS/TENS verfügt insgesamt über 50 Programme:
10 MASSAGE-Programme Bei allen Programmen haben Sie die Möglichkeit, die Impulsintensität der bei- den Kanäle separat einzustellen. Darüber hinaus können Sie bei den TENS-Programmen 8 –10 und den EMS- Programmen 28 – 30 unterschiedliche Parameter einstellen, um die Stimula- tionswirkung dem Aufbau des Anwendungsortes anzupassen.
6.2 Hinweise zur Elektrodenplatzierung
Eine sinnvolle Platzierung der Elektroden ist für den beabsichtigten Erfolg einer Stimulations-Anwendung wichtig. Wir empfehlen Ihnen die optimalen Elektrodenpositionen an Ihrem beabsichtig- ten Anwendungsgebiet mit Ihrem Arzt abzustimmen. Als Leitschnur dienen die vorgeschlagenen Elektrodenplatzierungen auf der Um- schlagsinnenseite (Abbildungen 1– 28). Es gelten folgende Hinweise bei der Wahl der Elektrodenplatzierung: Elektrodenabstand Je größer der Elektrodenabstand gewählt wird, desto größer wird das stimulierte Gewebsvolumen. Dies gilt für die Fläche und die Tiefe des Gewebsvolumens. Zu- gleich nimmt aber die Stimulationsstärke des Gewebes mit größerem Elektroden- abstand ab, dies bedeutet dass bei größerer Wahl des Elektrodenabstands zwar ein größeres Volumen, dies aber schwächer stimuliert wird. Um die Stimulation zu erhöhen muss dann die Impulsintensität erhöht werden. Es gilt als Richtlinie für die Wahl der Elektrodenabstände:
unter 5 cm werden primär oberflächliche Strukturen stark stimuliert,
über 15 cm werden großflächige und tiefe Strukturen sehr schwach stimuliert. Elektrodenbezug zum Muskelfaserverlauf Die Wahl der Stromflussrichtung ist entsprechend der ge- wünschten Muskel schicht dem Faserverlauf der Muskeln an- zupassen. Sind oberflächliche Muskeln zu erreichen, so ist die Elektrodenplatzierung parallel zum Faserverlauf durch zuführen (A – B / C – D), sollen tiefe Gewebsschichten erreicht werden, ist die Elektroden platzierung quer zum Faserverlauf durchzufüh- ren. Letzteres kann z.B. über die Kreuz (= Quer) Elektroden- anordnung erreicht werden, z.B. A – D / B – C.
Bei der Schmerzbehandlung (TENS) mittels Digital EMS/TENS mit seinen 2 getrennt regelbaren Kanälen und je 2 Klebeelektroden ist es ratsam, entweder die Elektroden eines Kanals so anzulegen, dass der Schmerzpunkt zwischen den Elektroden liegt oder Sie legen eine Elektrode direkt auf den Schmerzpunkt und die andere legen Sie mindestens 2 – 3 cm entfernt an. Die Elektroden des zweiten Kanals können zur gleichzeitigen Behandlung wei- terer Schmerzpunkte verwendet werden, oder aber auch gemeinsam mit den Elektroden des ersten Kanals zur Einkreisung des Schmerzbereiches (gegen- überliegend) verwendet werden. Hier ist wieder eine Kreuzanordnung sinnvoll. Abb. 2Abb. 3Abb. 1Abb. 4
Tipp zur Massagefunktion: für eine optimale Behandlung verwenden Sie immer alle 4 Elektroden.
Um die Haltbarkeit der Elektroden zu verlängern, verwenden Sie diese auf sauberer, möglichst haar- und fettfreier Haut. Falls nötig die Haut vor der Anwendung mit Wasser reinigen und Haare entfernen.
Sollte sich eine Elektrode während der Anwendung lösen, so geht die Impulsintensität des entsprechenden Kanals auf die niedrigste Stufe. Platzieren Sie die Elektrode neu und stellen Sie die gewünschte Impulsintensität erneut ein.
6.3 TENS-Programmtabelle
Progr.- Nr. Sinnvolle Anwendungs bereiche, Indikationen Phase Laufzeit (Min.)
Schmerzlinderung – akuter Schmerz
2 Schmerzlinderung – chronischer Schmerz (Pulsweitenmoduliert)
3 Endorphinische Wirkung (Burst) 1 30 4 Ischias 1 30 5 Behandlung Atrophie 1 05
Die TENS-Programme 8 - 10 können individuell eingestellt werden, siehe hierzu 7.3.2 (S. 12). Hinweis: Die Elektrodenposition soll das schmerzhafte Gebiet umschließen. Bei schmerz haften Muskelgruppen werden die Elektroden um den betroffenen Mus- kel gruppiert. Bei Gelenkschmerzen soll das Gelenk an der Vorder-/Hinter-Seite des Gelenks sowie, wenn es die Elektrodenabstände zulassen, an der rechten und linken Gelenkseite mit Elektroden umgeben werden. Der minimale Elektrodenabstand soll 5 cm nicht unter- und 15 cm nicht überschreiten. Beachten Sie die Abbildungen 25 und 28, die für das Knie- und Sprunggelenk gelten. Burst-Programme sind für alle Anwendungsorte geeignet, die mit wechselndem Signalmuster behandelt werden sollten (für eine möglichst geringe Gewöhnung).
6.4 EMS-Programmtabelle
Progr.- Nr. Sinnvolle Anwendungs bereiche, Indikationen Mögliche Elektroden- platzierung Phase Laufzeit (Min.) 1 Kapillarisierung 1 – 28 1 20 2 Aufwärmen 1 – 28 1 10 3 Abwärmen nach Training/ Wettkampf 1 – 28 1 20 4 Maximale Kraft unterer Gliedmaßen 22, 23, 24, 26, 27
7 Maximale Kraft Rumpf und oberer Gliedmaßen 1 – 20 1 05
8 Widerstandskraft Rumpf und oberer Gliedmaßen 1 – 20 1 05
9 Explosive Kraft Rumpf und oberer Gliedmaßen 1 – 20 1 05
12 Kräftigung unterer Gliedmaßen 22, 23, 24, 26, 27
13 Modellierung und Formung unterer Gliedmaßen 22, 23, 24, 26, 27
Progr.- Nr. Sinnvolle Anwendungs bereiche, Indikationen Mögliche Elektroden- platzierung Phase Laufzeit (Min.) 14 Erhöhung Masse unterer Gliedmaßen 22, 23, 24, 26, 27
17 Kräftigung Bauchmuskeln 18,19, 20 1 20
18 Modellierung Bauchmuskeln 18,19, 20 1 20
19 Straffung oberer Gliedmaßen 12 – 17 1 20
20 Kräftigung oberer Gliedmaßen 12 – 17 1 20
21 Modellierung oberer Glied maßen 12 – 17 1 20
22 Erhöhung Masse oberer Gliedmaßen 12 – 17 1 15 23 Straffung Hüften und Oberschenkel 20, 23, 24 1 20
24 Kräftigung Hüften und Oberschenkel 20, 23, 24 1 20
25 Straffung Gesäßmuskeln 22 1 20
26 Kräftigung Gesäßmuskeln 22 1 20
27 Modellierung Gesäßmuskeln 22 1 20
Die EMS-Programme 28 - 30 können individuell eingestellt werden, siehe hierzu 7.3.3 (S. 13).
6.5 MASSAGE-Programmtabelle
Progr.- Nr. Sinnvolle Anwendungs bereiche, Indikationen Phase Laufzeit (Min.) 1 Lösung von Muskel verspannungen 1 20 2 Entspannende Massage 1 25 3 Kräftigende Massage 1 20 4 Klopfmassage 1 15 5 Klopf- und Strahlmassage 1 15 6 Schüttelmassage 1 20 7 Aufwärmmassage 1 1 20 8 Aufwärmmassage 2 1 10 9 Druckmassage 1 20 10 Knet- und Druckmassage 1 20 Die Platzierung der Elektroden ist so zu wählen, dass sie die betroffenen Mus- kelsegmente umschließt. Für eine optimale Wirkung ist der Abstand der Elektro- den nicht größer als ca. 15 cm. Eine Anwendung der Elektroden an der vorderen Wand des Brustkorbs darf nicht durchgeführt werden, d.h. eine Massage am linken und rechten großen Brustmuskel muss unterbleiben.
7.1 Hinweise zur Anwendung
Wird das Gerät 2 Minuten lang nicht verwendet, schaltet es sich automatisch ab (Abschaltautomatik). Bei erneutem Einschalten erscheint der LCD-Bild- schirm der Menüauswahl, wobei das zuletzt verwendete Menü blinkt.
Wird eine zulässige Taste gedrückt, erklingt ein kurzer Signalton, beim Drücken einer unzulässigen Taste werden zwei kurze Signaltöne ausgegeben.
Sie können die Stimulation jederzeit durch kurzes Drücken der EIN/AUS-Taste unterbrechen (Pause). Zur Fortsetzung der Stimulation drücken Sie erneut kurz die EIN/AUS-Taste und stellen Sie die gewünschte Impulsintensität neu ein.
7.2 Ablauf für die Programme TENS 1–7, EMS 1– 27 und
Wählen Sie aus den Programmtabellen (S. 10 –11) ein für Ihre Zwecke geeignetes Programm.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvorschlä- ge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät.12 Programmauswahl
Drücken Sie die EIN/AUS-Taste , um das Gerät einzuschalten.
- Navigieren Sie durch Drücken der M-Taste durch die Menüs / / (Abb. 1, Bsp. Display Anzeige TENS) und bestätigen Sie Ihre Wahl mit der E-Taste.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihr gewünschtes Pro- gramm und bestätigen Sie Ihre Wahl mit der E-Taste (Abb. 2, Bsp. TENS-Programm 03). Allgemeine Information Wenn Sie zum vorherigen Auswahlmenü zurückkehren möchten, drücken Sie die M-Taste. Sie können durch langes Drücken der E-Taste die einzelnen Einstellungsschritte überspringen und direkt mit der Stimulationsbehandlung beginnen. Impulsintensität einstellen
Beim Start der Stimulationsbehandlung ist die Impulsintensität von und standardmäßig auf 00 gestellt. Es werden noch keine Impulse an die Elektroden gesendet.
Wählen Sie mit den INTENSITÄTS-EINSTELL-Tasten Ihre gewünschte Impulsintensität aus. Die Anzeige der Impuls- intensität passt sich entsprechend an (Abb. 3). Sie können die Impulsintensität von und separat voneinander einstellen.
Befindet sich das Programm in einer Pause-Phase, kann die Intensität nicht erhöht werden.
- Wenn Sie die Stimulationsbehandlung vorzeitig abbrechen wollen, drücken Sie die EIN/AUS-Taste .
7.3 Einstellung eigener Parameter
7.3.1 Behandlungszeit einstellen
(Nur TENS Programme 8-10 und EMS Programme 28-30) Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Behand- lungszeit aus. Sie können die Behandlungszeit von 5 Minuten bis 100 Minuten einstellen (Abb. 4, Bsp. Behandlungszeit 20 min). Bestätigen Sie Ihre Wahl mit der E-Taste. Die Stimulationsbehand- lung startet und die Anzeige des Operationsstatus beginnt ab- wechselnd zu blinken (Abb. 5).
7.3.2 Einstellung für individuelle TENS-Programme
Ablauf für das Programm TENS 08 Das Programm TENS 08 ist ein voreingestelltes Programm, das Sie zusätzlich individualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impulsfrequenz von 1 bis 150 Hz und die Impulsbreite von 50 bis 250 µs einstellen.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm TENS 08 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S. 11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Im- pulsfrequenz und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Impulsfrequenz 100 Hz).
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impulsbreite und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 2, Bsp. Impulsbreite 200 µs).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
Ablauf für das Programm TENS 09 Das Programm TENS 09 ist ein voreingestelltes Burst-Programm, das Sie zu- sätzlich individualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impuls- breite von 50 bis 250 µs einstellen.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm TENS 09 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S. 11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impulsbreite und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Impulsbreite 200 µs).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
Ablauf für das Programm TENS 10 Das Programm TENS 10 ist ein voreingestelltes Programm, das Sie zusätzlich individualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impulsfrequenz Abb. 1Abb. 2Abb. 3Abb. 5Abb. 4Abb. 1Abb. 2Abb. 113 von 1 bis 150 Hz einstellen. Die Impulsbreite verändert sich während der Stimu- lationsbehandlung automatisch.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm TENS 10 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S. 11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impuls- frequenz und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Impulsfrequenz 100 Hz).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
7.3.3 Einstellung für individuelle EMS-Programme
Ablauf für das Programm EMS 28 Das Programm EMS 28 ist ein voreingestelltes Programm, das Sie zusätzlich individualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impulsfrequenz von 1 bis 100 Hz und die Impulsbreite von 50 bis 320 µs einstellen.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm EMS 28 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S.11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impulsfrequenz und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Impulsfrequenz 30 Hz).
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impulsbreite und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 2, Bsp. Impulsbreite 250 µs).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
Ablauf für das Programm EMS 29 Das Programm EMS 29 ist ein voreingestelltes Programm, das Sie zusätzlich individualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impulsfrequenz von 1 bis 100 Hz einstellen. Die Impulsbreite verändert sich während der Stimulationsbehandlung automatisch.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm EMS 29 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S. 11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impuls- frequenz und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Impulsfrequenz 30 Hz).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
Ablauf für das Programm EMS 30 Das Programm EMS 30 ist ein voreingestelltes Programm, das Sie zusätzlich indi- vidualisieren können. Sie können bei diesem Programm die Impulsfrequenz von 1 bis 100 Hz einstellen. Zusätzlich können Sie bei diesem Programm die Arbeitszeit und die Pausenzeit jeweils von 1 bis 30 Sekunden, einstellen.
Platzieren Sie die Elektroden im gewünschten Zielbereich (Platzierungsvor- schläge siehe Elektrodenplatzierungen S. 2) und verbinden Sie diese mit dem Gerät. Wählen Sie das Programm EMS 30 wie unter 7.2 „Programmauswahl“ (S. 11) beschrieben.
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Arbeitszeit-Dauer und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 1, Bsp. Arbeitszeit 2 Sekunden).
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Pausenzeit-Dauer und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 2, Bsp. Pausenzeit 10 Sekunden).
Wählen Sie mit den UP/DOWN-Tasten Ihre gewünschte Impulsfrequenz und bestätigen Sie mit der E-Taste (Abb. 3, Bsp. Impulsfrequenz 30 Hz).
Wählen Sie Ihre gewünschte Behandlungszeit wie unter
7.3.1 „Behandlungszeit einstellen“ (S. 12) beschrieben.
Wählen Sie Ihre gewünschte Impulsintensität wie unter
7.2 „Impulsintensität einstellen“ (S. 11) beschrieben.
Abb. 1 Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1 Abb. 1 Abb. 2 Abb. 314
7.4 Änderungen der Einstellungen
Veränderung Intensität (während der Anwendung)
: Veränderung der Intensität je Kanal Unterbrechung der Stimulation EIN/AUS-Taste drücken. Anwendung ändern (komplett oder einzelne Parameter)
EIN/AUS : Unterbrechung der Stimulation
Einstellung der Programme siehe 7.2, Einstellung eigener Parameter siehe 7.3.
7.5 Doctor’s Function
Die Doctor’s Function ist eine spezielle Einstellung mit der Sie noch einfacher und gezielter Ihr ganz persönliches Programm aufrufen können. Ihre individuelle Programmeinstellung wird sofort beim Einschalten aufgerufen und aktiviert. Die Einstellung dieses individuellen Programms kann dabei z.B. durch Ratschlag Ihres Arztes erfolgen. Einstellen der Doctor’s Function
Wählen Sie Ihr Programm und die entsprechenden Einstellungen wie unter
7.2 bzw. 7.3 beschrieben aus.
Beim Start der Stimulationsbehandlung ist die Impulsintensität von und standardmäßig auf 00 gestellt. Es werden noch keine Impulse an die Elektroden gesendet. Bevor Sie mit den Intensitäts-Einstelltasten Ihre ge- wünschte Impulsintensität einstellen, halten Sie die Taste
5 Sekunden lang gedrückt. Die Speicherung in der Doctor’s Function wird durch einen langen Signalton bestätigt. Löschen der Doctor’s Function Um das Gerät wieder freizugeben und wieder auf andere Programme zugreifen zu können, halten Sie die Taste
abermals ca. 5 Sekunden lang gedrückt, die Impulsintensität von und muss hierbei auf 00 gestellt sein. Die Lö- schung der Doctor’s Function wird durch einen langen Signalton bestätigt.
8. Reinigung und Aufbewahrung
Um eine möglichst langandauernde Haftung der Klebeelektroden zu gewähr- leisten, reinigen Sie diese vorsichtig mit einem feuchten, fusselfreien Tuch oder reinigen Sie die Elektrodenunterseite unter lauwarmem, fließendem Wasser und tupfen Sie sie mit einem fusselfreien Tuch trocken.
Trennen Sie vor der Reinigung unter Wasser die Anschlusskabel von den Elektroden.
Kleben Sie die Elektroden nach der Anwendung wieder zurück auf die Träger folie. Reinigung des Gerätes
Entfernen Sie vor jeder Reinigung die Batterien aus dem Gerät.
Reinigen Sie das Gerät nach Gebrauch mit einem weichen, leicht angefeuch- teten Tuch. Bei stärkerer Verschmutzung können Sie das Tuch auch mit einer leichten Seifenlauge befeuchten.
Benutzen Sie zum Reinigen keine chemischen Reiniger oder Scheuermittel. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in das Gerät eindringt. Aufbewahrung
Entnehmen Sie die Batterien aus dem Gerät, wenn Sie es längere Zeit nicht benutzen. Auslaufende Batterien können das Gerät beschädigen.
Knicken Sie die Anschlussleitungen und Elektroden nicht scharf ab.
Trennen Sie die Anschlussleitungen von den Elektroden ab.
Kleben Sie nach Gebrauch die Elektroden wieder zurück auf die Träger folie.
Lagern Sie das Gerät an einem kühlen, belüfteten Ort.
Stellen Sie keine schweren Gegenstände auf das Gerät.
Die verbrauchten, vollkommen entladenen Batterien müssen Sie über speziell gekennzeichnete Sammelbehälter, Sondermüllannahmestellen oder über den Elektrohändleentsorgen. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Batterien zu entsorgen. Diese Zeichen finden Sie auf schadstoffhaltigen Batterien: Pb = Batterie enthält Blei, Cd = Batterie enthält Cadmium, Hg = Batterie enthält Quecksilber. Im Interesse des Umweltschutzes darf das Gerät am Ende seiner Lebensdauer nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Die Entsorgung kann über entsprechende Sammelstellen in Ihrem Land erfolgen. Entsorgen Sie das Gerät gemäß der Elektro- und Elektronik Alt- geräte EG-Richtlinie – WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment). Bei Rückfragen wenden Sie sich an die für die Entsorgung zuständige kommu- nale Behörde.15
10. Probleme/Problemlösungen
Das Gerät schaltet sich bei Drücken der EIN/AUS-Taste nicht ein. Was tun? (1) Sicherstellen, dass die Batterien korrekt eingelegt sind und Kontakt haben. (2) Gegebenenfalls Batterien auswechseln. (3) Mit dem Kundendienst in Verbindung setzen. Die Elektroden lösen sich vom Körper. Was tun? (1) Die klebrige Oberfläche der Elektroden mit einem feuchten, fusselfreien Tuch reinigen. Sollten die Elektroden nach wie vor keinen festen Halt haben, müs- sen diese ausgetauscht werden. (2) Vor jeder Anwendung die Haut reinigen, auf Hautbalsam und Pflegeöle vor der Behandlung verzichten. Eine Rasur kann die Haltbarkeit der Elektroden erhöhen. Es kommt zu keiner spürbaren Stimulation. Was tun? (1) Pro gramm durch Drücken der EIN/AUS-Taste unterbrechen. Korrekte Ver- bindung der Anschlussleitungen zu den Elektroden kontrollieren. Stellen Sie sicher, dass die Elektroden festen Kontakt zum Behandlungsbereich haben. (2) Vergewissern Sie sich, dass der Anschlussleitungsstecker fest mit dem Gerät verbunden ist. (3) EIN/AUS-Taste drücken, um das Programm erneut zu starten. (4) Überprüfen Sie die Elektrodenplatzierung bzw. achten Sie darauf, dass sich die Klebeelektroden nicht überlappen (5) Impulsintensität schrittweise erhöhen. (6) Die Batterien sind beinahe leer. Ersetzen Sie diese. Das Batteriesymbol wird angezeigt. Was tun? Erneuern Sie alle Batterien. Sie verspüren ein unangenehmes Gefühl an den Elektroden. Was tun? (1) Die Elektroden sind schlecht platziert. Prüfen Sie die Platzierung und nehmen Sie gegebenenfalls eine Neupositionierung vor. (2) Die Elektroden sind abgenutzt. Diese können auf Grund einer nicht mehr ge- währleisteten gleichmäßigen, vollflächigen Stromverteilung zu Haut reizungen führen. Ersetzen Sie diese daher. Die Haut im Behandlungsbereich wird rot. Was tun? Behandlung sofort abbrechen und warten bis sich der Hautzustand normali siert hat. Eine schnell abklingende Hautrötung unter der Elektrode ist ungefährlich und lässt sich durch die örtlich angeregte stärkere Durchblutung erklären. Bleibt die Hautreizung jedoch bestehen, und kommt es evtl. zu Juckreiz oder Entzündung, ist vor weiterer Anwendung mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten. Evtl. ist die Ursache in einer Allergie auf die Klebeoberfläche zu suchen.
11. Technische Angaben
Name und Modell: SEM 43 Ausgangs-Kurvenform: biphasische Rechteckimpulse Pulsdauer: 50 – 450 µs Pulsfrequenz: 1–150 Hz Ausgangsspannung: max. 100 Vpp (an 500 Ohm) Ausgangsstrom: max. 200 mApp (an 500 Ohm) Spannungsversorgung: 3 x AAA-Batterien Behandlungszeit: von 5 bis 100 Minuten einstellbar Intensität: von 0 bis 50 einstellbar Betriebsbedingungen: 10 °C – 40 °C (50 °F – 104 °F) bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 – 85% Lagerbedingungen: -10 °C – 50 °C (14 °F – 122 °F) bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 10 – 95% Abmessungen: 135 x 66 x 29 mm (inkl. Gürtelclip) Gewicht: 107 g (inkl. Gürtelclip, ohne Batterien), 133 g (inkl. Gürtelclip und Batterien) Hinweis: Bei Verwendung des Gerätes außerhalb der Spezifikation ist eine ein- wandfreie Funktion nicht gewährleistet! Technische Änderungen zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Pro- duktes behalten wir uns vor. Dieses Gerät entspricht den europäischen Normen EN60601-1 und EN60601-1-2 sowie EN60601-2-10 und unterliegt besonderen Vorsichtsmaß- nahmen hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit. Bitte beachten Sie dabei, dass tragbare und mobile HF-Kommunikationseinrichtungen dieses Gerät beeinflussen können. Genauere Angaben können Sie unter der angegebenen Kundenservice-Adresse anfordern. Das Gerät entspricht den Anforderungen der europäischen Richtlinie für Medizin- produkte 93/42/EC, dem Medizinproduktegesetz.16
12. Ersatz- und Verschleißteile
Sie können die Ersatz- und Verschleißteile über die jeweilige Serviceadresse un- ter der angegeben Materialnummer erwerben. Bezeichnung Artikel- bzw. Bestellnummer 8 x Klebeelektroden (45 x 45 mm) Art.-Nr.: 661.22 4 x Klebeelektroden (50 x 100 mm) Art.-Nr.: 661.21
13. Garantie / Service
Wir leisten 2 Jahre Garantie ab Kaufdatum für Material- und Fabrikationsfehler des Produktes. Die Garantie gilt nicht:
- Im Falle von Schäden, die auf unsachgemäßer Bedienung beruhen.
- Für Verschleißteile.
- Bei Eigenverschulden des Kunden.
- Sobald das Gerät durch eine nicht autorisierte Werkstatt geöffnet wurde. Die gesetzlichen Gewährleistungen des Kunden bleiben durch die Garantie un- berührt. Für Geltendmachung eines Garantiefalles innerhalb der Garantiezeit ist durch den Kunden der Nachweis des Kaufes zu führen. Die Garantie ist inner- halb eines Zeitraumes von 2 Jahren ab Kaufdatum gegenüber der Hans Dinsla- ge GmbH, Uttenweiler (Germany) geltend zu machen. Bitte wenden Sie sich im Falle von Reklamationen an unseren Service unter folgendem Kontakt: Service Hotline: Tel.: +49 (0) 7374-915766 E-Mail: service@sanitas-online.de www.sanitas-online.de Fordern wir Sie zur Übersendung des defekten Produktes auf, ist das Pro- dukt an folgende Adresse zu senden: NU Service GmbH Lessingstraße 10 b 89231 Neu-Ulm Germany Irrtum und Änderungen vorbehalten17
Notice-Facile