TFPF03MC - Thermostat Seitron - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG TFPF03MC Seitron
C: Chiude - Closes - Schließt - Ferme Cierra - Fecha
Sc: Servocomando a 3 punti Floating actuator
Dreipunkt-Servosteuerung
Actuateur a 3 voies
WERKSEINSTELLUNGEN DER REGELPARAMETER
CONFIGURATION À LA SORTIE D'USINE DES PARAMÈTRES DU DISPOSITIF
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG
Dieses Gerät ist ein Digitalthermostat zur Temperaturregelung in durch Fan Coil-Geräte (Gebläsekonvektoren) geheizten oder gekühlten Räumen. Er steuert automatisch die drei Ventilationsgeschwindigkeits stufen und die Öffnung bzw. Schließung der Ventile zur komfortableren Temperaturregelung. Die Temperatur kann mittels eines internen Temperaturfühlers oder mittels Fernfühlers (Option) erfasst werden.
BEDIENUNG
Dem Verwender stehen zur Bedienung drei Tasten und ein Einstellrad zur Verfügung.
- On/Off-Taste ' 🔊'
Zum Ein- und Ausschalten des Digitalthermostats; ist das Gerät ausgeschaltet wird im Display keine Temperatur angezeigt. Eventuelle angezeigte Zeichen melden, dass der entsprechende Ausgang aktiviert ist.
- Ventilationsgeschwindigkeitstaste '♣'
Durch einmaliges Drücken dieser Taste wird die eingestellte Ventilationsge schwindigkeitsstufe angezeigt.
Die Anzeige bleibt einige Sekunden lang im Display, dann zeigt dieser wieder die Raumtemperatur an. Durch mehrmaligen Druck auf diese Taste kann die Ventilationsgeschwindigkeitsstufe folgendermaßen geändert werden:

wobei FI1, FI2 und FI3 die 3 festen Ventilationsstufen und AUT die automatische Ventilationsgeschwindigkeit ist. FI1 ist dabei die untere, FI2 die mittlere und FI3 die höchste Ventilationsgeschwindigkeit. Wird der Digitalthermostat auf eine der oben angeführten Temperaturen eingestellt, wird der Ventilator, bei Bedarf, immer mit derselben Geschwindigkeit laufen. Wählen Sie hingegen die automatische Geschwindigkeit, startet der Ventilator automatisch und seine Geschwindigkeit wird sich dem Kühlungs- bzw. Heizungsbedarf des Raumes anpassen.
- Menü -Taste '
Mit dieser Taste wird die Displayanzeige geändert: durch einmaligen Druck wird die eingestellte Setpoint-Temperatur angezeigt. Ist der Digitalthermostat für die Anzeige der Vorlauftemperatur konfi guriert, wird diese nach weiterem Druck der Taste angezeigt. Ist der Digitalthermostat mit Sparfunktion ausgestattet, wird durch weiteres Drücken auf diese Taste die Economy-Funktion betätigt. Ist die Sparfunktion eingeschaltet, wird sie durch weiteren Druck ausgeschaltet und der Thermostat kehrt in die Normalbetriebsart zurück. Jedes Mal wenn die Anzeige geändert wird, steht im Display welche Temperatur gerade angezeigt wird. Dazu erscheinen die folgenden Anzeigen:
tA Raumtemperatur
Set Setpoint-Temperatur
TP Vorlauftemperatur
ECO Economy-Funktion aktiviert
Durch mehrmaligen Druck auf die Taste werden im Display dierschiedenen Temperaturen angezeigt. Einige Sekunden nach dem letzten Tastendruck zeigt der Display wieder die Raumtemperatur an. Ist die Economy-Funktion aktiviert, zeigt der Thermostat immer wieder die Anzeige ECO an und die Temperatur ist nicht sichtbar.
- Einstellrad
Mit dem Einstellrad kann die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden. Das Einstellrad ist nicht mit Messskala ausgestattet, beim Drehen geht die Displayanzeige sofort auf die Setpoint-Temperatur und
es wird die neu eingestellte Temperatur angezeigt. Auch in diesem Fall, zeigt der Display einige Sekunden nach dem letzten Tastendruck wieder die Raumtemperatur an.
Display
Der Thermostat ist mit einem dreistelligen LCD-Display zur Anzeige von Temperaturen und Einstellungen ausgestattet. Die angezeigten Temperaturen sind in Zentigraden ausgedrückt. Im Display werden auch einige Symbole angezeigt, die den Stand der Ausgänge identifizieren: des Ventilators, der Ventile oder einer weiteren angeschlossenen Last. Das Flügelrad identifiziert den Zustand des Ventilators: sind alle Flügelradsymbole ausgeschaltet ist der Ventilator auch ausgeschaltet; sind sie eingeschaltet ist der Ventilator folgendermaßen eingeschaltet:

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3
Neben den Flügelradsymbolen können im Display drei weitere Symbole angezeigt werden, die je nach Anlagentyp einen anderen Zustand der Ventilausgänge melden.
Zweirohrsystem
immer ausgeschaltet)
Heizung, Ventil offen
Kühlung, Ventil offen
System mit Integrationswiderstand
aktivierter Widerstand
Heizung, Ventil offen
Kühlung, Ventil offen
Vierrohrsystem
(immer ausgeschaltet)
Wärmeventil offen
Kühlventil offen
Wärmepumpesystem
aktivierter Kompressor
Wechselventil Heizung
Wechselventil Kühlung
Die blinkenden Symbole melden dass der entsprechende Ausgang aktiviert
sein sollte, aber vorübergehend durch eine andere Funktion gesperrt ist. Die Ausgänge können z.B. in den folgenden Situationen gesperrt sein:
- Die Tiefsttemperaturfunktion des Thermostats sperrt den Ventilator.
- Der Fensterkontakt sperrt die Regelung;
- Die Taktgebung P31 sperrt den Kompressor;
- Regelung durch die neue Synchronisierung des Dreipunkt-Ventils gesperrt;
- Ventil gesperrt bis das andere Dreipunkt-Ventil sich schließt.
Auswahl Heizung/Kühlung
Die Auswahl der Kälteversorgung (Sommer) oder der Wärmeversorgung (Winter) erfolgt dadurch, dass Sie einige Sekunden lang auf die Menu-Taste '24' drücken bis im Display eine der folgenden Anzeigen erscheint:
hea Heizmodus (Winter)
Coo ✉ Kühlmodus (Sommer)
Durch Druck auf die Ventilationsgeschwindigkeitstaste wird die gewünschte Einstellung eingegeben und Sie wählen zwischen Heizung und Kühlung. Durch Druck auf die anderen Tasten wird das Auswahlmenü verlassen und die ausgewählte Einstellung bestätigt. Bei Thermostaten mit automatischer oder zentraler Kühlungs- bzw. Heizungsauswahl ist der Zugang zum Heizungs- bzw. Kühlungsauswahlmenü gesperrt.
INSTALLATION
Zum Einbau des Geräts folgendermaßen vorgehen:
- Den Gehäusedeckel entfernen, indem Sie mittels eines Werkzeuges (zum Beispiel eines Schraubenziehers) auf den kleinen Kunststoffkeil unten im Deckelschlitz (siehe Abb. 1) drücken und gleichzeitig den Deckel drehen wie in Abb. 2.
- Die Grundplatte hinter dem Thermostat entfernen in dem Sie auf den kleinen Kunststoffzahn (siehe Abb. 3) drücken und gleichzeitig die
Grundplatte nach unten drücken, um sie zu befreien.
- Die Halteplatte mittels der zwei Schrauben mit Zwischenabstand 60 mm oder 83 mm an die Wand befestigen.
- Die Thermostatplatte an die Wandplatte nähern und die Befestigungszähne der Thermostatplatte auf die entsprechenden Plattenlöcher setzen, die Thermostatplatte nach unten drücken bis die Befestigungszähne einrasten (Abb. 4).
- Den elektrischen Anschluss vornehmen, die Kabel durch die rechteckige Öffnung und nach dem Schaltschema Abb. 5 durchziehen.
- Den Thermostat wieder schließen, dabei die Befestigungskeile des Deckels auf die entsprechenden Löcher setzen, dabei achten dass das Einstellrad in die entsprechende Öffnung passt, dann einen leichten Druck ausüben bis der kleine Befestigungskeil einrastet.
ELEKTRISCHER ANSCHLUSS
Das Gerät funktioniert mit Betriebsspannung 230V \~ oder 24V \~. Der Thermostat wird im Werk für eine Betriebsspannung von 230V \~ eingestellt mit Jumper auf JP1-Position. Um die Betriebsspannung auf 24V einzustellen, den Jumper JP1 (Abb. 3) in die Position JP2 (Abb. 3) bringen. Die Eingangsklemmen sind die 5 und die 6, wie eben die Abb. 5 zeigt. Bei Versorgung mit 230V \~ sind Leiter und Nullleiter streng einzuhalten. Bei der Klemme 7 ist ein Eingang für die zentralisierte Kühlungs-/Heizungsauswahl verfügbar. Falls die zentralisierte Kühlungs-/Heizungsauswahlfunktion nicht verwendet wird, kann dieser Eingang für die Aktivierung der Betriebsweise "Economy" eingesetzt werden.
Durch SA Verbinder oder alternativ an die Klemmen 13 und 14 kann ein Raumtemperatur- Außenfühler angeschlossen werden. Bei der Konfiguration können Sie auswählen, ob Sie den internen oder den externen Temperaturfühler verwenden wollen. Bei den Klemmen 12 und 14 können Sie verschiedene Fühlervarianten für Sonderfunktionen anschließen: einen Vorlauftemperaturfühler für die "Changeover"-Funktion und/oder ein "Tiefs ttemperaturthermostat". Weiter kann ein Bimetallthermostat als "Tiefsttemperaturthermostat" oder ein Fensterkontakt angeschlossen werden.
Achtung: beim Einsatz des Fensterkontaktes ist auf gewisse Sicherheitseinschränkungen zu achten, lesen Sie aufmerksam den Abschnitt "VORSICHT" durch.
Bei der Konfiguration können Sie den Fühlertyp auswählen, den Sie verwenden wollen. Dieses Gerät ist für die Steuerung der dreistufigen Ventilatorgeschwindigkeit der Fan Coil-Geräte geeignet. Die Ventilationsstufe wird mittels drei Relais ausgewählt, deren Ausgänge an den Klemmen 1,2 und 3 vorgesehen sind. Die 4 ist das gemeinsame Relais. In der Abb. 5 wird gezeigt wie Sie den Ventilator anschließen sollten. Die Ausgänge für den Ventilator, Klemmen 1 bis 4, sind spannungsfrei und von den anderen Thermostatteilen isoliert. Sie können also den Thermostat mit Niederspannung (24V \~) versorgen und gleichzeitig einen Ventilator in Hochspannung (230V \~) steuern. Das Gerät ist für die Steuerung unterschiedlicher Ventilvarianten, eines Widerstandes oder eines Kompressors ausgelegt. Die Klemmen 8 und 9 sind für den Wärmeausgang, die Klemmen 10 und 11 hingegen für den Kühlausgang bestimmt. In der Abb 6 sind verschiedene Ventilanschlussweisen je nach Typ dargestellt. Bei der Konfiguration können Sie die Ventilvariante auswählen, die Sie verwenden wollen. Schließen Sie On/Off-Ventile oder Proportional-On/Off-PWM-Ventile gemäß Abb. 6 a oder c an. Dreipunkt-Proportionalventile hingegen gemäß Abb. 6 b oder d anschließen. Es können Anlagen mit unterschiedlichen Ventilen für Heiz- bzw. Kühlzyklus gesteuert werden. Falls die Anlage einen Elektrowiderstand als Integration oder anstelle des Wärmeventils vorsieht, diesen gemäß den Schaltschemen (Abb. 6 e oder f anschließen. Der Thermostat kann auch eine Wärmepumpeanlage, also den Kompressor und das Vierwegwechselventil steuern.
Anschluss nach Abb. 6 g vornehmen. Das Wechselventil ist je nach Funktionslogik an eine andere Klemme anzuschließen.
TECHNISCHE DATEN
Betriebsspannung: 230V \~ -15% + 10% 50Hz oder 24V \~ -15% + 10% 50Hz
Leistungsaufnahme: 1,2VA
Raumtemperatur
Temperatureinstellbereich: 5°C .. 35°C (konfigurierbar)
Fühlertyp: NTC 4.7kΩ @ 25°C ± 2%
Präzision: ±1°C
Auflösung: 0,1°C
Temperaturanzeigebereich: 0°C .. 40°C
Hysterese: einstellbar 0,2°C .. 1,0°C
Vorlauftemperatur
Fühlertyp: NTC 4,7kΩ @ 25°C ± 2%
Präzision: ± 2°C im Bereich 20°C .. 50°C
Auflösung: 1°C
Temperaturanzeigebereich: 0°C .. 99°C
Hysterese: 2°C
Kontaktenbelastbarkeit
Ventile (bei induktiver Last): 10VA max. steuerbare Leistung
Betriebstemperatur 0°C .. 40°C
Lagerungstemperatur: -10^ .. +50°C
Feuchtigkeitsgrenzwerte: 20% .. 80% RH (nicht kondensierend)
Gehäuse: Material: ABS VO selbstlöschend
Farbe: Deckel signalweiß
Grundplatte: hellgrau
Tasten: hellgrau
Einstellrad: hellgrau
Maße: 129 x 96 x 37 mm (L x H x T)
Gewicht: \~ 265 Gr.

VORSICHT
Bei der Installation des Vorlauftemperaturfühlers ist darauf zu achten, dass er imstande sein muss die Wassertemperatur korrekt zu messen, auch wenn der Wasserstrom vom Ventil unterbrochen wird.
- Der gleiche Temperaturfühler darf nicht an unterschiedliche Thermostaten angeklemmt werden.
Die am Thermostat angeschlossenen Fernfühler, Bimetallkontakt und Fensterkontakt sind gegenüber dem Boden und der Netzspannung zu isolieren.
- Wenn die oben angeführten Hinweise nicht beachtet werden kann das Gerät irreversibel beschädigt werden.
Die Fernfühler, der Bimetallkontakt und der Fensterkontakt sind mit Doppelisolierung (verstärkte Isolierung) zu versehen, falls sie für Personen zugänglich sind.
Falls eine verstärkte Isolierung nicht möglich ist, den Thermostat mit Niederspannung 24V \~ versorgen (dabei alle Sicherheitsnormen einhalten).
Wenn Ventilausgänge mittels eines Multimeters (Klemmen 8 bis 11) im Testlauf kontrolliert werden, kann die Umschaltung wegen der an TRIAC Ausgängen vorhandenen Filter nicht richtig gesehen werden. Es wird also erforderlich, eine Ladung an (Ventil-) Ausgang anzuschließen, um den Umschaltungszustand korrekt anzuzeigen.
Der Thermostat ist mittels eines allpoligen, den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechenden Schalters an das Stromnetz anzuschließen, dabei einen Abstand von mindestens 3 mm zwischen den Polen einhalten.
- Die Installation und der elektrische Anschluss des Geräts darf nur von Fachpersonal gemäß den geltenden Sicherheitsnormen vorgenommen werden.
- Schalten Sie vor jedem Anschluss alle stromführenden Leitungen spannungsfrei.
ANHANG.
Eingang Vorlauftemperaturfühler:
Das Gerät ist mit einem Eingang für den Vorlauftemperaturfühler ausgestattet: wenn Sie diesen verwenden, wird der Thermostat automatisch feststellen ob er auf Kühlmodus oder auf Heizmodus eingestellt ist: das Gerät funktioniert also als automatisches "Changeover" aufgrund der Wassertemperatur. Die durch den Fühler erfasste Temperatur wird auch für die "Tiefsttemperaturfunktion" verwendet. Alternativ zum Vorlauftemperaturfühler kann am selben Eingang auch ein Bimetallthermostat für die Funktion "Tiefsttemperat urthermostat" verbunden werden. Falls diese Funktion nicht gefragt ist, kann alternativ dazu hier ein Fensterkontakt angeschlossen werden, der die Temperaturregelung sperren wird, falls das Fenster geöffnet wird. Wenn der Fensterkontakt die Temperaturregelung unterbricht werden die Symbole der eingeschalteten Ausgänge im Display blinken.
Temperaturerfassung
Der Thermostat misst die Raumtemperatur und die Vorlauftemperatur im Block des Fan Coil-Geräts mittels eines NTC-Fühlers.
Die Raumtemperatur wird erfasst und mit der oben angegebenen Auflösung im Temperaturbereich 0°C bis 40°C angezeigt. Falls die Raumtemperatur außerhalb des Betriebstemperaturbereichs liegt, erscheint die Anzeige "Or" (out of range). Ist der Fühler gesperrt oder kurzgeschlossen, erscheint die Anzeige "EEE" (Fehler): die Thermostatregelung ist nicht mehr möglich
und alle Ausgänge bleiben ausgeschaltet. Der Thermostat ist mit einem internen Raumtemperaturfühler ausgestattet, verfügt aber auch über einen Eingang für einen externen Fühler.
Mit dem Parameter P10 kann bei der "Konfiguration durch den Installateur" bestimmt werden, welcher Fühlertyp verwendet werden soll. Die Vorlauftemperatur im Fan-Coil-Block wird durch einen externen Fühler erfasst und kann mit einer Auflösung von einem Grad im Bereich 0°C bis 99°C angezeigt werden. Falls die gemessene Temperatur außerhalb des Betriebstemperaturbereichs liegt, erscheint, im Falle eines Anzeigeversuchs, die Anzeige "Or" (out of range). Ist der Fühler gesperrt oder kurzgeschlosse erscheint die Anzeige "EEE" (Fehler) und die mit dieser Funktion verbunden Information wird nicht ausgeführt. Der Vorlauftemperaturfühler darf nicht an das Gerät angeschlossen werden, wenn dieses ihn nicht fordert. Um die Funktion Vorlauftemperaturfühler zu aktivieren, gehen Sie wie im Abschnitt "Tiefsttemperaturfunktion" beschrieben vor.
Tiefsttemperaturfunktion
Die Tiefsttemperaturfunktion ermöglicht es den Ventilatorbetrieb zu sperren, wenn im Heizzyklus die Vorlauftemperatur nicht genügend warm ist. Um diese Funktion zu aktivieren, müssen Sie einen Vorlauftemperaturfühler oder alternativ dazu an den selben Klemmen einen Bimetallthermostat anschließen. Falls der Fühler verwendet wird, wird die Temperaturgrenze bei der das Wasser als ausreichend oder nicht ausreichend warm gekennzeichnet wird, durch den Parameter P24 bestimmt. Falls man diese Funktion nicht verwenden will, kann der Parameter P24 auf einen sehr niedrigen Wert eingestellt werden. Falls Sie hingegen für diese Funktion einen Bimetallthermostat verwenden möchten, müssen Sie den Parameter P07 auf 2 einstellen, auf diese Weise wird der Ventilator nur bei geschlossenem Bimetallkontakt freigegeben. Mit dieser Option kann die Vorlauftemperatur nicht angezeigt werden und auch die automatische
Changeover-Funktion fällt aus. Zur Einstellung der oben beschriebenen Parameter halten Sie sich an den Abschnitt „Konfiguration durch den Installateur“. Ist der Ventilator durch die Tiefsttemperaturfunktion gesperrt, blinken die Luftrad-Symbole im Display.
Anlage mit Integrationswiderstand
Der Thermostat kann für die Steuerung einer Sonderanlage eingestellt werden, die über zwei Raumheizsysteme verfügt: eines, das mit ventilgesteuertem Wasserzufluss und das andere, das mit Integrationswiderstand funktioniert. In dieser Betriebsweise steuert der Thermostat nur ein Ventil am Kühlventilausgang und einen Integrationswiderstand am Wärmeventilausgang. Schaltschema Abb. 6 e und f. Das Ventil wird wie in einem Zweirohrsystem gesteuert: je nach dem ob der Thermostat auf Heiz – bzw. Kühlzyklus eingestellt ist, wird der Warm- oder Kühlwasserstrom gesteuert. Der Widerstand wird hingegen zur Integration aktiviert, wenn im Heizzyklus die Raumtemperatur unter der Setpoint-Temperatur von 1,5°C liegt. Im Kühlzyklus erfolgt die Regelung mit Neutralzone und die Kühlung wird durch Ventilaktivierung, die Heizung hingegen durch Widerstandsaktivierung erzielt. Bei diesem Anlagentyp wird empfohlen eine Ventilatorausschaltverzögerung mittels P21 einzustellen, damit beim Ausschalten des Widerstands, der Ventilator weiter laufen kann, um die Wärme zu beseitigen. Falls bei diesem Anlagentyp auch die "Tiefsttemperaturfunktion" verwendet wird, wird der Ventilator nie wegen zu niedriger Wassertemper atur gesperrt, da vorher der elektrische Widerstand einspringt.
Widerstandsheizungsanlage
Der Thermostat kann für die Steuerung einer Anlage mit Widerstandsraumheizung und einem Kaltwasserventilkühlsystem eingestellt werden. Folgen Sie dem Schaltschema Abb. 6 e und f. Den Thermostat für die Steuerung eines Vierrohrsystems (P01-1) sowie
für die Steuerung eines On/Off-Wärmeventils(P05-2) konfigurieren, so wird der Wärmeausgang den Widerstand und der Kühlausgang das Ventil steuern. Bei diesem Anlagentyp wird empfohlen eine Ventilatorausschaltverzögerung mittels P21 einzustellen, damit beim Ausschalten des Widerstands, der Ventilator weiter laufen kann, um die Wärme zu beseitigen. Für diesen Anlagentyp ist eine Regelung mit Neutralzone vorgesehen, wenn Sie die automatische Kühlungs-/Heizungsauswahlfunktion einstellen (P02=1).
Wärmepumpeanlage
Der Thermostat kann für die Steuerung einer Wärmepumpeanlage (P01-3) konfiguriert werden, d.h. er wird dann das Wechselventil am Wärmeventilausgang und den Kompressor am Kühlventilausgang steuern. Schaltschema Abb. 6 g. Der Ausgang des Wechselventils wird immer eingeschaltet oder ausgeschaltet sein je nach dem ob der Thermostat auf Heizzyklus oder Kühlzyklus eingestellt ist. Das Wechselventil wird im Heizzyklus immer gespeist werden, während es im Kühlzyklus ausgeschaltet sein wird (Typ EUROPA). Wenn Sie hingegen das Ventil am Ausgang der Klemme 9 anschließen funktioniert die Steuerung genau umgekehrt: das Wechselventil wird im Kühlzyklus gespeist, bleibt aber im Heizzyklus ausgeschaltet (Typ USA). Der Ausgang wo der Kompressor angeschlossen ist wird dann aktiviert, wenn es notwendig ist die Wärme zu verschieben, d.h. wenn der Raum geheizt oder gekühlt werden muss. Es empfiehlt sich im Parameter P31 eine Taktgebung für den Kompressorausgang vorzusehen um plötzliches Ausschalten und Wiedereinschalten zu vermeiden. In der Betriebsweise mit Wärmepumpe kann ein Vorlauftemperaturfühler angeschlossen werden, dass als Frostschutz und/oder als Überhitzungsschutz für den Heiz-/Kühlblock verwendet werden kann. Wenn der Fühler im Kühlzyklus eine Temperatur misst, die unter oder bei O°C liegt, sperrt der Thermostat den Kompressor: Blockfrostschutzfunktion. Erfasst der Fühler im Heizzyklus eine Temperatur, die über oder bei
dem im Parameter P24 festgelegten Temperaturgrenzwert liegt, sperrt der Thermostat den Kompressor: Blocküberhitzungsschutzfunktion.
Economy-Funktion
Mit der Economy-Funktion können Sie vorübergehend ihre Anlage in Sparmodus einstellen, wobei die eingestellte Setpoint-Temperatur um eine einstellbare Temperaturstufe beim Heizzyklus reduziert und beim Kühlyklus erhöht wird. Die Reduzierungsstufe wird über den Parameter P17 eingestellt: wird dieser auf 0,0 eingestellt, ist die Economy-Funktion gesperrt. Die Economy-Funktion wird mittels Menütaste aktiviert, wie im Abschnitt „Bedienung“ beschrieben. Falls die zentralisierte Kühlungs-/Heizungsauswahlfunktion nicht aktiv ist, kann der zentralisierte Eingang (Klemme 7) dafür verwendet werden die Economy-Funktion zentralisiert auch an mehreren Thermostaten fernzusteuern. Wenn das zentralisierte Signal durch die Speiseleitung (Phase) gesperrt wird, wird die Economy-Funktion aktiviert; sie wird hingegen gesperrt, wenn das zentralisierte Signal freigegeben wird. Der Thermostat reagiert auf den Signalzustandswechsel und nicht auf den Standwechsel, daher kann mit der Menütaste der Aktivierungszustand der Economy-Funktion immer geändert werden, auch wenn es vom zentralisierten Signal forciert wird. Ist die Economy-Funktion aktiviert, ist die Ventilationsgeschwindigkeit auf die erste Stufe beschränkt, da es sich um ein Sparmodus handelt.
Filterpflege- Anzeigefunktion
Die Gebläsekonvektoren und andere mit Ventilator funktionierende Geräte sind oft mit einem Saugfilter ausgestattet, der eine regelmäßig Wartung erfordert. Wenn Sie die Anzeigefunktion "Filterpflege" aktivieren, meldet Ihnen der Thermostat wann die Reinigung vorzunehmen ist. Um diese Funktion zu aktivieren, ist im Parameter P32 eine Zeit einzugeben. Der Thermostat zählt die Ventilatorbetriebszeit und sobald die im P32 eingegebene Zeit erreicht wird, erscheint eine Anzeige im Display. Anstelle der Raumtemperatur wird der Thermostat abwechselnd die beiden Schriften FIL-TER anzeigen. Drücken Sie auf irgendeine Taste, die Anzeige verschwindet und auf dem Display erscheint wieder die normale Anzeige. Wenn Sie den Thermostat ausschalten und dann wieder einschalten erscheint die Anzeige wieder. Das ist für das Wartungspersonal wichtig, weil es somit leicht überprüfen kann, ob der Filter gereinigt werden muss. Um die Anzeige nach der Reinigung zu löschen und den Zeitzähler auf Null zu stellen, drücken Sie 10 Sekunden lang auf die Geschwindigkeitstaste bis der Thermostat die Löschung meldet indem im Display wieder die Anzeige FIL-TER erscheint.
Temperaturregelung
Der Thermostat kann Ventile und Ventilator proportional steuern und dadurch die Temperatur komfortabel und sparsam regeln. In den unterschiedlichen Räumen sind aber, um eine genaue Regelung zu erreichen unterschiedliche Einstellungen erforderlich.
Die qualitativ wichtigsten Regelparameter sind:
- Proportionalband P27 und P28;
- Integrationszeit P29 und P30.
Für jede der beiden Einstellungen stehen zwei Parameter zur Verfügung, weil die Einstellungen anders sein können, je nach dem ob der Heiz- oder der Kühlyklus erfragt ist. Das Proportionalband wird in °C ausgedrückt. Es ist die Differenz zwischen der Setpoint- und der Raumtemperatur, die den Regler zur kompletten Öffnung des Ventils führt. Je enger das Proportionalband ist, desto sensibler ist das System auf jegliche Raumtemperaturänderung. Eine zu enge Einstellung des Proportionalbands kann zu Raumtemperaturschwankungen oder zu einer Systeminstabilität führen. Eine zu breite Einstellung kann hingegen dazu führen, dass die im Setpoint eingestellte Raumtemperatur nicht erreicht wird. Wird die Integrationszeit auf Null eingestellt, gibt es keine Integration und die Regelung erfolgt proportional (P). Wird als Integrationszeit ein anderer
Wert als Null eingegeben, wird die Regelung eine P+I Regelung sein (proportional + integrativ). Je kleiner die Integrationszeit ist, desto größer ist die Integration und umgekehrt wird bei einer langen Integrationszeit die Integration sehr leicht sein. Eine leichte oder fehlende Integration kann bewirken, dass die im Setpoint eingestellte Raumtemperatur nicht erreicht wird. Ein zu starker integrierender Einsatz kann zu Raumtemperaturschwankungen führen. Diese Regelparameter sind den Bedingungen des zu heizenden oder kühlenden Raumes anzupassen, um die bestmögliche Temperaturregelung zu erreichen. Falls On/Off-Proportionalventile oder Dreipunkt-Servosteuerungen verwendet werden, wird eine proportionale Regelung erfolgen, die qualitativ von der Genauigkeit der oben genannten Regelparameter abhängig ist. Werden einfache On/Off-Ventile verwendet, wird keine proportionale Regelung möglich sein, ihre Steuerung wird vom Typ immer eingeschaltet oder immer ausgeschaltet mit einer am Parameter P18 einstellbaren Hysterese sein. In diesem Fall werden die Regelparameter Proportionalband und Integrationszeit nicht verwendet. Der Ventilator wird nur dann proportional gesteuert, wenn die automatische Geschwindigkeit eingestellt ist. Im Falle eines Proportionalventils wird die P+I-Regelung die Geschwindigkeitsstufen des Ventilators steuern, ist das Ventil kein Proportionalventil werden die Geschwindigkeitsstufen nach einer P-Regelung gesteuert, d.h. nur der Regelparameter „Proportionalband“ wird bestimmen wie sensibel der Ventilator auf die Raumtemperaturänderungen zu reagieren hat. Um die Distanz zwischen drei Ventilatorgeschwindigkeit sstufen zu berechnen, wird Proportionalband durch drei geteilt und nach unten gerundet. Ist Proportionalband z.B. 2°C, so wird Distanz zwischen Stufen 0,6°C sein.
Steuerbare Ventile:
Der Thermostat ist für die Steuerung unterschiedlicher Ventilvarianten ausgelegt:
ON-OFF-Ventil: beim NC-Ventil gibt er den Wasserstrom frei, wenn es
gespeist wird; bei NA-Ventil, ist der Wasserstrom normal freigegeben und wird gesperrt wenn es gespeist wird. Schaltschema in Abb. 6 a, c und e. ON-OFF-Proportionalventil: wie oben, außerdem regelt der Thermostat den Wasserstrom proportional und steuert das Ventil durch immer breitere Impulse je größer der zur Regelung notwendigen Wärmebedarf ist (PWM). Dreipunkt-Servosteuerung: Servosteuerung-Ventil mit zwei Steuerungssignalen, einem Einschalt- und einem Ausschaltsignal. Dieser Ventiltyp hat eine vom Hersteller angegebene Einschaltsollzeit, die in den Parametern P25 und P26 eingegeben werden muss. Der Thermostat wird dieses Ventil impulssteuern mit einer sekundigen Auflösung damit die Ventilschaft in die notwendige Position gebracht werden kann, so erfolgt eine proportionale Modulation. Schaltschema in Abb. 6 b, d und f. Wenn der Thermostat für die Steuerung eines Dreipunktventils eingestellt ist, ist beim Einschalten, vor der Einstellung, eine neue Synchronisierung der Ventilposition durchzuführen. Das Ventil für eine Zeit schließen, die 1,5 Mal so lang ist wie die eingestellte Sollzeit. Dieser Vorgang ist periodisch zu wiederholen, damit eventuelle sich mit der Zeit ergebenden Positionierungsfehler behoben werden können.
Konfiguration durch den Installateur
Bei der Konfiguration durch den Installateur kann die Funktionsweise des Thermostats bestimmt werden, damit er an die verschiedenen Raumbedingungen oder an die verschiedenen Anagentypen angepasst wird. Um die Konfiguration bei ausgeschaltetem Thermostat abzurufen, drücken Sie einige Sekunden lang gleichzeitig auf die "On/Off"-Taste und auf die Menütaste bis auf dem Display die Anzeige „Con“ (Konfiguration) erscheint. Ab jetzt laufen Sie bei jedem Druck auf die Menü-Taste durch die verschiedenen Regelparameter, die mit einem P und der Parameterkennzahl von P01 bis P32 gekennzeichnet sind. Das Ende der Konfiguration wird mit der Anzeige "End" gemeldet. Wenn Sie dann erneut auf die Menü-Taste drücken wird die Konfiguration gespeichert
und der Thermostat geht zum normalen Betrieb über. Sie können jederzeit durch Druck auf die On/Off-Taste das Konfigurationsmenü verlassen ohne die Änderungen zu speichern. Wenn Sie durch die Parameter laufen und einmal auf die Geschwindigkeitstaste drücken wird der Istwert angezeigt. Um den angezeigten Wert abzuändern, drücken Sie erneut die Geschwindigkeitstaste. Die Regelparameter von P01 bis P10 können durch mehrmaligen Druck auf die Geschwindigkeitstaste, bis Sie den gewünschten Einstellwert gefunden haben, abgeändert werden. Für die Neueinstellung der darauf folgenden Parameter, die in einem breiteren Einstellbereich abgeändert werden können, gehen Sie folgendermaßen vor: drücken Sie einmal auf die Geschwindigkeitstaste damit Sie den Einstellmodus erreichen und dann geben Sie den gewünschten Wert mittels des Einstellrades ein. Die unteren und oberen Grenzwerte des Einstellrades werden auf der Basis des entsprechenden Parametereinstellbereichs neu festgelegt werden. Um Unbefugten den Zugang zur Konfiguration zu verhindern, kann der interne in Abb. 3 gezeigte Verbindungsdraht (JP3) entfernt werden; somit wird bei einem unbefugten Konfigurationsversuch nur eine Fehlermeldung folgen.
Beschreibung der Regelparameter
Die Regelparameter für die Konfiguration durch den Installateur sind in der Tabelle 1 aufgelistet und im Folgenden erläutert.
P01: Auswahl des Anlagentyps.
Zweirohranlage: wird der Thermostat für eine Zweirohranlage eingestellt, wird er nur ein Ventil am Wärmeventilausgang steuern, sowohl im Heizmodus als auch im Kühlmodus, denn dasselbe Ventil wird sowohl das Heizwasser als auch das Kühlwasser regeln. Schaltschema Abb. 6 a und b. Bei einer Zweirohranlage ohne Ventil, d.h. ohne Anschlüsse am Ventilausgang ist die Ventilatorsteuerung mittels der Parameter P03 und P04 einzustellen.
Vierrohranlage: wird der Thermostat für eine Vierrohranlage konfiguriert,
steuert er die zwei Ventilausgänge, sodass der Heizwasserstrom oder Kühlwasserstrom je nach den Raumbedingungen gesteuert werden kann. Schaltschema Abb. 6 c und d.
Anlage mit Integrationswiderstand: der Thermostat ist für die Steuerung einer Anlage mit Integrationswiderstand konfiguriert, für weitere Hinweise siehe Abschnitt "Anlage mit Integrationswiderstand".
Wärmepumpeanlage: der Thermostat ist für die Steuerung einer Anlage mit Wärmepumpe konfiguriert, für weitere Hinweise siehe Abschnitt "Wärmepumpeanlage".
P02: Umschaltmodus des Thermostats vom Kühlzyklus (Sommer) zum Heizzyklus (Winter und umgekehrt.
Das Umschalten kann automatisch oder manuell erfolgen.
Handumschaltung: Der Verwender stellt von Hand den Kühl- bzw. Heizmodus ein.
Automatikumschaltung: Der Thermostat schaltet automatisch auf Kühl- oder Heizmodus. Die Automatikfunktion ist anders je nach dem welcher Anagentyp im Parameter P01 eingestellt worden ist. Bei einer Vierrohranlage oder einer Wärmepumpeanlage funktioniert der Thermostat mit neutraler Zone und schaltet daher nach der eingestellten Setpoint-Temperatur auf Heiz- oder Kühlmodus. Bei einer Zweirohranlage oder einer Widerstandsanlage schaltet der Thermostat aufgrund der Vorlauftemperatur um. Ist die Vorlauftemperatur niedrig, d.h. liegt sie unter dem im Parameter P22 eingestellten Grenzwert, schaltet der Thermostat auf Kühlmodus über. Ist die Vorlauftemperatur hingegen hoch, d.h. liegt sie über den im Parameter P23 eingestellten Grenzwert, schaltet der Thermostat in Heizmodus über. Ist die Temperatur weder ausreichend warm noch ausreichend kalt, wird der Betriebsmodus nicht umgeschaltet und kann von Hand geändert werden. Funktioniert der Vorlauftemperaturfühler nicht oder ist er nicht angeschlossen, fällt die automatische Auswahl aus und der Betriebsmodus kann nur von Hand umgeschaltet werden.
Zentralgesteuerte Umschaltung: verfügt eine Anlage über mehrere Thermostate im selben Gebäude, kann der zentrale Eingang jedes Thermostaten (Klemme 7) mit der Heizzentrale verbunden und von dort aus zentralgesteuert werden. Wenn die Zentrale das zentralisierte Signal offen lässt, werden die Thermostate auf Heizmodus schalten, wenn das Signal mit dem Speisestrom (Phase) geschlossen wird, werden die Thermostate auf Kühlmodus schalten. In Abb. 5 wird ein Beispiel eines Anschlusses an einen zentralgesteuerten Ausgang gezeigt. Invertierte zentralgesteuerte Umschaltung: wie oben aber mit umgekehrter Logik: bei offenem Signal wird der Kühlmodus, bei geschlossenem Signal der Heizmodus eingeschaltet.
P03 und P04: Diese Parameter bestimmen die Ausgänge, die einzustellen sind. Je nach dem ob der Heiz- oder der Kühlmodus eingeschaltet ist, wird der P03 oder der P04 verwendet. Jeder Parameter bestimmt, ob der Thermostat die Temperatur durch die Ventile, durch den Ventilator oder durch beide steuern soll. Wenn die Temperaturregelung nur über die Ventile erfolgen soll, wird der Ventilator auch nach dem Erreichen der Setpoint-Temperatur eingeschaltet bleiben. Wenn Sie hingegen beschließen, die Temperatur nur mittels des Ventilators zu regeln, wird das Ventil immer offen sein, auch nach dem Erreichen der Setpoint-Temperatur. Bei den Anlagen mit Integrationswiderstand oder Wärmepumpe können diese Parameter die Regelung der Ventilausgänge nicht sperren, da diese Ausgänge spezifisch für jeden Anlagentyp gesteuert werden.
P05 und P06: Durch diese Parameter wird dem Thermostat mitgeteilt, welcher Ventiltyp am entsprechenden Wärmeventilausgang bzw. Kälteventilausgang angeschlossen wird. Für weitere Informationen siehe Abschnitt "Steuerbare Ventile".
P07: Durch diesen Parameter wird dem Thermostat mitgeteilt, welchen Fühler man am Vorlauftemperatureingang (Klemmen 12 und 14) anschließen wird. Durch Eingabe der Werte 0 und 1 wird mitgeteilt, dass
die Temperatur mittels eines Vorlauftemperaturfühlers erfasst werden muss. Mit diesen Werten wird außerdem festgelegt, ob der Thermostat, die Vorlauftemperatur anzeigen muss oder nicht, denn Sie können den Vorlauftemperaturfühler je nach den Anlagebedürfnissen anschließen oder nicht. Der Thermostat erfasst und verwendet immer die Daten des angeschlossenen Vorlauftemperaturfühlers, auch wenn die Temperatur nicht angezeigt wird. Geben Sie bei diesem Parameter eine 2 ein, teilen Sie dem Thermostat mit, dass am Vorlauftemperatureingang ein Bimetallthermostat angeschlossen wird, der nur als Tiefsttemperatur hermostat dienen wird. Geben Sie hier eine 3 ein, teilen Sie dem Gerät mit, dass am Vorlauftemperatureingang ein Fensterkontakt angeschlossen wird, der geschlossen sein muss, um die Regelung freizugeben, denn bei offenem Stand wird die Temperaturregelung unterbrochen.
Achtung: beim Einsatz des Fensterkontaktes ist auf gewisse Sicherheitseinschränkungen zu achten, lesen Sie aufmerksam den Abschnitt "VORSICHT" durch.
Sie können einen Fensterkontakt mit umgekehrter Funktionsweise verwenden, wenn Sie bei diesem Parameter eine 4 eingeben: offen-normale Regelung; geschlossen –Regelung gesperrt.
P08: Mit diesem Parameter können Sie die Antistratifikationsfunktion für die Raumluft einstellen. Diese Funktion wird bei stillstehendem Ventilator aktiviert und lässt ihn alle 15 Minuten 2,5 Minuten lang zur Mindestgeschwindigkeit laufen und zwar unabhängig von der Heizstation.
P09: Bei Stromausfall, speichert der Thermostat den eingestellten Modus und startet bei Stromrückkehr mit den vorherigen Einstellungen (eingeschaltet/ausgeschaltet, Kühlung/Heizung, usw.). Bei gewissen Anlagen, muss der Thermostat nach Stromausfall wieder entweder immer ausgeschaltet oder immer eingeschaltet sein bevor er gestartet werden kann. Deshalb muss beim ParameterP09 der Wert 2 „immer eingeschaltet“ und der Wert 3 „immer ausgeschaltet“ eingestellt werden.
P10: Auswahl des Raumtemperaturfühlers. Dieser Parameter bestimmt, ob der interne oder der externe (option) Raumtemperaturfühler zur Temperaturerfassung verwendet werden soll.
P11: Dieser Parameter ermöglicht die Berichtigung der erfassten Raumtemperatur. Bei gewissen Anlagen kann es sein, dass die Raumtemperaturerfassung, wegen der Position des Fühlers (sowohl beim internen als auch beim externen) nicht zufrieden stellend ist. Wenn Sie diesen Parameter im Einstellbereich -5,0°C + 5,0°C einstellen, kann die Temperaturerfassung korrigiert werden, da der eingestellte Wert zum erworbenen Raumtemperaturwert addiert wird.
P12 und P13: Diese beiden Parameter bestimmen den Temperatureinstellbereich des Setpoint-Einstellrades beim Heizzyklus. P12 ist der untere Grenzwert und kann frei im Einstellbereich 5,0°C 35,0°C eingestellt werden, P13 ist hingegen der obere Grenzwert und kann in einem Einstellbereich eingestellt werden, der vom unteren, in P12 eingestellten Grenzwert bis 35°C geht. Der breiteste zugelassene Einstellbereich geht also von 5°C bis 35°C und kann je nach Anlagenbedingungen leicht reduziert werden.
P14 und P15: Diese beiden Parameter dienen zur Einstellung des Temperaturbereichs des Setpoint-Einstellrades im Kühlzyklus und funktionieren wie oben für den Heizzyklus beschrieben.
Beim Umschalten Kühlung/Heizung werden die Grenzwerte des Setpoint-Einstellrades automatisch wieder eingestellt. Steuert der Thermostat diese beiden Parameter durch neutrale Zone, verwendet er nicht diese Parameter sondern immer die Einstellwerte der Parameter P12 und P13.
P16: Dieser Parameter bestimmt die Frostschutztemperatur in °C, hier wird also eine Mindestraumtemperatur eingegeben, die auch bei ausgeschaltetem Thermostat (durch On/Off-Taste) beibehalten wird. Bei dieser Temperatur erfolgt die Regelung nur wenn der Thermostat auf Heizzyklus geschaltet ist und die Ventilationsgeschwindigkeit wird dabei auf die erste Stufe beschränkt sein. Wenn Sie hier den Wert 0,0 eingeben wird die Funktion gesperrt.
P17: Dieser Parameter bestimmt die Sparstufe der Setpoint-Temperatur in °C wenn die Economy-Funktion eingeschaltet wird. Die Setpoint-Temperatur wird im Heizmodus um diese Stufe reduziert und im Kühlmodus erhöht werden, wenn die Economy-Funktion aktiv ist. Wenn Sie hier den Wert 0,0 eingeben, ist die Economy-Funktion immer gesperrt.
P18: Dieser Parameter bestimmt die Hysterese in °C mit der die On/Off-Ausgänge bei den Raumtemperaturänderungen gesteuert werden.
P19: Falls der Thermostat auf die Betriebsweise mit neutraler Zone eingestellt ist, bestimmt dieser Parameter ihre Breite im Bereich 1,0°C 11.0°C. Dieser Wert gilt als zentriert zur mit dem Einstellrad eingestellten Setpoint-Temperatur. Ist der Thermostat nicht für diese Betriebsweise eingestellt, wird dieser Parameter nicht verwendet.
P20: Durch diesen Parameter können Sie eine Ventilatoreinschaltverzögerung von einigen Sekunden bei der Ventilöffnung einstellen, um dem Block die Möglichkeit zu geben, sich zu erwärmen oder abzukühlen.
P21: Durch diesen Parameter können Sie eine Ventilatorausschaltverzögerung von einigen Sekunden bei der Ventilschließung einstellen, um dem Block die Möglichkeit zu geben, die ganze Wärme des Blockes oder eines eventuellen Widerstands zu beseitigen.
P22 und P23: Diese beiden Parameter dienen zur Festlegung der Grenzwerte des automatischen Changeover: falls diese Funktion nicht eingesetzt wird, werden diese beide Parameter nicht verwendet.
Der Parameter P22 gibt den unteren Grenzwert an und kann im Bereich 0°C 24°C eingestellt werden, P23 hingegen bestimmt den oberen Grenzwert im Bereich 26°C 48°C.
P24: Dieser Parameter bestimmt den Tiefsttemperaturwert für die Tiefs temperaturefunktion, die bei angeschlossenem Vorlauftemperaturfühler im Heizzyklus immer aktiviert ist. Falls diese Funktion nicht erwünscht ist, gel Sie hier eine O ein. Falls Sie hingegen als Anlagentyp "Wärmpumpeanlage" eingestellt haben, dient dieser Grenzwert als Überhitzungsschutz. Für
weitere Informationen siehe Abschnitt „Wärmepumpeanlage“. Dieser Grenzwert kann zwischen 0°C und 99°C liegen.
P25 und P26: Diese beiden Parameter bestimmen die Öffnungszeit in Sekunden der Servosteuerung des Wärmeventilsausgangs und des Kühlventilsausgangs, falls Sie als Ventil eine Dreipunktservosteuerung ausgewählt haben. Falls Sie ein On/Off-Proportionalventil ausgewählt haben, bestimmt diese Zeit die Ventilzykluszeit, d.h. die Modulationszeit, also der Zeitabstand mit dem das Ventil den Impuls erhält.
P27 und P28: Diese Parameter bestimmen das Regelproportionalband jeweils im Heiz- bzw. im Kühlmodus. Der Parameter kann im Bereich 0,8 .. 8°C eingestellt werden, der untere Grenzwert könnte aber höher sein, wegen des im P18 für die Hysterese eingegebenen Werts, da die beiden Parameter verbunden sind.
P29 und P30: Diese Parameter bestimmen die Regelungsintegrationszeit in Minuten jeweils im Heiz- bzw. im Kühlmodus. Wenn Sie hier eine O eingeben wird es keine Integration geben.
P31: Dieser Parameter bestimmt eine Minutenzeit für die Taktgebung des Kühlventilsausgangs, wenn Sie eine Steuerung mit On/Off-Ventil (oder mit anderer Last) beschlossen haben. Diese Funktion ist nur bei den "Vierrohranlagen" und bei den "Wärmepumpenanlage" vorhanden. Wird der Kühlventilausgang ausgeschaltet, kann er nur nach Vergehen der in P31 eingegebenen Zeit wieder eingeschaltet werden. Auf diese Weise kann ein Kompressor, der oft nicht für plötzliches Ausschalten und Einschalten ausgelegt ist, direkt gesteuert werden.
P32: Dieser Parameter bestimmt die Zeit für die „Filterpflegeanzeige“, er kann im Bereich 0 50 x 100h, eingestellt werden, d.h. wenn Sie eine 10 eingeben, wird die Anzeige erst nach 1000 Stunden erscheinen. Geben Sie hier ein 0 ein, ist die Funktion "Filterpflegeanzeige" nicht aktiv.
Korrekte Erfassung der Raumtemperatur Um eine korrekte Erfassung der Raumtemperatur sicherzustellen sind die
folgenden Hinweise zu beachten.
Zur korrekten Raumtemperaturregelung empfiehlt es sich den Thermostat nicht in der Nähe von Wärmequellen, Luftzügen oder besonders kalten Wänden (Wärmebrücken) zu installieren. Wenn Sie einen Fernfühler verwenden, gilt dieser Hinweis für den Fühler und nicht für den Thermostaten.
Wenn Sie einen Fernfühler verwenden, achten Sie darauf, dass die externe Führerleitung nicht zusammen mit den anderen stromführenden Leitungen verlegt wird, da dadurch die Genauigkeit der Temperaturerfassung negativ beeinflusst werden kann. Verwenden Sie eventuell einen abgeschirmten Zweileiterkabel mit freier Beflechtung nur auf der Thermostatseite geerdet (Klemme 14) mit einem Mindestquerschnitt 1,5 mm ^2 und einer maximalen Länge von 15 m.
Bei normaler Betriebsweise mit internem Temperaturfühler, regelt der Thermostat den erfassten Wert nach einem bestimmten Algorithmus, damit bei der Heizung die internen elektronischen Teile kompensiert werden. Es ist normal, dass sofort nach dem Einschalten, der Thermostat eine niedrigere Temperatur als die Ist- Temperatur anzeigt und dass diese Differenz dann mit der Zeit immer kleiner und binnen wenigen Minuten ganz aufgehoben wird.
Falls der Thermostat an den Ausgängen beträchtliche Lasten zu steuern hat (der absorbierte Strom nähert sich dem höchstzugelassenen Wert), können Temperaturerhöhungen bei den internen elektronischen Kreisen eintreten. Diese Temperaturerhöhung könnte die Erfassung der Raumtemperatur beeinflussen, falls ein interner Temperaturfühler verwendet wird. Das passiert nicht beim Einsatz eines externen Raumtemperaturfühlers.
Falls die Erfassung der Raumtemperatur durch den Thermostat aus jeglichem Grund nicht zufrieden stellend ist, können Sie die Anzeige durch den Parameter P11 korrigieren.
Wird der Thermostat mit 230V \~ gespeist ist es wichtig, dass der Leiter und der Nullleiter (L und N) beim elektrischen Anschluss eingehalten werden.
Tabelle 1: Konfiguration durch den Installateur (Zusammenfassung der zur Konfiguration durch den Installateur notwendigen Regelparameter).
| COn | ||||||||||
| P01 | Anlagentyp | 0 | Zweisohranlage123 | Vierrohranlage | Integration-swiderstand | Wärmepumpe | ||||
| P02 | Umschaltmodus Sommer/Winter | 0 | Handumschal-tung | 1 | Automatikumschaltung | 2 | Zentralge-steuert | 3 | Invertiert zentralgesteuert | |
| P03 | 1 | Nur Ventile | 2 | Nur Ventilator | 3 | Ventile und Ventilator | ||||
| P04 | 1 | Nur Ventile | 2 | Nur Ventilator | 3 | Ventile und Ventilator | ||||
| P05 | Wärmeausgangstyp | 1 | Dreipunkt-Servosteuerung | On/Off-NC-Ventil | On/Off-NA-Ventil | On/Off-NC-Proportionalventil | 52 | |||
| P06 | Kühlausgangstyp | 1 | Dreipunkt-Servosteuerung | On/Off-NC-Ventil | On/Off-NA-Ventil | On/Off-NC-Proportionalventil | 52 | |||
| P07 | Vorlauftemperatu-reingang | 0 | Temperatur nicht anzeigen | 1 | Temperatur anzeigen | 2 | Bimetallkontakt | Fensterkontakt | 4 | |
| P08 | Antistratifikation | 0 | Nie | 1 | Im Kühlmodus | 2 | 3 | Immerlm Heizmodus | ||
| P09 | On/Off-Status Powerup | 1 | Vorheriger | 2 | Voreingestellt On | 3 | Voreingestellt Off | |||
| P10 | Raumtemperatur-Cähler | ExternIntern | ||||||||
| P11 | Raumtemperaturberichtigung (°C) |
| P12 | Setpoint-Temp., unterer Grenzwert, Winter (°C) |
| P13 | Setpoint-Temp., oberer Grenzwert, Winter (°C) |
| P14 | Setpoint-Temp., unterer Grenzwert, Sommer (°C) |
| P15 | Setpoint-Temp., oberer Grenzwert, Sommer (°C) |
| P16 | Temperaturgrenzwert Frostschutz (°C) |
| P17 | Sparstufe Economy (°C) |
| P18 | Raumtemperatur-Hysterese (°C) |
| P19 | Neutralzonebreite (°C) |
| P20 | Ventilatoreinschaltverzögerung (Sekunden) |
| P21 | Ventilatorausschaltverzögerung (Sekunden) |
| P22 | Unterer Grenzwert Changeover (°C) |
| -5.0 .. 5.0 |
| 5.0 .. 35.0 |
| 5.0 .. 35.0 |
| 5.0 .. 35.0 |
| 5.0 .. 35.0 |
| 0.0 .. 15.0 |
| 0.0 .. 10.0 |
| 0.2 .. 1.0 |
| 1.0 .. 11.0 |
| 0 .. 600 |
| 0 .. 600 |
| 0 .. 24 |
| P23 | Oberer Grenzwert Changeover (°C) |
| P24 | Vorlauftemperaturgrenzwert (°C) |
| P25 | Servosteuerungszeit warm (Sekunden) |
| P26 | Servosteuerungszeit kalt (Sekunden) |
| P27 | Proportionalband warm (°C) |
| P28 | Proportionalband kalt (°C) |
| P29 | Integrationszeit warm (Minuten) |
| P30 | Integrationszeit kalt (Minuten) |
| P31 | Taktgebungszeit kalt (Minuten) |
| P32 | Filterpflegeanzeigezeit (x 100 Std) |
| end |
| 26 .. 48 |
| 0 .. 99 |
| 30 .. 500 |
| 30 .. 500 |
| 0.8 .. 8.0 |
| 0.8 .. 8.0 |
| 0 .. 30 |
| 0 .. 30 |
| 0 .. 15 |
| 0 .. 50 |
GÉNÉRALITÉS
Zur kontinuerlichen Weiterentwicklung der eigenen Produkte, behält sich der Hersteller das Recht vor, ohne vorherige Ankündigung, technische Änderungen an Produkten und Dienstleistungen vorzunehmen. Der Hersteller haftet für die Produktkonformität gemäß der Europäischen Richtlinie 1999/44/EG und dem Dokument zur Produktgarantiepolitik der Hersteller. Auf Anfrage steht Ihnen beim Händler der ausführliche Produktgarantietext zur Verfügung.
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