Vermeiren V100 - Rollstuhl

V100 - Rollstuhl Vermeiren - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice Vermeiren V100 - page 108
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Häufig gestellte Fragen - V100 Vermeiren

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BEDIENUNGSANLEITUNG V100 Vermeiren

Das Rollstuhl wurde überprüft:

Hinweise für den Fachhändler:

These Gebrauchsanweisung ist Bestandteil des Produkts und ist bei jeder Rollstuhlübergabe auszähendigen.

Alle Rechte, auch an der Übersetzung, vorbehalten.

Kein Teil der Gebrauchsanweisung darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, verwielfältigt oder verbreitet werden.

N.V. Vermeiren N.V. 2010

Inhalt

Vorwort 2

1 Produktbeschreibung 3

1.1 Verwendungszweck 3
1.2 Technische Daten 4
1.3 Zeichnungen 5
1.4 Zubehor 6
1.5 Positionstypenschild 6
1.6 Zeichenerklarung 6

2 Verwendung 7

2.1 Transportieren des Rollstuhls 7
2.2 Montage der Hinterrader 7
2.3 Auseinanderklappen des Rollstuhl 7
2.4 An- oder Abbauen der Fußplatten 8
2.5 Betätigen der Bremsen 8
2.6 An- oder Abbauen der Armauflagen 9
2.7 Setzen in den Rollstuhl 11
2.8 Prufen Sie, ob die Sitzposition korrekt ist. 11
2.9Fahren mit dem Rollstuhl.. 11
2.10 Bewegen an Steigungen 12
2.11 Überwinden von Stufen und Bordsteinen 12
2.12Zusammenklappen des Rollstuhls.. 15
2.13 Abnehmen der Hinterrader 15
2.14 Transport in einem Auto 15
2.15Nutzung des Rollstuhls als Sitz in einem PKW 16

3 Zusammenbau und Einstellung 18

3.1 Werkzeug 18
3.2 Lieferumfang 19
3.3 Einstellen der Sitzhöhe 19
3.4 Einstellen der Sitztiefe 20
3.5 Einstellen der Bremsen 21
3.6 Einstellen der Fußplatten 22
3.7 Einstellen der Armauflage 23

4 Wartung 24

4.1 Regelmäßige Wartung 24
4.2 Verpackung und Lagerung 24
4.3 Pflege 25
4.4 Inspektion 26
4.5 Desinfektion 27

5 Garantie 30

6 Entsorgung 30

7 Übereinstimmungserklarung 31

8 Wartungsplan 32

9 Desinfektionsbuch 33

Vorwort

Zuerst möchten wir uns für das Vertrauen bedanken, das Sie in uns gesetzt haben, indem Sie sich für einen unserer Rollstühle entschieden haben.

Die Vermeiren-Rollstühle sind das Ergebnis langjähriger Forschung und Erfahrung. In der Entwicklungsphase wurde besonderer Wert auf Bedienerfreundlichkeit und leichte Wartung des Rollstuhls gelegt.

Die zu erwartende Lebensdauer Ihres Rollstuhls von acht Jahren hangt stark von der Wartung und Pflege ab, die für den Rollstuhl aufgewendet wird.

These Bedienungsanleitung soll Ihnen halten, sich mit der Benutzung Ihres Rollstuhls vertraut zu machen.

Das Befolgen der Bedienungsanleitung und der Wartungshinweise bildet einen wesentlichen Teil der Garantiebedingungen.

These Bedienungsanleitung spiegelt die neuesten Produktentwicklungskungen wider. Das Unternehmen Vermeiren besteht sich jedoch das Recht vor, Änderungen vorzunehmen. Dabei besteht jedoch keine Verpflichtung, die früher ausgelieferten Modelle anzupassen oder zu ersetzen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, so wenden Sie sichitte an ihren Fachhändler.

1 Produktbeschreibung

1.1 Verwendungszweck

Der Rollstuhl ist ausschließlich für den Transport von gehbehinderten oder gehufhigen Menschen vorgesehen.

In dem Rollstuhl kann eine Person transportiert werden.

Der Rollstuhl kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden.

Der Rollstuhlfahrer kann den Rollstuhl entweder selbst anreiben oder von einer zweiten Person geschoben werden.

Die Vielfalt an Ausstattungs- und Zubehorvarianten sowie die modulare Bauweise erlauben den Transport eines Menschen bei Gehbehinderung/Gehunfahigkeit aufgrund von:

Lahmungen
GliedmaBenverlust (Beinamputation)
Gliedmaßendefekt oder -deformation
- Gelenkkontrakturen oder -schäden
Herzkrankheiten oder schwachem Blutkreislauf
- Gleichgewichtsstörungen
- Kachexie (Muskelschwund)
und fur alterse Menschen.

Beider individuellen Versorgung sind außerdem:

Körpergroße und -gewicht (max. 130 kg)
- körperlicher und geistiger Zustand
Wohnverhältnisse
- Umgebung

zu beachten.

Ihr Rollstuhlarf nur auf Flächen verwendet werden, auf denen alle vier Räder den Boden berühren und ausreichend Kontakt vorhanden ist, um die Räder gleichmäßig anzutreiben.

Sie sollen den die Verwendung des Rollstuhls auf unebenen Flächen (Pflastersteinen usw.), Abhängen, Kurven sowie das Umfahren von Hindernissen (Bordsteinen usw.) über.

Der Rollstuhlarf nicht als Leiter oder als Transportmittel fur schwere oder heihe Objekte verwendet werden.

Wird der Rollstuhl auf Matten, Auslegeware oder Teppichboden verwendet, konnten diese Bodenbeläge beschädigt werden.

Verwenden Sie ausschließlich von Vermeiren genehmigtes Zubehör.

Für Schäden durch nicht oder mangelhaft durchgeführte Wartung oder durch Nichtbeachtung der folgenden Anweisungen übernimmt der Hersteller keine Haftung.

Das Befolgen der Bedienungsanleitung und der Wartungshinweise bildet einen wesentlichen Teil der Garantiebedingungen.

1.2 Technische Daten

Die im Folgenden aufgeführten technischen Daten gelten für einen Rollstuhl in der Standardkonfiguration.

Wurden eine Fußplatte und/oder eine Armauflage oder andes Zubehör montiert,ändern sich die in der Tabelle aufgeführten Werte.

Tabelle 1: Technische Daten

HerstellerVermeiren
AdresseVermeirenplein 1/15, B-2920 Kalmthout (Belgien)
TypManueller Rollstuhl
ModellV100
Max. zulässiges Gewicht des Fahrs130 kg
BeschreibungMin.Max.
Gesamtlänge mit Beinstütze1010 mm
Effektive Sitzbreite390 mm420 mm440 mm460 mm480 mm
Gesamtbreite (abhängig von der Sitzbreite)570 mm600 mm620 mm640 mm660 mm
Länge zusammengeklappt1010 mm
Breite zusammengeklappt300 mm
Höhe zusammengeklappt880 mm940 mm
Gesamtgewicht18 kg
Gewicht des schwersten Teils10,5 kg
Statische Stabilität bergab10° (in der Standardkonfiguration)
Statisch Stabilität bergauf7° (in der Standardkonfiguration)
Statische Stabilität seitwärts18° (in der Standardkonfiguration)
Überfahren von Hindernissen60 mm
Winkel der Sitzebene
Effektive Sitztiefe430 mm450 mm
Höhe der Sitzoberfläche an der Vorderkante480 mm540 mm
Rückenlehenenwinkel90°
Rückenlehenenhöhe420 mm
Abstand zwischen Fußplatte und Sitz410 mm
Winkel zwischen Sitz und Fußplatte
Abstand zwischen Armauflage und Sitz220 mm240 mm
Vordere Höhe der Armauflagenstruktur410 mm
Greifreifendurchmesser535 mm
Horizontale Lage der Achse (Deflektion)50 mm
Kleinster Wunderradius1500 mm
Durchmesser der Krypton PU-Hinterräder22"24"
Reifendruck, Hinterräder (Antriebsräder)max. 3,5 bar
Durchmesser der Krypton PU-Lenkräder200 mm
Reifendruck, Lenrädermax. 2,5 bar
Temperaturbereich für Lagerung undutzung+ 5 °C+ 41 °C
Luftfeuchtagitkeitsbereich für Lagerung undutzung30%70%
Technische Änderungen vorbehalten. Messtoleranzen ± 15 mm / kg / °

Der Rollstuhl entspricht den Anforderungen der folgenden Normen:

ISO 7176-8: Anforderungen und Prüfungen für staticische Festigkeit, Stoffestigkeit und Dauerfestigkeit.

ISO 7176-16: Beständigkeit gegen Entzündung von gepolstered Teilen

ISO 7176-19: Mobilitätseinrichtungen zur Anwendung als Sitz in Motorfahrzeugen.

1.3 Zeichnungen

Vermeiren V100 - Zeichnungen - 1

Vermeiren V100 - Zeichnungen - 2

Vermeiren V100 - Zeichnungen - 3

1 = Armauflagen
2 = Armaufflagentrager
3 = Fufplatten
4 = Bremsen
5 = Lenkrader (Vorderrader)
6 = Antriebsrader (Hinterrader)
7 = Sitz
8 = Ruckenlehne
9 = Kipphilfe
10 = Schere
11 = Handgriffe

1.4 Zubehör

Für den V100 ist das folgende Zubehör erhältlich:

  • Vorderer Beckengurt (B20) zur Befestigung an den Rohren der Rückenlehne (siehe entsprechendes Handbuch)
  • Anti-Kippvorrichtung (B78) zur Befestigung am unteren Rahmen (siehe entsprechendes Handbuch)

1.5 Positionstypenschild

Vermeiren V100 - Positionstypenschild - 1

1.6 Zeichenerklarung

Vermeiren V100 - Zeichenerklarung - 1

Max. Gewicht

Vermeiren V100 - Zeichenerklarung - 2

Innen- und Au Berenbereich

Vermeiren V100 - Zeichenerklarung - 3

Hangabwärts

Vermeiren V100 - Zeichenerklarung - 4

Hangaufwärts

CE Konformität

2 Verwendung

In thisem Kapitel wird die tägliche Verwendung beschrieben. Diese Anweisungen richten sich an den Benutzer und an den Fachhändler.

Der Rollstuhl wird Ohnen vollständig aufgebaut von ihrem Fachhändler geliefert.

Anweisungen für den Fachhändler, wie der Rollstuhl zusammengebaut und eingerichtet wird, befinden sich in § 3.

2.1 Transportieren des Rollstuhls

Am besten lasst sich der Rollstuhl transportieren, indem die Räder verwendet und der Rollstuhl geschoben wird.

Sollte dies nicht möglich sein (beispielsweise wenn die Hinterträder für den Transport in einem Auto abgenommen wurden), greifen Sie den Rahmen fest an der Vorderseite und an den Griffen. Greifen Sie den Rollstuhl nicht an den Fuß- oder Armstätzen oder den Rädern.

2.2 Montage der Hinterträder

Vermeiren V100 - Montage der Hinterträder - 1

  1. Nehmen Sie das Hinterrad in die Hand und drücken Sie auf den Arretierstift ①.
  2. Halten Sie den Arretierstift gedrückt und schieben Sie das Hinterrad bis zum Anschlag auf die Achse.
  3. Lassen Sie den Arretierstift los.
  4. Prüfen Sie, ob die Räder sicher auf der Achse sitzen.

2.3 Auseinanderklappen des Rollstuhl

Vermeiren V100 - Auseinanderklappen des Rollstuhl - 1

VORSICHT: Klemmgefahr - Halten Sie ihre Finger fern von sich bewegendener bilen des Rollstuhls.

  1. Stellen Sie sich hinter den Rollstuhl.
  2. Ziehen Sie den Rollstuhl an den Handgriffen so welt wie möglich auseinander.
  3. Stellen Sie sich vor den Rollstuhl.
  4. Drücken Sie mit den Händen auf die Rohre an den Seiten der Sitzfläche, bis sie in ihren Positionen einrasten.

2.4 An- oder Abbauen der Fußplatten

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Fußplatten - 1

Die Fußplatten werden wie folgt montiert:

  1. Halten Sie die Fußplatte seitlich an die Außenseite des Rollstuhlrahmens und stecken Sie den Zapfen in den Rahmen.
  2. Schwenken Sie die Fußplatte nachinnen, bis sie in der Endposition einrastet.
  3. Schwenken Sie die Fußplatte nach unten.

So bauen Sie die Fußplatten ab:

  1. Ziehen Sie am Griff ②
  2. Schwenken Sie die Fußplatte zur Außenseite des Rollstuhls, bis sie sich aus der Führung lost.
  3. Ziehen Sie den Zapfen ① aus dem Rahmen.

2.5 Betätigkeiten der Bremsen

WARNING:Die Bremsen dienen nicht dazu, die Bewegung des Rollstuhls abzubremsen - sie dienen ausschließlich dazu, unbeabsichtigte Bewegungen des Rollstuhls zu verhindern.
WARNUNG: Die ordnungsgemäß Funktion der Bremsen kann durch Verschleib oder Schmutz (auch Wasser, Öl, Schlamm usw.) beeinträchtigt werden. Überprüfen Sie daher vor jeder Rollstuhlnutzung den Zustand der Reifen.
WARNUNG: Die Bremsen sind einstellbar und können verschreiben. Überprüfen Sie dazu vor jeder Rollstuhlnutzung den Zustand der Bremsen.

So betätigen Sie die Bremsen:

  1. Drucken Sie die Bremshebel nach vorn, bis sie ein deutliches Klichen fuhlen.
    VORSICHT: Gefahr einer unbeabsichtigten Bewegung. Achten Sie darauf, dass der Rollstuhl auf einer flachen, horizontalen Fläche stehen, bevor Sie die Bremsen losen. Lüssen Sie niemals beiden Bremsen gleichzeitig.

So Iosen Sie die Bremsen:

  1. Losen Sie eine Bremse, indem Sie den Griff nach hintertenziehen.
  2. Fassen Sie den Greifreifen des Rads mit der gelösten Bremse mit ihrer Hand.
  3. Losen Sie die zweite Bremse, indem Sie den Griff nach hinten ziehen.

2.6 An- oder Abbauen der Armauflagen

Die Armauflagen des Rollstuhl konnen wegkeplapt oder abgebaut werden.

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 1

VORSICHT: Klemmgefahr - Halten Sie ihre Finger, Schnallen oder eidungsstücke fern von der Unterseite der Armauflage.

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 2

  1. Schieberen Sie das hintsere Rohr der Armauflage in die Rohraufnahme ①.
  2. Achten Sie darauf, dass die Armauflage vollständig in den Verriegelungsmechanismus einrastet.
  3. Klappen Sie die Armauflage nach vorne.

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 3

  1. Schieber Sie das vordere Rohr der Armauflage in die Rohraufnahme ②.

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 4

So entriegeln Sie eine Armauflage und bauen sie ab:

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 5

  1. Drucken Sie den Hebel ② undziehen Sie die Vorderseite der Armauflage nach oben.
  2. Klappen Sie die Armauflage nach hinten.

  3. Zum Abbauen der Armauflage drücken Sie den Knopf ③ undziehen den hinteren Teil der Armauflage aus der Aufnahme ④.

Vermeiren V100 - An- oder Abbauen der Armauflagen - 6

2.7 Setzen in den Rollstuhl

VORSICHT: Falls Sie sich nicht allein sicher in den Rollstuhl setzen können, bitten Sie{jemanden um Hilfe.
VORSICHT: Kipprisiko des Rollstuhls - nicht auf die Fußplatten stellen.

Vermeiren V100 - Setzen in den Rollstuhl - 1

  1. Stellen Sie den Rollstuhl so nahe wie möglich an den Stuhl, die Couch oder das Bett, von dem Sie zum Rollstuhl wechseln möchten.
  2. Achten Sie darauf, dass beiden Bremsende Rollstuhls betätig ist sind.
  3. Klappen Sie die Fußplatten nach oben, damit Sie sich nicht verstehen durch darauf stellen.
  4. Wenn Sie sich von der Seite in den Rollstuhl setzen, klappen Sie die Armauflage an der entsprechenden Seite nach oben. (Siehe § 2.6)
  5. Setzen Sie sich in den Rollstuhl.

2.8 Prufen Sie, ob die Sitzposition korrekt ist.

Eine Empfehlungen für die komfortable Verwendung des Rollstuhls:

  • Setzen Sie sich möglichst welt nach hinten, so dass Ihr Rücken an der Rückenlehne anliegt.
  • Achten Sie darauf, dass ihre Oberschenkel möglichst horizontal stehen.
    Gegebenenfalls müssen Sie die Länge der Fußplatten einstellen. (Siehe § 3.6)

2.9 Fahren mit dem Rollstuhl

WARNING: Klemmgefahr - Halten Sie ihre Finger von den Radspeichen fern.
WARNING: Klemmgefahr - Seien Sie in engen Durchfahren (z. B. Turen) vorsichtig.
WARNING: Verletzungsgefahr - Achten Sie darauf, dass Sie das Gerät keinen extremen Temperaturen aussetzen (Sonnenschein, extreme Kälte, Sauna etc.), da sich die verwendeten Materialien den Umgebungstemperaturen angeleichen, was bei Berührung zu Verletzungen führen kann - Umgebungstemperaturen können Oberflächen verändern.

  1. Losen Sie die Bremsen.
  2. Legen Sie bereits Höhe an die oberste Position des Greifreifens.
  3. Lehnen Sie sich nach vorn und drücken Sie die Greifreifen nach vorn, bis beiden Arme gerade sind.
  4. Schwingen Sie ihre Arme lose zurück an die Oberkante der Greifreifen und wiederholen Sie die Bewegung.

2.10 Bewegen an Steigungen

WARNUNG: Kontrollieren Sie ihre Geschwindigkeit – Bewegen Sie sich an Steigungen so langsam wie möglich.
WARNUNG: Berücksichtigten Sie die Kräfte Ihres Helfers – Wenn Ihr Helfer nicht stark genug ist, den Rollstuhl zu kontrollieren, betätigten Sie die Bremsen.
WARNUNG: Kippgefahr - Lehnen Sie sich nach vorn, um ihren Schwerpunkt nach vorne zu verlagern. So sorgen Sie für bessere Stabilität.

Vermeiren V100 - Bewegen an Steigungen - 1

  1. Falls Ihr Rollstuhl mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet ist, sollen den Sieihn stets anlagen.
  2. Versuchen Sie nicht, zu steile Steigungen hinauf zu fahren. Die maximalen Steigungswinkel (sowohl auf- als auch abwärts), sind in Tabelle 1 aufgeführrt.
  3. Bitten Sie einen Helfer, Sie beim Hinauffahren der Steigung zu unterstützen.
  4. Lehnen Sie sich nach vorn, um ihren Schwerpunkt nach vorne zu verlagern.

2.11 Überwinden von Stufen und Bordsteinen

2.11.1 Hinunterfahren von Stufen und Bordsteinen

Stufen und Bordsteine können vorwärts überwunden werden. Achten Sie darauf, dass die Fußplatten den Boden nicht berühren.

Vermeiren V100 - Hinunterfahren von Stufen und Bordsteinen - 1

Ein geübter Fahrer kann Stufen und Bordsteine problemlos allein hinunterfahren:

WARNING: Kippgefahr - Falls Sie noch unerfahren im Umgang mit dem Rollstuhl sind, halten Sie sich halten.

  1. Verlagern Sie das Gewicht auf die Hinterträder, um die Vorderträder zu entlasten.
  2. Fahren Sie den Bordstein hinunter.

Auch höhere Bordsteine konnen mit einem Helfer vorwärts überwunden werden:

  1. Bitten Sie den Helfer, den Rollstuhl etwas nach hinten zu kippen.
  2. Fahren Sie den Bordstein hinunter, während Sie die Hinterträder bewegen.
  3. Setzen Sie den Rollstuhl wieder auf alle vier Räder.

Vermeiren V100 - Hinunterfahren von Stufen und Bordsteinen - 2

Ein erfahrrener Fahrer kann auch höhere Bordsteine alleine überwinden. Die erfolgt dann am besten ruckwärts.

  1. Drehen Sie den Rollstuhl so, dass die Hinterträder zum Bordstein stehen.
  2. Lehnen Sie sich nach vorn, um ihren Schwerpunkt nach vorne zu verlagern.
  3. Bewegen Sie den Rollstuhl so nach wie möglich an den Bordstein
  4. Drucken Sie vorsichtig am Greifreifen, um den Rollstuhl

langsam den Kantstein hinunterfahren zu halten.

2.11.2 Hinauffahren von Stufen und Bordsteinen

So überwinden Sie Stufen oder Bordsteine mit einem Helfer:

Vermeiren V100 - Hinauffahren von Stufen und Bordsteinen - 1
Bordstein.

  1. Achten Sie darauf, dass die Fußplatten den Bordstein nicht berühren.
  2. Bitten Sie den Helfer, den Rollstuhls gerade so welt nach hinten zu kippen, das die Vorderräder über dem Bordstein stehen.
  3. Lehnen Sie sich nach hinten, um ihren Schwerpunkt nach hinten über die Hinterträder zu verlagern.
  4. Setzen Sie die Vorderräder auf den Bordstein.
  5. Rollen Sie die Hinterträder des Rollstuhls über den

Höhere Bordsteine können Sie ruckwärts überwinden:

  1. Drehen Sie den Rollstuhl so, dass die Hinterträder zum Bordstein stehen.
  2. Lehnen Sie sich nach hinten, und bringen Sie den Schwerpunkt über die Hinterträder.
  3. Bitten Sie den Helfer, den Rollstuhl über den Bordstein zuziehen.
  4. Nehmen Sie wieder die normale Position auf dem Rollstuhl ein.

Ein erfahrrener Fahrer kann auch höhere Bordsteine alleine überwinden:

WARNING: Kippgefahr - Wenn Sie noch unerfahren in der Handhabung eines Rollstuhls sind, halten Sie sich von einer zweiten Person halten.

Vermeiren V100 - Hinauffahren von Stufen und Bordsteinen - 2

  1. Fahren Sie bis an den Bordstein heran.
  2. Achten Sie darauf, dass die Fußplatten den Bordstein nicht berühren.
  3. Lehnen Sie sich nach hinter, um den Schwerpunkt auf die Hinterträder zu verlagern.

Vermeiren V100 - Hinauffahren von Stufen und Bordsteinen - 3

  1. Rollen Sie die Vorderräder vorsichtig über den Bordstein.
  2. Lehnen Sie sich nach vorn, um mehr Stabilität zu erhalten.
  3. Rollen Sie die Hinterträder über den Bordstein.

2.11.3 Überwinden von Treppen

Auch eine Treppe kann mit einem Rollstuhl überwunden werden, wenn die folgenden Regel beuchtet werden:

Vermeiren V100 - Überwinden von Treppen - 1

WARNING: Kippgefahr - Treppen sollen immer mit zwei Helfern überwunden werden.

  1. Bauern Sie die Fußplatten ab.
  2. Ein Helfer kippt den Rollstuhl etwas nach hinter.
  3. Der zweite Helfer fasst den Rollstuhl am vorderen Rahmen.
  4. Bleiben Sie ruhig, vermeiden Sie plottliche Bewegungen, und halten Sie die Arme am Körper.
  5. Überwinden Sie die Stufen mit den Hinterräder des Rollstuhls.
  6. Bauen Sie die Fußplatten nach dem Überwinden der Treppe wieder am Rollstuhl an.

2.12 Zusammenlappen des Rollstuhls

VORSICHT: Quetschgefahr - Achten Sie beim Zusammenklappen des Rollstuhls auf ihre Finger.

  1. Klappen Sie die Fußplatten ein oder bauen Sie sie ab (siehe § 2.4).
  2. Fassen Sie den Sitz an der vorderen und hinteren Seite undziehen Sie die Sitzflächenach offen.

2.13 Abnehmen der Hinterträder

Vermeiren V100 - Abnehmen der Hinterträder - 1

Für eine einfacheren Transport des Rollstuhls konnen die Hinterräder abgenommen werden:

  1. Stellen Sie sicher, dass die Bremsen gelöst sind.
  2. Drehen Sie die Seite des Rollstuhls zu sich, an der Sie das Rad abnehmer möchten.
  3. Drucken Sie den Arretierstift ① in der Mitte der Radnabe.
  4. Ziehen Sie das Rad vom Rahmen ab.

2.14 Transport in einem Auto

WARNING: Verletzungsgefahr - Achten Sie darauf, den Rollstuhl ordnungsgemäß zu befestigen. So vermeiden Sie Verletzungen der Fahrzeuginsassen bei einer Kollision oder einem plötzlichen Bremsmanöver.
WARNING: Verletzungsgefahr - Verwenden Sie zum Sichern des Rollstuhls und des Fahrzeuginsassens NIEMALS den gleichen Sicherheitsgurt.

  1. Bauen Sie die Fußplatten und evtl. vorhandenes Zubehor ab.
  2. Bewahren Sie die Fußplatten und das Zubehör an einem sicheren Ort auf.
  3. Wenn möglich, klappen Sie den Rollstuhl zusammen und bauen Sie die Hinterträder ab.
  4. Transportieren Sie den Rollstuhl nach Möglichkeit im Kofferraum oder Gepäckraum.
  5. Wenn der Gepäckraum und der Fahrgastrum NICHT voneinander getrennt sind, befestigen Sie den Rahmen des Rollstuhls sicher am Fahrzeug. Sie können hierzu verfügbare Sicherheitsgurte im Fahrzeug verwenden.

2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW

WARNING: Der Rollstuhl hat den Crash-Test gemäß ISO 7176-19: 2008 bestanden und ist konstruiert und ausgelegt zur Nutzung als Sitz in einem PKW nur in Blickrichtung nach vorne.
WARNING: Ein Rollstuhlrückhaltegurt ist nicht als Sicherheitsgurt zu verwenden.

Der Rollstuhl wurde getested unter Verwendung eines 5-Punkt Rückhaltegurtsystems (Rollstuhl) und eines 3-Punkt-Sicherheitsgurtes (Nutzer).

Grundsätzlich ist, wenn möglich, bevorzugt ein vorhandener PKW-Sitz zu verwenden und der Rollstuhl sicher im Gepäckraum zu verstauen.

Sicheres Verzurren des Rollstuhls innerhalb des PKW's:

  1. Prüfen Sie, ob der PKW mit einem PKW-Gurtsystem und einem Sicherheitsgurt gemäß ISO 10542 ausgestellt ist.
  2. Prüfen Sie, dass alle Komponenten des PKW-Gurtsystems (Rollstuhl) und des Sicherheitsgurtes (Nutzer) nicht ausgefranst, verschmutzt, beschädigt oder geknicht sind.
  3. Ist der Rollstuhl mit verstelltaren Sitz-/Rückensystemen ausgestattet, sind diese in eine Position zu bringen, die den Nutzer in eine möglichst aufrechte Sitzposition bringt. Lösst der Zustand des Nutzers dies nicht zu, sind die Risiken die den Transport in einer anderen Position zur Folge haben, festzustellen und zu bewerten.
  4. Entfernen Sie alle angebauten Teile und Zubehörteile, wie z.B. Körbe, Taschen, Beatmungsequipement, usw., und verstauen Sie diese gesondert sicher im Gepäckraum.
  5. Positionieren Sie den Rollstuhl in Vorwärtsrichtung mittig zwischen den Schieren des PKW-Gurtsystems, die im Boden des PKW's eingebaut sind.
  6. Stellen Sie sicher, dass keine Fahrzeugteile/-bauten in die unter angegebenen Sicherheitszonen um den Nutzer herum gebaut sein)durfen (Abb. 1 / Abb. 2).

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 1
Abb.1

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 2
Abb. 2

  1. Montieren Sie die vorderen Gurte des Rollstuhl-Gurtsystems gemäß den Angaben des jeweiligen Herstellers an den angegebenen Positionen am Rollstuhl. (Abb. 3) Diese Stellen sind am Rollstuhl mit einem Symbol markiert. (Abb. 4)
  2. Ziehen Sie den Rollstuhl soweit nach hinten, bis die vorderen Gurte gespannt sind.
  3. Betätigen Sie nun die Bremsen des Rollstuhls.
  4. Montieren Sie die hinteren Gurte des Rollstuhl-Gurtsystems gemäß den Angaben des jeweiligen Herstellers an den angegebenen Positionen am Rollstuhl. (Abb. 3)
  5. These Stellen sind am Rollstuhl mit einem Symbol markiert. (Abb. 4)

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 3
Abb.3

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 4
Abb. 4

Sicheres Anschnallen des Nutzers:

  1. Entfernen Sie beiden Armlehnens des Rollstuhls.
  2. Wenn vorhanden, legen Sie den Rollstuhlgurt an.
  3. Legen Sie den Sicherheitsgurt des PKW's an gemäß den Angaben des jeweiligen Herstellers.
  4. Legen Sie den Gurt so über dem vorderen Becken des Nutzers an, dass der Gurtriemen in einem Winkel zwischen 30^ und 75^ Grad zur Horizontalen liegt (siehe auch nachfolgende Zeichnung).

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 5

  1. Je größter (steiler) der Winkel des Gurtriemens innerhalb der markierten Fläche,arto betteren Halt kann das Gurtsystem bieten.
  2. Legen Sie den Gurt stramm gemäß den Angaben des jeweiligen Herstellers an, ohne den Nutzer zu verletzen oder zu behindern.
  3. Stellen Sie sichere, dass die Gurte in einer direkten Linie zur Gurtaufhängung des PKW's angebracht werden und dass keine Knicke und Verdrehungen in den Riemen sightbar sind, zum Beispiel durch die Hinterradachse.
  4. Die Armlehnen können angebracht werden. Stellen Sie sicher, dass die Gurte nicht verdreht sind und der Gurt stramm am Körper des Nutzers liegt. Bauteile des Rollstuhls (Armlehnen, Räder usw.))dürfen den Gurt nicht vom Körper des Nutzers ferngehalten.

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 6

Grute sollen kompletten Kontakt über den Brusikorb haben bis zum seitlichen Becken und Oberschenkel

Vermeiren V100 - 2.15utzungdesRollstuhlsalsitzin einemPKW - 7

3 Zusammenbau und Einstellung

Die Anweisungen in thisem Kapitel richten sich an den Fachhändler.

Der Vermeiren V100 wurde so konzipiert, dass er optimal verstellen werden kann und nur ein Minimum an Ersatzteilen erfordert. Daher ist es nicht erforderlich, dass ein spezieller Vorrat an Ersatzteilen angelegt wird.

Um einen Fachhändler in ihrer Höhe zu finden, stehen Ohnen unsere Niederlassungen kein zur Verfügung. Eine Auflistung aller Vermeiren Niederlassungen finds Sie auf der letzten Seite dieser Gebrauchsanweisung.

Vermeiren V100 - Zusammenbau und Einstellung - 1

WARNING: Nutzen Sie das Produkt nur gemäß den technischen Vor- und Umgangaben dieser Gebrauchsanweisung.

Vermeiren V100 - Zusammenbau und Einstellung - 2

WARNING: Änderungen an den zulässigen Einstellungen können die Stabilität des Rollstuhls verändern (Kippen nach hinten oder zur Seite).

3.1 Werkzeug

Für die Montage des Rollstuhl und für Einstellungen werden die folgenden Werkzeugebenötigt:

Schraubenschlusselsatz Gröbe 7 bis 22
Inbusschlüsselsatz Gröbe 3 bis 8
Schlitzschraubendreher Grosse 4 bis 5
Kreuzschlitzschraubendreher

3.2 Lieferumfang

Der Lieferumfang des Vermeiren V100 umfasst:

1 Rahmen mit Armauflagen, Hinterrädern und Vorderrädern (Sitzhöhe von 500 mm)
1 Paar Fußplatten
Werkzeug
- Handbuch
Zubehör

3.3 Einstellen der Sitzhöhe

Die Sitzhöhe des Vermeiren V100 kann durch Ändern der Radposition dreifach verstellt werden. Bei jeder Sitzhöhe gilt eine andere Einstellung für die Vorder- und Hinterräder.

Vermeiren V100 - Einstellen der Sitzhöhe - 1

WARNING: Die oberste Bohrung an der Achsplatte dient nicht zur Aufnahme der Unterachse. Diese Bohrung dient zur Befestigung der Trommelbremse.

Tabelle 2: Sitzhöhe

SitzhöheHinterradLenkrad
470 mmBohrung 1Beide Buchsen oberhalb der Fußrollenaufnahme
500 mm (Standard)Bohrung 2Eine Buchse oberhalb, die andere unterhalb der Fußrollenaufnahme
530 mmBohrung 3Beide Buchsen unterhalb der Fußrollenaufnahme

Vermeiren V100 - Einstellen der Sitzhöhe - 2

Soändern Sie die Sitzhöhe:

  1. Bauen Sie die Hinterträder ab (siehe §2.138).
  2. Schrauben Sie die Achsbuchsen der Hinterräder von der Achsplatte ab.
  3. Montieren Sie die Achsbuchsen in der richtigen Bohrung der Achsplatte (siehe Tabelle 2).
  4. Überprüfen Sie, ob die Achsbuchsen festgezogen sind.

Vermeiren V100 - Einstellen der Sitzhöhe - 3

  1. Losen Sie die Steckachsen der Vorderträder.
  2. Positionieren Sie die Buchsen gemäß Tabelle 2.
  3. Bauen Sie die Steckachsen der Vorderräder wieder ein undziehen Sie sie fest. Überprüfen Sie die Spannung der Steckachsen. Die Achsen mussen sich problemlos drehen halten, es damit aber kein Spiel vorhanden sein.
  4. Bauen Sie die Hinterträder an.
  5. Wenn alles ordnungsgemäß zusammengebaut wurde, müssen die Steckachsen der Vorderträder senkrecht zum Boden stehen. Überprüfen Sie, ob diese Ausrichtung gegeben ist.
  6. Stellen Sie die Bremsen gemäß § 3.5 ein.

3.4 Einstellen der Sitztiefe

Die Sitztiefe des Vermeiren V100 kann durch Änderung der Schere zweifach verstellt werden.

Tabelle 3: Sitztiefe

SitztlefeSchere
430 mmBohrung 1 und 3
450 mm (Standard)Bohrung 2 und 4

Vermeiren V100 - Einstellen der Sitztiefe - 1

So andern Sie die Sitztiefe:

  1. Entfernen Sie die beiden Clips ①.
  2. Verschieben Sie die Schere in die gewünschte Position (siehe Tabelle 3).
  3. Setzen Sie die beiden Clips ① wieder auf.

3.5 Einstellen der Bremsen

Vermeiren V100 - Einstellen der Bremsen - 1

  1. WARNING: Verletzungsgefahr - Bremsen)dürfen nur vom Fachhändler angestellt werden.

So stellen Sie die Bremsen ein:

Vermeiren V100 - Einstellen der Bremsen - 2

  1. Bauen Sie die Räder gemäß den Anweisungen in § 2.2 an.
  2. Losen Sie die Bremsen, indem Sie den Hebel ① nach hintenziehen.

Vermeiren V100 - Einstellen der Bremsen - 3

  1. Losen Sie die Schrauben ② , so dass der Bremsmechanismus über die Führung ③ geschoben werden kann.
  2. Ziehen Sie den Bremsmechnismus über die Führung ③ in die gewünschte Position.
  3. Ziehen Sie die Schrauben ② wieder fest.
  4. Prufen Sie die ordnungsgemäße Funktion der Bremsen.
  5. Wiederholen Sie ggf. die oben beschriebenen Schritte, bis die Bremsen ordnungsgemäß justiert sind.

Vermeiren V100 - Einstellen der Bremsen - 4

3.6 Einstellen der Fußplatten

3.6.1 Lange der Fußplatten

VORSICHT: Risiko der Beschädigung - Achten Sie darauf, dass die Fußplatten den Boden nicht berühren. Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 60 mm zwischen den Fußplatten und dem Boden.

Vermeiren V100 - Lange der Fußplatten - 1

So stellen Sie die Länge der Fußplatten ein:

  1. Drehen Sie die Schraube ① (auf der Rückseite der Fußplatten) Heraus.
  2. Stellen Sie die Länge der Fußplatten auf eine angenehme Länge ein.
  3. Ziehen Sie die Schraube ① wieder fest an.

3.6.2 Verstellen der Fußplatten

Die Fußplatten können in zwei Höhen verwendet werden. In der Standardeinstellung sind sie auf die Grundplatte in der hinterer Position eingestellt.

Die Fußplatten können weiter nach vorn versetzt werden, indem rechte und linke Fußplatte gegeneinander ausgetauscht werden.

3.7 Einstellen der Armauflage

Die Armauflagen Ihres Rollstuhls konnen in der Höhe und der Tiefe verstellt werden. Die Höhe der Armauflage kann dreifach verstellt werden.

Tabelle 4: Hohe der Armauflagen

Höhe der Armauflage zum SitzAnzahl der Blöcke unter dem RohrAnzahl der Blöcke zwischen Rohr und Armauflagen
220 mm (Standard)21
230 mm12
240 mm03

Vermeiren V100 - Einstellen der Armauflage - 1

Die Tiefe der Armauflage kann dreifach verstellt werden.
Tabelle 5: Tiefe der Armauflage

Tiefe der ArmauflageVerwendete Bohrungen
Vordere PositionHinten und Mitte
Mittlere Position (Standard)Bohrung 2 und 4
Hintere PositionVorne und Mitte

So stellen Sie die Höhe und Tiefe der Armauflage ein:

  1. Drehen Sie die beiden Schrauben unter der Armauflage hersus.
  2. Platzieren Sie die korrekte Anzahl an Blöcken unterhalb und oberhalb der Rohre (siehe Tabelle 4).
  3. Bauen Sie die Armauflage an den entsprechenden Bohrungen ein, um die Einstellung der Tiefe vorzunehmen.

4 Wartung

Die vorgesehene Lebenszeit theses Rollstuhls beträgt etwa acht Jahre. Die Lebenszeit des Rollstuhl hangt ab von der Art der Nutzung, der Einlagerung, regelmäßigen Kontrollen, Service und Pflege.

4.1 Regelmäßige Wartung

Die Wartungsarbeiten dnen dazu, den ordnungsgemäßen Zustand Ihres Vermeiren Rollstuhls über lange Zeit sicherzustellen:

Vor jeder Fahrt

  • Überprüfen Sie die Bereitung und reinigen Sie sie gegebenenfalls. Falls erforderlich, wechseln Sie den Reifen.
  • Überprüfen Sie die Bremsen und stellen Sie sie gegebenenfalls ein.
  • Überprüfen Sie den Rollstuhl (Sauberkeit, Risse, Beschädigungen an den tragenden Teilen usw.) und reinigen Sie sie gegebenenfalls. Bessern Sie, falls erforderlich, die Lackierung aus.

  • Alle 8 Wochen: Überprüfen und Schmieren der folgenden Teile:

Armauflagen
- Fußplatten
Bremshebel
Radachsen

  • Alle 6 Monate oder für jeder neuen Benutzer

Allgemeine Durchsicht
Desinfektion
- Lenkräder, gegebenenfalls Lager reinigen

Zu ihrer Bequemlichkeit haben wir den Wartungsplan auf der Rückseite dieser Bedienungsanleitung abgedrucht.

Reparatur und Montage von Ersatzteilen für ihren Rollstuhl dürfen nur von einem Fachhändler durchgeführt werden.

Es durren nur autorisierte Vermeiren Ersatzteile verwendet werden.

4.2 Verpackung und Lagerung

Be der Verpackung und Lagerung des Rollstuhl sind die folgenden Hinweise zu beachten:

Lagern Sie den Rollator nur bei Temperaturen von +5^ bis +41^ .
- Einlagerung bei Luftfeuchtigkeit von 30% à 70%.
- Achten Sie daraufuf, den Rollstuhl ausreichend abzudecken oder zu verpacken, um ihn vor Rost und Fremdkörpern zu schützen (z. B. Salzwasser, Seeluft, Sand, Staub).
- Alle abgebauten Teile zusammen an einem Ort lagern (ggf. kennzeichen), damit bei Wiederaufbau keine Verwechselung mit anderen Produkten auftreten kann.
- Alle Bauteile müssen belastungsfrei gelagert werden (legen Sie keine schweren Teile auf den Rollstuhl, klemmen Sie den Rollstuhl nicht zwischen anderen Teilen ein usw.).

4.3 Pflege

4.3.1 Bezüge

Be der Reinigung der Bezüge ist Folgendes zu beachten:

  • Reinigen Sie die Bezüge mit einem mit warmem Wasser angefeuchteten Tuch. Achten Sie darauf, dass sich die Bezüge nicht mit Wasser vollsaugen.
  • Bei hartnackiger Verschmutzung konnen die Bezüge mit einem handelsüblichen Feinwaschmittel gewaschen werden.
  • Flecken können mit einem Schwamm oder mit einer weichen Bürste entfern werden.
  • Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel, z. B. Lösungsmittel, oder harte Bürsten.
    Die Bezüge dürfen nicht mit einem Dampf- oder Hochdruckreiniger behandelt werden.

4.3.2 Kunststoffeile

Reinigen Sie alle Kunststoffeile Ihres Rollstuhls mit einem handelsüblichen Kunststoffreiniger. Verwenden Sie nur eine weiche Bürste oder einen weichen Schwamm.

Kunststoffeile sind z. B. die Armauflagen, Fußplatten, Griffe, Bereitung usw.

4.3.3 Lackierung

Durch die hochwertige Lackierung wird ein optimaler Korrosionsschutz gewährleistet. Falls die Lackierung durch Kratzer oder ähnliches beschädigt wird, sollen den einen Fachhändler aufsuchen, um die betroffene Oberfläche instand setzen zu halten.

Verwenden Sie zur Reinigung der Lackierung nur warmes Wasser und handelsübliche Haushaltsreiniger mit einer weichen Bürste und ein Tuch. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Rohre eintritt.

Bei leichtem Schmutz reiben Sie die verzinkten Teile einfach mit einem trockenen Tuch sauber. Hartnäckiger Schmutz wird am besten mit einem handelsüblichen Zinkpolitur entfernt.

4.4 Inspektion

Grundsätzlich empfehlen wir jährliche Inspektionen, mindestens jedoch vor jedem Wiedereinsatz. Die folgenden Prüfungen müssen von autorisierten Personen durchgeführt und dokumentiert werden.

  • Prüfung der Rahmenteile und der Rohrschere auf Verformung, Risse und Funktionssbeeinträchtigungen.
  • Sichtprüfung der Lackierung auf Schäden (Korrosionsgefahr)
  • Funktionsprüfung der Räder (Freilauf, Geradeauslauf, Achsspiel, Bereitung, Profil, Felgenzustand, bei Luftbereitung Reifendruck, Pendelachsen usw.)
  • Prüfung aller Schraubverbindungen auf Festigkeit und korrekten Sitz.
  • Zustand und Menge des Schmiermittels bei metallisch geführten beweglichen Teilen
  • Zustand und Sicherheit der Führungen und Achsen der Lenkräder.
  • Sichtprüfung aller Kunststoffeile auf Risse und sprende Stellen
  • Funktionsprüfung der Armauflagen und Beinstützen (Verriegelung, Belastung, Verformung, Verschleib durch Belastung.
  • Überprüfung der Funktion der abnehmbaren Teile (Beispiel: Antikippvorrichtung, Sicherheitsqurt, Rücken- oder Sitzkissen usw.)
    Vollständigkeit des Auslieferungszustands, Gebrauchsanweisung vorhanden?

Lassen Sie sich den Wartungs Dienst nur dann im Wartungsplan unterzeichnen, wenn mindestens die oben genannten Punkte überprüft wurden.

4.5 Desinfektion

WARNUNG: Schädliche Produkte - Desinfektionsmittel)dürfen nur von autorisiertem Personal eingesetzt werden.
WARNUNG: Gefährliche Produkte, die zu Hautveränderungen führen können. Tragen Sie geeignete Schutzkleidung, da die Desinfektionslösung bei Hautkontakt Reizungen auslösen kann. Achten Sie damit auch auf die Produktinformationen der jeweiligen Lösung.

Alle Teile des Rollstuhls konnen mit einem Desinfektionsmittel abgerieben werden.

Alle Desinfektionsmaßnahmen an Rehabilitationsgeräten, deren Komponenten oder Zubehörteilen müssen in einem Desinfektionsbuch festgehalten werden. Dabei sind mindestens die folgenden Informationen aufzuführen und eine Produktdokumentation beizufugen:

Tabelle 6: Beispiel eines Desinfektionsbuchs

Datum der DesinfektionGrundSpezifikationVerwendete Substanz und KonzentrationUnterschrift

Abkürzungen für die Eintragungen in Spalte 2 (Grund): V = Vermutete Infektion IF = Infektaionsfall W = Wiederholung I = Inspektion

Eine leere Seite eines Desinfektionsbuchs finden Sie in 9

Für die Verwendung am Rollstuhl werden die in der folgenden liste aufgeführten Desinfektionsmittel (basierend auf einer Mitglied des Robert Koch Instituts, RKI) empfohlen. Der aktuelle Stand der in die RKI-Liste aufgenommen Desinfektionsmittel kann beim Robert-Koch-Institut (RKI) nachgefragt werden ( Homepage: www.rki.de).

WirkstoffProduknameWäsche desinfektionOberflächen- desinfektion (Wasch-/Wisch- desinfektion)Desinfektion von Ausscheldungen 1 Teil Auswurf oder Stuhl + 2 Teile verdünnte Lösung oder 1 Teil Harn + 1 Teil verdünnte LösungWirks- amkeits- bereichHersteller bzw. Lieferant
AusbuwarfStuhlHarn
Verdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis Wirksamkeit
%Std.%Std.%Std.%Std.%Std.
Phenol oder PhenolderivatAmocid11256545652ALysoform
Gevisol0,51254545652ASchülke & Mayr
Helipur64646662AB. Braun
m-cresole Seifenlösung (DAB 6)11254A
Phenol11232A
Chlor, organische oder anorganische Substanzen mit AktivchlorChloramin-T DAB 91,5122,5254A B
Clorina1,5122,5254A BLysoform
Trichlorol2123264A BLysoform
Perver- bindungenApesin AP100244ABTana PROFESSIONAL
Dismozon pur241ABBode Chemie
Perform234ABSchülke & Mayr
Wofesteril224ABKesla Pharma
Formaldehyd und/oder sonstige Aldehyde bzw. DerivateAldasan 200044ABLysoform
Antifect FD 1034ABSchülke & Mayr
Antiseptica Flächen- Desinfektion 736ABAntiseptica
Apesin AP3054ATana PROFESSIONAL
Bacillocid special64ABBode Chemie
Buraton 10F34ABSchülke & Mayr
Desomed A200036ABDesomed
Desinfektionsreiniger Hospital86ABDreiturm
Desomed Perfekt74AB*Desomed
Formaldehyd (DAB 10), (Formalin)1,51234AB
Incidin Perfekt11234ABEcolab
Incidin Plus86AEcolab
Kohrsolin21234ABBode Chemie

Tabelle 7: Desinfektionsmittel

WirkstoffProduknameWäsche desinfektionOberflächen- desinfektion (Wasch-/Wisch- desinfektion)Desinfektion von Ausscheidungen 1 Teil Auswurf oder Stuhl + 2 Telle verdünne Lösung oder 1 Teil Harn + 1 Teil verdünne LösungWirks- amkeits- bereichHersteller bzw. Lieferant
AuswurfStuhlHarn
Verdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis WirksamkeitVerdünnte LösungDauer bis Wirksamkeit
%Std.%Std.%Std.%Std.%Std.
Formaldehyd und/oder sonstige Aldehyde oder DerivateLysoform41256ABLysoform
Lysoformin31256ABLysoform
Lysoformin 200046ABLysoform
Melsept21246ABB. Braun
Melsitt412104ABB. Braun
Minutil21264ABEcolab
Multidor36ABEcolab
Nüscosept54ABDr. Nusken Chemie
Optisept74AB*Dr. Schumacher
Pursept-FD74AB*Merz
Ultrasol F31254ABFresenius Kabi
Amphoteresiche Tenside (Amfotensiden)Tensodur 103212AMFH Marienfelde
LyeKalkmilch3206A B
1 Unwirksam gegen Mykobakterien bei einer routinemäßigen Desinfektion, insbesondere in Gegenwart von Blut.2 Ungeeignet zur Desinfektion von deutlich mit Blut kontaminierten Flächen oder von porosen Oberflächen (z. B. rohem Holz).3 Unbrauchbar bei Tuberkulose; Bereitung der Kalkmilch: 1 Teil gelöschter Kalk (Calciumhydroxid) + 3 Teile Wasser.* Geprüft auf Wirksamkeit gegen Viren gemäß den Prüfmethoden des RKI (Gesundheitsbericht 38 (1995) 242).A: Geeignet zur Abtätung von vegetativen bakteriellen Keimen einschließlich Mykobakterien sowie von Pilzen einschließlich pilzlicher Sporen.B: Geeignet zur Inaktivierung von Viren.

Vermeiren V100 - Desinfektion - 1

Für Rückfragen zur Desinfektion wenden Sie sichitte an ihren Fachhändler, der Ihnen-.
nerne weiterhelfen wird.

5 Garantie

Auszug aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen:

(…)

  1. Die Verjahrungsfrist für Gewährleistungsansprüche beträgt 24 Monate. Aufgrund unserer hohen Qualitätsstandards können wir den Zeitraum für Gewährleistungsansprüche für die folgenden Bauteile über diese gesetzlich vorgeschriebene Frist hinaus verlangern (...)

  2. Rahmen und Schere von Rollstuhlen

4 Jahre

Wir übernehmen keine Gewähr bei Schäden, die durch konstruktive Veränderungen an unseren Produkten, mangelnde Wartung, fehlerhafte oder unsachgemäße Behandlung oder Lagerung oder Verwendung von anderen als Original-Ersatzteilen entstanden sind. Die Gewährleistung auf Verschleißsteile bzw. auf Teile, die einer natürlichen Abnutzung unterliegen, wird ebenfalls ausgeschlossen.

(…)

6 Entsorgung

Wenden Sie sich zur Entsorgung des Rollstuhls an den Ihr lokales Recyclingcenter oder geben Sie das Produkt an den Fachhändler zurück. Diese wird den Rollstuhl nach einer fachgerechten Reinigung bzw. Desinfektion an den Hersteller zusückensenden, der den Rollstuhl entsorgt bzw. recyclelt.

Die Verpackungsmaterialien können Sie entweder in das Recycling geben oder bei ihrem Fachhändler halten.

7 Übereinstimmungserklarung

Der Hersteller oder sein bevollmachtigter Vertreter :

N.V. VERMEIREN N.V.

Adresse:

Vermeirenplein 1/15

2920 Kalmthout

Belgien

erklart unter der eigenen Verantwortung, dass CE-markierte Produkte :

Produktgruppe: Manuelle Rollstuhle

Marke: Vermeiren

Typ: V100

als Klasse Ieingustuft werden, gemäß Anhang IX 93/42/EWG, Regel 1,

und hergestellt sind in volliger Konformitat mit nachstehenden europäischen

Richtlinien - inklusive der letzten Änderungen - und mit den nationalen

Gesetzen, welche diese Richtlinien ausgestalten:

Richtlinie über Medizinprodukte 93/42/EWG

und den einschlädigen europäisch harmonisierten Standards entsprechen:

EN 12182: 1999, EN 12183: 2009

8 Wartungsplan

DatumWartungAnmerkungenNamenszeichen
1/1/2010Schmierung und allgemeine Wartungkeine

9 Desinfektionsbuch

Datum der DesinfektionGrundSpezifikationVerwendete Substanz und KonzentrationUnterschrift

DE

the replacement of defective or spare parts. eingehenden Endkontrolle unterzogen, um auch letzte, eventuell vorbundene Mangel aufzuspiren.

Jahre (Batterien 6 Monate), auf Multifunktionsrollstuhle 3

EXCEPTIONS

or our company and/or official vermeire so wenden Sie sichitte unverzuglich an ihren Fachhändler.

  • normal wear of the wheelchair, Er wird sich in enger Zusammenarbeit mit uns darum be
  • zuruckschicken innerhalb von 8 Tagen nach kauf oder registrieren Sie

Ihr Produkt auf unserer website, http://www.vermeiren.be/reg

Vermeiren Deutschland GmbH

Wahlerstraße 12 a

D-40472 Dusseldorf

Tel: +49(0)211 94 27 90

Fax: +49(0)211 65 36 00

website: www.vermeiren.de

e-mail: info@vermeiren.de

Austria

L. Vermeiren Ges. mbH

Winetzhammerstraße 10

A-4030 Linz

Hühnerhubelstraße 64

CH-3123 Belp

Tel: +41(0)31 818 40 95

Fax: +41(0)31 818 40 98

website: www.vermeiren.ch

e-mail: info@vermeiren.ch

The Netherlands

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Produktinformationen

Marke : Vermeiren

Modell : V100

Kategorie : Rollstuhl