Sagitta kids - Rollstuhl Vermeiren - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Sagitta kids Vermeiren
2. Vor der Benutzung 88
2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung und Indikationen 88
2.2. Sicherheitshinweise und mögliche Risiken 89
2.3. Symbole am Rollstuhl 90
2.4. Transport 91
2.5. Falten / Entfalten 92
2.6. Lagerung 93
3. Benutzung des Rollstuhls 94
3.1. Betätigen der Bremsen 94
3.2. Einsteigen in den Rollstuhl / Aussteigen aus dem Rollstuhl 95
3.3. Komforteinstellungen 96
3.4. Fahren mit dem Rollstuhl 99
4. Wartung 105
4.1. Wartungspunkte 105
4.2. Wartungshinweise 106
4.3. Störungsbeseitigung 107
4.4. Voraussichtliche Nutzungsdauer 108
4.5. Wiederbenutzung 108
4.6. Nutzungsende 108
4.7. Garantie 108
5. Technische Daten 109
Vorwort
DE
Herzlichen Glückwunsch! Sie sind nun Besitzer eines Vermeiren-Rollstuhls!
Dieser Rollstuhl wurde von versierten und engagierten Mitarbeitern gefertigt. Es entspricht hinsichtlich Konstruktion und Fertigung den hohen Qualitätsstandards von Vermeiren.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen in Produkte von Vermeiren. Dieses Handbuch soll Ihnen bei der Benutzung dieses Rollstuhls und seiner Bedienmöglichkeiten helfen. Lesen Sie es daher bitte aufmerksam durch, um sich mit der Bedienung, den Fähigkeiten und Beschränkungen Ihres Rollstuhls vertraut zu machen.
Sollten Sie nach der Lektüre dieses Handbuchs noch Fragen haben, können Sie sich jederzeit an Ihren Fachhändler wenden. Er wird Ihnen gerne in dieser Angelegenheit weiterhelfen.
Wichtiger Hinweis
Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten und die Nutzungsdauer Ihres Produkts zu verlängern, sollten Sie es gut behandeln und regelmäßig überprüfen und/oder warten lassen.
Dieses Handbuch enthält die neuesten Produktentwicklungen. Vermeiren behält sich das Recht vor, Veränderungen an dieser Art von Produkt vorzunehmen, ohne eine Verpflichtung einzugehen, ähnliche bereits ausgelieferte Produkte anzupassen oder auszutauschen.
Abbildungen des Produkts dienen zur Verdeutlichung der Anweisungen in diesem Handbuch. Das gezeigte Produkt kann in Details von Ihrem Produkt abweichen.
Verfügbare Informationen
Auf unserer Webseite http://www.vermeiren.com/ finden Sie stets die aktuellste Version der in diesem Handbuch beschriebenen Informationen. Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf dieser Website nach eventuell verfügbaren Aktualisierungen.
Sehbehinderte Menschen können sich die elektronische Version dieses Handbuchs herunterladen und mit Hilfe einer Sprachsyntheselösung („Text-to-Speech-Software“) vorlesen lassen.
![]() | BedienungsanleitungFür Benutzer und Fachhändler |
![]() | MontageanleitungFür Fachhändler |
![]() | Servicehandbuch für RollstühleFür Fachhändler |
![]() | EG-Konformitätserklärung |
1. Ihr Produkt
DE

- Handgriffe
- Rücken
- Seitenteil/Armstütze
- Sitz
- Fußauflagen
- Fußplatte
- Vorderräder
- Bremsen
- Hinterräder
- Greifreifen
- Typenschild
1.1. Optionen
Was die möglichen Optionen betrifft, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler. Er berät Sie gern.
2. Vor der Benutzung
2.1. Bestimmungsgemäße Verwendung und Indikationen
- Dieses Produkt ist ein Medizinprodukt.
- Indikationen und Kontraindikationen: Dieser Rollstuhl ist für den Betrieb mit einem darin sitzenden Benutzer vorgesehen, oder er kann von einer Begleitperson geschoben werden, wenn Schiebegriffe vorhanden sind. Der Rollstuhl ist als Transporthilfe für junge Menschen mit eingeschränkten Gehfähigkeiten vorgesehen. Sie dürfen diesen Rollstuhl NICHT benutzen, wenn Sie unter seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen leiden, die Sie oder andere Personen beim Fahren des Rollstuhls in Gefahr bringen könnten. Suchen Sie daher bitte zunächst Ihren Arzt auf und stellen Sie sicher, dass Ihr Fachhändler über dessen Rat informiert ist.
- Er ist ausschließlich dafür konzipiert und gefertigt, eine (1) Person mit einem Gewicht von maximal 60kg zu transportieren. Er ist nicht dafür vorgesehen, Sachen oder Objekte zu transportieren oder zu anderen Zwecken als zuvor beschrieben benutzt zu werden.
- Dieser Rollstuhl ist für den Innen- und Außenbereich geeignet.
- Verwenden Sie ausschließlich von Vermeiren genehmigte Zubehör- oder Ersatzteile.
- Sehen Sie sich auch die technischen Daten und die Einschränkungen Ihres Rollstuhls in Abschnitt 5. an.
- Die Garantie für dieses Produkt beruht auf dessen normaler Benutzung und Wartung wie in diesem Handbuch beschrieben. Schäden an Ihrem Produkt, die auf unsachgemäße Benutzung oder mangelnde Wartung zurückzuführen sind, führen zum Erlöschen der Garantie.
2.2. Sicherheitshinweise und mögliche Risiken
DE
AORSICHT
Gefahr von Personen- und/oder Sachschäden
- Bitte lesen und befolgen Sie die Anweisungen in dieser Bedienungsanleitung, da andernfalls Verletzungsgefahr besteht oder Ihr Rollstuhl beschädigt werden könnte.
Beachten Sie bei der Benutzung die folgenden allgemeinen Warnhinweise:
- Benutzen Sie Ihren Rollstuhl nicht, wenn Sie unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen stehen, die Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnten.
- Beachten Sie, dass bestimmte Teile dieses Rollstuhls infolge der Umgebungstemperatur, Sonneneinstrahlung, Heizkörpern usw. sehr warm oder sehr kalt werden können. Seien Sie daher vorsichtig beim Berühren. Tragen Sie bei kaltem Wetter Schutzbekleidung. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, können Reithandschuhe verwendet werden, um den Griff an den Handrändern zu verbessern.
- Ohne vorherige Rücksprache mit dem Hersteller sollten Fixierungspunkte oder Struktur- und Rahmenteile oder -komponenten des Rollstuhls weder verändert noch ersetzt werden.
- Wenn die Verpackung Ihres Produkts bei der Lieferung beschädigt, (unbeabsichtigt) geöffnet oder durch Umwelteinflüsse (Feuchtigkeit, Hitze,...) beeinträchtigt wurde, überprüfen Sie bitte die Unversehrtheit Ihres Produkts. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler.
Bitte beachten sie, dass Ihr Rollstuhl je nach den verwendeten Einstellungen einige Arten von Diebstahlsicherungssystemen beeinträchtigen kann. Dies kann dazu führen, dass der Sicherungsalarm des Shops ausgelöst wird.
Jeder schwerwiegende Zwischenfall [MDR (EU) 2017/745 §2 (65)], der im Zusammenhang mit dem Gerät aufgetreten ist, sollte dem Hersteller und der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats, in dem der Anwender und/oder Patient niedergelassen ist, gemeldet werden.
2.3. Symbole am Rollstuhl
![]() | Typbezeichnung |
![]() | Katalognummer |
![]() | Seriennummer |
![]() | Medizinprodukt |
![]() | Hersteller |
![]() | Produktionsdatum |
![]() | Konformitätserklärung |
![]() | Achtung: wichtige Informationen |
![]() | Bitte Bedienungsanleitung beachten |
![]() | Einklemmgefahr |
![]() | Maximalgewicht des Benutzers (in kg) |
![]() | Maximale Neigungssicherheit in ° (Grad). |
![]() | Nicht zur Verwendung als Sitz in einem Kraftfahrzeug bestimmt |
2.4. Transport
2.4.1. Transport in einem Fahrzeug (als Gepäck)
!WARNUNG
Verletzungsgefahr
- Benutzen Sie Ihren Rollstuhl NICHT als Sitz in einem Fahrzeug, siehe nächstes Symbol.

- Achten Sie darauf, den Rollstuhl ordnungsgemäß zu befestigen. So vermeiden Sie Verletzungen der Fahrzeuginsassen bei einer Kollision oder einem plötzlichen Bremsmanöver.
-
Verwenden Sie zum Sichern des Rollstuhls und des Fahrzeuginsassens NIEMALS den gleichen Sicherheitsgurt.
-
Als Rollstuhlfahrer auf einen Fahrzeugsitz umsteigen (siehe Abschnitt 3.2.).
- Lagern Sie lose Teile an einem sicheren Ort.
- Falten Sie die Rückenlehne (siehe Abschnitt 2.5.3.) und entfernen Sie die Räder (siehe Abschnitt 2.5.2.).
- Transportieren Sie den Rollstuhl nach Möglichkeit im Kofferraum oder Gepäckraum.
- Wenn der Gepäckraum und der Fahrgastraum NICHT voneinander getrennt sind, befestigen Sie den Rahmen des Rollstuhls sicher am Fahrzeug. Sie können hierzu verfügbare Sicherheitsgurte im Fahrzeug verwenden.
2.5. Falten / Entfalten
2.5.1. Montage der Hinterräder
- Nehmen Sie das Hinterrad in die Hand und drücken Sie auf den Arretierstift (1).
- Halten Sie den Arretierstift gedrückt und schieben Sie das Hinterrad bis zum Anschlag auf die Achse.
- Lassen Sie den Arretierstift los.
- Prüfen Sie, ob die Räder sicher auf der Achse sitzen.

2.5.2. Abnehmen der Hinterräder
- Stellen Sie sicher, dass die Bremsen gelöst sind.
- Drehen Sie die Seite des Rollstuhls zu sich, an der Sie das Rad abnehmen möchten.
- Drücken Sie den Arretierstift in der Mitte der Radnabe.
- Ziehen Sie das Rad vom Rahmen ab.
2.5.3. Zusammenklappen der Rückenlehne
- Falls zutreffend, entfernen Sie die abnehmbaren Seitenplatten.
- Ziehen Sie vorsichtig am Rückengurt (1). Die Sicherheitsstifte (2) entriegeln die Rückenlehne.
- Klappen Sie die Rückenlehne nach vorne auf den Sitz (3).

2.5.4. Auseinanderklappen der Rückenlehne
AORSICHT
Verletzungsgefahr
- Achten Sie darauf, dass die Rückenlehne vor dem Gebrauch fest arretiert ist.
- Ziehen Sie die Rückenlehne nach hinten, bis beide Sicherheitsstifte (2) einrasten.
- Falls zutreffend, die abnehmbaren Seitenplatten wieder anbringen.
2.6. Lagerung
AORSICHT
Beschädigungsgefahr
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Rollstuhl in einer trockenen Umgebung gelagert wird, um Schimmelbildung und die Beschädigung der Polsterung zu vermeiden, siehe auch Kapitel 5..
3. Benutzung des Rollstuhls
!WARNUNG
Verletzungsgefahr
- Lesen Sie bitte zunächst die vorhergehenden Abschnitte, um sich über die Benutzungsbedingungen zu informieren. Benutzen Sie den Rollstuhl NICHT, bevor Sie alle Anweisungen aufmerksam gelesen und vollständig verstanden haben.
- Bei Zweifeln oder Fragen wenden Sie sich bitte zwecks Hilfe an Ihren Fachhändler, Pflegedienst oder Fachberater.
3.1. Betätigen der Bremsen
AORSICHT
Verletzungsgefahr
• Die Bremsen dienen nicht dazu, die Bewegung des Rollstuhls abzubremsen. Sie dienen ausschließlich dazu, unbeabsichtigte Bewegungen des Rollstuhls zu verhindern.
- Die ordnungsgemäße Funktion der Bremsen kann durch Verschleiß oder Schmutz (auch Wasser, Öl, Schlamm usw.) beeinträchtigt werden. Überprüfen Sie daher vor jeder Rollstuhlnutzung den Zustand der Reifen.
• Die Bremsen sind einstellbar und können verschleßen. Überprüfen Sie daher vor jeder Rollstuhlnutzung den Zustand der Bremsen.
- Achten Sie darauf, dass der Rollstuhl auf einer flachen, horizontalen Fläche steht, bevor Sie die Bremsen lösen. Lösen Sie niemals beide Bremsen gleichzeitig.
3.1.1. Bremsen lösen (A)
- Halten Sie mit einer Hand einen der Greifringe fest.
- Lösen Sie die Bremse des ANDEREN Rades, indem Sie den Griff nach hinten ziehen.
- Wiederholen Sie dies für das zweite Rad und die Feststellbremse.

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A B3.1.2. Bremsen betätigen (B)
- Halten Sie mit einer Hand einen der Greifringe fest.
- Drücken Sie den Bremshebel des ANDEREN Rades nach vorn, bis Sie spüren, dass es arretiert ist.
- Wiederholen Sie dies für das zweite Rad und die Feststellbremse.
3.2. Einsteigen in den Rollstuhl / Aussteigen aus dem Rollstuhl
AORSICHT
Gefahr von Personen- oder Sachschäden
- Falls Sie sich nicht sicher versetzen können, bitten Sie jemanden um Hilfe.
- Stellen Sie sich nicht auf die Fußplatten.
3.2.1. Transfer
- Positionieren Sie den Rollstuhl so nah wie möglich an den Stuhl, die Couch oder das Bett, zu dem bzw. von dem das Umsetzen vorgenommen werden soll.
- Betätigen Sie beide Feststellbremsen, siehe Abschnitt 3.1..
- Wenn Sie sich von der Seite in den Rollstuhl setzen, entfernen Sie die Armlehne / das Seitenteil an der entsprechenden Seite (wenn möglich).
- Bewegen Sie sich aus eigener Kraft mit den Armen oder mit Hilfe von Dritten in den Rollstuhl hinein oder aus ihm heraus.
3.2.2. Sitzen im Rollstuhl
Einige Empfehlungen für die komfortable Verwendung des Rollstuhls:
- Setzen Sie sich so hin, dass Ihr unterer Lendenbereich an der Rückenlehne anliegt
- Achten Sie darauf, dass Ihre Oberschenkel möglichst horizontal stehen. Gegebenenfalls müssen Sie die Länge der Beinstützen einstellen (siehe Installationsanleitung).
3.3. Komforteinstellungen
AORSICHT
Gefahr von Personen- oder Sachschäden
- Die folgenden Komforteinstellungen können vom Begleit- oder Pflegepersonal vorgenommen werden. Alle sonstigen Einstellungen sind vom Fachhändler gemäß den Montageanweisungen vorzunehmen (siehe Vorwort).
- Berücksichtigen Sie stets den Schwenkbereich der Fußplatte, um keine Passanten zu verletzen oder Gegenstände zu beschädigen.
- Achten Sie bei Einstellungen am Rollstuhl darauf, dass Finger, Kleidung oder Schnallen nicht von beweglichen Teilen erfasst werden.
3.3.1. Neigung der Rücken
!WARNUNG
Verletzungsgefahr
- Beachten Sie, dass die Stabilität sinkt, wenn die Rückenlehne nach hinten verstellt wird.
- Stellen Sie den Rückenlehnenwinkel nur ein, wenn sich der Benutzer nicht gegen die Rückenlehne lehnt.
Der Neigungswinkel des Rückens lässt sich stufenlos für jedes Rückenrohr separat von -7^ bis +7^ verstellen.
- Drehen Sie die den Knauf am unteren Ende des Rückens nach links, wird das Rückenrohr nach hinten verstellt.
- Drehen Sie den Knauf am unteren Ende des Rückens nach rechts, wird das Rückenrohr nach vorne verstellt.
Stellen Sie sicher, dass beide Rückenlehnenrohre auf den gleichen Winkel eingestellt sind.

3.3.2. Rückenlehne Unterstützung
Die Rückenlehne des Rollstuhls verfügt über ein Aufhängesystem mit verstellbaren Klettverschlüssen, um die Flexibilität der Rückenlehne einzustellen.
- Ziehen Sie das Rückenkissen von den Klettverschlüssen der Rückenlehne ab.
- Lösen Sie die Klettverschlüsse.
- Ziehen Sie den jeweiligen Gurt in die gewünschte Position. Die Spannung der einzelnen Gurte kann variiert und damit die gewünschte Unterstützung des Rückens eingestellt werden.
- Legen Sie das Rückenkissen beginnend auf der Vorderseite und auf der Rückseite endend über die Rückenlehne.
-
Sichern Sie die Klettverbindungen, indem Sie das Kissen mit der Hand gegen die Rückenlehne drücken.
-
Stellen Sie sicher, dass alle Gurte mit einem Klettverschluss gesichert sind.

3.3.3. Unterstützung des Sitzes
Der Sitz des Rollstuhls verfügt über ein Aufhängungssystem mit verstellbaren Klettverschlüssen, um die Flexibilität und Spannung der Sitz einzustellen.
- Ziehen Sie das Sitzkissen von den Klettverschlüssen des Sitzes ab.
- Ziehen Sie die Gurte in die gewünschte Position. Die Spannung der einzelnen Gurte kann geändert und damit die gewünschte Unterstützung des Sitzes eingestellt werden.
- Sichern Sie die Klettverbindungen, indem Sie sie mit den Händen zusammendrücken.
- Legen Sie das Sitzkissen zurück über die Gurte.

• Verhindern Sie, dass Ihre Finger von den Radspeichen erfasst werden.
- Verhindern Sie das Einklemmen Ihrer Hände an den Greifringen, wenn Sie schmale Passagen passieren.
- Halten Sie Ihre Arme beim Fahren mit einer Begleitperson von den Rädern fern und die Füße auf den Fußplatten.
AORSICHT
Gefahr von Personen- oder Sachschäden
- Fahren Sie NICHT auf Steigungen, Hindernissen, Stufen oder Bordsteinen, die größer sind als in Kapitel 5..
- Begeben Sie sich mit Ihrem Rollstuhl nicht in den fließenden Verkehr. Bleiben Sie auf dem Fußweg.
- Fassen Sie die Greifringe nicht mit nassen Händen an.
- Achten Sie darauf, wenn die Straße Löcher oder Lücken aufweist, die zum Einschluss der Räder führen können.
- Vermeiden Sie Steine und andere Gegenstände, die die Räder blockieren könnten.
- Berücksichtigen Sie stets den Schwenkbereich der Fußplatte, um keine Passanten zu verletzen oder Gegenstände zu beschädigen.
- Achten Sie vor jeder Benutzung auf Folgendes:
– Alle Teile sind ordnungsgemäß gesichert, siehe Abschnitt 3.3..
– Die Feststellbremsen funktionieren einwandfrei.
– Reifen sind in gutem Zustand, siehe Abschnitt 4.2.1..
3.4.1. Selbst fahren
- Lösen Sie nacheinander die Feststellbremsen, siehe Abschnitt 3.1..
- Bewegen Sie Ihre Hände an beiden Griffringen in die höchste Position.
- Lehnen Sie sich nach vorne und drücken Sie die Greifringe nach vorne, bis Ihre Arme gerade sind.
- Schwenken Sie die Arme locker zur Oberseite der Griffringe und wiederholen Sie die Schubbewegung.
- Anhalten: Warten Sie, bis der Rollstuhl anhält, und bewegen Sie die Griffringe nach vorne/hinten. Ziehen Sie nacheinander die Feststellbremsen an, siehe Abschnitt 3.1..
3.4.2. Auf Gefälle fahren
VORSICHT
Verletzungsgefahr
- Wenn Sie auf einem (kleinen) Hang stehen bleiben, benutzen Sie die Bremsen.
- Wenn die Begleitperson zu wenig Kraft hat, um den Rollstuhl zu steuern, stoppen Sie die Fahrt und bremsen Sie sofort.

- Sichern Sie sich im Rollstuhl mit einem Sicherheitsgurt.
- Bitten Sie einen Begleiter oder einen Zuschauer, Ihnen zu helfen.
- Fahren Sie langsam und geradeaus. Lehnen Sie sich leicht nach vorne (A/B), wenn Sie den Hang hinauffahren. Lehnen Sie sich nach hinten gegen die Rückenlehne, wenn Sie den Hang hinunter fahren.
- Wenden Sie niemals an einer Steigung.
3.4.3. Rampen verwenden
AORSICHT
Kipprisiko
- Benutzen Sie ausschließlich von Vermeiren zugelassene Rampen und überschreiten Sie nie deren Maximalbelastung.
- Stellen Sie sicher, dass der Rollstuhl aufgrund seiner Neigung nicht den Boden oder die Rampe berührt.
-
Überwinden Sie Rampen nur mit Hilfe von ein oder zwei Begleitpersonen.
-
Folgen Sie den Anweisungen in Abschnitt 3.4.2..
AORSICHT
Kipprisiko
- Treppen sollten immer mit Hilfe von zwei Begleitpersonen verhandelt werden.
- Versuchen Sie niemals Treppen zu benutzen, die nicht für Rollstühle geeignet sind.

- Eine Begleitperson kippt den Rollstuhl an den Griffen leicht nach hinten.
- Die zweite Begleitperson greift den Rollstuhl vorne am Rahmen, auf beiden Seiten des Rollstuhls.
- Bleiben Sie ruhig, vermeiden Sie plötzliche Bewegungen und halten Sie die Arme im Rollstuhl.
- Beide Betreuer heben und ziehen den Rollstuhl von Stufe zu Stufe, während die Hinterräder über die Stufen rollen.
3.4.5. Bewältigen von Hindernissen
AORSICHT
Kipprisiko
- Wenn Sie nicht genug Erfahrung mit dem Rollstuhl haben, bitten Sie einen Begleiter um Hilfe.
- Stellen Sie sicher, dass die Fußplatten nicht den Boden berühren, wenn Sie ein Hindernis nehmen.
- Verwenden Sie Ihren Rollstuhl nicht auf einer Rolltreppe.
- Falls vorhanden, tragen Sie Ihren Sicherheitsgurt.
3.4.5.1. Kleine Bordsteine (nach oben oder unten)
Diese können mit einer Begleitperson vorwärts genommen werden (E/F), oder alleine von geübten Rollstuhlfahrern.

- Die Begleitperson bewegt den Rollstuhl vorwärts und nähert sich dem Bordstein. Dabei dürfen die Fußplatten den Bordstein nicht berühren.
- Lehnen Sie sich nach hinten, um den Druck auf die Vorderräder zu reduzieren.
- Die Begleitperson hält die Griffe fest, während sie sich vorwärts bewegt. Bei Bedarf verwendet sie die Kippkappen, um die Vorderräder anzuheben, bis sie die Bordsteinkante passiert haben.
- Die Begleitperson löst den Druck auf die Griffe und die Kippkappe, um die Vorderräder sanft auf den Boden zu legen.
- Als nächstes hält sie die Griffe fest, während sie den Rollstuhl mit den Hinterrädern nach oben/unten schiebt.
Ein geübter Benutzer kann kleine Bordsteine selbst nach vorne hinunterfahren:

- Verlagern Sie das Gewicht auf die Hinterräder, um die Vorderräder zu entlasten.
- Fahren Sie den Bordstein hinunter.

- Fahren Sie bis an den Bordstein heran.
- Lehnen Sie sich nach hinten, um den Schwerpunkt auf die Hinterräder zu verlagern.
- Rollen Sie die Vorderräder vorsichtig über den Bordstein.
- Lehnen Sie sich nach vorn, um mehr Stabilität zu erhalten.
- Rollen Sie die Hinterräder über den Bordstein.
3.4.5.2. Mittlere Bordsteine (nach oben oder unten)
Diese sollten mit einer Begleitperson rückwärts genommen werden:

-
Die Begleitperson dreht den Rollstuhl so um, dass sich die Hinterräder zuerst der Bordkante nähern (G/H).
-
Abstieg: Lehnen Sie sich nach vorne (G), um Ihren Schwerpunkt nach vorne zu bewegen.
Aufstieg: Lehnen Sie sich nach hinten (H), um Ihren Schwerpunkt nach hinten zu bewegen.
- Die Begleitperson zieht den Rollstuhl sanft von der/auf die Bordsteinkante.
3.4.5.3. Höhere Bordsteine
Höhere Bordsteine, aber unter der Maximalgröße, siehe Abschnitt 5., sollten mit Hilfe von zwei Begleitpersonen genommen werden.
Abstieg:
- Entfernen Sie die Fußstützen.
- Die Begleitperson bewegt den Rollstuhl vorwärts und nähert sich dem Bordstein.
- Lehnen Sie sich nach hinten, um den Druck auf die Vorderräder zu reduzieren.
- Die Begleitperson hält die Griffe fest und hält die Vorderräder mit der Kippkappe hoch, bis sie die Bordsteinkante passiert haben.
- Die zweite Begleitperson greift die Vorderseite des Rahmens und bewegt sich rückwärts, während sie die Hinterräder über den Bordstein herunter zieht.
- Die Begleitperson löst den Druck auf die Griffe und die Kippkappe, um die Vorderräder sanft auf den Boden zu legen.
Aufstieg:
- Entfernen Sie die Fußstützen.
- Die erste Begleitperson wendet den Rollstuhl, so dass sich die Hinterräder zuerst dem Bordstein nähern.
- Lehnen Sie sich nach hinten, um Ihren Schwerpunkt nach hinten zu bewegen.
- Die zweite Begleiteperson greift die Vorderseite des Rahmens und bewegt sich vorwärts, während die Hinterräder an den Bordstein gezogen/gedrückt werden. Die erste Begleitperson hebt an und hält die Griffe fest, um ein Umkippen des Rollstuhls zu verhindern.
4. Wartung
DE
Bei regelmäßiger Pflege wird Ihr Rollstuhl in einem einwandfreiem Zustand bleiben. Bezüglich des Wartungshandbuchs besuchen Sie die Vermeiren-Website unter: www.vermeiren.com.
4.1. Wartungspunkte
AORSICHT
Gefahr von Verletzungen und Schäden
- Reparaturen und Teileaustausch dürfen nur von geschultem Personal durchgeführt werden und es dürfen nur Originalersatzteile von Vermeiren verwendet werden.
i Auf der letzten Seite dieses Handbuchs befindet sich ein Registrierungsformular, auf dem der Fachhändler jeden Service dokumentieren kann.
Die Wartungshäufigkeit hängt von der Häufigkeit und Intensität der Nutzung ab. Wenden Sie sich an Ihren Händler, um einen allgemeinen Zeitplan für Inspektion/Wartung/Reparatur zu vereinbaren.
4.1.1. Vor jeder Benutzung
Kontrollieren Sie folgende Punkte:
- Alle Komponenten: Vorhanden und nicht beschädigt oder verschlissen sind.
• Alle Komponenten: Reinigung siehe Kapitel 4.2.2.. - Räder, Rückenlehne, Sitz, Wadenlehnen, Armlehnen, Fußplatte: Sind korrekt gesichert.
• Zustand der Räder/Reifen (siehe Kapitel 4.2.1.). - Zustand der Rahmenteile: Keine Deformation, Instabilität, Schwachstelle oder lose Verbindungen.
- Sitz, Rückenlehne, Armpolster, Wadenpolster und Kopfstütze (falls vorhanden): Kein übermäßiger Verschleiß (wie Eindellungen, Beschädigungen oder Risse)
Wenden Sie sich wegen etwaiger Reparaturen oder Ersatzteile an Ihren Fachhändler.
4.1.2. Jährlich oder häufiger
Lassen Sie Ihren Rollstuhl mindestens einmal pro Jahr oder häufiger von Ihrem Fachhändler inspizieren und warten. Die minimale Wartungshäufigkeit ist von der Benutzung abhängig und sollte daher zusammen mit Ihrem Fachhändler abgesprochen werden.
4.1.3. Bei Lagerung
Stellen Sie sicher, dass Ihr Rollstuhl in einer trockenen Umgebung gelagert wird, um Schimmelbildung und die Beschädigung der Polsterung zu vermeiden, siehe auch Kapitel 5..
4.2. Wartungshinweise
4.2.1. Räder und Reifen
Die korrekte Funktionsweise der Bremsen ist vom Zustand der Reifen abhängig und kann sich infolge von Verschleiß und Verunreinigung (Wasser, Öl, Matsch usw.) verändern.
Achten Sie darauf, dass keine Drähte, Haare, Sand oder Fasern an den Rädern anhaften.
Überprüfen Sie regelmäßig das Reifenprofil. Wenn die Profiltiefe weniger als 1 mm beträgt, muss der Reifen ausgetauscht werden. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihren Fachhändler.
Pumpen Sie jeden Reifen mit dem korrekten Druck auf (siehe Angabe auf dem Reifen).
Hinweise zum Wechseln der Akkus enthält die Montageanleitung.
4.2.2. Reinigung
AORSICHT
Beschädigungsgefahr durch Feuchtigkeit
- Benutzen Sie keinesfalls einen Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger, um den Rollstuhl zu reinigen.
Wischen Sie alle festen Teile mit einem feuchten (nicht durchnässten) Tuch ab. Benutzen Sie ggf. eine milde Seife, die für Lacke und Kunststoffe geeignet ist.
Die Polsterung kann mit lauwarmem Wasser und einer milden Seife gereinigt werden. Verwenden Sie keine scheuernden Reinigungsmittel.
4.2.3. Desinfektion
AORSICHT
Beschädigungsgefahr
- Eine Desinfektion darf nur von dafür geschultem Personal durchgeführt werden. Wenden Sie sich hierfür an Ihren Fachhändler.
4.3. Störungsbeseitigung
Auch bei ordnungsgemäßer Benutzung Ihres Rollstuhls kann ein technisches Problem auftreten. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler.
!WARNUNG
Gefahr von Verletzungen und Schäden
- Versuchen Sie KEINESFALLS, Ihren Rollstuhl selbst zu reparieren.
Die nachstehend genannten Symptome können auf ein ernsthaftes Problem hindeuten. Sie sollten sich daher stets an Ihren Fachhändler wenden, wenn eine der folgenden Situationen eintritt:
- Ungewöhnliche Geräusche
- Ungleichmäßige Abnutzung an einem der Reifen
• Ruckartige Bewegungen - Rollstuhl zieht zu einer Seite
- Beschädigte oder gebrochene Radeinheiten
4.4. Voraussichtliche Nutzungsdauer
Der Rollstuhl ist für eine durchschnittliche Lebensdauer von 5 Jahren ausgelegt. Je nach Nutzungshäufigkeit, Betriebsbedingungen und Wartung kann die Nutzungsdauer Ihres Rollstuhls länger oder kürzer sein.
4.5. Wiederbenutzung
Lassen Sie den Rollstuhl vor jeder Wiederbenutzung desinfizieren, inspizieren und entsprechend den Anweisungen in Abschnitt 4.1. und 4.2. warten.
4.6. Nutzungsende
Am Ende seiner Nutzungsdauer muss Ihr Rollstuhl gemäß den geltenden Umweltvorschriften entsorgt werden. Dazu wird er im besten Fall zerlegt, um den Transport wiederverwertbarer Teile zu erleichtern.
4.7. Garantie
Die Garantie für dieses Produkt unterliegt den allgemeinen Bestimmungen jedes Landes.
5. Technische Daten
DE
Die nachstehenden technischen Daten für diesen Rollstuhl gelten nur bei Standardeinstellungen und optimalen Umgebungsbedingungen. Berücksichtigen Sie diese Daten bei der Benutzung. Die Werte gelten nicht mehr, falls Ihr Sessel modifiziert wurde, beschädigt ist oder starke Verschleißerscheinungen aufweist.
| Marke Vermeiren | |
| Produktgruppe Rollstuhl | |
| Typ Sagitta kids | Sagitta SI kids |
| Beschreibung Abmessungen | |
| Maximales Gewicht des Benutzers 60 kg | |
| Gesamtlänge 700 mm - 750 mm | |
| Gesamtbreite (Radsturz 0°, abhängig von der Sitzbreite) | 426 mm - 526 mm |
| Gesamtbreite (Radsturz 2°, abhängig von der Sitzbreite) | 450 mm - 550 mm |
| Gesamtbreite (Radsturz 4°, abhängig von der Sitzbreite) | 460 mm - 560 mm |
| Gesamtbreite (Radsturz 6°, abhängig von der Sitzbreite) | 492 mm - 592 mm |
| Gesamtbreite (Radsturz 8°, abhängig von der Sitzbreite) | 523 mm - 623 mm |
| Gesamtbreite (Radsturz 10°, abhängig von der Sitzbreite) | 555 mm - 655 mm |
| Höhe im zusammengeklappten Zustand 440 mm | |
| Gesamtgewicht | |
| Sagitta kids | 9 kg |
| Sagitta SI kids | 10 kg |
| Gewicht der schwersten Teile | |
| Sagitta kids | ± 5,5 kg |
| Sagitta SI kids | ± 6,5 kg |
| Statische Stabilität, bergab 15° | |
| Statische Stabilität, bergauf 15° | |
| Statische Stabilität, seitwärts | 10° |
| Technische Änderungen vorbehalten. Messtoleranzen +- 15 mm / 1,5 kg / 1,5° | |
| Winkel der Sitzfläche Sagitta kids Sagitta SI kids | 6°4° - 9 |
| Effektive Sitztiefe 280 mm | 300 mm320 mm |
| Effektive Sitzbreite 240 mm | 260 mm280 mm300 mm320 mm340 mm |
| Höhe der Sitzoberfläche an der Vorderkante 370 - 428 mm | |
| Rückenlehnenwinkel -7° - 7° | |
| Höhe der Rückenlehne 230 mm - 430 mm | |
| Abstand zwischen Fußplatte und Sitz 220 - 270 mm | |
| Winkel Bein-Sitzfläche Sagitta kids Sagitta SI kids | -6° - -1°-10° - 1° |
| Abstand zwischen Armpolster und Sitz (falls vorhanden) | 190 mm |
| Vordere Position der Armlehnenstruktur (falls vorhanden) | 165 mm |
| Horizontale Lage der Achse (Deflektion) Sagitta kids Sagitta SI kids | 13 - 100 mm-40 mm - 20 mm |
| Kleinster Wenderadius 758 - 917 mm | |
| Durchmesser der Hinterräder 18" | 20"22" |
| Reifendruck Hinterräder | 6 - 10 bar |
| Technische Änderungen vorbehalten. Messtoleranzen +- 15 mm / 1,5 kg / 1,5° | |
| Radsturz 0° | 2°4°6°8°10° |
| Durchmesser Vorderräder 3" | 4" |
| Benutzungstemperatur +5°C - +41°C | |
| Luftfeuchtigkeitsbereich für Lagerung und Nutzung | 30% - 70% |
| Technische Änderungen vorbehalten. Messtoleranzen +- 15 mm / 1,5 kg / 1,5° | |
DE
Sommario
Premessa
1. Il prodotto 115
1.1. Opzioni 115
















