Switchblade 100 TSC Head - Audioverstärker HUGHES & KETTNER - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts Switchblade 100 TSC Head HUGHES & KETTNER als PDF.
Benutzerfragen zu Switchblade 100 TSC Head HUGHES & KETTNER
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Audioverstärker kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch Switchblade 100 TSC Head - HUGHES & KETTNER und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. Switchblade 100 TSC Head von der Marke HUGHES & KETTNER.
BEDIENUNGSANLEITUNG Switchblade 100 TSC Head HUGHES & KETTNER
Durch die nunmehr eingebaute Tube-Saftety-Control (TSC) haben wir die Röhren, den Betrieb des Amps und den Sound nicht nur sicherer gemacht. Vielmehr steht dir erstmals ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem du deine alten oder neuen Röhren, EL34 oder sogar 6L6GC, optimal „managen“, nutzen und jederzeit überprüfen kannst. Mit TSC geht auch der langersehnte Wunsch, Röhren-Amps so wartungsfreundlich wie Transitor-Amps zu handhaben, in Erfüllung.
Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem SWITCHBLADE TSC.
Dein Hughes & Kettner ^® Team
Vor der Inbetriebnahme
Bitte lies vor der Inbetriebnahme die Sicherheitshinweise auf Seite 64!
Ein Wort der Mahnung, bevor du deinen SWITCHBLADE TSC in Betrieb nimmst: Er ist laut! Hohe Lautstärke-Pegel können Gehörschäden verursachen. Stelle eine ausreichende Luftzufuhr zu den Kühlflächen des Gerätes sicher. Achte unbedingt auf einen festen Stellplatz, der mechanische und thermische Fremdeinwirkungen ausschließt und so die Betriebssicherheit des Gerätes und die Sicherheit von Personen gewährleistet. Für Schäden am Gerät oder an anderen Geräten, die durch unsachgemäßen Betrieb entstehen, kann seitens des Herstellers keine Haftung übernommen werden.
Inbetriebnahme
Vergewissere dich vor dem Anschluss des SWITCHBLADE TSC an das Stromnetz, dass der MAINS- und der STANDBY-Schalter ausgeschaltet sind (Kippschalter zeigen nach unten) und der am MAINS angegebene Spannungswert neben dem Pfeil „Voltage Setting“, (siehe Abbildung) mit der ortsüblichen Netzspannung übereinstimmt.

Die Abbildung zeigt als Beispiel die 100/120 Volt-Version. Neben dem Pfeil steht die Spannungsangabe 100 V. Der Amp darf also nur an 100 V Netzspannung betrieben werden. Stimmt die Angabe auf deinem SWITCHBLADE
TSC neben dem Pfeil nicht mit der Spannung überein, an der du den SWITCHBLADE TSC betreiben willst, darf er nicht angeschlossen werden! => im Kapitel 9.
Nur Head

Zuerst gehört das Boxenkabel in den entsprechenden Ausgang des Heads. Die Ausgänge dürfen nicht gleichzeitig benutzt werden! Das heißt: entweder 1 x 4 Ω, 2 x 16 Ω, 1 x 8 Ω
oder 1 x 16 Ω. Das „Mischen“ von z.B. einer 4-Ω-Box am 4-Ω-Ausgang mit einer 16-Ω-Box am 16-Ω-Ausgang ist nicht möglich. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du im Kapitel 6.5 „Speakers“. Das andere Ende des Kabels wird mit dem Eingang der Box verbunden. Das ist für Röhren-Amps lebenswichtig! Werden Röhren-Amps ohne angeschlossene Box oder an zu niedriger Impedanz betrieben kann das Schäden an der Endstufe verursachen.
Nur Combo
Prüfe, ob das Verbindungskabel des internen Lautsprechers korrekt mit der Endstufe verkabelt ist (siehe Abbildung). Bitte beachte: Beim 50er Combo ist der interne Lautsprecher mit dem 8-Ω-Ausgang, beim 100er-Combo mit dem 16-Ω-Ausgang verkabelt.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, solltest du den MASTER-Regler vor dem Einschalten des Amps immer auf Linksanschlag drehen.
Input
Verbinde deine Gitarre mit diesem Eingang. Bitte verwende nur geeignete, abgeschirmte Gitarren-Kabel, keine Speaker-Kabel.
Mains
Dieser Schalter öffnet die Hauptstromzufuhr, die blaue PILOT LAMP leuchtet auf. Achte auf jeden Fall darauf, dass der STANDBY-Schalter dabei in der OFF-Position steht und gönne den Röhren eine kurze Aufwärmphase. Sie werden es dir mit einer längeren Lebensdauer danken.
Standby
Mit dem STANDBY-Schalter hauchst du den glühenden Röhren Leben ein. STANDBY schaltet die Anodenspannung der Röhren, nicht die Heizung. Benutze deshalb bei kürzeren Spielpausen STANDBY statt MAINS, dann bleiben die Röhren auf Betriebstemperatur.
Wenn du es nicht erwarten kannst, deinen SWITCHBLADE TSC zu spielen, dann darfst du jetzt loslegen. Der geduldige Leser möchte bitte weiterlesen, bevor es zur Sache geht. Vor allem die Kapitel 1 (Bedienung) und 7 (Programmierung) sind Pflicht, auch für erfahrene Spieler.
Standard-Setup und Verkabelung

text_image
IN OUT MIDI IN FX SEND FX-RETURN MIDI THRU Higgs & Veitner FX ON/OFF MIDI IN Higgs & Veitner INPUT FS 2 FSM 432Inhalt
1 Grundsätzliches zur Bedienung des SWITCHBLADE TSC
2 Die Kanäle des SWITCHBLADE TSC
2.1 CLEAN-Kanal
2.2 CRUNCH-Kanal
2.3 LEAD-Kanal
2.4 ULTRA-Kanal
2.5 GAIN
2.6 BASS, MID, TREBLE
2.7 PRESENCE
2.8 VOLUME
3 Digital Effects
3.1 REVERB
3.2 DELAY
3.3 MOD FX
4 Master
4.1 MASTER
4.2 STORE
4.3 ORIGINAL VALUE
4.4 FX LOOP
5 Tube-Safety-Control (TSC)
5.1 Warum entwickelte Hughes & Kettner TSC
5.2 Was zeigt die Tube Status Control des TSC an
5.3 Das „Matchen“ der Röhren mit TSC
6 Anschlüsse und Bedienelemente der Rückseite
6.1 EFFECTS ON/OFF
6.2 CHANNEL SELECT
6.3 FX LOOP
6.4 MIDI
6.5 SPEAKERS
7 MIDI-Steuerung und Programmierung
7.1 FSM 432
7.2 Einstellen des MIDI-Kanals des SWITCHBLADE TSC, An-/Ausschalten des OMNI-Mode
7.3 Werkseinstellung und dessen Wiederherstellung
7.4 Speichervorgang/Programmierung
8 Röhrentausch, Wartung und Service
9 Mögliche Fehlerquellen, Troubleshooting
10 Technische Daten

text_image
Hughes & Kettler MAINS STAND BY MASTER REVERO DELAY MOD FR VOLUME PRECEND TICLE MID BASS DUN GNDY LLC SWITCHBLADE 100 TSC INPUT1 Grundsätzliches zur Bedienung
Der SWITCHBLADE TSC ist ein Röhren-Amp und funktioniert auch wie ein Röhren-Amp. Trotzdem gilt es, der Bedienung besondere Aufmerksamkeit zu schenken, um sich mit dem fortschrittlichen Konzept vertraut zu machen.
Die Bedienung der Regler ist auf den ersten Blick wie üblich: Regelbereich 300 Grad, 0-10, im Uhrzeigersinn, es gibt einen Links- und einen Rechts-Anschlag.
Auf den zweiten Blick erkennt man, dass es nur einen Satz Regler für alle vier Kanäle gibt. Es gibt nur einen GAIN, einen Kanal-VOLUME, eine Dreibandklangregelung. Erst die Wahl des Kanals entscheidet, ob z.B. der GAIN-Regler gerade für den CLEAN-, den CRUNCH- oder den LEAD-Kanal zuständig ist.
Der große Vorteil dieses Konzeptes ist: Die Kanäle sind völlig unabhängig und brauchen sich nicht den GAIN, VOLUME oder die Klangregelung zu teilen, sogar PRESENCE ist für jeden Kanal getrennt einstellbar – und programmierbar, in 128 Presets!
Bis auf den MASTER-Regler (und natürlich MAINS und STANDBY) gilt das für alle Bedienelemente des SWITCHBLADE TSC. Das sind:
• die Kanäle: CLEAN, CRUNCH, LEAD, ULTRA
• die Kanal-Einstellungen: GAIN + BOOST, BASS, MID, TREBLE, PRESENCE, VOLUME
• die Effekt-Parameter: MOD-FX, TIME, FEEDBACK, VOLUME, REVERB VOLUME
- das Effekt-Routing für externe Geräte: FX ON/OFF, SERIAL/PARALLEL

text_image
A B C D ↓ 32 BANK ↑ TAPDer SWITCHBLADE TSC selbst hat keine Bedienelemente zur Verwaltung der 128 Presets. Die Anwahl der Presets sowie die Zuweisung eines Speicherplatzes erfolgt über das mitgelieferte MIDI-Board FSM 432 oder über andere MIDI-fähige Controller. => Kapitel 7.
Anmerkung: Die in einem Preset programmierte Einstellung eines Reglers ist unabhängig von seiner Position, bzw. die Position eines Reglers entspricht nach Umschalten eines Presets nicht zwingend seiner Einstellung. Das heißt, eventuell hört man etwas anderes als man sieht. Sobald der Regler bewegt wird, verhält er
sich wie gewohnt. Um die Preset-Einstellung auszulesen gibt es die ORIGINAL VALUE-LED in der MASTER-Sektion. Sie leuchter auf, sobald die Position des Reglers der Einstellung eines Presets entspricht. => Kapitel 4.3.
Hinweis: Beim Drehen der Regler entstehenden gegebenenfalls hörbare Nebengeräusche. Hierbei handelt es sich um das Umschaltgeräusch der programmierbaren Widerstands-Matrix, die sich hinter jedem Poti verbirgt.
2 Die Kanäle des SWITCHBLADE TSC
Der SWITCHBLADE TSC bietet 4 Kanäle mit eigenständigem Charakter. Dank der Programmierbarkeit können die Kanäle des SWITCHBLADE TSC aus dem Vollen schöpfen: Da die Potis nicht fest mit den internen Schaltkreisen „verkabelt“ sind, wurden die Regelbereiche und Kennlinien der Potis genau auf den Charakter des angewählten Kanals abgestimmt. Ganz rechts in der CHANNEL-Sektion befindet sich der als Chickenhead ausgeführte Kanal-Schalter. Mit dem Chickenhead schaltest du die vier Kanäle samt deren Einstellungen für GAIN, BASS, MID, TREBLE, PRESENCE und VOLUME um.
Hinweis: Bei der ersten Inbetriebnahme werden beim Umschalten der Kanäle Werkseinstellungen abgerufen => Kapitel 7.3.2. Sobald du mit dem Amp arbeitest, übernimmt er deine Einstellungen für die Kanäle: Er merkt sich pro Kanal deinen zuletzt eingestellten Sound. In der Praxis ist das eine große Programmier-Hilfe => Kapitel 7.
2.1 CLEAN-Kanal
Der CLEAN-Kanal des SWITCHBLADE TSC liefert auf der Basis einer klassisch kalifornischen Grundabstimmung ein breites Spektrum von glasklar bis zum dynamisch reagierenden Crunch-Sound. Die programmierbare Presence-Regelung ermöglicht sowohl seidig-warme als auch glitzernde, höhenbetonte Clean-Sounds.
2.2 CRUNCH-Kanal
Klassisch britischer Overdrive-Sound à la Carte! Dieser Kanal deckt das vielfältige Sound-Spektrum zwischen cleanen und übersteuerten Sounds ab. Mit der im GAIN-Regler integrierten BOOST-Funktion wird aus dem Rhythmus-Sound das amtliche Crunch-Brett für rockige Riffs.
2.3 LEAD-Kanal
Der LEAD-Sound ist die erste Wahl für harten Rock, klassisch britische High-Gain-Soli und Powerchord-Riffs. Dank der feinabgestimmten
Kompressionseigenschaften dieses Kanals gehen Riffs und Licks wie von selbst von der Hand.
2.4 ULTRA-Kanal
Amerikanischer High-Gain-Sound mit fetten Bässen und bissigen Höhen. Der ULTRA-Kanal liefert eine gnadenlose Performance, welche die Metal- und Drop-Tuning-Fans zielgenau bedient. Dieser Kanal ist auch eine interessante Alternative für Gitarristen, die den etwas anderen, ultrafetten Lead-Sound suchen.
2.5 GAIN
Der GAIN-Regler bestimmt die Eingangsempfindlichkeit und damit die Sättigung bzw. Verzerrung. Der GAIN des SWITCHBLADE TSC bietet eine Besonderheit: kurz vor Rechtsanschlag wird eine Boost-Stufe hinzugeschaltet (rote LED-Anzeige). Boost bedeutet normalerweise eine Pegelanhebung aller Frequenzen, beim SWITCHBLADE TSC verstärkt der Boost pro Kanal nur ausgewählte Frequenzbereiche. Dadurch werden noch cremigere Sounds erreicht.
2.6 BASS, MID, TREBLE
Die Wirkung der Klangregelung ist präzise auf die Kanäle abgestimmt. In jedem Kanal greift die Regelung in die für den Grund-Sound des Kanals charakteristischen Frequenzbereiche ein. Wie bei Röhren-Amps üblich, beeinflussen sich die Regler innerhalb eines Kanals gegenseitig. Das heißt, eine Höhenanhebung bewirkt eine Mittenabsenkung und umgekehrt. Diese Charakteristik ermöglicht eine große Bandbreite an Sound-Nuancen.
2.7 PRESENCE
Dieser Regler bestimmt den Obertonanteil. Anders als ein TREBLE-Regler, der vorhandene Höhen verstärkt, wird mit PRESENCE der Anteil an generierten, harmonischen Obertönen bestimmt. Üblicherweise ist ein PRESENCE-Regler für den Obertonanteil des gesamten Amps, und nicht für die einzelnen Kanäle zuständig. Dank der Programmierbarkeit erlaubt der SWITCHBLADE TSC nicht nur eigene PRESENCE-Einstellungen pro Kanal, sondern sogar pro Preset.
2.8 VOLUME
Mit dem Kanal-VOLUME wird die Lautstärke eines Kanals auf die Lautstärke der anderen Kanäle abgestimmt. Beim SWITCHBLADE TSC hat dieser Regler eine wichtige Bedeutung: Dank der 128 Presets kann der gleiche Sound mit verschiedenen Lautstärken abgespeichert werden, z.B. als Rhythmus- und Solo-Sound.
Hinweis: Der Kanal-VOLUME ist bereits auf die Pegel der einzelnen Kanäle abgestimmt und passt die Kanäle untereinander an. Anders als gewohnt lässt sich der VOLUME-Regler nie ganz abdrehen, er senkt den Pegel lediglich ab oder hebt ihn an. Durch diese Anpassung ist z.B. der CLEAN-Kanal, der normalerweise wesentlich mehr VOLUME-Pegel braucht als ein verzerrter Kanal, bereits in Mittelstellung ungefähr so laut wie die anderen Kanäle. Die „12 Uhr-Stellung“ ist daher immer die beste Ausgangsbasis für eine Lautstärke-Anpassung.
3 Digital Effects
Der SWITCHBLADE TSC bietet dir drei unabhängige digitale Effekt-Sektionen, die gleichzeitig genutzt werden können. Wie die Kanal-Einstellungen sind auch alle Effekt-Einstellungen programmicbar.
Anmerkung: Die internen Effekte werden über ein intelligentes Routing dem Signal auf analogem Wege zugemischt. Der Röhren-Sound wird an keiner Stelle des SWITCHBLADE TSC unterbrochen und bleibt immer in voller Qualität erhalten.
3.1 REVERB VOLUME
Der SWITCHBLADE TSC-Reverb hat die Wärme und Musikalität eines klassischen Federhalls zum Vorbild. Ein echte Verbesserung im Vergleich zum analogen Gegenstück ist die automatische Anpassung der Nachhallzeit: Je mehr REVERB VOLUME dem Signal zugemischt wird, desto länger wird der Hall.
3.2 DELAY
Mit den Reglern für VOLUME, TIME und FEEDBACK bietet die Delay-Sektion volle Kontrolle über alle Parameter. Dadurch lassen sich alle typischen Delays, von „Rockabilly“ über „U2“ bis zu „Queen“ realisieren.
3.2.1 VOLUME
Regelt die Lautstärke der Wiederholungen von „aus“ bis „genauso laut wie das Original-Signal“.
3.2.2 FEEDBACK
Regelt die Anzahl der Wiederholungen von 1 bis unendlich.
3.2.3 TIME
Regelt stufenlos die Zeit bis zur nächsten Wiederholung von 80 ms bis 1,4 s.
TIPP: Time lässt sich vom mitgelieferten FSM 432 über die TAP-Funktion fernsteuern. Dadurch hast du die Möglichkeit, sehr schnell und komfortabel auf Timing-Änderungen zu reagieren. Gerade auf der Bühne ist TAP ein sehr hilfreiches Feature! => Kapitel 6.1.3
3.3 MOD FX
Die drei wichtigsten Modulationseffekte: CHORUS, FLANGER und TREMOLO. Die Effekte liegen hintereinander auf einem Regler. Im ersten Drittel ist der CHORUS aktiv, im zweiten Drittel der FLANGER, im letzten Drittel das TREMOLO. Innerhalb eines Drittels kannst du mit diesem Poti den Charakter des Effektes ändern. Die Parameter sind dabei so gewählt, dass sich stets gut klingende Werte einstellen lassen, die schnell und unkompliziert zum gewünschten Effekt-Sound führen. Durch Drehen im Uhrzeigersinn ändert sich die Geschwindigkeit (Rate) der Modulationseffekte. Abhängig von der Rate wird die Modulationstiefte (Depth) automatisch so mitgeregelt, dass bei jeder Reglerstellung immer der bestmögliche Effektsound zu hören ist. Um die Modulationseffekte auszuschalten drehst du den Regler einfach auf Linksanschlag.
3.3.1 CHORUS
Bei langsamen Einstellungen klingt der CHORUS schön tief und fett, bestens geeignet für schwebende Balladensounds. Dank der automatisch mitgeregelten Effekt-Tiefe „jaulen“ schnelle CHORUS-Einstellungen nicht.
3.3.2 FLANGER
Der langsame FLANGER „fräst richtig heftig“, mit den schnellen Einstellungen lassen sich aktuelle Rock- und Pop-Effekte realisieren.
3.3.3 TREMOLO
Der klassische TREMOLO-Effekt eignet sich genauso für die typischen Sounds der 60er Jahre wie auch für moderne Effektsounds.
4 Master
In der MASTER-Sektion regelst du die Gesamtlaustärke des Amps, definierst das Routing für externe Effekte, und nimmst das Abspeichern deiner Presets vor.
4.1 MASTER
Wie der Name schon vermuten lässt, hältst du mit diesem Potentiometer die Macht über die Endstufe und damit über die finale Lautstärke zwischen Daumen
und Zeigefinger. Aus diesem Grunde ist im Umgang mit diesem Regler auch ein gewisses Maß an Vorsicht geboten (und natürlich auch jede Menge Spaß garantiert!).
Bedienung: Im Gegensatz zu den Kanal- und Effekt-Reglern ist der MASTER-Regler nicht programmierbar! Er funktioniert wie ein ganz normales Poti, die Position des Reglers entspricht immer dem tatsächlichen Wert.
Achtung: Hohe Lautstärke-Pegel können Gehörschäden verursachen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, solltest du den MASTER-Regler vor dem Einschalten des Amps immer auf Linksanschlag drehen!
4.2 STORE
Mit dem STORE-Button speicherst du deine Presets ab. => Kapitel 7.4.
4.3 ORIGINAL VALUE
Diese LED erlaubt das Ablesen der Poti-Einstellung, die im aufgerufenen Preset gespeichert wurde. In der Praxis bedeutet das: Preset anwählen, Regler anfassen und solange nach links oder rechts drehen, bis diese LED aufleuchtet. Jetzt entspricht die Stellung des Potis den im Preset gespeicherten Wert und die Einstellung lässt sich ablesen.
4.4 FX LOOP
Das spezielle Effekt-Routing „SmartLoop“ bietet dir einen von parallel auf seriell umschaltbaren Einschleifweg für externe Effekt-Geräte, dessen Einstellung im Preset mit abgespeichert wird. Das heißt, pro Preset ist hinterlegt, ob der Effektweg an oder aus ist und ob er parallel oder seriell betrieben wird.
4.4.1 SERIAL
Schaltet den Effektweg von parallel (LED leuchtet nicht) auf seriell (LED leuchtet) um.
4.4.2 FX ON
Schaltet den Effektweg an (LED leuchtet) oder aus (LED leuchtet nicht).
TIPP: Ist kein Effektgerät am Effektweg eingeschleift, lässt sich der Effektweg für weitere Funktionen „zweckentfremden“, die sich sogar pro Preset individuell abspeichern lassen:
- Im parallelen Betrieb kann die RETURN-Buchse zum Anschluss eines zweiten Instruments oder beliebiger anderer Audioquellen verwendet werden. An die SEND-Buchse kann eine zusätzliche Endstufe angeschlossen werden.
- Seriell betrieben lässt sich der Effektweg als Lautstärke-Regler verwenden, indem du ein analoges Volume-Pedal mit SEND/RETURN verkabelst.
Achtung: Wenn der Effektweg scriell geschaltet und kein Effektgerät angeschlossen ist, wird das Signal unterbrochen. Das Signal zum Mischpult sollte mit der Hughes & Kettner Red Box® über die Speaker-Ausgänge z.B. abgegriffen werden, nicht über den Send, da hier nur das reine Vorstufensignal anliegt.
5 Tube-Safety-Control (TSC)
TSC arbeitet vollautomatisch und sorgt für eine höhere klangliche und technische Stabilität und Lebensdauer deiner Endstufenröhren, in dem es automatisch bei der Endstufenröhre den richtigen Ruhestrom (Bias) einstellt bzw. automatisch nachregelt. Diese Grundfunktion bedarf keiner Bedienung durch den Gitarristen.
TSC stellt daneben noch weitere sehr interessante Features im Umgang mit (verschiedenen) Endstufenröhren zur Verfügung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wenn du dich trotzdem nicht mit diesem Thema beschäftigen willst, behandele den Amp einfach wie einen konventionellen Röhrenamp. Nur in Fragen eines Endstufenröhren-Wechsels solltest du das Kapitel 8 (Röhrentausch, Wartung und Service) und 5.3.2 (Überprüfung des Matchings bei Röhrenwechsel) beachten, da dir hier einige Arbeit abgenommen wird.
5.1. Warum entwickelte Hughes & Kettner TSC Wir haben TSC für Gitarristen entwickelt, die höchsten Anspruch an kontinuierlich besten Röhrensound, an die Stabilität und Lebensdauer ihrer Röhren und an die Betriebssicherheit ihres Verstärkers haben.
Wichtig: TSC wurde ausschließlich für Endstufenröhren entwickelt. Es wird demnach in diesem Kapitel nur von Endstufenröhren gesprochen.

text_image
Tube Matching Read-Out Insert guitar pick to read out tube matching. Please refer to the tube matching chart in the owner's manual! Power Amp Tubes Tube Status Control ●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●○ ○○○○○ Warp Up/Standby/ Anola Fuse Malfunction: ○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○○ overcurrent ● no current → Service Check before next use!5.1.1 Grundbegriffe leicht erklärt
Was sind Bias, Kennlinie, Matching? Bei Röhrenverstärkern wird mit Bias die Vorspannung bezeichnet, die den Ruhestrom der Röhre einstellt. Diese Vorspannung muss bei konventionellen Amps immer auf die jeweiligen Endstufenröhren angepasst werden (das sogenannte „Bias einstellen“), da sich jede Röhre aufgrund ihrer filigranen Bauweise in gewissen Toleranzen bewegt und an einem anderen Arbeitspunkt betrieben wird, sprich eine andere „Kennlinie“ hat. Haben mehrere Röhren die gleiche Kennlinie, so liegen sie im „Matching“ (engl. Match = Übereinstimmung). Man verwendet in Gitarrenverstärkern immer nur Röhren, die im Matching liegen. Dies hat einerseits den Vorteil, dass die Röhren immer optimal beansprucht werden und damit weniger schnell altern, andererseits erzielt man damit das beste Soundergebnis. Liegen die Röhren bei konventionellen Amps nicht im Matching, dann altern diese schneller und müssen demnach früher gewechselt werden. Außerdem kommt es dann zu unerwünschten Klangphänomenen (sogenannte Übernahmeverzerrungen), welche sich negativ auf das Soundergebnis auswirken.
5.1.2 Vorteile von TSC
Die manuelle Bias-Einstellung entfällt: In konventionellen Amps muss der Bias von einem 'Techniker neu eingestellt werden, wenn alle Röhren ausgetauscht wurden und dann eine andere Kennlinie aufweisen. Bei SWITCHBLADE TSC muss der Bias nie vom 'Techniker eingestellt werden, er regelt sich selbst. So wird er immer am optimalen Arbeitspunkt betrieben. Dies hat klangliche und technische Vorteile.
Bestmöglicher Sound bei Röhren, die nicht (mehr) im Matching liegen: Röhren sind äußerst empfindlich. Auf Erschütterungen reagieren sie mit Veränderungen in Ihrer Kennlinie, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr im Matching liegen. Dank TSC arbeiten die Röhren immer am optimalen Arbeitspunkt. Dies gilt natürlich gerade auch für den Fall, dass sich die Kennlinien (z.B. durch äußere Einflüsse, Erschütterungen o.ä.) verändern. Während bei einem konventionellen Amp in jedem Fall unerwünschte Soundphänomene (Übernahmeverzerrungen) bemerkbar werden, minimiert TSC diese durch seine vollautomatische Regelung und erzielt das bestmögliche Soundergebnis.
Geringerer Röhrenverschleiß: Liegen die Röhren bei konventionellen Amps nicht im Matching, altern diese schneller und müssen früher gewechselt werden. Doch selbst bei veränderter Kennlinie regelt TSC den Bias jeder Endstufenröhre auf den optimalen Arbeitspunkt. Technische Nachteile können somit nicht entstehen.
Röhrenfehler werden direkt angezeigt und Amp kann weiter gespielt werden: Es kann in den meisten Fällen trotz defekter Röhre weitergespielt werden. Der Gig ist gerettet. Analysiere danach den Röhrenfehler spielend einfach durch das Vergleichen des Blinkens oder Dauerleuchtens der Tube Status Control-LED (siehe Kapitel 5.2).
Überprüfung der Endstufenröhren: Die Zustände der Röhren, ihre Kennlinien sowie das Matching kannst du jederzeit überprüfen (siehe Kapitel 5.3.1).
Einsetzen von EL34 und/oder 6L6GC: Du kannst ersatzweise auch 6L6GC-Röhren einsetzen. Diese Röhren sind auch in Kombination mit EL34-Röhren gleichzeitig verwendbar (siehe Kapitel 5.3.2, 5.3.3).
5.2 Was zeigt die Tube Status Control des TSC an
Mit den LEDs der Tube Status Control, einem wichtigen Bestandteil des TSC, lässt sich kontrollieren:
- ob der Amp im Normalzustand läuft (siche Kapitel 5.2.1)
- ob überhaupt Strom in den Endstufenröhen fließt (siehe Kapitel 5.2.2)
- ob eine Röhre durch Unterstrom nicht mehr funktionsfähig ist und der Amp mit einer Röhre weniger weiterläuft (siehe Kapitel 5.2.3)
- ob eine Röhre durch Überstrom defekt ist und TSC deshalb das betreffende Röhrenpaar abschaltet (siehe Kapitel 5.2.4)
- ob die Röhren (noch) im „Matching“ sind (siehe 5.3)
Wichtig: Jede der nebeneinanderliegenden LEDs ist genau der Endsrufen-Röhre in gleicher Position zugeordnet.
5.2.1 Keine LED leuchtet
Die Endstufenröhren laufen technisch im Normalzustand!

5.2.2 Dauerleuchten aller LEDs

Bei Einschalten des Amps: Solange sich der Amp im Standby-Modus befindet, leuchten alle LEDs, denn es fließt noch kein Strom in den Röhren. Wenn aus dem Standby-Betrieb nach genügend langer Aufwärmzeit (ca. 30 Sekunden) in den Spielbetrieb gewechselt wird, muss das Leuchten aufhören. Wenn jedoch schon vor Beenden der Aufwärmphase in den Spielbetrieb gewechselt wird, leuchten die LEDs so lange, bis die Röhren die richtige Temparatur haben und der Strom optimal fließt.
Im Spielbetrieb: Leuchten alle LEDs, fließt kein Strom in den Röhren.
Höchstwahrscheinlich ist die Anodensicherung („Anode Fuse“) defekt. Sie sollte ausgewechselt werden. Sollte das Problem erneut in kurzem Zeitraum auftreten oder die Anodensicherung nicht betroffen sein, ist der Amp von einem autorisierten Techniker überprüfen zu lassen.
5.2.3 Dauerleuchten einer LED
Die betreffende Röhre erzeugt Unterstrom. Gründe hierfür können u.a. sein: Defekt an der Heizung der Röhre,

Vakuumfehler oder sonstiger Defekt (z.B. gebrochener Draht) innerhalb der Röhre. TSC regelt den Strom so lange wie möglich nach. Die Röhre funktioniert so in jedem Fall länger als bei einem konventionellen Amp und es kommt nicht direkt zu unerwünschten Klangphänomenen (Übernahmeverzerrungen) durch die ausgefallene Röhre. So garantiert TSC das für diesen Fall bestmögliche Soundergebnis. Auch wenn TSC den Strom aufgrund zu großem Defektes der Röhre nicht mehr nachregelt, kann der Amp auf jeden Fall weitergespielt werden. Sollte sich das Dauerleuchten jedoch nicht nach wenigen Minuten einstellen, muss die Endstufenröhre ausgewechselt werden (zum Auswechseln unbedingt Kapitel 5.3.2 und 8 beachten). Tritt das Problem erneut in kurzem Zeitraum auf, ist der Amp von einem autorisierten Techniker überprüfen zu lassen.
5.2.4 Eine LED blinkt, eine zweite erzeugt Dauerleuchten
Die Röhre der blinkenden LED erzeugt einen Überstrom. Diese Röhre ist defekt, wurde abgeschaltet und muss ausgewechselt werden (zum Auswechseln unbedingt Kapitel

5.3.2 und 8 beachten). Da das beste Soundergebnis in dieser Art von Endstufen immer nur aus einem gemeinsam arbeitenden Röhrenpaar erzielt wird, wird die entsprechende zweite Röhre zur defekten Röhre mit abgeschaltet, damit das andere Paar ohne Soundverlust arbeiten kann. Die Röhre, die mitabgeschaltet wird,
erzeugt an der entsprechenden LED ein Dauerleuchten, muss aber nicht ausgewechselt werden. Bei Switchblade 100 TSC (4 Endstufenröhren) bedeutet dies, dass während des Leuchtens der LED eine Leistungsreduktion um die Hälfte (100 auf 50 Watt) stattfindet und es kann weitergespielt werden. Switchblade 50 TSC (2 Endstufenröhren) wird natürlich stummgeschaltet. In konventionellen Amps fällt hier gewöhnlich die Sicherung aus und der Amp ist bis zum Röhren- und Sicherungswechsel nicht mehr bespielbar.
Ausnahme: In sehr seltenen Fällen kann es auch trotz TSC zu einem sicherheitsbedingtem Ausfall der Anodensicherung kommen. Dies kann bei wirklich gravierenden Röhrendefekten der Fall sein (Kurzschluss durch unmittelbaren Kontakt von Anode und Kathode) oder beim Einsatz älterer Röhren und Sicherungen (zu stark belastender Einschaltstromimpuls). In diesen seltenen Fällen ist ein Röhren- und Sicherungstausch von einem Techniker vornehmen zu lassen (siehe Kapitel 8 und 5.3.2).
5.3 Das „Matchen“ der Röhren mit TSC
Unsere Erfahrung hat gezeigt: Die Kennlinien einer Endstufenröhre können sich schon durch leichte äußere Einflüsse verändern. Folge ist, dass die Röhre – in konventionellen Amps - nicht mehr im Matching der übrigen Endstufenröhren liegt. Die Röhren werden nicht mehr optimal beansprucht, was zu unerwünschten Klangphänomenen (Übernahmeverzerrungen) führt, welche sich negativ auf das Soundergebnis auswirken. Außerdem altern die Röhren so schneller und müssen demnach früher gewechselt werden
TSC bringt dir hier 3 Vorteile:
- TSC minimiert die unerwünschten Übernahmeverzerrungen und erzielt das bestmögliche Soundergebnis.
- Geringerer Röhrenverschleiß durch permanente automatische Nachregelung des Ruhestroms
- Mit TSC kannst du den aktuellen Zustand der Kennlinie jeder Röhre, egal ob alt oder neueingesetzt, überprüfen und damit auch „matchen“. (=> Kapitel 5.3.1).
5.3.1 Überprüfung des Matchings der Endstufenröhren
Drücke mit einem Plektrum während des Spielbetriebs (nicht im Standby-Modus!) im Feld „Tube Matching Read-Out“ in den dafür vorgesehenen Schlitz. Sodann blinken alle LEDs der Tube Status Control und geben gleichzeitig, nach den Tabellen unter 5.3.3, die Hughes & Kettner-Kennlinien an. Röhren mit der entsprechenden Kennlinie können bei deinem Fachhändler erworben werden. Die ursprüngliche Hughes & Kettner-Kennlinie (S1-S3, 0-9) ist als Aufkleber auf der Endstufenröhre angebracht. Idealerweise haben alle Röhren die gleiche Kennlinie oder weichen bis zu höchstens 5 Blinkzeichen voneinander ab. Ab einer Abweichung von 6 Blinkzeichen (nach oben und unten) sollte die entsprechende Endstufenröhre ausgewechselt werden (zum Auswechseln unbedingt Kapitel 5.3.2 und 8 beachten). Ein technisches Risiko wird zwar nicht eingegangen, denn durch den automatischen Ruhestromabgleich verringert sich, im Gegensatz zu konventionellen Bias-Lösungen, die Haltbarkeit der Röhre nicht. Jedoch wird klanglich das beste Ergebnis nur mit übereinstimmenden Kennlinien erzielt.

5.3.2 Überprüfung des Matchings bei Röhrenwechsel
Werden alle Röhren ausgetauscht, so achte darauf, dass sie alle die gleiche Kennlinie besitzen. Die Wahl der Kennlinie bleibt dir überlassen, ein Bias-Abgleich muss dank TSC nicht erfolgen. Zwar wird es keine technischen Probleme bei unterschiedlichen Kennlinien geben, da TSC die Röhren stets am optimalen Arbeitspunkt betreibt. Jedoch wird klanglich das beste Ergebnis nur mit übereinstimmenden Kennlinien erzielt.
Wird eine Röhre getauscht, so achte darauf, dass sie die gleiche Kennlinie wie die restlichen Röhren im Amp hat. Unterscheiden sich die Röhren im Amp auch
noch durch geringe Abweichungen der Kennlinie, dann benutze eine Röhre, die im Durchschnitt der übrigen Kennlinien liegt. Beachte bitte die hierunter aufgeführten „Wichtigen Beispiele beim Tausch einer Röhre“.
Auch können sogar ersatzweise eine oder mehrere 6L6GC-Röhren eingesetzt werden. Die hierzu nötigen Kennlinien der 6L6GC-Röhren ergeben sich nach der 6L6GC-Tabelle in Kapitel 5.3.3. Auch das gleichzeitige Einsetzen von EL34-Röhren und 6L6GC-Röhren ist möglich! Achte auch hier auf gemeinsame Kennlinien! Das Sounddesign und die Werks-Presets des Amps sind jedoch ausdrücklich für EL34-Röhren entwickelt.
ACHTUNG: Bitte nur 6L6GC und keine 6L6 verwenden, da die 6L6 anderen technischen Spezifikationen unterliegt und hier nicht eingesetzt werden darf. Achte auf den Aufdruck. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird bei einer 6L6GC oft nur von 6L6 gesprochen.
Wichtige Beispiele beim Tausch einer Röhre (Switchblade 100 TSC, 4
Endstufenröhren): Um ein optimales Klangergebnis zu erzielen, müssen die beiden mittleren und die beiden äußeren Endstufenröhren die gleiche Kennlinie haben!
Beispiel 1: 4 Röhren der Kennlinie 6 6 7 7 sollten in der Reihenfolge so angeordnet sein: 6 7 7 6 oder 7 6 6 7, nicht aber bspw. 6 7 6 7 oder 6 6 7 7.
Beispiel 2: Du hast 3 Röhren der Kennlinie 5, 7, 8. Die vierte Röhre sollte im ungefähren Durchschnitt der restlichen Röhren liegen. Empfehlen würde sich demnach eine 6. Da aber die beiden mittleren und äußeren Röhren die gleiche Kennlinie haben sollten, wäre eine Röhre mit der 5 die beste Lösung: 5 7 8 5 oder 7 5 5 8.
5.3.3 Tabellen der Röhrenkennlinien
Zum Feststellen der Kennlinie einfach mit einem Plektrum den Auslesevorgang (siehe Kapitel 5.3.1) auslösen, die Blinkzeichen zählen und mit der untenstehenden Tabelle vergleichen.
| Blink Kennlinie Blink Kennlinie | |||
| 1 S3 1 -- | |||
| 2 S2 2 -- | |||
| 3 S1 3 -- | |||
| 4 0 4 -- | |||
| 5 1 5 S4 | |||
| 6 2 6 | S3 | ||
| 7 3 7 | S2 | ||
| 8 4 8 | S1 | ||
| 9 5 9 0 | |||
| 10 6 10 1 | |||
| 11 7 11 2 | |||
| 12 8 12 3 | |||
| 13 9 13 4 | |||
| 14 10 | 14 5 | ||
| 15 11 | 15 6 | ||
| 16 12 | 16 | 7 | |
| 17 13 | 17 8 | ||
| 18 14 | 18 9 | ||
| 19 | -- | 19 10 | |
| 20 | -- | 20 11 | |
| 21 | -- | 21 | 12 |
| 22 | -- | 22 | 12 |
| 23 | -- | 23 | 13 |
| 24 | -- | 24 13 | |
| 25 | -- | 25 | 14 |
| 26 | -- | 26 | 14 |
| 27 | -- | 27 | 14 |
6 Weitere Anschlüsse und Bedienelemente der Rückseite
6.1 EFFECTS ON/OFF
An diese Buchse kann der Zweifach-Fußschalter Hughes & Kettner* FS-2 angeschlossen werden. Mit Schalter 1 werden die internen Effekte geschaltet, mit Schalter 2 der externe Effektweg. Leuchtet die LED des FS-2 sind die Effekte aktiv bzw. ist FX ON angeschaltet, leuchtet sie nicht sind die internen Effekte auf Bypass bzw. ist FX ON ausgeschaltet.
Hinweis: Der Fußschalter deaktiviert den Taster FX ON auf der Front! Ist ein Fußschalter angeschlossen, hat dieser immer Priorität. Auch beim Umschalten der Kanäle gilt der aktuelle Zustand des Fußschalters, unabhängig von der Vorcinstellung des Presets! Der Schalter FX ON auf der Front übernimmt jetzt die Funktion einer LED-Anzeige, die den Zustand des Fußschalters anzeigt.
6.2 Channel Select
Dies ist ein flexibler „Notfall-Anschluss“ für Fußschalter falls das MIDI-Board vergessen wurde. Mit handelsüblichen Einfach-Fußschalter, wie z.B. dem Hughes & Kettner FS-1, lässt sich der SWITCHBLADE TSC zwischen CLEAN und ULTRA umschalten. Auch ein Zweifach-Fußschalter, wie z.B. der Hughes & Kettner° FS-2, lässt sich anschließen. Schalter 1 ist dann für die Kanäle zuständig, Schalter 2 ist ohne Funktion. Sogar der Vierfach-Fußschalter Hughes & Kettner FS-4, der bei Hughes & Kettner Trilogy und Attax zum Lieferumfang gehört, wird vom SWITCHBLADE TSC verstanden. Damit lassen sich alle vier Kanäle schalten.
Hinweis: Der Fußschalter schalter nur die Kanäle um, keine Presets. Das heißt, die zuletzt gehörten Einstellungen der Kanäle werden aufgerufen und die Effekte werden nicht umgeschaltet.
6.3 FX LOOP
Falls du ein externes Effektgerät verwenden möchtest, kannst du dieses in den FX Loop einschleifen.
6.3.1 FX SEND
Verbinde diese Buchse mit dem Eingang des Effektgerätes.
6.3.2 FX LEVEL
Dieser Schalter verringert den Ausgangspegel des FX-Send um 10dB, erhöht zeitgleich die Eingangsempfindlichkeit des FX-Return um 10dB, und unterstützt so eine optimale Anpassung des Effektweges an den Eingangspegel des jeweils verwendeten Effektgeräts. Soll ein Effektgerät zum Einsatz kommen, dessen Eingang für den Instrumentenpegel ausgelegt ist, diesen Schalter bitte unbedingt in die gedrückte Position bringen.
6.3.3 FX RETURN
Verbinde diese Buchse mit dem Ausgang des Effektgeräts.
6.4 MIDI
Erlaubt dem SWITCHBLADE TSC die Kommunikation mit anderen MIDI-Geräten.
6.4.1 MIDI IN
Hier wird der mitgelieferte Hughes & Kettner ^® FSM 432 oder ein beliebiger MIDI-Sender zum Anwählen/Umschalten der Presets angeschlossen. Der Anschluss ist als 7-Pin Buchse ausgeführt. Hier kann selbstverständlich auch ein Standard 5-Pin MIDI-Kabel angeschlossen werden, die beiden zusätzlichen Pins dienen dem FSM 432 als Stromversorgung (Phantom-Speisung).
Hinweis: Das FSM 432 wird standardmäßig mit einem 7-Pin MIDI-Kabel gelie-
fert. Durch die Phantom-Speisung benötigst du so keine Stromquelle für das FSM 432. Wenn du ein 5-Pin Midi-Kabel verwenden willst, benötigst du zusätzlich ein Netzteil. Durch einen innovativen Netzanschluss kann hier jedes Netzteil mit Gleich- oder Wechselstrom und einer Spannung von 9-15 V verwendet werden.
6.4.2 MIDI THRU
Diese Buchse dient zur Weiterleitung der an der MIDI-IN Buchse ankommenden Signale. An diese Buchse kannst du z.B. ein externes MIDI-fähiges Effektgerät oder einen beliebigen MIDI-Empfänger anschließen, der zeitgleich mit dem SWITCHBLADE TSC umgeschaltet werden soll.
6.5 SPEAKERS
Der SWITCHBLADE TSC bietet für alle gängigen Impedanzen separate Ausgänge: Es stehen ein 1 x 4 Ω Ausgang, ein 1 x 8/2 x 16 Ω Ausgang sowie ein 1 x 16 Ω Ausgang zur Verfügung. Bitte achte immer auf korrekte Impedanz (Ω-Zahl). Fehlanpassungen führen entweder zu einer Verfälschung des Sounds (Lautsprecher mit hoher Impedanz ist an Ausgang mit niedriger Impedanz angeschlossen) oder zu einer Beschädigung des Amps (Lautsprecher mit zu niedriger Impedanz ist an Ausgang mit hoher Impedanz angeschlossen).
Hinweis: Natürlich lassen sich an einem Anschluss mehrere Boxen anschließen, auch mit verschiedenen Impedanzen. Üblicherweise werden Lautsprecher-Boxen parallel geschaltet. Bei 2 Boxen mit gleichen Impedanzen ist dann die Gesamtimpedanz immer die Hälfte der Impedanz einer der beiden Boxen. Hast du z.B. zwei 8-Ω-Boxen, musst du diese an den 4-Ω-Ausgang anschließen. Um den Gesamtwiderstand (R) von zwei parallel geschalteten Boxen mit unterschiedlichen Impedanzen (R1, R2) zu berechnen, werden die beiden Einzelwiderstände multipliziert und deren Produkt durch die Summe der Einzelwiderstände dividiert. Es gilt folgende Formel:
$$ \mathrm{R} = (\mathrm{R1} \times \mathrm{R}) / (\mathrm{R1} + \mathrm{R2}) $$
Beispiel mit einer 8-Ω- und einer 16-Ω-Box:
$$ \mathrm{R} = (8 \times 1 6) / (8 + 1 6) $$
$$ \mathrm{R} = 1 2 8 / 2 4 $$
$$ \mathrm{R} = 5, 3 3 $$
Da die Boxen-Impedanz niemals niedriger als die des Ausgangs am Amp sein darf, muss diese Kombination an den 4-Ω-Ausgang angeschlossen werden. Wir raten aber dringend von einer solchen „Fehlanpassung“ ab und empfehlen nur Boxen-Kombinationen mit gleicher Impedanz zu verwenden!
7
MIDI-Steuerung und Programmierung
7.1 FSM 432
Das im Lieferumfang enthaltene MIDI-Board Hughes & Kettner ^® FSM 432 dient als Fernbedienung zur Anwahl der 128 Speicherplätze, gegliedert in 32 Bänke mit je 4 Presets, ideal um z.B. jedem Song eine Bank mit 4 frei definierbaren Soundeinstellungen zuzuordnen. Zum richtigen Anschluss des FSM 432 beachte bitte Kapitel 6.4.1.
7.1.1 PRESET A B C D
Innerhalb einer Bank lassen sich die Presets direkt schalten, das heißt, ein Wechsel von A nach B innerhalb der selben Bank schaltet unmittelbar um. Das Preset wird mit der LED über den Tastern A,B,C,D angezeigt.
7.1.2 BANK UP/DOWN
Willst du ein Preset einer anderen Bank anwählen, kannst du über Up und DOWN eine Bank aussuchen und gleichzeitig das aktuelle Preset weiter spielen.
Die Nummer der Bank wird im Display angezeigt, und es blinkt solange, bis du ein Preset über A,B,C,D auswählst. Erst dann schaltet der SWITCHBLADE TSC um.
Um mit BANK UP/DOWN einen direkten Program Change auszulösen, gibt es den DIRECT MODE. D.h., nach dem Bankwechsel wartet der FSM 432 nicht auf eine Eingabe, sondern schaltet unmittelbar um, z.B. von Preset B in Bank 16 zu Preset B in Bank 17 (UP) bzw Bank 15 (DOWN). Der DIRECT MODE wird wie folgt aktiviert:
- Drücken und Festhalten von TAP, zusätzlich PRESET A drücken
- Zuerst Preset A, dann TAP loslassen: Der Dezimalpunkt leuchtet als Hinweis im Display
Durch dieselbe Sequenz wird der DIRECT MODE wieder deaktiviert. Der DIRECT MODE ist keine permanente Einstellung, nach Ausschalten des SWITCHBLADE TSC geht die Einstellung verloren!
7.1.3 TAP
Über die TAP-Funktion hast du die Möglichkeit, sehr schnell und komfortabel den Parameter TIME des Delays zu ändern. Gerade auf der Bühne ist TAP ein sehr hilfreiches Feature: einfach den Taster TAP „im Takt“ betätigen und die DELAY-Zeit wird an das Tempo angepasst. Die Anpassung wird ab dem zweiten Tastendruck übernommen. Zur Kontrolle blinkt die TAP-LED ca. 5 Sekunden lang im Takt.
Hinweis: Die TAP-Funktion reagiert nur bei aktivem DELAY. Ist das DELAY abgeregelt, wird das 'TAP-Tempo nicht übernommen.
7.1.4 FSM 432 als Schalter für externe Geräte, Einstellung des MIDI-Sendekanals Sollen über MIDI THRU am SWITCHBLADE TSC angeschlossene Geräte, z.B. ein MIDI-Effektgerät, mit dem FSM 432 geschaltet werden, ist zu beachten, dass der MIDI-Kanal des Effektgerätes entweder dem des FSM 432 entspricht oder OMNI angeschaltet ist. Beachte die Anleitung des Effektgerätes.
Den MIDI-Sendekanal des FSM 432 kannst du wie folgt einstellen:
- Schalte den SWITCHBLADE TSC mit gedrücktem Preset-Taster A des FSM 432 ein. Jetzt blinkt die Anzeige.
- Taster A loslassen. Mit UP/DOWN wird der MIDI Kanal zwischen 1 und 16 eingestellt und angezeigt.
- Verlassen/Speichern durch Drücken des Preset-Tasters A.
Achtung: Ist am SWITCHBLADE TSC selbst ein anderer MIDI-Kanal eingestellt als am FSM 432, reagiert er nicht mehr auf Program-Changes! Im Notfall hilft die Aktivierung des OMNI-Modes. => Kapitel 7.2
Hinweis: Bei Verwendung eines externen über MIDI THRU angeschlossenen Effektgerätes muss zusätzlich zur Store-Funktion des SWITCHBLADE TSC auch das Effektgerät selbst programmiert werden, um SWITCHBLADE TSC und Effektgerät gleichzeitig mit demselben Program Change-Befehl zu schalten.
Anmerkung: Falls du mit dem FSM 432 die Presets eines an den MIDI THRU angeschlossenen Gerätes direkt schalten willst hilft dir folgende Tabelle. Sie zeigt die Program-Changes, die von der Kombination Bank/Preset gesendet werden. Bitte beachte, dass manche MIDI-Geräte, z.B. das Programm 1 über den Program-Change-Befehl 0 schalten. Eventuell musst du zu dieser Tabelle eine 1 addieren um das gewünschte Programm aufzurufen.
| Bank | Preset | Programchange Number | Bank | Preset | Programchange Number | Bank | Preset | Programchange Number | Bank | Preset | Programchange Number |
| 1 A | 0 9 A | 32 17 A | 64 25 | A 96 | |||||||
| 1 B | 1 9 B | 33 17 B | 65 25 | B 97 | |||||||
| 1 C | 2 9 C | 34 17 C | 66 25 | C 98 | |||||||
| 1 D | 3 9 D | 35 17 D | 67 25 | D 99 | |||||||
| 2 A | 4 10 A | 36 18 A | 68 26 | A 100 | |||||||
| 2 B | 5 10 B | 37 18 B | 69 26 | B 101 | |||||||
| 2 C | 6 10 C | 38 18 C | 70 26 | C 102 | |||||||
| 2 D | 7 10 D | 39 18 D | 71 26 | D 103 | |||||||
| 3 A | 8 11 A | 40 19 A | 72 27 | A 104 | |||||||
| 3 B | 9 11 B | 41 19 B | 73 27 | B 105 | |||||||
| 3 C | 10 11 C | 42 19 C | 74 27 | C 106 | |||||||
| 3 D | 11 11 D | 43 19 D | 75 27 | D 107 | |||||||
| 4 A | 12 12 A | 44 20 A | 76 28 | A 108 | |||||||
| 4 B | 13 12 B | 45 20 B | 77 28 | B 109 | |||||||
| 4 C | 14 12 C | 46 20 C | 78 28 | C 110 | |||||||
| 4 D | 15 12 D | 47 20 D | 79 28 | D 111 | |||||||
| 5 A | 16 13 A | 48 21 A | 80 29 | A 112 | |||||||
| 5 B | 17 13 B | 49 21 B | 81 29 | B 113 | |||||||
| 5 C | 18 13 C | 50 21 C | 82 29 | C 114 | |||||||
| 5 D | 19 13 D | 51 21 D | 83 29 | D 115 | |||||||
| 6 A | 20 14 A | 52 22 A | 84 30 | A 116 | |||||||
| 6 B | 21 14 B | 53 22 B | 85 30 | B 117 | |||||||
| 6 C | 22 14 C | 54 22 C | 86 30 | C 118 | |||||||
| 6 D | 23 14 D | 55 22 D | 87 30 | D 119 | |||||||
| 7 A | 24 15 A | 56 25 A | 88 31 | A 120 | |||||||
| 7 B | 25 15 B | 57 25 B | 89 31 | B 121 | |||||||
| 7 C | 26 15 C | 58 23 C | 90 31 | C 122 | |||||||
| 7 D | 27 15 D | 59 23 D | 91 31 | D 123 | |||||||
| 8 A | 28 16 A | 60 24 A | 92 32 | A 124 | |||||||
| 8 B | 29 16 B | 61 24 B | 93 32 | B 125 | |||||||
| 8 C | 30 16 C | 62 24 C | 94 32 | C 126 | |||||||
| 8 D | 31 16 D | 63 24 D | 95 32 | D 127 |
7.2 Einstellen des MIDI-Kanals, An-/Ausschalten des OMNI-Mode
Drückt man im Normalbetrieb des SWITCHBLADE TSC die SERIAL-Taste länger als zwei Sekunden, beginnt die ORIGINAL VALUE-LED zu blinken. Die LEDs und Taster des Amps haben nun spezielle Programmier-Funktionen:
FX-ON: Fungiert nun als +1/UP-Taster, um den MIDI-Kanal einzustellen.
Serial: Fungiert nun als -1/DOWN-Taster, um den MIDI-Kanal einzustellen.
Store: Schaltet OMNI ON/OFF. Leuchtet die Store-Taste (OMNI-ON) reagiert der SWITCHBLADE TSC auf alle eingehende Program-Changes, egal auf welchem MIDI-Kanal sie gesendet werden. Bei nicht leuchtender Taste (OMNI-OFF) reagiert er nur auf den eingestellten MIDI-Kanal.
WERKSEINSTELLUNG: MIDI-KANAL = 1, OMNI = ON
Hinweis: OMNI-ON ist hilfreich, wenn du nicht sicher bist, auf welchem Kanal ein angeschlossenes MIDI-Gerät sendet.
Die LEDs zur Anzeige des Preamp-Kanals dienen während des Setups als Anzeige des MIDI-Kanals. In der nachfolgenden Tabelle kannst du den eingestellten MIDI-Kanal ganz einfach ablesen (in der Fachsprache „Binär-Code“ genannt):
| MIDI-Kanal | Boost Clean | Lead | Ultra | |
| 1 | ||||
| 2 | ||||
| 3 | ||||
| 4 | ||||
| 5 | ||||
| 6 | ||||
| 7 | ||||
| 8 | ||||
| 9 | ||||
| 10 | ||||
| 11 | ||||
| 12 | ||||
| 13 | ||||
| 14 | ||||
| 15 | ||||
| 16 |
Langes drücken auf Serial beendet das MIDI-Setup und speichert die Einstellungen, der Amp kehrt in den letzten Betriebszustand (Normalbetrieb) zurück.
7.3 Werkseinstellung und deren Wiederherstellung (Factory Reset)
Ein Factory Reset ist ein Feature, dass du selten brauchen wirst. Bitte beachte die Beschreibung trotzdem sehr genau, um ein versehentliches Löschen deiner Presets zu vermeiden.
7.3.1 Auslösen des Factory Reset
Wird beim Einschalten STORE und FX SERIAL gleichzeitig gehalten, setzen sich alle Einstellungen, auch die der 128 über MIDI anwählbaren Presets und die MIDI-Grundkonfiguration, zurück.
7.3.2 Werkseinstellungen der Presets und MIDI-Grundkonfiguration
Der SWITCHBLADE TSC wird ab Werk mit 64 verschiedenen Presets (Speicherplätze 1-64) ausgeliefert, auf den Speicherplätzen 65-128 befinden sich Kopien der ersten 64 Presets. Eine Liste aller Presets findest du auf dem Beiblatt. Die MIDI-Grundkonfiguration ist:
- OMNI ON - MIDI-Kanal: 1
- FX ON ist ausgeschaltet - SERIAL ist deaktiviert
ACHTUNG: Diese Prozedur ist für den Notfall gedacht! Alle gespeicherten Einstellungen gehen damit unwiderruflich verloren.
7.4 Speichervorgang/Programmierung
Um ein Preset in eines der 128 Speicherplätze abzulegen, gibt es zwei Möglichkeiten: Wahl eines neuen Speicherplatzes über MIDI (=> Kap. 7.4.1) oder überschreiben des Presets direkt am Gerät (=> Kap. 7.4.2).
7.4.1 Wahl eines neuen Speicherplatzes über „MIDI-Learn“
- Kurzer Druck auf den STORE-Button, dieser leuchtet und signalisiert dadurch, dass er „scharf geschaltet“ ist (MIDI-Learn).
- MIDI-Bank von 1-32 auf dem FSM 432 auswählen, diese blinkt und signalisiert, dass der FSM 432 auf eine Eingabe über einen der vier Preset-Taster A-D wartet.
- Preset-Taster A,B,C oder D betätigen, das Board blinkt nicht mehr, der STORE-Button erlischt, das Preset ist gespeichert.
Achtung: Befindet sich der FSM 432 im DIRECT MODE (=> Kapitel 7.1.2) löst auch ein BANK UP/DOWN-Befehl den Speichervorgang aus! Beim Programmieren ist zu empfehlen, den Direct Mode auszuschalten, um ein versehentliches überschreiben von Presets zu vermeiden.
Hinweis: Für MIDI-Boards oder MIDI-fähige Geräte anderer Hersteller gilt: SWITCHBLADE TSC mit Hilfe des STORE-Buttons scharf schalten und dann den entsprechenden Speicherplatz anwählen. Sobald der SWITCHBLADE TSC einen gültigen Program-Change-Befehl erhält, erlischt der STORE-Button, das Preset ist gespeichert.
Sollte es zu einer Fehlfunktion kommen (Amp bleibt scharf geschaltet), lässt sich der Speichervorgang durch erneutes drücken auf STORE abbrechen.
7.4.2 Überschreiben des Presets direkt am Gerät
Um nicht nach jeder Änderung vom Amp zum MIDI-Board laufen zu müssen, gibt es einen einfachen Weg das gerade angewählte Preset zu überschreiben: du hältst die STORE-Taste so lange gedrückt, bis sie wieder von selbst erlischt (ca 2. Sekunden). Als zusätzliche „Quittung“ blinken die ORIGINAL VALUE- und die CHANNEL-LED. Jetzt kannst du die STORE-Taste loslassen, deine Einstellungen sind gespeichert.

Röhrentausch, Wartung und Service
Der SWITCHBLADE TSC ist ab Werk mit selektierten EL34 und 12AX7 Röhren bestückt. Sie werden nach dem „Burn-In“ (ein erster Dauerlauf unter Last) in aufwändigen Selektionsverfahren auf ihre elektrischen Werte, mechanische Beschaffenheit (Mikrofonie), und darüber hinaus im akustischen Test am fertigen Gerät auf ihr Soundverhalten geprüft. Einer der wichtigsten Schritte ist dabei das „Matching“ (also das Zusammenstellen von Röhrensätzen gleicher Kennlinie) für die Endstufenbestückung.
Wann ist ein Röhrentausch sinnvoll?
Die im SWITCHBLADE TSC eingesetzten Röhren zeichnen sich durch vorbildliche Verarbeitungsqualität und eine hohe Lebensdauer aus. Das TSC-Modul garantiert zudem, dass die Endstufenröhren, auch wenn sie schon einiges durchgemacht haben, stets optimal beansprucht werden und sorgt so noch länger für eine sichere Betriebsdauer und bestmöglichen Sound. Dennoch zeigen Röhren nach entsprechender Betriebsdauer Verschleißerscheinungen (erhöhte Mikrofonie, Brummempfindlichkeit, Höhenverluste, Leistungsverluste etc.). Solche Anzeichen machen einen Austausch nötig, denn sie führen nicht nur zu schlechteren Klangergebnissen, sondern sind Vorboten für einen bevorstehenden Ausfall der betroffenen Röhre.
Hinweis: Das Sounddesign des Amps und die Werkspresets sind ausdrücklich für E1.34-Röhren entwickelt. Aber es können dank TSC auch eine oder mehrere 6L6GC-Röhren eingesetzt werden. Lies hierzu Kapitel 5.3.2. und 5.3.3. Von einem sonstigen Röhrentausch aus Spaß an Soundexperimenten raten wir ab. Die hierbei entstehenden Kosten könnten bei unsachgemäßem Handeln unerwartet hoch ausfallen.
Stell dir vor einem voreiligen Röhrentausch bitte folgende Fragen:
- Lag die Ursache des Fehlers bzw. Ausfalls an der Röhre selbst oder vielleicht an der Geräteperipherie, z.B. defektes Speaker-Kabel als Ursache für defekte Endstufenröhre? Falls die Ursache nicht behoben wird, tritt das Problem nach einem Röhrentausch erneut auf.
Hinweis: In den meisten Fällen wird TSC einen Überstrom an der Röhre erkennen und diese abschalten, bevor die Sicherung ausfällt. Der Amp (ausgenommen Switchblade TSC 50 Combo) kann dann weitergespielt werden. Lies hierzu
Kapitel 5.2.4. In wenigen Fällen, bspw. plötzlichen Kurzschlüssen in der Röhre, kann der Ausfall der Sicherung nicht verhindert werden.
- War während des Betriebes die Netzspannung konstant? Bei Vollröhren-Amps kann eine Überspannung im Netz die Ursache für einen Ausfall sein. Überspannungen entstehen z.B. bei Strom-Generatoren oder unsachgemäß ausgeführten Starkstromverbindungen.
- Ist wirklich die Röhre defekt oder ist vielleicht nur eine Sicherung durchgebrannt? „Gealterte“ Sicherungen, Teilchenentladungen in einer Röhre oder Überschläge durch Netzspannungsspitzen könnten die Ursache für eine durchgebrannte Sicherung sein.
Was ist beim Röhrentausch zu beachten?
Der Röhrentausch sollte ausschließlich durch technisch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen! Folgende Hinweise sind deshalb nur für Service-Techniker gedacht:
Ziehe auf der Rückseite des SWITCHBLADE TSC den Netzstecker und warte unbedingt eine Mindestentladungszeit von 2 Minuten ab! Jetzt ist nur noch das obere Rückwandblech abzuschrauben. Da dank TSC kein Bias mehr eingestellt werden muss, muss auch das Chassis nicht mehr ausgebaut werden. Jetzt können einfach die Röhren vorsichtig aus dem Sockel gezogen werden, indem gleichzeitig die Halteklammern etwas nach unten gedrückt werden.
Vorsicht Verbrennungsgefahr: Röhren können selbst noch einige Minuten nach Spielbetrieb sehr heiß sein!
Werden alle Röhren ausgetauscht, so achte darauf, dass sie alle die gleiche Kennlinie besitzen. Für welche Kennlinie/Spezifikation du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Werden einzelne Röhren getauscht, lies hierzu bitte Kapitel 5.3.2. In beiden Fällen wird der Ruhestrom von TSC exakt eingestellt, ein manueller Abgleich ist nicht erfordelich.
Symmetrie-Abgleich durchführen: Grundeinstellung: Amp auf CLEAN schalten, VOLUME, TREBLE und MID auf Linksanschlag drehen, BASS auf Rechtsanschlag drehen. Mit Hilfe des Trimmers HUM BALANCE eine Einstellung suchen bei der das geringste Brummen auftritt.
Wie kann ich die Lebensdauer meines SWITCHBLADE TSC verlängern?
- Betriebe den SWITCHBLADE TSC niemals ohne Last (Lautsprecher)!
- Niemals Lautsprecherboxen mit zu niedriger oder zu hoher Impedanz anschließen!
- Ein hochwertiges, knicksicheres Boxenkabel ist Pflicht!
- Nutze den STANDBY-Schalter bei kurzen Pausen!
- Vermeide Erschütterungen, insbesondere bei laufendem Gerät!
- Vor dem Transport den Amp ausschalten und die Röhren abkühlen lassen!
- Sorge immer für eine technisch einwandfreie Geräteperipherie!
- Sorge immer für freie Lüftungsschlitze für eine ungestörte Luftzirkulation!
- Setze den SWITCHBLADE TSC nie extremer Hitze oder Kälte aus!
- Verhindere das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit!
- Beachte die Spezifikationen von Zusatzgeräten!
- Nie Geräte mit zu hohem Ausgangs-Pegel an die Eingänge des SWITCHBLADE TSC anschließen.
- Betriebe den SWITCHBLADE TSC nie an zu niedriger oder zu hoher Netzspannung. Im Zweifelsfall den Bühnentechniker, Hausmeister o.ä. kontaktieren.
- Keine „do it yourself“-Reparaturen! Auch der Tausch interner Sicherungen muss von einem erfahrenen Techniker vorgenommen werden.
9
Mögliche Fehlerquellen, Troubleshooting
Netzanschluss: Der SWITCHBLADE TSC lässt sich nicht einschalten
- Es liegt keine Netzspannung an. Überprüfe den korrekten Anschluss des Netzkabels.
• Die Netzsicherung ist defekt. Achte beim Ersatz auf den für die Netzspannung vorgesehenen Sicherungswert!
• Die örtliche Netzspannung stimmt nicht mit der Betriebsspannung des SWITCHBLADE TSC überein
Spannungs-Varianten und Spannungsanpassung
Der SWITCHBLADE TSC ist in zwei Spannungs-Varianten lieferbar: 100/120 V und 220 V-240 V, zu erkennen am Gehäuseaufdruck über der Netzbuchse. Beide Modelle bieten je zwei wählbare Betriebsspannungen, deren Anpassung






mittels des in die Netzbuchse integrierten Voltage-Selectors erfolgt. Bitte stelle unbedingt sicher, dass die vorhandene Netzspannung mit dem im Sichtfenster des Voltage-Selectors angegebenen Spannungswerts übereinstimmt. Der in Betriebsposition (Amp steht „auf den Füßen“) lesbare Wert zeigt die aktuelle Spannung an, der auf dem Kopf stehende die alternative Anpassung. Überprüfe auch die Sicherungswerte entsprechend den Angaben des Aufdrucks auf der Geräterückseite.
Die Spannungsanpassung und der Austausch der Sicherungen darf nur von einem erfahrenen Service-Techniker vorgenommen werden. Die nachfolgenden Hinweise sind für den Service-Techniker gedacht:
- Mittels eines kleinen, flachen Schraubenziehers den Voltage-Selector aus der Netzbuchse lösen.
- Falls defekt, Sicherung herausnehmen und durch eine neue Sicherung mit entsprechendem Wert ersetzen.
- Der Voltage-Selector wird so gedrecht und wieder eingesteckt, dass der Aufdruck der gewünschten Netzspannung nach oben links zeigt (neben Pfeil von Gehäuseaufdruck „Voltage-Setting“)
Der SWITCHBLADE TSC ist korrekt verkabelt, eingeschaltet, aber es ist trotzdem nichts zu hören
- Der VOLUME-Regler der Gitarre ist abgedreht
• Das Amp ist auf STANDBY geschaltet. - Der MASTER-Regler des Amps ist abgedreht.
- Der Effektweg ist aktiviert und steht auf SERIAL, es ist kein Effektgerät angeschlossen.
• Die Anodensicherung ist durchgebrannt. Achte beim Austausch der Sicherung unbedingt auf den korrekten Wert. - Die Sicherung für die Röhrenheizung hat angesprochen (Röhren glühen nicht). Achte beim Austausch der Sicherung unbedingt auf den korrekten Wert.
Beim Spielen sind „Klingelgeräusche“ zu hören, der Amp tendiert zum „Pfeifen“
- Eine oder mehrere Röhren sind mikrofonisch. Lasse die Röhren von einem Techniker prüfen und gegebenenfalls durch eine neue entsprechenden Typs mit gleicher Kennlinie ersetzen. Lies hierzu auch Kapitel 5.3.2.
Bei aktivem Effektgerät wird der Sound indifferent und „matschig“
- Das Effektgerät liefert ein Direktsignal, das im parallelen Effektweg dem Originalsignal zugemischt wird. Je nach verwendetem Effekt kann die Phasenlage des Direktsignals beim parallelen Zusammenmischen im SWITCHBLADE TSC zu Phasenauslöschungen führen. Um diese zu vermeiden, schalte den Effektweg auf SERIAL, oder drehe das Direktsignal im Effektgerät ab.
10
Technische Daten Alle Pegelangaben beziehen sich auf 0 dBV (1V RMS)
| 10.1 Eingänge | ||
| INSTRUMENT Input Buchse Klinke | ||
| Bauart Eingang unsymmetrisch | ||
| Eingangsimpedanz 1 M | ||
| Empfindlichkeit - 50 dB (bei Clean) | ||
| max. Eingangspegel 0 dB | ||
| FX Return Buchse Klinke | ||
| Bauart Eingang unsymmetrisch | ||
| Eingangsimpedanz 48 k | ||
| max. Empfindlichkeit -10 dB Schalter gedrückt: - 21 dB, nicht gedrückt: - 11 dB | ||
| max. Eingangspegel -10 dB Schalter gedrückt: + 0 dB, nicht gedrückt + 10 dB | ||
| MIDI IN Buchse DIN 45 329 (7 Pin) | ||
| Datenempfang „Program Change Data“, „Tap Delay“ Funktion | ||
| Kanäle „16 Channels“, „Omni Mode“ | ||
| Spannungsversorgung 15V DC max. 200mA, Pin 6 = plus , Pin 7 = minus | ||
| 10.2 Ausgänge | ||
| FX Send Buchse Klinke | ||
| Bauart Ausgang unsymmetrisch | ||
| Ausgangsimpedanz 2,2 k | ||
| Ausgangspegel | +3 dB | |
| max. Ausgangspegel -10 dB Schalter gedrückt: -2 dB, nicht gedrückt: +8 dB | ||
| MIDI THRU | Buchse DIN 45 328 (5 Pin) | |
| Daten | Alle Daten an der MIDI IN-Buchse werden unverändert ausgegeben | |
| Speaker Anschlüsse Klinken-Buchsen | 1x4 , 2x16 / 1x8 , 1x16 | |
| Speaker | 100 TSC Combo | 2 x 12“ Eminence Rockdriver 60 |
| 50 TSC Combo | 1 x 12“ Eminence Rockdriver 60 | |
| 10.3 Allgemeine elektrische Daten | Switchblade 100 TSC Head | Switchblade 100 TSC Combo | Switchblade 50 TSC Combo |
| max. Leistungsaufnahme | 440 Watt | 440 Watt | 290 Watt |
| max. Stromaufnahme | 1,75A @ 240 Volt | 1,75A @ 240 Volt | 0,97A @ 240 Volt |
| 1,89A @ 220-230 Volt | 1,89A @ 220-230 Volt | 1,07A @ 220-230 Volt | |
| 3,50A @ 117-120 Volt | 3,50A @ 117-120 Volt | 2,00A @ 117-120 Volt | |
| 3,95A @ 100 Volt | 3,95A @ 100 Volt | 2,15A @ 100 Volt | |
| Netzspannungsbereich | +/- 10 % | +/- 10 % | +/- 10 % |
| externe Sicherungen (Anodenspannung) | 1 x T 630 mA | 1 x T 630 mA | 1 x T 400 mA |
| interne Sicherungen | 1 x TT 10 A „superträge“ | 1 x TT 10 A „superträge“ | 1 x TT 10 A „superträge“ |
| 1 x T 1 A | 1 x T 1 A | 1 x 800 mA | |
| Netzsicherung (5 x 20 mm) | |||
| Europa (schaltbar 220-230 V/240 V) | 1 x 250 V / T 1,6 A | 1 x 250 V / T 1,6 A | 1 x 250 V / T 1 A |
| USA/Canada/Asien (schaltbar 100 V/120 V) | 1 x 250 V / T 4 A | 1 x 250 V / T 4 A | 1 x 250 V / T 2 A |
| Umgebungstemperaturbereich im Betrieb | 0 °C bis + 35 °C | 0 °C bis + 35 °C | 0 °C bis + 35 °C |
| 10.4 Allgemeine mechanische Daten | Switchblade 100 TSC Head | Switchblade 100 TSC Combo | Switchblade 50 TSC Combo |
| Abmessungen (mit Ecken, Griffen, Füßen) | |||
| Breite | 750 mm | 647 mm | 600 mm |
| Höhe | 280 mm | 500 mm | 500 mm |
| Tiefe | 258 mm | 285 mm | 285 mm |
| Gewicht | 17,6 kg | 30,3 kg | 22,8 kg |
Avant-propos
Wichtige Sicherheitshinweise!
Bitte vor Gebrauch lesen
• Das Gerät wurde von Hughes & Kettner gemäss IEC 60065 gebaut und hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss
der Anwender die Hinweise und die Warnvermerke beachten, die in der Bedienungsanleitung enthalten sind. Das Gerät entspricht der Schutzklasse I (schutzgeerdet).
DIE SICHERHEIT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND LEISTUNG DES GERÄTES WIRD VON HUGHES & KETTNER NUR DANN GEWÄHRLEISTET, WENN:
- Montage, Erweiterung, Neueinstellung, Änderungen oder Reparaturen von Hughes & Kettner oder von dazu ermächtigten Personen ausgeführt werden.
- die elektrische Installation des betreffenden Raumes den Anforderungen von IEC (ANSI)-Festlegungen entspricht.
- das Gerät in Übereinstimmung mit der Gebrauchsanweisung verwendet wird.
WARNUNG:
- Wenn Abdeckungen geöffnet oder Gehäuseteile entfernt werden, ausser wenn dies von Hand möglich ist, können Teile freigelegt werden, die Spannung führen.
- Wenn ein Öffnen des Gerätes erforderlich ist, muss das Gerät von allen Spannungs quellen getrennt sein Berücksichtigen Sie dies vor dem Abgleich, vor einer Wartung, vor einer Instandserzung und vor einem Austausch von 'Teilen.
- Ein Abgleich, eine Wartung oder eine Reparatur am geöffnenen Gerät unter Spannung darf nur durch eine vom Hersteller autorisierte Fachkraft (nach VBG 4) geschehen, die mit den verbundenen Gefahren vertrant ist.
- Lautsprecher-Ausgänge, die mit dem IEC 417/5036-Zeichen (Abb.1, s.unten) versehen sind können berührungs gefährliche Spannungen führen. Deshalb vor dem Einschalten des Gerätes Verbindung nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Anschlusskabel zum Lautsprecher herstellen.
- Alle Stecker an Verbindungskabeln müssen mit dem Gehäuse verschraubt oder verriegelt sein, sofern möglich.
- Es dürfen nur Sicherungen vom Typ IEC 127 und der angegebenen Nennstromstärke als Ersatz verwendet werden.
- Eine Verwendung von geflickten Sicherungen oder Kurzschliessen des Halters ist unzulässig.
- Niemals die Schutzleiterverbindung unterbrechen.
- Oberflächen, die mit dem „HOT“-Zeichen (Abb.2, s.unten) versehen sind, Rückwände oder Abdeckungen mit Kühlschirzen, Kühlkörper und deren Abdeckungen, sowie Röhren und deren Abdeckungen können im Betrieb erhöhte Temperaturen annehmen und sollten deshalb nicht berührt werden.
- Hohe Lautstärkepegel können dauernde Gehörschäden verursachen. Vermeiden Sie deshalb die direkte Nähe von Launsprechern, die mit hohen Pegeln betrieben werden. Verwenden Sie einen Gehörschutz bei dauernder Einwirkung hoher Pegel.
NETZANSCHLUSS:
- Das Gerät ist für Dauerbetrieb ausgelegt.
- Die eingestellte Betriebsspannung muss mit der ördlichen Netzspannung übercinstimmen.
- Achtung: Der Netzschalter des Gerätes muss in OFF-Position stehen, wenn das Netzkabel angeschlossen wird.
- Der Anschluss an das Stromnetz erfolgt mit dem mitgelieferten Netzteil oder Netzkabel.
- Netzteil: Eine beschädigte Anschlussleitung kann nicht erserzt werden. Das Netzteil darf nicht mehr betrieben werden.
- Vermeiden Sie einen Anschluss an das Stromnetz in Verteilerdosen zusammen mit vielen anderen Stromverbrauchern.
- Die Steckdose für die Stromversorgung muss nahe am Gerät angebracht und leicht zugänglich sein.
AUFSTELLUNGSORT:
- Das Gerät sollte nur auf einer sauberen, waagerechten Arbeitsfläche stehen.
- Das Gerät darf während des Betriebs keinen Erschütterungen ausgesetzt sein.
- Das Gerät muss immer so aufgestellt werden, dass der Netzschalter frei zugänglich ist.
- Feuchtigkeit und Staub sind nach Möglichkeit fernzuhalten.
• Das Gerät darf nicht in der Nähe von Wasser,
Badewanne, Waschbecken, Küchenspüle, Nassraum, Swimmingpool oder feuchten Räumen betrieben werden. Keine mit Flüssigkeit gefüllten Gegenstände -Vase, Gläser, Flaschen etc. auf das Gerät stellen.
- Sorgen Sie für ausreichende Belüftung der Geräte.
- Eventuelle Ventilationsöffnungen dürfen niermal blockiert oder abgedeckt werden. Das Gerät muss mindestens 20 cm von Wänden entfernt aufgestellt werden. Das Gerät darf nur dann in ein Rack eingebaut werden, wenn für ausreichende Ventilation gesorgt ist und die Einbauanweisungen des Herstellers eingehalten werden.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung sowie die unmittelbare Nähe von Heizkörpern und Heizstrahlern oder ähnlicher Geräte.
- Wenn das Gerät plötzlich von einem kalten an einen warmen Orr gebracht wird, kann sich im Geräteinnern Kondens feuchtigkeit bilden. Dies ist insbesondere bei Röhrengäräten zu beachten. Vor dem Einschalten solange warten bis das Gerät Raumtemperatur angenommen hat.
- Zubehör: Das Gerät nicht auf einen instabilen Wagen, Ständer, Dreifuß, Untersatz oder Tisch stellen. Wenn das Gerät herunterfällt, kann es Personenschäden verursachen und selbst beschädigt werden. Verwenden Sie das Gerät nur mit einem vom Hersteller empfohlungen oder zusammen mit dem Gerät verkauften Wagen, Rack, Ständer, Dreifuß oder Untersatz. Bei der Aufstellung des Gerätes müssen die Anweisungen des Herstellers befolgt und muss das vom Hersteller empfohlene Aufstellzubehör verwendet werden. Eine Kombination aus Gerät und Gestell muss vorsichtigt bewegt werden. Plötzliches Anhalten, übermäßige Kraftanwendung und ungleichmäßige Böden können das Umkippen der Kombination aus Gerät und Gestell bewirken.
- Zusatzvorrichtungen: Verwenden Sie niemals Zusatzvorrichtungen, die nicht vom Hersteller empfohlen wurden, weil dadurch Unfälle verursacht werden können
- Zum Schutz des Gerätes bei Gewirter oder wenn es längere Zeit nicht beaufsichtigt oder benutzt wird, sollte der Netzstecker gezogen werden. Dies verhindert Schäden am Gerät aufgrund von Blitzschlag und Spannungsstössen im Wechselstromnetz.
Für das folgend bezeichnete Erzeugnis
Hughes & Kettner Switchblade TSC wird hiermit bestätigt, dass es den wesentlichen Schutzanforderungen entspricht, die in der Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit 2004/108/EG und der Nickerspannungsrichtlinie 2006/95/EG festgelegt sind.
Diese Erklärung gilt für alle Exemplare und bestätigt die Ergebnisse der Messungen, die durch die Qualitätssicherung der Fa. STAMER Musikanlagen GmbH durchgeführt wurden. Zur Beurteilung des Erzeugnisses hinsichtlich elektromagnöchtrischer Verträglichkeit wurden folgende Normen herangezogen: EN61000-6-1, EN61000-6-2. Zur Beurteilung der Einhaltung der Niederspanmungsrichtlinic wurde folgende Norm herangezogen: EN 60065
StamR
Diese Erklärung wird verantwortlich für den
Hersteller Stamer Musikanlagen GmbH
Magdeburger Str. 8, 66606 St. Wendel
abgegeben durch
Lothar Stamer Dipl. Ing.
Geschäftsführer