IFM DP2122 - Bewegungsmelder

DP2122 - Bewegungsmelder IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG DP2122 IFM

Betriebsanleitung

Drehzahlwächter

DP2122

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 4

2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
4 Funktion 7

4.1 Betriebsarten....7
4.2 Anwendung als IO-Link-Gerät 7

4.2.1 Allgemeine Informationen 7
4.2.2 IO Device Description (IODD) 8

4.3 Funktionsdiagramme.... 8

4.3.1 Single Point Mode.... 8
4.3.2 Window Mode 9
4.3.3 Two Point Mode 10
4.3.4 Deactivated Mode 10
4.3.5 Standard IO Mode.... 11
4.3.6 Schaltverzögerung 11
4.3.7 Rückschaltverzögerung.... 11

4.4 Anlaufüberbrückung (Delay) 12

5 Montage 13
6 Elektrischer Anschluss 14

6.1 Eingangsseite 14
6.2 Gerät anschließen.... 14

6.2.1 Steckverbinder montieren 15

6.2.1.1 Maximale Leitungslänge 15

7 Bedien- und Anzeigeelemente 16

7.1 Tastringe (Tasten).... 16
7.2 LEDs.... 16
7.3 Anzeige.... 17

8 Menü....18

8.1 Allgemeines 18
8.2 Menüstruktur.... 19

8.2.1 Betriebsart 1 19
8.2.2 Betriebsart 2 20

8.3 Parameter des Hauptmenüs 20

8.3.1 SSC1 – Drehzahlwächter OUT1.... 20
8.3.2 SSC2 – Drehzahlwächter OUT2.... 21
8.3.3 EF — erweiterte Funktionen.... 21

8.4 Parameter für OUT1 (SSC1) 21

8.4.1 ModE — Schaltpunkt-Modus 21
8.4.2 LoGc — Schaltpunkt-Logik. 21
8.4.3 SP1 – Schaltpunkt 1....21
8.4.4 SP2 – Schaltpunkt 2....21
8.4.5 HyS – Schaltpunkte Hysterese 21
8.4.6 dS – Schaltverzögerung 22
8.4.7 dr — Rückschaltverzögerung 22
8.4.8 P-n — Ausgangskonfiguration 22

8.5 Parameter für OUT2 (SSC2) 22

8.6 Parameter der erweiterten Funktionen (EF) 22

8.6.1 rES – Werkseinstellung wiederherstellen 22
8.6.2 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte 22
8.6.3 dSt — Startup Verzögerungszeit 22
8.6.4 ScAL – Dezimalpunkt setzen 22
8.6.5 C. FEP — kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz 23
8.6.6 PrSC – Vorteiler 23

8.6.7 coLr — Displayfarben und Farbwechsel.... 23
8.6.8 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel 24
8.6.9 diS.b — Display Power On.... 25
8.6.10 diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes 25
8.6.11 CMPT – Anzeige der Betriebsart 25

8.7 Über IO-Link einstellbare Parameter 25

8.7.1 C.uni – kundenspezifische Einheit. 25
8.7.2 FLASH_ON — Blinken der Anzeige aktivieren.... 25
8.7.3 FLASH_OFF — Blinken der Anzeige deaktivieren 25
8.7.4 SSC-Counter – Schaltzähler 25
8.7.5 internal_temperature — Betriebstemperatur Mikrocontroller 25
8.7.6 operation_hours — Betriebsstunden 26
8.7.7 Anwendungsspezifischer Tag 26
8.7.8 Location Tag 26
8.7.9 Function Tag 26

9 Parametrierung 27

9.1 Parametriervorgang allgemein 27

9.1.1 Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 27

9.2 Hinweise zur Programmierung 28

9.2.1 Verriegeln / entriegeln 28
9.2.2 Timeout.... 28
9.2.3 Zahleneingaben mit [▼] oder [▲] 28

10 Betrieb 29

11 Fehlerbehebung 30
12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 31
13 Werkseinstellungen.... 32

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM DP2122 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM DP2122 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM DP2122 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM DP2122 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

IFM DP2122 - Sicherheitssymbol auf dem Gerät - 1

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:

▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
  • Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
    • Mitgeltende Dokumente beachten.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät ist ein Impulsauswertesystem. Es überwacht rotierende, lineare, pendelnde oder schwingende Bewegungen.

Es nimmt dazu Impulse eines externen Gebers auf und verarbeitet die Impulsperiodendauer zur Eingangsfrequenz. Dieser Wert wird mit den eingestellten Schaltpunkten verglichen; die Ausgänge schalten gemäß den eingestellten Parametern.

IFM DP2122 - Bestimmungsgemäße Verwendung - 1

Abb. 1: Beispiel: Drehzahlüberwachung einer Antriebswelle an einem Förderband

1: Förderband

3: DP2122

5: Transistorausgang / IO-Link

2: Impulsgeber an der Antriebswelle

4: Transistorausgang (z. B. zum Ansteuern von Leuchtmelder, Hupe oder Relais)

6: Meldungen entsprechend der gewählten Schaltfunktion

IFM DP2122 - Bestimmungsgemäße Verwendung - 2

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.

Das Gerät ist nur für die Nutzung im Innenbereich bestimmt.

▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).

4 Funktion

Das Gerät zeigt je nach Einstellung des IO-Link-Parameters [CMPT] die aktuelle Frequenz in Hz oder die Drehzahl in RPM in einem Display an. Es erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Betriebsart und der Parametrierung. Zusätzlich stellt es die Prozessdaten über IO-Link zur Verfügung (in Abhängigkeit von der Betriebsart in Hz oder in RPM).

Das Gerät ist ausgelegt für Halbduplex-Kommunikation. Dadurch stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Fernanzeige: Aktuelle Frequenz/Drehzahl auslesen und anzeigen
  • Fernparametrierung: Aktuelle Parametereinstellung auslesen und verändern
    • IO-Link-Parametrierung: IO Device Description (IODD) (→ 8)

4.1 Betriebsarten

Folgende Betriebsarten stehen zur Verfügung:

Betriebsart 1: HZ_M (Default)
BeschreibungAnzeige der Frequenz in Hz
AnwendungStandardanwendungen mit Frequenzmessung in Hz
Bezeichnung IODDDP2122 Factory setting / (CMPT=HZ_M)
IO-Link Geräte-ID1167 d / 00 04 8f h
IO-Link-Parameter CMPTHZ_M (Default)
Betriebsart 2: rpnM
BeschreibungAnzeige der Frequenz in Umdrehungen pro Minute (RPM)
AnwendungUmgerechnete Werte in RPM
Bezeichnung IODDDP2122_Status_B / (CMPT=rpnM)
IO-Link Geräte-ID1294 d / 00 05 0e h
IO-Link-Parameter CMPTrpnM

IFM DP2122 - Betriebsarten - 1

In der Betriebsart 2 erfolgt die Anzeige im Display des Geräts immer in kRPM.

IFM DP2122 - Betriebsarten - 2

Manuelle Betriebsartenwahl:

CMPT – Anzeige der Betriebsart ( → ☐ 25) und ModE – Schaltpunkt-Modus ( → ☐ 21) für OUT2

IFM DP2122 - Betriebsarten - 3

Wahl der Betriebsart über IO-Link-Schnittstelle:

▷ siehe Dokument "Ergänzung zur Bedienungsanleitung: Wahl der Betriebsart mittels IO-Link-Schnittstelle" unter www.ifm.com

IFM DP2122 - Betriebsarten - 4

Beim Wechsel der Betriebsart werden die Parameter des Geräts mit Ausnahme von CMPT auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

4.2.1 Allgemeine Informationen

Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für die Zusammenarbeit eine IO-Link fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.

Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf die Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, die Parameter des Gerätes während des Betriebs einzustellen.

Weitere Informationen über IO-Link und alle notwendigen Informationen über die erforderliche IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter:

www.io-link.ifm

4.2.2 IO Device Description (IODD)

Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen finden Sie unter documentation.ifm.com

4.3 Funktionsdiagramme

4.3.1 Single Point Mode

IFM DP2122 - Single Point Mode - 1

Abb. 2: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)

SP1: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
SP1+H: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt

Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

IFM DP2122 - Single Point Mode - 2

Abb. 3: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

SP1: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
SP1+H: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt

Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

IFM DP2122 - Single Point Mode - 3

1: Bereitschaftsverzögerung
3: Schließer

2: Anlaufüberbrückung

4: Öffner

4.3.2 Window Mode

IFM DP2122 - Window Mode - 1

Abb. 4: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)
SP1: Einschaltpunkt Fenster
SP1+H: Ausschaltpunkt
SP2: Einschaltpunkt Fenster
SP2-H: Ausschaltpunkt

Das Verlassen des eingestellten Drehzahlbereichs wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

IFM DP2122 - Window Mode - 2

Abb. 5: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
SP1: Ausschaltpunkt Fenster
SP1+H: Einschaltpunkt
SP2: Ausschaltpunkt Fenster
SP2-H: Einschaltpunkt

Das Verlassen des eingestellten Drehzahlbereichs wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

IFM DP2122 - Window Mode - 3

1: Bereitschaftsverzögerung
3: Schließer

2: Anlaufüberbrückung

4: Öffner

4.3.3 Two Point Mode

IFM DP2122 - Two Point Mode - 1

Abb. 6: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)
SP1: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
SP2: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt

Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

IFM DP2122 - Two Point Mode - 2

Abb. 7: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
SP1: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
SP2: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt

Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

4.3.4 Deactivated Mode

Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active) Das Schaltsignal wird immer als offen gemeldet.

Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

Das Schaltsignal wird immer als geschlossen gemeldet.

4.3.5 Standard IO Mode

Die gelben LEDs zeigen den Schaltzustand des Geräts an.

Schaltfunktion Schließer:

TransistorausgangLED gelbBeschreibung
geschlosseneinDrehzahl > SP1 und während Anlauf-überbrückung
offenausDrehzahl < SP2

Schaltfunktion Öffner:

TransistorausgangLED gelbBeschreibung
geschlosseneinDrehzahl < SP2
offenausDrehzahl > SP1 und während Anlauf-überbrückung

4.3.6 Schaltverzögerung

Die Schaltverzögerung ermöglicht das Filtern von Eingangssignalen. Die Schaltverzögerung wird durch eine positive Schaltflanke des Eingangssignals aktiviert bzw. neu gestartet. Nur wenn das Eingangssignal nach Ablauf der Verzögerungszeit weiterhin aktiv ist, wird der Ausgang in den aktiven Schaltzustand versetzt. Impulse, die kürzer sind als die Schaltverzögerung, werden gefiltert.

IFM DP2122 - Schaltverzögerung - 1

4.3.7 Rückschaltverzögerung

Die Rückschaltverzögerung ermöglicht das Filtern von Eingangssignalen. Die Rückschaltverzögerung wird durch eine negative Schaltflanke des Eingangssignals aktiviert bzw. neu gestartet. Nur wenn das Eingangssignal nach Ablauf der Verzögerungszeit weiterhin inaktiv ist, wird der Ausgang in den inaktiven Schaltzustand versetzt. Impulspausen, die kürzer sind als die Rückschaltverzögerung, werden gefiltert.

IFM DP2122 - Rückschaltverzögerung - 1

4.4 Anlaufüberbrückung (Delay)

Die Anlaufüberbrückung ermöglicht das Unterdrücken von Fehlermeldungen beim Hochfahren einer Anlage. Sie ist nach Anlegen der Spannungsversorgung wirksam und von einer niedrigen Drehzahl abhängig.

Wird der Antrieb häufig ein- und ausgeschaltet, ist es sinnvoll die Spannungsversorgungen von Antrieb und Drehzahlwächter zu koppeln. Dadurch ist die Anlaufüberbrückung bei jedem Anlaufen der Anlage wirksam.

Ist ein gekoppelter Anschluss der Spannungsversorgungen nicht möglich, kann über IO-Link im Prozessdatum oder im SIO über ENABLE (Pin 2) ein Starttriggerpunkt gesetzt werden. Als Starttriggerpunkt dient die positive Schaltflanke des entsprechenden Signals. Zusätzlich kann das System selbst hochstarten; nach dem Detektieren der ersten Impulse wird der Delay-Timer gestartet (Wert: 0...999,9 s in 0,1 Sekundenschritten).

5 Montage

▶ Gerät so montieren, dass M12-Anschlussteile und Gerät vor mechanischen Belastungen wie Schock und Vibration geschützt sind.
▶ Wenn nötig, Gerät mit einer Klemmschelle befestigen. Dazu M4-Schraube oder Kabelbinder verwenden.
▶ Bei der Montage darauf achten, dass der Verschmutzungsgrad 2 oder besser eingehalten wird.

IFM DP2122 - Montage - 1

Abb. 8: Klemmschelle

IFM DP2122 - Montage - 2

Abb. 9: Klemmschelle mit aufgestecktem Gerät

IFM DP2122 - Montage - 3

Die Klemmschelle gehört nicht zum Lieferumfang. Weitere Informationen über verfügbares Zubehör unter www.ifm.com.

IFM DP2122 - Montage - 4

Für alle Befestigungsarten gilt: Die Einhaltung der Anforderungen an die Gerätebefestigung in der Applikation bezüglich Schock, Vibration, Beschleunigung und Gewicht liegt in der Verantwortung des Systemerstellers.

6 Elektrischer Anschluss

IFM DP2122 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Die Stromkreise der Eingangs- und Ausgangsseite sind untereinander und zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).

Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.

6.1 Eingangsseite

Betriebsspannung (SELV/PELV)

IFM DP2122 - Eingangsseite - 1

VORSICHT

Eingangsstrom der Betriebsspannung ist nicht begrenzt.

▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreis absichern.
▶ Sensorversorgung über dieselbe Sicherung absichern.

PotenzialM12 Stecker 1Sicherung
L+ / VersorgungsspannungPin 1 ≤ 2 A

Erforderliche Auslösecharakteristik der Sicherung:

Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A (Brandschutz)

▶ Alternativ das Gerät aus einem Limited-Energy-Stromkreis nach IEC 61010-1 oder Class 2 nach UL 1310 versorgen.

IFM DP2122 - Eingangsseite - 2

Reaktion der Ausgänge auf Überlast oder Kurzschluss:

Zum Eigenschutz des Ausgangs bei zu hoher thermischer Belastung (durch Kurzschluss oder Überlast) beginnt der Ausgangstreiber zu takten. Bei andauerndem Kurzschluss / Überlast über mehrere Stunden kann der Treiber beschädigt werden!

6.2 Gerät anschließen

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM DP2122 - Gerät anschließen - 1

Abb. 10: Elektrischer Anschluss

1: 4-poliger M12-Stecker

• Pin 1: L+ / Versorgungsspannung
• Pin 2: OUT2 / Digitalausgang 2
• Pin 3: L- / Versorgungsspannung
• Pin 4: OUT1 / IO-Link (C/Q)

2: 5-polige M12-Buchse

  • Pin 1: L+
  • Pin 2: ENABLE zur Anlaufüberbrückung im SIO-Mode
  • Pin 3: L-
    • Pin 4: IN1 / Digitaleingang 1
  • Pin 5: nicht belegt

An der 5-poligen M12-Buchse ② darf keine Fremdeinspeisung in das Gerät erfolgen.

Andere Geräte immer über dafür vorgesehene Anschlussleitungen verbinden.

Siehe auch Anwendungsbeispiele ( → Bestimmungsgemäße Verwendung)

6.2.1 Steckverbinder montieren

Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.

▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Kodierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.

Wenn Stecker im Gerät:

▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm

Wenn Buchsen im Gerät:

▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten ( → Angaben der Kabelhersteller).

6.2.1.1 Maximale Leitungslänge

• Ohne IO-Link-Kommunikation: auf jeder Seite 30 m
• Mit IO-Link-Kommunikation: auf der Masterseite 20 m

7 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM DP2122 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

1: Tastringe (Tasten)
2: LEDs
3: Display

IFM DP2122 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2

Die Abbildung zeigt als Beispiel die gedrückte Enter-Taste [●].

7.1 Tastringe (Tasten)

Um einen [esc], [●], [▼] oder [▲] Befehl auszuführen, die entsprechende Ecke eines Tastrings drücken.

TasteFunktion
[esc]EscapeZurück zum vorherigen Menü. Parametrierung verlassen, ohne den neuen Wert zu speichern.
[●]EnterMenümodus öffnen. Auswahl des Parameters und Bestätigung eines Parameterwertes.
[▼]DownAuswahl eines Parameters. Einstellung eines Parameterwertes kontinuierlich durch Dauerdruck, schrittweise durch Einzeldruck).
[▲]Up

Um eine korrekte Funktion der Tastringe (Tasten) sicherzustellen, das Gerät nicht direkt auf eine Metallfläche montieren oder legen.

Zur Montage die Klemmschelle verwenden → Montage.

7.2 LEDs

LEDFarbeStatusBezeichnung
IOUT1gelbeinAusgang 1 geschaltet.
PowergrüneinSpannungsversorgung OK. Gerät im Betriebsmodus.
ausGerät im Programmiermodus.
IIOUT2gelbeinAusgang 2 geschaltet.

Fehlersignale und Diagnose: Fehlerbehebung

7.3 Anzeige

FarbeBezeichnung
rot / grün7-Segment LED-Display, 4-stellig, mit Farbwechsel

Fehlersignale und Diagnose: Fehlerbehebung

Wenn [▼] oder [▲] während des Betriebsmodus 1 Sekunde lang gedrückt wird, zeigt das Gerät die Einheit an. Die angezeigte Einheit hängt ab vom Parameter C.uni.

Im Betriebsmodus wird die Eingangsfrequenz angezeigt. Die Skalierung des Anzeigewertes erfolgt in der Grundeinstellung automatisch.

IFM DP2122 - Anzeige - 1

Betriebsart 1:

Die Manuelle Skalierung über den Parameter [C. FEP] wird durch den Parameter [ScAL] aktiviert.

IFM DP2122 - Anzeige - 2

Manuelle Skalierung:

Beschränkung der Anzeige auf eine Schrittweite von 1 Hz.

IFM DP2122 - Anzeige - 3

Betriebsart 2:

Prozess- oder Parameterwerte mit mehr als 4 Stellen können auf dem Display nicht vollständig angezeigt werden. Am lokalen Menü beschränkt sich die Einstellgenauigkeit auf die 4 sichtbaren Stellen.

8 Menü

IFM DP2122 - Menü - 1

Ist eine Skalierung eingestellt, werden die Menüeinstellungen aller Frequenz- und Drehzahlabhängiger Parameter (SP, cFH, etc,) ebenfalls skaliert.

8.1 Allgemeines

Unabhängig vom Betriebsmodus (Standard-IO-Mode oder IO-Link-Gerät) gibt es 2 Möglichkeiten, das Gerät zu parametrieren:

  • Direkt am Gerät über das Menü (→ Parametrierung)
    • Oder über ein IO-Link-Tool

Der Zugriff über ein IO-Link-Tool ist höher priorisiert als die Parametrierung über das Menü.

IFM DP2122 - Allgemeines - 1

Das Klonen der Parameter und die Parametereinstellungssicherung ist mit einem IO-Link-Tool möglich.

IFM DP2122 - Allgemeines - 2

Einige Parameter sind nur über die IO-Link-Schnittstelle einstellbar: Über IO-Link einstellbare Parameter ( → ☐ 25).

IFM DP2122 - Allgemeines - 3

Wurde das Gerät über IO-Link verriegelt, ist das Entriegeln auch nur über die IO-Link-Schnittstelle möglich: Verriegeln / entriegeln (→ ☐ 28).

8.2 Menüstruktur

8.2.1 Betriebsart 1

IFM DP2122 - Betriebsart 1 - 1

1: Betriebsmodus → Betriebsarten

2: Hauptmenü → Parameter des Hauptmenüs

3: Erweiterte Funktionen → Parameter der Erweiterte Funktionen (EF)

→ Parameterliste und Werkseinstellungen

8.2.2 Betriebsart 2

IFM DP2122 - Betriebsart 2 - 1

1: Betriebsmodus → Betriebsarten

2: Hauptmenü → Parameter des Hauptmenüs

3: Erweiterte Funktionen → Parameter der Erweiterte Funktionen (EF)

→ Parameterliste und Werkseinstellungen

8.3 Parameter des Hauptmenüs

8.3.1 SSC1 — Drehzahlwächter OUT1

Der Parameter öffnet das Menü der Einstellungen für OUT1 des Drehzahlwächters.

8.3.2 SSC2 — Drehzahlwächter OUT2

Der Parameter öffnet das Menü der Einstellungen für OUT2 des Drehzahlwächters.

8.3.3 EF — erweiterte Funktionen

Der Parameter öffnet das Menü für erweiterte Funktionen.

8.4 Parameter für OUT1 (SSC1)

8.4.1 ModE — Schaltpunkt-Modus

Einstellung des Schaltpunkte-Modus.

• [1-P] = Single Point Mode ( → ☐ 8)
• [und] = Window Mode (→ 9)
• [2-P] = Two Point Mode ( → 10)
• [OFF] = Deactivated Mode ( → ☐ 10)

8.4.2 LoGc – Schaltpunkt-Logik

Einstellung der Logik des Schaltpunktes: Funktionsdiagramme (→ 8).

• [no] = Schalter wird bei Aktivierung geschlossen.
- [nc] = Schalter wird bei Aktivierung geöffnet.

8.4.3 SP1 – Schaltpunkt 1

Schwelle für den oberen Schaltpunkt.

IFM DP2122 - LoGc – Schaltpunkt-Logik - 1

Im "Single Point Mode" ist SP1 über seinen gesamten Wertebereich einstellbar. Im "Two Point Mode" und "Window Mode" wird die untere Grenze durch SP2 eingeschränkt. Es gilt immer: SP1 > SP2.

8.4.4 SP2 – Schaltpunkt 2

Schwelle für den unteren Schaltpunkt.

Nur in den Schaltpunkt-Modi "Two Point Mode" und "Window Mode" aktiv.

IFM DP2122 - LoGc – Schaltpunkt-Logik - 2

Im "Single Point Mode" wird vorhandene Einstellung von SP2 ignoriert. Beim Wechsel auf "Two Point Mode" oder "Window Mode" wird SP2 automatisch angepasst. Es gilt immer: SP2 < SP1.

IFM DP2122 - LoGc – Schaltpunkt-Logik - 3

SP1 beschränkt den maximalen Einstellwertwert von SP2. Es gilt immer: SP2 < SP1.

8.4.5 HyS — Schaltpunkte Hysterese

Einstellung der Hysterese bezüglich der Schaltpunkte SP1 und SP2: Funktionsdiagramme (→ 8).

Nur in den Schaltpunkt-Modi "Single Point Mode" und "Window Mode" aktiv.

Einstellbereich: 0,5...100 %

Auflösung: 0,1 %

8.4.6 dS – Schaltverzögerung

Verzögerung beim Wechsel des Ausgangs in den aktiven Schaltzustand.

Einstellbereich: 0...99,99 s

Auflösung: 0,01 s

8.4.7 dr — Rückschaltverzögerung

Verzögerung beim Wechsel des Ausgangs in den Ruhezustand.

Einstellbereich: 0...99,99 s

Auflösung: 0,01 s

8.4.8 P-n — Ausgangskonfiguration

• [PnP] = Last an Masse angeschlossen
• [nPn] = Last an VBB angeschlossen

8.5 Parameter für OUT2 (SSC2)

Mit Ausnahme von P-n: siehe Parameter für OUT1 (SSC1) (→ 21)

8.6 Parameter der erweiterten Funktionen (EF)

8.6.1 rES — Werkseinstellung wiederherstellen

Setzt alle Parameter auf die Werkseinstellungen (→ ☐ 32) zurück.

▶ [rES] wählen.
▶ [●] drücken.
▶ [▲] oder [▼]drücken und festhalten, bis [----] angezeigt wird.
▶ Kurz [●] drücken.

8.6.2 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte

[Lo] = niedrigster Messwert

[Hi] = höchster Messwert

Speicher löschen:

▶ [Hi] oder [Lo] wählen.
▶ [▲] oder [▼] drücken und festhalten, bis [----] angezeigt wird.
▶ Kurz [●] drücken.

8.6.3 dSt — Startup Verzögerungszeit

Einstellung der Verzögerungszeit zwischen Einschalten / Reset des Geräts und dem Beginn der Drehzahlauswertung.

8.6.4 ScAL – Dezimalpunkt setzen

Betriebsart 1: Betriebsarten (→ 7)

• [OFF] = Anzeige in Hz mit automatischer Kommasetzung.
• [cccc] = Anzeige ohne Nachkommastelle.
• [ccc.c] = Anzeige mit 1 Nachkommastelle.
• [cc.cc] = Anzeige mit 2 Nachkommastellen.
• [c.ccc] = Anzeige mit 3 Nachkommastellen.

IFM DP2122 - ScAL – Dezimalpunkt setzen - 1

Bei einer festen Anzeigemaske ([ScAL] ≠ OFF) wird nur der Dezimalpunkt gesetzt. Eine automatische Skalierung findet nicht statt.

C. FEP – kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz (→ 23)

IFM DP2122 - ScAL – Dezimalpunkt setzen - 2

Wird [ScAL] auf [cccc], [ccc.c], [cc.cc] oder [c.ccc] gesetzt, sind Nachkommastellen der frequenzabhängigen Prozess- und Parameterwerte auf der Anzeige nicht mehr darstellbar.

IFM DP2122 - ScAL – Dezimalpunkt setzen - 3

In Abhängigkeit vom Skalierungsfaktor können die Parameter über das Display mit einer Genauigkeit von 0,4 Hz (C. FEP=5000) bis 4 Hz (C. FEP=500) eingestellt werden.

8.6.5 C. FEP — kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz

Einstellungen für skalierte Anzeigewerte.

Die Parameter werden nur bei Betriebsart 1 angezeigt und wenn [ScAL] auf [cccc], [ccc.c], [cc.cc] oder [c.ccc] eingestellt ist.

IFM DP2122 - C. FEP — kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz - 1

Alle angezeigten Frequenz- / Drehzahlwerte werden auf Basis einer 2-Punkt-Näherung interpoliert.

IO-Link-Prozessdaten und -Parameter werden durch die Skalierung nicht beeinflusst.

IFM DP2122 - C. FEP — kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz - 2

U(f) entspricht dem skalierten Wert f entspricht dem Wert in Hz

1: Skalierungsfaktor 2
2: Skalierungsfaktor 1
3: Skalierungsfaktor 0,5

8.6.6 PrSC — Vorteiler

Einstellung der Nockenanzahl. Die Nockenanzahl wird automatisch in den Messwerten berücksichtigt. Nur bei Betriebsart 2 aktiv.

8.6.7 coLr — Displayfarben und Farbwechsel

Zuordnung der Displayfarben "rot" und "grün" innerhalb des Messbereichs.

IFM DP2122 - coLr — Displayfarben und Farbwechsel - 1

Abb. 11: Hysteresefunktion mit [r1ou]

IFM DP2122 - coLr — Displayfarben und Farbwechsel - 2

Abb. 12: Hysteresefunktion mit [G1ou]

Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot

• [rEd] = kontinuierlich rot (unabhängig vom Messwert).
• [GrEn] = kontinuierlich grün (unabhängig vom Messwert).
• [r1ou] = rot, wenn OUT1 schaltet.
• [G1ou] = grün, wenn OUT1 schaltet.

IFM DP2122 - coLr — Displayfarben und Farbwechsel - 3

Abb. 13: Fensterfunktion mit [r1ou]

IFM DP2122 - coLr — Displayfarben und Farbwechsel - 4

Abb. 14: Fensterfunktion mit [G1ou]

Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot

[r-cF] = rot, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.

[G-cF] = grün, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.

8.6.8 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel

Bei Einstellung von [coLr] auf [r-cF] oder [G-cF]:

▶ [cFH] wählen und oberen Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Unterster Einstellwert ist [cFL].
▶ [cFL] wählen und unteren Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Oberster Einstellwert ist [cFH].

IFM DP2122 - cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel - 1

Abb. 15: Funktion [r-cF]

IFM DP2122 - cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel - 2

Abb. 16: Funktion [G-cF]

Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot

8.6.9 diS.b — Display Power On

• [OFF] = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus ausgeschaltet.
• [On] = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus eingeschaltet.

IFM DP2122 - diS.b — Display Power On - 1

Nach Betätigung einer beliebigen Taste wird die Anzeige im ausgeschalteten Zustand für min. 30 s aktiviert.

8.6.10 diS. U — Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes

• [d1] = Messwertaktualisierung alle 50 ms.
• [d2] = Messwertaktualisierung alle 200 ms.
• [d3] = Messwertaktualisierung alle 600 ms.

IFM DP2122 - diS. U — Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes - 1

Selbst bei einer instabilen Frequenz bietet [d1] eine optimale Lesbarkeit.

8.6.11 CMPT — Anzeige der Betriebsart

Zeigt die Betriebsart an: Betriebsarten (→ 7)

• [HZ_M] = DP2122_FREQ (Messeinheit Hz und kundenspezifisch)
• [rpnM] = DP2122_REVL (Messeinheit rpm)

IFM DP2122 - CMPT — Anzeige der Betriebsart - 1

Beim Wechsel der Betriebsart werden die Parameter des Geräts mit Ausnahme von CMPT auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Die folgenden Funktionen oder Parameter sind nur über IO-Link-Tools verfügbar.

8.7.1 C.uni – kundenspezifische Einheit

Kundenspezifische Einheit mit max. 4 Zeichen.

8.7.2 FLASH_ON – Blinken der Anzeige aktivieren

Dient zur Identifikation eines Geräts. Anzeige blinkt und zeigt [dEVC] auf dem Display an.

8.7.3 FLASH_OFF — Blinken der Anzeige deaktivieren

Deaktiviert das Blinken der Anzeige.

8.7.4 SSC-Counter – Schaltzähler

Zählt die Zustandswechsel von Low auf High der internen Detektion. Zählerstände werden nicht dauerhaft gespeichert.

8.7.5 internal_temperature — Betriebstemperatur Mikrocontroller

Liest die Daten vom internen Temperatursensor des Mikrocontrollers aus.

8.7.6 operation_hours — Betriebsstunden

Zählt nur volle Betriebsstunden. Betriebszeiten unter einer vollen Stunde werden nicht gespeichert. Zählerstände werden dauerhaft gespeichert.

8.7.7 Anwendungsspezifischer Tag

Kundenspezifische Anwendungsbeschreibung, max. 32 Zeichen lang. Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

8.7.8 Location Tag

Kundenspezifische Ortskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang. Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

8.7.9 Function Tag

Kundenspezifische Funktionskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang. Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

9 Parametrierung

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit den bestehenden Parametern weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

9.1 Parametriervorgang allgemein

Jede Parametrierung erfolgt in 6 Schritten:

SchrittTaste
1Vom Betriebsmodus in den Parametriermodus wechseln.[●]
2Den gewünschten Parameter [SP1], [C. FEP], etc. wählen.[▲] oder [▼]
3In den Programmiermodus des Parameters wechseln.[●]
4Den Parameterwert wählen oder verändern.[▲] oder [▼] > 2 s
5Den eingestellten Parameterwert bestätigen.[●]
6Zurück in den Betriebsmodus.[esc]

9.1.1 Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2

SchrittAnzeige
1Vom Betriebsmodus in den Parametriermodus wechseln.
► ▶ [●] drücken, um in das Menü zu gelangen. ▷ Der erste Parameter wird angezeigt.IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 1
2Den gewünschten Parameter wählen, hier [SSC2].
► ▶ [▼] drücken, bis [SSC2] angezeigt wird.► ▶ [●] drücken, um in das erweiterte Funktionsmenü zu gelangen. ▷ Der erste Parameter der erweiterten Funktionen wird angezeigt.IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 2IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 3
3In den Programmiermodus des Parameters wechseln.
► ▶ [●] drücken, um in den Programmiermodus zu wechseln. ▷ Der aktuell eingestellte Parameterwert ist sichtbar.IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 4
4Den Parameterwert wählen oder ändern, hier z. B. [und].
► ▶ [▼] oder [▲] min. 2 s lang drücken. ▷ Der aktuell eingestellte Parameterwert blinkt, hier z. B. [1-P]. ▷ Nach 2 s.:- Wert wird fortlaufend durch Dauerdruck geändert.- Wert wird schrittweise durch Einzeldruck geändert. Zahlenwerte (→ 9.2.3)IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 5IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 6
5Den eingestellten Parameterwert bestätigen.
► ▶ Kurz [●] drücken. ▷ Parameter wird erneut angezeigt. ▷ Der neue Einstellwert wird gespeichert.IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 7
Weitere Parameter einstellen:► ▶ [▼] oder [▲] drücken, bis der gewünschte Parameter angezeigt wird.
6Zurück in den Betriebsmodus.
► ▶ [esc] drücken.► ▶ - [▼] oder [▲] mehrmals drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird.- Oder auf die Timeout-Funktion warten (ca. 30 s). ▷ Das Gerät ist wieder im Betriebsmodus. ▷ Der aktuelle Wert wird angezeigt.IFM DP2122 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 8

9.2 Hinweise zur Programmierung

9.2.1 Verriegeln / entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln. Eingestellte Parameterwerte und Einstellungen können angezeigt, aber nicht geändert werden.

Zum Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Betriebsmodus ist.
▶ [esc] + [▲] gleichzeitig 10 s lang drücken.
▷ [Loc] wird angezeigt.
▷ Gerät ist verriegelt.
▷ [Loc] wird kurz angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.

Zum Entriegeln:

▶ [esc] + [▲] gleichzeitig 10 s lang drücken.
▷ [uLoc] wird angezeigt.

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht verriegelt.

IFM DP2122 - Verriegeln / entriegeln - 1

Kundenseitige Verriegelung

Wird [C. Loc] bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, angezeigt, ist eine IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Verriegelung).

IFM DP2122 - Verriegeln / entriegeln - 2

Software-Verriegelung

Wird [S. Loc] angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur durch eine IO-Link-Parametriersoftware aufgehoben werden.

9.2.2 Timeout

Wird während der Einstellung eines Parameters 30 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Betriebsmodus zurück.

9.2.3 Zahleneingaben mit [▼] oder [▲]

▶ [▼] oder [▲] mindestens 2 s lang drücken.
▷ Nach 2 s:

  • Wert wird fortlaufend durch Dauerdruck geändert.
  • Wert wird schrittweise durch Einzeldruck geändert.

Wert wird schrittweise mit [▼] reduziert und mit [▲] erhöht.

10 Betrieb

Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät im Betriebsmodus (SIO). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und liefert Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern: Menü.

11 Fehlerbehebung

DisplayLEDFehlerFehlerbehebung
IPowerII
OFFausausausVersorgungsspannung zu niedrig.Die Versorgungsspannung prüfen / korrigieren: → Elektrischer Anschluss
SCblinktbeliebigblinktÜberstrom am Schaltausgang OUTx (siehe LED I/II).Schaltausgang auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. Fehler be-seitigen.
C. LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten verrie-gelt aufgrund einer aktiven IO-Link-Übertragung.Beendigung der Parametrierung über IO-Link abwarten.
S. LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten von der Software deaktiviert.Entriegelung nur über IO-Link-Schnittstelle / IO-Link- Paramet-riersoftware möglich.
LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten deakti-viert.Tasten entriegeln.
OLbeliebigeinbeliebigProzesswert zu hoch (gemessene Frequenz > 5000 Hz / > 300000 RPM).Angeschlossenen Sensor und Wertebereich prüfen.
Im Kreis rotie-rendes Seg-mentbeliebigbeliebigbeliebigTemperatur im Gehäuse übersteigt Grenzwert.Nach Betätigung einer beliebigen Taste wird die Anzeige für 30 s eingeschaltet.

12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Reinigung:

▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

13 Werkseinstellungen

ParameterWerkseinstellungenBenutzereinstellungen
SSC1. ModESchaltpunkt-Modus OUT11-P1-Pund2-POFF
SSC1. LoGcSchaltpunkt-Logik OUT1nononc
SSC1. SP1Schaltpunkt 1 OUT111
SSC1. SP2Schaltpunkt 2 OUT110
SSC1. HySSchaltpunkt Hysterese OUT110 %
SSC1.dSSchaltverzögerung OUT10 s
SSC1.drRückschaltverzögerung OUT10 s
SSC1. P-nAusgangskonfigurationPnPPnPnPn
SSC2. ModESchaltpunkt-Modus OUT21-P1-Pund2-POFF
SSC2. LoGcSchaltpunkt-Logik OUT2nononc
SSC2. SP1Schaltpunkt 1 OUT222
SSC2. SP2Schaltpunkt 2 OUT220
SSC2. HySSchaltpunkt Hysterese OUT210 %
SSC2.dSSchaltverzögerung OUT20 s
SSC2.drRückschaltverzögerung OUT20 s
rESWerkseinstellung
Loniedrigster Eingangsmesswert----
HiHöchster Eingangsmesswert----
dStStartup Verzögerungszeit 0 s
PrSC(nur Betriebsart 2)Vorteiler1
ScAL(nur Betriebsart 1)Dezimalpunkt setzenOFFOFFccccccc.ccc.ccc.ccc
C. FEP(nur Betriebsart 1)Nutzer-Endpunkt für Frequenz2000
C.uni(nur Betriebsart 1)Kundenspezifische EinheitUnit
coLrDisplay: FarbeinstellungrEdrEdgrEnr1ouG1our-cFG-cF
cFHFarbwechsel: oberer Grenzwert11
cFLFarbwechsel: unterer Grenzwert10
diS.bDisplay Power onOn• On• OFF
diS. UAktualisierungsrate des angezeigten Wertesd2 (200 ms)• OFF• d1 (50 ms)• d2 (200 ms)• d3 (600 ms)
CMPTAnzeige der BetriebsartHZ_M• HZ_M• rpnM
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : DP2122

Kategorie : Bewegungsmelder