SM6020 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SM6020 IFM
Betriebsanleitung
Magnetisch-induktiver Durchflusssensor
SMxx2x
SMxx3x
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Cybersecurity.... 5
3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
4.1 Einsatzbereich.... 7
5 Funktion 8
5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 9
5.3 IO-Link 9
6 Montage.... 10
6.1 Prozessanschluss.... 10
6.2 Einbaulage 11
6.2.1 Empfohlene Einbaulage.... 11
6.2.2 Nicht empfohlene Einbaulage 12
7 Elektrischer Anschluss.... 13
8 Bedien- und Anzeigeelemente 15
9 Menü.... 16
9.1 Hauptmenü und Untermenüs 16
10 Inbetriebnahme 24
11 Parametrierung 25
11.1 Parametrierung über die Gerätetasten.... 25
11.2 ▶ Parametrierung über IO-Link 25
11.3 Ausgangskonfiguration.... 26
11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung 26
11.3.2 Schaltsignal Durchflussrichtung 27
11.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 28
11.3.3.1 Schaltsignal Totalisator 29
11.3.3.2 Impulssignal Totalisator 30
11.3.4 Analogsignal 31
11.3.5 Frequenzsignal.... 33
11.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 35
11.3.7 Ausgang aus 35
11.4 Anwendungskonfiguration 35
11.4.1 Standard-Maßeinheit 35
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2 36
11.4.3 Dämpfung 36
11.4.4 Anlaufüberbrückungszeit 37
11.4.5 Ausgangspolarität 38
11.4.6 Schleichmengenunterdrückung 38
11.4.7 Durchflussrichtung 39
11.4.8 Totalisator-Reset 39
11.4.9 Zählweise der Totalisatoren 41
11.4.10 Verriegeln / Entriegeln 42
11.4.11 Gerät zurücksetzen 42
11.5 Displayeinstellungen.... 43
11.5.1 Display Sprache 43
11.5.2 Display Layout 43
11.5.3 Display Aktualisierungsrate 43
11.5.4 Display Drehung 44
11.5.5 Display Helligkeit 44
11.5.6 Display Farbeinstellung 44
11.6 Diagnose und Service-Funktionen 45
11.6.1 Geräteinformationen 45
11.6.2 Simulation 46
11.6.3 Optische Lokalisierung.... 47
11.6.4 Totalisatorwerte ablesen 47
11.6.5 Speicher 47
12 Fehlerbehebung 49
12.1 Warnmeldungen 49
12.2 Fehlermeldungen 49
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 51
14 Werkseinstellung 52
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht flüssige Medien.
Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Durchflussgeschwindigkeit, Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.
4.1 Einsatzbereich
Flüssige Medien mit folgenden Eigenschaften:
• Leitfähigkeit: ≥ 20 μS/cm
- Viskosität: < 70 mm2/s bei 40 ° C; < 70cST bei 104 ° F

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

Druckgeräterichtlinie (DGRL):
Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.
5 Funktion
- Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem magnetisch induktiven Durchfluss-Messprinzip.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
- Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
- Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
- Ein Simulationsmodus ermöglicht eine vereinfachte Inbetriebnahme des Sensors.
• Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
• Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
• Das Gerät hat folgende Ausgangsfunktionen:
– Schaltsignal Grenzwertüberwachung ➞ 26:
Durchfluss, Temperatur
– Schaltsignal Durchflussrichtung ➞ 27
- Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28:
Schaltsignal oder Impulssignal
- Analogsignal → 31:
Durchfluss, Temperatur
- Frequenzsignal → 33:
Durchfluss, Temperatur
• Darüber hinaus bietet das Gerät folgende weiteren Funktionen:
- Totalisatorwerte ablesen ➞ 47
- Speicher → 47
- Simulation → 46
- Optische Lokalisierung ➞ 47
- Verriegeln / Entriegeln ➞ 42
- Gerät zurücksetzen ➞ 42
- Displayeinstellungen ➞ 43
- Anwendungskonfiguration ➞ 35: z. B. Standard-Maßeinheit, Messwertdämpfung, Anlaufüberbrückungszeit, Ausgangspolarität, Schleichmengenunterdrückung, Durchflussrichtung, Totalisator-Reset, Zählweise der Totalisatoren, Fehlerverhalten der Ausgänge.

Bei Einsatz mit Werkseinstellung überwacht das Gerät den Durchfluss durch ein Schaltsignal an OUT1 und ein Analogsignal an OUT2 ➞ 52.
5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Durchflussrichtung
• Schaltsignal Totalisator
• Impulssignal Totalisator
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
- IO-Link
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Durchflussrichtung
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
• Eingang für externen Totalisator-Reset
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
5.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
6 Montage

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

ACHTUNG
Fehlende Funktionserdung bei Einbau in ein nicht geerdetes Rohrsystem (z. B. Kunststoffrohre).
▷ Mangelhafte Betriebsfunktion.
▶ Gerät erden. Erdungsschellen für den M12-Stecker sind als Zubehör lieferbar, siehe documentation.ifm.com.
▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Ablagerungen, Gas- und Luftansammlungen im Leitungssystem vermeiden.

Nach der Montage können Luftblasen im System die Messung beinträchtigen.
▶ Das System nach Montage zur Entlüftung durchspülen.

Beruhigungsstrecken an der Ein- oder Auslaufseite des Sensors sind nicht erforderlich.
6.1 Prozessanschluss
Die Geräte mit G-Gewinde können mit Hilfe von Adaptern in die Rohrleitung eingebaut werden. Adapter sind gesondert als Zubehör zu bestellen.
• Informationen zu verfügbarem Montagezubehör unter www.ifm.com.
- Korrekter Sitz des Geräts und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.

▶ Anleitung des Montagezubehörs beachten.

▶ Anzugsdrehmomente für Sensor und Befestigungselemente beachten.

Abb. 1: Prozessanschluss bei Geräten mit G-Gewinde; F=Durchflussrichtung
1: Rohrleitung
2: Adapter
3: Dichtung
4: G-Gewinde
▶ Die Gewinde von Prozessanschluss, Adapter und Sensor schmieren. Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden.
▶ Die Adapter in die Rohrleitung einschrauben.
▶ Die Dichtungen einlegen und das Gerät entsprechend der gekennzeichneten Durchflussrichtung einsetzen.
▶ Die Adapter handfest mit dem Sensorgewinde verschrauben.
▶ Beide Adapter gegenläufig mit definiertem Anzugsdrehmoment festziehen:
• 15 Nm für Geräte mit DN6
• 30 Nm für Geräte mit DN15... DN25
6.2 Einbaulage
6.2.1 Empfohlene Einbaulage
▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.


Abb. 2: Empfohlene Einbaulagen. F = Durchflussrichtung

Das Gerät kann lageunabhängig eingebaut werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:
- Es können sich keine Luftblasen im Rohrsystem bilden.
- Die Rohrleitungen sind stets komplett gefüllt.

Bei waagerechtem Einbau: Aufgrund konstruktiver Erfordernisse verbleibt nach Abstellen der Pumpe immer eine kleine Menge des Mediums im Messkanal.
6.2.2 Nicht empfohlene Einbaulage
• Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung.
• Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 3: Anschlussbild
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Schaltsignal Durchflussrichtung Schaltsignal Totalisator Impulssignal Totalisator Frequenzsignal Durchfluss Frequenzsignal TemperaturIO-LinkOFF (Ausgang hochohmig geschaltet) |
| 2 (OUT2/InD) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Schaltsignal Durchflussrichtung Analogsignal Durchfluss Analogsignal Temperatur Eingang für externen Totalisator-ResetOFF (Ausgang hochohmig geschaltet) |
Beispielschaltungen:




1: 2 x p-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog
2: 2 x n-schaltend
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog
8 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 4: Bedien- und Anzeigeelemente
1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: TFT-Display
4: Tasten zum Wechseln der Anzeigen und zur Parametrierung

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:
Geräteinnentemperatur > 70 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.
Geräteinnentemperatur ≥ 100 °C: Display wird ausgeschaltet.
Wechsel zwischen den Anzeigen:
Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:
▶ Taste ▲ oder ▼ drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen der Standard-Anzeige mit eingestellter Standard-Maßeinheit und weiteren Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

1: Standard-Anzeige, wie unter diS. L, coL.x und uni.x eingestellt
2: Gesamtübersicht aller Prozesswerte
3: Übersicht Totalisatorwerte

Die Verbrauchsmenge wird automatisch mit der Maßeinheit angezeigt, die die größtmögliche Genauigkeit bietet.
9 Menü
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Abb. 5: Menü-Übersicht
9.1 Hauptmenü und Untermenüs

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.

Die Schreibweise der Parameter in der Parametriersoftware kann von der Schreibweise im Gerätedisplay abweichen.
Hauptmenü:

| Parameter | Erläuterung |
| SPx | Schaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| rPx | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| FHx | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FLx | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| ASP2 | Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt. |
| AEP2 | Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt. |
| ImPS1 | Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird) |
| ImPR1 | Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO) |
| FSP1 | Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEP1 | Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird. |
| FrP1 | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird. |
| DIn2 | Reset-Signal für externen Totalisator-Reset |
| EF | Übergang zum Untermenü EF (Erweiterte Funktionen) |
Menü Ausgangskonfiguration OUT1:

| Parameter | Erläuterung |
| OUT1 | Übergang zum Untermenü OUT1 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 1) |
| SEL1 | Prozesswert für Ausgang OUT1 |
| ou1 | Ausgangsfunktion für Ausgang OUT1:Hno/Fno/Hnc/Fnc = Schaltsignal Hysterese/Fenster, Schließer/ÖffnerImP = Totalisatorfunktion (Impulssignal oder Schaltsignal Vorwahlzähler)FRQ = Frequenzsignaldir. F = Schaltsignal DurchflussrichtungOFF = Ausgang aus |
| SP1 | Schaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion |
| rP1 | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion |
| FH1 | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion |
| FL1 | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion |
| ImPS1 | Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird) |
| ImPR1 | Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO) |
| FSP1 | Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEP1 | Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird. |
| FrP1 | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird. |
| FOU1 | Verhalten von Ausgang OUT1 im Fehlerfall |
Menü Ausgangskonfiguration OUT2:

Abb. 6: Menü OUT2 [SM klein]
| Parameter | Erläuterung |
| OUT2 | Übergang zum Untermenü OUT2 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 2) |
| SEL2 | Prozesswert für Ausgang OUT2 |
| ou2 | Ausgangsfunktion für Ausgang OUT2:Analogsignal 4...20 mAHno/Fno/Hnc/Fnc = Schaltsignal Hysterese/Fenster, Schließer/ÖffnerIn. D = Totalisator-Reset durch externes Signaldir. F = Schaltsignal DurchflussrichtungOFF = Ausgang aus |
| ASP2 | Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt. |
| AEP2 | Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt. |
| SP2 | Schaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion |
| rP2 | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion |
| FH2 | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion |
| FL2 | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion |
| DIn2 | Reset-Signal für externen Totalisator-Reset |
| FOU2 | Verhalten von Ausgang OUT2 im Fehlerfall |
Menü Grundeinstellungen CFG und Totalisator TOTL:

* SM4; **SM6/SM7/SM8
| Parameter | Erläuterung |
| CFG | Übergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen) |
| TOTL | Übergang zum Untermenü TOTL (Totalisator) |
| uni. F | Standard-Maßeinheit für Durchfluss |
| uni. T | Standard-Maßeinheit für Temperatur |
| dAP | Dämpfungskonstante in Sekunden (63 % Anstiegszeit τ). |
| dSt | Anlaufüberbrückungszeit für Durchfluss-Überwachung (Startup delay) |
| P-n | Ausgangspolarität der Schaltausgänge |
| LFC | Schleichmengenunterdrückung |
| Fdir | Durchflussrichtung |
| rTox | ▶ Einstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert) |
| FProx | Zählweise des Totalisators: Berücksichtigung der Durchflussrichtung |
| Vol.x | Aktueller Zählerstand für Totalisator Vol.x |
| Vol. L | Aktueller Zählerstand für Totalisator Vol. L über die gesamte Laufzeit |
Menü Speicher MEM und Display DIS:

| Parameter | Erläuterung |
| MEM | Übergang zum Untermenü MEM (Speicher) |
| DIS | Übergang zum Untermenü DIS (Display). |
| Lo. F | Minimaler gemessener Durchflusswert |
| Hi. F | Maximaler gemessener Durchflusswert |
| Lo. T | Minimaler gemessener Temperaturwert |
| Hi. T | Maximaler gemessener Temperaturwert |
| LanG | Sprachauswahl für die Displayanzeige |
| diS. L | Display-Layout |
| diS. U | Aktualisierungsrate der Displayanzeige |
| diS. R | Ausrichtung der Displayanzeige |
| diS. B | Helligkeit der Displayanzeige |
Menü Farbeinstellungen COLR und Simulation SIM:

| Parameter | Erläuterung |
| COLR | Übergang zum Untermenü COLR (Farbeinstellungen) |
| SIM | Übergang zum Untermenü SIM (Simulation) |
| coL. F | Schriftfarbe für Durchfluss |
| coL. T | Schriftfarbe für Temperatur |
| coL. V | Schriftfarbe für die Totalisatoranzeige |
| cFH. F | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| cFL. F | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| cFH. T | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| cFL. T | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| S. FLW | Simulierter Durchflusswert im Simulationsmodus |
| S. TMP | Simulierter Temperaturwert im Simulationsmodus |
| S. Tim | Dauer der Simulation in Minuten |
| S. On | Simulationsmodus starten |
10 Inbetriebnahme
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Während der Bereitschaftsverzögerungszeit befinden sich die Ausgänge entsprechend der Parametrierung in folgendem Zustand:
• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• EIN bei Richtungserkennung (dir. F)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• AUS bei Verbrauchsmengenüberwachung (ImP)
• 20 mA bei Stromausgang (I)

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus, sofern der Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link eingestellt ist.
11 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
11.1 Parametrierung über die Gerätetasten

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).
Parametriervorgang allgemein:
| Absicht | Aktion |
| Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü | ● |
| Wechsel ins Untermenü | Mit ▼ zum Untermenü steuern, z. B. EF, dann ● |
| Anwahl des gewünschten Parameters | ▲ oder ▼ |
| Wechsel in Einstellmodus | ● |
| Verändern des Parameterwertes | ▲ oder ▼ > 1 s |
| Übernahme des eingestellten Parameters | ● |
| Parametereinstellung ohne Speichern verlassen | ▲ + ▼ |
| Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen) | ▲ + ▼ |
| Rückkehr zur Prozesswertanzeige | > 30 Sekunden (Timeout) |

Wird ☑ angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, sind die Gerätetasten gesperrt ➞ Verriegeln / Entriegeln.
11.2 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
11.3 Ausgangskonfiguration
Dieses Kapitel beschreibt die Wahlmöglichkeiten für die Ausgangssignale an OUT1 und OUT2.
11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung
Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.
Hysteresefunktion:

1: Prozesswert
t: Zeit
SP: Schaltpunkt
rP: Rückschaltpunkt
HY: Hysterese
Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)
Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)
Abb. 7: Hysteresefunktion

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.
Fensterfunktion:

1: Prozesswert
t: Zeit
FH: Oberer Grenzwert
FL: Unterer Grenzwert
HY: Hysterese
FE: Fensterbereich
Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)
Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)
Abb. 8: Fensterfunktion

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert FH und der untere Grenzwert FL festgelegt. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Durchflussschwankungen stabil.
11.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUTx > SELx.
▶ Menü EF > OUTx zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
Hysteresefunktion:
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Hno oder Hnc.
▶ SPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ rPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.
Fensterfunktion:
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Fno oder Fnc.
▶ FHx wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ FLx wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

Die Parametereinstellungen für SP, rP, FH und FL können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
11.3.2 Schaltsignal Durchflussrichtung
Die Änderung der Durchflussrichtung kann durch Ausgabe eines Schaltsignals überwacht werden.
Der Ausgang ist eingeschaltet, bis zum ersten Mal die eingestellte Mindestdurchflussmenge in negativer Durchflussrichtung (- LFC) unterschritten wird (1).
Danach gilt:
- Der Ausgang schaltet EIN, wenn + LFC überschritten wird (2).
- Der Ausgang schaltet AUS, wenn - LFC unterschritten wird (3).

LFC = Low flow cut-off: Schleichmengenunterdrückung ➞ 38. Die Einheit der Mindestdurchflussmenge entspricht der Auswahl unter uni. F.

Abb. 9: Überwachung der Durchflussrichtung durch Schaltsignale
+Q: Durchfluss in positiver Durchflussrichtung
-Q: Durchfluss in negativer Durchflussrichtung
+LFC: Mindestdurchfluss in positiver Durchflussrichtung
-LFC: Mindestdurchfluss in negativer Durchflussrichtung
Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert. Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden.
→ Durchflussrichtung → 39.
11.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Durchflussrichtung
▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ SELx wählen und Prozesswert einstellen: FLOW.
▶ oux wählen und dir. F einstellen.
▶ Bei Bedarf die eingestellte Durchflussrichtung prüfen oder ändern ➞ 39.
11.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)
Das Gerät besitzt 3 interne Mengenzähler (Totalisatoren Vol.1, Vol.2 und Vol. L). Die Totalisatoren summieren fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellen diesen Prozesswert sowohl im Display als auch über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.
| Totalisator | Prozesswert | Lesezugriff über IO-Link |
| Vol.1 | Verbrauchsmenge 1(Dieser Wert wird für die Verbrauchsmengenüberwachung durch Schalt- oder Impulssignale verwendet) | zyklisch |
| Vol.2 | Verbrauchsmenge 2 | azyklisch |
| Vol. L | Verbrauchsmenge über die gesamte Laufzeit (Life Time Totalisator) | azyklisch |
- Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können zurückgesetzt werden. Der Totalisator Vol. L kann nicht zurückgesetzt werden.
→ Totalisator-Reset → 39. -
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge folgende Parametereinstellungen:
-
Durchflussrichtung ➞ 39.
- Zählweise der Totalisatoren ➞ 41.
-
Schleichmengenunterdrückung ➞ 38.
-
Der Life Time Totalisator Vol. L summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung und der Zählweise.
- Beim Überschreiten des Erfassungsbereichs (cr. OL) verwenden die Totalisatoren den letzten gültigen Durchflusswert (Messbereichsendwert) und zählen mit diesem Wert weiter.
- Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset können angezeigt werden.
→ Totalisatorwerte ablesen → 47.

Der Totalisator speichert regelmäßig die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgestuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit maximal einige Sekunden betragen.
- Die Genauigkeit der Verbrauchsmengenmessung ist abhängig von der Genauigkeit der Durchflussmessung.
- Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können ein Schaltsignal oder Impulssignale ausgegeben werden:
→ Schaltsignal Totalisator → 29.
→ Impulssignal Totalisator → 30.
11.3.3.1 Schaltsignal Totalisator
Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.
Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.
Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt ➞ 41.
Der Ausgang bleibt bis zum Totalisator-Reset geschaltet. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.
Der Totalisator-Reset erfolgt automatisch oder manuell.
Über den Parameter rTo können die Bedingungen für den Totalisator-Reset und das Schaltsignal eingestellt werden:
- rTo = OFF:
- Der Totalisator wird nur bei manuellem Reset oder nach Überlauf zurückgesetzt.
- Der Ausgang wird geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS erreicht hat.
- rTo = ...h / d / w (Stunden / Tage / Wochen):
- ▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
- Der Ausgang wird nur geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS bis zu der eingestellten Zeit erreicht.

Die Totalisatoren können jederzeit über den Parameter rTox manuell zurückgesetzt werden. Totalisator Vol.1 kann zusätzlich über ein externes Signal an Pin 2 zurückgesetzt werden.
→ Totalisator-Reset → 39.
11.3.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Totalisator
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni. F.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUT1 > SEL1 = FLOW.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ ou1 wählen und ImP einstellen.
▶ ImPS1 wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
Der Einstellbereich ist abhängig von der unter uni. F gewählten Durchfluss-Einheit:
| uni. F | Einstellbereich ImPS |
| L/min oder m3/h oder m/s | L...m3...103m3 |
| gal/min oder gal/h | 10-3gal...gal...103gal...106gal |
| fl oz/min oder ft/s | fl oz... 103fl oz... 106fl oz |
▶ ImPR1 wählen und Nein einstellen.

Die Parametereinstellungen für ImPS und ImPR können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
▶ Einstellung für den Totalisator-Reset vornehmen ➞ 39.
11.3.3.2 Impulssignal Totalisator
Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.
Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.
Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt ➞ 41.
Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs.
Die Schaltzustands-LEDs zeigen den Schaltvorgang nicht an.
11.3.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Impulssignal Totalisator
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni. F.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUT1 > SEL1 = FLOW.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ ou1 wählen und ImP einstellen.
▶ ImPS1 wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
Der Einstellbereich ist abhängig von der unter uni. F gewählten Durchfluss-Einheit:
| uni. F | Einstellbereich ImPS |
| L/min oder m3/h oder m/s | L...m3...103m3 |
| gal/min oder gal/h | 10-3gal...gal...103gal...106gal |
| fl oz/min oder ft/s | fl oz... 103fl oz... 106fl oz |
▶ ImPR1 wählen und Ja einstellen.

Die Parametereinstellungen für ImPS und ImPR können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
11.3.4 Analogsignal
Das Gerät gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist. Innerhalb des Messbereichs liegt das Analogsignal bei 4...20 mA.
- ASP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• AEP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

Mindestabstand zwischen ASP2 und AEP2 = 20 % der Messspanne.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).

Abb. 10: Ausgangskennlinie Analogausgang nach Norm IEC 60947-5-7
| 1: | Analogsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 2: | Messwert (FLOW oder TEMP) | MEW: | Messbereichsendwert |
| 3: | Erfassungsbereich | ASP: | Analogstartpunkt |
| 4: | Anzeigebereich | AEP: | Analogendpunkt |
| 5: | Messbereich | UL: | Anzeigebereich unterschritten |
| 6: | Skalierter Messbereich | cr. UL: | Erfassungsbereich unterschritten |
| OL: | Anzeigebereich überschritten | ||
| cr. OL: | Erfassungsbereich überschritten |

Ein negativer Durchflusswert bedeutet Durchfluss entgegen der unter Fdir eingestellten Durchflussrichtung ☺ 39.

Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter FOU einstellbar: Fehlerverhalten der Ausgänge ➞ 35.
Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
▶ Menü EF > OUT2 zur Konfiguration von Ausgang OUT2 aufrufen.
▶ SEL2 wählen und Prozesswert einstellen: FLOW oder TEMP.
▶ ou2 wählen und Funktion einstellen: I (Analogsignal 4...20 mA).
▶ ASP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ AEP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

Die Parametereinstellungen ASP und AEP können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
11.3.5 Frequenzsignal
Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Das Frequenzsignal ist einstellbar:
- FrP1 legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.
Einstellbereich: 1 Hz ...10 kHz.
Der Messbereich ist skalierbar:
- FSP1 legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
- FEP1 legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrP1 eingestellte Frequenz beträgt.

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen FSP1 und FEP1 = 20 % der Messspanne.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).
Frequenzsignal Durchfluss:

Abb. 11: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss
1: Frequenzsignal MAW: Messbereichsanfangswert
2: Messwert Durchfluss MEW: Messbereichsendwert
3: Anzeigebereich FEPx: Frequenzendpunkt
4: Messbereich FrPx: Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert
5: Skalierter Messbereich
OL: Anzeigebereich überschritten
Err : Fehler
cr. OL: Anzeigebereich kritisch überschritten
Frequenzsignal Temperatur:

Abb. 12: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Temperatur
| 1: | Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 2: | Messwert Temperatur | MEW: | Messbereichsendwert |
| 3: | Anzeigebereich | FSPx: | Frequenzstartpunkt |
| 4: | Messbereich | FEPx: | Frequenzendpunkt |
| 5: | Skalierter Messbereich | FrPx: | Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert |
| Err: | Fehler | cr. OL: | Anzeigebereich kritisch überschritten |
| UL: | Anzeigebereich unterschritten | cr. UL: | Anzeigebereich kritisch unterschritten |
Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ SEL1 wählen und Prozesswert einstellen: FLOW oder TEMP.
▶ ou1 wählen und FRQ einstellen.
▶ FSP1 wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.
▶ FEP1 wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter FrP1 eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ FrP1 wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in Hz einstellen.

Die Parametereinstellungen für FSP, FEP und FrP können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
11.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge
Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:
- Schaltsignal:
– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.
- Analogsignal → 31:
- On: Das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagswert.
– OFF: Das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagswert. - OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.
- Frequenzsignal → 33:
– On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrP1.
– OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 Hz.
- OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

FOUx ist für die Verbrauchsmengenüberwachung nicht verfügbar: Auch im Fehlerfall wird ein Schalt- bzw. Impulssignal bei Erreichen der eingestellten Durchflussmenge ausgegeben.
Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ FOUx wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: On, OFF, OU.
11.3.7 Ausgang aus
Das Ausgangssignal kann über den Parameter oux = OFF ausgeschaltet werden. Der Ausgang wird dann hochohmig.
Die Kommunikation über die IO-Link Schnittstelle an OUT1 bleibt weiterhin aktiv.
11.3.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgang aus
▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ oux wählen und OFF einstellen.
11.4 Anwendungskonfiguration
11.4.1 Standard-Maßeinheit
Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig in der Digitalanzeige des Displays angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.
Die Umstellung der Einheit hat keine Auswirkung auf die Übertragung des IO-Link Prozesswertes. Dieser wird immer in der SI-Einheit übertragen.
Auswählbare Werte:
- Durchfluss uni. F:
– SM4: mm/s; ml/min; l/h; gal/h; floz/min; ft/s.
- SM6/SM7/SM8: m/s; l/min; m3/h ; gal/min; gal/h; floz/min; ft/s.
• Temperatur uni. T: °C oder °F.
▶ Maßeinheit auswählen, bevor weitere Parameter für OUTx konfiguriert werden.
11.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ uni.x wählen und Maßeinheit einstellen.
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2
Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.
Auswählbare Werte:
- FLOW: Durchfluss
• TEMP: Temperatur
Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2
▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ SELx wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.
11.4.3 Dämpfung
Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.
Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.
Mit der Dämpfungskonstanten dAP wird eingestellt, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht.
Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).
Die Signale UL, cr. UL, OL und cr. OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Durchfluss.
11.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Dämpfung
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dAP wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
11.4.4 Anlaufüberbrückungszeit
Die Anlaufüberbrückungszeit [dSt] wirkt auf die Schaltausgänge der Durchfluss-Überwachung.
Ist die Anlaufüberbrückungszeit aktiv (dSt > 0), gilt: Sobald die Durchflussmenge den LFC-Wert überschreitet, finden folgende Abläufe statt:
• Die Anlaufüberbrückungszeit wird gestartet.
- Die Ausgänge schalten entsprechend der Programmierung: EIN bei Schließerfunktion, AUS bei Öffnerfunktion.
Nach dem Start der Anlaufüberbrückungszeit sind 3 Fälle möglich:
| Bedingung | Reaktion | |
| 1: | Durchflussmenge steigt schnell und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt. | Die Ausgänge bleiben aktiv. |
| 2: | Durchflussmenge steigt langsam und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt nicht. | Die Ausgänge werden zurückgesetzt. |
| 3: | Durchflussmenge fällt innerhalb dSt unter LFC. | Die Ausgänge werden sofort zurückgesetzt; dSt wird gestoppt. |
Beispiel: Durchflussüberwachung mit Hysteresefunktion

| Bedingung | Reaktion | |
| 1: | Durchflussmenge Q erreicht LFC | dSt startet, Ausgang wird aktiv |
| 2: | dSt abgelaufen, Q hat SP erreicht | Ausgang bleibt aktiv |
| 3: | Q fällt unter SP, bleibt aber über rP | Ausgang bleibt aktiv |
| 4: | Q fällt unter rP | Ausgang wird zurückgesetzt |
| 5: | Q erreicht erneut LFC | dSt startet, Ausgang wird aktiv |
| 6: | dSt abgelaufen, Q hat SP nicht erreicht | Ausgang wird zurückgesetzt |
| 7: | Q erreicht SP | Ausgang wird aktiv |
Beispiel: Durchflussüberwachung mit Fensterfunktion

| Bedingung | Reaktion | |
| 1: | Durchflussmenge Q erreicht LFC | dSt startet, Ausgang wird aktiv |
| 2: | dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich erreicht | Ausgang bleibt aktiv |
| 3: | Q steigt über FH (verlässt Gutbereich) | Ausgang wird zurückgesetzt |
| 4: | Q fällt wieder unter FH | Ausgang wird aktiv |
| 5: | Q fällt unter FL (verlässt Gutbereich) | Ausgang wird zurückgesetzt |
| 6: | Q erreicht erneut LFC | dSt startet, Ausgang wird aktiv |
| 7: | dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich nicht erreicht | Ausgang wird zurückgesetzt |
| 8: | Q erreicht Gutbereich | Ausgang wird aktiv |
11.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Anlaufüberbrückungszeit
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dSt wählen und Anlaufüberbrückungszeit in Sekunden einstellen.
11.4.5 Ausgangspolarität
Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.
Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.
- PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
- nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.
Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ P-n wählen und PnP oder nPn einstellen.
11.4.6 Schleichmengenunterdrückung
Über den Parameter LFC (Low flow cut-off) lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.
Der LFC-Wert hat Auswirkungen auf:
• Die Prozesswertanzeige für Durchfluss im Display
• Das Schaltsignal für Durchfluss
• Das Analogsignal für Durchfluss
• Das Frequenzsignal für Durchfluss
• Die Verbrauchsmengenüberwachung (Schalt- oder Impulssignal für Durchfluss)
• Die Summierung der Verbrauchsmenge durch die Totalisatoren.
• Die Speicherwerte für minimalen und maximalen Durchfluss
Parametrierung über Gerätetasten: Schleichmengenunterdrückung
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ LFC wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.
11.4.7 Durchflussrichtung
Die positive Durchflussrichtung kann vom Benutzer definiert werden. Diese Einstellung wirkt auf folgende Funktionen:
→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28
→ Schaltsignal Durchflussrichtung → 27
Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert (Werkseinstellung). Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden:
| Fdir | Durchflussrichtung |
| + | Durchflussrichtung bei Werkseinstellung |
| - | Durchflussrichtung entgegen der Werkseinstellung |
Parametrierung über Gerätetasten: Durchflussrichtung
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ Fdir wählen und Durchflussrichtung einstellen.
11.4.8 Totalisator-Reset
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:
| Art des Resets | Parameter | |
| 1. | Manueller Reset | • rTox = rES. T |
| 2. | Zeitgesteuerter Reset | • rTox = - ... h = Stunden - ... d = Tage - ... w = Wochen |
| 3. | Reset durch externes Signal | ou2 = In. DDIn2:+EDG = Reset bei steigender Flanke-EDG = Reset bei fallender FlankeHIGH = Reset bei High-SignalLOW = Reset bei Low-Signal |
| 4. | Reset durch Überlauf (Erreichen des maximalen Darstellungsbereichs) | rTox = OFF |
Der Totalisator Vol. L kann nicht zurückgesetzt werden.
Wird der Totalisator Vol.1 auf eine der genannten Arten zurückgesetzt, dann wird im Falle der Verbrauchsmengenüberwachung auch der Ausgang zurückgesetzt.
→ Schaltsignal Totalisator → 29.
11.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Totalisator-Reset
1. Manueller Reset:
▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTo wählen und rES. T einstellen.
▷ Der Totalisator wird zurückgesetzt.
2. Zeitgesteuerter Reset:
▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTox wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
3. Reset durch externes Signal:
▶ Menü EF > OUT2 aufrufen.
▶ ou2 wählen und Digitaleingang einstellen: In. D.
▶ DIn2 wählen und Reset-Signal einstellen:
• HIGH: Reset bei High-Signal
- LOW: Reset bei Low-Signal
• +EDG: Reset bei steigender Flanke
- -EDG: Reset bei fallender Flanke
Der Totalisator Vol.1 wird bei Erhalt des Reset-Signals über Pin 2 zurückgesetzt.

Ein externer Reset ist nur für Totalisator Vol.1 möglich.

Die Parametereinstellung für DIn2 kann nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
4. Reset durch Überlauf:
▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTox wählen und OFF einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.
11.4.9 Zählweise der Totalisatoren
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung. Über den Parameter FProx können folgende Zählweisen festgelegt werden:
| FProx | Zählweise |
| 0+ | Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt |
| -+ | Negative Durchflusswerte werden von der Verbrauchsmenge subtrahiert. |
| ++ | Alle Durchflusswerte werden unabhängig von der Durchflussrichtung aufsummiert. |
Tab. 1: Zählweise der Totalisatoren
Die Zählweise von Vol. L kann nicht eingestellt werden. Der Life Time Totalisator summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung.
Die Zählweise wirkt auf die Ausgangssignale bei der Verbrauchsmengenüberwachung.
→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28.

Abb. 13: Berücksichtigung der Durchflussrichtung bei Summierung der Verbrauchsmenge
+Q: Durchflussmenge in positiver Richtung
-Q: Durchflussmenge in negativer Richtung
V: Durchflussmenge absolut (= Summe aus negativem und positivem Durchfluss)
1: Durchfluss wechselt in negative Richtung
2: Durchfluss wechselt in positive Richtung
3: Berücksichtigter Durchfluss bei der Summierung
Beim Wechsel der Durchflussrichtung wird die Mindestdurchflussmenge LFC berücksichtigt.
→ Abbildung Schaltsignal Durchflussrichtung → 28.
Parametrierung über Gerätetasten: Zählweise der Totalisatoren
▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ FPro1 wählen und Zählweise für Totalisator Vol.1 einstellen.
▶ FPro2 wählen und Zählweise für Totalisator Vol.2 einstellen.
11.4.10 Verriegeln / Entriegeln
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.

Wird das Gerät über die IO-Link Schnittstelle gesperrt, so kann diese Verriegelung auch nur über IO-Link wieder aufgehoben werden.
11.4.10.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln
Verriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

Die Verriegelung kann nur über die Gerätetasten aufgehoben werden. Eine Änderung der Parametereinstellung ist weiterhin über die IO-Link Schnittstelle möglich.
Entriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Die Verriegelung der Gerätetasten ist aufgebhoben.
11.4.11 Gerät zurücksetzen
Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.
11.4.11.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen
▶ Menü EF aufrufen.
▶ rES wählen.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
11.5 Displayeinstellungen
Die Darstellung im Display kann über verschieden Parameter angepasst werden. Die nachfolgend beschriebenen Parameter werden jeweils folgendermaßen eingestellt:
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
Farbeinstellung:
▶ Menü EF > COLR aufrufen.
11.5.1 Display Sprache
Über den Parameter LanG kann die Sprache im Display eingestellt werden.
Auswählbare Sprachen:
• DE: Deutsch
• EN: Englisch
• FR: Französisch
11.5.2 Display Layout
Über den Parameter diS. L kann ausgewählt werden, welche Prozesswerte standardmäßig im Display angezeigt werden.
Auswählbare Werte:
• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2. Temp: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
• L2. Totl: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Totalisator Vol.1
• L3: aktueller Prozesswert für Durchfluss, Temperatur und Totalisator Vol.1
L1

L2. Temp

L2. Totl

L3

Abb. 14: Display Layout
11.5.3 Display Aktualisierungsrate
Über den Parameter diS. U kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.
Auswählbare Werte:
• d1: schnell
• d2: mittel
• d3: langsam
11.5.4 Display Drehung
Über den Parameter diS. R kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.
Auswählbare Werte:
• 0° (nicht gedreht)
• 90°
• 180°
• 270°
11.5.5 Display Helligkeit
Über den Parameter diS. B kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• 25%
- 50%
• 75%
• 100 %
• OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet.
– Die Einstellung wird mit einer Verzögerung von 30 Sekunden wirksam.
- Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

Bei Warn- oder Fehlermeldungen und bei der optischen Lokalisierung geht das Display auch bei der Einstellung OFF wieder an.

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:
Geräteinnentemperatur > 70 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.
Geräteinnentemperatur ≥ 100 °C: Display wird ausgeschaltet.
11.5.6 Display Farbeinstellung
Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter coL.x ausgewählt werden:
• coL. F: Schriftfarbe für Durchfluss
• coL. T: Schriftfarbe für Temperatur
• coL. V: Schriftfarbe für Totalisator Vol.1
11.5.6.1 Dauerhafte Farbauswahl
Die Schriftfarbe ist dauerhaft auf eine Farbe festgelegt:
• coL.x = bk/wh: Schriftfarbe weiß
• coL.x = red: Schriftfarbe rot
• coL.x = green: Schriftfarbe grün
• coL.x = yellow: Schriftfarbe gelb
L1

L2. Temp

L2. Totl

L3

Abb. 15: Dauerhafte Farbeinstellung. Beispiel: coL. F = bk/wh; coL. T = green; coL. V = yellow, Darstellung aller Display-Layouts → 43
11.5.6.2 Farbwechsel in Abhängigkeit von frei definierbaren Grenzen
Liegt der Messwert innerhalb der Grenzen cFL.x...cFH.x, gilt je nach Parameterauswahl:
• coL.x = r-cF: Schriftfarbe rot
• coL.x = G-cF: Schriftfarbe grün

Abb. 16: Farbwechsel. Beispiel: coL. F = r-cF; coL. T = G-cF; aktuelle Messwerte zwischen den Grenzwerten.

Ein Farbwechsel ist für die Totalisatoranzeige nicht verfügbar.
Die Grenzwerte des Fensterbereichs werden frei innerhalb des Messbereichs gewählt und sind unabhängig von der Ausgangsfunktion:
- Durchfluss: cFL. F = unterer Grenzwert; cFH. F = oberer Grenzwert
- Temperatur: cFL. T = unterer Grenzwert; cFH. T = oberer Grenzwert

Die Parameter cFL.x und cFH.x erscheinen erst dann im Menü, wenn für coL.x die Einstellung r-cF oder G-cF gewählt wurde.
11.6 Diagnose und Service-Funktionen
11.6.1 Geräteinformationen
Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:
- Produktname
- Produkt-ID
- Seriennummer
- Hardware-Revision
- Software-Revision
Darüber hinaus können dem Gerät über die IO-Link Schnittstelle mit geeigneter Parametriersoftware weitere Kennzeichen zugewiesen werden, die frei definierbar sind und eine maximale Länge von 32 Zeichen haben dürfen. Hierzu gehören:
• Anwendungsspezifisches Kennzeichen
- Anlagenkennzeichen
- Ortskennzeichen
11.6.1.1 Ablesung über die Gerätetasten: Geräteinformationen
▶ Menü EF > Info aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen.
11.6.2 Simulation
Mit dieser Funktion werden Prozesswerte oder Fehlerzustände simuliert und das entsprechende Sensorverhalten überprüft.
Die Dauer der Simulation ist einstellbar: 1...60 Minuten.
Folgende Werte können simuliert werden:
• Prozesswerte für Durchfluss und Temperatur
• Prozesswerte außerhalb des Messbereichs (cr. UL, UL, OL, cr. OL)
• Die Verbrauchsmenge von Totalisator Vol.1 unter Berücksichtigung der eingestellten Zählweise
Während der Simulation gilt:
- In der Titelzeile des Displays wird angezeigt, dass die Simulation aktiv ist.
- Im Display werden die simulierten Werte angezeigt:
- Simulierte Prozesswerte bzw. Ereignisse (z. B. UL) für Durchfluss und Temperatur.
– Simulierter Totalisator Vol.1. Der Totalisator startet bei 0. - Die Schaltzustand-LEDs leuchten entsprechend der simulierten Werte und der eingestellten Ausgangskonfiguration.
- Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
- Die originalen Totalisatorwerte bleiben unverändert gespeichert. Ein realer Durchfluss während der Simulation wird nicht gezählt.
- Das Display zeigt keine Warn- und Fehlermeldungen der aktuellen realen Applikation.

Wird die Simulation über IO-Link gestartet, kann diese nur über IO-Link wieder beendet werden. Beim Versuch, die Simulation über die Gerätetasten zu beenden, wird ☑ angezeigt.
11.6.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Simulation
▶ Menü EF > SIM aufrufen.
▶ S. FLW oder S. TMP wählen und den zu simulierenden Prozesswert einstellen:
- ▲ oder ▼ drücken, bis der gewünschte Prozesswert erreicht ist.
- Die Warn-/ Fehleranzeigen OL, crOL, UL und crUL erscheinen beim Überschreiten bzw. beim Unterschreiten des Messbereichs.
▶ S. Tim wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ S. On wählen und Funktion einstellen:
- On: Die Simulation startet. Die Werte werden für die unter S. Tim eingestellte Dauer simuliert. Abbruch über beliebigen Tastendruck.
• OFF: Simulation nicht aktiv.
11.6.3 Optische Lokalisierung
Der Sensor kann aus der Ferne über die IO-Link Schnittstelle in der Anlage lokalisiert werden.

Diese Funktion ist nur über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.
Beim Ausführen des Kommandos über die IO-Link Schnittstelle blinken die Schaltzustands-LEDs und im Display blinkt die Anzeige 🔗 "IO-Link".
▶ Die Funktion über IO-Link oder einen beliebigen Tastendruck am Gerät deaktivieren.
11.6.4 Totalisatorwerte ablesen
Für die Totalisatoren können jederzeit folgende Werte abgelesen werden:
Totalisatorwerte Vol.1 und Vol.2
- Aktuelle Durchflussmenge (= Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset)
• Wert vor dem letzten Totalisator-Reset - Zeit seit dem letzten Totalisator-Reset
Lebenszeit-Totalisator (über die gesamte Betriebsdauer)
- Durchflussmenge in Vorzugsrichtung (= positive Durchflussrichtung)
- Durchflussmenge in Nicht-Vorzugsrichtung (= negative Durchflussrichtung)
- Durchflussmenge insgesamt (unabhängig von der Durchflussrichtung)
Ablesung über Gerätetasten: Totalisatorwerte
▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ Vol.x wählen und Verbrauchswerte ablesen.
11.6.5 Speicher
Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte. Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Auswählbare Werte:
• Lo. F: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• Hi. F: Maximalwertspeicher für Durchfluss
• Lo. T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi. T: Maximalwertspeicher für Temperatur

Die gespeicherten Werte können nur über die IO-Link Schnittstelle zurückgesetzt werden.

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.
11.6.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo.x oder Hi.x wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.
Speicher löschen:
▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo.x oder Hi.x wählen.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.
12 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.
Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.
Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.
Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.
Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung ➞ IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.
12.1 Warnmeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| • Short circuit OUT1• Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt | Kurzschluss Ausgang 1.► OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| • Short circuit OUT2• Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt | Kurzschluss Ausgang 2.► OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| • Short circuit OUT1 / OUT2• Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken | Kurzschluss in beiden Ausgängen.► OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| • Over limit (OL) | Anzeigebereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| • Under limit (UL) | Anzeigebereich unterschritten.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| • ☑(beim Versuch eine Parametereinstellung zu ändern) | Die Parametrierung über die Tasten ist gesperrt.► Gerät über die Tasten entriegeln.- oder -► Parametrierung über IO-Link abschließen.- oder -► ▶ Gerät über IO-Link entriegeln. |
| • Display abgedunkelt | Geräteinnentemperatur zu warm (→ Bedien- und Anzeigeelemente).► ▶ Gerät abkühlen. |
| • IO-Link (blinkend)• Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken schnell | Die IO-Link Funktion zur optischen Identifikation des Geräts ist aktiv.► IO-Link Funktion deaktivieren. |

Im Warnfall verhalten sich die Ausgänge entsprechend der Einstellung FOU = OU. Ausnahme: Kurzschluss.
12.2 Fehlermeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| • ERROR | Gerät defekt / Funktionsfehler.► ▶ Gerät austauschen. |
| Display aus. | Gerätetemperatur zu warm (→ Bedien- und Anzeigeelemente).► Gerät abkühlen.- oder -Das Display ist ausgestellt.► ▶ Unter diS. B die Einstellung OFF abwählen.- oder -Versorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. |
| Parameter Error (PARA) | Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung überprüfen. |
| Flow Error (ERROR) | Fehler Durchflussmessung.► ▶ Durchflussmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen. |
| Temp Error (ERROR) | Fehler Temperaturmessung.► ▶ Temperaturmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen. |
| Critical over limit (cr. OL) | Erfassungsbereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| Critical under limit (cr. UL) | Erfassungsbereich für Temperatur unterschritten.► ▶ Temperaturbereich überprüfen. |

Im Fehlerfall verhalten sich die Ausgänge wie unter FOU eingestellt.
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Wartung:
▶ Regelmäßige Kalibrierintervalle nach Prozessanforderungen festlegen. Empfehlung: alle 12 Monate.
▶ Das Display bei starker Verschmutzung reinigen.
Bei Verwendung von Medien, die eine Tendenz zu Ablagerungen aufweisen:
▶ Das Messrohr in regelmäßigen Zeitabständen prüfen und gegebenenfalls reinigen.
Instandsetzung:
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
Entsorgung:
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
14 Werkseinstellung
| Parameter | SM4020 SM4120 | SM6020 SM6120 SM6420 | SM6621 | SM7020 SM7120 SM7420 | SM7621 | SM8020 SM8120 SM8420 | SM8621 | SM8030 SM8130 |
| SEL1 | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW |
| ou1 | Hno | Hno | Hno | Hno | Hno | Hno | Hno | Hno |
| SP1 / FH1 | 600 ml/min | 5,00 l/min | 1,32 gal/min | 10,0 l/min | 2,64 gal/min | 20 l/min | 5,28 gal/min | 33,3 l/min |
| rP1 / FL1 | 548 ml/min | 4,64 l/min | 1,22 gal/min | 9,2 l/min | 2,44 gal/min | 18,4 l/min | 4,87 gal/min | 30,7 l/min |
| FSP1 | -20°C | -20°C | -4 °F | -20°C | -4 °F | -20°C | -4 °F | -20°C |
| FEP1 | 3000 ml/min 80°C | 25 l/min 80°C | 6,6 gal/min 176°F | 50 l/min 80°C | 13,21 gal/min 176°F | 100 l/min 80°C | 26,42 gal/min 176°F | 166,7 l/min 80°C |
| FrP1 | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz |
| ImPS | 0,001 | 0,001 | 0,0002 | 0,01 | 0,002 | 0,01 | 0,002 | 0,01 |
| ImPR | Yes | Yes | Yes | Yes | Yes | Yes | Yes | Yes |
| FOU1 | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF |
| SEL2 | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW |
| ou2 | I | I | I | I | I | I | I | I |
| ASP2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| AEP2 | 3000 ml/min | 25 l/min | 6,6 gal/min | 50 l/min | 13,21 gal/min | 100 l/min | 26,42 gal/min | 250 l/min |
| SP2 / FH2 | 1200 ml/min | 10 l/min | 2,64 gal/min | 20 l/min | 5,28 gal/min | 40 l/min | 10,57 gal/min | 66,7 l/min |
| rP2 / FL2 | 1148 ml/min | 9,63 l/min | 2,54 gal/min | 19,2 l/min | 5,07 gal/min | 38,4 l/min | 10,15 gal/min | 64 l/min |
| DIn2 | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG |
| FOU2 | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF |
| uni. F | ml/min | l/min | gal/min | l/min | gal/min | l/min | gal/min | l/min |
| uni. T | °C | °C | °F | °C | °F | °C | °F | °C |
| dAP | 0,6 | 0,6 | 0,6 | 0,6 | 0,6 | 0,6 | 0,6 | 0,6 |
| dST | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| P-n | PnP | PnP | PnP | PnP | PnP | PnP | PnP | PnP |
| LFC | 5,0 ml | 0,05 /min | 0,01 gal/min | 0,01 l/min | 0,03 gal/min | 0,2 l/min | 0,05 gal/min | 0,2 l/min |
| Fdir | + | + | + | + | + | + | + | + |
| rTo1 | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF |
| rTo2 | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF | OFF |
| FPro1 | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ |
| FPro2 | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ |
| LanG | EN | EN | EN | EN | EN | EN | EN | EN |
| diS. L | L3 | L3 | L3 | L3 | L3 | L3 | L3 | L3 |
| diS. U | d3 | d3 | d3 | d3 | d3 | d3 | d3 | d3 |
| diS. B | 75% | 75% | 75% | 75% | 75% | 75% | 75% | 75% |
| col. F | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |
| col. T | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |
| col. V | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |