IFM SM6020 - Detektor

SM6020 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG SM6020 IFM

Betriebsanleitung

Magnetisch-induktiver Durchflusssensor

SMxx2x

SMxx3x

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung.... 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4

2 Sicherheitshinweise 5

2.1 Cybersecurity.... 5

3 Transport, Handhabung und Lagerung 6

4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7

4.1 Einsatzbereich.... 7

5 Funktion 8

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 9
5.3 IO-Link 9

6 Montage.... 10

6.1 Prozessanschluss.... 10
6.2 Einbaulage 11

6.2.1 Empfohlene Einbaulage.... 11
6.2.2 Nicht empfohlene Einbaulage 12

7 Elektrischer Anschluss.... 13
8 Bedien- und Anzeigeelemente 15
9 Menü.... 16

9.1 Hauptmenü und Untermenüs 16

10 Inbetriebnahme 24
11 Parametrierung 25

11.1 Parametrierung über die Gerätetasten.... 25
11.2 ▶ Parametrierung über IO-Link 25
11.3 Ausgangskonfiguration.... 26

11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung 26
11.3.2 Schaltsignal Durchflussrichtung 27
11.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 28

11.3.3.1 Schaltsignal Totalisator 29
11.3.3.2 Impulssignal Totalisator 30

11.3.4 Analogsignal 31
11.3.5 Frequenzsignal.... 33
11.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 35
11.3.7 Ausgang aus 35

11.4 Anwendungskonfiguration 35

11.4.1 Standard-Maßeinheit 35
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2 36
11.4.3 Dämpfung 36
11.4.4 Anlaufüberbrückungszeit 37
11.4.5 Ausgangspolarität 38
11.4.6 Schleichmengenunterdrückung 38
11.4.7 Durchflussrichtung 39
11.4.8 Totalisator-Reset 39
11.4.9 Zählweise der Totalisatoren 41
11.4.10 Verriegeln / Entriegeln 42
11.4.11 Gerät zurücksetzen 42

11.5 Displayeinstellungen.... 43

11.5.1 Display Sprache 43
11.5.2 Display Layout 43
11.5.3 Display Aktualisierungsrate 43

11.5.4 Display Drehung 44
11.5.5 Display Helligkeit 44
11.5.6 Display Farbeinstellung 44

11.6 Diagnose und Service-Funktionen 45

11.6.1 Geräteinformationen 45
11.6.2 Simulation 46
11.6.3 Optische Lokalisierung.... 47
11.6.4 Totalisatorwerte ablesen 47
11.6.5 Speicher 47

12 Fehlerbehebung 49

12.1 Warnmeldungen 49
12.2 Fehlermeldungen 49

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 51

14 Werkseinstellung 52

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

Querverweis ohne Verlinkung

Querverweis mit Verlinkung

IFM SM6020 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SM6020 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SM6020 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SM6020 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SM6020 - Warnhinweise - 3

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
    • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen.
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

2.1 Cybersecurity

Installation

Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.

Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.

▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.

Betrieb

▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.

Wartung

▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.

Außerbetriebnahme

▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

3 Transport, Handhabung und Lagerung

▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht flüssige Medien.

Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Durchflussgeschwindigkeit, Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.

4.1 Einsatzbereich

Flüssige Medien mit folgenden Eigenschaften:

• Leitfähigkeit: ≥ 20 μS/cm
- Viskosität: < 70 mm2/s bei 40 ° C; < 70cST bei 104 ° F

IFM SM6020 - Einsatzbereich - 1

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.

▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

IFM SM6020 - Einsatzbereich - 2

Druckgeräterichtlinie (DGRL):

Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.

5 Funktion

  • Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem magnetisch induktiven Durchfluss-Messprinzip.
  • Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
  • Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
  • Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
  • Ein Simulationsmodus ermöglicht eine vereinfachte Inbetriebnahme des Sensors.
    • Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
    • Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
    • Das Gerät hat folgende Ausgangsfunktionen:

– Schaltsignal Grenzwertüberwachung ➞ 26:

Durchfluss, Temperatur

– Schaltsignal Durchflussrichtung ➞ 27

- Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28:

Schaltsignal oder Impulssignal

- Analogsignal → 31:

Durchfluss, Temperatur

- Frequenzsignal → 33:

Durchfluss, Temperatur

• Darüber hinaus bietet das Gerät folgende weiteren Funktionen:

  • Totalisatorwerte ablesen ➞ 47
  • Speicher → 47
  • Simulation → 46
  • Optische Lokalisierung ➞ 47
  • Verriegeln / Entriegeln ➞ 42
  • Gerät zurücksetzen ➞ 42
  • Displayeinstellungen ➞ 43
  • Anwendungskonfiguration ➞ 35: z. B. Standard-Maßeinheit, Messwertdämpfung, Anlaufüberbrückungszeit, Ausgangspolarität, Schleichmengenunterdrückung, Durchflussrichtung, Totalisator-Reset, Zählweise der Totalisatoren, Fehlerverhalten der Ausgänge.

IFM SM6020 - Funktion - 1

Bei Einsatz mit Werkseinstellung überwacht das Gerät den Durchfluss durch ein Schaltsignal an OUT1 und ein Analogsignal an OUT2 ➞ 52.

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Durchflussrichtung
• Schaltsignal Totalisator
• Impulssignal Totalisator
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
- IO-Link
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Durchflussrichtung
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
• Eingang für externen Totalisator-Reset
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM SM6020 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

IFM SM6020 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung

6 Montage

IFM SM6020 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

IFM SM6020 - Montage - 2

ACHTUNG

Fehlende Funktionserdung bei Einbau in ein nicht geerdetes Rohrsystem (z. B. Kunststoffrohre).

▷ Mangelhafte Betriebsfunktion.
▶ Gerät erden. Erdungsschellen für den M12-Stecker sind als Zubehör lieferbar, siehe documentation.ifm.com.

▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Ablagerungen, Gas- und Luftansammlungen im Leitungssystem vermeiden.

IFM SM6020 - Montage - 3

Nach der Montage können Luftblasen im System die Messung beinträchtigen.

▶ Das System nach Montage zur Entlüftung durchspülen.

IFM SM6020 - Montage - 4

Beruhigungsstrecken an der Ein- oder Auslaufseite des Sensors sind nicht erforderlich.

6.1 Prozessanschluss

Die Geräte mit G-Gewinde können mit Hilfe von Adaptern in die Rohrleitung eingebaut werden. Adapter sind gesondert als Zubehör zu bestellen.

• Informationen zu verfügbarem Montagezubehör unter www.ifm.com.
- Korrekter Sitz des Geräts und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.

IFM SM6020 - Prozessanschluss - 1

▶ Anleitung des Montagezubehörs beachten.

IFM SM6020 - Prozessanschluss - 2

▶ Anzugsdrehmomente für Sensor und Befestigungselemente beachten.

IFM SM6020 - Prozessanschluss - 3

Abb. 1: Prozessanschluss bei Geräten mit G-Gewinde; F=Durchflussrichtung

1: Rohrleitung
2: Adapter
3: Dichtung
4: G-Gewinde

▶ Die Gewinde von Prozessanschluss, Adapter und Sensor schmieren. Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden.
▶ Die Adapter in die Rohrleitung einschrauben.
▶ Die Dichtungen einlegen und das Gerät entsprechend der gekennzeichneten Durchflussrichtung einsetzen.
▶ Die Adapter handfest mit dem Sensorgewinde verschrauben.
▶ Beide Adapter gegenläufig mit definiertem Anzugsdrehmoment festziehen:

• 15 Nm für Geräte mit DN6
• 30 Nm für Geräte mit DN15... DN25

6.2 Einbaulage

6.2.1 Empfohlene Einbaulage

▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.

IFM SM6020 - Empfohlene Einbaulage - 1

IFM SM6020 - Empfohlene Einbaulage - 2

Abb. 2: Empfohlene Einbaulagen. F = Durchflussrichtung
IFM SM6020 - Empfohlene Einbaulage - 3

Das Gerät kann lageunabhängig eingebaut werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:

  • Es können sich keine Luftblasen im Rohrsystem bilden.
  • Die Rohrleitungen sind stets komplett gefüllt.

IFM SM6020 - Empfohlene Einbaulage - 4

Bei waagerechtem Einbau: Aufgrund konstruktiver Erfordernisse verbleibt nach Abstellen der Pumpe immer eine kleine Menge des Mediums im Messkanal.

6.2.2 Nicht empfohlene Einbaulage

• Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung.
• Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.

7 Elektrischer Anschluss

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 3

Abb. 3: Anschlussbild

PinBelegung
1L+
3L-
4 (OUT1)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Schaltsignal Durchflussrichtung
Schaltsignal Totalisator
Impulssignal Totalisator
Frequenzsignal Durchfluss
Frequenzsignal TemperaturIO-LinkOFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
2 (OUT2/InD)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Schaltsignal Durchflussrichtung
Analogsignal Durchfluss
Analogsignal Temperatur
Eingang für externen Totalisator-ResetOFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

Beispielschaltungen:

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 4

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 5

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 6

IFM SM6020 - Elektrischer Anschluss - 7

1: 2 x p-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog

2: 2 x n-schaltend
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog

8 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM SM6020 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

Abb. 4: Bedien- und Anzeigeelemente

1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: TFT-Display
4: Tasten zum Wechseln der Anzeigen und zur Parametrierung

IFM SM6020 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:

Geräteinnentemperatur > 70 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.

Geräteinnentemperatur ≥ 100 °C: Display wird ausgeschaltet.

Wechsel zwischen den Anzeigen:

Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:

▶ Taste ▲ oder ▼ drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen der Standard-Anzeige mit eingestellter Standard-Maßeinheit und weiteren Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

IFM SM6020 - Bedien- und Anzeigeelemente - 3

1: Standard-Anzeige, wie unter diS. L, coL.x und uni.x eingestellt
2: Gesamtübersicht aller Prozesswerte
3: Übersicht Totalisatorwerte

IFM SM6020 - Bedien- und Anzeigeelemente - 4

Die Verbrauchsmenge wird automatisch mit der Maßeinheit angezeigt, die die größtmögliche Genauigkeit bietet.

9 Menü

Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

IFM SM6020 - Menü - 1

Abb. 5: Menü-Übersicht

9.1 Hauptmenü und Untermenüs

IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 1

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.

IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 2

Die Schreibweise der Parameter in der Parametriersoftware kann von der Schreibweise im Gerätedisplay abweichen.

Hauptmenü:

IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 3

ParameterErläuterung
SPxSchaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
rPxRückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
FHxOberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FLxUnterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
ASP2Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
AEP2Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
ImPS1Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPR1Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO)
FSP1Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung).
FEP1Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird.
FrP1Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird.
DIn2Reset-Signal für externen Totalisator-Reset
EFÜbergang zum Untermenü EF (Erweiterte Funktionen)

Menü Ausgangskonfiguration OUT1:

IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 4

ParameterErläuterung
OUT1Übergang zum Untermenü OUT1 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 1)
SEL1Prozesswert für Ausgang OUT1
ou1Ausgangsfunktion für Ausgang OUT1:Hno/Fno/Hnc/Fnc = Schaltsignal Hysterese/Fenster, Schließer/ÖffnerImP = Totalisatorfunktion (Impulssignal oder Schaltsignal Vorwahlzähler)FRQ = Frequenzsignaldir. F = Schaltsignal DurchflussrichtungOFF = Ausgang aus
SP1Schaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion
rP1Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion
FH1Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion
FL1Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion
ImPS1Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPR1Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO)
FSP1Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung).
FEP1Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird.
FrP1Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird.
FOU1Verhalten von Ausgang OUT1 im Fehlerfall

Menü Ausgangskonfiguration OUT2:
IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 5

Abb. 6: Menü OUT2 [SM klein]

ParameterErläuterung
OUT2Übergang zum Untermenü OUT2 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 2)
SEL2Prozesswert für Ausgang OUT2
ou2Ausgangsfunktion für Ausgang OUT2:Analogsignal 4...20 mAHno/Fno/Hnc/Fnc = Schaltsignal Hysterese/Fenster, Schließer/ÖffnerIn. D = Totalisator-Reset durch externes Signaldir. F = Schaltsignal DurchflussrichtungOFF = Ausgang aus
ASP2Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
AEP2Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
SP2Schaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion
rP2Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion
FH2Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion
FL2Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion
DIn2Reset-Signal für externen Totalisator-Reset
FOU2Verhalten von Ausgang OUT2 im Fehlerfall

Menü Grundeinstellungen CFG und Totalisator TOTL:
IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 6

* SM4; **SM6/SM7/SM8

ParameterErläuterung
CFGÜbergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen)
TOTLÜbergang zum Untermenü TOTL (Totalisator)
uni. FStandard-Maßeinheit für Durchfluss
uni. TStandard-Maßeinheit für Temperatur
dAPDämpfungskonstante in Sekunden (63 % Anstiegszeit τ).
dStAnlaufüberbrückungszeit für Durchfluss-Überwachung (Startup delay)
P-nAusgangspolarität der Schaltausgänge
LFCSchleichmengenunterdrückung
FdirDurchflussrichtung
rTox▶ Einstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert)
FProxZählweise des Totalisators: Berücksichtigung der Durchflussrichtung
Vol.xAktueller Zählerstand für Totalisator Vol.x
Vol. LAktueller Zählerstand für Totalisator Vol. L über die gesamte Laufzeit

Menü Speicher MEM und Display DIS:
IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 7

ParameterErläuterung
MEMÜbergang zum Untermenü MEM (Speicher)
DISÜbergang zum Untermenü DIS (Display).
Lo. FMinimaler gemessener Durchflusswert
Hi. FMaximaler gemessener Durchflusswert
Lo. TMinimaler gemessener Temperaturwert
Hi. TMaximaler gemessener Temperaturwert
LanGSprachauswahl für die Displayanzeige
diS. LDisplay-Layout
diS. UAktualisierungsrate der Displayanzeige
diS. RAusrichtung der Displayanzeige
diS. BHelligkeit der Displayanzeige

Menü Farbeinstellungen COLR und Simulation SIM:
IFM SM6020 - Hauptmenü und Untermenüs - 8

ParameterErläuterung
COLRÜbergang zum Untermenü COLR (Farbeinstellungen)
SIMÜbergang zum Untermenü SIM (Simulation)
coL. FSchriftfarbe für Durchfluss
coL. TSchriftfarbe für Temperatur
coL. VSchriftfarbe für die Totalisatoranzeige
cFH. FOberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss)
cFL. FUnterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss)
cFH. TOberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur)
cFL. TUnterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur)
S. FLWSimulierter Durchflusswert im Simulationsmodus
S. TMPSimulierter Temperaturwert im Simulationsmodus
S. TimDauer der Simulation in Minuten
S. OnSimulationsmodus starten

10 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

Während der Bereitschaftsverzögerungszeit befinden sich die Ausgänge entsprechend der Parametrierung in folgendem Zustand:

• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• EIN bei Richtungserkennung (dir. F)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• AUS bei Verbrauchsmengenüberwachung (ImP)
• 20 mA bei Stromausgang (I)

IFM SM6020 - Inbetriebnahme - 1

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus, sofern der Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link eingestellt ist.

11 Parametrierung

Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SM6020 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM SM6020 - Parametrierung - 2

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.

11.1 Parametrierung über die Gerätetasten

IFM SM6020 - Parametrierung über die Gerätetasten - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).

Parametriervorgang allgemein:

AbsichtAktion
Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü
Wechsel ins UntermenüMit ▼ zum Untermenü steuern, z. B. EF, dann ●
Anwahl des gewünschten Parameters▲ oder ▼
Wechsel in Einstellmodus
Verändern des Parameterwertes▲ oder ▼ > 1 s
Übernahme des eingestellten Parameters
Parametereinstellung ohne Speichern verlassen▲ + ▼
Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen)▲ + ▼
Rückkehr zur Prozesswertanzeige> 30 Sekunden (Timeout)

IFM SM6020 - Parametrierung über die Gerätetasten - 2

Wird ☑ angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, sind die Gerätetasten gesperrt ➞ Verriegeln / Entriegeln.

Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:

- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure

• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM SM6020 - Parametrierung über IO-Link - 1

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:

→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

11.3 Ausgangskonfiguration

Dieses Kapitel beschreibt die Wahlmöglichkeiten für die Ausgangssignale an OUT1 und OUT2.

11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung

Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

Hysteresefunktion:

IFM SM6020 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 1

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

Abb. 7: Hysteresefunktion
IFM SM6020 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

Fensterfunktion:

IFM SM6020 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 3

1: Prozesswert

t: Zeit

FH: Oberer Grenzwert

FL: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

FE: Fensterbereich

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Abb. 8: Fensterfunktion
IFM SM6020 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert FH und der untere Grenzwert FL festgelegt. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Durchflussschwankungen stabil.

11.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUTx > SELx.
▶ Menü EF > OUTx zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.

Hysteresefunktion:

  • ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Hno oder Hnc.
    ▶ SPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
    ▶ rPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

Fensterfunktion:

  • ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Fno oder Fnc.
    ▶ FHx wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
    ▶ FLx wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

IFM SM6020 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 5

Die Parametereinstellungen für SP, rP, FH und FL können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

11.3.2 Schaltsignal Durchflussrichtung

Die Änderung der Durchflussrichtung kann durch Ausgabe eines Schaltsignals überwacht werden.

Der Ausgang ist eingeschaltet, bis zum ersten Mal die eingestellte Mindestdurchflussmenge in negativer Durchflussrichtung (- LFC) unterschritten wird (1).

Danach gilt:

  • Der Ausgang schaltet EIN, wenn + LFC überschritten wird (2).
  • Der Ausgang schaltet AUS, wenn - LFC unterschritten wird (3).

IFM SM6020 - Schaltsignal Durchflussrichtung - 1

LFC = Low flow cut-off: Schleichmengenunterdrückung ➞ 38. Die Einheit der Mindestdurchflussmenge entspricht der Auswahl unter uni. F.

IFM SM6020 - Schaltsignal Durchflussrichtung - 2

Abb. 9: Überwachung der Durchflussrichtung durch Schaltsignale

+Q: Durchfluss in positiver Durchflussrichtung

-Q: Durchfluss in negativer Durchflussrichtung

+LFC: Mindestdurchfluss in positiver Durchflussrichtung

-LFC: Mindestdurchfluss in negativer Durchflussrichtung

Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert. Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden.

→ Durchflussrichtung → 39.

11.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Durchflussrichtung

▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ SELx wählen und Prozesswert einstellen: FLOW.
▶ oux wählen und dir. F einstellen.
▶ Bei Bedarf die eingestellte Durchflussrichtung prüfen oder ändern ➞ 39.

11.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)

Das Gerät besitzt 3 interne Mengenzähler (Totalisatoren Vol.1, Vol.2 und Vol. L). Die Totalisatoren summieren fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellen diesen Prozesswert sowohl im Display als auch über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.

TotalisatorProzesswertLesezugriff über IO-Link
Vol.1Verbrauchsmenge 1(Dieser Wert wird für die Verbrauchsmengenüberwachung durch Schalt- oder Impulssignale verwendet)zyklisch
Vol.2Verbrauchsmenge 2azyklisch
Vol. LVerbrauchsmenge über die gesamte Laufzeit (Life Time Totalisator)azyklisch
  • Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können zurückgesetzt werden. Der Totalisator Vol. L kann nicht zurückgesetzt werden.
    → Totalisator-Reset → 39.
  • Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge folgende Parametereinstellungen:

  • Durchflussrichtung ➞ 39.

  • Zählweise der Totalisatoren ➞ 41.
  • Schleichmengenunterdrückung ➞ 38.

  • Der Life Time Totalisator Vol. L summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung und der Zählweise.

  • Beim Überschreiten des Erfassungsbereichs (cr. OL) verwenden die Totalisatoren den letzten gültigen Durchflusswert (Messbereichsendwert) und zählen mit diesem Wert weiter.
  • Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset können angezeigt werden.

→ Totalisatorwerte ablesen → 47.

IFM SM6020 - Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) - 1

Der Totalisator speichert regelmäßig die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgestuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit maximal einige Sekunden betragen.

  • Die Genauigkeit der Verbrauchsmengenmessung ist abhängig von der Genauigkeit der Durchflussmessung.
  • Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können ein Schaltsignal oder Impulssignale ausgegeben werden:

→ Schaltsignal Totalisator → 29.

→ Impulssignal Totalisator → 30.

11.3.3.1 Schaltsignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.

Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt ➞ 41.

Der Ausgang bleibt bis zum Totalisator-Reset geschaltet. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.

Der Totalisator-Reset erfolgt automatisch oder manuell.

Über den Parameter rTo können die Bedingungen für den Totalisator-Reset und das Schaltsignal eingestellt werden:

- rTo = OFF:

  • Der Totalisator wird nur bei manuellem Reset oder nach Überlauf zurückgesetzt.
  • Der Ausgang wird geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS erreicht hat.

- rTo = ...h / d / w (Stunden / Tage / Wochen):

  • ▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
  • Der Ausgang wird nur geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS bis zu der eingestellten Zeit erreicht.

IFM SM6020 - Schaltsignal Totalisator - 1

Die Totalisatoren können jederzeit über den Parameter rTox manuell zurückgesetzt werden. Totalisator Vol.1 kann zusätzlich über ein externes Signal an Pin 2 zurückgesetzt werden.

→ Totalisator-Reset → 39.

11.3.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni. F.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUT1 > SEL1 = FLOW.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ ou1 wählen und ImP einstellen.
▶ ImPS1 wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.

Der Einstellbereich ist abhängig von der unter uni. F gewählten Durchfluss-Einheit:

uni. FEinstellbereich ImPS
L/min oder m3/h oder m/s L...m3...103m3
gal/min oder gal/h 10-3gal...gal...103gal...106gal
fl oz/min oder ft/sfl oz... 103fl oz... 106fl oz

▶ ImPR1 wählen und Nein einstellen.

IFM SM6020 - Schaltsignal Totalisator - 2

Die Parametereinstellungen für ImPS und ImPR können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

▶ Einstellung für den Totalisator-Reset vornehmen ➞ 39.

11.3.3.2 Impulssignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.

IFM SM6020 - Impulssignal Totalisator - 1

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.

Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.

Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt ➞ 41.

Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs.

Die Schaltzustands-LEDs zeigen den Schaltvorgang nicht an.

11.3.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Impulssignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni. F.
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > OUT1 > SEL1 = FLOW.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ ou1 wählen und ImP einstellen.
▶ ImPS1 wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.

  • Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
  • Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.

Der Einstellbereich ist abhängig von der unter uni. F gewählten Durchfluss-Einheit:

uni. FEinstellbereich ImPS
L/min oder m3/h oder m/s L...m3...103m3
gal/min oder gal/h 10-3gal...gal...103gal...106gal
fl oz/min oder ft/sfl oz... 103fl oz... 106fl oz

▶ ImPR1 wählen und Ja einstellen.

IFM SM6020 - Impulssignal Totalisator - 2

Die Parametereinstellungen für ImPS und ImPR können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

11.3.4 Analogsignal

Das Gerät gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist. Innerhalb des Messbereichs liegt das Analogsignal bei 4...20 mA.

  • ASP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
    • AEP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SM6020 - Analogsignal - 1

Mindestabstand zwischen ASP2 und AEP2 = 20 % der Messspanne.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).

IFM SM6020 - Analogsignal - 2

Abb. 10: Ausgangskennlinie Analogausgang nach Norm IEC 60947-5-7

1:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:Messwert (FLOW oder TEMP)MEW:Messbereichsendwert
3:ErfassungsbereichASP:Analogstartpunkt
4:AnzeigebereichAEP:Analogendpunkt
5:MessbereichUL:Anzeigebereich unterschritten
6:Skalierter Messbereichcr. UL:Erfassungsbereich unterschritten
OL:Anzeigebereich überschritten
cr. OL:Erfassungsbereich überschritten

IFM SM6020 - Analogsignal - 3

Ein negativer Durchflusswert bedeutet Durchfluss entgegen der unter Fdir eingestellten Durchflussrichtung ☺ 39.

IFM SM6020 - Analogsignal - 4

Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter FOU einstellbar: Fehlerverhalten der Ausgänge ➞ 35.

Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
▶ Menü EF > OUT2 zur Konfiguration von Ausgang OUT2 aufrufen.
▶ SEL2 wählen und Prozesswert einstellen: FLOW oder TEMP.
▶ ou2 wählen und Funktion einstellen: I (Analogsignal 4...20 mA).
▶ ASP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ AEP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SM6020 - Analogsignal - 5

Die Parametereinstellungen ASP und AEP können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

11.3.5 Frequenzsignal

Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Das Frequenzsignal ist einstellbar:

- FrP1 legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.

Einstellbereich: 1 Hz ...10 kHz.

Der Messbereich ist skalierbar:

  • FSP1 legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
  • FEP1 legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrP1 eingestellte Frequenz beträgt.

IFM SM6020 - Frequenzsignal - 1

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen FSP1 und FEP1 = 20 % der Messspanne.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

Frequenzsignal Durchfluss:
IFM SM6020 - Frequenzsignal - 2

Abb. 11: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss

1: Frequenzsignal MAW: Messbereichsanfangswert
2: Messwert Durchfluss MEW: Messbereichsendwert
3: Anzeigebereich FEPx: Frequenzendpunkt
4: Messbereich FrPx: Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert

5: Skalierter Messbereich

OL: Anzeigebereich überschritten

Err : Fehler

cr. OL: Anzeigebereich kritisch überschritten

Frequenzsignal Temperatur:
IFM SM6020 - Frequenzsignal - 3

Abb. 12: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Temperatur

1:FrequenzsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:Messwert TemperaturMEW:Messbereichsendwert
3:AnzeigebereichFSPx:Frequenzstartpunkt
4:MessbereichFEPx:Frequenzendpunkt
5:Skalierter MessbereichFrPx:Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert
Err:Fehlercr. OL:Anzeigebereich kritisch überschritten
UL:Anzeigebereich unterschrittencr. UL:Anzeigebereich kritisch unterschritten

Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
▶ Menü EF > OUT1 zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ SEL1 wählen und Prozesswert einstellen: FLOW oder TEMP.
▶ ou1 wählen und FRQ einstellen.
▶ FSP1 wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.

IFM SM6020 - Frequenzsignal - 4

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.

▶ FEP1 wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter FrP1 eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ FrP1 wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in Hz einstellen.

IFM SM6020 - Frequenzsignal - 5

Die Parametereinstellungen für FSP, FEP und FrP können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

11.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge

Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:

- Schaltsignal:

– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.

- Analogsignal → 31:

  • On: Das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagswert.
    – OFF: Das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagswert.
  • OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

- Frequenzsignal → 33:

– On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrP1.
– OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 Hz.
- OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

IFM SM6020 - Fehlerverhalten der Ausgänge - 1

FOUx ist für die Verbrauchsmengenüberwachung nicht verfügbar: Auch im Fehlerfall wird ein Schalt- bzw. Impulssignal bei Erreichen der eingestellten Durchflussmenge ausgegeben.

Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ FOUx wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: On, OFF, OU.

11.3.7 Ausgang aus

Das Ausgangssignal kann über den Parameter oux = OFF ausgeschaltet werden. Der Ausgang wird dann hochohmig.

Die Kommunikation über die IO-Link Schnittstelle an OUT1 bleibt weiterhin aktiv.

11.3.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgang aus

▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ oux wählen und OFF einstellen.

11.4 Anwendungskonfiguration

11.4.1 Standard-Maßeinheit

Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig in der Digitalanzeige des Displays angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.

Die Umstellung der Einheit hat keine Auswirkung auf die Übertragung des IO-Link Prozesswertes. Dieser wird immer in der SI-Einheit übertragen.

Auswählbare Werte:

- Durchfluss uni. F:

– SM4: mm/s; ml/min; l/h; gal/h; floz/min; ft/s.
- SM6/SM7/SM8: m/s; l/min; m3/h ; gal/min; gal/h; floz/min; ft/s.

• Temperatur uni. T: °C oder °F.

▶ Maßeinheit auswählen, bevor weitere Parameter für OUTx konfiguriert werden.

11.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ uni.x wählen und Maßeinheit einstellen.

11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2

Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.

Auswählbare Werte:

  • FLOW: Durchfluss
    • TEMP: Temperatur

Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2

▶ Menü EF > OUTx aufrufen.
▶ SELx wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.

11.4.3 Dämpfung

Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.

Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.

Mit der Dämpfungskonstanten dAP wird eingestellt, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht.

Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).

Die Signale UL, cr. UL, OL und cr. OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

IFM SM6020 - Dämpfung - 1

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Durchfluss.

11.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Dämpfung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dAP wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).

11.4.4 Anlaufüberbrückungszeit

Die Anlaufüberbrückungszeit [dSt] wirkt auf die Schaltausgänge der Durchfluss-Überwachung.

Ist die Anlaufüberbrückungszeit aktiv (dSt > 0), gilt: Sobald die Durchflussmenge den LFC-Wert überschreitet, finden folgende Abläufe statt:

• Die Anlaufüberbrückungszeit wird gestartet.
- Die Ausgänge schalten entsprechend der Programmierung: EIN bei Schließerfunktion, AUS bei Öffnerfunktion.

Nach dem Start der Anlaufüberbrückungszeit sind 3 Fälle möglich:

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge steigt schnell und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt.Die Ausgänge bleiben aktiv.
2:Durchflussmenge steigt langsam und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt nicht.Die Ausgänge werden zurückgesetzt.
3:Durchflussmenge fällt innerhalb dSt unter LFC.Die Ausgänge werden sofort zurückgesetzt; dSt wird gestoppt.

Beispiel: Durchflussüberwachung mit Hysteresefunktion

IFM SM6020 - Anlaufüberbrückungszeit - 1

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge Q erreicht LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
2:dSt abgelaufen, Q hat SP erreichtAusgang bleibt aktiv
3:Q fällt unter SP, bleibt aber über rPAusgang bleibt aktiv
4:Q fällt unter rPAusgang wird zurückgesetzt
5:Q erreicht erneut LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
6:dSt abgelaufen, Q hat SP nicht erreichtAusgang wird zurückgesetzt
7:Q erreicht SPAusgang wird aktiv

Beispiel: Durchflussüberwachung mit Fensterfunktion
IFM SM6020 - Anlaufüberbrückungszeit - 2

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge Q erreicht LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
2:dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich erreichtAusgang bleibt aktiv
3:Q steigt über FH (verlässt Gutbereich)Ausgang wird zurückgesetzt
4:Q fällt wieder unter FHAusgang wird aktiv
5:Q fällt unter FL (verlässt Gutbereich)Ausgang wird zurückgesetzt
6:Q erreicht erneut LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
7:dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich nicht erreichtAusgang wird zurückgesetzt
8:Q erreicht GutbereichAusgang wird aktiv

11.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Anlaufüberbrückungszeit

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dSt wählen und Anlaufüberbrückungszeit in Sekunden einstellen.

11.4.5 Ausgangspolarität

Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.

Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.

  • PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
  • nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.

Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ P-n wählen und PnP oder nPn einstellen.

11.4.6 Schleichmengenunterdrückung

Über den Parameter LFC (Low flow cut-off) lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.

Der LFC-Wert hat Auswirkungen auf:

• Die Prozesswertanzeige für Durchfluss im Display
• Das Schaltsignal für Durchfluss
• Das Analogsignal für Durchfluss
• Das Frequenzsignal für Durchfluss
• Die Verbrauchsmengenüberwachung (Schalt- oder Impulssignal für Durchfluss)
• Die Summierung der Verbrauchsmenge durch die Totalisatoren.
• Die Speicherwerte für minimalen und maximalen Durchfluss

Parametrierung über Gerätetasten: Schleichmengenunterdrückung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ LFC wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.

11.4.7 Durchflussrichtung

Die positive Durchflussrichtung kann vom Benutzer definiert werden. Diese Einstellung wirkt auf folgende Funktionen:

→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28

→ Schaltsignal Durchflussrichtung → 27

Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert (Werkseinstellung). Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden:

FdirDurchflussrichtung
+Durchflussrichtung bei Werkseinstellung
-Durchflussrichtung entgegen der Werkseinstellung

Parametrierung über Gerätetasten: Durchflussrichtung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ Fdir wählen und Durchflussrichtung einstellen.

11.4.8 Totalisator-Reset

Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:

Art des ResetsParameter
1.Manueller Reset• rTox = rES. T
2.Zeitgesteuerter Reset• rTox = - ... h = Stunden - ... d = Tage - ... w = Wochen
3.Reset durch externes Signalou2 = In. DDIn2:+EDG = Reset bei steigender Flanke-EDG = Reset bei fallender FlankeHIGH = Reset bei High-SignalLOW = Reset bei Low-Signal
4.Reset durch Überlauf (Erreichen des maximalen Darstellungsbereichs)rTox = OFF

Der Totalisator Vol. L kann nicht zurückgesetzt werden.

Wird der Totalisator Vol.1 auf eine der genannten Arten zurückgesetzt, dann wird im Falle der Verbrauchsmengenüberwachung auch der Ausgang zurückgesetzt.

→ Schaltsignal Totalisator → 29.

11.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Totalisator-Reset

1. Manueller Reset:

▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTo wählen und rES. T einstellen.
▷ Der Totalisator wird zurückgesetzt.

2. Zeitgesteuerter Reset:

▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTox wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.

3. Reset durch externes Signal:

▶ Menü EF > OUT2 aufrufen.
▶ ou2 wählen und Digitaleingang einstellen: In. D.
▶ DIn2 wählen und Reset-Signal einstellen:

• HIGH: Reset bei High-Signal
- LOW: Reset bei Low-Signal
• +EDG: Reset bei steigender Flanke
- -EDG: Reset bei fallender Flanke

Der Totalisator Vol.1 wird bei Erhalt des Reset-Signals über Pin 2 zurückgesetzt.

IFM SM6020 - Totalisator-Reset - 1

Ein externer Reset ist nur für Totalisator Vol.1 möglich.

IFM SM6020 - Totalisator-Reset - 2

Die Parametereinstellung für DIn2 kann nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

4. Reset durch Überlauf:

▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ rTox wählen und OFF einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.

11.4.9 Zählweise der Totalisatoren

Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung. Über den Parameter FProx können folgende Zählweisen festgelegt werden:

FProxZählweise
0+Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt
-+Negative Durchflusswerte werden von der Verbrauchsmenge subtrahiert.
++Alle Durchflusswerte werden unabhängig von der Durchflussrichtung aufsummiert.

Tab. 1: Zählweise der Totalisatoren

Die Zählweise von Vol. L kann nicht eingestellt werden. Der Life Time Totalisator summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung.

Die Zählweise wirkt auf die Ausgangssignale bei der Verbrauchsmengenüberwachung.

→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 28.

IFM SM6020 - Zählweise der Totalisatoren - 1

Abb. 13: Berücksichtigung der Durchflussrichtung bei Summierung der Verbrauchsmenge

+Q: Durchflussmenge in positiver Richtung

-Q: Durchflussmenge in negativer Richtung

V: Durchflussmenge absolut (= Summe aus negativem und positivem Durchfluss)

1: Durchfluss wechselt in negative Richtung

2: Durchfluss wechselt in positive Richtung

3: Berücksichtigter Durchfluss bei der Summierung

Beim Wechsel der Durchflussrichtung wird die Mindestdurchflussmenge LFC berücksichtigt.

→ Abbildung Schaltsignal Durchflussrichtung → 28.

Parametrierung über Gerätetasten: Zählweise der Totalisatoren

▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ FPro1 wählen und Zählweise für Totalisator Vol.1 einstellen.
▶ FPro2 wählen und Zählweise für Totalisator Vol.2 einstellen.

11.4.10 Verriegeln / Entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.

Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

Werkseinstellung: Nicht verriegelt.

IFM SM6020 - Verriegeln / Entriegeln - 1

Wird das Gerät über die IO-Link Schnittstelle gesperrt, so kann diese Verriegelung auch nur über IO-Link wieder aufgehoben werden.

11.4.10.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln

Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

IFM SM6020 - Verriegeln / Entriegeln - 2

Die Verriegelung kann nur über die Gerätetasten aufgehoben werden. Eine Änderung der Parametereinstellung ist weiterhin über die IO-Link Schnittstelle möglich.

Entriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Die Verriegelung der Gerätetasten ist aufgebhoben.

11.4.11 Gerät zurücksetzen

Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

IFM SM6020 - Gerät zurücksetzen - 1

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

11.4.11.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rES wählen.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.

▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

11.5 Displayeinstellungen

Die Darstellung im Display kann über verschieden Parameter angepasst werden. Die nachfolgend beschriebenen Parameter werden jeweils folgendermaßen eingestellt:

▶ Menü EF > DIS aufrufen.

Farbeinstellung:

▶ Menü EF > COLR aufrufen.

11.5.1 Display Sprache

Über den Parameter LanG kann die Sprache im Display eingestellt werden.

Auswählbare Sprachen:

• DE: Deutsch
• EN: Englisch
• FR: Französisch

11.5.2 Display Layout

Über den Parameter diS. L kann ausgewählt werden, welche Prozesswerte standardmäßig im Display angezeigt werden.

Auswählbare Werte:

• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2. Temp: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
• L2. Totl: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Totalisator Vol.1
• L3: aktueller Prozesswert für Durchfluss, Temperatur und Totalisator Vol.1

L1
IFM SM6020 - Display Layout - 1

L2. Temp
IFM SM6020 - Display Layout - 2

L2. Totl
IFM SM6020 - Display Layout - 3

L3
IFM SM6020 - Display Layout - 4
Abb. 14: Display Layout

11.5.3 Display Aktualisierungsrate

Über den Parameter diS. U kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.

Auswählbare Werte:

• d1: schnell
• d2: mittel
• d3: langsam

11.5.4 Display Drehung

Über den Parameter diS. R kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.

Auswählbare Werte:

• 0° (nicht gedreht)
• 90°
• 180°
• 270°

11.5.5 Display Helligkeit

Über den Parameter diS. B kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.

Auswählbare Werte:

• 25%
- 50%
• 75%
• 100 %

• OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet.

– Die Einstellung wird mit einer Verzögerung von 30 Sekunden wirksam.

- Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

IFM SM6020 - Display Helligkeit - 1

Bei Warn- oder Fehlermeldungen und bei der optischen Lokalisierung geht das Display auch bei der Einstellung OFF wieder an.

IFM SM6020 - Display Helligkeit - 2

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:

Geräteinnentemperatur > 70 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.

Geräteinnentemperatur ≥ 100 °C: Display wird ausgeschaltet.

11.5.6 Display Farbeinstellung

Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter coL.x ausgewählt werden:

• coL. F: Schriftfarbe für Durchfluss
• coL. T: Schriftfarbe für Temperatur
• coL. V: Schriftfarbe für Totalisator Vol.1

11.5.6.1 Dauerhafte Farbauswahl

Die Schriftfarbe ist dauerhaft auf eine Farbe festgelegt:

• coL.x = bk/wh: Schriftfarbe weiß
• coL.x = red: Schriftfarbe rot
• coL.x = green: Schriftfarbe grün
• coL.x = yellow: Schriftfarbe gelb

L1
IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 1

L2. Temp
IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 2

L2. Totl
IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 3

L3
IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 4
Abb. 15: Dauerhafte Farbeinstellung. Beispiel: coL. F = bk/wh; coL. T = green; coL. V = yellow, Darstellung aller Display-Layouts → 43

11.5.6.2 Farbwechsel in Abhängigkeit von frei definierbaren Grenzen

Liegt der Messwert innerhalb der Grenzen cFL.x...cFH.x, gilt je nach Parameterauswahl:

• coL.x = r-cF: Schriftfarbe rot
• coL.x = G-cF: Schriftfarbe grün

IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 5

Abb. 16: Farbwechsel. Beispiel: coL. F = r-cF; coL. T = G-cF; aktuelle Messwerte zwischen den Grenzwerten.
IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 6

Ein Farbwechsel ist für die Totalisatoranzeige nicht verfügbar.

Die Grenzwerte des Fensterbereichs werden frei innerhalb des Messbereichs gewählt und sind unabhängig von der Ausgangsfunktion:

  • Durchfluss: cFL. F = unterer Grenzwert; cFH. F = oberer Grenzwert
  • Temperatur: cFL. T = unterer Grenzwert; cFH. T = oberer Grenzwert

IFM SM6020 - Display Farbeinstellung - 7

Die Parameter cFL.x und cFH.x erscheinen erst dann im Menü, wenn für coL.x die Einstellung r-cF oder G-cF gewählt wurde.

11.6 Diagnose und Service-Funktionen

11.6.1 Geräteinformationen

Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:

  • Produktname
  • Produkt-ID
  • Seriennummer
  • Hardware-Revision
  • Software-Revision

Darüber hinaus können dem Gerät über die IO-Link Schnittstelle mit geeigneter Parametriersoftware weitere Kennzeichen zugewiesen werden, die frei definierbar sind und eine maximale Länge von 32 Zeichen haben dürfen. Hierzu gehören:

• Anwendungsspezifisches Kennzeichen
- Anlagenkennzeichen
- Ortskennzeichen

11.6.1.1 Ablesung über die Gerätetasten: Geräteinformationen

▶ Menü EF > Info aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen.

11.6.2 Simulation

Mit dieser Funktion werden Prozesswerte oder Fehlerzustände simuliert und das entsprechende Sensorverhalten überprüft.

Die Dauer der Simulation ist einstellbar: 1...60 Minuten.

Folgende Werte können simuliert werden:

• Prozesswerte für Durchfluss und Temperatur
• Prozesswerte außerhalb des Messbereichs (cr. UL, UL, OL, cr. OL)
• Die Verbrauchsmenge von Totalisator Vol.1 unter Berücksichtigung der eingestellten Zählweise

Während der Simulation gilt:

  • In der Titelzeile des Displays wird angezeigt, dass die Simulation aktiv ist.
  • Im Display werden die simulierten Werte angezeigt:
  • Simulierte Prozesswerte bzw. Ereignisse (z. B. UL) für Durchfluss und Temperatur.
    – Simulierter Totalisator Vol.1. Der Totalisator startet bei 0.
  • Die Schaltzustand-LEDs leuchten entsprechend der simulierten Werte und der eingestellten Ausgangskonfiguration.
  • Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
  • Die originalen Totalisatorwerte bleiben unverändert gespeichert. Ein realer Durchfluss während der Simulation wird nicht gezählt.
  • Das Display zeigt keine Warn- und Fehlermeldungen der aktuellen realen Applikation.

IFM SM6020 - Simulation - 1

Wird die Simulation über IO-Link gestartet, kann diese nur über IO-Link wieder beendet werden. Beim Versuch, die Simulation über die Gerätetasten zu beenden, wird ☑ angezeigt.

11.6.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Simulation

▶ Menü EF > SIM aufrufen.
▶ S. FLW oder S. TMP wählen und den zu simulierenden Prozesswert einstellen:
- ▲ oder ▼ drücken, bis der gewünschte Prozesswert erreicht ist.
- Die Warn-/ Fehleranzeigen OL, crOL, UL und crUL erscheinen beim Überschreiten bzw. beim Unterschreiten des Messbereichs.
▶ S. Tim wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ S. On wählen und Funktion einstellen:

  • On: Die Simulation startet. Die Werte werden für die unter S. Tim eingestellte Dauer simuliert. Abbruch über beliebigen Tastendruck.
    • OFF: Simulation nicht aktiv.

11.6.3 Optische Lokalisierung

Der Sensor kann aus der Ferne über die IO-Link Schnittstelle in der Anlage lokalisiert werden.

IFM SM6020 - Optische Lokalisierung - 1

Diese Funktion ist nur über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Beim Ausführen des Kommandos über die IO-Link Schnittstelle blinken die Schaltzustands-LEDs und im Display blinkt die Anzeige 🔗 "IO-Link".

▶ Die Funktion über IO-Link oder einen beliebigen Tastendruck am Gerät deaktivieren.

11.6.4 Totalisatorwerte ablesen

Für die Totalisatoren können jederzeit folgende Werte abgelesen werden:

Totalisatorwerte Vol.1 und Vol.2

  • Aktuelle Durchflussmenge (= Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset)
    • Wert vor dem letzten Totalisator-Reset
  • Zeit seit dem letzten Totalisator-Reset

Lebenszeit-Totalisator (über die gesamte Betriebsdauer)

  • Durchflussmenge in Vorzugsrichtung (= positive Durchflussrichtung)
  • Durchflussmenge in Nicht-Vorzugsrichtung (= negative Durchflussrichtung)
  • Durchflussmenge insgesamt (unabhängig von der Durchflussrichtung)

Ablesung über Gerätetasten: Totalisatorwerte

▶ Menü EF > TOTL aufrufen.
▶ Vol.x wählen und Verbrauchswerte ablesen.

11.6.5 Speicher

Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte. Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Auswählbare Werte:

• Lo. F: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• Hi. F: Maximalwertspeicher für Durchfluss
• Lo. T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi. T: Maximalwertspeicher für Temperatur

IFM SM6020 - Speicher - 1

Die gespeicherten Werte können nur über die IO-Link Schnittstelle zurückgesetzt werden.

IFM SM6020 - Speicher - 2

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

11.6.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher

Speicher anzeigen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo.x oder Hi.x wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.

Speicher löschen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo.x oder Hi.x wählen.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten. ▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.

12 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.

Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.

Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

IFM SM6020 - Fehlerbehebung - 1

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung ➞ IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.

12.1 Warnmeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
• Short circuit OUT1• Schaltzustands-LED für OUT1 blinktKurzschluss Ausgang 1.► OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
• Short circuit OUT2• Schaltzustands-LED für OUT2 blinktKurzschluss Ausgang 2.► OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
• Short circuit OUT1 / OUT2• Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinkenKurzschluss in beiden Ausgängen.► OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
• Over limit (OL)Anzeigebereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
• Under limit (UL)Anzeigebereich unterschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
• ☑(beim Versuch eine Parametereinstellung zu ändern)Die Parametrierung über die Tasten ist gesperrt.► Gerät über die Tasten entriegeln.- oder -► Parametrierung über IO-Link abschließen.- oder -► ▶ Gerät über IO-Link entriegeln.
• Display abgedunkeltGeräteinnentemperatur zu warm (→ Bedien- und Anzeigeelemente).► ▶ Gerät abkühlen.
• IO-Link (blinkend)• Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken schnellDie IO-Link Funktion zur optischen Identifikation des Geräts ist aktiv.► IO-Link Funktion deaktivieren.

IFM SM6020 - Warnmeldungen - 1

Im Warnfall verhalten sich die Ausgänge entsprechend der Einstellung FOU = OU. Ausnahme: Kurzschluss.

12.2 Fehlermeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
• ERRORGerät defekt / Funktionsfehler.► ▶ Gerät austauschen.
Display aus.Gerätetemperatur zu warm (→ Bedien- und Anzeigeelemente).► Gerät abkühlen.- oder -Das Display ist ausgestellt.► ▶ Unter diS. B die Einstellung OFF abwählen.- oder -Versorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen.
Parameter Error (PARA)Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung überprüfen.
Flow Error (ERROR)Fehler Durchflussmessung.► ▶ Durchflussmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen.
Temp Error (ERROR)Fehler Temperaturmessung.► ▶ Temperaturmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen.
Critical over limit (cr. OL)Erfassungsbereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
Critical under limit (cr. UL)Erfassungsbereich für Temperatur unterschritten.► ▶ Temperaturbereich überprüfen.

IFM SM6020 - Fehlermeldungen - 1

Im Fehlerfall verhalten sich die Ausgänge wie unter FOU eingestellt.

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Wartung:

▶ Regelmäßige Kalibrierintervalle nach Prozessanforderungen festlegen. Empfehlung: alle 12 Monate.
▶ Das Display bei starker Verschmutzung reinigen.
Bei Verwendung von Medien, die eine Tendenz zu Ablagerungen aufweisen:
▶ Das Messrohr in regelmäßigen Zeitabständen prüfen und gegebenenfalls reinigen.

Instandsetzung:

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.

Entsorgung:

▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

14 Werkseinstellung

ParameterSM4020 SM4120SM6020 SM6120 SM6420SM6621SM7020 SM7120 SM7420SM7621SM8020 SM8120 SM8420SM8621SM8030 SM8130
SEL1FLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOW
ou1HnoHnoHnoHnoHnoHnoHnoHno
SP1 / FH1600 ml/min5,00 l/min1,32 gal/min10,0 l/min2,64 gal/min20 l/min5,28 gal/min33,3 l/min
rP1 / FL1548 ml/min4,64 l/min1,22 gal/min9,2 l/min2,44 gal/min18,4 l/min4,87 gal/min30,7 l/min
FSP1-20°C-20°C-4 °F-20°C-4 °F-20°C-4 °F-20°C
FEP13000 ml/min 80°C25 l/min 80°C6,6 gal/min 176°F50 l/min 80°C13,21 gal/min 176°F100 l/min 80°C26,42 gal/min 176°F166,7 l/min 80°C
FrP11000 Hz1000 Hz1000 Hz1000 Hz1000 Hz1000 Hz1000 Hz1000 Hz
ImPS0,0010,0010,00020,010,0020,010,0020,01
ImPRYesYesYesYesYesYesYesYes
FOU1OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
SEL2FLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOWFLOW
ou2IIIIIIII
ASP200000000
AEP23000 ml/min25 l/min6,6 gal/min50 l/min13,21 gal/min100 l/min26,42 gal/min250 l/min
SP2 / FH21200 ml/min10 l/min2,64 gal/min20 l/min5,28 gal/min40 l/min10,57 gal/min66,7 l/min
rP2 / FL21148 ml/min9,63 l/min2,54 gal/min19,2 l/min5,07 gal/min38,4 l/min10,15 gal/min64 l/min
DIn2+EDG+EDG+EDG+EDG+EDG+EDG+EDG+EDG
FOU2OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
uni. Fml/minl/mingal/minl/mingal/minl/mingal/minl/min
uni. T°C°C°F°C°F°C°F°C
dAP0,60,60,60,60,60,60,60,6
dST0,00,00,00,00,00,00,00,0
P-nPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnP
LFC5,0 ml0,05 /min0,01 gal/min0,01 l/min0,03 gal/min0,2 l/min0,05 gal/min0,2 l/min
Fdir++++++++
rTo1OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
rTo2OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
FPro10+0+0+0+0+0+0+0+
FPro20+0+0+0+0+0+0+0+
LanGENENENENENENENEN
diS. LL3L3L3L3L3L3L3L3
diS. Ud3d3d3d3d3d3d3d3
diS. B75%75%75%75%75%75%75%75%
col. Fbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/wh
col. Tbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/wh
col. Vbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/whbk/wh
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SM6020

Kategorie : Detektor