AC505S - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG AC505S IFM
Originalbetriebsanleitung
Sicheres AS-Interface Modul Classic
Line
AC507S
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.1.1 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
1.2 Warnhinweise 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Sicherheitstechnische Anforderungen an die Applikation 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Lieferumfang.... 6
5 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
6 Funktionsbeschreibung 8
7 Montage 9
7.1 Hinweise zur Verkabelung.... 14
7.2 Steckverbinder mit Rüttelsicherung demontieren 15
8 Elektrischer Anschluss 16
8.1 Pinbelegung 16
8.2 Funktionserde 17
8.3 Verdrahtungsbeispiele 17
8.4 Elektronische Kontakte 18
9 Bedien- und Anzeigeelemente 20
9.1 Fehlerbehebung 20
10 Parametrierung.... 21
10.1 Adressieren.... 21
11 Betrieb 22
11.1 Datenbits.... 22
11.2 Parameter.... 23
11.3 Reaktionszeiten 24
12 Technische Daten 25
13 Zulassungen / Zertifikat.... 29
14 Wartung, Instandsetzung, Entsorgung 30
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen, Zubehör und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.1.1 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
2.1 Sicherheitstechnische Anforderungen an die Applikation
Die sicherheitstechnischen Anforderungen der jeweiligen Applikation müssen mit den hier zugrunde gelegten Anforderungen übereinstimmen.
Folgende Auflagen beachten:
▶ Bei Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen EN 14119 beachten.
▶ Spezifizierte Einsatzbedingungen einhalten (→ Technische Daten). Der Einsatz des Gerätes in der Umgebung von chemischen und biologischen Medien ist nicht zulässig.
▶ Bei Fehlern innerhalb des Gerätes, die zum Übergang in den als sicher definierten Zustand führen: Maßnahmen ergreifen, die bei Weiterbetrieb der Gesamtsteuerung den sicheren Zustand erhalten.
Bei der Installation die Anforderungen der Normen EN 60204 und EN 62026-2 berücksichtigen.
Wenn ein AS-i-Netzwerk zur Steuerung einer Maschine mit möglicherweise gefährlichen Bewegungen eingesetzt wird und EN 60204-1 gilt, muss zusätzlich eine besondere Isolations-Überwachungseinrichtung installiert werden.
▶ Vor Beginn der Arbeiten Gerät extern spannungsfrei schalten. Gegebenenfalls auch unabhängig versorgte Relais-Lastkreise abschalten.
▶ Bei Fehlern innerhalb des Gerätes, die zum Übergang in den als sicher definierten Zustand führen: Maßnahmen ergreifen, die bei Weiterbetrieb der Gesamtsteuerung den sicheren Zustand erhalten.
▶ Nach der Installation des Systems eine komplette Funktionsprüfung durchführen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
4 Lieferumfang
• 1 sicheres AS-i Modul AC507S,
• 1 Originalbetriebsanleitung AC507S
• 1 EU-Konformitätsbescheinigung
Sollte eines der genannten Bestandteile nicht vorhanden oder beschädigt sein, wenden Sie sich bitte an eine der ifm-Niederlassungen.
5 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das sichere AS-i Modul erfasst sicherheitsrelevante Schaltzustände einer BWS (berührungslos wirkende Schutzeinrichtung) mit zwei selbsttestenden Halbleiterschaltausgängen (OSSD), z. B. induktive sichere Sensoren, sichere Lichtgitter, sichere Lichtvorhänge, usw.
Zu diesem Zweck wird über das AS-i System eine Codetabelle mit 8 x 4 Bit übertragen, die vom Sicherheitsmonitor ausgewertet wird.
Die Sicherheitsfunktion des Gerätes wird durch das Ruhestromprinzip erreicht (Eingang stromlos = sicherer Zustand).
Das Gerät ist in Anwendungen bis Performance Level e, Kategorie 4 nach ISO 13849-1 und SIL 3 nach IEC 61508 einsetzbar.

Je nach Auswahl der verwendeten Sicherheitsbauteile kann die Einstufung des gesamten Sicherheitssystems auch in einen niedrigeren Performance Level PL oder Sicherheits-Integritätslevel SIL erfolgen.
Einsatzbereich unter Berücksichtigung der technischen Daten:
- Industrielle Umgebung
- Nasse Umgebung
• Schaltschrankloser Einsatz im Innenbereich
6 Funktionsbeschreibung

Die hier beschriebenen Produkte wurden entwickelt, um als Teil einer Gesamtanlage oder Maschine sicherheitsgerichtete Funktionen zu übernehmen. Ein komplettes sicherheitsgerichtetes System enthält in der Regel Sensoren, Auswerteeinheiten, Meldegeräte und Konzepte für sicheres Abschalten. Es liegt im Verantwortungsbereich des Herstellers einer Anlage oder Maschine, die korrekte Gesamtfunktion sicherzustellen. Der Hersteller des sicheren AS-i Moduls, seine Niederlassungen und Beteiligungsgesellschaften sind nicht in der Lage, alle Eigenschaften einer Gesamtanlage oder Maschine, die nicht durch ihn konzipiert wurde, zu garantieren.
Der Hersteller übernimmt auch keine Haftung für Empfehlungen, die durch die nachfolgende Beschreibung gegeben bzw. implementiert werden.
Aufgrund der nachfolgenden Beschreibung können keine neuen, über die allgemeinen Lieferbedingungen hinausgehenden, Garantie-, Gewährleistungs- oder Haftungsansprüche abgeleitet werden.
Alle Informationen in der Beschreibung zur Konfigurationssoftware, die Originalbetriebsanleitung des AS-i Sicherheitsmonitors und die Originalbetriebsanleitung zum Gerät sind zu beachten. Diese Dokumente beinhalten alle notwendigen Hinweise zu Installation, Konfiguration, Betrieb und Wartung des sicheren AS-i Moduls.
Die jeweiligen parametrierbaren Sicherheitsfunktionen zum sicheren AS-i Schaltschrankgerät können im Kapitel Überwachungsbausteine des Handbuchs zur Konfigurationssoftware entnommen werden.

Wartungsauflage
Es wird darauf hingewiesen, dass mindestens eine Testung pro Jahr durch Anforderung der Sicherheitsfunktion erfolgen muss.
▶ Beide Eingänge durch einen Einzeltest überprüfen.
7 Montage
▶ Die Anlage vor der Montage spannungsfrei schalten.
Das Gerät ist vorzugsweise für die Hutschienenmontage konzipiert.
Alternativen:
- Das Gerät über die Montageplatte mit zwei Schrauben direkt montieren.
- Eine optionale Montageplatte verwenden, die eine Hutschiene ersetzt (Zubehör: www.ifm.com).

Abb. 1: Hutschienenmontage

Abb. 2: Hutschienen-Demontage
▶ Das Gerät mit einem Werkzeug öffnen (z. B. Schraubendreher).


VORSICHT
Verletzungsgefahr durch funktionsbedingte scharfkantige Piercingkontakte am geöffneten Gerät.
▶ Besondere Vorsicht bei der Montage.
▶ Das gelbe AS-i Flachkabel sorgfältig in die Profilnut einlegen.

▶ Oberteil montieren.

▶ Gerät verriegeln.

Das mitgelieferte Unterteil ermöglicht die Ausrichtung des Flachkabels in drei Richtungen. Die Flachkabelführung für die gewünschte Richtung entsprechend einlegen.


Einstellungen am Unterteil
▶ Gewünschte Flachkabelausrichtung auswählen - Position 1, 2 oder 3.

Abb. 3: Auslieferungszustand


Einstellungen am Oberteil
▶ Am Oberteil die gewählte Position einstellen.
▶ Das Dreieck auf die entsprechende Ziffer drehen (Bild 1 und 2).

▶ Dazu ein Werkzeug, z. B. einen Schraubendreher (Bild 1), oder die gelb-schwarze Flachkabelführung (Bild 2) verwenden.


▶ Das AS-i Flachkabel sorgfältig verlegen, der gerade Verlauf des Flachkabels soll ca. 15 cm betragen.
7.1 Hinweise zur Verkabelung
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
Wenn Buchsen im Gerät:
▶ Kabelstecker mit 0,6...0,8 Nm verschrauben.
Nicht belegte Anschlüsse mit Schutzkappen verschließen. Drehmoment: 0,6...0,8 Nm
Die Adressierschnittstelle mit der mitgelieferten Verschlusskappe verschließen. Drehmoment 0,6...0,8 Nm.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten ( → Angaben der Kabelhersteller).
Die IP-Schutzart des Gesamtsystems hängt ab von den Schutzarten der einzelnen Geräte, der genutzten Verbindungselemente und der zugehörigen Verschlusskappen.
▶ Eine Flachkabelenddichtung montieren, wenn sich das Modul am Ende des Kabelstrangs befindet (optional zu bestellen).

WARNUNG
Keine Schutzart / kein Schutz der Kontakte ohne montierte Stecker / Verschlusskappen.
▷ Unzulässige Verschmutzung / Feuchte möglich.
▶ Vor der Montage / bei Gerätetausch Verschmutzungsgrad 2 einhalten.
7.2 Steckverbinder mit Rüttelsicherung demontieren
▶ Steckverbinder gegen das Gerät drücken und gleichzeitig die Überwurfmutter lösen.
8 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gegebenenfalls unabhängig versorgte Relais-Lastkreise abschalten.

Eingänge und Ausgänge nicht mit externem Potential verbinden.
8.1 Pinbelegung
| M12-Buchse 1 (Empfänger) | Pin | |
![]() | Versorgung + 24 V | 1 |
| OSSD2 | 2 | |
| Versorgung 0 V | 3 | |
| OSSD1 | 4 | |
| FE | 5 |
| M12-Buchse 2 | Pin | |
![]() | n.c. (nicht belegt) | 1 |
| O-4 | 2 | |
| Versorgung 0 V | 3 | |
| O-3 | 4 | |
| n.c. (nicht belegt) | 5 |
| M12-Buchse 3 (Sender) | Pin | |
![]() | Versorgung + 24 V | 1 |
| 0 V | 2 | |
| Versorgung 0 V | 3 | |
| Versorgung + 24 V Test | 4 | |
| FE | 5 |
| M12-Buchse 4 | Pin | |
![]() | n.c. (nicht belegt) | 1 |
| n.c. (nicht belegt) | 2 | |
| Versorgung 0 V | 3 | |
| O-4 | 4 | |
| n.c. (nicht belegt) | 5 |
Das Modul bietet einer BWS (berührungslos wirkende Schutzeinrichtung) durch die Pinbelegung an der Buchse "Transmitter" die Möglichkeit, die Schutzfeldbreite der BWS als "Reichweite Hoch" einzustellen.
Das Konfigurationssignal auf dem AS-i Modul zur Einstellung der Schutzfeldbreite ist nicht sicherheitsgerichtet.
Ist die Schutzfeldbreite "Reichweite Niedrig" gewünscht, kann diese mit einem optional erhältlichen Adapterkabel (EY3092) eingestellt werden.
BWS-Empfänger haben in der Regel einen 8-poligen M12-Stecker.
Zur Anpassung an eine 5-polige M12-Buchse ein Adapterkabel einsetzen. Das optional erhältliche Adapterkabel (EY3090) ist für die Betriebsart "Automatikbetrieb" der BWS ausgelegt.
8.2 Funktionserde
![]() | Aufgaben und Einsatzbereiche der Funktionserdung |
| Die Funktionserdung sorgt für eine Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit• Ableiten von Störströmen• Festlegen eines gemeinsamen Bezugspotentials• Anschluss von Abschirmungen an dieses Potential |
8.3 Verdrahtungsbeispiele
Anschluss von Lichtgittern oder Lichtvorhängen

1: Buchse 3
3: Sender
2: Buchse 1
4: Empfänger
Anschluss eines Laserscanners

1: Buchse 3
2: Buchse 1
3: Laserscanner
Anschluss eines sicheren induktiven Sensors

1: Buchse 3
2: Buchse 1
3: sicherer induktiver Sensor
8.4 Elektronische Kontakte
Die sicheren Eingänge entsprechen Digitaleingängen vom Typ 2 der EN 61131-2.
Der Anschluss von elektronischen Schaltkontakten erfolgt an der Buchse SI-1/2.
Das Gerät unterstützt den Anschluss von sicheren elektronischen Sensoren mit 2 OSSD-Ausgängen.
Die Dauer der Abschalttestimpulse elektronischer Sensoren darf maximal 1 ms betragen.
Zwischen der externen LED und dem Öffnerkontakt muss eine sichere Trennung gewährleistet sein.
In der Konfigurationssoftware des Sicherheitsmonitors können die Überwachungsbausteine zweikanalig zwangsgeführt, zweikanalig abhängig und zweikanalig abhängig mit Filterung benutzt werden.
Keiner der Anschlusspins darf mit einem externen Potential verbunden werden, da sie mit dem AS-i-Kabel galvanisch verbunden sind.
Die Verdrahtung beeinflusst den erreichbaren Performance Level PL bzw. den Sicherheits-Integritätslevel SIL.
Die Anforderungen Performance Level d gemäß ISO 13849-1 bzw. SIL 2 gemäß IEC 61508 werden eingehalten.
Performance Level e gemäß ISO 13849-1 bzw. SIL 3 gemäß IEC 61508 kann erreicht werden, wenn die beiden Ausgänge der Schutzeinrichtung über eine Querschlusserkennung verfügen.
Sollte die Schutzeinrichtung diese Fähigkeit nicht besitzen, muss die Verkabelung der zu überwachenden Kontakte an das Modul so vorgenommen werden, dass Querschlüsse zwischen den Adern ausgeschlossen werden können (siehe ISO 13849-2).
9 Bedien- und Anzeigeelemente

1: Adressierschnittstelle
3: LEDs
5: Transmitter
2: 4 Buchsen M12
4: Beschriftungsfelder
9.1 Fehlerbehebung
Die LEDs des sicheren AS-i Moduls zeigen fehlerhafte Betriebszustände an.
10 Parametrierung
10.1 Adressieren
▶ Das Modul über das Adressiergerät AC1154 adressieren.
Das Modul kann über die implementierte Adressierschnittstelle mit einem Adressierkabel im montierten und verdrahteten Zustand adressiert werden.
▶ Freie Adresse zwischen 1 und 31 vergeben.
Auslieferungsadresse ist 0.
11 Betrieb
▶ Schmutz- und Staubablagerungen auf Ober- und Unterteil vermeiden, um die Verschlussmechanik nicht zu beeinträchtigen.

1: LED grün PWR
2: LED rot FAULT
3: Ausgang LEDs O1... O4
4: LEDs gelb Eingänge
LED rot O1, O2 Alarm-LEDs
LED gelb O3, O4 Signalausgang
| LED Bezeichnung | LED Zustand | Farbe | Betriebszustand |
| FAULT | blinkt | rot | Peripheriefehler, z. B. Schalterversorgung überlastet bzw. kurzgeschlossen |
| leuchtet | rot | AS-i Kommunikationsfehler, Slave nimmt nicht am „normalen“ Datenverkehr teil, z. B. Slaveadresse 0 | |
| PWR | aus | grün | keine Spannug |
| leuchtet | grün | Spannungsversorgung ok | |
| Alarm O1, O2 | leuchtet | rot | Alarm-Ausgang Logischer Zustand der Alarm-LED-Ausgänge O1 und O2 |
| Signalausgang O3, O4 | leuchtet | gelb | Signalausgang Logischer Zustand der Signalausgänge O3 und O4 |
| Eingang | aus | gelb | Sicherheitskontakt geöffnet |
| leuchtet | gelb | Sicherheitskontakt geschlossen |

LED-Anzeigen sind keine sicheren Informationen.

Überlast und Kurzschluss von Ein- und Ausgang wird dem AS-i Master (ab Version 2.1) über das Flag „Periphery Fault“ im Statusregister signalisiert.
11.1 Datenbits
| Datenbit | D3 | D2 | D1 | D0 |
| Eingang | SI-2 | SI-2 | SI-1 | SI-1 |
| Ausgang | Ausgang O-4 | Ausgang O-3 | LED Alarm O-2 | LED Alarm O-1 |
Die Ausgangsbits D0... D3 sind für Signalisierungszwecke vorgesehen. Die Bits D0 und D1 wirken auf die frontseitigen roten Alarm-LEDs (O-1, O-2) und können für die Signalisierungszwecke direkt am Modul verwendet werden.
Die Bits D2 und D3 wirken auf die Schaltausgänge O-3 und O-4 und können für externe Alarm-LEDs, z. B. Multingfunktionsbausteine, verwendet werden.

WARNUNG
Zwischen dem sicherheitgerichteten Öffnerkontakt-Stromkreis und den Anschlüssen der externen Alarm-LED muss eine sichere Trennung gewährleistet sein.
Alle Hinweise zur Montage und Handhabung in dieser Anleitung beachten.
Einsatz des Gerätes nur in den genannten spezifizierten Einsatzbedingungen und innerhalb der bestimmungsgemäßen Verwendung.
| Aktivierter Eingangskanal | Bitfolge D3-D0 |
| SI-1 | XX00 |
| SI-2 | 00XX |
| SI-1und SI-2 | 0000 |
| keiner | XXXX |
| Aktivierter Alarmausgang | Bitfolge D3-D0 |
| O-1 | XXX1 |
| O-2 | XX1X |
| Aktivierter Ausgangskanal | Bitfolge D3-D0 |
| O-3 | X1XX |
| O-4 | 1XXX |
X = zufällig
Die Code-Worte 0000, XX00 und 00XX veranlassen den AS-i Sicherheitsmonitor die Anlage in den sicheren Zustand zu bringen.
Die weitere Wirkung der entsprechenden Datenbits auf die Übertragungsfolge sind im Handbuch zur Konfigurationssoftware ASIMON (Kapitel Überwachungsbausteine) beschrieben.
11.2 Parameter
Das Modul ermöglicht das Auslesen der aktuellen Modul-Parameter und informiert, welcher der beiden anzuschließenden Schaltkontakte bei Anforderung der Sicherheitsfunktion geöffnet wurde.

Diese Parameterinformation ist nicht Bestandteil der sicheren AS-i Übertragung und ist nicht als sichere Datenübertragung zu behandeln.
Sie darf keinesfalls mit Sicherheitsfunktionen verknüpft oder in diesem Kontext ausgewertet werden.
Zuordnung der Parameterbits
| Parameterbit | P0 | P1 | P2 | P3 |
| Schaltkontaktbuchse | SI-1 | SI-2 | nicht belegt | nicht belegt |
Bedeutung der logischen Zustände P0... P3
1: Kontakt geschlossen
0: Kontakt geöffnet
11.3 Reaktionszeiten
Die Reaktionszeit des sicheren AS-i Moduls auf eine Sicherheitsanforderung beträgt max. 10 ms. Bei der Berechnung der Reaktionszeit des Gesamtsystems müssen zusätzlich die Reaktionszeiten der anderen Komponenten addiert werden (mechanische Kontakte, Sicherheitsmonitor und evtl. am Sicherheitsmonitorausgang angeschlossene externe Relais oder Schütze).
12 Technische Daten
AC507S
Sicheres AS-Interface Modul Classic
Line mit Schnellmontagetechnik
ClassicL 2SI 2DOT 2LO OSSD






Einsatzbereich
| Ausführung | Klemmschienengehäuse |
| Applikation | AS-i Safety at Work |
Elektrische Daten
| Betriebsspannung | [V] | 26,5...31,6 DC; ("supply class 2" gemäß cULus) |
| Max. Stromaufnahme aus AS-i | [mA] | 280 |
| Schutzklasse | III | |
| Verpolungsschutz | ja; (AS-i) | |
| Verpolungsfest | ja | |
| Strombelastbarkeit je Modul / Steckplatz | [A] | 0,2 |
| Watchdog integriert | ja |
Ein-/Ausgänge
| Anzahl der Ein- und Ausgänge | Anzahl der digitalen Eingänge: 2; Anzahl der digitalen Ausgänge: 2 |
Eingänge
| Anzahl der digitalen Eingänge | 2; (2 x Sicherheitseingang) |
| Eingangsbeschaltung digitale Eingänge | PNP |
| Sensorversorgung der Eingänge | AS-i |
| Spannungsversorgung [V] | 19,2...30 |
AC507S
Sicheres AS-Interface Modul Classic
Line mit Schnellmontagetechnik

ClassicL 2SI 2DOT 2LO OSSD
| Max. Strombelastbarkeit [mA] Eingänge gesamt | 200 |
| Eingangsstrombegrenzung [mA] | 8 |
| Eingangsstrom High [mA] | >6 |
| Eingangsstrom Low [mA] | <2 |
| Schaltpegel High [V] | >11 |
| Schaltpegel Low [V] | <5 |
| Überlastfestigkeit Digitaleingänge | ja |
| Kurzschlusserkennung | ja |
| Querschlusserkennung | nein |
| Kurzschlussfest | ja |
Ausgänge
| Ausgangssignal | Schaltsignal | |
| Anzahl der digitalen Ausgänge | 2 | |
| Spannungsbereich DC | [V] | 18...28,8; (AS-i) |
| Strombelastbarkeit je Ausgang | [mA] | 50 |
| Kurzschlussschutz | ja | |
| Kurzschlussfest | ja | |
| Überlastfest | ja | |
| Galvanisch entkoppelt | nein | |
| Aktuatorversorgung der Ausgänge | AS-i | |
Umgebungsbedingungen
| Umgebungstemperatur | [°C] | -25...55 |
| Hinweis zur Umgebungstemperatur | mit geschalteten Ausgängen: -25...40 °C | |
| Max. zulässige relative Luftfeuchtigkeit | [%] | 95 |
| Max. Höhe über NN | [m] | 2000 |
| Schutzart | IP 67 | |
| Verschmutzungsgrad | 2 |
Zulassungen / Prüfungen
| EMV | EN 62026-2 | |
| EN 61326-3-1 | ||
| Schockfestigkeit | EN 60068-2-27 | |
| Vibrationsfestigkeit | EN 60068-2-6 |
Sicherheitskennwerte
| Entspricht denAnforderungen | ISO 13849-1 Kategorie 4, PL e |
| IEC 61508 SIL 3 | |
| Gebrauchsdauer TM(zusätzliche Angabe) | 20 Jahre |
| PFH [1/h] | 2,33E-11 |
AS-i Kennwerte
| AS-i Version | 2.11; 3.0 |
AC507S
Sicheres AS-Interface Modul Classic
Line mit Schnellmontagetechnik

ClassicL 2SI 2DOT 2LO OSSD
| AS-i Adressierung | Adressierbuchse | |||||
| Erweiterter Adressiermodus | nein | |||||
| AS-i Master Profil | M3; M4 | |||||
| AS-i Profil | S-7. B. E | |||||
| AS-i E/A-Konfiguration | [hex] | 7 | ||||
| AS-i ID-Code | [hex] | B. E | ||||
| AS-i Zertifikat | 126301 | |||||
| Belegung der Datenbits | Datenbit | D0 | D1 | D2 | D3 | |
| Belegung | O1 | O2 | O3 | O4 | ||
Mechanische Daten
| Gewicht | [g] | 294,5 |
| Gehäuse | Quaderförmig | |
| Montageart | AS-i Flachkabel direkt kontaktierbar; Tragschienenmontage; (TH35 (EN 60715)) | |
| Abmessungen | [mm] | 103 x 45 x 44,7 |
| Werkstoffe | Gehäuse: PA; Piercingkontakte: CuSn6 vernickelt und verzinnt |
Anzeigen / Bedienelemente
| Anzeige | Betrieb | 1 x LED, grün |
| Fehler | 1 x LED, rot | |
| Schaltzustand | 1 x LED, gelb | |
| Alarm | 1 x LED, rot |
Elektrischer Anschluss
| Modulanschluss | Flachkabel |
| Zubehör | |
| Lieferumfang | Unterteil |
| Zubehör optional | Adressierkabel:, E70213 |
| Verschlusskappe: M12, E73004 | |
Bemerkungen
| Bemerkungen | PL e, Kat.4, SIL 3 nur wenn die im Handbuch beschriebenen Fehlerausschlüsse angewendet werden |
| Verpackungseinheit | 1 Stück |
Elektrischer Anschluss
Schnellmontagetechnik für AS-i Flachkabel: ; Ausrichtung in drei Richtungen möglich
Elektrischer Anschluss - O-3/4
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A; Max. Leitungslänge: 10 m

| 1 | n.c. | |
| 2 | O-4 | |
| 3 (I-) | L- | |
| 4 | O-3 | |
| 5 | n.c. |
AC507S
Sicheres AS-Interface Modul Classic
Line mit Schnellmontagetechnik
ClassicL 2SI 2DOT 2LO OSSD

Elektrischer Anschluss - O-4
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A; Max. Leitungslänge: 10 m

| 1 | n.c. |
| 2 | n.c. |
| 3 (I-) | L- |
| 4 | |
| 5 | n.c. |
Elektrischer Anschluss - SI-1/2
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A; Max. Leitungslänge: 10 m

| 1 (I+) | L+ | |
| 2 | SI-2 | |
| 3 (I-) | L- | |
| 4 | SI-1 | |
| 5 | FE |
Elektrischer Anschluss - Trans
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A; Max. Leitungslänge: 10 m

| 1 (I+) | L+ |
| 2 (I-) | L- |
| 3 (I-) | L- |
| 4 (I+) | L+ |
| 5 | FE |
| FE: Funktionserde; n.c.: nicht belegt | |
13 Zulassungen / Zertifikat
• EU-Konformitätserklärung
- TÜV Rheinland
- AS-Interface
- UL (cULus)
Das Gerät aus einer geeigneten Class 2 Quelle versorgen, um die Supply Class Anforderungen gemäß UL 508 zu erfüllen.
14 Wartung, Instandsetzung, Entsorgung
Bei sachgemäßem Betrieb ist das Gerät wartungsfrei.
▶ Das Gerät nur durch den Hersteller instandsetzen lassen. Sicherheitshinweise beachten (→ Sicherheitshinweise).
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.




