Nuendo 4 - Softwarelizenz & Erweiterung STEINBERG - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Produktinformationen

Marke : STEINBERG

Modell : Nuendo 4

Kategorie : Softwarelizenz & Erweiterung

Laden Sie die Anleitung für Ihr Softwarelizenz & Erweiterung kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch Nuendo 4 - STEINBERG und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. Nuendo 4 von der Marke STEINBERG.

BEDIENUNGSANLEITUNG Nuendo 4 STEINBERG

GS_Nuendo_GBDF.book Seite 39 Montag, 17. März 2008 2:50 1440 Tutorial 2: Editing audio

Work Tracks 110 Workclock 95 GS_Nuendo_GBDF.book Seite 117 Montag, 17. März 2008 2:50 14Nuendo 4 – Einführung GS_Nuendo_GBDF.book Seite 118 Montag, 17. März 2008 2:50 14Lehrgänge von Steve Kostrey »Arbeiten mit Videomaterial« und »Bildbezogene Audiobearbeitung« von Ashley Shepherd Überarbeitung, Qualitätssicherung und Übersetzung: Cristina Bachmann, Heiko Bischoff, Marion Bröer, Sabine Pfeifer Dank an: Georg Bruns, Mert Ergün Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen können ohne Vorankündigung geändert werden und stellen keine Verpflichtung seitens der Steinberg Media Technologies GmbH dar. Die Software, die in diesem Dokument beschrieben ist, wird unter einer Lizenzvereinbarung zur Verfügung gestellt und darf ausschließlich nach Maßgabe der Bedingungen der Vereinbarung (Sicherheitskopie) kopiert werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis durch die Steinberg Me- dia Technologies GmbH darf kein Teil dieses Handbuchs für irgendwelche Zwecke oder in irgendeiner Form mit irgend- welchen Mitteln reproduziert oder übertragen werden. Alle Produkt- und Firmennamen sind ™ oder ® Warenzeichen oder Kennzeichnungen der entsprechenden Firmen. Win- dows XP ist ein Warenzeichen der Microsoft Corporation. Windows Vista ist ein eingetragenes Warenzeichen oder ein Warenzeichen der Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Staaten. Das Mac-Logo ist eine Marke, die in Li- zenz verwendet wird. Macintosh ist ein eingetragenes Warenzeichen. Power Macintosh ist eine eingetragene Marke. Stand: 02.04.2008 © Steinberg Media Technologies GmbH, 2008. Alle Rechte vorbehalten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 119 Montag, 17. März 2008 2:50 14Inhaltsverzeichnis GS_Nuendo_GBDF.book Seite 120 Montag, 17. März 2008 2:50 14121 Inhaltsverzeichnis 123 Einleitung 124 Die Handbücher und die Hilfe 124 Die Programmversionen 125 Die Tastaturbefehle 125 So können Sie uns erreichen 126 Systemanforderungen und Installation 127 Einleitung 127 Systemanforderungen 129 Installieren der Hardware 130 Installieren von Nuendo 130 Defragmentieren der Festplatte (nur Windows) 131 Registrieren Sie Ihre Software! 132 Einrichten des Systems 133 Vorbereitungen für Audioaufnahmen 138 Vorbereitungen für MIDI-Aufnahmen 140 Anschließen eines Synchronisierers 140 Vorbereitungen für Videoaufnahmen 140 Optimieren der Audioleistung 143 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial 144 Erstellen eines neuen Projekts 145 Einrichten der VST-Verbindungen 147 Einstellen der Pegel und Aufnahme 149 Wiedergabe 150 Aufnehmen ohne Cycle-Modus 151 Aufnehmen im Cycle-Modus 152 Aufnahme im Stacked-Modus 154 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial 155 Arbeiten mit Events 161 Event-Hüllkurven 161 Audiobearbeitung und -funktionen 163 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI 164 Einleitung 164 Einfügen einer Instrumentenspur 165 Einstellen des Instrumentensounds 165 Aufnehmen von MIDI 166 Wiedergeben von MIDI 167 Aufnahmemodi (ohne Cycle) 167 Cycle-Aufnahmen 169 Der Key-Editor 170 Die Controller-Spur 171 Lehrgang 4: Arbeiten mit Loops 172 Der Loop-Browser 172 Hinzufügen von Loops 173 Erstellen von Kopien 173 Einfügen von Loops in das Projekt 174 Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente 175 Einleitung 175 Einrichten von MIDI-Geräten 175 Einrichten der VST-Verbindungen für externe Instrumente 176 Abhören von externen MIDI-Instrumenten 177 MIDI-Aufnahmen von externen Instrumenten 178 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns 179 Einleitung 179 Einstellen der Pegel 180 Panoramaeinstellungen 180 Stummschalten und Solo 181 Vornehmen von EQ-Einstellungen 183 Audio-Effekte 185 Automation 186 Exportieren 188 Lehrgang 7: Surround-Sound 189 Surround-Busse 191 Einrichten eines Surround-Mix 193 Surround-Aufnahmen 194 Exportieren einer Surround-Datei 196 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove 197 Einleitung 197 Beispiel 1: Schlagzeug-Loop, Tempo bekannt 198 Beispiel 2: Schlagzeug-Loop, Auto-Anpassen 199 Beispiel 3: Schlagzeug-Loop, manuelle Anpassung 201 Beispiel 4: Schlagzeug-Loop aus Auswahlbereich 203 Lehrgang 9: Medienverwaltung 204 Einleitung 204 MediaBay, Loop-Browser und Sound-Browser 206 Mediensuche mit dem Browser 208 Mediensuche 209 Medienwiedergabe im Scope-Bereich 210 Tags GS_Nuendo_GBDF.book Seite 121 Montag, 17. März 2008 2:50 14122 Inhaltsverzeichnis 211 Arbeiten mit Videomaterial 212 Einleitung 212 Virtuelle Videowiedergabe 212 Player für die Videowiedergabe 213 Video-Kompatibilität 214 Hinzufügen von Videodateien zu Projekten 214 Video-Ausgabegeräte 215 Video-Wiedergabegeschwindigkeit 215 Bearbeiten von Videos 215 Rendern von Audio in Videodateien 216 Videorecorder 216 Synchronisation und Gerätesteuerung 217 Layback auf Band 219 Tipps 220 Bildbezogene Audiobearbeitung 221 Einleitung 221 Video-Zeitlineal und das Raster 222 Hinzufügen von Audiomaterial zu Projekten 223 Event-Fader und -Lautstärke 224 Event-Hüllkurven 224 Auswahlbereiche 225 Bearbeiten von Bereichen 227 Bearbeitungsmodus 227 Texteingabe 228 Bearbeitungsvorgänge 237 Index GS_Nuendo_GBDF.book Seite 122 Montag, 17. März 2008 2:50 141 Einleitung GS_Nuendo_GBDF.book Seite 123 Montag, 17. März 2008 2:50 14124 Einleitung Die Handbücher und die Hilfe Die verschiedenen Bestandteile der Dokumentation von Nuendo sind im Folgenden aufgelistet. Die meisten dieser Dokumente liegen als Adobe Acrobat-Dateien (mit der Dateinamenerweiterung ».pdf«) vor. Sie können auf diese Informationen folgendermaßen zugreifen:

  • Im Programm können Sie alle PDF-Dokumente über das Hilfe- Menü öffnen.
  • Unter Windows können Sie diese Dokumente auch über das Start-Menü öffnen. Wählen Sie unter »Steinberg Nuendo« den Dokumentation-Eintrag.
  • Unter Mac OS X befinden sich die PDF-Dokumente im Ordner “/Library/Documentation/Steinberg/Nuendo 4”. Ö Damit Sie die PDF-Dokumente lesen können, muss die Anwendung Acrobat Reader auf Ihrem Computer in- stalliert sein. Den Reader-Installer finden Sie auf der Programm-DVD. Das Einführung-Handbuch Das Buch, das Sie vor sich haben, deckt die folgenden Bereiche ab:
  • Fragen zur Installation
  • Einrichten des Systems für die Audio-, MIDI- und/oder Video- bearbeitung
  • Lehrgänge (Tutorials), in denen die wichtigsten Verfahren zum Aufnehmen, Wiedergeben, Mischen und Bearbeiten in Nu- endo beschrieben werden. Sie erhalten hier also keine detaillierten Informationen zu den Fenstern, Funktionen und Verfahren von Nuendo. Das Benutzerhandbuch Das Benutzerhandbuch ist die wichtigste Informations- quelle mit ausführlichen Beschreibungen aller Verfahren, Parameter und Funktionen. Die Inhalte des Einführung- Handbuchs sollten Ihnen vertraut sein, bevor Sie mit dem Lesen des Benutzerhandbuchs beginnen. MIDI-Geräte Dieses Dokument enthält Informationen zum Verwalten von MIDI-Geräten und Bedienfeldern. PlugIn-Referenz Dieses Dokument beschreibt die Funktionen und Parame- ter der mitgelieferten VST-PlugIns (Echtzeit-Audioeffekte) und MIDI-Effekte. Netzwerkfunktionen Hier werden die Netzwerkfunktionen von Nuendo be- schrieben, mit denen mehrere Nuendo-Benutzer gleich- zeitig in einem Projekt an einem TCP/IP-basierten P2P- Netzwerk arbeiten können. Fernbedienungsgeräte Hier wird das Einrichten und Verwenden der unterstützten MIDI-Fernbedienungsgeräte für die Arbeit mit Nuendo be- schrieben. Mackie Control Dieses Dokument beschreibt die Verwendung des Fernbe- dienungsgerätes Mackie Control zusammen mit Nuendo. Menübeschreibungen In diesem Dokument sind alle Menüs und Optionen mit ei- ner kurzen Beschreibung aufgeführt. Die Dialog-Hilfe Wenn Sie Informationen über den aktiven Dialog erhalten möchten, klicken Sie auf den Hilfe-Schalter. Die Programmversionen Einige Funktionen und Einstellungen gelten nur für eines der Betriebssysteme Windows oder Mac OS X. Darauf wird an den entsprechenden Stellen deutlich hingewie- sen. Mit anderen Worten: Ö Wenn nichts anderes erwähnt wird, gelten alle Be- schreibungen und Einstellungen für Nuendo sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X. Die Abbildungen der Programmoberfläche wurden mit Nuendo unter Windows aufgenommen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 124 Montag, 17. März 2008 2:50 14125 Einleitung Die Tastaturbefehle Für viele Standardtastaturbefehle in Nuendo werden Son- dertasten verwendet, die sich je nach Betriebssystem un- terscheiden. Der Standardtastaturbefehl für »Rückgängig« ist z.B. unter Windows [Strg]+[Z] und unter Mac OS X [Befehlstaste]+[Z]. Wenn in diesem Handbuch Tastaturbefehle mit Sonder- tasten beschrieben werden, stehen die Windows-Son- dertasten an erster Stelle: [Windows-Sondertaste]/[Mac-Sondertaste]+[Taste] So bedeutet z.B. [Strg]-Taste/[Befehlstaste]-[Z]: »Drücken Sie die [Strg]+Taste unter Windows bzw. die [Befehls- taste] unter Mac OS X und dann die Taste [Z]«. Ö Sie werden in diesem Handbuch oft dazu aufgefordert, mit der rechten Maustaste zu klicken, um beispielsweise ein Kontextmenü zu öffnen. Wenn Sie auf dem Macintosh mit einer Eintastenmaus arbeiten, müssen Sie dafür beim Kli- cken die [Ctrl]-Taste gedrückt halten. So können Sie uns erreichen Im Hilfe-Menü von Nuendo finden Sie Optionen, über die Sie weitere Informationen und Hilfe erhalten können:
  • Im Untermenü »Steinberg im Internet« finden Sie eine Reihe von Links auf verschiedene Web-Seiten von Stein- berg. Wenn Sie eine dieser Optionen auswählen, wird Ihr Internet-Browser gestartet und die entsprechende Web- Seite geöffnet. Hier erhalten Sie technische Unterstützung und Informationen zur Kompa- tibilität, Antworten auf häufig gestellte Fragen, Adressen zum Herunterla- den neuer Treiber aus dem Internet usw. Dazu muss auf Ihrem Computer ein Web-Browser installiert und eine Verbindung zum Internet hergestellt sein. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 125 Montag, 17. März 2008 2:50 142 Systemanforderungen und Installation GS_Nuendo_GBDF.book Seite 126 Montag, 17. März 2008 2:50 14127 Systemanforderungen und Installation Einleitung In diesem Kapitel werden die Systemanforderungen und Installationsvorgänge von Nuendo für Windows und Mac OS X beschrieben. Systemanforderungen Um mit Nuendo arbeiten zu können, benötigen Sie Fol- gendes: Windows
  • Windows XP (Home oder Professional) oder Windows Vista (32 Bit und 64 Bit – siehe unten)
  • Einen 2 GHz Intel Pentium oder AMD Athlon-Prozessor
  • Eine Audio-Hardware, die mit Windows DirectX kompatibel ist; für geringe Latenz wird eine ASIO-kompatible Audio- Hardware empfohlen.
  • Bildschirmauflösung von 1024x768 Pixeln
  • Einen Steinberg Key und einen freien USB-Anschluss
  • Ein DVD ROM-Laufwerk für die Installation
  • Eine Internet-Verbindung für die Aktivierung der Lizenz Macintosh
  • Ein Power Mac G4 1 GHz oder Core Solo 1,5 GHz
  • Bildschirmauflösung von 1024x768 Pixeln
  • Eine CoreAudio-kompatible Audio-Hardware
  • Einen Steinberg Key und einen freien USB-Anschluss
  • Ein DVD ROM-Laufwerk für die Installation
  • Eine Internet-Verbindung für die Aktivierung der Lizenz Ö Wenn Sie die 64-Bit-Version von Nuendo installieren möchten, sollten Sie zuvor das dazugehörige ReadMe- Dokument lesen. Sie finden dieses Dokument (namens »Windows_Vista_64bit_[Spra- che].rtf«) auf der Installations-DVD im Ordner »ReadMe files«. Allgemeines zur Einrichtung des Systems
  • RAM – Die Anzahl der Audiokanäle, mit denen Sie ar- beiten können, hängt unmittelbar von der Größe Ihres Ar- beitsspeichers ab. Die oben angegebene Anforderung an den Arbeitsspeicher ist eine Min- destanforderung. Generell gilt »je mehr, desto besser«.
  • Festplattengröße – Die Größe der Festplatte legt fest, wie viele Minuten Audiomaterial Sie aufnehmen können. Wenn Sie eine Minute Audiomaterial in CD-Qualität in Stereo aufnehmen möchten, benötigen Sie 10MB Speicherplatz auf der Festplatte. Für acht Stereospuren in Nuendo werden also mindestens 80MB Speicherplatz je aufgenommene Minute benötigt.
  • Festplattengeschwindigkeit – Die Geschwindigkeit der Festplatte hat ebenfalls Einfluss darauf, wie viele Audio- spuren aufgenommen werden können. Dieser Festplattenparameter wird auch als »Dauertransferrate« bezeichnet. Auch hier gilt die Regel »je mehr, desto besser«.
  • Tastenradmaus – Obwohl Sie mit einer normalen Maus gut in Nuendo arbeiten können, wird die Verwendung einer Tastenrad-Maus empfohlen. Dadurch können Sie die Wertebearbeitung und den Bildlauf sehr viel schneller durchführen. Anforderungen zum Arbeiten mit MIDI Wenn Sie die MIDI-Funktionen von Nuendo nutzen möch- ten, benötigen Sie Folgendes:
  • Eine MIDI-Schnittstelle zum Anschließen von externen MIDI- Geräten an Ihren Computer.
  • Ein MIDI-Instrument.
  • Das für die Wiedergabe der Sounds Ihrer MIDI-Geräte erfor- derliche Audio-Equipment

Auf den Webseiten von Steinberg finden Sie unter »Support–DAW-Konfiguration« detaillierte Informati- onen darüber, was Sie beachten müssen, wenn Sie ein neues Computer-System zum Arbeiten mit Audio einrichten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 127 Montag, 17. März 2008 2:50 14128 Systemanforderungen und Installation Audio-Hardware Wenn Sie Nuendo verwenden möchten, müssen die fol- genden grundlegenden Anforderungen an die Audio- Hardware erfüllt sein:

  • Eine Samplerate von 44,1kHz muss mindestens unterstützt werden.
  • Windows – Ein eigener ASIO-Treiber oder ein DirectX- oder Windows Multimedia-kompatibler Treiber muss vorhanden sein (siehe unten).
  • Mac – Ein eigener Mac OS X-Treiber (Core Audio oder ASIO) muss zur Verfügung stehen. Verwenden der integrierten Audio-Hardware des Macintosh (nur Mac) Nuendo wurde zwar für die Arbeit mit mehreren Ein- und Ausgangskanälen entwickelt, aber natürlich können Sie auch »normale« Stereoeingänge und -ausgänge benutzen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Handbuchs enthal- ten alle aktuellen Macintosh-Modelle integrierte Audio- Hardware, die für 16 Bit Stereo ausgelegt ist. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Dokumentation zu Ihrem Computer. Je nach Ihren Wünschen und Ansprüchen reicht das zum Arbeiten mit Nuendo aus. Die integrierte Audio-Hardware können Sie in Nuendo immer auswählen – Sie müssen dafür keine zusätzlichen Treiber installieren. Treiber Ein Treiber ist eine spezielle Art von Software, mit dessen Hilfe das Programm mit einer bestimmten Hardware kom- munizieren kann. In diesem Fall ermöglicht der Treiber Nu- endo, die Audio-Hardware zu verwenden. Es gibt verschiedene Arten von Audio-Hardware, die verschie- dene Treiberkonfigurationen benötigen: Audio-Hardware mit einem eigenen ASIO-Treiber Professionelle Audiokarten werden oft mit einem ASIO- Treiber geliefert, der speziell für diese Karte ausgelegt ist. So kann Nuendo direkt mit der Audiokarte kommunizieren. Audiokarten mit eigenen ASIO-Treibern können daher die Latenzzeiten (Eingangs-/Ausgangsverzögerung) verkürzen, was beim Mithören von Audiomaterial über Nuendo oder beim Verwenden von VST-Instrumenten entscheidend ist. Der ASIO-Treiber unterstützt eventuell auch mehrere Ein- und Ausgänge, Routing, Synchronisation usw. ASIO-Treiber, die speziell für bestimmte Audiokarten aus- gelegt sind, werden vom Hersteller der Audiokarten gelie- fert. Informieren Sie sich auf der Website des Herstellers über die neuesten Treiber-Versionen. Audiokarten, die über DirectX kommunizieren (nur Windows) DirectX ist ein Microsoft-Paket zur Verarbeitung verschie- dener Multimedia-Datenformate unter Windows. Nuendo unterstützt DirectX, genauer gesagt DirectSound, ein Be- standteil von DirectX, der für die Wiedergabe und Auf- nahme von Audiomaterial verwendet wird. Dafür sind zwei Treiberarten erforderlich:
  • Ein DirectX-Treiber, der es der Audiokarte ermöglicht, mit Di- rectX zu kommunizieren. Wenn die Audiokarte DirectX unter- stützt, sollte dieser Treiber vom Hersteller der Audiokarte mitgeliefert werden. Wenn der Treiber beim Installieren der Audiokarte nicht mitinstalliert wurde, informieren Sie sich auf der Website des Herstellers.
  • Der ASIO DirectX Full Duplex-Treiber, der es Nuendo ermög- licht, mit DirectX zu kommunizieren. Dieser Treiber wird mit Nuendo geliefert und muss nicht extra installiert werden.

Einige Macintosh-Modelle haben zwar Audio-Aus- gänge, aber keine Eingänge. Das bedeutet, dass Sie ohne zusätzliche Audio-Hardware Audiomaterial nur wiedergeben, aber nicht aufnehmen können.

Wenn es für Ihre Audio-Hardware einen eigenen ASIO-Treiber gibt, sollten Sie diesen verwenden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 128 Montag, 17. März 2008 2:50 14129 Systemanforderungen und Installation Installieren der Hardware Der Steinberg Key Im Lieferumfang von Nuendo ist der so genannte »Aktivie- rungskode« für den Steinberg Key enthalten. Der Stein- berg Key ist ein Kopierschutzstecker (auch »Dongle« genannt), durch den unerlaubtes Vervielfältigen der Soft- ware verhindert wird. Nuendo kann nur zusammen mit dem Steinberg Key gestartet werden. Der Steinberg Key Der Steinberg Key ist eigentlich ein kleiner Computer, auf dem Ihre Steinberg-Software-Lizenzen gespeichert sind. Alle Steinberg-Produkte, die mit Steinberg Keys geschützt sind, verwenden dieselbe Art von Dongle und es ist mög- lich, mehr als eine Lizenz auf einem Key zu speichern. Au- ßerdem können Lizenzen (innerhalb bestimmter Grenzen) zwischen Keys übertragen werden. Dies ist sinnvoll, wenn Sie z.B. eine Software verkaufen möchten. Im Lizenz Kontroll Center von Syncrosoft (das Sie unter Windows im Programme-Untermenü des Start-Menüs und auf dem Mac im Applications-Ordner finden) können Sie überprüfen, welche Lizenzen sich auf Ihrem Steinberg Key befinden.

  • Wenn Sie andere kopiergeschützte Steinberg-Produkte besitzen, können Sie die Lizenzen für Ihre Anwendungen auf einen Steinberg Key übertragen und so nur einen USB-Anschluss des Computers verwenden. Starten Sie dazu einfach den Assistenten des Syncrosoft Lizenz Kon- troll Centers und befolgen Sie die Anweisungen.
  • Im Lieferumfang der Steinberg-Software ist immer ein Aktivierungscode für die Lizent enthalten, aber nicht in al- len Fällen wird der Steinberg Key mitgeliefert. Wenn Sie eine Lizenz für diese Steinberg-Software (z.B. ein VSTi) auf dem mit Nuendo gelieferten Steinberg Key aktivieren möchten, starten Sie den Assistenten zum Herunterladen von Lizenzen von Syncrosoft und befolgen Sie die Anwei- sungen. Weitere Informationen zur Übertragung oder Aktivierung von Lizenzen finden Sie in der Hilfe des Lizenz Kontroll Centers. Installieren der Audio-Hardware und des Treibers

1. Installieren Sie die Audiokarte und die dazugehörige

Software, wie es in der Bedienungsanleitung für die Karte beschrieben wird.

2. Installieren Sie den Treiber für die Karte.

Je nach Art des Betriebssystems gibt es unterschiedliche Treiber, die Sie verwenden können: eigene ASIO-Treiber oder DirectX-Treiber (Win- dows) und Mac OS X-Treiber (Mac). Eigene ASIO-Treiber Wenn für Ihre Audiokarte ein eigener ASIO-Treiber zur Verfügung steht, sollte dieser mit der Audiokarte mitgelie- fert werden. Informieren Sie sich auf der Website des Herstellers über die neusten Treiber-Versionen. Lesen Sie in der Anleitung des Herstellers nach, wie Sie den Treiber installieren. DirectX-Treiber (nur Windows) Wenn Ihre Audiokarte mit DirectX kompatibel ist, werden die entsprechenden DirectX-Treiber beim Installieren der Karte meist mitinstalliert. Wenn Sie spezielle DirectX-Trei- ber für die Audiokarte heruntergeladen haben, beachten Sie die Anleitungen des Herstellers. Mac OS X-Treiber (nur Mac) Wenn Sie einen Macintosh-Computer verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie den aktuellen Mac OS X-Treiber für Ihre Audio-Hardware verwenden. Beachten Sie die Anlei- tungen des Hersteller zur Treiber-Installation. Testen der Audiokarte Führen Sie folgende Tests durch, um sicherzustellen, dass Ihre Audiokarte wie gewünscht funktioniert:

  • Verwenden Sie die mit der Audiokarte gelieferte Soft- ware, um zu überprüfen, ob Sie problemlos Audiomaterial aufnehmen und wiedergeben können.

Bitte lesen Sie den folgenden Abschnitt, bevor Sie die Software für Nuendo installieren. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 129 Montag, 17. März 2008 2:50 14130 Systemanforderungen und Installation

  • Wenn Sie auf die Karte mit einem Betriebssystem-Trei- ber zugreifen, verwenden Sie für die Wiedergabe von Audiomaterial die standardmäßige Audio-Anwendung (z.B. Windows Media Player oder Apple iTunes). Installieren einer MIDI-Schnittstelle/ Synthesizer-Karte Die Installationsanleitung für die MIDI-Schnittstelle wird mit dem Produkt mitgeliefert. Im Folgenden werden die grundlegenden Schritte jedoch kurz beschrieben:

1. Installieren Sie die Schnittstelle (oder die MIDI-Syn-

thesizer-Karte) in Ihrem Computer oder verbinden Sie sie mit einem Anschluss am Computer. Die Art der Installation hängt dabei von der jeweiligen Schnittstelle ab.

2. Wenn die Schnittstelle über einen eigenen Strom-

anschluss und/oder einen Ein/Aus-Schalter verfügt, schalten Sie diesen ein.

3. Installieren Sie den Treiber für die Schnittstelle, wie es

in der Bedienungsanleitung der Schnittstelle beschrieben ist. Informieren Sie sich auch auf der Website des Herstellers über die neu- esten Treiberversionen. Installieren von Nuendo Beim Installationsvorgang werden alle Dateien automa- tisch an den richtigen Stellen abgelegt. Windows

1. Doppelklicken Sie auf die Datei »Nuendo4.msi«.

2. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

1. Doppelklicken Sie auf die Datei »Nuendo4.mpkg«.

2. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

Die Lehrgänge Auf der Installations-DVD finden Sie eine Reihe von Pro- jektdateien und Videos. Diese Dateien werden bei der In- stallation nicht mitinstalliert, Sie können sie aber natürlich manuell auf Ihrem System ablegen. Die Lehrgänge in diesem Einführung-Handbuch beziehen auf diese Lehrgangsprojekte. Wenn Sie die in den Lehr- gängen beschriebenen Abläufe nachvollziehen möchten, sollten Sie die Projektdateien auf Ihren Computer ziehen. Die Lehrgangsprojekte befinden sich auf der Installations- DVD im Ordner »Additional Content–Tutorial Projects«. Das Nuendo Expansion Kit Das Nuendo Expansion Kit erweitert die Standardversion von Nuendo um eine Reihe von Kompositionsfunktionen aus Steinbergs Cubase (die »Cubase Music Tools«). Das Nuendo Expansion Kit (NEK) ist ein separates Produkt, das Sie über Ihren Steinberg-Händler beziehen können. Wenn in diesem Handbuch beschriebene Vorgänge Funktionen verwenden, die nur nach Installation des NEK verfügbar sind, wird das im Text durch »nur Nuendo Ex- pansion Kit« gekennzeichnet. Defragmentieren der Festplatte (nur Windows) Wenn Sie Audiomaterial auf eine Festplatte aufnehmen möchten, auf der sich bereits andere Dateien befinden, soll- ten Sie sie erst defragmentieren. Beim Defragmentieren wird den auf der Festplatte gespeicherten Daten neuer Speicherplatz zugewiesen, um so eine effizientere Ausnut- zung des vorhandenen Speicherplatzes zu erreichen. Dies wird mit einem Defragmentierungsprogramm erreicht.

Für die Leistung der Festplatte beim Aufnehmen von Audiomaterial ist es sehr wichtig, dass die Festplatte optimiert (defragmentiert) ist. Eine solche Optimie- rung sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 130 Montag, 17. März 2008 2:50 14131 Systemanforderungen und Installation Registrieren Sie Ihre Software! Durch das Registrieren Ihrer Software stellen Sie sicher, dass Sie Anspruch auf technische Unterstützung haben und stets über Programm-Updates und andere Neuigkei- ten über Nuendo informiert werden. Sie haben folgende Möglichkeiten Ihre Software zu regis- trieren:

  • Öffnen Sie das Hilfe-Menü in Nuendo und wählen Sie »Registration«. Die Internet-Seite bei Steinberg zum Registrieren Ihrer Software wird geöffnet. Befolgen Sie einfach die Anweisungen auf dem Bildschirm. Wenn Sie Nuendo starten, werden Sie ebenfalls aufgefordert sich zu re- gistrieren.
  • Auf der Installations-DVD von Nuendo finden Sie ein PDF-Dokument zur Registrierung. Drucken Sie dieses Formular aus, geben Sie alle erforderlichen Informationen an und senden Sie es an Steinberg. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 131 Montag, 17. März 2008 2:50 143 Einrichten des Systems GS_Nuendo_GBDF.book Seite 132 Montag, 17. März 2008 2:50 14133 Einrichten des Systems Vorbereitungen für Audioaufnahmen Einrichten des Audiosystems Wie Sie Ihr System genau einrichten, hängt von Ihren per- sönlichen Anforderungen ab, z.B. welche Art von Projek- ten Sie erstellen möchten, welches externe Equipment Sie verwenden möchten, welche Computer-Hardware Ihnen zur Verfügung steht usw. Die folgenden Schaltbilder soll- ten daher nur als Anregung verstanden werden. Die unten dargestellten Anschlüsse können entweder digi- tal oder analog sein. Stereoeingang und -ausgang – das einfachste Audiosystem Wenn Sie nur einen Stereoeingang und -ausgang von Nu- endo verwenden, können Sie die Eingänge Ihrer Audio- Hardware direkt an die Eingangsquelle (z.B. ein Misch- pult) und die Ausgänge an den Verstärker und die Laut- sprecher anschließen. Ein einfacher Stereo-Audioaufbau Dies ist vermutlich der einfachste Aufbau. Wenn Sie Ihre internen Eingangs- und Ausgangsbusse einmal eingerich- tet haben, können Sie Ihre Audioquelle, z.B. ein Mikrofon, an Ihre Audio-Schnittstelle anschließen und mit der Auf- nahme beginnen. Mehrkanaleingang und -ausgang In den meisten Fällen werden Sie über eine komplexere Arbeitsumgebung mit verschiedenen Eingangs- und Aus- gangskanälen verfügen, in die Nuendo integriert werden muss. Je nachdem, mit welchem Equipment Sie arbeiten, können Sie entweder extern oder mit dem Mixer in Nu- endo mischen.
  • Extern mischen bedeutet, dass Sie ein externes Misch- pult haben, das über ein Gruppen- oder Bussystem an die Eingänge der Audio-Hardware angeschlossen ist. Im unteren Beispiel werden die Signale über vier Busse an die Eingänge der Audiokarte geleitet. Die vier Ausgänge werden zum Mithören und zur Wiedergabe an das Mischpult angeschlossen. Weitere Eingänge Ihres Mischpults können Sie zum Anschließen von Audioquellen wie Mikrofo- nen oder Instrumenten verwenden. Ein Mehrkanal-Audioaufbau mit externem Mischpult. Ö Wenn Sie eine Eingangsquelle (z.B. ein Mischpult) an die Audio-Hardware anschließen, sollten Sie nicht den Master-Ausgang, sondern einen separaten Ausgangsbus, Send, o. Ä. verwenden, damit Sie nicht aufnehmen, was Sie wiedergeben. Sie können Ihr Mischpult auch über FireWire anschließen.

Vergewissern Sie sich, dass alle Geräte ausgeschal- tet sind, bevor Sie Änderungen an den Anschlüssen vornehmen! GS_Nuendo_GBDF.book Seite 133 Montag, 17. März 2008 2:50 14134 Einrichten des Systems

  • Wenn Sie den Mixer in Nuendo verwenden, können Sie die Eingänge Ihrer Audio-Hardware verwenden, um Mi- krofone und/oder externe Geräte anzuschließen. Verwen- den Sie die Ausgänge, um Ihr Monitoring-Equipment anzuschließen. Nur Nuendo: Sie können sehr komplexe Systeme mit externen Instru- menten und Effekten verwenden und Nuendo nahtlos mit all Ihrem exter- nen Equipment integrieren. Verwenden Sie dazu den Control Room (siehe die Kapitel »VST-Verbindungen: Einrichten von Eingangs- und Ausgangsbussen« und »Der Control Room« im Benutzerhandbuch). Mischen mit Nuendo Anschließen für Surround-Sound Wenn Sie für Surround-Sound mischen, können Sie die Ausgänge der Audiokarte an einen Mehrkanal-Verstärker mit mehreren Surround-Kanälen anschließen. Ein Surround-Wiedergabe-Aufbau Nuendo unterstützt eine Reihe von Surround-Formaten. Mit dem oben gezeigten Aufbau können Sie Abmischun- gen sowohl für LRCS (z.B. ProLogic) als auch für 5.1 vor- nehmen, wobei dann die zwei Surround-Lautsprecher dasselbe Material wiedergeben (aus dem Surround-Ka- nal). Der Unterschied zwischen den beiden Formaten ist der LFE-Kanal, der in LRCS nicht verwendet wird. Aufnehmen von einem CD-Player Die meisten Computer enthalten ein CD-ROM-Laufwerk, das Sie wie einen herkömmlichen CD-Player verwenden können. Manchmal ist der CD-Player intern an die Hard- ware angeschlossen, so dass Sie direkt vom Ausgang des CD-Players in Nuendo aufnehmen können. (Wenn Sie sich nicht sicher sind, lesen Sie in der Dokumentation zu Ihrer Audio-Hardware nach.)
  • Das Routing und die Pegeländerungen für das Aufnehmen von einer CD (falls diese Funktion verfügbar ist) werden in ei- ner speziellen Anwendung vorgenommen (siehe »Die Konfigu- ration Ihrer Audio-Hardware« auf Seite 135).
  • Sie können in Nuendo Titel von Audio-CDs direkt einlesen (siehe das Kapitel »Arbeiten mit Dateien« im Benutzerhand- buch). Word-Clock-Anschlüsse Wenn Sie einen digitalen Audioanschluss verwenden, be- nötigen Sie auch eine Word-Clock-Verbindung zwischen der Audio-Hardware und den externen Geräten. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Ihrer Audio-Hardware. Aufnahmepegel und Eingänge Beachten Sie beim Anschließen der Geräte unbedingt, dass die absoluten Betriebspegel der verschiedenen Ein- gänge zueinander passen müssen. Normalerweise gibt es verschiedene Eingänge z.B. für Mikrofone, Line-Pegel für den semiprofessionellen (-10 dBV) bzw. für den professio- nellen Bereich (+4 dBV). Manchmal können Sie auch die Eingangscharakteristik über die Audio-Schnittstelle bzw. deren Bedienfeld anpassen. Weitere Informationen entneh- men Sie bitte der Dokumentation zu Ihrer Audio-Hardware.

Die Word-Clock-Synchronisation muss unbedingt genau erfolgen, andernfalls kann es zu Störgeräu- schen in Ihren Aufnahmen kommen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 134 Montag, 17. März 2008 2:50 14135 Einrichten des Systems Die Auswahl der richtigen Eingänge ist sehr wichtig, um Verzerrungen und Rauschen in den Aufnahmen zu vermei- den. Die Konfiguration Ihrer Audio-Hardware Mit der Audio-Hardware sollten Sie mindestens ein Hilfsprogramm erhalten haben, mit dem Sie die Eingänge der Hardware entsprechend Ihren Anforderungen konfi- gurieren können. Dazu gehört:

  • Auswählen der aktiven Ein-/Ausgänge.
  • Einrichten der Word-Clock-Synchronisation (falls vorhanden).
  • Ein- und Ausschalten der Mithörfunktion über die Hardware (siehe »Mithören (Monitoring)« auf Seite 137).
  • Einstellen der Pegel für jeden Eingang. Dies ist sehr wichtig!
  • Einstellen der Pegel für die Ausgänge, so dass diese mit den Geräten übereinstimmen, die Sie zum Mithören verwenden.
  • Auswählen der digitalen Eingangs- und Ausgangsformate.
  • Vornehmen von Einstellungen für die Audiopuffer. In vielen Fällen finden Sie die verfügbaren Einstellungen für die Audio-Hardware in einem Bedienfeld, das wie weiter unten beschrieben über Nuendo geöffnet werden kann (oder eigenständig aufgerufen werden kann, wenn Nuendo nicht läuft). In manchen Fällen stehen mehrere unterschied- liche Anwendungen und Bedienfelder zur Verfügung – wei- tere Informationen entnehmen Sie bitte der Dokumentation zu Ihrer Audiokarte. Auswählen eines Treibers und Audioeinstellungen in Nuendo Zuerst müssen Sie den richtigen Treiber in Nuendo aus- wählen, damit das Programm mit der Audio-Hardware kommunizieren kann:

1. Starten Sie Nuendo, wählen Sie im Geräte-Menü den

Befehl »Geräte konfigurieren…« und klicken Sie in der Lis- te links auf »VST-Audiosystem«. Die Seite »VST-Audiosystem« im Dialog »Geräte konfigurieren«.

2. Wählen Sie im Einblendmenü »ASIO-Treiber« Ihre Au-

dio-Hardware aus. In diesem Einblendmenü stehen unter Umständen mehrere Treiber für dieselbe Audio-Hardware zur Verfügung. Wenn Sie einen Treiber ausge- wählt haben, wird dieser zur Geräteliste hinzugefügt.

3. Wählen Sie Ihren Treiber in der Geräteliste aus, um

die Treibereinstellungen für Ihre Audio-Hardware vorzu- nehmen.

In Nuendo können Sie die Eingangspegel nicht an- passen, da diese Anpassung je nach Audiokarte un- terschiedlich erfolgt. Sie können die Eingangspegel aber über eine spezielle, mit der Hardware gelieferte Anwendung oder über das dazugehörige Bedienfeld anpassen (siehe unten).

Verwenden Sie unter Windows einen ASIO-Treiber, der speziell für Ihre Hardware geschrieben wurde. Wenn Sie keinen ASIO-Treiber installiert haben, überprüfen Sie, ob der Hersteller Ihrer Audio-Hard- ware einen ASIO-Treiber, z.B. zum Herunterladen im Internet, zur Verfügung stellt. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 135 Montag, 17. März 2008 2:50 14136 Einrichten des Systems

4. Öffnen Sie das Bedienfeld für die Audio-Hardware und

passen Sie die Einstellungen gemäß den Empfehlungen des Herstellers Ihrer Audio-Hardware an.

  • Unter Windows öffnen Sie das Bedienfeld über den Di- alog »Geräte konfigurieren« durch Klicken auf den Schal- ter »Einstellungen…«. Der angezeigte Dialog wird durch den Hersteller Ihrer Audio-Hardware und nicht durch Nuendo bestimmt (außer wenn Sie einen DirectX- oder MME-Treiber verwenden, siehe unten). Daher stehen je nach Marke und Typ der Audiokarte unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Der Dialog für den ASIO DirectX-Treiber bildet eine Ausnahme, da er von Steinberg zur Verfügung gestellt werden. Diese Dialoge werden in der Dialog-Hilfe beschrieben.
  • Unter Mac OS X finden Sie das Bedienfeld für Ihre Au- dio-Hardware in den Systemeinstellungen, die Sie über das Apfel-Menü oder das Dock öffnen. Wenn Sie mit der im Macintosh integrierten Audio-Hardware arbeiten, verwenden Sie das Ton-Bedienfeld in den Systemeinstellungen, um Ge- samtlautstärke, Balance usw. einzustellen. Wenn Sie mit einer ASIO-fähigen Audio-Hardware arbeiten, klicken Sie auf den Schalter »Einstellungen…«, um das Bedienfeld zu öffnen.

5. Wenn Sie verschiedene Audioanwendungen gleich-

zeitig verwenden möchten, ist es sinnvoll, die Option »ASIO-Treiber deaktivieren, wenn Programm im Hinter- grund läuft« auf der Seite »VST-Audiosystem« einzuschal- ten. Auf diese Weise können Sie aus einer anderen Anwendung über Ihre Audio-Hardware wiedergeben, auch wenn Nuendo gerade läuft. Die aktive Anwendung (das »oberste Fenster« auf Ihrem Desktop) greift dann auf Ihre Audio-Hardware zu. Stellen Sie sicher, dass auch die an- dere Anwendung den ASIO-Treiber (bzw. Mac OS X-Treiber) wieder deaktiviert, so dass er von Nuendo verwendet werden kann, wenn es wieder die aktive Anwendung ist.

6. Wenn Ihre Audio-Hardware und der dazugehörige

Treiber das direkte Mithören über ASIO unterstützen, kön- nen Sie auf der Seite für den Treiber die Option »Direktes Mithören« einschalten. Weitere Informationen zum Mithören finden Sie weiter hinten in diesem Kapitel und im Kapitel »Aufnahme« im Benutzerhandbuch.

7. Klicken Sie auf »Übernehmen« und anschließend auf

»OK«, um den Dialog zu schließen. Wenn Sie Audio-Hardware mit einem DirectX-Treiber verwenden (nur Windows) Nuendo wird mit einem Treiber namens »ASIO DirectX Full Duplex« ausgeliefert, den Sie im Einblendmenü »ASIO-Trei- ber« (auf der Seite »VST-Audiosystem«) auswählen können. Ö Die Funktionen von DirectX Full Duplex können nur voll- ständig genutzt werden, wenn die Audio-Hardware WDM (Windows Driver Model) in Kombination mit DirectX 8.1 oder höher unterstützt. Andernfalls werden die Audioeingänge von DirectX emuliert. (In der Dia- log-Hilfe finden Sie weitere Informationen über den Einstellungen-Dialog für ASIO DirectX Full Duplex.) Ö Bei der Installation von Nuendo wurde bereits die neu- este Version von DirectX auf Ihrem Computer installiert. Wenn der ASIO DirectX Full Duplex-Treiber im Dialog »Geräte konfigurieren« ausgewählt ist, können Sie über den Schalter »Einstellungen…« das ASIO-Bedienfeld öff- nen und folgende Einstellungen vornehmen (weitere Infor- mationen erhalten Sie über die Hilfe im Bedienfeld):

  • Direct Sound – Ausgangs- und Eingangsanschlüsse In der Liste links im Dialog werden die verfügbaren Ein- und Ausgänge angezeigt. In vielen Fällen wird nur ein Anschluss pro Liste angezeigt. Über die Felder links in der Liste können Sie die einzelnen Anschlüsse ein- bzw. ausschalten.
  • Gegebenenfalls können Sie die Blockgröße der Puffer und den Versatz einstellen, indem Sie im Wertefeld dop- pelklicken und einen neuen Wert eingeben. In der Regel sollte es mit den Standardeinstellungen jedoch gut funktionie- ren. Audiopuffer werden verwendet, wenn Audiomaterial zwischen der Au- dio-Hardware und Nuendo ausgetauscht wird. Mit einem großen Audiopuffer stellen Sie sicher, dass bei der Wiedergabe keine Störgeräu- sche auftreten. Jedoch wird auf diese Weise die »Latenz« erhöht, d.h. die Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt, an dem das Audiomaterial vom Pro- gramm »gesendet« wird, und dem Zeitpunkt, an dem Sie es wirklich hören.
  • Offset (Versatz) Wenn bei der Wiedergabe von MIDI- und Audiomaterial ein konstanter Versatz zu hören ist, können Sie mit diesem Wert die Eingangs- oder Ausgangs-Latenz anpassen.

Wenn Ihre Windows-Audio-Hardware nicht über ei- nen eigenen ASIO-Treiber verfügt, sollten Sie einen DirectX-Treiber verwenden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 136 Montag, 17. März 2008 2:50 14137 Einrichten des Systems Einstellen der Eingangs- und Ausgangs- Anschlüsse Wenn Sie die Treiber ausgewählt und die Einstellungen wie oben beschrieben vorgenommen haben, müssen Sie einstellen, welche Eingänge und Ausgänge verwendet werden sollen und diese benennen:

1. Wählen Sie im Dialog »Geräte konfigurieren« Ihren

Treiber aus der Liste links aus, um die Treibereinstellungen für Ihre Audio-Hardware anzuzeigen. Alle Ausgangs-Anschlüsse der Audio-Hardware werden aufgelistet.

2. Wenn Sie einen Ausgang ausblenden möchten, klicken

Sie in die Sichtbar-Spalte für den Ausgang (so dass er nicht markiert ist). Nicht sichtbare Anschlüsse können im Dialog »VST-Verbindungen«, in dem Sie Ihre Eingangs- und Ausgangsbusse einstellen, nicht gesehen und daher auch nicht ausgewählt werden (siehe »Einrichten der VST- Verbindungen« auf Seite 145 und das Kapitel »VST-Verbindungen: Ein- richten von Eingangs- und Ausgangsbussen« im Benutzerhandbuch).

3. Wenn Sie einen Anschluss umbenennen möchten, kli-

cken Sie in der Liste auf den Namen in der Spalte »Anzei- gen als« und geben Sie einen neuen Namen ein. Ö Sie sollten den Anschlüsse Namen geben, die auf die Kanal-Konfiguration verweisen (und nicht auf das jeweilige Hardware-Modell)! In einem 5.1-Surround-Audioaufbau beispielsweise könnten Sie die sechs Anschlüsse folgendermaßen benennen: Links, Rechts, Center, LFE, Links- Surround und Rechts-Surround. Auf diese Weise ist es einfacher, Projekte zwischen mehreren Computern zu übertragen, z.B. in unterschiedlichen Studios. Wenn auf beiden Computern dieselben Anschluss-Namen ver- wendet werden, weist Nuendo die Bus-Verbindungen automatisch richtig zu, egal auf welchem Computer Sie das Projekt öffnen.

4. Klicken Sie auf »OK«, um den Dialog »Geräte konfigu-

rieren« zu schließen und Ihre Einstellungen anzuwenden. Mithören (Monitoring) In Nuendo bedeutet Mithören das Anhören des Eingangs- signals, während die Aufnahme vorbereitet bzw. während aufgenommen wird. Grundsätzlich gibt es drei Möglich- keiten zum Mithören: Externes Mithören Zum externen Mithören (d.h. zum Anhören des Eingangs- signals, bevor es Nuendo erreicht) benötigen Sie ein ex- ternes Mischpult, um die Audiowiedergabe mit dem Eingangssignal zu mischen. Dies kann ein selbständiges Mischpult sein oder eine Mixer-Anwendung für Ihre Audio- Hardware, sofern diese über einen Modus verfügt, mit dem das Audioeingangssignal wieder aus der Anwen- dung herausgeleitet werden kann (der üblicherweise mit »Thru«, »Direct Thru« oder ähnlich bezeichnet wird). Über Nuendo In diesem Fall wird das Audiosignal vom Eingang in Nu- endo geleitet, eventuell über Nuendo-Effekte und EQ und zurück zum Ausgang. Sie können die Mithörfunktion dann über Einstellungen in Nuendo steuern. Auf diese Weise können Sie den Pegel für das Mithören über Nuendo steuern und Effekte nur zum mitgehörten Si- gnal hinzufügen.

Wenn Sie einen Anschluss ausblenden, der bereits von einem Bus verwendet wird, werden Sie gefragt, ob Sie diesen Schritt wirklich durchführen möchten. Beachten Sie, dass dabei der Ausgangs-Anschluss deaktiviert wird! GS_Nuendo_GBDF.book Seite 137 Montag, 17. März 2008 2:50 14138 Einrichten des Systems Direktes Mithören über ASIO Wenn Ihre Audio-Hardware ASIO-2.0-kompatibel ist, un- terstützt sie vermutlich das direkte Mithören über ASIO. (Dies ist ggf. auch bei Audio-Hardware mit Mac OS X- Treibern der Fall.) Bei dieser Methode geschieht das ei- gentliche Mithören über die Audio-Hardware, indem das Eingangssignal wieder nach außen geleitet wird. Gesteu- ert wird das Mithören jedoch über Nuendo. Das bedeutet, dass die Funktion der Audio-Hardware zum direkten Mit- hören von Nuendo automatisch ein-/ausgeschaltet wer- den kann. Weitere Informationen zum Mithören finden Sie im Kapitel »Aufnahme« im Benutzerhandbuch. Beachten Sie jedoch Folgendes:

  • Zum externen Mithören über Ihre Audio-Hardware müs- sen die entsprechenden Optionen in der Mixer-Anwen- dung Ihrer Audio-Hardware eingeschaltet sein. Ö Wenn Sie eine Audiokarte vom Typ »RME Audio Ham- merfall DSP« benutzen, müssen Sie in den Voreinstellun- gen der Karte als Pan-Law »-3dB« einstellen. Vorbereitungen für MIDI-Aufnahmen In diesem Abschnitt wird das Anschließen und Einrichten von MIDI-Geräten beschrieben. Wenn Sie keine MIDI- Geräte verwenden, können Sie diesen Abschnitt über- springen. Anschließen der MIDI-Geräte In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass Sie über ein MIDI-Keyboard und einen externen MIDI-Klang- erzeuger verfügen. Das Keyboard liefert dem Computer dabei einerseits MIDI-Informationen für die Aufnahme und gibt andererseits MIDI-Spuren wieder. Der Klangerzeuger wird nur zur Wiedergabe verwendet. Wenn Sie die Option »MIDI-Thru aktiv« von Nuendo verwenden (siehe weiter hinten), können Sie den richtigen Sound über den Klangerzeuger hören, während Sie auf dem Keyboard spielen oder aufnehmen. Ein typischer MIDI-Systemaufbau Wenn Sie mehr Instrumente für die Wiedergabe verwen- den möchten, verbinden Sie den MIDI-Thru-Anschluss des Klangerzeugers mit dem MIDI-In des nächsten Instruments usw. Bei diesem Aufbau wird während der Aufnahme im- mer das erste Keyboard gespielt. Sie können jedoch alle Geräte verwenden, um die Klänge wiederzugeben. Einstellen von MIDI-Thru und Local On/Off Im Programmeinstellungen-Dialog (unter Windows im Da- tei-Menü und unter Mac OS X im Nuendo-Menü) finden Sie auf der MIDI-Seite die Option »MIDI-Thru aktiv«, die Sie ein- oder ausschalten können. Diese Funktion steht im Zusammenhang mit der Funktion »Local On/Off« bzw. »Local Control On/Off« des MIDI-Instruments.
  • Wenn Sie mit einem MIDI-Keyboard arbeiten, wie oben be- schrieben, sollte die Option »MIDI-Thru aktiv« eingeschaltet und das Instrument auf »Local Off« eingestellt sein (oder auch »Local Control Off« – Details entnehmen Sie bitte der Doku- mentation Ihres Instruments). Das vom Keyboard gesendete

Vergewissern Sie sich, dass alle Geräte ausgeschal- tet sind, bevor Sie Änderungen an den Anschlüssen vornehmen!

Wenn Sie mehr als drei Klangquellen benutzen möch- ten, verwenden Sie eine Schnittstelle mit mehr als ei- nem Ausgang oder eine separate MIDI-Thru-Box an Stelle der Thru-Buchsen an den einzelnen Geräten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 138 Montag, 17. März 2008 2:50 14139 Einrichten des Systems MIDI-Signal wird in Nuendo aufgenommen und gleichzeitig in das Instrument zurückgeleitet, so dass Sie wirklich hören, was Sie spielen, ohne dass das Keyboard seine eigenen Klänge ansteuern kann.

  • Wenn Sie ein MIDI-Keyboard verwenden, das selbst keine Töne erzeugt, sollte die Option »MIDI-Thru aktiv« in Nuendo ebenfalls eingeschaltet sein. Die Einstellungen für »Local On/ Off« müssen Sie hier nicht beachten.
  • Die Option »MIDI-Thru aktiv« sollte nur dann ausgeschaltet sein, wenn Sie Nuendo nur mit einem Keyboard verwenden und die- ses Instrument nicht über den Modus »Local Off« verfügt.
  • Beachten Sie, dass MIDI-Thru nur für MIDI-Spuren aktiv ist, die sich im Aufnahmemodus befinden oder deren Monitor- Schalter eingeschaltet ist. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel »Aufnahme« im Benutzerhandbuch. Einrichten von MIDI-Anschlüssen in Nuendo Im Dialog »Geräte konfigurieren« können Sie Ihr MIDI-Sys- tem wie folgt einstellen: Ö Wenn Sie die Einstellungen für MIDI-Anschlüsse im Dialog »Geräte konfigurieren« ändern, wird dies automa- tisch vom Programm übernommen. Ein- und Ausblenden von MIDI-Anschlüssen Die MIDI-Anschlüsse werden im Dialog »Geräte konfigu- rieren« auf der Seite »MIDI-Anschluss-Einstellungen« auf- gelistet. Klicken Sie in die Sichtbar-Spalte für einen MIDI- Eingang bzw. -Ausgang, um festzulegen ob der Anschluss in den MIDI-Einblendmenüs des Programms angezeigt werden soll. Beachten Sie, dass wenn Sie einen bereits für eine Spur oder ein MIDI-Gerät ausgewählten MIDI-Anschluss aus- blenden möchten, der Anschluss dadurch ausgeschaltet wird. In diesem Fall wird ein Dialog angezeigt, in dem Sie entweder den Anschluss ausblenden und dadurch auch ausschalten oder den Vorgang abbrechen können. Einstellen der Option »All MIDI Inputs« Wenn Sie MIDI-Aufnahmen in Nuendo machen, können Sie festlegen, welchen MIDI-Eingang jede aufgenommene MIDI-Spur verwenden soll. Wenn Sie die Option »All MIDI Inputs« verwenden, werden alle MIDI-Daten von allen MIDI-Eingängen aufgenommen. In der Spalte »All MIDI Inputs« im Dialog »Geräte konfigurie- ren« können Sie genau festlegen, welche Eingänge berück- sichtigt werden sollen, wenn Sie die Option »In All MIDI Inputs« für eine MIDI-Spur auswählen. Dies ist besonders sinnvoll, wenn Ihr System mehrere Instanzen eines physika- lischen MIDI-Eingangs unterstützt. In diesem Fall können Sie die Duplikate ausschalten, um sicher zu gehen, dass nur die gewünschten MIDI-Daten aufgenommen werden. Ö Wenn Sie ein MIDI-Fernbedienungsgerät an Ihren Computer angeschlossen haben, schalten Sie diesen MIDI-Eingang auf der Seite »All MIDI Inputs« aus. So stellen Sie sicher, dass Sie die Daten des Fernbedienungsgeräts nicht versehentlich aufnehmen, wenn die Option »All MIDI Inputs« als Eingang für eine MIDI-Spur ausgewählt ist. Wenn die Option »MIDI- Thru aktiv« in Nuendo ein- geschaltet ist, werden ein- gehende MIDI-Daten sofort nach außen weitergegeben. Jede gespielte Taste wird in Form von MIDI-Daten an Nuendo gesendet. Von außen kommende MIDI-Daten werden von der Klangerzeugung im Instrument umgesetzt. Wenn »Local Control« am Instrument eingeschaltet ist, wird jede gespielte Note direkt von der internen Klangerzeugung des Instruments umgesetzt. Wenn »Local Control« ausgeschaltet ist, wird die Verbindung unterbrochen. »Synth« GS_Nuendo_GBDF.book Seite 139 Montag, 17. März 2008 2:50 14140 Einrichten des Systems Anschließen eines Synchronisierers Wenn Sie Nuendo zusammen mit externen Bandmaschinen verwenden möchten, werden Sie vermutlich einen Synchro- nisierer in Ihr System integrieren müssen. Das Anschließen und Einrichten für die Synchronisation wird im Kapitel »Syn- chronisation« im Benutzerhandbuch beschrieben. Vorbereitungen für Videoaufnahmen Sie können in Nuendo Videodateien in den Formaten AVI, Quicktime oder MPEG wiedergeben. Unter Windows können Sie Videodateien mit DirectX, DirectShow oder Quicktime wiedergeben. Unter Mac OS X wird Quicktime als Wiedergabe-Engine verwendet. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten für die Vide- owiedergabe:
  • Ohne besondere Hardware. Obwohl dies in vielen Situationen ausreicht, schränkt es die Größe des internen Videofensters sowie die Bildqualität ein.
  • Über FireWire (Mac OS X). Über den FireWire-Port können Sie Videos auf einem externen Monitor wiedergeben, mit Hilfe eines DV-zu-Video-Konverters oder einer DV-Ka- mera (siehe auch das Video-Kapitel im Benutzerhandbuch). Dies gilt für DV-Videos. Für die Wiedergabe wird QuickTime verwendet.
  • Mit Grafikkarten (Windows). Sie können Multihead-Grafikkarten mit Overlay-Unterstützung verwen- den, um das Videobild auf einem externen Monitor darzustellen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Handbuchs bieten die Hersteller nVIDIA und Matrox derartige Lösungen an.
  • Mit Videokarten. Sie können auch Videokarten verwenden, um das Videobild auf einem externen Monitor darzustellen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Handbuchs ist z.B.Decklink (Blackmagic) verwendbar. Wenn Sie spezielle Video-Hardware verwenden, beach- ten Sie bei der Installation und der Einrichtung die Emp- fehlungen des Herstellers. Bevor Sie die Video-Hardware mit Nuendo verwenden, sollten Sie die Hardware-Installation mit den Dienstpro- grammen, die mit der Hardware mitgeliefert wurden und/ oder dem Windows Media Player oder dem Quicktime Player (Mac OS X) testen. Optimieren der Audioleistung In diesem Abschnitt erhalten Sie nützliche Hinweise und Tipps zur Leistungsoptimierung Ihres Nuendo-Systems. Ein Teil dieses Abschnitts nimmt Bezug auf die Hardware-Ei- genschaften und kann beim Aufrüsten Ihres Systems als Leitfaden verwendet werden. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine kurze Beschreibung. Details sowie aktuelle In- formationen erhalten Sie auf der Nuendo-Website (siehe »So können Sie uns erreichen« auf Seite 125). Leistungsmerkmale Es gibt zwei wesentliche Systemeigenschaften, die Einfluss auf die Leistungsfähigkeit Ihres Nuendo-Systems haben: Spuren und Effekte Kurz gesagt: Je schneller Ihr Computer ist, desto mehr Spuren, Effekte und EQ können Sie wiedergeben. Was genau einen »schnellen Computer« ausmacht, ist schon fast eine Wissenschaft für sich. Weiter unten erhalten Sie einige Tipps. Kurze Ansprechzeiten (Latenz) Ein weiteres wichtiges Leistungsmerkmal ist die Ansprech- zeit (Latenz). Diese tritt auf, weil das Audiomaterial in Ihrem Computer in kleinen Einheiten in verschiedenen Phasen des Aufnahme- und Wiedergabeprozesses zwischenge- speichert werden muss. Je zahlreicher und größer diese Einheiten sind, desto höher ist der Latenzwert. Ein hoher Latenzwert ist besonders nachteilig beim Ver- wenden von VST-Instrumenten und beim Mithören über den Computer (d.h. wenn Sie eine Live-Audioquelle über den Nuendo-Mixer und die Effekte anhören). Sehr lange Latenzzeiten (mehrere hundert Millisekunden) können bei anderen Vorgängen, wie dem Mischen, hinderlich sein, da sich z.B. das Verschieben eines Reglers erst deutlich spä- ter auf das Audiomaterial auswirkt.

Vergewissern Sie sich, dass alle Geräte ausgeschal- tet sind, bevor Sie Änderungen an den Anschlüssen vornehmen!

Vergewissern Sie sich, dass alle Geräte ausgeschal- tet sind, bevor Sie Änderungen an den Anschlüssen vornehmen! GS_Nuendo_GBDF.book Seite 140 Montag, 17. März 2008 2:50 14141 Einrichten des Systems Selbst wenn durch direktes Mithören und andere Verfahren die durch sehr lange Latenzzeiten entstehenden Probleme verringert werden können, ist es praktischer und besser, mit einem System zu arbeiten, das schnell anspricht.

  • Je nach Audio-Hardware können Sie die Latenzzeiten verkürzen, indem Sie die Größe und die Anzahl der Puffer verringern. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Ihrer Audio-Hard- ware oder, wenn Sie einen DirectX-Treiber verwenden, in der Dialog-Hilfe. Systemeigenschaften, die die Leistung beeinflussen CPU und Prozessor-Cache Es versteht sich von selbst: Je schneller der Prozessor, um so besser. Es gibt jedoch einige Faktoren, die die Leis- tung Ihres Computers beeinflussen. Dazu gehören die Geschwindigkeit und die Art des Busses (wir empfehlen dringend einen PCI-Bus), die Größe des Prozessor-Ca- ches und natürlich Marke und Typ des Prozessors. Nu- endo arbeitet mit Fließkommaberechnungen. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen Prozessors darauf, dass die- ser für Fließkommaberechnungen gut geeignet ist. Beachten Sie außerdem, dass Nuendo volle Unterstüt- zung für Multi-Prozessor-Systeme bietet. Wenn Sie also ein Computersystem mit mehreren Prozessoren verwen- den, kann Nuendo alle vorhandenen Kapazitäten nutzen und die Aufgaben gleichmäßig auf die verfügbaren Pro- zessoren verteilen (siehe »Erweiterte Optionen« auf Seite 142). Festplatte und Festplatten-Controller Die Anzahl der Spuren, die Sie gleichzeitig auf Ihrer Fest- platte aufnehmen und wiedergeben können, ist auch von der Geschwindigkeit der Festplatte und vom Festplatten- Controller abhängig. Wenn Sie eine Kombination von E- IDE-Festplatte und Controller verwenden, sollte der DMA- Übertragungsmodus eingestellt sein. Unter Windows kön- nen Sie den verwendeten Modus überprüfen, indem Sie den Windows Geräte-Manager öffnen und die Eigen- schaften der primären und sekundären Kanäle des IDE ATA/ATAPI-Controllers anzeigen lassen. Standardmäßig ist der DMA-Modus eingeschaltet. Das System kann diese Option allerdings automatisch ausschalten, z.B. wenn Hardware-Probleme auftreten. Audio-Hardware und Treiber Die Audio-Hardware und ihr Treiber können sich auf die normale Leistung auswirken. Eine schlecht geschriebene Treiber-Software kann die Leistung Ihres Computers her- absetzen. Die Eigenschaften Ihres Hardware-Treibers wir- ken sich jedoch am deutlichsten auf die Latenz aus. Dies gilt besonders für die Verwendung von Nuendo unter Windows:
  • Unter Windows sind eigens für die Hardware konzipierte ASIO-Treiber leistungsfähiger als MME- oder DirectX-Trei- ber. Sie führen auch zu kürzeren Latenzzeiten.
  • Unter Mac OS X kann Audio-Hardware mit speziellen Mac OS X-Treibern (Core Audio) sehr leistungsfähig sein. Die Latenzzeiten sind sehr kurz. Dennoch gibt es bestimmte Zusatzfunktionen, die zurzeit nur von ASIO- Treibern zur Verfügung gestellt werden, z.B. das ASIO-Positionierungs- protokoll. Einstellungen, die die Leistung beeinflussen Auswählen eines Treibers für Ihre Audio-Hardware Wie unter »Auswählen eines Treibers und Audioeinstellun- gen in Nuendo« auf Seite 135 beschrieben, empfiehlt es sich, einen speziell für Ihre Audio-Hardware konzipierten Standard-ASIO-Treiber zu installieren und zu verwenden. Überprüfen Sie auf der Website des Herstellers, ob Sie über die aktuelle Version des Treibers verfügen usw. Einstellen des Audioblocks (Puffers) Der Audioblock bestimmt, wie Audiomaterial an die bzw. von der Audio-Hardware gesendet wird. Die Größe des Audioblocks beeinflusst die Latenz und die Audioleistung. Generell gilt: Je geringer die Audioblockgröße, desto ge- ringer die Latenz. Andererseits beanspruchen kleinere Audioblöcke den Computer sehr stark. Wenn die Audio- blockgröße zu gering ist, kann dies Störgeräusche und Aussetzer bzw. anderen Probleme bei der Audiowieder- gabe verursachen.

Es wird dringend empfohlen, Audio-Hardware zu verwenden, für die ein spezieller ASIO-Treiber er- hältlich ist. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 141 Montag, 17. März 2008 2:50 14142 Einrichten des Systems

  • Unter Mac OS X können Sie die Audioblockgröße auf der Seite »VST-Audiosystem« im Dialog »Geräte konfigu- rieren« anpassen. Einstellungen für die Puffer befinden sich manchmal auch im Bedienfeld der Audio-Hardware.
  • Unter Windows können Sie die Audioblockgröße im Bedienfeld für die Audio-Hardware einstellen. Klicken Sie im Dialog »Geräte konfigurieren« auf der Treiber-Seite auf den Schalter »Einstellungen…«. Erweiterte Optionen Auf der Seite »VST-Audiosystem« finden Sie im Bereich »Erweiterte Optionen« erweiterte Einstellungen für die VST-Engine und die Option »Multi-Prozessor-Modus«. Wenn der Multi-Prozessor-Modus eingeschaltet ist (Stan- dardeinstellung bei einem Hyper-Threading- oder Multi- Prozessor-System – in einem System mit einer einzelnen CPU ist diese Option nicht verfügbar) und mehr als eine CPU in Ihrem System vorliegen, wird die Prozessor- auslastung gleichmäßig auf die verfügbaren CPUs verteilt, so dass Nuendo den vollen Nutzen aus der kombinierten Leistung mehrerer Prozessoren ziehen kann. Weitere In- formationen finden Sie in der Dialog-Hilfe. Wenn Sie die Option »Niedrigere Latenz« einschalten, wird die Schutzfunktion vor Überlastung des Computers deakti- viert. Auf diese Weise können geringere Latenzzeiten erzielt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Hilfe. Optimieren der Prozessorleistung (nur Windows) Damit Sie beim Verwenden von ASIO unter Windows XP (in einem System mit einer einzelnen CPU) die geringst- mögliche Latenz erhalten, muss die Systemleistung für die Hintergrunddienste optimiert werden:

1. Öffnen Sie über das Start-Menü den Systemsteuerung-

Dialog und doppelklicken Sie auf »System«.

2. Öffnen Sie die Erweitert-Registerkarte und klicken Sie

im Systemleistung-Bereich auf den Einstellungen-Schalter. Der Leistungsoptionen-Dialog wird geöffnet.

3. Wählen Sie die Erweitert-Registerkarte aus.

4. Wählen Sie im Prozessorzeitplanung-Bereich unter

»Optimale Leistung anpassen für:« die Option »Hinter- grunddienste« aus.

5. Klicken Sie auf »OK«, um die Dialoge zu schließen.

GS_Nuendo_GBDF.book Seite 142 Montag, 17. März 2008 2:50 144 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial GS_Nuendo_GBDF.book Seite 143 Montag, 17. März 2008 2:50 14144 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial Erstellen eines neuen Projekts Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie Sie ein neues Projekt erstellen, ein Projekt speichern und ein ge- speichertes Projekt öffnen. Wenn Sie Nuendo zum ersten Mal starten, wird zunächst ein leeres Programmfenster angezeigt. Nun müssen Sie entweder ein neues Projekt erstellen oder ein bestehendes Projekt öffnen. Erzeugen eines Projekts

1. Wählen Sie im Datei-Menü den Befehl »Neues Projekt«.

2. Ein Fenster wird geöffnet, in dem Sie eine Vorlage für

das neue Projekt auswählen können. Vorlagen werden im Kapitel »Arbeiten mit Dateien« im Benutzerhand- buch beschrieben.

3. Wählen Sie den Eintrag »Leer« in der Liste aus.

So weisen Sie das Programm an, ein neues leeres Projekt zu erzeugen.

4. Klicken Sie auf »OK«.

5. Sie werden nun aufgefordert, einen Ordner auf Ihrer

Festplatte zu erstellen, in dem das Projekt und die dazu- gehörigen Dateien gespeichert werden. Es ist sinnvoll, unterschiedliche Projekte in unterschiedlichen Ordnern zu speichern. Wenn Sie mehrere Projekte in demselben Ordner speichern, kann dieser leicht zu unübersichtlich werden.

6. Suchen Sie auf Ihrer Festplatte den gewünschten

Speicherort für das Projekt. Achtung: Dadurch wird das Projekt noch nicht gespeichert! In diesem Schritt legen Sie lediglich einen Ordner fest, in dem das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt gespeichert werden wird. (Dies wird im Folgenden genauer beschrieben.)

7. Klicken Sie auf den Erzeugen-Schalter (Win) bzw. auf

den Schalter »Neuer Ordner« (Mac), um einen Ordner für Ihr Projekt zu erzeugen.

8. Geben Sie im angezeigten Dialog den gewünschten

Namen ein. Wenn Sie Ihr Projekt z.B. »Mein neues Projekt« nennen möchten, könn- ten Sie diesen Ordner »Mein neues Projekt« oder »Neues Projekt« nen- nen. Wichtig ist hier vor allem, dass Sie auf der Festplatte einen Ordner erzeugen, in dem das neue Projekt gespeichert werden soll. Der Name dieses Ordners sollte so gewählt sein, dass Sie ihn direkt mit diesem Projekt assoziieren und nicht z.B. mit dem Speicherort für ein anderes Nuendo-Projekt verwechseln.

9. Klicken Sie auf »OK« (Win) bzw. auf »Erzeugen« (Mac).

Der Projektordner wird auf der Festplatte erzeugt.

10. Klicken Sie auf »OK« (Win) bzw. »Auswählen« (Mac).

GS_Nuendo_GBDF.book Seite 144 Montag, 17. März 2008 2:50 14145 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

11. Nun sollten Sie Ihr allererstes Nuendo-Projekt vor sich

sehen. Herzlichen Glückwunsch! Oben im Fenster in Nuendo (Projekt-Fenster genannt) wird der Name des Projekts angezeigt, in diesem Fall »Unbenannt1«. In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie Ihr erstes Projekt speichern. Speichern eines Projekts

1. Wählen Sie im Datei-Menü den Befehl »Speichern

unter…«. Der Unterschied zwischen »Speichern« und »Speichern unter…« wird im Kapitel »Arbeiten mit Dateien« im Benutzerhandbuch beschrieben.

2. Wie Sie sehen, wählt Nuendo automatisch den Ord-

ner »Mein neues Projekt«, den Sie im vorigen Abschnitt erzeugt haben, als Speicherort aus. Geben Sie den Na- men ein, unter dem Sie Ihr Projekt speichern möchten, z.B. »Mein erstes Nuendo-Projekt«.

3. Klicken Sie auf »Speichern«.

Schließen eines Projekts

1. Stellen Sie sicher, dass das Projekt-Fenster ausge-

wählt ist. Das Projekt-Fenster ist das Hauptfenster in Nuendo. Ausführliche Infor- mationen hierzu finden Sie im Kapitel »Das Projekt-Fenster« im Benutzer- handbuch.

2. Wählen Sie im Datei-Menü den Schließen-Befehl.

Wenn Sie seit dem letzten Speichern Änderungen am Projekt vorgenom- men haben, werden Sie gefragt, ob Sie diese speichern oder nicht spei- chern oder ob Sie den Vorgang abbrechen möchten. Klicken Sie auf den Speichern-Schalter, wenn Sie Ihre Änderungen beibehalten möchten. Öffnen eines Projekts Nachdem Sie jetzt wissen, wie ein Projekt gespeichert und geschlossen wird, möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie es wieder öffnen können. Mit dem Öffnen-Befehl

1. Wählen Sie im Datei-Menü den Befehl »Öffnen…«.

Suchen Sie im angezeigten Dialog den Ordner, in dem das Projekt ge- speichert ist, und wählen Sie es aus.

2. Klicken Sie auf »Öffnen«, um das Projekt zu laden.

Über das Projekte-Untermenü Nuendo »merkt« sich die zuletzt verwendeten Projekte und listet sie im Projekte-Untermenü des Datei-Menüs auf.

1. Wählen Sie im Datei-Menü das Projekte-Untermenü.

2. Wählen Sie das Projekt, das Sie öffnen möchten, in

der Liste aus. Einrichten der VST-Verbindungen Im Fenster »VST-Verbindungen« können Sie Einstellungen für das Weiterleiten von Audiosignalen zwischen Nuendo und Ihrer Audiokarte vornehmen. In Nuendo werden dafür so genannte »Busse« eingerichtet. Im folgenden Abschnitt sollen die Busse so eingerichtet werden, dass Sie die Möglichkeit haben, Audiomaterial wiederzugeben und auf- zunehmen. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie die Kapitel »Systemanfor- derungen und Installation« auf Seite 126 und »Einrichten des Systems« auf Seite 132 lesen, so dass sichergestellt ist, dass Ihre Audiokarte richtig eingerichtet ist. Ö Beachten Sie, dass die Lehrgangsprojekte nicht mit dem Programm installiert werden, sondern manuell auf Ih- rem Computer abgelegt werden müssen. Sie finden diese Projekte auf der Installations-DVD im Ordner »Additional Content«. Hinzufügen von Ausgängen

1. Wählen Sie im Geräte-Menü den Befehl »VST-Verbin-

dungen«. Der Standard-Tastaturbefehl hierfür ist [F4].

Achtung! Bis jetzt haben Sie ein leeres Nuendo-Pro- jekt erzeugt und einen Speicherordner auf der Fest- platte erstellt. Das Projekt selber wurde jedoch noch nicht gespeichert. Der Name des Projekts.

Laden Sie das Projekt »VST Connections«, das sich im Ordner »Tutorial 1« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 145 Montag, 17. März 2008 2:50 14146 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

  • Oben im Fenster werden mehrere Registerkarten ange- zeigt. Im Folgenden werden nur die Eingänge- und die Aus- gänge-Registerkarten beschrieben. Weitere Informationen über dieses Fenster finden Sie im Kapitel »VST-Verbindun- gen: Einrichten von Eingangs- und Ausgangsbussen« im Benutzerhandbuch.

2. Fangen Sie mit den Ausgängen an. Um ganz sicherzu-

stellen, dass alles richtig eingerichtet ist, sollten Sie bei Null anfangen, d.h alle ggf. vorhandenen Busse entfernen. Wenn in der Spalte »Bus-Name« ein Bus angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl »Bus entfernen«.

3. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wäh-

len Sie im angezeigten Dialog eine Stereo-Konfiguration und im Anzahl-Feld »1« aus und klicken Sie auf »OK«. Ein Stereo-Bus (mit den Kanälen Links und Rechts) wird hinzugefügt. Nun können Sie Audiomaterial aus Nuendo an Ihre Audiokarte leiten.

4. Da die Musik in der Regel als Stereo-Mix abgehört

wird, benötigen Sie zunächst nur einen Stereo-Bus. Sie können natürlich auch Musik hören, die mehrere Kanäle beinhaltet, z.B einen Surround-Mix.

5. Je nach Ihrer Audio-Hardware sollten bereits Aus-

gänge für den Bus zugewiesen sein und in der Spalte »Geräte-Port« angezeigt werden. Sie können die ge- wünschten Ausgänge auch manuell einstellen, indem Sie in die Spalte »Geräte-Port« für den jeweiligen Kanal kli- cken und einen Ausgang aus der Liste auswählen. Normalerweise sollten Sie hier die Ausgänge »Out 1« und »Out 2« oder »Left 1« und »Right 2« auswählen, da dies die Haupt-Stereoausgänge Ih- rer Audiokarte sind. Für komplexere Systeme müssen Sie unterschiedli- che Ausgänge auswählen und ggf. weitere Busse einrichten. Hinzufügen von Eingängen Öffnen Sie nun die Eingänge-Registerkarte, um die Ein- gänge einzurichten, die Sie für die Aufnahme in Nuendo benötigen.

1. Stellen Sie auch hier sicher, dass Sie bei Null anfan-

gen, d.h. entfernen Sie ggf. vorhandene Busse.

2. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wäh-

len Sie im angezeigten Dialog eine Stereo-Konfiguration und im Anzahl-Feld »1« aus und klicken Sie auf »OK«. Ein Stereo-Bus (mit den Kanälen Links und Rechts) wird hinzugefügt. Nun können Sie Audiomaterial vom Eingang der Audiokarte an Nuendo weiterleiten und dort aufnehmen.

  • Ein Stereobus ist nützlich, um zweikanaliges Audioma- terial (links und rechts) aufzunehmen, z.B. von einem ex- ternen Keyboard. Wenn Sie eine Monoaufnahme machen möchten, können Sie dafür separate Busse einrichten. Gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wählen

Sie im angezeigten Dialog eine Mono-Konfiguration aus, stellen Sie im Anzahl-Feld »2« ein und klicken Sie auf »OK«. Zwei neue Mono-Busse werden erzeugt. Nun können Sie Audiomaterial vom Eingang der Audiokarte an Nuendo weiterleiten und dort aufnehmen.

2. Klicken Sie nun in die Spalte »Geräte-Port« und wäh-

len Sie die Eingänge Ihrer Audiokarte für die Stereo- und Mono-Eingangsbusse aus. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 146 Montag, 17. März 2008 2:50 14147 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial Das war’s! Sie sind nun in der Lage, in Nuendo Audiomate- rial aufzunehmen und wiederzugeben. Einstellen der Pegel und Aufnahme Im folgenden Abschnitt werden wir eine Mono-Bassgitarre vom Eingang »Mono In« aufnehmen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Audiokarte richtig eingerichtet ist und lesen Sie ggf. den Abschnitt »Einrichten der VST-Verbindungen« auf Seite 145. Hinzufügen einer Monospur

1. Im Folgenden soll eine Monospur für die Aufnahme hin-

zugefügt werden. Wählen Sie dazu im Projekt-Menü aus dem Untermenü »Spur hinzufügen« die Option »Audio«.

2. Wählen Sie im Dialog eine Mono-Konfiguration, stel-

len Sie im Anzahl-Feld »1« ein und klicken Sie auf »OK«. Im Projekt-Fenster wird nun eine Monospur angezeigt.

3. Klicken Sie auf die hinzugefügte Spur, um sie auszu-

wählen und stellen Sie sicher, dass der Inspector ange- zeigt wird. Im Inspector können Sie viele Einstellungen für die ausgewählte Spur an- sehen und bearbeiten.

4. Stellen Sie sicher, das für die Spur der Eingang

»Mono In« und der Ausgang »Stereo Out« ausgewählt ist. Je nach Ihrer Audio-Hardware können verschiedene Eingänge und/oder Ausgänge verfügbar sein. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Kapitel »VST-Verbindungen: Einrichten von Ein- und Ausgangsbussen« im Benutzerhandbuch. Wenn Sie »Mono In« als Eingang wählen, können Sie das Audiomaterial über den linken Eingang der Audiokarte auf eine Spur in Nuendo aufnehmen. Wenn Sie den Ausgang auf »Stereo Out« einstellen, können Sie Ihre Aufnahme anhören. Einstellen des Metronom-Clicks Im Hintergrund soll für die Aufnahme der Bassgitarre ein Metronom-Click zu hören sein, so dass die Aufnahme mit den Takten und Zählzeiten in Nuendo übereinstimmt.

1. Schalten Sie im Transportfeld den Click-Schalter ein.

2. Wenn Sie einen Vorzähler vor dem Aufnahmebeginn

hören möchten, schalten Sie ebenfalls den Schalter »Pre- count/Click« ein.

Laden Sie das Projekt »Recording«, das sich im Ord- ner »Tutorial 1« befindet. …um den Inspector zu öffnen.Klicken Sie hier… GS_Nuendo_GBDF.book Seite 147 Montag, 17. März 2008 2:50 14148 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

3. Nun muss noch das Tempo für das Projekt eingestellt

werden. Dadurch wird die Geschwindigkeit für den Metro- nom-Click festgelegt. Das Tempo wird direkt unterhalb vom Metronom-Click im Transportfeld eingestellt. Das Tempo ist auf 125 BPM (Beats per minute) eingestellt. Einstellen der Pegel Die Bassgitarre wird über einen Verstärker gespielt, vor dessen Lautsprechern das Mikrofon platziert ist. Dieses Mikrofon ist direkt an den Mikrofoneingang der Audiokarte angeschlossen. Die Lautstärke wurde an der Audiokarte so hoch wie möglich eingestellt, ohne dass dabei Clipping (Übersteuerung) auftritt.

1. Schalten Sie den Monitor-Schalter für die Spur ein, so

dass Sie die Bassgitarre abhören können. Rechts in der Spurliste können Sie sehen, dass die Spur Audiodaten empfängt.

2. Versetzen Sie nun die Spur in Aufnahmebereitschaft,

indem Sie auf den Schalter »Aufnahme aktivieren« klicken, so dass dieser rot aufleuchtet. Auf diese Weise teilen Sie dem Programm mit, dass Sie auf dieser und keiner anderen Spur aufnehmen möchten. Sie können auch mehrere Spuren gleichzeitig in Aufnahmebereitschaft versetzen.

3. Öffnen Sie im Inspector die Kanal-Registerkarte.

Auf dieser Registerkarte wird der Kanalzug für die jeweilige Spur angezeigt.

  • Versuchen Sie, die maximale Lautstärke einzustellen, ohne dass Übersteuerung auftritt. Die meisten Audiokar- ten haben eine Pegel- oder Lautstärkeanzeige. Wenn das für Ihre Karte nicht der Fall ist, können Sie den Pegel hier regeln.

4. Bewegen Sie den Schieberegler nach oben bzw. un-

ten, so dass die Lautstärke hoch genug ist, die Pegelan- zeige jedoch nicht den roten Bereich erreicht. Wenn die Pegelanzeige bis in diesen Bereich ausschlägt, kann Clip- ping (Übersteuerung) auftreten. Oben im Kanalzug wird eine Begrenzungslinie angezeigt – die Pegelanzeige darf diese Linie nicht überschreitet! Die Spur empfängt Audiodaten. Klicken Sie hier, um die Kanal-Registerkarte für die Spur zu öffnen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 148 Montag, 17. März 2008 2:50 14149 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

  • Wenn der Pegel eingestellt ist, können Sie mit der Auf- nahme beginnen. Aufnehmen der Bassgitarre

1. Setzen Sie den Positionszeiger an den Projektanfang.

Dadurch stellen Sie sicher, dass die Aufnahme beim ersten Takt beginnt.

2. Klicken Sie auf den Aufnahme-Schalter, um die Bass-

gitarre aufzunehmen. Da der Schalter »Precount/Click« eingeschaltet ist, hören Sie zwei Takte mit einem Metronom-Click, bevor die Aufnahme beginnt.

3. Klicken Sie auf den Stop-Schalter, wenn Sie die Auf-

nahme beenden möchten.

4. Deaktivieren Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren«

und »Monitor« für die Spur, so dass der Eingang nicht mehr gehört wird und auf der Spur nicht mehr aufgenom- men wird. Glückwunsch! Sie haben Ihre erste Audiodatei in Nuendo aufgenommen. In den folgenden Abschnitten wird be- schrieben, wie Sie Audiomaterial in Nuendo wiedergeben. Wiedergabe Im Folgenden soll die Wiedergabe in Nuendo beschrie- ben werden. Sie werden denken, dass man dazu doch nur auf den Start-Schalter klicken muss, aber es gibt noch ein paar Besonderheiten, die Sie beachten sollten, um genau das wiederzugeben, was Sie auch hören möchten. Starten der Wiedergabe Sie haben in Nuendo mehrere Möglichkeiten, die Wieder- gabe zu starten:

  • Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.
  • Drücken Sie die [Leertaste] Ihrer Computertastatur. Durch Betätigen der Leertaste wird die Wiedergabe gestartet bzw. die laufende Wiedergabe gestoppt.
  • Drücken Sie die [Enter]-Taste auf dem Zahlenblock der Computertastatur.
  • Doppelklicken Sie im unteren Bereich des Lineals im Projekt-Fenster. Diese Linie sollte nicht überschritten werden. Dies ist der sichere Pegelbereich für die Aufnahme.

Laden Sie das Projekt »Playback«, das sich im Ord- ner »Tutorial 1« befindet. Doppelklicken Sie hier… …um die Wiedergabe zu starten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 149 Montag, 17. März 2008 2:50 14150 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

  • Wählen Sie das Audio-Event aus und wählen Sie im Transport-Menü den Befehl »Auswahl geloopt wieder- geben«. Beenden der Wiedergabe Wenn Sie die Wiedergabe stoppen möchten, haben Sie folgende Möglichkeiten:
  • Klicken Sie auf den Stop-Schalter im Transportfeld.
  • Wenn Sie zweimal auf den Stop-Schalter klicken, wird der Positionszeiger an die Position im Projekt verschoben, an der Sie die Wiedergabe gestartet haben.
  • Drücken Sie die Leertaste auf Ihrer Computertastatur. Durch Betätigen der Leertaste wird die Wiedergabe gestartet bzw. die laufende Wiedergabe gestoppt.
  • Drücken Sie die Taste [0] auf dem Zahlenblock Ihrer Computertastatur. Wiedergabe im Cycle-Modus Mit Nuendo können Sie einen bestimmten Bereich Ihres Projekts in einer Loop (auch Cycle genannt) wiedergeben. Den Loop-Bereich legen Sie mit dem linken und dem rechten Locator fest.

1. Stellen Sie auf dem Transportfeld die Position des lin-

ken Locators auf »1« und die des rechten auf »5« ein. Dadurch teilen Sie Nuendo mit, dass der Bereich zwischen dem ersten und dem fünften Takt geloopt werden soll. Sie haben nun eine Loop fest- gelegt, die sich über vier Takte erstreckt: vom Beginn des ersten bis zum Beginn des fünften (d.h. dem Ende des vierten) Takts.

2. Vergewissern Sie sich, dass der Cycle-Schalter ein-

3. Wenn Sie nun im Transportfeld auf den Start-Schalter

klicken, wird der Loop-Bereich in Nuendo so lange wieder- gegeben, bis Sie die Wiedergabe beenden. Aufnehmen ohne Cycle-Modus Wenn der Cycle ausgeschaltet ist, stehen Ihnen drei so genannte »lineare« Aufnahmemodi zur Verfügung. Die fol- genden Modi sind verfügbar:

  • Ersetzen Wenn Sie Audiomaterial aufnehmen, besteht zwischen den Modi »Normal« und »Mischen« kein Unterschied. Wenn Sie in einem dieser Modi aufnehmen, wo bereits Events vorhanden sind, wird ein neues Audio-Event er- zeugt, das die vorhandenen Events überlappt. Sie können dann zwischen den überlappenden Events wählen und festlegen, welches wiedergegeben werden soll, siehe »Aufnehmen im Cycle-Modus« auf Seite 151. Wenn Sie hier »Ersetzen« wählen, werden die vorliegenden Events (oder Teile dieser Events), die mit den neu erzeug- ten Events überlappen, entfernt. Wenn Sie also einen Be- reich in der Mitte einer längeren Aufnahme aufnehmen, wird das ursprüngliche Event in zwei Events geteilt und in der Mitte wird das neue Event eingefügt. Beachten Sie, dass das ersetzte Audiomaterial nicht gelöscht wird. Es kann zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt werden.

Der Standard-Tastaturbefehl für »Auswahl geloopt wiedergeben« ist [Umschalttaste]+[G]. Dies ist der schnellste Weg, die Loop-Wiedergabe für ein Audio- Event zu starten. Der linke Locator ist auf »1« eingestellt. Der rechte Locator ist auf »5« eingestellt. Cycle eingeschaltet

Mit dem Tastaturbefehl [Umschalttaste]+[G] können Sie in einem einzigen Schritt die Locatoren am Anfang und am Ende des augewählten Events positionieren, den Cycle-Modus einschalten und die Wiedergabe starten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 150 Montag, 17. März 2008 2:50 14151 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial Aufnehmen im Cycle-Modus Sie können Audiomaterial im Cycle-Modus aufnehmen. Bisher wurde beschrieben, wie Sie Spuren hinzufügen, auf- nehmen und wiedergeben. Im Folgenden soll zur Bassgi- tarre noch eine elektrische Gitarre aufgenommen werden. Der Cycle-Modus gibt Ihnen die Möglichkeit, mehrere Durchgänge der Aufnahmen zu machen und dann den bes- ten davon auszuwählen. Aufnehmen der elektrischen Gitarre

1. Fügen Sie nun eine weitere Mono-Audiospur zu Ihrem

2. Die Spuren, die Sie bisher hinzugefügt haben, haben

die automatisch generierten Namen »Audio 01« und »Audio 02«. Diese Namen sollen nun angepasst werden.

3. Doppelklicken Sie in der Spurliste auf den Spurnamen

für die erste Spur und geben Sie »Bass« ein.

4. Doppelklicken Sie auf den Spurnamen der Spur »Audio

02« und benennen Sie diese in »Elec Guitar« um. Das sieht doch schon besser aus!

  • Sie sollten Ihre Spuren benennen, bevor Sie mit der Auf- nahme beginnen, denn neu aufgenommene Audio-Events erhalten den Namen der Spur. Da der Name der ersten Audiospur »Audio 01« war, heißt das erste Event auf dieser Spur »Audio 01_01«. Das Suffix »_01« steht hier für das erste Event, das auf der Spur »Audio 01« aufgenommen wurde. Wie Sie Audiodateien umbenennen, wird im Kapitel »Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial« auf Seite 154 beschrieben.

5. Stellen Sie sicher, dass der Cycle-Schalter eingeschal-

tet ist, und stellen Sie den linken Locator auf »2« und den rechten Locator auf »18« ein. Auf diese Weise wird der Bereich zwischen dem Beginn des zweiten und dem Ende des 17ten Takts geloopt.

6. Wählen Sie im Transportfeld im Einblendmenü für den

Cycle-Aufnahmemodus die Option »Mix (MIDI)« aus. Wenn Sie nun die elektrische Gitarre aufnehmen, wird für jeden neuen Aufnahmedurchgang ein neues Event erzeugt. Aus diesen können Sie dann nach der Aufnahme das beste für Ihr Projekt auswählen.

7. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spur »Elec Guitar« ein.

Laden Sie das Projekt »Cycle Recording«, das sich im Ordner »Tutorial 1« befindet. Cycle-Aufnahmemodus GS_Nuendo_GBDF.book Seite 151 Montag, 17. März 2008 2:50 14152 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

8. Klicken Sie im Transportfeld auf den L-Schalter.

Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Aufnahme am linken Locator beginnt.

9. Klicken Sie im Transportfeld auf den Aufnahme-

Schalter. Nehmen Sie die Gitarre auf und lassen Sie dabei den Cycle dreimal durch- laufen, so dass drei unterschiedliche Gitarren-Takes erzeugt werden.

10. Klicken Sie auf den Stop-Schalter, wenn Sie die Auf-

nahme beenden möchten. Im Folgenden Abschnitt sollen Sie aus den drei unterschiedlichen Gitarren-Takes das beste auswählen. Auswählen unterschiedlicher Takes

1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gitarren-

Event, das Sie gerade aufgenommen haben, und wählen Sie im Kontextmenü aus dem Untermenü »Region zuwei- sen« einen anderen Take aus. Nuendo hat alle Durchgänge aufgenommen, die Sie im Cycle-Modus aufgenommen haben. Diese Durchgänge werden in Nuendo »Takes« ge- nannt. In unserem Beispiel sind drei Takes verfügbar, unter denen das beste ausgewählt werden soll.

2. Hören Sie sich die verschiedenen Takes an und wählen

Sie dann »Take 1« aus. Aufnahme im Stacked-Modus Der Stacked-Modus ist dem Cycle-Modus sehr ähnlich, mit einem Unterschied: Sie können die Takes, die Sie aufneh- men, im Projekt-Fenster sehen, d.h. die Takes werden nicht übereinander eingefügt und verdecken einander nicht.

1. Erzeugen Sie eine neue Mono-Audiospur.

2. Benennen Sie die Spur um in »Guitar 2«.

3. Wählen Sie im Transportfeld den Cycle-Aufnahme-

modus »Stacked«. Das Einblendmenü für den Cycle-Aufnahmemodus.

4. Schalten Sie die Schalter »Aufnahmen aktivieren« und

»Monitor« für die Spur »Guitar 2« ein.

5. Klicken Sie im Transportfeld auf »Aufnahme«.

6. Wenn Sie die Aufnahme beenden möchten, klicken

Sie auf den Stop-Schalter. Nun sollten Sie die aufgenommenen Audio-Takes übereinander ange- ordnet (jedoch auf derselben Spur) im Projekt-Fenster sehen können.

7. Klicken Sie auf den unteren Rand der Spur »Guitar 2«

und ziehen Sie nach unten, um die Spur zu vergrößern. So können Sie die einzelnen Takes besser sehen.

Laden Sie das Projekt »Cycle Recording 2« aus dem Ordner »Tutorial 1«. Aktueller Take Verfügbare Takes GS_Nuendo_GBDF.book Seite 152 Montag, 17. März 2008 2:50 14153 Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial

8. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spur aus.

9. Öffnen Sie den Programmeinstellungen-Dialog (Bear-

beitungsoptionen–Audio) und schalten Sie die Option »Stummgeschaltetes Audio wie gelöschtes behandeln« ein.

10. Wählen Sie in der Werkzeugzeile das Stummschalten-

Werkzeug aus. So können Sie zwischen den einzelnen aufgenommenen Takes besser wechseln.

11. Im Projekt-Fenster werden drei Takes angezeigt. Die

unteren beiden sind stummgeschaltet. Der obere (grüne) Take wird wiedergegeben.

12. Schalten Sie »Take 1« stumm und klicken Sie mit dem

Stummschalten-Werkzeug auf den zweiten Take, um die Stummschaltung für diesen Take aufzuheben. Nun hören Sie den zweiten Take bei der Wiedergabe. Beachten Sie, dass dieser Take nun in grün dargestellt wird.

13. Gehen Sie wie oben beschrieben vor, um auch den

dritten Take anzuhören. Im nächsten Kapitel erfahren Sie, wie Sie das aufgenom- mene Audiomaterial mit einigen der Werkzeuge in Nuendo bearbeiten können.

Laden Sie das Projekt »Stacked Recording« aus dem Ordner »Tutorial 1«. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 153 Montag, 17. März 2008 2:50 145 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial GS_Nuendo_GBDF.book Seite 154 Montag, 17. März 2008 2:50 14155 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial Arbeiten mit Events Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Events oder Parts bearbeiten. Dazu gehört: umbenennen, vergrö- ßern/verkleinern, teilen, zusammenkleben, verschieben, kopieren, wiederholen, stummschalten, löschen und das Erstellen von Fades. Umbenennen von Events Unter den im letzten Lehrgang aufgenommenen Audio- Events befindet sich auf der Bassspur ein Event namens »Audio 01_01«. Das liegt daran, dass der Spurname ur- sprünglich »Audio 01« lautete. Das Suffix »_01« bedeutet, dass es sich um die erste Audiodatei handelt, die auf dieser Spur aufgenommen wurde. Die zweite aufgenommene Au- diodatei wird entsprechend »Audio 01_02« benannt usw. Das Umbenennen von Audiodateien kann Ihnen die Arbeit mit Ihren Projekten deutlich erleichtern. Benennen Sie da- her in diesem Fall das Event »Audio 01_01« in »Bass« um:

1. Wählen Sie das Objektauswahl-Werkzeug aus.

2. Klicken Sie auf das Event »Audio 01_01«.

3. Stellen Sie sicher, dass der Schalter »Infozeile anzei-

gen« in der Werkzeugzeile eingeschaltet ist.

  • In der Infozeile werden detaillierte Informationen über das Objekt bzw. die Objekte angezeigt, die in der Event- Anzeige ausgewählt sind.

4. Klicken Sie in der Infozeile unter »Datei« auf den Na-

men »Audio 01_01« und ändern Sie ihn in »Bass«. Der Name der Audiodatei wird direkt auf der Festplatte geändert. So ein- fach geht das!

5. Der Name »Bass« wird nun auch im Audio-Event an-

gezeigt. Verkleinern/vergrößern von Events Sie können die Größe (Länge) eines Events ändern, indem Sie den Anfang und/oder das Ende des Events anpassen.

1. Wählen Sie das Objektauswahl-Werkzeug aus.

2. Klicken Sie auf das Event, dessen Größe Sie verändern

möchten. Klicken Sie für dieses Beispiel auf das Bass-Event.

Laden Sie das Projekt »Event Operations« aus dem Ordner »Tutorial 2«. Der Event-Name wurde von »Audio 01_01« in »Bass« geändert. An beiden Enden des Bass-Events befindet sich zusätzlicher Platz, der ent- fernt werden soll. Rote Vierecke werden un- ten links und rechts im Event angezeigt. Verwen- den Sie sie, um die Größe des Events anzupassen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 155 Montag, 17. März 2008 2:50 14156 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial

3. Fahren Sie mit dem Positionszeiger über eines der

Vierecke unten rechts bzw. links im Event. Klicken und zie- hen Sie und passen Sie das Bass-Event an die Größe des Events »Elec Guitar_01« an. Teilen (Zerschneiden) von Events Mit dem Trennen-Werkzeug können Sie Events teilen. Sie können ein Event an einer beliebigen Stelle oder an zeitbe- zogenen Positionen (z.B. Takten und Zählzeiten) trennen. Trennen ohne Raster (an beliebigen Positionen) Wenn Sie die Rasterfunktion beim Trennen ausschalten, können Sie Events an einer beliebigen Stelle trennen, ohne dabei auf Rasterpunkte wie z.B. Takte und Zähl- zeiten achten zu müssen.

1. Wählen Sie das Trennen-Werkzeug aus.

2. Stellen Sie sicher, dass die Rasterfunktion ausge-

schaltet ist (d.h. der Raster-Schalter nicht aufleuchtet). Mit der Rasterfunktion haben Sie die Möglichkeit, die Bearbeitung an be- stimmten zeitlichen Positionen im Projekt auszuführen. Am häufigsten wird die Einheit »Takte und Zählzeiten« verwendet, d.h. dass Sie Events exakt an Takten bzw. Zählzeiten teilen können. Wenn die Rasterfunktion nicht eingeschaltet ist, können Sie ein Event an einer beliebigen Stelle trennen. Detaillierte Informationen über die Rasterfunktion finden Sie im Kapitel »Das Projekt-Fenster« im Benutzerhandbuch.

3. Sie können nun das Audio-Event an beliebigen Stellen

trennen, indem Sie mit dem Trennen-Werkzeug darauf klicken.

4. Machen Sie nun alle Trennen-Aktionen rückgängig, in-

dem Sie im Bearbeiten-Menü so oft den Rückgängig-Be- fehl wählen, wie Sie das Trennen-Werkzeug verwendet haben. Stellen Sie sicher, dass wieder das ganze Bass-Event vorliegt, bevor Sie weiterlesen. Trennen mit eingeschalteter Rasterfunktion Wenn die Rasterfunktion eingeschaltet ist, können Sie Events an bestimmten Zeitpositionen trennen. Sie können z.B. die Spur »Elec Guitar« an Takten und Zählzeiten teilen.

1. Wählen Sie das Trennen-Werkzeug aus.

2. Stellen Sie sicher, dass der Raster-Schalter einge-

schaltet ist. Mit der Rasterfunktion haben Sie die Möglichkeit, die Bearbeitung an be- stimmten zeitlichen Positionen im Projekt auszuführen. Am häufigsten wird die Einheit »Takte und Zählzeiten« verwendet, d.h. dass Sie Events exakt an Takten bzw. Zählzeiten teilen können. Wenn die Rasterfunktion nicht eingeschaltet ist, können Sie ein Event an einer beliebigen Stelle trennen. Detaillierte Informationen über die Rasterfunktion finden Sie im Kapitel »Das Projekt-Fenster« im Benutzerhandbuch.

3. Wenn Sie die Optionen, die sich auf der Werkzeug-

zeile rechts neben den Werkzeugen befinden, nicht erken- nen können (weil diese nicht oder nur zur Hälfte angezeigt werden), klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Werkzeugzeile. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, festzulegen, was auf der Werkzeug- zeile angezeigt werden soll. Nuendo ermöglicht Ihnen, an den meisten Stellen im Programm benutzerdefinierte Einstellungen vorzunehmen. An diesen Stellen wurde das Bass-Event geteilt. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 156 Montag, 17. März 2008 2:50 14157 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial

4. Wählen Sie im Kontextmenü die Option »Standard«,

um ggf. erfolgte Änderungen rückgängig zu machen.

5. Klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste in die

Werkzeugzeile und wählen Sie die Option »Automations- modus«, so dass die Automationsmodus-Einstellungen nicht mehr in der Werkzeugzeile angezeigt werden. Nun sollten Sie genug sehen, um mit dem Trennen-Werkzeug arbeiten zu können.

6. Wählen Sie im Rastermodus-Einblendmenü (rechts ne-

ben dem Raster-Schalter) die Raster-Option aus.

7. Wählen Sie im Rastertyp-Einblendmenü »Takt« aus.

Nun können Sie Events an Taktgrenzen trennen.

8. Teilen Sie nun das Event »Elec Guitar_01« genau an

den Takten 6, 10 und 14. Trennen mit der [Alt]-Taste/[Wahltaste]

1. Wählen Sie das Trennen-Werkzeug aus.

2. Halten Sie die [Alt]-Taste/[Wahltaste] gedrückt und

klicken Sie am dritten Takt auf das Event. Dadurch wird das Event in gleich große Teile (die dem Bereich zwischen dem Beginn des Events und dem dritten Takt entspre- chen) geteilt. Diese Funktion funktioniert auch ohne Raster.

3. Wählen Sie nun im Bearbeiten-Menü den Rückgängig-

Befehl, so dass das Event wieder in seinen vorherigen Zu- stand zurückversetzt wird. Die Werkzeugzeile beinhaltet mehr Funktionen, die aber (aufgrund der Fenstergröße und/oder der Bildschirm- auflösung) nicht angezeigt werden. Klicken Sie mit der rech- ten Maustaste in die Werkzeugzeile, um das Kontextmenü zu öffnen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 157 Montag, 17. März 2008 2:50 14158 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial Zusammenkleben von Events Mit dem Kleben-Werkzeug können Sie Events miteinan- der verbinden, z.B. wenn Sie sie vorher mit dem Trennen- Werkzeug geteilt haben.

1. Wählen Sie das Kleben-Werkzeug aus.

2. Kleben Sie die Events auf der Spur »Elec Guitar« zu-

sammen, indem Sie mit dem Kleben-Werkzeug vor den einzelnen Trennlinien klicken. Stellen Sie sicher, dass alle Einzelteile wieder zusammengeklebt sind. Verschieben von Events

1. Wählen Sie das Objektauswahl-Werkzeug aus.

2. Verschieben Sie alle Events im Projekt-Fenster von

Takt 2 an Takt 1. Klicken Sie dazu in einen leeren Bereich im Projekt-Fenster und ziehen Sie ein Auswahlrechteck um alle Events auf. Wenn Sie die Maustaste loslasssen, sind alle Events ausgewählt.

3. Klicken Sie auf eins der ausgewählten Events, halten

Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Events an den ersten Takt.

4. Klicken Sie in einen leeren Bereich im Projekt-Fenster,

so dass kein Event mehr ausgewählt ist. Kopieren von Events Sie können Events im Projekt-Fenster kopieren. Wenn Sie in einem Schritt mehrere Kopien gleichzeitig machen möchten, lesen Sie den Abschnitt »Wiederholen von Events« auf Seite 159. Verwenden der Kopieren- und Einfügen-Befehle

1. Wenn Sie ein Event kopieren möchten, wählen Sie es

aus und wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Kopieren- Befehl. Wählen Sie für dieses Beispiel das Event »Elec Guitar_01« aus.

2. Setzen Sie den Positionszeiger an die Position im Pro-

jekt, an der Sie die Kopie einfügen möchten. Setzen Sie in diesem Fall den Positionszeiger an Takt 17.

3. Stellen Sie sicher, dass die Spur, auf der Sie die Kopie

einfügen möchten, ausgewählt ist und wählen Sie im Be- arbeiten-Menü den Einfügen-Befehl. Wenn eine andere Spur ausgewählt ist, wird mit dem Einfügen-Befehl das Event auf dieser Spur eingefügt. Stellen Sie daher immer sicher, dass die gewünschte Spur ausgewählt ist, bevor Sie den Einfügen-Be- fehl verwenden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 158 Montag, 17. März 2008 2:50 14159 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial

4. Nun enthält die Spur zwei Gitarren-Events. Beachten

Sie, dass Sie dabei auch die einzelnen Takes »unter« die- sem Event mitkopiert haben. Diese sollen weiter unten verwendet werden. Kopieren mit der [Alt]-Taste/[Wahltaste]

1. Wählen Sie das Objektauswahl-Werkzeug aus und

halten Sie die [Alt]-Taste/[Wahltaste] gedrückt.

2. Die Events auf der Spur »Guitar 2« sollen kopiert wer-

den. Beachten Sie, dass es sich um drei Events handelt, die im Stacked-Modus aufgenommen wurden. Wählen Sie die Events aus, indem Sie ein Auswahlrechteck darum aufziehen, wie weiter oben beschrieben.

3. Klicken Sie auf eins der ausgewählten Events, halten

Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Events an die Position, an die Sie sie kopieren möchten. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass zunächst ein Schere-Symbol angezeigt wird. Sobald Sie klicken und die Maustaste gedrückt halten, wird daraus ein Kopieren-Symbol (siehe unten). Wiederholen von Events Mit dieser Funktion können Sie Events so oft Sie möchten wiederholen. Die neuen Events werden dabei direkt hinter dem Original-Event angeordnet.

1. Klicken Sie mit dem Objektauswahl-Werkzeug auf das

2. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Befehl »Wieder-

3. Legen Sie im angezeigten Dialog fest, wie oft Sie die

Auswahl wiederholen möchten, indem Sie die Pfeilschal- ter im Anzahl-Feld verwenden oder den gewünschten Wert direkt im Wertefeld eingeben.

  • Wenn Sie die Option »Virtuelle Kopien« einschalten, werden virtuelle Kopien erzeugt und hinter der Auswahl eingefügt. Wenn Sie dann das ursprüngliche Event (von dem Sie die virtuellen Kopien gemacht haben) bearbeiten, werden diese Änderungen ebenfalls in den Kopien über- nommen. So können Sie eine Menge Zeit sparen!

4. Klicken Sie auf »OK«.

Die Kopien werden direkt hinter dem Bass-Event eingefügt. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 159 Montag, 17. März 2008 2:50 14160 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial Stummschalten von Events Wenn Sie ein Event stummschalten, ist dieses Event bei der Wiedergabe nicht zu hören. Im Gegensatz zum Stumm- schalten der gesamten Spur haben Sie so die Möglichkeit, bestimmte Events einer Spur stummzuschalten, die Spur jedoch wie gewohnt wiederzugeben.

1. Wählen Sie das Stummschalten-Werkzeug aus.

2. Klicken Sie auf das Event, das Sie stummschalten

3. Wenn Sie die Stummschaltung für ein Event wieder

aufheben möchten, klicken Sie erneut mit dem Stumm- schalten-Werkzeug darauf.

  • Sie können auch mehrere Events gleichzeitig stumm- schalten (bzw. die Stummschaltung für diese Events auf- heben), indem Sie mit dem Stummschalten-Werkzeug ein Auswahlrechteck um die Events aufziehen. Löschen von Events

1. Wählen Sie das Löschen-Werkzeug aus.

2. Klicken Sie auf die Events, die Sie löschen möchten.

Erstellen eines Fades Sie können Fades für Events erzeugen, d.h. die Lautstärke des Events langsam ein- bzw. ausblenden.

1. Wählen Sie das Objektauswahl-Werkzeug aus.

2. Wählen Sie das Event, für das Sie ein Fade erzeugen

möchten, aus, indem Sie darauf klicken.

3. Klicken Sie auf das rechte blaue Dreieck und ziehen

4. Wenn Sie komplexere Fades erstellen möchten, dop-

pelklicken Sie in den Fade-Bereich, um den Fade-Dialog zu öffnen. Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel »Fades, Crossfades und Hüllkurven« im Benutzerhandbuch. Das ausgewählte Event hat in den oberen Ecken blaue Dreiecke. Doppelklicken Sie hier, um den Fade-Dialog zu öffnen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 160 Montag, 17. März 2008 2:50 14161 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial Event-Hüllkurven Sie können sogenannte Hüllkurven erzeugen, d.h. Kurven zur Darstellung des Lautstärkeverlaufs eines Events.

1. Wählen Sie das Stift-Werkzeug aus.

Wenn Sie das Stift-Werkzeug über ein Audio-Event bewegen, wird ne- ben dem Tool ein kleines Kurven-Symbol angezeigt.

2. Wenn Sie auf das Event »Elec Guitar_01« klicken,

wird ein Hüllkurvenpunkt angezeigt. Je nachdem, ob Sie weiter oben oder unten im Event klicken, stellen Sie die Lautstärke hoch bzw. niedrig ein.

3. Wenn Sie erneut klicken, wird ein neuer Kurvenpunkt

eingefügt. Indem Sie Kurvenpunkte einfügen, legen Sie den zeitlichen Lautstärke- verlauf für das Event fest. Die Einstellungen, die Sie so vornehmen, spie- geln sich auch in der Wellenform wieder. Audiobearbeitung und -funktionen Sie können in Nuendo Audiomaterial auf viel komplexere Arten verändern als einfaches Trennen oder Anpassen der Länge. Sie haben z.B. die Möglichkeit, Audiomaterial zu normalisieren, umzukehren, Tonhöhenanpassungen vorzu- nehmen oder Time-Stretch anzuwenden. Detaillierte Infor- mationen zu den einzelnen Bearbeitungsfunktionen finden Sie im Kapitel »Audiobearbeitung und Audiofunktionen« im Benutzerhandbuch. Sie können das gesamt Audio-Event oder auch nur einen Auswahlbereich bearbeiten, den Sie mit dem Auswahlbe- reich-Werkzeug festlegen. Im Folgenden werden »Normalisieren« und »Umkehren« beschrieben. Normalisieren Mit der Normalisieren-Funktion können Sie den gewünsch- ten Maximalpegel für Audiomaterial einstellen. Normaler- weise ist das 0 oder -1dB, d.h. der höchstmögliche Pegel, ohne dass Clipping (Übersteuerung) auftritt. Die Normali- sieren-Funktion wird meist verwendet, um den Pegel von Audiomaterial anzuheben, das mit einem zu niedrigen Ein- gangspegel aufgenommen wurde. Ö Beachten Sie, dass diese Funktion Verzerrungen er- zeugen kann. Sie sollten nach dem Normalisieren über- prüfen, ob sich das Material wie gewünscht anhört.

Laden Sie das Projekt »Event Operations 2«, das sich im Ordner »Tutorial 2« befindet. Dieses Projekt enthält alle Einstellungen und Bearbeitungen, die bisher beschrieben wurden.

Laden Sie das Projekt »Processing Audio«, das sich im Ordner »Tutorial 2« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 161 Montag, 17. März 2008 2:50 14162 Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial

1. Klicken Sie mit dem Objektauswahl-Werkzeug auf das

Audio-Event, das Sie anpassen möchten. Sie können auch mit dem Auswahlbereich-Werkzeug den Bereich festle- gen, auf den die Bearbeitungsfunktion angewendet werden soll.

2. Öffnen Sie das Audio-Menü und wählen Sie im Effekte-

Untermenü »Normalisieren«.

3. Stellen Sie den Schieberegler auf den gewünschten

Wert ein. 0 oder -1dB sind gebräuchliche Werte.

4. Klicken Sie auf den Ausführen-Schalter, um den Nor-

malisieren-Vorgang zu starten. Weitere Informationen über die einzelnen Schalter und Optionen im Dialog finden Sie im Kapitel »Audiobearbeitung und Audiofunktionen« im Benut- zerhandbuch. Umkehren Mit diesem Befehl können Sie den ausgewählten Audio- bereich umkehren, so als würden Sie ein Band auf einem Spulentonbandgerät rückwärts wiedergeben.

1. Klicken Sie mit dem Objektauswahl-Werkzeug auf das

Event, das Sie bearbeiten möchten, um es auszuwählen. In diesem Fall das Bass-Event. Sie können auch das Auswahlbereich-Werkzeug verwenden, um einen bestimmten Bereich im Audio-Event auszuwählen, den Sie bearbeiten möchten.

2. Öffnen Sie das Audio-Menü und wählen Sie im Effekte-

Untermenü den Umkehren-Befehl.

3. Wenn Sie im Projekt-Fenster Events kopiert haben,

wird eine Warnmeldung angezeigt, in der Sie gefragt wer- den, ob die Änderungen alle Events betreffen sollen (»Weiter«) oder ob eine neue Version des Events erzeugt werden soll und die Änderungen nur diese Version betref- fen sollen (»Neue Version«).

4. Klicken Sie auf »Weiter« oder auf »Neue Version«, um

das gewünschte Audiomaterial umzukehren.

Die Bearbeitung von Audiomaterial in Nuendo ist nicht destruktiv, d.h. Sie können alle Änderungen je- derzeit rückgängig machen bzw. zum Original zu- rückkehren. Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Kapitel »Audiobearbeitung und Audiofunktio- nen« im Benutzerhandbuch. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 162 Montag, 17. März 2008 2:50 146 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI GS_Nuendo_GBDF.book Seite 163 Montag, 17. März 2008 2:50 14164 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI Einleitung In diesem Kapitel sollen weitere Instrumente zum Projekt hinzugefügt werden. Während im vorhergehenden Lehr- gang Audioaufnahmen behandelt wurden, sollen nun MIDI- Daten aufgenommen werden. MIDI-Klänge können auf zwei Arten in Nuendo zum Ein- satz kommen: durch virtuelle Instrumente, (z.B. einen auf Ihrem Computer laufenden Synthesizer) oder mittels eines herkömmlichen Hardware-Keyboards. In diesem Kapitel wird die Verwendung von VST-Instru- menten beschrieben. Die Arbeit mit einem externen Hard- ware-Synthesizer wird im Kapitel »Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente« auf Seite 174 behandelt. Einfügen einer Instrumentenspur

1. Zunächst soll ein Strings-Part zum Projekt hinzugefügt

werden. Wählen Sie im Projekt-Menü aus dem Untermenü »Spur hinzufügen« die Instrument-Option. In früheren Versionen von Nuendo musste eine MIDI-Spur eingerichtet und an ein VST-Instrument geleitet werden, das wiederum im Fenster »VST-Instrumente« eingefügt werden musste. Das können Sie immer noch tun, aber Instrumentenspuren sind praktischer.

2. Wählen Sie aus dem Instrument-Einblendmenü die

Option »HALionOne« (nur Nuendo Expansion Kit) und kli- cken Sie auf »OK«. Unter der ausgewählten Spur wird eine Instrumentenspur eingerichtet.

3. Stellen Sie sicher, dass der Inspector angezeigt wird.

4. Im Namensfeld der Instrumentenspur wird der auto-

matisch vergebene Name für die Instrumentenspur ange- zeigt. Da dies die erste Instrumentenspur im Projekt ist, ist dies »HALionOne 01«. Doppelklicken Sie auf den Namen und ändern Sie Ihn in »Strings«.

5. Klicken Sie auf den Schalter »Instrument bearbeiten«,

um das Bedienfeld von »HALionOne« zu öffnen.

Laden Sie das Projekt »Recording MIDI 1«, das sich im Ordner »Tutorial 3« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 164 Montag, 17. März 2008 2:50 14165 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI

6. Wenn Sie möchten, dass »HALionOne« während der

Arbeit immer im Vordergrund angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den oberen Rand des Bedienfelds und wählen Sie »Immer im Vordergrund«. Einstellen des Instrumentensounds Für das virtuelle Instrument »HalionOne« sollen jetzt Sounds geladen werden.

1. Klicken Sie oben im Bedienfeld von »HALionOne« auf

den Presets-Schalter und wählen Sie »Preset laden«.

2. Stellen Sie sicher, dass im Filter-Bereich unter »Cate-

gory« nur die Option »Strings« ausgewählt ist. Unter »Sub Category« sollte nur »Synth« ausgewählt sein. Damit wer- den in der Liste der verfügbaren Sounds nur noch Synth- Strings angezeigt. Wählen Sie in der Liste einen Strei- cher-Sound aus und klicken Sie auf »OK«. Aufnehmen von MIDI Da jetzt ein Klang eingestellt ist, können wir mit der Auf- nahme beginnen. Das Aufnehmen von MIDI-Daten unter- scheidet sich dabei nicht sehr vom Aufnehmen von Audio- material (siehe das Kapitel »Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial« auf Seite 143). Einstellen des MIDI-Eingangs

1. Schließen Sie ein MIDI-Keyboard an Ihrem Computer

an (z.B. über USB oder über ein geeignetes MIDI-Interface). Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel »Einrichten des Systems« auf Seite 132.

2. Das angeschlossene MIDI-Keyboard soll an die Instru-

mentenspur geleitet werden, um »HALionOne« zu spielen. Der Inspector muss angezeigt werden, damit die Einstel- lungen für das Eingangs- und Ausgangs-Routing sichtbar sind.

3. Im Einblendmenü für das Eingangs-Routing muss jetzt

der zu verwendende MIDI-Eingang eingestellt werden. Sie können hier »All MIDI Inputs« verwenden, wenn Sie keine weiteren MIDI-Eingänge verwenden. »All MIDI Inputs« lei-

Laden Sie das Projekt »Recording MIDI 2«, das sich im Ordner »Tutorial 3« befindet. Klicken Sie hier mit der rechten Maustaste und wählen Sie »Immer im Vordergrund«. Category Sub Category Gefilterte Liste GS_Nuendo_GBDF.book Seite 165 Montag, 17. März 2008 2:50 14166 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI tet alle an den vorhandenen MIDI-Eingängen gefundenen MIDI-Signale an die Spur weiter. In einigen Fällen müssen Sie hier etwas anderes einstellen, aber meistens können Sie diese Option verwenden.

4. Unter dem Einblendmenü für den MIDI-Eingang finden

Sie auch das Einblendmenü für das Ausgangs-Routing. Wählen Sie hier »HALionOne« aus.

5. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« der Spur ein und spielen Sie einige Noten auf Ihrem MIDI-Keyboard. Sie können hören und sehen, dass MIDI-Signale eingehen. Eingehende Signale können nur auf in Aufnahmebereitschaft versetzten Spuren aufgezeichnet werden. Sie können mehrere Spuren gleichzeitig in Aufnahmebereitschaft versetzen.

6. Setzen Sie den linken Locator auf Takt 1 und den

rechten Locator auf Takt 57.

7. Stellen Sie sicher, dass der Cycle-Schalter im Trans-

portfeld ausgeschaltet ist (nicht aufleuchtet). Wir werden zunächst nur einen Take aufnehmen. Cycle-Aufnahmen wer- den im Abschnitt »Cycle-Aufnahmen« auf Seite 167 beschrieben.

8. Drücken Sie auf dem Zahlenblock Ihrer Computertas-

tatur die Taste [1]. Der Positionszeiger wird zum linken Locator bewegt.

9. Klicken Sie auf den Aufnahme-Schalter und nehmen

Sie einige Takte Musik auf.

10. Klicken Sie anschließend auf »Stop«.

11. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« aus, damit Eingangssignale nicht mehr zu hören sind und nicht mehr aufgenommen werden können. Glückwunsch! Sie haben gerade Ihre erste MIDI-Auf- nahme in Nuendo angefertigt. Im nächsten Abschnitt er- fahren Sie, wie Sie Ihre Aufnahme wiedergeben können. Wiedergeben von MIDI Dieser Abschnitt behandelt die MIDI-Wiedergabe in Cu- base. Sie werden denken, dass man dazu doch nur auf den Start-Schalter klicken muss, aber es gibt noch ein paar Besonderheiten, die Sie beachten sollten, um genau das wiederzugeben, was Sie auch hören möchten. Starten der Wiedergabe

  • Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.
  • Drücken Sie die [Leertaste] Ihrer Computertastatur. Durch Betätigen der Leertaste wird die Wiedergabe gestartet bzw. die laufende Wiedergabe gestoppt.
  • Drücken Sie die [Enter]-Taste auf dem Zahlenblock der Computertastatur.
  • Doppelklicken Sie in der unteren Hälfte des Lineals.
  • Wählen Sie das MIDI-Event aus und wählen Sie im Transport-Menü »Auswahl geloopt wiedergeben«. Das Einblendmenü für das Eingangs-Routing Aufnahme aktivieren Monitor

Laden Sie das Projekt »MIDI Playback«, das sich im Ordner »Tutorial 3« befindet.

Der Standardtastaturbefehl für diese Funktion ist [Umschalttaste]+[G]. Dies ist der schnellste Weg, um ein ausgewähltes Event als Loop wiederzugeben! GS_Nuendo_GBDF.book Seite 166 Montag, 17. März 2008 2:50 14167 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI Stoppen der Wiedergabe

  • Klicken Sie im Transportfeld auf den Stop-Schalter.
  • Wenn Sie zweimal auf den Stop-Schalter klicken, wird der Positionszeiger an die Position im Projekt verschoben, an der Sie die Wiedergabe gestartet haben.
  • Drücken Sie die [Leertaste] auf Ihrer Computertastatur. Durch Betätigen der Leertaste wird die Wiedergabe gestartet bzw. die laufende Wiedergabe gestoppt.
  • Drücken Sie die Taste [0] auf dem Zahlenblock Ihrer Computertastatur. Cycle-Wiedergabe Nuendo kann ein Projekt oder Teile dieses Projekts als Loop (auch »Cycle« genannt) wiedergeben. Die Länge der Loop wird über die Locatoren eingestellt.

1. Stellen Sie auf dem Transportfeld die Position des lin-

ken Locators auf »1« und die des rechten auf »5« ein. Dadurch teilen Sie Nuendo mit, dass der Bereich zwischen dem ersten und dem fünften Takt geloopt werden soll. Sie haben nun eine Loop fest- gelegt, die sich über vier Takte erstreckt: vom Beginn des ersten bis zum Beginn des fünften (d.h. dem Ende des vierten) Takts.

2. Schalten Sie den Cycle-Schalter ein.

3. Klicken Sie im Transportfeld auf »Start«. Die Loop wird

solange wiedergegeben, bis Sie auf »Stop« klicken. Aufnahmemodi (ohne Cycle) Wenn der Cycle ausgeschaltet ist, stehen Ihnen drei so genannte »lineare« Aufnahmemodi zur Verfügung:

  • Normal Mit dem Normal-Modus können Sie MIDI-Parts aufnehmen, die auf der Spur bereits vorhandene MIDI-Parts ganz oder teilweise überlappen können.
  • Mischen »Mischen« führt eine neue MIDI-Aufnahme mit bereits vorhandenen MIDI- Daten zusammen. Damit können Sie z.B. Schlagzeug-Parts leicht aufneh- men: Nehmen Sie im ersten Durchgang nur die Bass-Drum auf und fügen Sie die Snare-Beats in einem zweiten Durchgang hinzu. Die MIDI-Daten beider Durchgänge werden im gleichen MIDI-Part zusammengeführt.
  • Ersetzen Im Ersetzen-Modus wird ein auf einer Spur bereits vorhandener MIDI- Part durch den neu aufgenommenen überschrieben. Cycle-Aufnahmen Sie können MIDI-Daten auch aufnehmen, wenn der Cycle- Schalter aktiviert ist. Aufnehmen von MIDI-Drums

1. Fügen Sie dem Projekt eine Instrumentenspur mit

»HALionOne« (nur Nuendo Expansion Kit) als Instrument hinzu.

2. Klicken Sie in das Programme-Feld und wählen Sie

einen Sound Ihrer Wahl aus der Kategorie »Drums&Perc«, Unterkategorie »Drumset«.

3. Ändern Sie den Namen dieser Spur in »Drums«.

Der linke Locator steht auf Takt 1. Der rechte Locator steht auf Takt 5. Cycle ist aktiviert.

Öffnen Sie das Projekt »Cycle Recording MIDI«. Sie finden dieses Projekt im Ordner »Tutorial 3«. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 167 Montag, 17. März 2008 2:50 14168 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI

4. Schalten Sie den Cycle-Schalter ein und stellen Sie

die Locatoren auf die Takte 9 und 13 ein. Die Loop beginnt am Takt 9 und endet am Takt 13.

5. Stellen Sie im Transportfeld als Cycle-Aufnahme-

modus »Mix (MIDI)« ein. Wenn Sie die Drum-Parts aufnehmen, können Sie bei jedem Cycle- Durchgang ein anderes Schlaginstrument spielen – die MIDI-Daten aller Durchgänge werden in einem MIDI-Part zusammengefasst.

6. Schalten Sie »AUTO Q« ein. Diese Funktion für das

automatische Quantisieren stellt sicher, dass die MIDI- Noten während der Aufnahme immer genau auf dem rhythmischen Muster abgelegt werden, so dass rhyth- misch ungenaues Spiel automatisch korrigiert wird.

7. Die Quantisieren-Funktion benötigt jetzt einen Quanti-

sierungswert, um die genauen Notenpositionen festlegen zu können. Wählen Sie im Quantisierungstyp-Einblend- menü die Option »1/8«.

8. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Drums-Spur ein.

9. Klicken Sie im Transportfeld auf den L-Schalter.

Dadurch wird die Aufnahme am linken Locator gestartet.

10. Klicken Sie auf den Aufnahme-Schalter. Nehmen Sie

im ersten Durchgang Hi-Hat auf, die Bass-Drum im zwei- ten und schließlich die Snare im dritten.

11. Klicken Sie anschließend auf den Stop-Schalter, um

die Aufnahme zu beenden.

12. Kopieren und verschieben Sie diesen Drum-Part, so

dass er im gesamten Projekt verwendet wird. Die Verschieben- und Kopieren-Funktionen werden im Kapitel »Lehr- gang 2: Bearbeiten von Audiomaterial« auf Seite 154 behandelt.

13. Fügen Sie mit dem Klebetube-Werkzeug alle Parts in

einem einzigen Part zusammen. Das Klebetube-Werkzeug wird im Kapitel »Lehrgang 2: Bearbeiten von Audiomaterial« auf Seite 154 beschrieben. Cycle-Aufnahmemodus GS_Nuendo_GBDF.book Seite 168 Montag, 17. März 2008 2:50 14169 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI Der Key-Editor MIDI-Daten können im Key-Editor bearbeitet werden. Löschen von MIDI-Noten

1. Doppelklicken Sie auf den Drums-Part, um den Key-

Editor zu öffnen. Im Key-Editor werden die aufgenommenen Drum-Noten an einer Klavia- tur auf der linken Seite ausgerichtet dargestellt. Unten im Fenster wird die Anschlagstärke der einzelnen Noten angezeigt, oben das Zeitlineal.

2. Am Anfang des Projekts sollen nur Hi-Hat und Bass-

Drum zu hören sein. Löschen Sie die Snare, indem Sie ei- nen Auswahlbereich um alle Snare-Noten aufziehen (von Takt 1 bis 8).

3. Drücken Sie die [Entf]-Taste, um die Snare-Noten zu

4. Zoomen Sie zum ersten Takt und klicken Sie mit dem

Löschen-Werkzeug auf alle Hi-Hat-Noten, die nicht auf den Zählzeiten liegen, um sie zu entfernen.

5. Löschen Sie auch die Hi-Hat-Noten der Takte 2 bis 8.

Kopieren von MIDI-Noten Kopieren Sie die MIDI-Noten des ersten Takts in die Takte 2 bis 8.

1. Ziehen Sie um die Hi-Hat-Noten des ersten Takts ei-

nen Auswahlbereich auf. Drücken Sie die [Alt]-Taste/ [Wahltaste] und ziehen Sie die Noten des ersten Takts zum zweiten Takt. Dadurch werden sie kopiert.

2. Gehen Sie für die weiteren Takte genauso vor, bis Sie

den neunten Takt erreicht haben.

Laden Sie das Projekt »Key Editor«, das sich im Ord- ner »Tutorial 3« befindet. MIDI-Noten von »Drums« Anschlagstärkewerte der MIDI-Noten Klaviatur Zeitlineal GS_Nuendo_GBDF.book Seite 169 Montag, 17. März 2008 2:50 14170 Lehrgang 3: Aufnehmen und Bearbeiten von MIDI Erzeugen oder Zeichnen von MIDI-Noten Im Takt 25 soll ein Beckenschlag erfolgen.

1. Bewegen Sie sich zum Takt 25 und klicken Sie auf der

Klaviatur auf der linken Seite, bis Sie ein Crash-Becken hören, das Ihnen gefällt. Ein guter Crash-Sound befindet sich z.B. auf C#2.

2. Wählen Sie das Stift-Werkzeug des Key-Editors aus

und zeichnen Sie durch Klicken und Ziehen über die ge- samte Taktlänge eine MIDI-Note ein. Die Controller-Spur Auf der Controller-Spur können Sie MIDI-Daten bearbei- ten oder einfügen. Meist werden hier die Anschlagstärke, Pitchbend und Controller für Filter usw. bearbeitet. Wenn Ihnen die Anschlagstärke einiger Noten zu hoch oder zu niedrig erscheint, können Sie diese hier verändern.

1. Wenn keine Controller-Spur angezeigt wird, klicken

Sie unten links im Key-Editor auf den Schalter »Controller- Spur-Presets«.

2. Wählen Sie die Option »Nur Anschlagstärke«, um die

Anschlagstärkedaten anzuzeigen.

3. Um andere MIDI-Informationen anzuzeigen, können

Sie eine andere Option aus dem Controller-Einblendmenü auswählen.

4. Wenn Sie auf »Einstellungen…« klicken, können Sie

weitere Controller auswählen.

5. Zeichnen Sie mit dem Stift-Werkzeug neue Anschlag-

stärkewerte für die Noten ein. Beachten Sie, dass Sie den Stift auch über die Werte ziehen und ver- schiedene Verlaufsformen erstellen können. Klicken und ziehen Sie mit dem Stift-Werkzeug. Wählen Sie einen Controller aus der Liste oder wählen Sie »Einstellungen…«, wenn Sie weitere Controller anzei- gen möchten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 170 Montag, 17. März 2008 2:50 147 Lehrgang 4: Arbeiten mit Loops GS_Nuendo_GBDF.book Seite 171 Montag, 17. März 2008 2:50 14172 Lehrgang 4: Arbeiten mit Loops Der Loop-Browser Mit dem Loop-Browser haben Sie die Möglichkeit, Ihre Loops schnell aufzufinden und auszuwählen. In diesem Fenster können Sie nach Audiodateien suchen, Tags an- wenden, um die Loops zu kategorisieren, das Audiomate- rial im Projekttempo vorhören und vieles mehr. Hinzufügen von Loops

1. Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Loop-Brow-

2. Wenn der Loop-Browser Ihre Festplatte(n) nach

Loop-Dateien durchsucht hat, werden diese im Viewer- Bereich angezeigt.

3. Wenn Sie eine Datei im Viewer auswählen, wird die

dazugehörige Wellenform im Scope-Bereich angezeigt.

4. Klicken Sie auf den Start-Schalter, um die Loop anzu-

hören. Wenn Sie den Schalter »Im Projekt-Kontext wieder- geben« einschalten, wird die Datei an das Projekttempo an- gepasst wiedergegeben. Dies ist nützlich, wenn Sie eine Loop vorhören möchten, die in einem Tempo aufgenommen wurde, das sich vom Tempo Ihres Projekts unterscheidet.

5. Wenn Sie sehr viele Loops haben, können Sie die Su-

che nach Dateien mit den Optionen oben im Viewer-Be- reich eingrenzen.

6. Wenn Sie eine Loop gefunden haben, können Sie sie

in Ihr Projekt ziehen. Wenn Sie die Loop in einen Bereich im Projekt ziehen, in dem noch keine Spuren sind, wird au- tomatisch eine neue Spur eingefügt.

7. Benennen Sie die Spur um in »Loop 1«.

Laden Sie das Projekt »Loops«, das sich im Ordner »Tutorial 4« befindet. Hier können Sie nach Sounds suchen. Die Loops auf Ihrer Festplatte Vorhör-Optionen Vorhör-Optionen (Start, Stop, Pause, Cycle und Pegelregler) Der Schalter »Im Projekt-Kontext wiedergeben« Wenn die »Automatische Wiedergabe« eingeschaltet ist, werden die in der Liste ausgewählten Loops automatisch wiedergegeben. Ziehen Sie eine Loop aus dem Loop-Browser in Ihr Projekt. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 172 Montag, 17. März 2008 2:50 14173 Lehrgang 4: Arbeiten mit Loops Erstellen von Kopien Nun soll die eingefügte Loop wiederholt werden.

1. Wählen Sie das Loop-Event im Projekt-Fenster aus.

2. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Befehl »Wieder-

3. Stellen Sie im angezeigten Dialog den Anzahl-Wert

4. Klicken Sie auf »OK«. Die Loop wird 13 mal kopiert

und die einzelnen Kopien werden direkt hintereinander an- geordnet. Einfügen von Loops in das Projekt Nun soll eine weitere Loop zum Projekt hinzugefügt wer- den. Diesmal über das Kontextmenü im Loop-Browser.

1. Erzeugen Sie eine neue Stereo-Audiospur.

2. Benennen Sie die Spur um in »Loop 2« und stellen Sie

sicher, dass die Spur ausgewählt ist, da der Befehl »In das Projekt einfügen« auf die ausgewählte Spur angewendet wird.

3. Setzen Sie den Positionszeiger an die Stelle im Pro-

jekt, an der Sie die Loop einfügen möchten: für dieses Beispiel an den Takt 9.

4. Klicken Sie im Loop-Browser mit der rechten Maus-

taste auf die gewünschte Loop und wählen Sie im Unter- menü »In das Projekt einfügen« die Option »Einfügen in das Projekt ab Positionszeiger«. Die Loop wird auf der ausge- wählten Spur am neunten Takt eingefügt.

5. Verwenden Sie den Befehl »Wiederholen…«, so dass

die Loop bis zum Ende des Projekts wiederholt wird. Lesen Sie auch das Kapitel »MediaBay« im Benutzerhand- buch für detaillierte Informationen zum Loop-Browser. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 173 Montag, 17. März 2008 2:50 148 Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente GS_Nuendo_GBDF.book Seite 174 Montag, 17. März 2008 2:50 14175 Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente Einleitung In diesem Lehrgang soll beschrieben werden, wie Sie Ihre MIDI-Geräte einrichten und in Nuendo aufnehmen können. Dabei kann es sich z.B. um ein MIDI-Keyboard handeln, das MIDI-Daten von Nuendo empfängt und wiedergibt und dessen Daten Sie für die weitere Bearbeitung als Audioda- tei aufnehmen möchten. In diesem Kapitel finden Sie viele hilfreiche Tipps für das Arbeiten mit externen MIDI-Geräten. Mit »externen Instrumenten« sind z.B. MIDI-Keyboards ge- meint, deren Audio-Ausgänge direkt an die Eingänge Ihrer Audiokarte angeschlossen sind. Sie können die Signale in Nuendo in Echtzeit abhören und aufnehmen. Einrichten von MIDI-Geräten Zunächst sollen die MIDI-Geräte eingerichtet werden, die an Ihren Computer angeschlossen sind. Beachten Sie, dass natürlich eine Vielzahl unterschiedlicher Aufbauten und Systeme möglich ist. Lesen Sie auch das Kapitel »Ein- richten des Systems« auf Seite 132, um sicherzustellen, dass Ihr System richtig eingerichtet ist. In diesem Lehrgang wird ein einfacher Aufbau mit einem MI4-Interface von Steinberg und einem Kurzweil K2000-Keyboard beschrie- ben.

1. Wählen Sie im Geräte-Menü den Befehl »MIDI-Gerä-

2. Klicken Sie auf den Schalter »Gerät installieren«.

Wählen Sie im angezeigten Dialog den Eintrag »K2000« aus und klicken Sie auf »OK«. Wenn Sie in Ihrem Aufbau ein anderes MIDI-Keyboard verwenden, wäh- len Sie dies aus der Liste aus.

3. Wählen Sie nun einen MIDI-Ausgang für das K2000

im Ausgang-Einblendmenü aus. Dadurch vereinfachen Sie sich das weitere Vorgehen enorm!

4. Schließen Sie das Fenster »MIDI-Geräte-Verwaltung«.

  • MIDI-Geräte beinhalten alle notwendigen Informationen für die Patch-Auswahl in Ihrem MIDI-Gerät. Wenn Ihr MIDI- Gerät in der Liste aufgeführt ist, richten Sie es wie oben be- schrieben ein. Wenn Ihr Gerät nicht in der Liste aufgeführt ist, wählen Sie »Neues definieren…«, um Ihr Gerät einzu- richten. Detaillierte Informationen zu MIDI-Geräten erhalten Sie im separaten PDF-Dokument »MIDI-Geräte«. Einrichten der VST-Verbindungen für externe Instrumente Nachdem Sie das MIDI-Gerät eingerichtet haben, müssen nun die Eingänge eingestellt werden, damit Sie die Audio- Ausgänge des Keyboards, die an Ihr Audio-Interface ge- leitet werden, auch hören.

Laden Sie das Projekt »External MIDI 1«, das sich im Ordner »Tutorial 5« befindet.

Laden Sie das Projekt »External MIDI 2«, das sich im Ordner »Tutorial 5« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 175 Montag, 17. März 2008 2:50 14176 Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente

1. Wählen Sie im Geräte-Menü »VST-Verbindungen«.

Der Standard-Tastaturbefehl hierfür ist [F4].

2. Öffnen Sie die Registerkarte »Externe Instrumente«.

3. Klicken Sie auf den Schalter »Externes Instrument hin-

zufügen« und geben Sie im angezeigten Dialog im Name- Feld »K2000« ein. Wenn Ihr Aufbau nicht dem in diesem Kapitel beschriebenen entspricht, geben Sie den Namen Ihres externen Instruments ein.

4. Vom K2000 soll Stereo-Audiomaterial empfangen

werden, d.h. Sie müssen Audiokabel von den Ausgängen des K2000 mit den Eingängen auf dem Audio-Interface verbinden. Das MI4 verfügt über 4 Eingänge. In diesem Fall sollen die Eingänge Line-In 3 und 4 verwendet wer- den. Wählen Sie unter Stereo-Return(s) »1« aus.

5. Da Sie bereits ein MIDI-Gerät erzeugt haben, klicken

Sie auf den Schalter »Mit MIDI-Gerät verknüpfen« und wählen Sie das Gerät »K2000« aus.

6. Klicken Sie auf »OK«, um den Dialog zu schließen.

7. Wählen Sie die Ein- und Ausgänge für Ihr externes

Instrument in der Spalte »Geräte-Port« aus. Der Bus für das externe Instrument sollte nun folgender- maßen aussehen:

8. Schließen Sie das Fenster »VST-Verbindungen« und

wählen Sie im Projekt-Fenster die Spur »Loop 2« aus. Nun soll eine neue Spur erzeugt werden. Indem Sie die Spur »Loop 2« auswählen, legen Sie fest, dass die neue Spur unterhalb dieser Spur ein- gefügt wird.

9. Wählen Sie im Projekt-Menü aus dem Untermenü

»Spur hinzufügen« die Option »Instrument«.

10. Wählen Sie im instrument-Einblendmenü »K2000«

(das externe Instrument, das Sie erzeugt haben) aus und stellen Sie im anzahl-Feld »1« ein.

11. Klicken Sie auf »OK«, um den Dialog zu schließen.

Im folgenden Abschnitt soll das Instrument abgehört wer- den. Dann soll ein Sound ausgewählt und MIDI-Material aufgenommen werden. Abhören von externen MIDI- Instrumenten

1. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spur »K2000« ein.

2. Spielen Sie einige Noten auf Ihrem K2000-Keyboard.

Sie sehen, dass die MIDI-Aktivitätsanzeige im Transport- feld aufleuchtet und Sie können Ihr Keyboard über Nu- endo hören. Wenn Sie ein neues MIDI- Gerät erzeugen möchten (wenn Ihres nicht in der Liste aufgeführt wird), wählen Sie »Gerät erzeugen«.

Laden Sie das Projekt »External MIDI 3«, das sich im Ordner »Tutorial 5« befindet. Die eingehenden Daten vom K2000- Keyboard. Anzeigen für MIDI-Eingangs- und MIDI-Ausgangsaktivität. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 176 Montag, 17. März 2008 2:50 14177 Lehrgang 5: Externe MIDI-Instrumente

3. Benennen Sie die Spur »K2000« um in »Piano«.

Dadurch benennen Sie nicht das externe Instrument im Fenster »VST- Verbindungen« um, sondern nur die Spur im Projekt-Fenster.

4. Nun erweist es sich als sehr hilfreich, dass Sie in der

MIDI-Geräte-Verwaltung ein MIDI-Gerät erzeugt haben. MIDI-Geräte beinhalten Informationen über Patch-Namen, Bank-Zuweisungen usw., d.h. Ihnen stehen bereits alle Programmnamen für das »K2000« zur Verfügung. Klicken Sie im Inspector auf den Programm-Schalter und wählen Sie im angezeigten Einblendmenü »Stereo Grand« aus. Wenn Sie ein anderes MIDI-Keyboard in Ihrem Aufbau verwenden und dieses in der MIDI-Geräte-Verwaltung eingerichtet haben, wählen Sie ei- nen Klavier-Sound für dieses Gerät aus dem Einblendmenü aus. Nun können Sie Ihr externes Instrument spielen und abhö- ren. Sie können dem Instrument Effekte und EQ hinzufügen, wie bei einem VST-Instrument oder einer Audiospur. Dies wird im Kapitel »Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns« auf Seite 178 beschrieben. Im Folgenden soll MIDI-Material aufgenommen werden. MIDI-Aufnahmen von externen Instrumenten Nun soll MIDI-Material auf die Instrumentenspur aufge- nommen weden.

1. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spur »Piano« ein.

2. Wenn die Pegel nicht hoch genug eingestellt sind, kli-

cken Sie auf den Schalter »Instrument bearbeiten« und stellen Sie den Regler »Return-Gain« so ein, dass Sie mehr von Ihrem externen Instrument hören.

3. Klicken Sie im Transportfeld auf den Aufnahme-Schal-

ter und spielen Sie eine Klavier-Notenfolge ein.

4. Klicken Sie auf den Stop-Schalter, um die Aufnahme

5. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spur »Piano« aus, so dass der Eingang nicht mehr gehört und auf der Spur nicht mehr aufgenom- men wird. Glückwunsch! Sie haben soeben Ihr externes MIDI-Instru- ment aufgenommen. Im nächsten Kapitel wird beschrie- ben, wie Sie einen Mix erstellen, EQ und Effekte hinzufü- gen, das Projekt automatisieren und einen Audio-Mixdown durchführen.

Laden Sie das Projekt »External MIDI 4«, das sich im Ordner »Tutorial 5« befindet. Klicken Sie auf den Programm-Schalter, um einen Klavier- Sound auszuwählen.

Laden Sie das Projekt »External MIDI 5«, das sich im Ordner »Tutorial 5« befindet, um alle Änderungen zu hören, die bisher vorgenommen wurden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 177 Montag, 17. März 2008 2:50 149 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns GS_Nuendo_GBDF.book Seite 178 Montag, 17. März 2008 2:50 14179 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns Einleitung In diesem Kapitel werden wir auf den bisher gelernten In- halten aufbauen und einen finalen Mix mit den richtigen Pe- geln, EQ-Einstellungen und Effekten erstellen. Dann wird das Projekt automatisiert und schließlich als Mix exportiert. Einstellen der Pegel Zunächst sollen die Pegel für das Projekt eingestellt wer- den. Im Anschluss können dann EQ-Einstellungen vorge- nommen und Effekte hinzugefügt werden.

1. Wählen Sie im Geräte-Menü den Mixer-Befehl.

Der Standard-Tastaturbefehl zum Öffnen des Mixers ist [F3].

2. Blenden Sie die Eingangskanäle aus (diese werden

hier nicht benötigt), indem Sie auf den Schalter »Ein- gangskanäle ausblenden« im allgemeinen Bedienfeld links im Mixer klicken.

3. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter

und hören Sie sich Ihren Mix an.

4. Bewegen Sie die Pegelregler für die einzelnen Kanäle

im Mixer, bis das gesamte Projekt wie gewünscht wieder- gegeben wird.

5. Wenn Sie einen Regler wieder auf die Standardein-

stellung von 0dB zurücksetzen möchten, klicken Sie mit gedrückter [Strg]-Taste/[Befehlstaste] in den Reglerbe- reich.

6. Sie können den Pegel auch verändern, indem Sie im

Feld unten im Kanalzug, in dem der aktuelle Pegel ange- zeigt wird, doppelklicken und einen neuen Wert eingeben.

7. Lassen Sie beim Einstellen der Pegel Vorsicht walten!

Die Pegel sollten so hoch wie möglich eingestellt werden, jedoch ohne dass Clipping (Übersteuerung) auftritt. Bei Übersteuerung leuchtet die CLIP-Anzeige unten im Aus- gangskanal auf. Verringern Sie in diesem Fall den Pegel und klicken Sie in die CLIP-Anzeige, um diese zurückzusetzen. So viel zu den Pegeln. Im folgenden Schritt sollen nun die Panoramaeinstellungen vorgenommen werden.

Laden Sie das Projekt »Mixing 1«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. Pegelanzeige Pegelregler Aktuelle Pegeleinstellung Spitzenpegel-Anzeige GS_Nuendo_GBDF.book Seite 179 Montag, 17. März 2008 2:50 14180 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns Panoramaeinstellungen

1. Mit dem Panorama stellen Sie für die einzelnen Spuren

im Projekt deren Position im Stereo-Klangbild ein. Sie kön- nen das Signal entweder in der Mitte zwischen dem rech- ten und dem linken Lautsprecher einstellen, leicht in die eine oder andere Richtung oder vollständig auf einen Laut- sprecher einstellen.

2. Für einige Spurarten können Sie mit der rechten

Maustaste in den Panoramareglerbereich klicken, um ein Kontextmenü mit drei Panoramamodi zu öffnen. Die Panoramamodi werden im Kapitel »Der Mixer« im Benutzerhandbuch beschrieben.

  • Wenn Sie für den Panoramaregler die mittlere Position (Standardposition) wiederherstellen möchten, klicken Sie mit gedrückter [Strg]-Taste/[Befehlstaste] im Reglerbe- reich.

3. Stellen Sie die beiden Gitarren in Ihrem Projekt leicht

nach links bzw. leicht nach rechts im Stereobild ein, um ei- nen räumlichen Eindruck zu erzeugen.

4. Lassen Sie die Drums-Spur auf der mittleren Einstel-

lungen, aber stellen Sie das Panorama für »Loop 1« ein bisschen weiter links und für »Loop 2« weiter rechts ein. So erhält der rhythmische Part mehr räumlichen Klang. So viel zum Panorama. Nun sollen die Solo- und die Stummschalten-Funktionen beschrieben werden. Stummschalten und Solo

  • Jede Spur verfügt über einen M-Schalter zum Stumm- schalten der Spur. Wenn Sie diesen Schalter einschalten, wird die Spur nicht wiedergegeben. Außerdem steht Ih- nen noch für jede Spur ein S-Schalter zur Verfügung, mit der Sie nur diese Spur (bzw. mehrere Spuren, für die die- ser Schalter eingeschaltet ist) wiedergeben können.
  • Sie können mehrere Spuren gleichzeitig stummschalten bzw. in den Solo-Modus versetzen.
  • Wenn Sie den Solo-Schalter für eine Spur einschalten, werden alle anderen Spuren stummgeschaltet.

Laden Sie das Projekt »Mixing 2«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. Panoramaregler Aktuelle Panoramaeinstellung Klicken Sie mit der rech- ten Maustaste in den Panoramareglerbereich, um einen Panoramamodus zu wählen.

Laden Sie das Projekt »Mixing 3«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. Solo Stummschalten GS_Nuendo_GBDF.book Seite 180 Montag, 17. März 2008 2:50 14181 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

  • Wenn Sie die Stummschalten- oder die Solo-Funktion für alle Spuren wieder ausschalten möchten, klicken Sie auf die globalen M- bzw. S-Schalter im allgemeinen Bedi- enfeld des Mixers.
  • Wenn Sie Spuren in Ihrem Projekt haben, die immer wie- dergegeben werden sollen, auch wenn für andere Spuren der Solo-Schalter eingeschaltet ist, klicken Sie mit ge- drückter [Alt]-Taste/[Wahltaste] auf den Solo-Schalter für die Spur. Dadurch schalten Sie für diese Spur den Modus »Solo ablehnen« ein. In diesem Modus wird diese Spur im- mer wiedergegeben, unabhängig davon, ob für andere Spuren der Solo-Schalter eingeschaltet ist.
  • Wenn Sie den Modus »Solo ablehnen« für einen Kanal wieder ausschalten möchten, klicken Sie erneut mit ge- drückter [Alt]-Taste/[Wahltaste] darauf. So viel zu Stummschalten und Solo. Nun sollen EQ-Ein- stellungen vorgenommen werden. Vornehmen von EQ-Einstellungen Mit einem Equalizer (EQ) können Sie bestimmte Frequen- zen eines Signals verstärken oder dämpfen. Auf diese Weise können Sie die einzelnen Instrumente richtig im Mix anordnen. EQ-Einstellungen sind sehr subjektiv und in ho- hem Maße von der Art der Musik abhängig. Im Folgenden werden die EQ-Möglichkeiten in Nuendo kurz beschrieben. Sie sollten aber auch mit den verschie- denen Presets experimentieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit EQ alles machbar ist.

1. Schalten Sie den Solo-Schalter für die Drums-Spur

ein und klicken Sie auf den Schalter »Instrumentkanalein- stellungen bearbeiten«.

2. Dadurch wird das Kanaleinstellungen-Fenster für

diese Spur geöffnet, in dem Sie z.B. EQ-Einstellungen vornehmen können. Stellen Sie sicher, dass ein Bereich Ihrer Musik geloopt wiedergegeben wird, damit Sie die EQ-Einstellungen, die Sie vornehmen, auch hören können.

  • Jede Spur verfügt über einen EQ mit bis zu 4 Frequenz- bändern. Der Schalter »Stummschaltung für alle ausschalten«. Der Schalter »Solo-Funktion für alle ausschalten«. Für diesen Kanal ist »Solo ablehnen« ein- geschaltet.

Laden Sie das Projekt »Mixing 4«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 181 Montag, 17. März 2008 2:50 14182 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

3. Klicken Sie auf den Ein/Aus-Schalter für die EQs, um

sie einzuschalten. Sie können auch direkt in die Anzeige klicken, um ein EQ-Modul einzu- schalten.

4. Klicken Sie auf einen EQ-Kurvenpunkt und ziehen Sie

ihn in eine beliebige Richtung. Wenn Sie einen Kurven- punkt nach oben bzw. unten ziehen, verändern Sie damit die Verstärkung (Gain). Dadurch wird dieser EQ leiser bzw. lauter. Unten im Kanaleinstellungen-Fenster wird der aktuelle Verstärkung-Wert angezeigt. Wenn Sie beim Ziehen die [Strg]-Taste/[Befehlstaste] gedrückt halten, können Sie den Kurvenpunkt nur in vertikaler Richtung verschieben.

5. Wenn Sie einen EQ-Kurvenpunkt nach rechts oder

links verschieben, stellen Sie damit die Frequenz für den EQ ein. Unten im Kanaleinstellungen-Fenster wird der ak- tuelle Wert für die Frequenz angezeigt. Wenn Sie beim Ziehen die [Alt]-Taste/[Wahltaste] gedrückt halten, kön- nen Sie den Kurvenpunkt nur in horizontaler Richtung verschieben.

6. Wenn Sie beim Ziehen die [Umschalttaste] gedrückt

halten, stellen Sie die »Qualität« (den Q-Wert) für den EQ ein. Oft wird dies auch als die »Breite« des Frequenz- bands bezeichnet. Unten im Kanaleinstellungen-Fenster wird der aktuelle Wert für den Q-Parameter angezeigt. Klicken Sie hier, um das EQ-Modul einzuschalten. Klicken Sie hier, um das EQ-Modul einzuschalten. Ziehen Sie den Kurvenpunkt nach oben/unten, um die Verstärkung für den EQ einzustellen »Verstärkung EQ Band«. Hier wird der aktuelle Verstärkung-Wert für den EQ angezeigt. Hier wird der Frequenz- Wert für dieses EQ-Modul angezeigt. Ziehen Sie den Kurvenpunkt nach links bzw. rechts, um die Frequenz zu ändern. Hier wird der aktuelle Q-Wert angezeigt. Ziehen Sie den Kurvenpunkt mit gedrück- ter [Umschalttaste] nach oben/unten, um den Q-Parameter einzustellen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 182 Montag, 17. März 2008 2:50 14183 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

7. Über den Schalter »Preset-Verwaltung« oben im Equa-

lizer-Bereich können Sie Presets laden und speichern. Sie können auch in der Liste einen Sound auswählen, der Ihren Anforderungen nahe kommt, diesen anpassen und dann als neues Preset speichern.

8. Sie können die Equalizer umgehen (Bypass), indem

Sie auf den Bypass-Schalter klicken. Wenn Sie mit ge- drückter [Alt]-Taste/[Wahltaste] auf diesen Schalter kli- cken, wird der EQ auf die Standardwerte zurückgesetzt. Eine Warnmeldung wird angezeigt, in der Sie gefragt wer- den, ob Sie die EQ-Einstellungen wirklich zurücksetzen möchten. Wenn Sie sich sicher sind, klicken Sie »Ja«. Experimentieren Sie mit den EQ-Einstellungen für alle Spuren in Ihrem Projekt. Normalerweise ist es ratsam, den Q-Wert eher zu verringern als zu erhöhen. Und nun: Auf zu den Effekten! Audio-Effekte Im Folgenden sollen einige Effekte verwendet werden. Sie können Effekte hinzufügen, indem Sie sie entweder direkt für eine Spur anwenden oder indem Sie eine Effektkanal- spur erzeugen und die Sends der einzelnen Spuren an diesen Effektkanal leiten. Insert-Effekte

1. Öffnen Sie den Mixer.

Wählen Sie dazu im Geräte-Menü den Mixer-Befehl oder drücken Sie [F3].

2. Geben Sie einen Bereich Ihres Projekts geloopt wie-

der, so dass Sie die Änderungen auch hören können. Im Projekt »Tutorial 6« sind die Locatoren und der Cycle bereits einge- stellt, so dass Sie nur die Wiedergabe starten müssen. Sie können aber natürlich auch die Einstellungen ändern, wenn Sie möchten.

3. Klicken Sie für die Bass-Spur auf den Schalter »Audio-

kanaleinstellungen bearbeiten«, um das Kanaleinstellun- gen-Fenster zu öffnen.

4. Auf die Bass-Spur soll nun ein Compressor angewen-

det werden. Klicken Sie in die erste Insert-Schnittstelle und wählen Sie im Effekte-Einblendmenü aus dem Dyna- mics-Untermenü »Compressor«.

In diesem Kapitel wurden viele EQ-Einstellungen vorgenommen. Laden Sie das Projekt »Mixing 5« aus dem Ordner »Tutorial 6«, um all diese Einstellungen zu sehen und anzuhören.

Laden Sie das Projekt »Mixing 6«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 183 Montag, 17. März 2008 2:50 14184 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

5. Nehmen Sie die gewünschten Effekt-Einstellungen vor.

Am Ende dieses Lehrgangs können Sie das nächste Tuto- rial-Projekt laden, in dem alle Änderungen enthalten sind. Arbeiten mit Effektkanalspuren Im Folgenden soll beschrieben werden, wie Sie eine Ef- fektkanalspur erzeugen und mit Effektkanälen arbeiten.

1. Schließen Sie den Mixer und wählen Sie im Projekt-

Menü aus dem Untermenü »Spur hinzufügen« die Option »Effektkanal«.

2. Stellen Sie eine Stereo-Konfiguration ein, wählen Sie

im Effekt-Einblendmenü aus dem Delay-Untermenü den Effekt »StereoDelay« und klicken Sie auf »OK«.

3. Der Spur »Elec Guitar« soll ein Delay-Effekt hinzuge-

fügt werden. Nehmen Sie für den rechten und den linken Kanal unterschiedliche Delay-Einstellungen vor und stel- len Sie den Mix-Parameter auf »100.0« ein. Wenn Sie für einen Stereo-Delay unterschiedliche Einstellungen für die beiden Kanäle vornehmen, erhalten Sie einen dynamischeren Effekt.

4. Wenn Sie die gewünschten Effekteinstellungen vor-

genommen haben, klicken Sie auf den Schalter »Kanalein- stellungen bearbeiten« für die Spur »Elec Guitar«.

5. Klicken Sie im Bereich »Send-Effekte« in die erste

Schnittstelle und wählen Sie im Effekte-Einblendmenü »FX 1-StereoDelay« aus.

6. Klicken Sie auf den Schalter »Send 1 aktivieren«. Nun

können Sie die Gitarre an den Effekt »StereoDelay« leiten.

7. Klicken Sie mit der Maus auf den Schieberegler und

ziehen Sie nach rechts, um den an den Effekt gesendeten Pegel zu erhöhen. Sie werden hören, wie die Gitarre ver- zögert wiedergegeben wird. Klicken Sie ggf. auf den Solo-Schalter um den Effekt genau hören zu können. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 184 Montag, 17. März 2008 2:50 14185 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

8. Effektkanalspuren können genau wie Audiospuren im

Kanaleinstellungen-Fenster bearbeitet werden. Die Ein- stellungen, die Sie vornehmen, gelten nur für diesen Ef- fektkanal. Wenn Sie z.B. EQ-Einstellungen für den Effekt- kanal »FX 1 - StereoDelay« vornehmen, wird nur der EQ für den Delay-Effekt geändert. Automation Sie können die Schiebe- und Drehregler sowie die Pano- ramaeinstellungen auch automatisieren, so dass diese sich bei der Wiedergabe von selber bewegen. Dies ist sehr praktisch, da Sie so einmalig Einstellungen für einen bestimmten zeitlichen Verlauf festlegen können und das Programm diese automatisch reproduziert.

1. Für die Spur »Elec Guitar« wurden bereits Fades er-

stellt. Diese sollen nun entfernt und stattdessen soll die Lautstärke automatisiert werden. Erhöhen Sie ggf. die Ver- größerung im Projekt-Fenster, so dass Sie das erste Event auf der Spur gut sehen können.

2. Wählen Sie das Event aus und wählen Sie im Audio-

Menü den Befehl »Fades entfernen«.

3. Klicken Sie auf den Schalter »Automation anzeigen/

ausblenden« links unten in der Spurliste. Beachten Sie, dass dieser Schalter nur angezeigt wird, wenn Sie mit der Maus darüberfahren.

4. Wählen Sie das Stift-Werkzeug aus.

5. Im Projekt-Fenster wird eine Automationsspur unter-

halb der Spur angezeigt. Zeichnen Sie mit dem Stift- Werkzeug ein manuelles Fade-In ein.

6. Sie können auch das Linien-Werkzeug verwenden, um

eine gerade Linie einzuzeichnen. Dies eignet sich beson- ders für das Einzeichnen von Fades.

7. Hören Sie sich die Fade-Automation an.

  • Sie werden vielleicht bemerkt haben, dass der R-Schal- ter (»Automationsdaten lesen«) eingeschaltet wurde, als Sie mit dem Stift-Werkzeug Automationsdaten eingezeichnet haben. Dies zeigt an, dass die Automation für diese Spur gelesen oder wiedergegeben wird. Wenn Sie den R-Schal- ter für die Spur ausschalten, werden die Automationsdaten

Laden Sie das Projekt »Mixing 8«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 185 Montag, 17. März 2008 2:50 14186 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns nicht gelesen. Im obigen Beispiel wird in diesem Fall die Lautstärke-Automation nicht wiedergegeben, d.h. der Pe- gel bleibt für das gesamte Projekt gleich. Die Automation ist ein sehr umfangreiches Thema. Sie können z.B. auch Effekte oder Send-Pegel automatisie- ren. Sie können Objekte während der Wiedergabe in Nu- endo automatisieren. Sie können auch den Write-Modus (Automationsdaten schreiben) verwenden, so dass Sie die Automation aufnehmen und später detaillierter bear- beiten können! Lesen Sie dazu das Kapitel »Automation« im Benutzer- handbuch, um einen Überblick über die Möglichkeiten zu bekommen, die die Automation in Nuendo Ihnen bietet. Exportieren Wenn Sie einen fertigen Mix erstellt haben, können Sie das Nuendo-Projekt exportieren, um es z.B. in ein CD- Brennprogramm wie WaveLab zu importieren.

  • Bevor Sie den Mix exportieren, müssen Sie die Locato- ren so einstellen, dass sie den zu exportierenden Bereich umschließen. So teilen Sie Nuendo mit, wie viele Takte ex- portiert werden sollen.

1. Stellen Sie den linken Locator auf Takt 1 und den rech-

ten auf Takt 65 ein, um die gesamte Musik zu exportieren.

2. Wählen Sie im Datei-Menü aus dem Exportieren-Un-

termenü den Befehl »Audio-Mixdown…«.

3. Der Dialog »Audio-Mixdown exportieren« wird geöffnet.

Eine detaillierte Beschreibung dieses Dialogs finden Sie im Kapitel »Ex- portieren eines Audio-Mixdowns« im Benutzerhandbuch.

4. Geben Sie unter »Dateiname« den Namen ein, unter

dem Sie den Mixdown speichern möchten.

5. Unter »Pfad« können Sie den Speicherort für die Datei

festlegen. Sie können den gesamten Pfad entweder manu- ell eingeben, oder auf den Auswählen-Schalter klicken und den gewünschten Ordner auf Ihrer Festplatte suchen. Schalten Sie für dieses Beispiel die Option »Audio-Ordner des Projekts verwenden« ein. Wenn diese Option einge- schaltet ist, kann der Pfad nicht mehr manuell eingegeben werden. Stattdessen wird die Datei im Audio-Ordner des Projekts gespeichert. Es ist sehr sinnvoll, die Dateien in die- sem Ordner zu speichern, da Sie so das Risiko minimieren, Dateien aus Versehen zu löschen oder zu verschieben.

6. Ein häufig verwendetes Dateiformat für den Export ist

»Wave-Datei«. Es kommt jedoch natürlich darauf an, in wel- che Anwendung Sie die Datei später importieren möchten. Stellen Sie sicher, dass Sie ein Format wählen, das von die- ser Anwendung (z.B. einem CD-Brennprogramm) unter- stützt wird.

Laden Sie das Projekt »Mixing 8«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 186 Montag, 17. März 2008 2:50 14187 Lehrgang 6: Anwenden von Effekten und Erstellen eines Mixdowns

7. Sie können festlegen, über welchen »Ausgang der Au-

dio-Engine« der Mix exportiert werden soll. Wenn Sie hier »Stereo Out (Stereo)« einstellen, wird der Mix über die Haupt-Stereoausgänge generiert. Sie können jedoch auch die einzelnen Audiokanäle im Einblendmenü aus- wählen, was den Export flexibler gestaltet. Wählen Sie für dieses Beispiel »Stereo Out (Stereo)«.

8. Wählen Sie die Samplerate und die Bittiefe aus, die

Sie für den Export benötigen. Für das Brennen von CDs sollten Sie »44.100 kHz« und »16 Bit« einstellen.

9. Schalten Sie die drei Optionen ganz unten im Dialog

ein. Dadurch wird das exportierte Audiomaterial nach dem Import wieder in Nuendo importiert, im Pool und auf einer neuen Audiospur eingefügt und der Dialog nach dem Ex- port-Vorgang geschlossen.

10. Eine wichtige Einstellung muss noch vorgenommen

werden: der Echtzeit-Export. Da Sie ein externes MIDI-In- strument eingerichtet haben, das Audiomaterial an Nuendo sendet, muss der Audio-Mixdown in Echtzeit vonstatten ge- hen. Dadurch stellen Sie sicher, dass die MIDI-Daten rich- tig an das externe MIDI-Instrument gesendet und wieder aufgenommen werden. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt!

11. Wenn Sie die gewünschten Einstellungen vorgenom-

men haben, klicken Sie auf den Exportieren-Schalter.

12. Der fertige Mix wird auf einer neuen Stereospur in Ih-

rem Projekt angezeigt.

13. Schalten Sie den Solo-Schalter für die Spur ein und

hören Sie sich den Mix an, um sicherzustellen, dass der Mixdown so klingt, wie Sie wollten

Wichtige Einstellung – »Echtzeit-Export«!

Laden Sie das Projekt »Mixing 9«, das sich im Ordner »Tutorial 6« befindet, um sich das Ergebnis des Ex- ports anzusehen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 187 Montag, 17. März 2008 2:50 1410 Lehrgang 7: Surround-Sound GS_Nuendo_GBDF.book Seite 188 Montag, 17. März 2008 2:50 14189 Lehrgang 7: Surround-Sound Surround-Busse Surround-Sound lässt sich mühelos in Nuendo integrie- ren. Der Lehrgang »Surround-Sound« baut auf dem auf, was Sie bereits in den Lehrgängen des Einführung-Hand- buchs gelernt haben – nur mit mehr Kanälen. Zunächst müssen die Ein- und Ausgänge für die Arbeit mit Sur- round-Material eingerichtet werden. Um den vollen Umfang der Surround-Möglichkeiten auf Ihrem Computer nutzen zu können, benötigen Sie eine Audiokarte mit 6 oder mehr Ein- und Ausgängen. Wenn Ihre Audiokarte nur über 2 bis 5 Ein-/Ausgänge verfügt, können Sie nicht alle Abschnitte in diesem Lehrgang auf Ihrem System nachvollziehen. Detaillierte Informationen über Surround-Sound finden Sie im Kapitel »Surround-Sound« im Benutzerhandbuch. Einrichten von Surround-Ausgängen

1. Wählen Sie im Geräte-Menü »VST-Verbindungen«.

Der Standard-Tastaturbefehl hierfür ist [F4].

2. Wählen Sie zunächst die Ausgang-Registerkarte aus.

Um sicherzustellen, dass alles richtig eingerichtet ist, soll- ten Sie bei Null anfangen, d.h alle ggf. vorhandenen Busse entfernen. Wenn in der Spalte »Bus Name« ein Bus angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste dar- auf und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl »Bus ent- fernen«.

3. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wäh-

len Sie im angezeigten Dialog die Konfiguration »5.1« und im Anzahl-Feld »1« aus und klicken Sie auf »OK«. Ein 5.1-Surround-Bus (mit den Kanälen Links, Rechts, Mitte, LFE, Sur- round Links und Surround Rechts) wird hinzugefügt. Nun können Sie Audiomaterial aus Nuendo an Ihre Audiokarte leiten.

4. Klicken Sie in die Spalte »Geräte-Port« für die einzel-

nen Kanäle im Bus und wählen Sie die gewünschten Aus- gänge (die mit Ihren Lautsprechern verbunden sind) im Kontextmenü aus. Da 5.1-Surround 6 Lautsprecher (bzw. 6 einzelne Ausgänge) benötigt, müssen Sie 6 unterschiedliche Ausgänge in der Spalte »Geräte-Port« auswählen. Einrichten von Surround-Eingängen Öffnen Sie nun die Eingänge-Registerkarte, um die Ein- gänge einzurichten, die Sie für die Surround-Aufnahme in Nuendo benötigen

1. Stellen Sie auch hier sicher, dass Sie bei Null anfan-

gen, d.h. entfernen Sie ggf. vorhandene Busse.

2. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wäh-

len Sie im angezeigten Dialog die Konfiguration »5.1« und im Anzahl-Feld »1« aus und klicken Sie auf »OK«. Ein 5.1-Surround-Bus (mit den Kanälen Links, Rechts, Mitte, LFE, Sur- round Links und Surround Rechts) wird hinzugefügt. Nun können Sie Surround-Audiomaterial vom Eingang der Audiokarte an Nuendo leiten und dort aufnehmen.

3. Klicken Sie in die Spalte »Geräte-Port« für die Kanäle

im Bus und wählen Sie die gewünschten Eingänge Ihrer Audiokarte im Kontextmenü aus. Da 5.1-Surround 6 Lautsprecher (bzw. 6 einzelne Ausgänge) benötigt, müssen Sie 6 unterschiedliche Ausgänge in der Spalte »Geräte-Port« auswählen.

Laden Sie das Projekt »Surround 1«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 189 Montag, 17. März 2008 2:50 14190 Lehrgang 7: Surround-Sound Aufnehmen mit einem 5.1-Eingangsbus Mit einem 5.1-Eingangsbus können Sie Surround-Audio- material als Mehrkanal-Audiodatei auf eine einzelne Spur in Nuendo aufnehmen. Dies ist sehr praktisch, da so z.B. vermieden werden kann, dass Phasenverschiebungen zwischen den unterschiedlichen Kanälen auftreten. Im fol- genden Bild sehen Sie eine solche 5.1-Aufnahme. Aufnehmen mit 6 Mono-Eingangsbussen Sie können auch separate Mono-Busse für Ihre 5.1-Ein- gänge erzeugen. Dadurch sind Sie z.B. beim Routing, den EQ-Einstellungen und Effekten flexibler. Im folgenden Bild sehen Sie eine Aufnahme mit 6 separaten Mono-Bussen. Im Folgenden soll beschrieben werden, wie Sie Surround- Audiomaterial mit separaten Mono-Bussen aufnehmen.

1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den 5.1-Ein-

gangsbus und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl »Bus entfernen«.

2. Klicken Sie auf den Schalter »Bus hinzufügen«. Wäh-

len Sie im angezeigten Dialog eine Mono-Konfiguration und im Anzahl-Feld »6« aus und klicken Sie auf »OK«. Es werden 6 separate Mono-Busse hinzugefügt. Diese sollen nun als Ihre Surround-Eingänge eingerichtet werden.

3. Klicken Sie in die Spalte »Geräte-Port« für die Busse

und wählen Sie die gewünschten Eingänge Ihrer Audio- karte im Kontextmenü aus. Da 5.1-Surround 6 separate Eingänge benötigt, müssen Sie in 6 unter- schiedliche Eingänge in der Spalte »Geräte-Port« auswählen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 190 Montag, 17. März 2008 2:50 14191 Lehrgang 7: Surround-Sound

4. Benennen Sie die Eingänge entsprechend den Kanä-

len, d.h. »Links«, »Rechts«, »Mitte«, »LFE«, »Surround Links« und »Surround Rechts«. Damit sind alle notwendigen Einstellungen im Fenster »VST-Verbindungen« vorgenommen. Nun müssen die Spu- ren in Nuendo noch entsprechend eingerichtet werden. Einrichten eines Surround-Mix Nachdem Sie die Einstellungen im Fenster »VST-Verbin- dungen« vorgenommen haben, müssen nun die Spuren in Nuendo so eingerichtet werden, dass sie die richtigen Na- men haben, die richtigen Eingänge zugewiesen sind und die Ausgänge so eingestellt sind, dass das Audiomaterial wie gewünscht an Ihre Audiokarte geleitet wird. Einrichten der Eingänge für die Spuren

1. Schließen Sie das Fenster »VST-Verbindungen« und

erstellen Sie 6 Mono-Audiospuren.

2. Geben Sie den Spuren Namen, die den Kanälen ent-

sprechen, d.h. »Links«, »Rechts«, »Mitte«, »LFE«, »Sur- round Links« und »Surround Rechts«. Wie bereits erwähnt, ist es sehr sinnvoll und zeitsparend, wenn Sie die Spuren umbenennen, bevor Sie mit der Aufnahme beginnen. Namen wie »Surround Links_01« oder »LFE_01« sind eindeutiger und übersichtli- cher als die automatisch vergebenen Namen, z.B. »Audio 07_09«.

3. Nun muss für jede Spur der richtige Eingang eingestellt

werden. Wählen Sie für die Spur »Links« entsprechend den linken Eingang im Einblendmenü für das Eingangs-Routing aus, für die Spur »Rechts« den rechten Eingang usw. Bisher haben wir eine Menge Änderungen an den Spuren vorgenommen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Projekt diese Änderungen alle beinhaltet, laden Sie das Projekt »Surround 3«, das sich im Ordner »Tutorial 7« be- findet. So stellen Sie sicher, dass Ihr Projekt und die im Lehrgang beschriebenen Einstellungen übereinstimmen.

Laden Sie das Projekt »Surround 2«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet. Schritt 1 - Wählen Sie die Spur aus. Schritt 2 - Öffnen Sie das Einblendmenü für das Eingangs-Routing und wählen Sie den Eingang für die Spur aus. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 191 Montag, 17. März 2008 2:50 14192 Lehrgang 7: Surround-Sound Einstellen der Ausgänge für die Spuren

1. Öffnen Sie das Einblendmenü für das Ausgangs-Rou-

ting für die einzelnen Spuren und weisen Sie ihnen die ge- wünschten Ausgänge zu: für die Spur »Links« den linken Ausgang usw.

  • Sie haben auch die Möglichkeit, den gesamten 5.1- Ausgangsbus für die einzelnen Spuren auszuwählen.

2. In diesem Fall erhalten Sie einen Surround-Panner für

jede der Spuren. Informationen über den Surround Panner finden Sie im Kapitel »Surround Sound« im Benutzerhandbuch. Nun sind die Ein- und Ausgänge eingerichtet. Im nächsten Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Surround-Aufnah- men machen.

Laden Sie das Projekt »Surround 3«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet. Schritt 2 - Öffnen Sie das Einblendmenü für das Ausgangs-Routing und wählen Sie den Ausgang für die Spur aus. Schritt 1 - Wählen Sie die Spur aus. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 192 Montag, 17. März 2008 2:50 14193 Lehrgang 7: Surround-Sound Surround-Aufnahmen Nun können Sie Surround-Material aufnehmen. In diesem Lehrgang sollen 6 Kanäle gleichzeitig aufgenommen wer- den. Diese Kanäle werden an den 5.1-Ausgang geleitet, den Sie im Fenster »VST-Verbindungen« eingerichtet ha- ben. Für das folgende Beispiel soll mit 6 Mono-Eingängen gearbeitet werden und nicht mit einem 5.1-Eingang. Da- durch erhalten Sie (auch in Hinsicht auf zukünftige Bear- beitungen und/oder Anpassungen) die größtmögliche Flexibilität.

  • Die grundlegenden Aufnahmeverfahren werden im »Lehrgang 1: Aufnehmen von Audiomaterial« des Einfüh- rung-Handbuchs beschrieben. Detaillierte Informationen finden Sie im Kapitel »Aufnehmen« im Benutzerhandbuch. In Nuendo werden nun im Hintergrund 6 Audiokanäle (ein Surround-Mix) an Ihre 6 Mono-Eingänge geleitet. Im nächsten Projekt werden Sie dies auch hören können.

1. Versetzen Sie die Spuren in Aufnahmebereitschaft (mit

dem Schalter »Aufnahme aktivieren«) und schalten Sie die Monitor-Schalter für die Spuren ein.

2. Vergewissern Sie sich, dass der Cycle-Schalter auf

dem Transportfeld ausgeschaltet ist (nicht aufleuchtet) und dass der linke Locator auf den ersten Takt eingestellt ist.

3. Klicken Sie auf den Aufnahme-Schalter, um mit der

Aufnahme zu beginnen.

4. Wenn Sie die Aufnahme beenden möchten, klicken

Sie auf den Stop-Schalter.

5. Schalten Sie die Schalter »Aufnahme aktivieren« und

»Monitor« für die Spuren wieder aus, so dass der Eingang nicht mehr abgehört wird und auf den Spuren nicht mehr aufgenommen wird. Glückwunsch! Sie haben gerade einen 5.1-Surround-Mix in Nuendo aufgenommen. Im nächsten Abschnitt wird be- schrieben, wie Sie eine Surround-Datei exportieren können.

Laden Sie das Projekt »Surround 4«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet. Die Spuren sind in Aufnahmebereitschaft. Die Monitor-Schalter sind für alle Spuren aktiviert. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 193 Montag, 17. März 2008 2:50 14194 Lehrgang 7: Surround-Sound Exportieren einer Surround-Datei Nun, da Sie einen Surround-Mix aufgenommen haben, soll dieser exportiert werden, so dass er z.B. in eine DVD- Authoring-Anwendung importiert werden kann.

  • Bevor Sie den Surround-Mix exportieren können, müs- sen Sie festlegen, wie viele Takte Nuendo exportieren soll. Stellen Sie dazu den linken und rechten Locator so ein, dass sie das zu exportierende Audiomaterial umschließen.

1. Stellen Sie im Transportfeld den linken Locator auf Takt

1 und den rechten Locator auf Takt 26 ein. So stellen Sie sicher, dass das gesamte Audiomaterial exportiert wird.

2. Wählen Sie im Datei-Menü aus dem Exportieren-Un-

termenü den Befehl »Audio-Mixdown…«.

3. Der Dialog »Audio-Mixdown exportieren« wird geöffnet.

Detaillierte Informationen zu diesem Dialog finden Sie im Kapitel »Expor- tieren eines Audio-Mixdowns« im Benutzerhandbuch.

4. Geben Sie unter »Dateiname« den Namen an, unter

dem Sie die Datei exportieren möchten. Wählen Sie für dieses Beispiel den Namen »Surround Tutorial Export«.

5. Unter »Pfad« können Sie den Speicherort für die Datei

festlegen. Sie können den gesamten Pfad entweder ma- nuell im Feld eingeben oder auf den Auswählen-Schalter klicken und den gewünschten Ordner auf Ihrer Festplatte suchen. Schalten Sie für dieses Beispiel die Option »Audio-Ordner des Projekts verwenden« ein. Wenn diese

Laden Sie das Projekt »Surround 5«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet. Linker Locator Rechter Locator GS_Nuendo_GBDF.book Seite 194 Montag, 17. März 2008 2:50 14195 Lehrgang 7: Surround-Sound Option eingeschaltet ist, kann der Pfad nicht mehr manu- ell eingegeben werden. Stattdessen wird die Datei im Audio-Ordner des Projekts gespeichert. Es ist sehr sinn- voll, die Dateien in diesem Ordner zu speichern, da Sie so das Risiko minimieren, Dateien aus Versehen zu löschen oder zu verschieben.

6. Am gebräuchlichsten für den Export ist das Dateifor-

mat »Wave-Datei«. Wichtig ist natürlich auch, in welche Anwendung Sie die Datei später importieren möchten. Stellen Sie sicher, dass Sie ein Format wählen, das diese Anwendung (z.B. eine DVD-Authoring-Anwendung) un- terstützt.

7. Sie können den 5.1-Mix in einer einzelnen Datei spei-

chern, indem Sie unter »Ausgang der Audio-Engine« die Option »5.1 Out (5.1)« wählen. Dadurch wird die expor- tierte Datei über den 5.1-Ausgang generiert, den Sie im Mixer sehen. Sie können auch unterschiedliche Ausgänge für die einzelnen Audiokanäle wählen, was den Export fle- xibler gestaltet. Wählen Sie für dieses Beispiel den Sur- round-Bus »5.1 Out (5.1)«.

8. Stellen Sie Werte für »Samplerate« und »Bittiefe« ein,

die Sie für den Export benötigen.

9. Schalten Sie die drei Optionen ganz unten im Dialog

ein. Dadurch wird das Audiomaterial nach dem Export wieder in Nuendo importiert und im Pool und auf einer neuen Audiospur eingefügt. Der Dialog wird nach dem Ex- port-Vorgang geschlossen.

10. Wenn Sie die gewünschten Einstellungen vorgenom-

men haben, klicken Sie auf den Exportieren-Schalter.

11. Der Surround-Mix wird exportiert und dann im Projekt-

Fenster auf einer neuen Audiospur als 5.1-Mehrkanal-Au- diodatei eingefügt. Individuelle Kanäle für den Export Export des gesamten 5.1-Busses

Laden Sie das Projekt »Surround 6«, das sich im Ordner »Tutorial 7« befindet, um zu sehen, wie das Projekt nach dem Exportieren des Audio-Mixdowns aussehen soll. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 195 Montag, 17. März 2008 2:50 1411 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove GS_Nuendo_GBDF.book Seite 196 Montag, 17. März 2008 2:50 14197 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove Einleitung In diesem Abschnitt finden Sie verschiedene Beispiele für die Bearbeitung von Audiodateien ohne Tempoangaben. Die Beispiele zeigen, wie Sie sie in wenigen einfachen Schritten an das Projekttempo in Nuendo anpassen können. Beispiel 1: Schlagzeug-Loop, Tempo bekannt In diesem Beispiel wurde eine Schlagzeug-Loop impor- tiert, deren Tempo bekannt ist. In diesem Fall ist es sehr einfach, das Tempo der Schlagzeug-Loop an das Projekt- tempo anzupassen. Die folgende Abbildung zeigt die Schlagzeug-Loop. Das Tempo der Loop ist 100bpm (»Beats per Minute«). Das Projekttempo in Nuendo beträgt jedoch 120bpm. Das Tempo der Schlagzeug-Loop soll nun an das Projekt- tempo angepasst werden.

1. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Das Timing des Metronom-Clicks und der Schlagzeug-Loop stimmen nicht überein.

2. Klicken Sie im Transportfeld auf den Stop-Schalter, um

die Wiedergabe zu beenden. Deaktivieren Sie den Click.

3. Doppelklicken Sie auf die Schlagzeug-Loop. Der

Sample-Editor wird geöffnet.

4. Öffnen Sie die Definition-Registerkarte und geben Sie

im Tempo-Feld »100« ein. Auf diese Weise teilen Sie Nuendo mit, dass das Tempo dieser Audio- datei 100bpm beträgt, damit Nuendo sie an das Projekttempo anpassen kann. Anstelle des Tempowerts können Sie auch die Anzahl der Takte eingeben, je nachdem, was Ihnen bekannt ist. In beiden Fällen wird das Tempo der Audiodatei von Nuendo richtig angepasst.

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 1«, das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet. 120bpm Definition- Registerkarte Geben Sie hier das Tempo der Schlagzeug- Loop ein. Taktanzahl GS_Nuendo_GBDF.book Seite 197 Montag, 17. März 2008 2:50 14198 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove

5. Schalten Sie die Vorschau ein.

Das Tempo der Schlagzeug-Loop ist jetzt an das Projekttempo angepasst.

6. Schließen Sie den Sample-Editor.

7. Wählen Sie die Schlagzeug-Loop im Projekt-Fenster

aus und anschließend im Transport-Menü die Option »Auswahl geloopt wiedergeben«. Sie können auch den Tastaturbefehl [Umschalttaste]+[G] verwenden. Die Schlagzeug-Loop folgt jetzt immer dem Projekttempo, auch wenn Sie im Transportfeld ein anderes Projekttempo einstellen. Beispiel 2: Schlagzeug-Loop, Auto- Anpassen In diesem Beispiel wurde eine Schlagzeug-Loop mit un- bekanntem Tempo importiert. Auch in diesem Fall können Sie das Tempo Ihrer Audiodatei schnell an das Projekt- tempo anpassen.

1. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Das Timing des Metronom-Clicks und der Schlagzeug-Loop stimmen nicht überein.

2. Klicken Sie im Transportfeld auf den Stop-Schalter, um

die Wiedergabe zu beenden. Deaktivieren Sie den Click.

3. Doppelklicken Sie auf die Schlagzeug-Loop.

Der Sample-Editor wird geöffnet.

4. Öffnen Sie die Definition-Registerkarte und schalten

Sie die Vorschau ein. Bei aktivierter Vorschau können Sie Tempoänderungen direkt hören. Vorschau

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 2«. das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet. Definition- Registerkarte Vorschau GS_Nuendo_GBDF.book Seite 198 Montag, 17. März 2008 2:50 14199 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove

5. Vergrößern Sie die Ansicht des ersten Takts.

Sie können zum Vergrößern den Schieberegler unten rechts verwenden. Vergrößern Sie die Wellenform so weit, dass Sie etwa 18 Shaker- Schläge sehen.

6. Wählen Sie den ersten Takt der Loop aus (die ersten

16 Anschläge). Aktivieren Sie die Option »Auswahl als Loop wiedergeben« und klicken Sie auf den Wiedergabe- Schalter.

7. Möglicherweise müssen Sie das Ende des Loop-Be-

reichs anpassen, damit beim Übergang von einem Loop- Durchgang zum nächsten keine Sprünge auftreten.

8. Verkleinern Sie die Darstellung und klicken Sie in der

Definition-Registerkarte auf »Auto-Anpassen«.

9. Schließen Sie den Sample-Editor und hören Sie sich

an, wie die Loop im Projekttempo wiedergegeben wird! Beispiel 3: Schlagzeug-Loop, manuelle Anpassung Dieses Beispiel baut auf den vorangegangenen zwei Bei- spielen auf. In diesem Beispiel liegt eine Schlagzeug- Loop mit unbekanntem Tempo und Timing-Problemen vor, die behoben werden müssen. Sie lernen, wie Sie diese durch Anpassen des Timing-Rasters im Sample-Editor manuell korrigieren.

1. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Das Timing des Metronom-Clicks und der Schlagzeug-Loop stimmen nicht überein.

2. Klicken Sie im Transportfeld auf den Stop-Schalter,

um die Wiedergabe zu beenden.

3. Doppelklicken Sie auf die Schlagzeug-Loop.

Der Sample-Editor wird geöffnet. Zoom-Schieberegler 1-8 9-16 17-18 Wiedergabe Auswahl als Loop wiedergeben

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 3«, das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet. Auto-Anpassen GS_Nuendo_GBDF.book Seite 199 Montag, 17. März 2008 2:50 14200 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove

4. Öffnen Sie die die Definition-Registerkarte und schal-

ten Sie die Vorschau ein. Bei aktivierter Vorschau können Sie Tempoänderungen direkt hören.

5. Geben Sie die Anzahl der Takte der Schlagzeug-Loop

ein. In diesem Fall sind dies 4 Takte. Das Tempo der Schlagzeug-Loop stimmt jetzt mit dem Projekttempo überein.

6. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Wie Sie hören können, weist die Schlagzeug-Loop Timing-Probleme auf, so dass sie nicht genau mit dem Click übereinstimmt. Diese Abweichun- gen sollen im Folgenden behoben werden.

7. Aktivieren Sie die Option »Manuell anpassen«.

Mit dieser Option können Sie das Timing-Raster manuell anpassen, um Timing-Abweichungen zu beheben.

8. Benutzen Sie die Zoom-Regler, um die Takte 2, 3 und

4 größer darzustellen.

9. Halten Sie die [Alt]-Taste/[Wahltaste] gedrückt und

verschieben Sie die Rasterlinien der Takte nah an den An- fang der prägnanten Anschläge der Wellenform. Ver- schieben Sie ausschließlich die Rasterlinien der Takte 2, 3 und 4. Der Text »Vorherigen Takt anpassen - Nächsten verschieben« wird angezeigt. Wenn Sie die [Alt]-Taste/[Wahltaste] gedrückt halten und die Rasterli- nien der Takte verschieben, wird das Tempo des vorherigen Takts durch Timestretch angepasst, während die nachfolgenden Takte verschoben werden. Vorschau Manuell anpassen

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 4«, das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet, um sich die An- passungen der Rasterlinien anzusehen. Öffnen Sie im Sample-Editor die Definition-Registerkarte und aktivieren Sie die Option »Manuell anpassen«. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 200 Montag, 17. März 2008 2:50 14201 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove

10. Halten Sie jetzt die [Strg]-Taste/[Befehlstaste] ge-

drückt, um die Rasterlinien der Zählzeiten nah an den An- fang der prägnanten Anschläge der Wellenform zu verschieben. Vergrößern Sie die Ansicht, um die Rasterlinien der Zählzeiten genau an- passen zu können. Passen Sie die Rasterlinien aller Zählzeiten der Loop an, deren Timing nicht stimmt.

11. Schließen Sie den Sample-Editor.

12. Klicken Sie auf die Schlagzeug-Loop und wählen Sie

im Transport-Menü die Option »Auswahl geloopt wieder- geben«. Die Schlagzeug-Loop folgt jetzt immer dem Projekttempo, auch wenn Sie im Transportfeld ein anderes Projekttempo einstellen. Beispiel 4: Schlagzeug-Loop aus Auswahlbereich Aus der in diesem Beispiel verwendeten Audiodatei mit unbekanntem Tempo soll lediglich ein kleiner Teil zum Er- stellen einer Schlagzeug-Loop verwendet werden.

1. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Das Timing des Metronom-Clicks und der Schlagzeug- Loop stimmen nicht überein.

2. Klicken Sie im Transportfeld auf den Stop-Schalter, um

die Wiedergabe zu beenden. Deaktivieren Sie den Click.

3. Doppelklicken Sie auf die Schlagzeug-Loop.

Der Sample-Editor wird geöffnet.

4. Aus der Audiodatei soll eine Loop mit 2 Takten erstellt

werden. Aktivieren Sie das Auswahlbereich-Werkzeug. Klicken und ziehen Sie den Auswahlbereich um den Teil der Audiodatei, den Sie als Schlagzeug-Loop verwenden möchten. Lassen Sie den Bereich kurz nach Takt 5 begin- nen und kurz nach Takt 7 enden.

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 5«, das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet, um sich die An- passung der Rasterlinien der Zählzeiten anzusehen. Öffnen Sie im Sample-Editor die Definition-Register- karte und aktivieren Sie die Option »Manuell an- passen«.

Laden Sie das Projekt »Tempo and Groove 6«, das sich im Ordner »Tutorial 8« befindet. Auswahlbereich-Werkzeug GS_Nuendo_GBDF.book Seite 201 Montag, 17. März 2008 2:50 14202 Lehrgang 8: Bearbeiten von Audiomaterial II – Tempo und Groove Damit der Auswahlbereich diesem Beispiel entspricht, öff- nen Sie die Bereich-Registerkarte und geben Sie im Start-Feld den Wert 411427 sowie im Ende-Feld den Wert 616843 ein.

5. Öffnen Sie die Hitpoints-Registerkarte und wählen Sie

die Option »Slices & Schließen«. Sie erhalten jetzt eine Loop, die dem Auswahlbereich entspricht und im Projekttempo geloopt wiedergegeben werden kann. Der Sample-Editor wird geschlossen, so dass Sie sich wieder im Projekt-Fenster befinden.

6. Klicken Sie auf die Schlagzeug-Loop und wählen Sie

im Transport-Menü die Option »Auswahl geloopt wieder- geben«. Die Schlagzeug-Loop folgt jetzt immer dem Projekttempo, auch wenn Sie im Transportfeld ein anderes Projekttempo einstellen. Bereich- Registerkarte Hitpoints- Registerkarte Slices & Schließen GS_Nuendo_GBDF.book Seite 202 Montag, 17. März 2008 2:50 1412 Lehrgang 9: Medienverwaltung GS_Nuendo_GBDF.book Seite 203 Montag, 17. März 2008 2:50 14204 Lehrgang 9: Medienverwaltung Einleitung In der MediaBay von Nuendo können Sie nach Sounds (VST 3-Presets und Spur-Presets), Audio- und MIDI- Loops sowie Video- und Projektdateien suchen, diese identifizieren, mit Tags versehen und verwalten. Im Zusammenhang mit der Medienverwaltung werden Ih- nen die Begriffe VST Sound und MediaBay begegnen. VST Sound ist das übergreifende Konzept zur Verwaltung der stets wachsenden Anzahl an PlugIns, Instrumenten, Presets usw. All diese PlugIns, Instrumente und Presets werden gemeinsam die MediaBay verwaltet. Welche Bedeutung hat die MediaBay? Eigenschaften der MediaBay:

  • Verschiedene Ansichten zum Suchen und Taggen von Me- diendateien sowie zum schnellen Importieren von Medienda- teien in Projekte. Dazu gehören Audiodateien, MIDI-Dateien, MIDI-Loops und Videodateien.
  • Einfache Suche nach Sounds, damit Sie schnell mit der Arbeit an Ihrer Musik beginnen können, ohne lange nach dem »richti- gen« Instrument suchen zu müssen.
  • Suchen von Audio-, MIDI- und Instrumenten-Presets, die Sie dann schnell auf die gewünschten Spuren anwenden können.
  • Anzeige aller Nuendo-Projektdateien auf dem Computer, da- mit diese schnell geladen werden können.
  • Die MediaBay befreit Sie davon, in herkömmlichen Ordner- strukturen oder Instrumentenkategorien zu denken. Denken Sie einfach an den gesuchten Sound und durchsuchen Sie die gesamte Medienbibliothek nach ihm. MediaBay, Loop-Browser und Sound-Browser Das Medien-Menü enthält drei Optionen zum Aufrufen der verschiedenen MediaBay-Ansichten. Es spielt keine große Rolle, welche der Optionen Sie wäh- len, da alle Ansichten dieselbe Funktionalität bereitstellen. In den verschiedenen Ansichten sind jedoch unterschied- liche Bereiche und Funktionen ein- oder ausgeschaltet, um die Arbeit für bestimmte Situationen besonders effek- tiv zu gestalten. Wenn Sie beispielsweise nach Loops suchen, eignet sich der Loop-Browser, da er für die Suche nach Loops vor- konfiguriert wurde. Spur-Presets oder VST-PlugIn-Pre- sets lassen sich dagegen am besten mit dem Sound- Browser suchen. So öffnen Sie die MediaBay Dieser Lehrgang bezieht sich auf die MediaBay, da in die- ser Ansicht alle Steuerelemente standardmäßig sichtbar sind. Alles, was Sie über die MediaBay lernen, lässt sich auf den Loop-Browser oder den Sound-Browser übertragen.

1. Wählen Sie im Medien-Menü die Option »MediaBay

Laden Sie das Projekt »Media Management«, das sich im Ordner »Tutorial 9« befindet. MediaBay, Loop-Browser, Sound-Browser GS_Nuendo_GBDF.book Seite 204 Montag, 17. März 2008 2:50 14205 Lehrgang 9: Medienverwaltung Einblenden der verschiedenen Bereiche der MediaBay Links unten im MediaBay-Fenster gibt es 3 Schalter, mit denen Sie die verschiedenen MediaBay-Bereiche ein- oder ausblenden können. Dabei handelt es sich um die folgenden Optionen:

1. Blenden Sie den Browser, den Scope-Bereich und

den Tag-Editor aus. Jetzt werden nur noch der Viewer und der Filter-Bereich angezeigt. In diesen zwei Bereichen werden Dateien aufgelistet und können gesucht werden.

2. Zeigen Sie den Browser an.

Hier geben Sie an, wo die MediaBay auf Ihrem Computer nach Medien- dateien suchen soll.

3. Zeigen Sie den Scope-Bereich an.

Im Scope-Bereich werden die im Viewer ausgewählten Dateien ange- zeigt und wiedergegeben. Browser, Scope-Bereich und Tag-Editor Viewer Filter-Bereich Browser Klicken Sie hier, um den Browser ein-/auszublenden. Scope-Bereich Klicken Sie hier, um den Scope-Bereich ein-/auszublenden GS_Nuendo_GBDF.book Seite 205 Montag, 17. März 2008 2:50 14206 Lehrgang 9: Medienverwaltung

4. Zeigen Sie den Tag-Editor an.

Wenn im Viewer eine Datei ausgewählt ist, können Sie dieser Tags zu- weisen und/oder bereits vorhandene Tags anzeigen, um die Suche nach Dateien und ihre Verwaltung zu erleichtern. Mediensuche mit dem Browser Wenn Sie die MediaBay, den Loop-Browser oder den Sound-Browser öffnen, wird Ihr Rechner nach Medienda- teien durchsucht. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben den Namen der zu durchsuchenden Ordner oder Verzeich- nisse. Das Suchergebnis wird in der MediaBay-Datenbank gespeichert. Physische und virtuelle Speicherorte Die MediaBay bietet zwei verschiedene übergeordnete Verzeichnisse für die Suche nach Mediendateien an: das Dateisystem und den Ordner »VST Sound«. Dateisystem Der Dateisystem-Ordner umfasst alle Ordner auf Ihrem Computer. Dazu gehören lokale Laufwerke und Wechsel- laufwerke, z.B. Festplatten, Wechselplatten und CD- oder DVD-Laufwerke. Das Dateisystem ist standardmäßig zwar ausgewählt, es enthält jedoch viele Verzeichnisse, die Sie wahrscheinlich gar nicht durchsuchen möchten. Aktivieren Sie daher alle Bereiche/Ordner, die Sie mit der MediaBay verwalten möchten. Die ausgewählten Speicherorte werden auto- matisch durchsucht und das Suchergebnis wird im Viewer angezeigt. VST Sound Unter »VST Sound« finden Sie die virtuellen Speicherorte Ihres Computers für mitgelieferte Mediendaten oder Be- nutzer-Presets, die für PlugIns, Instrumente oder MIDI- Loops erstellt wurden. Stellen Sie sicher, dass diese Op- tion nicht deaktiviert ist. Auswahl der Suchorte »VST Sound« sollte immer aktiviert sein, da sich hier die mitgelieferten Mediendaten, d.h. die mit Nuendo oder an- deren kompatiblen Produkten wie Sequel von Steinberg ausgelieferten Daten, befinden. Hier finden Sie außerdem alle Benutzer-Presets.

1. Klicken Sie auf das Pluszeichen vor »Dateisystem«, um

die verfügbaren Speicherorte für die Suche einzublenden. Dabei handelt es sich um die Verzeichnisse auf Ihrem Computer, in de- nen die MediaBay nach Mediendaten suchen kann. Überprüfen Sie, ob unter »Dateisystem« alle Speicherorte aktiviert sind, an denen sich Me- diendateien befinden. Tag-Editor GS_Nuendo_GBDF.book Seite 206 Montag, 17. März 2008 2:50 14207 Lehrgang 9: Medienverwaltung

2. Klicken Sie auf das Pluszeichen vor »VST Sound«, um

die verfügbaren Speicherorte für die Suche einzublenden. Es gibt viele Speicherorte, an denen eine Suche überflüs- sig ist. Deaktivieren Sie alle Speicherorte, die nicht nach Mediendaten durchsucht werden müssen. Auf diese Weise werden in die MediaBay keine unnötigen Daten aufgenommen, was die Suche beschleunigt und die Ver- waltbarkeit erhöht. Wenn Sie sich bei einem Speicherort nicht sicher sind, lassen Sie diesen einfach aktiviert. Wenn Sie einen Speicherort (Ordner) auswählen, wird automatisch eine Suche gestartet und die Datenbank wird aktualisiert. Inhalt untergeordneter Ordner anzeigen Bevor Sie die Mediensuche auf dem Computer starten, aktivieren Sie den Schalter »Inhalt der untergeordneten Ordner ebenfalls anzeigen«. Wenn diese Option aktiviert ist, werden alle Dateien inner- halb des ausgewählten Ordners sowie aller Unterordner in einer »flachen« Ansicht angezeigt, als ob sie aus demsel- ben Ordner stammen würden. Auf diese Weise können Sie die Ansicht Ihrer Mediendateien auch dann nach Attri- buten sortieren, wenn diese in einer komplexen Ordner- struktur abgelegt sind.

1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf »Medien«

und wählen Sie im Kontextmenü »Aktualisieren«, um die Suche zu starten. Die Suche wird gestartet. Die MediaBay sucht jetzt an allen ausgewähl- ten Speicherorten nach Mediendaten. Inhalt der untergeordneten Ordner ebenfalls anzeigen GS_Nuendo_GBDF.book Seite 207 Montag, 17. März 2008 2:50 14208 Lehrgang 9: Medienverwaltung Scan-Anzeige und Suchstatus Während die MediaBay auf Ihrem Computer nach Me- diendaten sucht, wird im Viewer oben rechts ein entspre- chendes Symbol angezeigt. Der Suchstatus der einzelnen Ordner lässt sich im Brow- ser anhand der Symbolfarbe erkennen:

  • Ein rotes Symbol bedeutet, dass der Ordner gerade durch- sucht wird.
  • Ein hellblaues Symbol bedeutet, dass der Ordner durchsucht wurde.
  • Ein orangefarbenes Ordnersymbol bedeutet, dass der Such- vorgang unterbrochen wurde.
  • Ein gelbes Ordnersymbol bedeutet, dass dieser Ordner noch nicht durchsucht wurde. Mediensuche Nachdem Sie Ordner auf dem Computer ausgewählt und nach Mediendaten durchsucht haben, können Sie nach einer einzelnen Audiodatei suchen und diese im Projekt ablegen. Wenden wir uns jetzt dem Viewer zu. Dieser Bereich setzt sich aus zwei Unterbereichen zusammen: dem Filter-Be- reich (oben) und der Viewer-Anzeige (unten). Für diesen Lehrgang muss die Standardansicht des Filter- Bereichs angepasst werden, damit Sie einfach nach der gewünschten Audiodatei suchen können. Der Filter-Bereich enthält sechs Spalten. Die ersten zwei Spalten müssen wie folgt angepasst werden:
  • Wählen Sie »Category« anstelle von »Application Type« und »Sub Category« anstelle von »Category Post«.

1. Wählen Sie im Filter-Bereich eine Category aus (z.B.

»Drum/Perc«). Jetzt werden alle Dateien angezeigt, denen als Tag die Category »Drum & Perc« zugewiesen wurde. Weitere Informationen finden Sie unter »Tags« auf Seite 210.

Für diese Schritte sollte weiterhin das Projekt »Media Management« geladen sein. Scan-Anzeige Viewer-Anzeige Filter-Bereich GS_Nuendo_GBDF.book Seite 208 Montag, 17. März 2008 2:50 14209 Lehrgang 9: Medienverwaltung

2. Wählen Sie bei Bedarf eine Sub Category aus (z.B.

»Beats«). So können Sie die Suche weiter eingrenzen. In der Viewer-Anzeige erscheint jetzt eine Liste der Schlagzeug-Loops, die den gewählten Filterkriterien ent- sprechen. Diese Audiodateien lassen sich jetzt einfach in das Projekt-Fenster ziehen. Alternativ können Sie auch mit Hilfe des Felds »Suchen nach« anhand des Namens nach einer Mediendatei suchen. Medienwiedergabe im Scope- Bereich Das Suchergebnis ist jetzt auf Schlagzeug-Loops einge- schränkt. Sie können die gefundenen Dateien jetzt vorhö- ren, um die passende Datei für das Projekt zu finden.

1. Zeigen Sie den Scope-Bereich an und wählen Sie im

Viewer eine Audiodatei aus. Im Scope-Bereich wird die Audiodatei in Wellenform angezeigt. Zu den Transportfunktionen der Vorschau gehören Start, Stop, Loop-Wiedergabe und Lautstärke. Wiedergabe im Projektkontext Es empfiehlt sich, die Audio-Loop im Kontext des Projekts wiederzugeben.

2. Aktivieren Sie die Wiedergabe im Projektkontext.

Die Loop wird jetzt gemeinsam mit dem Projekt im Projekttempo wieder- gegeben.

3. Aktivieren Sie die automatische Wiedergabe.

Wenn die automatische Wiedergabe aktiviert ist, können Sie im Viewer auf viele verschiedene Audiodateien klicken und diese schnell vorhören.

4. Klicken Sie im Transportfeld auf den Start-Schalter.

Die Wiedergabe wird gestartet und die im Viewer ausgewählte Audioda- tei wird gemeinsam mit dem übrigen Projekt im richtigen Tempo wieder- gegeben.

5. Klicken Sie auf verschiedene andere Audiodateien, um

diejenige auszusuchen, die am besten ins Projekt passt. Sie können mit Hilfe der Pfeil-Nach-Oben- und der Pfeil-Nach-Unten- Taste schnell zwischen Dateien wechseln, um diese anzuhören.

6. Wenn Sie die gewünschte Datei gefunden haben, zie-

hen Sie diese mit der Maus direkt in das Projekt. Sie müssen nicht auf den Stop-Schalter klicken. Die Projektwiedergabe wird fortgesetzt und das Vorhören der Datei in der MediaBay wird auto- matisch beendet. Hier können Sie anhand des Namens nach Dateien suchen. Scope-Bereich mit einer Audiodatei Klicken Sie hier, um den Scope-Bereich ein-/auszublenden. Vorschau-Lautstärke Start, Stop, Pause und Cycle Wiedergabe im Projektkontext Automatische Wiedergabe GS_Nuendo_GBDF.book Seite 209 Montag, 17. März 2008 2:50 14210 Lehrgang 9: Medienverwaltung Tags Sie können Ihren Mediendateien zusätzliche Informationen (so genannte »Tags«) hinzufügen. Vor allem, wenn Sie mit einer sehr großen MediaBay-Datenbank arbeiten, werden das Suchen und Verwalten der Dateien wesentlich be- schleunigt.

1. Zeigen Sie den Tag-Editor an und wählen Sie im

Viewer eine oder mehrere Dateien aus.

2. Wählen Sie die Verwaltet-Registerkarte aus.

Sie können Tags zuweisen, indem Sie in das Feld neben dem Attributnamen klicken (doppelklicken bei Character). Wenn Sie das nächste Mal mit aktivierten Suchfiltern (Ca- tegory, Sub Category, Style usw.) nach Medien suchen, werden die Medien mit den neuen Tags im Viewer gemein- sam mit den Dateien angezeigt, die über ähnliche Tags verfügen. Zusätzliche Such- und Verwaltungsfunktionen finden Sie im Fenster »Tags verwalten«. Hier können Sie noch wei- tere Tags für Ihre Mediendateien definieren. Weitere Informationen finden Sie im MediaBay-Kapitel im Benutzerhandbuch. Klicken Sie hier, um den Tag-Editor ein- oder auszublenden. Die Verwaltet-Registerkarte Attributname Klicken Sie hier, um das Fenster »Tags verwalten« zu öffnen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 210 Montag, 17. März 2008 2:50 1413 Arbeiten mit Videomaterial GS_Nuendo_GBDF.book Seite 211 Montag, 17. März 2008 2:50 14212 Arbeiten mit Videomaterial Einleitung Dieses Kapitel erläutert, wie Sie in Nuendo mit Videoda- teien und Video-Bandmaschinen arbeiten. Nuendo ist ein mit umfangreichen Funktionen ausgestattetes Post-Pro- duction-Tool, mit dem sich Videomaterial auf verschie- dene Weise bearbeiten lässt. Sie können direkt in Nuendo mit Videodaten arbeiten und vollständige Soundtracks er- stellen. Diese Soundtracks lassen sich in eine Videodatei rendern, auf Videoband aufzeichnen oder als Audiodatei exportieren, die später mit dem Video oder Film zusam- mengeführt werden kann. Virtuelle Videowiedergabe Am häufigsten werden die Videofunktionen von Nuendo eingesetzt, um Videomaterial synchron mit Audio- und MIDI-Daten wiederzugeben. Die Videodaten werden in Nuendo in einem eigenen Fenster angezeigt (das durch Drücken der [F8]-Taste geöffnet wird), wobei Sie die Fenstergröße verändern können. Wenn Sie das Fenster für die Videowiedergabe öffnen möchten, wählen Sie im Geräte-Menü die Option »Video« oder drücken Sie [F8]. Es wird ein leeres Videofenster ge- öffnet. Sobald Sie eine Videodatei importiert und im Pro- jekt-Fenster abgelegt haben, kann das Video in diesem Fenster angezeigt werden. Wenn Sie die Größe des Fensters ändern möchten, kli- cken Sie einfach auf die linke untere Ecke des Fensters und ziehen Sie es bei gedrückter Maustaste auf die ge- wünschte Größe auf. Wenn Sie mit DirectShow arbeiten, haben Sie jedoch nur drei Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf die Fenstergröße: »Sehr kleines Fenster«, »Kleines Fenster« und »Großes Fenster«. Die Größe des Direct- Show-Fensters können Sie ändern, indem Sie im Geräte- Menü den Befehl »Geräte konfigurieren…« wählen. Unter »Video-Player« werden dann die verschiedenen Größen- optionen angezeigt. Die Größenoptionen für das DirectShow-Fenster im Dialog »Geräte konfigurieren« Player für die Videowiedergabe Es gibt drei verschiedene Video-Player, über die Nuendo Videodateien wiedergeben kann.

  • QuickTime (Mac und PC)
  • DirectX Video (nur PC) Wählen Sie je nach Computer-Konfiguration und Arbeits- umfeld im Dialog »Geräte konfigurieren« einen geeigneten Player für die Videowiedergabe aus. PC-Benutzer verwenden häufig die DirectX- und Direct- Show-Player von Windows, die ohne Installation zusätzli- cher Software eingesetzt werden können. Um QuickTime verwenden zu können, müssen Sie unter Windows die QuickTime-Software installieren. Auf Computern, die unter Apple OSX laufen, ist nur QuickTime als Player verfügbar, der mit dem Betriebssys- tem installiert wird. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 212 Montag, 17. März 2008 2:50 14213 Arbeiten mit Videomaterial Video-Kompatibilität Da es viele verschiedene Videodateitypen gibt, ist nicht immer klar, ob ein bestimmtes Format auf Ihrem Computer wiedergegeben werden kann. Am einfachsten finden Sie dies heraus, indem Sie die gewünschte Videodatei auf Ih- rem Computer mit dem Standard-Media-Player des Be- triebssystems öffnen.
  • Öffnen Sie die Videodatei unter Windows mit dem Windows Media Player, um zu prüfen, ob sie abgespielt wird.
  • Öffnen Sie die Datei unter Apple OSX mit dem QuickTime- Player, um zu prüfen, ob sie abgespielt wird. Container-Formate Videodateien und andere Multimedia-Dateien liegen in ei- nem so genannten Container-Format vor. Dieser Contai- ner enthält verschiedene Datentypen, zu denen nicht nur die Video- und Audiodaten, sondern auch Metadaten wie Informationen zur synchronen Wiedergabe der Audio- und Videodaten oder auch das Erstellungsdatum, Angaben zu den Autoren, Kapitelmarkierungen uvm. gehören.
  • MPEG-2 (wird für die DVD-Erstellung verwendet, kann zu- sätzlich Mehrkanal-Audiodaten im AC3-Format enthalten)
  • DV (wird bei Camcordern verwendet, hochauflösend) Diese Container-Formate sind plattformunabhängig. Sie können sowohl auf Macs (OSX) als auch auf PCs verwen- det werden. Probleme treten nur dann auf, wenn die not- wendige Software zum Dekodieren der komprimierten Video- und Audiodaten in der Container-Datei nicht in- stalliert ist. Außerdem muss Ihnen der Typ des Codecs bekannt sein, mit dem die Videodatei erstellt wurde. Codecs Mit Hilfe von Codecs werden Video- und Audiodaten komprimiert, um kleinere Dateien zu erzeugen, die von den Computern leichter verarbeitet werden können. Damit Sie eine Videodatei wiedergeben können, muss der entspre- chende Codec zum Dekodieren der Videodaten im Be- triebssystem installiert sein. Einige der gebräuchlichsten Video-Codecs:
  • MPEG-2 (wird häufig zur DVD-Kodierung verwendet, auch ein Container-Format)
  • DV (OSX-eigenes Format, hochauflösend)
  • H.264 (wird für das Streaming von HD-Videodaten über das Internet verwendet)
  • WMV (Windows-Standard zur Videokomprimierung) Falls der richtige Codec zur Wiedergabe einer bestimm- ten Videodatei auf Ihrem Computer nicht installiert ist, können Sie die notwendige Software zur Installation des Codecs höchstwahrscheinlich aus dem Internet herunter- laden. Sie können z.B. auf den Webseiten von Microsoft oder Apple nach verfügbaren Codecs suchen.

Wenn sich die Videodatei mit dem betriebssystem- eigenen Media-Player ordnungsgemäß wiedergeben lässt, können Sie sie auch in Nuendo wiedergeben. Falls bei der Wiedergabe im Media-Player jedoch Probleme auftreten, müssen Sie die Datei entweder in ein kompatibles Format konvertieren oder die er- forderliche Software auf dem Computer installieren, damit Sie den entsprechenden Dateityp abspielen können. Es kann sehr schwierig sein, herauszufinden, warum eine Videodatei auf einem bestimmten Computer nicht ordnungsgemäß wiedergegeben wird. Je mehr Sie über Videodateien und ihre Funktionsweise wis- sen, desto einfacher wird dies und desto besser kön- nen Sie die Videofunktionen Ihres Computers einsetzen.

Aufgrund der Namensgebung werden Codecs und Container-Formate häufig verwechselt. Da viele Container-Formate dieselben Namen wie die ver- wendeten Codecs haben, müssen Sie darauf ach- ten, das Container-Format bzw. den Dateityp (z.B. .wmv, .mov oder .dv) vom darin verwendeten Codec zu unterscheiden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 213 Montag, 17. März 2008 2:50 14214 Arbeiten mit Videomaterial Hinzufügen von Videodateien zu Projekten Wenn Sie sicher sind, dass Sie über eine kompatible Vide- odatei verfügen, lässt sich diese sehr einfach zu Ihrem Pro- jekt hinzufügen. Dabei sollten Sie Ihre Videodateien nach Möglichkeit auf einer anderen Festplatte speichern als Ihre Audiodateien. Auf diese Weise können Sie Probleme beim Data-Streaming verhindern, wenn Sie hochaufgelöste Videodateien mit vielen Audiospuren bearbeiten.

1. Wählen Sie im Datei-Menü unter »Importieren« die Op-

tion »Videodatei…«. Sie können auch den Pool öffnen und auf den Importieren-Schalter klicken.

2. Wählen Sie auf Ihrem Computer die gewünschte

3. Aktivieren Sie »Audio extrahieren«, wenn Sie außerdem

eingebettete Audiodaten importieren möchten. Wenn diese Option aktiviert ist und die Container-Datei keine Audiodaten enthält, wird die folgende Fehlermeldung angezeigt: »Keine kompatiblen Audiodaten in Datei:…«. Klicken Sie auf OK. Der Import der Videodaten wird fortgesetzt. Sie können die Audiodaten auch aus einer Videodatei extrahieren, indem Sie im Medien-Menü den Befehl »Audio aus Videoda- tei extrahieren« wählen.

4. Aktivieren Sie »Thumbnail-Cache-Datei generieren«,

wenn beim Import Thumbnails erzeugt werden sollen. Sie können die Video-Thumbnails auch nach dem Video-Import generie- ren, indem Sie im Medien-Menü den Befehl »Thumbnail-Cache-Datei generieren« wählen. Beachten Sie dabei, dass die Anzeige der Video- Thumbnails die CPU ggf. stark beansprucht.

5. Wählen Sie die Videodatei im Video-Ordner des

Pools aus. Im Pool können mehrere Videodateien mit unterschiedlichen Formaten vorhanden sein.

6. Ziehen Sie die Videodatei in das Projekt-Fenster.

Wenn Sie die Videodatei in das Projekt-Fenster ziehen und noch keine Videospur zum Projekt hinzugefügt wurde, erstellt Nuendo automatisch eine Videospur. Die Videodatei wird an der Position abgelegt, an der Sie die Maustaste loslassen.

7. Wählen Sie im Medien-Menü eine der Optionen unter

»In das Projekt einfügen«. Sie können das Video am Positionszeiger, am linken Locator, an der ge- wünschten Timecode-Position oder zur Ursprungszeit in das Projekt ein- fügen. Die Ursprungszeit entspricht dem Zeitstempel der Videodatei. Die meisten Videodateien haben den Zeitstempel 00:00:00:00. Die Verwen- dung eines eingeblendeten Timecodes (BITC) im Video vereinfacht die richtige Positionierung des Videos. Weitere Informationen finden Sie un- ter »Tipps« auf Seite 219. Die Videodatei ist jetzt im Projektverlauf positioniert und kann gemeinsam mit den anderen Audio- oder MIDI-Daten des Projekts wiedergegeben werden. Wenn sich der Posi- tionszeiger auf der Videodatei befindet und Sie die Wie- dergabe starten, wird das Video im Videofenster ([F8]) angezeigt und ggf. über andere in Ihrem System konfigu- rierte Video-Hardware ausgegeben. Nach dem Anhalten der Wiedergabe wird der aktuelle Frame des Videos angezeigt. Wenn sich der Positionszei- ger links von der Startposition der Videodatei befindet, wird der erste Frame des Videos angezeigt. Wenn sich der Po- sitionszeiger rechts von der Endposition der Videodatei be- findet, wird der letzte Frame des Videos angezeigt. Video-Ausgabegeräte Häufig ist es ausreichend, Videos auf dem Bildschirm im Videofenster zu betrachten. In vielen Fällen müssen Videos jedoch in einem größeren Format ausgegeben werden, damit Details erkennbar sind und das Video gleichzeitig von mehreren Personen gesehen werden kann. In Nuendo können Sie hierzu verschiedene Geräte für die Videoaus- gabe konfigurieren, wobei die Auswahl der Gerätetypen von der Systemkonfiguration und der verwendeten Platt- form abhängt. Multihead-Grafikkarten Sowohl auf Mac als auch auf PC werden für die Videoaus- gabe häufig Multihead-Grafikkarten verwendet. An diese Grafikkarten können mehrere Bildschirme gleichzeitig an- geschlossen werden (in einigen Fällen bis zu vier Bild-

In Nuendo kann eine Videospur mehrere Videoda- teien unterschiedlicher Formate enthalten. Unter der Voraussetzung, dass die richtigen Codecs installiert sind, können alle Dateien gemeinsam in einem Pro- jekt wiedergegeben werden. Für ein Projekt kann nur jeweils eine Videospur angelegt werden. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 214 Montag, 17. März 2008 2:50 14215 Arbeiten mit Videomaterial schirme). Das Videosignal von Nuendo kann an einen dieser Ausgänge geleitet werden, so dass das Video im Vollbildmodus auf einem Computerbildschirm oder HD- Fernseher angezeigt werden kann. Ö Dasselbe Ergebnis erzielen Sie auch, indem Sie an- stelle einer einzelnen Multihead-Grafikkarte mehrere Gra- fikkarten verwenden. In Post-Production-Systemen werden häufig zwei Dual-Grafikkarten in einem System eingesetzt (für insgesamt vier Bildschirme). Ein Ausgang ist für Video reserviert und die anderen können von Nuendo und ande- ren Anwendungen genutzt werden. Verschiedene Grafikkarten unterstützen verschiedene Ausgabeformate, z.B. die Standards VGA, DVI, S-Video und Component Video. So können Sie den Typ des von Ihnen verwendeten Geräts für die Videoausgabe auswäh- len. HD-Fernseher und digitale Projektoren verfügen über die größten Bildschirme, aber Sie können auch einen ge- wöhnlichen Computerbildschirm als Ausgabegerät mit hoher Bildqualität wählen. Dedizierte Grafikkarten Nuendo unterstützt außerdem dedizierte Grafikkarten für die Erfassung und Wiedergabe von Videodaten. Diese Karten werden üblicherweise in Systemen zur Videobear- beitung eingesetzt, um Videodaten auf der Festplatte zu speichern und während der Bearbeitung anzuzeigen. Sie bieten in der Regel eine hohe Auflösung und entlasten die CPU des Host-Systems, da Videokomprimierung und -dekomprimierung auf der Karte erfolgen. Ö Die Decklink-Karten von Blackmagic Design werden automatisch von Nuendo erkannt. Videodaten werden au- tomatisch an den zugehörigen Ausgang gesendet. FireWire-DV-Ausgabe (nur Apple OSX) Unter Apple OSX können Sie DV-Videodaten über einen FireWire-Anschluss des Computers an externe Konverter ausgeben, z.B. an verschiedene Camcorder und FireWire- DV-Konverter. Diese Geräte können dann an einen Fern- seher oder Projektor angeschlossen werden, um das Vi- deo im Großformat anzuzeigen. Video-Wiedergabegeschwindigkeit In Nuendo können Sie die Wiedergabegeschwindigkeit von Videodateien anpassen, die per Telecine konvertiert wurden. Detaillierte Informationen zu Pull-up- und Pull- down-Verfahren finden Sie im Video-Kapitel des Benut- zerhandbuchs. Bearbeiten von Videos In Nuendo können Sie Daten auf Videospuren kopieren, ausschneiden und einfügen. Wenn Sie mehrere Versionen eines Mixes benötigen, können Sie die Videodatei beliebig oft kopieren. Videodateien können mit Hilfe der Event- Griffe beschnitten werden, z.B. um einen Countdown zu entfernen. Sie können Video-Events außerdem im Projekt- Fenster wie andere Events sperren. Das Ein-, Aus- oder Überblenden von Video-Events ist jedoch nicht möglich. Ö Diese Funktionen sind nur für DirectX und QuickTime verfügbar. Rendern von Audio in Videodateien Nachdem Sie die Bearbeitung der Audio- und MIDI-Daten des Videos abgeschlossen und den abschließenden Mix erstellt haben, müssen Sie die neuen Audiodaten wieder in das Video einbinden. Dies wird im Kapitel »Bildbezo- gene Audiobearbeitung« auf Seite 220 beschrieben. Die neuen Audiodaten werden innerhalb der Container-Datei des Videos in einen zusätzlichen Stream eingebettet und die Videodatei muss mit den neuen Audiodaten neu ge- rendert werden.

1. Exportieren Sie die zu rendernde Datei in die Contai-

ner-Datei des Videos. Das gemeinsame Rendern der Audio- und Videodaten erfolgt in Nuendo als separater Prozess. Dazu müssen die Audio- und Videodateien zu- nächst vorbereitet werden. Positionieren Sie den linken Locator genau am Beginn der Videodatei, bevor Sie den Audio-Mixdown exportieren. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Audiodaten nach dem Ren- dern synchron zu den Videodaten sind.

2. Wählen Sie im Datei-Menü den Befehl »Audio in

Videodatei schreiben…«. Ein Dateiauswahldialog wird geöffnet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 215 Montag, 17. März 2008 2:50 14216 Arbeiten mit Videomaterial

3. Wählen Sie die Videodatei aus, in die die Audiodaten

geschrieben werden sollen. Anschließend müssen Sie die zugehörige Audiodatei auswählen. Dabei sollte es sich um die in Schritt 1 erstellte Audiodatei handeln.

4. Wählen Sie die zu rendernde Audiodatei aus.

Der Status des Render-Vorgangs wird mit Hilfe eines Fortschrittsbal- kens angezeigt.

5. Öffnen Sie die Videodatei nach Abschluss des Ren-

derns in einem Media-Player und überprüfen Sie, ob die Datei ordnungsgemäß gerendert wurde und ob die Audio- und Videodaten synchron sind. Videorecorder Videos können in Nuendo auch mit Hilfe externer Video- Hardware, z.B. mit einem Videorecorder bearbeitet wer- den. Da Festplattenrecorder in vielerlei Hinsicht wie Band- maschinen funktionieren, fallen sie ebenfalls in diese Kategorie und beide Gerätetypen werden in diesem Kapi- tel übergreifend als Videorecorder bezeichnet. Wenn Sie Nuendo mit externen Geräten verbinden möch- ten, benötigen Sie möglicherweise zusätzliche Computer- Hardware. Für die Verwendung von Videorecordern benö- tigen Sie beispielsweise Hardware, die SMPTE-Time- codes, Word-Clock- und Video-Referenz-Clock-Signale sowie das MMC-Protokoll (»MIDI Machine Control«) und das Protokoll »Sony 9-Pin« verarbeiten kann. Nuendo muss in der Lage sein, Transportbefehle an den Viderecorder zu senden und von diesem zu empfangen. Außerdem müssen Geschwindigkeits- und Positionsan- gaben in Form von Word-Clock- und Video-Referenz- Clock-Signalen bzw. SMPTE-Timecodes an Nuendo und die Audio-Hardware übertragen werden. Synchronisation und Gerätesteuerung Bei der Arbeit mit Videorecordern ist es von entscheiden- der Bedeutung, die bestmögliche Synchronisation zwi- schen Nuendo und dem Videorecorder zu gewährleisten. Unabhängig von der verwendeten Hardware müssen Sie Nuendo über den Dialog »Projekt-Synchronisationsein- stellungen« so konfigurieren, dass die Software mit dem Videorecorder synchronisiert ist.

1. Wählen Sie im Transport-Menü den Eintrag »Projekt-

Synchronisationseinstellungen«. Der Dialog »Projekt-Synchronisationseinstellungen« wird angezeigt.

2. Wählen Sie die gewünschte Timecode-Quelle aus.

In den meisten Fällen übermittelt der Videorecorder den Timecode. Er kann beispielsweise mit der Timebase von Steinberg oder mit Sony 9- Pin-Geräten ausgelesen werden. TC-Reader anderer Hersteller können auch eingehende LTC- oder VITC-Signale in MTC-Signale (MIDI Time- code) konvertieren.

3. Wählen Sie unter »Gerätesteuerung - Master« das ge-

wünschte Gerät aus. Dabei handelt es sich um das externe Gerät, mit dem Nuendo sich syn- chronisieren soll.

4. Legen Sie die Einstellungen für den Videorecorder

fest. Dazu gehört die Auswahl der richtigen Ein- und Ausgänge. Um die Auf- nahmebereitschaft von Spuren am Videorecorder zu aktivieren, müssen Sie angeben, wie viele Audiospuren verfügbar sind. Auf den meisten pro- fessionellen Videorecordern sind vier Audiospuren verfügbar.

5. Nehmen Sie unter »Gerätesteuerung - Master-Vorein-

stellungen« die gewünschten Einstellungen vor. Es sind verschiedene Voreinstellungen verfügbar, mit denen Sie festle- gen, wie sich das gesteuerte Gerät verhält.

6. Klicken Sie auf OK, um den Dialog »Projekt-Synchro-

nisationseinstellungen« zu schließen.

7. Wählen Sie im Projektmenü den Eintrag »Projektein-

stellungen…«. Der Projekteinstellungen-Dialog wird angezeigt.

8. Legen Sie die SMPTE-Framerate für das Projekt fest.

Die Framerate sollte für alle zu synchronisierenden Geräte gleich sein. Die Vermischung unterschiedlicher Frameraten kann unvorhersehbare Ergebnisse nach sich ziehen.

9. Wählen Sie die richtige Einstellung unter »Audio Pull-

up/Pull-down« aus. Mit den Optionen unter »Audio Pull-up/Pull-down« können Sie Ge- schwindigkeitsabweichungen im Video kompensieren, die beim Abtas- ten des Films entstanden sind. (Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch.)

10. Passen Sie den Anfang des Projekts und die Anzeige-

optionen nach Bedarf an. Wenn das Video bei 01:00:00:00 beginnt, können Sie als Startposition 00:59:00:00 wählen. Auf diese Weise entfernen Sie einen Großteil des Leerraums vor dem Anfang des Projekts und lassen genügend Raum für Testtöne, den Preroll von Bandmaschinen und ähnliches. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 216 Montag, 17. März 2008 2:50 14217 Arbeiten mit Videomaterial

11. Klicken Sie auf OK, um die Einstellungen zu überneh-

men und den Dialog zu schließen.

12. Aktivieren Sie die Synchronisation, indem Sie im

Transportfeld auf den Sync-Schalter klicken. Dies führt dazu, dass die Transportfunktionen Gerätesteuerungsbefehle an die Bandmaschine senden, die anschließend den Timecode zurück an Nuendo sendet. Die Wiedergabe in Nuendo beginnt jetzt synchron mit den eingehenden Timecode-Signalen. Dieses System ist intelligent und für den Benutzer transpa- rent. Bei aktivierter Synchronisation werden alle Transport- bewegungen, die normalerweise in Nuendo ausgeführt werden, direkt in Gerätesteuerungsbefehle umgewandelt. Wenn Sie also z.B. den Positionszeiger im Projekt-Fenster bewegen oder auf den Schalter »Rücklauf« bzw. »Zur Null- position« klicken, positioniert sich die Bandmaschine ent- sprechend. Diese Art der Umwandlung erfolgt selbst bei Shuttle- und Scrub-Aktionen. Wenn sich Nuendo und die Bandmaschine positioniert haben, wird die Wiedergabe auf der Bandmaschine ge- startet und das Gerät sendet den zugehörigen Timecode für die Synchronisation an Nuendo. Ö Im Dialog »Projekt-Synchronisationseinstellungen« gibt es für jedes 9-Pin-Gerät in den Geräteeinstellungen eine Option namens »Anzeigen folgen, während Gerät po- sitioniert wird«. Mit dieser Option folgt der Positionszeiger dem tatsächlichen Bandtransport, während sich das Ge- rät physisch positioniert. Auf diese Weise erfahren Sie, wie das Band transportiert wird, was das Gerät gerade tut und wann die Wiedergabe gestartet werden kann. Wenn sich die Bandmaschinen in einem Studio in einem geson- derten Geräteraum befinden, ist diese Art des visuellen Feedbacks besonders hilfreich. Nach der Konfiguration der Projekt-Synchronisationsein- stellungen sollten Sie das System testen, um sicherzustel- len, dass die Audio- und Videodaten ordnungsgemäß synchronisiert sind. Hierzu eignet sich ein Referenz-Mix des Videos. Zeichnen Sie die Audiodaten des Videorecor- ders mit Nuendo auf. Geben Sie die ursprünglichen Audio- daten über den Videorecorder und die aufgezeichneten Audiodaten mit Nuendo wieder. Anhand der Abweichun- gen zwischen den Audiodaten der beiden Quellen können Sie feststellen, wie genau die Synchronisation ist. In einem ordnungsgemäß konfigurierten System dürfen keine Ab- weichungen auftreten. Layback auf Band Mit Hilfe der Gerätesteuerung können Sie die Aufnahmebe- reitschaft von Spuren am externen Gerät aktivieren, damit Sie den fertigen Mix am Ende zurück auf das Videoband spielen können. Dieser Prozess wird als »Layback« bezeichnet. Für ein Layback müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Die benötigten Audiospuren müssen in Aufnahmebe-

reitschaft versetzt sein. Im einfachsten Fall handelt es sich hierbei um zwei Spuren für Stereo oder acht Spuren für einen 5.1-Surround-Mix inklusive Stereo-Mixdown auf den Spuren 7 und 8. Beim Mischen von Filmmaterial ist es ggf. erfor- derlich, 24 oder mehr Mixdowns, so genannte »Stems« aufzuzeichnen. Die Anzahl ist nicht begrenzt.

2. Die Timecode-Werte für den Start und das Ende der

Aufzeichnung auf der Bandmaschine müssen definiert sein. Sie können das Punch-In und Punch-Out zwar manuell am externen Gerät festlegen, aber es ist genauer, bestimmte Timecode-Werte zu verwenden. Außerdem können Sie auf diese Weise später bestimmte Abschnitte aus- wählen, die erneut abgemischt werden müssen, ohne dass dies den Rest des Soundtracks beeinflusst. Videorecorder verfügen grundsätzlich über zwei Aufnah- memodi:

  • IInsert Im Auto-Edit-Modus können Sie das Punch-In und Punch- Out für bestimmte Spuren auf dem Viderecorder automa- tisch festlegen. Der Videorecorder befindet sich zunächst im Wiedergabemodus und wird mit Hilfe des linken und rechten Locators in Nuendo gesteuert. Am linken Locator wechselt er in den Aufnahmemodus (Punch-In) und am rechten Locator zurück in den Wiedergabemodus (Punch-Out). Da Videorecorder erst anlaufen müssen, um die richtige Wiedergabegeschwindigkeit zu erreichen, können Sie im Auto-Edit-Modus einen Preroll einfügen, mit dem die Wie- dergabe vor der gewünschten Punch-In-Position gestartet wird. Durch die Verwendung genauer Bearbeitungspositio- nen ist es möglich, nur einen bestimmten Teil des Materials für das Projekt aufzunehmen, der korrigiert oder geändert GS_Nuendo_GBDF.book Seite 217 Montag, 17. März 2008 2:50 14218 Arbeiten mit Videomaterial werden muss. Wenn Sie an einem Projekt mit Spielfilm- länge arbeiten, bei dem das Layback über eine Stunde dauert, können Sie durch eine gezielte Bearbeitung in der Mitte viel Arbeitszeit im Studio einsparen. Vorbereiten von Audio-Laybacks Nachdem Sie den Soundtrack für ein Video oder einen Film bearbeitet und abgemischt sowie alle erforderlichen Test- töne und 2-Pop-Signale eingefügt haben, können Sie den Layback-Prozess starten, um den Mix auf eine Bandma- schine zu spielen. Die hierbei durchzuführenden Schritte weichen in den verschiedenen Machine-Control-Modi (MMC oder 9-Pin) leicht voneinander ab.

1. Setzen Sie den linken und den rechten Locator an den

Anfang bzw. das Ende des Soundtracks. Eventuell aufgenommene Testtöne müssen ebenfalls zwischen den Locatoren liegen. Der Programmteil (d.h. der Teil, den das Publikum se- hen wird) beginnt in der Regel bei 01:00:00:00. Testtöne oder Count- downs liegen ggf. davor, so dass sich beispielsweise die Startposition 00:59:00:00 ergibt. Außerdem müssen Sie u.U. den rechten Locator ein Stück rechts neben dem Ende des Programmteils setzen, damit beim Punch-Out der Bandmaschine keine Audiodaten abgeschnitten werden.

2. Synchronisieren Sie Nuendo über die Gerätesteue-

rung mit der Bandmaschine. Wenn die Einstellungen im Dialog »Projekt-Synchronisationseinstellun- gen« korrekt sind, müssen Sie nur noch den Sync-Schalter im Transport- feld aktivieren. Für ein genaues Layback der Audiodaten auf einer externen Bandmaschine muss Nuendo mit der Bandmaschine synchro- nisiert werden (über Timecode und eine Clock-Quelle, z.B. Video-Sync oder Word-Clock von einem Hardware-Synchronizer. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Audiodaten auf der Bandmaschine während des gesamten Layback-Prozesses synchron zum Video bleiben. Außer- dem muss Nuendo den Transport des Layback-Geräts über eine MMC- oder 9-Pin-Verbindung steuern. Ö Nuendo muss in der Regel nur dann mit einer Band- maschine synchronisiert werden, wenn ein Audio-Layback durchgeführt werden soll. Die Bearbeitung lässt sich nor- malerweise viel schneller abschließen, wenn Sie mit einer Referenz-Videodatei in Nuendo arbeiten. Daher ist es bei diesem entscheidenden Schritt wichtig, darauf zu achten, dass die Synchronisationseinstellungen richtig sind.

3. Platzieren Sie den Positionszeiger links vom linken Lo-

cator. Berücksichtigen Sie dabei die von der Bandmaschine benötigte Anspiel- zeit (Preroll) vor der Punch-In-Position am linken Locator.

4. Versetzen Sie die gewünschten Spuren auf der Band-

maschine mit Hilfe der MMC- oder 9-Pin-Transportfelder in Aufnahmebereitschaft. Abhängig vom Bandmaschinentyp und Mixdown-Format müssen Sie sechs oder mehr Audiospuren für einen Surround-Mix und alternative Downmixes aktivieren. Im Transportfeld der Gerätesteuerung werden alle verfügbaren Spuren links angezeigt. Das Master-Transportfeld für MMC mit sechs von acht Spuren in Auf- nahmebereitschaft für das Layback eines 5.1-Surround-Mixes.

5. Aktivieren Sie bei MMC-Geräten den Punch-In- und

den Punch-Out-Schalter im Transportfeld. Wenn der Positionszeiger den linken Locator erreicht, wird ein Aufnah- mebefehl an das MMC-Gerät gesendet, der die Aufnahme auf den akti- vierten Spuren startet. Bei Erreichen des rechten Locators wird die Aufnahme beendet. Die Punch-In- und Punch-Out-Funktionen werden im Transportfeld ak- tiviert. Sie benötigen lediglich dann einen Preroll, wenn die Bandma- schine vor der Punch-In-Position nicht genügend Zeit hat, um die richtige Abspielgeschwindigkeit zu erreichen.

6. Aktivieren Sie bei 9-Pin-Geräten die Auto-Edit-

Funktion. Viele Video-Bandmaschinen mit 9-Pin-Steuerung nutzen die Auto-Edit- Funktion für das gezielte Punch-In bestimmter Spuren auf der Bandma- schine. Im Insert-Modus nehmen alle Spuren gleichzeitig auf, auf dem Band bereits vorhandene Video- und Timecode-Daten werden gelöscht. Die Auto-Edit-Funktion für dieses 9-Pin-Gerät wurde aktiviert, damit Nuendo das Punch-In auf ausgewählten Spuren auf der Bandmaschine steuern kann.

Im Insert-Modus werden ALLE Spuren auf dem Videorecorder gleichzeitig aufgenommen (einschließ- lich der Video- und der Timecode-Spur). Dieser Mo- dus wird in der Regel nicht für das Audio-Layback verwendet. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 218 Montag, 17. März 2008 2:50 14219 Arbeiten mit Videomaterial

7. Stellen Sie sicher, dass die Ausgänge der Soundkarte

an die Eingänge der Bandmaschine geleitet werden. Wenn Sie die Control-Room-Funktionen von Nuendo nutzen, achten Sie darauf, dass Ihr Main-Mix-Bus von den Lautsprecherausgängen des Cont- rol Rooms getrennt sein muss. Anderenfalls kann es zu Doppelbelegungen und zu einer Beschädigung Ihrer Lautsprecher kommen. Weitere Informa- tionen finden Sie im Kapitel »Der Control Room« im Benutzerhandbuch.

8. Starten Sie die Wiedergabe.

Nuendo startet die Wiedergabe auf dem gesteuerten Gerät, das den Ti- mecode und Clock-Daten zurück an Nuendo sendet. In Nuendo wiederum erfolgt die Wiedergabe synchron mit der Bandmaschine und diese akti- viert am linken Locator die Aufnahme auf den aktivierten Spuren. Am rech- ten Locator wird die Aufnahme beendet. Anschließend können Sie die Wiedergabe beenden. Um die ordnungsgemäße Synchronisation zu überprüfen, sollten Sie während des Laybacks das Video direkt über die Bandmaschine ausgeben und sich gleichzeitig die Au- dio-Ausgabe der Bandmaschine anhören. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie auf jeden Fall das Video zum Ab- schluss genau überprüfen. Nach der Prüfung ist das Lay- back abgeschlossen und der Master kann geliefert werden. Nuendo kann gleichzeitig mit zwei 9-Pin-Geräten und bis zu 127 MMC-Geräten arbeiten. Dies bietet Ihnen vielfäl- tige Optionen für die Steuerung von Bandmaschinen. Sie können jederzeit die Transportfunktionen mehrerer Geräte mit Nuendo synchronisieren. Damit kann Nuendo auch in sehr komplexen Umgebungen mit mehreren Bandmaschi- nen, z.B. im Mischkino, als zentrale Gerätesteuerungs- komponente eingesetzt werden. Da sich Nuendo auch als MMC-Slave einsetzen lässt, kann es sehr einfach in vorhandene Gerätesteuerungssysteme integriert werden. Ein zweites Nuendo-System übernimmt dabei die Rolle eines Stem-Recorders. Da selbst in einfa- chen Nuendo-Systemen eine sehr große Anzahl an Spuren verfügbar ist, können alle Stems eines Spielfilms auf einmal mit einem zweiten Nuendo-System aufgenommen werden, vorausgesetzt, es stehen an beiden Systemen entspre- chend viele Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Tipps In einem Multimedia-Projekt sind so viele Variablen zu be- rücksichtigen, dass man sehr viel Erfahrung benötigt, um alle zu beherrschen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Ratschläge, die Ihnen beim Beheben typischer Pro- bleme helfen. Planung in der Pre-Production-Phase Um bei der Produktion von Werbespots, Spielfilmen oder sogar Online-Inhalten für eine möglichst reibungslose Post-Production zu sorgen, ist es unerlässlich, bereits in der Pre-Production-Phase wichtige Fragen zu klären. Vor dem Start eines Projekts sollten Sie möglichst alle betei- ligten Personen zusammenbringen, um sich Gedanken über den Projektablauf in der Post-Production-Phase zu machen. Die Framerates von Film und Video, das Verfah- ren für die Filmabtastung, das O-Ton-Format und die bei Lieferung erwarteten Formate sollten so früh wie möglich vereinbart werden. Auch über eine Arbeitsversion des Drehbuchs sollte jeder Beteiligte verfügen. BITC Die BITC-Anzeige (Burnt-in Timecode) ist ein Teil des Vi- deobilds, der die Timecode-Werte der einzelnen Video- Frames aus dem ursprünglichen Video-Editor enthält. Mit Hilfe dieser Anzeige können Sie ein Video exakt an der Ti- mecode-Anzeige in Nuendo ausrichten. Die BITC-Werte werden von der Video-Workstation er- zeugt und dauerhaft im Video eingebettet. Bestimmte Ge- räte wie die Timebase von Steinberg können in Echtzeit Timecode-Anzeigen in ein Videosignal einfügen. Die dauer- hafte Einbettung des ursprünglichen Timecodes von der Vi- deo-Workstation stellt jedoch die genaueste Referenz dar. Falls Sie sich bezüglich der Genauigkeit der Timecode- Werte eines bestimmten Videos nicht sicher sind, können Sie Fehler ausschließen, indem Sie in Nuendo beim Bear- beiten der Audiodaten für ein Video die BITC-Anzeige ver- wenden. BITC-Anzeige in einem Videobild GS_Nuendo_GBDF.book Seite 219 Montag, 17. März 2008 2:50 1414 Bildbezogene Audiobearbeitung GS_Nuendo_GBDF.book Seite 220 Montag, 17. März 2008 2:50 14221 Bildbezogene Audiobearbeitung Einleitung Nuendo wurde von Grund auf als Produktions-Tool entwi- ckelt, das über spezielle Funktionen für die Video- und Film- bearbeitung verfügt. Nuendo ermöglicht Ihnen mit seinem großen Funktionsumfang und seiner Vielseitigkeit einerseits ein genaues Arbeiten und lässt Ihnen andererseits große Freiheiten. So können Sie Ihre Kreativität bei der Entwick- lung von Musik und Ton für Filme und Videos voll entfalten. In diesem Kapitel wird die Verwendung der Werkzeuge von Nuendo in der Post-Production beschrieben. Im Abschnitt »Bearbeitungsvorgänge« auf Seite 228 finden Sie Anwen- dungsbeispiele dieser Werkzeuge in einem realistischen Szenario aus der Videobearbeitung. Anschließend wird die Verwendung der Time-Warp-Funktion zur Erstellung von Tempo-Maps beschrieben, die mit Videodaten synchroni- siert werden, um die Musik zum Bild zu komponieren. Video-Zeitlineal und das Raster Bei der Arbeit mit Videodaten werden alle Audio-Events und -Parts mit dem Bild synchronisiert. Anders als bei der Musikbearbeitung, bei der Ihnen ein regelmäßiges Raster aus Takten und Zählzeiten zur Verfügung steht, werden bei der Videobearbeitung sehr viel kleinere Zeiteinheiten als zugrunde liegendes Raster verwendet, nämlich Video- Frames. Da es in jedem Video eine begrenzte Anzahl Vi- deo-Frames gibt, werden Frames bei der Bearbeitung als grundlegende Maßeinheit verwendet. Video-Frames werden mit Hilfe des SMPTE-Timecodes nummeriert. Abhängig von der Framerate des Videos wird ganz rechts die Anzahl Frames pro Sekunde angezeigt, links davon 60 Sekunden pro Minute und dann 60 Minuten pro Stunde. Die einzelnen Zeitwerte des SMPTE-Time- codes sind durch Doppelpunkte voneinander getrennt. Die SMPTE-Anzeige im Zeitanzeige-Fenster zeigt 1 Stunde, 3 Minuten, 47 Sekunden, 12 Frames und 25 Subframes. Film-Frames können als SMPTE-Werte oder in Feet und Frames angezeigt werden (die von Cuttern traditionell ver- wendete Methode). Nuendo bietet außerdem eine benut- zerdefinierbare Framerate für spezielle Formate, z.B. Varicam HD-Video. Weitere Informationen zu den verfüg- baren Framerates und Zeitformaten finden Sie im Benut- zerhandbuch. Subframes und Tage Mit Hilfe von Subframes kann Nuendo auch die Intervalle zwischen Frames darstellen. Dabei entspricht ein Frame 100 Subframes. In der Anzeige werden Subframes durch einen Punkt von den Frames getrennt. Wenn Subframes angezeigt werden sollen, müssen Sie im Programmeinstel- lungen-Dialog auf der Transport-Seite die Option »Time- code-Subframes anzeigen« einschalten. Die Subframes werden dann an allen Stellen angezeigt, an denen der Timecode zu sehen ist, z.B. im Transportfeld, im Projekt- Fenster, in Dialogen, im Projekt-Browser, im Pool und im PlugIn »SMPTE-Generator«. Falls ein Projekt die 24-Stunden-Marke überschreitet, zeigt Nuendo automatisch links vom SMPTE-Wert einen Tage- swert an. Dieser Wert ist durch ein Leerzeichen anstelle ei- nes Doppelpunkts vom SMPTE-Wert getrennt. Manchmal müssen im Timecode Tage verwendet werden, auch wenn das Projekt kürzer als 24 Stunden ist. Bei live übertragenen Abendveranstaltungen kann es beispielsweise vorkommen,

Stellen Sie sicher, dass die Framerate des Projekts mit der im Projekteinstellungen-Dialog eingestellten Framerate übereinstimmt. Nuendo kann die Video- Framerate für Sie ermitteln. Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch im Video-Kapitel. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 221 Montag, 17. März 2008 2:50 14222 Bildbezogene Audiobearbeitung dass der zentrale Timecode-Generator einen »Time-of- Day«-SMPTE-Timecode ausgibt, der der tatsächlichen Uhrzeit entspricht. In diesem Fall überschreitet die Anzeige um Mitternacht die 24-Stunden-Marke, wenn die Veranstal- tung nicht vorher endet. Alle Timecode-Werte, die nach Mitternacht liegen, erhalten dann den Tageswert »1«. Time-of-Day-SMPTE, der die 24-Stunden-Marke überschritten hat. Der Tageswert »1« wird links vom SMPTE-Wert angezeigt. Dieser Time- code enthält keine Subframes. Drop-Frame-SMPTE Drop-Frame-Timecode wird für den NTSC-Videostandard mit der Framerate 29,97fps verwendet. Da diese Framerate nicht genau mit der tatsächlich ablaufenden Zeit überein- stimmt, wurde ein System entwickelt, bei dem bestimmte Frame-Nummern ausgelassen werden. Auf diese Weise stimmt die angezeigte Zeit mit der tatsächlichen Uhrzeit überein. In Nuendo wird diese Art der Frame-Nummerie- rung durch ein Semikolon anstelle eines Doppelpunkts an- gezeigt. Immer wenn Sie in Nuendo einen Timecode mit einem Semikolon sehen, handelt es sich um einen Drop- Frame-Timecode. Abgesehen von dieser Unterscheidung können Sie nur im Projekteinstellungen-Dialog erkennen, dass Sie einen Drop-Frame-Timecode verwenden. Anzeige eines Drop-Frame-SMPTE-Timecodes mit Semikolon als Trennzeichen Wenn Sie die Zeitanzeige im Projekt-Fenster auf »Time- code« setzen, ändern sich die Rasteroptionen. Sie können zwischen den folgenden Einstellungen wählen:

  • 1 Sekunde Mit Hilfe dieser Rasteroptionen werden beim Bearbeiten, Verschieben und Anpassen von Events, Fades und Auto- mationsdaten Zeitpositionen verwendet, die den ange- zeigten Video-Frames entsprechen. Wenn Sie das Konzept der Zeitformate für Video und de- ren Verwendung in Nuendo verstehen, werden Sie die Bearbeitungsfunktionen in Nuendo schnell und einfach anwenden können. Hinzufügen von Audiomaterial zu Projekten Aus dem Pool können Sie Audio-Events einfügen, indem Sie sie in das Projekt-Fenster ziehen oder im Medien- Menü eine der Optionen unter »In das Projekt einfügen…« wählen.
  • »An Timecode-Position« ermöglicht Ihnen die Angabe des ge- nauen Timecode-Wertes, an dem das Audio-Event positio- niert werden soll.
  • »Am Positionszeiger« fügt das Audio-Event am Positionszei- ger ein. Auf diese Weise können Sie Events schnell an der ge- wünschten Stelle im Video positionieren. Da Sie den Positionszeiger durch Scrubben oder mit Hilfe von Markern und anderen Transportfunktionen positionieren können, ist diese Vorgehensweise häufig schneller als die manuelle Time- code-Eingabe.
  • »Am linken Locator« positioniert das Audio-Event am linken Locator. Da Sie die Position des linken Locators schnell und direkt bei der Wiedergabe anpassen können, ist es mit dieser Methode möglich, Audio-Events während der Wiedergabe des Projekts und der Videodaten zu positionieren. Setzen Sie den linken Locator bei der Wiedergabe an einer wichtigen Szene im Video. Dann können Sie mit dieser Funktion bei lau- fender Wiedergabe ein Audio-Event an der »früheren« Zeitpo- sition einfügen, ohne die Wiedergabe stoppen zu müssen.
  • »Zur Ursprungszeit« fügt ein Audio-Event an seiner ursprüngli- chen Zeitstempel-Position ein. Da viele Audiodateien zwi- schen Systemen zur Videobearbeitung und Nuendo ausgetauscht werden können, lassen sich diese Audiodateien mit Hilfe der Zeitstempel aus den Fremdsystemen in Nuendo ggf. schneller und genauer an der richtigen Timecode-Posi- tion platzieren. Mit all diesen Optionen können Sie Audio-Events genau am ausgewählten Video-Frame einfügen. Das ist jedoch noch lange nicht alles. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 222 Montag, 17. März 2008 2:50 14223 Bildbezogene Audiobearbeitung Verwendung des Marker-Fensters als Spotting-Liste Eine Spotting-Liste (Anlegeliste) wird erstellt, wenn Sie ei- nen Film oder ein Video ansehen und festlegen, an wel- chen Stellen bestimmte Soundeffekte und andere Audio- Elemente während der Post-Production eingefügt werden sollen. Die Liste setzt sich aus Timecode-Werten und Be- schreibungen der einzufügenden Sounds zusammen. Beispiel: Diese Liste enthält drei Timecode-Positionen und ver- schiedene Sounds, die an den entsprechenden Stellen im Video eingefügt werden sollen. Bei der Bearbeitung kön- nen die Soundeffekte einfach anhand dieser Timecode- Werte relativ nah zur endgültigen Position eingefügt wer- den. Noch schneller geht dies allerdings, indem Sie das Marker-Fenster als Spotting-Liste verwenden. Öffnen Sie das Marker-Fenster und starten Sie die Wie- dergabe des zu bearbeitenden Videos. Fügen Sie an den Positionen, an denen Soundeffekte hinzugefügt werden sollen, einen Marker hinzu, indem Sie im Marker-Fenster auf den Einfügen-Schalter klicken oder die [Einfg]-Taste drücken. Der neue Marker wird im Marker-Fenster ange- zeigt und das Beschreibungsfeld ist aktiv, damit Sie eine Beschreibung des Sounds eingeben können. Anschlie- ßend können Sie weitere Marker hinzufügen und so in Nu- endo direkt beim Betrachten des Videos eine vollständige Spotting-Liste erstellen. Nach dem Importieren von Soundeffekten aus einer Sound-Library oder aus Aufnahmen vom Drehort können Sie diese mit Hilfe der Option »Am Positionszeiger« in das Projekt einfügen. Bewegen Sie dazu den Positionszeiger zu den einzelnen Markern, indem Sie im Marker-Fenster neben der gewünschten Zahl in die Spalte ganz links klicken. Das Marker-Fenster als integrierte Spotting-Liste Auch wenn sich die Audio-Events auf diese Weise nicht genau positionieren lassen, können Sie sie schnell nah an der genauen Position platzieren. Die Feinabstimmung kön- nen Sie später mit anderen Bearbeitungswerkzeugen und -funktionen vornehmen. Event-Fader und -Lautstärke Die Event-Griffe (Fade-In, Fade-Out und Lautstärke) sind sehr nützlich für die Arbeit mit Videodaten, da ihre Funktio- nen an das Event selbst gebunden sind, so dass sie ggf. auch mit dem Event verschoben werden können. Da die Event-Fades und Lautstärkeeinstellungen in Echtzeit verarbeitet werden, hören Sie das Ergebnis einer Bearbei- tung direkt. Wenn Sie die Event-Griffe losgelassen haben, bevor der Positionszeiger während der Wiedergabe bei dem Event angekommen ist, hören Sie das Ergebnis der Bearbeitung. Durch die Möglichkeit, Bearbeitungen bei lau- fender Wiedergabe vorzunehmen, sparen Sie viel Zeit und können freier arbeiten, während andere sich noch die Wie- dergabe anhören. TC Beschreibung 01:07:36:15 Schritte auf Betonfußboden 01:07:53:02 Telefonklingeln 01:08:06:07 Explosion draußen GS_Nuendo_GBDF.book Seite 223 Montag, 17. März 2008 2:50 14224 Bildbezogene Audiobearbeitung Event-Hüllkurven Noch besser können Sie die Lautstärke des Audio-Events mit Hilfe von Event-Hüllkurven steuern. Anstatt lediglich Fade-Ins und Fade-Outs zu verwenden bzw. die Gesamt- lautstärke des Events zu regeln, können Sie mit Hüllkurven die Lautstärke an einer beliebigen Position im Event ändern. Wenn Sie die Event-Hüllkurve anzeigen möchten, wählen Sie das Stift-Werkzeug aus und klicken auf das Audio- Event. Es wird eine blaue Hüllkurvenlinie mit einem neuen Kurvenpunkt hinzugefügt. Eine einheitliche Verstärkung (keine Änderung) findet statt, wenn sich die Hüllkurvenlinie ganz oben im Event befindet. Alle Kurvenpunkte darunter entsprechen einer Pegeldämpfung. Die Lautstärkeände- rung wird auch in der Wellenform angezeigt. Indem Sie er- neut mit dem Stift-Werkzeug klicken, können Sie beliebig viele neue Kurvenpunkte hinzufügen und somit den Laut- stärkeverlauf des Events sehr genau einstellen. Wenn Sie einen Kurvenpunkt entfernen möchten, ziehen Sie ihn aus der Wellenformdarstellung hinaus. Eine Event-Hüllkurve mit mehreren Kurvenpunkten. Auch die Lautstär- kekurve mit den Fades ist sichtbar. Die Kombination der Hüllkurve und der Lautstärkekurve ergibt den endgültigen Audiopegel für das Event. Auswahlbereiche Bei der bildbezogenen Audiobearbeitung stehen Ihnen mit dem Auswahlbereich-Werkzeug eine Reihe weiterer Mög- lichkeiten und Funktionen zur Verfügung. Wenn Sie einen Auswahlbereich markieren, werden in der Infozeile der An- fang, das Ende und die Länge des Bereichs angezeigt. Die Länge eignet sich zur Timecode-Berechnung, wenn im Zeitlineal des Projekts Timecode angezeigt wird. Außer- dem werden die Nummern der ersten (obersten) und letz- ten (untersten) Spur im Auswahlbereich angezeigt. Alle Werte können in der Infozeile bearbeitet werden.
  • Wenn Sie den Anfang-Wert anpassen, wird der Auswahlbe- reich verschoben, ohne die Länge zu ändern.
  • Wenn Sie den Ende-Wert anpassen, ändert sich die Länge des Auswahlbereichs.
  • Wenn Sie die Länge ändern, wird der Ende-Wert entspre- chend angepasst.
  • Wenn Sie die Nummer der ersten Spur anpassen, beginnt der Auswahlbereich bei einer anderen Spur
  • Wenn Sie die Nummer der letzten Spur ändern, endet der Auswahlbereich bei einer anderen Spur. Alle Spuren dazwi- schen werden in die Auswahl aufgenommen. Die Infozeile bei Verwendung des Auswahlbereich-Werkzeugs. Die Nummern der obersten und der untersten Spur werden rechts angezeigt.

Die Event-Griffe (Lautstärkekurve) und die Event- Hüllkurve bieten den Vorteil, dass sie sich auswirken, bevor das Audiosignal in die Mix-Engine von Nuendo gelangt. Wenn Sie beispielsweise für eine Spur in Nuendo ein Kompressor-PlugIn verwenden und Sie die Lautstärke eines Events auf dieser Spur mit dem Lautstärke-Griff erhöhen, erhält das Kompressor- PlugIn ein stärkeres Eingangssignal, das sich ent- sprechend auf die Pegeldämpfung auswirkt. Dies ist besonders nützlich, wenn Sie die Pegel in Dialog- Spuren angleichen möchten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 224 Montag, 17. März 2008 2:50 14225 Bildbezogene Audiobearbeitung Es ist auch möglich, nicht aneinander angrenzende Spu- ren in einen Auswahlbereich aufzunehmen. Klicken Sie dazu mit gedrückter [Alt]-Taste/[Wahltaste] innerhalb der Grenzen des Auswahlbereichs auf die Spur, die Sie hinzu- fügen möchten. Nur der entsprechende Bereich dieser Spur wird hinzugefügt. Auf diese Weise können Sie auch weitere Spuren zum Auswahlbereich hinzufügen. Nicht zusammenhängende Spuren in einem Auswahlbereich. Die Positionen der Spuren werden in der Zwischenablage beibehalten. Des Weiteren gibt es Funktionen, die Ihnen die Bearbei- tung des Auswahlbereichs mit Hilfe des Positionszeigers, der Event-Grenzen, des linken und rechten Locators so- wie des Projektanfangs und -endes ermöglichen. Diese Funktionen finden Sie im Bearbeiten-Menü im Auswahl- Untermenü. Wenn Sie diesen Funktionen Tastaturbefehle zuordnen, können Sie Auswahlbereiche schneller und effizienter auswählen:

  • Im Loop: Mit dieser Option werden alle Bereiche zwischen dem linken und dem rechten Locator auf allen Spuren ausge- wählt.
  • Vom Anfang bis Positionszeiger: Erzeugt einen Auswahlbe- reich vom Anfang des Projekts bis zum Positionszeiger für alle Spuren im aktuellen Auswahlbereich.
  • Vom Positionszeiger bis Ende: Erzeugt einen Auswahlbereich vom Positionszeiger bis zum Ende des Projekts.
  • Auswahlbeginn zum Positionszeiger (standardmäßig [E]): Mit diesem Befehl wird die linke Seite des Auswahlbereichs an den Positionszeiger verschoben. Mit dieser Option können Sie während der Wiedergabe einen Auswahlbereich »festlegen«.
  • Auswahlende zum Positionszeiger (standardmäßig [D]): Das Gegenstück zum vorherigen Befehl funktioniert auf die gleiche Weise, d.h. die rechte Seite des Auswahlbereichs wird ange- passt.
  • Bereich zum nächsten Event: Mit diesem Befehl verschieben Sie den Auswahlbereich zur nächsten (folgenden) Event- Grenze auf einer der ausgewählten Spuren. Wenn keine Spur ausgewählt ist, wird der Bereich auf die nächste Event- Grenze auf einer beliebigen Spur verschoben. Der Auswahl- bereich hat keine Länge und umfasst dieselben Spuren wie die vorherige Auswahl.
  • Bereich zum vorherigen Event: Wie oben, nur dass der Be- reich auf die nächste zurückliegende Event-Grenze verscho- ben wird.
  • Bereich zum nächsten Event ausdehnen: Dieser Befehl ver- schiebt das Ende des Auswahlbereichs auf die nächste Event-Grenze auf den ausgewählten Spuren.
  • Bereich zum vorigen Event ausdehnen: Dieser Befehl ver- schiebt den Anfang des Bereichs auf die vorherige Event- Grenze auf den ausgewählten Spuren. Durch geschicktes Kombinieren dieser Befehle können Sie Auswahlbereiche schnell basierend auf Event-Gren- zen oder Zeiger- und Locator-Positionen erstellen bzw. während einer laufenden Wiedergabe festlegen. Unter »Bearbeitungsvorgänge« auf Seite 228 erfahren Sie, wie diese verbesserten Abläufe zu einem unverzichtbaren Be- standteil vieler Post-Production-Arbeiten werden. Bearbeiten von Bereichen Nachdem Sie einen Auswahlbereich definiert haben, kön- nen Sie viele verschiedene Bearbeitungsfunktionen auf die- sen Bereich anwenden. Einige dieser Funktionen wurden speziell für die Post-Production entwickelt, um die Abläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und mehr Raum für Kreativität zu lassen. Außerdem stehen Ihnen für Auswahl- bereiche Standardbearbeitungsfunktionen wie Ausschnei- den, Kopieren und Einfügen sowie die Optionen zum Verschieben des ausgewählten Audiomaterials mit der Maus zur Verfügung.
  • »Bereich kopieren« verwendet zum Definieren des zu kopieren- den Materials keine Auswahlbereiche, sondern den linken und den rechten Locator. Mit dieser Option werden alle Events auf allen Spuren zwischen dem linken und dem rechten Locator in die Zwischenablage kopiert. Dies umfasst sämtliche Marker so- wie Automations-, MIDI-, und Noten-Editor- und Videodaten. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 225 Montag, 17. März 2008 2:50 14226 Bildbezogene Audiobearbeitung
  • »Zeit ausschneiden« entfernt alle Events und Zwischenräume innerhalb des Auswahlbereichs, legt sie in der Zwischena- blage ab und verschiebt alle darauf folgenden Events nach links, um die Lücke zu schließen.
  • »Zeit einfügen« fügt den Inhalt der Zwischenablage an der Ein- fügeposition ein. Alle Events werden nach rechts verschoben, damit das Material aus der Zwischenablage eingefügt werden kann. Alle Spuren aus der Zwischenablage werden ausgehend von der linken oberen Begrenzung des Auswahlbereichs nach rechts und unten eingefügt. Nicht zusammenhängendes ausge- wähltes Material wird relativ zur Einfügeposition und unabhän- gig vom Auswahlbereich auf den richtigen Spuren eingefügt. Sie müssen lediglich in der obersten Spur an der Einfügeposi- tion eine Länge von Null auswählen, damit Nuendo den gesam- ten Inhalt aus der Zwischenablage in genau die Spuren kopiert, die auch in der Zwischenablage enthalten sind.
  • »Zeit an Ausgangsposition einfügen« fügt den Inhalt der Zwi- schenablage unabhängig vom aktuellen Auswahlbereich an der ursprünglichen Position und auf den ursprünglichen Spu- ren wieder ein. Alle anderen Events auf diesen Spuren werden so weit wie nötig nach rechts verschoben.
  • »Trennen« trennt ein Event, das die Grenze eines Auswahlbe- reichs überschreitet, an dieser Grenze.
  • »Freistellen« passt den Anfang und das Ende aller Events in- nerhalb eines Auswahlbereichs an dessen Grenzen an. Dabei werden alle Teile der Events abgeschnitten, die außerhalb des Bereichs liegen.
  • »Vorderen Teil abschneiden« entfernt alle Teile der Events, die links vom Auswahlbereich liegen.
  • »Hinteren Teil abschneiden« entfernt alle Teile der Events, die rechts vom Auswahlbereich liegen.
  • »Stille einfügen« fügt auf allen Spuren im Auswahlbereich »stille« Bereiche ein. Dies funktioniert ähnlich wie »Zeit einfü- gen«, indem die Events so weit wie nötig nach rechts verscho- ben werden. Die Länge des stillen Bereichs entspricht der Länge des Auswahlbereichs.
  • Im Audio-Menü gibt es außerdem den Befehl »Fade-Längen wie Auswahlbereich«. Wenn der Bereich den Beginn eines Events enthält, wird ein Fade vom Anfang des Events bis zur rechten Bereichsgrenze eingefügt. Wenn der Bereich das Ende eines Events enthält, wird ein Fade-Out von der linken Bereichsgrenze zum Ende des Events eingefügt. Wenn sich der Bereich innerhalb der Grenzen eines Events befindet, werden sowohl ein Fade-In als auch ein Fade-Out zwischen Event-Grenze und Bereichsgrenze eingefügt. »Fade-Längen wie Auswahlbereich« mit Event-Anfang innerhalb des Auswahlbereichs »Fade-Längen wie Auswahlbereich« mit Event-Ende innerhalb des Aus- wahlbereichs »Fade-Längen wie Auswahlbereich« mit Auswahlbereich innerhalb des Events

Das Bearbeiten von Bereichen kann sich auf alle Event-Arten im Projekt-Fenster auswirken, d.h. auf Video- und MIDI-Events, Marker und Automations- daten. Das Bearbeiten von Bereichen ist eine sehr effektive Vorgehensweise bei Änderungen, die sich auf das gesamte Zeitlineal auswirken (z.B. bei einem neuen Bildschnitt). GS_Nuendo_GBDF.book Seite 226 Montag, 17. März 2008 2:50 14227 Bildbezogene Audiobearbeitung Bearbeitungsmodus Bei der Bearbeitung von Videos müssen Sie wissen, wie sich die einzelnen Bearbeitungsschritte auf den jeweiligen Video-Frame auswirken. In der Regel werden Event-ba- sierte oder bereichsbasierte Bearbeitungsschritte ausge- führt, ohne dass Sie das Video direkt bei der Bearbeitung anzeigen können. Der besondere »Bearbeitungsmodus« von Nuendo löst dieses Problem, indem sich Bearbeitun- gen in Echtzeit auch auf der Videospur widerspiegeln. Wenn Sie den Bearbeitungsmodus einschalten möchten, wählen Sie im Transport-Menü die Option »Bearbeitungs- modus«. Der Positionszeiger des Projekts wird mit Aus- nahme des Lineals oben ausgeblendet. Durch Ausblenden des Positionszeigers sind die zu bearbeitenden Events bes- ser erkennbar. Der Bearbeitungsmodus hat unterschiedli- che Funktionsweisen, je nachdem, ob Sie das Auswahlbe- reich-Werkzeug oder das Pfeil-Werkzeug verwenden. Bearbeitungsmodus: Pfeil-Werkzeug Wenn Sie Events mit dem Pfeil-Werkzeug (»Objektaus- wahl«) bearbeiten, reagiert die Videowiedergabe auf Akti- onen wie das Ziehen von Events und Event-Griffen. Wenn Sie z.B. auf ein oder mehrere Events klicken und diese ziehen, folgt die Wiedergabe beim Ziehen dem linken Rand des ersten Events, damit Sie ein visuelles Feedback über die Position im Video erhalten. Dies ist sehr nützlich beim Positionieren von Soundeffekten, da Sie das Video sehen, während Sie die Sounds im Projekt-Fenster ver- schieben. Soundeffekte lassen sich auf diese Weise schnell genau ihren visuellen Gegenstücken zuordnen. Der Bearbeitungsmodus folgt den Rasterpunkten der ein- zelnen Audio-Events. Wenn der Rasterpunkt nicht verän- dert wurde, befindet er sich am Anfang des Events. Es kommt jedoch häufig vor, dass Audiodaten in der Mitte des Events am Video ausgerichtet werden müssen. Durch das Verschieben des Rasterpunkts an eine Position im Audio-Event, die ein genaues Timing erfordert, können Sie diese Position im Bearbeitungsmodus visuell am Video ausrichten. Das Geräusch eines mit quietschenden Bremsen anhal- tenden Autos lässt sich beispielsweise einfach am Bild ausrichten, indem Sie das Ende des Bremsgeräusches am Stoppen des Autos im Video ausrichten. Möglicher- weise wird das Auto erst nach Beginn des Bremsgeräu- sches im Bild gezeigt, wodurch es schwierig ist, das Geräusch schnell ohne entsprechende Startposition am Video auszurichten. Mit Hilfe des Rasterpunktes können Sie dieses Problem umgehen, da Sie als Referenzpunkt eine andere Stelle im Video auswählen können. Indem Sie den Rasterpunkt auf das Ende des Bremsgeräusches ver- schieben, können Sie diese Position im Bearbeitungsmo- dus am Stoppen des Autos auf dem Bildschirm ausrichten. Beim Verschieben von Fade-Griffen folgt das Video der Position des jeweiligen Fade-Griffes. So können Sie das Fade genau am Video ausrichten. Bearbeitungsmodus: Auswahlbereich- Werkzeug Beim Festlegen von Auswahlbereichen folgt das Video im Bearbeitungsmodus dem ausgewählten Bereich. Dies gilt auch, wenn Sie den Anfang oder das Ende des Bereichs ändern. Bearbeitungsmodus: Befehle für das schrittweise Verschieben Auch beim schrittweisen Verschieben von Ereignissen oder Auswahlbereichen springt die Videowiedergabe zur Ver- schiebeposition. Dieses Verhalten gilt im Bearbeitungsmo- dus für alle entsprechenden Befehle (Anfang, Position und Ende). Texteingabe Wenn sehr genaue Bearbeitungsschritte erfolgen müs- sen, können Sie diese in Nuendo mit Hilfe der Textein- gabe durchführen. In der Infozeile im Projekt-Fenster können Sie direkt auf die Daten des ausgewählten Events zugreifen, z.B. auf Anfang und Ende, Länge, Versatz, Ras- terpunkt, Fade-In- und Fade-Out-Länge. Darüber hinaus können Sie im Projekt-Browser mit Hilfe der Testeingabe alle Events des Projekts in einer Listenansicht anpassen. Dazu gehören Werte wie Automationsdaten, Video- Events und Marker. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 227 Montag, 17. März 2008 2:50 14228 Bildbezogene Audiobearbeitung Die Texteingabe eignet sich zum Conformen von Audioda- ten anhand der von den Cuttern erstellten Schnittlisten (Edit Decision Lists, EDLs). Diese enthalten eine Liste der Audiodateien mit Angabe der Quelle und der Timecode- Werte, anhand derer Sie in Nuendo Audio-Events platzie- ren können. EDL mit Quelle und Timecode-Werten Bearbeitungsvorgänge In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie verschie- dene Aufgaben aus dem Bereich der Post-Production mit den Bearbeitungsfunktionen von Nuendo durchführen können. Vorbereiten von Videoprojekten in Nuendo Da häufig Videodateien verwendet werden, wird hier zu- nächst das Importieren einer Videodatei in Nuendo be- schrieben:

1. Wählen Sie im Datei-Menü die Option »Neues Pro-

jekt«. Wenn Sie für Videoprojekte eine Vorlage verwenden, wählen Sie diese aus. Beginnen Sie andernfalls mit einem leeren Projekt.

2. Wählen Sie im Projekt-Menü die Option »Projektein-

stellungen…«. Ein Dialog wird angezeigt.

3. Legen Sie im Dialog die Samplerate für das Video fest.

Video-Bandmaschinen verwenden als Standard-Samplerate 48kHz. Falls erforderlich, können Sie für ein Projekt eine höhere Auflösung wäh- len. Beachten Sie dabei aber, dass das Endergebnis wahrscheinlich eine Master-Aufnahme mit 48kHz sein wird.

4. Legen Sie die Timecode-Framerate fest.

Abhängig vom jeweiligen Videoprojekt kann dieser Wert sehr unter- schiedlich sein. Da viele Formate wie NTSC, PAL, HD Video und Film möglich sind, müssen Sie genau wissen, welche Framerate verwendet wird. Damit es später nicht zu Problemen kommt, sollten Sie dieses Thema in der Pre-Production-Phase mit dem Cutter oder anderen Pro- duktionsmitarbeitern besprechen. Im Projekteinstellungen-Dialog haben Sie auch die Möglichkeit, die Framerate einer importierten Videodatei für das Projekt zu übernehmen.

5. Importieren Sie eine Videodatei.

Wechseln Sie dazu in den Pool oder wählen Sie im Datei-Menü das Im- portieren-Untermenü. Bei diesem Schritt können Sie ggf. außerdem Au- diodaten aus der Videodatei extrahieren. Auch wenn nicht vorgesehen ist, die eingebetteten Audiodaten im Projekt zu verwenden, empfiehlt es sich, sie zu extrahieren und als Referenz zu verwenden. Bei Bedarf kön- nen Sie die Audiodaten auch später über das Medien-Menü extrahieren.

6. Legen Sie die Videodatei im Projekt-Fenster ab.

Sie können die Videodatei aus dem Pool in das Projekt-Fenster ziehen, wo ggf. eine Videospur erstellt wird, falls nicht vorhanden. Alternativ kön- nen Sie das Video auch mit den Optionen unter »In das Projekt einfügen« am Positionszeiger, bei einem bestimmten Timecode-Wert oder beim eingebetteten Zeitstempel einfügen. Ö Häufig wird als Timecode für den ersten Frame des Programmteils der Timecode 01:00:00:00 gewählt. So bleibt vor dem Beginn des Programmteils genügend Zeit für Testtöne oder den Preroll von Bandmaschinen, ein- schließlich des Countdowns und 2-Pop-Signals (»Piepser auf der 2«, wird 2 Sekunden vor Beginn des Programm- teils ausgegeben). In die meisten Videodateien ist kein richtiger Zeitstempel eingebettet. Wenn sich der erste Frame des Videos nicht einfach visuell erkennen lässt, sollte eine eingeblendete Timecode-Anzeige verwendet werden, um den ersten Frame eindeutig zuzuordnen. Da- bei sollten die Werte des Audio-Timecodes dem Time- code aus der Videobearbeitungs-Suite genau entsprechen. Sie sind jetzt bereit, den Ton bildsynchron anzulegen. Conformen des Originaltons Der erste Schritt bei jedem Post-Production-Projekt be- steht darin, den Originalton genau mit dem Video zu syn- chronisieren. Beim Originalton handelt es um alle Tonaufnahmen, die ursprünglich beim Filmen oder bei der Videoaufzeichnung gemacht wurden. Die Audiodaten werden dann gemeinsam mit dem Video bearbeitet, um die endgültige Fassung zu erstellen. Der Cutter fügt bei der Bearbeitung möglicherweise weitere Sounds hinzu, GS_Nuendo_GBDF.book Seite 228 Montag, 17. März 2008 2:50 14229 Bildbezogene Audiobearbeitung um sich eine Vorstellung des fertigen Produkts zu ver- schaffen. All diese Elemente werden auf die Workstation zur Audiobearbeitung übertragen, wo sie als Referenz die- nen oder in die endgültige Fassung eingefügt werden. Audiodaten aus einer Videobearbeitungssitzung können in verschiedenen Formaten vorliegen:

  • Primärton, der in der Videobearbeitungs-Suite zusammenge- stellt und gemischt wird. Diese Audiodaten können möglicher- weise im abschließenden Mix verwendet werden, dienen aber in der Regel nur als Referenz für die Audiobearbeitung. Sie können in eine Videodatei eingebettet sein, als getrennte Au- diodatei vorliegen oder mit den Audiospuren eines Videore- corders aufgenommen worden sein.
  • Mehrkanal-Medien im Format OMF oder AAF bzw. andere ein- gebettete Mediendateien beinhalten normalerweise mehrere Audiospuren, die mit der Videobearbeitungs-Suite bearbeitet wurden.
  • EDLs sind Listen der Audiodateien, die von einer Quelle (Videobänder, DAT-Bänder oder beim Filmen erstellte Audio- dateien) in Nuendo importiert werden müssen. Die Bearbei- tung dieser Audiodateien und die Synchronisation mit dem Video bezeichnet man als »Conformen« des Tons zum Bild. Nachdem Sie Ihre Videodatei importiert oder Nuendo mit einem Videorecorder oder externen System zur Videowie- dergabe synchronisiert haben, muss der gesamte Primär- ton importiert und mit dem Video synchronisiert werden. Primärton Bei Videodateien mit eingebetteten Audiodaten können Sie beim Import der Videodaten auch die Audiodaten im- portieren.
  • Wählen Sie im Medien-Menü aus dem Untermenü »In das Projekt einfügen« den Befehl »Zur Ursprungszeit«, um die Au- diodatei in das Projekt einzufügen.
  • Wenn Sie die Videodatei an einer anderen Position als zur Ur- sprungszeit (normalerweise 00:00:00:00) eingefügt haben, muss der Primärton an derselben Position eingefügt werden, damit er zum Video passt. Verwenden Sie in diesem Fall den Befehl »An Timecode-Position…« und geben Sie für die Audio- daten denselben Timecode-Wert wie für die Videodatei ein.
  • Sie können auch im Raster-Einblendmenü die Events-Option auswählen und die Audiodatei in die Nähe des Anfangs der Videodatei ziehen, damit sie automatisch genau am Anfang der Videodatei ausgerichtet wird. Wenn Sie die Primärton-Datei an der richtigen Position ein- gefügt haben, müssen Sie überprüfen, ob die Audiodaten im gesamten Projekt synchron mit den Videodaten sind. Liegen Synchronisationsfehler vor, sollten Sie diese behe- ben, bevor umfangreiche Bearbeitungen vorgenommen wurden. Probleme mit Timecode-Frameraten, Sampleraten und der Synchronisation mit externen Bandmaschinen kön- nen verheerende Auswirkungen auf eine Produktion haben, wenn sie zu spät erkannt werden. Mehrkanal-Medien Wenn die vom Cutter bearbeiteten Daten sehr komplex sind und Elemente enthalten, die im finalen Projekt ver- wendet werden sollen, können Sie die Audiodaten mit Hilfe von unabhängigen Formaten zur Übertragung von Mehrkanal-Medien von einer Workstation auf eine andere übertragen. Nuendo kann alle derzeit verwendeten Über- tragungsformate verarbeiten. Dazu gehören:
  • AES31 Im Folgenden wird das OMF-Format beschrieben, das zu den am häufigsten verwendeten Formaten zählt. OMF-Da- teien gibt es in zwei grundlegenden Formaten:
  • In Dateien mit eingebetteten Audiodaten befinden sich alle Da- ten zusammen in einem »Container«, der sich einfach von einem Ort an einen anderen kopieren lässt. Nuendo liest die Informati- onen aus, die angeben, wo die einzelnen Audiosegmente posi- tioniert werden sollen, und ruft die zugehörigen Audiodaten dann aus den verschiedenen Bereichen der OMF-Datei ab. Die OMF-Datei verhält sich dabei so, als ob sie selbst eine sehr große Audiodatei wäre.
  • Dateien, die auf externe Audiodaten verweisen, enthalten nur die Informationen darüber, wie die einzelnen Segmente auf dem Zeitlineal zu platzieren sind. Die Audiodateien selbst müssen bei der OMF-Übertragung einzeln kopiert werden. Jedes Format verfügt über eigene Stärken und Schwä- chen. Welches Format das geeignetere ist, hängt von den jeweiligen Umständen ab. Weitere Informationen zu OMF- Dateien finden Sie im Benutzerhandbuch im Kapitel »Ar- beiten mit Dateien«. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 229 Montag, 17. März 2008 2:50 14230 Bildbezogene Audiobearbeitung Wenn Sie in Nuendo eine OMF-Datei importieren möch- ten, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Wählen Sie im Datei-Menü aus dem Importieren-Un-

termenü die Option »OMF…«. Wählen Sie dann im ange- zeigten Dialog die gewünschte OMF-Datei aus. Wenn die OMF-Datei über eingebettete Audiodaten verfügt, sollte sie auf einer lokalen Festplatte (vorzugsweise im Ordner des aktuellen Pro- jekts) gespeichert und wie eine Audiodatei behandelt werden. Sie muss dann auf dieselbe Weise gesichert werden, wie alle anderen zum Projekt gehörenden Medien.

2. Wählen Sie einen vorhandenen Projektordner aus oder

legen Sie für das erstellte Projekt einen neuen Ordner an. Nuendo erstellt ein unbenanntes Projekt, das alle Audio-Events aus der OMF-Datei enthält.

3. Wenn die Datei nur auf die Medien verweist, werden

Sie von Nuendo aufgefordert, nach diesen zu suchen. Bei OMF-Dateien, die auf externe Medien verweisen, müssen Sie dem Programm mitteilen, wo nach den referenzierten Audiodateien gesucht werden soll.

4. Nuendo importiert die OMF-Datei und erstellt die be-

nötigten neuen Spuren. Wenn die OMF-Datei Video-Events enthält, kann Nuendo Marker für diese erzeugen, anhand derer Sie später einfach die Videodateien posi- tionieren können. Wenn Sie die OMF-Datei importiert haben, synchronisie- ren Sie die Videodatei mit den OMF-Audiodaten. Hierbei hilft Ihnen der in die Videodatei eingebettete Primärton. In- dem Sie gleichzeitig die Spuren mit den OMF-Audiodaten und dem Primärton wiedergeben, können Sie einfach fest- stellen, ob die Events synchron sind. Da die OMF-Audiodaten bei der Videobearbeitung erzeugt wurden, sollten die Timecode-Werte richtig sein. In der Regel werden die beiden Komponenten einander angegli- chen, indem Sie die Position des Video- und Primärton- Materials an die OMF-Audiodaten anpassen. Achten Sie dabei darauf, die Videodaten und den Primärton immer ge- meinsam zu verschieben. Um sicherzustellen, dass die Events bei der Bearbeitung stets synchron bleiben, kön- nen Sie das Video- und das Primärton-Event im Projekt- Fenster gruppieren. Alternativ können Sie auch das ge- samte Referenzmaterial (Video und Audio) in einer Ordner- spur ablegen. Wenn Sie dann die Events der Ordnerspur verschieben, werden die Events im Ordner gemeinsam verschoben. Ö Durch eine geschickte Positionierung im Klangbild können Sie Events einfacher synchronisieren. Wenn Sie beispielsweise den Primärton aus einer Videodatei an im- portierten OMF-Audiodaten ausrichten, können Sie die Primärtonspur auf eine Seite und die Spur mit den OMF- Audiodaten auf die andere Seite legen. Wenn diese be- reits nahezu perfekt synchronisiert sind, können Sie so leichter erkennen, ob eine Quelle der anderen voraus ist. Wenn zwei identische Quellen fast synchron zueinander sind, ist ein Kammfiltereffekt zu hören. Die Abweichung von der perfekten Synchronisation beträgt dann nur noch wenige Samples. Nachdem Sie alle OMF-Audiodaten importiert und die Vi- deo- und Audio-Events synchronisiert haben, können Sie neue Elemente hinzufügen und den vollständigen Sound- track erstellen. EDLs Eine ältere Methode zum Conformen des Tons zum Bild basiert auf der Verwendung von Schnittlisten (Edit Deci- sion Lists, EDLs), die von der Videobearbeitungs-Suite er- stellt werden. Diese Textdateien enthalten Timecode- Werte und Bandinformationen, auf deren Grundlage Sie Audio-Events in Nuendo an einer Referenz-Videodatei ausrichten können. Je nach Länge des Materials und der Menge der Bearbeitungen kann dieser Prozess sehr zeit- aufwändig sein. Allerdings bietet er gleichzeitig auch die genaueste Kontrolle über das Quellmaterial und die Syn- chronisation. Da originale Quellbänder und Aufnahmen verwendet werden, behalten diese Aufnahmen ihre maxi- male Qualität. Audioelemente aus OMF-Medien und Pri- märton haben dagegen möglicherweise schon mehrere Umwandlungen durchlaufen. Eine Schnittliste entspricht einer Liste der Bearbeitungen. Jeder Eintrag beschreibt einen vollständigen Bearbei- tungsschritt einschließlich folgender Angaben:

  • Bearbeitungstyp, z.B. Audio, Video oder beides.
  • Quellmaterial, z.B. die Bandnummer oder der Name der Au- dio- bzw. Videodatei.
  • Timecode-Werte von Anfang und Ende. Da die Audioquellen für Cutter normalerweise in Form von Videobändern vorliegen, sind ihnen immer Timecode-Werte zugewiesen. Dies ist der einzige Weg, um alle Bearbeitungsschritte zu erfassen.
  • Timecode-Werte von Anfang und Ende des Ziels. Diese Time- code-Werte entsprechen der Position im Projekt-Fenster, an der das Audio-Event eingefügt wird. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 230 Montag, 17. März 2008 2:50 14231 Bildbezogene Audiobearbeitung Diese Informationen können in Nuendo verwendet wer- den, um Audio-Events im Projekt-Fenster an genau den Timecode-Positionen zu platzieren, die den Bearbeitun- gen in der Videobearbeitungs-Suite entsprechen. Zunächst müssen Sie das gesamte von der EDL benötigte Quellmaterial laden. Dieses muss die richtigen Zeitstem- pel aufweisen, die den EDL-Timecode-Werten entspre- chen. Es gibt verschiedene Methoden dies zu erreichen, für die bekanntesten unter Ihnen benötigen Sie folgende Komponenten:
  • O-Ton-Recorder, der Audiodateien mit eingebetteten Zeit- stempeln produziert, z.B. ein Zaxcom DEVA™-Festplatten- recorder. Diese drei Quellen zeichnen Audio und Timecode-Werte auf. Bei Verwendung einer Bandmaschine muss Nuendo mit dem Gerät synchronisiert werden, um die Audiodaten an den richtigen Timecode-Positionen aufzuzeichnen und mit den richtigen Zeitstempeln zu versehen. Wenn Sie ei- nen Festplattenrecorder verwenden, können die Dateien direkt mit den eingebetteten Zeitstempeln importiert wer- den und »zur Ursprungszeit« im Projekt eingefügt werden. Wenn Sie eine EDL-Bearbeitung conformen möchten, ge- hen Sie folgendermaßen vor:

1. Legen Sie für das Quellmaterial eine Ordnerspur an.

Indem Sie das gesamte Quellmaterial in einem separaten Ordner verwal- ten, sorgen Sie für mehr Übersichtlichkeit im weiteren Projektverlauf.

2. Legen Sie für jedes Quellband eine Audiospur an.

Wenn Sie bei Verwendung von DAT-Geräten und Video-Bandmaschinen für jedes Band eine einzelne Spur anlegen, verhindern Sie, dass sich Au- diodaten mit denselben Timecode-Werten überschneiden. Außerdem ist diese Vorgehensweise übersichtlicher. Geben Sie jeder Spur den Namen des dazugehörigen Quellbands, so dass alle auf dieser Spur aufgenom- menen Audiodateien den Namen des jeweiligen Quellbands erhalten.

3. Nehmen Sie alle benötigten Bereiche aller Quellbän-

der in Nuendo auf. Wenn laut EDL nur ein Teil eines Quellbands verwendet wird, müssen Sie auch nur diesen Teil in Nuendo aufnehmen. Für diesen Vorgang muss Nu- endo mit der Bandmaschine synchronisiert sein, damit die Audiodateien an der richtigen Position im Projekt-Fenster eingefügt werden.

4. Importieren Sie alle Audiodateien von einem O-Ton-

Recorder und platzieren Sie diese »zur Ursprungszeit« auf so vielen Spuren wie nötig, um Überschneidungen zu ver- meiden. Nachdem Sie eine Datei »zur Ursprungszeit« eingefügt haben, können Sie sie als Quelle für das Conformen anhand der EDL verwenden. Auszug mit drei Bearbeitungsvorgängen aus einer CMX-EDL

5. Im obigen Beispiel entsprechen die ersten zwei

Timecode-Werte auf jeder Zeile dem Anfang und Ende des Quellmaterials. Markieren Sie auf der richtigen Quell- spur mit dem Auswahlbereich-Werkzeug die Sequenz zwischen den beiden Timecode-Werten der Quelle. Sie können die Werte auch manuell in der Infozeile eingeben. In diesem Beispiel müssen Sie 00:21:29:19 als Anfang und 00:21:35:21 als Ende des Bereichs angeben.

6. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Kopieren-Befehl.

Das Quellmaterial wird in die Zwischenablage kopiert.

7. Wechseln Sie den Auswahlbereich über das Auswahl-

bereich-Kontextmenü oder durch Drücken der Taste [2]. Sie wechseln zum Auswahlbereich B. Indem Sie zwei unterschiedliche Auswahlbereiche (A und B) verwenden, können Sie dafür sorgen, dass die Quell- und Zielzeiten voneinander getrennt bleiben. Diese Vorge- hensweise ähnelt dem Vierpunktschnitt, der von vielen Cuttern und bei der Audiobearbeitung verwendet wird, siehe »Vierpunktschnitt mit dem Auswahlbereich-Werkzeug« auf Seite 232.

8. Wählen Sie den in der EDL definierten Zielbereich aus.

Sie können die Timecode-Werte für den Zielbereich manuell eingeben. Dazu müssen Sie lediglich den Auswahlbeginn festlegen, da mit der Ein- fügen-Funktion automatisch ein Audio-Event der richtigen Größe einge- fügt wird, die durch den Quellbereich festgelegt ist. Sie können die gewünschte Zielspur frei auswählen. Die Anzahl der Zielspuren ergibt sich aus der Anzahl der Spuren in der EDL. Einige EDL-Formate lassen maximal die Verwendung von 4 Zielspuren zu, Ihre Anforderungen kön- nen jedoch je nach Projekt unterschiedlich sein. Ihre Hauptaufgabe ist, die Audio-Events mit dem Video zu synchronisieren. Auf welche Spuren Sie diese verteilen, liegt dabei ganz bei Ihnen.

9. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Einfügen-Befehl.

Sie schließen die Bearbeitung ab, indem sie das Quellmaterial an der Zielposition platzieren. Achten Sie darauf, dass es mit den Videodaten und dem Primärton synchron ist. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 231 Montag, 17. März 2008 2:50 14232 Bildbezogene Audiobearbeitung

10. Wiederholen Sie die Schritte so häufig wie erforderlich,

bis das Conformen aller EDL-Einträge abgeschlossen ist. Abhängig von der Größe der EDL und der Anzahl der Bearbeitungsvor- gänge ist dieser Prozess ggf. sehr zeitaufwändig. Wenn Sie jedoch mit allen Aspekten des Conformens der EDL vertraut sind, können Sie etwa- ige Probleme später besser lösen. Wenn Sie die Videodaten und den Primärton erfolgreich importiert und das Conformen des O-Tons für das Video abgeschlossen haben, können Sie neue Soundeffekte hinzufügen und den abschließenden Soundtrack erstellen. Hinzufügen von Sound-Design-Elementen Sound-Design-Elemente können aus einer Reihe von Quel- len stammen, z.B. aus Soundeffekt-Librarys auf CD oder Festplatte, aus Aufnahmen vom Drehort oder sogar von den Quellbändern mit dem Originalton. Um diese Sounds zum Projekt hinzufügen, müssen Sie sie in den Pool importieren oder in Nuendo von einer Bandmaschine aufnehmen. Ö Legen Sie im Pool verschiedene Ordner an, um die Sound-Dateien des Projekts zu verwalten. Bei Spielfilmen ist die Menge an Audiodaten sehr groß und die Suche nach bestimmten Audiodateien ist extrem mühsam, wenn diese nicht strukturiert abgelegt wurden. Die MediaBay in Nuendo erleichtert Ihnen die Verwaltung Ihrer Sound-Da- teien, damit Sie diese schnell durchsuchen und direkt auf- rufen können. Platzieren von Events zum Bild Sie können Audio-Events auf verschiedene Weise mit dem Bild synchronisieren:

  • Durch manuelle Eingabe anhand des Timecode-Wertes
  • Durch Einfügen der Events am Positionszeiger
  • Durch Ziehen mit der Maus
  • Durch Vierpunktschnitt mit dem Auswahlbereich-Werkzeug. Wenn Sie die manuelle Eingabemethode wählen, müssen Sie wissen, bei welchem Timecode-Wert das jeweilige Audio-Event eingefügt werden soll. Es kann in einer zuvor erstellten EDL bzw. Cue-Liste enthalten oder mit einem Lo- cator bzw. Marker gekennzeichnet sein. Markieren Sie die Audiodatei im Pool und wählen Sie den Befehl zum Einfü- gen an der Timecode-Position. Geben Sie anschließend die gewünschte Position ein. Das Audio-Event wird im Pro- jekt-Fenster in der obersten ausgewählten Spur eingefügt. Wenn Sie einen visuellen Ansatz bevorzugen, können Sie Audio-Events am Positionszeiger einfügen. Geben Sie das Video mit Hilfe der Shuttle- und der Scrub-Funktion wieder und legen Sie die Einfügeposition des neuen Au- dio-Events fest. Wechseln Sie dann in den Pool und plat- zieren Sie das Event mit dem Befehl zum Einfügen am Positionszeiger. Während Sie das Video in Echtzeit laufen lassen, können Sie den linken Locator an der Stelle positionieren, an der das Audio-Event eingefügt werden soll. Platzieren Sie dann den Positionszeiger am linken Locator (drücken Sie die [1] auf dem Zahlenblock) und fügen Sie das Event mit dem Einfügen-Befehl ein. Im Bearbeitungsmodus können Sie Audio-Events aus dem Pool auf eine Spur ziehen. In diesem Modus folgt die Wiedergabe dem Event, wenn Sie es in das Projekt-Fens- ter ziehen. Halten Sie Maustaste beim Ziehen so lange gedrückt, bis Sie den richtigen Video-Frame gefunden ha- ben, und lassen Sie die Maustaste dann los. Bei dieser Vorgehensweise können Sie die Rasterfunktion verwen- den, damit das Audio-Event beim Ziehen an den Time- code-Frames ausgerichtet bleibt. Vierpunktschnitt mit dem Auswahlbereich-Werkzeug Häufig müssen große Sound-Dateien mit vielen Sound- effekten nach dem gewünschten Effekt durchsucht wer- den. Dies gilt besonders für Aufnahmen vom Drehort mit verschiedenen Takes der einzelnen Sounds und Stille da- zwischen. In diesem Fall empfiehlt es sich, einen Bereich im Projekt anzulegen, der mehrere »Arbeitsspuren« ent- hält, auf denen Sie verschiedene Sound-Dateien auspro- bieren und zur Verwendung im abschließenden Soundtrack vorbereiten können. Mit dem Auswahlbereich-Werkzeug können Sie einen Vier- punktschnitt anwenden, um Sequenzen aus den Arbeits- spuren auszuschneiden und schnell bei bestimmten Video- Frames auf den passenden Spuren im Projekt einzufügen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 232 Montag, 17. März 2008 2:50 14233 Bildbezogene Audiobearbeitung

1. Legen Sie eine Ordnerspur mit dem Namen »Arbeits-

spuren«, »Work Tracks« o.ä. an. In dieser Ordnerspur können Sie verschiedene Audiospuren als Zwi- schenspeicher zum Bearbeiten und Vorbereiten von Soundeffekten für das Projekt anlegen. In einer Ordnerspur mit vier Stereospuren können Sie Sound-Dateien bearbeiten, bevor diese mit dem Bild synchronisiert werden.

2. Legen Sie mehrere Arbeitsspuren an.

Je nach Quellmaterial benötigen Sie Mono-, Stereo- oder auch 5.1-Audio- spuren. Legen Sie so viele Spuren an wie nötig.

3. Ziehen Sie die verschiedenen Audiodateien auf diese

Arbeitsspuren. Es empfiehlt sich, mit diesen Dateien an einer Position des Zeitlineals zu arbeiten, die deutlich hinter dem Ende des Programmteils liegt, damit die Daten auf den Arbeitsspuren nicht versehentlich in den abschließenden Mix gelangen. Wenn Sie die Arbeitsdaten an einer Stelle ohne Video- Events positionieren, kommt es bei der Bearbeitung des Quellmaterials nicht zu Störungen.

4. Wählen Sie mit dem Auswahlbereich-Werkzeug das

gewünschte Audiomaterial aus. In vielen Soundeffekt-Librarys gibt es verschiedene Versionen eines ein- zelnen Soundeffekts. Auf den Arbeitsspuren können Sie diese testen. Wählen Sie dann mit dem Auswahlbereich-Werkzeug die Version aus, die Sie zum Bild hinzufügen möchten. Wenn Sie mehrere Arbeitspuren verwenden, können Sie verschiedene Soundeffekte anordnen und zum Bearbeiten gemeinsam mit dem Auswahlbereich-Werkzeug auswählen. Auswahl des gewünschten Soundeffekts mit dem Auswahlbereich- Werkzeug (Auswahl A).

5. Kopieren Sie das Audiomaterial (der Standardtasta-

turbefehl für Kopieren ist [Strg]-Taste/[Befehlstaste]+[C]). Die Audiodaten werden in die Zwischenablage kopiert. Bei dieser Vor- gehensweise können Sie später jederzeit zum Auswahlbereich zurück- kehren und das Material erneut kopieren.

6. Wechseln Sie den Auswahlbereich über das Kontext-

menü des Auswahlbereich-Werkzeugs oder mit dem ent- sprechenden Tastaturbefehl (standardmäßig [2]). Auswahl B wird für die Zielposition des Bearbeitungsvorgangs verwen- det. Auswahl A bleibt im Speicher erhalten und lässt sich durch Wech- seln der Auswahl oder Drücken der Taste [2] erneut aufrufen. Wechsel zur Auswahl B

7. Legen Sie den Zielbereich für Auswahl B fest.

Durch Drücken der Tasten [E] und [D] können Sie den Auswahlbereich direkt während der Videowiedergabe festlegen. Sie können aber auch eine beliebige der anderen, in diesem Lehrgang beschriebenen Metho- den wählen.

8. Nehmen Sie die Bearbeitung vor, indem Sie die Daten

aus der Zwischenablage an der neuen Position einfügen (Standardtastaturbefehl: [Strg]-Taste/[Befehlstaste]+[V]). Sie können auch ein Macro erstellen, um den Kopier- und Einfügevor- gang in eins durchzuführen, nachdem Sie beide Auswahlbereiche fest- gelegt haben. Für eine sehr effiziente Vorgehensweise müssen Sie dem entsprechenden Macro dann nur noch einen Tastaturbefehl zuweisen. Ö Eine sehr praktische Eigenschaft von Auswahlberei- chen ist, dass Sie die Ansicht von Auswahl A und B erhal- ten können. Wenn Ihr Arbeitsbereich weit von der Einfüge- position des bearbeiteten Materials im Video entfernt ist (d.h. A ist weit entfernt von B) und Sie die Ansicht einer der Positionen stark vergrößern, passt die andere nicht mehr ins Projekt-Fenster. Wenn Sie zwischen Auswahl A und Auswahl B wechseln, wechselt direkt auch der Anzei- gebereich des Projekt-Fensters zur anderen Ansicht. Dies stellt den Hauptvorteil dieser Methode dar, da Sie schnell zwischen der Quelle und dem Ziel wechseln können, ohne einen der beiden Auswahlbereiche zu verlieren. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 233 Montag, 17. März 2008 2:50 14234 Bildbezogene Audiobearbeitung Bildbezogenes Anpassen von Audio-Events Nach dem Anlegen der Töne zum Bild müssen Sie ggf. eine Feineinstellung der zugehörigen Fades, Längen und Positi- onen vornehmen. Die Nuendo-Funktionen zum schrittwei- sen Verschieben sind dafür sehr geeignet. Diese Funktionen werden über die zugehörigen Schalter in der Werkzeugzeile gesteuert (oder mit den entsprechen- den Tastaturbefehlen). Die Schalter für das schrittweise Verschieben werden standardmäßig nicht in der Werk- zeugzeile angezeigt. Sie können die Schalter einblenden, indem Sie mit der rechten Maustaste in die Werkzeugzeile klicken und im Kontextmenü »Kicker« wählen. Mit den Schaltern für das schrittweise Verschieben kön- nen Sie die Position von Events in bestimmten Schritten anpassen und diese beschneiden oder verschieben. Je nach Größenänderungseinstellung des Pfeil-Werkzeugs beschneiden Sie die Events dabei durch Verschieben der Grenzen oder des Event-Inhalts. Die Schrittweite für das Verschieben können Sie über die Rastereinstellungen im Projekt-Fenster ändern. Häufig wird bei der Bildbearbeitung eine Schrittweite von 1 Frame verwendet. Das Verschieben von Events in Frame- Schritten führt jedoch nicht immer zur besten Übereinstim- mung mit dem Bild. Obwohl die Videoauflösung nicht mehr als 1 Frame beträgt, können die Zuschauer geringfügige Timing-Unterschiede wahrnehmen, die kleiner als 1 Frame sind. Es kann notwendig sein, Schrittweiten von einem hal- ben oder sogar einem viertel Frame festzulegen, um Events genau auf das Bild abzustimmen. Als Rasterwerte und Schrittweiten für das Verschieben können daher auch Sub- frames gewählt werden. Der Bearbeitungsmodus eignet sich vor allem zur Feinein- stellung der Event-Position relativ zum Bild. Da Sie jeden mit der Maus vorgenommenen Bearbeitungsschritt in der Videoanzeige nachvollziehen können, erkennen Sie sofort, an welcher Stelle im Video sich Ihre Bearbeitung auswirkt, egal, ob es sich um die Startposition eines Events, einen Rasterpunkt oder eine Fade-Länge handelt. Auf diese Weise ist die bildbezogene Audiobearbeitung sehr einfach und lässt Ihnen mehr Spielraum für Ihre Kreativität. Das Auswahlbereich-Werkzeug bietet Ihnen zudem wei- tere Bearbeitungsfunktionen, z.B.:

  • Vorderen Teil abschneiden
  • Hinteren Teil abschneiden
  • Fade-Längen wie Auswahlbereich Im Bearbeitungsmodus folgt die Videoanzeige, wenn Sie einen Bereich erstellen oder anpassen, so dass Sie diese Vorgänge am Bild nachvollziehen können. Bildänderungen Während der Post-Production müssen häufig Änderungen am Zeitablauf eines Projekts vorgenommen werden. Nach- dem Sie eine Änderung am Video vorgenommen haben, muss diese in den Audiodaten nachgezogen werden. Die- ser Vorgang wird auch als »Conformen zum neuen Bild- schnitt« bezeichnet. Es gibt nur zwei mögliche Arten der Bildänderung:
  • Entfernen vorhandener Videodaten
  • Hinzufügen neuer Videodaten Mit dem Auswahlbereich-Werkzeug können Sie beide Ar- ten der Bildänderung durchführen. Dabei ist es wichtig, die relativen Positionen aller Events im Projekt nach der Bearbeitung beizubehalten. Wenn Sie z.B. einen Teil des Videos entfernen, müssen Sie auch alle Events auf allen Spuren, einschließlich Marker-, MIDI-, Automations- und Tempospuren entfernen, damit die übrigen Events nach der Bearbeitung weiterhin synchron sind. Wählen Sie »Kicker«,… …um die Kicker-Schalter zur Werkzeugzeile hinzu- zufügen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 234 Montag, 17. März 2008 2:50 14235 Bildbezogene Audiobearbeitung Ausschneiden von Bildmaterial In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die ver- schiedenen Bildänderungen mit dem Auswahlbereich- Werkzeug vornehmen. Wenn Sie bei einer solchen Ände- rung vorhandenes Bildmaterial entfernen möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Legen Sie den Anfang und die Länge des zu entfer-

nenden Abschnitts fest. Diese Informationen werden Ihnen vom Cutter in Form von Timecode- Werten zur Verfügung gestellt, die den Anfang und die Dauer jedes Schnitts angeben. Wenn an einem Video mehrere Änderungen vorge- nommen werden, erhalten Sie eine »Change-Liste« oder Avid Change Notes. Auch das Referenzvideo und der Primärton eignen sich zum Fest- stellen solcher Änderungen und zum abschließenden Prüfen der vorge- nommenen Bearbeitungen.

2. Wählen Sie das Auswahlbereich-Werkzeug aus und

wählen Sie im Bearbeiten-Menü aus dem Auswahl-Unter- menü die Option »Alles auswählen«, um alle Spuren vom Anfang bis zum Ende des Projekts auszuwählen. Mit dieser Option werden automatisch alle unterschiedlichen Spurarten, einschließlich MIDI-, Marker-, Tempo- und Videospuren, ausgewählt. Ö Wenn Sie mit der neu bearbeiteten Fassung der Video- datei arbeiten, stellen Sie sicher, dass die Videospur nicht ausgewählt ist, da aus dem neuen Referenzvideo keine Da- ten gelöscht werden sollen. Gegebenenfalls sollten Sie diese Spur und alle weiteren Referenzspuren sperren, um versehentliche Änderungen auszuschließen.

3. Geben Sie in der Infozeile den ersten Frame des ge-

änderten Videomaterials im Anfang-Feld ein. Dabei handelt es sich um den ersten zu entfernenden Video-Frame. Sie können auch den Positionszeiger auf diesen Frame setzen und »Auswahl- beginn zum Positionszeiger« (Standardtastaturbefehl: [E]) wählen. Stellen Sie sicher, dass die Rasterfunktion mit dem Modus »Raster« aktiviert ist und dass als Rastertyp »1 Frame« gewählt ist. In dieser Abbildung ist der erste zu entfernende Frame des Videos 00:02:57:16.

4. Legen Sie die Länge des Schnitts im Länge-Feld fest.

Der Auswahlbereich umfasst jetzt alle Events des Projekts, die mit dem alten Videomaterial entfernt werden sollen. In diesem Beispiel ist die Länge 00:00:04:25 (4 Sekunden und 25 Frames). Der Bereich wurde für den Schnitt auf allen Spuren festgelegt.

5. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü den Befehl »Zeit

ausschneiden«. Mit diesem Befehl wird der ausgewählte Bereich entfernt und die nach- folgenden Events werden entsprechend nach links verschoben, um die Lücke zu schließen. Das Audiomaterial ist jetzt von der Bearbeitungspo- sition bis zum Ende synchron mit den neuen Videodaten. Die Bearbeitung ist abgeschlossen. Alle Events rechts vom Auswahlbe- reich wurden nach links verschoben, um die Lücke zu schließen. Importieren Sie nach der Bearbeitung die neue Videodatei und prüfen Sie, ob die Audiodaten mit dem Videomaterial über die Bearbeitungsposition hinweg synchron sind. Wenn Sie Änderungen am Bild vornehmen, können Sie anhand des Primärtons für das neue Videomaterial das Er- gebnis Ihrer Bearbeitungen überprüfen. Einfügen von Bildmaterial Dieselbe Vorgehensweise eignet sich für das Hinzufügen von Videomaterial auf dem Zeitlineal. Wenn Sie Videoma- terial hinzufügen möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Suchen Sie nach der Position, an der das Videomate-

rial eingefügt wurde. Diese Informationen finden Sie in den Änderungsangaben des Cutters.

Nachdem Sie das neue Videomaterial und den neuen Primärton im Projekt-Fenster abgelegt haben, sollten Sie diese Spuren sperren, um eine versehent- liche Bearbeitung auszuschließen. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 235 Montag, 17. März 2008 2:50 14236 Bildbezogene Audiobearbeitung

2. Wählen Sie das Auswahlbereich-Werkzeug aus und

drücken Sie [Strg]-Taste/[Befehlstaste]+[A]. Der Auswahlbereich umfasst jetzt alle Spuren.

3. Geben Sie die Einfügeposition manuell in der Infozeile

ein. Sie können auch den Positionszeiger an der Einfügeposition platzieren und im Bearbeiten-Menü aus dem Auswahl-Untermenü den Eintrag »Auswahlbeginn zum Positionszeiger« wählen.

4. Geben Sie die Länge des eingefügten Videomaterials

in der Infozeile ein. Es wird ein Auswahlbereich mit derselben Größe wie das eingefügte Videomaterial erzeugt. Es wurde ein Auswahlbereich festgelegt, in dem das Videomaterial ein- gefügt werden soll.

5. Wählen Sie im Bearbeiten-Menü aus dem Bereich-

Untermenü den Befehl »Stille einfügen«. Es wird ein stiller Bereich eingefügt und alle Events werden entspre- chend nach rechts verschoben. Es wurden vier »leere« Sekunden eingefügt, die der Länge des neuen Videomaterials entsprechen. Bildsynchrone Tempo-Maps Beim Komponieren der Musik für einen Film müssen sich Tempoänderungen häufig nach bestimmten filmischen Er- eignissen richten. Mit Hilfe der Time-Warp-Funktion des Bearbeitungsmodus können Sie diese Änderungen ein- fach bei laufender Videowiedergabe vornehmen. Bei Auswahl des Time-Warp-Werkzeugs wechselt das Zeitformat automatisch zu Takten und Zählzeiten. Wenn Sie im Projekt-Fenster einen Taktstrich fassen, springen der Positionszeiger und die Videoanzeige zu diesem Punkt. Wenn Sie den Taktstrich an eine neue Position ziehen, um das Tempo anzupassen, folgt die Videoanzeige, damit Sie erkennen können, wo sich der Taktstrich relativ zur Video- anzeige befindet. Wenn Sie den gewünschten Video-Frame gefunden ha- ben, klicken Sie mit gedrückter [Umschalttaste] auf das Zeitlineal. Es wird ein Tempopunkt an dieser Position veran- kert. Wenn Sie die dahinter liegenden Taktstriche ändern, ändert sich sein Tempowert. Mit dieser Vorgehensweise können Sie z.B. die Zählzeiten der Musik an bestimmte Er- eignisse in einer Verfolgungsjagd anpassen. Ö Mit der Time-Warp-Funktion können Sie keine gleiten- den Tempoänderungen vornehmen. Da diese in Filmkom- positionen jedoch häufig notwendig sind, müssen Sie dazu die Tempospur direkt bearbeiten. Weitere Informati- onen finden Sie im entsprechenden Kapitel des Benutzer- handbuchs. GS_Nuendo_GBDF.book Seite 236 Montag, 17. März 2008 2:50 14Index GS_Nuendo_GBDF.book Seite 237 Montag, 17. März 2008 2:50 14238 Index

AAF 229 AES31 229 All MIDI Inputs (Option) 139 Alt-Taste/Wahltaste 125 Anlegeliste 223 Anschließen MIDI-Geräte 138 Apple 215 Arbeitsspuren 233 ASIO 2.0 138 ASIO-DirectX-Treiber Beschreibung 128 Einstellungen 136 ASIO-Treiber Beschreibung 128 Einstellungen 136 Im Hintergrund deaktivieren 136 Installation 129 ASIO-Treiber deaktivieren, wenn Pro- gramm im Hintergrund läuft 136 Audio Aufnehmen 143 Bearbeitungsfunktionen 161 Audio extrahieren 214 Audioblockgröße 142 Audio-Effekte Beschreibung 183 Audio-Hardware Anschlüsse 133 Installation 129 Konfiguration 135 Audiomaterial Bearbeiten 154 Audio-Mixdown Erstellen 178 Audiosystem Einrichten 133 Aufnahme Audiomaterial 143 Aufnahmemodi 150 Cycle-Modus 151 Einstellen der Pegel 147 Externe Instrumente 177 MIDI 163, 165 Stacked-Modus 152 Surround 190, 193 Aufnahmen vom Drehort 223 Aufnahmepegel 134 Ausgang Einrichten 189 Hinzufügen 145 Auswahl A 233 Auswahl B 233 Auswahlbereich 225,

Auswahlbereich-Werkzeug 224 Auto-Edit 218 Automation 185 AVI 213

Bearbeiten von Bereichen Bereich kopieren 225 Fade-Längen wie Auswahlbereich 226 Freistellen 226 Hinteren Teil abschneiden 226 Stille einfügen 226 Trennen 226 Vorderen Teil abschneiden 226 Zeit an Ausgangsposition einfügen 226 Zeit ausschneiden 226 Zeit einfügen 226 Bearbeitungsfunktion Normalisieren 161 Umkehren 162 Bearbeitungsmodus 232 Befehlstaste/Strg-Taste 125 Bereich kopieren 225 BITC 219 Browser Mediensuche 206 Bus Surround 189

Click Einstellen 147 CMX-EDL 231 Codecs 213 Conformen 228 Controller-Spur Beschreibung 170 Core Audio-Treiber 128 Cue-Liste 232 Cycle-Aufnahme MIDI 167 Cycle-Modus Aufnahme 151 Wiedergabe 150

Defragmentierung PC 130 DirectShow 212 DirectX 212 Treiber 128 Direktes Mithören über ASIO 138 DV 213 DVI 215

EDL 228, 229 Effekte Anwenden 178 Beschreibung 183 Effektkanalspuren 184 Inserts 183 Effekte-Menü 161 Eingang Einrichten 189 Hinzufügen 146 Eingangspegel 134 Einrichten Audiosystem 133 EQ (Equalizer) Einstellungen 181 Erweiterte Optionen 142 Event-Hüllkurven 161 Kurvenpunkt 224 Event-Markierungen 223 GS_Nuendo_GBDF.book Seite 238 Montag, 17. März 2008 2:50 14239 Index Events Bearbeitungsfunktionen 155 Fades erstellen 160 Kopieren 158 Löschen 160 Stummschalten 160 Trennen 156 Umbenennen 155 Verkleinern/Vergrößern 155 Verschieben 158 Wiederholen 159 Zusammenkleben 158 Export 194 Surround 194 Exportieren Audio-Mixdown 186 Externe Instrumente Aufnehmen 177 Monitoring (Abhören) 176 VST-Verbindungen 175 Externe MIDI-Instrumente 174

Fade Erstellen 160 Fade-Griffe 227 Fade-In 223 Fade-Längen wie Auswahlbereich 226 Fade-Out 223 Feet und Frames 221 Festplatte 141 Festplatten-Controller 141 FireWire-DV-Ausgabe 215 Formate 213 Framerate 221 Timecode 228 Freistellen 226

Größenänderung Events 155

Importieren 214 In das Projekt einfügen (Befehl) 173 Infozeile 224, 227 Insert-Effekte 183 Installation 130 Instrumentenspur Erzeugen 164

Kammfilter 230 Key-Editor Beschreibung 169 Kinomischung 219 Klebetube-Werkzeug 158 Kopieren Events 158 Loops 173 MIDI-Noten 169

Latenz 140 Lautstärke 223 Layback auf Band 217 Local On/Off 138 Loop-Browser 204 Beschreibung 172 Loops in das Projekt einfügen 173 Loops Kopieren 173 Zum Projekt hinzufügen 172 Löschen Events 160

Mac OS X-Treiber 128 Marker-Fenster 223 Media Management Einleitung 204 MediaBay 203, 204, 232 Mediensuche 206, 208 Medienwiedergabe 209 Öffnen 204 Physische und virtuelle Speicherorte 206 Tags 210 Wiedergabe im Projektkontext 209 Mediensuche mit dem Browser 206 Medienverwaltung 203 Mehrkanal-Medien 229 Metronom-Click Einstellen 147 MIDI Aufnahmemodi 167 Aufnehmen 163, 165 Cycle-Aufnahme 167 Cycle-Wiedergabe 167 Externe Instrumente 174 Löschen von Noten 169 Noten kopieren 169 Quantisieren 168 Wiedergabe 166 MIDI Machine Control 216 MIDI-Anschlüsse Einrichten 139 MIDI-Bearbeitung 163 MIDI-Eingang Einstellen 165 MIDI-Geräte Einrichten 175 MIDI-Noten Einzeichnen 170 Erzeugen 170 MIDI-Schnittstelle Anschließen 138 Installation 130 MIDI-Thru aktiv 138 Mischkino 219 Mithören 137 MMC 216 Monitoring 137 MOV 213 MPEG-2 213 MPEG-4 213 GS_Nuendo_GBDF.book Seite 239 Montag, 17. März 2008 2:50 14240 Index

Öffnen Projekt 145 Zuletzt verwendetes Projekt 145 OMF 229 OpenTL 229 Optimieren der Festplatte PC 130 OSX 215 O-Ton-Recorder 231

PAL 228 Panorama-Einstellungen 180 Pegel Einstellen 147, 148, 179 Piepser auf der 2 228 Planung, Pre-Production 219 Preroll 217 Primärton 229 Projekt Neu 144 Öffnen 145 Schließen 145 Speichern 145 Projekt-Browser 227 Pull-up/Pull-down 215, 216

Schließen Projekt 145 Schnittliste 228 Schrittweise verschieben 234 Semikolon, Drop-Frame 222 Signalton auf der 2 (2-Pop) 228 SMPTE 216, 221 24-Stunden-Marke 221 Solo 180 Sondertasten 125 Sony 9-Pin 216 Auto-Edit 218 Sound-Browser 204 Sounds Laden 165 Speichern Neues Projekt 145 Spotting-Liste 223 Spuren Hinzufügen 147 Instrumentenspur 164 Stacked-Modus Aufnahme 152 Steinberg Key Beschreibung 129 Lizenzaktivierung 129 Lizenzübertragung 129 Stems 219 Stille einfügen 226, 236 Strg-Taste/Befehlstaste 125 Stummschalten 180 Events 160 Subframes 221 Surround 194 Aufnehmen 190, 193 Busse 189 Eingänge 189 Einrichten 189 Surround-Ausgänge Einrichten 189 Surround-Eingänge Einrichten 189 Surround-Mix Einrichten 191 Surround-Sound-Aufbau 134 S-Video 215 Syncrosoft Lizenz Kontroll Center 129

Umbenennen 155 Umkehren 162

Varicam HD-Video 221 Vergrößern 155 Verkleinern 155 Verschieben Events 158 VGA 215 Videoeinstellungen 140 Video-Frames, SMPTE 221 Videorecorder 229 Video-Referenz-Clock 216 Vierpunktschnitt 231, 232 Vorderen Teil abschneiden 226 VST-Audiosystem 135 VST-Verbindungen Beschreibung 145 Externe Instrumente einrichten 175

Wahltaste/Alt-Taste 125 Wiedergabe Beschreibung 149 MIDI 166 Starten 149 Wiedergabegeschwindigkeit 215 Wiederholen Events 159 Windows Media Player 213 WMV 213 Word-Clock 216 GS_Nuendo_GBDF.book Seite 240 Montag, 17. März 2008 2:50 14241 Index

Zeit an Ausgangsposition einfügen