TG-5 - Mikrofon ELECTRO-VOICE - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG TG-5 ELECTRO-VOICE
Owner’s Manual BEDIENUNGSANLEITUNG
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE Das Blitzsymbol innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf nicht isolierte Leitungen und Kontakte im Geräteinneren hinweisen, an denen hohe Spannungen anliegen, die im Fall einer Berührung zu lebensgefährlichen Stromschlägen führen können. Das Ausrufezeichen innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf wichtige Bedienungs- sowie Servicehinweise in der zum Gerät gehörenden Literatur aufmerksam machen.
Lesen Sie diese Hinweise. Heben Sie diese Hinweise auf. Beachten Sie alle Warnungen. Richten Sie sich nach den Anweisungen. Betreiben Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe von Wasser. Verwenden Sie zum Reinigen des Gerätes ausschließlich ein trockenes Tuch. Verdecken Sie keine Lüftungsschlitze. Beachten Sie bei der Installation des Gerätes stets die entsprechenden Hinweise des Herstellers. Vermeiden Sie die Installation des Gerätes in der Nähe von Heizkörpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderer Wärmequellen. Achtung: Gerät nur an Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss betreiben. Setzen Sie die Funktion des Schutzleiteranschlusses des mitgelieferten Netzanschlusskabels nicht außer Kraft. Sollte der Stecker des mitgelieferten Kabels nicht in Ihre Netzsteckdose passen, setzen Sie sich mit Ihrem Elektriker in Verbindung. Sorgen Sie dafür, dass das Netzkabel nicht betreten wird. Schützen Sie das Netzkabel vor Quetschungen insbesondere am Gerätestecker und am Netzstecker. Verwenden Sie mit dem Gerät ausschließlich Zubehör/Erweiterungen, die vom Hersteller hierzu vorgesehen sind. Ziehen Sie bei Blitzschlaggefahr oder bei längerem Nichtgebrauch den Netzstecker. Überlassen Sie sämtliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker. Servicearbeiten sind notwendig, sobald das Gerät auf irgendeine Weise beschädigt wurde, wie z.B. eine Beschädigung des Netzkabels oder des Netzsteckers, wenn eine Flüssigkeit in das Gerät geschüttet wurde oder ein Gegenstand in das Gerät gefallen ist, wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, oder wenn es nicht normal arbeitet oder fallengelassen wurde. Stellen Sie bitte sicher, dass kein Tropf- oder Spritzwasser ins Geräteinnere eindringen kann. Platzieren Sie keine mit Flüssigkeiten gefüllten Objekte, wie Vasen oder Trinkgefäße, auf dem Gerät. Um das Gerät komplett spannungsfrei zu schalten, muss der Netzstecker gezogen werden. Beim Einbau des Gerätes ist zu beachten, dass der Netzstecker leicht zugänglich bleibt. Stellen Sie keine offenen Brandquellen, wie z.B. brennende Kerzen auf das Gerät. Dieses SCHUTZKLASSE I Gerät muss an eine NETZ-Steckdose mit Schutzleiter-Anschluss angeschlossen werden. Entsorgung von gebrauchten elektrischen und elektronischen Geräten (Anzuwenden in den Ländern der Europäischen Union und anderen europäischen Ländern mit einem separaten Sammelsystem für diese Geräte). Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist darauf hin, dass dieses Produkt nicht als normaler Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern bei einem Telex Händler abgegeben werden muss. WICHTIGE SERVICEHINWEISE ACHTUNG: Diese Servicehinweise sind ausschließlich zur Verwendung durch qualifiziertes Servicepersonal. Um die Gefahr eines elektrischen Schlages zu vermeiden, führen Sie keine Wartungsarbeiten durch, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben sind, außer Sie sind hierfür qualifiziert. Überlassen Sie sämtliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker.
Bei Reparaturarbeiten im Gerät sind die Sicherheitsbestimmungen nach EN 60065 (VDE 0860) einzuhalten. Bei allen Arbeiten, bei denen das geöffnete Gerät mit Netzspannung verbunden ist und betrieben wird, ist ein Netz-Trenntransformator zu verwenden. Vor einem Umbau mit Nachrüstsätzen, Umschaltung der Netzspannung oder sonstigen Modifikationen ist das Gerät stromlos zu schalten. Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und berührbaren Metallteilen (Metallgehäuse) bzw. zwischen den Netzpolen betragen 3 mm und sind unbedingt einzuhalten. Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und Schaltungsteilen, die nicht mit dem Netz verbunden sind (sekundär), betragen 6 mm und sind unbedingt einzuhalten. Spezielle Bauteile, die im Stromlaufplan mit dem Sicherheitssymbol gekennzeichnet sind, (Note) dürfen nur durch Originalteile ersetzt werden. Eigenmächtige Schaltungsänderungen dürfen nicht vorgenommen werden. Die am Reparaturort gültigen Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaften sind einzuhalten. Hierzu gehört auch die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes. Die Vorschriften im Umgang mit MOS-Bauteilen sind zu beachten. NOTE: SAFETY COMPONENT (MUST BE REPLACED BY ORIGINAL PART) Bedienungsanleitung
Mit den neuen Endstufen der TOUR GRADE SERIES von Electro-Voice beginnt ein neues Zeitalter in der Endstufen-Technologie. Die hocheffiziente TOUR GRADE-Endstufe liefert kompromisslose Audioperformance bei geringem Gewicht und höchster Zuverlässigkeit. Durch optionale Remote-ControlModule ist die vollständige Kontrolle und Überwachung der Endstufe über die PC Software IRIS-Net™ möglich.
1.2 Auspacken und Inspektion
Öffnen Sie die Verpackung und entnehmen Sie die Endstufe. Überprüfen Sie die Endstufe auf äußere Beschädigungen, die während des Transports zu Ihnen aufgetreten sein können. Jede Endstufe wird vor Verlassen des Werks eingehend untersucht und getestet und sollte in einwandfreiem Zustand bei Ihnen ankommen. Falls die Endstufe Beschädigungen aufweist, benachrichtigen Sie bitte unverzüglich das Transportunternehmen. Ein Transportschaden kann nur von Ihnen, dem Empfänger, reklamiert werden. Bewahren Sie den Karton und das Verpackungsmaterial zwecks Besichtigung durch das Transportunternehmen auf. Die Aufbewahrung des Kartons samt Verpackungsmaterial wird auch dann angeraten, wenn die Endstufe keine Beschädigung aufweist. ACHTUNG: Versenden Sie die Endstufe nie ohne das original Verpackungsmaterial. Wenn Sie die Endstufe verschicken, verwenden Sie stets den Originalkarton und das original Verpackungsmaterial. Für bestmöglichen Schutz vor Transportschäden verpacken Sie die Endstufe wie sie ursprünglich im Werk verpackt wurde.
1.3 Lieferumfang und Garantie
1 Endstufe TG-5/TG-7
2 Befestigungwinkel für Rackeinbau
4 Käfigmuttern + Schrauben
1 Garantiekarte Bewahren Sie zur Garantiekarte auch den Kaufbeleg, der den Termin der Übergabe festlegt, auf.
1.4 Eigenschaften & Beschreibung
Die Endstufe TG-5/TG-7 gehört zur neuen TOUR GRADE SERIES von Electro-Voice, die einen Meilenstein in Design und Produktion von Hochleistungs-Endstufen darstellt. Die innovative 3-stufige Grounded Bridge Class H Topologie mit „Floating“ Schaltnetzteil bietet eine sehr hohe, stabile Ausgangsleistung bei sehr hohem Wirkungsgrad auf extrem hohem Performance-Niveau und dabei äußerst geringem Gewicht. Die TOUR GRADE-Endstufen sind damit der ideale Antrieb für professionelles Touring, High-End Concert-Sound sowie Pro-Sound Applikationen. Neben den klassischen Schutzschaltungen kommt erstmals das mehrstufige ATP-System (Advanced Thermal Protection) zum Einsatz. Durch dieses System kann in den meisten Fällen ein Abschalten der Endstufe bei Übertemperatur verhindert werden. Ein Ausfall der Endstufe durch das Auslösen des zur Absicherung der Endstufe verwendeten Sicherungsautomaten wird durch das neuartige MCS-System (Mains Current Supervision) verhindert. Hierzu wird unter anderem eine hochpräzise Messung des RMSWertes des aufgenommenen Netzstromes durchgeführt. Informationen über den Status der Endstufe und der integrierten Schutzschaltungen werden über ein LCDisplay angezeigt. Durch den optionalen Einsatz eines IRIS-Net™ kompatiblen Remote-Control-Moduls bietet die Endstufe zudem umfangreiche Fernüberwachungs- und Steuerungsfunktionen, sowie einen universellen 2-kanaligen digitalen Audio-Controller (DSP) einschließlich hochgenauer FIR-Filterung und digitaler Algorithmen zum Lautsprecherschutz.
1.5 Verantwortung des Betreibers
Beschädigung von Lautsprechern Die TOUR GRADE-Endstufe verfügt über eine sehr hohe Ausgangsleistung und kann sowohl für Menschen als auch für angeschlossene Lautsprecher eine Gefahr darstellen. Lautsprecher können durch zu hohe Leistung beschädigt oder zerstört werden, vor allem durch die extrem hohe Leistung der TOUR GRADE-Endstufe im Brückenbetrieb. Informieren Sie sich immer über die Dauer- und Spitzenbelastbarkeit der anzuschließenden Lautsprecher. Selbst wenn mittels der Eingangspegel-Regler an der Frontseite der Endstufe die Verstärkung reduziert wird, ist es bei ausreichend hohem Eingangssignal noch immer möglich, die volle Ausgangsleistung zu erreichen. Gefahren am Lautsprecherausgang Die TOUR GRADE-Endstufe ist in der Lage, gefährlich hohe Spannungen am Ausgang zu produzieren. Zur Vermeidung eines Stromschlags berühren Sie keinesfalls blanke Lautsprecherleitungen während des Betriebs der Endstufe. Bedienungsanleitung
2.1 Bedienelemente, Anzeigen und Anschlüsse
Frontseite Abbildung 2.1: TG-5/TG-7 Frontseite
LC-Display (mit Bedienelementen)
Anzeige Remote Amplifier (IRIS-Net) Anzeige Stummschaltung (MUTE) für Kanal A bzw. B Anzeige Schutzschaltung (PROTECT) für Kanal A bzw. B Eingangspegel-Regler (CH A, CH B) für Kanal A bzw. B Pegelanzeige für Kanal A bzw. B Anzeige Betriebsart Audio-Eingang (PARALLEL) Anzeige Betriebsart Leistungsverstärker (BRIDGED) Anzeige Eingangsempfindlichkeit/Gain (0dBu, 35dB, 32dB) Anzeige Standby (STANDBY) Anzeige Betrieb (POWER) Netzschalter Bedienungsanleitung
Rückseite Abbildung 2.2: TG-5/TG-7 Rückseite
Audioeingänge XLR und Phoenix (IN A, IN B) Endstufenausgangsbuchsen Speakon™ (CH A, CH B) Endstufenausgangsklemmen (CHANNEL A, CHANNEL B, BRIDGED) Erweiterungssteckplatz Schalter Eingangsempfindlichkeit/Gain Schalter Betriebsart Audioeingänge (ROUTING) Lüfter Schalter Betriebsart Endstufenausgänge (MODE) Audioausgänge XLR (OUT A, OUT B) Schalter Groundlift (CIRCUIT ⊥ TO CHASSIS SWITCH) Typenschild Bedienungsanleitung
Werkseinstellungen Bedienelement Einstellung Netzschalter Aus CH A Level 0dB CH B Level 0dB Tabelle 2.1: Werkseinstellungen Bedienelemente Parameter Wert Power-On-Delay
Tabelle 2.2: Werkseinstellungen LC-Display Bedienelement Einstellung ROUTING DUAL MODE NORMAL SENSITIVITY/GAIN 0dBu GROUNDLIFT GROUNDED Tabelle 2.3: Werkseinstellungen Rückseite
2.2 Betriebsspannung
Die Spannungsversorgung der Endstufe erfolgt über den Anschluss MAINS IN, der als Neutrik PowerCon® ausgeführt ist. ACHTUNG: Der Powercon ist ein Steckverbinder und keine Steckvorrichtung. Das heißt, der Powercon darf weder unter Last noch unter Spannung ein- und ausgesteckt werden.
Trennen Sie die Endstufe während der Installation immer von der Netzversorgung. Schließen Sie die Endstufe nur an eine geeignete Netzversorgung an, die den auf dem Typenschild angegebenen Anforderungen entspricht. Abbildung 2.3: TG-5/TG-7 Typenschild Gerät Spannung Netzfrequenz mittlere Leistungsaufnahme TG-5 100-240 V 50-60 Hz 1000 W TG-7 100-240 V 50-60 Hz 1450 W Tabelle 2.4: Technische Daten Netzteil Netzbetrieb & Wärmeentwicklung in der Endstufe Mit Hilfe der folgenden Tabellen können die Anforderungen für Stromversorgung und Zuleitungen bestimmt werden. Die vom Stromnetz aufgenommene Leistung wird in Ausgangsleistung für die Lautsprecher und in Wärme umgewandelt. Die Differenz aus aufgenommener Leistung und abgegebener Leistung nennt man Verlustleistung (Pd). Die durch Verluste entstehende Wärme verbleibt u. U. im Rack und muss durch geeignete Maßnahmen abgeleitet werden. Zur Berechnung der Wärmeverhältnisse im Rack/Schrank bzw. zur Dimensionierung eventuell benötigter Abluftmaßnahmen kann die nachfolgende Tabelle benutzt werden. Die Spalte Pd zeigt die Verlustleistung bei verschiedenen Betriebszuständen. Die Spalte BTU/hr zeigt die abgegebene Wärmemenge je Stunde. Umains in V TG-5 Imains in A Pmains in W Pout in W Pd in W1 BTU/hr2 Idle
Pd = Verlustleistung 1 BTU = 1055.06 J = 1055.06 Ws Sinusaussteuerung (1 kHz) Rosa Rauschen gemäß EN60065 / 7.Edition 10% Netzüberspannung Die Stromaufnahmen für andere Netze können mit folgenden Faktoren direkt proportional umgerechnet werden: 100 V = 2.3, 120 V = 1.9, 220 V = 1.05, 240 V = 0.97.
Der Netzschalter an der Frontseite trennt die Endstufe von der Netzversorgung. Durch Drücken des Netzschalters wird das Hochfahren der Endstufe gestartet. Eine Softstart-Schaltung vermeidet dabei Einschaltstromspitzen auf der Netzleitung. Dadurch wird verhindert, dass der Leitungsschutzschalter des Stromnetzes beim Einschalten der Endstufe anspricht. Die Lautsprecher werden über die Ausgangsrelais um ca. 2 Sekunden verzögert zugeschaltet. Hierdurch werden etwaige Einschaltgeräusche effektiv unterdrückt, die ansonsten in den Lautsprechern hörbar wären. Während dieser Verzögerung leuchtet die MUTE-LED.
Vordere Befestigung der Endstufe Die TOUR GRADE-Endstufe wurde für den Einbau in ein konventionelles 19-Zoll Rack entwickelt. Befestigen Sie die Endstufe an der Vorderseite mit 4 Schrauben und Unterlegscheiben wie in Abbildung
Abbildung 2.4: Vordere Befestigung der Endstufe bei Rackeinbau Hintere Befestigung Wird das Rack, in dem die Endstufe eingebaut ist, transportiert, muss die Rückseite der Endstufe im Rack befestigt werden. Bei fehlender Befestigung kann sowohl die Endstufe als auch das Rack beschädigt werden. Die für die Befestigung benötigten Winkel sind im Lieferumfang der Endstufe enthalten. Befestigen Sie die Endstufe wie in Abbildung 2.5 gezeigt mit Hilfe der vier mitgelieferten Käfigmuttern und Befestigungsschrauben. Abbildung 2.5: Hintere Befestigung der Endstufe Bedienungsanleitung
Bei allen lüftergekühlen Endstufen von ElectroVoice strömt die Luft von der Frontseite zur Rückseite, da kühle Frischluft eher außerhalb des Racks zur Verfügung steht als innerhalb. Die Endstufe bleibt kühler und die entstehende Abwärme kann gezielter abgeführt werden. Generell ist die Endstufe so aufzustellen oder zu montieren, dass die Luftzufuhr an der Frontseite und die Entlüftung an der Geräterückseite nicht behindert wird. Für den Abbildung 2.6: TG-5/TG-7 Kühlung Einbau in Gehäuse und Racks ist zu beachten, dass eine ausreichende Belüftung der Endstufe möglich ist. Zwischen der Endstufen-Rückseite und der Schrank/Rack-Innenseite ist ein freier Luftkanal von mindestens 60 mm x 330 mm bis zur oberen Rack- oder Schrankentlüftung vorzusehen. Oberhalb des Schrankes soll ein freier Raum von mindestens 100 mm für die Entlüftung vorgesehen werden. Da während des Betriebs der Endstufe die Temperatur im Gehäuse- oder Schrank bis zu 40 °C ansteigen kann, muss die maximal zulässige Umgebungstemperatur der übrigen im Gestellschrank befindlichen Geräte beachtet werden. ACHTUNG: Die Lüftungsöffnungen der Endstufe dürfen nicht blockiert/verschlossen werden. Bei fehlender Kühlung kann sich die Endstufe automatisch abschalten. Halten Sie alle Lüftungsöffnungen frei von Staubablagerungen, die den Luftstrom behindern würden. ACHTUNG: Betreiben Sie die Endstufe nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Heizlüftern, Öfen oder anderen Geräten, die Hitze abstrahlen. ACHTUNG: Die maximale Umgebungstemperatur von +40°C soll für störungsfreien Betrieb nicht überschritten werden. Für Installationen mit einem zentralen Kühlluftsystem oder Klimageräten, wie es häufig bei Festinstallationen in speziellen Geräteräumen verwendet wird, kann es nötig sein die maximale WärmeEmission zu berechnen. Beachten Sie hierzu die Angaben auf Seite 55.
Mit dem Groundlift-Schalter können Sie Brummschleifen verhindern. Wenn die Endstufe zusammen mit anderen Geräten in einem Rack betrieben wird, sollte der Schalter in Stellung GROUNDED stehen. Wird die Endstufe mit Geräten mit unterschiedlichem Erdungspotential betrieben, sollte der Schalter in Stellung UNGROUNDED stehen.
2.7 Anzeige der Betriebsart
An der Frontseite der Endstufe zeigen zwei LEDs die momentan gewählte Betriebsart der Endstufe an. Die PARALLEL-LED leuchtet gelb, wenn die Stellung PARALLEL des Schalters ROUTING gewählt ist. Bei Schalterstellung DUAL leuchtet die PARALLEL-LED nicht. Die BRIDGED-LED leuchtet gelb, wenn die Stellung BRIDGED des Schalters MODE gewählt ist. Bei Schalterstellung NORMAL leuchtet die BRIDGED-LED nicht.
2.8 Wahl der Betriebsart
ROUTING Der Schalter ROUTING an der Rückseite der Endstufe bestimmt die Schaltung der Audioeingänge. DUAL In der Betriebsart DUAL arbeiten beide Kanäle der Endstufe unabhängig voneinander. Diese Betriebsart wird bei allen 2-kanaligen Anwendungen wie Stereobetrieb oder Bi-Amp (Aktivbetrieb) verwendet. Über die Eingangspegel-Regler an der Frontseite der Endstufe bzw. über ein optionales Remote-Control-Modul und IRIS-Net™ lässt sich die Verstärkung der Kanäle getrennt justieren. Abbildung 2.7: Einspeisung an beiden Eingängen bei Betriebsart DUAL PARALLEL In der Betriebsart PARALLEL sind die Eingänge der Kanäle A und B direkt elektrisch verbunden (gelinkt). Das Eingangssignal ist über einen Eingang (XLR oder Phoenix) des Kanals A zuzuführen. Da nur die Eingänge der beiden Kanäle miteinander verbunden sind, lässt sich weiterhin über die EingangspegelRegler oder IRIS-Net™ die Verstärkung der beiden Endstufenkanäle getrennt einstellen. Die Betriebsart PARALLEL empfiehlt sich dann, wenn in größeren Anlagen mehrere Endstufenkanäle mit dem gleichen Signal angesteuert werden sollen, z. B. beim Antrieb von größeren Bassarrays. Abbildung 2.8: Einspeisung an Eingang A bei Betriebsart PARALLEL ACHTUNG: In der Betriebsart PARALLEL kann nur am Eingangskanal A ein Signal eingespeist werden. Bedienungsanleitung
MODE Der Schalter MODE an der Rückseite der Endstufe bestimmt die Betriebsart der Endstufenblöcke und damit wie ein oder mehrere Lautsprecher angeschlossen werden müssen. NORMAL Im Zweikanalbetrieb (NORMAL) arbeiten beide Endstufenblöcke als unabhängige Endstufenkanäle. Die Verstärkung jedes Kanals kann separat geregelt werden. Die Schaltung der Audio-Eingänge der Endstufe ist nur von der Stellung des Schalters ROUTING abhängig. BRIDGED Im Brückenbetrieb (BRIDGED) arbeitet die Endstufe als einkanalige Mono-Endstufe. Das Eingangssignal ist über einen Eingang (XLR oder Phoenix) des Kanals A zuzuführen, die Eingänge des Kanals B sind inaktiv. In dieser Betriebsart wird die Endstufe im Kanal A ganz normal angesteuert. Zusätzlich wird das Signal intern invertiert und auf die Endstufe im Kanal B gelegt. Die Endstufen A und B arbeiten dann im Gegentakt mit verdoppelter Ausgangsspannung. Abbildung 2.9: Betriebsart BRIDGED ACHTUNG: In der Betriebsart BRIDGED darf die angeschlossene Last 4 Ω nicht unterschreiten. Es können sehr hohe Spannungen am Ausgang produziert werden. Die angeschlossenen Lautsprecher müssen für derart hohe Spannungen ausgelegt sein. Beachten Sie unbedingt die Leistungsangaben im Datenblatt des jeweiligen Lautsprechers und vergleichen Sie diese mit der entsprechenden Ausgangsleistung der Endstufe. SENSITIVITY/GAIN Endstufen der TOUR GRADE SERIES können entweder mit einer Eingangsempfindlichkeit (Input Sensitivity) von 0dBu oder mit einer für alle Modelle definierten Verstärkung von 35dB oder 32dB (Constant Gain) betrieben werden. Die über den Sensitivity/Gain-Schalter an der Rückseite der Endstufe gewählte Einstellung wird durch grünes Aufleuchten der entsprechend beschrifteten LED an der Frontblende angezeigt. HINWEIS: Bei Verwendung eines Remote-Control-Moduls ist der Sensitivity/Gain-Schalter an der Endstufe ohne Funktion. Es wird automatisch die Einstellung 35dB festgelegt. Eine Eingangsempfindlichkeit von 0dBu bedeutet, dass bei einem Eingangssignal von 0 dBu (0.775 Vrms) am Endstufenausgang die Nennleistung (Rated Output Power) abgegeben wird. Diese Einstellung
empfiehlt sich bei Signalquellen, die eine nominale Spannung von 0 dBu liefern. Alternativ kann die Endstufe auch mit einer festen Verstärkung (Constant Gain) von 35 dB oder 32 dB betrieben werden. Wenn man in einem Setup alle Endstufen - auch unterschiedlicher Leistungsklassen - mit Constant Gain Einstellung betreibt, ist die Justierung von Signalprozessoren besonders einfach. In diesem Fall kann unabhängig von der tatsächlichen Maximalleistung der einzelnen Endstufen jede Endstufe beim Erstellen der Gainstruktur mit 35 dB (bzw. 32 dB) berücksichtigt werden. Etwaige Limiter werden dann auf die maximale Belastbarkeit der Lautsprecherkomponenten justiert. Audio Verkabelung Eingang (XLR / Phoenix) Die Eingänge IN A und IN B sind elektronisch symmetrisch ausgelegt. Die Eingangsempfindlichkeit kann über den SENSITIVITY-Schalter eingestellt werden. Der Anschluss kann entweder über die XLREingangsbuchsen oder die hierzu parallelgeschalteten Schraubsteckverbindungen (Phoenix) erfolgen. Die hierfür benötigten Phoenix-Verbinder sind im Lieferumfang der Endstufe enthalten. Die XLREingangsbuchsen sind nach IEC Norm 268 beschaltet. 2, HOT 3, COLD 1, SHIELD Abbildung 2.10: Symmetrische Beschaltung des Eingangs Falls möglich, sollte stets ein symmetrisches Audiosignal am Eingang der Endstufe verwendet werden. Falls das/die Anschlusskabel sehr kurz sind und keine Störsignale in der Umgebung der Endstufe zu erwarten sind, kann auch ein unsymmetrisches Signal angeschlossen werden. In diesem Fall ist es zwingend erforderlich eine Brücke im Eingangsstecker zwischen Schirm und dem invertierenden Eingang zu schalten, da ansonsten ein Pegelverlust von 6 dB auftreten kann. Vergleichen Sie dazu bitte Abbildung 2.11. Aus Gründen der Störfestigkeit gegenüber externen Störquellen wie z. B. Dimmer, Netzzuführungen, HF-Steuerleitungen usw. ist jedoch eine symmetrische Verkabelung immer zu bevorzugen. 2, HOT 3, COLD JUMPER FROM COLD TO SHIELD Abbildung 2.11: Unsymmetrische Beschaltung des Eingangs Bedienungsanleitung
Zusätzlich zu den Eingängen steht für jeden Kanal jeweils eine parallel geschaltete XLR-Buchse (OUT A bzw. OUT B) zur Verfügung. Über diese kann das Audiosignal komfortabel zu anderen Geräten weitergeführt werden (Daisy-Chain). 1, SHIELD 3, COLD 2, HOT Abbildung 2.12: Symmetrische Beschaltung des Ausgang (Daisy-Chain) Ausgang (Speakon / Anschlussklemmen) im Normal Mode Der Anschluss von Lautsprechern an die TOUR GRADE-Endstufe unterscheidet sich je nach gewählter Betriebsart der Endstufenblöcke, also der Stellung des Schalters MODE an der Rückseite der Endstufe. In der Betriebsart NORMAL können Lautsprecher auf zwei verschiedene Weisen, in typischer Lautsprecherbzw. in Bi-Amp-Verkabelung, angeschlossen werden. Typische Lautsprecherverkabelung Die erste Möglichkeit ist die Verwendung beider Speakon-Buchsen, wobei in jeder der Buchsen der Lautsprecher jeweils an den Anschlüssen 1+ und 1- angeschlossen wird, siehe Abbildung 2.13. Abbildung 2.13: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Speakon A und B Speakon CH B Speakon CH A
Tabelle 2.5: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Speakon A und B Neben den Speakon-Buchsen stehen für den Anschluss von Lautsprechern auch Anschlussklemmen zur Verfügung. In der Betriebsart NORMAL werden die Lautsprecher entsprechend folgender Abbildung angeschlossen. Abbildung 2.14: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Anschlussklemmen
Bi-Amp Verkabelung Die zweite Möglichkeit zum Anschluss von Lautsprechern an die Endstufe in der Betriebsart NORMAL ist die alleinige Verwendung der Speakon-Buchse CH A. In dieser kann wie zuvor beschrieben der eine Lautsprecher an den Anschlüssen 1+ und 1- angeschlossen werden. Der andere Lautsprecher ist entsprechend Abbildung 2.14 an den Anschlüssen 2+ und 2- anzuschließen. Die Anschlüsse 2+ und 2sind nur im Speakon CH A belegt. Dieses Vorgehen ermöglicht eine einfache Verkabelung von Lautsprechern, die im aktiv 2-Weg-Betrieb verwendet werden (Bi-Amp).
CH A 2+ CHANNEL B Abbildung 2.15: Bi-Amp-Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL nur an Speakon A Speakon CH A Anschluss
Tabelle 2.6: Bi-Amp-Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL nur an Speakon A Ausgang (Speakon / Anschlussklemmen) im Bridged Mode Läuft die Endstufe durch Wahl der Schalterstellung BRIDGED des Schalters MODE an der Rückseite im Brückenbetrieb, ist der Lautsprecher an der Speakon-Buchse CH A an den Anschlüssen 1+ und 2+ zu betreiben, siehe Abbildung 2.15. Abbildung 2.16: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Speakon A Speakon CH A Anschluss
Belegung Bridged+ Bridged- Tabelle 2.7: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Speakon A Bedienungsanleitung
An den Anschlussklemmen wird in der Betriebsart BRIDGED der Lautsprecher zwischen den roten Klemmen von CHANNEL A und CHANNEL B angeschlossen. Die korrekte Anschlussweise für diese Betriebsart ist zusätzlich auf der Endstufe selbst abgebildet. Abbildung 2.17: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Anschlussklemmen ACHTUNG: Die Verwendung von Lamellen-/Büschelsteckern zum Anschluss von Lautsprechern ist aufgrund der auftretenden Stromstärken nicht zulässig.
In den Betriebsarten DUAL und PARALLEL regeln die Levelsteller CH A bzw. CH B an der Frontseite der Endstufe die Verstärkung des jeweiligen Kanals. Drehung nach rechts erhöht die Lautstärke, Drehung nach links verringert die Lautstärke. In der Betriebsart BRIDGED regelt nur der Drehknopf CH A die Lautstärke der Endstufe. Änderungen der Einstellung des Drehknopfs CH B werden ignoriert. Ist in die Endstufe ein Remote-Control-Modul eingebaut, können die Drehknöpfe CH A bzw. CH B deaktiviert sein. Die Verstärkung der Endstufe kann in diesem Fall nur über IRIS-Net™ geregelt werden. Auf die Deaktivierung der Drehknöpfe wird im graphischen LC-Display durch die Anzeige Level Controls Off ! hingewiesen. Abbildung 3.1: Levelsteller CH A und CH B
3.2 Graphisches LC-Display
Über das graphische LC-Display können detaillierte Informationen über den Zustand der Endstufe abgerufen werden. Darüber hinaus können diverse Einstellungen an der Endstufe und, falls vorhanden, an einem Remote-Control-Modul vorgenommen werden.
Abbildung 3.2: LC-Display mit Bedienelementen
Taste ENTER: Auswahl des angezeigten Menüeintrags im LC-Display. und Down : Durch Betätigen der Tasten navigieren Sie durch das Menü. Bedienungsanleitung
Menüführung Endstufe Nach dem Einschalten der Endstufe wird der Startbildschirm mit der Typenbezeichnung der Endstufe angezeigt. Nach einigen Sekunden wird die Statusanzeige der Endstufe dargestellt. In der obersten Zeile wird immer die Bezeichnung der Endstufe angezeigt. Die zweite und dritte Zeile liefert einen Überblick über den aktuellen Zustand der Endstufe. Ist in die Endstufe z.B. ein RCM-26 eingebaut, werden zusätzliche Informationen dargestellt. Abbildung 3.3: Statusanzeige der Endstufe ohne bzw. mit eingebautem RCM-26 (Beispiel) Durch Betätigung der Up/Down-Tasten kann in der unteren Zeile der Statusanzeige geblättert werden. In folgender Tabelle sind die dabei nacheinander angezeigten Informationen zusammengefasst. Eingestellte CAN-Adresse und CAN-Baudrate (nur bei eingebautem RCM-26) Bezeichnung des aktuell verwendeten Presets (nur bei eingebautem RCM-26) In Betrieb befindlicher Audioeingang der Endstufe (nur bei eingebautem RCM-26) Zustand der Eingangspegel-Regler an der Frontblende (nur bei eingebautem RCM-26) Anzeige von Netzspannung (True RMS) und Netzstromaufnahme (True RMS) sowie Temperatur der Endstufe Anzeige der Schaltung der Audio-Eingänge, der Betriebsart der Endstufenblöcke und der Parameter der Schutzschaltung Mains Circuit Breaker Protection falls dessen Werkseinstellung geändert wurde Anzeige der Einschaltverzögerung der Endstufe Aktueller Parameter für die Schutzschaltung Mains Circuit Breaker Protection Betätigung der ENTER-Taste wechselt in das Konfigurationsmenü CONFIG. Tabelle 3.1: Übersicht Statusanzeige
Folgende Abbildung stellt die Struktur des Menüs CONFIG (und der zugehörigen Untermenüs) ausgehend von der Statusanzeige dar. Mit * markierte Menüeinträge sind nur dann verfügbar, wenn kein Remote Control Modul eingebaut ist. Status display Power-On-Delay EVENT LOG DISPLAY SETUP LCD Contrast Counter POWER UP Breaker Current Counter AMP ON Show Event Log Counter PROTECT Menu Display Counter AMP MUTE Menu Service Counter MAINS FAIL Amplifier Name* Uptime EXIT LCD Brightness LCD Time to Dim Temperature Unit BACK SERVICE Show Event History Restore Amplifier’s Factory Settings Reset Event Log Lifetime BACK Last Log Module Signature Firmware Version BACK Abbildung 3.4: Menüstruktur der Endstufe Bedienungsanleitung
Menüstruktur CONFIG Das Konfigurationsmenü CONFIG erreicht man durch Drücken der ENTER-Taste bei Anzeige des Eintrags >> CONFIG << im Statusdisplay. Nachfolgend sind die einzelnen Einträge des Konfigurationsmenüs erläutert. CONFIG.Power-On-Delay: Es wird die momentan eingestellte Einschaltverzögerung der Endstufe angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Power-On-Delay. Im Dialog Set Power-On-Delay kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten die Verzögerung zwischen 0 Sekunden und 6.35 Sekunden eingestellt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewählte Verzögerung und führt in das Menü zurück. CONFIG.Breaker Current: Es wird der momentan für die Schutzschaltung Mains Circuit Breaker Protection eingestellte Stromwert angezeigt. Für die korrekte Funktion dieser Schutzschaltung muss der hier eingestellte Stromwert der Absicherung der Endstufe angepasst werden. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf Seite 78. Durch Drücken der ENTERTaste gelangt man in den Dialog Set Breaker Current. Im Dialog Set Breaker Current kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten der gewünschte Stromwert eingestellt werden. Die zulässigen Wertebereiche hängen von der Spannungsversorgung der Endstufe ab. In der Betriebsart 120 V können Ströme zwischen 6 A und 40 A eingestellt werden. In der Betriebsart 220240 V können Ströme zwischen 6 A und 30 A eingestellt werden. Durch Auswahl der jeweils unterhalb von 6 A zur Verfügung stehenden Option Factory 30 A bzw. Factory 16 A werden in Abhängigkeit der verwendeten Versorgungsspannung die jeweiligen Werkseinstellungen gewählt. Drücken der ENTERTaste übernimmt den gewählten Stromwert und führt in das Menü zurück. HINWEIS: Es wird empfohlen die Endstufe stets an einem separat abgesicherten Stromkreis zu betreiben. CONFIG.Show Event Log: Der Menüeintrag Show Event Log führt in das Untermenü EVENT LOG. Die einzelnen Einträge des Menüs EVENT LOG sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIG.EVENT LOG (siehe Seite 70) erläutert.
CONFIG.Menu Display: Der Menüeintrag Menu Display führt in das Untermenü DISPLAY SETUP. Die einzelnen Einträge des Menüs DISPLAY SETUP sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIG.DISPLAY SETUP (siehe Seite 71) erläutert. CONFIG.Menu Service: Der Menüeintrag Menu Service führt in das Untermenü SERVICE. Die einzelnen Einträge des Menüs SERVICE sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIG.SERVICE (siehe Seite 72) erläutert. CONFIG.Amplifier Name: Zeigt die Bezeichnung der Endstufe an. Dieser Menüpunkt ist nur vorhanden, wenn in die Endstufe kein RCM-26 eingebaut ist. Falls ein Remote-Control-Modul vorhanden ist, wird die Bezeichnung der Endstufe über IRIS-Net™ eingegeben. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Amplifier Name. Im Dialog Set Amplifier Name kann die Bezeichnung der Endstufe geändert werden. Die Bezeichnung kann maximal 20 Zeichen lang sein, es stehen die Buchstaben a-z, A-Z, 0-9 und Sonderzeichen zur Verfügung. Durch Drücken der Up/Down-Tasten wird die mit dem Cursor gewählte Stelle der Bezeichnung bearbeitet. Drücken der ENTERTaste übernimmt das gewählte Zeichen und bewegt den Cursor zur nächsten Stelle. Drücken der ENTER-Taste nach Bearbeitung der letzten Stelle übernimmt die gewünschte Endstufenbezeichnung und führt in das Menü zurück. Folgende Sonderzeichen besitzen während der Eingabe besondere Bedeutung: Zeichen Bedeutung
Übernimmt die eingegebene Bezeichnung und kehrt in das Menü zurück.
Löscht das momentan gewählte Zeichen und bewegt den Cursor eine Stelle nach rechts.
Bewegt den Cursor eine Stelle nach links. Tabelle 3.2: Sonderzeichen bei Eingabe der Endstufenbezeichnung Bedienungsanleitung
Menüstruktur CONFIG.EVENT LOG CONFIG.EVENT LOG.Counter POWER UP: Es wird die Anzahl der Betätigungen des Netzschalters an der Frontseite angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Counter AMP ON: Es wird die Anzahl der Aktivierungen der Endstufe, sowohl aus dem Zustand Aus als auch aus dem Zustand Standby, angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Counter PROTECT: Es wird die Anzahl des Ansprechens einer Schutzschaltung angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Counter AMP MUTE: Es wird die Anzahl von Stummschaltungen der Endstufe durch eine Schutzschaltung angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Counter MAINS FAIL: Es wird die Anzahl des Auftretens einer Über- oder Unterspannung der Spannungsversorgung der Endstufe angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Uptime: Es wird die Laufzeit der Endstufe (ohne Standby-Zeiten) seit dem letzten Rücksetzen des Event Logs angezeigt. CONFIG.EVENT LOG.Show Event History: Der Menüeintrag Show Event History führt in die chronologische Liste von Ereignissen, die in der Endstufe aufgetreten sind. Der erste Eintrag der Liste ist das zuletzt eingetretene Ereignis. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu den einzelnen Einträgen. Für jeden Eintrag in der Liste wird der Zeitpunkt und die Ursache des Auftretens angezeigt. Für jedes Ereignis wird der Zustand des Verstärkers (Amp) und der beiden Ausgangskanäle (Ch A bzw. Ch B) dargestellt. In den Einträgen der Liste kann durch Drücken der Up/Down-Tasten geblättert werden. Drücken der ENTERTaste führt in das Menü zurück.
CONFIG.EVENT LOG.Reset Event Log: Das Event Log der Endstufe kann komplett zurückgesetzt werden. Durch das Rücksetzen werden alle Zähler auf Null gesetzt und die Ereignisliste wird gelöscht. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu einer Sicherheitsabfrage. In der Sicherheitsabfrage kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste setzt bei Wahl von YES das Event Log zurück, bei Wahl von NO wird ohne Änderung des Event Logs in das Menü zurückgekehrt. Menüstruktur CONFIG.DISPLAY SETUP CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Contrast: Es wird der momentan eingestellte Kontrast des LC-Displays angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man den Dialog Set LCD Contrast. Im Dialog Set LCD Contrast kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten der Kontrast zwischen 0 % und 100 % eingestellt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewählten Kontrastwert und führt in das Menü zurück. CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Brightness: Es wird die momentan eingestellte obere und untere Grenze der DisplayHelligkeit angezeigt. Die obere Grenze stellt die Helligkeit des Displays dar, die während des normalen Betriebs verwendet wird. Die untere Grenze stellt die Helligkeit des Displays dar, auf die das Display, falls gewünscht, nach einer bestimmten Zeitdauer zurückgeregelt wird. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Brightn. Hi-Lvl. Im Dialog Set Brightn. Hi-Lvl kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten die ungedimmte Display-Helligkeit zwischen 50 % und 100 % eingestellt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewählten Helligkeitswert und führt in den Dialog Menü Set Brightn. Lo-Lvl weiter. Im Dialog Set Brightn. Lo-Lvl kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten die gedimmte Display-Helligkeit zwischen 0 % und 80 % eingestellt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewählten Helligkeitswert und führt in das Menü zurück. Bedienungsanleitung
CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Time to Dim: Es wird die momentan eingestellte Beleuchtungsdauer des Displays angezeigt. Nach Ablauf dieser Zeitdauer wird die Displaybeleuchtung zurückgedimmt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set LCD Time to Dim. Im Dialog Set Time to Dim kann durch Drücken der Up/DownTasten die Zeitdauer bis zum Dimmvorgang der Displaybeleuchtung eingestellt werden. Einerseits kann die Zeitdauer auf 4, 8, 16, 32 bzw. 64 Minuten eingestellt werden, andererseits kann die Dimmfunktion des Displays über die Einstellung Autodim off auch deaktiviert werden. In diesem Fall wird die Displaybeleuchtung immer mit der ungedimmten DisplayHelligkeit (Brightn. Hi-Lvl) betrieben. Um die Lebensdauer der Displaybeleuchtung zu erhöhen sollte die Dimmfunktion aktiviert sein. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewählte Einstellung und führt in das Menü zurück. CONFIG.DISPLAY SETUP.Temperature Unit: Es wird die momentan gewählte Einheit für Temperatur-Angaben im Display angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Temperature Unit. Im Dialog Set Temperature Unit kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten zwischen den Einheiten °C (Grad Celsius) und °F (Grad Fahrenheit) gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewünschte Einheit und führt in das Menü zurück. Menüstruktur CONFIG.SERVICE CONFIG.SERVICE.Restore Amplifier’s Factory Settings: Die Endstufe kann auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu einer Sicherheitsabfrage. In der Sicherheitsabfrage kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste setzt bei Wahl von YES die Endstufe auf Werkseinstellungen zurück, bei Wahl von NO wird ohne Änderung der Endstufenparameter in das Menü zurückgekehrt.
Die durch den Rücksetzvorgang betroffenen Parameter sind in folgender Tabelle zusammengefasst: Parameter Wert Power-On-Delay
Tabelle 3.3: Werkseinstellungen LC-Display CONFIG.SERVICE.Lifetime: Zeigt die gesamte Laufzeit der Endstufe (ohne Standby-Zeit) an. CONFIG.SERVICE.Last Log: Es wird Zeitpunkt und Art des letzten Eintrags im Event Log angezeigt. Der angezeigte Code kann im Fehlerfall Ihrem Electro-Voice Service-Partner nähere Hinweise auf die genaue Fehlerursache geben. CONFIG.SERVICE.Module Signature: Falls ein Remote-Control Modul eingebaut ist, können die angezeigten Informationen im Fehlerfall Ihrem Electro-Voice Service-Partner nähere Hinweise auf die genaue Fehlerursache geben. CONFIG.SERVICE.Firmware Version: Zeigt die Version und das Datum der Firmware der Endstufe an. Bedienungsanleitung
Menüstruktur MODULE CONFIG Alle Einstellmöglichkeiten am Remote-Control-Modul RCM-26 über das LC-Display der Endstufe sind in einem eigenen Menü MODULE CONFIG zusammengefasst. Dieses Menü ist während des Betriebs der Endstufe nicht zugänglich. Der Zugang zu diesem Menü ist nur von der ausgeschalteten Endstufe aus möglich. Folgende Schritte öffnen des Menü MODULE CONFIG:
1. Falls die Endstufe eingeschaltet oder im Standby-Modus ist, schalten Sie die Endstufe über den
Netzschalter an der Frontblende aus.
2. Betätigen Sie gleichzeitig die beiden Tasten Up
und ENTER und halten Sie diese gedrückt.
3. Schalten sie die Endstufe über den Netzschalter an der Frontblende ein.
Die Endstufe schaltet in den Standby-Modus und zeigt das Menü MODULE CONFIG an. Abbildung 3.5 stellt die Struktur des Menüs MODULE CONFIG einer Endstufe der TOUR GRADE SERIES mit Remote-Control-Modul RCM-26 dar. EXIT Preset CAN-Baudrate Audio-Input Power Abbildung 3.5: Menüstruktur Module Setup (RCM-26) Nachfolgend sind die einzelnen Einträge des Menüs MODULE CONFIG erläutert.
MODULE CONFIG.Preset: Es wird die Bezeichnung des momentan aktiven Presets angezeigt. Durch Drücken der ENTERTaste gelangt man in den Dialog Load Preset. Im Dialog Load Preset kann durch Drücken der Up/DownTasten zwischen den verschiedenen Presets gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste führt zu einer Sicherheitsabfrage, ob das Preset wirklich geladen werden soll. In diesem Dialog kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste bei Wahl von YES lädt das gewählte Preset und kehrt in das Menü zurück. Bei Wahl von NO wird das gewählte Preset nicht geladen, das aktive Preset der Endstufe bleibt unverändert und es wird in das Menü zurückgekehrt. ACHTUNG: Das selektierte Preset muss für die Verwendung mit den angeschlossenen Lautprecherkomponenten geeignet sein. Ein falsch justiertes Preset kann zur Zerstörung der Lautsprecher führen. MODULE CONFIG.CAN-Baudrate: Es wird die momentan eingestellte CAN-Baudrate des RCM-26 angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set CANBaudrate. Im Dialog Set CAN-Baudrate kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten zwischen den CAN-Baudraten 10kBaud, 20kBaud, 62.5kBaud, 125kBaud, 250kBaud und 500kBaud gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewünschte Baudrate und führt in das Menü zurück. ACHTUNG: Alle Geräte an einem CAN-BUS müssen immer dieselbe Baudrate verwenden. MODULE CONFIG.Audio-Input: Es wird der momentan verwendete Audioeingang angezeigt. Durch Drücken der ENTERTaste gelangt man in den Dialog Select Audio-Input. Im Dialog Select Audio-Input kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten zwischen den Eingängen Analog und AES/EBU gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewünschte Eingang und führt in das Menü zurück. Bedienungsanleitung
MODULE CONFIG.Power: Es wird der Zustand der Endstufe nach Betätigung des Netzschalters angezeigt. Falls die Endstufe über IRIS-Net™ in den Standby-Modus geschaltet und über den Netzschalter ausgeschaltet wurde, wird der Standby-Zustand beim nächsten Einschalten der Endstufe über den Netzschalter angenommen. Über diesen Menüpunkt kann eine Endstufe im Standby-Modus auch ohne IRIS-Net™ wieder hochgefahren werden. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Power. In diesem Dialog kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen den Zuständen On und Standby gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewünschten Zustand und führt in das Menü zurück.
PROTECT Wenn die PROTECT-LED gelb aufleuchtet, hat eine der internen Schutzschaltungen der Endstufe angesprochen. Das Aufleuchten der PROTECT-LED bedeutet jedoch nicht unweigerlich die Abschaltung des Signalweges. Das gestaffelte Schutzkonzept der TOUR GRADE SERIES bewirkt, dass mehrere Schutzschaltungen nacheinander greifen. Hierdurch wird die Endstufe den sicheren und stabilen Arbeitsbereich im Normalfall nie verlassen. Sollte dennoch die Abschaltung notwendig werden, um bleibende Schäden von der Endstufe und den angeschlossenen Lautsprechern fernzuhalten, wird dies über gleichzeitiges Aufleuchten der PROTECT- und MUTE-LED angezeigt. MUTE Die MUTE-LED leuchtet rot auf, wenn die Endstufe stumm geschaltet ist. Dies tritt z.B. während der Lautsprecher-Einschaltverzögerung, beim Umschalten der Eingangsempfindlichkeit oder bei der manuellen Stummschaltung über IRIS-Net™ auf. -30dB…LIMIT Die Pegelanzeige an der Frontseite der Endstufe erfolgt getrennt für die beiden Kanäle mit den jeweiligen LEDs für -30dB, -20dB, -10dB unter Vollaussteuerung und 0dB sobald die Aussteuerungsgrenze erreicht ist. Die 0 dB-Anzeige wird endstufenintern aus einem Vergleich von Ausgangsspannung zu Eingangsspannung gewonnen und zeigt somit präzise die Aussteuerungsgrenze an, noch bevor eine hörbare Begrenzung auftritt. Wird das Eingangssignal über die 0 dB-Grenze erhöht setzt der Clip-Limiter ein, der den weiteren Anstieg des Klirrfaktors zuverlässig auf 1 % begrenzt. Die dabei rot aufleuchtende LIMIT-LED verfügt über eine dynamische Helligkeitssteuerung, wodurch leicht abzulesen ist, wie weit sich das Signal in der Begrenzung befindet.
POWER Die POWER-LED leuchtet grün auf, wenn die Endstufe eingeschaltet ist. Falls die POWER-LED trotz eingeschaltetem Gerät nicht leuchtet, ist das Gerät entweder nicht mit dem Stromnetz verbunden, die Primärsicherung defekt, oder die Endstufe befindet sich im Standby-Modus (STANDBY-LED leuchtet gelb). Die POWER-LED blinkt, wenn die Spannung am Eingang MAINS IN entweder zu hoch (Überspannung) oder zu niedrig (Unterspannung) ist. In diesem Fall lässt sich die Endstufe nicht einschalten. STANDBY Die STANDBY-LED leuchtet gelb, wenn sich die Endstufe im Standby-Modus befindet. Im Standby-Modus ist die Leistungsaufnahme des Gerätes auf ein Minimum reduziert. Die Aktivierung des Standby-Modus ist nur über IRIS-Net™ möglich. Die Deaktivierung des Standby-Modus ist sowohl über IRIS-Net™, als auch direkt am Gerät möglich. Zur Deaktivierung des Standby-Modus wählen Sie den Eintrag Power im Menü Module Config (siehe Seite 76). IRIS-Net Falls ein IRIS-Net™-kompatibles Remote-Control-Modul in den Erweiterungssteckplatz der Endstufe eingebaut ist, wird die erfolgreiche Datenkommunikation durch blaues Aufleuchten der IRIS-Net-LED angezeigt. Wird in IRIS-Net™ die Funktion „Find“ zum Auffinden einer Endstufe in einem Rack aktiviert, blinken alle LEDs der gewählten Endsufe. Durch Drücken einer beliebigen Taste der Endstufe kann die Suche bestätigt werden.
Die Endstufe besitzt zwei Lüfter an der Vorderseite und einen Lüfter an der Rückseite. Die Lüfter besitzen ein fünfstufiges Schaltkonzept mit leistungsoptimierten Stufen. Es erfolgt keine Dauerlüftung der Endstufe sondern eine temperaturabhängige Geschwindigkeitsregelung der einzelnen Lüfter. Hierdurch wird eine sehr geringe Geräuschentwicklung im Ruhebetrieb erreicht. Die Temperaturen der beiden Kanäle der Endstufe und des Netzteils werden getrennt erfasst und überwacht. Durch die intelligente, prozessorgesteuerte Lüftersteuerung wird genau diejenige Lüfterstufe aktiviert, die zum Abkühlen der Komponenten erforderlich ist. Dieses Konzept verhindert wirksam das unnötige "Hochdrehen" der Lüfter im Ruhezustand sowie das Auftreten eines thermischen Gleichgewichtszustands, der eine geräuschintensive Dauerbelüftung zur Folge hätte. Die Lüfter werden also erst dann eingeschaltet, wenn dies aus thermischen Gründen wirklich erforderlich ist.
3.5 Schutzschaltungen
Wenn während des Betriebs der Endstufe eine der integrierten Schutzschaltungen anspricht, wird im LCDisplay eine entsprechende Meldung angezeigt bzw. die PROTECT-LED des betroffenen Kanals leuchtet auf. Zusätzlich wird im Event-Log ein Eintrag mit Datum, Uhrzeit und Art der Schutzschaltung angelegt. Bedienungsanleitung
True RMS Mains Voltage and Current Measurement Endstufen der TOUR GRADE SERIES sind permanent über den Zustand des speisenden Netzes informiert. Die CPU der Endstufe berechnet fortwährend den aktuellen RMS-Wert (Root Mean Square, Effektivwert) der Netzspannung und des aufgenommenen Netzstroms. Diese echten Effektivwert-Messungen bringen erhebliche Vorteile gegenüber den ansonsten meist eingesetzten Spitzenwertmessungen mit sich:
Die Netzspannungsmessung funktioniert auch bei nicht sinusförmigen Netzen zuverlässig, wie sie zum Beispiel bei Generatorbetrieb oder einer instabilen Netzspannungssituation auftreten können.
Die Messung der Netzspannung ist unempfindlich gegen transiente Störungen der Netzspannung, wie sie z.B. beim Schalten von induktiven Lasten wie großen Motoren auftreten können.
Eine echte Effektivwertmessung des Netzstromes erlaubt es, die Leistungsaufnahme exakt auf die Charakteristik eines Netzsicherungsautomaten anzupassen. Nähere Informationen zur Funktion der einstellbaren Mains Circuit Breaker Protection finden Sie im folgenden Abschnitt. Durch die RMS-Messung wird die Endstufe permanent gegen Netzüberspannung und Netzunterspannung geschützt. Im Falle von massiver Netzüberspannung schaltet die Endstufe als Schutz vor Zerstörung ab. Ebenso lässt sich die Endstufe im Falle von Netzüberspannung nicht einschalten. Bei massiver Netzunterspannung (weniger als 70 V AC) schaltet die Netzspannungsüberwachung die Endstufe ab. In beiden Fällen dient die blinkende POWER-LED als Hinweise auf den Fehlerfall. Bei einem Netzausfall werden die Ausgangskanäle sofort stumm geschaltet und die Endstufe innerhalb weniger Millisekunden kontrolliert heruntergefahren. Mains Circuit Breaker Protection Sollte durch massive Aussteuerung der Endstufe an extrem niederohmigen Lasten die Gefahr bestehen, dass der Netzsicherungsautomat auslöst, reduziert die Endstufe automatisch die Ausgangsleistung. Dazu lässt sich über das LC-Display die Kenngröße des verwendeten Sicherungsautomaten in Ampere einstellen. Für die optimale Funktion der Mains Circuit Breaker Protection kann es erforderlich sein, dass der hier eingestellte Stromwert vom Nennwert des Sicherungsautomaten abweicht. Dies kann insbesondere bei besonders hohen/niedrigen Umgebungstemperaturen oder Anschluss der Endstufe zusammen mit anderen Geräten an einem Sicherungsautomaten der Fall sein. Folgende Tabelle fasst für die beiden Betriebsarten 120 V und 220-240 V die zulässigen Wertebereiche und Voreinstellungen zusammen. Betriebsart Minimum Maximum Werkseinstellung 120 V
30 A 16 A Tabelle 3.4: Mains Circuit Breaker Protection Die CPU der Endstufe kennt den zeitlichen Verlauf des aufgenommenen Netzstromes und kann damit das Verhalten eines typischen Netzsicherungsautomaten simulieren. In den Impulsspitzen werden dabei durchaus Spitzenströme zugelassen, die ein Mehrfaches des Nennwertes überschreiten können. Durch die Effektivwertmessung des aufgenommenen Netzstromes kann die CPU die Temperatur des Thermoauslösers eines Sicherungsautomaten nachbilden. Damit kann die Mains Circuit Breaker Protection die Endstufe bis knapp an die Auslöseschwelle des Sicherungsautomaten arbeiten lassen. Bei
einfach gehaltenen Konzepten, insbesondere bei solchen ohne Effektivwertmessung des Stromes, müsste eine wesentliche frühere Leistungsreduktion erfolgen. Bei Musikaussteuerung muss die Mains Circuit Breaker Protection normalerweise nicht in die Ausgangsleistung der Endstufe eingreifen. Allenfalls bei Einstellungen deutlich unter den voreingestellten Werten von 16 A bzw. 30 A, wie sie z.B. bei Betrieb von mehreren Endstufen an einem Sicherungsautomaten sinnvoll sein können, kann es zu einer Leistungsreduktion der Endstufe als Schutz vor dem Auslösen der Netzsicherung kommen. Power-On Delay und Softstart Über das LC-Display kann in der Endstufe ein Power-On Delay von bis zu 6.35 Sekunden programmiert werden. Nach Betätigen des Netzschalters schaltet die Endstufe erst nach dem Ablauf dieser eingestellten Verzögerungszeit ein. Betreibt man mehrere Endstufen an einem Sicherungsautomaten, kann damit durch Programmierung unterschiedlicher Power-On Delay Zeiten ein kaskadiertes Einschalten der Endstufen erreicht werden. Damit wird verhindert, dass durch gleichzeitiges Einschalten mehrerer Endstufen der magnetische Auslöser eines Sicherungsautomaten anspricht und die Endstufen von der Spannungsversorgung trennt. Um Endstufen der TOUR GRADE SERIES auch an besonders empfindlichen Sicherungsautomaten problemlos einschalten zu können, unterdrückt zusätzlich eine integrierte Softstartschaltung Stromspitzen während des Einschaltvorgangs. Output Short Circuit Detection Sobald die Endstufe ausgesteuert ist, wird für beide Ausgangskanäle die jeweilige Ausgangsspannung und der Ausgangsstrom gemessen. Mit Hilfe dieser Messwerte erfolgt eine Überwachung der angeschlossenen Lautsprecherlast. Die Endstufe ist in der Lage sehr hohe Ausgangsströme konstant abzugeben. Tritt nun jedoch z. B. in Folge eines Kurzschlusses auf einer Lautsprecherleitung trotz einer geringen Ausgangsspannung ein hoher Stromfluss auf, wird dies von der Endstufe erkannt. Sie schaltet daraufhin unverzüglich das Signal ab um eine Überlastung der Steckverbinder und Kabel zu verhindern. Zugleich wird auch die Endstufe selbst vor einer übermäßigen elektrischen und thermischen Belastung geschützt. Advanced Thermal Protection Mit den Endstufen der TOUR GRADE SERIES wird das neue System Advanced Thermal Protection (ATP) eingeführt. Dieses neue System unterscheidet sich richtungsweisend von traditionellen thermischen Schutzmechanismen. Diese schalten relativ frühzeitig den gesamten Signalpfad ab, sobald die Lüfter nicht mehr in der Lage sind, die Verlustwäre aus der Endstufe abzuführen. Das Abschalten des Signalpfades ist im ATP-System erst der letzte von drei aufeinander folgenden Schritten. Zuvor wird über zwei Maßnahmen zur Leistungsbegrenzung versucht, die Endstufe wieder in einen thermisch stabilen Arbeitsbereich zu bringen. Als erster Schritt wird die Maßnahme Voltage Limitation ausgeführt. Hierbei erfolgt eine Einschränkung der internen Versorgungsspannung der Endstufenblöcke. Dies geht zwar objektiv mit einer Verringerung der Spannungsdynamik einher, ist jedoch bei Musik- oder Sprachsignalen subjektiv kaum wahrnehmbar. Trotz der kaum vorhandenen akustischen Beeinflussung ist der erreichte Effizienzgewinn in der Endstufe so hoch, dass die Wärmeentwicklung deutlich reduziert wird. Sobald die Temperatur der Endstufe wieder unkritische Werte erreicht hat, wird unmerklich auf die volle Versorgungsspannung zurückgeschaltet. Sollte in Extremsituationen die Bedienungsanleitung
Maßnahme Voltage Limitation nicht ausreichend sein, wird als zweiter Schritt die Maßnahme Thermal Limiter aktiviert. Hierbei wird die Verstärkung der Endstufe dezent reduziert. Erst wenn auch diese Maßnahme für eine Wiederherstellung eines thermischen Gleichgewichts nicht ausreicht, wird als letzter Schritt durch die Maßnahme Thermal Mute der Signalpfad komplett abgeschaltet. Durch die stufenweise Arbeitsweise der Advanced Thermal Protection können Endstufen der TOUR GRADE SERIES in solchen Situationen noch arbeiten, in denen viele andere Endstufen bereits abgeschaltet hätten. Der begrenzende Eingriff in den Signalweg wird dem Anwender unverzüglich durch Aufleuchten der PROTECT-LED signalisiert. Durch die Anzeige in IRIS-Net™ kann der FoH-Engineer eingreifen, bevor es zu einer merklichen Beeinträchtigung der Audioperformance kommt. Monitoring Ambient Temperature Endstufen der TOUR GRADE SERIES messen während des Betriebs ständig die Temperatur an mehreren aktiven elektrischen Komponenten. Zusätzlich wird auch die Temperatur der angesaugten Kühlluft, und damit der Umgebung der Endstufe, erfasst. Sollten aus irgendeinem Grund die Belüftungsöffnungen massiv blockiert sein, oder sollte die angesaugte Außenluft die zur effektiven Kühlung zulässige Höchsttemperatur überschreiten, würde dies unweigerlich zur Überhitzung der Endstufe führen. Dieser Zustand kann unter Umständen auch während des Leerlaufs der Endstufe beispielsweise in einem geschlossenen Rack auftreten. Während des Leerlaufs greifen die Schutzmaßnahmen der Advanced Thermal Protection (siehe vorheriger Abschnitt) jedoch kaum. Daher wird bei einer massiven thermischen Belastung der Endstufe aufgrund ungenügender Kühlung diese in den Standby-Modus geschaltet. In diesem Fall blinken die PROTECT-LED und die STANDBY-LED abwechselnd. Nach ca. 20 Minuten schaltet sich die Endstufe automatisch wieder ein. Alternativ kann die Endstufe auch über den Netzschalter bzw. IRIS-Net™ vorzeitig wieder eingeschaltet werden, falls sich das Gerät genügend abgekühlt hat. HF-Limiter Bei Aussteuerung der Endstufe mit hochfrequenten Signalen und gleichzeitig hohem Pegel wird die Verstärkung nach einiger Zeit automatisch reduziert, um eine Beschädigung der Ausgangsstufe zu verhindern. Aussteuerungen dieser Art entstehen, wenn bei einem Gerät der vorgeschalteten Signalkette eine Fehlfunktion auftritt. Besonders kritisch für die Endstufe und daran angeschlossenen Hochttonlautsprechern ist es, wenn das Signal noch im hörbaren Bereich bzw. knapp über der Hörgrenze liegt. Konventionelle HF-Schutzschaltungen reagieren in diesem Bereich nicht empfindlich genug, da sie primär darauf ausgelegt sind, Fehler der Endstufe selbst zu erkennen. Endstufen der TOUR GRADE SERIES verfügen daher zusätzlich zum konventionellen HF-Schutz über einen HF-Limiter. Dieser HF-Limiter überwacht permanent frequenzabhängig das Ausgangssignal und besitzt die Fähigkeit kritische Betriebszustände von normaler Musik- bzw. Sprachaussteuerung sicher zu unterscheiden. Bei Eintreten eines solchen kritischen Betriebszustandes wird die Signalverstärkung der Endstufe automatisch reduziert.
4 Optionen Durch den Einbau eines optionalen Zusatzmoduls in den Erweiterungssteckplatz an der Rückseite kann der Funktionsumfang der Endstufe erhöht werden. Als Beispiel wird im folgenden das RCM-26 Remote Control Modul aufgeführt. Bitte beachten Sie bei allen Zusatzmodulen die jeweils mitgelieferte Bedienungsanleitung.
Systembeschreibung Das RCM-26 Remote Control Modul ist ein zweikanaliges Digital-Controller Modul für Live Sound, PA und Festinstallation. Durch den Einbau des RCM-26 wird aus einer TOUR GRADE Endstufe ein Remote Amplifier. Hierdurch hat man zu jedem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick über den gesamten Systemzustand und die Kontrolle über alle relevanten Systemparameter. RCM-26 Module erlauben die Integration von TOUR GRADE-Endstufen an ein Remote-Control Netzwerk mit bis zu 250 Geräten. Damit kann ein komplettes PA-System von einem oder mehreren PCs mit Hilfe der Software IRIS-Net™ Intelligent Remote & Integrated Supervision - gesteuert und überwacht werden. Sämtliche Betriebszustände, z.B. Einschaltstatus, Temperatur, Aussteuerung, Limiting, Ansprechen von Schutzschaltungen, Abweichungen der Lastimpedanz usw., werden in IRIS-Net™ zentral erfasst und dargestellt. Dadurch kann schon vor dem Auftreten von kritischen Betriebzuständen reagiert und gezielt eingegriffen werden. Eine automatische Reaktion auf Über- oder Unterschreitung bestimmter Grenzwerte ist ebenfalls programmierbar. Der Einbau eines RCM-26 ermöglicht durch die integrierte Impedanz-Messfunktion eine sehr genaue Überprüfung der angeschlossenen Lautsprecher. Die Impedanz-Messfunktion bestimmt mit Hilfe des internen Signal-Generators und der Strom-/Spannungsmessung die Impedanz der Lautsprecher inklusive Frequenzweiche und Zuleitung über den gesamten Frequenzbereich. Die gemessene Impedanz wird in IRIS-Net™ als Impedanzkurve grafisch dargestellt. Diese kann jederzeit mit einer früher abgespeicherten Referenzkurve verglichen werden, wodurch schon geringste Lautsprecherdefekte oder Mängel erkennbar sind. Die Impedanz-Messfunktion ist für niederohmige Lasten, wie typische Lautsprecherkabinette bzw. Lautsprecherkomponenten, optimiert. Alle Parameter, z. B. Power On/Off, Level, Mute, Filter usw. sind in Echtzeit steuerbar und können in der Endstufe abgespeichert werden. Neben der Steuerung und Überwachung des Verstärkers bietet das RCM-26 alle konventionellen Signalverarbeitungsfunktionen, wie parametrische Equalizer, Frequenzweichen, Delays, Kompressor und Limiter. Darüber hinaus stehen Linear-Phase FIR-Filter, ZeroLatency FIR-Filter und digitale Lautsprecherschutz-Algorithmen zur optimalen Ausnutzung der VerstärkerDynamik zur Verfügung. Sämtliche DSP-Einstellungen sind frei editierbar und können auf dem Modul in User Memories abgespeichert werden. Unabhängig von der Kontrolle durch das Netzwerk bleiben in einem Havariefall alle Einstellungen (Filter, Delay, Level usw.) erhalten. Weiterhin findet sich am RCM-26 ein Control Port mit frei programmierbaren Steuereingängen und Steuerausgängen. An die Steuereingänge (GPI's) können Schalter angeschlossen werden. In IRIS-Net™ lassen sich beliebige Logikfunktionen für die Eingänge programmieren (z. B. Umschaltung auf ein Alarmierungs-Preset mit maximaler Energie im Sprachbereich). An den Steuerausgängen (GPO's) können externe Elemente angeschlossen werden, die etwa zur Signalisierung bestimmter Zustände verwendet werden können. Damit wird eine Endstufe mit RCM-26-Modul höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht. Beim Hardware-Design des RCM-26 wurde auf kompromisslose Audioqualität höchster Wert gelegt. Es stehen sowohl analoge Audioeingänge (intern) als auch ein AES3 (AES/EBU) Digital-Audioeingang mit Bedienungsanleitung
XLR-Buchse zur Verfügung. Bei Verwendung des digitalen Audioeingangs beträgt die Dynamik 128 dB. Der analoge Audioeingang erreicht eine Dynamik von 120 dB, ebenfalls ein absoluter Spitzenwert für digitale Audiogeräte. Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Überwachung von Endstufen mit eingebauten RCM-26 Modulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net™ enthalten. Installationshinweise Einbau
1. Endstufe ausschalten und Netzstecker abziehen
2. Leerblende an Rückwand der Endstufe abschrauben (4 Schrauben)
3. RCM-26-Modul in Slot einschieben und mit 4 Schrauben an Rückwand befestigen (Abbildung 4.1)
Abbildung 4.1: Einbau des RCM-26 in eine Endstufe
4. CAN-Adresse des Moduls über ADDRESS Wahlschalter einstellen
5. Anschließen benötigter Schnittstellen (CAN, Audio, Control Port, RS-232)
6. Netzkabel in Endstufe einstecken und Endstufe einschalten
7. Das RCM-26-Modul wird in der Endstufe automatisch erkannt
Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart Das RCM-26 befindet sich ab Werk in der empfohlenen Pre-Fader-Betriebsart, die Eingangspegel-Regler der Endstufe werden also durch Einbau des RCM-26 außer Betrieb genommen. Sollen die Eingangspegel-Regler bei eingebautem RCM-26 verwendbar sein, muss das RCM-26 auf Post-FaderBetriebsart umgebaut werden. Der Umbau erfolgt durch Umstecken der Jumper JP1 bis JP5 auf der Platine des RCM-26. Folgende Abbildung zeigt die Jumperstellungen der Pre-Fader- bzw. Post-FaderBetriebsart. Es sind ausschließlich die in Abbildung 4.2 dargestellten Jumperstellungen zulässig.
Abbildung 4.2: Jumperstellung in Pre-Fader-Betriebsart (links) und Post-Fader-Betriebsart (rechts) IRIS-Net™ Zur Konfiguration und Bedienung eines Remote Amplifiers mit RCM-26 wird die PCSoftware IRIS-Net™ (Intelligent Remote & Integrated Supervision) verwendet. Die gesamte Konfiguration des RCM-26 kann hierbei offline auf dem PC erstellt werden. In den Hilfe-Dateien von IRIS-Net™ finden Sie sämtliche Hinweise für die Konfiguration, Bedienung und Überwachung aller RCM-26 Funktionen. Abbildung 4.3: Bedienpanel und DSP-Flussdiagramm in IRIS-Net™ Bedienungsanleitung
Bedienelemente und Anschlüsse Abbildung 4.4: Bedienelemente und Anschlüsse des RCM-26 1 AES/EBU-IN Neben den internen Analogeingängen steht ein digitaler AES/EBU Eingang (AES3) zur Verfügung. Das digitale Eingangssignal wird an die Buchse AES/EBU IN angeschlossen. Es handelt sich um einen symmetrischen Eingang mit Übertrager zur galvanischen Isolierung. Über einen Sample-Rate-Converter wird das Signal an die interne Abtastrate angepasst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das RCM-26 auf die externe Abtastrate zu synchronisieren. Details hierzu finden Sie in den HilfeDateien von IRIS-Net™. Abbildung 4.4 zeigt die Belegung der Eingangsbuchse. Abbildung 4.5: Belegung AES/EBU-IN 2 AES/EBU-OUT Die Buchse AES/EBU OUT dient zum Durchschleifen des digitalen Audiosignals zu weiteren RCM-26 Modulen. Das digitale Eingangssignal wird intern gepuffert und aufbereitet (Pegelaufholung / Flankensteilheit) und am OUT-Anschluss wieder zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine einfache Verkabelung von Modul zu Modul wobei auf die sonst notwendigen AES/EBU Verteilerverstärker verzichtet werden kann. Für den Havariefall besitzt das RCM-26 ein Bypass-Relais, welches z. B. bei Stromausfall das Signal von AES/EBU IN auf AES/EBU OUT durchschaltet und so den störungsfreien Betrieb der nachfolgenden Remote Verstärker gewährleistet.
Bedienungsanleitung Abbildung 4.6: Belegung AES/EBU-OUT
3 LOCK-LED Die LOCK-LED leuchtet grün, wenn der AES/EBU-Eingang auf das empfangene Signal synchronisiert ist und die Audioübertragung in Ordnung ist. Wenn die LOCK-LED nicht leuchtet, liegt entweder kein digitales Audiosignal an, oder die interne PLL ist nicht auf das ankommende Signal eingrastet. Falls der Digital-Eingang gewählt ist, wird das Audiosignal in diesem Fall stumm geschaltet. 4 REMOTE CAN BUS-Anschlüsse Das RCM-26-Modul besitzt zwei Neutrik EtherCon® RJ-45-Buchsen für den REMOTE CAN BUS. Die Buchsen sind parallel geschaltet und dienen als Eingang und zum Weiterschleifen des RemoteNetzwerkes. Zur Verkabelung innerhalb des Racks können handelsübliche RJ-45-Netzwerkkabel verwendet werden. Bei größeren Leitungslängen sind die CAN-Richtlinien zu beachten. Der CAN-Bus benötigt an beiden Enden einen 120 Ω Abschluss-Stecker. Ausführliche Richtlinien zur Verdrahtung und Buslänge sind im Abschnitt "Remote-Control-Netzwerk" ab Seite 88 zu finden. In der Netzwerk-Verkabelung ist neben dem CAN-Bus auch ein symmetrisches Audio-Monitor-Signal mitgeführt. Dieser Monitorbus ermöglicht das softwaregesteuerte Abhören der Eingangs- oder Ausgangssignale aller im Remote-Netzwerk vorhandenen Endstufen ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand. Der Nenn-Ausgangspegel beträgt +6 dBu (1.55 V), der maximale Ausgangspegel liegt bei +21 dBu (8.7 V). Der CAN-Bus erlaubt die Verwendung unterschiedlicher Datenraten, wobei die Datenrate indirekt proportional zur Buslänge ist. Wenn das Netzwerk nur eine geringe Ausdehnung hat, sind Datenraten bis zu 500 kbit/s möglich. Bei größeren Ausdehnungen muss die Datenrate herabgesetzt werden (bis zur minimalen Datenrate von 10 kbit/s). HINWEIS: Die Datenrate ist auf 10 kbit/s voreingestellt. Die folgende Tabelle erläutert den Zusammenhang zwischen Datenrate und Buslänge bzw. Netzwerkausdehnung. Buslängen über 1000 Meter sollten grundsätzlich nur mit CAN-Repeatern realisiert werden. Datenrate (in kbit/s) Buslänge (in m)
Tabelle 4.1: Datenrate und Buslänge in CAN-Netzwerken Abbildung 4.7: Belegung der CAN-Buchse Bedienungsanleitung
Abbildung 4.8: Belegung des CAN-Steckers Kabelfarbe nach Pin Name
CAN_L (-) Blau gestreift
MONITOR BUS - Braun T568A T568B Grün Orange Tabelle 4.2: Übersicht CAN-Stecker 5 STATUS LED Die STATUS-LED dient zur Kontrolle der Kommunikation am CAN-Bus. Die LED blinkt regelmäßig alle 3 Sekunden kurz auf, wenn das Modul mit 00 adressiert und damit softwaremäßig vom CAN-Bus abgekoppelt ist. Wenn eine Adresse zwischen 01 und 250 eingestellt ist, aber noch keine CAN-Bus Aktivität stattgefunden hat, blinkt die LED regelmäßig jede Sekunde kurz auf. Sobald eine Kommunikation am CAN-Bus erkannt wurde, wird die LED immer dann für mindestens 100 ms aktiviert, wenn die Endstufe selbst Daten auf den CAN-Bus sendet. 6 ADDRESS-Wahlschalter Mit den beiden Adress-Wahlschaltern wird die Netzwerk-Adresse des RCM-26 eingestellt. In einem CAN-Netzwerk können die Adressen 01 bis 250 (FA hex) verwendet werden. Die Adresseinstellung erfolgt im hexadezimalen Zahlensystem. Der Wahlschalter LOW ist für das niederwertige Digit, der Schalter HIGH für das höherwertige Digit. ACHTUNG: Jede Adresse darf im System nur einmal vorkommen, da es sonst zu NetzwerkKonflikten kommt.
B...F reserviert Tabelle 4.3: CAN-Adressen Die Adresse 0 (00 hex, Auslieferungszustand) sorgt dafür, dass das RCM-26 von der RemoteKommunikation getrennt ist. Das Modul erscheint somit nicht im System, auch wenn es am CAN-Bus angesteckt ist. Wird eine Endstufe mit einem auf 0 adressiertem RCM-26 eingeschaltet, werden sämtliche internen Parameter auf 0 bzw. Bypass und das Routing auf 2-in-2 gestellt. Die Endstufe verhält sich dann völlig linear, die Signalverarbeitungsfunktionen sind deaktiviert. 7 CONTROL PORT Der CONTROL PORT des RCM-26 enthält zwei Steuereingänge, zwei Steuerausgänge und Referenzanschlüsse für +5V und Masse. Die Steuereingänge sind mit Hilfe von IRIS-Net™ konfigurierbar und können z. B. zur Power On / Standby Umschaltung, zur Presetumschaltung oder zur Parameterkontrolle verwendet werden. Die beiden Steuerkontakte IN1 und IN2 liegen intern über Pull-Up Widerstände auf +5V (offen). Zum Aktivieren können die Steuereingänge über externe Schalter, Taster oder Relais gegen Masse (Pin 3) geschlossen werden.Die beiden Steuerausgänge OUT1 und OUT2 sind Open Collector Outputs, die im nichtaktiven Zustand (Off) hochohmig sind. Im aktiven Zustand (On) sind die Ausgänge gegen Masse geschlossen. Die Steuerausgänge werden über IRIS-Net™ konfiguriert und dienen zur Signalisierung interner Zustände. LEDs, Kontrollleuchten oder Relais können direkt angesteuert werden. Der +5V Referenzanschluss dient zur Versorgung der extern angeschlossenen Elemente. ACHTUNG: Der maximal zulässige Strom am Ausgang +5V beträgt 200 mA. Bedienungsanleitung
8 RS-232 Schnittstelle Die RS-232 Schnittstelle dient der Verbindung des RCM-26 mit Mediensteuerungssystemen bzw. Gebäudemanagementsystemen. Über RS-232 können sämtliche Parameter gesteuert und abgefragt werden. Die Kommunikation erfolgt über ein einfach zu implementierendes ASCII-Protokoll. Programmierhinweise und eine vollständige Protokollbeschreibung sind in der IRIS-Net™-Dokumentation enthalten. In folgender Abbildung sind die im RCM-26 verwendeten Pins der RS-232 Schnittstelle angegeben. Das zur Verbindung des RCM-26 mit einem anderen Gerät verwendete RS-232-Kabel sollte eine Länge von 15 Meter nicht überschreiten. Abbildung 4.9: Belegung der RS-232-Schnittstelle Die RS-232-Schnittstelle im RCM-26 hat eine feste Werkseinstellung, die in folgender Tabelle angegeben ist. Ein angeschlossenes Gerät (z. B. PC mit Terminalprogramm, Mediensteuerung) muss identisch konfiguriert sein, damit eine Datenübertragung möglich ist. Parameter Wert Datenbits
Geschwindigkeit 19200 bit/s Tabelle 4.4: Parameter der RS-232-Schnittstelle Remote-Control-Netzwerk Der CAN-Bus verwendet als Netzwerktopologie die so genannte „Bus- oder Linien-Topologie“. Das heißt, alle Teilnehmer sind an einer einzigen Zweidrahtleitung (Twisted-Pair-Kabel, geschirmt oder ungeschirmt) angeschlossen, wobei die Verkabelung von einem Busteilnehmer zum nächsten verlaufen muss. Jedes Gerät kann hierbei uneingeschränkt mit jedem anderen Gerät kommunizieren. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob der Busteilnehmer ein RCM-26, ein USB-CAN-Converter oder ein anderes Gerät ist. Somit kann das RCM-26 an beliebiger Stelle am CAN-Bus betrieben werden. Insgesamt können bis zu 100 Geräte an einem CAN-Bus angeschlossen werden. Der CAN-Bus muss an beiden Enden mit einem 120 Ω Abschlusswiderstand terminiert werden. Bei fehlender oder falscher Terminierung können Funktionsstörungen auftreten, da ein Signal auf einem Bus an beiden Bus-Enden reflektiert wird. Durch Überlagerung der Reflexionen mit dem ursprünglichen Signal wird dieses verzerrt, was zu Datenverlusten führen kann. Zur Verhinderung oder Minimierung von Reflexionen an den Bus-Ende werden daher Terminatoren verwendet, um die Energie des Signals dort zu "absorbieren".
Da die CAN-Schnittstelle in allen EVI Audio Geräten galvanisch getrennt von den übrigen Schaltungsteilen aufgebaut ist, wird auch eine gemeinsame Masseleitung (CAN_GND) in der Netzwerkverkabelung mitgeführt (siehe folgende Abbildung). Damit ist sichergestellt, dass alle CAN-Schnittstellen im Netzwerk auf einem gemeinsamen Potential liegen. Abbildung 4.10: CAN-Bus mit Linien-Topologie Durch einen CAN-Bus-Repeater kann eine Verbindung zwischen zwei unabhängigen und in sich abgeschlossenen CAN-Bus-Systemen hergestellt werden. Hierdurch lassen sich folgende Ziele erreichen:
Erhöhung der maximalen Teilnehmerzahl am CAN-Bus An einem einzelnen CAN-Bus können maximal 100 Geräte angeschlossen werden, durch die Verbindung mehrerer CAN-Bus-Systeme durch CAN-Bus-Repeater lässt sich diese Zahl auf bis zu 250 erhöhen. Die Beschränkung auf genau 250 Geräte folgt aus dem verwendeten Adressierungsschema des CAN-Busses, dieses erlaubt die Vergabe von höchstens 250 unterschiedlichen CAN-Geräteadressen.
Verbesserung der Signalqualität auf dem CAN-BUS Bei CAN-Bus-Systemen, deren Buslänge 1000 Meter überschreitet, sollte ein CAN-Bus-Repeater verwendet werden. Der CAN-Bus-Repeater führt eine Aufbereitung und Verstärkung der Bussignale durch. Die dabei auftretende interne Laufzeit des Repeaters von ca. 150 ns entspricht einer Verlängerung des Busses um ca. 45 Meter.
Bildung alternativer Netztopologien Durch die Verwendung von einem oder mehreren Repeatern ist neben der oben dargestellten BusTopologie auch der Aufbau anderer Netztopologien, etwa einer Stern-Topologie, möglich. Bedienungsanleitung
Systembeispiele Die folgenden beiden Abbildungen zeigen Beispiele von Systemverdrahtungen eines Remote-ControlNetzwerks. Zur Verbindung des Remote-Control-Netzwerks mit einem PC wird jeweils ein USB-CANConverter verwendet. Abbildung 4.11: 5 Remote-Amplifier (mit RCM-26) und ein USB-CAN-Converter am Bus-Anfang. Abschluss-Stecker am USB-CAN-Converter und am RCM-26 des Remote-Amplifier 5 Abbildung 4.12: System mit 2 Racks und einem USB-CAN-Converter. Abschluss-Stecker am Remote-Amplifier 6 (Bus-Anfang) und Remote-Amplifier 12 (Bus-Ende)
Leitungsspezifikation Gemäß dem ISO 11898-2 Standard sollten für den CAN-Bus als Datenübertragungskabel vorzugsweise Twisted-Pair-Leitungen, geschirmt oder ungeschirmt, mit einem Wellenwiderstand von 120 Ω zum Einsatz kommen. Als Leitungsabschluss muss an beiden Enden ein Abschlusswiderstand von 120 Ω vorgesehen werden. Die maximale Buslänge ist abhängig von der Datenübertragungsrate, von der Art des Datenübertragungskabels sowie von der Anzahl der Bus-Teilnehmer. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Zusammenhänge für CAN-Netzwerke mit bis zu 64 Teilnehmern. Buslänge (in m) Datenübertragungskabel Abschlusswiderstand (in Ω) Max. Datenübertragungsrate 0,25...0,34 mm² AWG23, AWG22
500 kbit/s bei 100 m
< 40 0,5...0,6 mm² AWG 20 150...300* 100 kbit/s bei 500 m
< 26 0,75...0,8 mm² AWG 18 150...300* 62,5 kbit/s bei 1000 m Widerstandsbelag (in mΩ/m) Kabelquerschnitt
Tabelle 4.5: Technische Daten für CAN-Netzwerke
- Bei langen Leitungen und vielen Geräten am CAN-Bus werden hochohmigere Abschlusswiderstände als die spezifizierten 120 Ω empfohlen, um die ohmsche Last für die Schnittstellentreiber und damit den Spannungsabfall von einem zum anderen Leitungsende zu verringern. Die nächste Tabelle dient zur ersten Abschätzung des erforderlichen Kabelquerschnitts für unterschiedliche Buslängen und verschiedene Anzahl der Bus-Teilnehmer. Buslänge (in m) Anzahl der Geräte am CAN-Bus
0,25 mm² bzw. AWG24 0,34 mm² bzw. AWG22 0,34 mm² bzw. AWG22
0,34 mm² bzw. AWG22 0,5 mm² bzw. AWG20 0,5 mm² bzw. AWG20
0,75 mm² bzw. AWG18 0,75 mm² bzw. AWG18 1,0 mm² bzw. AWG17 Tabelle 4.6: Kabelquerschnitte für CAN-Netzwerke Wenn ein Teilnehmer nicht direkt am CAN-Bus angeschlossen werden kann, muss eine Stichleitung (Abzweigleitung) verwendet werden. Da an einem CAN-Bus immer genau zwei Abschlusswiderstände vorhanden sein müssen, kann eine Stichleitung nicht terminiert sein. Dadurch entstehen wiederum Reflexionen, die den übrigen Bus beeinträchtigen. Zur Begrenzung dieser Reflexionen sollten diese Stichleitungen bei Datenübertragungsraten bis zu 125 kbit/s eine Einzellänge von max. 2 Meter und bei höheren Bitraten von max. 0,3 Meter nicht überschreiten. Die Gesamtlänge aller Abzweigleitungen sollte 30 Meter nicht übersteigen. Grundsätzlich gilt:
Für die Rack-Verdrahtung können handelsübliche RJ-45-Patchkabel mit 100 Ω Wellenwiderstand verwendet werden (AWG 24 / AWG 26), wenn es sich nur um kurze Strecken handelt (bis zu 10 Meter).
Für die Verdrahtung der Racks untereinander und in der Gebäudeinstallation sind unbedingt die oben genannten Richtlinien für die Netzwerkverkabelung einzuhalten. Bedienungsanleitung
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Block Diagram / Blockschaltbild Owner’s Manual / Bedienungsanleitung
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KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
TG-5 (ELECTRO-VOICE) TG-7 (ELECTRO-VOICE) auf das sich diese Erklärung bezieht, mit der/den folgenden Norm(en) oder normativen Dokument(en) übereinstimmt: which is the subject of this declaration complies with the following standard(s) or normative document(s) Technische Vorschriften: Technical Regulations: Straubing, 28.03.2006 ---------------------------------------Ort und Datum der Ausstellung Place and date of issue EN 55103-1: 1996 EN 55103-2: 1996 EN 61000-3-2: 2000 + A2: 2005 EN 61000-3-3: 1995 + A1: 2001 EN 60065 : 2003 / IEC 60065 7th. Edition ---------------------------------------------G. Krauss Rechtsverbindliche Unterschrift (Name in Druckschrift) des VERANTWORTLICHEN Legally binding signature (name in print) of the PERSON IN CHARGE Owner’s Manual / Bedienungsanleitung
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Notes Owner’s Manual / Bedienungsanleitung
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