RCM-26 - Mikrofon ELECTRO-VOICE - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Produktinformationen

Marke : ELECTRO-VOICE

Modell : RCM-26

Kategorie : Mikrofon

Laden Sie die Anleitung für Ihr Mikrofon kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch RCM-26 - ELECTRO-VOICE und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. RCM-26 von der Marke ELECTRO-VOICE.

BEDIENUNGSANLEITUNG RCM-26 ELECTRO-VOICE

24 RCM-26 Remote Control Module WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE Das Blitzsymbol innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf nicht isolierte Leitungen und Kontakte im Geräteinneren hinweisen, an denen hohe Spannungen anliegen, die im Fall einer Berührung zu lebensgefährlichen Stromschlägen führen können. Das Ausrufezeichen innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf wichtige Bedienungs- sowie Servicehinweise in der zum Gerät gehörenden Literatur aufmerksam machen.

Lesen Sie diese Hinweise. Heben Sie diese Hinweise auf. Beachten Sie alle Warnungen. Richten Sie sich nach den Anweisungen. Betreiben Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe von Wasser. Verwenden Sie zum Reinigen des Gerätes ausschließlich ein trockenes Tuch. Verdecken Sie keine Lüftungsschlitze. Beachten Sie bei der Installation des Gerätes stets die entsprechenden Hinweise des Herstellers. Vermeiden Sie die Installation des Gerätes in der Nähe von Heizkörpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderer Wärmequellen. Achtung: Gerät nur an Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss betreiben. Setzen Sie die Funktion des Schutzleiteranschlusses des mitgelieferten Netzanschlusskabels nicht außer Kraft. Sollte der Stecker des mitgelieferten Kabels nicht in Ihre Netzsteckdose passen, setzen Sie sich mit Ihrem Elektriker in Verbindung. Sorgen Sie dafür, dass das Netzkabel nicht betreten wird. Schützen Sie das Netzkabel vor Quetschungen insbesondere am Gerätestecker und am Netzstecker. Verwenden Sie mit dem Gerät ausschließlich Zubehör/Erweiterungen, die vom Hersteller hierzu vorgesehen sind. Ziehen Sie bei Blitzschlaggefahr oder bei längerem Nichtgebrauch den Netzstecker. Überlassen Sie sämtliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker. Servicearbeiten sind notwendig, sobald das Gerät auf irgendeine Weise beschädigt wurde, wie z.B. eine Beschädigung des Netzkabels oder des Netzsteckers, wenn eine Flüssigkeit in das Gerät geschüttet wurde oder ein Gegenstand in das Gerät gefallen ist, wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, oder wenn es nicht normal arbeitet oder fallengelassen wurde. Stellen Sie bitte sicher, dass kein Tropf- oder Spritzwasser ins Geräteinnere eindringen kann. Platzieren Sie keine mit Flüssigkeiten gefüllten Objekte, wie Vasen oder Trinkgefäße, auf dem Gerät. Um das Gerät komplett spannungsfrei zu schalten, muss der Netzstecker gezogen werden. Beim Einbau des Gerätes ist zu beachten, dass der Netzstecker leicht zugänglich bleibt. Stellen Sie keine offenen Brandquellen, wie z.B. brennende Kerzen auf das Gerät. Dieses SCHUTZKLASSE I Gerät muss an eine NETZ-Steckdose mit Schutzleiter-Anschluss angeschlossen werden. RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

WICHTIGE SERVICEHINWEISE ACHTUNG: Diese Servicehinweise sind ausschließlich zur Verwendung durch qualifiziertes Servicepersonal. Um die Gefahr eines elektrischen Schlages zu vermeiden, führen Sie keine Wartungsarbeiten durch, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben sind, außer Sie sind hierfür qualifiziert. Überlassen Sie sämtliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker.

Bei Reparaturarbeiten im Gerät sind die Sicherheitsbestimmungen nach EN 60065 (VDE 0860) einzuhalten. Bei allen Arbeiten, bei denen das geöffnete Gerät mit Netzspannung verbunden ist und betrieben wird, ist ein Netz-Trenntransformator zu verwenden. Vor einem Umbau mit Nachrüstsätzen, Umschaltung der Netzspannung oder sonstigen Modifikationen ist das Gerät stromlos zu schalten. Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und berührbaren Metallteilen (Metallgehäuse) bzw. zwischen den Netzpolen betragen 3 mm und sind unbedingt einzuhalten. Die Mindestabstände zwischen netzspannungsführenden Teilen und Schaltungsteilen, die nicht mit dem Netz verbunden sind (sekundär), betragen 6 mm und sind unbedingt einzuhalten. Spezielle Bauteile, die im Stromlaufplan mit dem Sicherheitssymbol gekennzeichnet sind (Note), dürfen nur durch Originalteile ersetzt werden. Eigenmächtige Schaltungsänderungen dürfen nicht vorgenommen werden. Die am Reparaturort gültigen Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaften sind einzuhalten. Hierzu gehört auch die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes. Die Vorschriften im Umgang mit MOS-Bauteilen sind zu beachten. NOTE:

SAFETY COMPONENT (MUST BE REPLACED BY

ORIGINAL PART) Entsorgung von gebrauchten elektrischen und elektronischen Geräten (Anzuwenden in den Ländern der Europäischen Union und anderen europäischen Ländern mit einem separaten Sammelsystem für diese Geräte). Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist darauf hin, dass dieses Produkt nicht als normaler Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern bei einem Telex Händler abgegeben werden muss.

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung 1 Einleitung

1.1 Systembeschreibung

Das RCM-26 Remote Control Modul ist ein zweikanaliges Digital-Controller Modul für Live Sound, PA und Festinstallation. Das Modul kann in verschiedenen Electro-Voice® und Dynacord® Verstärkern verwendet werden. Durch den Einbau des RCM-26 wird aus einem konventionellen Verstärker ein Remote Amplifier, und man hat zu jedem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick über den gesamten Systemzustand und die Kontrolle über alle Systemparameter. RCM-26 Module erlauben die Integration der Verstärker in ein Remote-Control Netzwerk mit bis zu 250 Geräten. Damit kann ein komplettes PA-System von einem oder mehreren PCs mit Hilfe der Software IRIS-Net™ - Intelligent Remote & Integrated Supervision - gesteuert und überwacht werden. Sämtliche Betriebszustände, z. B. Einschaltstatus, Temperatur, Aussteuerung, Limiting, Ansprechen von Schutzschaltungen, Abweichungen der Lastimpedanz usw., werden in IRIS-Net™ zentral erfasst und dargestellt. Dadurch kann schon vor dem Auftreten von kritischen Betriebzuständen reagiert und gezielt eingegriffen werden. Eine automatische Reaktion bei Über- oder Unterschreitung bestimmter Grenzwerte ist ebenfalls programmierbar. Der Einbau eines RCM-26 ermöglicht durch die integrierte ImpedanzMessfunktion eine wesentlich genauere Überprüfung der angeschlossenen Lautsprecher. Die Impedanz-Messfunktion bestimmt mit Hilfe des internen Signal-Generators und der Strom-/Spannungsmessung die Impedanz der Lautsprecher inklusive Frequenzweiche und Zuleitung über den gesamten Frequenzbereich. Die gemessene Impedanz wird in IRIS-Net™ als Impedanzkurve grafisch dargestellt. Diese kann jederzeit mit einer früher abgespeicherten Referenzkurve verglichen werden, wodurch schon geringste Lautsprecherdefekte oder Mängel erkennbar sind. Alle Parameter, z. B. Power On/Off, Level, Mute, Filter usw. sind in Echtzeit steuerbar und können im Verstärker abgespeichert werden. Neben der Steuerung und Überwachung des Verstärkers bietet das RCM-26 alle konventionellen Signalverarbeitungsfunktionen, wie parametrische Equalizer, Frequenzweichen, Delays, Kompressor und Limiter. Darüber hinaus stehen Linear-Phase FIRFilter, Zero-Latency FIR-Filter und digitale Lautsprecherschutz-Algorithmen zur optimalen Ausnutzung der Verstärker-Dynamik zur Verfügung. Sämtliche DSPEinstellungen sind frei editierbar und können auf dem Modul in User Memories RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

abgespeichert werden. Unabhängig von der Kontrolle durch das Netzwerk bleiben in einem Havariefall alle Einstellungen (Filter, Delay, Level usw.) erhalten. Weiterhin findet sich am RCM-26 ein Control Port mit frei programmierbaren Steuereingängen und Steuerausgängen. An die Steuereingänge (GPI's) können Schalter angeschlossen werden. In IRIS-Net™ lassen sich beliebige Logikfunktionen für die Eingänge programmieren (z. B. Umschaltung auf ein Alarmierungs-Preset mit maximaler Energie im Sprachbereich). An den Steuerausgängen (GPO's) können externe Elemente angeschlossen werden, die etwa zur Signalisierung bestimmter Zustände verwendet werden. Damit wird ein Verstärker mit RCM-26-Modul höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht. Beim Hardware-Design des RCM-26 wurde auf kompromisslose Audioqualität höchster Wert gelegt. Es stehen sowohl analoge Audioeingänge (intern, mit Pre-/Post-Fader Umschaltung) als auch ein AES3 (AES/EBU) DigitalAudioeingang mit XLR-Buchse zur Verfügung. Bei Verwendung des digitalen Audioeingangs beträgt die Dynamik 128 dB. Der analoge Audioeingang erreicht eine Dynamik von 120 dB, ebenfalls ein absoluter Spitzenwert für digitale Audiogeräte. Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Überwachung von Verstärkern mit eingebauten RCM-26 Modulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net™ enthalten

1.2 Auspacken & Garantie

Öffnen Sie die Verpackung und entnehmen Sie das RCM-26 Modul. Zusätzlich zu dieser Bedienungsanleitung liegen dem Modul

die Garantiekarte und

ein 6-poliger Schraub-Steckverbinder (für den Control Port) bei. Die Garantiekarte muss vollständig ausgefüllt sein, denn nur so können etwaige Garantieansprüche geltend gemacht werden. Bewahren Sie zusätzlich zur Garantiekarte auch den Kaufbeleg, der den Termin der Übergabe festlegt, auf. Sie haben auf das Modul 36 Monate Garantie, die ab dem Zeitpunkt der Aushändigung durch den Händler gilt.

1. Endstufe ausschalten und Netzstecker abziehen

2. Leerblende an Rückwand der Endstufe abschrauben (4 Schrauben)

3. RCM-26-Modul in Slot einschieben und mit 4 Schrauben an Rückwand

befestigen (siehe Abbildung 1.1) Abbildung 1.1: Einbau des RCM-26 in eine Endstufe

4. CAN-Adresse des Moduls über ADDRESS-Wahlschalter einstellen

5. Anschließen benötigter Schnittstellen (CAN, Audio, Control Port, RS-232)

6. Netzkabel in Endstufe einstecken und Endstufe einschalten

7. Das RCM-26-Modul wird in der Endstufe automatisch erkannt

Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart Das RCM-26 befindet sich ab Werk in der empfohlenen Pre-Fader-Betriebsart, die Eingangspegel-Regler der Endstufe werden also durch Einbau des RCM-26 außer Betrieb genommen. Sollen die Eingangspegel-Regler bei eingebautem RCM-26 verwendbar sein, muss das RCM-26 auf Post-Fader-Betriebsart umgebaut werden. Der Umbau erfolgt durch Umstecken der Jumper JP1 bis RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

JP5 auf der Platine des RCM-26. Folgende Abbildung zeigt die Jumperstellungen der Pre-Fader- bzw. Post-Fader-Betriebsart. Es sind ausschließlich die in Abbildung 1.2 dargestellten Jumperstellungen zulässig. Abbildung 1.2: Jumperstellung des RCM-26 in Pre-Fader-Betriebsart (links) und Post-Fader-Betriebsart (rechts) Hinweis: Bei RCM-26 Remote Control Modulen, die 2006 produziert wurden, sind an den Positionen JP1 bis JP5 keine Jumper vorhanden. Der Umbau muss in diesem Fall über „cut&solder“ erfolgen, das bedeutet:

1. Die Leiterbahn zwischen dem oberen und mittleren Kontakt der JP1 bis JP5

muss jeweils sorgfältig durchtrennt werden.

2. Zwischen dem mittleren und unteren Kontakt der JP1 bis JP5 muss jeweils

eine Drahtbrücke eingelötet werden.

Zur Konfiguration und Bedienung eines Remote Amplifiers mit RCM-26 wird die PC-Software IRIS-Net™ (Intelligent Remote & Integrated Supervision) verwendet. Die gesamte Konfiguration des RCM-26 kann hierbei offline auf dem PC erstellt werden. In den Hilfe-Dateien von IRIS-Net™ finden Sie sämtliche Hinweise für die Konfiguration, Bedienung und Überwachung aller RCM-26 Funktionen. Folgende Abbildungen zeigen ein Beispiel eines Endstufensystems in IRIS-Net™ und den DSP-Flussgraphen eines RCM-26.

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung Abbildung 1.3: Endstufensystem in IRIS-Net™ mit Bedienelementen Abbildung 1.4: DSP-Flussgraph des RCM-26 RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

2 Bedienelemente und Anschlüsse 1, AES/EBU-IN Neben den internen Analogeingängen steht ein digitaler AES/EBU Eingang (AES3) zur Verfügung. Das digitale Eingangssignal wird an die Buchse AES/ EBU IN angeschlossen. Es handelt sich um einen symmetrischen Eingang mit Übertrager zur galvanischen Isolierung. Über einen Sample-Rate-Converter wird das Signal an die interne Abtastrate angepasst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das RCM-26 auf die externe Abtastrate zu synchronisieren. Details hierzu finden Sie in den Hilfe-Dateien von IRIS-Net™. Folgende Abbildung zeigt die Belegung der Eingangsbuchse. Abbildung 2.1: Belegung der AES/EBU-Eingangsbuchse

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung 2, AES/EBU-OUT Die Buchse AES/EBU OUT dient zum Durchschleifen des Digitalen Audiosignals zu weiteren RCM-26 Modulen. Das digitale Eingangssignal wird intern gepuffert und aufbereitet (Pegelaufholung / Flankensteilheit) und am OUTAnschluss wieder zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine einfache Verkabelung von Modul zu Modul wobei auf die sonst notwendigen AES/EBU Verteilerverstärker verzichtet werden kann. Für den Havariefall besitzt das RCM-26 ein Bypass-Relais, welches z. B. bei Stromausfall das Signal von AES/EBU IN auf AES/EBU OUT durchschaltet und so den störungsfreien Betrieb der nachfolgenden Remote Verstärker gewährleistet. Abbildung 2.2: Belegung der AES/EBU-Ausgangsbuchse 3, LOCK-LED Die LOCK-LED leuchtet grün, wenn der AES/EBU-Eingang auf das empfangene Signal synchronisiert ist und die Audioübertragung in Ordnung ist. Wenn die LOCK-LED nicht leuchtet, liegt entweder kein digitales Audiosignal an, oder die interne PLL ist nicht auf das ankommende Signal eingerastet. Falls der Digital-Eingang gewählt ist, wird das Audiosignal in diesem Fall stumm geschaltet. 4, REMOTE CAN BUS-Anschlüsse Das RCM-26 Modul besitzt zwei Neutrik EtherCon® RJ-45-Buchsen für den REMOTE CAN BUS. Die Buchsen sind parallel geschaltet und dienen als Eingang und zum Weiterschleifen des Remote-Netzwerkes. Zur Verkabelung innerhalb des Racks können handelsübliche RJ-45-Netzwerkkabel verwendet werden. Bei größeren Leitungslängen sind die CAN-Richtlinien zu beachten. Der CAN-Bus benötigt an beiden Enden einen 120 Ω Abschluss-Stecker. Ausführliche Richtlinien zur Verdrahtung und Buslänge sind im Abschnitt "Remote-Control-Netzwerk" ab Seite 39 zu finden. RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

In der Netzwerk-Verkabelung ist neben dem CAN-Bus auch ein symmetrisches Audio-Monitor-Signal mitgeführt. Dieser Monitorbus ermöglicht das softwaregesteuerte Abhören der Eingangs- oder Ausgangssignale aller im RemoteNetzwerk vorhandenen Endstufen ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand. Der Nenn-Ausgangspegel beträgt +6 dBu (1.55 V), der maximale Ausgangspegel liegt bei +21 dBu (8.7 V). Der CAN-Bus erlaubt die Verwendung unterschiedlicher Datenraten, wobei die Datenrate indirekt proportional zur Buslänge ist. Wenn das Netzwerk nur eine geringe Ausdehnung hat, sind Datenraten bis zu 500 kbit/s möglich. Bei größeren Ausdehnungen muss die Datenrate herab-gesetzt werden (bis zur minimalen Datenrate von 10 kbit/s). HINWEIS: The Datenrate ist auf 10 kbit/s voreingestellt. Die folgende Tabelle erläutert den Zusammenhang zwischen Datenrate und Buslänge bzw. Netzwerkausdehnung. Buslängen über 1000 Meter sollten grundsätzlich nur mit CAN-Repeatern realisiert werden. Datenrate (in kbit/s) Buslänge (in m)

Tabelle 2.1: Datenrate und Buslänge in CAN-Netzwerken Abbildung 2.3: Belegung der CAN-Buchse

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung Abbildung 2.4: Belegung des CAN-Steckers Kabelfarbe nach Pin Name

CAN_L (-) Blau gestreift

MONITOR BUS - Braun T568A T568B Grün Orange Tabelle 2.2: Übersicht CAN-Stecker 5, STATUS LED Die STATUS-LED dient zur Kontrolle der Kommunikation auf dem CAN-Bus. Die LED blinkt regelmäßig alle 3 Sekunden kurz auf, wenn das Modul mit 00 adressiert und damit softwaremäßig vom CAN-Bus abgekoppelt ist. Wenn eine Adresse zwischen 01 und 250 eingestellt ist, aber noch keine CAN-Bus Aktivität stattgefunden hat, blinkt die LED regelmäßig jede Sekunde kurz auf. Sobald eine Kommunikation am CAN-Bus erkannt wurde, wird die LED immer dann für mindestens 100 ms aktiviert, wenn die Endstufe selbst Daten auf den CAN-Bus sendet. 6, ADDRESS-Wahlschalter Mit den beiden ADDRESS-Wahlschaltern wird die NetzwerkAdresse des RCM-26 eingestellt. In einem CAN-Netzwerk können die Adressen 01 bis 250 (FA hex) verwendet werden. Die Adresseinstellung erfolgt im hexadezimalen Zahlen- RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

system. Der Wahlschalter LOW ist für das niederwertige Digit, der Schalter HIGH für das höherwertige Digit. ACHTUNG: Jede Adresse darf im System nur einmal vorkommen, da es sonst zu Netzwerk-Konflikten kommt. HIGH LOW Adresse

B...F reserviert Tabelle 2.3: CAN-Adressen Die Adresse 0 (00 hex, Auslieferungszustand) sorgt dafür, dass das RCM-26 von der Remote-Kommunikation getrennt ist. Das Modul erscheint somit nicht im System, auch wenn es am CAN-Bus angesteckt ist.

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung 7, CONTROL PORT Der CONTROL PORT des RCM-26 enthält zwei Steuereingänge, zwei Steuerausgänge und Referenzanschlüsse für +5V und Masse. Die Steuereingänge sind mit Hilfe von IRIS-Net™ konfigurierbar und können z. B. zur Power On / Standby Umschaltung, zur Presetumschaltung oder zur Parameterkontrolle verwendet werden. Die beiden Steuerkontakte IN1 und IN2 liegen intern über Pull-Up Widerstände auf +5V (offen). Zum Aktivieren können die Steuereingänge über externe Schalter, Taster oder Relais gegen Masse (Pin 3) geschlossen werden. Die beiden Steuerausgänge OUT1 und OUT2 sind Open Collector Outputs, die im nichtaktiven Zustand (Off) hochohmig sind. Im aktiven Zustand (On) sind die Ausgänge gegen Masse geschlossen. Die Steuerausgänge werden über IRISNet™ konfiguriert und dienen zur Signalisierung interner Zustände. LEDs, Kontrollleuchten oder Relais können direkt angesteuert werden. Der +5V Referenzanschluss dient zur Versorgung der extern angeschlossenen Elemente. ACHTUNG: Der maximal zulässige Strom am Ausgang +5V beträgt 200 mA. 8, RS-232-Schnittstelle Die RS-232-Schnittstelle dient der Verbindung des RCM-26 mit Mediensteuerungssystemen bzw. Gebäudemanagementsystemen. Über RS232 können sämtliche Parameter gesteuert und abgefragt werden. Die Kommunikation erfolgt über ein einfach zu implementierendes ASCII-Protokoll. Programmierhinweise und eine vollständige Protokollbeschreibung sind in der IRIS-Net™-Dokumentation enthalten. In folgender Abbildung sind die im RCM-26 verwendeten Pins der RS-232Schnittstelle angegeben. Das zur Verbindung des RCM-26 mit einem anderen RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

Gerät verwendete RS-232-Kabel sollte eine Länge von 15 Meter nicht überschreiten. Abbildung 2.5: Belegung der RS-232-Schnittstelle Die RS-232-Schnittstelle im RCM-26 hat eine feste Werkseinstellung, die in folgender Tabelle angegeben ist. Ein angeschlossenes Gerät (z. B. PC mit Terminalprogramm, Mediensteuerung) muss identisch konfiguriert sein, damit eine Datenübertragung möglich ist. Parameter Wert Datenbits

Geschwindigkeit 19200 bit/s Tabelle 2.4: Parameter der RS-232-Schnittstelle

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung 3 Remote-Control-Netzwerk Der CAN-Bus verwendet als Netzwerktopologie die so genannte „Bus- oder Linien-Topologie“. Das heißt, alle Teilnehmer sind an einer einzigen Zweidrahtleitung (Twisted-Pair-Kabel, geschirmt oder ungeschirmt) angeschlossen, wobei die Verkabelung von einem Busteilnehmer zum nächsten verlaufen muss. Jedes Gerät kann hierbei uneingeschränkt mit jedem anderen Gerät kommunizieren. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob der Busteilnehmer ein RCM-26, ein USB-CAN-Converter oder ein anderes Gerät ist. Somit kann das RCM-26 an beliebiger Stelle am CAN-Bus betrieben werden. Insgesamt können bis zu 100 Geräte an einem CAN-Bus angeschlossen werden. Der CAN-Bus muss an beiden Enden mit einem 120 Ω Abschlusswiderstand terminiert werden. Bei fehlender oder falscher Terminierung können Funktionsstörungen auftreten, da ein Signal auf einem Bus an beiden Bus-Enden reflektiert wird. Durch Überlagerung der Reflexionen mit dem ursprünglichen Signal wird dieses verzerrt, was zu Datenverlusten führen kann. Zur Verhinderung oder Minimierung von Reflexionen an den Bus-Ende werden daher Terminatoren verwendet, um die Energie des Signals dort zu "absorbieren". Da die CAN-Schnittstelle in allen EVI Audio Geräten galvanisch getrennt von den übrigen Schaltungsteilen aufgebaut ist, wird auch eine gemeinsame Masseleitung (CAN_GND) in der Netzwerkverkabelung mitgeführt (siehe folgende Abbildung). Damit ist sichergestellt, dass alle CAN-Schnittstellen im Netzwerk auf einem gemeinsamen Potential liegen. Abbildung 3.1: CAN-Bus mit Linien-Topologie RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

Durch einen CAN-Bus-Repeater kann eine Verbindung zwischen zwei unabhängigen und in sich abgeschlossenen CAN-Bus-Systemen hergestellt werden. Hierdurch lassen sich folgende Ziele erreichen:

Erhöhung der maximalen Teilnehmerzahl am CAN-Bus An einem einzelnen CAN-Bus können maximal 100 Geräte angeschlossen werden, durch die Verbindung mehrerer CAN-Bus-Systeme durch CANBus-Repeater lässt sich diese Zahl auf bis zu 250 erhöhen. Die Beschränkung auf genau 250 Geräte folgt aus dem verwendeten Adressierungsschema des CAN-Busses, dieses erlaubt die Vergabe von höchstens 250 unterschiedlichen CAN-Geräteadressen.

Verbesserung der Signalqualität auf dem CAN-BUS Bei CAN-Bus-Systemen, deren Buslänge 1000 Meter überschreitet, sollte ein CAN-Bus-Repeater verwendet werden. Der CAN-Bus-Repeater führt eine Aufbereitung und Verstärkung der Bussignale durch. Die dabei auftretende interne Laufzeit des Repeaters von ca. 150 ns entspricht einer Verlängerung des Busses um ca. 45 Meter.

Bildung alternativer Netztopologien Durch die Verwendung von einem oder mehreren Repeatern ist neben der oben dargestellten Bus-Topologie auch der Aufbau anderer Netztopologien, etwa einer Stern-Topologie, möglich.

Die folgenden beiden Abbildungen zeigen Beispiele von Systemverdrahtungen eines Remote-Control-Netzwerks. Zur Verbindung des Remote-Control-Netzwerks mit einem PC wird jeweils ein USB-CAN-Converter verwendet. Abbildung 3.2: 5 Remote-Amplifier (mit RCM-26) und ein USB-CAN-Converter am Bus-Anfang. Abschluss-Stecker am USB-CAN-Converter und am RCM-26 des Remote-Amplifier 5 RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

Abbildung 3.3: System mit 2 Racks und einem USB-CAN-Converter. AbschlussStecker am Remote-Amplifier 6 (Bus-Anfang) und Remote-Amplifier 12 (BusEnde)

3.2 Leitungsspezifikation

Gemäß dem ISO 11898-2 Standard sollten für den CAN-Bus als Datenübertragungskabel vorzugsweise Twisted-Pair-Leitungen, geschirmt oder ungeschirmt, mit einem Wellenwiderstand von 120 Ω zum Einsatz kommen. Als Leitungsabschluss muss an beiden Enden ein Abschlusswiderstand von 120 Ω vorgesehen werden. Die maximale Buslänge ist abhängig von der Datenübertragungsrate, von der Art des Datenübertragungskabels sowie von der Anzahl

RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung der Bus-Teilnehmer. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Zusammenhänge für CAN-Netzwerke mit bis zu 64 Teilnehmern. Datenübertragungskabel Buslänge (in m) Widerstandsbelag Kabelquerschnitt (in mΩ/m) Abschlusswiderstand (in Ω) Max. Datenübertragungsrate

1000 kbit/s bei 40 m

500 kbit/s bei 100 m

< 40 0,5...0,6 mm² AWG 20 150...300* 100 kbit/s bei 500 m

  • Bei langen Leitungen und vielen Geräten am CAN-Bus werden hochohmigere Abschlusswiderstande als die spezifizierten 120 Ω empfohlen, um die ohmsche Last für die Schnittstellentreiber und damit den Spannungsabfall von einem zum anderen Leitungsende zu verringern. Die nächste Tabelle dient zur ersten Abschätzung des erforderlichen Kabelquerschnitts für unterschiedliche Buslängen und verschiedene Anzahl der BusTeilnehmer. Buslänge (in m) Anzahl der Geräte am CAN-Bus

0,25 mm² bzw. AWG24 0,34 mm² bzw. AWG22 0,34 mm² bzw. AWG22

0,34 mm² bzw. AWG22 0,5 mm² bzw. AWG20 0,5 mm² bzw. AWG20

0,75 mm² bzw. AWG18 0,75 mm² bzw. AWG18 1,0 mm² bzw. AWG17 Wenn ein Teilnehmer nicht direkt am CAN-Bus angeschlossen werden kann, muss eine Stichleitung (Abzweigleitung) verwendet werden. Da an einem CANBus immer genau zwei Abschlusswiderstände vorhanden sein müssen, kann eine Stichleitung nicht terminiert sein. Dadurch entstehen wiederum RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

Reflexionen, die den übrigen Bus beeinträchtigen. Zur Begrenzung dieser Reflexionen sollten diese Stichleitungen bei Datenübertragungsraten bis zu 125 kbit/s eine Einzellänge von max. 2 Meter und bei höheren Bitraten von max. 0,3 Meter nicht überschreiten. Die Gesamtlänge aller Abzweigleitungen sollte 30 Meter nicht übersteigen. Grundsätzlich gilt:

Für die Rack-Verdrahtung können handelsübliche RJ-45-Patchkabel mit 100 Ω Wellenwiderstand verwendet werden (AWG 24 / AWG 26), wenn es sich nur um kurze Strecken handelt (bis zu 10 Meter).

Für die Verdrahtung der Racks untereinander und in der Gebäudeinstallation sind unbedingt die oben genannten Richtlinien für die Netzwerkverkabelung einzuhalten. RCM-26 Remote Control Module Bedienungsanleitung

4.1 Specifications/Technische Daten