RCM-26 - Mikrofon ELECTRO-VOICE - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG RCM-26 ELECTRO-VOICE
OWNER'S MANUAL BEDIENUNGSANLEITUNG MODE D'EMPLOI

RCM-26
Remote Control Module
CONTENTS
Introduction 6
Systembeschreibung 27
Auspacken & Garantie 28
Installationshinweise 29
Einbau 29
Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart 29
IRIS-Net 30
Bedienelemente und Anschlüsse 32
1, AES/EBU-IN. 32
2, AES/EBU-OUT. 33
3, LOCK-LED. 33
4, REMOTE CAN BUS-Anschlisse 33
5, STATUS LED. 35
6, ADDRESS-Wahlschalter 35
7, CONTROL PORT 37
8, RS-232-Schnittstelle 37
Remote-Control-Netzwerk 39
Systembeispiele 41
Leitungsspezifikation 42
MATIÈRES
Introduction 49
Specifications/Technische Daten 68
Block Diagram / Blockschaltbild 71
Dimensions / Abmessungen 72
BEDIENUNGSPANLEITUNG

RCM-26
Remote Control Module
INHALT
Einleitung 27
Systembuchung 27
Auspacken & Garantie 28
Installationshinweise 29
Einbau 29
Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart 29
IRIS-Net 30
Bedienelemente und Anschlüsse 32
1,AES/EBU-IN. 32
2,AES/EBU-OUT. 33
3, LOCK-LED. 33
4, REMOTE CAN BUS-Anschlisse 33
5, STATUS LED. 35
6, ADDRESS-Wahlschalter 35
7, CONTROL PORT 37
8, RS-232-Schnittstelle 37
Remote-Control-Netzwerk 39
Systembeispiele 41
Leitungsspezifikation 42
Appendix 68
Specifications/Technische Daten 68
Block Diagram / Blockschaltbild 71
Dimensions / Abmessungen 72
WICHTIGESICHERHEITSHINWEISE

CAUTION RISK OF ELECTRIC SHOCK DO NOT OPEN

Das Blitzsymbol innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf nicht isolierte Leitungen und Kontakte im Geräteinneren hinweisen, an denen hohe Spannungen anliegen, die im Fall einer Berührung zu生物学gebährlichen Stromschlagen führen können.

Das Ausrufezeichen innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf wichtige Bedienungs- sowie Servicehinweise in der zum Gerät gehörenden Literatur aufmerksam machen.
- Lesen Sie diese Hinweise.
- Heben Sie diese Hinweise auf.
- Beachen Sie alle Warnungen.
- Richten Sie sich nach den Anweisungen.
- Betreiben Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Höhe von Wasser.
- Verwenden Sie zum Reinigen des Gerätes ausschließlich ein trockenes Tuch.
- Verdecken Sie keine Lufungsschlitze. Beachten Sie bei der Installation des Gerätes stets die entsprichenden Hinweise des Herstellers.
- Vermeiden Sie die Installation des Gerätes in der Höhe von Heizkörpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderer Wärmequellen.
- Achtung: Gerät nur an Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss betreiben. Setzen Sie die Funktion des Schutzleiteranschlusses des mitgelieferten Netzanschlusskabels nicht außer Kraft. Solte der Stecker des mitgelieferten Kabels nicht in ihre Netzsteckdose passen, setzen Sie sich mit ihrem Elektriker in Verbindung.
- Sorgen Sie davon, dass das Netzkabel nicht betreten wird. Schützen Sie das Netzkabel vor Quetschungen insbesondere am Gerästecker und am Netzstecker.
- Verwenden Sie mit dem Gerät ausschließlich Zubehör/Erweiterungen, die vom Hersteller hierzu vorgesehen sind.
- Ziehen Sie bei Blitzschlaggefahr oder bei längerem Nichtgebrauch den Netzstecker.
- Überlassen Sie s amliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker. Servicearbeiten sind notwendig, sobald das Gerät auf irgende Weise beschädigt wurde, wie z.B. eine Beschädigung des Netzkabels oder des Netzsteckers, wenn eine Flüssigkeit in das Gerät geschüttet wurde oder ein Gegenstand in das Gerät gefallen ist, wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, oder wenn es nicht normal arbeitet oder fallengelassen wurde.
- Stellen Sieitte beire Sicher, dass kein Tropf- oder Spritzwasser ins Geräeinnere eindringen kann. Platzieren Sie keine mit Flüssigkeiten gefullten Objekte, wie Vasen oder Trinkgefäre, auf dem Gerät.
- Um das Gerät komplett spannungsfrei zu schalten, muss der Netzstecker gezogen werden.
- Beim Einbau des Gerätes ist zu beachten, dass der Netzstecker liegt zugänglich bleibt.
- Stellen Sie keine offenen Brandquellen, wie z.B. brennende Kerzen auf das Gerät.
- Dieses SCHUTZKLASSE I Gerät muss an eine NETZ-Steckdose mit Schutzleiter-Anschluss angeschlossen werden.
WICHTIGESERVICEHINWEISE
ACHTUNG: These Servicehinweise sind ausschließlich zur Verwendung durch qualifiziertes Servicepersonal. Um die Gefahr eines elektrischen Schlages zu vermeiden, führen Sie keine Wartungsarbeiten durch, die nicht in der Bedienungsanleitung beschreiben sind, außer Sie sind hierfür qualifiziert. Überlassen Sie samsliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker.
- Bei Reparaturarbeiten im Gerät sind die Sicherheitsbestimmungen nach EN 60065 (VDE 0860) einzuhalten.
- Bei allen Arbeits, bei denen das geöffnete Gerät mit Netzspannung verbunden ist und betrieben wird, ist ein Netz-Trenntransformer zu verwenden.
- Vor einem Umbau mit Nachrustsätzen, Umschaltung der Netzspannung oder sonstigen Modifikationen ist das Gerät stromlos zu schalten.
- Die Mindestabstände zwischen netzspannungsfuhrenden Teilen und berührbaren Metallteilen (Metallgehause) bzw. zwischen den Netzpolen betragen 3 mm und sind unbedingt einzuhalten.
- Die Mindestabstände zwischen netzspannungsfuhrenden Teilen und Schaltungsteilen, die nicht mit dem Netz verbunden sind (sekundär), betragen 6 mm und sind unbedingt einzuhalten.
- Spezielle Bauteile, die im Stromlaufplan mit dem Sicherheitssymbol gekennzeichnet sind (Note),)durfen nur durch Originaleile ersetzt werden.
- Eigenmächtige Schaltungsänderungen * dürfen nicht vorgenommen werden .
- Die am Reparaturort gultigen Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaften sind einzuhalten. Hierzu gehört auch die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes.
- Die Vorschriften im Umgang mit MOS-Bauteilen sind zu beachten.
NOTE:

Entsorgung von gebrauchten elektrischen und elektronischen Geräten (Anzuwenden in den Ländern der Europäischen Union und anderen europäischen Ländern mit einem separaten Sammelsystem für diese Geräte). Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist daraufhin, dass diese Produkte nicht als normaler Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern bei einem Telex Handler abgegeben werden muss.
1 Einleitung
1.1 Systembeschreibung
Das RCM-26 Remote Control Modul ist ein zweikanaliges Digital-Controler Modul für Live Sound, PA und Festinstallation. Das Modul kann in verschiedene den Electro-Voice® und Dynacord® Verstärkern verwendet werden. Durch den Einbau des RCM-26 wird aus einem konventionellen Verstärker ein Remote Amplifier, und man hat zu jedem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick über den gesamten Systemzustand und die Kontrolle über alle Systemparameter.
RCM-26 Module erlauben die Integration der Veränder in ein Remote-Control Netzwerk mit bis zu 250 Geräten. Damit kann ein komplettes PA-System von einem oder mehreren PCs mit Hilfe der Software IRIS-Net™ - Intelligent Remote & Integrated Supervision - gesteuert und überwacht werden. Sümmtliche Betriebszustände, z. B. Einschaltstatus, Temperatur, Aussteuerung, Limiting, Ansprechen von Schutzschaltungen, Abweichungen der Lastimpedanz usw., werden in IRIS-Net™ zentral erfasst und dargestellt. Dadurch kann schon vom dem Auftreten von kritischen Betriebzuständen reagiert und gezielt eingegriffen werden. Eine automatische Reaktion bei Über- oder Unterschreitung bestimmter Grenzwerte ist ebenfalls programmierbar.
Der Einbau eines RCM-26 erhögt durch die integrierte Impedanz-Messfunktion eine wesentlich genaure Überprüfung der angeschlossenen Laufsprecher. Die Impedanz-Messfunktion bestimmt mit Hilfe des internen Signal-Generators und der Strom-/Spannungsmessung die Impedanz der Laufsprecher inklusive Frequenzweiche und Zuleitung über den gesamten Frequenzbereich. Die gemessene Impedanz wird in IRIS-Net™ als Impedanzkurve grafisch dargestellt. Diese kann jederzeit mit einer früher abgespeicherten Referenzkurve verglichen werden, wodurch schon geringste Laufsprecherdefekte oder Mängel erkennbar sind.
Alle Parameter, z. B. Power On/Off, Level, Mute, Filter usw. sind in Echtzeit steuerbar und konnen im Verstärker abgespeichert werden. Neben der Steuerung und Überwachung des Verstärkers bietet das RCM-26 alle konventionellen Signalverarbeitungsfunktionen, wie parametrische Equalizer, Frequenzweichen, Delays, Kompressor und Limiter. Darüber hinaus stehen Linear-Phase FIR-Filter, Zero-Latency FIR-Filter und digitale Laufsprecherschutz-Algorthmen zur optimalen Ausnutzung der Verstärker-Dynamik zur Verfugung. Sümmtliche DSP-Einstellungen sind frei editierbar und konnen auf dem Modul in User Memories
abgespeichert werden. Unabhängig von der Kontrolle durch das Netzwerk bleiben in einem Havariefall alle Einstellungen (Filter, Delay, Level usw.) erhalten.
Weiterhin finds sich am RCM-26 ein Control Port mit frei programmierbaren Steuereingänge und Steuerausgaben. An die Steuereingänge (GPI's) können Schalter angeschlossen werden. In IRIS-Net™ lessen sich beliebige Logikfunktionen für die Eingänge programmieren (z. B. Umschaltung auf ein Alarmierungs-Preset mit maximaler Energie im Sprachbereich). An den Steuerausgaben (GPO's) konnen externe Elemente angeschlossen werden, die etwa zur Signalisierung bestimmter Zustände verwendet werden. Damit wird ein Veränderer mit RCM-26-Modul hochsten Sicherheitsanforderungen gerecht.
Beim Hardware-Design des RCM-26 wurde auf kompromisslose Audioqualität hochster Wert gelegt. Es stehen sowohl analoge Audioeingänge (intern, mit Pre-/Post-Fader Umschaltung) als auch ein AES3 (AES/EBU) Digital-Audioeingang mit XLR-Buchse zur Verfügung. Bei Verwendung des digitalen Audioeingangs beträgt die Dynamik 128 dB. Der analoge Audioeingang erreicht eine Dynamik von 120 dB, eben falls ein absoluter Spitzenwert für digitale Audiogeräte.
Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Überwachung von Verständern mit eingebauten RCM-26 Modulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net™ enthalten
1.2 Auspacken & Garantie
Öffnen Sie die Verpackung und entnahmen Sie das RCM-26 Modul. Zusätzlich zu dieser Bedienungsanleitung liegen dem Modul
die Garantiekarte und
- ein 6-poliger Schraub-Steckverbinder (für den Control Port)
bei.
Die Garantiekarte muss vollständig ausgefüllt sein, Denn nur so konnen etwaige Garantieansprüche geltend gemacht werden. Bewahren Sie zusätzlich zur Garantiekarte auch den Kaufbeleg, der den Termin der Übergabe festlegt, auf.
Sie haben auf das Modul 36 Monate Garantie, die ab dem Zeitpunkt der Aushängigung durch den Handler gilt.
1.3 Installationshinweise
Einbau
- Endstufe ausschalten und Netzstecker abziehen
- Leerblende an Rückwand der Endstufe abschrauben (4 Schrauben)
- RCM-26-Modul in Slot einschieben und mit 4 Schrauben an Rückwand befestigen (siehe Abbildung 1.1)

Abbildung 1.1: Einbau des RCM-26 in eine Endstufe
- CAN-Adresse des Moduls über ADDRESS-Wahlschalter einstellen
- Anschließlich benöttiger Schnittstellen (CAN, Audio, Control Port, RS-232)
- Netzkabel in Endstufe einstecken und Endstufe einschalten
- Das RCM-26-Modul wird in der Endstufe automatisch erkannt
Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart
Das RCM-26 befindet sich ab Werk in der empfohlenen Pre-Fader-Betriebsart, die Eingangspegel-Regler der Endstufe werden also durch Einbau des RCM-26 außer Betrieb genommen. Sollen die Eingangspegel-Regler bei eingebautem RCM-26 verwendbar sein, muss das RCM-26 auf Post-Fader-Betriebsart umgebaut werden. Der Umbau erfolgt durch Umstecken der Jumper JP1 bis
JP5 auf der Platine des RCM-26. Folgende Abbildung zeigt die Jumperstellungen der Pre-Fader-bzw. Post-Fader-Betriebsart. Es sind ausschließlich die in Abbildung 1.2 dargestillten Jumperstellungen zulässig.


Abbildung 1.2: Jumperstellung des RCM-26 in Pre-Fader-Betriebsart (links) und Post-Fader-Betriebsart (rechts)
Hinweis:
Bei RCM-26 Remote Control Modulen, die 2006 produziert wurden, sind an den Positionen JP1 bis JP5 keine Jumper vorhanden. Der Umbau muss in thisem Fall über „cut&solder“ erfolgen, das bedeutet:
- Die Leiterbahn zwischen dem oberen und mittleren Kontakt der JP1 bis JP5 muss jeweils sorgfältig durchtrennt werden.
- Zwischen dem mittleren und unteren Kontakt der JP1 bis JP5 muss jeweils eine Drahtbrücke eingelötet werden.
1.4 IRIS-Net
Zur Konfiguration und Bedienung eines Remote Amplifiers mit RCM-26 wird die PC-Software IRIS-NetTM (Intelligent Remote & Integrated Supervision) verwendet. Die gesamte Konfiguration des RCM-26 kann hierbei offline auf dem PC erstellt werden. In den Hilfe-Dateien von IRIS-NetTM finden Sie sãmtliche Hinweise für die Konfiguration, Bedienung und Überwachung aller RCM-26 Funktionen. Folgende Abbildungen zeigen ein Beispiel eines Endstufensystems in IRIS-NetTM und den DSP-Flussgraphen eines RCM-26.

Abbildung 1.3: Endstufensystem in IRIS-Net™ mit Bedienelementen

Abbildung 1.4: DSP-Flussgraph des RCM-26
2 Bedienelemente und Anschlüsse

1, AES/EBU-IN
Neben den internen Analogeingängen steht ein digitaler AES/EBU Eingang (AES3) zur Verfugung. Das digitale Eingangssignal wird an die Buchse AES/ EBU IN angeschlossen. Es handelt sich um einen symmetrischen Eingang mit Übertrager zur galvanischen Isolierung. Über einen Sample-Rate-Converter wird das Signal an die interne Abstraute angepasst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das RCM-26 auf die externe Abstraute zu synchronisieren. Details hierzu finding Sie in den Hilfe-Dateien von IRIS-Net™. Folgende Abbildung zeigt die Belegung der Eingangsbuchse.

Abbildung 2.1: Belegung der AES/EBU-Eingangsbuchse
2, AES/EBU-OUT
Die Buchse AES/EBU OUT dient zum Durchschnitten des Digitalen Audiosignals zu weiteren RCM-26 Modulen. Das digitale Eingangssignal wird intern gepuffert und aufbereitet (Pegelaufholung / Flankensteilheit) und am OUT-Anschluss wieder zur Verfügung gestellt. Dies ermöglich eine einfache Verkabelung von Modul zu Modul wobei auf die sonst notwendigen AES/EBU Verceilerveränderter verzichtet werden kann.
Für den Havariefall besitzt das RCM-26 ein Bypass-Relais, welches z. B. bei Stromausfall das Signal von AES/EBU IN auf AES/EBU OUT durchschnittet und so den störungsfreien Betrieb der nachfolgenden Remote Veränderung gewährleistet.

Abbildung 2.2: Belegung der AES/EBU-Ausgangsbuchse
3, LOCK-LED
LOCK
Die LOCK-LED leuchtet grün, wenn der AES/EBU-Eingang auf das empfangene Signal synchronisiert ist und die Audiübertragung in Ordnung ist. Wenn die LOCK-LED nicht leuchtet, liegt entweder kein digitales Audiosignal an, oder die interne PLL ist nicht auf das ankommende Signal eingerastet. Falls der Digital-Eingang gewählt ist, wird das Audiosignal in diesen Fall stumm geschählt.
4, REMOTE CAN BUS-Anschlüsse
Das RCM-26 Modul besitz zwei Neutrik EtherCon® RJ-45-Buchsen für den REMOTE CAN BUS. Die Buchsen sind parallel geschaltet und dienen als Eingang und zum Weiterschleifen des Remote-Netzwerkes. Zur Verkabelung innerhalb des Racks konnen handelsübliche RJ-45-Netzwerkkabel verwendert werden. Bei größeren Leitungslangen sind die CAN-Richtlinien zu beachten. Der CAN-Bus besteht an beiden Enden einen 120 Ω Abschluss-Stecker. Ausfuhrliche Richtlinien zur Verdraughtung und Buslänge sind im Abschnitt "Remote-Control-Netzwerk" ab Seite 39 zu finden.
In der Netzwerk-Verkabelung ist kein dem CAN-Bus auch ein symmetrisches Audio-Monitor-Signal mitgeführt. Diese Monitorbus ermöglich das software-gesteuerte Abhören der Eingangs- oder Ausgangssignale aller im Remote-Network vorhandenen Endstufen ohne zusätzlichen Verdraughtungsaufwand. Der Nenn-Ausgangspiegel beträgt +6 dBu (1.55 V), der maximale Ausgangspiegel liegt bei +21 dBu (8.7 V).
Der CAN-Bus erlaubt die Verwendung unterschiedlicher Datenraten, wobei die Datenrate indirect proportional zur Buslänge ist. Wenn das Netzwerk nur eine geringe Ausdehnung hat, sind Datenraten bis zu 500 kbit/s möglich. Bei größeren Ausdehnungen muss die Datenrate herab-gesetzt werden (bis zur minimalen Datenrate von 10 kbit/s).
HINWEIS: The Datenrate ist auf 10 kbit/s voreingestellt.
Die folgende Tabelle erläutert den Zusammenhang zwischen Datenrate und Buslänge bzw. Netzwerkausdehnung. Buslängen über 1000 Meter sollenn grundsätzlich nur mit CAN-Repeatern realisiert werden.
Tabelle 2.1: Datenrate und Buslänge in CAN-Netzwerken
| Datenrate (in kbit/s) | Buslänge (in m) |
| 500 | 100 |
| 250 | 250 |
| 125 | 500 |
| 62,5 | 1000 |
| 20 | 2500 |
| 10 | 5000 |

Abbildung 2.3: Belegung der CAN-Buchse

Abbildung 2.4: Belegung des CAN-Steckers
Tabelle 2.2: Übersicht CAN-Stecker
| Pin | Name | Kabelfarbe nach | |
| T568A | T568B | ||
| 2 | CAN_GND | Grün | Orange |
| 4 | CAN_H (+) | Blau | |
| 5 | CAN_L (-) | Blau gestreift | |
| 7 | MONITOR BUS + | Braun gestreift | |
| 8 | MONITOR BUS - | Braun | |
5, STATUS LED
STATUS
Die STATUS-LED dient zur Kontrolle der Kommunikation auf dem CAN-Bus. Die LED blinkt regelmäßig alle 3 Sekunden kurz auf, wenn das Modul mit 00 adressiert und damit softwaremäßig vom CAN-Bus abgekoppelt ist. Wenn eine Adresse zwischen 01 und 250 eingestellt ist, aber noch keine CAN-Bus Aktivitätstatt-gefunden hat, blinkt die LED regelmäßig jeder Sekunde kurz auf. Sobald eine Kommunikation am CAN-Bus erkannt wurde, wird die LED immer dann für mindestens 100 ms aktiviert, wenn die Endstufe selbst Daten auf den CAN-Bus sendet.
6, ADDRESS-Wahlschalter
Mit den beiden ADDRESS-Wahlschaltern wird die Netzwerk-Adresse des RCM-26 eingestellt. In einem CAN-Netzwerk können die Adressen 01 bis 250 (FA hex) verwendet werden. Die Adresseinstellung erfolgt im hexadezimalen Zahlen-
system. Der Wahlschalter LOW ist für das niederwertige Digit, der Schalter HIGH für das höherwertige Digit.
ACHTUNG:
Jede Adressearfim Systemnur einmalvorkommen,da essonst zu Netzwerk-Konfliktenkommen.
Tabelle 2.3: CAN-Adressen
| HIGH | LOW | Adresse |
| 0 | 0 | Stand-alone |
| 0 | 1...F | 1...15 |
| 1 | 0...F | 16...31 |
| 2 | 0...F | 32...47 |
| 3 | 0...F | 48...63 |
| 4 | 0...F | 64...79 |
| 5 | 0...F | 80...95 |
| 6 | 0...F | 96...111 |
| 7 | 0...F | 112...127 |
| 8 | 0...F | 128...143 |
| 9 | 0...F | 144...159 |
| A | 0...F | 160...175 |
| B | 0...F | 176...191 |
| C | 0...F | 192...207 |
| D | 0...F | 208...223 |
| E | 0...F | 224...239 |
| F | 0...A | 240...250 |
| F | B...F | réserviert |
Die Adresse 0 (00 hex, Auslieferungszustand) sorgt damit, dass das RCM-26 von der Remote-Kommunikation getrennt ist. Das Modul erscheint damit nicht im System, auch wenn es am CAN-Bus angesteckt ist.
7, CONTROL PORT

Der CONTROL PORT des RCM-26 enthalt zwei Steuereingänge, zwei Steuerausgänge und Referenzanschlüsse für +5V und Masse. Die Steuereingänge sind mit Hilfe von IRIS-Net™ konfigurierbar und können z. B. zur Power On / Standby Umschaltung, zur Presetumschaltung oder zur Parameter-
kontrolle verwendet werden. Die beiden Steuerkontakte IN1 und IN2 liegen intern über Pull-Up Widerstände auf +5V (offen). Zum Aktivieren können die Steuereingänge über externe Schalter, Taster oder Relais gegen Masse (Pin 3) geschlossen werden.
Die beiden Steuerausgänge OUT1 und OUT2 sind Open Collector Outputs, die im nichtaktiven Zustand (Off) hochohmig sind. Im aktiven Zustand (On) sind die Ausgänge gegen Masse geschlossen. Die Steuerausgänge werden über IRIS-Net™ konfiguriert und dieren zur Signalisierung intern Zustände. LEDs, Kontrollleuchten oder Relais können direkt angesteuert werden. Der +5V Referenzanschluss dient zur Versorgung der extern angeschlossenen Elemente.
ACHTUNG:
Der maximal zulässige Strom am Ausgang +5V beträgt 200 mA.
8, RS-232-Schnittstelle
Die RS-232-Schnittstelle dient der Verbindung des RCM-26 mit Mediensteuerungssystemen bzw. Gebäu demanagementsystemen. Über RS-232 können s amtliche Parameter gesteuert und abgefragt werden. Die Kommunikation erfolgt über ein einfach zu implementierendes ASCII-Protokoll. Programmierhinweise und eine vollständige Protokollbeschreibung sind in der IRIS-Net™-Dokumentation enthalten.
In folgender Abbildung sind die im RCM-26 verwendeten Pins der RS-232-Schnittstelle angegeben. Das zur Verbindung des RCM-26 mit einem anderen
Gerät verwendete RS-232-Kabel sollte eine Länge von 15 Meter nicht überschreiben.

Abbildung 2.5: Belegung der RS-232-Schnittstelle
Die RS-232-Schnittstelle im RCM-26 hat eine feste Werkseinstellung, die in folgender Tabelle angegeben ist. Ein angeschlossenes Gerät (z. B. PC mit Terminalprogramm, Mediensteuerung) muss identisch konfiguriert sein, damit eine Datenübertragung möglich ist.
Tabelle 2.4: Parameter der RS-232-Schnittstelle
| Parameter | Wert |
| Datenbits | 8 |
| Paritybit | - |
| Stoppbit | 1 |
| Geschwindigkeit | 19200 bit/s |
3 Remote-Control-Netzwerk
Der CAN-Bus verwendet als Netzwerktopologie die so genannte „Bus- oder Linien-Topologie". Das heißt, alle Teilnehmer sind an einer einzigen Zweidrahtleitung (Twisted-Pair-Kabel, geschirmt oder ungeschirmt) angeschlossen, wobei die Verkabelung von einem Busteilnehmer zum nachsten verlaufen muss. Jedes Gerät kann hierbei uneingeschänkt mit jedem anderen GerätCOMMUNIZIEREN. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob der Busteilnehmer ein RCM-26, ein USB-CAN Converter oder ein anderes Gerät ist. Somit kann das RCM-26 an beliebiger Stelle am CAN-Bus betrieben werden. Insgesamt konnen bis zu 100 Geräte an einem CAN-Bus angeschlossen werden.
Der CAN-Bus muss an beiden Enden mit einem 120 Ω Abschlusswiderstand terminiert werden. Bei fehlender oder falscher Terminierung können Funktionstörungen auftreten, da ein Signal auf einem Bus an beiden Bus-Enden reflektiert wird. Durch Überlagerung der Reflexionen mit dem ursprünglichen Signal wird these verzerrt, was zu Datenverlusten führen kann. Zur Verhinderung oder Minimierung von Reflexionen an den Bus-Ende werdenDMAher Terminatoren verwendet, um die Energie des Signals dont zu "absorbieren".
Da die CAN-Schnittstelle in allen EVI Audio Geräten galvanisch getrennt vonden übrigen Schaltungsteilen aufgebaut ist, wird auch eine gemeinsame Masseleitung (CAN_GND) in der Netzwerkverkabelung mitgeführt (siehe folgende Abbildung). Damit ist sichergestellt, dass alle CAN-Schnittstellen im Netzwerk auf einem gemeinsamen Potential liegen.

Abbildung 3.1: CAN-Bus mit Linien-Topologie
Durch einen CAN-Bus-Repeater kann eine Verbindung zwischen zwei unabhängigen und in sich abgeschlossenen CAN-Bus-Systemen hergestellt werden. Hierdurchlassen sich folgende Ziele erreichen:
Erhöhung der maximalen Teilnehmerzahl am CAN-Bus
An einem einzelnen CAN-Bus konnen maximal 100 Geräte angeschlossen werden, durch die Verbindung mehrerer CAN-Bus-Systeme durch CAN-Bus-Repeater{lsst sich diese Zahl auf bis zu 250 erhöhen. Die Beschänkung auf einzel 250 Geräte folgt aus dem verwendeten Adressierungsschema des CAN-Busses,这点es erlaubt die Vergabe von hochstens 250 entsprechenden CAN-Geräteadressen.
Verbesserung der Signalqualität auf dem CAN-BUS
Bei CAN-Bus-Systemen, deren Buslänge 1000 Meter überschreitet, sollen ein CAN-Bus-Repeater verwendet werden. Der CAN-Bus-Repeater führt eine Aufbereitung und Verständung der Bussignale durch. Die damit auftretende interne Laufzeit des Repeaters von ca. 150 ns entspricht einer Veränderung des Busses um ca. 45 Meter.
- Bildung alternative Netztopologien
Durch die Verwendung von einem oder mehreren Repeatern ist darüber den ober dargestellen Bus-Topologie auch der Aufbau anderer Netztopologien, etwa einer Stern-Topologie, möglich.
3.1 Systembeispiele
Die folgenden beiden Abbildungen zeigen Beispiele von Systemverdraughtungen eines Remote-Control-Networks. Zur Verbindung des Remote-Control-Networks mit einem PC wird jeweils ein USB-CAN Converter verwendet.


Abbildung 3.2: 5 Remote-Amplifier (mit RCM-26) und ein USB-CAN Converter am Bus-Anfang. Abschluss-Stecker am USB-CAN Converter und am RCM-26 des Remote-Amplifier 5

Abbildung 3.3: System mit 2 Racks und einem USB-CAN-Converter. Abschluss-Stecker am Remote-Amplifier 6 (Bus-Anfang) und Remote-Amplifier 12 (Bus-Ende)
3.2 Leitungsspezifikation
Gemäß dem ISO 11898-2 Standard sollenen für den CAN-Bus als Datenübertragungskabel vorzugsweise Twisted-Pair-Leitungen, geschirmt oder ungeschirmt, mit einem Wellenwiderstand von 120 zum Einsatz kommt. Als Leitungsabschluss muss an beiden Enden ein Abschlusswiderstand von 120 vorgesehen werden. Die maximale Buslänge ist abhängig von der Datenübertragungsrate, von der Art des Datenübertragungskabels sowie von der Anzahl
der Bus-Teilnehmer. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Zusammenhange für CAN-Netzwerke mit bis zu 64 Teilnehmern.
| Buslänge (in m) | Datum übertragungskabel | Abschlusswiderstand (in Ω) | Max. Datenübertragsrate | |
| Wunderstand belag (in mΩ/m) | Kabelquerschnitt | |||
| 0...40 | < 70 | 0,25...0,34 mm2AWG23, AWG22 | 124 | 1000 kbit/s bei 40 m |
| 40...300 | < 60 | 0,34...0,6 mm2AWG22, AWG20 | 127 | 500 kbit/s bei 100 m |
| 300...600 | < 40 | 0,5...0,6 mm2AWG 20 | 150...300* | 100 kbit/s bei 500 m |
| 600...1000 | < 26 | 0,75...0,8 mm2AWG 18 | 150...300* | 62,5 kbit/s bei 1000 m |
- Bei langen Leitungen und weitere Geräten am CAN-Bus werden hochohmigere Abschlusswiderstande als die spezifizierten 120 Ω empfohlen, um die ohmsche Last für die Schnittstellentreiber und damit den Spanningsabfall von einem zum anderen Leitungsende zu verringn.
Die nachste Tabelle dient zur ersten Abschätzung des erforderlichen Kabelquerschnits für unterschiedliche Buslängen und verschiedene Anzahl der Bus-Teilnehmer.
| Buslänge (in m) | Anzahl der Geräte am CAN-Bus | ||
| 32 | 64 | 100 | |
| 100 | 0,25 mm² bzw. AWG24 | 0,34 mm² bzw. AWG22 | 0,34 mm² bzw. AWG22 |
| 250 | 0,34 mm² bzw. AWG22 | 0,5 mm² bzw. AWG20 | 0,5 mm² bzw. AWG20 |
| 500 | 0,75 mm² bzw. AWG18 | 0,75 mm² bzw. AWG18 | 1,0 mm² bzw. AWG17 |
Wenn ein Teilnehmer nicht direkt am CAN-Bus angeschlossen werden kann, muss eine Stichleitung (Abzweigleitung) verwendet werden. Da an einem CAN-Bus immer bereits Abschlusswiderstände vorhanden sein,Müssen, kann eine Stichleitung nicht terminiert sein. Dadurch entstehen wiederum
Reflexionen, die den übrigen Bus beeinträchtigen. Zur Begrenzung dieser Reflexionen sollenn diese Stichleitungen bei Datenübertragungsraten bis zu 125 kbit/s eine Einzellänge von max. 2 Meter und bei higheren Bitraten von max. 0,3 Meter nicht überschreiben. Die Gesamtlänge aller Abzweigleitungen sollte 30 Meter nicht übersteigen.
Grundsatzlich gilt:
- Für die Rack-Verdraughtung können handelsübliche RJ-45-Patchkabel mit 100 Ω Wellenwiderstand verwendet werden (AWG 24 / AWG 26), wenn es sich nur um kurze Strecken handelt (bis zu 10 Meter).
- Für die Verdraughtung der Racks unterinander und in der Gebäudef installation sind unbedingt die oben genannten Richtlinien für die Netzwerkverkabelung einzuhalten.
MODE D'EMPLOI

RCM-26
Remote Control Module
MATIÈRES
Introduction 49
Specifications/Technische Daten 68
Block Diagram / Blockschaltbild 71
Dimensions / Abmessungen 72