TG-7 - Mikrofon ELECTRO-VOICE - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG TG-7 ELECTRO-VOICE
BEDIENUNGSPANLEITUNG
MODE D'EMPLOI

TG-5
TG-7
TOUR GRADE SERIES
CONTENTS
Introduction 5
Willkommen 50
Auspaken und Inspektion 50
Lieferumfang und Garantie 50
Eigenschaften & Beschreibung 51
Verantwortung des Betreibers 51
Installation 52
Bedienelemente, Anzeigen und Anschlusses 52
Betriebsspannung 54
Netzschalter 56
Einbau 57
Kuhlung 58
Groundlift 58
Anzeige der Betriebsart 59
Wahl der Betriebsart 59
Betrieb 65
Volume Control 65
Graphisches LC-Display 65
Anzeigen 76
Lüfter 77
Schutzschaltungen 77
Optionen 81
RCM-26 81
MATIÈRES
Introduction 96
Power-On Delay and Softstart
BEDIENUNGSCANLEITUNG

TG-5
TG-7
TOUR GRADE SERIES
INHALT
Einführung 50
Willkommen 50
Auspaken und Inspektion 50
Lieferumfang und Garantie 50
Eigenschaften & Beschreibung 51
Verantwortung des Betreibers 51
Installation 52
Bedienelemente, Anzeigen und Anschlusses 52
Betriebsspannung 54
Netzschalter 56
Einbau 57
Kuhlung 58
Groundlift 58
Anzeige der Betriebsart 59
Wahl der Betriebsart 59
Betrieb 65
Volume Control 65
Graphisches LC-Display 65
Anzeigen 76
Lüfter 77
Schutzschaltungen 77
Optionen 81
RCM-26 81
Specifications/Technische Daten 139
Block Diagram / Blockschaltbild 143
Dimensions / Abmessungen 144
WICHTIGESICHERHEITSHINWEISE

CAUTION
RISK OF ELECTRIC SHOCK DO NOT OPEN

Das Blitzsymbol innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf nicht isolierte Leitungen und Kontakte im Geräteinneren hinweisen, an denen hohe Spannungen anliegen, die im Fall einer Berührung zu lebensgefährlichen Stromschlagen führen können.
Das Ausrufezeichen innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks soll den Anwender auf wichtige Bedienungs- sowie Servicehinweise in der zum Gerät gehörenden Literatur aufmerksam machen.
- Lesen Sie diese Hinweise.
- Heben Sie diese Hinweise auf.
- Beachen Sie alle Wamungen.
- Richten Sie sich nach den Anweisungen.
- Betreiben Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Höhe von Wasser.
- Verwenden Sie zum Reinigen des Gerätes ausschließlich ein trockenes Tuch.
- Verdecken Sie keine Luftungasschlitze. Beachten Sie bei der Installation des Gerätes stets die entsprechenden Hinweise des Herstellers.
- Vermeiden Sie die Installation des Gerätes in der Höhe von Heizkorpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderer Wärmequellen.
- Achtung: Gerät nur an Netzsteckdose mit Schutzleiteranschluss betreiben. Setzen Sie die Funktion des Schutzleiteranschlusses des mitgelieferten Netzanschlusskabels nicht außer Kraft. Solte der Stecker des mitgelieferten Kabels nicht in ihre Netzsteckdose passen, setzen Sie sich mit Ihrem Elektriker in Verbindung.
- Sorgen Sie davon, dass das Netzkabel nicht betreten wird. Schützen Sie das Netzkabel vor Quetschungen insbesondere am Gerästecker und am Netzstecker.
- Verwenden Sie mit dem Gerät ausschließlich Zubehör/Erweiterungen, die vom Hersteller hierzu vorgesehen sind.
- Ziehen Sie bei Blitzschlaggefahr oder bei längerem Nichtgebrauch den Netzstecker
- Überlassen Sie samtliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker. Servicearbeiten sind notwendig, sobald das Gerät auf irgende Weise beschädigt wurde, wie z.B. eine Beschädigung des Netzkabels oder des Netzsteckers, wenn eine Flüssigkeit in das Gerät geschüttet wurde oder ein Gegenstand in das Gerät gefallen ist, wenn das Gerät Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, oder wenn es nicht normal arbeitet oder fallengelassen wurde.
- Stellen Sieitte sicher, dass kein Tropf- oder Spritzwasser ins Gerateinnere eindringen kann. Platzieren Si keine mit Flussigkeiten gefulten Objekte, wie Vasen oder Trinkgefalle, auf dem Gerat.
- Um das Gerät komplett spannungsfrei zu schalten, muss der Netzstecker gezogen werden.
- Beim Einbau des Gerätes ist zu beachten, dass der Netzstecker liegt zugänglich bleibt.
- Stellen Sie keine offenen Brandquellen, wie z.B. brennende Kerzen auf das Gerät.
- Dieses SCHUTZKLASSE I Gerät muss an eine NETZ-Steckdose mit Schutzleiter-Anschluss angeschlossen werden.

Entsorgung von gebrauchten elektrischen und elektronischen Geräten (Anzuwenden in den Ländern der Europäischen Union und anderen europäischen Ländern mit einem separaten Sammelsystem für diese Geräte). Das Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist daraufhin, dass these Produkt nicht als normaler Haushaltsabfall zu behandeln ist, sondern bei einem Telex Handler abgegeben werden muss.
WICHTIGESERVICEHINWEISE
ACHTUNG: These Servicehinweise sind ausschließlich zur Verwendung durch qualifiziertes Servicepersonal. Um die Gefahr eines elektrischen Schlages zu vermeiden, führen Sie keine Wartungsarbeiten durch, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben sind, außer Sie sind hierfür qualifiziert. Überlassen Sie samsliche Servicearbeiten und Reparaturen einem ausgebildeten Kundendiensttechniker.
- Bei Reparaturarbeiten im Gerät sind die Sicherheitsbestimmungen nach EN 60065 (VDE 0860) einzuhalten.
- Bei allen Arbeiten, bei denen das geöffene Gerät mit Netzspannung verbunden ist und betrieben wird, ist ein Netz-Trenntransformer zu verwenden.
- Vor einem Umbau mit Nachrustsätzen. Umschaltung der Netzspannung oder sonstigen Modifikationen ist das Geräst stromlos zu schalten.
- Die Mindestabstände zwischen netzspannungsfuhrenden Teilen und berührbaen Metallteilen (Metallgehause) bzw. zwischen den Netpolen betragen 3 mm und sind unbedingt einzuhalten.
- Die Mindestabstände zwischen netzspannungsfuhrenden Teilen und Schaltungsteilen, die nicht mit dem Netz verbunden sind (sekundär), betragen 6 mm und sind unbedingt einzuhalten.
- Spezielle Bauteile, die im Stromlaufplan mit dem Sicherheitssymbol gekennzeichnet sind, (Note) dürfen nur durch Originalteile ersetzt werden.
- Eigenmächtige Schaltungsänderungen dürfen nicht vorgenommen werden.
- Die am Reparaturort gultigen Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaften sind einzuhalten. Hierzu gehört auch die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes.
- Die Vorschriften im Umgang mit MOS-Bauteilen sind zu beachten.
NOTE:

Mit den neuen Endstufen der TOUR GRADE SERIES von Electro-Voice beginnnt ein neues Zeitalter in der Endstufen-Technologie. Die hocheffiziente TOUR GRADE-Endstufe liefert kompromisslose Audioperformance bei geringem Gewicht und hochster Zuverlösigkeit. Durch optionale Remote-Control-Module ist die vollständige Kontrolle und Überwachung der Endstufe über die PC Software IRIS-Net™ möglich.
1.2 Auspacken und Inspektion
Öffnen Sie die Verpackung und entnehmen Sie die Endstufe. Überprüfen Sie die Endstufe auf äußere Beschädigungen, die während des Transports zu Ihnen aufgetreten sein konnen. jeder Endstufe wird vor Verlassen des Werks eingehend untersucht und getestet und sollte in einwandfreiem Zustand bei Ihnen ankommen. Falls die Endstufe Beschädigungen aufweist, benachrichtigen Sieitte unverzüglich das Transportunternehmen. Ein Transportschaden kann nur von Ihnen, dem Empfänger, reklamiert werden. Bewahren Sie den Karton und das Verpackungsmaterial zwecks Beschichtigung durch das Transportunternehmen auf.
Die Aufbewährung des Kartonsamt Verpackungsmaterial wird auch dann angeraten, wenn die Endstufe keine Beschädigung aufweist.
ACHTUNG:
Versenden Sie die Endstufe nie ohne das original Verpackungsmaterial.
Wenn Sie die Endstufe verschicken, verwenden Sie stets den Originalkarton und das original Verpackungsmaterial. Für bestmöglichen Schutz vor Transportschäden verpacken Sie die Endstufe wie sie ursprünglich im Werk verpackt wurde.
1.3 Lieferumfang und Garantie
1 Endstufe TG-5/TG-7
1 Handbuch (dieses Dokument)
2 Phoenix-Stecker
1Netzkabel
2 Befestigungwinkel für Rackeinbau
4 Käfigmuttern + Schrauben
4 Standfuße
1 Garantiekarte
Bewahren Sie zur Garantiekarte auch den Kaufbeleg, der den Termin der Übergabe festlegt, auf.
1.4 Eigenschaften & Beschreibung
Die Endstufe TG-5/TG-7 gehört zur neuen TOUR GRADE SERIES von Electro-Voice, die einen Meilenstein in Design und Produktion von Hochleistungs-Endstufen darstellt. Die innovative 3-stufige Grounded Bridge Class H Topologie mit „Floating" Schaltnetzteil bietet eine sehr hohe, stabile Ausgangsleistung bei sehr hohem Wirkungsgrad auf extrem hohem Performance-Niveau und damit außerst geringem Gewicht. Die TOUR GRADE-Endstufen sind damit der ideale Antrieb für professionelles Touring, High-End Concert-Sound sowie Pro-Sound Applikationen.
Neben den klassischen Schutzschaltungen kommt erstmals das mehrstufige ATP-System (Advanced Thermal Protection) zum Einsatz. Durch these System kann in den meisten Fällen ein Abschalten der Endstufe bei Übertemperatur verhindert werden. Ein Ausfall der Endstufe durch das Auslösen des zur Absicherung der Endstufe verwendeten Sicherungsautomaten wird durch das neuartige MCS-System (Mains Current Supervision) verhindert. Hierzu wird unter anderem eine hochprüzise Messung des RMS-Wertes des aufgenommen Netzstromes durchgeführt.
Informationen über den Status der Endstufe und der integrierten Schutzschaltungen werden über ein LC-Display angezeigt. Durch den optionalen Einsatz eines IRIS-Net™ kompatiblen Remote-Control-Moduls bietet die Endstufe zudem umfangreiche Fernüberwachungs- und Steuerungsfunktionen, sowie einen universellen 2-kanaligen digitalen Audio-Controler (DSP) einschließlich hochgenauer FIR-Filterung und digitaler Algorithm zum Laufsprecherschutz.
1.5 Verantwortung des Betreibers
Beschädigung von Laufsprechern
Die TOUR GRADE-Endstufe verfügbar über eine sehr hohe Ausgangsleistung und kann sowohl für Menschen als auch für angeschlossene Lautsprecher eine Gefahr darstellen. Lautsprecher konnen durch zu hohe Leistung beschädigt oder zerstört werden, vor allem durch die extrem hohe Leistung der TOUR GRADE-Endstufe im Brückenbetrieb. Informieren Sie sich immer über die Dauer- und Spitzenbelastbarkeit der anzuschließlich Laustsprecher. Selbst wenn mittels der Eingangsgepel-Regler an der Frontseite der Endstufe die Verständung reduziert wird, ist es bei ausreichend hohem Eingangssignal noch immer möglich, die volle Ausgangsleistung zu erreichen.
Gefahren am Laufsprecherausgang
Die TOUR GRADE-Endstufe ist in der Lage, gefährlich hohe Spannungen am Ausgang zuprodukten. Zur Vermeidung eines Stromschlags berühren Sie keinesfalls blanke Laatsprecherleitungen während des Betriebs der Endstufe.
2 Installation
2.1 Bedienelemente, Anzeigen und Anschlüsse
Frontsuite

Abbildung 2.1: TG-5/TG-7 Frontseite
1 LC-Display (mit Bedienelementen)
2 Anzeige Stummschaltung (MUTE) für Kanal A bzw. B
3 Anzeige Schutzschaltung (PROTECT) für Kanal A bzw. B
4 Eingangspegel-Regler (CH A, CH B) für Kanal A bzw. B
5 Pegelanzeige fur Kanal A bzw. B
6 Anzeige Betriebsart Audio-Eingang (PARALLEL)
7 Anzeige Betriebsart Leistungsverträker (BRIDGED)
8 Anzeige Eingangsempfindlichkeit/Gain (0dBu, 35dB, 32dB)
9 Anzeige Remote Amplifier (IRIS-Net)
10 Anzeige Standby (STANDBY)
11 Anzeige Betrieb (POWER)
12 Netzschalter
Rückseite

Abbildung 2.2: TG-5/TG-7 Rückseite
1 Netzeingang PowerCon® (MAINS IN)
2 Endstufenausgangsbuchsen SpeakonTM (CH A, CH B)
3 Endstufenausgangsklemmen (CHANNEL A, CHANNEL B, BRIDGED)
4 Erweiterungssteckplatz
5 Audioeingänge XLR und Phoenix (IN A, IN B)
6 Schalter Eingangsempfindlichkeit/Gain
7 Schalter Betriebsart Audioeingänge (ROUTING)
8 Lufter
9 Schalter Betriebsart Endstufenausgabe (MODE)
10 Audioausgabe XLR (OUT A, OUT B)
11 Schalter Groundlift (CIRCUIT TO CHASSIS SWITCH)
12 Typenschild
Werkseinstellungen
Tabelle 2.1: Werkseinstellungen Bedienelemente
| Bedienelement | Einstellung |
| Netzschalter | Aus |
| CH A Level | 0dB |
| CH B Level | 0dB |
Tabelle 2.2: Werkseinstellungen LC-Display
| Parameter | Wert |
| Power-On-Delay | 0.00 s |
| Breaker Current (abhängig vom Leitungsnetz) | 16 A (230 V) / 30 A (120 V) |
| Amplifier Name | Electro-Voice TG-5 bzw. Electro-Voice TG-7 |
| LCD Contrast | 50% |
| LCD Brightness High | 90% |
| LCD Brightness Low | 40% |
| LCD Time to Dim | Autodim off |
| Temperature Unit | °C |
Tabelle 2.3: Werkseinstellungen Rückseite
| Bedienelement | Einstellung |
| ROUTING | DUAL |
| MODE | NORMAL |
| SENSITIVITY/GAIN | 0dBu |
| GROUNDLIFT | GROUNDED |
2.2 Betriebsspannung
Die Spanningsversorgung der Endstufe erfolgt über den Anschluss MAINS IN, der als Neutrik PowerCon® ausgeführ ist.
ACHTUNG:
Der Powercon ist ein Steckverbinder und keine Steckvorrichtung. Das heißt, der Powerconarfurther unter Last noch unter Spannung ein- und ausgesteckt werden.
Trennen Sie die Endstufe während der Installation immer von der Netzversorgung. Schlieben Sie die Endstufe nur an eine geeignete Netzversorgung an, die den auf dem Typenschild angegebenen Anforderungen entspricht.
TG-5
100-240 V~50-60 Hz
1000W
OUTPUT POWER
DUAL MODE: 2x1450 W/4 OHMS
Abbildung 2.3: TG-5/TG-7 Typenschild
Tabelle 2.4: Technische Daten Netzteil
| Gerät | Spannung | Netzfrequency | mittlere Leistungsaufnahme |
| TG-5 | 100-240 V | 50-60 Hz | 1000 W |
| TG-7 | 100-240 V | 50-60 Hz | 1450 W |
Netzbetrieb & Wärmeentwicklung in der Endstufe
Mit Hilfe der folgenden Tabellen konnen die Anforderungen für Stromversorgung und Zuleitungen bestimmt werden. Die vom Stromnetz aufgenommene Leistung wird in Ausgangsleistung für die Laufsprecher und in Wärme umgewandelt. Die Differenz aus aufgenommener Leistung und abgegebener Leistung nennt man Verlustleistung (P_d) . Die durch Verluste entstehende Wärme verbleibt u. U. im Rack und muss durch geeignete Maßnahmen abgeleitet werden. Zur Berechnung der Wärmeverhältnisse im Rack/Schrank bzw. zur Dimensionierung eventuell benötigter Abluftmaßnahmen kann die nachfolgende Tabelle benutzt werden. Die Spalte P_d zeigt die Verlustleistung bei verschiedenen Betriebszuständen. Die Spalte BTU/hr zeigt die abgegebene Wärmemenge je Stunde.
| TG-5 | Umains in V | Imains in A | Pmains in W | Pout in W | Pd in W1 | BTU/hr2 |
| Idle | 230 | 0.7 | 70 | - | 70 | 239 |
| Max. Output Power @ 8 Ω3 | 230 | 15.3 | 2420 | 2 x 850 | 720 | 2457 |
| Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 25.7 | 4300 | 2 x 1450 | 1400 | 4777 |
| 1/3 Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 14.7 | 2325 | 2 x 483 | 1358 | 4635 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 6.2 | 875 | 2 x 181 | 513 | 1749 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω4 | 230 | 6.7 | 1000 | 2 x 181 | 588 | 2005 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω45 | 253 | 7.1 | 1105 | 2 x 219 | 666 | 2274 |
| Normal Mode (-10 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 5.6 | 775 | 2 x 145 | 485 | 1655 |
| Rated Output Power (0 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 23.5 | 3900 | 2 x 1200 | 1500 | 5118 |
| Alert (Alarm) Mode (-3 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 16.7 | 2665 | 2 x 600 | 1465 | 4999 |
| Max. Output Power @ 2 Ω3 | 230 | 39.6 | 6920 | 2 x 2000 | 2920 | 9963 |
| 1/8 Max. Output Power @ 2 Ω3 | 230 | 9.1 | 1345 | 2 x 238 | 870 | 2969 |
| 1/8 Max. Output Power @ 2 Ω4 | 230 | 9.1 | 1335 | 2 x 238 | 860 | 2934 |
| TG-7 | Umains in V | Imains in A | Pmains in W | Pout in W | Pd in W1 | BTU/hr2 |
| Idle | 230 | 0.7 | 78 | - | 78 | 266 |
| Max. Output Power @ 8 Ω3 | 230 | 24.5 | 4089 | 2 x 1500 | 1089 | 3716 |
| Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 40.9 | 7137 | 2 x 2500 | 2137 | 7292 |
| 1/3 Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 18.1 | 2927 | 2 x 833 | 1260 | 4300 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω3 | 230 | 6.2 | 877 | 2 x 313 | 252 | 860 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω4 | 230 | 9.6 | 1450 | 2 x 313 | 806 | 2750 |
| 1/8 Max. Output Power @ 4 Ω4 5 | 253 | 11.6 | 1944 | 2 x 378 | 1188 | 4053 |
| Normal Mode (-10 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 9.2 | 1368 | 2 x 250 | 868 | 2962 |
| Rated Output Power (0 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 37.5 | 6445 | 2 x 2100 | 2245 | 7660 |
| Alert (Alarm) Mode (-3 dB) @ 4 Ω3 | 230 | 22.7 | 3760 | 2 x 1050 | 1660 | 5664 |
| Max. Output Power @ 2 Ω3 | 230 | 44.3 | 8180 | 2 x 3500 | 1180 | 4026 |
| 1/8 Max. Output Power @ 2 Ω3 | 230 | 15.3 | 2427 | 2 x 438 | 1552 | 5296 |
| 1/8 Max. Output Power @ 2 Ω4 | 230 | 13.6 | 2105 | 2 x 438 | 1230 | 4197 |
- P_d = Verlustleistung
- 1 BTU = 1055.06 J = 1055.06 Ws
- Sinusaussteuerung (1 kHz)
- Rosa Rauschen gemäß EN60065 / 7. Edition
- 10% Netzüberspannung
Die Stromaufnahmen für andere Netze können mit folgenden Faktoren direkt proportional umgerechnet werden: 100V = 2.3 , 120V = 1.9 , 220V = 1.05 , 240V = 0.97 .
2.3 Netzschalter

Der Netzschalter an der Frontseite trennt die Endstufe von der Netzversorgung. Durch Drücken des Netzschalters wird das Hochfahren der Endstufe gestartet. Eine Softstart-Schaltung vermeidet bzw. Einschlattstromspitzen auf der Netzleitung. Dadurch wird verhindert, dass der Leitungsschutzschalter des Stromnetzes beim Einsatzalen der Endstufe anspricht.
Die Laufsprecher werden über die Ausgangsrelais um ca. 2 Sekunden verzögert zugeschaltet. Hierdurch werden etwaige Einschaltgeräusaiche effektiv unterrückt, die ansonsten in den Laufsprechem hörbar waren. Wahrend dieser Verzögerung leuchtet die MUTE-LED.
2.4 Einbau
Vordere Befestigung der Endstufe
Die TOUR GRADE-Endstufe wurde für den Einbau in ein konventionelles 19-Zoll Rack entwickelt. Befestigen Sie die Endstufe an der Vorderseite mit 4 Schrauben und Unterlegscheiben wie in Abbildung 2.4 dargestellt.

Abbildung 2.4: Vordere Befestigung der Endstufe bei Rackeinbau
Hintere Befestigung
Wird das Rack, in dem die Endstufe eingebaut ist, transportiert, muss die Rückseite der Endstufe im Rack befestigt werden. Bei fehlender Befestigung kann sowohl die Endstufe als auch das Rack beschädigt werden. Die für die Befestigung bestehtigten Winkel sind im Lieferumfang der Endstufe enthalten. Befestigen Sie die Endstufe wie in Abbildung 2.5 gezeigt mit Hilfe der vier mitgelieferten Käfigmattern und Befestigungsschrauben.


Abbildung 2.5: Hintere Befestigung der Endstufe
2.5 Kuhlung
Bei allen luftergekühlen Endstufen von ElectroVoice stromt die Luft von der Frontseite zur Rückseite, da kühle Frischluft ether außerhalb des Racks zur Verfügung steht als innerhalb. Die Endstufe bleibt kühler und die entstehende Abwärme kann gezielter abgeführt werden.
Generell ist die Endstufe so aufzustellen oder zu montieren, dass die Luftzufuhr an der Frontseite und die Entlüfung an der Geräterückseite nicht behindiert wird. Für den Einbau in Gehäuse und Racks ist zu beachten, dass eine ausreichende Belüfung der Endstufe

Abbildung 2.6: TG-5/TG-7 Kuhlung
möglich ist. Zwischen der Endstufen-Rückseite und der Schrank/Rack-Innenseite ist ein freier Luftkanal von mindestens 60~mm× 330~mm bis zur oberen Rack- oder Schrankentlüfung vorzusehen. Oberhalb des Schrankes soll ein freier Raum von mindestens 100~mm für die Entlüfung vorgesehen werden. Da während des Betriebs der Endstufe die Temperatur im Gehäuse- oder Schrank bis zu 40^ ansteigen kann, muss die maximal zulässige Umgebungstemperatur der übrigen im Gestellschrank befindlichen Geräte beachtet werden.
ACHTUNG:
Die Luftungsöffnungen der Endstufe)duren nicht blockiert/verschlossen werden. Bei fehlender Kuhlung kann sich die Endstufe automatisch abschalten. Halten Sie alle Luftungsöffnungen frei von Staubablagerungen, die den Luftstrom behindern ***
ACHTUNG:
Betreiben Sie die Endstufe nicht in der Höhe von Wärmequellen wie Heizlüftern, Öfen oder anderen Geräten, die Hitze abstrahlen.
ACHTUNG:
Die maximale Umgebungstemperatur von +40^ soll für störungsfreien Betrieb nicht übersritten werden.
Für Installationen mit einem zentralen Kühluftsystem oder Klimageräten, wie es*hufig bei Festinstallationen in speziellen Gerätaumen verwendet wird, kann es nötig sein die maximale Wärme-Emission zu berechnen. Beachten Sie hierzu die Angaben auf Seite 55.
2.6 Groundlift
Mit dem Groundlift-Schalter konnen Sie Brummschleifen verhindern. Wenn die Endstufe zusammen mit anderen Geräten in einem Rack betrieben wird, sollte der Schalter in Stellung GROUNDED stehen. Wird die Endstufe mit Geräten mit entsprechlichem Erdungspotential betrieben, sollte der Schalter in Stellung UNGROUNDED stehen.
2.7 Anzeige der Betriebsart
An der Frontseite der Endstufe zeigen zwei LEDs die momentan gewährte Betriebsart der Endstufe an. Die PARALLEL-LED leuchtet gelb, wenn die Stellung PARALLEL des Schalters ROUTING gewählt ist. Bei Schalterstellung DUAL leuchtet die PARALLEL-LED nicht. Die BRIDGED-LED leuchtet gelb, wenn die Stellung BRIDGED des Schalters MODE gewählt ist. Bei Schalterstellung NORMAL leuchtet die BRIDGED-LED nicht.
2.8 Wahl der Betriebsart
ROUTING
Der Schalter ROUTING an der Rückseite der Endstufe bestimmt die Schaltung der Audioeingänge.
DUAL
In der Betriebsart DUAL arbeiten beiden Kanäle der Endstufe unabhängig voneinander. Diese Betriebsart wird bei allen 2-kanaligen Anwendungen wie Stereobetrieb oder Bi-Amp (Aktivbetrieb) verwendet. Über die Eingangspegel-Regler an der Frontseite der Endstufe bzw. über ein optionales Remote-Control-Modul und IRIS-Net™ lassst sich die Verständung der Kanäle getrennt justieren.

Abbildung 2.7: Einspeisung an beiden Eingängen bei Betriebsart DUAL
PARALLEL
In der Betriebsart PARALLEL sind die Eingänge der Kanäle A und B direkt elektrisch verbunden (gelinkt). Das Eingangssignal ist über einen Eingang (XLR oder Phoenix) des Kanals A zuzuführen. Da nur die Eingänge der beiden Kanäle miteinander verbunden sind, lasst sich weiterhin über die Eingangspegel-Regler oder IRIS-Net™ die Verständung der beiden Endstufenkanäle getrennt einstellen. Die Betriebsart PARALLEL empfeht sich dann, wenn in größeren Anlagen mehrere Endstufenkanäle mit dem gleichen Signal angesteuert werden sollen, z. B. beim Antrieb von größeren Bassarrays.

Abbildung 2.8: Einspeisung an Eingang A bei Betriebsart PARALLEL
ACHTUNG:
In der Betriebsart PARALLEL kann nur am Eingangskanal A ein Signal eingespeist werden.
MODE
Der Schalter MODE an der Rückseite der Endstufe bestimmt die Betriebsart der Endstufenblcke und damit wie ein oder mehrere Laufsprecher angeschlossen werden müssen.
NORMAL
Im Zweikanalbetrieb (NORMAL) arbeiten beiden Endstufenblöcke als unabhängige Endstufenkanäle. Die Veränderung eines Kanals kann separat geregelt werden. Die Schaltung der Audio-Eingänge der Endstufe ist nur von der Stellung des Schalters ROUTING abhängig.
BRIDGED
Im Brückenbetrieb (BRIDGED) arbeitet die Endstufe als einkanalige Mono-Endstufe. Das Eingangssignal ist über einen Eingang (XLR oder Phoenix) des Kanals A zuzufuhren, die Eingänge des Kanals B sind inaktiv. In dieser Betriebsart wird die Endstufe im Canal A ganz normal angesteuert. Zusätzlich wird das Signal intern invertiert und auf die Endstufe im Canal B gelegt. Die Endstufen A und B arbeiten dann im Gegentakt mit verdoppelter Ausgangsspannung.

Abbildung 2.9: Betriebsart BRIDGED
ACHTUNG:
In der Betriebsart BRIDGED darf die angeschlossene Last 4 nicht unterschreiben. Es konnen sehr hohe Spannungen am Ausgang produziert werden. Die angeschlossenen Laufsprecher mussen für derart hohe Spannungen ausgelegt sein. Beachten Sie unbedingt die Leistungsangaben im Datenblatt des jeweiligen Laufsprechers und vergleichen Sie diese mit der entsprechenden Ausgangsleistung der Endstufe.
SENSITIVITY/GAIN
Endstufen der TOUR GRADE SERIES können entweder mit einer Eingangsempfindlichkeit (Input Sensitivity) von 0dBu oder mit einer für alle Modelle definierten Verständung von 35dB oder 32dB (Constant Gain) betrieben werden. Die über den Sensitivity/Gain-Schalter an der Rückseite der Endstufe gewährte Einstellung wird durch grüne Aufleuchten der entsprechend beschrifteten LED an der Frontblende angezeigt.
HINWEIS:
Bei Verwendung eines Remote-Control-Moduls ist der Sensitivity/Gain-Schalter an der Endstufe ohne Funktion. Es wird automatisch die Einstellung 35dB festgelegt.
Eine Eingangsempfindlichkeit von 0dBu bedeutet, dass bei einem Eingangssignal von 0 dBu (0.775V_rms) am Endstufenausgang die Nennleistung (Rated Output Power) abgegeben wird. Diese Einstellung
empfieht sich bei Signalquellen, die eine nominale Spannung von 0 dBu liefern. Alternativ kann die Endstufe auch mit einer festen Verständlung (Constant Gain) von 35 dB oder 32 dB betreiben werden. Wenn man in einem Setup alle Endstufen - auch unterschiedlicher Leistungsklassen - mit Constant Gain Einstellung betriebt, ist die Justierung von Signalprozessoren entsprechend. In dieser Fall kann unabhängig von der tatsächlichen Maximalleistung der einzelnen Endstufen jeder Endstufe beim Erstellen der Gainstruktur mit 35 dB (bzw. 32 dB) berücksichtigt werden. Etwaige Limiter werden dann auf die maximale Belastbarkeit der Laufsprecherkomponenten justiert.
Audio Verkabelung
Eingang (XLR / Phoenix)
Die Eingänge IN A und IN B sind elektronisch symmetrisch ausgelegt. Die Eingangsempfindlichkeit kann über den SENSITIVITY-Schalter eingestellt werden. Der Anschluss kann entweder über die XLR-Eingangsbuchsen oder die hierzu parallelgeschalteten Schraubsteckverbindungen (Phoenix) erfolgen. Die hierfür benötigten Phoenix-Verbinder sind im Lieferumfang der Endstufe enthalten. Die XLR-Eingangsbuchsen sind nach IEC Norm 268 beschelt.


Abbildung 2.10: Symmetrische Beschaltung des Eingangs
Falls möglich, sollte stets ein symmetrisches Audiosignal am Eingang der Endstufe verwendet werden. Falls das/die Anschlusskabel sehr kurz sind und keine Störsignale in der Umgebung der Endstufe zu erwarten sind, kann auch ein unsymmetrisches Signal angeschlossen werden. In thisem Fall ist es zwingend erforderlich eine Brücke im Eingangsstecker zwischen Schirm und dem invertierenden Eingang zu schalten, da ansonsten ein Pegelverlust von 6 dB auftreten kann. Vergleichen Sie dazuitte Abbildung 2.11. Aus Gründen der Störfestigkeit gegenüber externen Störquellen wie z. B. Dimmer, Netzzuführungen, HF-Steuerleitungen usw. ist jeder eine symmetrische Verkabelung immer zu bevorzugen.


Abbildung 2.11: Unsymmetrische Beschaltung des Eingangs
Zusätzlich zu den Eingängen stehen für jeder Kanal jeweils eine parallel geschalte XLR-Buchse (OUT A bzw. OUT B) zur Verfügung. Über diese kann das Audiosignal komfortabel zu anderen Geräten weitergeführrt werden (Daisy-Chain).

Abbildung 2.12: Symmetrische Beschaltung des Ausgang (Daisy-Chain)
Ausgang (Speakon / Anschlussklemmen) im Normal Mode
Der Anschluss von Lautsprechern an die TOUR GRADE-Endstufe unterscheidet sich je nach gewähller Betriebsart der Endstufenblöcke, also der Stellung des Schalters MODE an der Rückseite der Endstufe. In der Betriebsart NORMAL konnen Lautsprecher auf zwei verschiedene Weisen, in typischer Lautsprecher-bzw. in Bi-Amp-Verkabelung, angeschlossen werden.
Typische Lautsprecherverkabelung
Die erstige Mochlichkeit ist die Verwendung beider Speakon-Buchsen, wobei in jeder der Buchsen der Laufsprecher jeweils an den Anschlüssen 1+ und 1- angeschlossen wird, siehe Abbildung 2.13.


Abbildung 2.13: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Speakon A und B
Tabelle 2.5: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Speakon A und B
| Speakon CH B | Speakon CH A | |||
| 1+ | 1- | Anschluss | 1+ | 1- |
| B+ | B- | Belegung | A+ | A- |
Neben den Speakon-Buchsen stehen für den Anschluss von Laatsprechern auch Anschlussklemmen zur Verfügung. In der Betriebsart NORMAL werden die Laatsprecher entsprechend folgender Abbildung angeschlossen.

Abbildung 2.14: Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL an Anschlussklemmen
Bi-Amp Verkabelung
Die zweite Möglichkeit zum Anschluss von Laufsprechnen an die Endstufe in der Betriebsart NORMAL ist die alleinige Verwendung der Speakon-Buchse CH A. In dieser kann wie zuvor beschrieben der eine Laufsprecher an den Anschlüssen 1+ und 1- angeschlossen werden. Der andere Laufsprecher ist entsprechend Abbildung 2.14 an den Anschlüssen 2+ und 2- anzuschlieben. Die Anschlüsse 2+ und 2-sind nur im Speakon CH A belegt. Dieses Vorgehen ermitteligt eine einfache Verkabelung von Laufsprechnen, die im aktiv 2-Weg-Betrieb verwendet werden (Bi-Amp).

Abbildung 2.15: Bi-Amp-Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL nur an Speakon A
Tabelle 2.6: Bi-Amp-Lautsprecheranschluss in Betriebsart NORMAL nur an Speakon A
| Speakon CH A | ||||
| Anschluss | 1+ | 1- | 2+ | 2- |
| Belegung | A+ | A- | B+ | B- |
Ausgang (Speakon / Anschlussklemmen) im Bridged Mode
Läuft die Endstufe durch Wahl der Schalterstellung BRIDGED des Schalters MODE an der Rückseite im Brückenbetrieb, ist der Laatsprecher an der Speakon-Buchse CH A an den Anschlüssen 1+ und 2+ zu betreiben, siehe Abbildung 2.15.

Abbildung 2.16: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Speakon A
Tabelle 2.7: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Speakon A
| Speakon CH A | ||
| Anschluss | 1+ | 2+ |
| Belegung | Bridged+ | Bridged- |
An den Anschlussklemmen wird in der Betriebsart BRIDGED der Laufsprecher zwischen den roten Klemmen von CHANNEL A und CHANNEL B angeschlossen. Die korrekte Anschlussweise für diese Betriebsart ist zusätzlich auf der Endstufe selbst abgebildet.

Abbildung 2.17: Lautsprecheranschluss in Betriebsart BRIDGED an Anschlussklemmen
ACHTUNG:
Die Verwendung von Lamellen-/Buschelsteckern zum Anschluss von Laufsprechern ist aufgrund der auftretenden Stromstärken nicht zulässig.
3 Betrieb
3.1 Volume Control
In den Betriebsarten DUAL und PARALLEL regeln die Levelsteller CH A bzw. CH B an der Frontseite der Endstufe die Verständung des jeweiligen Kanals. Drehung nach rechts erhöht die Lautstärke, Drehung nach links verringgert die Lautstärke. In der Betriebsart BRIDGED regelt nur der Drehknopf CH A die Lautstärke der Endstufe. Änderungen der Einstellung des Drehknopfs CH B werden ignoriert.
Ist in die Endstufe ein Remote-Control-Modul eingebaut, können die Drehknöppe CH A bzw. CH B deaktiviert sein. Die Verständung der Endstufe kann in thisem Fall nur über IRIS-Net™ geregelt werden. Auf die Deaktivierung der Drehknöppe wird im graphischen LC-Display durch die Anzeige Level Controls Off! hingewiesen.

Abbildung 3.1: Levelsteller CH A und CH B
3.2 Graphisches LC-Display
Über das graphische LC-Display konnen detaillierte Informationen über den Zustand der Endstufe abgerufen werden. Darüber hinaus konnen diverse Einstellungen an der Endstufe und, falls vorhanden, an einem Remote-Control-Modul vorgenommen werden.

Abbildung 3.2: LC-Display mit Bedienelementen
1 Tasten Up und Down : Durch Betätigener der Tasten navigieren Sie durch das Menu.
2 Taste ENTER: Auswahl des angezeigten Menüeintrags im LC-Display.
Menüführung Endstufe
Nach dem Einschalten der Endstufe wird der Startbildschirm mit der Typenbezeichnung der Endstufe angezeigt. Nach einigen Sekunden wird die Statusanzeige der Endstufe dargestellt. In der obersten Zeile wird immer die Bezeichnung der Endstufe angezeigt. Die zweite und dritte Zeile liefert einen Überblick über den aktuellen Zustand der Endstufe. Ist in die Endstufe z.B. ein RCM-26 eingebaut, werden zusätzliche Informationen dargestellt.


Abbildung 3.3: Statusanzeige der Endstufe ohne bzw. mit eingebautem RCM-26 (Beispiel)
Durch Betätigung der Up/Down-Tasten kann in der unteren Zeile der Statusanzeige geblättert werden. In folgender Tabelle sind die darauf nacheinander angezeigten Informationen zusammengefasst.
Tabelle 3.1: Übersicht Statusanzeige
| CAN Addr 3, 62.5kBd | Eingestellte CAN-Adresse und CAN-Baudrate (nur bei eingebautem RCM-26) |
| F1 linear thru facto | Bezeichnung des aktuell verwendeten Presets (nur bei eingebautem RCM-26) |
| Audio-Input Analog | In Betrieb befindlicher Audioeingang der Endstufe (nur bei eingebautem RCM-26) |
| Level Controls off ! | Zustand der Eingangspegel-Regler an der Frontblende (nur bei eingebautem RCM-26) |
| 226U 0.7A 38°C | Anzeige von Netzspannung (True RMS) und Netzstrom-aufnahme (True RMS) sowie Temperatur der Endstufe |
| Dual 0dBu 17A | Anzeige der Schaltung der Audio-Eingänge, der Betriebsart der Endstufenblöcke und der Parameter der Schutzschaltung Mains Circuit Breaker Protection falls dessen Werkseinstellung geändert wurde |
| On-Delay: 0.15 s | Anzeige der Einschaltverzögerung der Endstufe |
| Breaker: 16 A | Aktueller Parameter für die Schutzschaltung Mains Cir-cuit Breaker Protection |
| >> ENTER CONFIG << | Betätigung der ENTER-Taste wechseln in das Konfigura-tionsmenü CONFIG |
Folgende Abbildung stellt die Struktur des Menü CONFIG (und der zugehörigen Untermenü) ausgegehend von der Statusanzeige dar. Mit * markierte Menüinträge sind nur dann verfügbar, wenn kein Remote Control Modul eingebaut ist.

Abbildung 3.4: Menüstruktur der Endstufe
Menüstruktur CONFIG
Das Konfigurationsmenu CONFIG erreicht man durch Drücken der ENTER-Taste bei Anzeige des Eintrags >> CONFIG << im Statusdisplay. Nachfolgend sind die einzelnen Einträge des Konfigurationsmenus erlautert.
CONFIG.Power-On-Delay: Es wird die momentan eingestellte Einschaltverzögerung der Endstufe angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelamt man in den Dialog Set Power-On-Delay.
Im Dialog Set Power-On-Delay kann durch Drucken der Up/ Down-Tasten die Verzögerung zwischen 0 Sekunden und 6.35 Sekunden eingestellt werden. Drucken der ENTER-Taste übernimmt die gewährte Verzögerung und führt in das Menu zurück.


CONFIG.Breaker Current: Es wird der momentan für die Schutzschaltung Mains Circuit Breaker Protection eingestellte Stromwert angezeigt. Für die korrekte Funktion dieser Schutzschaltung muss der hier eingestellte Stromwert der Absicherung der Endstufe angepasst werden.itte beachten Sie hierzu die Hinweise auf Seite 78. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Breaker Current.
Im Dialog Set Breaker Current kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten der gewünschte Stromwert eingestellt werden. Die zulässigen Wertebereiche hangen von der Spannungsvorsorgung der Endstufe ab. In der Betriebsart 120 V können Ströme zwischen 6 A und 40 A eingestellt werden. In der Betriebsart 220-240 V können Ströme zwischen 6 A und 30 A eingestellt werden. Durch Auswahr der jeweils unterhalb von 6 A zur Verfügung stehenden Option Factory 30 A bzw. Factory 16 A werden in Abhängigkeit der verwendeten Versorgungsspannung die jeweiligen Werkseinstellungen gewählt. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewählten Stromwert und führt in das Menu darüber.


HINWEIS:
Es wird empfohlen die Endstufe stets an einem separat abgesicherten Stromkreis zu betreiben.
CONFIG.Show Event Log: Der Menüeintrag Show Event Log führ in das Untermenü EVENT LOG
Die einzelnen Einträge des MenüS EVENT LOG sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIGEVENT LOG (siehe Seite 70) erlautert.

CONFIG.Menu Display: Der Menüeintrag Menu Display führt in das Untermenü DISPLAY SETUP.
Die einzeln Einträge des Menus DISPLAY SETUP sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIG.DISPLAY SETUP (siehe Seite 71) erläutert.

CONFIG.Menu Service: Der Menüeintrag Menu Service führt in das Untermenü SERVICE.
Die einzeln Einträge des Menus SERVICE sind im Abschnitt Menüstruktur CONFIG.SERVICE (siehe Seite 72) erläutert.

CONFIG.Amplifier Name: Zeigt die Bezeichnung der Endstufe an. Diese Menüpunkt ist nur vorhanden, wenn in die Endstufe kein RCM-26 eingebaut ist. Falls ein Remote-Control-Modulvorhanden ist, wird die Bezeichnung der Endstufe über IRIS-Net™eingegeben. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Amplifier Name.
Im Dialog Set Amplifier Name kann die Bezeichnung der Endstufe geändert werden. Die Bezeichnung kann maximal 20 Zeichen lang sein, es stehen die Buchstaben a-z, A-Z, 0-9 und Sonderzeichen zur Verfügung.

Durch Drücken der Up/Down-Tasten wird die mit dem Cursor gewählte Stelle der Bezeichnung bearbeitet. Drücken der ENTER-Taste übernimmt das gewählte Zeichen und bewegt den Cursor zur nachsten Stelle. Drücken der ENTER-Taste nach Bearbeitung der letzten Stelle übernimmt die gewünschte Endstufenbezeichnung und führt in das Menu darüber.

Folgende Sonderzeichen besitzen während der Eingabe besondere Bedeutung:
Table 3.2: Sonderzeichen bei Eingabe der Endstufenbezeichnung
| Zeichen | Bedeutung |
| 」 | Übernimmt die eingebene Bezeichnung und kehrt in das Menu zurück. |
| ■ | Löscht das momentan gewährte Zeichen und bewegt den Cursor eine Stelle nach rechts. |
| « | Bewegt den Cursor eine Stelle nach links. |
Menüstruktur CONFIGEVENTLOG
CONFIG.EVENT LOG.Counter POWER UP: Es wird die Anzahl der Betätigungen des Netzschalters an der Frontseite angezeigt.
CONFIGEVENT LOG.Counter AMP ON: Es wird die Anzahl der Aktivierungen der Endstufe, sowohl aus dem Zustand Aus als auch aus dem Zustand Standby, angezeigt.
CONFIGEVENT LOG.Counter PROTECT: Es wird die Anzahl des Ansprechens einer Schutzschaltung angezeigt.
EVENTLOG CounterPROTECT 2
CONFIG.EVENT LOG.Counter AMP MUTE: Es wird die Anzahl von Stummschaltungen der Endstufe durch eine Schutzschaltung angezeigt.
EVENTLOG CounterAMP MUTE
CONFIG.EVENT LOG.Counter MAINS FAIL: Es wird die Anzahl des Aufretens einer Über- oder Unterspannung der Spanningsversorgung der Endstufe angezeigt.
CONFIGEVENT LOG.Uptime: Es wird die Laufzeit der Endstufe (ohne Standby-Zeiten) seit dem letzten Rücksetzen des Event Logs angezeigt.
EVENTLOG Uptime h:mn:ss 66:88:26
CONFIG EVENT LOG.Show Event History: Der Menüeintrag Show Event History führt in die chronologische Seite von Ereignissen, die in der Endstufe aufgetreten sind. Der erste Eintrag der Seite ist das zuletzt eingretene Ereignis. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu den einzelnen Einträgen.
Für jeder Eintrag in der listened wird der Zeitpunkt und die Ursache des Auftretens angezeigt. Für jedem Reichnis wird der Zustand des Verstärkers (Amp) und der beiden Ausgangskanäle (Ch A bzw. Ch B) dargestellt. In den Einträgen der Listc kann durch Drucken der Up/Down-Tasten geblattert werden. Drucken der ENTER-Taste führt in das Menu zurück.
Event a 66:08:26
Amp : Undervoltae
Ch A: OK
Ch B: OK
CONFIG EVENT LOG Reset Event Log: Das Event Log der Endstufe kann komplett zurückgesetzt werden. Durch das Rücksetzen werden alle Zähler auf Null gesetzt und die Ereignisliste wird gelöscht. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu einer Sicherheitsabfrage. In der Sicherheitsabfrage kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste setzt bei Wahl von YES das Event Log zurück, bei Wahl von NO wird ohne Änderung des Event Logs in das Menu zurückgekehrt.

Menüstruktur CONFIG.DISPLAY SETUP
CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Contrast: Es wird der momentan eingesstellite Kontrast des LC-Displays angezeigt. Durch Drucken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set LCD Contrast.
Im Dialog Set LCD Contrast kann durch Drücken der Up/Down-Tasten der Kontrast zwischen 0% und 100% eingestellt werden. Drucken der ENTER-Taste übernimmt den gewählten Kontrastwert und führt in das Menu zurück.


CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Brightness: Es wird die momentan eingestellte obere und andere Grenze der Display-Helligkeit angezeigt.
Die obere Grenze stellt die Helligkeit des Displays dar, die während des normalen Betriebs verwendet wird. Die untere Grenze stellt die Helligkeit des Displays dar, auf die das Display, falls gewünscht, nach einer bestimmten Zeitdauer zurückgeregt wird. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Brightn. Hi-Lvl.

Im Dialog Set Brightn. Hi-Lvl kann durch Drucken der Up/ Down-Tasten die ungedimmte Display-Helligkeit zwischen 50% und 100% eingestellt werden. Drucken der ENTER-Taste übernimmt den gewährten Helligeitswert und führt in den Dialog Menu Set Brightn. Lo-Lvl weiter.
Im Dialog Set Brightn. Lo-Lvl kann durch Drucken der Up/ Down-Tasten die gedimme Display-Helligkeit zwischen 0% und 80% eingestellt werden. Drucken der ENTER-Taste übernimmt den gewährten Helligkeitswert und führt in das Menu darüber.


CONFIG.DISPLAY SETUP.LCD Time to Dim: Es wird die momentan eingestellte Beleuchtungsdauer des Displays angezeigt.
Nach Ablauf dieser Zeitdauer wird die Displaybeleuchtung zurückgedimmt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set LCD Time to Dim.
Im Dialog Set Time to Dim kann durch Drucken der Up/Down-Tasten die Zeitdauer bis zum Dimmvorgang der Displaybeleuchung eingestellt werden. Einersects kann die Zeitdauer auf 4, 8, 16, 32 bzw. 64 Minuten eingestellt werden, anderersects kann die Dimm Funktion des Displays über die Einstellung Autodim off auch deaktiviert werden. In thisem Fall wird die Displaybeleuchung immer mit der ungedimmenten Display-Helligkeit (Brightn. Hi-Lv1) betrieben. Um die Lebensdauer der Displaybeleuchung zu erhöhen sollte die Dimm Funktion aktiviert sein. Drucken der ENTER-Taste übernimmt die gewählte Einstellung und führt in das Menu zurück.


CONFIG.DISPLAY SETUP.Temperature Unit: Es wird die momentan gewählte Einheit für Temperatur-Angaben im Display angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set Temperature Unit.
Im Dialog Set Temperature Unit kann durch Drücken der Up/ Down-Tasten zwischen den Einheiten °C (Grad Celsius) und °F (Grad Fahrenheit) gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewünschte Einheit und führt in das Menu darüber.


Menüstruktur CONFIG.SERVICE
CONFIG.SERVICE.Restore Amplifier's Factory Settings: Die Endstufe kann auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man zu einer Sicherheitsabfrage. In der Sicherheitsabfrage kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste setzt bei Wahl von YES die Endstufe auf Werkseinstellungen zurück, bei Wahl von NO wird ohne Änderung der Endstufenparameter in das Menu zurückgekehrt.

Die durch den Rücksetzvorgang betroffenen Parameter sind in folgender Tabelle zusammenfasst:
Tabelle 3.3: Werkseinstellungen LC-Display
| Parameter | Wert |
| Power-On-Delay | 0.00 s |
| Breaker Current (abhängig von Versorgungsspannung) | 16 A (230 V) / 30 A (120 V) |
| Amplifier Name | Electro-Voice TG-5 bzw. Electro-Voice TG-7 |
| LCD Contrast | 50% |
| LCD Brightness High | 90% |
| LCD Brightness Low | 40% |
| LCD Time to Dim | Autodim off |
| Temperature Unit | °C |
CONFIG.SERVICE.Lifetime: Zeigt die gesamte Laufzeit der Endstufe (ohne Standby-Zeit) an.

CONFIG.SERVICE.Last Log: Es wird Zeitpunkt und Art des letzten Eintrags im Event Log angezeigt. Der angezeigte Code kann im Fehlerfall Ihrm Electro-Voice Service-Partner{nahere Hinweise auf die genaue Fehlerursache geben.

CONFIG.SERVICE-module Signature: Falls ein Remote-Control Modul eingebaut ist, können die angezeigten Informationen im Fehlerfall Ihrm Electro-Voice Service-Partnernahme Hinweise auf die genaue Fehlerursache geben.

CONFIG.SERVICE.Firmware Version: Zeigt die Version und das Datum der Firmware der Endstufe an.

Menüstruktur MODULE CONFIG
Alle Einstellmöglichkeiten am Remote-Control-Modul RCM-26 über das LC-Display der Endstufe sind in einem eigenen Menu MODULE CONFIG zusammengefasst. Dieses Menu ist während des Betriebs der Endstufe nicht zugänglich. Der Zugang zu dieser Menü ist nur von der ausgeschalteten Endstufe aus möglich. Folgende Schritte öffnen des Menu MODULE CONFIG:
- Falls die Endstufe eingeschaltet oder im Standby-Modus ist, schalten Sie die Endstufe über den Netzschalter an der Frontblende aus.
- Betätigen Sie gleichzeitig die beiden Tasten Up und ENTER und halten Sie diese gedrückt.
- Schalten sie die Endstufe über den Netzschalter an der Frontblende ein.
Die Endstufe schaltet in den Standby-Modus und zeigt das Menu MODULE CONFIG an.

Abbildung 3.5 stellt die Struktur des Menus MODULE CONFIG einer Endstufe der TOUR GRADE SERIES mit Remote-Control-Modul RCM-26 dar.

Abbildung 3.5: Menüstruktur Module Setup (RCM-26)
Nachfolgend sind die einzelnen Einträge des Menus MODULE CONFIG erläutert.
MODULE CONFIG.Preset: Es wird die Bezeichnung des momentan aktiven Presets angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Load Preset.
Im Dialog Load Preset kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen den verschiedenen Presets gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste führt zu einer Sicherheitsabfrage, ob das Preset wirklich geladen werden soll. In thisem Dialog kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen YES und NO gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste bei Wahl von YESlädt das gewählte Preset und keht in das Menu zurück. Bei Wahl von NO wird das gewählte Preset nicht geladen, das aktive Preset der Endstufe bleibt unverändert und es wird in das Menu zurückgekehrt.


ACHTUNG:
Das selektierte Preset muss für die Verwendung mit den angeschlossenen Lautprecherkomponenten geeignet sein. Ein falsch justiertes Preset kann zur Zerstörung der Lautsprecher führen.
MODULE CONFIG.CAN-Baudrate: Es wird die momentan eingestellte CAN-Baudrate des RCM-26 angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelangt man in den Dialog Set CAN-Baudrate.
Im Dialog Set CAN-Baudrate kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen den CAN-Baudraten 10kBaud, 20kBaud, 62.5kBaud, 125kBaud, 250kBaud und 500kBaud gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt die gewünschte Baudrate und führt in das Menu zurück.


ACHTUNG:
Alle Geräte an einem CAN-BUS müssen immer dieselbe Baudrate verwenden.
MODULE CONFIG.Audio-Input: Es wird der momentan verwendete Audioeingang angezeigt. Durch Drücken der ENTER-Taste gelamt man in den Dialog Select Audio-Input.
Im Dialog Select Audio-Input kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen den Eingängen Analog und AES/EBU gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewünschte Eingang und führt in das Menu zurück.


MODULE CONFIG.Power: Es wird der Zustand der Endstufe nach Betätigung des Netzschalters angezeigt.
Falls die Endstufe über IRIS-Net™ in den Standby-Modus geschaltet und über den Netzschalter ausgeschaltet wurde, wird der Standby-Zustand beim nachsten Einschalten der Endstufe über den Netzschalter angenommen. Über diesen Menüpunkt kann eine Endstufe im Standby-Modus auch ohne IRIS-Net™ wieder hochgefahren werden. Durch Drücken der ENTER-Taste gelamt man in den Dialog Set Power.
In diesen Dialog kann durch Drücken der Up/Down-Tasten zwischen den Zuständen on und Standby gewählt werden. Drücken der ENTER-Taste übernimmt den gewünschten Zustand und führt in das Menu zurück.


3.3 Anzeigen
PROTECT
Wenn die PROTECT-LED gelb aufleucht, hat eine der internen Schutzschaltungen der Endstufe angesprochen. Das Aufleuchten der PROTECT-LED bedeutet jedoch nicht unweigerlich die Abschaltung des Signalweges. Das gestaffelte Schutzkonzept der TOUR GRADE SERIES bewirkt, dass mehrere Schutzschaltungen nacheinander greifen. Hierdurch wird die Endstufe den sicheren und stabilen Arbeitsbereich im Normalfall nie verlassen. Sollte Dennoch die Abschaltung notwendig werden, um bleibende Schäden von der Endstufe und den angeschlossenen Lautsprechnern fernzuhalten, wird this über gleichzeitiges Aufleuchten der PROTECT- und MUTE-LED angezeigt.
MUTE
Die MUTE-LED leuchtet rot auf, wenn die Endstufe stumm geschalte ist. Dies tritt z.B. während der Laufsprecher-Einschaltverzögerung, beim Umschalten der Eingangsempfindlichkeit oder bei der manuellen Stummschaltung über IRIS-Net™ auf.
-30dB...LIMIT
Die Pegelanzeige an der Frontseite der Endstufe erfolgt getrennt für die beiden Kanäe mit den jeweiligen LEDs für -30dB, -20dB, -10dB unter Vollaussteuerung und 0dB sobald die Aussteuerungsgrenze erreicht ist. Die 0 dB-Anzeige wird endstufenintern aus einem Vergleich von Ausgangsspannung zu Eingangsspannung gewonnen und zeigt damit prazise die Aussteuerungsgrenze an, noch bevor eine hörbare Begrenzung auftritt. Wir das Eingangssignal über die 0 dB-Grenze erhöht setzt der Clip-Limiter ein, der den weiteren Anstieg des Klirfactors zuverlässig auf 1% begrenzt. Die damit rot aufleuchtende LIMIT-LED verfügt über eine dynamische Helligeitssteuerung, wodurch leicht abzULEsen ist, wie welt sich das Signal in der Begrenzung befindet.
POWER
Die POWER-LED leuchtet grün auf, wenn die Endstufe eingeschaltet ist. Falls die POWER-LED zus eingeschaltetem Gerät nicht leuchtet, ist das Gerät entweder nicht mit dem Stromnetz verbunden, die Primärsicherung defekt, oder die Endstufe befindet sich im Standby-Modus (STANDBY-LED leuchtet gelb).
Die POWER-LED blinkt, wenn die Spannung am Eingang MAINS IN entweder zu hoch (Überspannung) oder zu niedrig (Unterspannung) ist. In thisem Fall lassst sich die Endstufe nicht einschalten.
STANDBY
Die STANDBY-LED leuchtet gelb, wenn sich die Endstufe im Standby-Modus befindet. Im Standby-Modus ist die Leistungsaufnahme des Gerätes auf ein Minimum reduziert. Die Aktivierung des Standby-Modus ist nur über IRIS-Net™ möglich. Die Deaktivierung des Standby-Modus ist sowohl über IRIS-Net™, als auch direkt am Gerät möglich. Zur Deaktivierung des Standby-Modus wahren Sie den Eintrag Power im Menu Module Config (siehe Seite 76).
IRIS-Net
Falls ein IRIS-Net™-kompatibles Remote-Control-Modul in den Erweiterungssteckplatz der Endstufe eingebaut ist, wird die erfolgreiche Datenkommunikation durch blaues Aufleuchten der IRIS-Net-LED angezeigt. Wird in IRIS-Net™ die Funktion „Find“ zum Auffunden einer Endstufe in einem Rack aktiviert, blinking alle LEDs der gewährten Endsufe. Durch Drücken einer beliebigen Taste der Endstufe kann dieSuche bestätigt werden.
3.4 Lüfter
Die Endstufe besitz zwei Lüfter an der Vorderseite und einen Lüfter an der Rückseite. Die Lüfter besitzen ein fünftstufiges Schaltkonzept mit leistungsoptimierten Stufen. Es erfolgt keine Dauerlüfung der Endstufe sondern eine temperaturabhängige Geschwindigkeitsregelung der einzelnen Lüfter. Hierdurch wird eine sehr geringe Gerauschentwicklung im Ruhebetrieb erreicht.
Die Temperaturen der beiden Kanäle der Endstufe und des Netzteils werden getrennt erfasst und überwacht. Durch die intelligente, prozessorgesteuerte Lüftersteuerung wird kein wie genige Lüfterstufe aktiviert, die zum Abkühlen der Komponenten erforderlich ist. Dieses Konzept verhindert wirsam das unnötie "Hochdrehen" der Lüfter im Ruhezustand sowie das Auftreten eines thermischen Gleichgewichtszustands, der eine gerauschintensive Dauerbeluftung zur Folge hatte. Die Lüfter werden also erst dann eingeschaltet, wenn dies aus thermischen Gründen wirklich erforderlich ist.
3.5 Schutzschaltungen
Wenn während des Betriebs der Endstufe eine der integrierten Schutzschaltungen anspricht, wird im LC-Display eine entsprechende Meldung angezeigt bzw. die PROTECT-LED des betroffenen Kanals leuchtet auf. Zusätzlich wird im Event-Log ein Eintrag mit Datum, Uhrzeit und Art der Schutzschaltung angelegt.
Endstufen der TOUR GRADE SERIES sind permanent über den Zustand des speisenden Netzes informiert. Die CPU der Endstufe berechnet fortwährend den aktuellen RMS-Wert (Root Mean Square, Effektivwert) der Netzspannung und des aufgenommenen Netzstroms.
Thesechtien Effektivwert-Messungen bringen erhebliche Vorteile gegenüber den ansonsten meist eingesetzten Spitzenwertmessungen mit sich:
Die Netzspannungsmessung Funktioniert auch bei nicht sinusförmigen Netzen zuverlässig, wie sie zum Beispiel bei Generatorbetrieb oder einer instabilen Netzspannungssituation auftreten können.
Die Messung der Netzspannung ist unempfindlich gegen transiente Störungen der Netzspannung, wie sie z.B. beim Schalten von induktiven Lasten wie große Motoren auftreten konnen.
- Eine echte Effektivwertmessung des Netzstromes erlaubt es, die Leistungsaufnahme exakt auf die Charakteristik eines Netzsicherungsautomaten anzupassen. Nähere Informationen zur Funktion der einstellbaren Mains Circuit Breaker Protection finden Sie im folgenden Abschnitt.
Durch die RMS-Messung wird die Endstufe permanent gegen Netzüberspannung und Netzunterspannung geschützt. Im Falle von massiver Netzüberspannung schaltet die Endstufe als Schutz vor Zerstörung ab. Ebenso lassst sich die Endstufe im Falle von Netzüberspannung nicht einschalten. Bei massiver Netzunterspannung (weniger als 70 V AC) schaltet die Netzspannungsüberwachung die Endstufe ab. In beiden Fälle dient die blinkende POWER-LED als Hinweise auf den Fehlerfall. Bei einem Netzausfall werden die Ausgangskanäe sofort stumm geschalte und die Endstufe innerhalb weniger Millisekunden kontrolliert heruntergebnien.
Mains Circuit Breaker Protection
Sollte durch massive Aussteuerung der Endstufe an extrem niederohmigen Lasten die Gefahr bestehen, dass der Netzsicherungsautomat auslöst, reduziert die Endstufe automatisch die Ausgangsleistung. Dazu lassst sich über das LC-Display die Kenngroße des verwendeten Sicherungsautomaten in Ampere einstellen. Für die optimale Funktion der Mains Circuit Breaker Protection kann es erforderlich sein, dass der hier eingestellte Stromwert vom Nennwert des Sicherungsautomaten abweicht. Dies kann insbesondere bei besonders hohen/niedrigen Umgebungstemperaturen oder Anschluss der Endstufe zusammen mit anderen Geräten an einem Sicherungsautomaten der Fall sein. Folgende Tabelle fasst für die beiden Betriebsarten 120 V und 220-240 V die zulässigen Wertebereiche und Voreinstellungen zusammen.
Tabelle 3.4: Mains Circuit Breaker Protection
| Betriebsart | Minimum | Maximum | Werkseinstellung |
| 120 V | 6 A | 40 A | 30 A |
| 220-240 V | 6 A | 30 A | 16 A |
Die CPU der Endstufe kennt den zeitlichen Verlauf des aufgenommen Netzstromes und kann damit das Verhalten eines typischen Netzsicherungsautomaten simulieren. In den Impulsspitzen werden darüber durchaus Spitzenströme zugelassen, die ein Mehrfaches des Nennwertes überschreiben können. Durch die Effektivwertmessung des aufgenommen Netzstromes kann die CPU die Temperatur des Thermoauslosers eines Sicherungsautomaten nachbilden. Damit kann die Mains Circuit Breaker Protection die Endstufe bis knapp an die Auslöseschwelle des Sicherungsautomaten arbeiten halten. Bei
einfach gehaltenen Konzepten, insbesondere bei solchen ohne Effektivwertmessung des Stromes, mFürste eine wesentliche frühere Leistungsreduktion erfolgen.
Bei Musikaussteuerung muss die Mains Circuit Breaker Protection normalerweise nicht in die Ausgangsleistung der Endstufe eingreifen. Allenfalls bei Einstellungen deutlich unter den voreingestellten Werten von 16 A bzw. 30 A, wie sie z.B. bei Betrieb von mehreren Endstufen an einem Sicherungsautomaten sinnvoll sein konnen, kann es zu einer Leistungsreduktion der Endstufe als Schutz vor dem Auslösen der Netzsicherung kommt.
Power-On Delay und Softstart
Über das LC-Display kann in der Endstufe ein Power-On Delay von bis zu 6.35 Sekunden programmiert werden. Nach Betätigen des Netzschalters schaltet die Endstufe erst nach dem Ablauf dieser eingestellten Verzögerungszeit ein. Betriebt man mehrere Endstufen an einem Sicherungsautomaten, kann damit durch Programmierung unterschiedlicher Power-On Delay Zeiten ein kaskadiertes Einschalten der Endstufen erreicht werden. Damit wird verhindert, dass durch gleichzeitiges Einschalten mehrerer Endstufen der magnetische Ausloser eines Sicherungsautomaten anspricht und die Endstufen von der Spanningsversorgung trennt. Um Endstufen der TOUR GRADE SERIES auch an besondere empfindlichen Sicherungsautomaten problemlos einschalten zu konnen, unterrückt zusätzlich eine integrierte Softstartschaftung Stromspitzen während des Einschaltvorgangs.
Sobald die Endstufe ausgesteuert ist, wird für beiden Ausgangskanäle die jeweilige Ausgangsspannung und der Ausgangsstrom gemessen. Mit Hilfe dieser Messwerte erfolgt eine Überwachung der angeschlossenen Laatsprecherlast. Die Endstufe ist in der Lage sehr hohe Ausgangsströme konstant abzugeben. Tritt nun jedoch z. B. in Folge eines Kurzschlusses auf einer Laatsprecherleitung zus einer geringen Ausgangsspannung ein hoher Stromfluss auf, wird dies von der Endstufe erkannt. Sie schaltet daraufhin unverzüglich das Signal ab um eine Überlastung der Steckverbinder und Kabel zu verhindern. Zugleich wird auch die Endstufe selbst vor einer übermäßigen elektrischen und thermischen Belastung geschlossen.
Advanced Thermal Protection
Mit den Endstufen der TOUR GRADE SERIES wird das neue System Advanced Thermal Protection (ATP) eingeführt. Dieses neue System unterscheidet sich richtungsweisend von traditionellen thermischen Schutzmechanismen. Diese schalten relativ früherzeitig den gesamten Signalpfad ab, sobald die Lüfter nicht mehr in der Lage sind, die Verlustwäre aus der Endstufe abzuführen.
Das Abschalten des Signalpfades ist im ATP-System erst der letzte von drei aufeinander folgenden Schritten. Zuvor wird über zwei Maßnahmen zur Leistungsbegrenzung versucht, die Endstufe wieder in einen thermisch stabilen Arbeitsbereich zu bringen. Als erster Schritt wird die Maßnahme Voltage Limitation ausgeführlt. Hierbei erfolgt eine Einschränkung der internen Versorgungsspannung der Endstufenblöcke. Dies Goeszar objektiv mit einer Verringerung der Spannungsdynamik einher, ist jeder bei Musik- oder Sprachsignalen subjektiv kaum wahrnehmbar. Trotz der kaum vorhandenen akustischen Beeinflussung ist der erreichte Effizienzgewinn in der Endstufe so hoch, dass die Wärmeentwicklung deutlich reduziert wird. Sobald die Temperatur der Endstufe wieder unkritische Werte erreicht hat, wird unmerklich auf die volle Versorgungsspannung zurückgescheltet. Sollte in Extremsituationen die
Maßnahme Voltage Limitation nicht ausreichend sein, wird als zweiter Schritt die Maßnahme Thermal Limiter aktiviert. Hierbei wird die Verständung der Endstufe dezent reduziert. Erst wenn auch diese Maßnahme für eine Wiederherstellung eines thermischen Gleichgewichts nicht ausreicht, wird als letzter Schritt durch die Maßnahme Thermal Mute der Signalpfad komplett abgeschaltet.
Durch die stufenweise Arbeitsweise der Advanced Thermal Protection konnen Endstufen der TOUR GRADE SERIES in solchen Situationen noch arbeiten, in denen weitere andere Endstufen bereits abgeschelt haben. Der begrenzende Eingriff in den Signalweg wird dem Anwender unverzüglich durch Aufleuchten der PROTECT-LED signalisiert. Durch die Anzeige in IRIS-Net™ kann der FoH-Engineer eingreifen, bevors zu einer merklichen Beeinträchtigung der Audioperformance kommt.
Endstufen der TOUR GRADE SERIES messen während des Betriebs ständig die Temperatur an mehreren aktiven elektrischen Komponenten. Zusätzlich wird auch die Temperatur der angesaugten Kühlluft, und damit der Umgebung der Endstufe, erfasst. Sollten aus irgendem Grund die Belüftungsöffnungen massiv blockiert sein, oder sollen die angesaugte Außenluft die zur effektiven Kühlung zulässige Höchsttemperatur überschreiben, wurde dies unweigerlich zur Überhitzung der Endstufe führen. Diese Zustand kann unter Umständen auch während des Leerlaufs der Endstufe beispiselsweise in einem geschlossenen Rack auftreten. Wahlrend des Leerlaufs greifen die Schutzmaßnahmen der Advanced Thermal Protection (siehe vorheriger Abschnitt) jedoch kaum. Daher wird bei einer massiven thermischen Belastung der Endstufe aufgrund ungenügender Kühlung diese in den Standby-Modus geschaltet. In dieser Fall blinken die PROTECT-LED und die STANDBY-LED abwechselnd. Nach ca. 20 Minuten schaltet sich die Endstufe automatisch wieder ein. Alternativ kann die Endstufe auch über den Netzschalter bzw. IRIS-Net™ vorzeitig wieder eingeschaltet werden, falls sich das Gerät genügdend abgekühlt hat.
HF-Limiter
Bei Aussteuerung der Endstufe mit hochfrequen den Signalen und gleichzeitig hohem Pegel wird die Verständlung nach einiger Zeit automatisch reduziert, um eine Beschädigung der Ausgangsstufe zu verhindern. Aussteuerungen dieser Art entstehen, wenn bei einem Gerät der vorgeschaltenen Signalkette eine Fehlfunktion auftritt. Besonderss kritisch für die Endstufe und davon angeschlossenen Hochtonlautsprechem ist es, wenn das Signal noch im hörbaren Bereich bzw. knapp über der Hörgrenze liegt.
Konventionelle HF-Schutzschaltungen reagieren in thisem Bereich nicht empfindlich genug, da sie primär darauf ausgelegt sind, Fehler der Endstufe selbst zu erkennen. Endstufen der TOUR GRADE SERIES verfügen davon zusammen zum konventionellen HF-Schutz über einen HF-Limiter. Dieser HF-Limiter überwacht permanent frequenzabhängig das Ausgangssignal und besitzt die Fähigkeit kritische Betriebszustände von normaler Musik- bzw. Sprachaussteuerung safer zu unterscheiden. Bei Eintretene eines solchen kritischen Betriebszustandes wird die Signalverständigung der Endstufe automatisch reduziert.
4 Optionen
Durch den Einbau eines optionalen Zusatzmoduli in den Erweiterungssteckplatz an der Rückseite kann der Funktionsumfang der Endstufe erhöht werden. Als Beispiel wird im folgenden das RCM-26 Remote Control Modul aufgeführrt.itte beachten Sie bei allen Zusatzmodulen die jeweils mitgelieferte Bedienungsanleitung.
4.1 RCM-26
Systembeschreibung
Das RCM-26 Remote Control Modul ist ein zweikanaliges Digital-Controller Modul für Live Sound, PA und Festinstallation. Durch den Einbau des RCM-26 wird aus einer TOUR GRADE Endstufe ein Remote Amplifier. Hierdurch hat man zu jedem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick über den gesamten Systemzustand und die Kontrolle über alle relevanten Systemparameter. RCM-26 Module erlauben die Integration von TOUR GRADE-Endstufen an ein Remote-Control Netzwerk mit bis zu 250 Geräten. Damit kann ein komplettes PA-System von einem oder mehreren PCs mit Hilfe der Software IRIS-Net™ - Intelligent Remote & Integrated Supervision - gesteuert und überwacht werden. Sümmtliche Betriebszustände, z.B. Einschaltstatus, Temperatur, Aussteuerung, Limiting, Ansprechen von Schutzschaltungen, Abweichungen der Lastimpedanz usw., werden in IRIS-Net™zentral erfasst und dargestellt. Dadurch kann schon vor dem Auftreten von kritischen Betriebzuständen reagiert und gezielt einge Griffin den werden. Eine automatische Reaktion auf Über- oder Unterschreitung bestimmer Grenzwerte ist ebenfalls programmierbar.
Der Einbau eines RCM-26 erhöht durch die integrierte Impedanz-Messfungkne eine sehr genaue Überprüfung der angeschlossenen Laufsprecher. Die Impedanz-Messfungkne bestimmt mit Hilfe des internen Signal-Generators und der Strom-/Spannungsmessung die Impedanz der Laufsprecher inklusive Frequenzweiche und Zuleitung über den gesamten Frenzbereich. Die gemessene Impedanz wird in IRIS-Net™ als Impedanzkurve grafisch dargestellt. Diese kann jederzeit mit einer früher abgespeicherten Referenzkurve verglichen werden, wodurch schon gingste Laufsprecherdefekte oder Mängel erkennbar sind. Die Impedanz-Messfungkne ist für niederohmige Lasten, wie typische Laufsprecherkabinette bzw. Laufsprecherkomponenten, optimiert.
Alle Parameter, z. B. Power On/Off, Level, Mute, Filter usw. sind in Echtzeit steuerbar und konnen in der Endstufe abgespeichert werden. Neben der Steuerung und Überwachung des Verständkers bietet das RCM-26 alle konventionellen Signalverarbeitungsfunktionen, wie parametrische Equalizer, Frequenzweichen, Delays, Kompressor und Limiter. Darüber hinaus stehen Linear-Phase FIR-Filter, Zero-Latency FIR-Filter und digitale Lautsprecherschutz-Algorthmen zur optimalen Ausnutzung der Verständerkodynamik zur Verfugung. Sümmtliche DSP-Einstellungen sind frei editierbar und konnen auf dem Modul in User Memories abgespeichert werden. Unabhängig von der Kontrolle durch das Netzwerk bleiben in einem Havariefall alle Einstellungen (Filter, Delay, Level usw.) erhalten.
Weiterhin findet sich am RCM-26 ein Control Port mit frei programmierbaren Steuereingänge und Steuerausgängen. An die Steuereingänge (GPI's) können Schalter angeschlossen werden. In IRIS-Net™ halten sich beliebige Logikfunktionen für die Eingänge programmieren (z. B. Umschaltung auf ein Alarmierungs-Preset mit maximaler Energie im Sprachbereich). An den Steuerausgängen (GPO's) können externe Elemente angeschlossen werden, die etwa zur Signalisierung bestimmter Zustände verwendet werden können. Damit wird eine Endstufe mit RCM-26-Modul hochsten Sicherheitsanforderungen gerecht.
Beim Hardware-Design des RCM-26 wurde auf kompromisslose Audioqualität höchster Wert gelegt. Es stehen sowohl analoge Audioeingänge (intern) als auch ein AES3 (AES/EBU) Digital-Audioeingang mit
XLR-Buchse zur Verfügung. Bei Verwendung des digitalen Audioeingangs beträgt die Dynamik 128 dB. Der analoge Audioeingang erreicht eine Dynamik von 120 dB, ebenfalls ein absoluter Spitzenwert für digitale Audiogeräte.
Sämtliche Details zur Konfiguration, Steuerung und Überwachung von Endstufen mit eingebauten RCM-26 Modulen sind in der Dokumentation der Software IRIS-Net™ enthalten.
Installationshinweise
Einbau
- Endstufe ausschalten und Netzstecker abziehen
- Leerblende an Rückwand der Endstufe abschrauben (4 Schrauben)
- RCM-26-Modul in Slot einschieben und mit 4 Schrauben an Rückwand befestigen (Abbildung 4.1)

Abbildung 4.1: Einbau des RCM-26 in eine Endstufe
- CAN-Adresse des Moduls über ADDRESS Wahlschalter einstellen
- Anschliebenoetigter Schnittstellen (CAN, Audio, Control Port, RS-232)
- Netzkabel in Endstufe einstecken und Endstufe einschalten
- Das RCM-26-Modul wird in der Endstufe automatisch erkannt
Umbau von Pre-Fader- auf Post-Fader-Betriebsart
Das RCM-26 befindet sich ab Werk in der empfohlenen Pre-Fader-Betriebsart, die Eingangspegel-Regler der Endstufe werden also durch Einbau des RCM-26 außer Betrieb genommen. Sollen die Eingangspegel-Regler bei eingebautem RCM-26 verwendbar sein, muss das RCM-26 auf Post-Fader-Betriebsart umgebaut werden. Der Umbau erfolgt durch Umstecken der Jumper JP1 bis JP5 auf der Platine des RCM-26. Folgende Abbildung zeigt die Jumperstellungen der Pre-Fader- bzw. Post-Fader-Betriebsart. Es sind ausschließlich die in Abbildung 4.2 dargestellen Jumperstellungen zulässig.


Abbildung 4.2: Jumperstellung in Pre-Fader-Betriebsart (links) und Post-Fader-Betriebsart (rechts)
IRIS-NetTM
Zur Konfiguration und Bedienung eines Remote Amplifiers mit RCM-26 wird die PC-Software IRIS-NetTM (Intelligent Remote & Integrated Supervision) verwendet. Die gesamte Konfiguration des RCM-26 kann hierbei offline auf dem PC erstellt werden. In den Hilfe-Dateien von IRIS-NetTM finden Sie samtliche Hinweise für die Konfiguration, Bedienung und Überwachung aller RCM-26 Funktionen.

Abbildung 4.3: Bedienpanel und DSP-Flussdiagramm in IRIS-Net™
Bedienelemente und Anschlüsse

Abbildung 4.4: Bedienelemente und Anschlusses des RCM-26
1 AES/EBU-IN
Neben den internen Analogeingängen steht ein digitaler AES/EBU Eingang (AES3) zur Verfügung. Das digitale Eingangssignal wird an die Buchse AES/EBU IN angeschlossen. Es handelt sich um einen symmetrischen Eingang mit Übertrager zur galvanischen Isolierung. Über einen Sample-Rate-Converter wird das Signal an die interne Abtastrate angepasst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das RCM-26 auf die externe Abtastrate zu synchronisieren. Details hierzu finding Sie in den Hilfe-Dateien von IRIS-Net™. Abbildung 4.4 zeigt die Belegung der Eingangsbuchse.

Abbildung 4.5: Belegung AES/EBU-IN
2 AES/EBU-OUT
Die Buchse AES/EBU OUT dient zum Durchschnitten des digitalen Audiosignals zu weiteren RCM-26 Modulen. Das digitale Eingangssignal wird intern gesuftert und aufbereitet (Pegelaufholung / Flankensteilheit) und am OUT-Anschluss wieder zur Verfugung gestellt. Dies ermöglicht eine einfache Verkabelung von Modul zu Modul wobei auf die sonst notwendigen AES/EBU Verteilerversteller verzichtet werden kann. Für den Havariefall besitzt das RCM-26 ein Bypass-Relais, welches z. B. bei Stromausfall das Signal von AES/EBU IN auf AES/EBU OUT durchschnittet und so den störungsfreien Betrieb der nachfolgenden Remote Versteller gewährleistet.

Abbildung 4.6: Belegung AES/EBU-OUT
3 LOCK-LED
Die LOCK-LED leuchtet grün, wenn der AES/EBU-Eingang auf das empfangene Signal synchronisiert ist und die Audioübertragung in Ordnung ist. Wenn die LOCK-LED nicht leuchtet, liegt entweder kein digitales Audiosignal an, oder die interne PLL ist nicht auf das ankommende Signal eingrastet. Falls der Digital-Eingang gewählt ist, wird das Audiosignal in thisem Fall stumm geschalte.
4 REMOTE CAN BUS-Anschlüsse
Das RCM-26-Modul besitz zwei Neutrik EtherCon® RJ-45-Buchsen für den REMOTE CAN BUS. Die Buchsen sind parallel geschaltet und dienen als Eingang und zum Weiterschleifen des Remote-Netzwerkes. Zur Verkabelung innerhalb des Racks konnen handelsübliche RJ-45-Netzwerkkabel verwendet werden. Bei größeren Leitungslangen sind die CAN-Richtlinien zu beachten. Der CAN-Bus benötigt an beiden Enden einen 120 Ω Abschluss-Stecker. Ausführliche Richtlinien zur Verdraughtung und Buslänge sind im Abschnitt "Remote-Control-Netzwerk" ab Seite 88 zu finden.
In der Netzwerk-Verkabelung ist kein dem CAN-Bus auch ein symmetrisches Audio-Monitor-Signal mitgeführt. Diese Monitorbus ermittelicht das softwaregesteuerte Abhören der Eingangs- oder Ausgangssignale aller im Remote-Netzwerk vorhandenen Endstufen ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand. Der Nenn-Ausgangspiegel beträgt +6 dBu (1.55 V), der maximale Ausgangspiegel liegt bei +21 dBu (8.7 V).
Der CAN-Bus erlaubt die Verwendung entsprechender Datenraten, wobei die Datenrate indirectk proportional zur Buslänge ist. Wenn das Netzwerk nur eine geringe Ausdehnung hat, sind Datenraten bis zu 500 kbit/s möglich. Bei größeren Ausdehnungen muss die Datenrate herabgesetzt werden (bis zur minimalen Datenrate von 10 kbit/s).
HINWEIS:
Die Datenrate ist auf 10 kbit/s voreingestellt.
Die folgende Tabelle erläutert den Zusammenhang zwischen Datenrate und Buslänge bzw. Netzwerkausdehnung. Buslängen über 1000 Meter sollenn grundsätzlich nur mit CAN-Repeatern realisiert werden.
Tabelle 4.1: Datenrate und Buslänge in CAN-Netzwerken
| Datenrate (in kbit/s) | Buslänge (in m) |
| 500 | 100 |
| 250 | 250 |
| 125 | 500 |
| 62,5 | 1000 |
| 20 | 2500 |
| 10 | 5000 |

Abbildung 4.7: Belegung der CAN-Buchse

Abbildung 4.8: Belegung des CAN-Steckers
Tabelle 4.2: Übersicht CAN-Stecker
| Pin | Name | Kabelfarbe nach | |
| T568A | T568B | ||
| 2 | CAN_GND | Grün | Orange |
| 4 | CAN_H (+) | Blau | |
| 5 | CAN_L (-) | Blau gestreift | |
| 7 | MONITOR BUS + | Braun gestreift | |
| 8 | MONITOR BUS - | Braun | |
5 STATUS LED
STATUS
Die STATUS-LED dient zur Kontrolle der Kommunikation am CAN-Bus. Die LED blinkt regelmäßige alle 3 Sekunden kurz auf, wenn das Modul mit 00 adressiert und damit softwaremäßig vom CAN-Bus abgekoppelt ist. Wenn eine Adresse zwischen 01 und 250 eingestellt ist, aber noch keine CAN-Bus Aktivitätstattgefunden hat, blinkt die LED regelmäßige jeder Sekunde kurz auf. Sobald eine Kommunikation am CAN-Bus erkannt wurde, wird die LED immer dann für mindestens 100 ms aktiviert, wenn die Endstufe selbst Daten auf den CAN-Bus sendet.
6 ADDRESS-Wahlschalter

HIGH LOW
CAN ADDRESS
Mit den beiden Adress-Wahlschaltern wird die Netzwerk-Adresse des RCM-26 eingestellt. In einem CAN-Netzwerk konnen die Adressen 01 bis 250 (FA hex) verwendet werden. Die Adresseinstellung erfolgt im hexadzimalen Zahlensystem. Der Wahlschalter LOW ist für das niederwertige Digit, der Schalter HIGH für das hoherwertige Digit.
ACHTUNG:
Jede Adressearfim Systemnur einmalvorkommen,daesonst zu NetzwerkKonfliktenkommen.
Tabelle 4.3: CAN-Adressen
| HIGH | LOW | Adresse |
| 0 | 0 | Stand-alone |
| 0 | 1...F | 1...15 |
| 1 | 0...F | 16...31 |
| 2 | 0...F | 32...47 |
| 3 | 0...F | 48...63 |
| 4 | 0...F | 64...79 |
| 5 | 0...F | 80...95 |
| 6 | 0...F | 96...111 |
| 7 | 0...F | 112...127 |
| 8 | 0...F | 128...143 |
| 9 | 0...F | 144...159 |
| A | 0...F | 160...175 |
| B | 0...F | 176...191 |
| C | 0...F | 192...207 |
| D | 0...F | 208...223 |
| E | 0...F | 224...239 |
| F | 0...A | 240...250 |
| F | B...F | réserviert |
Die Adresse 0 (00 hex, Auslieferungszustand) sorgt damit, dass das RCM-26 von der Remote-Kommunikation getrennt ist. Das Modul erscheint somit nicht im System, auch wenn es am CAN-Bus angesteckt ist. Wirde eine Endstufe mit einem auf 0 adressiertem RCM-26 eingeschaltet, werden)samtliche internen Parameter auf 0 bzw. Bypass und das Routing auf 2-in-2 gestellt. Die Endstufe verhalt sich dann vollig linear, die Signalverarbeitungsfunktionen sind deaktiviert.
7 CONTROL PORT

Der CONTROL PORT des RCM-26 enthalt zwei Steuereingänge, zwei Steuerausgänge und Referenzanschlüsse für +5V und Masse. Die Steuereingänge sind mit Hilfe von IRIS-Net™ konfigurierbar und können z. B. zur Power On / Standby Umschaltung, zur Presetumschaltung oder zur Parameterkontrolle verwendet werden. Die beiden Steuerkontakte IN1 und IN2 liegen intern über Pull-Up Widerstände auf +5V (offen). Zum Aktivieren können
die Steuereingänge über externe Schalter, Taster oder Relais gegen Masse (Pin 3) geschlossen werden.Die beiden Steuerausgänge OUT1 und OUT2 sind Open Collector Outputs, die im nichtaktiven Zustand (Off) hochohmig sind. Im aktiven Zustand (On) sind die Ausgänge gegen Masse geschlossen. Die Steuerausgänge werden über IRIS-Net™ konfiguriert und dienen zur Signalisierung interner Zustände. LEDs, Kontrollleuchten oder Relais können direkt angesteuert werden. Der +5V Referenzanschluss dient zur Versorgung der extern angeschlossenen Elemente.
ACHTUNG: Der maximal zulässige Strom am Ausgang +5V beträgt 200 mA.
8 RS-232 Schnittstelle
Die RS-232 Schnittstelle dient der Verbindung des RCM-26 mit Mediensteuerungssystemen bzw. Gebäudefanagementsystemen. Über RS-232 konnen sümmtliche Parameter gesteuert und abgefragt werden. Die Kommunikation erfolgt über ein einfach zu implementierendes ASCII-Protokoll. Programmierhinweise und eine vollständige Protokollbeschreibung sind in der IRIS-Net™-Dokumentation enthalten.
In folgender Abbildung sind die im RCM-26 verwendeten Pins der RS-232 Schnittstelle angegeben. Das zur Verbindung des RCM-26 mit einem anderen Gerät verwendete RS-232-Kabel sollte eine Länge von 15 Meter nicht überschreiben.

Abbildung 4.9: Belegung der RS-232-Schnittstelle
Die RS-232-Schnittstelle im RCM-26 hat eine feste Werkseinstellung, die in folgender Tabelle angegeben ist. Ein angeschlossenes Gerät (z. B. PC mit Terminalprogramm, Mediensteuerung) muss identisch konfiguriert sein, damit eine Datenübertragung möglich ist.
Tabelle 4.4: Parameter der RS-232-Schnittstelle
| Parameter | Wert |
| Datenbits | 8 |
| Paritybit | - |
| Stoppbit | 1 |
| Geschwindigkeit | 19200 bit/s |
Remote-Control-Netzwerk
Der CAN-Bus verwendet als Netzwerktopologie die so genannte „Bus- oder Linien-Topologie". Das heißt, alle Teilnehmer sind an einer einzigen Zweidrahtleitung (Twisted-Pair-Kabel, geschirmt oder ungeschirmt) angeschlossen, wobei die Verkabelung von einem Busteilnehmer zum nachsten verlaufen muss. Jedes Gerät kann hierbei uneingeschränkt mit jedem anderen GerätCOMMUNIZIEREN. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob der Busteilnehmer ein RCM-26, ein USB-CAN-Converter oder ein anderes Gerät ist. Somit kann das RCM-26 an beliebiger Stelle am CAN-Bus betrieben werden. Insgesamt konnen bis zu 100 Geräte an einem CAN-Bus angeschlossen werden.
Der CAN-Bus muss an beiden Enden mit einem 120 Ω Abschlusswiderstand terminiert werden. Bei fehlender oder falscher Terminierung können Funktionstörungen auftreten, da ein Signal auf einem Bus an beiden Bus-Enden reflektiert wird. Durch Überlagerung der Reflexionen mit dem ursprünglichen Signal wird these verzerrt, was zu Datenverlusten führen kann. Zur Verhinderung oder Minimierung von Reflexionen an den Bus-Ende werden daher Terminatoren verwendet, um die Energie des Signals dont zu "absorbieren".
Da die CAN-Schnittstelle in allen EVI Audio Geräten galvanisch getrennt von den übrigen Schaltungsteilen aufgebaut ist, wird auch eine gemeinsame Masseleitung (CAN_GND) in der Netzwerkverkabelung mitgeführt (siehe folgende Abbildung). Damit ist sichergestellt, dass alle CAN-Schnittstellen im Netzwerk auf einem gemeinsamen Potential liegen.

Abbildung 4.10: CAN-Bus mit Linien-Topologie
Durch einen CAN-Bus-Repeater kann eine Verbindung zwischen zwei unabhängigen und in sich abgeschlossenen CAN-Bus-Systemen hergestellt werden. Hierdurch让他们 sich folgende Ziele erreichen:
- Erhöhung der maximalen Teilnehmerzahl am CAN-Bus
An einem einzelnen CAN-Bus konnen maximal 100 Geräte angeschlossen werden, durch die Verbindung mehrerer CAN-Bus-Systeme durch CAN-Bus-Repeater zusst sich diese Zahl auf bis zu 250 erhöhen. Die Beschränkung auf genau 250 Geräte folgt aus dem verwendeten Adressierungsschema des CAN-Busses,这点es erlaubt die Vergabe von hochstens 250 entsprechenden CAN-Geräteadressen.
Verbesserung der Signalqualität auf dem CAN-BUS
Bei CAN-Bus-Systemen, deren Buslänge 1000 Meter überschreitet, sollte ein CAN-Bus-Repeater verwendet werden. Der CAN-Bus-Repeater führt eine Aufbereitung und Verständung der Bussignale durch. Die darauf auftretende interne Laufzeit des Repeaters von ca. 150 ns entspricht einer Verlangerung des Busses um ca. 45 Meter.
- Bildung alternative Netztopologien
Durch die Verwendung von einem oder mehreren Repeatern ist kein der oben dargestellen Bus-Topologie auch der Aufbau anderer Netztopologien, etwa einer Stern-Topologie, möglich.
Systembeispiele
Die folgenden beiden Abbildungen zeigen Beispiele von Systemverdraughtungen eines Remote-Control-Networks. Zur Verbindung des Remote-Control-Networks mit einem PC wird jeweils ein USB-CAN Converter verwendet.

Abbildung 4.11: 5 Remote-Amplifier (mit RCM-26) und ein USB-CAN Converter am Bus-Anfang. Abschluss-Stecker am USB-CAN Converter und am RCM-26 des Remote-Amplifier 5

Abbildung 4.12: System mit 2 Racks und einem USB-CAN-Converter. Abschluss-Stecker am Remote-Amplifier 6 (Bus-Anfang) und Remote-Amplifier 12 (Bus-Ende)
Leitungsspezifikation
Gemäß dem ISO 11898-2 Standard sollenen für den CAN-Bus als Datenübertragungskabel vorzugsweise Twisted-Pair-Leitungen, geschirmt oder ungeschirmt, mit einem Wellenwiderstand von 120 zum Einsatz kommt. Als Leitungsabschluss muss an beiden Enden ein Abschlusswiderstand von 120 vorgesehen werden. Die maximale Buslänge ist abhängig von der Datenübertragungsrate, von der Art des Datenübertragungskabels sowie von der Anzahl der Bus-Teilnehmer. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Zusammenhänge für CAN-Netzwerke mit bis zu 64 Teilnehmern.
Tabelle 4.5: Technische Daten für CAN-Netzwerke
| Buslänge (in m) | Datum übertragungskabel | Abschlusswiderstand (in Ω) | Max. Datenübertragungsrate | |
| Widersandsbelag (in mΩ/m) | Kabelquerschnitt | |||
| 0...40 | < 70 | 0,25...0,34 mm² AWG23, AWG22 | 124 | 1000 kbit/s bei 40 m |
| 40...300 | < 60 | 0,34...0,6 mm² AWG22, AWG20 | 127 | 500 kbit/s bei 100 m |
| 300...600 | < 40 | 0,5...0,6 mm² AWG 20 | 150...300* | 100 kbit/s bei 500 m |
| 600...1000 | < 26 | 0,75...0,8 mm² AWG 18 | 150...300* | 62,5 kbit/s bei 1000 m |
- Bei langen Leitungen und vielen Geräten am CAN-Bus werden hochohmigere Abschlusswiderstände als die spezifizierten 120 Ω empfohlen, um die ohmsche Last für die Schnittstellentreiber und damit den Spanningsabfall von einem zum anderen Leitungsende zu verringgen.
Die nachste Tabelle dient zur ersten Abschätzung des erforderlichen Kabelquerschnits für unterscheidliche Buslängen und verschiedene Anzahl der Bus-Teilnehmer.
Tabelle 4.6: Kabelquerschnitte für CAN-Netzwerke
| Buslänge (in m) | Anzahl der Geräte am CAN-Bus | ||
| 32 | 64 | 100 | |
| 100 | 0,25 mm2 bzw. AWG24 | 0,34 mm2 bzw. AWG22 | 0,34 mm2 bzw. AWG22 |
| 250 | 0,34 mm2 bzw. AWG22 | 0,5 mm2 bzw. AWG20 | 0,5 mm2 bzw. AWG20 |
| 500 | 0,75 mm2 bzw. AWG18 | 0,75 mm2 bzw. AWG18 | 1,0 mm2 bzw. AWG17 |
Wenn ein Teilnehmer nicht direkt am CAN-Bus angeschlossen werden kann, muss eine Stichleitung (Abzweigleitung) verwendet werden. Da an einem CAN-Bus immer kein zu zwei Abschlusswiderstände vorhanden sein,Müssen,kann eine Stichleitung nicht terminiert sein.Dadurch entstehen wiederum Reflexionen, die den übrigen Bus beeinträchtigen.Zur Begrenzung dieser Reflexionen sollen these Stichleitungen bei Datenübertragungsstraten bis zu 125 kbit/s eine Einzellänge von max. 2 Meter und bei hohenen Bitraten von max. 0,3 Meter nicht überschreiben. Die Gesamtlänge aller Abzweigleitungen sollte 30 Meter nicht übersteigen.
Grundsatzlich gilt:
- Für die Rack-Verdraughtung konnen handelsübliche RJ-45-Patchkabel mit 100 Ω Wellenwiderstand verwendet werden (AWG 24 / AWG 26), wenn es sich nur um kurze Strecken handelt (bis zu 10 Meter).
- Für die Verdraughtung der Racks unterinander und in der Gebäudeinstallation sind unbedingt die ober genannten Richtlinien für die Netzwerkverkabelung einzuhalten.
MODE D'EMPLOI

TG-5
TG-7
TOUR GRADE SERIES
MATIÈRES
Introduction 96
Specifications/Technische Daten 139
Block Diagram / Blockschaltbild 143
Dimensions / Abmessungen 144
Specifications/Technische Daten
TG-5
Block Diagram / Blockschaltbild

Dimensions / Abmessungen




KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
Wir/We EVI AUDIOGmbH
Hirschberger Ring 45
D-94315 Straubing
Germany
erklaren in alleiniger Verantwortung, daß das Produkt:
Geräteart / Type of Equipment
: POWER AMPLIFIER
Model / Type
TG-5 (ELECTRO-VOICE)
TG-7 (ELECTRO-VOICE)
auf das sich diese Erklärung bezieht, mit der/den folgenden Norm(en) oder normativen Dokument(en) übereinstimmt:
Technische Vorschriften: EN 55103-1: 1996
Straubing, 28.03.2006
即 an + 1 = 2ana_n + 1
Ort und Datum der Ausstellung
Rechtsverbindliche Unterschrift
des VERANTWORTLICHEN
(Name in Druckschrift)
(name in print)
Notes
Notes