CR413S - Controller IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG CR413S IFM
Betriebsanleitung
ecomat
Basic
CR413S
HW-Version: V2.0.3.x
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Herstelleranschrift 3
1.2 Verwendete Symbole 3
1.3 Warnhinweise.... 3
1.4 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
4.1 Vorhersehbare Fehlanwendung 7
5 Lieferumfang 8
5.1 Zubehör 8
6 Montage....9
6.1 Montageort 9
6.2 Montagefläche 9
6.3 Wärmeabführung 9
6.4 Befestigung 10
7 Elektrischer Anschluss.... 11
7.1 M12-Steckverbinder.... 11
7.2 Flachstecker 6,3 x 0,8 mm 11
7.3 Anschlussbelegung 12
7.3.1 Ethernet-Anschluss 15
7.3.2 Shield/Funktionserde-Anschluss 16
7.4 Sicherungen.... 16
7.5 Führung der ▶ Versorgungs- und Signalleitungen 17
7.5.1 GND-Anschlüsse 18
7.6 Analogeingänge 18
7.7 Widerstandseingänge.... 19
7.8 High-Side Digitaleingänge (CSO) 19
7.9 Digital- / PWM-Ausgänge 20
7.10 Gemischter Betrieb (12 V / 24 V).... 20
7.11 Für den Gültigkeitsbereich UL 21
8 Inbetriebnahme 22
8.1 Schnittstellen und Systemvoraussetzungen 22
8.2 Erforderliche Dokumentationen 22
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Herstelleranschrift
ifm electronic gmbh
Friedrichstraße 1
45128 Essen
Deutschland
www.ifm.com
info@ifm.com
1.2 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung
Wichtiger Hinweis ▷ Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich
Information Ergänzender Hinweis
1.3 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.4 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- ▶ Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.

ACHTUNG
Überstrom, Schweißperlen und Verschmutzung durch Schweißarbeiten
▷ Beschädigung des Geräts, Beeinträchtigung der elektrischen Sicherheit
▶ Schweißarbeiten am Fahrgestellrahmen nur durch Fachpersonal vornehmen.
▶ Plus- und Minusklemmen der Batterien abnehmen und abdecken.
▶ Gerät vor dem Schweißen am Fahrzeug bzw. an der Anlage mit allen Kontakten vom Bordnetz trennen.
▶ Masseklemme des Schweißgerätes direkt mit dem zu schweißenden Teil verbinden.
▶ Gerät und elektrische Leitungen nicht mit der Schweißelektrode oder der Masseklemme des Schweißgerätes berühren.
▶ Gerät inkl. aller Anschlussstecker und alle Verbindungsleitungen gegen Schweißperlen und andere Verschmutzungen schützen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Die frei programmierbaren Steuerungen der Baureihe "ecomat
Basic" sind für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen ausgelegt: Dazu gehören erweiterter Temperaturbereich, starke Vibrationen, intensive EMV-Belastung.
Erlaubter Einsatz:
- in mobilen Arbeitsmaschinen mit Versorgung aus Bordnetzen (mit Batterie) von 12 V DC oder 24 V DC Nennspannung
- in industrieller Umgebung als fest angebrachtes Gerät mit Versorgung aus SELV/PELV gemäß den technischen Daten

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.
• Zwei getrennt voneinander programmierbare SPS:
- Programmiersystem CODESYS V3.5 (in einer durch die ifm freigegebenen Version) für beide Steuerungen.
- Das Gerät nur innerhalb der Grenzen der technischen Daten einsetzen: ➞ Technische Daten.
• Anbauort: ➕ Montageort

Für das Gerät ist keine unmittelbare Anbindung an IT-Strukturen vorgesehen. Wird diese Anwendung gewünscht, ist dies durch den Anwender zu realisieren (z. B. durch Verwendung von eigenen Zusatzkomponenten).
Folgendes Dokument beachten: „Betriebsanleitung (Ergänzung) – Cyber-Security“ über documentation.ifm.com
Anzahl der Eingänge: 16
Anzahl der Ausgänge: 16
Anzahl der Ausgangsgruppen: 3 (versorgt über VBB 0...2 )
4.1 Vorhersehbare Fehlanwendung
• Dauerbetrieb 24/7 ist nicht zulässig.
• Keine Verwendung in sicheren Anwendungen.
• Keine Verwendung mit Anbauort "Motor".
- Keine Verwendung in einer Umgebung mit ionisierender Strahlung.
5 Lieferumfang
CR413S:
- 1 ecomat
Basic
• 4 Rohrnieten mit 4 Unterlegscheiben
• CE-Konformitätserklärung
• UK-Konformitätserklärung
▶ Bei unvollständigem oder beschädigtem Lieferumfang ifm kontaktieren.

Dokumentation und Software (Firmware des Geräts und Programmierumgebung) unter documentation.ifm.com und im Software-Package.
▶ Online auf die neuste Version prüfen.
5.1 Zubehör

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter www.ifm.com.
6 Montage
6.1 Montageort

Die Stabilität von Montagefläche und Befestigung am Montageort liegt in der Verantwortung des Systemerstellers. Gerätegewicht, Umgebungsbedingungen der Applikation und örtliche Vorschriften sind zu berücksichtigen.
Folgende Montageorte sind bei mobilem Einsatz zulässig:
• Kabineninnenbereich
- Karosserie
- Fahrzeugrahmen
Die Montage am Motor ist nicht zulässig.
Die gültigen Vorschriften sind unter Berücksichtigung der spezifizierten Umgebungsbedingungen einzuhalten.
Umgebungsbedingungen: ➞ Technische Daten
▶ Schutzart und Verschmutzungsgrad berücksichtigen.
Der Systemersteller ist verantwortlich für den Schutz des Geräts in der Applikation, sofern die geforderte Schutzart oder der Verschmutzungsgrad für das Gerät nicht eingehalten wird.
6.2 Montagefläche

Auf das Gehäuse dürfen keine Verwindungskräfte oder mechanischen Belastungen wirken.
▶ Steht keine ebene Montagefläche zur Verfügung, geeignete Ausgleichelemente verwenden.

Abb. 1: Montagefläche
▶ Bei der Montage und Lagerung darauf achten, dass der Verschmutzungsgrad 2 oder besser eingehalten wird (IEC 60664-1).
6.3 Wärmeabführung
Das Gehäuse kann sich stark erwärmen.
▶ Bei Montage für ausreichende Wärmeabführung am Montageort sorgen.
▶ Maximale Umgebungstemperatur beachten.
▶ Die in den technischen Daten angegebenen Parameter und Angaben für die Temperatur, Höhe über dem Meeresspiegel und die Frequenz der Ausgänge beachten.
6.4 Befestigung
▶ Die beiliegenden Rohrnieten von der Geräterückseite in die 3 Befestigungslöcher setzen.
▶ Das Gerät mit 3 Unterlegscheiben und M4 Zylinderkopfschrauben befestigen.
Anzugsdrehmoment: 1,5 ± 0,2 Nm
Die Schrauben dabei wechselweise anziehen.

Abb. 2: Maße für die Bohrungen

Abb. 3: Einsetzen der Rohrnieten
1: Rohrnieten
2: Unterlegscheiben
3: Schrauben (nicht im Lieferumfang enthalten)
7 Elektrischer Anschluss

▶ Vor Anschluss des Geräts die Anlage spannungsfrei schalten, ggf. auch unabhängig versorgte Ein-/Ausgangslastkreise.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
▶ Anforderungen der Norm EN 60204 berücksichtigen.
Der Stromkreis ist zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).
Die Basisisolierung gilt nicht für Anschlussbereiche (IP20).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
Die Ethernet-Schnittstelle ist zu berührbaren Oberflächen des Geräts und zum Stromkreis getrennt mit Basisisolierung nach EN61010-1 (Sekundärstromkreis mit maximal 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).

Alle Hinweise zur Anschlusstechnik vollständig beachten.

Anschlussstecker nur bei getrennter Versorgungsspannung anschließen.
"Hot-Plugging" ist nicht zulässig.

Die Kabelquerschnitte sind auf die Betriebsströme/ Sicherungswerte abzustimmen.
▶ Geräteaufdruck beachten.
▶ Nicht verwendete Anschlüsse mit unbelegten Kontaktgehäusen versehen.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (→ Angaben der Kabelhersteller).
7.1 M12-Steckverbinder
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
7.2 Flachstecker 6,3 x 0,8 mm

Die Flachstecker 6,3 x 0,8 mm sind verzinnt. Funktion und technische Daten sind gewährleistet für bis zu 10 Steckzyklen.
Selbstkonfektionierte Kabel:
- Kontaktgehäuse müssen einer Entflammbarkeitsklassifikation gemäß IEC 60695 von mindestens V-2 (V-0, V-1, V-2) entsprechen.
- Isolierte Kabel müssen schwer entflammbar sein (VW-1 nach ANSI/UL 2556 oder gleichwertig).
- Die maximale Temperatur für Kontaktgehäuse des ifm-Zubehörs beträgt 105 °C. Der Systemersteller muss diese Temperatur in der Applikation gewährleisten.
Die erreichte Temperatur ist abhängig vom Kabelquerschnitt und den maximalen Strömen.
Bei Verwendung von Kabeln mit 1,5 mm² Querschnitt sind die technischen Daten des Kontaktgehäuses gewährleistet und die technischen Daten des Geräts sind weiterhin gültig.
• Maximale Anzahl der Steckzyklen der Stecker beachten.
7.3 Anschlussbelegung

Abb. 4: Steckverbinder
Belegung der Steckerleisten:
Alle VBB 30 -Anschlüsse der Steckerleisten sind im Gerät miteinander verbunden.
Benennung der Eingänge und Ausgänge:


Steckerleisten C1.0, C1.1, C1.2
| Steckerleiste | Anschluss | Funktion |
| C1.0 | VBB30 | Versorgung Steuerung |
| VBB0 | Versorgung Ausgangsgruppe 0 | |
| VBB1 | Versorgung Ausgangsgruppe 1 | |
| GND0 | GND Steuerung | |
| CAN0_H | CAN-Schnittstelle 0 (High) | |
| CAN0_L | CAN-Schnittstelle 0 (Low) | |
| C1.1 | VBB30 | Versorgung Steuerung |
| GND1 | GND Steuerung | |
| CAN1_H | CAN-Schnittstelle 1 (High) | |
| CAN1_L | CAN-Schnittstelle 1 (Low) | |
| C1.2 | VBB2 | Versorgung Ausgangsgruppe 2 |
| GND2 | GND Steuerung | |
| NC | nicht belegt | |
| RESET-COM | Service-Eingang Steuerung |
| Steckerleiste | Anschluss | Funktion |
| C2.0 | VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) |
| IN0400 | Frequenzeingang (IN FREQUENCY-B) | |
| IN0401 | Frequenzeingang (IN FREQUENCY-B) | |
| GND | GND Sensorik | |
| GND | GND Sensorik | |
| IN0500 | Frequenzeingang (IN FREQUENCY-B) | |
| IN0501 | Frequenzeingang (IN FREQUENCY-B) | |
| VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) | |
| C2.1 | VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) |
| IN0200 | Widerstandseingang (IN RESISTOR-A) | |
| IN0201 | Widerstandseingang (IN RESISTOR-A) | |
| GND | GND Sensorik | |
| GND | GND Sensorik | |
| IN0300 | Widerstandseingang (IN RESISTOR-A) | |
| IN0301 | Widerstandseingang (IN RESISTOR-A) | |
| VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) | |
| C2.2 | VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) |
| IN0000 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| IN0001 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| GND | GND Sensorik | |
| GND | GND Sensorik | |
| IN0100 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| IN0101 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) | |
| C2.3 | VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) |
| IN0600 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| IN0601 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| GND | GND Sensorik | |
| GND | GND Sensorik | |
| IN0700 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| IN0701 | Multifunktionseingang (IN MULTIFUNCTION-A) | |
| VBB30 | Versorgung Sensorik (gespeist aus VBB30 von C1.0 / C1.1) | |
| C3.0 | OUT0000 | Digital- / PWM- / PWM-I -Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-A) |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0001 | Digital- / PWM- / PWM-I -Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-A) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0002 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0003 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| C3.1 | OUT0004 | Digital- / PWM-Ausgang 1 A (OUT PWM-10-D) |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0005 | Digital- / PWM-Ausgang 1 A (OUT PWM-10-D) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0006 | Digital- / PWM-Ausgang 1 A (OUT PWM-10-D) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0007 | Digital- / PWM-Ausgang 1 A (OUT PWM-10-D) | |
| GND | GND Aktorik | |
| C3.2 | OUT0100 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0101 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0102 | Digital- / PWM-Ausgang 4,0 A (OUT PWM-40-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0103 | Digital- / PWM-Ausgang 4,0 A (OUT PWM-40-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| C3.3 | OUT0200 | Digital- / PWM- / PWM-I -Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-A) |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0201 | Digital- / PWM- / PWM-I -Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-A) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0202 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) | |
| GND | GND Aktorik | |
| OUT0203 | Digital- / PWM-Ausgang 2,5 A (OUT PWM-25-B) | |
| GND | GND Aktorik |
Tab. 1: Steckerleisten C2.0, C2.1, C2.2, C2.3
Tab. 2: Steckerleisten C3.0, C3.1, C3.2, C3.3

An den Anschlussklemmen dürfen nur die in den technischen Daten angegebenen Signale eingespeist werden.

ACHTUNG
Fehlender Verpolungsschutz bei VBB 0...2
▷ Verpolungsschutz besteht nur bei Versorgung durch Bordnetz (mit Batterie), wenn diese Versorgung gesamthaft verpolt wird (Batterie falsch angeschlossen). Der Verpolungsschutz beruht darauf, dass im Fall der Verpolung die vorgeschalteten Sicherungen durch Überstrom schnell abgeschaltet werden.
▷ Bei Versorgung durch SELV/PELV ist der Verpolungsschutz nicht gewährleistet.
▷ Beschädigung des Geräts
▶ Korrekten Anschluss am Stecker vor deren Montage am Gerät sicherstellen, auch bei Bordnetzbetrieb.

Das Gerät ist für die Versorgung durch ein mobiles Bordnetz (12/24 V DC Nennspannung) oder SELV/PELV gemäß den technischen Daten und nationalen Vorschriften ausgelegt. Die Versorgung wird direkt ohne galvanische Trennung an die angeschlossenen Sensoren/Aktuato-ren weitergeleitet.

WARNUNG
Gefahr, dass Stecker C1.1 und C1.2 vertauscht werden
Gefahr, dass Stecker C2.0, C2.1, C2.2 und C2.3 vertauscht werden
Gefahr, dass Stecker C3.0, C3.1, C3.2 und C3.3 vertauscht werden
▷ Verlust des Brandschutzes
▷ Fehlfunktionen
▷ Verlust der Anlagenfunktion, Beschädigung der Anlage möglich
▶ Korrekte Verdrahtung und korrekte Funktion sicherstellen.
7.3.1 Ethernet-Anschluss
Anschlussbelegung (M12, D-codiert):

1: TD +
2: RD +
3: TD -
4: RD -
5: nicht belegt
▶ Das Gerät über den Ethernet-Anschluss (M12-Steckverbindung C1.3) anschließen.
▶ Für den Ethernet-Anschluss Kabel min. der Kategorie 5 (Cat 5) verwenden.
7.3.2 Shield/Funktionserde-Anschluss

1: Shield/Funktionserde-Anschluss

Um den elektrischen Störschutz, die bestimmungsgemäße Funktion und den korrekten Betrieb des Gerätes sicherzustellen, den Shield/Funktionserde-Anschluss auf kürzestem Weg mit der Karosserie (Bordnetz) verbinden; bei stationären Anlagen mit Erde.
7.4 Sicherungen

VORSICHT
Eingangsströme der Betriebsspannungen sind nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz ohne externe Sicherungen.
▶ Stromkreise absichern.
▶ Zum Schutz des gesamten Systems die einzelnen Stromkreise absichern.
KFZ-Flachstecksicherungen werden empfohlen.
| Anschluss | Sicherung Nennwert | erforderliche Auslösecharakteristik |
| VBB30 | 2 A | Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A |
| VBB0 | ≤ 15 A | - |
| VBB1 | ≤ 15 A | - |
| VBB2 | ≤ 15 A | - |
| Versorgung Sensorik (bei direktem Anschluss an Versorgung) | ≤ 2 A | Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A |

Schutz vor Load-Dump:
Im Gerät ist ein Schutz vor Load-Dump am Anschluss VBB 1 eingebaut.
▶ Für den Schutz vor Load-Dump ist VBB 1 zwingend anzuschließen.
▶ Für den Schutz vor Load-Dump 15 A Sicherung und Kabel mit 1,5 mm² Querschnitt verwenden.
▶ Schutz vor Load-Dump für VBB30 nur bei gemeinsamem Anschluss von VBB1 und VBB30 am selben Potential.
7.5 Führung der Versorgungs- und Signalleitungen

Abb. 5: Anschluss der Versorgungs- und Signalleitungen (X= unzulässig)
1: GND-Sternpunkt
2: Lastrückführung zum gemeinsamen Sternpunkt
3: Lastrückführung über den zugehörigen GND-Pin der Steckerleisten C3.n
4: Versorgung der Sensorik über die VBB 30 - und GND-Kontakte der Steckerleisten C2.n
5: Versorgung der Sensorik über Sicherung: Sicherungen → 16

Das Brücken von Anschlüssen in Anschlusssteckern ist unzulässig.
RESET-COM ist ein Service-Eingang zum Zurücksetzen der Kommunikationsparameter (siehe Programmierhandbuch).
▶ Für den Betrieb der Steuerung RESET-COM mit dem GND-Sternpunkt ① verbinden.

Fehlerhafte Führung der Versorgungs- und Signalleitungen
▷ Beeinträchtigung der EMV möglich
▶ Versorgungs- und Signalleitungen getrennt führen, EMV / Applikation berücksichtigen
▶ Versorgungs- und Masseleitungen zur Steuerung und zu den Sensoren/Aktuatoren über einen jeweils gemeinsamen Sternpunkt oder über die jeweils zugehörigen Steckerleisten C2.x / C3.x verbinden.

Wird ein vorkonfektioniertes Anschlusskabel verwendet, nichtbelegte Leitungen entfernen.
Bei Signalstörungen, Eingänge mit geschirmten Leitungen betreiben. Abschirmungen einseitig mit dem Shield/Funktionserde-Anschluss verbinden.

WARNUNG
Überspannung > 36 V (ungeschützt)
▷ Gefahr von Personenschaden und/oder Sachschaden.
▷ Unkontrollierbares und nicht vorhersehbares gefährliches Verhalten der Steuerung, z. B. alle Ausgänge aktiviert.
▶ Externen Schutz vor Überspannung vorsehen.
Der CAN-Bus ist intern gegen Kurzschluss zu VBB und GND geschützt.

Bei CAN-Leitungen ≥ 30 m für geeigneten Schutz sorgen (z. B. geschirmte Leitungen verwenden).
VBB30 ist gegen Verpolung geschützt.
▶ Alle benötigten Versorgungsleitungen (VBB 30 , VBB 0 , VBB 1 , VBB 2 ) anschließen. VBB 30 kann an C1.0 oder C1.1 angeschlossen werden.
7.5.1 GND-Anschlüsse

VORSICHT
Fehlanschluss GND
- Nicht alle GND-Anschlüsse der Steuerung (GND 0...2 ) am Sternpunkt ① angeschlossen
- Unterschiedliche Kabelquerschnitte
- Unterschiedliche Kabellängen
▷ Brandgefahr
▷ unzulässige Erwärmung
▶ Alle GND-Anschlüsse der Steuerung (GND 0...2 ) am GND-Sternpunkt ① anschließen.
▶ Für alle GND-Anschlüsse der Steuerung den gleichen Kabelquerschnitt verwenden.
▶ Für alle GND-Anschlüsse der Steuerung die gleiche Kabellänge verwenden.
▶ Die Anschlüsse der Steuerung (GND0...2) jeweils einzeln mit dem gemeinsamen GND-Sternpunkt ① verbinden.
▶ Die GND-Anschlüsse der Sensorik mit den GND-Anschlüssen der zugehörigen Steckerleiste verbinden.
▶ Die GND-Anschlüsse der Aktuatoren (Lasten) mit dem gemeinsamen GND-Sternpunkt oder mit den GND-Anschlüssen der zugehörigen Steckerleiste verbinden.
Alle GND-Anschlüsse sind im Gerät miteinander verbunden.

GND der Versorgung ist über EMV-Entstörkondensatoren am Shield/Funktionserde-Anschluss des Geräts angeschlossen.
7.6 Analogeingänge

Abb. 6: Anschluss der Analogeingänge (X= unzulässig)
1: GND-Sternpunkt
2: Sicherung für die Versorgung der Sensorik: Sicherungen → 16
▶ GND der Signalquelle mit dem zugehörigen GND-Anschluss der Steckerleiste C2.n verbinden. GND der Signalquelle nicht mit dem gemeinsamen GND-Sternpunkt ① verbinden.
7.7 Widerstandseingänge

Abb. 7: Anschluss der Widerstandseingänge (X= unzulässig)
1: GND-Sternpunkt
▶ GND der Signalquelle mit dem zugehörigen GND-Anschluss der Steckerleiste C2.n verbinden. GND der Signalquelle nicht mit dem gemeinsamen GND-Sternpunkt ① verbinden.
▶ Widerstandseingänge nicht mit einer VBB verbinden.
7.8 High-Side Digitaleingänge (CSO)

Abb. 8: Anschluss der High-Side Eingänge (X= unzulässig)
1: GND-Sternpunkt
2: Sicherung für die Versorgung der Sensorik: Sicherungen → 16
▶ GND der Signalquelle mit dem zugehörigen GND-Anschluss der Steckerleiste C2.n oder dem gemeinsamen GND-Sternpunkt verbinden.
7.9 Digital- / PWM-Ausgänge

Abb. 9: Anschluss der High-Side-Digitalausgänge (X= unzulässig)
1: GND-Sternpunkt

WARNUNG
Unterbrechung des GND-Sternpunkts und gleichzeitig an Ausgängen angeschlossene Lasten, die noch mit GND der Versorgung verbunden sind (siehe Bild oben, gestrichelte Leitung)
Dadurch können Fehlerströme durch Steuerung und Last fließen, die zu einem undefinierten Zustand von Steuerung und System führen.
▷ Verlust der korrekten Funktion
▶ Masseleitung der Steuerung und der Lasten (Aktuatoren) immer über gemeinsamen GND-Sternpunkt ① verbinden (siehe Bild oben).
▷ Dadurch ist gewährleistet, dass bei Unterbrechung der Leitung zur Versorgung auch die Lasten nicht mehr mit GND verbunden sind.
Die Steuerung kann mit folgenden Lasten betrieben werden:
- ohmsche Lasten
- kapazitive Lasten (Diagnoseeinstellungen an die Last anpassen, siehe Programmierhandbuch)
- induktive Lasten
Die angeschlossene Last darf die maximal zulässigen Werte des jeweiligen Ausgangs nicht überschreiten (Technische Daten).

Abweichende Anschlüsse sind unzulässig.
7.10 Gemischter Betrieb (12 V / 24 V)

Bei Versorgung durch SELV/PELV ist ein gemischter Betrieb nicht zulässig.
Gemischter Betrieb nur bei Versorgung durch Bordnetz zulässig.

Abb. 10: Beispiel Anschluss an 24 V und 12 V Spannungsversorgung kombiniert
1: GND-Sternpunkt
2: Sicherung für die Versorgung der Sensorik: Sicherungen → 16
7.11 Für den Gültigkeitsbereich UL
Dies ist ein „Open Type“-Modell, das in einem geeigneten Schaltschrank oder Gehäuse montiert werden muss.
Für den Innenbereich.
Verwenden Sie UL-zertifizierte Kabel der Kategorie CYJV 2/7/8 mit einer Mindesttemperaturfestigkeit von 95°C für den Anschluss des Geräts.
Kabel müssen gegen unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert sein (Zugentlastung). 6,3 × 0,8 mm-Steckverbinder müssen nach RFWV/RFWV7 zertifiziert sein.
Das Gerät darf nur mit Ethernet-Netzwerken und CAN-Bus-Systemen verbunden werden, die im Innenbereich betrieben werden und nicht TNV-Schaltkreisen ausgesetzt sind.
8 Inbetriebnahme
8.1 Schnittstellen und Systemvoraussetzungen
Der Programmierer erstellt das Anwendungsprogramm mit dem IEC 61131-3 konformen Programmiersystem CODESYS und lädt die Anwendungen über die Ethernet- oder CAN-Schnittstelle auf die Steuerung. Die erforderlichen Informationen zur Installation und Inbetriebnahme stehen im Programmierhandbuch.
Erforderliche Komponenten:
- Einsetzbare CODESYS Version (→ Programmierhandbuch)
• CODESYS Plugins
• CODESYS Package für die Steuerung - Firmware
- Releasenotes
Zum Programmieren der Steuerung müssen die Personen mit der Software CODESYS vertraut sein.
Darüber hinaus müssen die Personen über Kenntnisse zu folgenden Themenkomplexen verfügen:
- Erforderliche anwendungsspezifische Normen
8.2 Erforderliche Dokumentationen
Neben dem Programmiersystem CODESYS sind zur Inbetriebnahme und Programmierung des Gerätes folgende Dokumente erforderlich:
- Programmierhandbuch für die verwendete Firmware-Version
- Betriebsanleitung (Ergänzung) – Cyber-Security

Dokumentation und Software (Firmware des Geräts und Programmierumgebung) unter documentation.ifm.com und im Software-Package.
▶ Online auf die neuste Version prüfen.
Onlinehilfe CODESYS: in CODESYS-Installation enthalten (documentation.ifm.com).
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
Vor Entsorgung oder Rücksendung des Geräts alle Daten löschen:
▶ Falls benötigt, vor dem Löschen eine Datensicherung anlegen: Backup und Restore
▶ Alle auf dem Gerät befindlichen Passwörter löschen, z. B. durch Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (Factory Reset).
▶ Alle auf dem Gerät befindlichen Programme und Benutzerdaten löschen, z. B. durch Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (Factory Reset).
Entsorgung:
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
Reinigung:
▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.