CR1140 - Controller IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts CR1140 IFM als PDF.
Benutzerfragen zu CR1140 IFM
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Controller kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch CR1140 - IFM und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. CR1140 von der Marke IFM.
BEDIENUNGSANLEITUNG CR1140 IFM
Betriebsanleitung
Prozess- und Dialoggerät
ecomat
Display 4.3"
CR1140
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Eigenschaften 5
4 Montage 6
4.1 Montagezubehör 6
4.2 Generelle Montagehinweise 6
4.2.1 UV-Schutz.... 6
4.2.2 Aufnahme für Montagezubehör 6
4.3 Schalttafeleinbau / Schaltschrankeinbau.... 7
4.3.1 Sicherheitshinweise für den Schalttafeleinbau / Schaltschrankeinbau.... 7
4.3.2 Einbau mit Einbau-Set 8
4.3.3 Schalttafelausschnitt 8
4.3.4 Montageschritte 9
4.4 Aufbaumontage mit RAM®-Mount-System 10
4.4.1 Montageschritte 11
4.5 Andere Einbauarten 11
5 Elektrischer Anschluss 12
5.1 Anschlussbelegung.... 12
5.2 Anschlusszubehör.... 12
5.3 Anschlusstechnik 12
5.4 Generelle Anschlusshinweise 13
5.5 Betriebsspannung und Sicherungen 13
5.6 Anschluss der Funktionserde 14
5.7 Ethernet-Schnittstelle 14
6 Bedien- und Anzeigeelemente 15
6.1 Status-LED 15
6.2 Tasten.... 15
7 Inbetriebnahme.... 16
7.1 Allgemeines 16
7.2 Erste Schritte 16
7.3 Setup 16
7.4 Startmodi 16
7.5 Benötigte Dokumentationen 16
7.6 Verwendung des internen Temperatursensors 17
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 18
8.1 Batterie 18
8.2 Reinigen der Displayoberfläche 18
8.3 Reinigen der Gehäuseoberfläche 18
8.4 Instandsetzung 18
8.5 Entsorgung 18
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- ▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Prozess- und Dialoggerät ecomat
Display ist ein programmierbares Grafikdisplay zur Steuerung, Parametrierung und Bedienung von mobilen Maschinen und Anlagen. Es ist geeignet für den Einsatz bis zu einer Betriebshöhe von 5000 m über NHN (mit Temperaturreduzierung ab 2000 m über NHN) auch unter erschwerten Bedingungen wie erweitertem Temperaturbereich und mechanische Belastungen (Technische Daten: www.ifm.com und angegebene Normen).
Erlaubter Einsatz:
- in mobilen Arbeitsmaschinen mit Versorgung aus Bordnetzen (mit Batterie) von 12 V DC oder 24 V DC Nennspannung
- in industrieller Umgebung als fest angebrachtes Gerät mit Versorgung aus SELV/PELV gemäß den technischen Daten
• auch in nasser Umgebung - auch im Freien, gegebenenfalls mit zusätzlichem UV-Schutz
Die Kommunikation mit anderen Systemkomponenten, wie z. B. dezentrale I/OModule, erfolgt über die CAN-, oder die Ethernet-Schnittstelle. Sie bilden zusammen mit dem Linux-Betriebssystem eine universelle Plattform für die Vernetzung und Kommunikation mit anderen CAN-Geräten, Netzwerken oder PCs.

Für das Gerät ist keine unmittelbare Anbindung an IT-Strukturen vorgesehen. Wird diese Anwendung gewünscht, ist dies durch den Anwender zu realisieren (z. B. durch Verwendung von eigenen Zusatzkomponenten).

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

Das Gerät ist nicht für sicherheitsrelevante Aufgaben im Sinne des Personenschutzes zugelassen.
3.1 Eigenschaften
• 4,3" Farb-Display
- Geschlossenes Gehäuse für die Ein- und Aufbaumontage im Außen- oder Kabinenbereich
• Frei programmierbar nach IEC 61131-3 mit Target-Visualisierung
- 64-Bit-Controller und Embedded Linux Betriebssystem
• CAN-Schnittstellen mit CANopen und SAE J1939 Protokoll
- Ethernet-Schnittstelle
| Merkmal | CR1140 |
| Touchscreen | - |
| frei programmierbare, gemeinsam hinterleuchtete Tasten | 6 |
| Kreuzwippe mit zentraler Bestätigungstaste | 1 |
| Ethernet-Schnittstellen | 1 |
| CAN-Schnittstellen | 1 |
| USB 2.0-Schnittstellen | 0 |
| Controller | Dual Core, 1,4 GHz |
| RAM | 1 GB |
| FLASH | 4 GB |
- = vorhanden
- = nicht vorhanden
4 Montage
▶ Bei der Montage und dem Austausch des Geräts darauf achten, dass der Verschmutzungsgrad 2 oder besser eingehalten wird.
4.1 Montagezubehör
Das Gerät wird ohne Montagezubehör geliefert.
Abhängig vom vorgesehen Einbauort und von der Einbauweise steht folgendes Montagezubehör zur Verfügung:
• EC0750, Einbau-Set für den Schalttafeleinbau
- EC0411... EC0412, RAM®-Mount-System für die Aufbaumontage
Weitere Informationen über verfügbares Zubehör unter www.ifm.com
4.2 Generelle Montagehinweise

Für alle Befestigungsarten gilt:
Die Einhaltung der Anforderungen an die Gerätebefestigung in der Applikation bezüglich Schock, Vibration, Beschleunigung und Gewicht liegt in der Verantwortung des Systemerstellers.
Das Gerät hält einer Schlagbeanspruchung bis IK08 ohne Beschädigung stand.
ACHTUNG
Höhere Schlagbeanspruchung > IK08
▷ Beschädigung möglich
▷ Schutzart und elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▷ Verletzungsgefahr möglich
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation das Gerät gegebenenfalls durch externe Maßnahmen schützen.
▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.

Rückseitig sind Druckausgleichselement und Steckerbereiche vom Systemersteller gegebenenfalls durch externe Maßnahmen zu schützen.
4.2.1 UV-Schutz
Das Gerät erfüllt Anforderungen für künstliches Bestrahlen und Bewittern gemäß DIN EN ISO 4892-2. Testkriterien: Verfahren A, Zyklus 1: Testdauer 2000 h, ohne funktionale Beeinträchtigung. Die Displayanzeige bleibt lesbar.
Ein dauerhafter Außeneinsatz erfordert zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des Geräts vor UV-Strahlung (z. B. Beschattung, UV-Filter), um die erwartete Lebensdauer zu erfüllen. Wenn das Gerät nicht im Betriebseinsatz ist, sollte es mit einem Sonnenschutz abgedeckt werden.
Es liegt in der Verantwortung des Systemerstellers, die Eignung des UV-Schutzes für den Einsatzbereich des Systems zu prüfen und gegebenenfalls darauf abzustimmen.
4.2.2 Aufnahme für Montagezubehör
Die Geräterückseite ist für die Verschraubung von Montagezubehör vorbereitet.

1: 2 x M5 Gewindebohrung für RAM®-Mount-System / für Halteprofil des Einbau-Sets
2: Druckausgleichselement
ACHTUNG
Das Gerät ist mit einem Druckausgleichselement ausgestattet. Werden die dazugehörigen Entlüftungskanäle mit elastischen Materialien abgedichtet oder verschlossen, kann dies zur Beschädigung des Geräts führen.
▶ Keine Dichtungsmaterialien im Bereich des Druckausgleichselements verwenden.
4.3 Schalttafeleinbau / Schaltschrankeinbau
4.3.1 Sicherheitshinweise für den Schalttafeleinbau / Schaltschrankeinbau
Die Angaben für die Betriebstemperatur gelten gleichermaßen vor und hinter der Einbauebene.
Die Maßangaben für den Schaltschrankausschnitt sind Grundvoraussetzung für Anforderungen an elektrische Sicherheit, Brandschutz und Schutzart des Geräts / Systems. Die Einhaltung der Anforderungen wird dadurch allein aber nicht garantiert. Siehe folgende Sicherheitshinweise. Diese sind bei der Risikobeurteilung durch den Systemersteller zu berücksichtigen (→ Sicherheitshinweise).

WARNUNG
Das Gehäuse erfüllt nicht die Anforderungen an Schutzerde. Es kann nur funktionsgeerdet werden.
▷ Elektrischer Schlag möglich bei gefährlich aktiven Spannungen im Schaltschrank hinter der Einbauebene.
▶ Der Systemersteller muss gefährlich aktive Spannungen / Teile hinter der Einbauebene vom Gehäuse des Geräts und seinen Stromkreisen durch doppelte / verstärkte Isolierung (Luft-/Kriechstrecken, feste Isolation) trennen.
▶ Dabei Einzelfehlersicherheit berücksichtigen (z. B. aus Klemme gelöste Einzelader → Kabelbinder verwenden).
▶ Die Verantwortung für die elektrische Sicherheit des Systems liegt beim Systemersteller.
Bei Einbau des Geräts in einen Schaltschrank mit Anforderungen an den Brandschutz gilt:
Bei Einbau gemäß der Angaben in 4.3 erfüllt das Gerät selbst die Anforderungen der IEC (oder DIN EN) 61010-2-201 an ein geschlossenes Gerät für den Schutz gegen das Ausbreiten von Feuer.

WARNUNG
Die Einbaudichtung (Einbau-Set) hat keine Entflammbarkeitsklassifizierung und ist somit kein Flammenhindernis.
▷ Brandschutz für das System möglicherweise nicht gegeben oder eingeschränkt
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation den Brandschutz gegebenenfalls durch externe Maßnahmen sicherstellen.
▶ Die Verantwortung für den Brandschutz des Systems liegt beim Systemersteller.

VORSICHT
Anforderungen an Schutzart des Systems mit eingebautem Gerät werden bei Verwendung des Einbau-Sets nicht garantiert. Sie ist abhängig von den Eigenschaften von Schalttafel / Schaltschrank (z. B. Dicke, Material, Oberflächenbeschaffenheit, Verwindungssteifigkeit).
▷ Schutzart und elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation die Schutzart gegebenenfalls durch externe Maßnahmen sicherstellen.
▶ Die Verantwortung für die Schutzart des Systems mit eingebautem Gerät liegt beim Systemersteller.
4.3.2 Einbau mit Einbau-Set
Das Einbau-Set ermöglicht die waagerechte, senkrechte oder Überkopfmontage des Geräts in einen Schalttafelausschnitt.
Diese Einbauart ist geeignet für Materialwandstärken von 1 bis 10 mm.
Für Materialwandstärken >10 mm müssen längere Gewindestifte und andere Distanzplatten verwendet werden. Diese liegen dem Montagezubehör nicht bei.
Das zur Montage benötigte Halteprofil, Distanzplatten, M5 Sechskantmuttern, Unterlegscheiben, M5 Gewindestifte sowie Einbaudichtung liegen dem Einbau-Set bei.

Abb. 1: Halteprofil des Einbau-Sets

Abb. 2: Dialoggerät mit montiertem Einbau-Set

Halteprofil des Einbau-Sets nur gemeinsam mit geeigneter Distanzplatte und der Einbaudichtung einsetzen.
4.3.3 Schalttafelausschnitt
▶ Ausschnitt erstellen.

Abb. 3: Schalttafelausschnitt
Toleranzen: ± 0,5 mm
4.3.4 Montageschritte
▶ Gewindestifte in die M5 Gewinde der Geräterückseite schrauben: Aufnahme für Montagezubehör (→ 6).
▶ Einbaudichtung auf Gerät anbringen. (Zuerst die Dichtung mit Rand aufbringen, danach den Rand entfernen).

Abb. 4: Einbaudichtung
▶ Gerät in den Ausschnitt setzen.
▶ Die für die Schalttafelstärke geeignete Distanzplatte einsetzen. Die Dicke der Distanzplatten entspricht dabei der Schalttafelstärke. Ggf. mehrere Distanzplatten übereinander verwenden.
▶ Halteprofil von hinten mit dem Gerät verschrauben. Anzugsdrehmoment M5 Sechskantmuttern: 4 ±0,5 Nm

Abb. 5: Montageprinzip
1: M5 Sechskantmuttern
2: Unterlegscheiben
3: Halteprofil
4: Schalttafelausschnitt
5: Distanzplatte
6: Einbaudichtung
7: Gewindestifte
8: Dialoggerät

Abb. 6: Maße
Einbautiefe A = Gerätetiefe (ca. 40 mm)
Einbautiefe mit aufgesetzten gewinkelten Steckern: ca. 58...65 mm (abhängig von der Bauform)
4.4 Aufbaumontage mit RAM®-Mount-System
Mit den als Zubehör erhältlichen RAM®-Mount-Bauteilen kann das Dialoggerät als festmontiertes Standgerät genutzt werden. Zwei Kugelköpfe ermöglichen dabei eine variable Ausrichtung des Geräts.

Abb. 7: RAM ® -Mount Bauteile
1: Montagearm mit Spannschraube
2: Montageplatte mit Kugelkopf (Befestigung auf der Montagefläche)
3: ▶ Diamond-Basisplatte mit Kugelkopf (Befestigung an Geräterückseite)

Abb. 8: Dialoggerät mit montierter Diamond-Basisplatte

Abb. 9: Dialoggerät mit montiertem RAM ® -Mount System
Weitere Informationen zu den verfügbaren RAM®-Mount Bauteilen unter: www.ifm.com
4.4.1 Montageschritte
Diamond-Basisplatte mit der Geräterückseite verschrauben.
Nutzbare M5 Gewindetiefe: ≤ 6 mm
Anzugsdrehmoment M5: 4 ±0,5 Nm
▶ Montageplatte / Kugelkopf des gewählten RAM®-Mount Bauteils gemäß RAM®-Mount Angaben auf geeigneter Fläche verschrauben.

Abb. 10: Montageplatte mit Kugelkopf

Abb. 11: Bohrmaße
Anzugsdrehmoment: 5 ±0,5 Nm
▶ Spannschraube des Montagearms etwas lösen.
▶ Montagearm auf die Kugelköpfe setzen und Spannschraube anziehen.
4.5 Andere Einbauarten
Zulässige Einbauarten:
Schalttafeleinbau / Schaltschrankeinbau
Aufbaumontage mit RAM®-Mount-System

Alle anderen Einbauarten liegen vollständig in der Verantwortung des Systemerstellers.
5 Elektrischer Anschluss

▶ Vor Anschluss des Geräts die Anlage spannungsfrei schalten, ggf. auch unabhängig versorgte Ein-/Ausgangslastkreise.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
▶ Anforderungen der Norm EN 60204 berücksichtigen.
Berührbare Oberflächen des Geräts sind zu den Stromkreisen isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).
Die Funktionserde ist am Kunststoffgehäuse über die M12 Schirmanschluss-Lasche mit dem M4 Gewinde verbunden.
GND der Versorgung ist über EMV-Entstörkondensatoren an Funktionserde des Geräts angeschlossen.
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
5.1 Anschlussbelegung
Anschlussbelegung: Technische Daten: www.ifm.com

An den Anschlussklemmen dürfen nur die in den technischen Daten, bzw. auf dem Geräteaufdruck angegebenen Signale eingespeist werden.
5.2 Anschlusszubehör
Weitere Informationen über verfügbares Zubehör unter www.ifm.com
5.3 Anschlusstechnik

Alle Hinweise zur Anschlusstechnik vollständig beachten.
▶ Geräteaufdruck beachten.
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
Wenn Stecker im Gerät:
▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm
Wenn Buchsen im Gerät:
▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
▶ Nicht belegte Anschlüsse mit Schutzkappen verschließen. Drehmoment: 1,3 ± 0,1 Nm

Anschlussstecker nur bei getrennter Versorgungsspannung anschließen. "Hot-Plugging" ist nicht zulässig.
Bei selbst konfektionierten Kabeln muss die Dichtigkeit sichergestellt sein.
▶ Für CAN-Anschlüsse paarig verdrillte Leitungen verwenden.
Der CAN-Bus ist intern gegen Kurzschluss zu VBB und GND geschützt.
Bei CAN-Leitungen ≥ 30 m für geeigneten Schutz gegen Surge sorgen (z. B. geschirmte Leitungen verwenden).
▶ Für den Ethernet-Anschluss Kabel min. der Kategorie 5 (Cat 5) verwenden.
5.4 Generelle Anschlusshinweise
Anschlussbelegung der Steckverbinder: Technische Daten: www.ifm.com

Abb. 12: Steckverbinder (Geräterückseite)
1: Versorgung, CAN, Service
2: Ethernet
3: Funktionserde
ACHTUNG
Falscher Anschluss kann zur Beschädigung des Geräts führen.
▶ Sicherheitshinweise beachten.
▶ Versorgungs- und Signalleitungen auf kürzestem Weg vom Gerät wegführen.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 300 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (→ Angaben der Kabelhersteller).
Maximale Kabellängen: Ethornet ≤ 30 m
5.5 Betriebsspannung und Sicherungen

VORSICHT
Eingangsstrom ist nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreise absichern.
▶ Zum Schutz des gesamten Systems die einzelnen Stromkreise absichern. Kfz-Flachstecksicherungen werden empfohlen.
| Bezeichnung | M12-Stecker 1 (Versorgung, CAN, Service) | Betriebsspannung | Sicherung Nennwert | Erforderliche Auslösecharakteristik |
| VBB30 | Pin 2 | 8...32 V DC | max. 3 A | Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A |
| Serviceeingang | Pin 1 | 8...32 V DC | max. 3 A | Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A |
Tab. 1: Klemmenbezeichnungen gemäß DIN 72552
▶ Der Serviceeingang kann gemeinsam mit der Sicherung für VBB 30 abgesichert werden.
▶ Alternativ das Gerät aus einem Limited-Energy-Stromkreis nach IEC 61010-1 oder Class 2 nach UL 1310 versorgen.
5.6 Anschluss der Funktionserde
Um den elektrischen Störschutz, die bestimmungsgemäße Funktion und den sicheren Betrieb des Geräts sicherzustellen, das Gehäuse auf kürzestem Weg mit Fahrzeugmasse oder GND der Anlage verbinden.
▶ Verbindung zwischen Gerät und Fahrzeugmasse/GND mit einer M4 Schraube herstellen. Nutzbare Gewindetiefe im Gerät: 7 mm
Max. Anzugsdrehmoment: 2,5 ±0,5 Nm

Abb. 13: Anschluss der Funktionserde
5.7 Ethernet-Schnittstelle
Kommunikationsschnittstellen sind untereinander, zu den anderen Stromkreisen und zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC62368-1 als externer Stromkreis.
▶ Geschirmtes CAT5-Kabel verwenden.
STP (Shielded Twisted Pair), gem. EIA/TIA-568
Länge max. 30 m
Die maximale Kabellänge ist z. B. abhängig von der Bus-Topologie, der gewählten Betriebsart (10/100 MBits/s) oder von der Qualität der Steckverbindungen.
▶ Geschirmte Steckergehäuse verwenden und Schirm des Ethernet-Kabels am Steckergehäuse auflegen.
▶ Ethernet-Kabel nicht parallel zu stromführenden Leitungen verlegen.
Störungen durch Fremdeinwirkung Defekte oder mangelhafte Funkentstörungen an anderen elektrischen Einrichtungen, wie z. B. Umrichtern oder Lichtmaschinen sowie Spannungsschwankungen durch das Zu-/Abschalten hoher elektrischer Lasten können zu Störungen der Datenübertragung führen.
6 Bedien- und Anzeigeelemente
6.1 Status-LED

1: Status-LED
Die Status-LED zeigt die Betriebszustände des Geräts an:
| Farbe | Zustand | Beschreibung |
| - | aus | Keine Betriebsspannung |
| grün | ein | Laden/Ausführen Produktivsystem |
| gelb | ein | Laden/Ausführen Recovery-System |
6.2 Tasten

1: frei programmierbare, gemeinsam hinterleuchtete Tasten
2: Kreuzwippe mit zentraler Bestätigungstaste
7 Inbetriebnahme
7.1 Allgemeines
Im Auslieferungszustand läuft auf dem Gerät die Recovery App. Mit Hilfe dieser Applikation kann eine beliebige passende Firmware-Version auf das Gerät aufgespielt werden. Die Firmware enthält das Geräte-Setup zum Einstellen wichtiger Geräteparameter.
Werkseitige Voreinstellungen:
IP-Adresse: 192.168.82.245
Subnetzmaske: 255.255.255.0
Gateway IP-Adresse: 192.168.82.1
Für die sichere Funktion der vom Anwender erstellten Applikationsprogramme ist dieser selbst verantwortlich. Bei Bedarf muss er zusätzlich entsprechend der nationalen Vorschriften eine Abnahme durch entsprechende Prüf- und Überwachungsorganisationen durchführen lassen.
7.2 Erste Schritte
▶ Gerät über die Ethernet-Schnittstelle mit dem Notebook/PC verbinden.
▶ Notebook/PC einschalten; IP-Einstellungen des Notebooks/PCs überprüfen und ggf. einstellen.
Internetprotokoll: TCP/IP
IP-Adresse: 192.168.82.xxx (außer .245, s.o.)
Subnetzmaske: 255.255.255.0
Gateway IP-Adresse: 192.168.82.1
▶ Betriebsspannung des Dialoggeräts einschalten.
▷ Kurz nach dem Einschalten des Geräts wird das Startbild gezeigt. Während dieser Zeit läuft im Hintergrund der Bootvorgang. Nach dem Booten wird automatisch der App Launcher geöffnet.
7.3 Setup
Das Setup ermöglicht die Einstellung der Geräteparameter direkt über das lokale Display des Geräts.
Nach Verlassen des Setups kann ein CODESYS-Projekt geladen werden. Um die Bedienelemente, Schnittstellen und sonstigen internen Funktionen des Geräts zu nutzen, stehen Bibliotheken (.lib) zur Verfügung. Sie müssen in das Applikationsprogramm eingebunden werden.
7.4 Startmodi
Das Signal am Service-Eingang bestimmt den Startmodus:
| Signal am Service-Eingang beim Einschalten | Startmodus |
| 0 (GND) | Start des Produktivsystems |
| 1 (VBB) | Start des Recovery-Systems |
7.5 Benötigte Dokumentationen
Neben dem Programmiersystem CODESYS werden zur Inbetriebnahme und Programmierung des Geräts folgende Dokumente benötigt:
• Programmierhandbuch ecomat
Display
Als Download-File stehen die Handbücher im Internet zur Verfügung:
www.ifm.com
Onlinehilfe CODESYS: in CODESYS-Installation enthalten (www.ifm.com, im Downloadbereich mit Anmeldung)
7.6 Verwendung des internen Temperatursensors
Der interne Temperatursensor des Geräts ist durch die Software auslesbar.
Das Gerät erwärmt sich im Wesentlichen durch folgende Faktoren:
- Sonneneinstrahlung
- Umgebungstemperatur
- Einbaubedingungen
- Fremdheizung
• Stromverbrauch (Displaybeleuchtung u. a.)
Unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen tritt eine erhebliche Geräteerwärmung auf. Die Gerätetemperatur darf den maximal zulässigen Wert nicht überschreiten (Technische Daten: www.ifm.com).
Der ausgelesene Wert des internen Temperatursensors kann z. B. für folgende Aktionen verwendet werden:
- Reduzieren der Displayhelligkeit, dadurch sinkt die Eigenerwärmung
- Warnung des Benutzers vor der Erwärmung und einer bevorstehenden Abschaltung des Displays
• Abschaltung des Displays
ACHTUNG
Interne Temperatur überschreitet den zulässigen Wert (Technische Daten: www.ifm.com)
▷ Fehlfunktion oder Beschädigung des Geräts möglich
▶ Gerätetemperatur reduzieren.
▶ Geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Erwärmung des Geräts zu verhindern.
8 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
8.1 Batterie
Dieses Produkt enthält eine Gerätebatterie, welche aus technischen Gründen fest verbaut ist und vom Nutzer nicht entnommen werden kann. Die Entnehmbarkeit der Batterie durch von uns unabhängiges Fachpersonal ist gewährleistet.
Batterietyp: Technische Daten: www.ifm.com
Batterie kann bei fehlerhafter Behandlung explodieren. Batterie nicht gewaltsam entnehmen, aufladen, zerlegen oder im Feuer entsorgen.
Verbaute Gerätebatterie: CR1225 (3 V, 48 mAh), typische Lebensdauer: 15 Jahre
Entsorgung der Altbatterien: Entsorgung (→ 18)
8.2 Reinigen der Displayoberfläche
Ungeeignete Putzmittel und Chemikalien können die Displayoberfläche beschädigen. Folgende Mittel sind zur Displayreinigung nicht geeignet:
- Kunststofflösende Chemikalien, z. B. Brennspiritus, Benzin, Verdünner, Alkohol, Azeton oder Ammoniak
• Papiertücher, Kreppapier, u.ä.
• Scheuerpulver, Scheuermilch, u.ä.
• glanzerzeugende Reinigungsmittel, wie z. B. Polituren oder Wachse
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Tuch entfernen.
▶ Bei starker Verschmutzung ein feuchtes Tuch verwenden (Wasser).
Empfohlen werden Microfaser-Tücher ohne chemische Zusatzmittel.
8.3 Reinigen der Gehäuseoberfläche
▶ Gerät von der Betriebsspannung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Tuch entfernen.
▶ Bei starker Verschmutzung ein feuchtes Tuch verwenden (Wasser).
8.4 Instandsetzung
▶ Das Gerät nur durch den Hersteller instandsetzen lassen. Sicherheitshinweise beachten: → Sicherheitshinweise
8.5 Entsorgung
▶ Altbatterien gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
Altbatterien nicht mit dem Haushaltsmüll entsorgen.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.