MCR-S-1/5-UI-DCI-NC - Messgeräte Phoenix Contact - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG MCR-S-1/5-UI-DCI-NC Phoenix Contact
MCR-S-1-5-UI-DCI Art.-Nr.: 2814634
MCR-S-1-5-UI-DCI-NC Art.-Nr.: 2814715
MCR-S-1-5-UI-SW-DCI Art.-Nr.: 2814650
MCR-S-1-5-UI-SW-DCI-NC Art.-Nr.: 2814731
MCR-S-10-50-UI-DCI Art.-Nr.: 2814647
MCR-S-10-50-UI-DCI-NC Art.-Nr.: 2814728
MCR-S-10-50-UI-SW-DCI Art.-Nr.: 2814663
MCR-S-10-50-UI-SW-DCI-NC Art.-Nr.: 2814744

Inhaltsverzeichnis Seite
- Vor der Inbetriebnahme 4
- Beschreibung......5
- Blockschaltbild ....5
- Elektrischer Anschluss und Bedienung
4.1. Elektrischer Anschluss ......6
4.2. Inbetriebnahme 6
4.3. Funktionsdiagramm zur Konfiguration .....7
4.4. Softwarepaket (Adapter)....12 - Applikationsbeispiele ....13
- Technische Daten ....14
- Anhang
7.1. Bestellschlüssel 66
1) Nur für die MCR-S-...-SW-DCI(-NC)-Varianten.
Abb.1
1. Vor der Inbetriebnahme

- Beim Betrieb dieses elektrischen Messumformers können bestimmte Teile des Moduls unter gefährlicher Spannung stehen. Durch Nichtbeachtung der Warnhinweise können schwere Körperverletzungen und/oder Sachschäden entstehen.
• Die MCR-S-...DCI-Module sollten nur von qualifiziertem Personal montiert und in Betrieb genommen werden. Das Personal sollte sich mit den Warnhinweisen dieser Betriebsanleitung gründlich auseinandergesetzt haben. - Der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Gerätes setzt sachgemäßen Transport, fachgerechte Lagerung, Montage, sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
- Der Messumformer darf nicht bei geöffnetem Gehäuse in Betrieb genommen werden.
- Qualifiziertes Personal bedeutet im Sinne dieser Betriebsanleitung die in der VDE 0105 Teil 1/DIN EN 50110-1 als Elektrofachkraft bzw. als elektrotechnisch unterwiesen bezeichnete Personen.
2. Beschreibung
Die aktiven Strommessumformer MCR-S-...-DCI formen Gleich-, Wechsel- und verzerrte Ströme von 0... 0,2 A bis 0...11 A (MCR-S-1-5-...-DCI) und von 0...9,5 A bis 0...55 A (MCR-S-10-50-...-DCI) in analoge Normsignale um.
Ausgangsseitig können die analogen Normsignale 0(4)...20 mA, 0(2)...10 V, ±10 V, 0(1)...5 V, ±5 V mit einfacher (z.B. 0...10 V) und inverser (z.B. 10...0 V) Wirkungsrichtung verwendet werden.
Optional steht bei den Strommessumformern mit Schwellwertausgang (MCR-S-...-SW-DCI) ein PNP-Transistorschaltausgang (80 mA) und ein Relaisschaltausgang (max. 2 A) zur Verfügung.
2.1. Funktionsweise
Durch den Anschluss an die Eingangsklemmen (MCR-S-1-5-...-DCI), bzw. durch das Durchstecken des stromführenden Leiters durch den Strommessumformer (MCR-S-10-50-...-DCI), wird in einem Ringbandkern ein magnetischer Fluss hervorgerufen.
Die magnetische Flussdichte wird mit Hilfe eines Hallsensors erfasst und proportional vom Eingangsstrom auf eine Spannung (Hallspannung) umgesetzt. Ein nachgeschalteter Echt-Effektivwertwandler ermöglicht die Messung von Gleich-, Wechsel- und verzerrten Strömen. Zur weiteren Verarbeitung wird das Signal verstärkt und proportional als Analogsignal am Ausgang zur Verfügung gestellt.
2.2. Varianten
Diese Packungsbeilage gilt für folgende Strommessumformer-Varianten:
| Typ | Artikel-Nr. | Messbereich | Schwellwertfunktion | |
| MCR-S-1-5-UI-DCI 2814634 0...0,2 A | bis0...11 A | nein | 1) | |
| MCR-S-1-5-UI-DCI-NC 2814715 | nein | 2) | ||
| MCR-S-1-5-UI-SW-DCI 2814650 | ja | 1) | ||
| MCR-S-1-5-UI-SW-DCI-NC 2814731 ja | 2) | |||
| MCR-S-10-50-UI-DCI 2814647 0...9,5 A | bis0...55 A | nein | 1) | |
| MCR-S-10-50-UI-DCI-NC 2814728 nein | 2) | |||
| MCR-S-10-50-UI-SW-DCI | 2814663 ja | 1) | ||
| MCR-S-10-50-UI-SW-DCI-NC | 2814744 ja | 2) | ||
^1) Die Konfiguration erfolgt anhand des Bestellschlüssels nach Anwendervorgabe.
2) Das Modul wird in Standardkonfiguration ausgeliefert.
3. Blockschaltbild

flowchart
graph TD
A["10A"] --> B["5"]
C["5A"] --> D["6"]
E["1A"] --> F["7"]
G["8"] --> H["×"]
I["IN"] --> J["●"]
K["SET"] --> L["△"]
M["OUT"] --> N["○"]
O["12"] --> P["1"]
Q["11"] --> R["2"]
S["14"] --> T["3"]
U["NC"] --> V["4"]
MCR-S-1-5-...

flowchart
graph TD
IN --> A["×"]
A --> B["ADC/μC"]
B --> C["DAC/I"]
B --> D["DAC/U"]
C --> E["OUT"]
D --> F["OUT I"]
D --> G["OUT U"]
D --> H["GND 2"]
D --> I["GND 2"]
E --> J["SET"]
F --> K["TIME POINT"]
G --> L["POWER="]
H --> M["+24VDC"]
I --> N["SW"]
I --> O["GND 1"]
J --> P["12①"]
K --> Q["14③"]
L --> R["15 SW"]
M --> S["16 GND 1"]
N --> T["OUT"]
O --> U["OUT"]
MCR-S-10-50-...
4. Elektrischer Anschluss und Bedienung
4.1. Elektrischer Anschluss

- Beim Betrieb dieses elektrischen Messumformers sind die landestypischen Vorschriften (z.B. Deutschland VDE 0100 "Bedingung über das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen unter 1000 Volt") bei der Installation und Auswahl der elektrischen Leitungen zu befolgen.
Folgendes gilt nur für MCR-S-10-50-...:
• Die durch das Modul geführte Messleitung muss mindestens Basisisolierung aufweisen!
- Y : Auf der Messleitung darf eine Strangspannung von 300 V AC oder DC gegen Erde nicht überschritten werden!
- Δ : Bei Dreiphasenwechselstrom darf eine Leiterspannung von 519,6 V nicht überschritten werden!
Anschlussbelegung:
| Anschluss-klemme | Beschreibung |
| 1nur SW-Module: (12) Öffnerkontakt | |
| 2nur SW-Module: (11) Mittelkontakt | |
| 3nur SW-Module: (14) Schließerkontakt | |
| 4 | |
| Klemmen 5 - 8 nur für MCR-S-1-5-...-DCI: | |
| 510 A-Eingang | |
| 6 5 A-Eingang | |
| 7 1 A-Eingang | |
| 8Bezugsmasse für 1-, 5- und 10 A-Eingang | |
| 9Stromausgang | |
| 10Spannungsausgang | |
| 11Bezugsmasse für Strom- oder Spannungsausgang | |
| 12Bezugsmasse für Strom- oder Spannungsausgang | |
| 13Betriebsspannung (+24 V DC) | |
| 14Bezugsmasse für Betriebsspannung | |
| 15nur SW-Module: Transistorausgang | |
| 16nur SW-Module: Bezugsmasse für Transistorausgang | |
4.2. Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme dieses Messumformers ist zu beachten, dass die Konfigurationsdaten des Moduls mit der Messanforderung übereinstimmen.
Die Konfigurationsdaten eines vorkonfigurierten Gerätes sind der rechten Gehäuseseite zu entnehmen. Bei der Nutzung eines nicht konfigurierten Messumformers ist eine Standardkonfiguration vorgegeben, die unter "7.1. Bestellschlüssel" zu entnehmen ist.
Sollte die gewünschte Konfiguration nicht mit der auf dem Seitenetikett oder der Standardkonfiguration übereinstimmen, so ist der folgende Punkt "Funktionsdiagramm zur Konfiguration" zu beachten.
4.3. Funktionsdiagramm zur Konfiguration

flowchart
graph TD
A["Auswahl des geeigneten Messumformers"] --> B{Konfiguration oder Programmierung}
B -->|Programmierung| C["Software-Paket"]
B -->|Programmierung über DIP-Schalter| D["Öffnen des Gerätes"]
D --> E["Konfiguration des Eingangsstrombereiches und Messverfahrens"]
E --> F["Konfiguration des Analogausganges"]
F --> G["Feinabgleich des Messumformers"]
G --> H{Schwellwertausgang}
H -->|nein| I["ja"]
H -->|ja| J["Konfiguration des Schaltausganges"]
J --> K["Funktionsbereit"]
4.3.1. Auswahl des geeigneten Messumformers
Die Auswahl des geeigneten Messumformers ist nach "2.2. Varianten" bzw. nach "7.1. Bestellschlüssel" durchzuführen.

Grundsätzlich ist dabei die Messgröße zu beachten:
0...0,2 A bis 0...11 A (MCR-S-1-5-...) oder
Im Zweifelsfall ist immer der größtmögliche Messbereich zu wählen.
Des weiteren gibt es für jeden Modultypen eine Variante mit Relais- und Transistorausgang (MCR-S-...-SW-DCI).
4.3.2. Konfiguration oder Programmierung
Mit der Software MCR/PI-CONF-WIN haben Sie die Möglichkeit, die Echt-Effektivwert-Strommessumformer frei zu programmieren. Die Programmierung ist im Handbuch zur Software erklärt. Die komfortable Konfigurationssoftware läuft unter allen gängigen Windows-Betriebssystemen.
Neben der Programmierung kann eine Modulparametrierung auch mittels DIP-Schalter und Potenziometer durchgeführt werden.
Im folgenden Ablauf des Kapitels wird die Konfiguration erläutert:
4.3.3. Öffnen des Gerätes

Treffen Sie Schutzmaßnahmen gegen elektrostatische Entladung!
Mit Hilfe eines Schraubendrehers wird die Verrastung des Gehäuseoberteils auf beiden Seiten entriegelt. Gehäuseoberteil und Elektronik lassen sich nun etwa 3 cm herausziehen.


Mit der Einstellung von DIP-Schalter 10 auf den Konfigurationsmodus (DIP-Schalter 10 auf "OFF") werden alle Potenziometer "aktiv" geschaltet.
| Konfiguration über: DIP 10 | |
| DIP-Schalter OFF | |
| Software (DIP-Schalter (1-9) und Potenziometerstellung beliebig) | ON |
4.3.4. Konfiguration des Eingangsstrombereiches und Messverfahrens
(Grobeinstellung über DIP-Schalter)
Sie haben die Wahl: Echt-Effektivwert oder arithmetischer Mittelwert!
Über DIP-Schalter 9 ist das Messprinzip vorzuwählen:
| Messprinzip DIP 9 | |
| Echt-Effektivwert AC und DC ohne Vorzeichenerkennung OFF | |
| Arithmetischer Mittelwert DC mit Vorzeichenerkennung ON |
Echt-Effektivwert:
Der Effektivwert eines Wechselstromes entspricht definitionsgemäß den aus den Augenblickswerten des Stroms ergebenden Dauerwert, der in einem ohmschen Widerstand die gleiche Wärmearbeit erzeugt, wie ein Gleichstrom gleicher Größe. Echt-Effektivwert deutet lediglich darauf hin, daß auch verzerrte und Mischströme erfasst werden.
Arithmetischer Mittelwert:
Der arithmetische Mittelwert dient zur Messung von Gleichströmen oder zur Filterung eines Gleichanteils aus einem Mischstrom. Die Anwendung des arithmetischen Mittelwertes auf einen symmetrischen Wechselstrom würde zu einem Messwert mit dem Betrag von "0" führen.
Durch den arithmetischen Mittelwert ist es möglich, bipolare Gleichströme als analoge Normsignale am Ausgang zur Verfügung zu stellen.
Optimale Nutzung der Messbereiche
| MessbereichMCR-S-1-5-...DCI | Spanpoti:-25 % | Nennbereich*:0 % | Spanpoti:+ 25 % | DIP 1 DIP 2 | |
| 1 A-Eingang:0...0,2 A bis 0...1,1 A | 0...0,75 A | 0...1,00 A | 0... 1,10 A | OFF | OFF |
| 0...0,48 A | 0...0,65 A | 0... 0,81 A | OFF | ON | |
| 0...0,30 A | 0...0,40 A | 0... 0,50 A | ON | OFF | |
| 0...0,18 A | 0...0,25 A | 0... 0,31 A | ON | ON | |
| 5 A-Eingang:0...0,94 A bis 0...5,5 A | 0...3,75 A | 0...5,00 A | 0... 5,50 A | OFF | OFF |
| 0...2,43 A | 0...3,25 A | 0... 4,06 A | OFF | ON | |
| 0...1,50 A | 0...2,00 A | 0... 2,50 A | ON | OFF | |
| 0...0,94 A | 0...1,25 A | 0... 1,56 A | ON | ON | |
| 10 A-Eingang:0...4,87 A bis 0...11 A | 0...7,50 A | 0...10,0 A | 0... 11,00 A | OFF | OFF |
| 0...4,87 A | 0 ... 6,5 A | 0 ... 8,12 A | OFF | ON | |
| MessbereichMCR-S-10-50-...DCI | Spanpoti:-25 % | Nennbereich*:0 % | Spanpoti:+ 25 % | DIP 1 DIP 2 | |
| 0...9,5 A bis 0...55 A | 0...37,5 A | 0...50,0 A | 0... 55,0 A | OFF | OFF |
| 0...24,4 A | 0...32,5 A | 0... 40,6 A | OFF | ON | |
| 0...15,0 A | 0...20,0 A | 0... 25,0 A | ON | OFF | |
| 0...9,38 A | 0...12,5 A | 0... 15,6 A | ON | ON | |
* Der Nennbereich ist abgeglichen!
4.3.5. Konfiguration des Analogausganges
| DIP 3 | DIP 4 | DIP 5 | DIP 6 | ||
| Ausgang | 0...20 mA | OFF | OFF | OFF | OFF |
| 20... 0 mA | OFF | OFF | OFF | ON | |
| 4...20 mA | OFF | OFF | ON | OFF | |
| 20... 4 mA | OFF | OFF | ON | ON | |
| 0...10 V | OFF | ON | OFF | OFF | |
| 10... 0 V | OFF | ON | OFF | ON | |
| 0... 5 V | OFF | ON | ON | OFF | |
| 5... 0 V | OFF | ON | ON | ON | |
| 1... 5 V | ON | OFF | ON | OFF | |
| 5... 1 V | ON | OFF | ON | ON | |
| -10... 10 V | ON | ON | OFF | OFF | |
| 10...-10 V | ON | ON | OFF | ON | |
| -5... 5 V | ON | ON | ON | OFF | |
| 5... -5 V | ON | ON | ON | ON | |
4.3.6. Konfiguration des Schwellwertausgangs
Die Einstellung vom Relais- und Transistorausgang der Schwellwertvarianten (MCR-S-...-SW-DCI) erfolgt nach dem Abgleichen des Eingangsmessbereichs und des analogen Ausgangs.
Einstellung der Schaltschwelle:
In der Grafik (Abb. 4) sind die vier möglichen Schaltverhalten vom Relais- und Transistorausgang aufgezeichnet. Die Unterteilung der verschiedenen Betriebsverhalten im Schwellwertbetrieb findet nach dem Arbeits- bzw. Ruhestromprinzip und nach einer Schwellwertauslösung bei Unterschreiten des SW-Punktes bzw. nach dem Überschreiten des SW-Punktes statt.
Je nach Bedarf ist über den DIP-Schalter 7 und DIP-Schalter 8 das entsprechende Schaltverhalten einzustellen.
| Funktions-diagramm | Schaltverhalten von Relais- und Transistorausgang DIP 7 DIP 8 | ||
| Bild 1 | Arbeitsstromgesteuert bei SW-Überschreitung | OFF | OFF |
| Bild 2 Arbeitsstromgesteuert bei SW-Unterschreitung ON OFF | |||
| Bild 3 | Ruhestromgesteuert bei SW-Überschreitung | OFF | ON |
| Bild 4 Ruhestromgesteuert bei SW-Unterschreitung ON ON | |||
1) Arbeitsstromgesteuert bei Schwellwert(SW)-Überschreitung

2) Arbeitsstromgesteuert bei Schwellwert(SW)-Unterschreitung

3) Ruhestromgesteuert bei Schwellwert(SW)-Überschreitung

4) Ruhestromgesteuert bei Schwellwert(SW)-Unterschreitung

line
| Time Segment | Label | | -------------------------- | ------------------------------ | | Start | SW-Bedingung | | Midpoint | Betriebs-spannung U_B | | Midpoint | Relais-Schließer und Transistorausgang / LED | | Midpoint | Relais-Öffner |(0) ≡ Schließer und Transistor geöffnet / Öffner geschlossen / LED aus
(1) ≡ Schließer und Transistor geschlossen / Öffner geöffnet / LED an
t_1 einstellbar durch Software und Potenziometer. Abb.4
4.3.7. Feinabgleich des Messumformers
Nach der Grobeinstellung des Eingangsstrombereiches und der Vorwahl des Ausgangssignales ist das Modul zu schließen und nach Kapitel 4.1. "Elektrischer Anschluss" mit den Signalleitungen und der Betriebsspannung zu verbinden.
Das Aufleuchten der grünen LED (Betriebsspannungsanzeige) zeigt die angeschlossene Betriebsspannung von 20...30 V DC an.

ACHTUNG:
Beachten Sie bei der Nutzung des MCR-S-1-5-...-DCI die für Ihren Messbereich richtige Signaleingangsklemme!
| Signal-eingangs-bereich | Signal-eingangs-klemme | Masse-klemme |
| 1 A 7 | 8 | |
| 5 A 6 | 8 | |
| 10 A 5 | 8 |

Beachten Sie eine Modulaufwärmzeit von 2 Minuten vor dem Abgleichvorgang.
4.3.7.1. Analogausgang
ZERO- und SPAN-Verhalten (jeweils ± 25 %) sind in der untenstehenden Grafik aufgezeichnet:
• ZERO-Poti für den Nullpunkt-Abgleich.
- SPAN-Poti für den Endwert-Abgleich.


- Nach dem Anschluss der Betriebsspannung und der Signalleitungen ist zunächst der Nullpunkt, bzw. Offset abzugleichen. Hierzu darf am Eingang kein Signal anliegen ( I_E = 0 ).
- Der analoge Ausgang muss einem aus der Tabelle im Kapitel 6.3.5. vorgewählten Ausgangssignal entsprechen. Eine etwaige Ungenauigkeit ist mit dem ZERO-Potenziometer abzugleichen.
- Zum Abgleich des Messbereichsendwertes sollte möglichst ein Strom in Höhe des Endwertes vorgegeben werden. Ist dieser Fall nicht möglich, ist eine der folgenden Abgleichformeln zu nutzen.
Beispiel: Der Strommessumformer soll auf folgende Werte eingestellt werden:
$$ \begin{array}{l l} \text {Eingangsmessbereich: 0...5 A I} & _ {\mathrm{ME}} = 5 \mathrm{A} \ \text {Ausgangsmessbereich: 0...20 mA I} & _ {0} = 0 \mathrm{mA} \mid_ {\mathrm{MA}} = 2 0 \mathrm{mA} \ \text {Konstantstromvorgabe zur Konfiguration: I} & _ {\mathrm{E}} = 3 \mathrm{A} \end{array} $$
$$ \boxed { \begin{array}{l} I _ {A} = I _ {0} + \left(\frac {I _ {E}}{I _ {M E}} * (I _ {M A} - I _ {0})\right) \ U _ {A} = U _ {0} + \left(\frac {I _ {E}}{I _ {M E}} * (U _ {M A} - U _ {0})\right) \end{array} } $$
Der berechnete Ausgangsstrom muss mit dem SPAN-Potenziometer auf I_A=12 mA abgeglichen werden.
Bei Nutzung des Spannungsausgangs ist der gleiche Abgleichvorgang notwendig.
4.3.7.2. Schwellwertausgang
Dem Modul ist ein Strom, der dem Schwellwert entspricht, vorzugeben.
Das TIME-Potenziometer ist auf "0 s" einzustellen und das SW-Potenziometer ist nach folgender Abgleichvorschrift zu drehen (nach Abbildung 4, Seite 10):
- zu Bild 1: Das SW-Poti ist solange zu drehen, bis die SW-LED aufleuchtet.
- zu Bild 2: Das SW-Poti ist solange zu drehen, bis die SW-LED erlischt.
- zu Bild 3: Das SW-Poti ist solange zu drehen, bis die SW-LED erlischt.
- zu Bild 4: Das SW-Poti ist solange zu drehen, bis die SW-LED aufleuchtet.
Um bei einem kurzzeitigen Überstrom kein Schaltverhalten der binären Ausgangstufe zu verursachen, ist mit dem TIME-Potenziometer eine Unterdrückungszeit einzustellen.
Steht der erhöhte Strom länger als die vorgegebene Unterdrückungszeit an, wird das vorgewählte Schaltverhalten aktiv. Der mögliche Einstellbereich liegt bei 0 bis 20 Sekunden.
Bei Aufleuchten der gelben Schwellwertschalter-LED (Relais- und Transistorstatusanzeige) ist der Schließer des Wechslerkontaktes geschlossen und der Öffner des Wechslerkontaktes geöffnet. Der Transistorausgang schaltet durch.
4.4. Softwarepaket (Adapter)
Die Programmierung ist, alternativ zur Einstellung über DIP-Schalter, mit der Konfigurationssoftware MCR/PI-CONF-WIN (Art.-Nr. 2814799) möglich.
Folgendes bietet die Software:
- Eingabe sämtlicher Konfigurationsparameter in den Rechner
- Speicherung der eingegebenen Parameter vom Rechner in den Messumformer
- Ausladen der im Modul vorhandenen Parameter
- Speicherung von Parametern unter einem Laufwerk nach Wahl
- Erstellung eines Seitenetiketts
- Ausdruck der programmierten Modulparameter
- Bargrafanzeige
• Monitoring-Funktion - Eingabe von Userkennlinien möglich
Die Software ist unter Windows 95 ^TM , 98 ^TM , ME ^TM , NT ^TM , 2000 ^TM und XP ^TM lauffähig.

Zur Verbindung zwischen Rechner und Strommessumformer dient der Schnittstellenumsetzer MCR-TTL/RS232-E (Art.-Nr. 2814388). Dieser Umsetzer hat einen Stereoklinkenstecker auf der einen Seite zum Anschluss an den Strommessumformer und eine 25-polige SUB-D Buchse auf der anderen Seite zum Anschluss an einen Rechner. Auf der Rechner-Seite muss der Schnittstellenumsetzer in der Regel noch mit einem Kabeladapter (25-auf 9-polige SUB-D Steckverbindung, Art.-Nr. 2761295) verbunden werden.
5. Applikationsbeispiele
5.1. Motorstrommessung
Durch den Einsatz von MCR-S-Modulen in eine oder mehrere speisende Phasen des Motors kann ein sogenanntes Motormonitoring durchgeführt werden (Abb.8).
Der MCR-Strommessumformer kann entsprechende Normsignale über die Motorbelastung an die Steuerung oder an das Servicepersonal weitergeben.
Durch die Echt-Effektivwertmessung können Gleich-, Wechsel- oder verzerrte Ströme gemessen werden. Selbst höherfrequente Ströme bis zu 400 Hz können erfasst werden.
Frequenzumrichter

flowchart
graph LR
L1 --> A["Motor"]
N --> A
A --> B["Control Unit"]
B --> C["Steuerung"]
C --> D["24V Power"]
D --> E["Netzspannung"]
E --> F["Abb.8"]
subgraph Control Units
G["5 10 A 12"] --> H["Relais"]
I["6 5 A 11"] --> J["Relais"]
K["7 1 A 14"] --> L["Relais"]
M["8"] --> N["NC"]
O["OUT"] --> P["MCR-S..."]
Q["TIME"] --> R["OUT"]
S["MS"] --> T["POWER"]
U["U"] --> V["GND 2 11"]
W["GND 2 12"] --> X["GND 1 16"]
end
style Control Units fill:#f9f,stroke:#333
style Power Units fill:#ccf,stroke:#333
style Netzspannung fill:#cfc,stroke:#333
note right of B: 0 sec 30
note left of B: 1 NC
note right of C: 24V
note bottom of C: 24V
note top of C: 10A 12
note bottom of C: 24V
note bottom of C: 24V
note top of C: 10A 12
note bottom of C: 24V
note bottom of C: 24V
note top of C: 10A 12
note bottom of C: 24V
note bottom of C: 24V
note top of C: 1A 14
note bottom of C: 1A 14
note bottom of C: 1A 14
note top of C: 1A 14
note bottom of C: 1A 14
note bottom of C: 1A 14
note top of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: N
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note bottom of C: NC
note top of C: NC
note bottom of C: NC
5.2. Erfassung von Motorstromlastspitzen
Große Industriemotoren müssen in regelmäßigen Abständen überholt und instand gesetzt werden.
Durch die Installation eines MCR-Strommessumformers in einer Phase der Motorzuleitung lassen sich zum Beispiel mit dem Relais- oder Transistorschaltausgang Impulse erzeugen, die mit Hilfe eines einfachen Zählers erfasst werden (Abb.9). Entsprechend der Anzahl an Überschreitungen kann dann das Servicepersonal auf der Basis der Motorstarts und Überlastspitzen effizient warten.

flowchart
graph TD
L1["Motor L1"] -->|⑤ 10 A 12| MCR_SSwitch["MCR-S-..."]
N["Near N"] -->|⑥ 3 A 11| MCR_SSwitch
MCR_SSwitch --> TIME["TIME"]
TIME --> OUT["OUT"]
TIME --> GND1["GND 1"]
TIME --> GND2["GND 2"]
TIME --> GND3["GND 2"]
TIME --> GND4["GND 1"]
OUT --> POWER["POWER + 24V"]
GND1 --> Power
GND2 --> Power
GND3 --> Power
GND4 --> Power
Power --> 24V["24V"]
24V --> Netzspannung["Netzspannung"]
Netzspannung --> Abb.9["Abb.9"]
style MCR_SSwitch fill:#f9f,stroke:#333
style Power fill:#ccf,stroke:#333
style Netzspannung fill:#cfc,stroke:#333
5.3. Beleuchtungsüberwachung
MCR-Strommessumformer können zur Überwachung von Leuchtmitteln eingesetzt werden.
Wird die Stromstärke in einem Stromkreis nach einer unterdrückten Einschaltzeit über- oder unterschritten, so liegt im Beleuchtungskreis ein Defekt vor. Fällt der Beleuchtungskreis aus, kann dieser Signalzustand einer Steuereinheit zugeführt und die Notbeleuchtung eingeschaltet werden. Die gleiche Verfahrensweise kann auch bei anderen Energieverbrauchern genutzt werden.
- Technische Daten
| Typ / Artikel Nr. MCR-S-1-5-UI-... MCR-S-10-50-UI-... | ||
| MCR-S-...-UI-DCI/... | 2814634 | 2814647 |
| MCR-S-...-UI-DCI-NC | 2814715 | 2814728 |
| MCR-S-...-UI-SW-DCI/... | 2814650 | 2814663 |
| MCR-S-...-UI-SW-DCI-NC | 2814731 | 2814744 |
| Messeingang | ||
| Eingangsstrom (Gleich-, Wechsel- oder verzerrte Ströme) | 0...0,2 A bis 0...11 A 0...9,5 A bis 0...55 A | |
| Frequenzbereich für Wechselgrößen | 15 Hz ... 400 Hz | 15 Hz ... 400 Hz |
| Anschlussart Schraubklemme | 2,5 mm^2 | Durchsteckanschluss 10,5 mm |
| Überstrombelastbarkeit, dauernd 2 x l | Nenn | abhängig vom durchge-steckten Leiter |
| Überstrombelastbarkeit für 1 s 20 x l | Nenn | |
| Ausgang | ||
| Ausgangsstrom / Bürde 0(4)...20 mA / < 500 Ω | ||
| Ausgangsspannung / Bürde | 0(2)...10 V / >10 kΩ0(1)...5 V / >10 kΩ±10 V, ±5 V / >10 kΩ≤500 Ω / ≥500 Ω | |
| Schaltausgang nur ...-SW-...-Variante: | ||
| Relaisausgang 1 Wechsler | ||
| Kontaktmaterial AgSnO, hartvergoldet | ||
| max. Schaltspannung | 30 V AC/36 V DC ^1) | |
| Dauerstrombelastbarkeit | 50 mA ^1) | |
| Transistorausgang | PNP-Ausgang | |
| max. Transistorstrom | 80 mA | |
| Ausgangsspannung bei Ereignis | 1 V unter Versorgungsspannung | |
| Schwellwerteinstellung | 1 % bis 110 % | |
| Unterdrückungszeit | 0,1 ... 20 s | |
| Statusanzeige | gelbe LED | |
| Allgemeine Daten | MCR-S-1-5-UI-... | MCR-S-10-50-UI-... |
| Versorgungsspannung | 20...30 V DC | 20...30 V DC |
| Stromaufnahme (ohne Last) | ca. 40 mA (SW-Variante: ca. 50 mA ) | |
| Übertragungsfehler vom Bereichsnennwert unter Nennbedingungen: | < 0,5 % | < 0,5 % |
| Messbereichsnennwert | 0...1 A / 5 A / 10 A | 0...50 A |
| Ansprechschwelle vom Messbereichsnennwert | 2 % | 0,8 % |
| Eingangssignalform | 50 Hz-Sinus | 50 Hz-Sinus |
| Messverfahren | Echt-Effektivwert | Echt-Effektivwert |
| Umgebungstemperatur | 23 °C | 23 °C |
| Versorgungsspannung | 24 V DC | 24 V DC |
| Temperaturkoeffizient | typ. 0,025 %/K | typ. 0,025 %/K |
| Messrate | AC 5 Messungen / s | 5 Messungen / s |
| DC 40 Messungen / s | 40 Messungen / s | |
- Technische Daten
| Sichere Trennung• E/A (Analog), E/A (Relais)2), E/A (Transistor), E/V | nach EN 50178, EN 61010:300 V AC gegen Erde3) |
| Prüfspannung:• E/A (Analog), E/A (Relais), E/A (Transistor), E/V• A (Analog)/A (Relais), A (Relais)/A (Transistor)• A(Analog)/A(Transistor), A (Analog)/V | 4 kV, 50 Hz, 1 min.4 kV, 50 Hz, 1 min.500 V, 50 Hz, 1 min. |
| Überspannungskategorie III | |
| Verschmutzungsgrad 2 | |
| Umgebungstemperaturbereich BetriebLagerung | -20 °C bis +60 °C-40 °C bis +85 °C |
| Modulaufwärmzeit > 2 min. | |
| Funktionsbereitschaftssignal grüne LED | |
| Schutzart IP20 | |
| Einbaulage / Montage beliebig | |
| Abmessungen (B / H / T) in mm 22,5 / 99 /114,5 | |
| Leiterquerschnitt 0,2 - 2,5 mm | 2 (AWG 24-14) |
| Gehäusematerial Polyamid PA, unverstärkt |
1) Bei Überschreitung der angegebenen Maximalwerte wird die Goldschicht zerstört! Im weiteren Betrieb gelten dann folgende max. Schaltspannungen und -ströme: 250 V AC/DC; 2A.
2) E ≅ Eingang / A ≅ Ausgang / V ≅ Versorgung
3) Zur Messung in 400 V AC-Drehstromnetzen geeignet.
Konformität / Zulassungen €
| Konformität | zur | Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG | |
| Konformität | zur EMV-Richtlinie | 2004/108/EG | |
| Störfestigkeit | nach | EN 61000-6-2 | |
| Störabstrahlung | nach | EN 61000-6-4 | |
UL-Zulassung

PROCESS CONTROL EQUIPMENT FOR HAZARDOUS LOCATIONS
LISTED 31ZN
Cl. I, Zn. 2, AEx nC IIC T6 / Ex nC IIC T6
A) Die elektrischen Betriebsmittel sind ausschließlich für die Anwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen (Class I, Division 2, Group A,B,C,D) oder in nicht explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
B) Das Ersetzen von Komponenten kann die Eignung zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen in Frage stellen (Class 1, Division 2/Zone 2).
C) Das Ziehen und Stecken von elektrischen Betriebsmitteln ist nur bei ausgeschalteter Spannungsversorgung oder bei der Sicherstellung einer nichtexplosionsgefährdeten Atmosphäre erlaubt!