DTM426 - RFID-System IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DTM426 IFM
Betriebsanleitung
J1939-Schnittstelle
RF-Identifikationssystem
DTM426
DTM427
Schreib-/Lesekopf
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Rechtliche Hinweise 3
1.4 Open source information.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 5
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung 5
2.3 Cybersecurity 6
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
3.1 Einsatzbereich 7
4 Lieferumfang.... 8
5 Funktion 9
5.1 ID-Tags 9
5.2 Geräteübersicht 9
6 Montage 10
6.1 Hinweise zur Gerätemontage 10
6.2 Vermeiden von Störungen.... 10
6.3 Mechanischer Aufbau 10
6.4 Gerät montieren 11
6.5 Montageabstände 11
6.6 Positionieren der ID-Tags 12
7 Elektrischer Anschluss 14
7.1 Anschlussbelegung.... 14
8 Bedien- und Anzeigeelemente 15
9 Betrieb 16
9.1 J1939-Schnittstelle 16
9.1.1 Proprietäres Protokoll im PDU-Format 1.... 17
9.1.2 Konfigurationsbeispiel.... 17
9.2 Parameterabbild 18
9.3 Gerätestatus 18
9.4 ID-Tag Datenzugriff.... 20
9.4.1 Daten vom ID-Tag lesen 20
9.4.2 Daten auf den ID-Tag schreiben 20
9.5 Einstellungen 21
9.5.1 Geräteadresse (0x2000) und Baudrate (0x2001) 21
9.5.2 Adress claiming.... 21
9.5.3 Schreib-/Lesekopf zurücksetzen 22
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 23
11 Zulassungen/Normen 24
Glossar 25
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Rechtliche Hinweise
© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.
Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
1.4 Open source information

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät
Auf dem Gerät werden die folgenden Symbole verwendet. Die Hinweise beachten, um Gefährdungen zu vermeiden:


• Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen.
- Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an SELV/PELV-Stromkreisen.
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung
Unter anwendungsspezifischen Konditionen kann sich abhängig von der Einbausituation und den Geräteeinstellungen ein für den Benutzer abweichendes Risiko ergeben.
Der Systemersteller/Betreiber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen zu treffen. Hierbei sind insbesondere auch nationale Vorschriften zu beachten. Mögliche Schutzmaßnahmen können gewährleistete Mindestabstände eines Benutzers, Zugangskontrollen und Anwenderschulungen einschließen.

WARNUNG
Der Betrieb dieses Gerätes kann Funkstörungen in Wohngebieten verursachen.
▷ Das Gerät sendet hochfrequente elektromagnetische Wellen aus, die möglicherweise den Betrieb von elektronischen Geräten in der Nähe beeinträchtigen, darunter Herzschrittmacher, Hörelemente und Defibrillatoren.
▶ Aufgrund der Human-Exposure-Vorschrift einen Mindestabstand zwischen Gerät und Personen von 20 cm einhalten.
▶ Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder ein anderes implantiertes Medizinprodukt haben, verwenden Sie das Gerät nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt oder dem Hersteller Ihres Medizinprodukts. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zwischen dem Gerät und Ihren Medizinprodukten ein und sehen Sie von der weiteren Verwendung des Gerätes ab, wenn Sie eine dauerhafte Beeinträchtigung Ihres Medizinprodukts beobachten.
2.3 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Regelmäßig prüfen, ob Softwareaktualisierungen für das Gerät verfügbar sind.
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Schreib-/Lesekopf liest und schreibt berührungslos ID-Tags.
Die Daten werden als Prozessdaten über die CAN-Bus-Schnittstelle zur Verfügung gestellt.
3.1 Einsatzbereich
Die Gerätesicherheit ist für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:
- Schutzklasse 3 (SELV/PELV) und Versorgung des Gerätes nach Limited Energy laut IEC 61010-1, Kapitel 9.4. Externe Schaltkreise entsprechend Abbild 102 aus IEC 61010-2-201 isolieren.
- Verwendung im Innen- und Außenbereich.
• Höhenlagen bis zu 2000 m. - Relative Luftfeuchte bis maximal 80 %, nicht kondensierend.
• Verschmutzungsgrad 2.
4 Lieferumfang
- Schreib-/Lesekopf

Das Gerät wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.
Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.
Beim Verwenden von Zubehör anderer Hersteller wird die optimale Funktion nicht gewährleistet.
5 Funktion
5.1 ID-Tags
Die ID-TAGs werden ohne Batterie passiv betrieben. Die zum Betrieb notwendige Energie wird vom Schreib-/Lesekopf bereitgestellt.
Die Energie wird bereitgestellt über eine induktive Kopplung. Die integrierte Antennenspule des Schreib-/Lesekopfes erzeugt ein magnetisches Feld, das zu einem Teil die Antennenspule des ID-TAGs durchdringt. Durch Induktion wird dort eine Spannung erzeugt, die den Datenträger mit Energie versorgt.
Das Gerät unterstützt ID-Tags nach ISO 15693.
5.2 Geräteübersicht
DTM426
![]() | Artikelnummer: | DTM426 |
| Funktion: | Schreib-/Lesekopf | |
| Typbezeichnung: | DTMHF GBRWCJUS03 | |
| Bauform: | M18, bündig einbaubar |
DTM427
![]() | Artikelnummer: | DTM427 |
| Funktion: | Schreib-/Lesekopf | |
| Typbezeichnung: | DTMHF GNRWCJUS03 | |
| Bauform: | M18, nicht bündig einbaubar |
6 Montage
6.1 Hinweise zur Gerätemontage
Bei der Montage von mehreren Systemen die Mindestabstände zwischen den Geräten beachten.
Der bündige Einbau des Gerätes in Metall verringert den Schreib-/Leseabstand.
Die unmittelbare Nähe starker HF-Emissionsquellen, beispielsweise Schweißtrafo oder Umformer, kann die Funktion des Gerätes beeinträchtigen.
6.2 Vermeiden von Störungen
Das Gerät erzeugt ein moduliertes elektrisches Feld mit einer Frequenz von 13,56 MHz.
Störungen der Datenkommunikation vermeiden:
▶ In der Nähe keine Geräte betreiben, die das gleiche Frequenzband verwenden (beispielsweise Frequenzumrichter, Schaltnetzteile etc.).
Falls sich andere Geräte im gleichen Frequenzband in der Nähe befinden:
▶ Die Montageabstände zwischen den Geräten möglichst groß wählen.
▶ Die Geräte alternierend betreiben.
▶ Das HF-Feld des Gerätes anschalten/abschalten.
6.3 Mechanischer Aufbau
DTM426

Abb. 1: DTM426
1 Aktive Fläche
DTM427

Abb. 2: DTM427
1 Aktive Fläche
6.4 Gerät montieren
▶ Das Gerät mit den mitgelieferten Muttern (M18) befestigen.
DTM426

Abb. 3: Bündige Montage
DTM427

Abb. 4: Nicht bündige Montage
6.5 Montageabstände
DTM426

| Betriebsart | Abstand seitlich (A) | Abstand frontal (B) |
| Lesen und Schreiben | ≥ 50 mm | ≥ 100 mm |
DTM427

| Betriebsart | Abstand seitlich (A) | Abstand frontal (B) |
| Lesen und Schreiben | ≥ 65 mm | ≥ 180 mm |
6.6 Positionieren der ID-Tags
Die aktive Fläche markiert die Mitte der integrierten Antennenspule des Schreib-/Lesekopfes.
▶ Die aktive Fläche des Schreib-/Lesekopfes und des ID-TAGs gleich ausrichten.
Für die Montage in oder auf Metall dafür vorgesehene ID-Tags verwenden.
Den ID-Tag im Bereich der aktiven Fläche positionieren. Dabei den Öffnungswinkel und den Arbeitsabstand berücksichtigen (→ Datenblatt des Gerätes).
DTM426

Abb. 5: ID-Tag positionieren
▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.
▷ Der Abstand „D“ ist im Datenblatt angegeben.
DTM427

Abb. 6: ID-Tag positionieren
▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.
▷ Der Abstand „D“ ist im Datenblatt angegeben.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Gerät der Schutzklasse III (SK III).
Die elektrische Versorgung darf nur über PELV-/SELV-Stromkreise erfolgen.
▶ Stromversorgung vor elektrischen Anschluss spannungsfrei schalten.
7.1 Anschlussbelegung
▶ Das Gerät über die M12-Steckverbindung mit den CAN-Bus verbinden.
▷ Die Spannungsversorgung erfolgt durch den CAN-Bus.
| Pinbelegung | Anschlussbelegung |
| M12-Stecker, A-kodiert, 5-polig | |
| 1: Shield2: U+3: GND4: CAN high5: CAN low | |

Die CAN-Bus-Verbindung ist nahezu störungsfrei, wenn die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
▶ Für CAN-Bus freigegebene Leitungen verwenden.
▶ Die Leitungen mit 120 Ω Abschlusswiderständen terminieren.

Informationen zu verfügbaren Kabeldosen: www.ifm.com.
8 Bedien- und Anzeigeelemente
| DTM426 | DTM427 |
![]() | ![]() |
1 LED grün / gelb / rot
| LED | Zustand | Beschreibung |
| grün | Ein | Betriebszustand Operational |
| Blinkt | Gerät deaktiviert | |
| gelb | Ein | ID-Tag erkannt |
| Blinkt einmal für 1/4 s | ID-Tag erfolgreich gelesen oder geschrieben | |
| Blinkt 4x kurz | ID-Tag mit Fehlern gelesen oder geschrieben | |
| rot | Ein | CAN-Bus nicht erreichbar |
| Blinkt | Hardwarefehler des Gerätes |
9 Betrieb
9.1 J1939-Schnittstelle
Die Schreib-/Leseköpfe besitzen eine standardisierte SAE J1939-Schnittstelle. Sämtliche Messwerte und Parameter sind über das J1939-Protokoll zugängig. Die individuelle Konfiguration kann im internen Permanentspeicher gesichert werden.
Aufbau des SAE J1939-Protokolls
Das SAE J1939-Protokoll verwendet einen 29 Bit CAN Identifier (Extended Frame Format CAN 2.0B). Eine J1939-Nachricht ist wie folgt aufgebaut:
| J1939-Nachricht | |||
| 29 Bit CAN Identifier | Daten | ||
| Priorität | Parametergruppennummer (PGN) | Quelladresse | Nutzdaten der Nachricht |
| 28..26 | 25..8 | 7..0 | 0..8 Byte |

| Parametergruppennummer (PGN) | |||
| Ext. Datenseite | Datenseite | PDU-Format (PF) | Zieladresse / Gruppenerwei-terung (PS) |
| 25 | 24 | 23..16 | 15..8 |

| PDU-Format 1 (spezifisch) | |
| 00h - EFh | Zieladresse (DA) |
| 23..16 | 15..8 |
| PDU-Format 2 (global) | |
| F0h - FFh | Gruppenerweiterung (GE) |
| 23..16 | 15..8 |
PDU-Format 1
Dieses Format definiert eine Nachricht, die zu einem bestimmten Gerät gesendet wird. Das spezifische PDU-Byte (PS) ist in diesem Fall die Zieladresse (DA) des Geräts. Wenn der Wert des PDU-Format-Felds (PF) zwischen 0x00 und 0xEF liegt, handelt es sich um eine Nachricht im PDU-Format 1.
Für proprietäre Nachrichten (herstellerspezifisch) ist der PDU-Format-Wert 0xEF vorgesehen.
Ext. Datenseiten-Bit = 0 und Datenseiten-Bit = 0.
PDU-Format 2
Dieses Format definiert eine Nachricht, die global versendet wird. Das spezifische PDU-Byte (PS) entspricht in diesem Fall der Gruppenerweiterung (GE). Wenn der Wert des PDU-Format-Felds (PF) zwischen 0xF0 und 0xFF liegt, handelt es sich um eine Nachricht im PDU-Format 2.
Für proprietäre Nachrichten (herstellerspezifisch) ist der Bereich PDU-Format (PF) und Gruppenerweiterung (GE) 0xFF00 – 0xFFFF vorgesehen.
Ext. Datenseiten-Bit = 0 und Datenseiten-Bit = 0.
9.1.1 Proprietäres Protokoll im PDU-Format 1
Die Geräteparameter sind in einer Tabelle hinterlegt, die per 16 Bit-Index angesprochen wird. Um auf die Sensorparameter lesend oder schreibend zuzugreifen, wird die proprietäre Nachricht im PDU-Format 1 benutzt. Das PDU-Format (PF) entspricht dem Wert 0xEF. Das spezifische PDU-Byte (PS) ist in diesem Fall die Ziel-Adresse (DA) des Geräts, welches die Nachricht erhalten soll. Wenn mehr als 4 Byte übertragen werden, muss das J1939-Transport-Protokoll verwendet werden.
Beispiel
Adresse Zielgerät (ECU): 0x3B
Adresse Steuereinheit / Master: 0x14
Priorität der Nachricht: 3
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||
| ID | Parameter-Index | Read/Write | Status | 4-Byte-Daten |
| 29 Bit | 2 Byte | 1 Byte | 1 Byte | |
Anforderung: Master → ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCE-FEB14 | LSB | MSB | RW | 0 | LSB | .. | .. | MSB |
Antwort: Master ← ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCEF14EB | LSB | MSB | RW | SC | LSB | .. | .. | MSB |
Parameter-Index: 2 Byte Parameter-Index.
RW: Parameter lesen → 0x00 / Parameter schreiben → 0x01
SC: Status-Code
0x00: OK
0x01: Parameterwert zu klein
0x02: Parameterwert zu groß
0x03: Parameterindex existiert nicht
0x04: Parameter nur lesbar
0x05: Parameter nur schreibbar
0x06: Kein Zugriff auf Parameter
0x07: Ungültige Datengröße
0x08: Schreiben des Parameters blockiert
(Bsp.: Der zu schreibende Wert ist bereits im Sensor eingestellt)
0x09: Ungültiges Kommando
0x0A: Unbekannter Fehler
0x0B: Fehler beim Lesen oder Beschreiben des ID-Tags
9.1.2 Konfigurationsbeispiel
Blockgröße des ID-Tags auf 8 einstellen, Index 0x2800
Adresse Zielgerät (ECU): 0xEB
Adresse Steuereinheit / Master: 0x14
Priorität der Nachricht: 3
Anforderung: Master → ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCEFEB14 | 0x00 | 0x28 | 0x01 | 0x00 | 0x08 | 0x00 | 0x00 | 0x00 |
Antwort: Master ← ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCEF14EB | 0x00 | 0x28 | 0x01 | 0x00 | 0x08 | 0x00 | 0x00 | 0x00 |
9.2 Parameterabbild
| Index | Typ | Wert | R/W | Gespeichert | Voreingestellt |
| 0x0500 | Bytestream | Gerätename | ro | ||
| 0x0501 | Bytestream | Softwareversion | ro | ||
| 0x2000 | Unsigned8 | Voreingestellte Geräteadresse (Wert kann sich bei einem Address claiming-Vorgang ändern) | rw | X | 235 |
| 0x2001 | Unsigned16 | Baudrate in kBit/s | rw | X | 250 |
| 0x2002 | Boolean | Geräte-Reset | rw | ||
| 0x2080 | Unsigned8 | Gerätestatus | ro | ||
| 0x2800 | Unsigned8 | Blockgröße | rw | X | 4 |
| 0xA000 | Bytestream | ID-Tag UID | ro | ||
| 0xA001 | Bytestream | ID-Tag Daten | rw |
9.3 Gerätestatus
Der Parameter mit dem Index 0x2080 stellt den aktuellen Gerätestatus dar:
| Bit | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 |
| Status | tag_err | |||||||
| Bit | 23 | 22 | 21 | 20 | 19 | 18 | 17 | 16 |
| Status | acc_err | |||||||
| Bit | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 |
| Status | r | r | r | r | r | r | r | J1939_err |
| Bit | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Status | claim | r | buf_ovfl | fr_err | r | present | ant | pow |
| Status | Wert | Beschreibung |
| pow | 1 | Betriebsbereit (Wert immer 1) |
| ant | 0 | Antenne deaktiviert |
| 1 | Antenne aktiviert | |
| present | 0 | kein ID-Tag vorhanden |
| 1 | ID-Tag vorhanden | |
| fr_err | 0 | Frontend ok |
| 1 | Frontend-Fehler erkannt (Hardware-Problem) | |
| buf_ovfl | 0 | Puffer ok |
| 1 | Pufferüberlauf erkannt | |
| claim | 0 | Address claiming ok |
| 1 | Address claiming nicht erfolgreich | |
| J1939_err | 0 | Kein J1939 Fehler aufgetreten |
| 1 | J1939 Fehler aufgetreten | |
| acc_err | Fehler im letzten Schreibvorgang | |
| tag_err | 1 | Fehlermeldung ID-Tag für letzten Vorgang |
Zugriffsfehler-Codes
Aktualisiert nach jedem Schreib- oder Lesezugriff des ID-Tags.
| Index | Wert | Beschreibung |
| 0x00 | ISO_COMMAND_ERROR_NO_ERROR | Kein Fehler, Kommando erfolgreich ausgeführt. |
| 0x01 | ISO_COMMAND_ERROR_NO_RESPONSE | ID-Tag hat nicht geantwortet. ID-Tag ist möglicherweise nicht mehr in dem Feld. |
| 0x02 | ISO_COMMAND_ERROR_RX_ERROR | Fehler beim Empfang der Antwort des ID-Tags (CRC Error, Framing Error, Collision etc.). |
ID-Tag Fehlercodes
Aktualisiert nach jedem Lese- oder Schreibzugriff des ID-Tags.
| Index | Wert | Beschreibung |
| 0x00 | ISO_TAG_ERROR_NO_ERROR | Kein Fehler des ID-Tags. |
| 0x01 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_NOT_SPECIFIED | Das Kommando wird nicht unterstützt. |
| 0x02 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_SYN-TAX | Kann das Kommando nicht erkennen. Anzahl der Blöcke zu hoch. Bsp.: Formatfehler. |
| 0x03 | ISO_TAG_ERROR_OPTION_NOT_SUPPORTED | Option wird nicht unterstützt. |
| 0x0F | ISO_TAG_ERROR_OTHER | Sonstiger Fehler. |
| 0x10 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_USABLE | Der angegebene Block kann nicht verwendet werden (oder wurde nicht gefunden). |
| 0x11 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_ALREADY_BLOCKED | Der angegebene Block ist gesperrt und kann nicht noch einmal gesperrt werden. |
| 0x12 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_UPDATEABLE | Der angegebene Block ist gesperrt und sein Inhalt kann nicht aktualisiert werden. |
| 0x13 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_WRITE_VERIFY | Der angegebene Block kann nicht programmiert werden (Schreib-Verifizierungs-Fehler aufgetreten). |
| 0x14 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_LOCK_VERIFY | Der angegebene Block kann nicht gesperrt werden (Verriegelungs-Verifizierungs-Fehler aufgetreten). |
9.4 ID-Tag Datenzugriff
9.4.1 Daten vom ID-Tag lesen
Die Daten werden vom ID-Tag gelesen, indem ein "Leseparameter"-Frame mit den folgenden Informationen gesendet wird:
- Datenadresse
- Datenlänge
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| ID29 Bit | Parameter-Index2 Byte | Read/Write1 Byte | Status1 Byte | ID-TagDatenadresse | ID-TagDatenlänge | |||
| 0x01 | 0xA0 | 0x00 | 0x00 | LSB | MSB | LSB | MSB | |
Beispiel
8-Byte-Daten der ID-Tag-Adresse 4 lesen.
Anforderung: Master → ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCEFEB14 | 0x01 | 0xA0 | 0x00 | 0x00 | 0x04 | 0x00 | 0x08 | 0x00 |
Antwort: Master ← ECU
| CAN Identifier | 8-Byte-Datenframe | |||||||
| 0xCEF14EB | 0x01 | 0xA0 | 0x00 | 0x00 | Daten[0] | Daten[1] | Daten[2] | ... |
Für erfolgreiches Lesen und Schreiben muss sich der ID-Tag im Erfassungsbereich des Schreib-/Lesekopfes befinden. Bei Lese- und Schreibfehlern von Daten antwortet das Status-Byte mit 0x0B.
9.4.2 Daten auf den ID-Tag schreiben
Die Daten werden auf den ID-Tag geschrieben, indem ein "Schreibparameter"-Frame mit den folgenden Informationen gesendet wird:
- Datenadresse
- Datenlänge
- Daten
| CAN Identifier | x-Byte-Datenframe | |||||||||
| ID29 Bit | Parameter-Index2 Byte | Read/Write1 Byte | Status1 Byte | ID-TagDatenadresse | ID-TagDatenlänge | ID-TagDaten | ||||
| 0x01 | 0xA0 | 0x00 | 0x00 | LSB | MSB | LSB | MSB | Daten[0] | Daten[x] | |
Beispiel
4-Byte-Daten (0xAA,0xBB,0xCC,0xDD) auf ID-Tag Adresse 2 schreiben.
Anforderung: Master → ECU
| CAN Identifier | x-Byte-Datenframe | |||||||||||
| 0xCE-FEB14 | 0x01 | 0xA0 | 0x01 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 0x04 | 0x00 | 0xAA | 0xBB | 0xCC | 0xDD |
Antwort: Master ← ECU
| CAN Identifier | x-Byte-Datenframe | |||
| 0xCEF14EB | 0x01 | 0xA0 | 0x01 | 0x00 |

Für erfolgreiches Lesen und Schreiben muss sich der ID-Tag im Erfassungsbereich des Schreib-/Lesekopfes befinden. Bei Lese- und Schreibfehlern von Daten antwortet das Status-Byte mit 0x0B.
9.5 Einstellungen
9.5.1 Geräteadresse (0x2000) und Baudrate (0x2001)
Gültige Werte für die Geräteadresse: 0 bis 253.
Die voreingestellte Geräteadresse bevorzugt verwenden. Durch "Adress claiming" kann sich die Geräteadresse ändern.
Gültige Werte für die ▷ Baudrate: 250 kBit/s, 500 kBit/s.

Voreinstellungen des Gerätes:
▷ Geräteadresse (ECU): 235
▷ Baudrate: 250 kBit/s

Die eingestellte Geräteadresse nur einmal im CAN-Netzwerk verwenden.
▶ "Address claiming" im CAN-Netzwerk verwenden, um Konflikte zu vermeiden. (→ Adress claiming ☐ 21)

Erst nach dem Zurücksetzen des Schreib-/Lesekopfes wird eine geänderte Geräteadresse und Baudrate wirksam.
▶ Mit Reset-Kommando oder Hardware-Reset den Schreib-/Lesekopf zurücksetzen. (→ Schreib-/Lesekopf zurücksetzen ☐ 22)
9.5.2 Adress claiming
Der Schreib-/Lesekopf unterstützt "dynamic address claiming".
Voreingestellt ist die Geräteadresse 235. Mit der Geräteadresse meldet sich der Sensor beim Hochfahren am Netzwerk an. Besteht kein Adresskonflikt mit anderen Netzwerkteilnehmern, startet der Sensor automatisch die Kommunikation.
Arbitrary address capable (CA)
Ist die eingestellte Geräteadresse bereits im Netzwerk vergeben, wird der höher priorisierte Netzwerkteilnehmer vom Netzwerk akzeptiert. Dem abgewiesenen, niedriger priorisierten Netzwerkteilnehmer wird eine andere gültige Geräteadresse zugewiesen.
9.5.3 Schreib-/Lesekopf zurücksetzen
Durch Schreiben des Wertes "1" in den Parameter-Index 0x2002 wird der Schreib-/Lesekopf zurückgesetzt.

Nach Schreiben des Wertes wird der Schreib-/Lesekopf sofort zurückgesetzt. Vom Schreib-/Lesekopf wird kein Antwort-Frame gesendet.
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
▶ Da innerhalb des Gerätes keine vom Anwender zu wartende Bauteile enthalten sind, das Gehäuse nicht öffnen. Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
▶ Reinigung des Geräts mit einem trockenen Tuch.
▶ Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
11 Zulassungen/Normen
Für die Zulassungen und Normen sind die folgenden Informationen abrufbar:
- Prüfnormen und Bestimmungen: documentation.ifm.com
• EU-Konformitätserklärung und Zulassungen: documentation.ifm.com - Zulassungsrelevante Hinweise: Beipackzettel des Gerätes und documentation.ifm.com
Glossar
CAN
Controller Area Network, Bussystem für den Einsatz im Mobilbereich.
ID-Tag
Ein ID-Tag wird zum Kennzeichnen von Objekten verwendet. Mit einem Schreib-/Lesegerät wird der ID-Tag über ein hochfrequentes Funksignal ausgelesen. Ein ID-Tag besteht aus einer Antenne, einem analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden (Transceiver), einem digitalen Schaltkreis und einem permanenten Speicher.



