ZZ0814 - RFID-System IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts ZZ0814 IFM als PDF.
Benutzerfragen zu ZZ0814 IFM
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr RFID-System kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch ZZ0814 - IFM und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. ZZ0814 von der Marke IFM.
BEDIENUNGSANLEITUNG ZZ0814 IFM
Betriebsanleitung
Positionssensor für Schwenkantriebe
MVQ201
ZZ0628
ZZ0629
ZZ0630
ZZ0691
ZZ0692
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs 6
4 Lieferumfang 7
5 Funktion 8
5.1 Stellungsrückmeldung 8
5.2 Schaltfunktionen.... 8
5.3 Übersicht der Schaltbereiche 9
5.3.1 Toleranzbereich 9
5.3.2 Hysterese 10
5.3.3 Dichtungswarnbereich 10
5.4 Timeout.... 10
5.5 Öffnungszeit und Schließzeit.... 10
5.6 Kommunikationsunterbrechung (Watchdog) 10
5.7 Teach-Funktion 10
5.7.1 Auto-Teach 10
5.7.2 PLC-Teach.... 10
5.7.3 Manueller Teach über Teachtaste 11
5.7.3.1 Schaltpunkt SP1 - Ventil geöffnet 11
5.7.3.2 Schaltpunkt SP2 - Ventil geschlossen 11
5.7.3.3 Tausch der Schaltpunkte SP1 und SP2 12
5.7.3.4 Gerät verriegeln 12
5.7.3.5 Gerät entriegeln 12
5.8 Diagnose.... 12
5.8.1 Bewegungszeiten 12
5.8.2 Schaltzyklenzähler 12
5.8.3 Targetüberwachung 13
5.8.4 Betriebsstundenzähler 13
5.8.5 Einschaltvorgänge.... 13
5.8.6 Interne Temperatur 13
5.8.7 BLOBs 13
5.9 IO-Link 13
6 Montage.... 15
6.1 Allgemeine Hinweise zur Druckluft 16
6.2 Spezifikation der Druckluftreinheit.... 17
6.3 Montage des Magnetventils.... 17
6.3.1 Pneumatische Schaltsymbole der mitgelieferten Magnetventile nach DIN ISO 1219 ..... 17
7 Elektrischer Anschluss.... 19
7.1 Ausgangskonfiguration der Magnetventile im SIO-Modus 20
8 Bedien- und Anzeigeelemente 21
8.1 Status-LEDs 21
8.2 LED-Ring 21
9 Parametrierung 23
9.1 Einstellbare Parameter und Systemkommandos 23
10 Betrieb 25
11 Fehlerbehebung 26
11.1 Fehlermeldungen 26
11.2 Diagnosemeldungen 26
11.3 BLOBS.... 26
11.3.1 Opening course / Closing course BLOB 27
11.3.2 Opening time history / Closing time history BLOB 27
12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 28
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Gerät überträgt Daten an einen oder mehrere Aktuatoren. Diese starten und führen Prozesse und Aktionen aus. Eine Fehlbedienung kann zu Schäden an Maschinen, Material und Personen führen. Insbesondere im Bereich des Aktuators und des Ventils werden Teile mit großer Kraft bewegt, wodurch es zu Quetschungen kommen kann.
- Der Betrieb außerhalb des angegebenen Betriebsdruckbereiches oder die Verwendung falsch aufbereiteter Druckluft kann zu dauerhaften Undichtigkeiten oder irreparablen Beschädigungen der pneumatischen Bauelemente und zu Fehlfunktionen führen.

ACHTUNG
Ungeschützte Netzwerkumgebung:
Das Gerät beinhaltet keine Maßnahmen zur IT-Sicherheit nach IEC 62443.
▷ Unzulässiger Lese- oder Schreibzugriff auf Daten möglich.
▷ Unzulässige Beeinflussung der Gerätefunktion möglich.
▶ Zugriffsmöglichkeiten auf das Gerät prüfen und einschränken.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht kontinuierlich die Stellung eines Schwenkantriebs, der typischerweise eine Armatur wie einen Kugelhahn oder eine Klappe betätigt. Die Armatur kann verwendet werden, um beispielsweise Durchfluss, Füllstand oder Kühlung zu steuern.
Zusätzlich zur Überwachung kann der Schwenkantrieb über das Gerät gesteuert werden.
Das Gerät kann an einfach- und doppelwirkenden Antrieben betrieben werden.
Je nach Antrieb ist ein geeignetes Magnetventil zu verwenden.

Abb. 1: Verdrahtung der Komponenten (grau hinterlegte Komponenten nur in Set-Artikeln enthalten)
1: M12-Stecker
4: Verbindungskabel
2: MVQ201
5: Magnetventil
3: Antrieb / Aktuator

Das Gerät ist für eine Montage an mechanischen Schnittstellen gemäß VDI/VDE 3845 ausgelegt.
3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs
Das Gerät ist nicht für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen.

Folgende Umgebungsbedingungen können zu Fehlmessungen führen:
- Elektromagnetische Wechselfelder
- Permanentmagnete
- Ferromagnetische Materialien
▶ Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
4 Lieferumfang
Je nach Artikelnummer unterscheidet sich der Lieferumfang.
| Artikelnummer | Bezeichnung |
| MVQ201 | Positionssensor |
| 1 x Schaltnocken (Puck) | |
| Montagematerial:4 x Innensechskantschrauben M5 x 16, Edelstahl |
Es wird empfohlen, für die Erstaurüstung einen der nachfolgenden Set-Artikel zu verwenden.
| Artikelnummer Set-Artikel | Artikelnummer | Bezeichnung |
| ZZ0628 | MVQ201 | Positionssensor |
| ZJF131 | 5/2-Wege-Magnetventil umstellbar auf 3/2-Wege-Magnetventil | |
| EVC030 | Verbindungskabel | |
| ZZ0629 | MVQ201 | Positionssensor |
| ZJF131 | 5/2-Wege-Magnetventil umstellbar auf 3/2-Wege-Magnetventil | |
| EVC030 | Verbindungskabel | |
| E12569 | Montageplatte, Lochmaß: 80 x 30 mm; Höhe 10 mm | |
| ZZ0630 | MVQ201 | Positionssensor |
| ZJF131 | 5/2-Wege-Magnetventil umstellbar auf 3/2-Wege-Magnetventil | |
| EVC030 | Verbindungskabel | |
| E12573 | Montageplatte, Lochmaß: 130 x 30 mm; Höhe 10 mm | |
| ZZ0691 | MVQ201 | Positionssensor |
| ZJF171 | 5/2-Wege-Magnetventil mit Federrückstellung, monostabil | |
| EVC030 | Verbindungskabel | |
| ZZ0692 | MVQ201 | Positionssensor |
| ZJF172 | 5/2-Wege-Magnetventil, bistabil | |
| EVC519 | Verbindungskabel |

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter www.ifm.com.
5 Funktion
Die Hauptfunktion des Geräts besteht im Öffnen und Schließen einer Armatur durch direktes Ansteuern eines Magnetventils.
Das Gerät überwacht kontinuierlich die Stellung der Armatur und zeichnet relevante Diagnosedaten auf. Im IO-Link-Betrieb steuert das Gerät das Magnetventil entsprechend den Ausgangsprozessdaten PDout . Es können beide Ausgänge unabhängig voneinander angesteuert werden.
Ist die IO-Link-Kommunikation länger als 1,5 s unterbrochen, wechselt das Gerät in den SIO-Modus und steuert das Magnetventil entsprechend dem Signal an Pin 5 an. ✉ 20
5.1 Stellungsrückmeldung
Das Gerät misst die Richtung des vom Schaltnocken erzeugten Magnetfelds und berechnet daraus ein eindeutiges Winkelsignal.

Abb. 2: Stellungsrückmeldung

Ferromagnetische Materialien wie Eisen, Permanentmagnete und magnetische Felder in der Umgebung des Geräts und des Schaltnockens können das Signal beeinflussen und verfälschen.

Die Genauigkeit und Linearität des Signals kann durch folgende Faktoren beeinträchtigt sein:
- Der Abstand zwischen Gerät und Schaltnocken ist zu groß.
- Das Gerät ist nicht mittig zum Schaltnocken montiert.
5.2 Schaltfunktionen
Das Gerät verfügt über die Schaltkanäle SSC1, SSC2 und SSC3. Für jeden Schaltkanal kann das Schaltverhalten unabhängig konfiguriert werden.
| Parameter | SSC1 | SSC2 | SSC3 (Seat) |
| Beschreibung | Schaltet, wenn der eingestellte Schaltpunkt überschritten wird Wird über IO-Link und im SIO-Modus ausgegeben. | Schaltet, wenn der eingestellte Schaltpunkt überschritten wird Wird nur über IO-Link ausgegeben. | |
| Einstellbereich | -180,0° ... 179,9° | ||
| Werkseinstellung | SP: 45°Logic: High active Hysterese: 3°Toleranz: 10°Status-LED: mit Close verknüpft | SP: 135°Logic: High active Hysterese: 3°Toleranz: 10°Status-LED: mit Open verknüpft | SP: -135°Logic: High active Hysterese: 3°Toleranz: 10°Status-LED: Off |
| Hysterese | Einstellbar 0,1° ... 5° | ||
| Logic | High active Low active | ||
| Schrittweite | 0,1 | ||
| Einheit | ° | ||
| Mode | Custom – Single point tolerance | ||
Tab. 1: Schaltfunktionen

Abb. 3: Schaltverhalten
1: Toleranzbereich
HYS: Hysterese
2: Dichtungswarnbereich
SP: Schaltpunkt
3: Messwert (PDV)
5.3 Übersicht der Schaltbereiche

Abb. 4: Übersicht der einstellbaren Schaltbereiche
1: Toleranzbereich
2: Hysterese
3: Dichtungswarnbereich
5.3.1 Toleranzbereich
Der Toleranzbereich ist ein einstellbarer Parameter von 0,1° bis 15,0°.
Der Toleranzbereich erstreckt sich in beide Richtungen um die Schaltpunkte herum.
5.3.2 Hysterese
Die Hysterese ist ein einstellbarer Parameter von 0,1° bis 5,0°.
Die Hysterese beschreibt die Differenz zwischen Einschaltpunkt und Ausschaltpunkt und kann als Rückschaltpunkt verstanden werden.
5.3.3 Dichtungswarnbereich
Der Dichtungswarnbereich ist ein einstellbarer Parameter von 0,0° bis 15,0°.
Der Dichtungswarnbereich gilt als zusätzliches Schaltfenster des Toleranzbereichs. Bei aktivem Schaltfenster werden Materialenhaftungen oder Verschleiß erkannt.
5.4 Timeout
Der Timeout ist ein einstellbarer Parameter von 1 bis 30 s.
Der Timeout gibt die maximale Zeit an, die zum Öffnen oder Schließen des Ventils benötigt werden darf, bevor das Gerät eine Blockade meldet.

Parallel zum Timeout müssen die Parameter für die maximale Öffnungszeit und Schließzeit manuell angepasst werden. Dabei ist zu beachten, dass der Timeout größer sein muss als die maximale Öffnungs- und Schließdauer.
5.5 Öffnungszeit und Schließzeit
Die Grenzwerte für die Öffnungszeit und Schließzeit des Antriebs können frei eingestellt und überwacht werden. Bei Überschreiten oder Unterschreitung der Grenzwerte gibt das Gerät über IO-Link eine Warnung aus.
Die Öffnungszeit und Schließzeit kann alternativ über ein relatives Toleranzfenster im Auto-Teach automatisch eingelernt werden.
5.6 Kommunikationsunterbrechung (Watchdog)
Erhält das Gerät länger als 1,5 s keine gültigen Prozessdaten vom IO-Link Master, werden die Steuerventilausgänge entsprechend des digitalen Eingangs geschaltet.
5.7 Teach-Funktion
5.7.1 Auto-Teach
Aktivierung des automatischen Teach-Modus. Das Gerät steuert automatisch die Magnetventilausgänge an, in dem es beide Endlagen 3x anfährt.
▶ Eine Speicherung erfolgt, wenn beide Endlagen erkannt sind.
Abhängig von Magnetventil und Antrieb kann es notwendig sein, die Schaltpunkte für Open und Close zu tauschen (Systemkommando 210).
5.7.2 PLC-Teach
Aktivierung eines passiven Teach-Modus. Das Gerät wartet auf die Befehle aus der Steuerung.
▶ Eine Speicherung erfolgt, wenn beide Endlagen erkannt sind.

Die Endlage wird erkannt, wenn sich die Winkelposition nach einer Bewegung von mehr als 0,2 s nicht ändert.
5.7.3 Manueller Teach über Teachtaste
Das Gerät verfügt über 3 Schaltpunkte (SPs). Die Schaltpunkte SP1 und SP2 können über die induktive Teachtaste → 21 am Gerät eingestellt werden. Der Schaltpunkt SP3 ist über IO-Link parametrierbar.
Die induktive Teachtaste kann manuell mit einem metallischen Gegenstand, beispielsweise einem Schraubendreher, bedämpft werden. Nach Bedämpfung blinkt der LED-Ring 1x kurz.
5.7.3.1 Schaltpunkt SP1 - Ventil geöffnet
A


B

Abb. 5: Teach SP1
Das Ventil in die geöffnete Stellung bringen.
▶ Die induktive Teachtaste für 2...5 Sekunden bedämpfen, bis der LED-Ring gelb blinkt (A).
▶ Metallischen Gegenstand entfernen.
▷ LED-Ring leuchtet gelb, der Schaltpunkt ist gesetzt (B).
5.7.3.2 Schaltpunkt SP2 - Ventil geschlossen
A


B

Abb. 6: Teach SP2
Das Ventil in die geschlossene Stellung bringen.
▶ Die induktive Teachtaste für 5...8 Sekunden bedämpfen, bis der LED-Ring blau blinkt (A).
▶ Metallischen Gegenstand entfernen.
▷ LED-Ring leuchtet blau, der Schaltpunkt ist gesetzt (B).
5.7.3.3 Tausch der Schaltpunkte SP1 und SP2
▶ Die induktive Teachtaste bedämpfen, bis der LED-Ring gelb / blau blinkt.
▶ Metallischen Gegenstand entfernen.
▷ LED-Ring leuchtet gelb oder blau, der Schaltpunkt ist getauscht.
5.7.3.4 Gerät verriegeln
▶ Die induktive Teachtaste für ca. 20 s bedämpfen, bis der LED-Ring 1x kurz erlischt.
Das Gerät ist verriegelt.
▶ Die induktive Teachtaste reagiert nicht auf Bedämpfung.
5.7.3.5 Gerät entriegeln
▶ Die induktive Teachtaste für ca. 20 s bedämpfen, bis der LED-Ring 1x kurz blinkt.
Das Gerät ist entriegelt.
▶ Die induktive Teachtaste reagiert auf Bedämpfung.
5.8 Diagnose
Das Gerät bietet verschiedene Parameter zur Diagnose. Die Interpretation dieser Messwerte kann je nach Anwendung unterschiedlich sein. Aus den Bewegungszeiten und Zählerständen lässt sich das Regelverhalten der Armatur sowie deren Nutzung und Verschleiß ableiten. Mit den Schwellenwerten können Meldungen ausgelöst werden, um entsprechende Wartungsarbeiten und Ersatzteilbeschaffung zu planen.

Die Zählerstände werden alle 10 Minuten remanent gespeichert. Bei einer Unterbrechung der Betriebsspannung gehen die Werte seit dem letzten Speichern verloren.

Zählerstände haben keinen Überlauf. Sobald sie ihren Maximalwert erreicht haben, bleiben sie konstant.

Mit den Befehlen Alle Zähler zurücksetzen und Back-to-box werden alle Zähler zurückgesetzt.
5.8.1 Bewegungszeiten
Das Gerät misst die Zeiten, die zum Öffnen und Schließen der Armatur benötigt werden. Die Zeit, in der das Gerät versucht, eine Position zu erreichen, kann mit dem Parameter Timeout begrenzt werden. Wird diese Zeit überschritten, wird das Event Timeout (0x8CB5) ausgelöst.

Durch die Überwachung der Öffnungs- und Schließzeiten können beispielsweise Verschleiß, Verschmutzung oder ein zu geringer Luftdruck erkannt werden.
5.8.2 Schaltzyklenzähler
Das Gerät verfügt über einen Schaltzyklenzähler für jeden der drei Schaltpunkte (Open state counter, Close state counter, Seat state counter). Dieser zählt die Anzahl der Schaltflanken.
Mit dem Kommando Reset Zähler auf Null werden alle Zähler zurück gesetzt.
5.8.3 Targetüberwachung
Das Gerät erkennt, wenn kein Schaltnocken montiert wurde und meldet einen Fehler und das Event Fehler Signalgeber (8C BA h).
5.8.4 Betriebsstundenzähler
Das Gerät speichert die Betriebsstunden seit erster Inbetriebnahme.

Der maximale Zählerstand von 2 000 000 h bleibt erhalten, wenn dieser erreicht wurde (kein Überlauf).
Der Zähler kann nicht zurückgesetzt werden, auch nicht durch Reset Back-to-box.
5.8.5 Einschaltvorgänge
Das Gerät speichert die Einschaltvorgänge seit erster Inbetriebnahme.

Der maximale Zählerstand von 2 000 000 bleibt erhalten, wenn dieser erreicht wurde (kein Überlauf).
Der Zähler kann nicht zurückgesetzt werden, auch nicht durch Reset Back-to-box.
5.8.6 Interne Temperatur
Das Gerät gibt die interne Temperatur aus

Die interne Temperatur kann aufgrund von Eigenerwärmung des Prozessors über der tatsächlichen Temperatur liegen. Die Temperaturangabe hängt maßgeblich von der Umgebungstemperatur und nicht von der Prozesstemperatur ab.
5.8.7 BLOBs
Neben den Diagnoseparametern können weitere Diagnoseinformationen aus den vom Gerät aufgezeichneten BLOBS ausgelesen und interpretiert werden.
Folgende BLOBs stehen zur Verfügung:
- Opening course / Closing course BLOB ➞ 27
- Opening time history / Closing time history BLOB ➞ 27
5.9 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
6 Montage

▶ Die Anlage während der Montage spannungsfrei schalten.
▶ Sicherstellen, dass die Maschine stillsteht.
▶ Den Antrieb während der Montage nicht in Betrieb setzen.
▶ Potenzielle Störquellen (Magnete, Wärmequellen etc.) auf Abstand halten.

VORSICHT
Pneumatische Antriebe können sehr große Drehmomente und Kräfte erzeugen.
▷ Verletzungsgefahr / Quetschgefahr.

VORSICHT
In den Kammern des Antriebs kann Druckluft vorhanden sein, auch wenn die Druckluftversorgung unterbrochen ist. Durch schnell ausströmende Luft kann Lärm entstehen oder Teile weggeschleudert werden.
▶ Vor Demontage des Magnetventils sicherstellen, dass alle Kammern des Antriebs drucklos sind. Alternativ: Magnetventil sehr langsam abschrauben und eingeschlossene Druckluft entweichen lassen.

Abb. 7: Montage der mechanischen Komponenten
1: Schaltnocken
3: MVQ201
2: Innensechskantschraube 1 x M6 x 12
4: Innensechskantschraube 4 x M5 x 16
▶ Die beiden Einkerbungen unten am Schaltnocken als Montagehilfe zur genauen Positionierung auf der Welle verwenden.
▶ Den Schaltnocken ausrichten. Der Schaltnocken ist drehbar. Die gelbe Fläche mit der Beschriftung „Open“ zeigt im Sichtfenster die eingestellte Position.
▶ Den Schaltnocken mit der mitgelieferten Schraube auf dem Ventilkopf befestigen, Anzugsdrehmoment 1,2 Nm.
Das Gerät auf den Schaltnocken setzen.
Das Gerät mit den mitgelieferten Schrauben auf dem Antriebsgehäuse befestigen, Anzugsdrehmoment 1,5 Nm. Je nach mechanischer Schnittstelle optional eine Montageplatte verwenden.
6.1 Allgemeine Hinweise zur Druckluft
Bei allen druckluftbetriebenen Bauelementen bestimmt die Reinheit der Druckluft die Lebensdauer und den sicheren Betrieb. In dem mitgelieferten Magnetventil werden pneumatisch vorgesteuerte Ventile eingesetzt, die für einen Druckbereich von 2,5 ... 10 bar ausgelegt sind. Der Betrieb außerhalb des angegebenen Betriebsdruckbereiches oder die Verwendung falsch aufbereiteter Druckluft kann zu dauerhaften Undichtigkeiten oder irreparablen Beschädigungen der pneumatischen Bauelemente und zu Fehlfunktionen führen. Druckspitzen über dem erlaubten Betriebsdruck sind durch technisch anerkannte Maßnahmen zu verhindern. Nicht nur der Druck, sondern auch die Reinheit der Druckluft bestimmt die Lebens-
dauer der Magnetventile und sorgt für einen sicheren Betrieb. Für eine lange Lebensdauer müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Dazu muss stets einwandfreie Druckluft weitgehendst ohne chemische Verunreinigungen verwendet werden. Als Grundlage hierzu dient die ISO 8573-Teil 1: 2001.
6.2 Spezifikation der Druckluftreinheit
Die Reinheit der Luft wird nach ISO 8573-1:2001 in drei Klassen unterteilt:
• Die Reinheitsklasse der festen Verunreinigungen
• Die Reinheitsklasse für den Feuchtigkeitsgehalt
• Die Reinheitsklasse für den Gesamtölgehalt
Das mitgelieferte Magnetventil ist für geölte oder ungeölte Druckluft der Reinheitsklassen 7-4-4 geeignet.
6.3 Montage des Magnetventils
▶ Die Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften für die Einrichtung pneumatischer Anlagen befolgen.
▶ Montagearbeiten nur nach vorherigen Unterbrechungen der Druckluftversorgung durchführen.
Folgende Reihenfolge der Installation einhalten, die Deinstallation erfolgt in umgekehrter Reihenfolge:
- Mechanische Befestigung
- Elektrischer und pneumatischer Anschluss
- Einschalten der Stromversorgung
- Einschalten der Druckluftversorgung
Bei der Montage den korrekten Sitz und das Vorhandensein der im Magnetventil und der Drosselplatte vormontierten Dichtungen an den Anschlüssen 2 und 4 beachten.
Bei der Benutzung von Schalldämpfern die ordnungsgemäße Montage der Schalldämpfer beachten.

VORSICHT
Gefährdung durch Lärm
Druckluftanschluss nur nach sachgerechter Montage aller Anschlussleitungen und nur mit montierten Schalldämpfern oder gefasster Abluft zulässig.
Der Betrieb ohne Anschlussleitungen und mit offenen Abluftanschlüssen kann einen gesundheitsschädlichen Geräuschpegel zur Folge haben.
6.3.1 Pneumatische Schaltsymbole der mitgelieferten Magnetventile nach DIN ISO 1219

Abb. 8: 5/2-Wege-Magnetventil (ZJF131)

Abb. 9: 5/2-Wege-Magnetventil mit Flex-Platte -> Funktion eines 3/2-Wege-Magnetventils (ZJF131)

Die Flex-Platte transformiert das 5/2-Wege-Magnetventil in ein 3/2-Wege-Magnetventil mit Federraumbelüftung.

Abb. 10: 5/2-Wege-Magnetventil mit Federrückstellung (ZJF171)

Abb. 11: 5/2-Wege-Magnetventil, bistabil (ZJF172)

Anzahl der mechanischen Schaltspiele: 5.000.000
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen. Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:



Abb. 12: Anschlussbelegung
| 2: OUT SV2 | Ausgang Magnetventil 2 | 1: L+ | Spannungsversorgung Sensor |
| 3: GND | Masse | 2: OUT2 | Schaltausgang für Ventilposition geschlossen im SIO-Modus |
| 4: OUT SV1 | Ausgang Magnetventil 1 | 3: L- | Spannungsversorgung Sensor |
| 4: OUT1 | Schaltausgang für Ventilposition geöffnet im SIO-Modus | ||
| IO-Link | Kommunikation IO-Link | ||
| 5: IN | Ansteuerung des Steuerventilausgangs mit einem binären Schaltsignal | ||
| Bei gültigem IO-Link-Signal wird der Eingang abgeschaltet |
Der Ausgang zum Steuerventil kann über IO-Link oder über einen digitalen Eingang geschaltet werden.

Das Gerät ausschließlich an einem Master Port Class A verwenden.
▶ Hinweise zur IO-Link-Beschaltung beachten.
Das Gerät enthält Bauelemente, die durch elektrostatische Entladung (ESD) beschädigt oder zerstört werden können.
▶ Notwendige Sicherheitsmaßnahmen gegen elektrostatische Entladung beachten.
Die IP-Schutzart des Gesamtsystems hängt ab von den Schutzarten der einzelnen Geräte, der genutzten Verbindungselemente und der zugehörigen Verschlusskappen.
Die M12-Anschlussteile im Gerät entsprechen den Dichtigkeitsanforderungen der Norm EN61076-2-101. Für die Einhaltung der Schutzart dürfen nur nach dieser Norm zertifizierte Kabel verwendet werden. Der Systemersteller ist verpflichtet, bei selbst konfektionierten Kabeln die Dichtigkeit sicherzustellen.
Verschraubung nach den Angaben des Kabelherstellers durchführen, ein maximales Anzugsdrehmoment von 0,8 Nm ist zulässig.
M12-Stecker bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
Kabel in Abhängigkeit von den Montagebedingungen mit einer Zugentlastung versehen, um unzulässige Belastung der Montagepunkte und der M12-Anschlüsse zu vermeiden.
Auf richtigen Sitz und fehlerfreie Montage der M12-Anschlussteile achten. Bei Nichtbeachtung kann die spezifizierte Schutzart nicht gewährleistet werden.
Für UL-Anwendungen:
Für den Anschluss des Geräts und der IO-Link Devices nur UL-zertifizierte Kabel der Kategorie CYJV oder PVVA mit einer Mindesttemperatur von 80°C verwenden, 75°C bei einer maximalen Umgebungstemperatur von 40°C.
Die Kommunikationsschnittstellen sind untereinander und zu berührbaren Oberflächen des Geräts getrennt mit Basisisolierung nach EN 61010-1, wobei der Sekundärstromkreis maximal 30 V DC beträgt und vom Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II abgeleitet ist. Sie sind für Netzwerkumgebung 0 nach IEC TR62102 ausgelegt.
7.1 Ausgangskonfiguration der Magnetventile im SIO-Modus
Das Verhalten der Magnetventilausgänge auf das Eingangssignal (IN) lässt sich über IO-Link gemäß Tabelle verändern.
| Monostabil | Bistabil | ||||
| IN1 | Magnetventil 1 | Magnetventil 2 | IN1 | Magnetventil 1 | Magnetventil 2 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| 1 | 1 | 0 | 1 | 1 | 0 |
Tab. 2: Ausgangskonfiguration
8 Bedien- und Anzeigeelemente
Das Gerät verfügt über Status-LEDs und einen LED-Ring, der seitlich um das Gerät und oben am Gerät sichtbar ist.


Abb. 13: Bedien- und Anzeigeelemente
A: LED-Ring
C: Induktive Teachtaste
B: Status-LEDs
D: Sichtfenster zur optischen Positionsanzeige (Open)
8.1 Status-LEDs
| Symbol | Bezeichnung | Farbe | Anzeige | Betriebszustand |
| PWR | PWR | Grün | Statisch ein | Leuchtet, sobald das Gerät betriebsbereit ist. |
| Open | Weiß | Statisch ein | Leuchtet, sobald die Armatur geöffnet ist (SP1 aktiv). | |
| Close | Weiß | Statisch ein | Leuchtet, sobald die Armatur geschlossen ist (SP2 aktiv). |
Tab. 3: Status-LEDs
8.2 LED-Ring
| Bezeichnung | Anzeige | Farbe |
| Auto-Teach | Blinkt mit einer Frequenz von 1 Hz solan-ge der Auto-Teach läuft. | wählbar über IO-Link:OFF, grün, blau, gelb, magenta, cyan, weiß. Default: weiß |
| Close | Leuchtet, sobald die Ventilstellung ge-schlossen ist. | wählbar über IO-Link:OFF, rot, grün, blau, gelb, magenta, cyan, weiß. Default: blau |
| Open | Leuchtet, sobald die Ventilstellung geöff-net ist. | wählbar über IO-Link:OFF, rot, grün, blau, gelb, magenta, cyan, weiß. Default: gelb |
| Seat | Leuchtet, sobald sich die Ventilstellung im parametrierten Schaltfenster befindet. | wählbar über IO-Link:OFF, rot, grün, blau, gelb, magenta, cyan, weiß. Default: off |
| Locator | Doppelblinken | wählbar über IO-Link:grün, blau, gelb, magenta, cyan, weiß. Default: grün |
| Fehler | Blinkt mit einer Frequenz von 1 Hz solange der Fehler ansteht. Mindestanzeigedauer 3 Sekunden. | rot |
Tab. 4: LED-Ring
9 Parametrierung
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Das Ändern von Parametern während des Betriebs beeinflusst möglicherweise die Funktionsweise der Anlage.
▶ Sicherstellen, dass keine Fehlfunktionen oder Gefahrenzustände in der Anlage entstehen.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht betriebsbereit.
Nach Montage und Installation einen Selbstabgleich durchführen, damit das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.

Ein Factory Reset setzt das Gerät wieder in den Auslieferungszustand zurück.

Nach jeder mechanischen Änderung an Armatur, Antrieb oder Druckluftversorgung ist ein neu- er Selbstabgleich erforderlich ➞ Funktion des Geräts prüfen.
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

Das Gerät ausschließlich an einem Master Port Class A verwenden.
9.1 Einstellbare Parameter und Systemkommandos

Eine fehlerhafte Konfiguration kann zu fehlerhaften Prozesswerten und Fehlermeldungen führen.
Alle einstellbaren Parameter und Systemkommandos sind in der IODD-Beschreibung aufgeführt und beschrieben. Die IODD steht als PDF und als XML für die Parametriersoftware zur Verfügung unter documentation.ifm.com.
Die wichtigsten Parameter zum Betrieb des Geräts müssen mit einem Selbstabgleich ermittelt werden.
10 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung und der erforderlichen Parametrierung befindet sich das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Prüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
11 Fehlerbehebung
Events und BLOBs können helfen, einen Fehler einzugrenzen und die genaue Fehlerursache zu finden.
11.1 Fehlermeldungen
| Fehler Flags | Bitoffset |
| Seal-Warn / Dichtungswarnung | 22 |
| Puck-Loss / Puck fehlt oder Magnetzellenfehler | 21 |
| TO-Endpos / Timeout, Endlage nicht erreicht | 20 |
| t. CI-OL / Schließzeit-Überschreitung | 19 |
| t. Op-OL / Öffnungszeit-Überschreitung | 18 |
| t. CI-UL / Schließzeit-Unterschreitung | 17 |
| t. Op-UL / Öffnungszeit-Unterschreitung) | 16 |
| Short Circuit / Kurzschluss | 2 |
| (TempUnderrun / Temperatur unterschritten | 1 |
| (TempOverrun / Temperatur überschritten | 0 |
Tab. 5: Fehlermeldungen
11.2 Diagnosemeldungen
Diagnosemeldungen werden über Events ausgegeben oder können über die aktiven Events über den Index 545-0 ausgelesen werden. Nur aktuell anstehende Events werden über die Bits ausgegeben.
| Diagnosemeldung | Bitoffset / Eventcode |
| Wartung erforderlich - Test Event 2 | 31 / 0x8DFF |
| Wartung erforderlich - Test Event 1 | 30 / 0x8DFE |
| Wartung erforderlich - Blinksequenz aktiv | 29 / 0x8CDB |
| Außerhalb der Spezifikation – Ventil Schließzeit überschritten | 20 / 0x8CB9 |
| Außerhalb der Spezifikation – Ventil Schließzeit unterschritten | 19 / 0x8CB9 |
| Außerhalb der Spezifikation – Ventil Öffnungszeit überschritten | 18 / 0x8CB7 |
| Außerhalb der Spezifikation – Ventil Öffnungszeit unterschritten | 17 / 0x8CB6 |
| Zulässige Gerätetemperatur überschritten | 15 / 0x4210 |
| Zulässige Gerätetemperatur unterschritten | 14 / 0x4220 |
| Serviceanforderung - Verschleiß | 13 / 0x8C42 |
| Funktionsprüfung – Fehler Signalgeber / Sonde abgefallen | 5 / 0x5010 |
| Komponenten Fehlfunktion | 5 / 0x5010 |
| Kurzschluss | 2 / 0x7710 |
Tab. 6: Diagnosemeldungen
Auflistung aller Systemereignisse im PDF "IO-Link Schnittstellenbeschreibung" unter documentation.ifm.com.
11.3 BLOBS
Das Gerät ist in der Lage, Datenmengen (Messwerte oder Statusinformationen) zu speichern und diese als BLOB (Binary Large Object) auszugeben.
Es stehen vier BLOBs zur Verfügung, mit denen weitere Informationen über die Anwendung gewonnen werden.
- Opening Course BLOB
- Closing Course BLOB
- Opening Time History BLOB
• Closing Time History BLOB
11.3.1 Opening course / Closing course BLOB
Im Opening course BLOB wird der Weg in die geöffnete Stellung und im Closing course BLOB der Weg in die geschlossene Stellung überwacht. Dazu wird der aktuelle Winkel alle 5 ms gespeichert. Folgende Messwerte stehen für den jeweiligen BLOB zur Verfügung:
- Angle [°]
- Timestamp [ms]
11.3.2 Opening time history / Closing time history BLOB
Im Opening time history BLOB werden die Öffnungszeiten und im Closing time history BLOB die Schließzeiten überwacht. Dazu werden die letzten 20 Öffnungs- und Schließzeiten gespeichert. Folgende Messwerte stehen für den jeweiligen BLOB zur Verfügung:
- Opening time history (latest 20 values in ms, oldest first)
- Closing time history (latest 20 values in ms, oldest first)
12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
Für den Transport nur geeignete Verpackungen verwenden, um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.