DL0201 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DL0201 IFM
Betriebsanleitung
Niveauüberwachungsrelais
DL0201
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
5 Funktion 7
5.1 Überlaufschutz 7
5.1.1 Schaltdiagramm 8
5.2 Trockenlaufschutz 9
5.2.1 Schaltdiagramm.... 10
6 Montage.... 11
6.1 Gerät demontieren 12
6.2 Montage der Sensoren.... 12
7 Elektrischer Anschluss.... 13
7.1 Übersicht 13
7.2 Generelle Anschlusshinweise 13
7.3 Hinweis zur Verkabelung 14
7.4 Steckbare Federzugklemmen 14
7.5 Spannungsversorgung (Power) 14
7.5.1 AC-Spannungsversorgung 15
7.5.2 DC-Spannungsversorgung 15
7.5.3 Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang...... 15
7.6 Eingänge 16
7.6.1 Sensor für Überlaufschutz 16
7.6.2 Sensor für Trockenlaufschutz 16
7.6.3 Enable-Eingang.... 16
7.7 Ausgänge.... 17
7.7.1 Relaisausgang 17
7.7.2 Transistorausgang 17
7.7.3 Anschluss des Ventils oder der Pumpe 17
8 Bedien- und Anzeigeelemente 19
8.1 Potentiometer.... 19
8.2 LEDs 19
9 Einstellungen 21
9.1 Eingangsverzögerung.... 21
9.2 Ausgangsverzögerung 21
9.2.1 Ausgangsverzögerungsfaktor 21
9.2.2 Ausgangsverzögerungszeit 21
10 Fehlerbehebung 22
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 23
11.1 Wartung 23
11.2 Reinigung der Gehäuseoberfläche.... 23
11.3 Instandsetzung.... 23
11.4 Entsorgung 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen. Das Gerät besitzt keinen Eigenschutz vor nicht autorisierten Zugriffen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden oder das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).

WARNUNG
Lagerung ohne ausreichenden Schutz für Verschmutzungsgrad 2
▷ Bei Anschluss des Geräts Gefahr durch elektrischen Schlag möglich
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Andernfalls bei der Lagerung Verschmutzungsgrad 2 für das Gerät sicherstellen.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät wird zum Schutz eines Behälters gegen Über- oder Trockenlauf verwendet.
Das Gerät erhält Signale von einem externen Sensor und schaltet seine Ausgänge gemäß den einstellbaren Eingangs- und Ausgangsverzögerungen.
- Die Eingangsverzögerung schützt vor ungewolltem Schalten aufgrund von Wellen auf der Oberfläche eines Mediums.
- Die Ausgangsverzögerung schützt den angesteuerten Aktuator (z. B. Pumpe oder Ventil) vor übermäßigem Verschleiß.
Sensorversorgung und Transistorausgang haben einen unabhängigen Überlast-/Kurzschlussschutz.

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.
▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).
5 Funktion
5.1 Überlaufschutz

Abb. 1: Überlaufschutz
1: Behälter mit Flüssigkeit oder trockenem Schüttgut
2: Ventil oder Pumpe (Einlauf)
3: Sensor mit Öffnerausgang
4: Relaisausgang
5: Transistorausgang
6: SPS oder Meldeeinrichtung
| Prozess | Relais |
| Nach dem Einschalten des Geräts | abgefallen |
| Nach der Aktivierung des Geräts durch das Enable-Signal | abgefallen |
| Füllstand unterhalb des Sensors | angezogen |
| Füllstand oberhalb des Sensors | abgefallen |
| Füllstand fällt unterhalb des Sensors und Ausgangsverzögerungszeit wird gestartet | abgefallen |
| Nach Ausgangsverzögerungszeit | angezogen |
Relais angezogen = geschaltet (Transistorausgang leitend)
5.1.1 Schaltdiagramm

1: Füllstand des Mediums
2: Sensor mit Öffnerausgang
3: Enable-Signal
4: Stromversorgung
5: Ausgang
SP: Schaltpunkt
X: Eingangsverzögerung ➞ 21
Y: Ausgangsverzögerung ➞ 21
Relais angezogen, d.h. geschaltet (Transistorausgang leitend)

Ausgangsverzögerung (Y) ist nicht aktiv:
- nach dem Einschalten des Geräts
- wenn das Sensorsignal "High" ist und gleichzeitig das Enable-Signal von "Low" nach "High" wechselt
5.2 Trockenlaufschutz

Abb. 2: Trockenlaufschutz
1: Behälter mit Flüssigkeit oder trockenem Schüttgut
2: Ventil oder Pumpe (Einlauf)
3: Sensor mit Schließerausgang
4: Relaisausgang
5: Transistorausgang
6: SPS oder Meldeeinrichtung
| Prozess | Relais |
| Nach dem Einschalten des Geräts | abgefallen |
| Nach der Aktivierung des Geräts durch das Enable-Signal | abgefallen |
| Füllstand oberhalb des Sensors | angezogen |
| Füllstand unterhalb des Sensors | abgefallen |
| Füllstand steigt über den Sensor und Ausgangsverzögerungszeit wird gestartet | abgefallen |
| Nach Ausgangsverzögerungszeit | angezogen |
Relais angezogen = geschaltet (Transistorausgang leitend)
5.2.1 Schaltdiagramm

1: Füllstand des Mediums
2: Sensor mit Schließerausgang
3: Enable-Signal
4: Stromversorgung
5: Ausgang
SP: Schaltpunkt
X: Eingangsverzögerung ➞ 21
Y: Ausgangsverzögerung ➞ 21
Relais angezogen, d.h. geschaltet (Transistorausgang leitend)

Ausgangsverzögerung (Y) ist nicht aktiv:
- nach dem Einschalten des Geräts
- wenn das Sensorsignal "High" ist und gleichzeitig das Enable-Signal von "Low" nach "High" wechselt
6 Montage
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
Das Gerät für den bestimmungsgemäßen Betrieb in ein nur mit Werkzeug zu öffnendes Gehäuse oder in einen geschlossenen Schaltschrank (beide Schutzart IP 54 oder höher) als Umhüllung im Sinne der EN 61010-1 einbauen.

Der Verschmutzungsgrad 2 für das Gerät ist immer einzuhalten.
▶ Das Gerät senkrecht auf eine 35 mm DIN-Hutschiene montieren.


Ausreichend Platz ( ≥ 50 mm) zu Boden und Deckel des Schaltschranks lassen, um Luftzirkulation zu ermöglichen und übermäßige Erwärmung zu vermeiden.

ACHTUNG
Bei Anreihung von Geräten kann eine gegenseitige unzulässige Erwärmung entstehen.
▷ Fehlfunktion / Beschädigung möglich.
▶ Bei Anreihung verschiedener Geräte die Eigenerwärmung aller Geräte beachten und die Umgebungsbedingungen für jedes einzelne Gerät einhalten.
6.1 Gerät demontieren

6.2 Montage der Sensoren
▶ Montagehinweise des Herstellers befolgen.
7 Elektrischer Anschluss
7.1 Übersicht

Abb. 3: Anschlussbelegung

Abb. 4: Klemmenübersicht

Alle GND-Anschlüsse sind intern miteinander verbunden.

Die Klemmen 1 und 2 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 3 und 4 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 21 und 22 sind intern miteinander verbunden. Die Klemmen 23 und 24 sind intern miteinander verbunden.
7.2 Generelle Anschlusshinweise

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

WARNUNG
Verwendung unbelegter Klemmen
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Unbelegte und nicht aufgeführte Klemmen (n.c.) nicht als Stützpunktklemmen verwenden.
▷ Schutz gewährleistet.
Berührbare Oberflächen des Geräts sind zu den Stromkreisen isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Netzstromkreis der Überspannungskategorie II bis 300 V Netznennspannung).
Dies gilt nicht für Anschlussbereiche und Kühlöffnungen (IP20).
AC-Spannungsversorgung und Relais-Stromkreis sind zur DC-Spannungsversorgung und untereinander isoliert mit verstärkter Isolierung nach IEC 61010-1 (Netzstromkreis der Überspannungskategorie II bis 300 V Netznennspannung).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
7.3 Hinweis zur Verkabelung
Maximale Länge der Anschlusskabel:
• An jeder Klemme 30 m

Die Verlegung aller Kabel im Schaltschrank in Kabelkanälen wird empfohlen.
Alternativ:
Alle abgehenden Kabel nach maximal 400 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen.
Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (Angaben der Kabelhersteller).
7.4 Steckbare Federzugklemmen

ACHTUNG
Keine Schutzart IP20 ohne Anschlussstecker.
▶ Unbelegte Stecker mit Klemmen belegen.
▷ IP 20 eingehalten.

Abisolierlänge für die mitgelieferten Federzugklemmen: 9-10 mm
Anschlüsse, die Netzspannung führen können, sind an den steckbaren Federzugklemmen rot kodiert. Dadurch können diese nicht versehentlich auf die SELV führenden Klemmen gesteckt werden.
Netz-Klemmen:
• AC-Versorgung (21...24)
- Out Relais (17...20)
SELV-Klemmen:
• DC-Versorgung (1...4)
- Input / Enable (5...8)
• Out Transistor (13...16)

WARNUNG
Verwendung nicht kodierter Federzugklemmen für AC-Versorgung (21...24) und Out Relais (17...20)
▷ Irrtümliches Stecken von netzspannungsführenden Federzugklemmen auf SELV-Klemmen des Gerätes möglich.
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Nur die beigelegten kodierten Federzugklemmen für Netz-Klemmen verwenden.
▷ Schutz gewährleistet.
7.5 Spannungsversorgung (Power)
▶ Spannungsversorgung siehe Typenschild.
▶ Das Gerät nur an einen der möglichen Spannungsanschlüsse anschließen, entweder an Klemmen 21-22 und 23-24 (AC) oder an Klemmen 1-2 und 3-4 (24 V DC).
▶ Versorgungsleitungen und Signalleitungen getrennt voneinander verlegen. Abhängig von den Einsatzbedingungen ggf. geschirmte Kabel verwenden.
7.5.1 AC-Spannungsversorgung
Das Gerät verfügt über ein internes Netzteil, das sowohl das Gerät selbst als auch angeschlossene Sensoren mit Strom versorgt.
Für L und N sind jeweils zwei Klemmen vorhanden. Die 2. Klemme kann dazu verwendet werden, weitere Geräte mit AC-Spannung zu versorgen. Diese Klemmen sind im Gerät gebrückt, ein Ziehen des Steckers unterbricht deshalb die Versorgung weiterer Geräte.

Die maximale Strombelastbarkeit der gebrückten Klemmen 21-22, 23-24 beträgt 8 A.

WARNUNG
Keine interne Absicherung der gebrückten Klemmen 21-22, 23-24
▷ Brandgefahr / Gefahr durch elektrischen Schlag bei Überlast / Kurzschluss möglich
▶ externe Begrenzung/Absicherung auf 8 A nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
▷ Schutz gewährleistet
Bei einer AC-Spannungsversorgung des Geräts erfüllt die für die Sensorversorgung bereitgestellte Kleinspannung die SELV-Kriterien gemäß IEC 61010-2-201.
7.5.2 DC-Spannungsversorgung
▶ Bei einer DC-Spannungsversorgung die SELV-Kriterien einhalten.
▶ Die DC-Versorgungsleitung + (Klemmen 1/2) extern mit einer 315 mA T Sicherung absichern (5 x 20 mm oder vergleichbar).
▶ Eine Versorgung nachfolgender Geräte ist nicht vorgesehen.
Die Klemmen der DC-Versorgung sind direkt mit den Klemmen der Sensorversorgung verbunden.
7.5.3 Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang
Die Eingänge und der Transistor-Ausgang können optional über eine externe +24 V DC Spannungsversorgung betrieben werden.

WARNUNG
Keine interne Absicherung von Eingängen und Transistor-Ausgang
▷ Brandgefahr möglich
- ▶ externe Begrenzung / Absicherung auf 315 mA nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
Eine gemeinsame Sicherung für Eingänge und Ausgang ist zulässig.
▷ Schutz gewährleistet
▶ Bezugspunkt (GND) des externen Netzteils mit Klemme 15 oder 3/4 des Gerätes verbinden. Andernfalls ist kein Schaltvorgang möglich.
▶ Bei der externen Spannungsversorgung sind die SELV-Kriterien einzuhalten.
7.6 Eingänge

Der Anschluss von mechanischen Schaltkontakten ist nicht empfehlenswert, da diese zum Prellen neigen und Fehlimpulse erzeugen.
Die Klemmen 5 und 7 können für die Sensorversorgung verwendet werden.
7.6.1 Sensor für Überlaufschutz

Für den Überlaufschutz einen Sensor mit Öffnerausgang verwenden (Überlaufschutz ➞ 7).
3-Leiter DC PNP

2-Leiter DC quadronorm

2-Leiter AC/DC

Mechanischer Schalter

BN: Braun (brown)
BU: Blau (blue)
BK: Schwarz (black)
WH: Weiß (white)
7.6.2 Sensor für Trockenlaufschutz

Für den bestimmungsgemäßen Betrieb einen Sensor mit Schließerausgang verwenden (Trockenlaufschutz → 9).
3-Leiter DC PNP

2-Leiter DC quadronorm

2-Leiter AC/DC

Mechanischer Schalter

BN: Braun (brown)
BU: Blau (blue)
BK: Schwarz (black)
WH: Weiß (white)
7.6.3 Enable-Eingang
Das Enable-Signal wird benötigt, um das Gerät zu aktivieren. Es kann direkt von 24 V DC oder von Klemme 5 versorgt werden oder von einem anderen Sensor (z. B. Leckagesensor) gesteuert werden.
Wenn + 24 V DC angelegt sind, ist das Gerät aktiv.
7.7 Ausgänge
Relais- und Transistorausgang haben den gleichen Schaltzustand.
7.7.1 Relaisausgang
Relais für allgemeine Verwendung nach IEC 61010-2-201.

WARNUNG
Keine interne Absicherung des Relaisausgangs
▷ Brandgefahr / Gefahr durch elektrischen Schlag bei Überlast / Kurzschluss möglich
▶ externe Begrenzung / Absicherung auf 6 A nach den gültigen Vorschriften durch den Systemersteller erforderlich
▷ Schutz gewährleistet
▶ Die Kontakte beim Schalten induktiver Lasten entstören, um übermäßigem Verschleiß entgegenzuwirken und die EMV-Norm einzuhalten.

WARNUNG
Anschluss unterschiedlicher AC-Außenleiter an AC-Spannungsversorgung und Relais
▷ Elektrischer Schlag möglich
▶ Für AC-Spannungsversorgung und Relais denselben Außenleiter anschließen.
▷ Schutz gewährleistet

Wird der Relaisausgang zum Schalten sehr kleiner Ströme benutzt (z. B. SPS-Eingänge), können erhebliche Übergangswiderstände auftreten. Für diese Zwecke bei DC den Transistorausgang benutzen.
▶ Den Wechslerkontakt in Abhängigkeit von dem verwendeten Ventil oder der benutzten Pumpe anschließen (Anschluss des Ventils oder der Pumpe 17).
7.7.2 Transistorausgang
Der Transistorausgang benötigt eine externe +24 V DC Versorgung an Klemme 13 (siehe Externe DC-Spannungsversorgung für Eingänge und Transistor-Ausgang ☎ 15).

Der Transistorausgang ist nur für ohmsche Lasten vorgesehen. Keine induktiven Lasten anschließen.
7.7.3 Anschluss des Ventils oder der Pumpe
Bei der Anschaltung des Ventils oder der Pumpe das Arbeitsstromprinzip einhalten. Z. B. Schließerausgang des Gerätes (Klemmen 17/18) an ein Ventil mit Öffnerfunktion anschließen.

Durch das Einhalten des Arbeitsstromprinzips ist im Fall eines Drahtbruchs oder eines Spannungsausfalls der Ein-/Auslauf des Mediums blockiert.
8 Bedien- und Anzeigeelemente

1: LEDs
2: Potentiometer
3: Beschriftungsfeld
8.1 Potentiometer
| Potentiometer | Einstellung |
| Input Delay | Eingangsverzögerung [s](Eingangsverzögerung ➔ 21) |
| Output Delay (factor) | Ausgangsverzögerungsfaktor [sec (x1), min (x1), sec (x2), min (x2)](Ausgangsverzögerungsfaktor ➔ 21) |
| Output Delay (time) | Ausgangsverzögerung(Ausgangsverzögerungszeit ➔ 21) |
8.2 LEDs
| LED | Farbe | Zustand | Beschreibung |
| Power | grün | ein | Spannungsversorgung OK |
| blinkend | Potentiometer Output Delay (factor) in ungültiger Einstellzone | ||
| Input | gelb | ein | Eingangssignal "High" |
| Output | grün | ein | Relais angezogen Transistor leitend |
| blinkend | Ausgangsverzögerung aktiv | ||
| Enable | gelb | ein | Enable-Eingang geschaltet (+ 24 V DC liegt am Enable-Eingang an). Gerät aktiviert. |
Fehlersignale und Diagnose unter Fehlerbehebung ➞ 22
9 Einstellungen
▶ Das stufenlos einstellbare Potentiometer mit einem passenden Schraubendreher einstellen.
9.1 Eingangsverzögerung
Die Eingangsverzögerung bestimmt die minimale Dauer des auszuwertenden stabilen Eingangssignals. Sie schützt vor ungewolltem Schalten aufgrund von Wellen auf der Oberfläche eines Mediums.
Wert: 0...10 s
9.2 Ausgangsverzögerung
Die Ausgangsverzögerung bestimmt die minimale Dauer des Ausgangs im abgefallenen Zustand. Sie schützt den angesteuerten Aktuator (z. B. Pumpe oder Ventil) vor übermäßigem Verschleiß.
Wert: 0...30 s / 0...60 s / 0...30 min / 0...60 min (abhängig vom Ausgangsverzögerungsfaktor und der Ausgangsverzögerungszeit)
9.2.1 Ausgangsverzögerungsfaktor

Abb. 5: Potentiometer "Output Delay (factor)"
□ gültige Einstellzone
■ ungültige Einstellzone
▶ Darauf achten, dass die Einstellung des Potentiometers innerhalb einer gültigen Zone liegt.
▷ Wenn die Einstellung außerhalb einer gültigen Zone liegt, wird das Gerät deaktiviert und Power blinkt.
Wert: sec (x1), min (x1), sec (x2), min (x2)
9.2.2 Ausgangsverzögerungszeit
Wert: 0...30
10 Fehlerbehebung
| LED | Fehler | Fehlerbehebung | |||
| Power | Input | Output | Enable | ||
| ● | ● | ★ | ● | Ausgangsverzögerung ist aktiv | Warten, bis die Ausgangs-verzögerungszeit abgelaufen ist |
| ★ | -- | ○ | -- | Potentiometer "Output Delay (factor)" in ungültiger Einstellzone | Potentiometerstellung kor-rigieren (Ausgangsverzö-gerungsfaktor ➡ 21) |
| Kurzschluss an Sensorver-sorgung | Kurzschluss beseitigen. | ||||
| ★ | -- | ● | -- | Kurzschluss an Transistor-ausgang | Kurzschluss beseitigen. |
| ○ | -- | ○ | ● | Interner Gerätefehler | Service kontaktieren |
Legende:
○ aus
• ein
blinkend
-- beliebig
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
11.1 Wartung
Das Gerät ist wartungsfrei.
11.2 Reinigung der Gehäuseoberfläche
▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.
11.3 Instandsetzung
▶ Das Gerät nur durch den Hersteller instandsetzen lassen. Sicherheitshinweise beachten (→ Sicherheitshinweise).
11.4 Entsorgung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.