LR8000 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LR8000 IFM
CE
Betriebsanleitung
Elektronischer Füllstandsensor
LR8000

DE
Inhalt
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole......4
2 Sicherheitshinweise....4
3 Lieferumfang....5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung....7
4.1 Betrieb mit Monostabsonde 7
4.2 Betrieb mit Koaxialsonde....7
4.3 Einsatzbereich 8
4.3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs 8
5 Funktion....9
5.1 Messprinzip....9
5.2 Gerätemerkmale....10
5.2.1 Einfache Inbetriebnahme....10
5.2.2 Anzeigefunktionen 10
5.2.3 Schaltfunktionen....10
5.2.4 Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstands.... 11
5.2.5 Sonden für unterschiedliche Behälterhöhen.... 11
5.2.6 Sicherer Zustand 11
5.2.7 Binärmodus 12
5.3 IO-Link 13
6 Montage....14
6.1 Einbauort / Einbauumgebung 14
6.1.1 Gerät mit Monostabsonde 14
6.1.2 Gerät mit Koaxialsonde 17
6.2 Montage der Sonde 18
6.2.1 Montage des Sondenstabs....18
6.2.2 Montage des Koaxialrohrs....18
6.3 Kürzen der Sonde....20
6.3.1 Kürzen des Sondenstabs, Bestimmung der Sondenlänge L....20
6.3.2 Kürzen des Koaxialrohrs ....20
6.3.3 Bestimmung der Sondenlänge L bei Verwendung von Koaxialsonden 21
6.4 Einbau des Geräts mit Monostabsonde 21
6.4.1 Einbau in geschlossene Metallbehälter (ohne Flanschplatte) ......22
6.4.2 Einbau in geschlossene Metallbehälter (mit Flanschplatte) ......22
6.4.3 Einbau in offene Behälter 23
6.4.4 Einbau in Kunststoffbehälter....24
6.5 Einbau des Geräts mit Koaxialsonde in Behälter 25
6.6 Ausrichtung des Sensorgehäuses 25
7 Elektrischer Anschluss....26
8 Bedien- und Anzeigeelemente....27
9 Menü....28
9.1 Menüstruktur / Schaltmodus (bin = OFF) 28
9.2 Menüstruktur / Binärmodus (bin = on) 29
9.3 Menü-Erläuterung....30
10 Parametrieren....31
10.1 Parametriervorgang allgemein 31
10.2 Grundeinstellungen (Gerät im Auslieferungszustand) 33
10.2.1 Sondenlänge eingeben....33
10.2.2 Einstellen auf das Medium 33
10.2.3 Verwendete Sondenart einstellen....33
10.3 Anzeige konfigurieren .... 34
10.4 Auswertemodus wählen....34
10.5 Offset einstellen....34
10.6 Ausgangssignale einstellen ....34
10.6.1 Ausgangsfunktion festlegen....34
10.6.2 Schaltgrenzen festlegen (Hysteresefunktion)......35
10.6.3 Schaltgrenzen festlegen (Fensterfunktion)......35
10.6.4 Rückschaltverzögerung einstellen....35
10.6.5 Verhalten der Ausgänge im Fehlerfall festlegen 35
10.6.6 Verzögerungszeit nach Signalverlust einstellen 35
10.7 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen......36
10.8 Grundeinstellungen ändern 36
10.8.1 Sondenlänge neu eingeben....36
10.8.2 Einstellen auf anderes Medium 36
10.8.3 Verwendete Sondenart neu einstellen....36
11 Betrieb....37
11.1 Betriebsanzeigen 37
11.2 Einstellung der Parameter ablesen....37
11.3 Wechsel der Anzeigeeinheit im Run-Modus 37
11.4 Fehleranzeigen 38
11.5 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen 39
12 Technische Daten und Maßzeichnung....39
12.1 Einstellbereiche 39
13 Wartung 40
14 Applikationen 41
14.1 Vorratsbehälter / Füllstandsüberwachung 41
14.2 Vorlage- bzw. Druckerhöhungsbehälter 42
14.3 Hebeanlage 43
15 Werkseinstellung ....44
1 Vorbemerkung
1.1 Verwendete Symbole
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich.

Information
Ergänzender Hinweis.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
- Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
-
Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
-
Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
• Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- In Haushaltsumgebungen kann das Gerät Rundfunkstörungen verursachen. Sollten Störungen auftreten, muss der Anwender durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe sorgen.
- Das Gerät entspricht der Norm EN 61000-6-4 und ist ein Produkt der Klasse A. Die abgestrahlte Energie der Mikrowellen unterschreitet beispielsweise die von Mobilfunktelefonen um ein Vielfaches. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kann der Betrieb des Gerätes als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden.
3 Lieferumfang
• Füllstandsensor LR8000
• Bedienungsanleitung
Für Montage und Betrieb sind zusätzlich notwendig:
• 1 Sondenstab (für Betrieb des Geräts mit Monostabsonde → 4.1)
- zusätzlich 1 Koaxialrohr (für Betrieb des Geräts mit Koaxialsonde → 4.2)
• Montagematerial (ggf. eine Einkoppelplatte → 4.1)
Folgende Komponenten sind als Zubehör lieferbar:
| Sondenstäbe | Länge (cm / inch) | Bestellnummer |
| 15 / 5,9 | E43225 | |
| 24 / 9,5 | E43203 | |
| 30 / 11,8 | E43226 | |
| 45 / 17,7 | E43204 | |
| 50 / 19,7 | E43227 | |
| 70 / 27,6 | E43205 | |
| 100 / 39,4 | E43207 | |
| 120 / 47,2 | E43208 | |
| 140 / 55,1 | E43209 | |
| 160 / 63,0 | E43210 | |
| Koaxialrohre mit Prozessanschluss G3/4 | Länge (cm / inch) | Bestellnummer |
| 24 / 9,5 | E43211 | |
| 30 / 11,8 | E43228 | |
| 45 / 17,7 | E43212 | |
| 50 / 19,7 | E43229 | |
| 70 / 27,6 | E43213 | |
| 100 / 39,4 | E43214 | |
| 120 / 47,2 | E43215 | |
| 140 / 55,1 | E43216 | |
| 160 / 63,0 | E43217 | |
| Koaxialrohre mit Prozessanschluss 3/4 " NPT | Länge (cm / inch) | Bestellnummer |
| 45 / 17,7 | E43218 | |
| 70 / 27,6 | E43219 | |
| 100 / 39,4 | E43220 | |
| 120 / 47,2 | E43223 | |
| 140 / 55,1 | E43224 | |
| 160 / 63,0 | E43221 | |
| Flanschplatten | Größe / Prozessanschluss | Bestellnummer |
| 73 - 90 / G3/4 | E43201 | |
| 65 - 80 / G3/4 | E43202 |

Verwenden Sie ausschließlich Sondenstäbe und Koaxialrohre der ifm electronic gmbh. Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird optimale Funktion nicht gewährleistet.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät erfasst kontinuierlich den Füllstand in Behältern und erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
Es stehen 4 Schaltausgänge zur Verfügung. Sie sind unabhängig voneinander parametrierbar.
4.1 Betrieb mit Monostabsonde
Die Monostabsonde besteht aus einem einzelnen Sondenstab. Der Betrieb mit Monostabsonde ist geeignet zur Erfassung von wässrigen Medien, insbesondere von stark verschmutzten wässrigen Medien.

Zur ordnungsgemäßen Funktion mit Monostabsonde benötigt das Gerät eine ausreichend große Einkoppelplatte aus Metall. Sie ist Voraussetzung dafür, dass der Mikrowellenimpuls mit optimaler Sendeleistung in den Behälter eingekoppelt wird.
Die als Zubehör erhältlichen Flanschplatten sind als Einkoppelplatte nicht ausreichend. Ausschließlich das als "Einkoppelplatte" ausgewiesene Zubehör verwenden. Geeignete Einkoppelplatten: (→ 6.4).
Bei Einbau in geschlossene Metallbehälter dient der Behälterdeckel als Einkoppelplatte. Bei Einbau in offene Metallbehälter, Behälter aus Kunststoff oder Metallbehälter mit Kunststoffdeckeln muss ein ausreichend großes Halteblech, eine metallische Auflage oder Ähnliches verwendet werden (→ 6.4.3 / → 6.4.4).
Bei Betrieb mit Monostabsonde müssen Mindestabstände zu Behälterwänden, Objekten im Behälter, Behälterboden und weiteren Füllstandsen-soren eingehalten werden ( → 6.1.1).
4.2 Betrieb mit Koaxialsonde
Die Koaxialsonde besteht aus einem inneren Sondenstab und einem äußeren Sondenrohr (Koaxialrohr). Der Sondenstab ist im Koaxialrohr durch ein oder mehrere Distanzstücke zentriert.
Bei Betrieb mit Koaxialsonde werden neben wässrigen Medien auch Medien mit niedriger Dielektrizitätskonstante erfasst ( z. B. Öl und ölbasierte Medien).

Bei Betrieb mit Koaxialsonde ist keine Einkoppelplatte erforderlich. Es sind außerdem keine Mindestabstände zu Behälterwänden und Objekten im Behälter erforderlich.
4.3 Einsatzbereich
• Wasser, wasserbasierte Medien
- Öle, ölbasierte Medien (nur bei Betrieb mit Koaxialsonde)
Anwendungsbeispiele:
- Erfassung von Kühlschmieremulsion in einer Werkzeugmaschine.
- Erfassung von Reinigungsflüssigkeit in einer Teile-Reinigungsanlage.
- Überwachung von Hydrauliköl in einem Hydraulikaggregat (nur bei Betrieb mit Koaxialsonde).
4.3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs

Bei folgenden Medien können Fehlmessungen oder Signalverlust auftreten:
- Stark absorbierende Oberflächen (z. B. Schaum).
- Stark sprudelnde Oberflächen.
- Medien, die stark inhomogen sind, sich entmischen und dadurch Trennschichten ausbilden (z. B. Öl auf Wasser).
▶ Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
▶ Einbau in beruhigtem Bereich ( → 6.1).
▷ Bei Signalverlust zeigt das Gerät [E.033] im Display und schaltet die Ausgänge in einen definierten Zustand ( → 11.5).
• Das Gerät ist nicht geeignet für Schüttgüter (z. B. Kunststoffgranulate).
- Soll das Gerät in Säuren oder Laugen, im Hygiene- oder Galvanikbereich eingesetzt werden: Vorher die Verträglichkeit der Produktwerkstoffe (→ Technisches Datenblatt) mit den zu überwachenden Medien prüfen.
- Das Gerät ist nicht geeignet für Anwendungen, bei denen die Sonde anhaltender und starker mechanischer Belastung ausgesetzt ist (z. B. stark bewegte pastöse Medien oder stark strömende Medien).
- Bei Betrieb mit Monostabsonde: Vorzugsweise in Metallbehältern verwenden. Bei Einbau in Kunststoffbehälter kann es zur Beeinträchtigung durch elektromagnetische Störungen kommen (Störfestigkeit nach EN61000-6-2). Abhilfe: → 6.4.4.
- Bei Betrieb mit Monostabsonde und kleinen Behältern (Stablängen kürzer 200 mm und weniger als 300 mm Abstand zur Behälterwand) kann es in seltenen Fällen zu Störeinflüssen durch den Behälter (Resonanzen) kommen. Abhilfe: (→ 6.1.1).
- Bei Betrieb mit Koaxialsonde: Nicht geeignet für verschmutzte oder zähflüssige Medien und Medien, die zu Ansatzbildung neigen. Maximale Viskosität: 500 mPa · s.
5 Funktion
5.1 Messprinzip
| Abb. 5-1 | Abb. 5-2 |
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Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip der geführten Mikrowelle. Es misst den Füllstand mit Hilfe elektromagnetischer Impulse im Nanosekundenbereich.
Die Impulse werden vom Kopf des Sensors ausgesendet und entlang des Son- denstabs geführt (Abb. 5-1). Treffen sie auf das zu detektierende Medium, werden sie reflektiert und zum Sensor zurückgeführt (Abb. 5-2). Die Zeitdauer zwischen Senden und Empfangen des Impulses ist ein direktes Maß für die zurückgelegte Distanz (D) und somit für den aktuellen Füllstand. Bezugsebene für Distanzmessung ist die ▶ Unterkante des Prozessanschlusses.

Die Abbildungen zeigen den Betrieb mit Monostabsonde. Bei Betrieb mit Koaxialsonde verläuft die Mikrowelle ausschließlich innerhalb des Koaxialrohrs.
5.2 Gerätemerkmale
5.2.1 Einfache Inbetriebnahme
- Wird das Gerät erstmals mit Betriebsspannung versorgt, müssen die Sondenlänge, das zu erfassende Medium und die verwendete Sondenart eingegeben werden. Danach ist das Gerät betriebsbereit ( → 10.2).
- Bei Bedarf können Parameter für die Ausgangssignale und zur Optimierung der Überwachungsfunktionen eingestellt werden (→ 10.3 bis → 10.5).
- Alle Einstellungen können auch vor dem Einbau des Gerätes vorgenommen werden.
- Rücksetzen auf Auslieferungszustand möglich.
- Elektronisches Schloss zur Verhinderung unbeabsichtigter Bedienvorgänge einstellbar.
5.2.2 Anzeigefunktionen
Das Gerät zeigt den aktuellen Füllstand im Display an, wahlweise in cm, inch oder in Prozent des Messbereichsendwerts. Werkseinstellung: cm. Die Anzeigeeinheit wird durch Programmierung festgelegt ( → 10.3). Im Run-Modus kann vorübergehend zwischen Längenanzeige (cm / inch) und Prozentwert gewechselt werden:
▶ Kurz [Set] drücken.
▷ Die gewählte Anzeige wird für 30 s angezeigt, die zugehörige LED leuchtet auf. Jeder Tastendruck wechselt die Art der Anzeige.
Die eingestellte Maßeinheit und der Schaltzustand der Ausgänge werden durch LEDs angezeigt.
5.2.3 Schaltfunktionen
Das Gerät signalisiert das Erreichen oder Unterschreiten eingestellter Füllstand-Grenzwerte durch 4 Schaltausgänge OUT1... OUT4. Für jeden Ausgang sind folgende Schaltfunktionen wählbar:
- Hysteresefunktion / Schließer (Abb. 5-3): [OUx] = [Hno].
- Hysteresefunktion / Öffner (Abb. 5-3): [OUx] = [Hnc].

Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann im gewünschten Abstand der Rückschaltpunkt (rPx)
- Fensterfunktion / Schließer (Abb. 5-4): [OUx] = [Fno].
- Fensterfunktion / Öffner (Abb. 5-4): [OUx] = [Fnc].
| Abb. 5-3 | Abb. 5-4 |
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L = Füllstand; HY = Hysterese; FE = Fenster
- Für jeden Schaltausgang kann eine Rückschaltverzögerung von maximal 60 s eingestellt werden (z. B. für besonders lange Pumpzyklen).
5.2.4 Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstands
Der Bereich zwischen Behälterboden und Unterkante der Sonde kann als Offset [OFS] eingegeben werden. Dadurch beziehen sich Anzeige und Schaltpunkte auf den realen Füllstand.
5.2.5 Sonden für unterschiedliche Behälterhöhen
- Das Gerät ist in unterschiedlichen Behältergrößen einsetzbar. Dazu stehen Sonden mit verschiedenen Längen zur Verfügung. Zur Anpassung an die Behälterhöhe kann jede Sonde gekürzt werden. Die minimale Sondenlänge ist 10 cm, die maximale Sondenlänge 160 cm.
- Sonde und Gehäuse sind uneingeschränkt drehbar. Dies ermöglicht problemlose Montage und Ausrichtung des Gerätekopfs nach der Montage.
5.2.6 Sicherer Zustand
- Für jeden Ausgang ist ein sicherer Zustand im Fehlerfall definierbar.
- Wird ein Gerätefehler erkannt oder unterschreitet die Signalgüte einen Mindestwert, gehen die Ausgänge in den "sicheren Zustand". Das Verhalten der Ausgänge für diesen Fall ist einstellbar mit Hilfe der Parameter [FOU1]... [FOU4].
- Vorübergehender Signalverlust, verursacht z. B. durch Turbulenz oder Schaumbildung, kann durch eine Verzögerungszeit ausgeblendet werden (→ 10.6.6 [dFo]). Während der Verzögerungszeit wird der letzte Messwert eingefroren. Wird das Messsignal innerhalb der Verzögerungszeit wieder mit ausreichender Stärke empfangen, arbeitet das Gerät weiter im Normalbetrieb. Wird es dagegen innerhalb der Verzögerungszeit nicht wieder mit ausreichender Stärke empfangen, gehen die Ausgänge in den sicheren Zustand.

Bei starker Schaumbildung und Turbulenzen Beispiele zur Schaffung eines beruhigten Bereichs beachten ( → 6.1.2).
5.2.7 Binärmodus
Im Binärmodus geben die Ausgänge OUT1... OUT4 den Füllstand im 8-4-2-1 Binärcode aus. Damit steht eine Quasi-Analogauswertung zur Verfügung mit einer Auflösung von 15 Stufen (ca. 6,6%) des aktiven Bereichs (A).
Unterhalb des Sondenstabs und in Bereich I2 wird das Binärwort 0000 ausgegeben (Stufe 0). Im aktiven Bereich (A) werden die Stufen 1...15 durchlaufen und die Ausgänge nehmen die dargestellten Zustände ein. Wird der aktive Bereich überschritten (Bereich I1), wird weiterhin der Wert der Stufe 15 (Binärwort 1111) ausgegeben.

Zu den Bereichen A, I1 und I2 → Technisches Datenblatt.
5.3 IO-Link
Allgemeine Informationen
Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, welche für den Betrieb eine IO-Link-fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.
Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren. Des Weiteren ist die Kommunikation über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einem USB-Adapterkabel möglich.
Weitere Informationen zu IO-Link stehen unter www.ifm.com zur Verfügung.
Gerätespezifische Informationen
Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameter-adressen sind abrufbar unter www.ifm.com.
Parametrierwerkzeuge
Alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link-Hardware und Software werden unter www.ifm.com bereitgestellt.
6 Montage
6.1 Einbauort / Einbauumgebung
- Einbau des Gerätes vorzugsweise senkrecht von oben.
6.1.1 Gerät mit Monostabsonde
- Das Gerät benötigt zur sicheren Funktion eine Einkoppelplatte (→ 6.4).
- Der Sondenstab muss folgende Mindestabstände einhalten zu Behälterwänden, Objekten im Behälter (B), Behälterboden und weiteren Füllstandsensoren:

- Bei nicht geraden Behälterwänden, Absätzen, Verstrebungen oder sonstigen Einbauten muss ein Abstand von 50 mm zur Behälterwand eingehalten werden.
- Beim Betrieb des Gerätes in kleinen Behältern (Stablängen kürzer 200 mm und weniger als 300 mm Abstand zur Behälterwand) das Gerät außermittig (exzentrisch) montieren, um eventuellen Störeinflüssen durch Behälterresonanzen vorzubeugen.
- Bei Sondenlängen > 70 cm kann der Sondenstab durch Bewegung des Mediums in erheblichem Maße seitlich ausgelenkt werden. Um zu vermeiden, dass er in solchen Fällen die Behälterwand oder Einbauten berührt, sollten die Mindestabstände erhöht werden.
Richtwerte:
| Sondenlänge | Abstand zu Behälterwand oder Einbauten |
| 70...100 cm | 100 mm |
| 100...160 cm | 180 mm |
- ▶ Bei starker Verschmutzung des Mediums besteht die Gefahr der Brückenbildung zwischen Sondenstab und Behälterwand oder Einbauten. Um Fehlmessungen zu vermeiden: Erhöhte Mindestabstände entsprechend Art und Intensität der Verschmutzung einhalten.
- Bei Einbau in Rohren gilt:
- Der Rohr-Innendurchmesser (d) muss mindestens 100 mm betragen (Abb. 6-1).
- Das Gerät nach Möglichkeit außermittig (exzentrisch) montieren.
- Das Gerät nur in metallische Rohre einbauen.
- Bei Einbau in Stutzen gilt:
- Der Durchmesser des Stutzens (d) muss mindestens 60 mm betragen (Abb. 6-2).
- Die Stutzenhöhe (h) darf 40 mm nicht überschreiten (Abb. 6-2).

Trotz der Möglichkeit des Einbaus in Stutzen das Gerät möglichst in planen Behälterdeckeln einbauen! Stutzen beeinträchtigen die Abstrahlung der Mikrowelle.
| Abb. 6-1 | Abb. 6-2 |
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- Gerät nicht in unmittelbarer Nähe einer Befüllöffnung montieren (Abb. 6-3). Nach Möglichkeit ein Befüllrohr (A) in den Behälter einbauen (Abb. 6-4). Mindestabstand zwischen Befüllrohr und Sondenstab = 50 mm; bei Sondenlängen ▷ 70 cm und bei hoher Verschmutzung entsprechend höher (→ 6.1.1).
| Abb. 6-3 | Abb. 6-4 |
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Zur Vermeidung von Fehlmessungen bei starker Schaumbildung und Turbulenzen:
▶ Sensor nach Möglichkeit in einem beruhigten Bereich montieren.
Beispiele zur Schaffung eines beruhigten Bereichs:
- Koaxialsonde verwenden (nur bei sauberen, dünnflüssigen Medien)
- Einbau in Bypass oder Schwallrohr (siehe Abb. 6-5)
- Abtrennung des Einbauorts durch Bleche / Lochbleche (ohne Abb.)

Mindestduchmesser von Bypass und Schwallrohr: d = 100 mm.
Der obere Zugang zum beruhigten Bereich (Abb. 6-5: A / B) muss oberhalb des maximalen Füllstands liegen. Der untere Zugang (Abb. 6-5: C / D) oder ein Bereich mit Lochblech etc. muss unterhalb des minimalen Füllstands liegen. Damit wird verhindert, dass Schaum und Turbulenzen den Sensorbereich beeinträchtigen. Bei Verwendung von Lochblechen oder Ähnlichem kann darüber hinaus Verschmutzungen (z. B. durch Metallspäne, Partikel, ...) entgegengewirkt werden.
Abb. 6-5

6.1.2 Gerät mit Koaxialsonde
- Es sind keine Mindestabstände zur Behälterwand und zu Einbauten (B) notwendig.
- Mindestabstand zum Behälterboden: 10 mm.
- Die Entlüftungsöffnung (A) darf nicht durch Montageelemente oder Ähnliches abgedeckt werden.
- Gerät nicht in unmittelbarer Nähe einer Befüllöffnung montieren. Es darf kein Strahlwasser in die Öffnungen des Koaxialrohres gelangen.

- Bei Schaumbildung ist zu beachten: Die Belüftungsöffnung des Koaxialrohrs muss oberhalb des maximalen Füllstands liegen. Die Unterkante des Koaxialrohrs muss unterhalb des minimalen Füllstands liegen.
6.2 Montage der Sonde
Sondenstab und Koaxialrohr sind nicht im Lieferumfang enthalten. Sie müssen separat bestellt werden ( → 3 Lieferumfang).
6.2.1 Montage des Sondenstabs
Zum Befestigen des Sondenstabs:
▶ Sondenstab an das Gerät anschrauben und festziehen.

Empfohlenes Anzugsmoment: 4 Nm.
Zur leichteren Montage und Demontage ist der Stabanschluss uneingeschränkt drehbar. Auch bei mehrfacher Drehung wird das Gerät nicht beschädigt.

Bei hoher mechanischer Beanspruchung (starke Vibration, bewegte pastöse Medien) kann es notwendig sein, die Schraubverbindung zu sichern, z. B. durch Schraubensicherungslack.

Stoffe wie Schraubensicherungslack können ins Medium übergehen. Deren Unbedenklichkeit ist zu prüfen!
Bei Einsatz mechanischer Sicherungsmittel (z. B. Zahnscheibe) sind überstehende Kanten zu vermeiden. Sie können Störreflexionen erzeugen.
6.2.2 Montage des Koaxialrohrs
Dieses Unterkapitel ist nur dann relevant, wenn das Gerät mit Koaxialsonde betrieben werden soll.

Koaxialrohr und Sondenstab müssen die gleiche Endlänge haben. Das Koaxialrohr kann gekürzt werden ( → 6.3.2).
▶ Sondenstab an das Gerät anschrauben und festziehen. Empfohlenes Anzugsmoment: 4 Nm.
▶ Dichtung des Sensors (A) auf das Montagegewinde schieben.
▶ Koaxialrohr (B) über den Sondenstab schieben. Sorgfältig zentrieren und Sondenstab vorsichtig durch das Zentrierstück (C) – bei Längen > 140 cm durch die beiden Zentrierstücke – des Koaxialrohrs schieben. Zentrierstücke nicht beschädigen.
▶ Auf das Montagegewinde des Sensors aufschrauben und festziehen.

6.3 Kürzen der Sonde
6.3.1 Kürzen des Sondenstabs, Bestimmung der Sondenlänge L
Der Sondenstab kann zur Anpassung an unterschiedliche Behälterhöhen gekürzt werden.

Niemals die minimal zulässige Sondenlänge ( Lmin ) von 10 cm unterschreiten! Sondenlängen unter 10 cm werden vom Gerät nicht unterstützt.
Wird dennoch eine kürzere Sondenlänge verwendet, können Messfehler auftreten.
Folgendermaßen vorgehen:
▶ Sondenstab an das Gerät schrauben.
▶ Gewünschte Länge (L) auf dem Stab markieren. Bezugspunkt ist die ▶ Unterkante des Prozessanschlusses.
▶ Sondenstab vom Gerät abschrauben.
▶ Sondenstab an der Markierung kürzen.
▶ Alle Grate und scharfen Kanten entfernen.
▶ Sondenstab wieder an das Gerät anschrauben und festziehen. Empfohlenes Anzugsmoment: 4 Nm.
▶ Sondenlänge L genau messen, Wert notieren. Er muss beim Parametrieren des Geräts eingegeben werden ( → 10.2).

Lmin=10cm
6.3.2 Kürzen des Koaxialrohrs
Koaxialrohr und Sondenstab müssen die gleiche Endlänge haben:



Abb. 6-6
▶ Befestigungsklammer und Zentrierstück (A, B) entfernen.
▶ Koaxialrohr auf die gewünschte Länge kürzen: LK = L + 9 mm.
▶ Nach dem Kürzen muss noch mindestens eine Bohrung (C) zur Aufnahme der Befestigungsklammer vorhanden sein.
▶ Alle Grate und scharfen Kanten entfernen.
▶ Zentrierstück (A) am unteren Rohrende einsetzen und mit der Befestigungsklammer (B) in der untersten Bohrung (C) befestigen.


LK = Länge des Koaxialrohrs L = Länge des Sondenstabs ab Unterkante des Prozessanschlusses (→ 6.3.1)
6.3.3 Bestimmung der Sondenlänge L bei Verwendung von Koaxialsonden
Nur relevant, wenn die Länge des Sondenstabs L ( → 6.3.1) nicht bekannt ist:
▶ Gesamtlänge LK des Koaxialrohrs genau messen ( → Abb. 6-6, rechts).
▶ Von der Gesamtlänge des Koaxialrohrs 9 mm abziehen: LK - 9 mm = L
▶ Wert L notieren. Er muss beim Parametrieren des Geräts eingegeben werden ( → 10.2).
6.4 Einbau des Geräts mit Monostabsonde

Zur ordnungsgemäßen Funktion beim Betrieb mit Monostabsonde benötigt das Gerät eine ausreichend große Einkoppelplatte aus Metall. Sie ist Voraussetzung dafür, dass der Mikrowellenimpuls mit optimaler Sendeleistung in den Behälter eingekoppelt wird.
Bei Einbau in geschlossene Metallbehälter dient der Behälterdeckel als Einkoppelplatte (R in Abb. 6-7 und 6-11). Hier sind 2 Einbauarten möglich:
- Einschrauben in einen Prozessanschluss G 3/4 im Behälterdeckel (→ 6.4.1).
- Einbau in den Behälterdeckel mit Hilfe einer Flanschplatte, z. B. bei dünnwandigen Behältern (→ 6.4.2).
Weiterhin ist der Einbau in offene Behälter ( → 6.4.3) und in Kunststoffbehälter möglich ( → 6.4.4).
6.4.1 Einbau in geschlossene Metallbehälter (ohne Flanschplatte)
| Abb. 6-7 | Abb. 6-8 | Abb. 6-9 |
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Unterkante des Prozessanschlusses sollte bündig mit der Montageumgebung abschließen (Abb. 6-7).
▶ Unbündigen Einbau vermeiden (Abb. 6-8).
▶ Wenn nötig Dichtungen oder Unterlegscheiben (D in Abb. 6-9) benutzen, um die passende Höhe zu erreichen.
▶ Bei dickwandigen Behältern ausreichende Vertiefungen vorsehen, um einen bündigen Abschluss zu gewährleisten.
6.4.2 Einbau in geschlossene Metallbehälter (mit Flanschplatte)

Flanschplatten gehören nicht zum Lieferumfang. Sie müssen separat bestellt werden ( → 3 Lieferumfang).
| Abb. 6-10 | Abb. 6-11 |
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▶ Eine Bohrung im Behälterdeckel anbringen. Sie muss einen Mindestdurchmesser (d) haben, um eine ausreichende Einkopplung des Messsignals zu ermöglichen (Abb. 6-10). Der Durchmesser hängt ab von der Wandstärke des Behälterdeckels:
| Wandstärke [mm] | 1...5 | 5...8 | 8...11 |
| Bohrungsdurchmesser [mm] | 35 | 45 | 55 |
▶ Flanschplatte mit der planen Fläche zum Behälter montieren und mit geeigneten Schrauben befestigen.

Zwischen Flanschplatte und Behälter kann eine Dichtung (B in Abb. 6-11) eingesetzt werden. Bei einigen Flanschplatten wird eine Dichtung mitgeliefert.
▶ Für Sauberkeit und Planheit der Dichtflächen sorgen; insbesondere, wenn der Behälter unter Druck steht. Befestigungsschrauben ausreichend festziehen.
▶ Gerät mit Prozessanschluss in die Flanschplatte einschrauben und fest anziehen.
▶ Darauf achten, dass die mitgelieferte Gerätedichtung (A in Abb. 6-11) an ihrem Platz ist.
6.4.3 Einbau in offene Behälter
▶ Bei Einbau in offene Behälter das Gerät mit Hilfe einer metallischen Halterung montieren, sie dient als Einkoppelplatte (R); Mindestgröße: 150 x 150 mm bei einer quadratischen Halterung, 150 mm Durchmesser bei einer kreisförmigen Halterung (→ Zubehör).
▶ Gerät möglichst mittig auf der Halterung montieren. Der Abstand D2 darf 40 mm nicht unterschreiten, bei Sondenlängen > 70 cm und bei hoher Verschmutzung entsprechend höher (→ 6.1.1):

Unterkante des Prozessanschlusses sollte bündig mit der Montageumgebung abschließen (vgl. Abb. 6-7).
▶ Unbündigen Einbau vermeiden (vgl. Abb. 6-8).
▶ Wenn nötig Dichtungen oder Unterlegscheiben (vgl. D in Abb. 6-9) benutzen, um die passende Höhe zu erreichen.
6.4.4 Einbau in Kunststoffbehälter

Um eine ausreichende Einkopplung des Messsignals zu ermöglichen, bei Einbau in Kunststoffbehälter oder Metallbehälter mit Kunststoffdeckel beachten:
▶ Im Kunststoffdeckel muss eine Bohrung mit einem Mindestdurchmesser von 150 mm vorhanden sein.
▶ Zur Montage des Geräts muss eine metallische Flanschplatte (= Einkoppelplatte, R) verwendet werden, die die Bohrung ausreichend überdeckt (→ Zubehör).
▶ Mindestabstand (= 80 mm) zwischen Sondenstab und Behälterwand gewährleisten, bei Sondenlängen > 70 cm und bei hoher Verschmutzung entsprechend höher (→ 6.1.1).

Bei Einbau in Kunststoffbehälter kann es zur Beeinträchtigung durch elektromagnetische Störungen kommen. Abhilfe:
- Aufkleben einer Metallfolie an der Außenseite des Behälters.
- Anbringen eines Abschirmbleches zwischen dem Füllstandsensor und anderen elektronischen Geräten.
- Der Betrieb mit Koaxialsonde schützt das Gerät wirksam gegen elektromagnetische Störungen. Beachten Sie aber die Beschränkungen des Einsatzbereichs ( → 4.3).
6.5 Einbau des Geräts mit Koaxialsonde in Behälter
▶ Prozessanschluss abdichten:
- Bei Rohren mit Prozessanschluss G 3/4 : Die mitgelieferte Dichtung auf das Montagegewinde des Koaxialrohres schieben.
- Bei Rohren mit Prozessanschluss 3/4 " NPT: Geeignetes Dichtungsmaterial (z. B. Teflonband) anbringen.
▶ Gerät mit Koaxialrohr in Behälter einschrauben und festziehen.
6.6 Ausrichtung des Sensorgehäuses

Nach der Montage kann das Sensorgehäuse ausgerichtet werden. Es ist uneingeschränkt verdrehbar. Auch bei einer mehrfachen Drehung wird das Gerät nicht beschädigt.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


| Pin / Belegung | Adernfarben | |
| bei ifm-Kabeldosen | bei Kabeldosen nach DIN 47100 | |
| 1 L+ | braun | weiß |
| 2 OUT2 (Schaltausgang 2) | weiß | braun |
| 3 L- | blau | grün |
| 4 OUT1 / IO-Link | schwarz | gelb |
| 5 OUT3 (Schaltausgang 3) | grau | grau |
| 6 OUT4 (Schaltausgang 4) | rosa | rosa |
| 7 nicht belegt | violett | blau |
Steckverbindungen 8-polig auf Steckverbindungen 4-polig sind als Zubehör lieferbar:
- Bestell-Nr. E11228 (Y-Verbindungskabel)
- Bestell-Nr. E11627 (T-Verteiler)
8 Bedien- und Anzeigeelemente

| 1 bis 8: Indikator-LEDs |
| - LED 1: grün = Anzeige des Füllstands in cm. - LED 2: grün = Anzeige des Füllstands in inch. - LED 3: grün = Anzeige des Füllstands in % des Messbereichsendwerts. - LED 4: nicht belegt. - LED 5: gelb = Ausgang 4 ist geschaltet. - LED 6: gelb = Ausgang 3 ist geschaltet. - LED 7: gelb = Ausgang 2 ist geschaltet. - LED 8: gelb = Ausgang 1 ist geschaltet. |
| 9: Alphanumerische Anzeige, 4-stellig |
| - Anzeige des aktuellen Füllstands. - Betriebs- und Fehleranzeigen. - Anzeige der Parameter und Parameterwerte. |
| 10: Taste Set |
| - Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). - Wechsel zwischen cm/inch-Anzeige und Prozentanzeige im normalen Arbeitsbetrieb (Run-Modus). |
| 11: Taste Mode/Enter |
| - Wahl der Parameter und Bestätigen der Parameterwerte. |
9 Menü
9.1 Menüstruktur / Schaltmodus (bin = OFF)

9.2 Menüstruktur / Binärmodus (bin = on)
9.3 Menü-Erläuterung
| SP1/rP1 | Oberer / unterer Grenzwert für Füllstand, bei dem OUT1 schaltet. |
| FH1/FL1 | Obere / untere Grenze für den Gutbereich (überwacht von OUT1). |
| SP2/rP2 | Oberer / unterer Grenzwert für Füllstand, bei dem OUT2 schaltet. |
| FH2/FL2 | Obere / untere Grenze für den Gutbereich (überwacht von OUT2). |
| SP3/rP3 | Oberer / unterer Grenzwert für Füllstand, bei dem OUT3 schaltet. |
| FH3/FL3 | Obere / untere Grenze für den Gutbereich (überwacht von OUT3). |
| SP4/rP4 | Oberer / unterer Grenzwert für Füllstand, bei dem OUT4 schaltet. |
| FH4/FL4 | Obere / untere Grenze für den Gutbereich (überwacht von OUT4). |
| OUx | Ausgangsfunktion für OUTx:Schaltsignal für die Füllstand-Grenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc]. |
| OFS | Offset-Wert für Füllstandmessung |
| EF | Erweiterte Funktionen / Öffnen der Menü-Ebene 2. |
| rES | Werkseinstellung wieder herstellen. |
| dr1 | Rückschaltverzögerung für OUT1. Der Menüpunkt ist nur aktiv wenn OU1 = Hno oder Hnc. |
| dr2 | Rückschaltverzögerung für OUT2. Der Menüpunkt ist nur aktiv wenn OU2 = Hno oder Hnc. |
| dr3 | Rückschaltverzögerung für OUT3. Der Menüpunkt ist nur aktiv wenn OU3 = Hno oder Hnc. |
| dr4 | Rückschaltverzögerung für OUT4. Der Menüpunkt ist nur aktiv wenn OU4 = Hno oder Hnc. |
| FOUx | Verhalten von OUTx im Fehlerfall. |
| dFo | Verzögerungszeit für Schaltverhalten OUTx im Fehlerfall. |
| Uni | Maßeinheit (cm oder inch). |
| SELd | Art der Anzeige. |
| LEnG | Länge der Sonde. |
| MEdl | Zu erfassendes Medium. |
| Prob | Verwendete Sondenart (Monostabsonde oder Koaxialsonde). Der Menüpunkt ist nur aktiv wenn MEdl = HIGH. |
| bin | Umschalten zwischen Schaltmodus und Binärmodus. |
10 Parametrieren
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät intern im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit den bestehenden Parametern weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.
10.1 Parametriervorgang allgemein
Jede Parametereinstellung benötigt 3 Schritte:
| 1 | Parameter wählen ▶ [Mode/Enter] drücken, bis gewünschter Parameter angezeigt wird. | ![]() |
| 2 | Parameterwert einstellen ▶ [Set] drücken und festhalten. ▷ Aktueller Einstellwert des Parameters wird 5 s lang blinkend angezeigt. ▷ Nach 5 s: Einstellwert wird verändert: Schrittweise durch Einzeldruck oder fortlaufend durch Dauerdruck. | ![]() |
| Zahlenwerte werden fortlaufend erhöht. Soll der Wert verringert werden: Anzeige bis zum maximalen Einstellwert laufen lassen. Danach beginnt der Durchlauf wieder beim minimalen Einstellwert. | ||
| 3 | Parameterwert bestätigen ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ Der Parameter wird wieder an-gezeigt. Der neue Einstellwert ist gespeichert. | ![]() |
| Weitere Parameter einstellen: ▶ Wieder beginnen mit Schritt 1. | ||
| Parametrierung beenden: ▶ [Mode/Enter] so oft drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird oder 30 s warten. ▷ Das Gerät geht in den Arbeitsbetrieb zurück. | ||

Wird [S. Loc] angezeigt → 11.1 Betriebsanzeigen.
• Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2:
| ▶ [Mode/Enter] drücken, bis [EF] angezeigt wird. | ![]() |
| ▶ Kurz [Set] drücken. ▷ Der erste Parameter des Untermenüs wird angezeigt (hier: [res]). | ![]() |
- Verriegeln / entriegeln
Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden:
| ▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist. ▶ [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken. ▷ [Loc] wird angezeigt. | ![]() |
| Während des Betriebs: > [Loc] wird kurzzeitig angezeigt, wenn versucht wird, Parame-terwerte zu ändern. | |
| Zum Entriegeln: ▶ [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken. ▷ [uLoc] wird angezeigt. | ![]() |
Auslieferungszustand: Nicht verriegelt.
- Timeout:
Wird während der Einstellung eines Parameters 30 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Arbeitsbetrieb zurück.
10.2 Grundeinstellungen (Gerät im Auslieferungszustand)
Befindet sich das Gerät im Auslieferungszustand, müssen zunächst die Grundeinstellungen eingegeben werden. Das vollständige Parametriermenü ist erst nach diesem Vorgang zugänglich.

Werden falsche Grundeinstellungen eingegeben, kann es zu Fehlfunktionen kommen.
10.2.1 Sondenlänge eingeben
| ▶ Betriebsspannung anlegen.> Initialanzeige ≡≡≡ erscheint. ▶ [LEnG] wählen, 5 s lang [Set] drücken. ▷ [nonE] wird angezeigt. ▶ Sondenlänge in cm einstellen. Hinweise zur Bestimmung der Sonden-länge → 6.3.1 (Monostabsonden) oder → 6.3.3 (Koaxialsonden). ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. | LEnG |
10.2.2 Einstellen auf das Medium
| ▶ [MEdI] wählen, 5 s lang [Set] drücken. ▷ [nonE] wird angezeigt. ▶ Gewünschten Wert einstellen:- [HIGH] für Wasser und wasserbasierte Medien.- [LOW] für Öle und ölbasierte Medien. Hinweis: Führen Sie im Zweifelsfall einen Applikationstest durch, um die für Ihr Medium am besten geeignete Einstellung sicherzustellen. | MEdI |
10.2.3 Verwendete Sondenart einstellen
| ▶ [Prob] wählen, 5 s lang [Set] drücken. ▷ [nonE] wird angezeigt. ▶ Gewünschten Wert einstellen:- [rod] für Monostabsonde.- [COAX] für Koaxialsonde. Die Erfassung von Wasser und wasserbasierten Medien ist sowohl mit der Monostabsonde als auch mit der Koaxialsonde möglich. Die Erfassung von Ölen und ölbasierten Medien ist nur mit der Koaxialsonde möglich. Daher ist bei der Einstellung [MEdI] = [LOW] für den Parameter [Prob] der Wert [COAX] voreingestellt; der Wert [rod] ist nicht verfügbar. | Prob |
Danach geht das Gerät in den Betriebsmodus. Zur weiteren Parametrierung kann das Menü aufgerufen werden. Auch die Parameter [LEnG], [MEdI] und [Prob] können wie jeder andere Parameter gezielt aufgerufen und geändert werden.
10.3 Anzeige konfigurieren
| ▶ [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen: [cm], [inch]. Werkseinstellung: cm. ▶ [SELd] wählen und Art der Anzeige einstellen:- [L] = Der Füllstand wird in cm oder inch angezeigt.- [L%] = Der Füllstand wird in Prozent des Messbereichsendwerts angezeigt- [OFF] = Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet. Bei Druck auf eine der Tasten wird 30 s lang der aktuelle Messwert angezeigt. Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. | UniSELD |
10.4 Auswertemodus wählen
| ▶ [bin] wählen und Modus einstellen:[OFF] = Schaltmodus (= Auslieferungszustand),[on] = Binärmodus. Im Binärmodus sind die Schaltparameter SPx, rPx, OUx und drx nicht verfügbar. | b in |
10.5 Offset einstellen
| ▶ [OFS] wählen und den Abstand zwischen Behälterboden und Unterkante der Sonde eingeben. Danach beziehen sich Anzeige und Schaltpunkte auf den realen Füllstand. Werkseinstellung: [OFS] = 0. Achtung: [OFS] einstellen, bevor die Schaltgrenzen (SPx/FHx, rPx/FLx) festgelegt werden. Andernfalls verschieben sich die Schaltgrenzen um den eingestellten Offset. | OFS |
10.6 Ausgangssignale einstellen
10.6.1 Ausgangsfunktion festlegen
| ▶ [OU1] ... [OU4] wählen und Schaltfunktion einstellen:[Hno] = Hysteresefunktion/Schließer,[Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner,[Fno] = Fensterfunktion/Schließer,[Fnc] = Fensterfunktion/Öffner. Hinweis: Wird der obere Schaltpunkt als Überfüllsicherung verwendet, wird die Einstellung OUx = Hnc (Öffnerfunktion) empfohlen. Durch das Ruhe-stromprinzip wird sichergestellt, dass auch Drahtbruch oder Kabelabriss erkannt werden. | OU1... OU4 |
10.6.2 Schaltgrenzen festlegen (Hysteresefunktion)
| ▶ Sicherstellen, dass für den betreffenden Ausgang [OUx] die Funktion [Hno] oder [Hnc] eingestellt ist. ▶ [SP1] ... [SP4] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | SP1... SP4 |
| ▶ [rP1] ... [rP4] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.rPx ist stets kleiner als SPx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für SPx liegen. | rP1...rP4 |
10.6.3 Schaltgrenzen festlegen (Fensterfunktion)
| ▶ Sicherstellen, dass für den betreffenden Ausgang [OUx] die Funktion [Fno] oder [Fnc] eingestellt ist. ▶ [FH1] ... [FH4] wählen und obere Grenze des Gutbereichs einstellen. | FH1... FH4 |
| ▶ [FL1] ... [FL4] wählen und untere Grenze des Gutbereichs einstellen. FLx ist stets kleiner als FHx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für FHx liegen. | FL1... FL4 |
10.6.4 Rückschaltverzögerung einstellen
| ▶ [dr1] ... [dr4] wählen und Wert zwischen 0,2 und 60 s einstellen. Bei 0,0 (= Werkseinstellung) ist die Verzögerungszeit nicht aktiv. Die Rückschaltverzögerung ist nur wirksam, wenn als Schaltfunktion Hyste-rese eingestellt wurde (OUx = Hno oder Hnc). | dr-1...dr-4 |
10.6.5 Verhalten der Ausgänge im Fehlerfall festlegen
| ▶ [FOU1] ... [FOU4] wählen und Wert festlegen:[on] = Ausgang schaltet im Fehlerfall Ein. [OFF] = Ausgang schaltet im Fehlerfall Aus. Werkseinstellung: [FOU1] ... [FOU4] = [OFF]. Als Fehlerfall gelten: Hardwaredefekt, zu geringe Signalgüte, untypischer Füllstandsverlauf. Übervoll gilt nicht als Fehler. | FOU1... FOU4 |
10.6.6 Verzögerungszeit nach Signalverlust einstellen
| ▶ [dFo] wählen und Wert zwischen 0,2 und 5,0 s einstellen. Bei 0,0 (= Werkseinstellung) ist die Verzögerungszeit nicht aktiv. Beachten Sie die Dynamik Ihrer Anwendung. Bei schnellen Füllstandsänderungen empfiehlt sich eine schrittweise Anpassung des Wertes. | dFo |
10.7 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen
| ▶ [rES] wählen, dann [Set] drücken und festhalten, bis [----] angezeigt wird. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ Das Gerät startet neu und befindet sich wieder im Auslieferungszustand. Achtung: Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht betriebsbereit. Es müssen zunächst die Grundeinstellungen eingegeben werden ( → 10.2). | r-ES |
10.8 Grundeinstellungen ändern
Notwendig nach Änderungen an der Sonde oder Änderung des Einsatzbereichs.
10.8.1 Sondenlänge neu eingeben
| ▶ Wechsel zu Menü-Ebene 2 ▶ [LEnG] wählen und Sondenlänge L einstellen. Eingestellte Einheit (cm oder inch) beachten. Schrittweite: 0,5 cm / 0,2 inch. Hinweise zur Bestimmung der Sondenlänge: ▶ Hinweise → 6.3.1 (Monostabsonden) oder → 6.3.3 (Koaxialsonden) beachten. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken Achtung: Nach Änderung der Sondenlänge müssen auch die Werte für OFS und für die Schaltgrenzen überprüft / neu eingegeben werden. | LEnG |
10.8.2 Einstellen auf anderes Medium
| ▶ [MEdI] wählen und Wert einstellen:- [HIGH] für Wasser und wasserbasierte Medien.- [LOW] für Öle und ölbasierte Medien. Hinweis: Führen Sie im Zweifelsfall einen Applikationstest durch, um die für Ihr Medium am besten geeignete Einstellung sicherzustellen. | MEDI |
10.8.3 Verwendete Sondenart neu einstellen
| ▶ [Prob] wählen und Wert einstellen:- [rod] für Monostabsonde.- [COAX] für Koaxialsonde.• Die Erfassung von Wasser und wasserbasierten Medien ist sowohl mit der Monostabsonde als auch mit der Koaxialsonde möglich.• Die Erfassung von Ölen und ölbasierten Medien ist nur mit der Koaxialsonde möglich. Daher ist bei der Einstellung [MEdl] = [LOW] der Parameter [Prob] nicht verfügbar (der Wert [COAX] ist voreingestellt). | Prob |
11 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im Run-Modus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
11.1 Betriebsanzeigen
| [---] fortlaufend | Initialisierungsphase nach dem Einschalten |
| Zahlenwert + LED 1 | Aktueller Füllstand in cm. |
| Zahlenwert + LED 2 | Aktueller Füllstand in inch. |
| Zahlenwert + LED 3 | Aktueller Füllstand in % des Messbereichsendwerts. |
| LED 5 ... LED 8 | Schaltzustand des jeweiligen Ausgangs. |
| [----] | Füllstand unterhalb des aktiven Bereichs. |
| [FULL] + Zahlenwert im Wechsel | Füllstand hat maximalen Messbereich erreicht oder über-schritten (= Warnanzeige Überfüllung). |
| ≡≡≡≡ | Gerät befindet sich im Auslieferungszustand und ist daher nicht betriebsbereit. Grundeinstellungen erforderlich (→ 10.2). |
| [Loc] | Gerät elektronisch verriegelt; Parametrierung nicht möglich. Zum Entriegeln 10 s lang beide Einstelltasten drücken. |
| [uLoc] | Gerät ist entriegelt / Parametrierung wieder möglich. |
| [S. Loc] | Wird [S. Loc] angezeigt beim Versuch, einen Parameterwert zu ändern, ist entweder eine IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Sperrung) oder der Sensor ist per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden. |
11.2 Einstellung der Parameter ablesen
▶ Kurzer Druck auf [Mode/Enter] blättert durch die Parameter.
▶ Kurzer Druck auf [Set] zeigt für ca. 30 s den zugehörigen Parameterwert. Nach weiteren 30 s geht das Gerät zurück in den Run-Modus.
11.3 Wechsel der Anzeigeeinheit im Run-Modus
(= Wechsel zwischen Längenanzeige (cm / inch) und Prozentwert).
▶ Im Run-Modus kurz [Set] drücken.
▷ Die gewählte Anzeige wird für 30 s angezeigt, die zugehörige LED leuchtet auf. Jeder Tastendruck wechselt die Art der Anzeige.
11.4 Fehleranzeigen
| Mögliche Ursache | Empfohlene Maßnahmen | |
| [E.000] | Fehler in der Elektronik. | Gerät ersetzen. |
| [E.031] | Sonde vom Gerät gelöst; möglicherweise Länge der Sonde falsch eingestellt. | Prüfen, ob Sonde am Gerät ist. Parameter [LEnG] prüfen. |
| [E.033] | Messung durch starke Schau-mentwicklung oder starke Turbulenzen gestört. | Gerät in Schwallrohr oder Bypass montieren[dFo] einstellen oder erhöhen (→ 10.6.6). |
| Messung gestört durch Trenn-schichten (z. B. Ölschicht auf Wasser). | Ölschicht absaugen, Medium durch-mischen, Zusammensetzung prüfen. | |
| Sondenstab oder Prozessan-schluss verschmutzt. | Sondenstab und Prozessanschluss reinigen, danach Reset durchführen.* | |
| Montagebedingungen nicht eingehalten. | Hinweise unter "Montage" (→ 6) befolgen. | |
| Sondenlänge, Sondenart oder Empfindlichkeit (Einstellung auf das Medium) falsch. | Einstellungen korrigieren (→ 10.2), danach Reset durchführen.* | |
| [SCx] | Blinkend: Kurzschluss in Schalt-ausgang x. | Kurzschluss beseitigen. |
| [SC] | Blinkend: Kurzschluss in allen Schaltausgängen. | Kurzschluss beseitigen. |
| [PArA] | Fehlerhafter Datensatz | Auf Werkseinstellungen zurücksetzen (→ 10.7). |
* Nach der Fehlerbehebung ist ein Reset-Vorgang zum Zurücksetzen der Fehlermeldung notwendig (Versorgungsspannung abschalten und wieder einschalten).
11.5 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen
| OUT1... OUT4 | |
| Initialisierung | AUS |
| Normalbetrieb | gemäß Füllstand und Einstellung der Ausgangsfunktion (bin, OU1... OU4) |
| Fehlerfall (E.0xx) | AUS bei FOUx = OFF;EIN bei FOUx = on |
| cm | inch | |||
| min | max | min | max | |
| L (Sondenlänge) | 10 | 160 | 4,0 | 63 |
| A (aktiver Bereich) | 6 (4) | L - 4 (L - 6) | 2,4 (1,6) | L - 1,6 (L - 2,4) |
| I1 (inaktiver Bereich 1) | 3 | 1,2 | ||
| I2 (inaktiver Bereich 2) | 1 (3) | 0,4 (1,2) | ||
Die Werte in Klammern gelten für die Einstellung [MEdI] = [LOW] (Einstellung für die Erfassung von Ölen und ölbasierten Medien).
12 Technische Daten und Maßzeichnung

Technische Daten und Maßzeichnung unter www.ifm.com.
12.1 Einstellbereiche
| [LEnG] | cm | inch |
| Einstellbereich | 10...160 | 4,0...63 |
| Schrittweite | 0,5 | 0,2 |
| [OFS] | cm | inch |
| Einstellbereich | 0...100 | 0...39,4 |
| Schrittweite | 0,5 | 0,2 |
Die Einstellbereiche für die Schaltgrenzen (SPx, rPx, FHx, FLx) sind abhängig von der Sondenlänge (L). Generell gilt:
| cm | inch | |||
| min | max | min | max | |
| SPx / FHx | 1,5 (3,5) | L - 3 | 0,6 (1,4) | L - 1,2 |
| rPx / FLx | 1,0 (3,0) | L - 3,5 | 0,4 (1,2) | L - 1,4 |
| Schrittweite | 0,5 | 0,2 | ||
Die Werte gelten für [OFS] = 0. Die Werte in Klammern gelten für die Einstellung [MEdI] = [LOW] (Einstellung für die Erfassung von Ölen und ölbasierten Medien).
- rPx (FLx) ist stets kleiner als SPx (FHx).
Wird der Wert für SPx (FHx) auf einen Wert ≤ rPx (FLx) verringert, verschiebt sich auch die Position von rPx (FLx). - Liegen rPx (FLx) und SPx (FHx) eng beieinander (ca. 3 x Schrittweite), wird rPx (FLx) bei Erhöhen von SPx (FHx) mitgezogen.
- Liegen rPx (FLx) und SPx (FHx) weiter auseinander, bleibt rPx (FLx) auf dem eingestellten Wert, auch wenn SPx (FHx) erhöht wird.
13 Wartung
▶ Prozessanschluss frei halten von Ablagerungen und Fremdkörpern.
▶ Bei starker Verschmutzung: Prozessanschluss und Sonde in regelmäßigen Abständen reinigen.
Nach längerem Betrieb können sich Trennschichten im Medium bilden (z. B. Öl auf Wasser). Dies betrifft insbesondere Schwallrohre oder Bypässe.
▶ Trennschichten in regelmäßigen Abständen entfernen.
▶ Dafür sorgen, dass die Entlüftungsöffnung (am oberen Ende des Koaxial-rohres) frei bleibt.
▶ Das Innere des Koaxialrohres von Fremdkörpern und Verschmutzungen frei halten.
14 Applikationen
14.1 Vorratsbehälter / Füllstandsüberwachung
Füllstandsüberwachung mit Auswertung im Binärmodus
- Menü-Einstellung: bin = on.
• Die Einstellungen für SPx, rPx, drx und OUx sind nicht wirksam.

XX. X = Anzeigewert
A = Binärwert
P1: Position 1, z. B. Maximalwert erreicht; P2: Position 2, z. B. oberer Sollwert erreicht;
P3: Position 3, z. B. unterer Sollwert erreicht; P4: Position 4, z. B. Minimalwert erreicht
Der Binär-Modus entspricht einer analogen Auswertung mit einer Auflösung von 6,6 % des aktiven Bereichs oder 4 bit.
In der Auswerteeinheit (SPS etc.) wird kein Analogeingang belegt, der Analogwert liegt bereits in digitaler Form vor (8-4-2-1-Binärcode).
14.2 Vorlage- bzw. Druckerhöhungsbehälter
Füllstandsregelung und Min-Max-Überwachung mit 4 Schaltausgängen.
Ersetzt 4 Schwimmerschalter.
| Konfiguration der Schaltausgänge 1 ... 4 (bin = OFF) | |
| SP1 | Maximalwert überschritten → Alarm. |
| OU1 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc). |
| SP2 | Oberer Sollwert erreicht → Nachfüllen beenden. |
| OU2 | Hysteresefunktion, Schließer (Hno). |
| SP3 | Unterer Sollwert unterschritten → Nachfüllen starten. |
| OU3 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc). |
| SP4 | Min-Wert unterschritten → Alarm. |
| OU4 | Hysteresefunktion, Schließer (Hno). |
| rP1...rP4 | Jeweils geringfügig unter SPx, um Wellenbewegungen auszublenden (Werkseinstellung). |

XX. X = Anzeigewert
- Solange der Füllstand unter SP1 steht, ist der Ausgang eingeschaltet. Bei Überschreiten von SP1 oder Drahtbruch wird Ausgang 1 auf AUS gesetzt (Alarmmeldung "Überfüllung/Drahtbruch").
- Erreicht der Füllstand SP2, gibt Ausgang 2 Signal (oberer Sollwert erreicht; Nachfüllen beenden).
- Unterschreitet der Füllstand SP3, gibt Ausgang 3 Signal (unterer Sollwert unterschritten; Nachfüllen starten).
- Solange der Füllstand über SP4 steht, ist der Ausgang eingeschaltet. Bei Unterschreiten von SP4 oder Drahtbruch wird Ausgang 4 auf AUS gesetzt (Alarmmeldung "Min-Wert unterschritten/Drahtbruch").
14.3 Hebeanlage
Behälter entleeren / Überfüllsicherung realisiert mit 3 Schaltausgängen.
Ersetzt 3 Schwimmerschalter.
| Konfiguration der Schaltausgänge 1 ... 3 (bin = OFF) | |
| SP1 | Maximalwert überschritten → Alarm. |
| OU1 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc). |
| SP2 | Oberer Normalwert überschritten → Tauchpumpe EIN. |
| OU2 | Hysteresefunktion, Schließer (Hno). |
| SP3 | Unterer Normalwert erreicht → Tauchpumpe AUS. |
| OU3 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc). |
| rP1...rP3 | Jeweils geringfügig unter SPx, um Wellenbewegungen auszublenden (= Werkseinstellung). |

XX. X = Anzeigewert; A = Behälter entleeren; B = Überfüllsicherung
- Solange der Füllstand unter SP1 steht, ist der Ausgang eingeschaltet. Bei Überschreiten von SP1 oder Drahtbruch wird Ausgang 1 auf AUS gesetzt (Alarmmeldung "Überfüllung/Drahtbruch").
- Überschreitet der Füllstand SP2, gibt Ausgang 2 Signal (oberer Normalwert überschritten; Tauchpumpe EIN).
- Unterschreitet der Füllstand SP3, gibt Ausgang 3 Signal, (unterer Normalwert erreicht; Tauchpumpe AUS).
15 Werkseinstellung
| Werkseinstellung | Benutzer-Einstellung | |
| SP1 / FH1 | 25 % SP/FHmax | |
| rP1 / FL1 | 25 % rP/FLmax | |
| OU1 | Hno | |
| SP2 / FH2 | 50 % SP/FHmax | |
| rP2 / FL2 | 50 % rP/FLmax | |
| OU2 | Hno | |
| SP3 / FH3 | 75 % SP/FHmax | |
| rP3 / FL3 | 75 % rP/FLmax | |
| OU3 | Hno | |
| SP4 / FH4 | 100 % SP/FHmax | |
| rP4 / FL4 | 100 % rP/FLmax | |
| OU4 | Hnc | |
| OFS | 0.0 | |
| dr1 | 0.0 | |
| dr2 | 0.0 | |
| dr3 | 0.0 | |
| dr4 | 0.0 | |
| FOU1 | OFF | |
| FOU2 | OFF | |
| FOU3 | OFF | |
| FOU4 | OFF | |
| dFo | 0 | |
| Uni | cm | |
| SELd | L | |
| LEnG | nonE | |
| MEdl | nonE | |
| Prob | nonE | |
| bin | OFF |
SP/FHmax = LEnG-Wert minus 3.
rP/FLmax = LEnG-Wert minus 3,5.
Bei Eingabe des LEnG-Werts berechnet das Programm die Grundeinstellung.



















