IFM SA4120 - Detektor

SA4120 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG SA4120 IFM

Betriebsanleitung

Strömungssensor

SAxx20

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4

2 Sicherheitshinweise 5

3 Schnelleinstieg 6

3.1 Gerätefunktion bei Werkseinstellung.... 6

4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7

4.1 Einsatzbereich 7

5 Funktion 8

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 8
5.3 Betriebsarten.... 8
5.4 Kalibrierung....9
5.5 Schaltausgang 9
5.6 Analogausgang 10
5.7 Frequenzausgang 11
5.8 Messwertdämpfung.... 12
5.9 Farbeinstellung Display.... 12
5.10 IO-Link 13

5.10.1 IO-Link Prozesswerte 13

6 Montage 15

6.1 Prozessanschluss.... 15
6.2 Störeinflüsse 15
6.3 Einbaulage 16

6.3.1 Eintauchtiefe 16
6.3.2 Empfohlene Einbaulage 16
6.3.3 Bedingt mögliche Einbaulage 16
6.3.4 Nicht erlaubte Einbaulage 17
6.3.5 Ausrichtung.... 17

7 Elektrischer Anschluss 18
8 Bedien- und Anzeigelemente 19
9 Menü. 20

9.1 Menü-Übersicht.... 20
9.2 Hauptmenü und Untermenüs 20

10 Inbetriebnahme.... 23

11 Parametrierung 24

11.1 Parametriervorgang allgemein 24
11.2 Voreinstellungen 24

11.2.1 Prozesswert für OUT2.... 24
11.2.2 Betriebsart 25
11.2.3 Standard-Maßeinheit für Strömung 25
11.2.4 Rohrinnendurchmesser.... 25
11.2.5 Strömungsabgleich 25
11.2.6 Fernabgleich 26

11.3 Einstellung der Ausgangsfunktionen 26

11.3.1 Grenzwertüberwachung OUTx / Hysteresefunktion.... 26
11.3.2 Grenzwertüberwachung OUTx / Fensterfunktion.... 26
11.3.3 Frequenzsignal OUTx 27
11.3.4 Analogsignal OUT2 27

11.4 Benutzereinstellungen (optional) 27

11.4.1 Standard-Anzeige 27
11.4.2 Farbeinstellung Display.... 28
11.4.3 Schaltlogik der Ausgänge 28
11.4.4 Messwertdämpfung.... 28
11.4.5 Schaltverzögerung / Rückschaltverzögerung 28

11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 28
11.4.7 Kalibrierung.... 29
11.4.8 Verriegeln / Entriegeln. 29
11.4.9 Werkseinstellung wiederherstellen 29

11.5 Diagnose-Funktionen 29

11.5.1 Minimalwerte / Maximalwerte ablesen.... 29

12 Betrieb 31

12.1 Prozesswertanzeige 31
12.2 Parametereinstellung ablesen.... 31

13 Technische Daten 32

14 Fehlerbehebung 33

14.1 Fehlermeldungen 33
14.2 Warnmeldungen 33

15 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 35

16 Werkseinstellungen.... 36

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM SA4120 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SA4120 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SA4120 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SA4120 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
  • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

3 Schnelleinstieg

Das Gerät hat zwei parametrierbare Ausgänge zur Überwachung von Strömung und Temperatur.

Die Prozesswerte sowie Fehlermeldungen können am Display ausgelesen werden.

Über die IO-Link-Schnittstelle stehen alle Prozesswerte und Meldungen unabhängig von der Konfiguration der Ausgänge zur Verfügung.

3.1 Gerätefunktion bei Werkseinstellung

Werkseinstellung
BetriebsartRelative Strömungsmessung in % der Maximalströmung
Ausgang OUT1Schaltsignal für Strömung:– Hysteresefunktion Schließer, PnP– SP1 = 20 %, rP1 = 15 % vom Messbereichsendwert
Messwertdämpfung 0,6 Sekunden
Keine Schalt-/ RückschaltverzögerungIm Fehlerfall schaltet der Ausgang AUS
Ausgang OUT2Analogsignal für Strömung (4...20 mA; Messbereich unskaliert)Im Fehlerfall geht das Analogsignal auf 3,5 mA
DisplaySchriftfarbe rotMesswertaktualisierung alle 200 msStandard-Anzeige: Strömung

Weitere Informationen: Werkseinstellung ( → Werkseinstellungen ☐ 36).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht gasförmige Medien.

Es erfasst die Prozessgrößen Strömung und Medientemperatur.

4.1 Einsatzbereich

- Medium = Luft

Bei Anwendungen > 6 bar (> 600 kPa) kann es aufgrund der Eigenkonvektion der Luft zu Ungenauigkeiten im Strömungsbereich kommen.

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.

▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

5 Funktion

  • Das Gerät erfasst die Strömung nach dem kalorimetrischen Messprinzip.
  • Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
    • Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Schnittstelle.
    • Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
  • Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
  • Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

• Schaltsignal Strömung
• Frequenzsignal Strömung
- IO-Link

5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

• Schaltsignal Strömung
• Schaltsignal Temperatur
• Analogsignal Strömung
• Analogsignal Temperatur
- Frequenzsignal Strömung
• Frequenzsignal Temperatur
- Eingang für externes Teach-Signal (Fernabgleich)

5.3 Betriebsarten

Das Gerät verfügt über 2 wählbare Betriebsarten zur Messung der Strömung:

Betriebsart [ModE]Einheit der Anzeige
REL% vom geteachten Bereich
GASm/s, l/min, m3/h

Für die Temperaturmessung hat die Wahl der Betriebsart keine Auswirkung, es werden nur absolute Werte in °C angezeigt.

IFM SA4120 - Betriebsarten - 1

Bei Auswahl [ModE] = GAS:

▶ Rohrinnendurchmesser festlegen.
▶ Bei Bedarf Messwertkurve kalibrieren.

IFM SA4120 - Betriebsarten - 2

Bei Auswahl [ModE] = REL:

▶ Strömungsablgeich vornehmen.

IFM SA4120 - Betriebsarten - 3

Die Parametereinstellungen werden in der jeweiligen Betriebsart gespeichert, d.h. nach einer Änderung der Betriebsart gehen die Einstellungen nicht verloren.

5.4 Kalibrierung

Über den Kalibrierfaktor [CGA] besteht die Möglichkeit, den Sensor auf eine Referenzströmung in der Applikation abzugleichen.

Durch die kundenseitige Kalibrierung wird die Steigung der Messwertkurve verändert. Sie beeinflusst die Anzeige und die Ausgänge.

IFM SA4120 - Kalibrierung - 1

A: Arbeitswert für Anzeige und Ausgangssignale

Q: Strömung

MEW: Messbereichsendwert

V: Messwertkurve bei Werkseinstellung

V1: Messwertkurve 1 nach Kalibrierung

V2: Messwertkurve 2 nach Kalibrierung

Abb. 1: Kalibrierung

Die Steigungsänderung wird in Prozent angegeben.

Werkseinstellung: CGA = 100 %.

Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden.

IFM SA4120 - Kalibrierung - 2

Der Parameter CGA ist bei Einstellung [ModE] = REL nicht verfügbar.

IFM SA4120 - Kalibrierung - 3

Je nach Einstellung des CGA-Faktors ist es möglich, dass der Messbereich nicht komplett genutzt werden kann.

5.5 Schaltausgang

OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

IFM SA4120 - Schaltausgang - 1

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

t: Zeit

Abb. 2: Hysteresefunktion
IFM SA4120 - Schaltausgang - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt [SP] und der Rückschaltpunkt [rP] festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Der Abstand zwischen SP und rP beträgt mindestens 4 % des Messbereichsendwertes (= Hysterese). Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

IFM SA4120 - Schaltausgang - 3

FH: Oberer Grenzwert

FL: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

FE: Fenster

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

t: Zeit

Abb. 3: Fensterfunktion
IFM SA4120 - Schaltausgang - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert [FH] und der untere Grenzwert [FL] festgelegt. Der Abstand zwischen FH und FL beträgt mindestens 4 % des Messbereichsendwertes. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Strömungschwankungen stabil.

5.6 Analogausgang

Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Der Messbereich ist skalierbar:

• [ASP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• [AEP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SA4120 - Analogausgang - 1

Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 20 % des Messbereichendwertes.

IFM SA4120 - Analogausgang - 2

Für die Strömungsmessung in der Betriebsart REL sind ASP und AEP nicht verfügbar. In dieser Betriebsart wird die Analogausgangskennlinie durch den Strömungsabgleich bestimmt: High Flow = 20 mA; Low Flow = 4 mA.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

Das Analogsignal für den Fehlerfall ist einstellbar (→ Fehlerverhalten der Ausgänge ☐ 28):

• [FOU] = On: Das Analogsignal geht im Fehlerfall auf den oberen Anschlagwert (22 mA).
- [FOU] = OFF: Das Analogsignal geht im Fehlerfall auf den unteren Anschlagwert (3,5 mA).
• [FOU] = OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

IFM SA4120 - Analogausgang - 3

Abb. 4: Ausgangskennlinie Analogausgang nach IEC 60947-5-7

1:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:MesswertMEW:Messbereichsendwert
3:AnzeigebereichASP:Analogstartpunkt
4:MessbereichAEP:Analogendpunkt
5:Skalierter MessbereichUL:Anzeigebereich unterschritten
Q:StrömungOL:Anzeigebereich überschritten
T:TemperaturErr:Fehler

5.7 Frequenzausgang

Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Das Frequenzsignal ist skalierbar:

- [FrPx] legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEPx) beträgt.

Der Messbereich ist skalierbar:

• [FSP2] legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.

- FSP2 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.

- [FEPx] legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrPx eingestellte Frequenz beträgt.

- FEPx ist nur für die Strömungsmessung in der Betriebsart GAS verfügbar.

Mindestabstand zwischen FSP2 und FEP2 = 20 % des Messbereichsendwerts.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

Das Frequenzsignal für den Fehlerfall ist einstellbar ( → Fehlerverhalten der Ausgänge ☐ 28):

  • [FOU] = On: Das Frequenzsignal geht im Fehlerfall auf den oberen Anschlagwert (130 % FrPx).
  • [FOU] = OFF: Das Frequenzsignal geht im Fehlerfall auf den unteren Anschlagwert (0 Hz).
    • [FOU] = OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

IFM SA4120 - Frequenzausgang - 1

Abb. 5: Ausgangskennlinie Frequenzausgang; Strömung

1:Frequenzsignal
2:Messwert
3:Anzeigebereich
4:Messbereich
5:Skalierter Messbereich
MEW:Messbereichsendwert
FEPx:Frequenzendpunkt
FrPx:Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert
OL:Anzeigebereich überschritten
UL:Anzeigebereich unterschritten
Err:Fehler

IFM SA4120 - Frequenzausgang - 2

Abb. 6: Ausgangskennlinie Frequenzausgang; Temperatur

1:Frequenzsignal
2:Messwert
3:Anzeigebereich
4:Messbereich
5:Skalierter Messbereich
MAW:Messbereichsanfangswert
MEW:Messbereichsendwert
FSPx:Frequenzstartpunkt
FEPx:Frequenzendpunkt
FrPx:Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert
OL:Anzeigebereich überschritten
UL:Anzeigebereich unterschritten
Err:Fehler

5.8 Messwertdämpfung

Mit der Dämpfungszeit [dAP] kann eingestellt werden, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht. Die eingestellte Dämpfungszeit bewirkt eine Beruhigung der Schaltausgänge, der Analogausgänge, des Displays und der Prozesswertübertragung über die IO-Link-Schnittstelle.
Die Dämpfungszeit addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors ( → Technische Daten).
Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungszeit bestimmt.
IFM SA4120 - Messwertdämpfung - 1
Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.

5.9 Farbeinstellung Display

Über den Parameter [coLr] kann die Schriftfarbe des Displays eingestellt werden (→ Farbeinstellung Display ☐ 28). Mit den Parametereinstellungen rEd (rot) und GrEn (grün) ist das Display dauerhaft auf eine Farbe festgelegt. Über die Parametereinstellungen rxou und Gxou ändert sich die Schriftfarbe in Abhängigkeit vom Prozesswert:

OUT1OUT2Farbwechsel nach...
Parametereinstellungr1our2ourot
G1ouG2ougrün

Bei Einstellung der Hysteresefunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert oberhalb des Schaltpunktes liegt:

IFM SA4120 - Farbeinstellung Display - 1

MAW: Messbereichsanfangswert

MEW: Messbereichsendwert

SPx: Schaltpunkt

Abb. 7: Hysteresefunktion

Bei Einstellung der Fensterfunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert innerhalb des Fensterbereichs liegt:

IFM SA4120 - Farbeinstellung Display - 2

MAW: Messbereichsanfangswert

MEW: Messbereichsendwert

FLx: Unterer Grenzwert des Fensterbereichs

FHx: Oberer Grenzwert des Fensterbereichs

Abb. 8: Fensterfunktion

Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten ermöglicht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren. Der Betrieb des Gerätes über die IO-Link-Schnittstelle setzt einen IO-Link Master voraus.

Mit einem PC, passender IO-Link-Software und einem IO-Link-Adapterkabel ist eine Kommunikation außerhalb des laufenden Betriebs möglich.

Die zur Konfiguration des Gerätes notwendigen IODDs, detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen sowie alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter www.ifm.com.

Die IO-Link-Schnittstelle bietet mittels geeigneter Hard- und Software folgende Funktionen:

• Fernparametrierung des Geräts.
• Störfeste Signalübertragung ohne Messwertverluste.
- Übertragung der Parametereinstellungen bei Geräteaustausch oder auf weitere Geräte des gleichen Typs.
- Gleichzeitiges Auslesen aller Prozesswerte und der binären Schaltsignale.
- Umfangreiche Anzeige von Fehler- und Ereignismeldungen.
• Auswertung der Prozesswerte und Diagnosedaten via IO-Link-Master.
- Papierlose Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Diagnosemeldungen.
• Zusätzliche Parameter über IO-Link:

– Elektronische Verriegelung als Manipulationsschutz

Die Prozesswerte für Strömung und Temperatur werden in folgenden Maßeinheiten über IO-Link übertragen:

Betriebsart [ModE]Einheit StrömungEinheit Temperatur
REL%°C
GASm/s°C

IFM SA4120 - IO-Link Prozesswerte - 1

Eine Änderung von [uni] hat keinen Einfluss auf die IO-Link Prozesswerte.

Weitere Informationen → IO Device Description unter www.ifm.com.

6 Montage

IFM SA4120 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

IFM SA4120 - Montage - 2

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.

6.1 Prozessanschluss

Durch Prozessadapter ist das Gerät an unterschiedliche Prozessanschlüsse adaptierbar. Adapter sind gesondert als Zubehör zu bestellen.

• Informationen zu verfügbarem Montagezubehör unter www.ifm.com.
- Korrekter Sitz des Geräts und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.

IFM SA4120 - Prozessanschluss - 1

▶ Anleitung des Montagezubehörs beachten.

IFM SA4120 - Prozessanschluss - 2

▶ Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden. Gewinde von Prozessanschluss, Adapter und Sensor schmieren. Es darf kein Schmiermittel auf die Sensorspitze gelangen.

IFM SA4120 - Prozessanschluss - 3

▶ Anzugsdrehmomente von Sensor und Befestigungselementen beachten: Sensor 25 Nm; Befestigungselement → Technisches Datenblatt unter www.ifm.com

6.2 Störeinflüsse

Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.

▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

IFM SA4120 - Störeinflüsse - 1

IFM SA4120 - Störeinflüsse - 2

Abb. 9: Ein- und Auslaufstrecken

D: Rohraußendurchmesser

S: Störeinflüsse

6.3 Einbaulage

6.3.1 Eintauchtiefe

IFM SA4120 - Eintauchtiefe - 1

IFM SA4120 - Eintauchtiefe - 2
Abb. 10: Eintauchtiefe

Empfohlene Eintauchtiefen:

  • Bei Rohrinnendurchmesser Lüftungsrohr / Lüftungskanal (diA) < 30 mm: 15 mm.
  • Bei Rohrinnendurchmesser Lüftungsrohr / Lüftungskanal (diA) ≥ 30 mm: Rohrmitte.

6.3.2 Empfohlene Einbaulage

IFM SA4120 - Empfohlene Einbaulage - 1

IFM SA4120 - Empfohlene Einbaulage - 2

Abb. 11: Empfohlene Einbaulage

  • Bei waagerecht verlaufenden Rohren: Montage seitlich.
  • Bei senkrecht verlaufenden Rohren: Montage in der Steigleitung.

IFM SA4120 - Empfohlene Einbaulage - 3
Die Sensorspitze möglichst mittig in der Rohrleitung platzieren. Mindesteintauchtiefe 15 mm.

6.3.3 Bedingt mögliche Einbaulage

IFM SA4120 - Bedingt mögliche Einbaulage - 1

IFM SA4120 - Bedingt mögliche Einbaulage - 2
Abb. 12: Bedingt mögliche Einbaulage

  • Bei waagerecht verlaufenden Rohren, wenn die Rohrleitung frei von Ablagerungen ist: Montage von unten.
  • Bei waagerecht verlaufenden Rohren, wenn die Rohrleitung vollständig mit Medium gefüllt ist: Montage von oben.

6.3.4 Nicht erlaubte Einbaulage

IFM SA4120 - Nicht erlaubte Einbaulage - 1

Abb. 13: Nicht erlaubte Einbaulage

• Die Sensorspitze darf die Rohrwand nicht berühren.
• Montage nicht in nach unten offenen Fallrohren.

6.3.5 Ausrichtung

IFM SA4120 - Ausrichtung - 1

Abb. 14: Anströmrichtung

▶ Um eine optimale Messgenauigkeit zu erreichen, Sensor wie in der Abbildung montieren: Schlüsselflächen parallel zur Verrohrung; die kleinere Schlüsselfläche (1) ist nach vorne gerichtet, wenn die Strömung von links kommt.

Zur besseren Ablesbarkeit des Displays kann das Sensorgehäuse gegenüber dem Prozessanschluss um 345° verdreht werden.

IFM SA4120 - Ausrichtung - 2

Anschlag nicht überdrehen.

7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 1

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 2

Abb. 15: Anschlussbild (Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2)

BN: braun
WH: weiß
BK: schwarz
BU: blau

PinBelegung
1L+
3L-
4 (OUT1)Schaltsignal Strömung
Frequenzsignal StrömungIO-Link
2 (OUT2)Schaltsignal Strömung
Schaltsignal Temperatur
Analogsignal Strömung
Analogsignal Temperatur
Frequenzsignal Strömung
Frequenzsignal Temperatur
Eingang für externes Teach-Signal (Fernabgleich)

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 3

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 4

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 5

IFM SA4120 - Elektrischer Anschluss - 6

Abb. 16: Beispielschaltungen

1: 2 x p-schaltend

2: 2 x n-schaltend

3: 1 x p-schaltend / 1 x analog

4: 1 x n-schaltend / 1 x analog

8 Bedien- und Anzeigelemente

IFM SA4120 - Bedien- und Anzeigelemente - 1

Abb. 17: Bedien- und Anzeigeelemente

1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: Prozesswert in der angegebenen Maßeinheit (%; m/s; l/min; m³/h; °C; x10³)
4: 4-stellige alphanumerische Anzeige
5: Tasten zum Wechseln der Ansichten und Parametrierung ( → Parametriervorgang allgemein ☐ 24)

9 Menü

9.1 Menü-Übersicht

Über die Bedientasten gelangt man von der Prozesswertanzeige zum Hauptmenü und von dort aus zu den Untermenüs. Siehe auch Parametriervorgang allgemein (→ 24).

IFM SA4120 - Menü-Übersicht - 1

1: Hauptmenü (→ 21) 4: Menü Grundeinstellungen CFG (→ 22)

2: Initialisierungsmenü INI (→ □ 21) 5: Menü Min-/Max-Speicher MEM (→ □ 22)

3: Menü Erweiterte Funktionen EF ( → ☐ 21) 6: Menü Displayeinstellungen DIS ( → ☐ 22)

9.2 Hauptmenü und Untermenüs

Für nachfolgende Menü-Abbildungen gilt: Die weiß hinterlegten Parameter erscheinen bei Werkseinstellung. Bei Änderung der Voreinstellungen für Betriebsart und Ausgangfunktionen erscheinen zusätzlich die grau hinterlegten Parameter.

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 1

Abb. 18: Hauptmenü

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 2

Abb. 19: Initialisierungsmenü INI

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 3

Abb. 20: Menü Erweiterte Funktionen EF

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 4

Abb. 21: Menü Grundeinstellungen CFG

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 5

Abb. 22: Menü Min-/Max-Speicher MEM

* Messwert in der Standard-Maßeinheit (→ Standard-Maßeinheit für Strömung ☐ 25)

IFM SA4120 - Hauptmenü und Untermenüs - 6

Abb. 23: Menü Displayeinstellungen DIS

10 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:

• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• 20 mA bei Stromausgang (I)

11 Parametrierung

IFM SA4120 - Parametrierung - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SA4120 - Parametrierung - 2

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM SA4120 - Parametrierung - 3

Eine Parametrierung ist auch über die IO-Link-Schnittstelle möglich.

11.1 Parametriervorgang allgemein

AbsichtAktion
Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü[●]
Wechsel ins UntermenüMit [▼] zum Untermenü steuern (z. B. EF), dann [●]
Anwahl des gewünschten Parameters[▲] oder [▼]
Wechsel in Einstellmodus[●]
Verändern des Parameterwertes[▲] oder [▼] > 1 s
Übernahme des eingestellten Parameters[●]
Parametereinstellung ohne Speichern verlassen[▲] und [▼]
Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen)[▲] und [▼]
Rückkehr zur Prozesswertanzeige> 30 Sekunden (Timeout)

11.2 Voreinstellungen

IFM SA4120 - Voreinstellungen - 1

Vor der Parametrierung zunächst folgende Voreinstellungen prüfen und bei Bedarf ändern:

- [SEL2]: Prozesswert für OUT2

- [ModE]: Betriebsart

- [uni]: Standard-Maßeinheit für Strömung

11.2.1 Prozesswert für OUT2

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [SEL2] wählen Prozesswert für Ausgang 2 wählen:
• TEMP: Temperatur

- FLOW: Strömung

11.2.2 Betriebsart

▶ Menü INI aufrufen.
▶ [ModE] wählen und Betriebsart festlegen: REL oder GAS.

IFM SA4120 - Betriebsart - 1

Die Betriebsart GAS erfordert die Eingabe eines Rohrinnendurchmessers.

Bei Änderung der Werkseinstellung [ModE] = REL zeigt das Gerät [≡≡≡≡] an, um die Eingabe des Rohrinnendurchmessers zu erzwingen:

▶ [●] drücken, sodass [diA] erscheint.
▶ Rohrinnendurchmesser in mm festlegen.

IFM SA4120 - Betriebsart - 2

Die Betriebsart REL erfordert einen Strömungsabgleich (→ Strömungsabgleich ☐ 25).

IFM SA4120 - Betriebsart - 3

Eine Änderung der Betriebsart führt zu einem Neustart des Gerätes. Die Einstellungen werden in der jeweiligen Betriebsart gespeichert, d.h. nach einer Änderung der Betriebsart gehen die Einstellungen nicht verloren.

11.2.3 Standard-Maßeinheit für Strömung

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [uni] wählen und Maßeinheit einstellen: l/min; m³/h; m/s.

IFM SA4120 - Standard-Maßeinheit für Strömung - 1

uni ist nur verfügbar, wenn die Betriebsart GAS ausgewählt ist. Bei der Betriebsart REL wird der Strömungswert stets in % vom Messbereich angezeigt.

11.2.4 Rohrinnendurchmesser

▶ Menü INI aufrufen.
▶ [diA] wählen und Rohrinnendurchmesser in mm festlegen.

IFM SA4120 - Rohrinnendurchmesser - 1

diA ist nur verfügbar, wenn die Betriebsart GAS ausgewählt ist.

11.2.5 Strömungsabgleich

High Flow Abgleich:

▶ Maximalströmung in der Anlage laufen lassen.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [t. HGH] wählen und [●] drücken.

▷ [tch] wird angezeigt.

▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.

▷ [----] wird angezeigt.

▶ Kurz [●] drücken.

▷ Anzeige [donE]: Abgleich erfolgreich.
▷ Anzeige [FAIL]: Abgleich wiederholen.

▷ Das Gerät legt die vorhandene Strömung als Maximalströmung (Messbereichsendwert = 100 %) fest.

▶ Kurz [●] drücken.

Low Flow Abgleich:

▶ Minimalströmung in der Anlage laufen lassen.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [t. LOW] wählen und [●] drücken.

▷ [tch] wird angezeigt.

▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.

▷ [----] wird angezeigt.

▶ Kurz [●] drücken.

▷ Anzeige [donE]: Abgleich erfolgreich.
▷ Anzeige [FAIL]: Abgleich wiederholen.

▷ Das Gerät legt die vorhandene Strömung als Minimalströmung (0 %) fest.
▶ Kurz [●] drücken.

IFM SA4120 - Strömungsabgleich - 1

t. HGH und t. LOW sind nur verfügbar, wenn die Betriebsart REL ausgewählt ist.

11.2.6 Fernabgleich

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [ou2] wählen und tch einstellen.

High Flow Abgleich:

▶ Für 5...10 s Betriebsspannung an Pin 2 anlegen.

Low Flow Abgleich:

▶ Für 10...15 s Betriebsspannung an Pin 2 anlegen.
▷ OUT2 für 2 s auf High: Abgleich erfolgreich.
▷ OUT2 für 1 s auf High: Abgleich fehlerhaft. ▶ Abgleich wiederholen.

11.3 Einstellung der Ausgangsfunktionen

IFM SA4120 - Einstellung der Ausgangsfunktionen - 1

Die Parametrierung für Strömungsüberwachung und Temperaturüberwachung erfolgt in gleicher Weise. Voraussetzung ist, dass zunächst über [SEL2] der Prozesswert für OUT2 festgelegt wurde (→ Prozesswert für OUT2 ☐ 24).

11.3.1 Grenzwertüberwachung OUTx / Hysteresefunktion

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen:
• Hno: Hysteresefunktion / Schließer
• Hnc: Hysteresefunktion / Öffner
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [SPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

11.3.2 Grenzwertüberwachung OUTx / Fensterfunktion

▶ Menü CFG aufrufen.

▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen:
• Fno: Fensterfunktion / Schließer
• Fnc: Fensterfunktion / Öffner
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [FHx] wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ [FLx] wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

11.3.3 Frequenzsignal OUTx

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [oux] wählen und FRQ einstellen.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [FSP2] wählen und unteren Temperaturwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.

IFM SA4120 - Frequenzsignal OUTx - 1

FSP2 ist nur für die Temperaturmessung an OUT2 verfügbar.

▶ [FEPx] wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die maximale Frequenz ausgegeben wird.

IFM SA4120 - Frequenzsignal OUTx - 2

Für die Strömungsmessung gilt: FEPx ist nur verfügbar, wenn die Betriebsart GAS ausgewählt ist.

▶ [FrPx] wählen und die maximale Frequenz einstellen: 100 Hz...1000 Hz.

11.3.4 Analogsignal OUT2

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Funktion einstellen: I: Strömungsproportionales Stromsignal 4...20 mA.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ [ASP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ [AEP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SA4120 - Analogsignal OUT2 - 1

Für die Strömungsmessung gilt: ASP2 und AEP2 sind nur verfügbar, wenn die Betriebsart GAS ausgewählt ist.

11.4 Benutzereinstellungen (optional)

11.4.1 Standard-Anzeige

▶ Menü DIS aufrufen.
▶ [SELd] wählen und Standard-Messgröße einstellen:
- FLOW: Display zeigt die aktuelle Strömung in der Standard-Maßeinheit.
• TEMP: Display zeigt aktuelle Medientemperatur in °C.
▶ [diS] wählen und Aktualisierungsrate und Ausrichtung der Anzeige einstellen:
• d1, d2, d3: Messwertaktualisierung alle 50, 200, 600 ms.
- rd1, rd2, rd3: Anzeige wie d1, d2, d3; um 180° gedreht.
• OFF: Die Prozesswertanzeige ist im RUN-Modus ausgeschaltet.

IFM SA4120 - Standard-Anzeige - 1

Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt.

11.4.2 Farbeinstellung Display

▶ Menü DIS aufrufen.
▶ [coLr] wählen und Schriftfarbe der Prozesswertanzeige festlegen:
- rEd: rot
- GrEn: grün
- rxou: Farbwechsel von grün nach rot
• Gxou: Farbwechsel von rot nach grün

11.4.3 Schaltlogik der Ausgänge

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [P-n] wählen und PnP oder nPn einstellen.

11.4.4 Messwertdämpfung

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [dAP] wählen und Dämpfungskonstante in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).

11.4.5 Schaltverzögerung / Rückschaltverzögerung

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [dSx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Schalten von OUTx einstellen.
▶ [drx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Zurückschalten von OUTx einstellen.

11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ Menü CFG aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen:
- Schaltausgang
– On: Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.

- Analogausgang

– On: Das Analogsignal geht auf 22 mA.
– OFF: Das Analogsignal geht auf 3,5 mA.
– OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

- Frequenzsausgang

  • On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrPx.
    – OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 Hz.
  • OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

11.4.7 Kalibrierung

▶ Menü INI aufrufen.
▶ [CGA] wählen und Wert zwischen 60...140 % einstellen (100 % = Werkskalibrierung).

IFM SA4120 - Kalibrierung - 1

CGA ist nur verfügbar, wenn die Betriebsart GAS ausgewählt ist.

11.4.8 Verriegeln / Entriegeln

Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden. Auslieferungszustand: Nicht verriegelt.

Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [Loc] angezeigt wird.

Entriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [uLoc] angezeigt wird.

11.4.9 Werkseinstellung wiederherstellen

▶ Menü EF aufrufen.
▶ [rES] wählen.
▶ Kurz [●] drücken.
▶ [▼] oder [▲] gedrückt halten.
▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

IFM SA4120 - Werkseinstellung wiederherstellen - 1

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

11.5 Diagnose-Funktionen

11.5.1 Minimalwerte / Maximalwerte ablesen

▶ Menü MEM aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen:
- Lo. F: Minimal-Wert des im Prozess gemessenen Durchflusswertes (Durchflussvolumen oder Durchflussgeschwindigkeit)
- Hi. F: Maximal-Wert des im Prozess gemessenen Durchflusswertes (Durchflussvolumen oder Durchflussgeschwindigkeit)
• Lo. T: Minimal-Wert der im Prozess gemessenen Temperatur
• Hi. T: Maximal-Wert der im Prozess gemessenen Temperatur

Speicher löschen:

▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen.
▶ [▲] und [▼] gedrückt halten.

▷ [----] wird angezeigt.

▶ Kurz [●] drücken.

IFM SA4120 - Minimalwerte / Maximalwerte ablesen - 1

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

IFM SA4120 - Minimalwerte / Maximalwerte ablesen - 2

In der Betriebsart REL wird bei einem neuen Teach der Speicher gelöscht.

12 Betrieb

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

12.1 Prozesswertanzeige

Über die Gerätetasten kann im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen gewechselt werden:

▶ Taste [▲] oder [▼] drücken, bis die gewünschte Anzeige erscheint.
▷ Das Display wechselt zwischen den Ansichten. Die Indikator-LEDs signalisieren die Einheit zum angezeigten Wert.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

IFM SA4120 - Prozesswertanzeige - 1

Abb. 24: Prozesswertanzeige

1: Standard-Anzeige, wie unter [SELd] und [uni] eingestellt.

Beispiel: [SELd] = FLOW und [uni] = m/s

2: Die LED signalisiert, in welcher Einheit der aktuelle Prozesswert angezeigt wird.

Beispiel: Temperatur in °C.

12.2 Parametereinstellung ablesen

▶ Kurz [●] drücken
▶ Mit [▼] den Parameter anwählen.
▶ Kurz [●] drücken
▷ Derzeit eingestellter Wert wird für 30 s angezeigt. Danach geht das Gerät zurück in die Prozesswertanzeige.

13 Technische Daten

Technische Daten und Maßzeichnung unter www.ifm.com.

14 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.

Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.

Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

IFM SA4120 - Fehlerbehebung - 1

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung → IODD Schnittstellbeschreibung unter www.ifm.com.

14.1 Fehlermeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
ErrGerät defekt / Funktionsfehler► ▶ Gerät austauschen.
Keine AnzeigeVersorgungsspannung zu niedrig► Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt► ▶ Prüfen, ob Einstellung diS = OFF und ggf. Einstellung ändern.
PARAParametrierung außerhalb des gültigen Bereichs► ▶ Parametereinstellung überprüfen.

14.2 Warnmeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
LocEinstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► Gerät entriegeln (→ Verriegeln / Entriegeln ☐ 29).
C. LocEinstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, ▶ Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen.
S. LocEinstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln.
ULAnzeigebereich Temperatur unterschritten: Temperaturwert < -44 °C. ▶ Temperaturbereich prüfen. Messbereich Strömung unterschritten▶ Strömung anpassen. ▶ Low Flow Abgleich wiederholen.
OLAnzeigebereich Temperatur überschritten: Temperaturwert > 124°C. ▶ Temperaturbereich prüfen. Anzeigebereich Strömung überschritten: Strömung > 120 % des Messbereichsendwerts. ▶ Strömung anpassen. ▶ High Flow Abgleich wiederholen.
SC1Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt: Kurzschluss OUT1. ▶ Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SC2Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt: Kurzschluss OUT2. ▶ Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SCSchaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken: Kurschluss OUT1 und OUT2. ▶ Schaltausgang OUT 1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
FAILFehlerhafter Low Flow oder High Flow Abgleich (z. B. der Abstand zwischen Maximalströmung und Minimalströmung ist zu gering).► ▶ Strömungsabgleich wiederholen.

15 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

▶ Sicherstellen, dass die Sensorspitze frei von Ablagerungen ist:
- Sensorspitze einen Monat nach Inbetriebnahme auf Ablagerungen prüfen.
- Prüfung regelmäßig wiederholen. Prüfungsintervalle in Abhängigkeit von der Applikation festlegen.
- Bei Verschmutzung Sensorspitze mit weichem Tuch reinigen. Fest anhaftende Ablagerungen, wie zum Beispiel Kalk, mit handelsüblichem Essigreiniger entfernen.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

16 Werkseinstellungen

Werksseitig ist die Betriebsart REL eingestellt.

ParameterWerkseinstellungBenutzer-Einstellung
ModE = RELModE = GAS
SP1 (FLOW)20 %6 m/s
rP1 (FLOW)15 %4,6 m/s
FH1 (FLOW)20 %6 m/s
FL1 (FLOW)15 %4,6 m/s
FEP1 (FLOW)100 %30 m/s
FrP1100 Hz
SP2 (FLOW)40 %12 m/s
rP2 (FLOW)35 %10,6 m/s
SP2 (TEMP)28°C
rP2 (TEMP)26°C
FH2 (FLOW)40 %12 m/s
FL2 (FLOW)35 %10,6 m/s
FH2 (TEMP)28°C
FL2 (TEMP)26°C
FSP2 (FLOW)Nicht verfügbar
FSP2 (TEMP)-20°C
FEP2 (FLOW)100 %30 m/s
FEP2 (TEMP)100°C
FrP2100 Hz
ASP2 (FLOW)Nicht verfügbar0 m/s
AEP2 (FLOW)Nicht verfügbar30 m/s
ASP2 (TEMP)-20°C
AEP2 (TEMP)100°C
uniNicht verfügbar m3/h
CGANicht verfügbar100 %
ou1Hno
ou2I
dS10 s
dr10 s
dS20 s
dr20 s
P-nPnP
dAP0,6 s
FOU1OFF
FOU2OFF
SEL2FLOW
coLrrEd
diSd2
SELdFLOW

Die Prozentwerte beziehen sich auf den Messbereichsendwert (MEW).

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SA4120

Kategorie : Detektor