AC30CC1 - Gitarrenverstärker VOX - Kostenlose Bedienungsanleitung
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Laden Sie die Anleitung für Ihr Gitarrenverstärker kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch AC30CC1 - VOX und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. AC30CC1 von der Marke VOX.
BEDIENUNGSANLEITUNG AC30CC1 VOX
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE
- Bitte lesen Sie sich alle Bedienhinweise durch.
- Bewahren Sie diese Bedienhinweise auf.
- Beachten Sie alle Warnungen.
- Befolgen Sie alle Instruktionen.
- Verwenden Sie dieses Gerät niemals in der Nähe von Wasser.
- Ein netzgespeistes Gerät darf niemals Regen- oder Wassertropfen ausgesetzt werden. Außerdem darf man keine Flüssigkeitsbehälter wie Vasen usw. darauf stellen.
- Reinigen Sie es ausschließlich mit einem trockenen Tuch.
- Versperren Sie niemals die Lüftungsschlitze und stellen Sie das Gerät nur an Orten auf, die vom Hersteller ausdrücklich empfohlen werden.
- Stellen Sie das Gerät niemals in die Nähe einer Wärmequelle, z.B. eines Heizkörpers, Ofens oder eines anderen Wärme erzeugenden Gerätes (darunter auch Endstufen).
- Versuchen Sie niemals, die polarisierte Leitung bzw. Erde hochzulegen oder zu umgehen. Ein polarisierter Stecker ist mit zwei flachen Stiften unterschiedlicher Breite versehen. Ein Stecker mit Erdung weist zwei Stifte und eine Erdungsbuchse auf. Wenn der beiliegende Stecker nicht in Ihre Steckdose passt, sollten Sie einen Elektriker bitten, die Steckdose zu erneuern (für die USA und Kanada).
- Sorgen Sie dafür, dass man weder über das Netzkabel stolpern kann, noch dass es in unmittelbarer Nähe einer Steckdose, darunter auch Zusatzsteckdosen anderer Geräte, abgeklemmt wird. Auch am Austritt aus dem Gerät darf das Netzkabel auf keinen Fall gequetscht werden.
- Verwenden Sie nur Halterungen/Zubehör, die/das vom Hersteller ausdrücklich empfohlen werden/wird.
- Im Falle eines Gewitters bzw. wenn Sie das Gerät längere Zeit nicht verwenden möchten, lösen Sie bitte den Netzanschluss.
- Überlassen Sie alle Wartungsarbeiten einem erfahrenen Wartungstechniker. Wartungsarbeiten oder Reparaturen sind erforderlich, wenn das Netzkabel oder der Stecker beschädigt ist, wenn Flüssigkeit oder andere Gegenstände in das Geräteinnere gefallen sind, wenn das Gerät im Regen gestanden hat, sich nicht erwartungsgemäß verhält oder wenn es gefallen ist.
- Stellen Sie das Gerät niemals unmittelbar neben die Steckdose und/oder Erweiterungssteckdose eines anderen Geräts.
- Stellen Sie das Gerät während des Betriebes niemals in einen Türschrank oder den Lieferkarton.
- Stellen Sie das Gerät nur auf einen Wagen, Ständer, Stative, Halterungen oder Tische, die vom Hersteller ausdrücklich empfohlen werden oder eventuell zum Lieferumfang gehören. Seien Sie beim Verschieben eines geeigneten Wagens vorsichtig, damit weder er, noch das Gerät selbst umkippt bzw. hinfällt und Sie eventuell verletzt. Der als Pfeil dargestellte Blitz in einem Dreieck weist den Anwender auf nicht isolierte, „gefährliche Spannungen“ im Geräteinneren hin, die so stark sein können, dass sie einen Stromschlag verursachen. Das Ausrufezeichen in einem Dreieck weist den Anwender darauf hin, dass zum Lieferumfang des Gerätes wichtige Bedien- und Wartungshinweise (eventuell Reparaturhinweise) gehören. Das CE-Zeichen für die Europäische Gemeinschaft Vor dem 31.12.1996 vergebene CE-Zeichen auf unseren netzgespeisten Geräten zeigen an, daß diese Geräte gemäß der EMC-Richtlinie (89/336/EWG) und der CE-Richtlinie (93/68/EWG) der EU arbeiten. Nach dem 01.01.1997 vergebene CE-Zeichen auf unseren netzgespeisten Geräten zeigen an, daß diese Geräte gemäß der EMC-Richtlinie (89/336/EWG), der CE-Richtlinie (93/68/EWG) und der Niederspannungsstromrichtlinie (73/23/EWG) der EU arbeiten. Die CE-Zeichen auf unseren batteriegespeisten Geräten zeigen an, daß diese Geräte gemäß der EMC-Richtlinie (89/336/EWG) und der CE-Richtlinie (93/68/EWG) der EU arbeiten.
WICHTIGER HINWEIS FÜR KUNDEN
Dieses Produkt wurde unter strenger Beachtung von Spezifikationen und Spannungsanforderungen hergestellt, die im Bestimmungsland gelten. Wenn Sie dieses Produkt über das Internet, per Postversand und/oder mit telefonischer Bestellung gekauft haben, müssen Sie bestätigen, dass dieses Produkt für Ihr Wohngebiet ausgelegt ist. WARNUNG: Verwendung dieses Produkts in einem anderen Land als dem, für das es bestimmt ist, verwendet wird, kann gefährlich sein und die Garantie des Herstellers oder Importeurs hinfällig lassen werden. Bitte bewahren Sie diese Quittung als Kaufbeleg auf, da andernfalls das Produkt von der Garantie des Herstellers oder Importeurs ausgeschlossen werden kann.
- Die ubrigen in dieser Bedienungsanleitung erwahnten Firmen-, Produkt-, Formatnamen usw. sind Warenzeichen oder eingetra- gene Warenzeichen der rechtlichen Eigentumer und werden ausdrucklich anerkannt.23 EINLEITUNG Vielen Dank für deine Entscheidung zu einem AC30 Custom Classic. Dieser Verstärker ist so etwas wie der Höhepunkt einer bereits 45 Jahre währenden Erfolgsgeschichte jener Firma, der man viel Fachwissen und noch mehr Spürsinnen für einen guten Sound nachsagt. Für diesen Amp haben wir uns die besten AC30-Schaltpläne geschnappt und denen dann noch das gewisse Etwas hinzugefügt. Dein neuer AC30 ist also die beste Ausführung, die es je gab! Die Verbesserungen werden dir mit Sicherheit gefallen, und so wirst du wohl erstmal eine Weile abtauchen, um dir alle Möglichkeiten zu Gemüte zu führen. Dein AC30 wartet nämlich mit mehreren „aktuellen“ Fea- tures auf, darunter die Möglichkeit, die Kanäle zu mischen, eine „echte“ Bypass-Schaltung der Effektschleife („FX Loop), eine Master Volume-Schaltung u.v.a. Bitte lies dir diese Bedienungsanleitung vollständig durch, um alle Funktionen kennen und lieben zu lernen. Im Hinblick auf eine lupenreine Sound- und Verarbeitungsqualität wurde der AC30 in einem „vertikal integrierten“ Werk gebaut, in dem viele Arbeitsgänge ausgeführt werden, die in anderen Verstärkerfabriken schon längst undenkbar sind. Wir entwerfen und bauen unsere Trafos z.B. selbst und fertigen auch die Lautsprecher (mal abgesehen vom einzigartigen Vox „Blue“, der von Celestion hergestellt wird), dem Gehäuse (Birke von vorne bis hinten) und den Schaltplatinen. Unter dem Strich bedeutet dies, dass auch dein neuer AC30 dem legendären Modell alle Ehre macht. Die Geburt eines Verstärkers… Der AC30 gehört zu den wenigen Gitarrenverstärkern, die man „legendär“ zu nennen pflegt. Dieser bis heute heißbegehrte Combo entstand 1959 und brachte einen Sound an den Start, bei dem einem auch heute noch, sage und schreibe 45 Jahre später, das Wasser im Munde zusammenläuft. Die Marke VOX hat wiederholt den Eigentümer gewechselt. Alle haben den AC30 zwar hier und da abgewandelt, aber seit 1965 hat sich nichts Grundlegendes mehr daran geändert. So etwas muss man als Kompliment werten. Der gute Dick Denny, der diesen VOX-Amp seinerzeit für die Firma Jennings Musical Industries entworfen hat, verstand einfach sein Handwerk. Alle anderen Verstärker mit einer (meisten kürzeren) Geschichte haben sich im Laufe der Jahre drastisch verändert. Die meisten heutzutage vertriebenen „Vintage“-Verstärker verschwanden sogar eine ganze Weile von der Bildfläche und wurden irgendwann als „Re-Issue“ neu aufgelegt. Der AC30 dagegen war all die Jahre lieferbar… Es klang bereits an, dass jeder Eigentümer der Marke die Schaltungen hier und da geändert hat. Manche Dinge waren tatsächlich besser, andere dagegen nicht. Wie auch immer: Am „Format“ dieses Amps hat sich nie etwas geändert. Warum ist der AC30 so beliebt? Sein einzigartiger, warmer „Sound“ sowie sein „Feeling“ und die eigentlich simplen Schaltungen funktionieren einfach. Trotz –oder vielleicht gerade wegen– seines „idiotensicheren“ Aufbaus wurde der AC30 von Anfang an von den bekanntesten Musikern adoptiert. So kann man behaupten, dass die „British Invasion“ der 1960er ohne VOX und den AC30 wahrscheinlich nicht stattgefunden hätte. Musiker der unterschiedlichsten Stilrichtungen schleppten ihn damals mit in die Staaten. Wenn es überhaupt etwas an diesem Amp auszusetzen gibt, dann wohl nur, dass man ihn Ende der 1950er mit damals wohl sinnvollen Funktionen bestückt hat, über die man heutzutage schmunzelt! Beispiel: Er bot drei Kanäle mit jeweils zwei Eingängen, nämlich TOP BOOST, NORMAL und VIB/TREM. Der TOP BOOST-Kanal wird heutzutage am häufigsten verwendet, weil er das breiteste Sound-Spektrum abdeckt. Der NORMAL-Kanal wird eigentlich nur noch von Freaks verwendet. Aber man höre und staune: Trotz des Umstands, dass hierfür nur ein Lautstärkeregler zur Verfügung steht, verlässt sich ein gewisser Brian May24 vor allem darauf – und natürlich auf sein Treble Boost-Pedal. Der VIB/TREM-Kanal schließlich wird nur noch bemüht, wenn man unbedingt den Sound der VIB/TREM-Schaltung braucht. Der VIB/TREM-Kanal macht nämlich (im Vergleich zu den übrigen Kanälen) klanglich nicht so viel her, so dass sich sein Einsatz eigentlich nicht lohnt. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet dieser Kanal enthält die meiste Elektronik! Bei Erscheinen des AC30 galten jene Funktionen allerdings als großes Plus. Für die damalige Musik stimmte der Sound. Außerdem konnte man außer der (oder den beiden) Gitarre(n) einen Bass und ein Gesangsmikrofon an den AC30 anschließen. Damals wie heute schwammen Musiker nicht gerade im Geld, und die englischen Vorschriften in Sachen Beschallungspegel waren eher drakonisch. Daher galten die VOX-Verstärker (wie auch die Konkurrenzgeräte) als Allround-Verstärker. Einer für alle, sozusagen. Und da sie –fast zufällig– besonders lieblich klingen, wenn man eine Gitarre anschließt, sind sie nicht gestorben und gibt es sie noch heute. Ein anderen „Nachteil“ (!) des AC30 war seinerzeit, dass er zwei Celestion Alnico-Lautsprecher enthielt. Obwohl sie aus den 1960ern stammen, liefern sie bis heute einen der unwiderstehlichsten Sounds überhaupt ab. Zudem sind es die lautesten und daher effizientesten Lautsprecher der Geschichte. Ihr Zusammenspiel mit den VOX-Schaltungen macht den AC30 zu einem extrem lauten Verstärker, was man vor allem dann zu spüren bekommt, wenn man den Pegel voll aufdreht und losbrät. Bei maximalem Pegel pustet der AC30 (wegen des fehlenden Master Volume-Reglers) so kräftig, dass es selbst hartgesottenen Gitarristen wehtut. 1992 wurde eine neue Version des AC30 Top Boost vorgestellt. Sie sollte dem Original-Sound zwar so nahe wie möglich kommen, aber eben auch alle „neuzeitlichen“ Features mitbringen. Mit diesem Amp schaffte es VOX, sich erneut ganz oben im Pulk zu etablieren. Anno 2004 haben wir aus mehrerlei Gründen beschlossen, den Namen VOX für’s 21. Jahrhundert fit zu machen, indem wir den AC30 erneut einem Funktionslifting unterzogen. Angesichts seiner ruhmreichen Geschichte ist das ganz schön mutig! Viele Verstärkerhersteller haben sich in letzter Zeit im Markt umgehört („geforscht“, wie man so schön sagt) und merkten dabei, dass Gitarristen heutzutage einen „Vintage“-Sound mit modernen Features wollen. Den Sound hatten wir zwar, aber mit den „modernen Features“ haperte es ein wenig! Außerdem muss man sich fragen, wie viel Modernität der AC30 verträgt, ohne den „Vintage“-Sound in Mitleidenschaft zu ziehen. Unsere Auswahl lautete: Hall (Reverb), Effektschleife (FX Loop) und ein Master Volume-Regler, der den Schalldruck reduziert, ohne den Sound zu ruinieren. Der Regler war das Einfachste, weil wir Mitte der 1990er bereits einen AC15TB mit geeigneter Schaltung vorgestellt hatten. Der Rest hingegen war viel komplizierter. Schließlich sollten die „Beilagen“ ja etwas hinzufügen, aber AUF KEINEN FALL den Sound und „Feel“ des AC30 beeinträchtigen. Den bereits erwähnten AC15TB hatten wir schon mit einem Hall, einem Gesamt-Tremolo und einem Mas- ter Volume-Regler versehen. Die Resonanz bei AC15TB-Käufern und Interessenten führte zur Vorstellung des AC30HW. Der AC30HW schlug (auch bei eingefleischten Ur-AC30-Anwendern) ein wie eine Bombe und zeigte uns, dass wir mit der neuen AC30-Generation ganz klar auf dem richtigen Dampfer waren. Natürlich hielten VOX R&D-Leute in England auch unzählige Meetings ab und entwickelten dabei langsam aber sicher deinen neuen Verstärker. Er enthält nicht nur den obligaten Top Boost-Kanal mit Hall, die FX- Schleife, das allgemeine Tremolo und den Master Volume-Regler, sondern auch eine Vielzahl an „Bou- tique“-Funktionen. Als die ersten Marktkenner und Gitarristen mit dem Prototypen spielen durften, versicherten sie uns einhellig, dass dies wohl der perfekteste AC30 aller Zeiten sei. Dein neuer AC30 klingt und verhält sich wie ein „Vintage“-AC30, bietet aber auch alle Funktionen, die man heutzutage voraussetzt – und sogar Sachen, die es noch nie in einem Verstärker gab! Daher haben wir uns für die Bezeichnung „AC30 Custom Classic“ entschieden.25 Wegen der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten stand für uns zudem fest, dass gleich mehrere „Custom Classic“-Varianten gebaut werden sollten. Die Spezifikationen des Verstärkerchassis’ sind für alle Amps gleich. Die Lautsprecherbestückung ist hingegen unterschiedlich. AC30CC1: 1x12"-Combo mit speziell „gevoicetem“ VOX NeoDog-Lautsprecher. AC30CC2: 2x12"-Combo mit zwei selbst entwickelten GSH12-30-Lautsprechern, die eine runde Höhenwiedergabe und eine geschmeidige Bassansprache bewirken. AC30CC2X: 2x12"-Combo mit den legendären Celestion „Blue“ AlNiCo-Lautsprechern (15W) des Origi- nal-AC30. AC30CCH: Top Für den AC30CCH (und als Erweiterung für die Combos) werden drei Boxen angeboten. Nämlich: V212BN: 2x12"-Combo mit zwei GSH 12-30-Lautsprechern. V212BNX: 2x12"-Combo mit Celestion „Blue“ AlNiCo-Lautsprechern. V412BN/BL: 4x12"-Combo mit vier GSH 12-30-Lautsprechern.26 BEDIENFELD
Top Boost: Wenn du deine Gitarre hier anschließt, wird ihr Signal vom Top Boost-Kanal verarztet. NORMAL: Wenn du deine Gitarre hier anschließt, wird ihr Signal vom Normal-Kanal bearbeitet.
2) Input Link-Schalter: Erlaubt das „Mischen“ des Normal- und Top Boost-Kanals. Die Funktion des
Schalters richtet sich danach, welche Eingänge verwendet werden. Die Möglichkeiten lauten: Wenn du die Gitarre an den TOP BOOST-Eingang anschließt und den Schalter „hoch“ schiebst, wird nur der Top Boost-Kanal angesprochen. Wenn du die Gitarre an den NORMAL-Eingang anschließt und den Schalter „hoch“ schiebst, wird nur der Normal-Kanal angesprochen. Um die beiden Kanäle zu mischen, musst du die Gitarre an den TOP BOOST-Eingang anschließen und den Schalter „runter“ drücken. Dann werden der Top Boost- und Normal-Kanal angesprochen.
3) Normal VOLUME: Hiermit wird die Empfindlichkeit des Normal-Vorverstärkers eingestellt. Wenn du
ihn nach rechts drehst, wird der Pegel („Gain“) angehoben, was zum Brateffekt führt. Drehe ihn nach links, um einen „cleanen“ Sound zu erzielen. Dieser Regler arbeitet mit dem MASTER VOLUME-Regler zusammen: Bei niedrigem Pegel und hohem MASTER-Wert ist der „cleane“ Sound laut. Wenn du Normal VOLUME auf- und MASTER VOLUME weiter zudrehst, beginnt der Sound gekonnt zu zerren.
4) BRILLIANCE-Schalter: Hiermit kann die Brilliance-Funktion des Normal-Kanals aktiviert werden.
Der Sound wir entsprechend heller und klarer. Bei aktiviertem BRILLIANCE-Schalter verhält sich der Nor- mal-Kanal wie sein „Treble“-Kollege des „Vintage“-AC30.
5) Top Boost Volume: Hiermit wird die Empfindlichkeit des Top Boost-Vorverstärkers eingestellt.
Wenn du ihn nach rechts drehst, wird der Pegel („Gain“) angehoben, was zum Brateffekt führt. Drehe ihn nach links, um einen „glockigen“ Sound zu erzielen. Dieser Regler arbeitet mit dem MASTER VOLUME- Regler zusammen: Bei niedrigem Pegel und hohem MASTER-Wert ist der „cleane“ Sound laut. Wenn du Top Boost VOLUME auf- und MASTER VOLUME weiter zudrehst, tritt Verzerrung auf.
6) TREBLE: Hiermit können die Höhen angehoben und abgesenkt werden – von „geschmeidig und rund“
(ganz links) bis „beißend“ (ganz rechts). Zwischenlösungen sind ebenfalls empfehlenswert.
7) STANDARD/CUSTOM-Schalter
Standard: Bei Anwahl dieser Einstellung herrscht reges interaktives Treiben zwischen dem TREBLE- und BASS-Regler (wie beim Ur-AC30). Wenn du dann die Höhen oder den Bass anhebst, werden die Mitten abgesenkt. Holst du Höhen und/oder Tiefen aus dem Sound, so drängeln sich hingegen die Mitten in den Vordergrund. Custom: Bei Anwahl dieser Einstellung sinkt die Interaktivität der Klangregler auf „AC30 Hand Wired“- bzw. AC15TB-Niveau.27
8) BASS: Hiermit kann der Bass angehoben und abgesenkt werden – von „warm und leicht“ (ganz links)
bis „druckvoll“ (ganz rechts). Zwischenlösungen sind ebenfalls empfehlenswert.
9) REVERB-Sektion: Hier kannst du die Klangfarbe (Tone) und den Hallanteil (Mix) beider Kanäle
einstellen. Außerdem gibt es einen DWELL-Schalter. Bei Bedarf kann der Hall mit dem beiliegenden Fußtaster ein- und ausgeschaltet werden. TONE: Hiermit können der Höhen- und Bassanteil des Hallsignals geändert werden. Drehe den Regler nach rechts, um den Hall heller zu machen und nach links, wenn er runder sein soll. Am besten probierst du mehrere Varianten aus und entscheidest dich dann für diejenige, die dir am besten gefällt. DWELL-Schalter: Hiermit kannst du den Pegel am Eingang des Reverb-Effekts einstellen. Low Drive: Wähle diese Einstellung für Zerr-Sounds. High Drive: Wähle diese Einstellung für „cleane“ Sounds. MIX: Hiermit stellst du die Balance zwischen dem Direkt- und dem Hallsignal ein. Drehe ihn ganz nach rechts, wenn du auf „Schlager-Hall“ (je mehr, desto besser) stehst. Drehe ihn weiter nach links, wenn’s nicht ganz so stark hallen soll.
10) TREMOLO-Sektion: Hier kannst du die Geschwindigkeit (Speed) und Intensität (Depth) der
Tremoloschaltung für beide Kanäle einstellen. Bei Bedarf kann der Tremolo-Effekt mit dem beiliegenden Fußtaster ein- und ausgeschaltet werden. Speed: Hiermit regelt man die Tremologeschwindigkeit. Depth: Hiermit stellst du die Tremolointensität ein.
11) CUT: Diese Schaltung befindet sich in der Endstufe (während TREBLE und BASS im Vorverstärker
wirken). Sie tut genau das Gegenteil von dem, was sie verspricht: Wenn du den Regler nach rechts drehst, werden die Höhen abgesenkt. Drehst du ihn nach links, so werden Höhen hinzugefügt.
12) MASTER VOLUME: Hiermit kann die allgemeine Ausgangslautstärke des Amps eingestellt werden.
Um einen lauten „Clean“-Sound zu erzielen, musst du diesen Regler aufdrehen und die Normal VOLUME- bzw. Top Boost VOLUME-Einstellung verringern. Um relativ leise zu braten, musst du Normal VOLUME bzw. Top Boost VOLUME auf- und MASTER VOLUME weiter zudrehen. Auch hier raten wir, ein wenig mit unterschiedlichen Varianten zu experimentieren, um genau „deinen“ Sound zu finden.
13) STANDBY-Schalter: Hiermit sorgst du dafür, dass der Verstärker die richtige Betriebstemperatur
erreicht, bevor die Stromversorgung angeknipst wird. Stelle sowohl den POWER- als auch der STANDBY- Schalter in die „OFF“-Position, bevor du den Netzanschluss löst bzw. herstellst. Aktiviere immer zuerst den POWER-Schalter und warte 2~3 Minuten, bevor du STANDBY zu „ON“ schiebst. Wenn du dich an diese goldene Regel hältst, leben die Röhren länger. Der STANDBY-Schalter eignet sich zudem für Live- Anwendungen, weil die Röhren dann auch in Spielpausen weiterhin chambriert werden.
14) POWER-Schalter: Hiermit schaltest du die Stromversorgung des Verstärkers ein und aus.
Vor Lösen des Netzanschlusses und dem anschließenden Transport musst du den Amp unbedingt ausschalten.28 RÜCKSEITE
1) LOUDSPEAKER OUTPUT-Anschlüsse: Hier kannst du eine Erweiterungs- und/oder eine externe
Box anschließen. Achtung! Wenn du an die EXTERNAL-Buchse ein Kabel anschließt, werden die internen Lautsprecher stummgeschaltet! Extension: Eine hier angeschlossene Box wird parallel zu den internen Lautsprechern (16Ω) getrieben. Die Impedanz der externen Box muss ebenfalls 16Ω lauten. External: Eine hier angeschlossene Box (16Ω oder 8Ω) schaltet die internen Lautsprecher stumm. Vergiss nicht, den O/P SELECT-Schalter richtig einzustellen. ACHTUNG! AC30CCH: Auch auf dem Topteil haben diese Buchsen –trotz fehlender interner Lautsprecher– die gleichen Bezeichnungen. Die Buchsen EXTERNAL und EXTENSION sind jedoch parallel geschaltet. Du kannst also nach dem vertrauten Muster Boxen anschließen: Eine 16Ω-Box an einen Ausgang, eine 16Ω-Box pro Ausgang oder eine 8Ω-Box an einen der beiden Ausgänge (mit entsprechender O/P SELECT-Einstellung). Weiter unten werden mehrere Anschlussvarianten erläutert. WARNUNG! Das System funktioniert nur, wenn du folgende Punkte beachtest. a) Du darfst nur Boxen mit einer Impedanz von 8Ω anschließen. b) Die externe Box muss eine Kapazität von mindestens 30W haben. Boxen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, lösen sich sehr schnell in Luft auf – also nix gut! c) Für die Verbindung der Box benötigst du ein Lautsprecherkabel. Geschirmte, d.h. Gitarrenkabel, eignen sich hierfür denkbar schlecht. d) Schalte den Verstärker vor Anschließen der Box aus. Wenn du das nicht tust, überlebt der Amp den Anschlussversuch eventuell nicht. Achtung! Für die Arbeit mit dem AC30 Custom Classic empfehlen wir die Verwendung hochwertiger geschirmter (außer für die Boxen) Kabel mit einer Länge von maximal 10 Metern. Für die Verbindung des AC30 mit externen Boxen dürfen nur von Vox freigegebene Lautsprecherkabel (nicht geschirmt) verwendet werden.
2) Output (O/P) Select
COMBOS 16Ω: Combos können in folgenden Konfigurationen verwendet werden:
1) Wähle diese Einstellung, wenn du nur die internen Lautsprecher verwendest.
2) Wähle diese Einstellung, wenn du an die EXTERNAL-Buchse eine 16Ω-Box angeschlossen
hast. TOP 16Ω: Der Top kann in folgenden Konfigurationen verwendet werden:
1) Wähle diese Einstellung bei Verwendung einer 16Ω-Box. Die Wahl der Buchse ist unerheblich.
COMBOS 8Ω: Combos können in folgenden Konfigurationen verwendet werden:
1) Wähle diese Einstellung, wenn du eine Box an die EXTENSION-Buchse angeschlossen hast.
Die internen Lautsprecher und die externe Box werden dann parallel angesprochen. Die Impedanz der externen Box muss „16Ω“ lauten.
2) Wähle diese Einstellung, wenn du eine 8Ω-Box an die EXTERNAL-Buchse angeschlossen
hast. TOP 8Ω: Der Top kann in folgenden Konfigurationen verwendet werden:
1) Wähle diese Einstellung, wenn du zwei 16Ω-Boxen angeschlossen hast.
2) Wähle diese Einstellung, wenn du eine 8Ω-Box angeschlossen hast.29
3) OUTPUT BIAS: Hiermit kannst du den Verstärker „beeinflussen“.
82 Warm: Diese Einstellung liefert eine „Clean“-Ausgangsleistung von 22W (ohne Übersteuerung), was jener eines AC30 mit 4 Eingängen entspricht. Die Reserve für nicht verzerrte Sounds ist dann zwar geringer, allerdings ist der Sound bei niedriger Lautstärker wärmer. Außerdem leben die Röhren länger. 50 Hot: Diese Einstellung liefert eine „Clean“-Ausgangsleistung von 33W (ohne Übersteuerung), was jener eines AC30 mit 6 Eingängen entspricht. Die Röhren kommen dann zwar stärker ins Schwitzen, aber dafür ist die „Clean“-Reserve auch viel größer.
4) SMOOTHING: Hiermit kannst du die Wirkung der Klangregler ändern.
22µf Vintage: Diese Einstellung entspricht dem Verhalten des Ur-AC30 mit einem „offeneren“ Sound. Solange der Verstärker nicht angesprochen wird, könnte eventuell ein leichtes Brummen auftreten. 44µf Modern: Wie die Bezeichnung bereits verheißt, näherst du dich hiermit dem Sound eines neueren AC30 (z.B. eines handgelöteten AC30HW). Der Sound ist kompakter und der Amp brummt nicht mehr so stark.
5) FX LOOP: Hier kannst du externe Effekte (Pedale oder 19”-Prozessoren einschleifen.
LEVEL –10/+4dB: Wenn du einen 19”-Prozessor an die FX LOOP-Buchsen anschließt, musst du LEVEL auf „+4dB“ stellen. Schleifst du ein Effektpedal ein, so muss der Schalter auf „–10dB“ gestellt werden. ANMERKUNG: Es gibt keine „richtige“ Pegeleinstellung. Am besten probierst du also beide Einstellungen aus und entscheidest dich für jene, bei der richtig die Post abgeht. FX SEND: Dies ist der „Ausgang“ der Effektschleife, den man folglich mit dem Eingang des Effektgerätes verbinden muss. FX RETURN: Dies ist der „Eingang“ der Effektschleife, den man folglich mit dem Ausgang des Effektgerätes verbinden muss. ANMERKUNG: Du darfst nur geschirmte Gitarrenkabel verwenden! Nicht geschirmte Kabel sind GIFT für diese Verbindungen. FX LOOP BYPASS ON/OFF: Hierbei handelt es sich um einen „echten“ Bypass-Schalter: Wenn du ihn auf „OFF“ stellst, wird diese Schleife komplett umgangen.
6) FOOTSWITCH-Buchse: Hier kann der beiliegende VOX-Fußtaster angeschlossen werden, mit dem
der Hall- und Tremolo-Effekt ein-/ausgeschaltet werden können.
7) HT FUSE: Diese Sicherung schützt deinen Verstärker vor Spannungsspitzen. In der Regel brennt
diese Sicherung durch, wenn sich eine Ausgangsröhre nicht mehr erwartungsgemäß verhält. Beachte die Spezifikation der HT-Sicherung auf der Rückseite. Verwende nur Sicherungen des angegeben Typs.
8) MAINS INPUT: Hier muss das beiliegende Netzkabel angeschlossen werden. Die vorausgesetzte
Netzspannung wird auf der Geräterückseite erwähnt. Überprüfe vor Herstellen des Netzanschlusses und Einschalten des Verstärkers, ob er mit der am Einsatzort angebotenen Netzspannung betrieben werden darf. Wende dich im Zweifelsfall an deinen VOX-Händler.
9) MAINS-Sicherung: Diese Sicherung verhindert, dass der Verstärker im Falle einer elektrischen Störung
völlig durchschmort. Beachte die Spezifikation dieser Sicherung auf der Rückseite. Verwende nur Sicherungen des angegeben Typs.30 TECHNISCHE DATEN AC30CC1 AC 30W, 1x12"-Combo, Celestion Neo-dog-Lautsprecher
- Ausgangsleistung: 30W RMS an 16Ω AC30CC2 AC 30W, 2x12"-Combo, Wharfdale-Lautsprecher
- Ausgangsleistung: 30W RMS an 16Ω AC30CC2X AC 30W, 2x12"-Combo, Celestion Alnico-Lautsprecher
- Ausgangsleistung: 30W RMS an 16Ω AC30CCH AC 30W, Verstärker-Top
- Ausgangsleistung: 30W RMS an 16Ω
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