BRESSER BIODISCOVER 201280X - Mikroskop

BIODISCOVER 201280X - Mikroskop BRESSER - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Häufig gestellte Fragen - BIODISCOVER 201280X BRESSER

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BEDIENUNGSANLEITUNG BIODISCOVER 201280X BRESSER

text_image DE Bedienungsanleitung GB Instruction Manual FR Mode d'emploi ES Manual de instrucciones WF-16X 10X 40X WF5X BRESSER BioDiscover

BRESSER BIODISCOVER 201280X - 1

BRESSER®

BioDiscover

WARNUNG!!

Für die Arbeit mit diesem Gerät werden häufig scharfkantige und spitze Hilfsmittel eingesetzt. Bewahren Sie deshalb dieses Gerät sowie alle Zubehörteile und Hilfsmittel an einem für Kinder unzugänglichen Ort auf. Lassen Sie Kinder nur unter Aufsicht mit dem Gerät arbeiten! Verpackungsmaterial (Plastiktüten, Gummibänder etc.) von Kindern fernhalten!

CAUTION!

Alle Teile (Abb. A):

16x WF Okular
2 5x WF Okular
3 Barlowlinse
4 Okularstutzen
5 Mikroskopkopf
6 LED-Beleuchtung (Auflicht)
7 Scharfeinstellungsrad
8 Ein/Aus-Schalter / Dimmer
9 Stromanschluss
10Okularhalter
11 Farbfilter-Blenden-Kombirad
12 LED-Beleuchtung (Durchlicht)
⑬ Mikroskoptisch
14 Objektträger-Klemmen
15 Objektiv
16 Objektivrevolver
17 Feststellschraube

Alle Teile (Abb. B):

18 MikroCut
19 Pinzette
20 Pipette
21 Präpariernadeln
22 Garnelenbrutanlage
23 Hefe
24 Gum-Media
25 Seesalz
26 Garneleneier
27 Box mit Objektträgern, Deckgläsern und Dauerpräparaten
28 Netzstecker

29 Kreuztisch (optional)
30 Befestigungsschraube
31 Längs-Stellschraube
32 Quer-Stellschraube

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines/Standort 5
  2. Elektrische LED-Beleuchtung mit Dimmer 5
  3. Farbfilter-Blenden-Kombirad 5
  4. Mikroskopeinstellung (Durchlicht) 5
  5. Beobachtung 5
  6. Beobachtungsobjekt – Be schaf fen heit und Präparierung 6
  7. Mikroskopeinstellung (Auflicht) 6
  8. Experimente (Durchlicht) 6
  9. Optionales Zubehör 7
  10. Pflege und Wartung 7
  11. Technische Daten 8
  12. Konformitätserklärung 8
    Service - Garantie 19

Seite

4. Mikroskopeinstellung (Durchlicht)

Der Mikroskopeinblick (Abb. A 1-5) wird nun für die erste Beobachtung vorbereitet. Zunächst lösen Sie die Schraube (Abb. A 17) und drehen den Okularstutzen (Abb. A 4) in eine für Sie bequeme Beobachtungsposition. Beginnen Sie jede Beobachtung mit der niedrigsten Vergrößerung. Fahren Sie den Mikroskoptisch (Abb. A 13) mittels Scharfein stellungsrad (Abb. A 7) ganz herunter und drehen Sie dann den Objek tiv revolver (Abb. A 16) bis er auf der niedrigsten Vergrößerung (4x) einrastet. (Das 4x-Objektiv steht jetzt senkrecht nach unten.) Setzen Sie das 5x Okular (Abb. A 2) in die Barlowlinse (Abb. A 3) ein Achten Sie darauf, dass die Barlowlinse ganz im Okularstutzen (Abb. A 4) steckt und nicht herausgezogen ist.

Wichtiger Hinweis:

Diese Anleitung beinhaltet am Anfang und am Ende jeweils eine ausklappbare Seite mit nummerierten Abbildungen. Sie dienen zum besseren Verständnis des Anleitungstextes.

Sämtliche Abbildungsnummern mit der Bezeichnung A am Anfang weisen auf Abbildungen der ersten Klappseite hin.

Abbil dungen zu Nummern, die mit der Bezeichnung B beginnen, finden Sie auf der Aus klappseite am Ende der Anleitung.

1. Allgemeines/Standort

Bevor Sie mit dem Aufbau Ihres Mikroskops beginnen, wählen Sie einen geeigneten Standort. Zunächst sollten Sie darauf achten, dass Ihr Mikroskop auf einem stabilen, erschütterungsfreien Untergrund steht. Für die Beobachtung mit der elektrischen Beleuchtung wird bei Verwendung des mitgelieferten Netzteiles ein Stromanschluss (220-230 V) benötigt. (Verwenden Sie bitte aus Sicherheitsgründen nur das mitgelieferte Netzteil. Fremdnetzteile entsprechen u. U. nicht den erforderlichen technischen Spezifikationen. Schäden, die durch Fremd netz teile am Gerät entstehen, fallen nicht unter die Garan tie.)

2. Elektrische LED-Beleuchtung mit Dimmer

Das Mikroskop ist mit zwei unabhängig regelbaren Beleuchtungseinheiten für Ober- und/oder Unterlicht ausgestattet, die über die Dimmerräder (Abb. A 8) je nach Bedarf eingeschaltet werden können. Durchlicht wird für klarsichtige Prä parate (Präparate auf Objektträgern) eingesetzt. Um feste, undurchsichtige Objekte zu betrachten, wählen Sie das Auflicht. Die gleichzeitige Benutzung der Durch- und Auflichtbeleuchtung ist nur bei halbdurchsichtigen Objekten sinnvoll. Diese Betriebsart ist für Durchlichtobjekte auf Objektträgern nicht empfehlenswert, da es hier zu Reflektionen auf dem Objekt träger kommen kann.

3. Farbfilter-Blenden-Kombirad

Mit dem Farbfilter-Blenden-Kombirad (Abb. A 11) unterhalb des Mikroskoptisches können Sie die Abbildungsqualität bei der Betrachtung klarsichtiger Präparate beeinflussen. Feine Details werden je nach Farbe und Objekt besser dargestellt. Auch bei der Auflichtbetrachtung (z. B. transparente Objekte) kann farbiges Unterlicht in Kombination mit dem weißen Oberlicht die Detailabbildung verstärken. Abhängig von der verwendeten Blendenöffnung wird durch die entsprechende Lichtbündelung zusätzlich die Schärfe, die Schärfentiefe sowie der Kontrast und die Detail-Auflösung der Beobachtung beeinflusst.

Hinweis:

Bevor Sie die Objektiveinstellung wechseln, fahren Sie den Miroskoptisch immer erst ganz herunter. Dadurch können Sie eventuelle Be schä digungen vermeiden!

5. Beobachtung

Nachdem Sie das Mikroskop mit entsprechender Beleuchtung aufgebaut und eingestellt haben, gelten folgende Grundsätze:

Beginnen Sie mit einer einfachen Beobachtung bei niedrigster Vergrößerung. Die Zentrierung und Ein stellung des zu betrachtenden Objekts ist so leichter. Je höher die Vergrößerung ist, desto mehr Licht wird für eine gute Bildqualität benötigt. Platzieren Sie nun einen Objektträger mit Dauerpräparat direkt unter dem Objektiv auf dem Mikroskoptisch und sichern Sie es mit den Objektträger-Klemmen (Abb. A 14). Wichtig: Das zu beobachtende Objekt muss genau im Strahlengang der Durchlichtbeleuchtung liegen. Blicken Sie nun durch das Okular (Abb. A 1/2) und drehen Sie vorsichtig an der Scharfeinstellung (Abb. A 7) bis das Bild scharf ist. Mit dem Dimmerrad (Abb. A 8) wird die Helligkeit der Unterlichtbeleuchtung so eingestellt, dass die Details des Präparates optimal dargestellt werden. Jetzt können Sie eine höhere Ver größerung einstellen, indem Sie langsam die Barlowlinse (Abb. A 3) aus dem Okularstutzen (Abb. A 4) herausziehen. Bei fast vollständig herausgezogener Barlowlinse kann die Ver größerung auf nahezu das Doppelte gesteigert werden. Für noch höhere Vergrößerungen setzen Sie das Okular 16x (Abb. A 1) ein und drehen den Objektivrevolver (Abb. A 16) auf höhere Einstellungen (10x/40x).

Wichtiger Hinweis:

Abhängig vom verwendeten Präparat führen höhere

Vergrößerungen in Einzelfällen nicht zu einem besseren

Abbildungsergebnis!

Beachten Sie:

Bei veränderter Vergrößerungs einstel lung (Okular- od Objektiv wech sel, Heraus ziehen der Barlowlinse) muss Bildschärfe am Scharf ein stel lungs rad (Abb. A 7) neu eing stellt werden. Gehen Sie hierbei sehr vorsichtig vor. Wenn Sie den Mikroskoptisch zu schnell herauffahren, können sich Objektiv und Objektträger berühren und beschädigt werden!

6. Beobachtungsobjekt-Beschaffenheit u. Präparierung

6.1 Beschaffenheit des Beobachtungsobjekts

Mit diesem Gerät, einem Auflicht- und Durchlichtmikroskop, können durchsichtige sowie undurchsichtige Objekte beobachtet werden. Das Bild des jeweiligen Beobachtungsobjektes wird über das Licht „transportiert“. Daher entscheidet die richtige Beleuchtung darüber, ob Sie etwas sehen können oder nicht!

Betrachten Sie undurchsichtige (opake) Objekte (z.B. kleinere Tiere, Pflan zen teile, Steine, Münzen usw.) mit diesem Mikroskop, so fällt das Licht auf den zu betrachtenden Gegenstand. Von dort wird das Licht zurück geworfen und ge langt durch Objektiv und Okular (bewirken die Vergrößerung) ins Auge (Auf licht mikroskopie). Bei durchsichtigen (transparenten) Objekten (z.B. Einzeller) hingegen scheint das Licht von unten durch die Öffnung im Mikroskoptisch und dann durch das Beobachtungsobjekt. Der Weg des Lichts führt weiter durch Objektiv und Oku lar, wo wiederum die Vergrößerung erfolgt, und gelangt schließlich ins Auge (Durchlichtmikroskopie).

Viele Kleinlebewesen des Wassers, Pflanzenteile und feinste tierische Bestand teile haben nun von Natur aus diese transparente Eigenschaft, andere müssen erst noch entsprechend präpariert werden. Sei es, dass wir sie mittels einer Vorbehandlung oder Durch dringung mit geeigneten Stoffen (Medien) durchsichtig machen, oder dadurch, dass wir feinste Scheibchen von ihnen abschneiden (Handschnitt, MicroCutschnitt) und diese dann untersuchen. Mit diesen Metho den wird uns der nachfolgende Teil vertraut machen.

6.2 Herstellen dünner Präparatschnitte

Wie bereits vorher ausgeführt, sind von einem Objekt möglichst dünne Schnitte herzustellen. Um zu besten Ergebnissen zu kommen, benötigen wir etwas Wachs oder Paraffin. Nehmen Sie z. B. einfach eine Kerze. Das Wachs wird in einen Topf gegeben und über einer Flamme erwärmt. Das Objekt wird nun mehrere Male in das flüssige Wachs getaucht. Lassen Sie das Wachs hart werden. Mit einem MicroCut (Abb. B 18) oder Messer/Skalpell (Vorsicht!!!) werden jetzt feinste Schnitte von dem mit Wachs umhüllten Objekt abgeschnitten. Diese Schnitte werden auf einen Glasobjektträger gelegt und mit einem Deckglasabgedeckt.

6.3 Herstellen eines eigenen Präparats

Legen Sie das zu beobachtende Objekt auf einen Glasobjektträger und geben Sie mit einer Pipette (Abb. B 20) einen Tropfen destilliertes Wasser auf das Ob jekt (Abb. B I).

Setzen Sie ein Deckglas senkrecht am Rand des Wassertropfens an, so dass das Wasser entlang der Deckglaskante verläuft. Senken Sie nun das Deckglas langsam über dem Wassertropfen ab (Abb. B II).

Hinweis:

Das mitgelieferte „Gum-Media“ (Abb. B 24) dient zur Herstellung von Dau erpräparaten. Geben Sie dieses anstelle von destilliertem Wasser hinzu. Das „Gum-Media“ härtet aus, so dass das Objekt dauerhaft auf dem Ob jektträger verbleibt.

7. Mikroskopeinstellung (Auflicht)

Sie können die Ober- und Unter lichtbeleuchtung einzeln oder gemeinsam nutzen und getrennt dimmen, so dass jedes Betrachtungsobjekt optimal ausgeleuchtet werden kann. Das beste Beobachtungsergebnis im Auflichtmodus er reichen Sie bei einer Kom bination von 5x Okular und 4x Objektiv. Bei einer anderen Kom bination steigt der Vergrößerungsfaktor, der Blickwinkel wird je doch re duziert.

8. Experimente (Durchlicht)

Wenn Sie sich bereits mit dem Mikroskop vertraut gemacht haben, können Sie die nachfolgenden Experimente durchführen und die Ergebnisse unter Ihrem Mikros kop beobachten.

8.1 Zeitungsdruck

Objekte:

  1. ein kleines Stückchen Papier einer Tageszeitung mit dem Teil eines Bildes und einigen Buchstaben,
  2. ein ähnliches Stückchen Papier aus einer Illustrierten.

Um die Buchstaben und die Bilder beobachten zu können, stellen Sie von jedem Objekt ein zeitlich begrenztes Präparat her. Stellen Sie nun an Ihrem Mi kroskop die niedrigste Vergrößerung ein und benutzen Sie das Präparat von der Ta ges zeitung. Die Buchstaben sehen zerfranst und gebrochen aus, da die Tages zeitung auf rauem, minderwertigerem Papier gedruckt wird. Die Buch staben der Illustrierten erscheinen glatter und vollständiger. Das Bild der Tageszeitung besteht aus vielen kleinen Punkten, die etwas schmutzig er schei nen. Die Bild punkte (Rasterpunkte) des Illustriertenbildes zeichnen sich scharf ab.

8.2 Textilfasern

Objekte und Zubehör:

  1. Fäden von verschiedenen Textilien: Baumwolle, Leinen, Wolle, Seide, Kunst seide, Nylon usw.,

  2. zwei Nadeln.

Jeder Faden wird auf einen Glasobjektträger gelegt und mit Hilfe der beiden Nadeln aufgefasert. Die Fäden werden angefeuchtet und mit einem Deckglas abgedeckt. Das Mikroskop wird auf eine niedrige Vergrößerung eingestellt. Baumwollfasern sind pflanzlichen Ursprungs und sehen unter dem Mikroskop wie ein flaches, gedrehtes Band aus. Die Fasern sind an den Kanten dicker und runder als in der Mitte. Baumwollfasern sind im Grun de lange, zu sam men ge fallene Röhrchen. Leinenfasern sind auch pflanzlichen Ursprungs, sie sind rund und verlaufen in gerader Richtung. Die Fasern glänzen wie Seide und weisen zahllose Schwellungen am Faserrohr auf. Seide ist tierischen Ursprungs und besteht im Gegensatz zu hohlen pflanzlichen Fa sern aus massiven Fasern von kleinerem Durchmesser. Jede Faser ist glatt und ebenmäßig und hat das Aus sehen eines kleinen Glasstabes. Wollfasern sind auch tierischen Ursprungs, die Oberfläche besteht aus sich überlappenden Hülsen, die gebrochen und welligerscheinen. Wenn es möglich ist, ver gleichen Sie Woll fa sern von verschiedenen Webereien. Beachten Sie dabei das unterschiedliche Aussehen der Fasern. Ex perten können daraus das Ur sprungs land der Wolle bestimmen. Kunstseide ist, wie bereits der Name sagt, durch einen langen chemischen Prozess künstlich hergestellt worden. Alle Fasern zeigen har te, dunkle Linien auf der glatten, glänzenden Oberfläche. Die Fasern kräuseln sich nach dem Trocknen im gleichen Zustand. Beobachten Sie die Gemein samkeiten und Unterschiede.

8.3 Wie entsteht Brotschimmel?

Objekt: ein altes Stück Brot.

Die Sporen der Pilzart, die unser Brot befällt, sind überall in der

Atmosphäre anzutreffen. Legen Sie das Brot auf einen Objektträger und spritzen Sie vorsichtig etwas Wasser darauf. Befeuchten Sie das Brot nur und lassen es sich nicht vollsaugen! Legen Sie nun das Brot in ein Gefäß mit Schraubverschluss und stel len es in einen Schrank, in den nur wenig Licht einfällt und in dem eine war me Temperatur herrscht. In kurzer Zeit bildet sich der Schwarze Brot schim mel. Betrachten Sie das Brot jeden Tag. Als Erstes vom Schimmel zeigt sich ein weißer, glänzender Flaum. Nehmen Sie ihn auf einen Objektträger zur Beob ach tung. Das Material stellt sich als eine verwickelte Fadenmasse heraus, die in ihrer Gesamtheit den Pilzkörper bildet. Das Ganze bezeichnet man als Myce lium. Jeder Faden ist eine Hyphe. Bald treten einige Rhizoiden auf, die den Schim melpilz mit dem Brot verankern, um dadurch Wasser und Nährstoffe zum Wachs tum des Myceliums zu erhalten.

Im Laufe der Zeit färben sich die Rhi zo iden bräunlich. Vertikal über diese Gruppe wachsen Hyphen wie lange schlanke Stängel, die in einer winzig kleinen, weißen Kugel enden. Den Stängel bezeichnet man als Sporangiophore (Träger der Sporen kapsel), die Kugel ist das Sporan gium (Sporenkapsel). Bald nehmen diese Kugeln eine schwarze Farbe an. Die im Inneren befindlichen Sporen reifen. Wenn die Sporenkapsel aufbricht, so setzt sie die Sporen frei, die nun an die Luft treten und anderes Brot infizieren. Mit bloßem Auge können Sie die reifen Spo renkapseln als winzige schwarze Flecken erkennen. Sie sind auf der Schimmel pilz ober fläche verstreut und geben somit der Pilzart Ihren Namen. Es gibt aber noch andere Arten von Schimmel pilzen. Sie können rosa, rot, blau oder grün sein. Stellen Sie sich Präparate aller Stadien des Brotschimmels her.

8.4 Salzwassergarnelen

Zubehör:

  1. Garnelenbrutanlage (Abb. B 22),
  2. Hefe (Abb. B 23),
  3. Gum-Media (Abb. B 24),
  4. Seesalz (Abb. B 25),
  5. Garneleneier (Abb. B 26).

8.4.1 Der Lebenszyklus der Salzwassergarnele

Die Salzwassergarnele oder „Artimia salina“, wie sie den Wissenschaftlern be kannt ist, durchläuft einen ungewöhnlichen und interessanten Lebenszyklus. Die von den Weibchen produzierten Eier werden ausgebrütet, ohne jemals von einer männlichen Garnele befruchtet worden zu sein. Die Garnelen, die aus diesen Eiern ausgebrütet werden, sind alle Weibchen. Unter ungewöhnlichen Um stän den, z. B. wenn der Sumpf austrocknet, können den Eiern männliche Gar nelen entschlüpfen. Diese Männchen befruchten die Eier der Weibchen und aus der Paarung entstehen besondere Eier. Diese Eier, sogenannte „Wintereier“, haben eine dicke Schale, die das Ei schützt. Die Wintereier sind sehr widerstandsfähig und bleiben sogar lebensfähig, wenn der Sumpf oder See austrocknet und dadurch der Tod der ganzen Garnelenbevölkerung verursacht wird; sie können 5-10 Jahre in einem „schlafenden“ Zustand verharren. Die Eier brüten aus, wenn die richtigen Umweltbedingungen wieder hergestellt sind. Die mitgelieferten Eier (Abb. B 26) sind von dieser Beschaffenheit.

8.4.2 Das Ausbrüten der Salzwassergarnele

Um die Garnele auszubrüten, ist es zuerst notwendig, eine Salzlösung herzustellen, die den Lebensbedingungen der Garnele entspricht. Füllen Sie einen halben Liter Regen- oder Leitungswasser in ein Gefäß. Dieses Wasser lassen Sie ca. 30 Stunden stehen. Da das Wasser im Laufe der Zeit verdunstet, ist es ratsam ein zweites Gefäß ebenfalls mit Wasser zu füllen und 36 Stunden stehen zu lassen. Nachdem das Wasser diese Zeit „abgestanden“ hat, schütten Sie die Hälfte des beigefügten Seesalzes (Abb. B 25) in das Gefäß und rühren solange, bis sich das Salz ganz aufgelöst hat. Geben Sie nun etwas von dem hergestellten Seewasser in die Garnelenbrutanlage (Abb. B 22). Nun geben Sie einige Eier hinzu und schließen den Deckel. Stellen Sie die Brutanlage an einen lichten Platz, aber vermeiden Sie es, den Behälter direktem Sonnenlicht auszusetzen. Die Temperatur sollte ca. 25°C betragen. Bei dieser Temperatur schlüpft die Gar nele nach ungefähr 2-3 Tagen aus. Falls während dieser Zeit das Wasser in dem Gefäß verdunstet, füllen Sie Wasser aus dem zweiten Gefäß nach.

8.4.3 Die Salzwassergarnele unter dem Mikroskop

Das Tier, das aus dem Ei schlüpft, ist bekannt unter dem Namen „Nauplius larve“. Mit Hilfe der Pipette (Abb. B 20) legen Sie einige dieser Larven auf einen Glasobjektträger und machen ihre Beobachtungen. Die Larve wird sich durch die Salzwasserlösung mit Hilfe ihrer haarähnlichen Auswüchse bewegen. Ent nehmen Sie jeden Tag einige Larven aus dem Gefäß und beobachten Sie sie unter dem Mikroskop. Wenn Sie täglich die Larven mit Hilfe des MikrOku lars beobachten und die erhaltenen Bilder speichern, erstellen Sie eine lückenlo se Bilddokumentation über den Lebenszyklus der Seewassergarnele. Sie können auch die obere Kappe der Garnelenbrutanlage abnehmen und die ge samte An lage auf den Mikroskoptisch setzen. Abhängig von der Raumtemperatur wird die Larve innerhalb von 6-10 Wochen ausgereift sein. Bald werden Sie eine gan ze Generation von Salzwassergarnelen gezüchtet haben, die sich immer wieder vermehrt.

8.4.4 Das Füttern Ihrer Salzwassergarnelen

Um die Salzwassergarnelen am Leben zu erhalten, müssen sie von Zeit zu Zeit gefüttert werden. Dies muss sorgfältig geschehen, da eine Überfütterung be wirkt, dass das Wasser fault und unsere Garnelenbevölkerung vergiftet wird. Die Fütterung erfolgt am besten mit trockener Hefe in Pulverform (Abb. B 23). Alle zwei Tage ein wenig von dieser Hefe zu den Garnelen geben. Wenn das Wasser in der Brutanlage dunkel wird, ist das ein Zeichen dafür, dass es fault. Nehmen Sie die Garnelen dann sofort aus dem Wasser und setzen Sie sie in ei ne frische Salzlösung.

Achtung: Die Garneleneier und die Garnelen sind nicht zum Verzehr geeignet!

9. Optionales Zubehör

Für das Bresser BioDiscover ist optional ein Kreuztisch lieferbar (Abb. B 29). Für die Mon tage entfernen Sie bitte die Objektträger-Klemmen (Abb. A 14).

Mit der Schraube (Abb. B 30) wird der Kreuzisch am Mikroskoptisch befestigt. Mit den Stellschrauben (Abb. B 31 und 32) ist eine genaue Positionierung des Objektes, in Längs- (Abb. B 31) oder Querrichtung (Abb. B 32), möglich.

10. Pflege und Wartung

Ihr Mikroskop ist ein hochwertiges optisches Gerät. Deshalb sollten Sie vermeiden, dass Staub oder Feuchtigkeit mit Ihrem Mikroskop in Berüh rung kommt. Vermeiden Sie auch Fingerabdrücke auf allen optischen Flächen.

Sollte dennoch Schmutz oder Staub auf Ihr Mikroskop oder das Zubehör geraten sein, entfernen Sie diesen zuerst mit einem weichen Pinsel. Danach reinigen Sie die verschmutzte Stelle mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Finger ab drücke auf den optischen Flächen entfernen Sie am Besten mit einem fusselfreien, weichen Tuch, auf

das Sie vorher etwas Alkohol gegeben haben.

Nach der Benutzung sollten Sie das Mikroskop und das Zubehör an einem trockenen Ort aufbewahren.

Bedenken Sie:

Ein gut gepflegtes Mikroskop behält auf Jahre hinaus seine optische Qua lität und so seinen Wert.

11. Technische Daten

Vergrößerungstabelle
Okulare Objektive Vergrößerung mit Barlowlinse

5x4x20x40x
5x10x50x100x
5x40x200x400x
16x4x64x128x
16x10x160x320x
16x40x640x1280x

12. Konformitätserklärung

Die Bresser GmbH, ansässig in 46414 Rhede/ Westf., Gutenbergstr. 2, Germany, erklärt für die ses Produkt die Übereinstimmung mit nachfolgend aufgeführten EG-Richtlinien:

EN 61558-2-6:1997

EN 61558-1: 1997 +A1

Produktbeschreibung: Auflicht-/Durchlicht-Mikroskop

Typ / Bezeichnung: BRESSER BioDiscover

Rhede, 02. 07. 2007

Bresser GmbH

BRESSER BIODISCOVER 201280X - Konformitätserklärung - 1

Helmut Ebbert

Geschäftsführer

All parts (Fig. A):

  1. Yeast (Fig. B 23),
  2. Gum media (Fig. B 24),
  3. Sea salt (Fig. B 25),
  4. Shrimp eggs (Fig. B 26),
  5. Shrimp egg hatching plant (Fig. B 22).

Die reguläre Garantiezeit beträgt 2 Jahre und beginnt am Tag des Kaufs. Um von einer verlängerten, freiwilligen Garantiezeit wie auf dem Geschenkkarton angegeben zu profitieren, ist eine Registrierung auf unserer Website erforderlich.

Die vollständigen Garantiebedingungen sowie Informationen zu Garantiezeitverlängerung und Serviceleistungen können Sie unter www.bresser.de/garantiebedingungen einsehen.

Sie wünschen eine ausführliche Anleitung zu diesem Produkt in einer bestimmten Sprache? Dann besuchen Sie unsere Website über nachfolgenden Link (QR Code) für verfügbare Versionen.

Alternativ können Sie uns auch eine E-Mail an die Adresse manuals@bresser.de schicken oder eine Nachricht unter +49 (0) 2872 - 8074-220* hinterlassen. Bitte geben Sie stets Ihren Namen, Ihre genaue Adresse, eine gültige Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie die Artikelnummer und -bezeichnung an.

*Lokale Rufnummer in Deutschland (Die Höhe der Gebühren je Telefonat ist abhängig vom Tarif Ihres Telefonanbieters); Anrufe aus dem Ausland sind mit höheren Kosten verbunden.

GB WARRANTY & SERVICE

www.bresser.de · service@bresser.de

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Produktinformationen

Marke : BRESSER

Modell : BIODISCOVER 201280X

Kategorie : Mikroskop