MECABLITZ 48 AF-1 NIKON - Externer Blitz METZ - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Externer Blitz für Nikon Kameras (i-TTL, D-TTL, TTL) |
| Marke | METZ |
| Modell | MECABLITZ 48 AF-1 NIKON |
| Kompatibilität | Nikon Spiegelreflex- und Kompaktkameras mit Blitzschuh (Gruppen A bis E) |
| Maximale Leitzahl | 48 (ISO 100, Zoom 105 mm) |
| Blitzmodi | Standard-TTL, TTL BL, i-TTL, i-TTL-BL, D-TTL, D-TTL-3D, Manuell M, Hochgeschwindigkeitssynchronisation (FP/HSS) |
| Synchronisation | 1. und 2. Vorhang (REAR), Langzeitsynchronisation, Hochgeschwindigkeit |
| Stromversorgung | 4 AA-Batterien/Akkus (LR6/HR6/KR6/FR6) – NiCd, NiMH, Alkali, Lithium |
| Blitzanzahl (volle Leistung) | Bis zu 460 Blitze (Lithium), 250 (NiMH 1600 mAh), 210 (Alkali), 90 (NiCd 600 mAh) |
| Aufladezeit | Ca. 3,5 Sekunden (volle Leistung) |
| Farbtemperatur | 5600 K |
| ISO-Bereich | 6 bis 6400 |
| Abmessungen (B x H x T) | 71 x 137 x 99 mm |
| Gewicht | Ca. 425 g (ohne Batterien) |
| Motorisierter Zoomkopf | Abdeckung 24-105 mm (18 mm mit integriertem Weitwinkeldiffusor) |
| Ausrichtung Zoomkopf | Vertikal -7° bis +90°, horizontal bis 180° nach links/rechts |
| Sonderfunktionen | Funk-Slave-Modus (3 Gruppen, 4 Kanäle), Einstelllicht, erweiterter Zoom, Blitzbelichtungsreihe (FB), Belichtungskorrektur ±3 EV |
| Pflege und Reinigung | Mit einem weichen, trockenen Tuch reinigen. Keine Reinigungsmittel verwenden. Bei längerer Nichtbenutzung Batterien entnehmen. |
| Sicherheit | Nicht in der Nähe von Augen oder brennbaren Gasen auslösen. Nicht zerlegen (Hochspannung). Vor Montage/Demontage ausschalten. |
| Firmware-Update | Über USB-Anschluss |
| Optionales Zubehör | Mecabounce 58-90, Reflektor 58-23, Blitzstativ W-F127 |
| Reset | Taste „Modus“ ca. 5 Sekunden gedrückt halten (Anzeige „rES“) |
Häufig gestellte Fragen - MECABLITZ 48 AF-1 NIKON METZ
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BEDIENUNGSANLEITUNG MECABLITZ 48 AF-1 NIKON METZ
für/for Nikon-Digitalkameras, incl. CLS-System
Bedienungsanleitung
Gebruiksaanwijzing
Manuale istruzioni
Mode d'emploi
1 Sicherheitshinweise ....3
2 Dedicated-Blitzfunktionen ....4
3 Blitzgerät vorbereiten ....5
3.1 Montage des Blitzgerätes 5
3.2 Stromversorgung 5
3.3 Ein- und Ausschalten des Blitzgerätes .....5
3.4 Automatische Geräteabschaltung / Auto - OFF .....5
4 LED-Anzeigen am Blitzgerät 6
4.1 Blitzbereitschaftsanzeige ....6
4.2 Belichtungskontrollanzeige 6
5 Anzeigen am Display ....6
5.1 Anzeige der Blitzbetriebsart 7
5.2 Reichweitenanzeige 7
5.3 Error-Anzeige „FEE“ 7
5.4 Unterbelichtungsanzeige „EV“ 8
6 Anzeigen im Kamerasucher 8
7 Blitzbetriebsarten („Mode“) 8
7.1 TTL-Betriebsarten 8
7.2 Manueller Blitzbetrieb .....10
8 Manuelle Blitzbelichtungskorrektur ....11
9 Sonderfunktionen („Select“) 11
9.1 Motorzoom-Hauptreflektor („Zoom“) 12
9.2 Remote-Slave-Blitzbetrieb (SL) 13
9.3 Blitzbelichtungsreihen („FB“) 14
9.4 Automatische Geräteabschaltung ⑨ 15
9.5 Einstelllicht („ML“) 15
9.6 Extended-Zoom-Betrieb („Ex“) 15
9.7 Meter-Feet-Umschaltung („m“ / „ft“) 15
10 Blitztechniken ....16
10.1 Indirektes Blitzen 16
10.2 Indirektes Blitzen mit Reflektorkarte .....16
10.3 Nahaufnahmen / Makroaufnahmen .....16
10.4 Blitzbelichtungs-Messwertspeicher .....16
11 Blitzsynchronisation ....17
11.1 Automatische Blitzsynchronzeitsteuerung .....17
11.2 Normalsynchronisation .....17
11.3 Synchronisation auf den 2.Verschlussvorhang (REAR) .....17
11.4 Langzeitsynchronisation (SLOW) .....17
11.5 Automatische Kurzzeitsynchronisation (FP .....18
11.6 Vorblitzfunktion gegen „Rote-Augen-Effekt“ 18
12 Automatischer AF-Messblitz .....18
13 Zündungssteuerung (Auto-Flash) .....19
14 Wartung und Pflege ....19
14.1 Firmware-Update ..... 19
14.2 Reset 19
14.3 Formieren des Blitzkondensators .....19
15 Hilfe bei Störungen ....19
16 Technische Daten ....21
17 Sonderzubehör .....22
Garantiebestimmungen ....23
Tabelle 3: Leitzahlen bei maximaler Lichtleistung (P 1/1) .....132
Tabelle 4: Blitzleuchtzahlen in den Teillichtleistungsstufen .....133
Tabelle 5: Blitzfolgezeiten und Blitzanzahl bei den versch. Batterietype . .134
Tabelle 6:Maximale Leitzahlen* im HSS-Betrieb .....134
Vorwort
Vielen Dank, dass Sie sich für ein Metz Produkt entschieden haben.
Wir freuen uns, Sie als Kunde begrüßen zu dürfen.
Natürlich können Sie es kaum erwarten, das Blitzgerät in Betrieb zu nehmen. Es lohnt sich aber, die Bedienungsanleitung zu lesen, denn nur so lernen Sie, mit dem Gerät problemlos umzugehen.
Dieses Blitzgerät ist geeignet für:
- Analoge und digitale Nikon-Kameras mit TTL-, D-TTL und i-TTL-Blitzsteuerung.
- Digitale Fuji-SLR-Kameras z.B. „Fuji FinePix S3Pro“.
Für Kameras anderer Hersteller ist das Blitzgerät nicht geeignet! Schlagen Sie bitte auch die Bildseite des Umschlages am Ende der Anleitung auf.
1 Sicherheitshinweise
- Das Blitzgerät ist ausschließlich zur Verwendung im fotografischen Bereich vorgesehen und zugelassen!
- In Umgebung von entflammbaren Gasen oder Flüssigkeiten (Benzin, Lösungsmittel etc.) darf das Blitzgerät keinesfalls ausgelöst werden! EXPLOSIONSGEFAHR!
- Auto-, Bus-, Fahrrad-, Motorrad- oder Zugfahrer etc. niemals während der Fahrt mit einem Blitzgerät fotografieren. Durch die Blendung kann der Fahrer einen Unfall verursachen!
- Lösen Sie in unmittelbarer Nähe der Augen keinesfalls einen Blitz aus! Ein Blitzlicht direkt vor den Augen von Personen und Tieren kann zur Netzhautschädigung führen und schwere Sehstörungen verursachen - bis hin zur Erblindung!
- Nur die in der Bedienungsanleitung bezeichneten und zugelassenen Stromquellen verwenden!
- Batterien/Akkus nicht übermäßiger Wärme wie Sonnenschein, Feuer oder
dergleichen aussetzen!
- Verbrauchte Batterien/Akkus nicht ins Feuer werfen!
- Aus verbrauchten Batterien kann Lauge austreten, was zur Beschädigung der Kontakte führt. Verbrauchte Batterien deshalb immer aus dem Gerät entnehmen.
- Trockenbatterien dürfen nicht geladen werden.
- Blitz- und Ladegerät nicht Tropf- und Spritzwasser (z.B. Regen) aussetzen!
- Schützen Sie Ihr Blitzgerät vor großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit! Blitzgerät nicht im Handschuhfach des Autos aufbewahren!
- Beim Auslösen eines Blitzes darf sich kein lichtundurchlässiges Material unmittelbar vor oder direkt auf der Reflektorscheibe befinden. Die Reflektorscheibe darf nicht verunreinigt sein. Bei Nichtbeachtung kann es, durch die hohe Energie des Blitzlichtes, zu Verbrennungen des Materials bzw. der Reflektorscheibe führen.
- Nach mehrfachem Blitzen nicht die Reflektorscheibe berühren. Verbrennungsgefahr!
- Blitzgerät nicht zerlegen! HOCHSPANNUNG! Im Geräteinneren befinden sich keine Bauteile, die von einem Laien repariert werden können.
- Bei Serienblitzaufnahmen mit voller Lichtleistung und den kurzen Blitzfolgezeiten des NC-/NiMH-Akku-Betriebes ist darauf zu achten, dass nach jeweils 15 Blitzen eine Pause von mindestens 10 Minuten eingehalten wird. Somit vermeiden Sie eine Überlastung des Gerätes.
- Bei Serienblitzaufnahmen mit voller Lichtleistung und kurzen Blitzfolgezeiten wärmt sich die Streuscheibe bei Zoompositionen von 35mm und weniger durch die hohe Lichtenergie stark auf.
- Das Blitzgerät darf nur dann zusammen mit einem in die Kamera eingebauten Blitzgerät verwendet werden, wenn dieses vollständig ausgeklappt werden kann!
- Bei raschem Temperaturwechsel kann Feuchtigkeitsbeschlag auftreten. Gerät akklimatisieren lassen!
- Keine schadhaften Batterien oder Akkus verwenden!

2. Dedicated-Blitzfunktionen
Die Dedicated-Blitzfunktionen sind speziell auf das Kamerasystem abgestimmte Blitzfunktionen. In Abhängigkeit vom Kameratyp werden dabei verschiedene Blitzfunktionen unterstützt.
2.1 Aufteilung der Kamera-Gruppen
Die Nikon-Kameras können hinsichtlich der Dedicated-Blitzfunktionen in folgende Gruppen aufgeteilt werden:
| Kameras aus Gruppe A | Kameras ohne digitale Datenübertragung zum Blitzgerätz.B. Nikon F601, F601M, F60, F50, FM-3ADigitale Kompaktkameras “Nikon - Coolpix” |
| Kameras aus Gruppe B | Kameras mit digitaler Datenübertragung zum Blitzgerätz.B. Nikon F4, F4s, F801, F801s |
| Kameras aus Gruppe C | Kameras mit digitaler Datenübertragung zum Blitzgerät und 3D-Multisensor-Aufhellblitzbetriebz.B. Nikon F5, F100, F80, F70, |
| Kameras aus Gruppe D | Digitale Nikon-Spiegelreflexkameras mit D-TTL-Blitzbetrieb (ohne CLS Unterstützung)z.B. D1, D1x, D1H, D100, Fuji FinePix S3Pro |
| Kameras aus Gruppe E | Digitale Nikon-Spiegelreflexkameras mit i-TTL-Blitzbetrieb (CLS kompatible Kameras)z.B. D40, D50, D70, D70S, D80, D200, D2Hs, F6, D2x, Coolpix 8400, 8800 |
Tabelle 1
| Kamera-Gruppe | Dedicated Blitzfunktionen | Tabelle 2 | ||||
| A | B | C | D | E | ||
| ● | ● | ● | ● | ● | Blitzbereitschaftsanzeige im Kamerasucher / Kameradisplay | |
| ● | ● | ● | ● | ● | Belichtungskontrollanzeige im Kamerasucher / Kameradisplay | |
| ● | ● | ● | Unterbelichtungsanzeige EV im LC-Display des Blitzgerätes | |||
| ● | ● | ● | ● | ● | Automatische Blitzsynchronzeitsteuerung | |
| ● | ● | ● | TTL-Blitzsteuerung (Standard-TTL ohne Messvorblitz) | |||
| ● | ● | ● | ● | ● | Automatische Aufhellblitzsteuerung | |
| ● | ● | Matrixgesteuerter TTL-Aufhellblitzbetrieb | ||||
| ● | 3D-Multisensor-Aufhellblitzbetrieb | |||||
| ● | D-TTL-Blitzbetrieb und D-TTL-3D-Blitzbetrieb | |||||
| ● | i-TTL-Blitzbetrieb und i-TTL-BL-Blitzbetrieb | |||||
| ● | Blitzbelichtungs-Messwertspeicher bei i-TTL und i-TTL-BL | |||||
| ● | ● | ● | ● | Manuelle TTL-/D-TTL-/i-TTL-Blitzbelichtungskorrektur | ||
| ● | ● | ● | ● | Synchronisation auf den 1. oder 2.Verschlussvorhang (REAR) | ||
| ● | Automatische FP-Kurzzeitsynchronisation bei i-TTL, i-TTL-BL und M | |||||
| ● | ● | ● | ● | Automatische Motor-Zoom-Steuerung | ||
| ● | ● | ● | ● | Extended-Zoom-Betrieb | ||
| ● | ● | ● | ● | ● | Automatische AF-Messblitzsteuerung | |
| ● | ● | ● | ● | Automatische Blitzreichweitenanzeige | ||
| ● | ● | ● | ● | ● | Programmblitzautomatik | |
| ● | ● | ● | Vorblitzfunktion zur Reduzierung des Rote-Augen-Effektes | |||
| ● | ● | ● | Zündungssteuerung / Auto-Flash | |||
| Drahtloser Remote-Blitzbetrieb (Nikon Advanced Wireless Lighting) | ||||||
| ● | ● | ● | ● | ● | Wake-Up Funktion für das Blitzgerät | |
Im Rahmen dieser Bedienungsanleitung ist es nicht möglich, alle Kameratypen mit den einzelnen Blitzfunktionen detailliert zu beschreiben. Beachten Sie deshalb die Hinweise zum Blitzbetrieb in der Bedienungsanleitung Ihrer Kamera, welche Blitzfunktionen von Ihrem Kameratyp unterstützt werden bzw. an der Kamera selbst eingestellt werden müssen! Bei der Verwendung von Objektiven ohne CPU (z.B. Objektive ohne Autofokus) ergeben sich zum Teil Einschränkungen!
3 Blitzgerät vorbereiten
3.1 Montage des Blitzgerätes
Blitzgerät auf die Kamera montieren
Kamera und Blitzgerät vor der Montage oder Demontage ausschalten.
- Rändelmutter ⑫ bis zum Anschlag gegen das Blitzgerät drehen. Der Sicherungsstift im Fuß ist jetzt vollkommen im Gehäuse des Blitzgerätes versenkt.
- Blitzgerät mit dem Anschlussfuß bis zum Anschlag in den Zubehörschuh der Kamera schieben.
- Rändelmutter ⑫ bis zum Anschlag gegen das Kameragehäuse drehen und das Blitzgerät festklemmen. Bei Kameragehäusen, die kein Sicherungsloch aufweisen, versenkt sich der federgelagerte Sicherungsstift im Gehäuse des Blitzgerätes, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird.
Blitzgerät von der Kamera abnehmen
Kamera und Blitzgerät vor der Montage oder Demontage ausschalten.
- Rändelmutter ⑫ bis zum Anschlag gegen das Blitzgerät drehen.
- Blitzgerät aus dem Zubehörschuh der Kamera herausziehen.
3.2 Stromversorgung
Batterien- bzw. Akkuauswahl
Das Blitzgerät kann wahlweise betrieben werden mit hochwertigen:
- 4 NC-Akkus 1,2 V, Typ IEC KR6 (AA / Mignon), sie bieten sehr kurze Blitzfolgezeiten und sparsamen Betrieb, da sie wiederaufladbar sind.
- 4 Nickel-Metall-Hybrid Akkus 1,2 V, Typ IEC HR6 (AA / Mignon), deutlich höhere Kapazität als NC-Akku und weniger umweltschädlich, da cadmiumfrei.
- 4 Alkali-Mangan-Trockenbatterien 1,5 V, Typ IEC LR6 (AA / Mignon), wartungsfreie Stromquelle für gemäßigte Leistungsanforderungen.
- 4 Lithium-Batterien 1,5 V, Typ IEC FR6 (AA / Mignon), wartungsfreie Stromquelle mit hoher Kapazität und geringer Selbstentladung.
Wenn Sie das Blitzgerät längere Zeit nicht benutzen, entfernen Sie bitte die Batterien aus dem Gerät.
Batterien austauschen
Die Akkus/Batterien sind leer bzw. verbraucht, wenn die Blitzfolgezeit (Zeit vom Auslösen eines Blitzes mit voller Lichtleistung, z.B. bei M, bis zum erneuten Aufleuchten der Blitzbereitschaftsanzeige ③) über 60 Sekunden ansteigt.
- Blitzgerät mit dem Hauptschalter ① ausschalten.
- Den Batteriefachdeckel ⑨ nach vorne schieben und aufklappen.
- Zuerst die Batterien einlegen, die dem Display zugewendet sind, danach die anderen einlegen. Batteriefachdeckel ⑨ schließen.
Achten Sie beim Einsetzen der Batterien bzw. Akkus auf die richtige Polarität gemäß den Symbolen im Batteriefach. Vertauschte Pole können zur Zerstörung des Gerätes führen! Explosionsgefahr bei unsachgemäßem Auswechseln der Batterien. Ersetzen Sie immer alle Batterien durch gleiche, hochwertige Batterien eines Herstellertyps mit gleicher Kapazität! Verbrauchte Batterien bzw. Akkus gehören nicht in den Hausmüll! Leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz und geben Sie verbrauchte Batterien bzw. Akkus bei entsprechenden Sammelstellen ab!
3.3 Ein- und Ausschalten des Blitzgerätes
Das Blitzgerät wird mit dem Hauptschalter ① eingeschaltet. In der Stellung „ON“ ist das Blitzgerät eingeschaltet.
Zum Ausschalten den Hauptschalter ① in die linke Position schieben.
Wird das Blitzgerät längere Zeit nicht gebraucht, so empfehlen wir: Blitzgerät mit dem Hauptschalter ① ausschalten und die Stromquellen (Batterien, Akkus) entnehmen.
3.4 Automatische Geräteabschaltung / Auto - OFF
Werksseitig ist das Blitzgerät so eingestellt, dass es ca. 10 Minuten -
- nach dem Einschalten,
- nach dem Auslösen eines Blitzes,
- nach dem Antippen des Kameraauslösers,
- nach dem Ausschalten des Kamerabelichtungsmesssystems...
...in den Standby-Betrieb schaltet (Auto-OFF), um Energie zu sparen und die Stromquellen vor unbeabsichtigtem Entladen zu schützen. Die Blitzbereitschaftsanzeige ③ und die Anzeigen auf dem LC-Display verlöschen.
Die zuletzt benutzte Betriebseinstellung bleibt nach der automatischen Abschaltung erhalten und steht nach dem Einschalten sofort wieder zur Verfügung. Das Blitzgerät wird durch Drücken einer beliebigen Taste bzw. durch Antippen des Kameraauslösers (Wake-Up-Funktion) wieder eingeschaltet.
Wenn das Blitzgerät längere Zeit nicht benötigt wird, sollte das Gerät grundsätzlich immer mit dem Hauptschalter ① ausgeschaltet werden!
Bei Bedarf kann die automatische Geräteabschaltung bereits nach 1 Minute erfolgen oder ausgeschaltet werden (siehe 9.4).
4 LED-Anzeigen am Blitzgerät
4.1 Blitzbereitschaftsanzeige
Bei aufgeladenem Blitzkondensator leuchtet am Blitzgerät die Blitzbereitschafts-anzeige ④ ③ auf und zeigt damit die Blitzbereitschaft an. Das bedeutet, dass für die nächste Aufnahme Blitzlicht verwendet werden kann. Die Blitzbereitschaft wird auch an die Kamera übertragen und sorgt im Kamerasucher für eine entsprechende Anzeige (siehe 6).
Wird eine Aufnahme gemacht, bevor im Kamerasucher die Anzeige für die Blitzbereitschaft erscheint, so wird das Blitzgerät nicht ausgelöst, und die Aufnahme unter Umständen falsch belichtet, falls die Kamera bereits auf die Blitzsynchronzeit umgeschaltet hat (siehe 11.1).
4.2 Belichtungskontrollanzeige
Die Belichtungskontrollanzeige „o.k.“ ④ leuchtet für ca. 5 Sekunden, wenn die Aufnahme in den TTL-Blitzbetriebsarten (TTL, TTLBL, ♦♦TTL, ♦♦TTLBL; siehe 7) richtig belichtet wurde!
Erfolgt keine Belichtungskontrollanzeige „o.k.“ nach der Aufnahme, so wurde die Aufnahme unterbelichtet und Sie müssen die nächst kleinere Blendenzahl einstellen (z.B. anstatt Blende 11 die Blende 8) oder die Entfernung zum Motiv bzw. zur Reflexfläche (z.B. beim indirekten Blitzen) verkleinern und die Aufnahme wiederholen. Beachten Sie die Reichweitenanzeige im Display des Blitzgerätes (siehe 5.2). Zur Belichtungskontrollanzeige im Kamerasucher siehe auch 6.
5 Anzeigen am Display
Die Nikon-Kameras der Gruppe B, C, D und E (siehe Tabelle 1) übertragen die Werte für ISO, Objektivbrennweite (mm) und Blende an das Blitzgerät. Dieses passt seine erforderlichen Einstellungen automatisch an. Es errechnet aus den Werten und seiner Leitzahl die maximale Reichweite des Blitzlichtes.
Blitzbetriebsart, Reichweite, Blende und Zoom-Position des Hauptreflektors werden im Display des Blitzgerätes angezeigt.
Wird das Blitzgerät betrieben ohne dass es Daten von der Kamera erhalten hat (z.B. wenn die Kamera ausgeschaltet ist oder mit einer Kamera der Gruppe A betrieben wird), so wird nur die gewählte Blitzbetriebsart, die Zoom-Position des Hauptreflektors und „Zoom“ angezeigt. Die Anzeigen für Blende und Reichweite erfolgen erst, wenn das Blitzgerät die erforderlichen Daten von der Kamera erhalten hat.
Anzeigen für Blende und Reichweite erfolgen nur mit Kameras der Gruppe B, C, D u. E (siehe Tabelle 1), wenn diese mit einem AF-Objektiv bzw. Objektiv mit CPU betrieben werden!
Displaybeleuchtung
Bei jedem Tastendruck am Blitzgerät wird für ca. 10 Sek. die Displaybeleuchtung des Blitzgerätes aktiviert. Beim Auslösen eines Blitzes durch die Kamera oder durch die Handauslösetaste ③ am Blitzgerät wird die Displaybeleuchtung abgeschaltet.
5.1 Anzeige der Blitzbetriebsart
Im Display wird die eingestellte Blitzbetriebsart angezeigt. Dabei sind je nach Kameratyp bzw. Kameragruppe (siehe Tabelle 1) verschiedene Anzeigen für die jeweils unterstützte TTL-Blitzbetriebsart (z.B. TTL, TTL BL, ♦♦ TTL, ♦♦ TTL BL und den manuellen Blitzbetrieb M möglich, siehe 7).
5.2 Reichweitenanzeige
Beim Einsatz von Kameras aus den Gruppen B, C, D und E und einem Objektiv mit CPU erfolgt am Display eine Reichweitenanzeige. Dazu muss ein Datenaustausch zwischen Kamera und Blitzgerät stattgefunden haben, z.B. durch antippen des Kameraauslösers. Die Reichweite kann entweder in Meter (m) oder Feet (ft) angezeigt werden (siehe 9.7).
Es erfolgt keine Reichweitenanzeige mit Kameras aus Gruppe A, oder
- bei Verwendung von Objektiven ohne CPU (z.B. Manuell-Fokus-Objektiv).
- wenn der Reflektorkopf aus seiner Normalposition (nach oben, unten oder seitwärts) abgeschwenkt ist.
- das Blitzgerät im Remote-Blitzbetrieb (Slave SL) arbeitet.
Reichweitenanzeige in TTL-Blitzbetriebsarten
In den TTL-Blitzbetriebsarten (TL, TBL, ♦TTL, ♦TTL; siehe 7.1) wird im Display der Wert für die maximale Reichweite des Blitzlichtes angezeigt. Der angezeigte Wert bezieht sich auf einen Reflexionsgrad von 25% des Motivs, was für die meisten Aufnahmesituationen zutrifft. Starke Abweichungen des Reflexionsgrades, z.B. bei sehr stark oder sehr schwach reflektierenden Objekten können die Reichweite des Blitzgerätes beeinflussen.
Das Motiv sollte sich im Bereich von etwa 40% bis 70% des angezeigten Wertes befinden. Damit wird der Elektronik genügend Spielraum zum Ausgleich gegeben. Der Mindestabstand zum Motiv sollte 10% des angezeigten Wertes nicht unterschreiten um Überbelichtungen zu vermeiden! Die Anpassung an die jeweilige Aufnahmesituation kann z.B. durch Ändern der Objektivblende erreicht werden.
Reichweitenanzeige im manuellen Blitzbetrieb M
Im manuellen Blitzbetrieb M wird im Display der Entfernungswert angezeigt, der für eine korrekte Blitzbelichtung des Motivs einzuhalten ist. Die Anpassung an die jeweilige Aufnahmesituation kann z.B. durch ändern der Objektivblende oder durch Wahl einer manuellen Teillichtleistung (siehe 7.2) erreicht werden.
Überschreitung des Anzeigebereichs
Im Display werden Reichweiten bis maximal 199 m bzw. 199 ft angezeigt. Bei hohen ISO-Werten (z.B. ISO 6400) und großen Blendenöffnungen kann der Anzeigebereich überschritten werden. Dies wird durch einen Pfeil bzw. Dreieck hinter dem Entfernungswert angezeigt.
5.3 Error-Anzeige „FEE“
Bei verschiedenen Kameratypen bzw. Kamerabetriebsarten (z.B. Programm P, Vari-Programme, Blendenautomatik S) ist es erforderlich den Blendenring am Objektiv auf die maximale Blendenzahl einzustellen. Befindet sich der Blendenring nicht in der Position der maximalen Blendenzahl, so erfolgt am Blitzgerät bzw. der Kamera eine Error-Anzeige „FEE“ und die Kamera lässt sich nicht auslösen!
Die manuelle Blitzbetriebsart M wird von einigen Kameratypen in der Kamerabetriebsart Programm P und den Vari- bzw. Motiv-Programmen nicht unterstützt. Wird in diesen Kamerabetriebsarten die manuelle Blitzbetriebsart M eingestellt, so wird im Display zur Warnung „FEE“ angezeigt und die Auslösung der Kamera verriegelt.
Überprüfen Sie in diesem Fall die Kamera- bzw. Objektiveinstellungen (siehe Kamerabedienungsanleitung).

5.4 Unterbelichtungsanzeige „EV“
Einige Kameratypen aus Gruppe C, D und E (siehe Tabelle 1) warnen in verschiedenen Kamerabetriebsarten (z.B. bei „P“ und „A“) bei einer unterbelichteten Blitzaufnahme mit einer Anzeige im Display des Blitzgerätes, die das Ausmaß der Unterbelichtung in Blendenwerten angibt (siehe Kamerabedienungsanleitung).
Leuchtet nach einer Blitzaufnahme die Belichtungskontrollanzeige ④ am Blitzgerät nicht auf bzw. blinkt das Blitzsymbol im Kamerasucher, so wird im Display kurzzeitig das Maß der Unterbelichtung in Blendenwerten von -0,3 bis -3,0 EV in Drittelstufen angezeigt. Im Grenzfall, wenn das Blitzgerät keine ok-Anzeige durchführt bzw. wenn das Blitzsymbol im Kamerasucher blinkt, die Belichtung jedoch noch korrekt ist, erscheint keine Anzeige!
Damit eine Unterbelichtungsanzeige erfolgen kann muss am Blitzgerät eine TTL-Betriebsart (z.B. 📄, 🐃, 🐃, 🐃BL) eingestellt sein!
6 Anzeigen im Kamerasucher
Beispiele für Anzeigen im Kamerasucher:
Grünes Blitzsymbol ↘ leuchtet
Aufforderung zur Verwendung, bzw. zum Einschalten des Blitzgerätes.
Rotes Blitzsymbol ↘ leuchtet
Blitzgerät ist blitzbereit
Rotes Blitzsymbol leuchtet nach der Aufnahme weiter, bzw. verlischt kurzzeitig
Die Aufnahme wurde korrekt belichtet.
Rotes Pfeilsymbol ↘ blinkt nach dem Auslösen
Die Aufnahme wurde unterbelichtet.
Lesen Sie zu den Anzeigen im Kamerasucher in der Kamerabedienungsanleitung nach, was für Ihren Kameratyp gilt!
7 Blitzbetriebsarten („Mode“)
Je nach Kameratyp bzw. Kameragruppe (siehe Tabelle 1) stehen verschiedene TTL-Blitzbetriebsarten und der manuelle Blitzbetrieb zur Verfügung. Zum Einstellen der Blitzbetriebsart muss deshalb vorher ein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera stattfinden, z.B. durch Antippen des Kameraauslösers. Die Einstellung der Blitzbetriebsart erfolgt mit der Taste „Mode“ ②.
7.1 TTL-Betriebsarten
In den TTL-Blitzbetriebsarten erreichen Sie auf einfache Art sehr gute Blitzlichtaufnahmen. In diesen Blitzbetriebsarten wird die Blitzbelichtungsmessung von einem Sensor in der Kamera vorgenommen. Dieser misst das vom Motiv reflektierte Licht durch das Objektiv (TTL = „Trough The Lens“). Die Kamera ermittelt dabei automatisch die erforderliche Blitzleistung für eine korrekte Belichtung der Aufnahme. Der Vorteil der TTL-Blitzbetriebsarten liegt darin, dass alle Faktoren, welche die Belichtung beeinflussen (Aufnahmefilter, Blenden- und Brennweitenänderungen bei Zoom-Objektiven, Auszugsverlängerungen für Nahaufnahmen usw.), automatisch bei der Regelung des Blitzlichtes berücksichtigt werden. Das Symbol „↓↓“ erscheint in Abhängigkeit vom Kameratyp und bedeutet, dass mit Messvorblitztechnik gearbeitet wird, z.B. bei i-TTL, D-TTL und 3D. Das Symbol „BL“ (BL = balanced light) zeigt an, dass bei der Blitzbelichtung die Entfernungsdaten des Objektivs (z.B. 3D-Funktion) berücksichtigt werden bzw. dass es sich um eine Aufhellblitz-Betriebsart handelt.
Bei einer korrekt belichteten Aufnahme leuchtet für ca. 5s die Belichtungskontrollanzeige ④ (siehe 4.2).
Beachten Sie ob es für Ihren Kameratyp Einschränkungen hinsichtlich des ISO-Wertes für den TTL-Blitzbetrieb gibt (z.B. ISO 64 bis ISO 1000; siehe Kamerabedienungsanleitung)! Zum Testen der TTL-Funktion muss sich bei analogen Kameras ein Film in der Kamera befinden!
i-TTL- und D-TTL-Blitzbetrieb
Der i-TTL-Blitzbetrieb wird von Kameras der Gruppe E, der D-TTL-Blitzbetrieb von Kameras der Gruppe D unterstützt (siehe Tabelle 1). i-TTL und D-TTL-Blitzbetrieb sind digitale TTL-Blitzbetriebsarten und Weiterentwicklungen des TTL-Blitzbetriebes analoger Kameras. Bei der Aufnahme werden vor der eigentlichen Belichtung mehrere fast nicht erkennbare Messvorblitze vom Blitzgerät abgegeben. Das reflektierte Licht der Messvorblitze wird von der Kamera ausgewertet. Entsprechend der Auswertung wird die nachfolgende Blitzbelichtung von der Kamera an die Aufnahmesituation angepasst (näheres siehe Kamerabedienungsanleitung).
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display „III“ blinkt. Das Blitzgerät stellt entsprechend dem Kameratyp den i-TTL- bzw. D-TTL-Blitzbetrieb ein. Eine besondere Unterscheidung für i-TTL und D-TTL in der Anzeige erfolgt nicht. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird „iIII“ angezeigt.
i-TTL-BL und D-TTL-3D-Blitzbetrieb
Diese digitalen TTL-Blitzbetriebsarten werden nur von Kameras der Gruppen E bzw. D unterstützt, wenn Objektive verwendet werden, die Entfernungsdaten an die Kamera übertragen (z.B. "D-AF-Nikkor-Objektive"). Bei der Aufnahme werden von der Kamera diese Daten zusätzlich bei der Dosierung des Blitzlichtes berücksichtigt.
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display „ITLBL“ blinkt. Das Blitzgerät stellt entsprechend dem Kameratyp den i-TTL-BL- bzw. D-TTL-3D-Blitzbetrieb ein. Eine besondere Unterscheidung für i-TTL-BL und D-TTL-3D in der Anzeige erfolgt nicht. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird „i” BL“ angezeigt.
Bei einigen Kameras wird die BL- bzw. 3D- Funktion bei SPOT-Belichtungsmessung nicht unterstützt! Diese Blitzbetriebsart (Symbol „BL“) wird dabei automatisch gelöscht bzw. lässt sich nicht aktivieren. Es wird dann der normale i-TTL- bzw. D-TTL-Blitzbetrieb ausgeführt.
3D-Multisensor-Aufhellblitzbetrieb
Diese analoge TTL-Blitzbetriebsart wird von Kameras aus Gruppe C (siehe Tabelle 1) unterstützt. Bei einer Aufnahme wird vor der eigentlichen Belichtung eine Serie fast nicht erkennbarer Messvorblitze vom Blitzgerät abgegeben. Diese wird vom TTL-Multisensor und dem Mikrocontroller der Kamera ausgewertet. Die Kamera passt daraufhin die TTL-Blitzbelichtung optimal der Aufnahmesituation an („Multi-Sensor-Aufhellblitzen“). Wenn Objektive verwendet werden, die Entfernungsdaten an die Kamera übertragen (z.B. „D-AF-Nikkor-Objektive“), werden von der Kamera diese Daten zusätzlich bei der Dosierung des Blitzlichtes berücksichtigt („3D-Multisensor-Aufhellblitzen“).
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display „TTLBL“ blinkt. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird „TTLBL“ angezeigt.
Einigen Kameras unterstützen den 3D-Multisensor-Aufhellblitzbetrieb bei der SPOT-Belichtungsmessung nicht! Diese Blitzbetriebsart (Symbol „BL“) wird dabei automatisch gelöscht bzw. lässt sich nicht aktivieren. Es wird dann der normale TTL-Blitzbetrieb ausgeführt.
Matrixgesteuerter TTL-Aufhellblitzbetrieb
Diese analoge TTL-Blitzbetriebsart wird von Kameras aus Gruppe B (siehe Tabelle 1) unterstützt. Dabei werden Motiv- und Hintergrundbeleuchtung automatisch aufeinander abgestimmt, ohne dass das Motiv selbst überbelichtet wird. Die Belichtungseinstellung für das Umgebungslicht wird von der Kamera mit Matrixmessung ermittelt.
Beim Betrieb mit Kameras der Gruppe A (siehe Tabelle 1) erfolgt die Einstellung und Anzeige dieser Aufhell-Blitzbetriebsart an der Kamera selbst bzw. wird diese Blitzbetriebsart von der Kamera automatisch aktiviert (siehe Kamerabedienungsanleitung). Eine Einstellung und Anzeige am Blitzgerät erfolgt in diesem Fall nicht.
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display „TTLBL“ blinkt.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird das Symbol „MBL“ angezeigt.
Bei einigen Kameras wird der Matrixgesteuerte TTL-Aufhellblitzbetrieb bei SPOT-Belichtungsmessung nicht unterstützt! Diese Blitzbetriebsart (Symbol „BL“) wird dabei automatisch gelöscht bzw. lässt sich nicht aktivieren. Es wird dann der normale 📄-Blitzbetrieb ausgeführt.
TTL-Blitzbetrieb
Diese analoge TTL-Blitzbetriebsart wird von Kameras aus Gruppe A, B und C (siehe Tabelle 1) unterstützt. Es ist der normale TTL-Blitzbetrieb (TTL-Blitzbetrieb ohne Vorblitz) für analoge Kameras bzw. verschiedene digitale Kompaktkameras.
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display „TTL“ blinkt.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird das Symbol „III“ angezeigt.
Automatischer TTL-Aufhellblitzbetrieb
Bei den meisten Kameratypen wird in der Programmautomatik P, und den Varibzw. Motiv-Programmen bei Tageslicht der automatische TTL-Aufhellblitzbetrieb aktiviert (siehe Kamerabedienungsanleitung).
Mit dem Aufhellblitz können Sie lästige Schatten beseitigen und bei
Gegenlichtaufnahmen eine ausgewogene Belichtung zwischen Motiv und Bildhintergrund erreichen. Ein computergesteuertes Meßsystem der Kamera sorgt für die geeignete Kombination von Verschlusszeit, Arbeitsblende und Blitzleistung.
Achten Sie darauf, dass die Gegenlichtquelle nicht direkt ins Objektiv scheint. Das TTL-Meßsystem der Kamera wird dadurch getäuscht!
Eine Einstellung oder Anzeige für den automatischen TTL-Aufhellblitzbetrieb am Blitzgerät erfolgt nicht.
7.2 Manueller Blitzbetrieb
Im manuellen Blitzbetrieb M wird vom Blitzgerät ungeregelt die volle Energie abgestrahlt, sofern keine Teillichtleistung eingestellt ist. Die Anpassung an die Aufnahmesituation kann z.B. durch die Blendeneinstellung an der Kamera oder durch Auswahl einer geeigneten manuellen Teillichtleistung erfolgen. Der Einstellbereich erstreckt sich von P 1/1 - P1/128 bzw. P 1/1 - P 1/32 bei M-HSS.. Am Display wird die Entfernung angezeigt, bei der das Motiv korrekt belichtet wird (siehe 5.2).
Einstellvorgang
- Taste „Mode“ ② so oft drücken, bis im Display M blinkt.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Im Display wird das Symbol M angezeigt.
Manuelle Teillichtleistungen
Im Manuellen Blitzbetrieb M mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Teillichtleistung einstellen. Die Einstellung wird sofort wirksam und automatisch gespeichert. Die Entfernungsanzeige wird automatisch der Teillichtleistung angepasst (siehe 5.2).
Verschiedene Kameratypen unterstützen den manuellen Blitzbetrieb nur in der Kamerabetriebsart Manuell M! In anderen
Kamerabetriebsarten erfolgt eine Fehlermeldung im Display und die Auslösung wird verriegelt (siehe 5.4)!
8 Manuelle Blitzbelichtungskorrektur
Die Blitzbelichtungsautomatik der meisten Kameras ist auf einen Reflexionsgrad von 25 % (durchschnittlicher Reflexionsgrad von Blitzmotiven) abgestimmt. Ein dunkler Hintergrund, der viel Licht absorbiert oder ein heller Hintergrund, der stark reflektiert (z.B. Gegenlichtaufnahmen), können zu Über- bzw. Unterbelichtung des Motivs führen.
Um den oben genannten Effekt zu kompensieren, kann die Blitzbelichtung manuell mit einem Korrekturwert der Aufnahme angepasst werden. Die Höhe des Korrekturwertes ist vom Kontrast zwischen Motiv und Bildhintergrund abhängig!
Am Blitzgerät können in den TTL-Blitzbetriebsarten manuelle Korrekturwerte für die Blitzbelichtung von -3 bis +3 Blendenwerten (EV) in Drittel-Stufen eingestellt werden.
Tipp:
Dunkles Motiv vor hellem Bildhintergrund: Positiver Korrekturwert. Helles Motiv vor dunklem Bildhintergrund: Negativer Korrekturwert.
Eine Belichtungskorrektur durch Verändern der Objektivblende ist nicht möglich, da die Belichtungsautomatik der Kamera die geänderte Blende wiederum als normale Arbeitsblende betrachtet. Beim Einstellen eines Korrekturwertes kann sich die Reichweitenanzeige im Display ändern und dem Korrekturwert angepasst werden (abhängig von Kameratyp)!
Einstellvorgang
- Taste (-) bzw. (+) so oft drücken, bis „EV“ blinkt. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen: Mit der Taste (-) einen negativen, bzw. mit der Taste (+) einen positiven Korrekturwert einstellen. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach dem Speichern wird im Display „EV“ mit dem eingestellten Korrekturwert an Stelle des Blendenwertes angezeigt.
Zum Löschen des Korrekturwertes die Taste (-) bzw. (+) so oft drücken, bis „EV“ ohne Korrekturwert angezeigt wird. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach dem Speichern wird im Display wieder der Blendenwert angezeigt.
Eine manuelle Blitzbelichtungskorrektur in den TTL-Blitzbetriebsarten kann nur dann erfolgen, wenn die Kamera die Einstellung eines Korrekturwertes am Blitzgerät unterstützt (siehe Kamerabedienungsanleitung)! Wenn die Kamera diese Funktion nicht unterstützt bleibt der eingestellte Korrekturwert unwirksam.
Bei verschiedenen Kameratypen muss der manuelle Blitzbelichtungskorrekturwert an der Kamera eingestellt werden. Im Display des Blitzgerätes wird dann kein Korrekturwert angezeigt.
Vergessen Sie nicht die TTL-Blitzbelichtungskorrektur nach der Aufnahme an der Kamera wieder zu löschen!
9 Sonderfunktionen („Select“)
Je nach Kameratyp bzw. Kameragruppe (siehe Tabelle 1) stehen verschiedene Sonderfunktionen zur Verfügung. Zum Aufrufen und Einstellen der Sonderfunktionen muss deshalb vorher ein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera stattfinden, z.B. durch Antippen des Kameraauslösers. Das Aufrufen der einzelnen Sonderfunktionen erfolgt mit der Tastenkombination „Select“, das heißt, dass die Tasten (-) bzw. (+) gleichzeitig betätigt werden müssen. Die der Sonderfunktion zugehörigen und gewünschten Einstellungen werden anschließend einzeln mit der Taste (-) bzw. (+) durchgeführt.
Die Einstellung muss unmittelbar nach dem Aufrufen der Sonderfunktion erfolgen, da das Blitzgerät sonst nach einigen Sekunden automatisch wieder in den normalen Blitzbetrieb wechselt!

9.1 Motorzoom-Hauptreflektor („Zoom“)
Der Motorzoom-Hauptreflektor ⑩ des Blitzgerätes kann Objektivbrennweiten ab 24 mm (Kleinbild-Format) ausleuchten. Durch Einsatz der integrierten Weitwinkel-Streuscheibe ⑧ erweitert sich die Ausleuchtung auf 18 mm.
Auto-Zoom
Wenn das Blitzgerät mit einer Kamera aus Gruppe B, C, D oder E und einem Objektiv mit CPU betrieben wird, passt sich die Zoom-Position des Hauptreflektors ⑩ automatisch der Objektivbrennweite an. Nach dem Einschalten des Blitzgerätes wird im Display „Zoom“ und die aktuelle Zoom-Position des Hauptreflektors ⑩ angezeigt.
Die automatische Anpassung erfolgt für Objektivbrennweiten ab 24 mm. Wird eine Brennweite von weniger als 24 mm eingesetzt, so blinkt im Display die Anzeige „24“ als Warnhinweis, dass die Aufnahme nicht vollständig ausgeleuchtet werden kann.
Auf Wunsch kann die Position des Hauptreflektors ⑩ manuell verstellt werden um bestimmte Beleuchtungseffekte zu erzielen (z.B. Spot-Effekt usw.).
Manueller Zoom-Betrieb
Bei Kameras aus Gruppe A oder bei Einsatz eines Objektivs ohne CPU (z.B. Manuell-Fokus-Objektiv), muss die Zoom-Position des Hauptreflektors ⑩ manuell an die Objektivbrennweite angepasst werden. Der Auto-Zoom-Betrieb ist in diesem Fall nicht möglich! Nach dem Einschalten des Blitzgerätes wird im Display „Zoom“ und die aktuelle Zoom-Position des Hauptreflektors ⑩ angezeigt.
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis „Zoom“ blinkend neben der Zoom-Position (mm) angezeigt wird.
- Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen. Im Display wechselt die blinkende Anzeige dabei auf „M.Zoom“ für den manuellen Zoom-Betrieb. Folgende Zoom-Positionen für den Hauptreflektor sind möglich: 24 - 28 - 35 - 50 - 70 - 85 - 105 mm (Kleinbild-Format).
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert.

Wenn die Kamera die Daten der Objektivbrennweite an das Blitzgerät überträgt und eine manuelle Zoomverstellung dazu führt, dass die Aufnahme vom Hauptreflektor nicht vollständig ausgeleuchtet wird (z.B. bei Spot-Effekt), blinkt die Anzeige der Zoom-Position des Hauptreflektors zur Warnung!
Tipp:
Wenn Sie nicht immer die volle Leitzahl und Reichweite des Blitzgerätes benötigen, können Sie die Hauptreflektor-Position auf der Anfangsbrennweite des Zoomobjektives belassen. Damit ist garantiert, dass die Bildränder immer vollständig ausgeleuchtet werden. Sie sparen sich damit die fortwährende Anpassung an die Objektivbrennweite.
Beispiel:
Sie benutzen ein Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 35 mm bis 105 mm. In diesem Beispiel stellen Sie die Position des Hauptreflektors des Blitzgerätes auf 35 mm.
Rückstellen auf Auto-Zoom
- Kameraauslöser antippen, damit ein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera stattfindet.
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis „M.Zoom“ blinkend neben der Zoom-Position (mm) angezeigt wird.
- Die Taste (+) so oft drücken, bis die 105 mm - Position überschritten wird. Dabei wechselt die blinkende Anzeige von „M.Zoom“ auf „Zoom“ (= Auto-Zoom-Betrieb) und die Zoom-Position des Hauptreflektors ⑩ wird automatisch der Objektivbrennweite angepasst. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert.

Die Rückstellung von manuellem Zoom-Betrieb auf Auto-Zoom-Betrieb
erfolgt auch, wenn das Blitzgerät erneut mit dem Hauptschalter ① eingeschaltet wird.
Weitwinkelstreuscheibe
Mit der integrierten Weitwinkelstreuscheibe ⑧ können Brennweiten ab 18 mm ausgeleuchtet werden (Kleinbild-Format).
Weitwinkelstreuscheibe ⑧ aus dem Hauptreflektor ⑩ nach vorne bis zum Anschlag herausziehen und loslassen. Die Weitwinkelstreuscheibe ⑧ klappt automatisch nach unten. Der Hauptreflektor wird automatisch in die erforderliche Position gesteuert. Am Display werden die Entfernungsangaben und der Zoomwert auf 18 mm korrigiert.
Zum Einschieben die Weitwinkelscheibe ⑧ um 90° nach oben klappen und vollständig einschieben.
Mecabounce 58-90
Wenn der Mecabounce 58-90 (Sonderzubehör; siehe 17) am Hauptreflektor ⑩ des Blitzgerätes montiert ist, wird der Hauptreflektor ⑩ automatisch in die erforderliche Position gesteuert. Die Entfernungsangaben und der Zoomwert werden auf 16 mm korrigiert.
9.2 Remote-Slave-Blitzbetrieb (SL)
Das Blitzgerät unterstützt das drahtlosen Nikon-Remote-System im Slave-Blitzbetrieb und ist kompatibel zum Nikon-System „Advanced Wireless Lighting“. Dabei können ein oder mehrere Slave-Blitzgeräte von einem Master-bzw. Controller-Blitzgerät auf der Kamera (z.B. mecablitz 58 AF-1N digital) drahtlos ferngesteuert werden.
Ein Slave-Blitzgerät kann einer von drei möglichen Slave-Gruppen (GROUP A, B oder C) zugeordnet werden. Das Master- bzw. Controller-Blitzgerät kann alle diese Slave-Gruppen gleichzeitig steuern und dabei die einzelnen Einstellungen für die jeweilige Slave-Gruppe berücksichtigen.
Damit sich mehrere Remote-Systeme im gleichen Raum nicht gegenseitig stören stehen vier unabhängige Remote-Kanäle (CH 1, 2, 3 oder 4) zur Verfügung. Master-, Controller und Slave-Blitzgeräte die zum gleichen Remote-System gehören müssen auf den gleichen Remote-Kanal eingestellt werden. Die Slave-Blitzgeräte müssen mit dem integrierten Sensor für den Remote-Betrieb ⑤ das Licht des Master- bzw. Controller-Blitzgerätes empfangen können.
In Abhängigkeit vom Kameratyp kann auch das kamerainterne Blitzgerät als Master- bzw. Controller-Blitzgerät arbeiten. Weitere Hinweise zu den Einstellungen am Master- bzw. Controller-Blitzgerät entnehmen Sie der jeweiligen Bedienungsanleitung.
Einstellvorgang für den Remote-Slave-Blitzbetrieb
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis im Display SL blinkt.
- Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen.
- Bei der Anzeige „On“ ist der Remote-Slave-Betrieb aktiviert.
- Bei der Anzeige „OFF“ ist der Remote-Slave-Betrieb deaktiviert.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung des Remote-Slave-Betriebes wird im Display SL angezeigt. Zusätzlich werden die gewählte Slave-Gruppe (GROUP) und der Remote-Kanal (CH) angezeigt.
Einstellung der Slave-Gruppe
Bei aktiviertem Remote-Slave-Betrieb die Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis im Display „GROUP“ (= Slave-Gruppe) blinkt. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen. Die Auswahl von Gruppe A, B oder C ist möglich.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung des Remote-Slave-Betriebes wird im Display SL angezeigt. Zusätzlich werden die gewählte Slave-Gruppe (GROUP) und der Remote-Kanal (CH) angezeigt.
Einstellung des Remote-Kanals
Am Slave-Blitzgerät muss der gleiche Remote-Kanal wie am Master-bzw. Controller-Blitzgerät eingestellt werden!
- Bei aktiviertem Remote-Slave-Betrieb die Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis im Display „CH“ (= Remote-Kanal) blinkt.
- Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen. Die Auswahl von Kanal 1, 2, 3 oder 4 ist möglich. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeig auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung des Remote-Slave-Betriebes wird im Display SL angezeigt. Zusätzlich werden die gewählte Slave-Gruppe (GROUP) und der Remote-Kanal (CH) angezeigt.
Prüfen des Remote-Blitzbetriebes
- Slave-Blitzgeräte so positionieren, wie für die spätere Aufnahme gewünscht. Verwenden Sie zum Aufstellen des Slave-Blitzgerätes einen Blitzgeräte-Standfuß W-F127 (Sonderzubehör).
- Blitzbereitschaft aller beteiligten Blitzgeräte abwarten. Ist bei den Slave-Blitzgeräten die Blitzbereitschaft erreicht, blinkt der AF-Messblitz ⑪.
- Am Master- bzw. Controller-Blitzgerät die Handauslösetaste ③ drücken und damit einen Testblitz auslösen. Die Slave-Blitzgeräte antworten je nach Slave-Gruppe nacheinander verzögert mit einem Testblitz. Wenn ein Slave-Blitzgerät keinen Testblitz abgibt, überprüfen Sie die Einstellung von Remote-Kanal und Slave-Gruppe. Korrigieren Sie die Position des Slave-Blitzgerätes damit dieses das Licht des Master- bzw. Controller-Blitzgerätes empfangen kann.
Die Blitzbetriebsart wird automatisch vom Master- bzw. Controller übertragen. Wenn das Blitzgerät als Master im drahtlosen Remote-System arbeitet, wird mit dem Auslösen des Einstellichtes über die Kamera auch das Einstelllicht der Slave-Blitzgeräte ausgelöst.
9.3 Blitzbelichtungsreihen („FB“)
In den TTL-Blitzbetriebsarten (TL, TBL, 33TL, 33TBL; siehe 7.1) kann eine Blitzbelichtungsreihe FB (Flash-Bracketing) durchgeführt werden. Eine Blitzbelichtungsreihe besteht aus drei aufeinander folgenden Blitzlichtaufnahmen mit unterschiedlichen Blitzbelichtungskorrekturwerten:
• Die erste Aufnahme wird ohne Korrekturwert ausgeführt.
• Die zweite Aufnahme erfolgt mit Minus-Korrektur.
• Die dritte Aufnahme erfolgt mit Plus-Korrektur.
- Nach der dritten Aufnahme wird die Blitzbelichtungsreihe automatisch gelöscht.
Eine Blitzbelichtungsreihe kann nur dann erfolgen, wenn die Kamera die Einstellung einer manuellen Blitzbelichtungskorrektur am Blitzgerät unterstützt (siehe Kap. 8 und die Kamerabedienungsanleitung)! Andernfalls erfolgen die Aufnahmen ohne Korrekturwert!
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken bis „FB“ blinkend angezeigt wird.
- Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen. Die möglichen Korrekturwerte reichen von 1/3 bis 3 Blenden in Drittel-Blendenstufen. Der Korrekturwert wird dabei immer positiv angezeigt.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert.
Für die erste Aufnahme der Blitzbelichtungsreihe wird im Display „FB“ und „A“ angezeigt. Für die zweite Aufnahme wird „FB“, „B“ und der Minus-Korrekturwert angezeigt, und für die dritte Aufnahme „FB“, „C“ und der Plus-Korrekturwert. Nach der dritten Aufnahme verlischt die Anzeige „FB“ und die Blitzbelichtungsreihe ist deaktiviert.
Für eine weitere Blitzbelichtungsreihe muss diese erneut eingestellt werden!
9.4 Automatische Geräteabschaltung ©
Die Automatische Geräteabschaltung kann so eingestellt werden, dass sie nach 10 Minuten oder 1 Minute erfolgt, bzw. deaktiviert ist.
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis das Symbol Ⓤ blinkt. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen.
- Bei der Anzeige „10min“ ist die automatische Geräteabschaltung aktiviert und erfolgt nach 10 Minuten.
- Bei der Anzeige „1min“ ist die automatische Geräteabschaltung aktiviert und erfolgt nach 1 Minute.
- Bei der Anzeige „OFF“ ist die automatische Geräteabschaltung deaktiviert. Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung der automatischen Geräteabschaltung wird im Display © angezeigt.
9.5 Einstelllicht („ML“)
Beim Einstelllicht (ML = Modelling Light) handelt es sich um ein Stroboskop-Blitzlicht mit hoher Frequenz. Bei einer Dauer von ca. 5 Sekunden entsteht der Eindruck eines Quasi-Dauerlichtes. Mit dem Einstelllicht kann die Lichtverteilung und Schattenbildung bereits vor einer Aufnahme beurteilt werden. Das Einstelllicht wird mit der Handauslösetaste ③ ausgelöst.
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis im Display „ML“ blinkt. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen.
- Bei der Anzeige „ML ON“ ist das Einstelllicht aktiviert.
- Bei der Anzeige „ML OFF“ ist das Einstelllicht deaktiviert.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung der Einstelllicht-Funktion wird im Display „ML“ angezeigt.
9.6 Extended-Zoom-Betrieb („Ex“)
Beim Extended-Zoom-Betrieb wird die Zoom-Position des Hauptreflektors ^10 um eine Stufe gegenüber der Objektivbrennweite der Kamera reduziert. Die daraus resultierende erweiterte und großflächigere Ausleuchtung sorgt in Räumen für zusätzliches Streulicht (Reflexionen) und damit für eine weichere Blitzlicht-Ausleuchtung.
Beispiel:
Die Objektivbrennweite an der Kamera beträgt 50 mm. Im Extended-Zoom-Betrieb steuert das Blitzgerät den Hauptreflektor auf die Zoom-Position 35 mm. Im Display wird weiter 50 mm angezeigt.
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis nur „Ex“ blinkend angezeigt wird. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen.
- Bei der Anzeige „Ex On“ ist der Extended-Zoom-Betrieb aktiviert.
- Bei der Anzeige „Ex Off“ ist der Extended-Zoom-Betrieb deaktiviert.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert. Nach der Aktivierung des Extended-Zoom-Betriebes wird im Display „Ex“ angezeigt.
Systembedingt wird der Extended-Zoom-Betrieb für Objektivbrennweiten ab 28 mm (Kleinbild-Format) unterstützt. Die Kamera muss mit einem CPU-Objektiv ausgerüstet sein und die Daten für die Objektivbrennweite an das Blitzgerät liefern.
9.7 Meter-Feet-Umschaltung („m“ / „ft“)
Die Reichweitenanzeige im Display des Blitzgerätes kann wahlweise in Meter m oder Feet ft erfolgen.
Einstellvorgang
- Tastenkombination „Select“ so oft drücken, bis nur die Entfernungsdimension „m“ oder „ft“ blinkt. Mit den Tasten (+) und (-) die gewünschte Einstellung vornehmen.
- Bei der Anzeige „m“ erfolgt die Entfernungsanzeige in Meter.
- Bei der Anzeige „ft“ erfolgt die Entfernungsanzeige in Feet.
Die Einstellung wird sofort wirksam. Nach ca. 5 Sekunden hört die Anzeige auf zu blinken und die Einstellung wird automatisch gespeichert.
10 Blitztechniken
10.1 Indirektes Blitzen
Durch indirektes Blitzen wird das Motiv weicher ausgeleuchtet und eine ausgeprägte Schattenbildung verringert. Zusätzlich wird der physikalisch bedingte Lichtabfall vom Vordergrund zum Hintergrund vermindert.
Für indirektes Blitzen ist der Hauptreflektor ⑩ des Blitzgerätes horizontal und vertikal schwenkbar. Zur Vermeidung von Farbstichen in den Aufnahmen sollte die Reflexfläche farbneutral bzw. weiß sein.

Beim Schwenken des Hauptreflektors j ist darauf zu achten, dass um einen genügend großen Winkel geschwenkt wird, damit kein direktes Licht vom Hauptreflektor auf das Motiv fallen kann. Deshalb mindestens bis zur 60° Rastposition schwenken. Bei geschwenktem Reflektorkopf wird der Hauptreflektor in eine Position von größer / gleich 70 mm gesteuert, damit kein direktes Streulicht zusätzlich das Motiv beleuchten kann. Dabei erfolgt keine Anzeige der Reichweite und der Position des Hauptreflektors.
10.2 Indirektes Blitzen mit Reflektorkarte
Durch indirektes Blitzen mit der integrierten Reflektorkarte ⑦ können bei Personen Spitzlichter in den Augen erzeugt werden:
- Den Reflektorkopf um 90° nach oben schwenken.
- Die Reflektorkarte ⑦ zusammen mit der Weitwinkelstreuscheibe ⑧ oben aus dem Reflektorkopf nach vorne heraus ziehen.
- Die Reflektorkarte ⑦ halten und die Weitwinkelstreuscheibe ⑧ in den Reflektorkopf zurück schieben.
10.3 Nahaufnahmen / Makroaufnahmen
Im Nahbereich und bei Makroaufnahmen kann es durch den Parallaxefehler zwischen Blitzgerät und Objektiv am unteren Bildrand zu Abschattungen kommen. Um dies auszugleichen, kann der Hauptreflektor ⑩ um einen Winkel von -7° nach unten geschwenkt werden. Dazu den Entriegelungsknopf ⑥ drücken und den Hauptreflektor nach unten schwenken.
Bei Aufnahmen im Nahbereich ist zu beachten, dass bestimmte Mindestbeleuchtungsabstände eingehalten werden müssen, um eine Überbelichtung zu vermeiden.

Der Mindestbeleuchtungsabstand beträgt ca. 10% der im Display ange- zeigten Reichweite. Wenn der Reflektorkopf nach unten geschwenkt ist, blinkt als Hinweis dafür die Reichweitenanzeige. Achten Sie darauf, dass bei Nahaufnahmen das Blitzlicht nicht durch das Objektiv abgeschattet wird!
10.4 Blitzbelichtungs-Messwertspeicher
Einige Kameras aus Gruppe E (siehe Tabelle 1) verfügen über einen Blitzbelichtungs-Messwertspeicher (FV-Speicher). Dieser wird vom Blitzgerät im i-TTL- und i-TTL-BL-Blitzbetrieb unterstützt. Damit kann vor der eigentlichen Aufnahme bereits die Dosierung der Blitzbelichtung für die nachfolgende Aufnahme festgelegt werden. Dies ist z.B. dann sinnvoll, wenn die Blitzbelichtung auf einen bestimmten Motivausschnitt abgestimmt werden soll, der nicht unbedingt mit dem Hauptmotiv identisch ist.
Die Aktivierung dieser Funktion erfolgt an der Kamera, z.B. in einer Individualfunktion. Der Motivausschnitt, auf den die Blitzbelichtung abgestimmt werden soll, wird mit dem AF-Sensor-Messfeld in der Kamera anvisiert und scharfgestellt. Mit dem Betätigen der AE-L/AF-L-Taste an der Kamera (die Bezeichnung variiert u.U. nach Kameratyp) sendet das Blitzgerät einen Testblitz aus. Im Kamerasucher erfolgt eine Anzeige für den gespeicherten Messwert, z.B. „EL“. Mit Hilfe des reflektierten Lichtes des Testblitzes legt die Kamera die Lichtleistung fest, mit der die nachfolgende Blitzbelichtung erfolgen soll. Auf das
eigentliche Hauptmotiv kann daraufhin mit dem AF-Sensor-Messfeld der Kamera scharf gestellt werden. Nach dem Betätigen des Kameraauslösers wird die Aufnahme mit der vorbestimmten Lichtleistung des Blitzgerätes belichtet!
Nähere Hinweise zu Einstellung und Handhabung entnehmen Sie der Kamerabedienungsanleitung!
11 Blitzsynchronisation
11.1 Automatische Blitzsynchronzeitsteuerung
Je nach Kameratyp und Kamerabetriebsart wird bei Erreichen der Blitzbereitschaft die Verschlusszeit auf die Blitzsynchronzeit umgeschaltet (siehe Kamerabedienungsanleitung).
Kürzere Verschlusszeiten als die Blitzsynchronzeit können nicht eingestellt werden, bzw. werden auf die Blitzsynchronzeit umgeschaltet. Verschiedene Kameras verfügen über einen Synchronzeitbereich, z.B. 1/30s bis 1/125s (siehe Kamerabedienungsanleitung). Welche Synchronzeit die Kamera einsteuert, ist dann von der Kamerabetriebsart, vom Umgebungslicht und der verwendeten Objektivbrennweite abhängig.
Längere Verschlusszeiten als die Blitzsynchronzeit können je nach Kamerabetriebsart und gewählter Blitzsynchronisation (siehe 11.3 und 11.4) verwendet werden.
Bei Kameras mit Zentralverschluss und bei Kurzzeitsynchronisation (siehe 11.5) erfolgt keine automatische Blitzsynchronzeitsteuerung. Dadurch kann mit allen Verschlusszeiten geblitzt werden. Sollten Sie die volle Lichtleistung des Blitzgerätes benötigen, so sollten Sie keine kürzeren Verschlusszeiten als 1/125s wählen.
11.2 Normalsynchronisation
Bei der Normalsynchronisation wird das Blitzgerät zum Beginn der Verschlusszeit ausgelöst (Synchronisation auf den 1. Verschlussvorhang). Die Normalsynchronisation ist der Standardbetrieb und wird von allen Kameras ausgeführt. Sie ist für die meisten Blitzaufnahmen geeignet. Die Kamera wird abhängig von ihrer Betriebsart auf die Blitzsynchronzeit umgeschaltet. Üblich sind Zeiten zwischen 1/30s und 1/125s (siehe Kamerabedienungsanleitung). Am Blitzgerät erfolgt keine Anzeige für diesen Betrieb.
11.3 Synchronisation auf den 2.Verschlussvorhang (REAR)
Einige Kameras bieten die Möglichkeit zur Synchronisation auf den 2. Verschlussvorhang (REAR). Dabei wird das Blitzgerät erst zum Ende der Verschlusszeit ausgelöst. Dies ist vor allem bei Belichtungen mit langen Verschlusszeiten (> 1/30s) und bewegten Motiven mit eigener Lichtquelle von Vorteil, weil bewegte Lichtquellen dann einen Lichtschweif hinter sich herziehen, anstatt ihn - wie beim Synchronisieren auf den 1. Verschlussvorhang - vor sich aufzubauen. Dadurch wird bei bewegten Lichtquellen eine „natürlichere“ Wiedergabe der Aufnahmesituation bewirkt! In Abhängigkeit der Betriebsart steuert die Kamera längere Verschlusszeiten als die Blitzsynchronzeit ein. Bei einigen Kameras ist in bestimmten Betriebsarten (z.B. bestimmte Vari- bzw. Motiv-Programme oder bei Vorblitzfunktion gegen „Rote-Augen-Effekt“ der REAR-Betrieb nicht möglich. Der REAR-Betrieb lässt sich dann nicht anwählen, bzw. wird automatisch gelöscht oder nicht ausgeführt (siehe Kamerabedienungsanleitung).
Der REAR-Betrieb wird an der Kamera eingestellt (siehe Kamerabedienungsanleitung). Am Blitzgerät erfolgt keine Anzeige für den REAR-Betrieb
11.4 Langzeitsynchronisation (SLOW)
Mit der Langzeitbelichtung SLOW wird der Bildhintergrund bei geringer Umgebungshelligkeit stärker zur Geltung gebracht. Erreicht wird dies durch Kameraverschlusszeiten, die dem Umgebungslicht angepasst sind. Dabei werden von der Kamera automatisch Verschlusszeiten, die länger als die Blitzsynchronzeit sind (z.B. Verschlusszeiten bis zu 30s), eingesteuert. Bei einigen Kameratypen wird die Langzeitsynchronisation in bestimmten Kameraprogrammen (z.B. Nachtaufnahme-Programm usw.) automatisch akti-

viert bzw. kann an der Kamera eingestellt werden (siehe Kamerabedienungsanleitung). Am Blitzgerät erfolgt keine Einstellung bzw. Anzeige für diesen Betrieb.
Die Einstellung für die Langzeitsynchronisation SLOW erfolgt an der Kamera (siehe Kamerabedienungsanleitung)! Verwenden Sie bei langen Verschlusszeiten ein Stativ um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden!
11.5 Automatische Kurzzeitsynchronisation (FP bzw. HSS)
Verschiedene Kameras aus Gruppe E (z.B. D80, D2Hs und D200) unterstützen die Automatische Kurzzeitsynchronisation (siehe Kamerabedienungsanleitung). Mit dieser Blitzbetriebsart ist es möglich, auch bei kürzeren Verschlusszeiten als der Blitzsynchronzeit ein Blitzgerät einzusetzen. Interessant ist diese Betriebsart z.B. bei Portrait-Aufnahmen in sehr hellem Umgebungslicht, wenn durch eine weit geöffnete Blende (z.B. F 2,0) die Schärfentiefe begrenzt werden soll! Das Blitzgerät unterstützt die Kurzzeitsynchronisation in den Blitzbetriebsarten i-TTL, i-TTL-BL und M.
Physikalisch bedingt, wird jedoch durch die Kurzzeitsynchronisation die Leitzahl, und damit auch die Reichweite des Blitzgerätes zum Teil erheblich eingeschränkt! Beachten Sie daher die Reichweitenanzeige am Display des Blitzgerätes! Die Kurzzeitsynchronisation wird automatisch ausgeführt, wenn an der Kamera manuell oder automatisch durch das Belichtungsprogramm eine kürzere Verschlusszeit als die Blitzsynchronzeit eingestellt ist.
Beachten Sie, dass die Leitzahl des Blitzgerätes bei der Kurzzeitsynchronisation zusätzlich von der Verschlusszeit abhängig ist: Je kürzer die Verschlusszeit desto geringer die Leitzahl!
Die Einstellung für die Automatische Kurzzeitsynchronisation erfolgt an der Kamera (siehe Kamerabedienungsanleitung)! Im Display des Blitzgerätes wird dann z.B. zusätzlich „HSS“ angezeigt.
11.6 Vorblitzfunktion gegen „Rote-Augen-Effekt“
Der „Rote-Augen-Effekt“ tritt auf, wenn die zu fotografierende Person mehr oder weniger voll in die Kamera blickt, die Umgebung dunkel ist und das Blitzgerät sich nah an der Kamera befindet. Das Blitzgerät hellt dabei durch die Pupille den Augenhintergrund auf.
Einige Kameratypen verfügen über eine Vorblitzfunktion gegen den „Rote-Augen-Effekt“. Dabei führen ein oder mehrere Vorblitze dazu, dass sich die Pupillen der Personen weiter schließen und damit den Effekt der roten Augen verringern.
Bei einigen Kameras unterstützt die Vorblitzfunktion nur das kamerainterne Blitzgerät bzw. einen Scheinwerfer im Kameragehäuse. Die Einstellung der Vorblitzfunktion erfolgt an der Kamera (siehe Kamerabedienungsanleitung)! Bei Verwendung der Vorblitzfunktion ist die Synchronisation auf den 2.Verschlussvorhang (REAR) nicht möglich! Am Blitzgerät erfolgt keine Einstellung bzw. Anzeige für diesen Betrieb.
12 Automatischer AF-Messblitz
Sobald die Umlichtverhältnisse für eine automatische Fokussierung nicht mehr ausreichen, wird von der Kamera automatisch der AF-Messblitz im Blitzgerät aktiviert. Dabei wird ein Streifenmuster auf das Motiv projiziert, auf das die Kamera scharf stellen kann. Die Reichweite beträgt ca. 6m ... 9m (bei Standardobjektiv 1,7/50 mm). Wegen der Parallaxe zwischen Objektiv und AF-Messblitz im Blitzgerät beträgt die Naheinstellgrenze mit AF-Messblitz ca. 0,7m bis1m.
Dmit der AF-Messblitz ⑪ von der Kamera aktiviert werden kann, muss an der Kamera die Autofokus-Betriebsart „Single-AF (S)“ eingestellt sein und das Blitzgerät muss Blitzbereitschaft anzeigen. Einige Kameratypen unterstützen nur den kamerainternen AF-Messblitz. Der AF-Messblitz des Blitzgerätes wird dann nicht aktiviert (z.B. Kompaktkameras; siehe Kamerabedienungsanleitung)!
Zoomobjektive mit geringer Anfangsblendenöffnung schränken die Reichweite des AF-Messblitzes zum Teil erheblich ein!
Verschiedene Kameratypen unterstützen nur mit dem zentralen AF-Sensor der Kamera den AF-Messblitz im Blitzgerät. Wird ein dezentraler AF-Sensor gewählt, so wird der AF-Messblitz im Blitzgerät nicht aktiviert!
13 Zündungssteuerung (Auto-Flash)
Ist das vorhandene Umgebungslicht für eine Belichtung ausreichend, so verhindern verschiedene Kameratypen die Blitzauslösung. Beim Betätigen des Kameraauslösers wird dann kein Blitzlicht ausgelöst.
Die Zündungssteuerung arbeitet bei verschiedenen Kameras nur in der Betriebsart Vollprogramm oder Programm „P“ bzw. muss an der Kamera aktiviert werden (siehe Kamerabedienungsanleitung).
14 Wartung und Pflege
Entfernen Sie Schmutz und Staub mit einem weichen, trockenen Tuch.
Verwenden Sie keine Reinigungsmittel - die Kunststoffteile könnten beschädigt werden.
14.1 Firmware-Update
Die Firmware des Blitzgerätes kann über die USB-Buchse ⑬ aktualisiert und im technischen Rahmen an die Funktionen zukünftiger Kameras angepasst werden (Firmware-Update).
Nähere Informationen finden Sie im Internet auf der Metz-Homepage: www.metz.de
14.2 Reset
Das Blitzgerät kann auf die Werkseinstellung bei Auslieferung zurück gestellt werden. Dazu die Taste „Mode“ drücken und für ca. 5 Sekunden gedrückt galten. Nach ca. 5 Sekunden wird im Display kurzzeitig „rES“ (= Reset) angezeigt und das Blitzgerät wird in den Auslieferungszustand zurück gesetzt.
Firmware-Updates des Blitzgerätes sind dabei nicht betroffen!
14.3 Formieren des Blitzkondensators
Der im Blitzgerät eingebaute Blitzkondensator erfährt eine physikalische Veränderung, wenn das Gerät längere Zeit nicht eingeschaltet wird. Aus diesem Grund ist es notwendig, das Gerät im vierteljährlichen Abstand für ca. 10 Min. einzuschalten. Die Stromquellen müssen dabei so viel Energie liefern, dass die Blitzbereitschaft längstens 1 Min. nach dem Einschalten aufleuchtet.
15 Hilfe bei Störungen
Sollte es einmal vorkommen dass z.B. im Display des Blitzgerätes unsinnige Anzeigen erscheinen oder das Blitzgerät funktioniert nicht so wie es soll, so schalten Sie das Blitzgerät für ca. 10 Sekunden mit dem Hauptschalter ① aus. Überprüfen Sie die korrekte Montage des Blitzgerätefußes im Zubehörschuh der Kamera und die Kameraeinstellungen.
Tauschen Sie die Batterien bzw. Akkus gegen neue Batterien bzw. frisch geladene Akkus aus!
Das Blitzgerät sollte nach dem Einschalten wieder „normal“ funktionieren. Ist dies nicht der Fall, so wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler.
Nachfolgend sind einige Probleme aufgeführt, die in der Blitz-Praxis auftreten können. Unter den jeweiligen Punkten sind mögliche Ursachen bzw. Abhilfen für diese Probleme aufgeführt.
Im Display erfolgt keine Reichweitenanzeige.
- Der Hauptreflektor ⑩ befindet sich nicht in der Normalposition.
- Am Blitzgerät ist der Remote-Betrieb eingestellt.
Der AF-Meßblitz des Blitzgerätes wird nicht aktiviert.
• Das Blitzgerät ist nicht blitzbereit.
• Die Kamera arbeitet nicht in der Betriebsart Single-AF (S-AF).
• Die Kamera unterstützt nur den eigenen internen AF-Meßblitz.
- Verschiedene Kameratypen unterstützen nur mit dem zentralen AF-Sensor der Kamera den AF-Meßblitz im Blitzgerät. Wird ein dezentraler AF-Sensor gewählt, so wird der AF-Meßblitz im Blitzgerät nicht aktiviert! Zentralen AF-Sensor aktivieren!
Die Reflektor-Position wird nicht automatisch der aktuellen Zoom-Position des Objektivs angepasst.
- Die Kamera überträgt keine digitalen Daten an das Blitzgerät (Kameras aus Gruppe A).
- Es findet kein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera statt. Kameraauslöser antippen!
• Die Kamera ist mit einem Objektiv ohne CPU ausgerüstet. - Das Blitzgerät arbeitet im manuellen Zoombetrieb „MZoom“. Auf Auto-Zoom umschalten (siehe 9.1).
Die Blendeneinstellung des Blitzgerätes wird nicht automatisch der des Objektivs angepasst.
- Die Kamera überträgt keine digitalen Daten an das Blitzgerät (Kameras aus Gruppe A).
- Es findet kein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera statt. Kameraauslöser antippen!
• Die Kamera ist mit einem Objektiv ohne CPU ausgerüstet.
Im Display blinkt die Anzeige für die Zoom-Position des Hauptreflektors
- Warnhinweis wegen Abschattung am Bildrand: Die an der Kamera eingestellte Brennweite des Objektivs (umgerechnet auf das 35 mm - Kleinbild-Format 24x36) ist kleiner als die eingestellte Zoom-Position des Hauptreflektors.
Der TTL-Aufhellblitzbetrieb BL lässt sich nicht einstellen.
- Es hat kein Datenaustausch zwischen Blitzgerät und Kamera stattgefunden. Kameraauslöser antippen.
• Die Kamera unterstützt den TTL-Aufhellblitzbetrieb nicht.
- Die Kamera ist auf Spot-Messung geschaltet. Wählen Sie eine andere Messart, z.B. Mehrfeldmessung.
Die Einstellung für die manuelle TTL-Blitzbelichtungskorrektur wird nicht wirksam.
- Die Kamera unterstützt die manuelle TTL-Blitzbelichtungskorrektur am Blitzgerät nicht, z.B. Kameras aus Gruppe A.
Es findet keine automatische Umschaltung auf die Blitzsynchronzeit statt
- Die Kamera hat einen Zentralverschluss (die meisten Kompaktkameras). Die Umschaltung auf Synchronzeit ist daher nicht erforderlich.
- Die Kamera arbeitet mit FP-Kurzzeitsynchronisation (Kameraeinstellung). Dabei findet keine Umschaltung auf Synchronzeit statt.
- Die Kamera arbeitet mit Verschlusszeiten die länger als die Blitzsynchronzeit sind. In Abhängigkeit von der Kamerabetriebsart wird dabei nicht auf die Blitzsynchronzeit umgeschaltet (siehe kamerabedienungsanleitung).
Die Aufnahmen sind an der Bildunterseite abgeschattet.
- Durch die Parallaxe zwischen Objektiv und Blitzgerät kann die Aufnahme im Nahbereich in Abhängigkeit von der Brennweite an der Bildunterseite nicht vollständig ausgeleuchtet werden. Neigen Sie den Hauftreflektor nach unten bzw. schwenken Sie die Weitwinkelstreuscheibe vor den Reflektor.
Die Aufnahmen sind zu dunkel.
- Das Motiv liegt außerhalb der Reichweite des Blitzgerätes. Beachten Sie: Beim indirekten Blitzen verringert sich die Reichweite des Blitzgerätes.
- Das Motiv enthält sehr helle oder reflektierende Bildpartien. Dadurch wird das Messsystem der Kamera bzw. des Blitzgerätes getäuscht. Stellen Sie eine positive manuelle Blitzbelichtungskorrektur ein, z.B. +1 EV.
Die Aufnahmen sind zu hell.
- Im Nahbereich kann es zu Überbelichtungen (zu hellen Aufnahmen) kommen, wenn die kürzeste Leuchtzeit vom Blitzgerät unterschritten wird. Der Mindestabstand zu Motiv sollte mindestens 10% der im Display angezeigten Reichweite betragen.
Die Blende F lässt sich am Blitzgerät nicht verstellen.
- Zwischen Blitzgerät und Kamera findet ein digitaler Datenaustausch statt. Eine Verstellung der Blende ist nicht möglich!
16 Technische Daten
Maximale Leitzahl bei ISO 100; Zoom 105 mm:
Im Meter-System: 48 Im Feet-System: 157
Blitzbetriebsarten:
TTL (ohne Vorblitz), Matrixgesteuerter TTL-Aufhellblitzbetrieb, 3D-Multisensor-Aufhellblitzbetrieb, FP-Kurzzeitsynchronisation, D-TTL, D-TTL-3D, i-TTL, i-TTL-BL, Manuell M
Manuelle Teillichtleistungen:
P1/1 bis P1/128
Blitzleuchtzeiten siehe Tabelle 3 (Seite 132):
Farbtemperatur:
Ca. 5.600 K
Lichtempfindlichkeit:
ISO 6 bis ISO 6400
Synchronisation:
Niederspannungs – IGBT – Zündung
Blitzanzahlen:
Mit NiCd-Akkus (600 mAh) ca. 90
Mit Hochleistungs-Alkali-Mangan-Batterien ca. 210
Mit NiMH-Akkus (1600 mAh) ca. 250
Mit Lithium-Batterien ca. 460.
(bei jeweils voller Lichtleistung)
Blitzfolgezeit bei jeweils voller Lichtleistung: ca. 3,5 s.
Ausleuchtung des Motorzoom-Hauptreflektors:
Ab 24 mm (Kleinbild-Format 24 x 36).
Ab 18 mm mit integrierter Weitwinkelstreuscheibe (Kleinbild-Format 24 x 36).
Schwenkbereiche und Raststellungen des Reflektorkopfes:
Vertikal: -7^ 45^ 60^ 75^ 90^
Horizontal gegen den Uhrzeigersinn:
30^ 60^ 90^ 120^ 150^ 180^
Horizontal im Uhrzeigersinn:
30^ 60^ 90^ 120^
Auslieferungsumfang:
Blitzgerät mit integrierter Weitwinkelstreuscheibe und Reflektorkarte,
Bedienungsanleitung.
17 Sonderzubehör
Für Fehlfunktionen und Schäden am Blitzgerät, verursacht durch die Verwendung von Zubehör anderer Hersteller, wird keine Gewährleistung übernommen!
- Mecabounce 58-90
(Bestellnr. 000058902)
Mit diesem Diffusor erreichen Sie auf einfachste Weise eine weiche Ausleuchtung. Die Wirkung ist großartig, weil die Bilder einen softartigen Effekt erhalten. Die Gesichtsfarbe von Personen wird natürlicher wiedergegeben.
Die Grenzreichweiten verringern sich entsprechend dem Lichtverlust circa auf die Hälfte.
- Reflexschirm 58-23
(Bestellnr. 000058235)
Mildert durch sein weiches gerichtetes Licht harte Schlagschatten.
- Blitzgeräte-Standfuß
(Bestellnr. W-F127)
Blitzgeräte-Standfuß für den Slave-Betrieb.
Batterie-Entsorgung
Batterien/Akkus gehören nicht in den Hausmüll! Bitte bedienen Sie sich bei der Rückgabe verbrauchter Batterien/Akkus eines vorhandenen Rücknahmesystems. Bitte geben Sie nur entladene Batterien/Akkus ab. Batterien sind in der Regel dann entladen, wenn das damit betriebene Gerät
- abschaltet und signalisiert „Batterien leer“
- nach längerem Gebrauch der Batterien nicht mehr einwandfrei funktioniert.
Zur Kurzschlusssicherheit sollten die Batteriepole mit einem Klebestreifen überdeckt werden.
Deutschland: Als Verbraucher sind Sie gesetzlich verpflichtet, gebrauchte Batterien zurückzugeben. Sie können Ihre alten Batterien überall dort unentgeltlich abgeben, wo die Batterien gekauft wurden. Ebenso bei den öffentlichen Sammelstellen in Ihrer Stadt oder Gemeinde.
Diese Zeichen finden Sie auf schadstoffhaltigen Batterien:
Pb = Batterie enthält Blei
Cd = Batterie enthält Cadmium
Hg = Batterie enthält Quecksilber
Li = Batterie enthält Lithium
Garantiebestimmungen
Bundesrepublik Deutschland
- Die Garantiebestimmungen gelten ausschließlich für Käufe in der Bundesrepublik Deutschland.
- Im Ausland gelten die Gewährleistungsregelungen des jeweiligen Landes bzw. die Garantieregelungen des Verkäufers.
- Die nachfolgenden Bestimmungen haben nur für den privaten Gebrauch Gültigkeit.
- Die Garantiezeit - 24 Monate - beginnt mit dem Abschluss des Kaufvertrages bzw. mit dem Tag der Auslieferung des Gerätes an den Käufer (Endverbraucher).
- Garantieansprüche können nur unter Nachweis des Kaufdatums durch Vorlage des vom Verkäufer maschinell erstellten Original-Kaufbeleges geltend gemacht werden.
- Beanstandete Geräte bitten wir zusammen mit dem Kaufbeleg entweder über den Fachhändler oder direkt an die Firma Metz-Werke GmbH & Co KG - Zentralkundendienst - Ohmstrasse 55, 90513 Zirndorf, transportsicher verpackt unter genauer Schilderung der Beanstandung einzusenden. Sie können unter den gleichen Bedingungen auch an die autorisierten Kundendienststellen der Firma Metz-Werke GmbH & Co KG eingesandt werden. Hin- und Rücksendung erfolgen auf Gefahr des Käufers.
-
Die Garantie besteht darin, dass Geräte, die infolge eines anerkannten Fabrikations- oder Materialfehlers defekt geworden sind, kostenlos repariert oder, soweit eine Reparatur unverhältnismäßig ist, ausgetauscht werden. Eine weitergehende Haftung, insbesondere für Schäden, die nicht am Gerät selbst entstanden sind, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht, soweit im Falle des Vorsatzes oder der groben Fahrlässigkeit zwingend gehaftet wird. Garantieleistungen bewirken weder eine Verlängerung der Garantiezeit, noch wird für die ersetzten oder nachgebesserten Teile eine neue Garantiezeit begründet.
-
Unsachgemäße Behandlung und Eingriffe durch den Käufer oder Dritte schließen die Garantieverpflichtungen sowie alle weiteren Ansprüche aus. Ausgenommen von der Garantie sind ferner Schäden oder Fehler, die durch Nichtbeachtung der Gebrauchsanleitung, mechanische Beschädigung, ausgelaufene Batterien oder durch höhere Gewalt, Wasser, Blitz etc. entstanden sind. Ferner sind Verschleiß, Verbrauch sowie übermäßige Nutzung von der Garantie ausgenommen. Hiervon sind vor allem folgende Teile betroffen: Blitzröhre, fest eingebaute Akkus, Kontakte, Verbindungskabel.
-
Durch diese Garantiebestimmungen werden die Gewährleistungsansprüche des Käufers gegenüber dem Verkäufer nicht berührt.
Metz-Werke GmbH & Co KG

16 Technische gegevens....66
12 Automatische AF-meetflits
16 Technische gegevens
7 Flash modes („Mode“). 74
7.1 TTL-flash modes 74
7.2 Manual flash mode....76
8 Manual flash exposure correction ..... 76
9 Special functions („Select“)....77
9.1 Motor zoom main reflector („Zoom“) 77
9.2 Remote slave flash mode (SL) 78
9.3 Flash bracketing series („FB“) 80
9.4 Auto OFF for the flash unit Ⓤ 80
9.5 Modelling light („ML“). 80
9.6 Extended Zoom Mode („Ex“)....81
9.7 Meter-feet changeover („m“ / „ft“). 81
10 Flash techniques....81
10.1 Bounce flash....81
7 Flash modes („Mode“)
9 Special functions („Select“)
9.5 Modelling light („ML“)
9.6 Extended Zoom Mode („Ex“)
9.7 Meter-feet changeover („m“ / „ft“)
Modo flash i-TTL- und D-TTL
9.5 Luce pilota („ML“)
9.5 Luz de modelado („ML“)
Tabelle 5: Blitzfolgezeiten und Blitzanzahl bei den versch. Batterietype
Im Rahmen des CE-Zeichens wurde bei der EMV-Prüfung die korrekte Belichtung ausgewertet.

SCA-Kontakte nicht berühren!
In Ausnahmefällen kann eine Berührung zur Beschädigung des Gerätes führen.

Opmerking:

Ihr Metz-Produkt wurde mit hochwertigen Materialien und Komponenten entworfen und hergestellt, die recyclebar sind und wieder verwendet werden können.

Dieses Symbol bedeutet, dass elektrische und elektronische Geräte am Ende ihrer Nutzungsdauer vom Hausmüll getrennt entsorgt werden müssen.
Bitte entsorgen Sie dieses Gerät bei Ihrer örtlichen kommunalen Sammelstelle oder im Recycling Centre.
Bitte helfen Sie mit die Umwelt, in der wir leben, zu erhalten.

Metz - Werke GmbH & Co KG • Postfach 1267 • D-90506 Zirndorf • info@metz.de • www.metz.de
