iTRON DR 100 - Thermostat Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Kompakter Mikroprozessorregler (Thermostat) |
| Gewicht | ca. 160 g |
| Spannungsversorgung | AC 110...240 V +10%/-15%, 48...63 Hz oder AC/DC 20...53 V, 48...63 Hz |
| Leistungsaufnahme | max. 5 VA |
| Schutzart | IP20 |
| Montage | Hutschiene 35 mm (EN 50022) |
| Anzeige | 2-zeiliges LC-Display (4-stellig 7-Segmente oben, 5-stellig alphanumerisch unten) |
| Bedienung | 3 Tasten (▲, ▼, P) |
| Reglerarten | Zweipunktregler (invers/direkt), Dreipunktregler |
| Reglerstrukturen | P, PD, PI, PID |
| Selbstoptimierung | Ja, ermittelt optimale PID-Parameter |
| Timer-Funktion | 4 Modi: zeitbegrenzte Regelung, zeitabhängige Sollwertumschaltung, zeitverzögerte Regelung, Timer (unabhängig) |
| Rampenfunktion | Ja, einstellbare Steigung in K/h oder K/min |
| Limitkomparator | 8 Funktionen (lk1...lk8) |
| Analogeingänge | Widerstandsthermometer (Pt100, Pt1000, KTY11-6), Thermoelement (L, J, U, T, K, N, S, R, B), Strom/Spannung (0/4...20 mA, 0/2...10 V) |
| Binäreingang | Für potenzialfreien Kontakt, konfigurierbar |
| Relaisausgänge | K1: Wechsler (Typ 1XX) oder Schließer (Typ 2XX), K2: Schließer, 3 A bei 250 V AC ohmsche Last |
| Binärausgang K3 | 0/5 V, 0/20 mA oder 0/12 V, 0/20 mA (kurzschlussfest) |
| Umgebungstemperatur (Betrieb) | 0...+55 °C |
| Lagertemperatur | -30...+70 °C |
| Klimafestigkeit | ≤75 % rel. Feuchte, ohne Betauung |
| Sicherheit | EN 61010, Überspannungskategorie II, Verschmutzungsgrad 2 |
| Elektromagnetische Verträglichkeit | EN 61326, Störaussendung Klasse B, Störfestigkeit Industrie |
| Reinigung | Gehäuse mit trockenem Tuch reinigen; keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden |
| Reparaturen | Nur durch den Hersteller oder autorisiertes Fachpersonal |
| Hersteller | JUMO GmbH & Co. KG, 36035 Fulda, Deutschland |
Häufig gestellte Fragen - iTRON DR 100 Jumo
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BEDIENUNGSANLEITUNG iTRON DR 100 Jumo
Kompakter Mikroprozessorregler
B 70.2060.0
Betriebsanleitung
2014-05-26/00433323
1 Geräteausführung identifizieren ....4
2 Montage 5
2.1 Der Montageort 5
2.2 Dicht-an-dicht-Montage 5
2.3 Demontage, Abmessungen 6
3 Elektrischer Anschluss 7
3.1 Installationshinweise 7
3.2 Galvanische Trennung 8
4 Anzeige und Tasten 12
5 Bedienen 13
5.1 Grundstellung....13
5.2 Bedien-, Parameter-, Konfigurations- und Timerebene 15
5.3 Bedienung der Timerfunktion 17
6 Funktionen ....18
6.1 Istwerteingang 19
6.2 Binäreingang 20
6.3 Regler 21
6.4 Limitkomparator (Alarmkontakt) 24
6.6 Selbstoptimierung 27
6.7 Ebenenverriegelung über Code 28
6.8 Timer-Funktion 29
7 Konfigurationstabellen (C-Codes) 36
8 Parametertabellen 42
9 Alarmmeldungen 44
10 Technische Daten 45
10.2 Analogeingänge 45
10.3 Binäreingang 47
10.4 Binärausgänge 48
10.5 Regler 48
10.6 Spannungsversorgung 48
10.7 Allgemeine Daten 49

Lesen Sie diese Betriebsanleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Betriebsanleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.
Bitte unterstützen Sie uns, diese Betriebsanleitung zu verbessern.

Alle erforderlichen Einstellungen sind im vorliegenden Handbuch beschrieben. Sollten bei der Inbetriebnahme trotzdem Schwierigkeiten auftreten, bitten wir Sie, keine Manipulationen vorzunehmen.
Sie gefährden dadurch Ihren Anspruch auf Gewährleistung!
Bitte setzen Sie sich mit der nächsten Niederlassung oder mit dem Stammhaus in Verbindung.
Bei technischen Rückfragen
Telefon-Support Deutschland:
Telefon: +49 661 6003-300 oder -653 oder -899
Telefax: +49 661 6003-881729
E-Mail: service@jumo.net
Österreich:
Telefon: +43 1 610610
Telefax: +43 1 6106140
E-Mail: info@jumo.at
Schweiz:
Telefon: +41 1 928 24 44
Telefax: +41 1 928 24 48
E-Mail: info@jumo.ch
1 Geräteausführung identifizieren
(1) (2) (3) (4) (5)
| (1) Grundtyp Ausgang 1 Ausgang 2 Bemerkung | ||||
| 188 = | 1 Relais (Wechselkontakt) | - | programmierbar, mit Werkseinstellung ^1 | |
| 199 = | 1 Relais (Wechselkontakt) | - | programmierbar, Konfiguration nach Kundenangaben ^2 | |
| 288 = | 1 Relais (Schließkontakt) | 1 Relais (Schließkontakt) | programmierbar, mit Werkseinstellung ^1 | |
| 299 = | 1 Relais (Schließkontakt) | 1 Relais (Schließkontakt) | programmierbar, Konfiguration nach Kundenangaben ^2 | |
| (2) Messeingang | ||||
| 888 = programmierbar, mit Werkseinstellung ^1 | ||||
| 999 = programmierbar, Konfiguration nach Kundenangaben ^2 | ||||
| (3) Ausgang 3 | ||||
| 000 = Binärausgang:0/5V, 0/20mA | ||||
| 113 = Binärausgang:0/12V, 0/20mA | ||||
| (4) Spannungsversorgung | ||||
| 23 = AC 110 ... 240V +10% /-15, 48 ... 63Hz | ||||
| 22 = AC/DC 20...53V, 48...63Hz | ||||
| (5) Typenzusatz 061 = UL-Zulassung (Underwriter Laboratories) | ||||
| Lieferumfang 1 | Betriebsanleitung 70.2060.0d | |||
-
siehe werkseitige Einstellungen in Konfigurations- und Parameterebene
-
siehe Kunden-Bestelltext oder Einstellungen in Konfigurations- und Parameterebene
2 Montage
Das Gerät wird auf einer Hutschiene 35 mm EN50022 von vorne eingerastet.
2.1 Der Montageort
- Sollte möglichst erschütterungsfrei sein, damit sich die Schraubanschlüsse nicht lösen können.
- Sollte frei von aggressiven Medien, wie z.B. starken Säuren und Laugen sein und möglichst frei von Staub, Mehl oder anderen Schwebestoffen, damit die Kühlungsschlitze nicht verstopfen können.
2.2 Dicht-an-dicht-Montage
10 cm Mindestabstand nach oben einhalten, damit der Entriegelungsschlitz oben mit einem Schraubendreher zugänglich ist.
Es dürfen mehrere Geräte direkt nebeneinander ohne Abstand eingebaut werden
2.3 Demontage, Abmessungen
* Schraubendreher in Entriegelungsschlitz einstecken, zum Gerät hin drücken und nach unten aus der Hutschiene schwenken.

3 Elektrischer Anschluss
3.1 Installationshinweise
- Bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation, bei der Absicherung und beim elektrischen Anschluss des Gerätes sind die Vorschriften der VDE 0100 "Bestimmungen über das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen unter 1000 V" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften zu beachten.
- Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.
- Das Gerät 2polig vom Netz trennen, wenn bei Arbeiten spannungsführende Teile berührt werden können.
- Ein Strombegrenzungswiderstand unterbricht bei einem Kurzschluss den Versorgungs-Stromkreis. Um im Fall eines Kurzschlusses im Lastkreis ein Verschweißen der Ausgangsrelais zu verhindern, muss dieser auf den maximalen Relaisstrom abgesichert sein.
- Die Elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften. Schützen Sie das Gerät beim Einbau und der Bedienung vor elektrostatischer Entladung.
- Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegen.
- An die Netzklemmen des Gerätes keine weiteren Verbraucher anschließen.
- Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
- Neben einer fehlerhaften Installation können auch falsch eingestellte Werte am Regler (Sollwert, Daten der Parameter- und Konfigurationsebene, Änderungen im Geräteinnern) den nachfolgenden Prozess in seiner ordnungsgemäßen Funktion beeinträchtigen oder zu Beschädigungen führen. Es sollten daher immer vom Regler unabhängige Sicherheitseinrichtungen, z. B. Überdruckventile oder Temperaturbegrenzer/-wächter vorhanden und die Einstellung nur dem Fachpersonal möglich sein. Bitte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachten. Da mit einer Adaption (Selbstoptimierung) nicht alle denkbaren Regelstrecken beherrscht werden können, ist theoretisch eine instabile Parametrierung möglich. Der erreichte Istwert sollte daher auf seine Stabilität hin kontrolliert werden.
- Alle Ein - und Ausgangsleitungen ohne Verbindung zum Spannungsversorgungsnetz müssen mit geschirmten und verdrillten Leitungen verlegt werden. Nicht in unmittelbarer Nähe stromdurchflossener Bauteile und Leitungen führen.
Den Schirm geräteseitig auf Erdpotenzial legen.
3.2 Galvanische Trennung

flowchart
graph TD
A["Messeingang"] --> B["Binäreingang"]
B --> C["Schnittstelle Setup"]
C --> D["Display"]
D --> E["Tasten"]
E --> F["Binärausgang"]
G["Relaisausgang 1 (Schließer)"] --> H["oder Relaisausgang (Wechsler)"]
I["Relaisausgang 2 (Schließer)"] --> H
J["Spannungsversorgung"] --> K["AC 1390V"]
L["Spannungsversorgung"] --> M["AC 2210V"]
Der ele darf nur durchgef ![]() | ||||
![]() | Spannungsversorgung lt. Typenschild | ACL1 Aussenleiter N Neutralleiter | AC/DCL+L- | ![]() |
| Analogeingänge Thermoelement | ![]() | |||
| Analogeingang KTY11-6 | PTC in ZweileiterschaltungWiderstandsthermometer in Zweileiter-schaltung müssen bei größeren Leitungs-längen auf c111=001 (Dreileiterschaltung) umgestellt und mit einem Widerstand abgeglichen werden. Abgleichbedingung: R_Leitung = R_Abgleich | ![]() ![]() | ||
| Einheitssignale:0(4) ... 20 mA, 0(2) ... 10 V | ![]() | |||
| Widerstandsthermometer in Dreileiterschaltung | ![]() | |||
| Binäreingang zum Anschluss an potenzialfreien Kontakt | ![]() | |||
| Binärausgang K3 0/5 V, | 0/20 mA oder0/12V, 0/20 mA (kurzschlussfest) | ![]() | ||
| Relaisausgänge K1, K2ohne Kontaktschutz-beschaltung | Wechselkontakt K1bei Typ 702060/1XX... | ![]() | ||
| Die Kombination von Netzkreisen und Kreisen mit Schutzkleinspan-nung ist nicht zulässig! | Schließkontakt K1Typ 702060/2XX... | Schließkontakt K2Typ 702060/2XX... | ![]() | |
4 Anzeige und Tasten

Taste F
LC-Display
| 2 Zeilen 1. Zeile vierstellig je 7-Segmente2. Zeile fünfstellig alphanumerisch | |
| Ziffernhöhe 7 mm | |
| Anzeigenumfang -1999...+9999 Digit | |
| Nachkommastellen keine, eine, zwei | |
| Einheit | °C/°F (Istwertanzeige) |
| Tasten | |
| Zur Bedienung und Programmierung des Gerätes.Die Veränderung von C-Codes und Parameterwerten erfolgt dynamisch, d.h. je länger die Taste gedrückt wird, desto schneller verändert sich der Wert in der Anzeige.- Vergrößern des Wertes mit [IMAGE]- Verkleinern des Wertes mit [IMAGE]- Programmierung und Konfiguration des Reglers mit [P]Der Wert wird automatisch nach 2 Sekunden übernommen | |
| Schaltstellungsanzeige | Typ 702060/1XX... Typ 702060/2XX... |
| LED K1 leuchtet gelb Wechselkontakt 1 aktiv Schließkontakt 1 aktiv | |
| LED K2 leuchtet gelb Binärausgang 3 aktiv Schließkontakt 2 aktiv | |
5 Bedienen
Der JUMO iTRON DR100 ist ein elektronischer Regler zur Montage auf 35 mm Hutschiene. Der Regler hat ein 2-zeiliges, LC-Display zur Istwert- und Sollwertanzeige oder Dialogführung. Zum Konfigurieren genügen drei Tasten. Die Parametereinstellung ist dynamisch gestaltet und nach zwei Sekunden wird der Wert automatisch übernommen. Die serienmäßige Selbstoptimierung ermittelt auf Tastendruck optimale Regelparameter. Ebenso ist die Rampenfunktion mit einstellbarem Gradienten und die Timerfunktion enthalten. Der Regler kann als Zweipunktregler mit Limitkomparator oder als Dreipunktregler eingesetzt werden.
Über das Setup-Programm können die Parameter komfortabel am PC programmiert und die Daten ins Gerät übertragen werden.
5.1 Grundstellung
In der Betriebsart Regler
In der Anzeige wird oben der Istwert und unten der Sollwert dargestellt.
In der Betriebsart Timer
Bei aktiver Timer-Funktion wird oben der Istwert und unten der Timerwert dargestellt.
In der Betriebsart Selbstoptimierung
In der oberen Anzeige wird der aktuelle Istwert angezeigt und in der unteren erscheint „TUNE“.
GRUNDSTELLUNG

flowchart
graph TD
A["Anzeige nach dem Einschalten bei: C120 = 0"] --> B["Regler"]
B --> C["Aktueller Istwert: 25.8, Sollwert: 26.5"]
A --> D["C120 = 1, 2, 3 oder 4"]
D --> E["Timer"]
E --> F["Aktueller Istwert: 25.8, Timerwert in mm:ss: 0.158"]
A --> G["2 s gleichzeitig drücken"]
G --> H["Selbst-optimierung + 25.8 TUNE"]
H --> I["Nur bei aktivem Regler"]
E --> J["P + 5s gleichzeitig drücken"]
J --> K["Verriegelung + 000 CODE"]
E --> L["P + Δ"]
L --> M["Software-Version 0.10 VERS"]
5.2 Bedien-, Parameter-, Konfigurations- und Timerebene

flowchart
graph TD
A["Grundstellung Regler + 25.8 26.5"] --> B["Bedienerebene"]
C["Timer + 25.8 0 15.8"] --> D["Sollwert ändern mit ▲ oder ▼"]
D --> E["Timerstartwert* einstellen/ändern"]
E --> F["ti0"]
F --> G["ti"]
G --> H["Sollwert (bei Sollwert-umschaltung SP 1, SP 2, ti oder ti0)"]
H --> I["SP 1"]
I --> J["SP r"]
J --> K["P > 2s"]
K --> L["Parameterebene Pb 1"]
L --> M["y0"]
M --> N["P > 2s"]
N --> O["Konfigurationsebene C 111"]
O --> P["P nach letztem Parameter"]
P --> Q["Je nach Konfiguration erscheint hier AL oder Pb 1"]
style A fill:#f9f,stroke:#333
style C fill:#f9f,stroke:#333
style D fill:#ccf,stroke:#333
style E fill:#cfc,stroke:#333
style F fill:#fcc,stroke:#333
style G fill:#cff,stroke:#333
style H fill:#ffc,stroke:#333
style I fill:#fcc,stroke:#333
style J fill:#ffc,stroke:#333
style K fill:#fcc,stroke:#333
style L fill:#fcf,stroke:#333
style M fill:#fcf,stroke:#333
style N fill:#fcf,stroke:#333
style O fill:#fcf,stroke:#333
style P fill:#cff,stroke:#333
style Q fill:#ffc,stroke:#333
Bedienerebene
Hier wird der Sollwert SP 1 vorgegeben. Bei aktiver Sollwertumschaltung über den Binäreingang erscheint zusätzlich SP 2. Bei aktiver Rampenfunktion wird der Rampensollwert SPr angezeigt.
Der Sollwert wird dynamisch mit den Tasten 🚠 und verändert.
Die Einstellung wird nach ca. 2s automatisch übernommen.
| Parameter Erklärung Wertebereich werkseitig Ihre Einstellung | ||||
| SP 1 | Sollwert 1 SPL ... SPH 0 | |||
| SP 2 | Sollwert 2 SPL ... SPH 0 | |||
| t, t,0 | Timerwert, Timerstartwert | 00:00 ... 99:59 (min:ss) | 0 | |
| SPr | Rampensollwert SPL ... SPH | 0 | ||
Parameterebene
Hier werden der Grenzwert des Limitkomparators, die Reglerparameter und die Rampensteigung programmiert.
Konfigurationsebene
Hier werden die grundsätzlichen Funktionen des Gerätes eingestellt.

Um Einstellungen vornehmen zu können, muss der Parameter y 0 (Parameterebene) angewählt und ②s gedrückt werden. Nur so ist ein Wechsel in die Konfigurationsebene möglich!
Timeout
Wenn keine Bedienung erfolgt, kehrt der Regler nach ca. 30s in die Grundstellung zurück.
5.3 Bedienung der Timerfunktion
Der Timer kann über die Taste ▲, den Binäreingang oder mit Netz-Ein gestartet werden (Stoppen, Abbruch, Quittieren über Tastatur), wenn der Timer in der Bedienerebene angezeigt wird. Je nach Konfiguration des Binäreingangs kann ein externer Taster die Funktion der Taste ▲ übernehmen. In diesem Fall kann der Timer auch bedient werden, wenn der Timerwert nicht in der Anzeige steht.
Mögliche Anzeigen für die Timerfunktion in der Bedienerebene
| Anzeige Zustand/Aktion | Anzeige Zustand/Aktion | ||
| +25.80059Dezimalpunkt blinktZeitwert wird nichtheruntergezählt | Timer ist gestartet, aber die Toleranzgrenze (C111) ist noch nicht erreicht*Abbruch 2sdrücken | +25.80058Zeitwert wird nichtheruntergezählt | Timer gestoppt*Weiterlauf mit ▲*Abbruch 2sdrücken |
| +25.80059 | Timer läuft nicht*Starten mit ▲ | +25.8ENd | Timer abgelaufen*Quittieren mit beliebiger Taste (Timer-Startwert ti0 wird angezeigt)Bei zeitverzögerter Regelung (C120=3) mit ▼2s drücken |
| +25.80058Dezimalpunkt blinktZeitwert wird heruntergezählt | - Timer läuft*Stoppen mit ▲*Abbruch 2sdrücken | ||
| Bei gestartetem Timer blinkt der mittlere Dezimalpunkt des Timerwertes im Sekundentakt! Ist die Timerzeit abgelaufen erscheint ENd | |||
6 Funktionen
Folgende Vorgehensweise wird empfohlen:
*Kennenlernen der Funktionen des Gerätes
* Eintragen der Konfigurationscodes und Parameterwerte in die dafür vorgesehenen Tabellen Kapitel 8. Hierzu Werte aufschreiben ( ) oder Auswahl ankreuzen ( ). Die Parameter und Konfigurationscodes sind in der Reihenfolge ihres Erscheinens aufgeführt. Nicht relevante Parameter werden ausgeblendet (siehe Tabelle unten).
*Eingeben der Konfigurationscodes und Parameter am Gerät
| Konfiguration Ausblendung der Parameter für Parameter | |
| Zweipunktregler Dreipunktregler | |
| Limitkomparator ohne Funktion Limitkomparator | |
| Widerstandsthermometer, Thermolelement Einheitssignalskalierung | |
| Rampenfunktion aus Rampenfunktion | |
| Sollwertumschaltung nicht aktiv Sollwerte in Bedienerebene | |
| Timer-Funktion ohne Funktion Timer-Funktion |
6.1 Istwerteingang
| Symbol Bemerkungen | |
| C111 | Messwertgeber/Fühler (Istwerteingang)⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| C112 | Einheit des Istwerts (°C/°F)/Nachkommastellen der Anzeige⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| SCL | Anfangs-/Endwert des Wertebereichsfür EinheitssignaleBeispiel: 0...20 mA→20... 200°C: SCL = 20 / SCH = 200⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
| SCH | |
| OFFS | IstwertkorrekturMit der Istwertkorrektur kann ein gemessener Wert um einen programmierbaren Wert nach oben oder unten korrigiert werden (Offset).⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“Beispiele:gemessener Wert Offset angezeigter Wert294,7 + 0,3 295,0295,3 - 0,3 295,0 |
![]() | Filterzeitkonstante (Dämpfung) zur Anpassung des digitalen Eingangsfilters (0s = Filter aus)⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“wenn für dF hohe Werte eingestellt sind: - hohe Dämpfung von Störsignalen- langsame Reaktion der Istwertanzeige auf Istwertänderungen- niedrige Grenzfrequenz (Tiefpassfilter 2. Ordnung) |
6.2 Binäreingang
| potenzialfreier Kontakt | geöffnet geschlossen![]() | ![]() |
| Tastaturverriegelung | Bedienen über Tasten ist möglich. | Bedienen über Tasten ist nicht möglich. |
| Ebenenverriegelung Zugang zur Parameter- und Konfigurationsebene ist möglich.Das Starten der Selbstoptimierung ist möglich. | Zugang zur Parameter- und Konfigurationsebene ist nicht möglich.Das Starten der Selbstoptimierung ist nicht möglich. | |
| Rampenstopp Rampe läuft. Rampe gestoppt. | ||
| Sollwertumschaltung Sollwert SP 1 ist aktiv SollwertDarstellung der entsprechenden Symbole SP 1 und SP 2 in der Bedienerebene. | SP 2 ist aktiv | |
| Timer-Steuerung | Start/Stopp/Weiterlauf/abgelaufenen Timer quittieren (flankengesteuert) | |
| Symbol Bemerkungen | |
| C 117 | Funktion des Binäreingangs⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
6.3 Regler
Reglerstruktur
Die Reglerstruktur wird über die Parameter Pb, dt und rt definiert.
Beispiel: Einstellung für PI-Regler → Pb .1=120, dt=0s, rt=350s
| Symbol Bemerkungen | |
| C 113 | Reglerart⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| C 116 | Verhalten der Ausgänge im FehlerfallHier werden die Schaltzustände der Ausgänge bei einer Messbereichsüber-/-unterschreitung,bei Fühlerbruch/-kurzschluss oder Anzeigenüberlauf definiert.⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| C 118 | Zuordnung der Ausgänge⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| Pb 1 | Proportionalbereich 1 (1. Reglerausgang)Proportionalbereich 2 (2. Reglerausgang)Beeinflusst das P-Verhalten des Reglers. Bei Pb=0 ist die Reglerstruktur nicht wirksam⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
| Pb 2 | |
| dt | VorhaltzeitBeeinflusst das D-Verhalten des Reglers. Bei dt=0 zeigt der Regler kein D-Verhalten. |
| rt | NachstellzeitBeeinflusst das I-Verhalten des Reglers. Bei rt=0 zeigt der Regler kein I-Verhalten. |
| Cy 1 | Schaltperiodendauer 1 (1. Reglerausgang)Schaltperiodendauer 2 (2. Reglerausgang)Die Schaltperiodendauer sollte so gewählt werden, dass die Energiezufuhr zum Prozess nahezu kontinuierlich erfolgt, aber die Schaltglieder nicht überbeansprucht werden. |
| Cy 2 | |
| db | Kontaktabstandbei Dreipunktregler⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“![]() |
| H951 | Schaltdifferenz 1 (1.Reglerausgang)Schaltdifferenz 2 (2.Reglerausgang)Für Regler mit Pb 1=0 oder Pb 2=0⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ ![]() |
| H952 | |
| y0 | Arbeitspunkt (Grundlast)Stellgrad, wenn Istwert=Sollwert⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
| y1 | Stellgradbegrenzungy1 - maximaler Stellgrady2 - minimaler Stellgrad⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
| y2 | Bei Reglern ohne Reglerstruktur (Pb 1=0 oder Pb 2=0) muss y1 = 100% und y2 = -100% eingestellt sein. |
6.4 Limitkomparator (Alarmkontakt)
lk1

lk2


lk4

Ik5

Ik6

lk7


Ik1...Ik6: Überwachung bezogen auf den Sollwert.
Ik7 / Ik8: Überwachung bezogen auf einen festen Wert AL.
w - Sollwert, x - Istwert
Symbol Bemerkungen
| C 1 14 | Limitkomparatorfunktion (lk1...lk8)⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| Symbol Bemerkungen | |
| HYSI | Schaltdifferenz des Limitkomparators⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
| AL | Grenzwert des Limitkomparators⇒ Kapitel 5 „Bedienen“ |
6.5 Rampenfunktion

line
| t | Rampensollwert | Istwert | | --- | -------------- | ------- | | t1 | 0 | 0 | | t2 | 3P | 2P | | t3 | 1P | 0 | | t4 | 4P | 3P | | t5 | 4P | 3P | | t6 | 4P | 4P | | t7 | 2P | 2P |t1 Netz ein (SP 1 aktiv)
t2...t3 Netzausfall oder Messbereichsüber-/-unterschreitung
t4...t5 Rampenstopp
t6 Sollwertumschaltung auf SP 2
| Symbol Bemerkungen | |
| C 115 | Rampenfunktion (ein/aus, Zeiteinheit)⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| C 117 | Rampenstopp über Binäreingang (potenzialfreier Kontakt)⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| RASd | Rampensteigung in K/h oder K/min⇒ Kapitel 8 „Parametertabellen“ |
6.6 Selbstoptimierung
Die Selbstoptimierung ermittelt die optimalen Reglerparameter für einen PID- oder PI-Regler.
Folgende Reglerparameter werden bestimmt: rt, dt, Pb 1, Pb 2, Cy 1, Cy 2, dF
In Abhängigkeit von der Größe der Regelabweichung wählt der Regler zwischen zwei Verfahren a oder b aus:
a) Selbst- optimierung in der Anfahr- phase
x - Istwert w - Sollwert

line
| t | x | |-------|-------| | Start | 0 | | Peak | w | | Mid | ~0.5 | | Late | ~0.2 | | Schalt-gerade | w |b) Selbst- op- timierun g am

Start der Selbstoptimierung
©
Ein Starten der Selbstoptimierung ist bei aktiver Ebenenverriegelung und Rampenfunktion nicht möglich.
Die Selbstoptimierung wird automatisch beendet oder kann abgebrochen werden.
⇒ Kapitel 5.1 „Grundstellung“
6.7 Ebenenverriegelung über Code
Alternativ zum Binäreingang kann eine Ebenenverriegelung über einen Code eingestellt werden (Binäreingang hat Priorität).
*Taste +P 5s gleichzeitig drücken und Code für Verriegelung eingeben
*Mit Ⓓ quittieren
Die Ebenenverriegelung über Binäreingang verriegelt die Parameter- und Konfigurationsebene (entspricht Code 011).
| Code | Bedienerebene | Parameterebene | Konfigurationsebene |
| 000 frei | frei | frei | |
| 001 | frei | frei | verriegelt |
| 011 frei | verriegelt | verriegelt | |
| 111 verriegelt 1 | verriegelt | verriegelt | |
- Die Werte in der Bedienerebene können nur angezeigt, aber nicht verändert werden.
6.8 Timer-Funktion
Mit der Timer-Funktion kann die Regelung über eine einstellbare Zeit ti0 beeinflusst werden. Nach dem Start des Timers über Netz-Ein, Tastendruck oder Binäreingang wird der Timer-Startwert ti0 entweder sofort oder nachdem der Istwert eine programmierbare Toleranzgrenze über- oder unterschritten hat bis auf 0 heruntergezählt. Nach dem Ablauf des Timers werden ver-schiedene Ereignisse ausgelöst (z.B. Abschaltung der Regelung (Stellgrad 0%), Sollwertum-schaltung). Weiterhin kann eine Timer-Signalisierung über einen Ausgang realisiert werden.
Beispiel:

line
| t (s) | SP 1 oder SP 2 (°C) | |-------|----------------------| | Start | Low | | Stop | High | | Weiterlauf | High | | Quitteren mit bel. Taste | Low | | Start | Low |
Hinweise für Timerfunktion in Verbindung mit Rampenfunktion
- Die Sollwerte können grundsätzlich auch mit der Rampenfunktion angefahren werden.
- Das Stoppen des Timers hat keinen Einfluss auf die Rampenfunktion
- Ist die Regelung nach Ablauf des Timers aktiv, wird der aktuelle Sollwert mit der Rampe angefahren. Bei Abbruch des Timers erfolgt ein Sollwertsprung ohne Rampe.
- Bei Timerfunktionen mit Toleranzgrenze wird nur der Sollwert (=Rampenendwert) überwacht.
Hinweis für Sollwertumschaltung über Binäreingang
- Eine Sollwertumschaltung über Binäreingang ist grundsätzlich möglich. Ausnahme ist die Timerfunktion „Zeitabhängige Sollwertumschaltung“. Hier ist eine konfigurierte Sollwertumschaltung über Binäreingang inaktiv.
Hinweis für die Darstellung auf der Anzeige bei Netzausfall
- Der Zustand der Anzeige vor dem Netzausfall wird wieder hergestellt, außer wenn ein Ereignis im Zusammenhang mit dem Timer geschieht (Start, Abbruch, Weiterlauf, Stopp). Dann wird der Timerwert auf der Anzeige dargestellt.
| Symbol Bemerkungen | ||
![]() | Timer-Funktion⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ | |
| C120=1 | Zeitbegrenzte Regelung: Die Regelung wird nach Ablauf des Timers abgeschaltet (Stellgrad 0%) | |
![]() | Darstellungen mit und ohne Start über Toleranzgrenze.---- Toleranzgrenze | |
Darstellungen mit und ohne Start über Toleranzgrenze.
---- Toleranzgrenze
| Symbol BemerkungenC120=2 | Zeitabhängige Sollwertumschaltung: Nach dem Start der Timer-Funktion wird auf Sollwert SP2 geregelt. Nach Ablauf des Timers schaltet der Regler automatisch auf SP1 um. ![]() |
| C120=3 | Zeitverzögerte Regelung: Die Regelung setzt nach dem Ablauf des Timers ein. *Nach Ablauf des Timers)(mit beliebiger Taste quittierbar) |
Symbol Bemerkungen
C120=4
Timer: Nach dem Start der Timer-Funktion wird ti0 bis auf 0 heruntergezählt. Die Regelung ist unabhängig vom Timer. Der Ablauf des Timers kann auch hier über einen Ausgang signalisiert werden.

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| t | w/x | | ------------- | ---- | | Start bei Netz-Ein | 0 | | Start mit | 5P | | C122=3 | 5P |
line
| t | SP | | ------------- | --- | | Start bei Netz-Ein | 0 | | Start mit | 50 || Symbol Bemerkungen | |
| C 121 | Startbedingung des TimersDer Timer-Startwert ti0 wird wahlweise bei folgenden Ereignissen heruntergezählt:1. Netz-Ein oder Binäreingang/Tastatur2. Start über Tastatur/Binäreingang3. Toleranzgrenze (1K oder 5K) wird durch Istwert erreicht (Start über Tastatur/Binäreingang)Die Lage der Toleranzgrenze ist abhängig von der Reglerart:- Zweipunktregler (direkt): Toleranzgrenze oberhalb des Sollwerts - Zweipunktregler (invers): Toleranzgrenze unterhalb des Sollwerts - Dreipunktregler: Toleranzgrenze unterhalb des SollwertsUnter- bzw. überschreitet der Istwert die Toleranzgrenze im Verlauf der Regelung, wird der Timer für die Dauer der Unter- oder Überschreitung gestoppt.Verhalten bei NetzausfallNach einem Netzausfall kann der Zustand vor dem Netzausfall wieder hergestellt oder die Timerfunktion abgebrochen werden. War der Timer vor dem Netzausfall abgelaufen, wird der Timer-Startwert geladen. Bei C121=1 oder 5 wird dann der Timer automatisch gestartet.Für den Fall eines Netzausfalls wird der Timerwert im Minutenraster gespeichert.⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“ |
| C 122 | Timer-SignalisierungNach dem Start der Timerfunktion bis zum Ablauf des Timers oder nach Ablauf des Timers kann ein Signal über einen Ausgang ausgegeben werden. |
| C 123 | Zeiteinheit des Timers |
Beispiel
Nach dem Start über Binäreingang oder Tastatur soll 30 Minuten auf einen Sollwert von 80°C geregelt werden. Bei Netzausfall soll die Regelung abgebrochen werden.
Konfiguration:
- c111...c116: Reglerprogrammierung
- c117=5: Binäreingang = Timer-Steuerung
- c120=1: Timerfunktion = Zeitbegrenzte Regelung
- c121=6: Startbedingung für Timer = über Binäreingang/Tastatur - Abbruch bei Netzausfall
- c122=0: Timer-Signalisierung = ohne Funktion
- C123=1: Zeiteinheit (Timer) = mm.ss
Eingabe:
*Eingeben des Sollwerts SP (80°C)
*Drücken der Taste bis ti0 angezeigt wird
Eingeben des Timer-Startwertes tio (30.00)
*Zurück in die Grundstellung mit Ⓓ
*Start der Regelung über Binäreingang oder mit


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| t | w/x | | -------- | ------ | | Start mit | 0 | | 30 Min | 80°C |oder Binäreingang
7
Konfigurationstabellen
(C-Codes)


Kreuzen Sie Ihre Auswahl an.

flowchart
graph TD
A["Reglerart X"] --> B["Limitkomparator (LK) X"]
B --> C["Rampenfunktion X"]
A --> D["10 Zweipunktregler (invers)"]
A --> E["11 Zweipunktregler (direkt)"]
A --> F["30 Dreipunktregler"]
B --> G["0 ohne Funktion"]
B --> H["1"]
B --> I["2"]
B --> J["3"]
B --> K["4"]
B --> L["5"]
B --> M["6"]
B --> N["7"]
B --> O["8"]
C --> P["0 Rampenfunktion aus"]
C --> Q["1 Rampenfunktion (K/min)"]
C --> R["2 Rampenfunktion (K/h)"]
D --> S["P"]
E --> S
F --> S
G --> T["C 113"]
H --> U["C 114"]
I --> V["C 115"]
J --> W["C 116"]
K --> X["C 117"]
L --> Y["C 118"]
M --> Z["C 119"]
N --> AA["C 120"]
O --> AB["C 121"]
invers = Ausgang aktiv, wenn Istwert < Sollwert (1. Reglerausgang) direkt = Ausgang aktiv, wenn Istwert > Sollwert (2. Reglerausgang)
| C 1 16 | Ausgänge im Fehlerfall X | P | Binäreingang X | ||||
| 0 0% | 1 | LK/Timer-Signalisierung %aus 0 0 | % | 0 ohne | Funktion | ||
| 1 | 120 | 1 Tastaturverriegelung | |||||
| 2 | -11 | 2 Ebenenverriegelung | |||||
| 3 | 0%1 | LK/Timer-Signalisierung %ein | 3 Rampenstopp | ||||
| 4 | 120 | 4 Sollwertumschaltung | |||||
| 5 Timer-Steuerung | |||||||
- Minimale Stellgradbegrenzung y2 wirksam
- Maximale Stellgradbegrenzungl wirksam

| C 1 18 | Ausgang K1 | Ausgang K2 (nur bei Typ 702060/2XX...) | Binärausgang K3 | X | |
| 0 ohne Funktion | |||||
| 1 | Reglerausgang | Reglerausgang Limitkomparator Timer-Signalisierung | |||
| 2 Reglerausgang Timer-Signalisierung Limitkomparator | |||||
| 3 Limitkomparator Reglerausgang Timer-Signalisierung | |||||
| 4 Limitkomparator Timer-Signalisierung Reglerausgang | |||||
| 5 Timer-Signalisierung Reglerausgang Limitkomparator | |||||
| 6 Timer-Signalisierung Limitkomparator Reglerausgang | |||||
| 7 | Reglerausgang | 1. Reglerausgang 2. Reglerausgang Limitkomparator | 1 | ||
| 8 1. Reglerausgang Limitkomparator/Timer | 1 | 2. Reglerausgang | |||
| 9 2. Reglerausgang 1. Reglerausgang Limitkomparator/Timer | 1 | ||||
| 10 2. Reglerausgang Limitkomparator/Timer | 1 | 1. Reglerausgang | |||
| 11 Limitkomparator/Timer 1. Reglerausgang 2. Reglerausgang | |||||
| 12 Limitkomparator/Timer 2. Reglerausgang 1. Reglerausgang | |||||

- Ein programmierter Limitkomparator(LK) hat Priorität vor der Timer-Signalisierung

| C 120 | Timer-Funktion X | |
| 0 ohne Funktion1 Zeitbegrenzte Regelung2 Zeitabhängige Sollwertumschaltung3 Zeitverzögerte Regelung4 Timer (Regelung ist unabhängig vom Timer) | ||
| C 12 1 | Startbedingung für Timer Verhalten bei | Netzausfall X | |
| 1 nach2 über3 über4 über | Netz-Ein, Binäreingang/Tastatur Zustand wie vorBinäreingang/Tastaturab Toleranzgrenze 1KBinäreingang/Tastatur; Timer zählt ab Toleranzgrenze 5K | wie vorNetzausfall | |
| 5 nach6 über7 über8 über | Netz-Ein, Binäreingang/Tastatur Abbruch derBinäreingang/TastaturBinäreingang/Tastatur; Timer zählt ab Toleranzgrenze 1KBinäreingang/Tastatur; Timer zählt ab Toleranzgrenze 5K | derTimerfunktion( im Display erscheint die Meldung STOP) |
Die Startbedingungen mit Toleranzgrenze (C121=3, 4, 7, 8) sind für C120=3 oder 4 nicht gültig. Bei Änderung von C120 muss die Gültigkeit von C121 geprüft werden.

Parametertabellen
| Parameter der Konfiguration-sebene | Erklärung | Wertebereich | werkseitig | Ihr Einstellung |
| SCL | Anfangswert des Einheitssignals | -1999 ... +9999Digit 0 | ||
| SCH | Endwert des Einheitssignals | -1999 ... +9999Digit 100 | ||
| SPL | Untere Sollwertbegrenzung | -1999 ... +9999Digit -200 | ||
| SPH | Obere Sollwertbegrenzung | -1999 ... +9999Digit 850 | ||
| OFFS | Istwertkorrektur -1999 ... | 9999Digit ^1 | 0 | |
| HYSt | Schaltdifferenz des Limitkomparators | 0 ... 9999Digit ^1 | 1 |
- Bei der Anzeige mit einer oder zwei Kommastellen ändert sich der Wertebereich und die werkseitige Einstellung entsprechend.
Beispiel: 1 Kommastelle → Wertebereich: -199,9...+999,9

| Parameter der Parameterebene | Erklärung Wertebereich | werkseitig Ihre Einstellung | |
| RL | Grenzwert des Limitkomparators | -1999 ... +9999Digit 0 | |
| Pb 1 | Proportionalbereich 1 0 ... 9999Digit 1 | 0 | |
| Pb 2 | Proportionalbereich 2 0 ... 9999Digit 1 | 0 | |
| dt | Vorhaltzeit 0 ... 9999s 80s | ||
| rt | Nachstellzeit 0 ... 9999s 350s | ||
| Cy 1 | Schaltperiodendauer 1 1,0 ... 999,9s 20,0s | ||
| Cy 2 | Schaltperiodendauer 2 1,0 ... 999,9s 20,0s | ||
| db | Kontaktabstand 0 ... 1000Digit 1 | 0 | |
| HYS 1 | Schaltdifferenz 1 | 0 ... 9999Digit1 | 1 |
| HYS2 | Schaltdifferenz 2 | 0 ... 9999Digit1 | 1 |
| y 0 | Arbeitspunkt | -100 ... 100% | 0% |
| y 1 | maximaler Stellgrad | 0 ... 100% | 100% |
| y 2 | minimaler Stellgrad | -100 ... +100% | -100% |
| df | Filterzeitkonstante | 0,0 ... 100,0s | 0,6s |
| RASd | Rampensteigung | 0 ... 999 K/h (K/min)1 | 0 |
- Bei der Anzeige mit einer oder zwei Kommastellen ändert sich der Wertebereich und die werkseitige Einstellung entsprechend.
9 Alarmmeldungen
| Anzeige Beschreibung Ursache/Verhalten | ||
![]() | Die Istwertanzeige zeigt „1999“ blinkend an. | Messbereichsüber-/-unterschreitung des Istwertes.Regler und Limitkomparatoren mit Bezug auf den Istwerteingang verhalten sich gemäß der Konfiguration der Ausgänge.Der Timer ist gestoppt. |
![]() | In der unteren Anzeige erscheint STOP, d.h. Timer wurde gestartet und anschließend gab es einen Netzausfall*Mit beliebiger Taste quittieren (der Timer-Start-wert tio wird geladen) | Die Timerfunktion wurde wegen eines Netzausfalls abgebrochen. Es wird der Timerwert zum Zeitpunkt des Netzausfalls angezeigt.⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“, C121. |
Unter Messbereichsüber-/-unterschreitung sind folgende Ereignisse zusammengefasst:

- Fühlerbruch/-kurzschluss
- Messwert liegt außerhalb des Regelbereiches des angeschlossenen Fühlers
- Anzeigenüberlauf
10 Technische Daten
10.1 Messkreisüberwachung
| Messwertgeber Messbereichsüber-/-unterschreitung | Fühler-/Leitungskurzschluss | Fühler-/Leitungsbruch | |
| Thermoelement wird erkannt - | wird erkannt | ||
| Widerstandsthermometer wird | erkannt wird erkannt wird | erkannt | |
| Spannung 2...10V0...10V | wird erkanntwird erkannt | wird erkannt- | wird erkannt- |
| Strom 4...20mA0...20mA | wird erkanntwird erkannt | wird erkannt- | wird erkannt- |
10.2 Analogeingänge
Widerstandsthermometer
| Bezeichnung Messbereich | Genauigkeit1 | |
| Pt 100 DIN EN 60751 -200 | ... +850°C 0,1% | |
| KTY11-6 (PTC) | -50 ... 150 °C | 1% |
| Pt 1000 DIN60751 | -200 ... +850°C | 0,1% |
| Anschlussart | Zwei-, Dreileiterschaltung | |
| Bezeichnung | Messbereich | Genauigkeit1 |
| Messrate 210 ms (250ms bei aktivem Timer) | ||
| Eingangsfilter | digitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 ... 100s | |
| Besonderheiten auch in °F | programmierbar | |
Thermoelement
| Bezeichnung Messbereich | Genauigkeit1 | |
| Fe-CuNi „L“ DIN 43710 -200 ... +900°C 0,4% | ||
| Fe-CuNi „J“ DIN EN60584 -200 ... +1200°C 0,4% | ||
| Cu-CuNi „U“ DIN 43710 -200 ... +600°C 0,4% | ||
| Cu-CuNi „T“ DIN EN60584 -200 ... +400°C 0,4% | ||
| NiCr-Ni „K“ DIN EN60584 -200 ... +1372°C 0,4% | ||
| NiCrSi-NiSi „N“ DIN EN60584 -100 ... +1300°C | 0,4% | |
| Pt10Rh-Pt „S“ DIN EN60584 | 0 ... +1768°C | 0,4% |
| Pt13Rh-Pt „R“ DIN EN60584 | 0 ... +1768°C | 0,4% |
| Pt30Rh-Pt6Rh „B“ DIN EN60584 | 300 ... 1820°C | 0,4% |
| Vergleichsstelle | Pt 100 intern | |
| Vergleichsstellengenauigkeit | ± 1K | |
| Eingangsfilter digitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von0 ... 1 0 0 s |
| Besonderheiten auch in °F programmierbar |
- Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereichsumfang.
Bei kleinen Messbereichen sowie kleinen Messpannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.
Gleichspannung, Gleichstrom
| Messbereich Genauigkeit | |
| 0 ... 20mA, Spannungsabfall < 2V4 ... 20mA, Spannungsabfall < 2V | 0,1% |
| 0 ... 10V, Eingangswiderstand R_E >100k 2 ... 10V, Eingangswiderstand R_E <100k | 0,1% |
| Skalierung innerhalb der Grenzen beliebig programmierbar | |
| Eingangsfilter digitales Filter 2. Ordnung, | Filterkonstante einstellbar von 0 ... 100s |
10.3 Binäreingang
| Anschluss Funktion | |
| Potenzialfreier Kontakt | Tastaturverriegelung, Ebenenverriegelung, Rampenstop, Sollwertumschaltung und zur Timer-Steuerung konfigurierbar |
10.4 Binärausgänge
| Ausgang Funktion | |
| Relais K1 | Schließer, oder Wechselkontakt, 3A bei 250V AC ohmsche Last, 100.000 Schaltungen bei Nennlast |
| Relais K2 | Schließkontakt, 3A bei 250V AC ohmsche Last; 100.000 Schaltungen bei Nennlast |
| Ausgang 3 Logikpegel | Binärausgang 0/5V, 0/20mA, 0/12V, 0/20mA (kurzschlussfest) |
10.5 Regler
| Reglerart Zweipunktregler invers, direkt | |
| Reglerstrukturen P/PD/PI/PID | |
| A/D-Wandler Auflösung >15 Bit |
10.6 Spannungsversorgung
AC 110 ... 240V +10% /-15, 48 ... 63Hz oder AC/DC 20 ... 53V, 48 ... 63Hz
Leistungsaufnahme: max. 5VA
10.7 Allgemeine Daten
Prüfspannungen nach DIN EN 61010, Teil1: Überspannungskategorie II, Verschmutzungsgrad 2
Elektrischer Anschluss:
über Schraubklemmen Leiterquerschnitt 0,2...2,5mm ^2
Elektromagnetische Verträglichkeit: EN 61 326
Störaussendung: Klasse B
Störfestigkeit: Industrie-Anforderung
Datensicherung: EEPROM
Ganggenauigkeit des Timers: 0,7% / 10ppm/K
Umgebungs- und Lagertemperatur: 0 ... 55°C / -30...+70°C
Klimafestigkeit: ≤ 75% rel. Feuchte ohne Betauung
Gebrauchslage: senkrecht
Gewicht: ca. 160g
Schutzart: IP20
Sicherheitsbestimmung: nach EN 61 010
JUMO GmbH & Co. KG
| Technischer Support Deutschland: | |
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Der ele darf nur durchgef 


















Darstellungen mit und ohne Start über Toleranzgrenze.---- Toleranzgrenze

*Nach Ablauf des Timers)(mit beliebiger Taste quittierbar)
- Zweipunktregler (invers): Toleranzgrenze unterhalb des Sollwerts - Dreipunktregler: Toleranzgrenze unterhalb des SollwertsUnter- bzw. überschreitet der Istwert die Toleranzgrenze im Verlauf der Regelung, wird der Timer für die Dauer der Unter- oder Überschreitung gestoppt.Verhalten bei NetzausfallNach einem Netzausfall kann der Zustand vor dem Netzausfall wieder hergestellt oder die Timerfunktion abgebrochen werden. War der Timer vor dem Netzausfall abgelaufen, wird der Timer-Startwert geladen. Bei C121=1 oder 5 wird dann der Timer automatisch gestartet.Für den Fall eines Netzausfalls wird der Timerwert im Minutenraster gespeichert.⇒ Kapitel 7 „Konfigurationstabellen (C-Codes)“
