miroVIEW - Thermostat Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Digitalanzeiger mit Grenzwertüberwachung (miroVIEW) |
| Marke | JUMO |
| Modell | miroVIEW (Typ 701580) |
| Abmessungen (B x H x T) | 76 mm x 36 mm x 62 mm |
| Gewicht | max. 154 g |
| Spannungsversorgung | AC 230 V (+10/-15 %), 48-63 Hz; AC 115 V (+10/-15 %), 48-63 Hz; DC 12-24 V (±15 %) SELV |
| Leistungsaufnahme | max. 3,3 W (AC 230 V), max. 3,6 W (AC 115 V), max. 1,7 W (DC 12-24 V) |
| Anzeige | 2 x 18-Segment-LCD: oben 4-stellig weiß, unten 7-stellig grün |
| Eingänge | Analogeingang (Widerstandsthermometer Pt100/Pt1000, Thermoelement, Strom 0(4)-20 mA, Spannung 0-10 V) und Digitaleingang (potentialfreier Kontakt) |
| Ausgänge | 2 Relais (Wechsler/Schließer) oder 1 Relais + 1 Digitalausgang DC 0/14 V |
| Schnittstelle | Micro-USB (Setup-Schnittstelle) |
| Hauptfunktionen | Grenzwertüberwachung, Min-/Max-Wertspeicher, Hold-Funktion, Tarierfunktion, Timer, Digitale Steuersignale |
| Schutzart | Frontseitig IP65, rückseitig IP20 |
| Umgebungstemperatur Betrieb | -10 bis +55 °C |
| Lagertemperatur | -30 bis +70 °C |
| Einbau | Schalttafeleinbau (Ausschnitt 69+1 mm x 28,5+1 mm), Schalttafelstärke 1-10 mm |
| Reinigung | Mit weichem Tuch und milder Spülmittellösung; keine scheuernden Mittel oder Lösungsmittel |
| Wartung | Wartungsfrei; bei Defekt an Servicepartner senden |
| Sicherheitshinweise | Nur qualifiziertes Personal für elektrischen Anschluss; vor Arbeiten spannungsfrei schalten; nicht in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen |
| Zulassungen | c UL us (UL 61010-1, CAN/CSA C22.2 No. 61010-1) |
Häufig gestellte Fragen - miroVIEW Jumo
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BEDIENUNGSANLEITUNG miroVIEW Jumo
Smarter Digitalanzeiger mit Grenzwertüberwachung


Betriebsanleitung
Weitere Informationen und Downloads

1.1 Symbole und Signalwörter .....7
1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung ....8
1.3 Sicherheitshinweise ....8
1.4 Qualifikation des Personals 9
2 Beschreibung 11
2.1 Gesamtübersicht....11
2.2 Kurzbeschreibung....11
2.3 Geräteausführung identifizieren 12
2.3.1 Typenschild....12
2.3.2 Bestellangaben....13
2.3.3 Lieferumfang....13
2.3.4 Zubehör....13
2.4 Blockschaltbild 14
2.5 Anzeigerfunktionen....14
2.5.1 Min-Max-Funktion....14
2.5.2 Hold-Funktion 14
2.5.3 Tarierfunktion 14
2.6 Eingänge und Ausgänge....14
2.6.1 Analog- und Digitaleingang....14
2.6.2 Digitalausgänge 15
2.6.3 Micro-USB-Anschluss....15
2.7 Temperaturanzeige....16
2.8 Grenzwertüberwachung 17
2.9 Timer....18
3 Warenannahme, Lagerung und Transport 19
3.1 Prüfung der Lieferung....19
3.2 Hinweise zu Lagerung und Transport....19
3.3 Warenrücksendung....19
3.4 Entsorgung 20
4 Montage 21
4.1 Montagehinweise 21
4.2 Abmessungen....22
4.2.1 Typ 701580....22
4.2.2 Schalttafelausschnitte....22
4.3 Schalttafeleinbau 23
5 Elektrischer Anschluss.... 25
5.1 Installationshinweise....25
5.2 Anschlusselemente....26
5.3 Anschlussplan....27
5.3.1 Typ 701580....28
5.4 Galvanische Trennung 29
6 Bedienung 31
6.1 Anzeige- und Bedienelemente 31
6.1.1 Bedienübersicht 33
6.1.2 Das Ebenenkonzelt 34
6.2 Geräteverhalten beim Einschalten 34
6.3 Behandlung von Eingabefehlern....35
6.4 Sprachauswahl....35
6.5 Grundstellung 36
6.6 Anwenderebene 36
6.7 Ebenenverriegelung 36
6.8 Standby-Modus....36
6.9 Zeitformate 37
7 Konfiguration.... 39
7.1 Selektoren....39
7.1.1 Digitalselektor....39
7.1.2 Analogselektor 40
7.2 Setup-Programm....40
7.2.1 Online-Parameter 40
7.2.2 Startup-Parameter 42
7.2.3 Kundenspezifische Linearisierung 43
7.3 Konfiguration – Menü 44
7.3.1 Systemdaten....44
7.3.2 Anzeige und Bedienung 45
7.3.3 Analogeingang 47
7.3.4 Digitaleingang....48
7.3.5 Anzeiger 48
7.3.6 Grenzwertüberwachung 49
7.3.7 Service 51
7.3.8 Digitale Steuersignale....51
7.3.9 Timer....54
7.3.10 Digitalausgänge ....55
7.4 Geräteinfo – Menü 56
8 Wartung, Reinigung, Störungsbeseitigung 57
8.1 Service 57
8.2 Wartung....57
8.3 Reinigung 57
8.4 Störungsbeseitigung....58
8.4.1 Fehlerarten....58
8.4.2 Fehlermeldungen ....58
9 Technische Daten 59
9.1 Analogeingang ....59
9.2 Digitaleingang....60
9.3 Digitalausgänge ....60
9.4 Anzeige....61
9.5 Elektrische Daten 61
9.6 Umwelteinflüsse 62
9.7 Gehäuse 62
9.8 Zulassungen und Prüfzeichen ....62
Inhalt
1.1 Symbole und Signalwörter
Allgemein
Diese Anleitung enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Diese Hinweise sind durch Zeichen unterstützt und werden in dieser Anleitung wie gezeigt verwendet.
Lesen Sie diese Anleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Anleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.
Sollten bei der Inbetriebnahme Schwierigkeiten auftreten, bitten wir Sie, keine Manipulationen vorzunehmen, die Ihren Gewährleistungsanspruch gefährden können!
Warnende Zeichen

GEFAHR!
Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

WARNUNG!
Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Personenschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT!
Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT!
Dieses Zeichen weist darauf hin, dass durch elektrostatische Entladungen (ESD = Electro Static Discharge) Bauteile zerstört werden können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Bei Rücksendungen von Geräteeinschüben, Baugruppen oder Bauelementen nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.
Hinweisende Zeichen

HINWEIS!
Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

WEITERE INFORMATION!
Dieses Zeichen wird in Tabellen verwendet und weist auf weitere Informationen im Anschluss an die Tabelle hin.

ENTSORGUNG!
Dieses Gerät und, falls vorhanden, Batterien gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne! Bitte lassen Sie sie ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen.
1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist für die Verwendung in industrieller Umgebung bestimmt, wie in den technischen Daten spezifiziert. Eine andere oder darüber hinausgehende Nutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß.
Das Gerät ist entsprechend den gültigen Normen und Richtlinien sowie den geltenden sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Personen- oder Sachschaden entstehen.
Um Gefahren zu vermeiden, darf das Gerät nur benutzt werden:
- für die bestimmungsgemäße Verwendung
- in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
- unter Beachtung der mitgelieferten Technischen Dokumentation
Auch wenn das Gerät sachgerecht oder bestimmungsgemäß eingesetzt wird, können von ihm applikationsbedingte Gefahren ausgehen, z. B. durch fehlende Sicherheitseinrichtungen oder falsche Einstellungen.
1.3 Sicherheitshinweise

GEFAHR!
Lebensgefahr durch Stromschlag
Verletzungsgefahr beim Berühren von stromführenden Teilen!
▶ Nur eine qualifizierte Elektrofachkraft darf Anschluss und Installation eines nicht steckerfertigen elektrischen Geräts durchführen.
▶ Vor Arbeiten an Anlage oder Gerät die Spannung abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
Elektronische Bauteile bei anliegender Spannungsversorgung nicht berühren.
Die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte beachten.

VORSICHT!
Gefahr von Geräteschäden
Wenn das Gerät nicht mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung versorgt wird, führt das unter Umständen zur Zerstörung des Geräts.
▶ Spannungsversorgung ausschließlich mit einer Spannungsquelle herstellen, die den Angaben auf dem Typenschild entspricht.

VORSICHT!
Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten!
Die Schutzart IP65 (frontseitig) ist nur bei gleichmäßig anliegender Dichtung gewährleistet.
▶ Den Befestigungsrahmen bzw. die beiden Befestigungselemente wie in der Abbildung gezeigt verwenden und auf gleichmäßige Befestigung achten!
1.4 Qualifikation des Personals
Dieses Dokument enthält die erforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch des darin beschriebenen Gerätes.
Es wendet sich an technisch qualifiziertes Personal, das speziell ausgebildet ist und einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik besitzt.
Die Kenntnis und das technisch einwandfreie Umsetzen der in der mitgelieferten Technischen Dokumentation enthaltenen Sicherheitshinweise und Warnungen sind Voraussetzungen für die gefahrlose Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie für die Sicherheit während des Betriebes des beschriebenen Gerätes. Nur qualifiziertes Personal verfügt über das erforderliche Fachwissen, um die in diesem Dokument verwendeten Sicherheitshinweise und Warnungen im konkreten Einzelfall richtig zu interpretieren und in die Tat umzusetzen.
1 Sicherheit
2.1 Gesamtübersicht

| 1 Typ 701580 2 Display | ||
| 3 Frontblende mit Folientastatur,Kapitel 6.1 „Anzeige- und Bedienelemente“, Seite 31 | 4 Dichtung | |
| 5 Befestigungsrahmen 6 Typenschild, Kapitel 2.3.1 „Typenschild“,Seite 12 | ||
| 7 Rückansicht mit Printklemmen,Kapitel 5.2 „Anschlusselemente“, Seite 26 | 8 | |
2.2 Kurzbeschreibung
Der smarte Digitalanzeiger dient der elektronischen Anzeige unterschiedlicher Prozessgrößen. Die Prozessgrößen erfasst das Gerät über Widerstandsthermometer, Thermoelement, Strom 0(4) bis 20 mA oder Spannung 0 bis 10 V. Weitere Funktionalitäten sind Grenzwertüberwachung, Min-/Max-Wertspeicherung, Hold-Funktion und Tarierfunktion. Das Gerät ist mit 2 Relais oder mit 1 Relais und 1 Digitalausgang (DC 0/14 V) lieferbar.
Das Gerät zeichnet sich durch eine einfache, klar strukturierte und mit Texten unterstützte Bedienung in den Landessprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch aus. Prozesswerte, Texte und Parameter werden in zwei 18-Segment-LCD-Anzeigen dargestellt. Zusätzliche Anzeigeelemente informieren über die Schaltstellungen der Ausgänge, Timerstatus und die Temperatureinheit.
Printklemmen mit Push-in Technologie ermöglichen eine schnelle elektrische Installation.
Die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration erfolgt über eine Folientastatur mit vier Tasten. Mit Hilfe des Setup-Programms ist das Gerät komfortabel mit einem PC konfigurierbar. Während der Konfiguration über die USB-Schnittstelle ist keine separate Spannungsversorgung erforderlich (USB-powered).
2 Beschreibung
2.3 Geräteausführung identifizieren
2.3.1 Typenschild
Die Angaben auf dem Typenschild dienen der identifikation des Geräts. Es ist seitlich auf das Gerät aufgeklebt. Ein Teil der Informationen können Sie auch unter dem Menüpunkt „Geräteinfo/Versionen“ einsehen.

(3)
| 1 | DataMatrix-Code (nur für Fertigungszwecke) | 2 | Hinweis „Betriebsanleitung beachten“ |
| 3 | Produktionsdatum, Pos. 12-15 der F-Nr.: Jahreszahl, Kalenderwoche | 4 | Teilenummer |
| 5 | Fabrikationsnummer (F-Nr.:) 6 Schaltleistung (Relaisausgang) | ||
| 7 | SpannungsversorgungGleichspannungWechselspannung | 8 | Typ, entspricht den Bestellangaben |
2.3.2 Bestellangaben
| (1) Grundtyp | |
| 701580 Typ 701580 mit maximal 2 Relais, Format (76 x 36 x 62) mm | |
| (2) Ausführung | |
| 0 Standardausführung | |
| 1 Kundenspezifisch angepasste Hardware | |
| 2 Kundenspezifisch angepasste Software | |
| 3 Kundenspezifisch angepasste Hard- und Software | |
| (3) Eingang (Messeingangsgruppen)a | |
| 01 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Zweileiterschaltung, 1 Digitaleingang | |
| 02 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Dreileiterschaltung | |
| 04 1 Thermoelement und 1 Digitaleingang | |
| 05 0(4) bis 20 mA und 1 Digitaleingang | |
| 06 0 bis 10 V und 1 Digitaleingang | |
| (4) Ausgang | |
| 23 1 Relais (Wechsler AC 250 V, 10 A) und 1 Relais (Schließer AC 250 V, 5 A), ohmsche Last | |
| 26 1 Relais (Schließer AC 250 V, 10 A) ohmsche Last und 1 Digitalausgang DC 0/14 Vb | |
| (5) Spannungsversorgung | |
| 02 AC 230 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hz | |
| 05 AC 115 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hzc | |
| 30 DC 12 bis 24 V +15/-15 % | |
| (6) Typenzusätze | |
| 000 ohne |
a Messeingangsgruppen untereinander nicht umschaltbar
^b Mindestbestellmenge 50 Stück
^c Mindestbestellmenge 50 Stück
| (1) (2) (3) (4) (5) (6) | ||||||||
| Bestellschlüssel / Bestellbeispiel | - | - | / | / | □ | □ | □ | □ |
| 701580 | / | 0 | - | 01 | - | 23 | ||
2.3.3 Lieferumfang
| 1 Gerät in der bestellten Ausführung |
| 1 Kurzanleitung |
| 1 Befestigungsrahmen |
2.3.4 Zubehör
| Beschreibung | Teile-Nr. |
| Setup-Programm | 00777355 |
| USB-Kabel, A-Stecker auf Micro-B-Stecker, 3 m | 00616250 |
2 Beschreibung
2.4 Blockschaltbild

flowchart
graph LR
A["Typ 701580"] --> B["Analogeing Setup-Schnittstelle"]
B --> C["Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Zweileiterschaltung"]
B --> D["Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Dreileiterschaltung"]
B --> E["Thermoelemente Fe-CuNi ,L", Fe CuNi „J“, NiCr-Ni „K”"]
B --> F["0(4) bis 20 mA"]
B --> G["0 bis 10 V"]
B --> H["Digitaleingang"]
H --> I["Digitaleingang für potenzialfreien Kontakt, nicht bei Dreileiterschaltung"]
H --> J["Spannungsversorgung"]
J --> K["- AC 230 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz\n- AC 115 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz\n- DC 12 bis 24 V ±5 %"]
B --> L["USB-Device"]
B --> M["Digitalausgänge"]
M --> N["1 Relais (Wechsler AC 250 V, 10 A)\n1 Relais (Schließer AC 250 V, 5 A)\nor\n1 Relais (Wechsler AC 250 V, 10 A)\ndigitalausgang DC 0/14V"]
B --> O["LCD-Anzeige"]
B --> P["Follentastatur"]
2.5 Anzeigerfunktionen
Das Gerät verfügt neben der klassischen Anzeige des Messwerts über zusätzliche Funktionen wie Min-/Max-Wertanzeige, einer Hold-Funktion zum Einfrieren des Messwerts und einer Tarierfunktion für Wiegeanwendungen. Einige Funktionen, können über die frontseitige Folientastatur konfiguriert werden. Über das komfortable Setup-Programm können alle Funktionen über PC oder Notebook bequem konfiguriert werden.
2.5.1 Min-Max-Funktion
Der Anzeiger ermöglicht die Anzeige des gemessenen Min-Wertes und des Max-Wertes. Diese Werte können auch im sogenannten Scroll-Mode automatisch nacheinander auf dem Display angezeigt werden. Die ermittelten Min- und Max-Werte können über einen Digitalselektor auf den aktuellen Anzeigerwert zurückgesetzt werden.
2.5.2 Hold-Funktion
Mit der Hold-Funktion wird der Wert des Anzeigers „eingefroren“. Dieser Wert wird solange angezeigt, wie das steuernde Binärsignal aktiv ist.
2.5.3 Tarierfunktion
Mit der Tarierfunktion wird, gesteuert durch ein Binärsignal, der Wert des Anzeigers auf Null gesetzt (Wiegeanwendung). Dabei wird der aktuell angezeigte Wert jedes Mal zum Tara-Wert hinzuaddiert.
Durch ein weiteres Binärsignal kann der Tara-Wert auf Null zurückgesetzt werden. In der Anzeige erscheint dann wieder der aktuelle Wert.
2.6 Eingänge und Ausgänge
2.6.1 Analog- und Digitaleingang
Das Gerät ist mit einem Analogeingang und gegebenenfalls einem Digitaleingang ausgestattet.
Die Art des Analogeingangs muss bei der Bestellung des Geräts festgelegt werden.

HINWEIS!
Ein Gerät mit einem Analogeingang für Widerstandsthermometer (Pt100, Pt1000) in Dreileiterschaltung besitzt keinen Digitaleingang.
Analogeingang
Der Analogeingang stellt dem Gerät den Anzeiger-Istwert (Messwert) zur Verfügung, der dann entsprechend der gewählten Gerätefunktionen verarbeitet wird.

HINWEIS!
Im Setup-Programm kann eine kundenspezifische Linearisierung des Analogeingangs mit einer Formel oder einer Tabelle mit maximal 40 Wertepaaren konfiguriert werden.
Digitaleingang
Der Digitaleingang dient zur Aktivierung verschiedenster Funktionen wie zum Beispiel der Holdfunktion zum Einfrieren des Messwerts. Der Digitaleingang kann durch das Schließen bzw. Öffnen eines externen potentialfreien Kontakts betätigt werden.
2.6.2 Digitalausgänge
Das Gerät ist mit bis zu zwei Digitalausgängen (Relaisausgänge, Digitalausgang 0/14 V) ausgestattet. Über den Digitalausgang 0/14 V kann das Gerät Aktoren wie Halbleiterrelais oder Leistungsschütze schalten. Je nach bestellter Variante verfügt das Gerät über eine der folgenden Ausgangskonfigurationen:
| Bestell-code | Beschreibung |
| 23 | 1 x Wechsler-Relais AC 250 V, 10 A (ohmsche Last)1 x Schließer-Relais AC 250 V, 5 A (ohmsche Last) |
| 26 | 1 x Schließer-Relais AC 250 V, 10 A (ohmsche Last)1 x Digitalausgang DC 0/14 V |
2.6.3 Micro-USB-Anschluss
Als Setup-Schnittstelle steht im Gerät eine Micro-USB-Buchse Typ B zur Verfügung. Über diese Buchse kann eine Verbindung zu einem PC oder Notebook hergestellt werden, auf dem das Setup-Programm installiert ist. Mit dem Setup-Programm kann eine umfangreiche Konfiguration des Geräts vorgenommen werden.

HINWEIS!
Die Setup-Schnittstelle (USB) ist nicht für eine dauerhafte Verbindung vorgesehen. USB-Kabel immer vom Gerät trennen, sobald die Arbeit mit dem Setup-Programm beendet ist.
Die Länge des USB-Kabels sollte 5 m nicht überschreiten.
Der Anschluss kann nicht über einen USB-Hub erfolgen.
2 Beschreibung
2.7 Temperaturanzeige
Die Temperatureinheit kann über einen globalen Parameter auf °C, °F oder „Keine“ eingestellt werden. Intern arbeitet das Gerät immer in „°C“. Nach der Umstellung auf „°F“ rechnet das Gerät alle Werte für die Bedienung/Anzeige bzw. die Schnittstellen um.

HINWEIS!
Das Gerät rechnet die gesamte Konfiguration um, so dass auch eine in „°C“ erstellte Konfiguration mit der Umstellung auf „°F“ die gleiche Funktionalität aufweist.
Hierfür werden folgende Parameter bei der Anzeige auf dem Display umgerechnet:
- Messwert
- Skalierung-Anfang/-Ende, Offset
• Grenzwerte, Schaltdifferenz - Toleranzband
Ist der Parameter auf "Keine" konfiguriert, werden im Display die Icons für „°C“ und „°F“ ausgeblendet. (für reine Timeranwendungen).
Für alle Variablen, bei denen die Einheit eindeutig eine Temperatur ist, ist dies der Firmware bekannt. Eine Konfigurationseinstellung entfällt. Bei Variablen, die das Gerät nicht eindeutig als Temperaturwert zuordnen kann, wird durch einen Konfigurationsparameter „Temperatur keine/relativ/absolut“ die Einheit eingestellt.
Für die Darstellung auf dem Display wählt das Gerät immer die richtige, passende Einheit zum Messwert.
2.8 Grenzwertüberwachung
Mit der Grenzwertüberwachung kann ein beliebiges Analogsignal mit verschiedenen Schaltfunktionen überwacht werden. Es sind 2 Alarmfunktionen (AF7, AF8) mit unterschiedlichen Schalt-Charakteristika im Gerät hinterlegt. Dabei handelt es sich um grenzwertbezogene Schaltfunktionen (Grenzwert bezieht sich auf den Sollwert).
Für die Grenzwertüberwachung stehen noch folgende Zusatzfunktionen zur Verfügung:
| Ein-/Ausschaltverzögerung • nach Eintritt des AF-Ereignisses beginnt die Einschaltverzögerung abzulaufen, AF-Ausgang bleibt unverändertnach Ablauf der Einschaltverzögerung wird das AF-Ereignis an den AF-Ausgang weitergegebenverlässt der AF-Istwert während dieser Verzögerungszeit den „Schlecht-Bereich“, beginnt die Zeit-Zählung bei jeder erneuten Grenzwertverletzung von vornAusschaltverzögerung (Verhalten analog zu Einschaltverzögerung) | ||
| Wischerfunktion • der AF -Ausgang wird bei einer Grenzwertverletzung nach der eingestellten Wischerzeit automatisch zurückgesetztgeht der AF-Istwert während dieser Zeit in den „Gut-Bereich“, wird die Wischerzeit neu gesetztWischerfunktion hat Priorität vor Ausschaltverzögerung, eine programmierte Ausschaltverzögerung hat keine Wirkung | ||
| Anfahr-Alarmunterdrückung | AUS | Die Alarmfunktion ist immer aktiv. Auch in der Einschaltphase oder bei Parameteränderungen wird eine Grenzwertüberschreitung sofort an das Ausgangssignal weitergegeben |
| EIN Der AF-Ausgang wird erst aktiv, wenn der „Gut-Bereich“ erstmalig erreicht wurde. Wird z.B. das Gerät eingeschaltet, wird die Grenzwertüberschreitung nicht an das Ausgangssignal weitergegeben. | ||
| Selbsthaltung AUS Selbsthaltung ist nicht aktiv:der AF-Ausgang wird zurückgesetzt, sobald das AF-Ereignis nicht mehr zutrifft | ||
2 Beschreibung
2.9 Timer
Das Gerät besitzt einen Timer. Das Timersignal kann über Digitalausgänge ausgegeben oder für interne Funktionsverknüpfungen verwendet werden. Es kann eine relative Timerzeit konfiguriert werden. Nach Timerstart über Tastatur oder Digitalsignal wird für die Timerlaufzeit ein Signal ausgegeben. Nach Beendigung des Timers stellt das Gerät ein Timerendesignal zur Verfügung.
Die Timerfunktion kann über eine Vorlaufzeit verzögert gestartet werden. Das Timerendesignal kann auch als unendlich eingestellt werden. Bei dieser Einstellung muss der Timer zum Beenden quittiert werden.
Ein Toleranzband um den Sollwert kann den Timerstart verzögern. Die Überwachung des Toleranzbandes während der Timerlaufzeit kann konfiguriert werden.
Das auszugebende Timersignal kann invertiert werden.

HINWEIS!
Die Digitalsignale sind nach Netz-EIN inaktiv. Es werden keine Timerwerte über Netzausfall gesichert.
3.1 Prüfung der Lieferung
- Auf unbeschädigte Verpackung und Inhalt achten.
- Den Lieferinhalt anhand der Lieferpapiere und der Bestellangaben auf Vollständigkeit prüfen.
- Beschädigungen sofort dem Lieferanten mitteilen.
- Beschädigte Teile bis zur Klärung mit dem Lieferanten aufbewahren.
3.2 Hinweise zu Lagerung und Transport
- Das Gerät in trockener und sauberer Umgebung lagern. Die zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (siehe „Technische Daten“)
• Das Gerät stoßsicher transportieren
• Optimalen Schutz für Lagerung und Transport bietet die Originalverpackung
3.3 Warenrücksendung
Im Reparaturfall das Gerät bitte sauber und vollständig zurücksenden.
Für die Rücksendung die Originalverpackung verwenden.
Reparatur-Begleitschreiben
Der Rücksendung bitte das vollständig ausgefüllte Reparatur-Begleitschreiben beilegen.
Folgende Angaben nicht vergessen:
- Beschreibung der Anwendung und
- Beschreibung des aufgetretenen Fehlers
Das Reparatur-Begleitschreiben (Begleitschreiben für Produktrücksendungen) kann im Internet von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden:
http://produktruecksendung.jumo.info
Schutz gegen Elektrostatische Entladung (ESD)
Zur Vermeidung von ESD-Schäden müssen elektronische Baugruppen oder Bauteile in ESD-geschützter Umgebung gehandhabt, verpackt und gelagert werden. Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen und elektrische Felder sind in der DIN EN 61340-5-1 und DIN EN 61340-5-2 „Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“ beschrieben.
Beim Einschicken elektronischer Baugruppen oder Bauteile bitte Folgendes beachten:
- Empfindliche Komponenten ausschließlich in ESD-geschützter Umgebung verpacken. Solche Arbeitsplätze leiten bestehende elektrostatische Ladungen kontrolliert gegen Erde ab und verhindern statische Aufladungen durch Reibung.
- Ausschließlich Verpackungen für ESD-empfindliche Baugruppen/Bauteile verwenden. Diese müssen aus leitfähig ausgerüsteten Kunststoffen bestehen.
Für durch ESD verursachte Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

VORSICHT!
In nicht ESD-geschützter Umgebung treten elektrostatische Aufladungen auf.
Elektrostatische Entladungen können in Baugruppen oder Bauteilen Schäden anrichten.
Für den Transport nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.
3 Warenannahme, Lagerung und Transport
3.4 Entsorgung
Entsorgung des Gerätes

ENTSORGUNG!
Das Gerät oder ersetzte Teile gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne, denn es besteht aus Werkstoffen, die von darauf spezialisierten Recycling-Betrieben wiederverwendet werden können.
Das Gerät sowie das Verpackungsmaterial ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen lassen.
Hierbei die landesspezifischen Gesetze und Vorschriften zur Abfallbehandlung und Entsorgung beachten.
Entsorgung des Verpackungsmaterials
Das gesamte Verpackungsmaterial (Kartonagen, Einlegezettel, Kunststofffolien und -beutel) ist voll recyclefähig.
4.1 Montagehinweise

WARNUNG!
Das Gerät ist nicht für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen.
Es besteht die Gefahr einer Explosion.
▶ Gerät nur außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche einsetzen.
Montageort
Das Gerät ist für den Einbau in einen Schalttafelausschnitt innerhalb eines geschlossenen Schaltschranks vorgesehen. Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten (siehe technische Daten).
Klimatische Bedingungen
Die Umgebungstemperatur sowie die relative Feuchte am Montageort müssen den technischen Daten entsprechen. Aggressive Gase und Dämpfe wirken sich nachteilig auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Der Montageort muss frei sein von Staub, Mehl und anderen Schwebstoffen.
Einbaulage
Die Einbaulage ist beliebig.
Die maximal zulässige Umgebungstemperatur gilt nur für den Einbau mit senkrechter Orientierung der Anzeige.
Technische Daten
→ Kapitel 9 „Technische Daten“, Seite 59
4 Montage
4.2 Abmessungen
4.2.1 Typ 701580



4.2.2 Schalttafelausschnitte
Schalttafelausschnitt nach DIN IEC 61554
| Typ Schalttafelausschnitt (Breite x Höhe) | Einbautiefe ohne Dichtung | Mindestabstände der Schaltta-felausschnitte (bei Dicht-an-dicht-Montage) | |
| mit Printklemmen horizontal vertikal | |||
| 701580 | 69+1 mm × 28,5+1 mm | 62 mm | 15 mm |
4.3 Schalttafeleinbau

VORSICHT!
Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten!
Die Schutzart IP65 (frontseitig) ist nur bei gleichmäßig anliegender Dichtung gewährleistet.
▶ Den Befestigungsrahmen bzw. die beiden Befestigungselemente wie in der Abbildung gezeigt verwenden und auf gleichmäßige Befestigung achten!

(5)
(4)
| 1 Gerät 2 Schalttafel | ||
| 3 Dichtung und Gehäusefront 4 Schalttafelausschnitt | ||
| 5 Befestigungsrahmen |
- Schalttafelausschnitt 69 +1 mm x 28,5 +1 mm herstellen.
- Das Gerät von vorn in den Schalttafelausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten.
- Von der Schalttafelrückseite her den Befestigungsrahmen auf den Gerätekorpus schieben und mit den Federn gegen die Schalttafelrückseite drücken, bis die Rastnasen in die dafür vorgesehenen Nuten einrasten und eine ausreichende Befestigung gegeben ist.
Die Rastnasen des Befestigungsrahmens rasten in die Halteschlitze auf der Gehäuseober- und Unterseite ein.
Das Gerät ist mechanisch montiert.

HINWEIS!
Die elektrischen Anschlüsse sollten erst hergestellt werden, wenn der Befestigungsrahmen auf das Gerät aufgeschoben wurde.
4 Montage
5.1 Installationshinweise
Anforderungen an das Personal
- Arbeiten am Gerät dürfen nur im beschriebenen Umfang und ebenso wie der elektrische Anschluss ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden.
- Vor dem Stecken und Ziehen von Anschlussleitungen muss sichergestellt sein, dass die durchführende Person elektrostatisch entladen ist (z. B. durch Berühren von geerdeten metallischen Teilen).
Leitungen, Abschirmung und Erdung
- Sowohl bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation als auch beim elektrischen Anschluss des Geräts sind die Vorschriften der DIN VDE 0100 "Errichten von Niederspannungsanlagen" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364) zu beachten.
- Gegebenenfalls sind spezielle Hinweise zur Hitzebeständigkeit von Leitungen zu beachten (siehe Anschlussplan).
• Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegen. - Nur abgeschirmte und verdrillte Fühler- und Schnittstellenleitungen verwenden. Nicht in der Nähe stromdurchflossener Bauteile oder Leitungen führen.
- Bei Temperaturfühlern die Abschirmung einseitig im Schaltschrank erden.
- Erdungsleitungen nicht durchschleifen, sondern einzeln zu einem gemeinsamen Erdungspunkt im Schaltschrank führen; dabei auf möglichst kurze Leitungen achten. Auf fachgerechten Potenzialausgleich ist zu achten.
Elektrische Sicherheit
- Das Gerät ist für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen vorgesehen. Die bauseitige Absicherung darf 20 A nicht überschreiten. Für Service/Reparaturarbeiten ist das Gerät allpolig vom Netz zu trennen.
- Der Lastkreis der Relais kann mit einer gefährlichen elektrischen Spannung (z. B. 230 V) betrieben werden. Lastkreis während Montage/Demontage und elektrischem Anschluss spannungsfrei schalten.
- Um im Fall eines externen Kurzschlusses im Lastkreis eine Zerstörung der Relaiskontakte zu verhindern, muss der Lastkreis auf den maximal zulässigen Relaisstrom abgesichert sein (siehe technische Daten).
• Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet. - Neben einer fehlerhaften Installation können auch falsch eingestellte Werte am Gerät den nachfolgenden Prozess in seiner ordnungsgemäßen Funktion beeinträchtigen. Es sollten daher immer vom Gerät unabhängige Sicherheitseinrichtungen, z. B. Überdruckventile oder Temperaturbegrenzer/-wächter vorhanden und die Einstellung nur dem Fachpersonal möglich sein. Bitte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachten.
Verweise auf andere Stellen
• Die elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften.
- Bitte generell die Angaben zur galvanischen Trennung beachten.
5 Elektrischer Anschluss

GEFAHR!
Lebensgefahr durch Stromschlag
Verletzungsgefahr beim Berühren von stromführenden Teilen!
▶ Nur eine qualifizierte Elektrofachkraft darf Anschluss und Installation eines nicht steckerfertigen elektrischen Geräts durchführen.
▶ Vor Arbeiten an Anlage oder Gerät die Spannung abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
▶ Elektronische Bauteile bei anliegender Spannungsversorgung nicht berühren.
Die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte beachten.
5.2 Anschlusselemente

HINWEIS!
Die korrekte Klemmenbelegung ist dem Aufkleber auf dem Gerät zu entnehmen.
Für den Anschluss von Litzenkabeln sind generell Aderendhülsen zu verwenden.
Der elektrische Anschluss erfolgt zeitsparend mit Federzugklemmen (Push-In-Technologie).
Die Anschlüsse sind thematisch in vier Gruppen zusammengefasst:
• 1 - Micro-USB (Setup-Schnittstelle)
• 2 - Analogeingang (Sensor) und Digitaleingang
• 3 - Spannungsversorgung (siehe Typenschild)
• 4 - Digitalausgänge

Gerät elektrisch anschließen
- Draht oder Litze auf einer Länge von 8 mm abisolieren.
- Litzen mit Aderendhülsen versehen.
- Anschlüsse entsprechend den Schemata auf den nachfolgenden Seiten herstellen.
5.3 Anschlussplan

VORSICHT!
Gefahr von Geräteschäden
Wenn das Gerät nicht mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung versorgt wird, führt das unter Umständen zur Zerstörung des Geräts.
Spannungsversorgung ausschließlich mit einer Spannungsquelle herstellen, die den Angaben auf dem Typenschild entspricht.

VORSICHT!
Unter ungünstigen Bedingungen kann die Temperatur an den Klemmen 60 °C überschreiten.
Dadurch kann die Isolation der an den Klemmen angeschlossenen Leitungen beschädigt werden.
▶ Die betroffenen Leitungen müssen bis mindestens 80 °C hitzebeständig sein.
▶ Relais 10 A: Die betroffenen Leitungen müssen bis mindestens 85 °C hitzebeständig sein.

HINWEIS!
An die Klemmen dürfen nur Kupferleiter angeschlossen werden.
5 Elektrischer Anschluss
5.3.1 Typ 701580

| Klemmleiste 2:Analogeingang, Digitaleingang | Klemmleiste 3:L1(L+), N(L-) | Klemmleiste 4:Digitalausgänge |
Widerstandsthermometer in Dreileiterschaltung (kein Digitaleingang)![]() | Spannungsversorgung(siehe Typenschild)AC 230 V, 48 bis 63 Hz oderAC 115 V, 48 bis 63 Hz oderDC 12 bis 24 V | 1 Relais Wechsler,1 Relais SchließerDigitalausgang 1 (Wechsler) und Digitalausgang 2 (Schließer):![]() |
Widerstandsthermometer in Zweileiterschaltung undDigitaleingang![]() | ||
Thermoelement undDigitaleingang![]() | Beide Relais dürfen nicht an verschiedene- nen Netzstromkreisen betrieben werden. Ein Mischbetrieb der beiden Relais an ei- nem SELV- und einem Netzstromkreis ist ebenfalls nicht zulässig. | |
Strom 0(4) bis 20 mA undDigitaleingang![]() | 1 Relais Schließer ,1 Digitalausgang DC 0/14 VDigitalausgang 1 (Schließer) und Digitalausgang 2 (DC 0/14 V):![]() | |
Spannung 0 bis 10 V undDigitaleingang![]() |
5.4 Galvanische Trennung

| a Die | Spannungsangaben entsprechen den Prüfwechselspannungen (Effektivwerte) gemäß DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2020-03 | b Funktionale galvanische Trennung zum Anschluss von SELV- oder PELV-Stromkreisen | |
| 1 Typ | 701580 (Bestellcode 23):2 Relaisausgänge (Wechsler, Schließer)Beide Relaisausgänge dürfen nicht an verschiedenen Netzstromkreisen betrieben werden. Ein Mischbetrieb der beiden Relaisausgänge an einem SELV-Stromkreis und einem Netzstromkreis ist ebenfalls nicht zulässig. | 2 Typ | 701580: Nicht vorhanden. |
| 3 Typ | 701580 (Bestellcode 26):1 Relaisausgang (Schließer) | 4 Typ | 701580 (Bestellcode 26):1 Digitalausgang DC 0/14 V |
| 5 | oder | 6 | Spannungsversorgung DC 12 V bis 24 V |
| 7 | Spannungsversorgung 230 V, 48 bis 63 Hz115 V, 48 bis 63 Hz | 8 USB-Schnittstelle | |
| 9 Digitaleingang 10 Analogeingang | |||

VORSICHT!
Der Analogeingang und die USB-Schnittstelle sind nicht galvanisch getrennt.
▶ Eine USB-Verbindung bei geerdetem Sensor muss vermieden werden, wenn auch die Masse des PC geerdet ist (z. B. bei Desktop-PC).
5 Elektrischer Anschluss
Die primäre Bedienerschnittstelle des Gerätes ist die frontseitige Folientastatur mit dem Display. Sie ermöglicht eine schnelle Bedienung und Konfiguration am Einbauort des Gerätes. Nicht relevante Parameter, Unterparameter, Selektor- und Auswahleinstellungen blendet die Software für die Bedienung am Gerät aus, wenn
• die Hardware im Gerät nicht vorhanden ist,
• die Option nicht freigegeben ist,
• die Funktion abgeschaltet ist,
• die Funktion nicht zum Parameter passt.
Die einzelnen Parameter zur Einstellung des Gerätes sind in verschiedenen Ebenen organisiert, die verriegelbar sind. Eine Ebenenverriegelung kann eine versehentliche oder unberechtigte Bedienung verhindern.
Sobald ein Wert editierbar ist, stellt das Gerät den Wert blinkend dar. Durch Drücken der „OK/Menü“-Taste übernimmt das Gerät den eingestellten Wert. Mit der "BACK"-Taste kann der Vorgang abgebrochen werden und der alte Wert bleibt erhalten.
Mit der 30-Tage-Testversion des Setup-Programms ist die komfortable Konfiguration des Geräts mit einem PC möglich. Folgende Funktionen sind ausschließlich mit dem Setup-Programm konfigurierbar:
- Anwenderebene
- kundenspezifische Linearisierung
Das Setup-Programm wird per Download zur Verfügung gestellt. Die Lizenznummer für die Vollversion des Setup-Programms ist kostenpflichtig und kann über den Vertriebspartner angefordert werden.
6.1 Anzeige- und Bedienelemente

| 1 Anzeige 1 - 18-Segment-LCD-Anzeige (z. B. Analogeingang), 4-stellig, weiß; auch zur Darstellung von Menüpunkten, Parametern und Text | 2 Anzeige 2 - 18-Segment-LCD-Anzeige (z. B. Text), 7-stellig grün; Darstellung von Menüpunkten, Parametern, Text und Werten; hier individuell konfigurierte Messstellenbezeichnung (ZONE 1) |
| 3 Timer (leuchtet = ein, blink = gestartet), Temperatureinheit | 4 Schaltstellung der Digitalausgänge (gelb = aktiv) |
| 5 Up (im Menü: Wert vergrößern, vorherigen Menüpunkt oder Parameter auswählen) | 6 Down (im Menü: Wert verringern, nächsten Menüpunkt oder Parameter auswählen) |
| 7 Back (im Menü: zurück zur vorherigen Menüebene, Editiermodus ohne Änderung verlassen; in Grundstellung: konfigurierbare Funktion) | 8 Menu/OK (Hauptmenü aufrufen, in Untermenü/Ebene wechseln, in Editiermodus wechseln, Editiermodus mit Änderung verlassen) |

HINWEIS!
Da Anzeige 1 und Anzeige 2 auf 4 bzw. 7 Zeichen begrenzt sind, erfolgt die Anzeige von Menütiteln und Anzeigen als Lauftext. Die Geschwindigkeit des Textdurchlaufs kann im Menü > „Konfiguration/Anzeige/ Bedienung/Laufgeschwindigkeit“ auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden.
Der Durchlauf des Textes erfolgt, wenn der Menüpunkt oder die Funktion aufgerufen wird. Nach dem Durchlauf verharrt Anzeige 1 bei den ersten 4 Zeichen. Der Text in Anzeige 2 läuft weiter, sofern der Text länger als 7 Zeichen ist.
Wenn die Funktion aus Anzeige 2 mit der Menü/OK-Taste ausgewählt wird, blinkt die Anzeige.
Die Anzeige hört auf zu blinken, wenn die Funktion mit der „Back“-Taste abgebrochen oder mit der „Menü/OK“-Taste ausgewählt/bestätigt wird.
6.1.1 Bedienübersicht
Navigation

flowchart
graph TD
A["Vorheriger Menüpunkt oder Wert vergrößern"] --> B["Änderung verwerfen oder Zurück"]
A --> C["Nächster Menüpunkt oder Wert verringern"]
D["Menü aufrufen oder Änderung bestätigen"] --> E["Übrück symbol"]
F["Änderung bestätigen symbol"] --> G["Übrück symbol"]
Tastenfunktionen
| Taste oder Tastenkombination (Dauer) | Funktion | |||
| in Grundstellung beim | Navigieren beim Editieren | |||
Up --- vorhergehenden Menü-![]() | punkt oder Parameter auswählen | Wert vergrößern oder in Auswahlliste nach oben gehen | ||
Down --- nächsten Menü-![]() | punkt | Wert verringern oder in Auswahlliste nach unten gehen | ||
Back kurz (<3 s) Funktion ![]() | konfigurierbar (werkseitig: ohne Funktion) | in übergeordnete Menü-ebene wechseln | ||
Back lang (>3 s) Funktion ![]() | konfigurierbar (werkseitig: ohne Funktion) | --- --- | ||
| Menu/OK kurz (<3 s) Hauptmenü aufrufen Untermenü aufrufen oder in Editiermodus wechseln | Editiermodus mit Änderung verlassen | |||
Up + Down lang (>3 s) + ![]() | --- --- --- | |||
6 Bedienung
| Taste oder Tastenkombination (Dauer) | Funktion | ||||
| in Grundstellung beim | Navigieren beim Editieren | ||||
| Down + Menu/OK sehr lang (>5 s) | Menü zur Ebenenverriegelung aufrufen | --- --- | |||
![]() | + | ![]() | |||
6.1.2 Das Ebenenkonzept

flowchart
graph TD
A["Grundstellung 2435"] --> B["Hauptmenü\nAnwenderebene\nKonfiguration\nGeräteinfo\nzurück"]
B --> C["Anwenderebene\n(werkseitig nicht belegt)\nzurück"]
B --> D["Konfiguration\nSystemdaten\nAnzeige/Bedienung\nAnalogeingang\nDigitaleingang\nAnzeiger\nGrenzwertüberw. 1, 2, 3\nService\nDig. Steuersignal 1, 2\nTimer\nDigitalausgänge 1, 2\nzurück"]
B --> E["Geräteinfo\nVersion\nService\nHardware\nzurück"]
6.2 Geräteverhalten beim Einschalten
Nach Einschalten der Spannungsversorgung startet die Steuerung zunächst eine Prüfroutine. Alle Segmente der Anzeige leuchten kurz auf. Dann zeigt das Gerät die aktuell konfigurierten Einstellungen an. Dies sind:
• die gemessene Temperatur,
• die angezeigte Messgröße (°C/°F),
- das Symbol für die Timer-Funktion (sofern aktiviert),
- ggf. das Symbol der angesteuerten Ausgänge.

HINWEIS!
Das Gerät speichert die konfigurierten Anzeigewerte. Wenn die Spannungsversorgung zum Gerät unterbrochen war und wieder hergestellt ist, zeigt das Gerät die zuvor parametrierten Werte erneut an. Ist eine Anlaufverzögerung konfiguriert, erscheint in der 1. Anzeige die Restlaufzeit der Anlaufverzögerung und in der 2. Anzeige „WARTEN“.
6.3 Behandlung von Eingabefehlern
Eingabefehler der Bedienerebene über Gerätetasten
Die Software überprüft Eingabewerte in der Bedienerebene auf ihren Wertebereich und ihre Länge. Ungültige Werte werden nicht übernommen.
Wertüberprüfung von Konfigurationsdaten
Eine mögliche Fehlerquelle entsteht durch die Eingabe und Vorgabe von falschen Konfigurations- und Parameterdaten.
- Die Geräte-Software überprüft alle Eingaben am Gerät bei der Datenübernahme (Tastatur, Setup-Schnittstelle) auf ihren Wertebereich.
- Das Setup-Programm selbst überprüft den Wertebereich von Eingaben und verweigert die Eingabe unplausibler Werte.
Die Geräte-Software führt keine vollständige Plausibilitätsprüfung durch, wenn innerhalb der Konfigurationsebene Eingaben über die Gerätetastatur oder das Setup-Programm gemacht werden.

HINWEIS!
Die Person, die die Konfiguration ausführt, sollte die Gerätekonfiguration zunächst planen und diese dann gewissenhaft durchführen.
Nachträgliche Änderungen sollten von einer Person ausgeführt werden, die Auswirkungen auf andere Konfigurationsparameter und Programmeinstellungen beurteilen kann.
6.4 Sprachauswahl
Nach dem erstmaligen Einschalten des Gerätes kann der Anwender entweder die blinkend dargestellte Sprache mit „OK“ bestätigen oder mit den Tasten „Up“/„Down“ eine andere Sprache auswählen und dann mit „OK“ bestätigen.
Nach Übernahme einer Sprache setzt das Gerät diesen Parameter automatisch auf „AUS“, so dass beim erneuten Einschalten keine Sprachauswahl erforderlich ist.
Soll später ein anderer Anwender ebenfalls die Möglichkeit zur Sprachauswahl bekommen, kann der Konfigurationsparameter „SPRACHABFR. NETZ EIN“ im Menü (Konfiguration > Systemdaten) auf „EIN“ gesetzt werden.
Die Sprache der Gerätetexte kann jederzeit in den Konfigurationseinstellungen geändert werden. Das ist unabhängig von der Sprachauswahl nach dem Einschalten.
6 Bedienung
6.5 Grundstellung
Nach Netz-EIN und Initialisierung, ggf. mit einer konfigurierten Anlaufverzögerung, erreicht das Gerät die Grundstellung.
Werksseitige Voreinstellung:

| 1 | Anzeige 1 - Analogeingang | 2 | Anzeige 2 - z. B. individuell konfigurierte Messstellenbezeichnung (ZONE 1) |
Timerlaufzeit/Restlaufzeit Timer
Wenn der Timer eingeschaltet ist und die Funktion "Anzeigenwechsel bei Timer-Start" konfiguriert wurde, zeigt Anzeige 2 die bereits absolvierte Timerlaufzeit oder die verbleibende Restlaufzeit an.
6.6 Anwenderebene
Über das Setup-Programm sind bis zu 8 Parameter beliebig auswählbar. Werkseitig ist die Anwenderebene nicht belegt.
6.7 Ebenenverriegelung
Der Zugang zu den einzelnen Ebenen kann gesperrt werden. Um die Ebenenverriegelung zu aktivieren müssen die Tasten „Menu/OK“ und „Down“ gleichzeitig länger als 5 Sekunden gedrückt werden.
Mit den Tasten „Up“ und „Down“ kann der gewünschte Verriegelungsgrad ausgewählt und mit der Taste „Menu/OK“ bestätigt werden.
| Gesperrte Ebenen |
| KEINE (alle Ebenen frei; werkseitige Einstellung) |
| KONFIGURATION |
| KOMPLETT (ANWENDEREBENE, KONFIGURATION, GERÄTEINFO) |
Bei gesperrter Konfiguration ist auch das Rücksetzen auf Werkseinstellungen (Geräteinfo > Service > Werkseinstellung) nicht möglich.
6.8 Standby-Modus
Im Standby-Modus setzt die Gerätesteuerung alle Digitalausgänge auf Inaktiv/Abgefallen. Das Gerät initiiert den Standby-Modus über ein konfigurierbares Digitalsignal. Ist das Digitalsignal=High ist der Standby-Modus aktiv.
Das Gerät signalisiert den Standby-Modus mit der blinkenden 2. Anzeige „STANDBY“.
6.9 Zeitformate
Für die Timerfunktion kann das Zeitformat konfiguriert werden:
MM:SS - Minuten:Sekunden
HH:MM - Stunden:Minuten
DD:HH - Tage:Stunden
Die Konfiguration von Zeitformaten am Gerät erfolgt im Menü
KONIGURATION/TIMER/ZEITDARSTELLUNG.
Die Einstellung lässt sich nur dann vornehmen, wenn der Timer eingeschaltet ist.
-
Zum Menü KONIGURATION/TIMER/ZEITDARSTELLUNG navigieren.
-
OK/MENÜ-Taste drücken.
Die 2. Anzeige mit dem Zeitformat blinkt.
-
Mit der DOWN- bzw. UP-Taste das gewünschte Zeitformat wählen.
-
OK/MENÜ-Taste drücken.
Die 2. Anzeige hört auf zu blinken.
- Zurück-Taste 3 x drücken um zur Grundanzeige zurückzukehren.
Das Zeitformat für den Timer ist eingestellt
6 Bedienung

HINWEIS!
Die Anzeige der einzelnen Menüpunkte im Gerät ist immer abhängig von der eingesetzten Hardware und von der Gerätefunktion.
7.1 Selektoren
Selektoren dienen dazu Ausgangsgrößen einer Gerätefunktion mit den Eingangsgrößen einer anderen Gerätefunktion zu verbinden. Das Gerät unterscheidet zwischen Digital- und Analogselektor. In den Selektoren befinden sich alle relevanten Prozesswerte, die im Gerät vorliegen.
Prozesswerte, die in der vorliegenden Gerätekonfiguration nicht vorhanden sind, blendet das Gerät aus.
7.1.1 Digitalselektor
Die nachfolgend aufgeführten digitalen Funktionen stehen bei der Konfiguration (Digitalselektor) zur Verfügung.
| Funktion Bemerkung | |
| Keine Auswahl kein Signal ausgewählt | |
| Digitalgeingang Signal des Digitaleingangs | |
| Grenzwert-Ausgang 1, 2, 3 Alarmsignale der Grenzwertüberwachungen 1-3 | |
| Timerausgang Das Signal ist aktiv ab Timer-Start bis zum Ablauf des Timers (High-aktiv oder Low-aktiv konfigurierbar). | |
| Ende-Signal Timer Das Signal ist nach Ablauf des Timers während der Dauer der Nachlaufzeit aktiv (bzw. bis zur Quittierung). | |
| 1./2. Digitales Steuersignal | Ausgangssignale der jeweiligen Funktion (konfigurierbar) |
| Service-Signal | Das Signal wird aktiviert, wenn der Servicezähler den eingestellten Grenzwert erreicht hat, und bleibt aktiv bis zur Quittierung. |
| Kurz Return-Taste <3 s | Das Signal ist aktiv (für die Dauer einer Abtastperiode), nachdem die Taste „Back“ kurz betätigt wurde. |
| Lang Return-Taste >3 s | Das Signal ist aktiv (für die Dauer einer Abtastperiode), nachdem die Taste „Back“ lang betätigt wurde. |
7.1.2 Analogselektor
Die nachfolgend aufgeführten analogen Funktionen stehen bei der Konfiguration (Analogselektor) zur Auswahl.
| Funktion Bemerkung | |
| Keine Auswahl Kein Signal ausgewählt | |
| Analogeingang Signal des Analogeingangs | |
| Klemmentemperatur nur bei Thermoelement | |
| Laufzeit Timer Laufzeit des Timers | |
| Restlaufzeit Timer Verbleibende Laufzeit des Timers | |
| Timerwert Eingestellte Timerzeit | |
| Anzeigerwert | |
| Minwert | Minimaler Wert, der durch die Min-Max-Funktion ermittelt wurde |
| Maxwert | Maximaler Wert, der durch die Min-Max-Funktion ermittelt wurde |
| Servicezähler | Zählerstand des Servicezählers; Anzahl oder Zeit, konfigurationsabhängig,; nicht bei Anzeige 1 konfigurierbar |
| Betriebsdauer | Zählerstand des Betriebsstundenzählers; in Stunden oder Tagen, konfigurationsabhängig; nicht bei Anzeige 1 konfigurierbar |
7.2 Setup-Programm
Das Setup-Programm dient der komfortablen Konfiguration der Geräte. Als Sprachvarianten sind die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch implementiert.
Mit Hilfe des Setup-Programms können die Konfigurationsdaten der Geräte erstellt, in einer Datei gespeichert, sowie zum Gerät übertragen werden. Ein Auslesen der Konfigurationsdaten der Geräte ist ebenfalls möglich. Die Datenübertragung erfolgt seriell über die USB-Schnittstelle (Setup-Schnittstelle). Den Ausdruck der Daten kann zur Anlagendokumentation verwendet werden.
Eine 30-Tage-Testversion des Setup-Programms steht per Download zur Verfügung. Die Lizenznummer für die Vollversion ist kostenpflichtig und kann über den Vertriebspartner angefordert werden.
7.2.1 Online-Parameter
Zur Ausführung dieser Funktionen ist eine aktive Verbindung zwischen Setup-Programm und Gerät erforderlich.
Feinabgleich
Mit dieser Funktion können die Messwerte des Analogeingangs korrigiert werden. Im Unterschied zum Messwertoffset, mit dem für die gesamte Kennlinie ein konstanter Korrekturwert vorgegeben wird, lässt sich mit dem Feinabgleich auch die Steigung der Kennlinie verändern.
Diese Funktion ist identisch mit dem Feinabgleich im Gerät (siehe Konfiguration des Analogeingangs).
Freigabe von Typenzusätzen
Mit dieser Funktion lassen sich zusätzliche Funktionen (Typenzusätze) des Geräts über das Setup-Programm freischalten.
| Aktion Ausführung Beschreibung | |
| Codenummer erzeugen Zum Erzeugen einer Codenummer die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen. | Mit dieser Funktion wird eine Codenummer zur Freischaltung eines Typenzusatzes erzeugt. Die Codenummer wird benötigt, um beim Vertriebspartner einen Freischalt-code zu erhalten. |
| Freischaltcode eingeben Zur Eingabe eines Freischaltcodes die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen. | Mit dieser Funktion wird ein Typenzusatz freigeschaltet. Dazu wird der vom Vertriebspartner erhaltene Freischaltcode benötigt. |
| Typenzusätze zurücksetzen Zum Zurücksetzen von Typenzusätzen die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen. | Mit dieser Funktion können freigeschaltete Typenzusätze gesperrt werden. Gesperrte Typenzusätze können nur durch erneute Freischaltung aktiviert werden. Dieser Vorgang ist kostenpflichtig. |
Abgleichen/Testen
In diesem Menü stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
- Hard-/Software: In diesem Fenster wird der Hardware- und Software-Stand des Geräts angezeigt.
- Abgleichkonstanten: In diesem Fenster werden die Abgleichkonstanten des Analogeingangs angezeigt.
- Analogeingang: Mit dieser Funktion wird der Analogeingang getestet. Dazu muss das Signal bzw. der Sensor an den Analogeingang angeschlossen werden.
- Digitaleingang: Mit dieser Funktion wird der logische Zustand am Digitaleingang angezeigt. Eine eventuell in der Konfiguration aktivierte Invertierung wird dabei nicht berücksichtigt.
- Digitalausgänge: Mit dieser Funktion werden die logischen Zustände an den Digitalausgängen gesetzt. Eine eventuell in der Konfiguration des betreffenden Digitalausgangs aktivierte Invertierung wird dabei nicht berücksichtigt.
- Display: Mit dieser Funktion werden alle Anzeigeelemente des Geräts aktiviert oder deaktiviert.
- Tastatur: Mit dieser Funktion werden die Tasten des Geräts überprüft. Nach Betätigen der Schaltfläche „Tasten lesen“ wird jeder Tastendruck am Gerät durch einen roten Kreis um die entsprechende Taste in Setup-Programm dargestellt.
7 Konfiguration
7.2.2 Startup-Parameter
Die Startup-Funktion ermöglicht die Visualisierung und Aufzeichnung von Prozesswerten in Echtzeit. Dadurch wird zum Beispiel die Inbetriebnahme einer Anlage wesentlich erleichtert. Die maximale Aufzeichnungsdauer beträgt 24 Stunden. Die beim Aufzeichnen der Daten entstandenen Dateien können gespeichert und ausgedruckt werden.
Prozesswerte
In diesem Fenster werden bis zu 13 Prozesswerte für die Visualisierung und Aufzeichnung sowie für die Darstellung im Onlinedaten-Fenster des Setup-Programms (Register „Prozesswerte für Startup“) ausgewählt. Dabei handelt es sich Analog- und Digitalsignale aus den Selektoren.
Anzeige
In diesem Fenster werden die ausgewählten Prozesswerte als Liniendiagramm (Analogkurve oder Digitalspur) angezeigt.
In einem Kontextmenü (rechte Maustaste) stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung:
- Zoomfunktion
- Druckfunktion
- Kanaleigenschaften (Prozesswerte) für die Visualisierung einstellen
• Diagrammeigenschaften einstellen - Eingangssignale einstellen (entspricht der Funktion unter „Prozesswerte“)
- Aufzeichnung starten und anhalten (aktive Verbindung zwischen Setup-Programm und Gerät erforderlich)
- Aufgezeichnete Messdaten für die Visualisierung laden
Protokoll
Mit dieser Funktion wird das aufgezeichnete Diagramm protokolliert und ausgedruckt (Inbetriebnahmeprotokoll).
An unteren Rand des Diagramms sind einige Texteingabefelder vorhanden, die zur Beschreibung genutzt werden können. Alternativ können hier auch die Texte aus der Datei-Info der Setup-Datei verwendet werden. Zusätzlich ist je ein Feld für das Datum (editierbar) und die Unterschrift vorgesehen.
In einem Kontextmenü (rechte Maustaste) steht eine Druckfunktion inkl. Seitenansicht und Druckerauswahl zur Verfügung. Außerdem werden hier die Eigenschaften für das auszudruckende Protokoll festgelegt (Seitenränder, Linientyp, Verwendung der Texte aus dem Datei-Info-Kopf).
7.2.3 Kundenspezifische Linearisierung
Mit der kundenspezifischen Linearisierung kann der Anwender eine individuelle Linearisierungskennlinie für den Analogeingang erstellen. Dazu stehen zwei Verfahren zur Verfügung (Art der Linearisierung): Formel oder Stützstellen (Wertepaare).
Der unter „Bezeichnung“ eingegebene Text wird nicht an anderer Stelle im Setup-Programm verwendet, sondern dient lediglich als Text im Sinne einer Kurzbeschreibung.
Formel
Die Linearisierung wird durch eine Formel mit 5 Koeffizienten (Polynom 4. Ordnung) vorgegeben.
Polynom: y = X4^x^4 + X3^x^3 + X2^x^2 + X1^x + X0
| Parameter Auswahl/Text/Wert Beschreibung | ||
| Anfang Messbereich | -1999 bis 9999 (0) | Anfangswert der y-Achse (linearisierter Wert) |
| Ende Messbereich | -1999 bis 9999 (100) | Endwert der y-Achse (linearisierter Wert) |
| X0 | -1999 bis 9999 (0) | Absoluter Anteil des Polynoms (Schnittpunkt mit der y-Achse) |
| X1 | -1999 bis 9999 (0) | Koeffizient des linearen Anteils (x) |
| X2 | -1999 bis 9999 (0) | Koeffizient des quadratischen Anteils ( x^2 ) |
| X3 | -1999 bis 9999 (0) | Koeffizient des kubischen Anteils ( x^3 ) |
| X4 | -1999 bis 9999 (0) | Koeffizient des quartischen Anteils ( x^4 ) |
Schaltfläche „Grafik anzeigen“ (Darstellung der Linearisierung in einer Grafik):
Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.
Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Formel und der Stützstellen (Tabelle).
Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die Werte „Messbereich-Anfang“ und „Messbereich-Ende“ (y-Werte) bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.
Stützstellen
Die Linearisierung wird durch die Eingabe von bis zu 40 Stützstellen (Wertepaare X,Y) vorgegeben. Der Wert X steht im Falle eines Widerstandsthermometers oder Thermoelements für den physikalisch gemessenen Wert (Widerstand in Ω bzw. Spannung in mV). Bei den anderen Signalarten wird die Eingangsgröße auf 0 bis 100 % skaliert (bei Spannungs-/Stromsignal vom Messbereich, bei Widerstand/ Potenziometer vom Widerstand Rx, bei Widerstandspotenziometer/Widerstandsferngeber vom Gesamt-widerstand). Der Wert Y stellt den linearisierten Wert dar (z. B. Temperatur in °C).
| Parameter Auswahl/Text/Wert Beschreibung | ||
| Messwert (X) | -1999 bis 9999 (0) | Wert der betreffenden Stützstelle auf der x-Achse |
| Linearisierter Wert (Y) | -1999 bis 9999 (0) | Wert der betreffenden Stützstelle auf der y-Achse |
Schaltfläche (Polynom anhand der Stützstellen berechnen):
Nach Eingabe der Wertepaare wird beim Betätigen dieser Schaltfläche ein Polynom berechnet, das den Verlauf der Linearisierungskennlinie beschreibt.
Die berechneten Koeffizienten werden in die Formel übernommen. Die Kennlinien beider Arten der Linearisierung stimmen danach überein.
Sind die x-Werte nicht streng monoton steigend, wird die Linearisierung nicht übernommen. In diesem Fall ist es auch nicht möglich, die Grafik anzuzeigen oder das Polynom zu berechnen.
Schaltfläche „Grafik anzeigen“ (Darstellung der Linearisierung in einer Grafik):
7 Konfiguration
Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.
Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Stützstellen (Tabelle) und der Formel.
Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die kleinste und die größte Stützstelle bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.
7.3 Konfiguration – Menü
7.3.1 Systemdaten
Systemdaten mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü können die Grundeinstellungen des Gerätes festgelegt werden.
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Gerätename <Gerätename> (editierbar) | <Name> Bezeichnung des Gerätes (im Menü „Geräteinfo“) | ||
| Sprache Deutsch Deutsch Sprache der Gerätetexte | |||
| Englisch | |||
| Französisch | |||
| Spanisch | |||
| Sprachabfrage nach Netz-Ein | Aus Sprachauswahl nach dem nächsten Einschalten | ||
| Aus Bei Auswahl „Aus“ ist nach dem erneuten Einschalten keine Sprachauswahl erforderlich.Nach Auswahl einer Sprache wird dieser Parameter automatisch auf „Nein“ gesetzt. | |||
| Ein | Bei Auswahl „Ein“ kann der Anwender nach dem nächsten – auf die Konfigurationsänderung folgenden – Einschalten des Gerätes die Sprache der Gerätetexte auswählen. | ||
| Temperatur-einheit | Grad Celsius | Grad Celsius | Temperatureinheit für die Anzeige am Gerät und im Setup-Programm (automatische Umrechnung von °C in °F) |
| Grad Fahrenheit | |||
| keine | |||
| Standby | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Dieses Signal versetzt das Gerät in den Standby-Modus |
7.3.2 Anzeige und Bedienung
Anzeige/Bedienung mit dem Setup-Programm
In diesem Menü werden die Einstellungen für Anzeige/Bedienung des Geräts festgelegt.
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Anzeige | |||
| 1. Anzeige Analogselektor, siehe Seite 40 | Analogeingang | Anzeigewert der oberen LED-Anzeige (weiß) | |
| Meldetext 1 (editierbar) Wird angezeigt, sobald Signal Meldetext | |||
| Signal Meldetext 1 | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Einstellung, welcher Wert den Meldetext 1 auslösen soll. |
| 2. Anzeige Analogselektor, siehe Seite 40 | Keine Auswahl | Anzeigewert der unteren LED-Anzeige (grün) | |
| Meldetext 2 (editierbar) Wird angezeigt, sobald Signal Meldetext | |||
| Signal Meldetext 2 | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Einstellung, welcher Wert den Meldetext 2 auslösen soll. |
| Anz.wechsel bei Timer-Start | Restlaufzeit Ti- | Anzeigenwechsel beim Start des Timers | |
| Ohne Funktion Kein Anz- | Eigenwechsel | ||
| Restlaufzeit Timer Darstellung der Restl | stellung der Restl | aufzeit | |
| Laufzeit Timer Darstellung der Laufzeit | |||
| Lauf-geschwindigkeit | 0 bis 4 | 4 | „4“ entspricht der schnellsten Laufge-schwindigkeit |
| Bedienung | |||
| Kurz Zurück-Taste (<3 s) | Ohne Funktion Timer-Wert anzeigen | Ohne Funktion F | Funktion der Taste „Back“ in der Grund-stellung bei kurzem Tastendruck (kürzer als 3 Sekunden)Weitere Funktionen der Taste können in der Konfiguration einzelner Gerätefunkti-onen ausgewählt werden (Digitalselektor, siehe Seite 39). |
| Lang Zurück-Taste (>3 s) | Ohne Funktion F | Funktion der Taste „Back“ in der Grund-stellung bei langem Tastendruck (länger als 3 Sekunden) | |
| Timeout Bedienung | 0 s, 30 bis 180 s | 180 s | Zeitspanne (in Sekunden), nach der das Gerät automatisch zurück in die Grund-stellung wechselt, wenn keine Taste ge-drückt wird. |
| Auto-Save | Nein (leer) | Nein (leer) | Zum Verlassen des Editiermodus mit Übernahme einer Änderung muss die Taste „Menu/OK“ betätigt werden |
| Ja (Haken) | Der Editiermodus wird nach einer be-stimmten Zeit automatisch verlassen und eine Änderung wird übernommen | ||
7 Konfiguration
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Anlaufverzöge-rung | 0 bis 300 s | 0 s | Anlaufverzögerung (in Sekunden) nach Netz-Ein.Erst nach Ablauf dieser Zeit sind alle Funktionen des Gerätes aktiv. |
| Ebenen-verriegelung | Keine Der Zugangsperrt | zu den einzelnen Ebenenkann gesperrt werden: | |
| Keine Keine Ebene gesperrt | |||
| Konfiguration Konfigurationsebene gesperrt | |||
| Komplett Konfigurationsebene und Anwenderebe-ne gesperrt | |||
Ebenenverriegelung
Siehe Kapitel 7.1.2 „Analogselektor“, Seite 40
Anzeige/Bedienung am Gerät
Die folgenden Einstellungen für Anzeige/Bedienung können auch am Gerät vorgenommen werden.
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| 1. Anzeige Analogselektor, siehe Seite 39 | Analogeingang | Anzeigewert der oberen LED-Anzeige (weiß) | |
| 2. Anzeige | Keine Auswahl | Anzeigewert der unteren LED-Anzeige (grün) | |
| Anz.wechsel bei Timer-Start | Ohne Funktion Restlaufzeit Timer Laufzeit Timer | Restlaufzeit Timer | Wird im Gerät und im Setup-Programm verwendet. |
| Kurz Zurück-Taste (<3 s) | Ohne Funktion Timerwert anzeigen | Ohne Funktion | Funktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei kurzem Tastendruck (kürzer als 3 Sekunden)Weitere Funktionen der Taste können in der Konfiguration einzelner Gerätefunktionen ausgewählt werden (Digitalselek-tor, siehe Seite 39). |
| Lang Zurück-Tas-te (>3 s) | Ohne Funktion Timerwert anzeigen | Ohne Funktion | Funktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei langem Tastendruck (länger als 3 Sekunden) |
| Time-out Bedienung | 0 s, 30 bis 180 s | 180 s | Nach dieser Zeit ohne Tastenbedienung erfolgt ein Rücksprung in die Grundstellung |
| Auto-Save Nein | Ja | Nein Der Editier | modus wird nach einer bestimmten Zeit automatisch verlassen und eine Änderung wird übernommen |
| Anlauf-verzögerung | 0 bis 300 s | 0 s | Nach dieser Zeit werden die Eingaben erst wirksam |
| Signal Meldetext 1 | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Einstellung, welches Signal Meldetext 1 auslösen soll |
| Signal Meldetext 2 | Keine Auswahl | Einstellung, welches Signal Meldetext 2 auslösen soll | |
| Laufgeschwindigkeit | 0 bis 4 4 „4“ entspricht | der schnellsten Laufgeschwindigkeit | |
7.3.3 Analogeingang
Analogeingang mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die Einstellungen für den Analogeingang des Gerätes festgelegt.
Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Signalart 2L Widerstandsther-mometer | Die Werksein-stellung hängt von der Geräte-ausführung ab. | Sensortyp bzw. Signalart (hängt von der Geräteausführung ab) | |
| Linearisierung Pt100Pt1000 | Die Werksein-stellung hängt von der Geräte-ausführung ab. | Einstellung der Linearisierung des ange-schlossenen Sensors | |
| Linearisierung mit Polynom 4. Ordnung oder Stützstellen (mit Setup-Programm konfigurierbar) | |||
| Nachkomma-stellen | Auto Vor- und Nauchkommastellen für die Dar-stellung des Messwerts | ||
| Auto | |||
| XXXX. | |||
| XXX.X | |||
| Messwertoffset | -9999,0 bis +9999,0 | 0,0 | Verschiebung des gesamten Messbe-reichs nach oben oder unten |
| Leitungswider-stand | 0 bis 60 Ω | 0 | Ohmscher Leitungswiderstand bei Zwei-leiterschaltung. |
| Filterzeitkonstante | 0,0 bis 100 s | 0,6 s | Zeitkonstante (in Sekunden) zur Anpas-sung des digitalen Eingangsfilters (0 s = Filter aus) |
| Feinabgleich (nur am Gerät) | Aus | Aus | Die Funktion zur Durchführung des Fein-abgleichs ist nicht aktiv.Im Setup-Programm steht diese Funktion unter „Online-Parameter“ zur Verfügung. |
| Ein | Feinabgleich ist aktiv. Die nachfolgenden Parameter können eingegeben werden. | ||
| Feinabgleich am Gerät | |||
| Anfangswert Ist | -9999 bis 9999 | 0,0 | Feinabgleich: Messwert des Geräts am unteren Messpunkt |
| Endwert Ist | -9999 bis 9999 | 100,0 | Feinabgleich: Messwert des Geräts am oberen Messpunkt |
7 Konfiguration
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Anfangswert Soll -9999 bis 9999 0,0 Feinabgleich: Referenzwert am unteren Messpunkt | |||
| Endwert Soll | -9999 bis 9999 | 100,0 | Feinabgleich: Referenzwert am oberen Messpunkt |
7.3.4 Digitaleingang
Digitaleingang mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die Einstellungen für den Digitaleingang des Geräts festgelegt.
Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.
| Parameter Wert | Werkseinstel- | lung | Beschreibung |
| Invertierung AUS A | US Bei „EIN“ wird der Schaltzustand invertiert. | ||
| EIN | |||
7.3.5 Anzeiger
Anzeiger mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die Einstellungen für den Anzeiger festgelegt. Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.
| Parameter Wert | Werkseinstel- | lung | Beschreibung |
| Min-Max-Funktion | Aus | Aus | Die Funktion ist nicht aktiv. |
| Ein | Min- und Max-Wert des Anzeiger-Ist-werts (z. B. Messwert) werden ermittelt und können in einer Anzeige dargestellt werden. | ||
| Scrollen aktiv | Min- und Max-Wert werden alternierend zum Anzeiger-Istwert (z. B. Messwert) in der Anzeige dargestellt, in der der An-zeigerwert angezeigt wird. | ||
| Anzeiger-Istwert | Analogseingang | Istwert für den Anzeiger | |
| Hold-Signal | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Signal (High-aktiv) zum Aktivieren der Hold-FunktionSolange das Signal aktiv ist, wird der An-zeigerwert eingefroren. |
| Tara-Signal | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Aktivieren der Tarierfunktion (Anzeiger-wert wird auf Null gesetzt) |
| Tara-Reset-Signal | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Rücksetzen der Tarierfunktion (Anzei-gerwert entspricht dem Anzeiger-Ist-wert) |
| Min-Max-Reset-Signal | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Rücksetzen des Min- und des Max-Werts auf den aktuellen Anzeigerwert. |
7.3.6 Grenzwertüberwachung
Grenzwertüberwachung 1 bis 3 mit dem Setup-Programm und am Gerät
Das Gerät ist mit 3 Grenzwertüberwachungen ausgestattet, die individuell konfigurierbar sind. Die folgenden Konfigurationsparameter stehen für jede der 3 Grenzwertüberwachungen zur Verfügung.
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Funktion ohne Funktion Nein (leer) | |||
| AF7 Fester Grenzwert | |||
| AF8 Wie AF7, Ausgangssignal invertiert | |||
| Istwerteingang Analogselektor, siehe Seite 40 | Keine Auswahl Analogwert als Istwert (zu überwachen- des Signal | ||
| Grenzwert -9999 bis 9999 0 Zulässige Abweichung (AL) des Istwerts | |||
| Schaltdifferenz 1.000 Sachaltdifferenz in °C | |||
| Schaltverhalten | Symmetrisch | Lage der Schaltdifferenz um den Grenzwert | |
| Symmetrisch | Schaltdifferenz liegt je zur Hälfte unterhalb und oberhalb des Grenzwerts | ||
| Links unsymmetrisch | Schaltdifferenz liegt unterhalb des Grenzwerts (typisch) | ||
| Rechts unsymmetrisch | Schaltdifferenz liegt oberhalb des Grenzwerts (typisch) | ||
| Anfahr-Alarmunterdrückung | Aus | Alarmunterdrückung während der Anfahrphase | |
| Aus | Grenzwertüberwachung arbeitet immer entsprechend ihrer Alarmfunktion | ||
| Ein | Alarmunterdrückung nach Netz-Ein oder bei Änderung des Grenzwerts | ||
| Einschalt-verzögerung | 0 bis 9999 | 0 | Verzögerungszeit (in Sekunden) für die Aktiverung des Ausgangssignals wenn Alarmbedingung vorliegt |
| Ausschalt-verzögerung | 0 bis 9999 | 0 | Verzögerungszeit (in Sekunden) für die Deaktiverung des Ausgangssignals wenn Alarmbedingung nicht mehr vorliegt |
| Wischerzeit | 0 bis 9999 | 0 | Das Ausgangssignal wird nach dieser Zeit (in Sekunden) automatisch deaktiviert, auch wenn die Alarmbedingung weiterhin vorliegt. Bei erneutem Eintreten der Alarmbedingung startet die Funktion neu (flankengesteuert). |
| Verhalten im Fehlerfall | Ausgang Aus | Ausgangssignal im Fehlerfall (z. B. bei Messbereichsüber- oder Messbereichsunterschreitung) | |
| Ausgang Aus | Ausgangssignal inaktiv | ||
| Ausgang Ein | Ausgangssignal aktiv | ||
7 Konfiguration
| Parameter Wert | Werkseinstel- | lung | Beschreibung |
| Selbsthaltung Aus | Aus Selbsthaltung ist nicht aktiv. Das Aus-gangssignal wird zurückgesetzt, sobald sich der Istwert wieder im Gutbereich be-findet | ||
| Ein Selbsthaltung ist aktiv. Die Selbsthaltung ist aktiv. | tung kann nur quittiert werden, wenn sich der Istwert wieder im Gutbereich befindet | ||
| Immer quittierbar Selbsthaltung ist aktiv. | Die Selbsthaltung kann immer quittiert werden | ||
Funktion
Die Alarmfunktionen AF7 und AF8 arbeiten mit einem festen Grenzwert, der dem eingegebenen Grenzwert entspricht.
Siehe Kapitel 7.3.6 „Grenzwertüberwachung“, Seite 49
Anfahr-Alarmunterdrückung
Funktion der Anfahr-Alarmunterdrückung:
- Nach Netz-Ein bleibt das Alarmsignal der Grenzwertüberwachung inaktiv, auch wenn sich der Istwert im Alarmbereich befindet.
- Wird, während sich der Istwert außerhalb des Alarmbereichs befindet, der Grenzwert so geändert, dass der Istwert danach im Alarmbereich liegt, bleibt das Alarmsignal inaktiv.
- Erst, wenn der Istwert den Alarmbereich verlassen hat, arbeitet die Grenzwertüberwachung wieder entsprechend ihrer Alarmfunktion. Das heißt, das Alarmsignal bleibt inaktiv, bis der Istwert wieder im Alarmbereich liegt.
Alarmfunktionen
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Alarmfunktionen AF7 und AF8 und die Lage der Hysterese (links unsymmetrisch, symmetrisch, rechts unsymmetrisch).
Grenzwertbezogene Schaltfunktionen
AF7 und AF8 überwachen, ob der Istwert einen festen Grenzwert über- oder unterschreitet.
| Links unsymmetrisch Symmetrisch Rechts unsymmetrisch | |||
| AF7 | ![]() | ![]() | ![]() |
| AF8 | ![]() | ![]() | ![]() |
0 = Ausgangssignal nicht aktiv
1 = Ausgangssignal aktiv
x = Istwert (1) Grenzwert (AL)
(2) Hysterese
7.3.7 Service
Einstellen von Serviceparametern über Setup-Programm oder am Gerät
In diesem Menü können die Serviceparameter des Gerätes festgelegt werden.
Alle Parameter können sowohl im Setup-Programm als auch am Gerät konfiguriert werden.
| Parameter Wert Werks- | einstellung | Beschreibung | |
| Serviceintervall | 0 bis 10.000.000 | 0 | Im Gerät bis 9999 einstellbar0: Grenzwertüberwachung ausgeschaltet>0: Grenzwertüberwachung des Service-Zählers, bei Überschreitung aktiviert das Gerät das Servicesignal |
| Funktion Anzahl Schaltvor-gänge | Anzahl Schalt-vorgänge | Zählt die Schalthäufigkeit eines Binärsignals | |
| einesBinärsignals in Stunden | |||
| Zählt die Einschaltdauer eines Binärsignals in Stunden | |||
| Zu überwachen-des Signal | Digitalselektor,siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Binärsignal, dessen Schalthäufigkeit oder Einschaltdauer gezählt wird |
| Quittierungssignal | Keine Auswahl | Binärsignal (High-aktiv) zum Quittieren des Service-Signals | |
| Betriebsstunden-zähler | Aus | Aus | Funktion ist ausgeschaltetDer Zähler wird auf 0 zurückgesetzt |
| Anzeige in Stunden | Betriebsdauer des Geräts in Stunden | ||
| Anzeige in Tagen | Betriebsdauer des Geräts in Tagen | ||
7.3.8 Digitale Steuersignale
Mit den digitalen Steuersignalen stehen Funktionsbausteine zur Verfügung mit deren Hilfe die Applikation angepasst werden kann. Es können bis zu drei Binärsignale mittels UND/ODER/XOR-Funktion verknüpft werden (z. B. um einen mit einem Ereignis verknüpften Meldetext anzuzeigen). Signale können invertiert und verzögert werden. Das Verhalten des Ausgangssignals ist konfigurierbar (Impuls, Wischer).
Es können 2 Steuersignale programmiert werden. Als Eingang dient jedes beliebige Binärsignal (Digitalselektor). Dieses kann das Gerät wie folgt ausgeben:
- invertiert
• als Impuls (Einschaltzeit, Ausschaltzeit)
• als verzögertes Ein- und Ausschalten; (Verzögerungszeit = Einschaltzeit, Ausschaltzeit) - als Wischersignal (Wischerzeit = Einschaltzeit)
- als UND/ODER/XOR-Funktion mit bis zu 3 Binärsignalen
Weiterhin kann die steigende oder fallende Flanke des Eingangssignals ermittelt werden. Für eine Abtastzeit ist der Ausgang dann jeweils gesetzt.

HINWEIS!
Die digitalen Steuersignale sind unabhängig von einem Fühlerbruch/-kurzschluss.
Die Steuersignale sind nach Netz-EIN inaktiv.
Digitale Steuersignale mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die digitalen Steuersignale zur Anpassung von Applikationen festgelegt.
Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.
| Parameter Wert | Werkseinstel- | lung | Beschreibung |
| Funktion Ohne Funktion | Inktion Ohne Funktion Das Ausgangssignal entspricht | ||
| Impuls Solange das Eingangssignal aktiv | dem Eingangssignal (ggf. mit Invertierung) | ||
| ist (High), wird ein impulsförmiges Signal ausgegeben | |||
| Verzögerung Das Ausgangssignal folgt dem Verlauf des Eingangssignals, wobei der Übergang vom Low- zum High-Zustand und umgekehrt verzögert wird | |||
| Wischerfunktion Bei der steigenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal aktiviert und nach Ablauf der Wischerzeit deaktiviert (auch wenn das Eingangssignal weiterhin aktivist). Bei erneuter steigender Flanke des Eingangssignals startet die Funktion neu | |||
| Steigende Flanke Bei der steigenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal für die Dauer eines Abtastintervalls aktiviert. | |||
| Fallende Flanke Bei der fallenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal für die Dauer eines Abtastintervalls aktiviert | |||
| ODER-Funktion Logische ODER-Verknüpfung | der Eingangssignale (Signal 1, Signal 2, Signal 3) | ||
| UND-Funktion Logische UND-Verknüpfung | |||
| XOR-Funktion Logische XOR-Verknüpfung | |||
| Digitalsignal Digital selektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Eingangssignal (bzw. ODER/UND/XOR-Signal 1) | |
| 2. Signal ODER/UND/XOR | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Zweites Eingangssignal für die logische Verknüpfung |
| 3. Signal ODER/UND/XOR | Digitalselektor, siehe Seite 39 | Keine Auswahl Drittes Eingangssignal für die logische Verknüpfung | |
| Invertierung | Nein | Nein | Ausgangssignal (Steuersignal) nicht invertiert |
| Ja | Ausgangssignal (Steuersignal) invertiert | ||
| Einschaltzeit/-verzögerung | 0 bis 9999 s | 0 | Impulse: Einschaltzeit (High-Zustand; in Sekunden)Verzögerung: Verzögerungszeit (in Sekunden) für den Übergang vom Low- zum High-Zustand |
| Parameter Wert Werkseinstel- | lung | Beschreibung | |
| Ausschaltzeit/-verzögerung | 0 bis 9999 s 0 Impulse: Ausschaltzeit (Low-Zustand; in Sekunden)Verzögerung: Verzögerungszeit (in Sekunden) für den Übergang vom High-zum Low-Zustand | ||
| Wischerzeit | 0 bis 9999 s | 0 | Zeit (in Sekunden) für Wischer-funktion |
7.3.9 Timer
Timer mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die Einstellungen für den Timer festgelegt.
Der Timer und seine Parameter sind nicht von der Geräteausführung abhängig.
| Parameter Wert W | Werkseinstel- | lung | Beschreibung |
| Funktion Aus Aus T | Timer ist nicht aktiv | ||
| Ein Timer ist aktiv | |||
| Zeitdarstellung mm | ss Einheit der Timerzeit (für Eingabe und | Anzeige am Gerät) | |
| mm:ss Minuten:Sekunden | |||
| hh:mm Stunden:Minuten | |||
| dd:hh Tage:Stunden | |||
| Timerzeit Zeit nach | Timerstart | Der Einstellbereich hängt von der konfigurierten Zeiteinheit ab: | |
| 00:00 bis 59:59 | 00:00 | mm:ss | |
| 00:00 bis 23:59 | 00:00 | hh:mm | |
| 00:00 bis 99:23 | 00:00 | dd:hh | |
| Vorlaufzeit | 0 bis 9999 s | 0 | Zeit vor Timer-Start (in Sekunden) |
| Endezeit Timer | -1 bis 9999 s | 0 | Zeit nach Timer-Ende (in Sekunden)-1 = unendlich, aktiv bis zur Quittierung Während der Nachlaufzeit ist das Ende-Signal aktiv. |
| Quittier-Signal | Digitalselektor siehe Seite 39 | Keine Auswahl | Nur bei Nachlaufzeit ≠ 0: Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Quittieren des Ende-Signals |
| Start-Signal | Keine Auswahl | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Starten des TimersDas Start-Signal wirkt nur, während der Timer nicht läuft oder während der Nachlaufzeit (nicht während der Vorlaufzeit und der Laufzeit) | |
| Parameter | Wert | Werkseinstellung | Beschreibung |
| Abbruch-Signal Digitalselektorsiehe Seite 39 | Auswahl Signal (High-aktiv) zum Anhalten | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Abbrechen des TimersDas Abbruch-Signal wirkt nur, während der Laufzeit (nicht während der Nachaufzeit) | |
| Halt-Signal Keine | des TimersDas Halt-Signal wirkt nur während der Vorlaufzeit und der Laufzeit (nicht während der Nachlaufzeit). | ||
| Neustart-Signal | Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Rücksetzen und erneuten Starten des TimersDas Neustart-Signal wirkt nur während der Laufzeit (nicht während der Vorlaufzeit oder der Nachlaufzeit); es kann nicht zum Starten des Timers verwendet werdenBeim Neustart wird die Vorlaufzeit nicht berücksichtigt | ||
| Ausgangssignal | High aktiv | High aktiv | Ausgangssignal: High-aktiv während Timer läuft |
| Low aktiv Ausgangssignal: Low-aktiv während Timer läuft | |||
| Istwert-Toleranzband | Analogselektorsiehe Seite 40 | 0 Istwert für Tolleranzbandfunktion | |
| Sollwert-Toleranzband | 0 Sollwert für Tolleranzbandfunktion | ||
| Toleranzband | 0 bis 9999 | 0 | Symmetrisches Toleranzband (in Kelvin) um den SollwertNach Timer-Start läuft die Timerzeit erst ab dem Zeitpunkt, zu dem der Istwert das Toleranzband erreicht0 = Start ohne Toleranzband |
7.3.10 Digitalausgänge
Digitalausgänge mit dem Setup-Programm und am Gerät
In diesem Menü werden die Einstellungen für die Digitalausgänge des Geräts festgelegt.
Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.
| Parameter | Wert | Werkseinstellung | Beschreibung |
| Quelle | Digitalselektorsiehe Seite 39 | Keine Auswahl | Signal, das am Digitalausgang ausgegeben wird.Bei „Keine Auswahl“ entspricht das Ausgangssignal dem nicht aktiven Zustand. |
| Invertierung | Nein | Nein | Ausgangssignal wird nicht invertiert |
| Ja | Ausgangssignal wird invertiert |
7 Konfiguration
7.4 Geräteinfo – Menü
Versionen
Hier werden gerätespezifische Nummern (z. B. Fabrikationsnummer) sowie Versionsnummern von Hardware und Software des Geräts angezeigt.
Service
Hier werden die Zählerstände des Servicezählers und des Betriebsstundenzählers, der Zustand des Servicesignals und der aktuelle Fehlerstatus des Geräts angezeigt.
Außerdem steht hier eine Funktion zur Verfügung, um das Gerät auf Werkseinstellung zurückzusetzen. Durch Drücken der Taste Menu/OK (mindestens 5 Sekunden) wird die Funktion sofort ausgeführt.
Hardware
Hier werden die Produktgruppennummer (Gerätetyp) sowie Informationen zur Geräteausführung angezeigt.
8.1 Service
Im Gerät steht ein Service- und Betriebsstundenzähler zur Verfügung. Der Servicezähler zählt, wenn ein zu überwachendes Signal eingestellt ist.
| Servicezähler | Das Gerät zählt die Anzahl der „Low-High-Flanken“ eines Binärsignals. Für Servicezwecke speichert das Gerät unabhängig von der individuellen Einstellung weitere Parameter:• Betriebszeit für den Service• Klemmentemperatur• Schaltspiele |
| Betriebsstundenzähler | Das Gerät misst die Einschaltzeit eines Binärsignals. |
| Service-Intervall-Zähler | Erkennt das Gerät die Überschreitung des Serviceintervalls (Grenzwert) alarmiert es über ein Service-Signal.Wird das Quittierungs-Signal zurückgesetzt, startet der Service Intervall-Zähler erneut. |
| Betriebszeitzähler Das Gerät zählt die Betriebsstunden nur, wenn der Betriebsstundenzähler auf „Anzeige in Stunden“ oder „Anzeige in Tagen“ gestellt ist.Wenn der Betriebsstundenzähler auf „Aus“ gestellt wird, setzt das Gerät den Zähler zurück.Der Zähler zählt bis zu seinem Wertebereichende und bleibt auf diesem stehen. | |
8.2 Wartung
Das Gerät ist wartungsfrei. Bei Schäden, z.B. durch Transport, Wartung oder bei Defekten im Betrieb, dürfen keine Reparaturen am Gerät vorgenommen werden. Wenn das Gerät göffnet wurde, erlischt der Gewährleistungsanspruch.
Das Gerät im Schadenfall an den zuständigen Servicepartner senden. Siehe Rückseite dieser Betriebsanleitung.
8.3 Reinigung
Bei Auslieferung ist die Folientastatur und das Display mit einer Schutzfolie versehen. Sollte die Gerätefront im Betrieb verschmutzen, Gerätefront mit einem weichen Tuch und einer milden Spülmittellösung reinigen.

VORSICHT!
Gefahr der Beschädigung der Gerätefront!
Reinigungsmittel wie Benzin, Lösemittel oder scheuemde Reinigungsmittel sowie die Säuberung mit einem Hochdruckreiniger können die Gerätefront irreversibel beschädigen.
▶ Gerätefront immer mit einem weichen Tuch und einer milden Spülmittellösung reinigen.
8 Wartung, Reinigung, Störungsbeseitigung
8.4 Störungsbeseitigung
8.4.1 Fehlerarten
Mögliche Fehlerarten:
• Systemfehler, die durch Hardware oder Software erkannt werden (z. B. Fühlerbruch, Overrange)
- Vom Kunden in der Konfiguration eingestellte Fehlermeldung (Fehlermeldung wenn der Binäreingang von 0 nach 1 schaltet oder wenn ein eingestellter Grenzwert überschritten wird)
• Laufzeitfehler (z. B. Division durch 0, interner RAM Speicher defekt, etc.)
8.4.2 Fehlermeldungen
| Anzeige Mögliche | Ursachea | Maßnahmen |
| <<<< Messbereichsunterschreitung Fühler und Leitung prüfen | ||
| >>> Messbereichsüberschreitung | (Bruch, Kurzschluss, Verpolung)Anschlussklemmen prüfenKonfiguration prüfen (Signalart, Linearisierung, Widerstandsmessbereich, Skalierung) | |
| ++++ Temperatur für Kompensation außerhalb | ||
| - - - - Fühler- oder LeitungsbruchFühler- oder Leitungskurzschluss kein gültiger EingangswertAnzeigekapazität überschrittenungültiger Wert | ||
^a Abhängig von der Signalart (Messwertgeber)
9.1 Analogeingang
Thermoelemente
| Bezeichnung Typ Norm ITS Messbereich Genauigkeit | a | ||||
| Fe-CuNi | „L“ | DIN 43710 (1985-12) | IPTS-68 | -200 bis +900 C | ≤ 0,4 % |
| Fe-CuNi „J“ DIN EN | N 6058 | 4-1:2013IEC 60584-1:2013 | ITS-90 | -210 bis +1200 °C | ≤ 0,4 % ab -100 °C |
| NiCr-Ni | „K“ | DIN EN 60584-1:2013IEC 60584-1:2013 | ITS-90 | -270 bis +1300 °C | ≤ 0,4 % ab -80 °C |
^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den Messbereich.
| Umgebungstemperatureinfluss | ≤ 300 ppm/K |
| Vergleichsstelle | intern oder extern (konstant) |
| Vergleichsstellentemperatur | 0 °C (fest eingestellt) |
| Eingangsfilter | digitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s |
Widerstandsthermometer
| Bezeichnung | Norm | ITS | Anschlussart | Messbereich | Genauig-keita | Mess-strom |
| Pt100 | DIN EN 60751:2008IEC 60751:2008 | ITS-90 | 2-/3-Leiter | -200 bis +600 °C | ≤ 0,25 % | 500 μA |
| Pt1000 | DIN EN 60751:2009IEC 60751:2008 | ITS-90 | 2-/3-Leiter | -200 bis +600 °C | ≤ 0,25 % | 100 μA |
| Kundenspezifisch | 150 bis 3000 Ω | ≤ 0,25 % | < 500 μA |
^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den Messbereich.
| Umgebungstemperatureinfluss | ≤ 300 ppm/K |
| Sensorleitungswiderstand | max. 30 Ω je Leitung |
| Eingangsfilter | digitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s |
Spannung, Strom (Einheitssignale)
| Bezeichnung | Messbereich | Genauigkeit^a | Eingangswiderstand bzw. Bürdenspannung |
| Spannung | 0 bis 10 V | ≤0,15 % | >100 kΩ |
| Strom | 4 bis 20 mA | ≤0,125 % | <2,5 V |
| 0 bis 20 mA | ≤0,125 % | <2,5 V |
^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.
| Umgebungstemperatureinfluss | ≤ 100 ppm/K |
| Messsbereichsunter-/-überschrei-tung | nach NAMUR-Empfehlung NE 43 (nur Stromeingang 4 bis 20 mA) |
| Eingangsfilter | digitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s |
Messkreisüberwachung
Das Verhalten des Gerätes im Fehlerfall ist konfigurierbar.
| Messwertgeber | Messbereichs-unterschreitung | Messbereichs-überschreitung | Kurzschluss (Fühler/Leitung) | Bruch (Fühler/Leitung) | Verpolung |
| Widerstandsther-mometer | ++ | ++ | ++ | ++ | --- |
9 Technische Daten
| Messwertgeber M | Messbereichs-unterschreitung | Messbereichs-überschreitung | Kurzschluss (Fühler/Leitung) | Bruch (Fühler/Leitung) | Verpolung |
| Thermoelement ++ | ++ --- ++ (+) | a | |||
| Strom0 bis 20 mA | --- ++ --- --- --- | ||||
| Strom4 bis 20 mA | ++ ++ ++ ++ ++ | ||||
| Spannung0 bis 10 V | --- ++ --- --- ++ | ||||
| ++ = wird erkannt --- = wird nicht erkannt (+) = wird bedingt erkannt | |||||
a abhängig von der eingestellten Kennlinie
9.2 Digitaleingang
| Eingang für potenzialfreien Kon-taktFunktion Kontakt geschlossen: Eingang ist aktiv (R ON < 1 k )Kontakt offen: Eingang ist inaktiv ( R_OFF > 100 k ) |
9.3 Digitalausgänge
| 1 Relais (Wechsler) BestellcodeSchaltleistungKontaktlebensdauer | max. 10 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last100.000 Schaltungen bei Nennlast | 23 |
| 1 Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauer | max. 5 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last100.000 Schaltungen bei Nennlast | |
| 1 Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauer | max. 10 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last100.000 Schaltungen bei Nennlast | Bestellcode26 |
| 1 Digitalausgang DC 0/14 VAusgangssignalStrom | DC 0/14 V ± 15 % max. 20 mA (bei Nennspannung 14 V) |
9.4 Anzeige
| 18-Segment-LCD-Anzeigen | ||
| Ziffernhöhe 13 mm 4 mmFarbe weiß grün | obere Anzeige: untere Anzeige: | |
| Stellen inkl. Nachkommastellen 4 7 | ||
| Nachkommastellen 0, 1 oder automatisch (konfigurierbar) | ||
9.5 Elektrische Daten
| Spannungsversorgung entsprechend der bestellten Ausführung | 02 | AC 230 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz | ||
| 05 | AC 115 V +10/-15 %, 48 bis 63 Hz | |||
| 30 | DC 12 bis 24 V, ±15 % SELV | |||
| Elektrische Sicherheit | nach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie II bis 300 V Netzspannung,Verschmutzungsgrad 2 | |||
| LeistungsaufnahmeTyp 701580 | Typ AC 230 V:max. 3,3 W | Typ AC 115 V:max. 3,6 W | Typ DC 12 bis 24 V:max. 1,7 W | |
| Genauigkeit Timer | 1 % | |||
| Abtastzyklus | 250 ms | |||
| Elektrischer Anschluss | rückseitig über Federzugklemmen (Push-In-Technologie) | |||
| Leiterquerschnitt, mechanischDraht oder Litze(ohne Aderendhülse)Litze mit Aderendhülse ohne Kunststoffkragen: min. 0,2 mm ^2 , max. 1,5 mm ^2 mit Kunststoffkragen: min. 0,2 mm ^2 , max. 0,75 mm ^2 | ||||
| Abisolierlänge | 8 mm | |||
| Leiterquerschnitt, elektrisch5 A Laststrom10 A Laststrom16 A Laststrom | min. 0,75 mm ^2 min. 1,0 mm ^2 min. 1,5 mm ^2 | |||
9.6 Umwelteinflüsse
| UmgebungstemperaturbereichLagerung -30 bis +70 °CBetrieb -10 bis +55 °C | |
| Aufstellhöhe max. 2000 m über NN | |
| Klimatische UmgebungsbedingungenKlimafestigkeitLagerung nach Klasse 1K2Betrieb nach Klasse 3K3 | nach DIN EN 60721-3 mit erweitertem Temperaturbereich≤ 90 % rel. Feuchte ohne Betauung |
| Mechanische Umgebungsbedingungen nachLagerung nach Klasse 1M2Transport nach Klasse 2M2Betrieb nach Klasse 3M3 | DIN EN 60721-3 |
| Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)Störaussendung Klasse BStörfestigkeit | Produktfamilien Norm DIN EN 61326-1aIndustrieanforderung |
^a Das Produkt ist für den industriellen Einsatz sowie für Haushalt und Kleingewerbe geeignet
9.7 Gehäuse
| Gehäuseart | Kunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen), kobaltblau RAL 5013 |
| Gehäusefront | Folientastatur,oberere Schräge kobaltblau RAL 5013, untere Schräge silbergrau RAL 7001 |
| Schalttafelstärke | 1 bis 10 mm |
| Gehäusebefestigung | in Schalttafel unter Verwendung des mitgelieferten Befestigungsrahmens bzw. der beiden Befestigungselemente |
| Gebrauchslage | beliebig^a |
| Schutzart | nach DIN EN 60529, frontseitig IP65, rückseitig IP20 |
| GewichtTyp 701580 | max. 154 g |
^a Die maximal zulässige Umgebungstemperatur gilt nur für den Einbau mit senkrechter Orientierung der Anzeige.
9.8 Zulassungen und Prüfzeichen
| Prüfzeichen | Prüfstelle | Zertifikate/Prüfnummern | Prüfgrundlage | Gilt für |
| c UL us | Underwriters Laboratories | E201387 | UL 61010-1 (3. Ed.), CAN/CSA-22.2 No. 61010-1 (3. Ed.) | alle Ausführungen |
Das Gerät hat die Zulassung, wenn das betreffende Prüfzeichen auf dem Gerät abgebildet ist.
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