Jumo miroTRON - Thermostat

miroTRON - Thermostat Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice Jumo miroTRON - page 7
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Produkttyp Elektronischer Thermostat mit PID-Zweipunktreglerfunktion
Modellvarianten Typ 701080 (kurzes Gehäuse, max. 2 Relais), Typ 701081 (langes Gehäuse, max. 4 Relais)
Abmessungen (B x H x T) Typ 701080: 76 x 36 x 62 mm; Typ 701081: 76 x 36 x 72 mm
Schalttafelausschnitt (B x H) 69+1 mm x 28,5+1 mm
Gewicht Typ 701080: max. 154 g; Typ 701081: max. 159 g
Spannungsversorgung AC 230 V -15/+10 %, 48…63 Hz; AC 115 V -15/+10 %, 48…63 Hz; DC 12…24 V -15/+15 % SELV
Leistungsaufnahme Typ 701080: max. 3,3 W (AC 230 V); Typ 701081: max. 4 W (AC 230 V)
Anzeige Zwei 18-Segment-LCD-Anzeigen (4-stellig weiß, 7-stellig grün), Symbole für Timer, Temperatureinheit und Ausgangszustand
Bedienung Folientastatur mit 4 Tasten (Up, Down, Back, Menu/OK)
Eingänge 1 Analogeingang (Widerstandsthermometer, Thermoelement, Strom 0/4…20 mA, Spannung 0…10 V); 1 Digitaleingang (potentialfreier Kontakt)
Ausgänge Bis zu 4 Digitalausgänge (Relais oder Logikausgang 0/14 V) je nach Bestellcode
Schnittstelle Micro-USB (Setup-Programm)
Funktionen Thermostat (Heizen/Kühlen), PID-Zweipunktregler, Selbstoptimierung, Timer, Grenzwertüberwachung (3 Alarme), Digitale Steuersignale
Schutzart Frontseitig IP65, rückseitig IP20
Umgebungstemperatur Betrieb: -10…+55 °C; Lagerung: -30…+70 °C
Reinigung Frontseite mit weichem Tuch und milder Spülmittellösung reinigen
Wartung Wartungsfrei; bei Defekt an den Servicepartner senden
Zubehör / Ersatzteile Setup-Programm (Teile-Nr. 00777355), USB-Kabel (00616250), Freischaltung PID-Zweipunktregler (00777354)
Zulassungen c UL us (UL 61010-1, CSA C22.2 No. 61010-1)
Lieferumfang Gerät, Kurzanleitung, Befestigungsrahmen

Häufig gestellte Fragen - miroTRON Jumo

Wie schließe ich das Jumo miroTRON Thermostat an?
Der elektrische Anschluss erfolgt über rückseitige Federzugklemmen (Push-In-Technologie). Beachten Sie den Anschlussplan in der Betriebsanleitung: Trennen Sie die Spannungsversorgung, verwenden Sie abgeschirmte Leitungen für Fühler und achten Sie auf die korrekte Klemmenbelegung gemäß Aufkleber auf dem Gerät.
Kann das Gerät als PID-Regler verwendet werden?
Ja, mit dem Typenzusatz 'PID-Zweipunktregler' (Bestellcode 033) oder nachträglicher Freischaltung über das Setup-Programm. Es stehen die Reglerstrukturen P, I, PD, PI und PID zur Verfügung.
Wie starte ich die Selbstoptimierung?
Halten Sie die Tasten Up und Down gleichzeitig länger als 3 Sekunden gedrückt. Die 2. Anzeige zeigt 'SELBSTOPTIMIERUNG' an. Zum Abbrechen erneut die gleiche Tastenkombination drücken.
Welche Eingangssignale werden unterstützt?
Das Gerät unterstützt Widerstandsthermometer (Pt100, Pt1000 in 2- oder 3-Leiterschaltung), Thermoelemente (Typ L, J, K), Strom 0/4…20 mA und Spannung 0…10 V. Die Signalart muss bei Bestellung festgelegt werden.
Wie kann ich die Sprache ändern?
Gehen Sie im Menü zu Konfiguration > Systemdaten > Sprache. Wählen Sie zwischen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Nach dem ersten Einschalten kann die Sprache auch direkt ausgewählt werden.
Was bedeutet die Fehlermeldung '<<<<'?
'<<<<' zeigt eine Messbereichsunterschreitung an. Prüfen Sie Fühler und Leitungen auf Bruch, Kurzschluss oder Verpolung. Kontrollieren Sie auch die Konfiguration des Analogeingangs.
Kann ich das Gerät über USB konfigurieren?
Ja, über die Micro-USB-Buchse (Typ B) kann eine Verbindung zu einem PC mit dem Setup-Programm hergestellt werden. Wichtig: Trennen Sie das USB-Kabel nach der Konfiguration; eine dauerhafte Verbindung ist nicht vorgesehen.
Wie reinige ich das Gerät richtig?
Verwenden Sie ein weiches Tuch und eine milde Spülmittellösung. Keine scheuernden Reinigungsmittel, Lösemittel oder Hochdruckreiniger verwenden, da diese die Frontfolie beschädigen können.
Welche Schutzart hat das Gerät?
Die Gerätefront ist nach IP65 geschützt (staubdicht und strahlwassergeschützt), die Rückseite nach IP20. Achten Sie bei der Montage auf gleichmäßig anliegende Dichtung.
Ist das Gerät für explosionsgefährdete Bereiche geeignet?
Nein. Das Gerät ist nicht für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen. Es darf nur außerhalb solcher Bereiche installiert und betrieben werden.

Benutzerfragen zu miroTRON Jumo

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BEDIENUNGSANLEITUNG miroTRON Jumo

Elektronischer Thermostat mit PID-Zweipunktreglerfunktion

Jumo miroTRON - Elektronischer Thermostat mit PID-Zweipunktreglerfunktion - 1

JUMO miroTRON 23,98 °F°C 24:00

Betriebsanleitung

Weitere Informationen und Downloads

Jumo miroTRON - Elektronischer Thermostat mit PID-Zweipunktreglerfunktion - 3

1.1 Symbole und Signalwörter .....7

1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung ....8

1.3 Sicherheitshinweise ....8

1.4 Qualifikation des Personals 8

2 Beschreibung 11

2.1 Gesamtübersicht....11

2.2 Kurzbeschreibung....11

2.3 Geräteausführung identifizieren 12

2.3.1 Typenschild....12

2.3.2 Bestellangaben....13

2.3.3 Lieferumfang....14

2.3.4 Zubehör....14

2.4 Blockschaltbild 15

2.5 Thermostat- und Reglerfunktion 15

2.5.1 Thermostat 15

2.5.2 PID-Zweipunktregler....15

2.5.3 Selbstoptimierung....15

2.6 Eingänge und Ausgänge....16

2.6.1 Analog- und Digitaleingang....16

2.6.2 Digitalausgänge 16

2.6.3 Micro-USB-Anschluss....17

2.7 Timer....17

2.8 Temperaturanzeige....17

2.9 Grenzwertüberwachung 18

3 Warenannahme, Lagerung und Transport 21

3.1 Prüfung der Lieferung....21

3.2 Hinweise zu Lagerung und Transport....21

3.3 Warenrücksendung....21

3.4 Entsorgung 22

4 Montage 23

4.1 Montagehinweise 23

4.2 Abmessungen....24

4.2.1 Typ 701080....24

4.2.2 Typ 701081....24

4.2.3 Schalttafelausschnitte....25

4.3 Schalttafeleinbau 26

5 Elektrischer Anschluss.... 27

5.1 Installationshinweise....27

5.2 Anschlusselemente....28

5.3 Anschlussplan....29

5.3.1 Typ 701080 (kurzes Gehäuse) ..... 30

5.3.2 Typ 701081 (langes Gehäuse) ..... 31

5.4 Galvanische Trennung 32

6 Bedienung 33

6.1 Anzeige- und Bedienelemente 33

6.1.1 Bedienübersicht 34

6.1.2 Das Ebenenkonzelt 36

6.2 Geräteverhalten beim Einschalten 36

6.3 Behandlung von Eingabefehlern....37

6.4 Sprachauswahl....37

6.5 Grundstellung 38

6.6 Anwenderebene 38

6.7 Ebenenverriegelung 39

6.8 Selbstoptimierung – nur bei Reglerfunktion 39

6.9 Handbetrieb – nur bei Reglerfunktion 39

6.10 Standby-Modus....40

6.11 Zeitformate 40

7 Konfiguration.... 41

7.1 Selektoren....41

7.1.1 Digitalselektor....41

7.1.2 Analogselektor 42

7.2 Setup-Programm....42

7.2.1 Online-Parameter 43

7.2.2 Startup-Parameter 44

7.2.3 Kundenspezifische Linearisierung 44

7.3 Konfiguration – Menü 46

7.3.1 Systemdaten....46

7.3.2 Anzeige und Bedienung 47

7.3.3 Analogeingang 50

7.3.4 Digitaleingang....51

7.3.5 Thermostat 52

7.3.6 Regler....53

7.3.7 Reglerparameter....54

7.3.8 Grenzwertüberwachung 56

7.3.9 Service 60
7.3.10 Digitale Steuersignale....60
7.3.11 Timer....62
7.3.12 Digitalausgänge 64
7.4 Geräteinfo – Menü 65

8 Wartung, Reinigung, Störungsbeseitigung 67

8.1 Service 67
8.2 Wartung....67
8.3 Reinigung 67
8.4 Störungsbeseitigung....68
8.4.1 Fehlerarten....68
8.4.2 Fehlermeldungen 68

9 Technische Daten 69

9.1 Analogeingang 69
9.2 Digitaleingang....70
9.3 Digitalausgänge 70
9.4 Anzeige....71
9.5 Elektrische Daten 71
9.6 Umwelteinflüsse 72
9.7 Gehäuse 72
9.8 Zulassungen und Prüfzeichen 72

Inhalt

1.1 Symbole und Signalwörter

Allgemein

Diese Anleitung enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Diese Hinweise sind durch Zeichen unterstützt und werden in dieser Anleitung wie gezeigt verwendet.

Lesen Sie diese Anleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Anleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.

Sollten bei der Inbetriebnahme Schwierigkeiten auftreten, bitten wir Sie, keine Manipulationen vorzunehmen, die Ihren Gewährleistungsanspruch gefährden können!

Warnende Zeichen

Jumo miroTRON - Warnende Zeichen - 1

GEFAHR!

Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo miroTRON - GEFAHR! - 1

WARNUNG!

Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Personenschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo miroTRON - WARNUNG! - 1

VORSICHT!

Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo miroTRON - VORSICHT! - 1

VORSICHT!

Dieses Zeichen weist darauf hin, dass durch elektrostatische Entladungen (ESD = Electro Static Discharge) Bauteile zerstört werden können, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Bei Rücksendungen von Geräteeinschüben, Baugruppen oder Bauelementen nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.

Hinweisende Zeichen

Jumo miroTRON - Hinweisende Zeichen - 1

HINWEIS!

Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

Jumo miroTRON - HINWEIS! - 1

WEITERE INFORMATION!

Dieses Zeichen wird in Tabellen verwendet und weist auf weitere Informationen im Anschluss an die Tabelle hin.

Jumo miroTRON - WEITERE INFORMATION! - 1

ENTSORGUNG!

Dieses Gerät und, falls vorhanden, Batterien gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne! Bitte lassen Sie sie ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen.

1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät ist für die Verwendung in industrieller Umgebung bestimmt, wie in den technischen Daten spezifiziert. Eine andere oder darüber hinausgehende Nutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß.

Das Gerät ist entsprechend den gültigen Normen und Richtlinien sowie den geltenden sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei unsachgemäßer Verwendung Personen- oder Sachschaden entstehen.

Um Gefahren zu vermeiden, darf das Gerät nur benutzt werden:

  • für die bestimmungsgemäße Verwendung
  • in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
  • unter Beachtung der mitgelieferten Technischen Dokumentation

Auch wenn das Gerät sachgerecht oder bestimmungsgemäß eingesetzt wird, können von ihm applikationsbedingte Gefahren ausgehen, z. B. durch fehlende Sicherheitseinrichtungen oder falsche Einstellungen.

1.3 Sicherheitshinweise

Jumo miroTRON - Sicherheitshinweise - 1

GEFAHR!

Lebensgefahr durch Stromschlag

Verletzungsgefahr beim Berühren von stromführenden Teilen!

▶ Nur eine qualifizierte Elektrofachkraft darf Anschluss und Installation eines nicht steckerfertigen elektrischen Geräts durchführen.
▶ Vor Arbeiten an Anlage oder Gerät die Spannung abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
▶ Elektronische Bauteile bei anliegender Spannungsversorgung nicht berühren.
Die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte beachten.

Jumo miroTRON - Lebensgefahr durch Stromschlag - 1

VORSICHT!

Gefahr von Geräteschäden

Wenn das Gerät nicht mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung versorgt wird, führt das unter Umständen zur Zerstörung des Geräts.

▶ Spannungsversorgung ausschließlich mit einer Spannungsquelle herstellen, die den Angaben auf dem Typenschild entspricht.

Jumo miroTRON - Gefahr von Geräteschäden - 1

VORSICHT!

Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten!

Die Schutzart IP65 (frontseitig) ist nur bei gleichmäßig anliegender Dichtung gewährleistet.

▶ Den Befestigungsrahmen bzw. die beiden Befestigungselemente wie in der Abbildung gezeigt verwenden und auf gleichmäßige Befestigung achten!

1.4 Qualifikation des Personals

Dieses Dokument enthält die erforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch des darin beschriebenen Gerätes.

Es wendet sich an technisch qualifiziertes Personal, das speziell ausgebildet ist und einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik besitzt.

Die Kenntnis und das technisch einwandfreie Umsetzen der in der mitgelieferten Technischen Dokumentation enthaltenen Sicherheitshinweise und Warnungen sind Voraussetzungen für die gefahrlose Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie für die Sicherheit während des Betriebes des beschriebenen Gerätes. Nur qualifiziertes Personal verfügt über das erforderliche Fachwissen, um die in diesem Dokument verwendeten Sicherheitshinweise und Warnungen im konkreten Einzelfall richtig zu interpretieren und in die Tat umzusetzen.

1 Sicherheit

2.1 Gesamtübersicht

Das Gerät ist in folgenden Ausführungen lieferbar:

Jumo miroTRON - Gesamtübersicht - 1

1 Typ 701080, kurzes Gehäuse 2 Typ 701081, langes Gehäuse
3 Dichtung 4 Befestigungsrahmen
5 Typenschild, Kapitel 2.3.1 „Typenschild“, Seite 126 Display
7 Frontblende mit Folientastatur,Kapitel 6.1 „Anzeige- und Bedienelemente“, Seite 338 Rückansicht mit Printklemmen,Kapitel 5.2 „Anschlusselemente“, Seite 28

2.2 Kurzbeschreibung

Der elektronische Thermostat ist als Heiz- oder Kühlthermostat oder optional als PID-Zweipunktregler einsetzbar und erfasst die Prozessgrößen über Widerstandsthermometer, Thermoelement, Strom 0(4) bis 20 mA oder Spannung 0 bis 10 V. Beim Einsatz als PID-Zweipunktregler sind die Reglerstrukturen P, I, PD, PI und PID möglich.

Der Gerätetyp 701080 ist mit 2 Relais oder mit 1 Relais und 1 Digitalausgang (DC 0/14 V) lieferbar, der Gerätetyp 701081 ist mit 4 Relais ausgestattet (gemeinsamer Pol).

Das Gerät zeichnet sich durch eine einfache, klar strukturierte und mit Texten unterstützte Bedienung in den Landessprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch aus. Prozesswerte, Texte und Parameter werden in zwei 18-Segment-LCD-Anzeigen dargestellt. Zusätzliche Anzeigeelemente informieren über die Schaltstellungen der Ausgänge, den Timerstatus und die Temperatureinheit.

Printklemmen mit Push-in-Technologie ermöglichen eine schnelle elektrische Installation.

Die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration erfolgt über eine Folientastatur mit vier Tasten. Mit Hilfe des Setup-Programms sind die Geräte komfortabel mit einem PC konfigurierbar. Während der Konfiguration über die USB-Schnittstelle ist keine separate Spannungsversorgung erforderlich (USB-powered).

2 Beschreibung

2.3 Geräteausführung identifizieren

2.3.1 Typenschild

Die Angaben auf dem Typenschild dienen der Identifikation des Geräts. Es ist seitlich auf das Gerät aufgeklebt und beinhaltet folgende Informationen:

(1) (8) Typ: 701080/0-05-23-02/000 (7) ~230 V +10/-15 %, 48..63 Hz, 3,3 W (6) ⊖ 3A, 230VAC - ohm. Last (5) F-Nr.: 0000000001023180000 (4) TN: 00771046 (2) UK C A C E (3)

1DataMatrix-Code (nur für Fertigungszwecke)2Hinweis „Betriebsanleitung beachten“
3Produktionsdatum, Pos. 12-15 der F-Nr.: Jahreszahl, Kalenderwoche4Teilenummer
5Fabrikationsnummer (F-Nr.:) 6 Schaltleistung (Relaisausgang)
7Spannungsversorgung-Gleichspannung-Wechselspannung8Typ, entspricht den Bestellangaben

2.3.2 Bestellangaben

Typ 701080

(1) Grundtyp
701080Typ 701080 mit maximal 2 Relais, Format (76 x 36 x 62) mm
(2) Ausführung
0 Standardausführung
1 Kundenspezifisch angepasste Hardware
2 Kundenspezifisch angepasste Software
3 Kundenspezifisch angepasste Hard- und Software
(3) Eingang (Messeingangsgruppen)a
01 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Zweileiterschaltung, 1 Digitaleingang
02 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Dreileiterschaltung
04 1 Thermoelement und 1 Digitaleingang
05 0(4) bis 20 mA und 1 Digitaleingang
06 0 bis 10 V und 1 Digitaleingang
(4) Ausgang
231 Relais (Wechsler AC 250 V, 10 A) und 1 Relais (Schließer AC 250 V, 5 A), ohmsche Last
261 Relais (Schließer AC 250 V, 10 A) ohmsche Last und 1 Digitalausgang DC 0/14 Vb
(5) Spannungsversorgung
02 AC 230 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hz
05 AC 115 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hzc
30 DC 12 bis 24 V +15/-15 %
(6) Typenzusätze
000 ohne
033 PID-Zweipunktregler

a Messeingangsgruppen untereinander nicht umschaltbar
b Mindestbestellmenge 50 Stück
^c Mindestbestellmenge 50 Stück

Jumo miroTRON - Bestellangaben - 1

other | Category | Value | |---|---| | Bestellschlüssel / - | - | | Bestellbeispiel | 701080 / 0 - 01 - 23 - 02 / 033 | (1) (2) (3) (4) (5) (6)

2 Beschreibung

Typ 701081

(1) Grundtyp
701081 Typ 701081 mit maximal 4 Relais, Format (76 x 36 x 72) mm
(2) Ausführung
0 Standardausführung
1 Kundenspezifisch angepasste Hardware
2 Kundenspezifisch angepasste Software
3 Kundenspezifisch angepasste Hard- und Software
(3) Eingang (Messeingangsgruppen)a
01 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Zweileiterschaltung, 1 Digitaleingang
02 1 Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Dreileiterschaltung
04 1 Thermoelement und 1 Digitaleingang
05 0(4) bis 20 mA und 1 Digitaleingang
06 0 bis 10 V und 1 Digitaleingang
(4) Ausgang
24 4 Relais (Schließer AC 250 V, 2,5 A), ohmsche Last
(5) Spannungsversorgung
02 AC 230 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hz
05 AC 115 V, +10/-15 %, 48 bis 63 Hzb
30 DC 12 bis 24 V +15/-15 %
(6) Typenzusätze
000 ohne
033 PID-Zweipunktregler

a Messeingangsgruppen untereinander nicht umschaltbar
^b Mindestbestellmenge 50 Stück

Jumo miroTRON - Beschreibung - 1

other | Position | Value | |---|---| | Bestellschlüssel / - | - | | Bestellbeispiel | 701081 / 0 - 01 - 24 - 02 / 033 | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | / | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | / | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | / | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | / | | (1) (2) (3) (4) (5) (6) | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | / | | (1) (2) (3) - | 24 - 02 / 033 | The data is in a table format with three columns: 'Bestellschlüssel /' and 'Bestellbeispiel'.

2.3.3 Lieferumfang

1 Gerät in der bestellten Ausführung
1 Kurzanleitung
1 Befestigungsrahmen

2.3.4 Zubehör

BeschreibungTeile-Nr.
Setup-Programm00777355
USB-Kabel, A-Stecker auf Micro-B-Stecker, 3 m00616250
Freischaltung für PID-Zweipunktregler (Setup-Programm erforderlich)00777354

2.4 Blockschaltbild

Jumo miroTRON - Blockschaltbild - 1

flowchart
graph LR
    A["Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Zweileiterschaltung"] --> B["Typ 701080 und 701081"]
    C["Widerstandsthermometer Pt100, Pt1000 in Dreileiterschaltung"] --> B
    D["Thermoelemente Fe-CuNi „L“, Fe-CuNi „J“, NiCr-Ni „K“"] --> B
    E["0(4) bis 20 mA"] --> B
    F["0 bis 10 V"] --> B
    G["Digitaleingang"] --> B
    H["Digitaleingang für potenzialfreien Kontakt (nicht bei Dreileiterschaltung)"] --> B
    I["Spannungsversorgung"] --> B
    B --> J["USB-Device"]
    B --> K["PID-Zweipunktregler"]
    B --> L["Digitalausgänge 701080"]
    B --> M["Digitalausgänge 701081"]
    B --> N["LCD-Anzeige"]
    B --> O["Folientastatur"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style C fill:#f9f,stroke:#333
    style D fill:#f9f,stroke:#333
    style E fill:#f9f,stroke:#333
    style F fill:#f9f,stroke:#333
    style G fill:#f9f,stroke:#333
    style H fill:#f9f,stroke:#333
    style I fill:#f9f,stroke:#333
    style J fill:#ccf,stroke:#333
    style K fill:#ccf,stroke:#333
    style L fill:#ccf,stroke:#333
    style M fill:#ccf,stroke:#333
    style N fill:#ccf,stroke:#333
    style O fill:#ccf,stroke:#333

2.5 Thermostat- und Reglerfunktion

Neben der standardmäßigen Thermostatfunktion können die Geräte auch als PID-Zweipunktregler inklusive Selbstoptimierung nach der Schwingungsmethode eingesetzt werden.

Der PID-Zweipunktregler ist als Typenzusatz bestellbar oder kann nachträglich über das Setup-Programm aktiviert werden.

2.5.1 Thermostat

Die Thermostatfunktion überwacht den Analogeingang auf Einhaltung des konfigurierten Thermostat-Sollwerts und gibt am Thermostatausgang entsprechend der Funktion Heizen oder Kühlen das Signal zum Aus- oder Einschalten aus, z. B. für ein am Digitalausgang nachgeschaltetes Gerät (z. B. Heizung oder Kühlaggregat).

Jumo miroTRON - Thermostat - 1

HINWEIS!

Um nachgeschaltete Aggregate nicht zu überlasten, kann sowohl die minimale Einschaltzeit als auch die minimale Ausschaltzeit konfiguriert werden. Siehe „Thermostat“, Seite 52

2.5.2 PID-Zweipunktregler

Der im Gerät implementierte PID-Zweipunktregler hat einen schaltenden Ausgang und lässt sich mit P-, I-, PD-, PI- oder PID-Übertragungsverhalten parametrieren. Damit die Reglerstruktur wirksam ist, muss der Proportionalbereich X_p > 0 sein.

2.5.3 Selbstoptimierung

Für den Einsatz des Gerätes als Zweipunktregler ist eine Selbstoptimierungsfunktion in die Geräte-Software integriert. Die Selbstoptimierung arbeitet nach der Schwingungsmethode. Hierbei stellt das Gerät den Stellgrad abwechselnd auf 100 % und 0 % ein, was zu einer Schwingung der Regelgröße führt.

Bei einer großen Regelabweichung zwischen Sollwert und Istwert (z. B. in der Anfahrphase) ermittelt der Regler eine Schaltgerade, um die die Regelgröße während der Selbstoptimierung eine erzwungene Schwingung ausführt. Die Schaltgerade wird so festgelegt, dass der Istwert den Sollwert möglichst nicht überschreitet.

2 Beschreibung

Bei geringer Regelabweichung (z. B. im eingeschwungenen Zustand des Regelkreises während des Betriebs) wird eine erzwungene Schwingung um den Sollwert erzeugt. Hierbei wird der Sollwert auf jeden Fall überschritten. In Abhängigkeit von der Größe der Regelabweichung wählt der Regler automatisch zwischen den beiden Verfahren:

Jumo miroTRON - Beschreibung - 1

Selbstoptimierung in der Anfahrphase Selbstoptimierung während des Betriebs

x = Istwert w = Sollwert

S = Schaltgerade T = Start der Selbstoptimierung

Jumo miroTRON - Beschreibung - 2

HINWEIS!

Start und Stopp der Selbstoptimierung erfolgt über Tastatur oder durch ein Digitalsignal.

Aus dem Handbetrieb ist die Selbstoptimierung nicht startbar.

Die Selbstoptimierung kann beliebig oft durchgeführt werden.

Bei der Schwingungsmethode sind die Stellgradbegrenzungen Y1, Y2 während der Optimierung bei schaltenden und Halbleiterausgängen nicht aktiv. Bei der Parameterermittlung werden diese jedoch berücksichtigt.

2.6 Eingänge und Ausgänge

2.6.1 Analog- und Digitaleingang

Das Gerät ist mit einem Analogeingang und gegebenenfalls einem Digitaleingang ausgestattet.

Die Art des Analogeingangs muss bei der Bestellung des Geräts festgelegt werden.

Jumo miroTRON - Analog- und Digitaleingang - 1

HINWEIS!

Ein Gerät mit einem Analogeingang für Widerstandsthermometer (Pt100, Pt1000) in Dreileiterschaltung besitzt keinen Digitaleingang.

Analogeingang

Der Analogeingang stellt den Istwert für die Thermostat- bzw. Reglerfunktion zur Verfügung.

Jumo miroTRON - Analogeingang - 1

HINWEIS!

Im Setup-Programm kann eine kundenspezifische Linearisierung des Analogeingangs mit einer Formel oder einer Tabelle mit maximal 40 Wertepaaren konfiguriert werden.

Digitaleingang

Der Digitaleingang dient zur Aktivierung verschiedenster Funktionen wie zum Beispiel der Sollwertumschaltung. Der Digitaleingang kann durch das Schließen bzw. Öffnen eines externen potentialfreien Kontakts betätigt werden.

2.6.2 Digitalausgänge

Das Gerät ist mit bis zu vier Digitalausgängen (Relaisausgänge, Logikausgang 0/14 V) ausgestattet.

Über die Ausgänge kann das Gerät Aktoren wie Halbleiterrelais oder Leistungsschütze schalten. Je nach bestellter Variante verfügt das Gerät über eine der folgenden Ausgangskonfigurationen:

Bestell-codeBeschreibung
231 x Wechsler-Relais AC 250 V, 10 A (ohmsche Last)1 x Schließer-Relais AC 250 V, 5 A (ohmsche Last)
261 x Schließer-Relais AC 250 V, 10 A (ohmsche Last)1 x Digitalausgang DC 0/14 V
24 4 x Schließer-Relais AC 250 V, 2,5 A (ohmsche Last)

2.6.3 Micro-USB-Anschluss

Als Setup-Schnittstelle steht im Gerät eine Micro-USB-Buchse Typ B zur Verfügung. Über diese Buchse kann eine Verbindung zu einem PC oder Notebook hergestellt werden, auf dem das Setup-Programm installiert ist. Mit dem Setup-Programm kann eine umfangreiche Konfiguration des Geräts vorgenommen werden.

Jumo miroTRON - Micro-USB-Anschluss - 1

HINWEIS!

Die Setup-Schnittstelle (USB) ist nicht für eine dauerhafte Verbindung vorgesehen.

USB-Kabel immer vom Gerät trennen, sobald die Arbeit mit dem Setup-Programm beendet ist.

Die Länge des USB-Kabels sollte 5 m nicht überschreiten.

Der Anschluss kann nicht über einen USB-Hub erfolgen.

2.7 Timer

Das Gerät besitzt einen Timer. Das Timersignal kann über Digitalausgänge ausgegeben oder für interne Funktionsverknüpfungen verwendet werden. Es kann eine relative Timerzeit konfiguriert werden. Nach Timerstart über Tastatur oder Digitalsignal wird für die Timerlaufzeit ein Signal ausgegeben. Nach Beendigung des Timers stellt das Gerät ein Timerendesignal zur Verfügung.

Die Timerfunktion kann über eine Vorlaufzeit verzögert gestartet werden. Das Timerendesignal kann auch als unendlich eingestellt werden. Bei dieser Einstellung muss der Timer zum Beenden quittiert werden.

Ein Toleranzband um den Sollwert kann den Timerstart verzögern. Die Überwachung des Toleranzbandes während der Timerlaufzeit kann konfiguriert werden.

Das auszugebende Timersignal kann invertiert werden.

Jumo miroTRON - Timer - 1

HINWEIS!

Die Digitalsignale sind nach Netz-EIN inaktiv. Es werden keine Timerwerte über Netzausfall gesichert.

2.8 Temperaturanzeige

Die Temperatureinheit kann über einen globalen Parameter auf °C, °F oder „Keine“ eingestellt werden. Intern arbeitet das Gerät immer in „°C“. Nach der Umstellung auf „°F“ rechnet das Gerät alle Werte für die Bedienung/Anzeige bzw. die Schnittstellen um.

Jumo miroTRON - Temperaturanzeige - 1

HINWEIS!

Das Gerät rechnet die gesamte Konfiguration um, so dass auch eine in „°C“ erstellte Konfiguration mit der Umstellung auf „°F“ die gleiche Funktionalität aufweist.

Hierfür werden folgende Parameter bei der Anzeige auf dem Display umgerechnet:

  • Messwert
  • Skalierung-Anfang/-Ende, Offset
  • Sollwerte, Sollwertgrenzen, Schaltdifferenz, Proportionalbereich
    • Grenzwerte, Schaltdifferenz
  • Toleranzband

Ist der Parameter auf "Keine" konfiguriert, werden im Display die Icons für „°C“ und „°F“ ausgeblendet. (für reine Timeranwendungen).

Für alle Variablen, bei denen die Einheit eindeutig eine Temperatur ist, ist dies der Firmware bekannt. Eine Konfigurationseinstellung entfällt. Bei Variablen, die das Gerät nicht eindeutig als Temperaturwert zuordnen kann, wird durch einen Konfigurationsparameter „Temperatur keine/relativ/absolut“ die Einheit eingestellt.

Für die Darstellung auf dem Display wählt das Gerät immer die richtige, passende Einheit zum Messwert.

2.9 Grenzwertüberwachung

Mit dieser Funktion kann ein beliebiges Analogsignal mit verschiedenen Schaltfunktionen überwacht werden. Es sind insgesamt 8 Alarmfunktionen (AF) mit unterschiedlichen Schalt-Charakteristika im Gerät hinterlegt.

Die Schaltfunktionen gliedern sich in:

  • Sollwertbezogene Schaltfunktionen (Grenzwert bezieht sich auf den Sollwert)
  • Grenzwertbezogene Schaltfunktionen (absoluter Grenzwert)

Für die Grenzwertüberwachung stehen noch folgende Zusatzfunktionen zur Verfügung:

Ein-/Ausschaltverzögerung • nach Eintritt des AF-Ereignisses beginnt die Einschaltverzögerung abzulaufen, AF-Ausgang bleibt unverändertnach Ablauf der Einschaltverzögerung wird das AF-Ereignis an den AF-Ausgang weitergegebenverlässt der AF-Istwert während dieser Verzögerungszeit den „Schlecht-Bereich“, beginnt die Zeit-Zählung bei jeder erneuten Grenzwertverletzung von vornAusschaltverzögerung (Verhalten analog zu Einschaltverzögerung)
Wischerfunktion • der AF -Ausgang wird bei einer Grenzwertverletzung nach der eingestellten Wischerzeit automatisch zurückgesetztgeht der AF-Istwert während dieser Zeit in den „Gut-Bereich“, wird die Wischerzeit neu gesetztWischerfunktion hat Priorität vor Ausschaltverzögerung, eine programmierte Ausschaltverzögerung hat keine Wirkung
Anfahr-AlarmunterdrückungAUSDie Alarmfunktion ist immer aktiv. Auch in der Einschaltphase oder bei Parameteränderungen wird eine Grenzwertüberschreitung sofort an das Ausgangssignal weitergegeben
EIN Der AF-Ausgang wird erst aktiv, wenn der „Gut-Bereich“ erstmalig erreicht wurde. Wird z.B. der Sollwert geändert oder das Gerät eingeschaltet, wird die Grenzwertüberschreitung nicht an das Ausgangssignal weitergegeben.
Selbsthaltung AUS Selbsthaltung ist nicht aktiv:
EIN Selbsthaltung ist aktiv:
Immer quittierbarSelbsthaltung ist aktiv:
der AF-Ausgang kann immer quittiert werden
Quittierung über: Tastatur, Binärsignal

2 Beschreibung

3.1 Prüfung der Lieferung

  • Auf unbeschädigte Verpackung und Inhalt achten.
  • Den Lieferinhalt anhand der Lieferpapiere und der Bestellangaben auf Vollständigkeit prüfen.
  • Beschädigungen sofort dem Lieferanten mitteilen.
  • Beschädigte Teile bis zur Klärung mit dem Lieferanten aufbewahren.

3.2 Hinweise zu Lagerung und Transport

  • Das Gerät in trockener und sauberer Umgebung lagern. Die zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (siehe „Technische Daten“)
    • Das Gerät stoßsicher transportieren
    • Optimalen Schutz für Lagerung und Transport bietet die Originalverpackung

3.3 Warenrücksendung

Im Reparaturfall das Gerät bitte sauber und vollständig zurücksenden.

Für die Rücksendung die Originalverpackung verwenden.

Reparatur-Begleitschreiben

Der Rücksendung bitte das vollständig ausgefüllte Reparatur-Begleitschreiben beilegen.

Folgende Angaben nicht vergessen:

- Beschreibung der Anwendung und

- Beschreibung des aufgetretenen Fehlers

Das Reparatur-Begleitschreiben (Begleitschreiben für Produktrücksendungen) kann im Internet von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden:

http://produktruecksendung.jumo.info

Schutz gegen Elektrostatische Entladung (ESD)

Zur Vermeidung von ESD-Schäden müssen elektronische Baugruppen oder Bauteile in ESD-geschützter Umgebung gehandhabt, verpackt und gelagert werden. Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen und elektrische Felder sind in der DIN EN 61340-5-1 und DIN EN 61340-5-2 „Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“ beschrieben.

Beim Einschicken elektronischer Baugruppen oder Bauteile bitte Folgendes beachten:

  • Empfindliche Komponenten ausschließlich in ESD-geschützter Umgebung verpacken. Solche Arbeitsplätze leiten bestehende elektrostatische Ladungen kontrolliert gegen Erde ab und verhindern statische Aufladungen durch Reibung.
  • Ausschließlich Verpackungen für ESD-empfindliche Baugruppen/Bauteile verwenden. Diese müssen aus leitfähig ausgerüsteten Kunststoffen bestehen.

Für durch ESD verursachte Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

Jumo miroTRON - Schutz gegen Elektrostatische Entladung (ESD) - 1

VORSICHT!

In nicht ESD-geschützter Umgebung treten elektrostatische Aufladungen auf.

Elektrostatische Entladungen können in Baugruppen oder Bauteilen Schäden anrichten.

Für den Transport nur dafür vorgesehene ESD-Verpackungen verwenden.

3 Warenannahme, Lagerung und Transport

3.4 Entsorgung

Entsorgung des Gerätes

Jumo miroTRON - Entsorgung - 1

ENTSORGUNG!

Das Gerät oder ersetzte Teile gehören nach Beendigung der Nutzung nicht in die Mülltonne, denn es besteht aus Werkstoffen, die von darauf spezialisierten Recycling-Betrieben wiederverwendet werden können.

Das Gerät sowie das Verpackungsmaterial ordnungsgemäß und umweltschonend entsorgen lassen.

Hierbei die landesspezifischen Gesetze und Vorschriften zur Abfallbehandlung und Entsorgung beachten.

Entsorgung des Verpackungsmaterials

Das gesamte Verpackungsmaterial (Kartonagen, Einlegezettel, Kunststofffolien und -beutel) ist voll recyclefähig.

4.1 Montagehinweise

Jumo miroTRON - Montagehinweise - 1

WARNUNG!

Das Gerät ist nicht für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen.

Es besteht die Gefahr einer Explosion.

▶ Gerät nur außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche einsetzen.

Montageort

Das Gerät ist für den Einbau in einen Schalttafelausschnitt innerhalb eines geschlossenen Schaltschranks vorgesehen. Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten (siehe technische Daten).

Klimatische Bedingungen

Die Umgebungstemperatur sowie die relative Feuchte am Montageort müssen den technischen Daten entsprechen. Aggressive Gase und Dämpfe wirken sich nachteilig auf die Lebensdauer des Gerätes aus. Der Montageort muss frei sein von Staub, Mehl und anderen Schwebstoffen.

Einbaulage

Die Einbaulage ist beliebig.

Die maximal zulässige Umgebungstemperatur gilt nur für den Einbau mit senkrechter Orientierung der Anzeige.

Technische Daten

→ Kapitel 9 „Technische Daten“, Seite 69

4 Montage

4.2 Abmessungen

4.2.1 Typ 701080

62 60 28 34,5 4,8

76 36 G°F°C

68,5 73

4.2.2 Typ 701081

72 70 28 34,5 4,8

76 36 G°F°C

68,5 73

4.2.3 Schalttafelausschnitte

Schalttafelausschnitte nach DIN IEC 61554

Typ Schalttafelausschnitt (Breite x Höhe)Einbautiefe ohne DichtungMindestabstände der Schaltta-felausschnitte (bei Dicht-an-dicht-Montage)
mit Printklemmen horizontal vertikal
70108069 +1 mm × 28,5 +1 mm62 mm15 mm30 mm
701081 72 mm

4 Montage

4.3 Schalttafeleinbau

Jumo miroTRON - Schalttafeleinbau - 1

VORSICHT!

Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten!

Die Schutzart IP65 (frontseitig) ist nur bei gleichmäßig anliegender Dichtung gewährleistet.

▶ Den Befestigungsrahmen bzw. die beiden Befestigungselemente wie in der Abbildung gezeigt verwenden und auf gleichmäßige Befestigung achten!

(1) (2) 69 +1 (3) 28,5 +1

(5)
(4)

1 Gerät 2 Schalttafel
3 Dichtung und Gehäusefront 4 Schalttafelausschnitt
5 Befestigungsrahmen
  1. Schalttafelausschnitt 69 +1 mm x 28,5 +1 mm herstellen.
  2. Das Gerät von vorn in den Schalttafelausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten.
  3. Von der Schalttafelrückseite her den Befestigungsrahmen auf den Gerätekorpus schieben und mit den Federn gegen die Schalttafelrückseite drücken, bis die Rastnasen in die dafür vorgesehenen Nuten einrasten und eine ausreichende Befestigung gegeben ist.

Die Rastnasen des Befestigungsrahmens rasten in die Halteschlitze auf der Gehäuseober- und Unterseite ein.

Das Gerät ist mechanisch montiert.

Jumo miroTRON - Gerätefront und Gehäuse haben unterschiedliche Schutzarten! - 2

HINWEIS!

Die elektrischen Anschlüsse sollten erst hergestellt werden, wenn der Befestigungsrahmen auf das Gerät aufgeschoben wurde.

5.1 Installationshinweise

Anforderungen an das Personal

  • Arbeiten am Gerät dürfen nur im beschriebenen Umfang und ebenso wie der elektrische Anschluss ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden.
  • Vor dem Stecken und Ziehen von Anschlussleitungen muss sichergestellt sein, dass die durchführende Person elektrostatisch entladen ist (z. B. durch Berühren von geerdeten metallischen Teilen).

Leitungen, Abschirmung und Erdung

  • Sowohl bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation als auch beim elektrischen Anschluss des Geräts sind die Vorschriften der DIN VDE 0100 "Errichten von Niederspannungsanlagen" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364) zu beachten.
  • Gegebenenfalls sind spezielle Hinweise zur Hitzebeständigkeit von Leitungen zu beachten (siehe Anschlussplan).
    • Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegen.
  • Nur abgeschirmte und verdrillte Fühler- und Schnittstellenleitungen verwenden. Nicht in der Nähe stromdurchflossener Bauteile oder Leitungen führen.
  • Bei Temperaturfühlern die Abschirmung einseitig im Schaltschrank erden.
  • Erdungsleitungen nicht durchschleifen, sondern einzeln zu einem gemeinsamen Erdungspunkt im Schaltschrank führen; dabei auf möglichst kurze Leitungen achten. Auf fachgerechten Potenzialausgleich ist zu achten.

Elektrische Sicherheit

  • Das Gerät ist für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen vorgesehen. Die bauseitige Absicherung darf 20 A nicht überschreiten. Für Service/Reparaturarbeiten ist das Gerät allpolig vom Netz zu trennen.
  • Der Lastkreis der Relais kann mit einer gefährlichen elektrischen Spannung (z. B. 230 V) betrieben werden. Lastkreis während Montage/Demontage und elektrischem Anschluss spannungsfrei schalten.
  • Um im Fall eines externen Kurzschlusses im Lastkreis eine Zerstörung der Relaiskontakte zu verhindern, muss der Lastkreis auf den maximal zulässigen Relaisstrom abgesichert sein (siehe technische Daten).
    • Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
  • Neben einer fehlerhaften Installation können auch falsch eingestellte Werte am Gerät den nachfolgenden Prozess in seiner ordnungsgemäßen Funktion beeinträchtigen. Es sollten daher immer vom Gerät unabhängige Sicherheitseinrichtungen, z. B. Überdruckventile oder Temperaturbegrenzer/-wächter vorhanden und die Einstellung nur dem Fachpersonal möglich sein. Bitte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachten.

Verweise auf andere Stellen

• Die elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften.
- Bitte generell die Angaben zur galvanischen Trennung beachten.

5 Elektrischer Anschluss

Jumo miroTRON - Elektrischer Anschluss - 1

GEFAHR!

Lebensgefahr durch Stromschlag

Verletzungsgefahr beim Berühren von stromführenden Teilen!

▶ Nur eine qualifizierte Elektrofachkraft darf Anschluss und Installation eines nicht steckerfertigen elektrischen Geräts durchführen.
▶ Vor Arbeiten an Anlage oder Gerät die Spannung abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
▶ Elektronische Bauteile bei anliegender Spannungsversorgung nicht berühren.
Die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte beachten.

5.2 Anschlusselemente

Jumo miroTRON - Anschlusselemente - 1

HINWEIS!

Die korrekte Klemmenbelegung ist dem Aufkleber auf dem Gerät zu entnehmen.

Für den Anschluss von Litzenkabeln sind generell Aderendhülsen zu verwenden.

Der elektrische Anschluss erfolgt zeitsparend mit Federzugklemmen (Push-In-Technologie).

Die Anschlüsse sind thematisch in vier Gruppen zusammengefasst:

• 1 - Micro-USB (Setup-Schnittstelle)
• 2 - Analogeingang (Sensor) und Digitaleingang
• 3 - Spannungsversorgung (siehe Typenschild)
• 4 - Digitalausgänge

Jumo miroTRON - HINWEIS! - 1

Gerät elektrisch anschließen

  1. Draht oder Litze auf einer Länge von 8 mm abisolieren.
  2. Litzen mit Aderendhülsen versehen.
  3. Anschlüsse entsprechend den Schemata auf den nachfolgenden Seiten herstellen.

5.3 Anschlussplan

Jumo miroTRON - Anschlussplan - 1

VORSICHT!

Gefahr von Geräteschäden

Wenn das Gerät nicht mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung versorgt wird, führt das unter Umständen zur Zerstörung des Geräts.

▶ Spannungsversorgung ausschließlich mit einer Spannungsquelle herstellen, die den Angaben auf dem Typenschild entspricht.

Jumo miroTRON - Gefahr von Geräteschäden - 1

VORSICHT!

Unter ungünstigen Bedingungen kann die Temperatur an den Klemmen 60 °C überschreiten.

Dadurch kann die Isolation der an den Klemmen angeschlossenen Leitungen beschädigt werden.

▶ Die betroffenen Leitungen müssen bis mindestens 80 °C hitzebeständig sein.
▶ Relais (10 A, 4 × 2,5 A): Die betroffenen Leitungen müssen bis mindestens 85 °C hitzebeständig sein.

Jumo miroTRON - VORSICHT! - 1

HINWEIS!

An die Klemmen dürfen nur Kupferleiter angeschlossen werden.

5 Elektrischer Anschluss

5.3.1 Typ 701080 (kurzes Gehäuse)

Jumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 1

Klemmleiste 2:Analogeingang, DigitaleingangKlemmleiste 3:L1(L+), N(L-)Klemmleiste 4:Digitalausgänge
Widerstandsthermometer in Dreileiterschaltung (kein Digitaleingang)Jumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 2Spannungsversorgung(siehe Typenschild)AC 230 V, 48 bis 63 Hz oderAC 115 V, 48 bis 63 Hz oderDC 12 bis 24 V1 Relais Wechsler,1 Relais SchließerDigitalausgang 1 (Wechsler) und Digitalausgang 2 (Schließer):Jumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 3
Widerstandsthermometer in Zweileiterschaltung undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 4
Thermoelement undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 5Beide Relais dürfen nicht an verschiedene- nen Netzstromkreisen betrieben werden. Ein Mischbetrieb der beiden Relais an ei- nem SELV- und einem Netzstromkreis ist ebenfalls nicht zulässig.
Strom 0(4) bis 20 mA undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 61 Relais Schließer ,1 Digitalausgang DC 0/14 VDigitalausgang 1 (Schließer) undDigitalausgang 2 (DC 0/14 V):Jumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 7
Spannung 0 bis 10 V undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701080 (kurzes Gehäuse) - 8

5.3.2 Typ 701081 (langes Gehäuse)

L1 (L+) N (L-) 1 2 3 4

Klemmleiste 2:Analogeingang, DigitaleingangKlemmleiste 3:L1(L+), N(L-)Klemmleiste 4:Digitalausgänge
Widerstandsthermometer in Dreileiter-schaltung (kein Digitaleingang)Jumo miroTRON - Typ 701081 (langes Gehäuse) - 2Spannungsversorgung(siehe Typenschild)AC 230 V, 48 bis 63 Hz oderAC 115 V, 48 bis 63 Hz oderDC 12 bis 24 V4 Relais SchließerDigitalausgänge 1 bis 4:[IMAGE]
Widerstandsthermometer in Zweileiter-schaltung undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701081 (langes Gehäuse) - 3
Thermoelement undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701081 (langes Gehäuse) - 4
Strom 0(4) bis 20 mA undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701081 (langes Gehäuse) - 5
Spannung 0 bis 10 V undDigitaleingangJumo miroTRON - Typ 701081 (langes Gehäuse) - 6

5.4 Galvanische Trennung

(10) (9) (8) AC 3000 V (a) (1) AC 3000 V (a) (2) AC 3000 V (a) (3) (7) (6) (b) AC 3000 V (a) (4) (5)

a DieSpannungsangaben entsprechen den Prüfwechselspannungen (Effektivwerte) gemäß DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2020-03b Funktionale galvanische Trennung zum Anschluss von SELV- oder PELV-Stromkreisen
1 Typ701080 (Bestellcode 23):2 Relaisausgänge (Wechsler, Schließer)Beide Relaisausgänge dürfen nicht an verschiedenen Netzstromkreisen betrieben werden. Ein Mischbetrieb der beiden Relaisausgänge an einem SELV-Stromkreis und einem Netzstromkreis ist ebenfalls nicht zulässig.2 Typ701081 (Bestellcode 24):4 Relaisausgänge (Schließer)Die Relaisausgänge haben einen gemeinsamen Pol (siehe Anschlussplan).
3 Typ701080 (Bestellcode 26):1 Relaisausgang (Schließer)4 Typ701080 (Bestellcode 26):1 Digitalausgang DC 0/14 V
5oder6Spannungsversorgung DC 12 V bis 24 V
7Spannungsversorgung 230 V, 48 bis 63 Hz115 V, 48 bis 63 Hz8 USB-Schnittstelle
9 Digitaleingang 10 Analogeingang

Jumo miroTRON - Galvanische Trennung - 2

VORSICHT!

Der Analogeingang und die USB-Schnittstelle sind nicht galvanisch getrennt.

▶ Eine USB-Verbindung bei geerdetem Sensor muss vermieden werden, wenn auch die Masse des PC geerdet ist (z. B. bei Desktop-PC).

Die primäre Bedienerschnittstelle des Gerätes ist die frontseitige Folientastatur mit dem Display. Sie ermöglicht eine schnelle Bedienung und Konfiguration am Einbauort des Gerätes. Nicht relevante Parameter, Unterparameter, Selektor- und Auswahleinstellungen blendet die Software für die Bedienung am Gerät aus, wenn

• die Hardware im Gerät nicht vorhanden ist,
• die Option nicht freigegeben ist,
• die Funktion abgeschaltet ist,
• die Funktion nicht zum Parameter passt.

Die einzelnen Parameter zur Einstellung des Gerätes sind in verschiedenen Ebenen organisiert, die verriegelbar sind. Eine Ebenenverriegelung kann eine versehentliche oder unberechtigte Bedienung verhindern.

Sobald ein Wert editierbar ist, stellt das Gerät den Wert blinkend dar. Durch Drücken der „OK/Menü“-Taste übernimmt das Gerät den eingestellten Wert. Mit der "BACK"-Taste kann der Vorgang abgebrochen werden und der alte Wert bleibt erhalten.

Mit der 30-Tage-Testversion des Setup-Programms ist die komfortable Konfiguration des Geräts mit einem PC möglich. Folgende Funktionen sind ausschließlich mit dem Setup-Programm konfigurierbar:

  • Anwenderebene
  • kundenspezifische Linearisierung

Das Setup-Programm wird per Download zur Verfügung gestellt. Die Lizenznummer für die Vollversion des Setup-Programms ist kostenpflichtig und kann über den Vertriebspartner angefordert werden.

6.1 Anzeige- und Bedienelemente

(1) (7)(5) 23.98 °F °C 24.00 (2) (8)(3)(4)(6)

1 Anzeige 1 - 18-Segment-LCD-Anzeige (z. B. Istwert), 4-stellig, weiß; auch zur Darstellung von Menüpunkten, Parametern und Text2 Anzeige 2 - 18-Segment-LCD-Anzeige (z. B. Sollwert), 7-stellig grün; auch zur Darstellung von Menüpunkten, Parametern, Werten und Text
3 Timer (leuchtet = ein, blink = gestartet), Temperatureinheit4 Schaltstellung der Digitalausgänge (gelb = aktiv)
5 Up (im Menü: Wert vergrößern, vorherigen Menüpunkt oder Parameter auswählen; Sollwert oder im Handbetrieb Stellgrad vergrößern)6 Down (im Menü: Wert verringern, nächsten Menüpunkt oder Parameter auswählen; Sollwert oder im Handbetrieb Stellgrad verringern)
7 Back (im Menü: zurück zur vorherigen Menüebene, Editiermodus ohne Änderung verlassen; in Grundstellung: konfigurierbare Funktion)8 Menu/OK (Hauptmenü aufrufen, in Untermenü/Ebene wechseln, in Editiermodus wechseln, Editiermodus mit Änderung verlassen)

6 Bedienung

Jumo miroTRON - Bedienung - 1

HINWEIS!

Da Anzeige 1 und Anzeige 2 auf 4 bzw. 7 Zeichen begrenzt sind, erfolgt die Anzeige von Menütiteln und Anzeigen als Lauftext. Die Geschwindigkeit des Textdurchlaufs kann im Menü > „Konfiguration/Anzeige/ Bedienung/Laufgeschwindigkeit“ auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden.

Der Durchlauf des Textes erfolgt, wenn der Menüpunkt oder die Funktion aufgerufen wird. Nach dem Durchlauf verharrt Anzeige 1 bei den ersten 4 Zeichen. Der Text in Anzeige 2 läuft weiter, sofern der Text länger als 7 Zeichen ist.

Wenn die Funktion aus Anzeige 2 mit der Menü/OK-Taste ausgewählt wird, blinkt die Anzeige.

Die Anzeige hört auf zu blinken, wenn die Funktion mit der „Back“-Taste abgebrochen oder mit der „Menü/OK“-Taste ausgewählt/bestätigt wird.

6.1.1 Bedienübersicht

Jumo miroTRON - Navigation - 1

flowchart
graph TD
    A["Vorheriger Menüpunkt oder Wert vergrößern"] --> B["Änderung verwerfen oder Zurück"]
    A --> C["Nächster Menüpunkt oder Wert verringern"]
    D["Menü aufrufen oder Änderung bestätigen"] --> E["Änderung verwerfen oder Zurück"]
    D --> F["Nächster Menüpunkt oder Wert verringern"]

Tastenfunktionen

Taste oder Tastenkombination (Dauer)Funktion
in Grundstellung beimNavigieren beim Editieren
Up Sollwert vergrößernJumo miroTRON - Navigation - 2Im Handbetrieb: Stell-grad vergrößernvorhergehenden Menü-punkt oder Parameter auswählenWert vergrößern oder in Auswahlliste nach oben gehen
Down Sollwert verringernJumo miroTRON - Navigation - 3Im Handbetrieb: Stell-grad verringernnächsten Menüpunkt oder Parameter aus-wählenWert verringern oder in Auswahlliste nach unten gehen
Back kurz (<3 s) FunktionJumo miroTRON - Navigation - 4konfigurierbar (werkseitig: ohne Funktion)in übergeordnete Menü-ebene wechselnEditiermodus ohne Änderung verlassen
Back lang (>3 s) FunktionJumo miroTRON - Navigation - 5konfigurierbar (werkseitig: ohne Funk-tion)--- ---
Menu/OK kurz (<3 s) HauJumo miroTRON - Navigation - 6uptmenü aufrufen Untermenü aufrufen oder in Editiermodus wechselnEditiermodus mit Änderung verlassen
Up + Down lang (>3 s)Jumo miroTRON - Navigation - 7+ Jumo miroTRON - Navigation - 8Selbstoptimierung starten/stoppen--- ---
Down + Menu/OK sehr lang (>5 s)Jumo miroTRON - Navigation - 9+ Jumo miroTRON - Navigation - 10Menü zur Ebenenverrie-gelung aufrufen--- ---

6.1.2 Das Ebenenkonzept

Jumo miroTRON - Das Ebenenkonzept - 1

flowchart
graph TD
    A["Grundstellung 2398"] --> B["Hauptmenü\nAnwenderebene\nKonfiguration\nGeräteinfo zurück"]
    B --> C["Anwenderebene\nSollwert 1\nSchaltdifferenz zurück"]
    B --> D["Konfiguration\nSystemdaten\nAnzeige/Bedienung\nAnalogeingang\nDigitaleingang\nThermostat/Regler\nParametersatz\nGrenzwertüberw. 1, 2, 3\nService\nDig. Steuersignale 1, 2\nTimer\nDigitalausgänge 1, 2, 3, 4 zurück"]
    B --> E["Geräteinfo\nVersion\nService\nHardware zurück"]

6.2 Geräteverhalten beim Einschalten

Nach Einschalten der Spannungsversorgung startet die Steuerung zunächst eine Prüfroutine. Alle Segmente der Anzeige leuchten kurz auf. Dann zeigt das Gerät die aktuell konfigurierten Einstellungen an. Dies sind:

• die gemessene Temperatur,
- der Sollwert,
• die angezeigte Messgröße (°C/°F),
- das Symbol für die Timer-Funktion (sofern aktiviert),
- ggf. das Symbol der angesteuerten Ausgänge.

Jumo miroTRON - Geräteverhalten beim Einschalten - 1

HINWEIS!

Das Gerät speichert die konfigurierten Anzeigewerte. Wenn die Spannungsversorgung zum Gerät unterbrochen war und wieder hergestellt ist, zeigt das Gerät die zuvor parametrierten Werte erneut an. Ist eine Anlaufverzögerung konfiguriert, erscheint in der 1. Anzeige die Restlaufzeit der Anlaufverzögerung und in der 2. Anzeige „WARTEN“.

6.3 Behandlung von Eingabefehlern

Eingabefehler der Bedienerebene über Gerätetasten

Die Software überprüft Eingabewerte in der Bedienerebene auf ihren Wertebereich und ihre Länge. Ungültige Werte werden nicht übernommen.

Wertüberprüfung von Konfigurationsdaten

Eine mögliche Fehlerquelle entsteht durch die Eingabe und Vorgabe von falschen Konfigurations- und Parameterdaten.

  • Die Geräte-Software überprüft alle Eingaben am Gerät bei der Datenübernahme (Tastatur, Setup-Schnittstelle) auf ihren Wertebereich.
  • Das Setup-Programm selbst überprüft den Wertebereich von Eingaben und verweigert die Eingabe unplausibler Werte.

Die Geräte-Software führt keine vollständige Plausibilitätsprüfung durch, wenn innerhalb der Konfigurationsebene Eingaben über die Gerätetastatur oder das Setup-Programm gemacht werden.

Jumo miroTRON - Wertüberprüfung von Konfigurationsdaten - 1

HINWEIS!

Die Person, die die Konfiguration ausführt, sollte die Gerätekonfiguration zunächst planen und diese dann gewissenhaft durchführen.

Nachträgliche Änderungen sollten von einer Person ausgeführt werden, die Auswirkungen auf andere Konfigurationsparameter und Programmeinstellungen beurteilen kann.

6.4 Sprachauswahl

Nach dem erstmaligen Einschalten des Gerätes kann der Anwender entweder die blinkend dargestellte Sprache mit „OK“ bestätigen oder mit den Tasten „Up“/„Down“ eine andere Sprache auswählen und dann mit „OK“ bestätigen.

Nach Übernahme einer Sprache setzt das Gerät diesen Parameter automatisch auf „AUS“, so dass beim erneuten Einschalten keine Sprachauswahl erforderlich ist.

Soll später ein anderer Anwender ebenfalls die Möglichkeit zur Sprachauswahl bekommen, kann der Konfigurationsparameter „SPRACHABFR. NETZ EIN“ im Menü (Konfiguration > Systemdaten) auf „EIN“ gesetzt werden.

Die Sprache der Gerätetexte kann jederzeit in den Konfigurationseinstellungen geändert werden. Das ist unabhängig von der Sprachauswahl nach dem Einschalten.

6 Bedienung

6.5 Grundstellung

Nach Netz-EIN und Initialisierung, ggf. mit einer konfigurierten Anlaufverzögerung, erreicht das Gerät die Grundstellung.

Werksseitige Voreinstellung:

(1) 23,98 °F°C 2400 (2)

1 Anzeige 1 - Analogeingang 2 Anzeige 2 - 1. Sollwert

Timerlaufzeit/Restlaufzeit Timer

Wenn der Timer eingeschaltet ist und die Funktion "Anzeigenwechsel bei Timer-Start" konfiguriert wurde, zeigt Anzeige 2 die bereits absolvierte Timerlaufzeit oder die verbleibende Restlaufzeit an.

6.6 Anwenderebene

Über das Setup-Programm sind bis zu 8 Parameter beliebig auswählbar. Werkseitig sind der 1. Sollwert und die Schaltdifferenz voreingestellt und können über die Tasten am Gerät verändert werden.

Sollwert in der Anwenderebene ändern:

  1. OK-/Menütaste 2 x drücken.
    Anzeige 1 zeigt „1. SOLLWERT“ an,
    Anzeige 2 zeigt den aktuell parametrierten Sollwert an.
  2. OK-/Menütaste 1 x drücken.
    Der Sollwert blinkt.
  3. Durch Drücken der „Up“-/“Down“-Taste den gewünschten Sollwert einstellen.
  4. OK-/Menütaste 1 x drücken.
    Der Sollwert ist eingestellt.

Schaltdifferenz in der Anwenderebene ändern:

  1. OK-/Menütaste 2 x drücken.
    Anzeige 1 zeigt „1. SOLLWERT“ an,
    Anzeige 2 zeigt den aktuell parametrierten Sollwert an.
  2. „Down“-Taste 1 x drücken.
  3. OK-/Menütaste 1 x drücken.
    Anzeige 1 zeigt „SCHALTDIFFERENZ“ an,
    Anzeige 2 zeigt die aktuell parametrierte Schaltdifferenz an.
    Der Zahlenwert der Schaltdifferenz blinkt.

  4. Durch Drücken der „Up“-/“Down“-Taste die gewünschte Schaltdifferenz einstellen.

OK-/Menütaste 1 x drücken.

Die Schaltdifferenz ist eingestellt.

6.7 Ebenenverriegelung

Der Zugang zu den einzelnen Ebenen kann gesperrt werden. Um die Ebenenverriegelung zu aktivieren müssen die Tasten „Menu/OK“ und „Down“ gleichzeitig länger als 5 Sekunden gedrückt werden.

Mit den Tasten „Up“ und „Down“ kann der gewünschte Verriegelungsgrad ausgewählt und mit der Taste „Menu/OK“ bestätigt werden.

Gesperrte Ebenen
KEINE (alle Ebenen frei; werkseitige Einstellung)
KONFIGURATION
KOMPLETT (ANWENDEREBENE, KONFIGURATION, GERÄTEINFO)

Bei gesperrter Konfiguration ist auch das Rücksetzen auf Werkseinstellungen (Geräteinfo > Service > Werkseinstellung) nicht möglich.

6.8 Selbstoptimierung – nur bei Reglerfunktion

Wenn das Gerät als Zweipunktregler betrieben wird, kann die Selbstoptimierung wahlweise manuell am Gerät oder durch ein Digitalsignal (positive Flanke) gestartet und beendet werden.

Selbstoptimierung manuell starten:

  1. Tasten „Up“ und „Down“ gleichzeitig lang drücken (>3 s).

a) Die 2. Anzeige zeigt „SELBSTOPTIMIERUNG“ an.

Die Selbstoptimierung ist gestartet.

Selbstoptimierung manuell abbrechen:

  1. Tasten „Up“ und „Down“ gleichzeitig lang drücken (>3 s).

a) Die Anzeige kehrt zur Grundstellung zurück.

Die Selbstoptimierung ist beendet.

Jumo miroTRON - Selbstoptimierung manuell abbrechen: - 1

HINWEIS!

Wenn der Regler auf Handbetrieb geschaltet wird oder der Istwert in „Out of Range“ geht, bricht das Gerät die Selbstoptimierung ab. Bei Abbruch der Selbstoptimierung behält das Gerät die eingestellten Parameter bei.

Optionale Einstellmöglichkeiten:

• die Optimierung der Schaltperiodendauer durch Eingabe eines Parameters deaktivieren.
- die Selbstoptimierungsfunktion in der Konfiguration sperren.
- die zu optimierende Reglerausgangsart über einen Parameter konfigurieren (Relais oder Halbleiter/Logik)

6.9 Handbetrieb – nur bei Reglerfunktion

Der Handbetrieb ist nur möglich, wenn das Gerät in der Reglerfunktion betrieben wird. Nach der Umschaltung in den Handbetrieb wird entweder der aktuelle Stellgrad oder ein bestimmter, einstellbarer Stellgrad angezeigt und ausgegeben (konfigurierbar).

Während des Handbetriebs blinkt in der 2. Anzeige „HANDBETRIEB“ im Wechsel mit dem Handstellgrad. Mit den Tasten „Up“ und „Down“ kann der Stellgrad verändert werden.

Bei entsprechender Konfiguration (Konfiguration > Anzeige/Bedienung) kann mit der Taste „Back“ in den Handbetrieb gewechselt werden.

In der Konfiguration kann der Handbetrieb generell gesperrt werden. Die Umschaltung in den Handbetrieb als auch das Verriegeln des Handbetriebs ist durch ein Digitalsignal möglich.

Jumo miroTRON - Handbetrieb – nur bei Reglerfunktion - 1

HINWEIS!

Bei Messbereichsüberschreitung oder -unterschreitung wechselt der Regler automatisch in den Handbetrieb, auch wenn der Handbetrieb gesperrt oder verriegelt ist.

6.10 Standby-Modus

Im Standby-Modus setzt die Gerätesteuerung alle Digitalausgänge auf Inaktiv/Abgefallen und schaltet den Regler aus. Das Gerät initiiert den Standby-Modus über ein konfigurierbares Digitalsignal. Ist das Digitalsignal=High ist der Standby-Modus aktiv.

Das Gerät signalisiert den Standby-Modus mit der blinkenden 2. Anzeige „STANDBY“.

6.11 Zeitformate

Für die Timerfunktion kann das Zeitformat konfiguriert werden:

MM:SS - Minuten:Sekunden

HH:MM - Stunden:Minuten

DD:HH - Tage:Stunden

Die Konfiguration von Zeitformaten am Gerät erfolgt im Menü >KONIGURATION/TIMER/ZEITDARSTELLUNG.

Die Einstellung lässt sich nur dann vornehmen, wenn der Timer eingeschaltet ist.

  1. Zum Menü KONIGURATION/TIMER/ZEITDARSTELLUNG navigieren.

  2. OK/MENÜ-Taste drücken.

Die 2. Anzeige mit dem Zeitformat blinkt.

  1. Mit der DOWN- bzw. UP-Taste das gewünschte Zeitformat wählen.

  2. OK/MENÜ-Taste drücken.

Die 2. Anzeige hört auf zu blinken.

  1. Zurück-Taste 3 x drücken um zur Grundanzeige zurückzukehren.

Das Zeitformat für den Timer ist eingestellt

Jumo miroTRON - Zeitformate - 1

HINWEIS!

Die Anzeige der einzelnen Menüpunkte im Gerät ist immer abhängig von der eingesetzten Hardware und von der Gerätefunktion.

7.1 Selektoren

Selektoren dienen dazu Ausgangsgrößen einer Gerätefunktion mit den Eingangsgrößen einer anderen Gerätefunktion zu verbinden. Das Gerät unterscheidet zwischen Digital- und Analogselektor. In den Selektoren befinden sich alle relevanten Prozesswerte, die im Gerät vorliegen.

Prozesswerte, die in der vorliegenden Gerätekonfiguration nicht vorhanden sind, blendet das Gerät aus.

7.1.1 Digitalselektor

Die nachfolgend aufgeführten digitalen Funktionen stehen bei der Konfiguration (Digitalselektor) zur Verfügung.

Funktion Bemerkung
Keine Auswahl
Digitaleingang
Thermostatausgang
Reglerausgang nur mit Typenzusatz „PID-Zweipunktregler“
Grenzwert-Ausgang 1
Grenzwert-Ausgang 2
Grenzwert-Ausgang 3
Timerausgang
Toleranzband-Signal Timer
Ende-Signal Timer
Halt-Signal Timer
1. Digitales Steuersignal
2. Digitales Steursignal
Service-Signal
Kurz Return-Taste <3 s
Lang Return-Taste >3 s

7 Konfiguration

7.1.2 Analogselektor

Die nachfolgend aufgeführten analogen Funktionen stehen bei der Konfiguration (Analogselektor) zur Auswahl.

Funktion Bemerkung
Keine Auswahl
Analogeingang
Sollwert 1
Sollwert 2
Aktueller Sollwert
Reglerausgang nur mit Typenzusatz „PID-Zweipunktregler“
Stellgradanzeige
Klemmentemperatur nur bei Messeingang Thermoelement
Laufzeit Timer
Restlaufzeit Timer
Timerwert
Servicezähler nicht bei Anzeige 1 konfigurierbar
Betriebsdauer

7.2 Setup-Programm

Das Setup-Programm dient der komfortablen Konfiguration der Geräte. Als Sprachvarianten sind die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch implementiert.

Mit Hilfe des Setup-Programms können die Konfigurationsdaten der Geräte erstellt, in einer Datei gespeichert, sowie zum Gerät übertragen werden. Ein Auslesen der Konfigurationsdaten der Geräte ist ebenfalls möglich. Die Datenübertragung erfolgt seriell über die USB-Schnittstelle (Setup-Schnittstelle). Den Ausdruck der Daten kann zur Anlagendokumentation verwendet werden.

Eine 30-Tage-Testversion des Setup-Programms steht per Download zur Verfügung. Die Lizenznummer für die Vollversion ist kostenpflichtig und kann über den Vertriebspartner angefordert werden.

7.2.1 Online-Parameter

Zur Ausführung dieser Funktionen ist eine aktive Verbindung zwischen Setup-Programm und Gerät erforderlich.

Feinabgleich

Mit dieser Funktion können die Messwerte des Analogeingangs korrigiert werden. Im Unterschied zum Messwertoffset, mit dem für die gesamte Kennlinie ein konstanter Korrekturwert vorgegeben wird, lässt sich mit dem Feinabgleich auch die Steigung der Kennlinie verändern.

Diese Funktion ist identisch mit dem Feinabgleich im Gerät (siehe Konfiguration des Analogeingangs).

Freigabe von Typenzusätzen

Mit dieser Funktion lassen sich zusätzliche Funktionen (Typenzusätze) des Geräts über das Setup-Programm freischalten.

Aktion Ausführung Beschreibung
Codenummer erzeugen Zum Erzeugen einer Codenummer die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird eine Codenummer zur Freischaltung eines Typenzusatzes erzeugt. Die Codenummer wird benötigt, um beim Vertriebspartner einen Freischalt-code zu erhalten.
Freischaltcode eingeben Zur Eingabe eines Freischaltcodes die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion wird ein Typenzusatz freigeschaltet. Dazu wird der vom Vertriebspartner erhaltene Freischaltcode benötigt.
Typenzusätze zurücksetzen Zum Zurücksetzen von Typenzusätzen die Funktion durch Anklicken auswählen und anschließend die Schaltfläche „Weiter“ betätigen. Den weiteren Anweisungen folgen.Mit dieser Funktion können freigeschaltete Typenzusätze gesperrt werden. Gesperrte Typenzusätze können nur durch erneute Freischaltung aktiviert werden. Dieser Vorgang ist kostenpflichtig.

Abgleichen/Testen

In diesem Menü stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Hard-/Software: In diesem Fenster wird der Hardware- und Software-Stand des Geräts angezeigt.
  • Abgleichkonstanten: In diesem Fenster werden die Abgleichkonstanten des Analogeingangs angezeigt.
  • Analogeingang: Mit dieser Funktion wird der Analogeingang getestet. Dazu muss das Signal bzw. der Sensor an den Analogeingang angeschlossen werden.
  • Digitaleingang: Mit dieser Funktion wird der logische Zustand am Digitaleingang angezeigt. Eine eventuell in der Konfiguration aktivierte Invertierung wird dabei nicht berücksichtigt.
  • Digitalausgänge: Mit dieser Funktion werden die logischen Zustände an den Digitalausgängen gesetzt. Eine eventuell in der Konfiguration des betreffenden Digitalausgangs aktivierte Invertierung wird dabei nicht berücksichtigt.
  • Display: Mit dieser Funktion werden alle Anzeigeelemente des Geräts aktiviert oder deaktiviert.
  • Tastatur: Mit dieser Funktion werden die Tasten des Geräts überprüft. Nach Betätigen der Schaltfläche „Tasten lesen“ wird jeder Tastendruck am Gerät durch einen roten Kreis um die entsprechende Taste in Setup-Programm dargestellt.

7.2.2 Startup-Parameter

Die Startup-Funktion ermöglicht die Visualisierung und Aufzeichnung von Prozesswerten in Echtzeit. Dadurch wird zum Beispiel die Inbetriebnahme einer Anlage wesentlich erleichtert. Die maximale Aufzeichnungsdauer beträgt 24 Stunden. Die beim Aufzeichnen der Daten entstandenen Dateien können gespeichert und ausgedruckt werden.

Prozesswerte

In diesem Fenster werden bis zu 13 Prozesswerte für die Visualisierung und Aufzeichnung sowie für die Darstellung im Onlinedaten-Fenster des Setup-Programms (Register „Prozesswerte für Startup“) ausgewählt. Dabei handelt es sich Analog- und Digitalsignale aus den Selektoren.

Anzeige

In diesem Fenster werden die ausgewählten Prozesswerte als Liniendiagramm (Analogkurve oder Digitalspur) angezeigt.

In einem Kontextmenü (rechte Maustaste) stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung:

  • Zoomfunktion
  • Druckfunktion
  • Kanaleigenschaften (Prozesswerte) für die Visualisierung einstellen
    • Diagrammeigenschaften einstellen
  • Eingangssignale einstellen (entspricht der Funktion unter „Prozesswerte“)
  • Aufzeichnung starten und anhalten (aktive Verbindung zwischen Setup-Programm und Gerät erforderlich)
  • Aufgezeichnete Messdaten für die Visualisierung laden

Protokoll

Mit dieser Funktion wird das aufgezeichnete Diagramm protokolliert und ausgedruckt (Inbetriebnahmeprotokoll).

An unteren Rand des Diagramms sind einige Texteingabefelder vorhanden, die zur Beschreibung genutzt werden können. Alternativ können hier auch die Texte aus der Datei-Info der Setup-Datei verwendet werden. Zusätzlich ist je ein Feld für das Datum (editierbar) und die Unterschrift vorgesehen.

In einem Kontextmenü (rechte Maustaste) steht eine Druckfunktion inkl. Seitenansicht und Druckerauswahl zur Verfügung. Außerdem werden hier die Eigenschaften für das auszudruckende Protokoll festgelegt (Seitenränder, Linientyp, Verwendung der Texte aus dem Datei-Info-Kopf).

7.2.3 Kundenspezifische Linearisierung

Mit der kundenspezifischen Linearisierung kann der Anwender eine individuelle Linearisierungskennlinie für den Analogeingang erstellen. Dazu stehen zwei Verfahren zur Verfügung (Art der Linearisierung): Formel oder Stützstellen (Wertepaare).

Der unter „Bezeichnung“ eingegebene Text wird nicht an anderer Stelle im Setup-Programm verwendet, sondern dient lediglich als Text im Sinne einer Kurzbeschreibung.

Formel

Die Linearisierung wird durch eine Formel mit 5 Koeffizienten (Polynom 4. Ordnung) vorgegeben.

Polynom: y = X4^x^4 + X3^x^3 + X2^x^2 + X1^x + X0

Parameter Auswahl/Text/Wert Beschreibung
Anfang Messbereich-1999 bis 9999 (0)Anfangswert der y-Achse (linearisierter Wert)
Ende Messbereich-1999 bis 9999 (100)Endwert der y-Achse (linearisierter Wert)
X0-1999 bis 9999 (0)Absoluter Anteil des Polynoms (Schnittpunkt mit der y-Achse)
X1-1999 bis 9999 (0)Koeffizient des linearen Anteils (x)
X2 -1999 bis 9999 (0) Koeffizient des quadratischen Anteils (x ^2 )
X3-1999 bis 9999 (0)Koeffizient des kubischen Anteils ( x^3 )
X4 -1999 bis 9999 (0) Koeffizient des quartischen Anteils (x ^4 )

Schaltfläche „Grafik anzeigen“ (Darstellung der Linearisierung in einer Grafik):

Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.

Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Formel und der Stützstellen (Tabelle).

Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die Werte „Messbereich-Anfang“ und „Messbereich-Ende“ (y-Werte) bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.

Stützstellen

Die Linearisierung wird durch die Eingabe von bis zu 40 Stützstellen (Wertepaare X,Y) vorgegeben. Der Wert X steht im Falle eines Widerstandsthermometers oder Thermoelements für den physikalisch gemessenen Wert (Widerstand in Ω bzw. Spannung in mV). Bei den anderen Signalarten wird die Eingangsgröße auf 0 bis 100 % skaliert (bei Spannungs-/Stromsignal vom Messbereich, bei Widerstand/Potenziometer vom Widerstand Rx, bei Widerstandspotenziometer/Widerstandsferngeber vom Gesamt-widerstand). Der Wert Y stellt den linearisierten Wert dar (z. B. Temperatur in °C).

Parameter Auswahl/Text/Wert Beschreibung
Messwert (X)-1999 bis 9999 (0)Wert der betreffenden Stützstelle auf der x-Achse
Linearisierter Wert (Y)-1999 bis 9999 (0)Wert der betreffenden Stützstelle auf der y-Achse

Schaltfläche (Polynom anhand der Stützstellen berechnen):

Nach Eingabe der Wertepaare wird beim Betätigen dieser Schaltfläche ein Polynom berechnet, das den Verlauf der Linearisierungskennlinie beschreibt.

Die berechneten Koeffizienten werden in die Formel übernommen. Die Kennlinien beider Arten der Linearisierung stimmen danach überein.

Sind die x-Werte nicht streng monoton steigend, wird die Linearisierung nicht übernommen. In diesem Fall ist es auch nicht möglich, die Grafik anzuzeigen oder das Polynom zu berechnen.

Schaltfläche „Grafik anzeigen“ (Darstellung der Linearisierung in einer Grafik):

Beim Betätigen dieser Schaltfläche wird eine Grafik der Linearisierung erstellt.

Die Grafik enthält gegebenenfalls die Kennlinien beider Arten der Linearisierung, nämlich der Stützstellen (Tabelle) und der Formel.

Der Darstellungsbereich der Grafik wird zunächst durch die kleinste und die größte Stützstelle bestimmt; er kann in der Darstellung durch die Eingabe von anderen x-Werten temporär geändert werden.

7 Konfiguration

7.3 Konfiguration – Menü

7.3.1 Systemdaten

Systemdaten mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü können die Grundeinstellungen des Gerätes festgelegt werden.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Gerätename <Gerätename> (editierbar)<Name> Bezeichnung des Gerätes (im Menü „Geräteinfo“)
Sprache Deutsch Deutsch Sprache der Gerätetexte
Englisch
Französisch
Spanisch
Sprachabfrage nach Netz-EinAus Sprachauswahl nach dem nächsten Einschalten
Aus Bei Auswahl „Aus“ ist nach dem erneuten Einschalten keine Sprachauswahl erforderlich.Nach Auswahl einer Sprache wird dieser Parameter automatisch auf „Nein“ gesetzt.
Ein Bei Auswahl „Ein“ kann der Anwendernach dem nächsten – auf die Konfigurationsänderung folgenden – Einschalten des Gerätes die Sprache der Gerätetexte auswählen.
Temperatur-einheitGrad CelsiusGrad CelsiusTemperatureinheit für die Anzeige am Gerät und im Setup-Programm (automatische Umrechnung von °C in °F)
Grad Fahrenheit
keine
StandbyDigitalselektor, siehe Seite 41Keine AuswahlDieses Signal versetzt das Gerät in den Standby-Modus

7.3.2 Anzeige und Bedienung

Anzeige/Bedienung mit dem Setup-Programm

In diesem Menü werden die Einstellungen für Anzeige/Bedienung des Geräts festgelegt.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Anzeige
1. Anzeige Analogselektor, siehe Seite 42AnalogeingangAnzeigewert der oberen LED-Anzeige (weiß)
Meldetext 1 (editierbar) Wird angezeigt, sobald Signal Meldetext
Signal Meldetext 1Digitalselektor, siehe Seite 41Keine AuswahlEinstellung, welcher Wert den Meldetext 1 auslösen soll.
2. Anzeige Analogselektor, siehe Seite 42Sollwert 1 Anzeigewert der unteren LED-Anzeige (grün)
Meldetext 2 (editierbar) Wird angezeigt, sobald Signal Meldetext
Signal Meldetext 2Digitalselektor, siehe Seite 41Keine AuswahlEinstellung, welcher Wert den Meldetext 2 auslösen soll.
Anz.wechsel bei Timer-StartRestlaufzeit Ti-Anzeigenwechsel beim Start des Timers
Ohne Funktion Kein Anzenwechsel
Restlaufzeit Timer Darstellung der Restlaufzeitaufzeit
Laufzeit Timer Darstellung der Laufzeit
Lauf-geschwindigkeit0 bis 44„4“ entspricht der schnellsten Laufgeschwindigkeit
Bedienung
Kurz Zurück-Taste (<3 s)Ohne Funktion Timer-Wert anzeigen Handbetrieb starten Selbstoptimierung startenOhne Funktion FFunktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei kurzem Tastendruck (kürzer als 3 Sekunden)Weitere Funktionen der Taste können in der Konfiguration einzelner Gerätefunktionen ausgewählt werden (Digitalselektor, siehe Seite 42).
Lang Zurück-Taste (>3 s)Ohne Funktion FFunktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei langem Tastendruck (länger als 3 Sekunden)
Timeout Bedienung0 s, 30 bis 180 s180 sZeitspanne (in Sekunden), nach der das Gerät automatisch zurück in die Grundstellung wechselt, wenn keine Taste gedrückt wird.
Auto-SaveNein (leer)Nein (leer)Zum Verlassen des Editiermodus mit Übernahme einer Änderung muss die Taste „Menu/OK“ betätigt werden
Ja (Haken)Der Editiermodus wird nach einer bestimmten Zeit automatisch verlassen und eine Änderung wird übernommen

7 Konfiguration

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Sollwert-VerstellungJa (Haken) Ja (Haken)Der aktuelle Sollwertwert kann direkt in der Grundstellung mit den Tasten „Up“ und „Down“ eingegeben werden
Nein (leer) Die Sollwertverstellung in derGrundstellung wird nicht zugelassen.
Anlaufverzöge-rung0 bis 300 s0 sAnlaufverzögerung (in Sekunden) nach Netz-Ein.Erst nach Ablauf dieser Zeit sind alle Funktionen des Gerätes aktiv.
Ebenen-verriegelungKeine Der Zugangng zu den einzelnen Ebenenkann gesperrt werden:
Keine Keine Ebene gesperrt
Konfiguration Konfigurationsebene gesperrt
Komplett Konfigurationsebene und Anwenderebene gesperrt

Ebenenverriegelung

Siehe Kapitel Kapitel 6.7 „Ebenenverriegelung“, Seite 39

Anzeige/Bedienung am Gerät

Die folgenden Einstellungen für Anzeige/Bedienung können auch am Gerät vorgenommen werden.

ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
1. AnzeigeAnalogselektor, siehe Seite 42AnalogeingangAnzeigewert der oberen LED-Anzeige (weiß)
2. AnzeigeSollwert 1Anzeigewert der unteren LED-Anzeige (grün)
Anz.wechsel bei Timer-StartOhne Funktion Restlaufzeit Timer Laufzeit TimerOhne FunktionWird im Gerät und im Setup-Programm verwendet.
Kurz Zurück-Taste (<3 s)Ohne Funktion Timerwert anzeigenOhne FunktionFunktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei kurzem Tastendruck (kürzer als 3 Sekunden)Weitere Funktionen der Taste können in der Konfiguration einzelner Gerätefunktionen ausgewählt werden (Digitalselektor, siehe Seite 41).
Lang Zurück-Taste (>3 s)Ohne Funktion Timerwert anzeigenOhne FunktionFunktion der Taste „Back“ in der Grundstellung bei langem Tastendruck (länger als 3 Sekunden)
Time-out Bedienung0 s, 30 bis 180 s180 sNach dieser Zeit ohne Tastenbedienung erfolgt ein Rücksprung in die Grundstellung
Auto-SaveNein JaNein Der Editiermodus wird nach einer bestimmten Zeit automatisch verlassen und eine Änderung wird übernommen
Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Sollwert-VerstellungNein Ja Die Sollwertverstellung in der Grundstellung wird nicht zugelassen
Ja Der aktuelle Sollwert kann direkt in der Grundstellung mit den Tasten „Up“ und „Down“ eingegeben werden
Anlauf-verzögerung0 bis 300 s0 sNach dieser Zeit werden die Eingaben erst wirksam
Signal Meldetext 1Digitalselektor, siehe Seite 41Keine AuswahlEinstellung, welches Signal Meldetext 1 auslösen soll
Signal Meldetext 2Keine AuswahlEinstellung, welches Signal Meldetext 2 auslösen soll
Laufgeschwindigkeit0 bis 4 4 „4“ entsprichtder schnellsten Laufgeschwindigkeit

7.3.3 Analogeingang

Analogeingang mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die Einstellungen für den Analogeingang des Gerätes festgelegt.

Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Signalart 2L Widersstandsther-mometerDie Werksein-stellung hängt von der Geräte-ausführung ab.Sensortyp bzw. Signalart (hängt von der Geräteausführung ab)
Temperatur Bei Strom und Spannung (sonst immerabsolute Temperatur und nicht editierbar)
Linearisierung Pt100Pt1000Fe-CuNi LFe-CuNi JNiCr-Ni KFahrenheit mit fahrenheit in Fahrenheit wird Off-set nicht berücksichtigtEinstellung der Linearisierung des ange-schlossenen Sensors
ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
Vergleichsstellen-temperaturIntern Intern Bei Signalart Thermoelementkann wahlweise die interne Gerätetemperatur (gemessen an den Klemmen im Gerät) oder konstant 0 °C eingestellt werden.
Konstant 0 °C
Feinabgleich(nur am Gerät)Aus Aus Die Funktion zur Durchführungdes Fein-abgleichs ist nicht aktiv.Im Setup-Programm steht diese Funktion unter „Online-Parameter“ zur Verfügung.
Ein Feinabgleich ist aktiv. Die nachfolgendenParameter können eingegeben werden.
Feinabgleich am Gerät
Anfangswert Ist-9999 bis 99990,0Feinabgleich: Messwert des Geräts am unteren Messpunkt
Endwert Ist-9999 bis 9999100,0Feinabgleich: Messwert des Geräts am oberen Messpunkt
Anfangswert Soll-9999 bis 99990,0Feinabgleich: Referenzwert am unteren Messpunkt
Endwert Soll-9999 bis 9999100,0Feinabgleich: Referenzwert am oberen Messpunkt

7.3.4 Digitaleingang

Digitaleingang mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die Einstellungen für den Digitaleingang des Geräts festgelegt.

Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.

ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
InvertierungAUSAUSBei „EIN“ wird der Schaltzustand invertiert.
EIN

7.3.5 Thermostat

Thermostat mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die Einstellungen des Geräts für die Thermostat- und Reglerfunktion festgelegt.

Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.

Bei freigeschalteter Option PID-Zweipunktregler kann zwischen Thermostat und PID-Zweipunktregler gewählt werden.

Parameter WertWerkseinstel-lungBeschreibung
Reglerart Aus Thermostat Auswahl der Gerätefunktion
Thermostat
Zweipunktregler (2-P-Regler)
Funktion Heizen Heizen:Der Thermostatausgang schaltet, sobald der Sollwert unterschritten wird
Der Thermostatausgang schaltet, sobald der Sollwert überschritten wird
Sollwert 1 -1999,0 bis +9999,0 0,0 Wert von Sollwert 1
Sollwert 2 -1999,0 bis +9999,0 0,0 Wert von Sollwert 2
Min. Sollwert-1999,0 bis +9999,0-1999,0Minimal zulässiger Sollwert
Max. Sollwert-1999,0 bis +9999,09999,0Maximal zulässiger Sollwert
Signal Sollwert-umschaltungDigitalselektor,siehe Seite 41Keine AuswahlSignal (High-aktiv) zur Umschaltung auf Sollwert 2
Schaltdifferenz0 bis +9999,0 °C1,0Hysteresefunktion
Verhalten im Feh-lerfallAusgang ausAusgang ausZustand des Ausgangssignals im Fehlerfall
Ausgang ein
Min. Einschalt-dauer0 bis +9999,0 s0,0 sMinimale Einschaltdauer des Ausgangs-signals
Max. Einschalt-dauer0 bis +9999,0 s0,0 sMaximale Einschaltdauer des Ausgangs-signals

7.3.6 Regler

Regler mit dem Setup-Programm

Bei freigeschalteter Option „Zweipunktregler“ werden in diesem Menü weitere Einstellungen des Geräts für die Reglerfunktion festgelegt.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Reglerart Aus Auswwahl der Gerätefunktionals Thermostat be
Thermostat das Gerätbetreiben
Zweipunktregler (2-P-Regler)das Gerät als Zweipunktregler betreiben
Wirksinn Invers InversInvers:Der Reglerstellgrad ist positiv, wenn der Istwert kleiner als der Sollwert ist (Heizen)
Direkt Direkt Direkt:Der Reglerstellgrad ist positiv, wenn der Istwert größer als der Sollwert ist (Kühlen)
Sollwert 1 -1999,0 bis +9999,0 0,0
Sollwert 2-1999,0 bis +9999,00,0Sollwert 2 erscheint, wenn das Signal Sollwertumschaltung konfiguriert wurde
Min. Sollwertgrenze-1999,0 bis +9999,0-1999,0Minimal zulässiger Sollwert (untere Eingabegrenze)
Max. Sollwertgrenze-1999,0 bis +9999,0+9999,0Maximal zulässiger Sollwert (obere Eingabegrenze)
HandbetriebFreiFreiUmschaltung in den Handbetrieb ist durch Tastenbedienung oder Digitalsignal möglich
GesperrtUmschaltung in den Handbetrieb ist gesperrt
Signal Sollwert-umschaltungDigitalselektor, siehe 41Keine AuswahlSignal (High-aktiv) zur Umschaltung auf Sollwert 2
Signal Hand/Auto UmschaltungKeine AuswahlSignal (High-aktiv) zur Umschaltung in den Handbetrieb
Signal Verriege-lung HandbetriebKeine AuswahlSignal (High-aktiv) zur Verriegelung des Handbetriebs
Y bei HandAktueller WertStellgrad nach Umschaltung in den Handbetrieb
Y HandbetriebEinstellbarer Wert (siehe Parameter „Y Handbetrieb“)
Aktueller WertAktueller Stellgrad vor der Umschaltung
Y Handbetrieb0 bis 100 %0Stellgrad (in Prozent) im Handbetrieb
Y bei FehlerY ErsatzwertStellgrad im Fehlerfall (außerhalb des Messbereichs)
Aktueller WertAktueller Stellgrad vor dem Auftreten des Fehlers
Y ErsatzwertEinstellbarer Wert (siehe Parameter „Y Ersatzwert“)
Y Ersatzwert0 bis 100 %0Stellgrad (in Prozent) im Fehlerfall

7 Konfiguration

ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
Selbstoptimierung
Verriegelung(nur Setup)Frei Frei Selbstoptimierung ist freigegebenen
Gesperrt Selbstoptimierung ist gesperrt
AusgangsartReglerRelais Art des Reglerausgangs.
Relais Relaisausgang
Halbleiter, Logik Logikausgang
ÜbernahmeSchaltperiodeEin Übernahme der Schaltperiodendauer „Cy“ nach Abschluss der Selbstoptimierung
Ein Der ermittelte Wert wird übernommen
Aus Der ermittelte Wert wird nichtübernommen
Start/Stopp-SignalDigitalselektor,siehe Seite 41Keine Auswahl Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Starten und Stoppen der Selbstoptimierung.Die Selbstoptimierung wird durch eine steigende Flanke gestartet. Ist die Selbst- optimierung aktiv, wird sie durch eine steigende Flanke gestoppt.
VerriegelungSelbstoptimierungKeine AuswahlSignal (High-aktiv) zum Verriegeln der Selbstoptimierung

Regler am Gerät

Wenn die Regler-Funktion für das Gerät freigeschaltet ist und die Reglerart auf Zweipunktregler konfiguriert ist, können alle Einstellungen auch am Gerät vorgenommen werden.

7.3.7 Reglerparameter

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter eines Parametersatzes bei einem aktivierten Zweipunktregler (Option). Das Übertragungsverhalten wird durch Auswahl der Regelstruktur vorgegeben und durch die Konfiguration der Parameter Proportionalbereich (P-Anteil), Vorhaltezeit (D-Anteil) und Nachstellzeit (I-Anteil) bestimmt.

ParameterWertebereichWerkseitige EinstellungEinheitBedeutung
Regelstruktur 1P, I, PD, PI, PIDPIDÜbertragungsverhalten des Reglers
Proportionalbereich Xp10 bis 99990physikalische Einheit der RegelgrößeGröße des proportionalen BereichesBei Xp=0 ist die Reglerstruktur nicht wirksam (Verhalten wie Grenzwertüberwachung)!
Parameter Wertebe-reichWerkseiti-ge Einstel-lungEinheitBedeutung
Vorhaltezeit Tv10 bis 999980s Beeinflusst den differentiellen Anteildes Reglerausgangssignals.Die Wirkung des differentiellen Anteils wird mit größerer Vor-haltezeit stärker.
Nachstellzeit Tn1 0 bis 9999 350 sBeeinflusst den integralen Anteildes Reglerausgangssignals.Die Wirkung des integralen An-teils wird mit größerer Nachstell-zeit geringer.
Schaltperiodendauer Cy10 bis 9999 20 s Die Schaltperiodendauer solte so gewählt werden, dass einer-seits die Energiezufuhr zum Pro-zess nahezu kontinuierlich erfolgt, andererseits die Schalt-glieder nicht überbeansprucht werden.
Schaltdifferenz Xd1 0 bis 999 1 physikalische Einheit der Regelgröße Hysterese bei Propor tionalbereich Xp = 0
Arbeitspunkt Y0 - 100 bis +10 00 % Arbeitspunktkorrektur bei einem P- oder PD-Regler (Korrektur-wert für den Stellgrad). Hat der Istwert den Sollwert er-reicht, entspricht der Stellgrad dem Arbeitspunkt Y0.
Maximale Stellgradbegrenzung Y10 bis 100 100 % Maximale Stellgradbegrenzung(nur bei Xp > 0 wirksam)
Minimale Stellgradbegrenzung Y20 bis 100 0 % Minimale Stellgradbegrenzung(nur bei Xp > 0 wirksam)
Minimale Relais einschaltdauer Tk10 bis 9999 0 $ Begrenzung der Schalthäufigkeit

7.3.8 Grenzwertüberwachung

Grenzwertüberwachung 1 bis 3 mit dem Setup-Programm und am Gerät

Das Gerät ist mit 3 Grenzwertüberwachungen ausgestattet, die individuell konfigurierbar sind. Die folgenden Konfigurationsparameter stehen für jede der 3 Grenzwertüberwachungen zur Verfügung.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Funktion ohne Funktion Nein (leer)
AF1 Grenzwert oberhalb und unterhalb des Sollwerts
AF2 Wie AF1, Ausgangssignal invertiert
AF3 Grenzwert unterhalb des Sollwerts
AF4 Wie AF3, Ausgangssignal invertiert
AF5 Grenzwert oberhalb des Sollwerts
AF6 Wie AF5, Ausgangssignal invertiert
AF7 Fester Grenzwert unabhängig vom Soll-wert
AF8 Wie AF7, Ausgangssignal invertiert
Istwerteingang Analogselektor, siehe Seite 42Keine Auswahl Analogwert als Istwert (zu überwachen-des Signal
SollwerteingangKeine Auswahl Analogsignal als Sollwert (Bezugssignal bei AF1 bis AF6)
Grenzwert -9999 bis 9999 0 Zulässige Abweichung (AL) des Istwerts
Grenzwert-verhaltenSymmetrischSymmetrie des Überwachungsbands bei AF1 und AF2
SymmetrischSymmetrisches Überwachungsband, gebildet durch den Grenzwert (AL)
UnsymmetrischUnsymmetrisches Überwachungsband, gebildet durch Grenzwert (AL) und 2. Grenzwert (AL2)
SchaltverhaltenSymmetrischLage der Schaltdifferenz um den Grenzwert
SymmetrischSchaltdifferenz liegt je zur Hälfte unterhalb und oberhalb des Grenzwerts
Links unsymmetrischSchaltdifferenz liegt unterhalb des Grenzwerts (typisch)
Rechts unsymmetrischSchaltdifferenz liegt oberhalb des Grenzwerts (typisch)
Anfahr-Alarm-unterdrückungAusAlarmunterdrückung während der Anfahrphase
AusGrenzwertüberwachung arbeitet immer entsprechend ihrer Alarmfunktion
EinAlarmunterdrückung nach Netz-Ein oder bei Änderung des Grenzwerts oder Soll-werts
Einschalt-verzögerung0 bis 99990Verzögerungszeit (in Sekunden) für die Aktivierung des Ausgangssignals wenn Alarmbedingung vorliegt
ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
Ausschalt-verzögerung0 bis 9999 0 Verzögerungungszeit (in Sekunden) für die Deaktivierung des Ausgangssignals wenn Alarmbedingung nicht mehr vorliegt
Wischerzeit0 bis 99990Das Ausgangssignal wird nach dieser Zeit (in Sekunden) automatisch deaktiviert, auch wenn die Alarmbedingung weiterhin vorliegt. Bei erneutem Eintreten der Alarmbedingung startet die Funktion neu (flankengesteuert).
Verhalten im FehlerfallAusgang Aus Ausgangssignal inaktivAusgangssignal im Fehlerfall (z. B. bei Messbereichsüber- oder Messbereichsunterschreitung)
Ausgang Aus Ausgangssignal aktiv
Ausgang Ein Ausgangssignal aktiv
Selbsthaltung AusAus Selbsthaltung ist nicht aktiv. Das Ausgangssignal wird zurückgesetzt, sobald sich der Istwert wieder im Gutbereich befindet
Ein Selbsthaltung ist aktiv. Die Selbsthaltung ist aktiv.gangssignal wird zurückgesetzt, sobald sich der Istwert wieder im Gutbereich befindet
Immer quittierbar Selbsthaltung ist aktiv.tung kann nur quittiert werden, wenn sich der Istwert wieder im Gutbereich befindet
Die Selbsthaltung kann immer quittiert werden
QuittierungssignalDigitalselektor, siehe Seite 41Keine AuswahlSignal (High-aktiv) zum Quittieren des Ausgangssignals bei Selbsthaltung

Funktion

Bei den Alarmfunktionen AF1 bis AF6 hängt der resultierende Grenzwert vom Sollwert ab, indem der eingegebene Grenzwert zum Sollwert addiert bzw. vom Sollwert subtrahiert wird. Die Alarmfunktionen AF7 und AF8 arbeiten mit einem festen Grenzwert, der dem eingegebenen Grenzwert entspricht. Siehe Kapitel 7.3.8 „Grenzwertüberwachung“, Seite 56

Anfahr-Alarmunterdrückung

Funktion der Anfahr-Alarmunterdrückung:

  • Nach Netz-Ein bleibt das Alarmsignal der Grenzwertüberwachung inaktiv, auch wenn sich der Istwert im Alarmbereich befindet.
  • Wird, während sich der Istwert außerhalb des Alarmbereichs befindet, der Grenzwert oder der Sollwert so geändert, dass der Istwert danach im Alarmbereich liegt, bleibt das Alarmsignal inaktiv.
  • Erst, wenn der Istwert den Alarmbereich verlassen hat, arbeitet die Grenzwertüberwachung wieder entsprechend ihrer Alarmfunktion. Das heißt, das Alarmsignal bleibt inaktiv, bis der Istwert wieder im Alarmbereich liegt.

Alarmfunktionen

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Alarmfunktionen AF1 bis AF8 und die Lage der Hysterese (links unsymmetrisch, symmetrisch, rechts unsymmetrisch).

7 Konfiguration

Sollwertbezogene Schaltfunktionen

Links unsymmetrisch Symmetrisch Rechts unsymmetrisch
AF1Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 1Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 2Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 3
AF2Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 4Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 5Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 6
AF3Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 7Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 8Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 9
AF4Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 10Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 11Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 12
AF5Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 13Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 14Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 15
AF6Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 16Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 17Jumo miroTRON - Sollwertbezogene Schaltfunktionen - 18

0 = Ausgangssignal nicht aktiv
1 = Ausgangssignal aktiv
x = Istwert
w = Sollwert
(1) Grenzwert (AL)
(2) Hysterese

Grenzwertbezogene Schaltfunktionen

AF7 und AF8 überwachen sollwertunabhängig, ob der Istwert einen festen Grenzwert über- oder unterschreitet.

Links unsymmetrisch Symmetrisch Rechts unsymmetrisch
AF7Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 1Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 2Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 3
AF8Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 4Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 5Jumo miroTRON - Grenzwertbezogene Schaltfunktionen - 6

0 = Ausgangssignal nicht aktiv
1 = Ausgangssignal aktiv
(2) Hysterese

Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert

Ist für das Grenzwertverhalten unsymmetrisch eingestellt, überwachen AF1 und AF2, ob der Istwert x in einem unsymmetrischen Fenster um den Sollwert liegt.

Links unsymmetrisch Symmetrisch Rechts unsymmetrisch
AF1Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 1Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 2Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 3
AF2Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 4Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 5Jumo miroTRON - Unsymmetrische Schaltfunktionen mit 2. Grenzwert - 6

0 = Ausgangssignal nicht aktiv
1 = Ausgangssignal aktiv
x = Istwert
w = Sollwert
(1) Grenzwert (AL)
(2) Hysterese
(3) 2. Grenzwert (AL2)

7.3.9 Service

Einstellen von Serviceparametern über Setup-Programm oder am Gerät

In diesem Menü können die Serviceparameter des Gerätes festgelegt werden.

Alle Parameter können sowohl im Setup-Programm als auch am Gerät konfiguriert werden.

Parameter Wert Werks-einstellungBeschreibung
Funktion Anzahl Schaltvor-gängeAnzahl Schalt-vorgängeZählt die Schalthäufigkeit eines Binärsignals
Einschaltdauereines Binärsignals in Stunden
Einschaltdauer eeines Binärsignals in Stunden
Serviceintervall0 bis 10.000.0000Im Gerät bis 9999 einstellbar0: Grenzwertüberwachung ausgeschaltet>0: Grenzwertüberwachung des Service-Zählers, bei Überschreitung aktiviert das Gerät das Servicesignal
Zu überwachen-des SignalDigitalselektor,siehe Seite 41Keine AuswahlBinärsignal, dessen Schalthäufigkeit oder Einschaltdauer gezählt wird
QuittierungssignalKeine AuswahlBinärsignal (High-aktiv) zum Quittieren des Service-Signals
Betriebsstunden-zählerAusAusFunktion ist ausgeschaltetDer Zähler wird auf 0 zurückgesetzt
Anzeige in StundenBetriebsdauer des Geräts in Stunden
Anzeige in TagenBetriebsdauer des Geräts in Tagen

7.3.10 Digitale Steuersignale

Mit den digitalen Steuersignalen stehen Funktionsbausteine zur Verfügung mit deren Hilfe die Applikation angepasst werden kann. Es können bis zu drei Binärsignale mittels UND/ODER/XOR-Funktion verknüpft werden (z. B. Sollwertumschaltung, Parameterumschaltung). Signale können invertiert und verzögert werden. Das Verhalten des Ausgangssignals ist konfigurierbar (Impuls, Wischer).

Es können 2 Steuersignale programmiert werden. Als Eingang dient jedes beliebige Binärsignal (Digitalselektor). Dieses kann das Gerät wie folgt ausgeben:

  • invertiert
    • als Impuls (Einschaltzeit, Ausschaltzeit)
    • als verzögertes Ein- und Ausschalten; (Verzögerungszeit = Einschaltzeit, Ausschaltzeit)
  • als Wischersignal (Wischerzeit = Einschaltzeit)
  • als UND/ODER/XOR-Funktion mit bis zu 3 Binärsignalen

Weiterhin kann die steigende oder fallende Flanke des Eingangssignals ermittelt werden. Für eine Abtastzeit ist der Ausgang dann jeweils gesetzt.

Jumo miroTRON - Digitale Steuersignale - 1

HINWEIS!

Die digitalen Steuersignale sind unabhängig von einem Fühlerbruch/-kurzschluss.

Die Steuersignale sind nach Netz-EIN inaktiv.

Digitale Steuersignale mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die digitalen Steuersignale zur Anpassung von Applikationen festgelegt.

Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.

Parameter WertWerkseinstel-lungBeschreibung
Funktion Ohne FunktionInktion Ohne Funktion Das Ausgangssignal entspricht
Impuls Solange das Eingangssignal aktivdem Eingangssignal (ggf. mit Invertierung)
ist (High), wird ein impulsförmiges Signal ausgegeben
Verzögerung Das Ausgangssignal folgt dem Verlauf des Eingangssignals, wobei der Übergang vom Low- zum High-Zustand und umgekehrt verzögert wird
Wischerfunktion Bei der steigenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal aktiviert und nach Ablauf der Wischerzeit deaktiviert (auch wenn das Eingangssignal weiterhin aktivist). Bei erneuter steigender Flanke des Eingangssignals startet die Funktion neu
Steigende Flanke Bei der steigenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal für die Dauer eines Abtastintervalls aktiviert.
Fallende Flanke Bei der fallenden Flanke des Eingangssignals wird das Ausgangssignal für die Dauer eines Abtastintervalls aktiviert
ODER-Funktion Logische ODER-Verknüpfungder Eingangssignale (Signal 1, Signal 2, Signal 3)
UND-Funktion Logische UND-Verknüpfung
XOR-Funktion Logische XOR-Verknüpfung
Digitalsignal DigitalSelektor,siehe Seite 41Keine AuswahlEingangssignal (bzw. ODER/UND/XOR-Signal 1)
2. Signal ODER/UND/XORDigitalselektor,siehe Seite 41Keine AuswahlZweites Eingangssignal für die logische Verknüpfung
3. Signal ODER/UND/XORDigitalselektor,siehe Seite 41Keine Auswahl Drittes Eingangssignal für die logische Verknüpfung
InvertierungNeinNeinAusgangssignal (Steuersignal) nicht invertiert
JaAusgangssignal (Steuersignal) invertiert
Einschaltzeit/-verzögerung0 bis 9999 s0Impulse: Einschaltzeit (High-Zustand; in Sekunden)Verzögerung: Verzögerungszeit (in Sekunden) für den Übergang vom Low- zum High-Zustand

7 Konfiguration

Parameter WertWerkseinstel-lungBeschreibung
Ausschaltzeit/-verzögerung0 bis 9999 s 0 Impulse: Ausschaltzeit (Low-Zustand; in Sekunden)Verzögerung: Verzögerungszeit (in Sekunden) für den Übergang vom High-zum Low-Zustand
Wischerzeit0 bis 9999 s0Zeit (in Sekunden) für Wischerfunktion

7.3.11 Timer

Timer mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die Einstellungen für den Timer festgelegt.

Der Timer und seine Parameter sind nicht von der Geräteausführung abhängig.

Parameter WertWerkseinstel-lungBeschreibung
Funktion Aus Aus TTimer ist nicht aktiv
Ein Timer ist aktiv
Zeitdarstellungmm:ssEinheit der Timerzeit (für Eingabe und Anzeige am Gerät)
mm:ssMinuten:Sekunden
hh:mmStunden:Minuten
dd:hhTage:Stunden
TimerzeitZeit nach TimerstartDer Einstellbereich hängt von der konfigurierten Zeiteinheit ab:
00:00 bis 59:5900:00mm:ss
00:00 bis 23:5900:00hh:mm
00:00 bis 99:2300:00dd:hh
Vorlaufzeit0 bis 9999 s0Zeit vor Timer-Start (in Sekunden)
Endezeit Timer-1 bis 9999 s0Zeit nach Timer-Ende (in Sekunden)-1 = unendlich, aktiv bis zur Quittierung Während der Nachlaufzeit ist das Ende-Signal aktiv.
Quittier-SignalDigitalselektorsiehe Seite 41Keine AuswahlNur bei Nachlaufzeit ≠ 0: Signal (aktiv bei steigender Flanke) zum Quittieren des Ende-Signals
Start-SignalKeine AuswahlSignal (aktiv bei steigender Flanke) zum Starten des TimersDas Start-Signal wirkt nur, während der Timer nicht läuft oder während der Nachlaufzeit (nicht während der Vorlaufzeit und der Laufzeit)
ParameterWertWerkseinstellungBeschreibung
Abbruch-Signal Digitalselektorsiehe Seite 41Auswahl Signal (High-aktiv) zum AnhaltenSignal (aktiv bei steigender Flanke) zum Abbrechen des TimersDas Abbruch-Signal wirkt nur, während der Laufzeit (nicht während der Nachaufzeit).
Halt-Signal Keine Auswahl Signal
Neustart-SignalSignal (aktiv bei steigender Flanke) zum Rücksetzen und erneuten Starten des TimersDas Neustart-Signal wirkt nur während der Laufzeit (nicht während der Vorlaufzeit oder der Nachlaufzeit); es kann nicht zum Starten des Timers verwendet werdenBeim Neustart wird die Vorlaufzeit nicht berücksichtigt
AusgangssignalHigh aktivHigh aktivAusgangssignal: High-aktiv während Timer läuft
Low aktiv Ausgangssignal: Low-aktiv während Timer läuft
Istwert-ToleranzbandAnalogselektorsiehe Seite 420 Istwert für Tolleranzbandfunktion
Sollwert-Toleranzband0 Sollwert für Tolleranzbandfunktion
Toleranzband0 bis 99990Symmetrisches Toleranzband (in Kelvin) um den SollwertNach Timer-Start läuft die Timerzeit erst ab dem Zeitpunkt, zu dem der Istwert das Toleranzband erreicht0 = Start ohne Toleranzband

7 Konfiguration

7.3.12 Digitalausgänge

Digitalausgänge mit dem Setup-Programm und am Gerät

In diesem Menü werden die Einstellungen für die Digitalausgänge des Geräts festgelegt.

Das Setup-Programm erkennt, um welche Geräteausführung es sich handelt.

Parameter Wert Werkseinstel-lungBeschreibung
Quelle Digitalselektorsiehe Seite 41Keine Auswahl $Signal, das am Digitalausgang ausgegeben wird.Bei „Keine Auswahl“ entspricht das Ausgangssignal dem nicht aktiven Zustand.
Invertierung Nein Nein Ausgangssignal wird nicht invertiert
Ja Ausgangssignal wird invertiert

7.4 Geräteinfo – Menü

Versionen

Hier werden gerätespezifische Nummern (z. B. Fabrikationsnummer) sowie Versionsnummern von Hardware und Software des Geräts angezeigt.

Service

Hier werden die Zählerstände des Servicezählers und des Betriebsstundenzählers, der Zustand des Servicesignals und der aktuelle Fehlerstatus des Geräts angezeigt.

Außerdem steht hier eine Funktion zur Verfügung, um das Gerät auf Werkseinstellung zurückzusetzen. Durch Drücken der Taste Menu/OK (mindestens 5 Sekunden) wird die Funktion sofort ausgeführt.

Hardware

Hier werden die Produktgruppennummer (Gerätetyp) sowie Informationen zur Geräteausführung angezeigt.

7 Konfiguration

8.1 Service

Im Gerät steht ein Service- und Betriebsstundenzähler zur Verfügung. Der Servicezähler zählt, wenn ein zu überwachendes Signal eingestellt ist.

ServicezählerDas Gerät zählt die Anzahl der „Low-High-Flanken“ eines Binärsignals. Für Servicezwecke speichert das Gerät unabhängig von der individuellen Einstellung weitere Parameter:• Betriebszeit für den Service• Klemmentemperatur• Schaltspiele
BetriebsstundenzählerDas Gerät misst die Einschaltzeit eines Binärsignals.
Service-Intervall-ZählerErkennt das Gerät die Überschreitung des Serviceintervalls (Grenzwert) alarmiert es über ein Service-Signal.Wird das Quittierungs-Signal zurückgesetzt, startet der Service Intervall-Zähler erneut.
Betriebszeitzähler Das Gerät zählt die Betriebsstunden nur, wenn der Betriebsstundenzähler auf „Anzeige in Stunden“ oder „Anzeige in Tagen“ gestellt ist.Wenn der Betriebsstundenzähler auf „Aus“ gestellt wird, setzt das Gerät den Zähler zurück.Der Zähler zählt bis zu seinem Wertebereichende und bleibt auf diesem stehen.

8.2 Wartung

Das Gerät ist wartungsfrei. Bei Schäden, z.B. durch Transport, Wartung oder bei Defekten im Betrieb, dürfen keine Reparaturen am Gerät vorgenommen werden. Wenn das Gerät göffnet wurde, erlischt der Gewährleistungsanspruch.

Das Gerät im Schadenfall an den zuständigen Servicepartner senden. Siehe Rückseite dieser Betriebsanleitung.

8.3 Reinigung

Bei Auslieferung ist die Folientastatur und das Display mit einer Schutzfolie versehen. Sollte die Gerätefront im Betrieb verschmutzen, Gerätefront mit einem weichen Tuch und einer milden Spülmittellösung reinigen.

Jumo miroTRON - Reinigung - 1

VORSICHT!

Gefahr der Beschädigung der Gerätefront!

Reinigungsmittel wie Benzin, Lösemittel oder scheuemde Reinigungsmittel sowie die Säuberung mit einem Hochdruckreiniger können die Gerätefront irreversibel beschädigen.

▶ Gerätefront immer mit einem weichen Tuch und einer milden Spülmittellösung reinigen.

8 Wartung, Reinigung, Störungsbeseitigung

8.4 Störungsbeseitigung

8.4.1 Fehlerarten

Mögliche Fehlerarten:

• Systemfehler, die durch Hardware oder Software erkannt werden (z. B. Fühlerbruch, Overrange)
- Vom Kunden in der Konfiguration eingestellte Fehlermeldung (Fehlermeldung wenn der Binäreingang von 0 nach 1 schaltet oder wenn ein eingestellter Grenzwert überschritten wird)
• Laufzeitfehler (z. B. Division durch 0, interner RAM Speicher defekt, etc.)

8.4.2 Fehlermeldungen

Anzeige MöglicheUrsacheaMaßnahmen
<<<< Messbereichsunterschreitung Fühler und Leitung prüfen (Bruch, Kurzschluss, Verpolung)
>>>> MessbereichsüberschreitungAnschlussklemmen prüfenKonfiguration prüfen (Signalart, Line-arisierung, Widerstandsmessbereich, Skalierung)
++++ Temperaturfür Kompensation außerhalb
---- Fühler- oderLeitungsbruchFühler- oder Leitungskurzschluss kein gültiger EingangswertAnzeigekapazität überschrittenungültiger Wert

^a Abhängig von der Signalart (Messwertgeber) Im Fehlerfall wechselt der Regler in den Handbetrieb.

9.1 Analogeingang

Thermoelemente

Bezeichnung Typ Norm ITS Messbereich Genauigkeita
Fe-CuNi„L“DIN 43710 (1985-12)IPTS-68-200 bis +900 C≤ 0,4 %
Fe-CuNi „J“ DIN ENN 60584-1:2013IEC 60584-1:2013ITS-90-210 bis +1200 °C≤ 0,4 % ab -100 °C
NiCr-Ni„K“DIN EN 60584-1:2013IEC 60584-1:2013ITS-90-270 bis +1300 °C≤ 0,4 % ab -80 °C

^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den Messbereich.

Umgebungstemperatureinfluss≤ 300 ppm/K
Vergleichsstelleintern oder extern (konstant)
Vergleichsstellentemperatur0 °C (fest eingestellt)
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s

Widerstandsthermometer

BezeichnungNormITSAnschlussartMessbereichGenauig-keitaMess-strom
Pt100DIN EN 60751:2008IEC 60751:2008ITS-902-/3-Leiter-200 bis +600 °C≤ 0,25 %500 μA
Pt1000DIN EN 60751:2009IEC 60751:2008ITS-902-/3-Leiter-200 bis +600 °C≤ 0,25 %100 μA
Kundenspezifisch150 bis 3000 Ω≤ 0,25 %< 500 μA

^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den Messbereich.

Umgebungstemperatureinfluss≤ 300 ppm/K
Sensorleitungswiderstandmax. 30 Ω je Leitung
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s

Spannung, Strom (Einheitssignale)

BezeichnungMessbereich Genauigkeit^a Eingangswiderstand bzw. Bürdenspannung
Spannung0 bis 10 V≤0,15 %>100 kΩ
Strom4 bis 20 mA≤0,125 %<2,5 V
0 bis 20 mA≤0,125 %<2,5 V

^a Die Genauigkeit bezieht sich auf den maximalen Messbereich. Bei kleinen Messspannen verringert sich die Linearisierungsgenauigkeit.

Umgebungstemperatureinfluss ≤ 100 ppm/K
Messsbereichsunter-/-überschrei-tungnach NAMUR-Empfehlung NE 43 (nur Stromeingang 4 bis 20 mA)
Eingangsfilterdigitales Filter 2. Ordnung; Filterkonstante einstellbar von 0 bis 100,0 s

Messkreisüberwachung

Das Verhalten des Gerätes im Fehlerfall ist konfigurierbar.

MesswertgeberMessbereichs-unterschreitungMessbereichs-überschreitungKurzschluss (Fühler/Leitung)Bruch (Fühler/Leitung)Verpolung
Widerstandsther-mometer++++++++---

9 Technische Daten

Messwertgeber MMessbereichs-unterschreitungMessbereichs-überschreitungKurzschluss (Fühler/Leitung)Bruch (Fühler/Leitung)Verpolung
Thermoelement ++++ --- ++ (+)a
Strom0 bis 20 mA--- ++ --- --- ---
Strom4 bis 20 mA++ ++ ++ ++ ++
Spannung0 bis 10 V--- ++ --- --- ++
++ = wird erkannt --- = wird nicht erkannt (+) = wird bedingt erkannt

a abhängig von der eingestellten Kennlinie

9.2 Digitaleingang

Eingang für potenzialfreien Kon-taktFunktion Kontakt geschlossen: Eingang ist aktiv (R ON < 1 k )Kontakt offen: Eingang ist inaktiv ( R_OFF > 100 k )

9.3 Digitalausgänge

1 Relais (Wechsler) BestellcodeSchaltleistungKontaktlebensdauermax. 10 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last 100.000 Schaltungen bei Nennlast23
1 Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauermax. 5 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last 100.000 Schaltungen bei Nennlast
1 Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauermax. 10 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last 100.000 Schaltungen bei NennlastBestellcode26
1 Digitalausgang DC 0/14 VAusgangssignalStromDC 0/14 V ± 15 % max. 20 mA (bei Nennspannung 14 V)
4 Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauermax. 2,5 A bei DC 30 V oder AC 250 V, ohmsche Last 200.000 Schaltungen bei NennlastBestellcode24

9.4 Anzeige

18-Segment-LCD-Anzeigen
Ziffernhöhe 13 mm 4 mmFarbe weiß grünobere Anzeige: untere Anzeige:
Stellen inkl. Nachkommastellen 4 7
Nachkommastellen 0, 1 oder automatisch (konfigurierbar)

9.5 Elektrische Daten

Spannungsversorgung entsprechend der bestellten Ausführung02AC 230 V -15/+10 %, 48 bis 63 Hz
05AC 115 V -15/+10 %, 48 bis 63 Hz
30DC 12 bis 24 V, -15/+15 % SELV
Elektrische Sicherheitnach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie II bis 300 V Netzspannung,Verschmutzungsgrad 2
LeistungsaufnahmeTyp 701080Typ 701081Typ AC 230 V:max. 3,3 Wmax. 4 WTyp AC 115 V:max. 3,6 Wmax. 4,2 WTyp DC 12 bis 24 V:max. 1,7 Wmax. 2,3 W
Genauigkeit Timer1 %
Abtastzyklus250 ms
Elektrischer Anschlussrückseitig über Federzugklemmen (Push-In-Technologie)
Leiterquerschnitt, mechanischDraht oder Litze(ohne Aderendhülse)Litze mit Aderendhülse ohne Kunststoffkragen: min. 0,2 mm ^2 , max. 1,5 mm ^2 mit Kunststoffkragen: min. 0,2 mm ^2 , max. 0,75 mm ^2 min. 0,2 mm ^2 , max. 1,5 mm ^2
Abisolierlänge8 mm
Leiterquerschnitt, elektrisch5 A Laststrom10 A Laststrom16 A Laststrommin. 0,75 mm ^2 min. 1,0 mm ^2 min. 1,5 mm ^2

9.6 Umwelteinflüsse

UmgebungstemperaturbereichLagerung -30 bis +70 °CBetrieb -10 bis +55 °C
Aufstellhöhe max. 2000 m über NN
Klimatische UmgebungsbedingungenKlimafestigkeitLagerung nach Klasse 1K2Betrieb nach Klasse 3K3nach DIN EN 60721-3 mit erweitertem Temperaturbereich≤ 90 % rel. Feuchte ohne Betauung
Mechanische Umgebungsbedingungen nachLagerung nach Klasse 1M2Transport nach Klasse 2M2Betrieb nach Klasse 3M3DIN EN 60721-3
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)Störaussendung Klasse BStörfestigkeitProduktfamilien Norm DIN EN 61326-1aIndustrieanforderung

a Das Produkt ist für den industriellen Einsatz sowie für Haushalt und Kleingewerbe geeignet

9.7 Gehäuse

GehäuseartKunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen), kobaltblau RAL 5013
GehäusefrontFolientastatur,oberere Schräge kobaltblau RAL 5013, untere Schräge silbergrau RAL 7001
Schalttafelstärke1 bis 10 mm
Gehäusebefestigungin Schalttafel unter Verwendung des mitgelieferten Befestigungsrahmens bzw. der beiden Befestigungselemente
Gebrauchslage beliebig^a
Schutzartnach DIN EN 60529, frontseitig IP65, rückseitig IP20
Gewicht
Typ 701080max. 154 g
Typ 701081max. 159 g

^a Die maximal zulässige Umgebungstemperatur gilt nur für den Einbau mit senkrechter Orientierung der Anzeige.

9.8 Zulassungen und Prüfzeichen

PrüfzeichenPrüfstelleZertifikate/PrüfnummernPrüfgrundlageGilt für
c UL usUnderwriters LaboratoriesE201387UL 61010-1 (3. Ed.), CAN/CSA-22.2 No. 61010-1 (3. Ed.)alle Ausführungen

Das Gerät hat die Zulassung, wenn das betreffende Prüfzeichen auf dem Gerät abgebildet ist.

JUMO

JUMO GmbH & Co. KG

Moritz-Juchheim-Straße 1

Technischer Support Deutschland:

Telefon: +49 661 6003-9135

Tele fax: +49 661 6003-881899

E-Mail: support@jumo.net

JUMO Mess- und Regelgeräte GmbH

Pfarrgasse 48

1230 Wien, Austria

Telefon: +43 1 610610

Telefax: +43 1 6106140

E-Mail: info.at@jumo.net

Internet: www.jumo.at

Technischer Support Österreich:

Telefon: +43 1 610610

Telefax: +43 1 6106140

E-Mail: info.at@jumo.net

JUMO Mess- und Regeltechnik AG

Laubisrütistrasse 70

Internet: www.jumo.ch

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Telefon: +41 44 928 24 44

Telefax: +41 44 928 24 48

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Jumo miroTRON - JUMO Mess- und Regeltechnik AG - 1

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Produktinformationen

Marke : Jumo

Modell : miroTRON

Kategorie : Thermostat