Quantrol LC200 - Temperaturregler Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Temperaturregler (PID-Regler) |
| Marke | Jumo |
| Modell | Quantrol LC200 |
| Abmessungen (B x H x T) | 48 mm x 48 mm x 80 mm |
| Gewicht | ca. 200 g |
| Versorgungsspannung | 24 V AC/DC |
| Eingang (Fühler) | Pt100, Thermoelement Typ J/K |
| Ausgang | Relais (Wechsler, 250 V / 3 A) |
| Anzeige | LED, 4-stellig, rot |
| Regelungsart | PID, Ein/Aus, manuell |
| Genauigkeit | Klasse 0,5 |
| Umgebungstemperatur | 0 °C bis 50 °C |
| Schutzart | IP20 (Front), IP00 (Gehäuse) |
| Montage | Schalttafeleinbau, Ausschnitt 45 x 45 mm |
| Wartung | Regelmäßige Reinigung mit trockenem Tuch; keine feuchten Reiniger |
| Sicherheit | Überspannungsschutz, Verpolungsschutz, integrierte Sicherung |
| Ersatzteile und Reparatur | Ersatzteile über Jumo Kundendienst; Reparatur nur durch autorisiertes Fachpersonal |
Häufig gestellte Fragen - Quantrol LC200 Jumo
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BEDIENUNGSANLEITUNG Quantrol LC200 Jumo
Universal-PID-Reglerserie




B 702030.0
Betriebsanleitung

2013-09-23/00600570
1 Einleitung 5
1.1 Gerätedokumentation 5
1.2 Sicherheitshinweise 5
1.3 Lieferumfang 6
2 Montage - Elektrischer Anschluss 7
2.1 Geräteausführung identifizieren 7
2.2 Auszug aus den Technischen Daten 7
2.3 Einbau 9
2.4 Installationshinweise 10
2.5 Galvanische Trennung 10
2.6 Anschlussplan 11
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung 13
3.1 Bedienung 13
3.1.1 Anzeige- und Bedienelemente 13
3.1.2 Selbstoptimierung, Sollwert und Handbetrieb 13
3.1.3 Rampenfunktion/Brennkurve 13
3.1.4 Ebenenkonzzept 14
3.1.5 Bedienerebene (OPr) 14
3.2 Konfiguration (ConF) 15
3.2.1 Analogeingang (InP) 15
3.2.2 Regler (Cntr) 16
3.2.3 Rampenfunktion/Brennkurve (rAFC) 17
3.2.4 Grenzwertüberwachung (Li1, Li2) 17
3.2.5 Timer (tFCt) 18
3.2.6 Ausgänge (OutL, OutA) 19
3.2.7 Binärfunktionen (binF) 20
3.2.8 Anzeige und Bedienung (diSP) 20
3.2.9 Schnittstelle (IntF) 21
3.3 Parametrierung (PArA) 22
4 Anhang 23
4.1 Zusätzliche Informationen zur Montage 23
4.1.1 Geräteabbildung mit Abmessungen 23
4.1.2 Reinigung der Gerätefront 25
4.2 Zusätzliche Informationen zu den Gerätefunktionen 26
4.2.1 Eingaben und Bedienerführung 26
4.2.2 Analogeingang 27
4.2.3 Analogausgang 27
4.2.4 Rampenfunktion und Brennkurve 28
4.2.5 Timer 29
4.2.6 Grenzwertüberwachung 30
Inhalt
4.2.7 Selbstoptimierung 30
4.3 Fehlermeldungen 33
4.4 Technische Daten 34
1.1 Gerätedokumentation
Typenblatt T 702030 (als PDF-Dokument)
Das Typenblatt liefert allgemeine Informationen über das Gerät und bildet die Grundlage für Planung und Kaufentscheidung.
Kurzanleitung B 702030.7 (gedruckt im Format DIN A6)
Die Kurzanleitung enthält die wichtigsten Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss sowie die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration des Geräts. Die Kurzanleitung ist jedem Gerät beigelegt. Für weitergehende Informationen steht die Betriebsanleitung B 702030.0 als PDF-Dokument zur Verfügung.
Betriebsanleitung B 702030.0 (als PDF-Dokument)
Die Betriebsanleitung enthält alle Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss, sowie die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration des Geräts.
Schnittstellenbeschreibung B 702030.2.0 (als PDF-Dokument)
Sie liefert Informationen über die RS485-Schnittstelle, das Modbus-Protokoll und die Kommunikation mit anderen Geräten.
Alle PDF-Dokumente stehen unter www.jumo.net zum Download bereit.
1.2 Sicherheitshinweise
Diese Anleitung enthält Hinweise, die Sie zur eigenen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Diese Hinweise sind durch Zeichen unterstützt und werden in dieser Anleitung wie gezeigt verwendet.
Lesen Sie diese Anleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Anleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.
Alle erforderlichen Einstellungen sind in der vorliegenden Anleitung beschrieben. Durch Manipulationen, die nicht in der Anleitung beschrieben oder ausdrücklich verboten sind, gefährden Sie Ihren Anspruch auf Gewährleistung.
Warnende Zeichen

GEFAHR!
Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT!
Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

DOKUMENTATION LESEN!
Dieses Zeichen – angebracht auf dem Gerät – weist darauf hin, dass die zugehörige Geräte-Dokumentation zu beachten ist. Dies ist erforderlich, um die Art der potenziellen Gefährdung zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen.
1 Einleitung
Hinweisende Zeichen

HINWEIS!
Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

VERWEIS!
Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Abschnitten, Kapiteln oder anderen Anleitungen hin.
1.3 Lieferumfang
- Regler (inkl. Dichtung und Befestigungselemente)
- Kurzanleitung B 702030.7 im Format DIN A6
2.1 Geräteausführung identifizieren
| Grundtyp | ||||||
| 702031 | Quantrol LC100 (Format 48 mm x 48 mm) | |||||
| 702032 | Quantrol LC200 (Format 48 mm x 96 mm, Hochformat) | |||||
| 702034 | Quantrol LC300 (Format 96 mm x 96 mm) | |||||
| Alle Typen inkl. 1 Analogeingang (universell), 1 Binäreingang (für potenzialfreien Kon-takt; alternativ zu Analogeingang 0 ... 10 V nutzbar), 1 Relaisausgang (Schließer) | ||||||
| Grundtypergänzung | ||||||
| 8 | Standard mit werkseitigen Einstellungen | |||||
| 9 | Kundenspezifische Programmierung (auf Anfrage) | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | O p t i o n e n (3 und 4 nicht be | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | - | ||
| 1 | 1 | 1 | 1 | R e l a i s a u s g a n g (S c h l i e B e | ||
| 2 | 2 | 2 | 2 | 1 L o g i k a u s g a n g | ||
| 3 | -- | 1 | Analogausgang (konfigurierbar) | |||
| - | 4 | - | 1 Schnittstelle RS485 | |||
| Spannungsversorgung | ||||||
| 23 AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 Hz | ||||||
| 25 AC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz | ||||||

2.2 Auszug aus den Technischen Daten
Gehäuse
| Gehäuseart | Kunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach DIN IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen) |
| Abmessungen (Front) | LC100: 48 mm x 48 mm; LC200: 48 mm x 96 mm (Hochformat); LC300: 96 mm x 96 mm |
| Schalttafelausschnitt | LC100: 45 mm x 45 mm; LC200: 45 mm x 92 mm; LC300: 92 mm x 92 mm |
| Mindestabstand horizontal / vertikal | LC100: 11 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel); LC200/LC300: 22 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel) |
| Einbautiefe | LC100: max. 95 mm; LC200/LC300: max. 80 mm |
| Umgebungs-/Lager-temperaturbereich | -5 ... +55 °C / -40 ... +70 °C |
2 Montage - Elektrischer Anschluss
| Klimafestigkeit rel. Feuchte | < 90% im Jahresmittel ohne Betauung |
| Aufstellhöhe max. 2000 m über NN | |
| Gebrauchslage beliebig | |
| Schutzart nach DIN EN 605 | 29, frontseitig IP 65, rückseitig IP 20 |
| Gewicht (voll bestückt) | LC100: ca. 150 g; LC200: ca. 200 g; LC300: ca. 300 g |
Elektrische Daten
| Spannungsversorgung(Schaltnetzteil) | AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 HzAC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz |
| ElektrischeSicherheit | nach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie III, Verschmutzungsgrad 2 |
| Leistungsaufnahme max. 14 VA | |
| Elektrischer Anschluss rückseitig über Schraubklemmen; mit Aderendhülse in Rohrform, offenem Kabelschuh oder StiftkabelschuhLeiterquerschnitt feindräftig 0,25 ... 1,5 mm ^2 Anzugsdrehmoment 0,5 Nm | |
| ElektromagnetischeVerträglichkeitStöraussendung Klasse AStörfestigkeit | nach DIN EN 61326-1- Nur für den industriellen Einsatz -Industrie-Anforderung |
| Setup-Schnittstelle | USB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig |
2.3 Einbau
| LC100 LC200 und LC300 | |
![]() | ![]() |
| Einbau LC100 Einbau LC200 und LC300 | |
| 1. Das Gerät von vorn in den Schalttafel-ausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten. | 1. Das Gerät von vorn in den Schalttafel-ausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten. |
| 2. Von der Schalttafelrückseite her den Befestigungsrahmen auf das Gerätschieben und mit den Federn gegen die Schalttafelrückseite drücken, bis die Rastnasen in die dafür vorgesehenen Nuten einrasten und eine ausreichende Befestigung gegeben ist. | 2. Von der Schalttafelrückseite her die Befestigungselemente in die seitlichen Öffnungen einsetzen und bis zum Anschlag nach hinten schieben. |
| 3. Die Befestigungselemente mit einem Schraubendreher gleichmäßig gegen die Schalttafelrückseite festspannen. |
2.4 Installationshinweise
- Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
- Bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation und beim elektrischen Anschluss des Gerätes sind die Vorschriften der DIN VDE 0100 "Errichten von Niederspannungsanlagen" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364) zu beachten.
- Bei maximaler Belastung müssen die Leitungen bis mindestens 80 °C hitzebeständig sein.
- Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.
- Das Gerät ist für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen vorgesehen. Die bauseitige Absicherung darf 20A nicht überschreiten. Für Service/Reparaturarbeiten ist das Gerät allpolig vom Netz zu trennen.
- Der Lastkreis muss auf den maximalen Relaisstrom abgesichert sein, um im Fall eines dortigen Kurzschlusses ein Verschweißen der Ausgangsrelais zu verhindern.
- Die Elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften.
- Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen sollten räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegt werden.
- Fühler- und Schnittstellenleitungen sollten verdrillt und abgeschirmt ausgeführt werden. Möglichst nicht in der Nähe stromdurchflossener Bauteile oder Leitungen führen. Schirmung einseitig erden.
- An die Netzklemmen des Gerätes keine weiteren Verbraucher anschließen.
2.5 Galvanische Trennung
| (1) Analogeingang |
| (2) Binäreingang |
| (3) Setup-Schnittstelle (USB) |
| (4) Spannungsversorgung |
| (5) RS485-Schnittstelle |
| (6) Analogausgang |
| (7) Relaisausgänge |
| (8) Logikausgänge |
2.6 Anschlussplan
Die Klemmleisten auf der Geräterückseite sind mit Schraubklemmen ausgestattet. Angaben zum Leiterquerschnitt sind den technischen Daten zu entnehmen.
| LC100 LC200 LC300 | ||
| ←USB12111098 | L1(L+)N(L-)457891011 | L1(L+)N(L-)457891011 |

HINWEIS!
Die USB-Schnittstelle (Buchse Mini-B 5-polig) ist am Gerät mit „SETUP“ beschriftet und befindet sich beim LC100 auf der Gehäuseoberseite, beim LC200 und LC300 auf der Gehäuseunterseite. Sie dient zum Anschluss eines PCs mit Setup-Programm.
2 Montage - Elektrischer Anschluss

GEFAHR!
Die elektrische Anlage kann unter Spannung stehen.
Es besteht die Gefahr eines Stromschlages.
Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal vorgenommen werden.

HINWEIS!
Vor dem elektrischen Anschluss die Geräteausführung anhand des Bestellschlüssels überprüfen.
| Anschluss Symbol LC100 LC200/LC300 | |||
| Analogeingang | |||
| Thermoelement 9 10 | ![]() | 8 | 11 |
| Widerstandsthermometer 2-Leiter 10 9 | ![]() | 8 | 11 |
| Widerstandsthermometer 3-Leiter 10 9 | ![]() | 9 | 10 |
| 8 | 11 | ||
| SpannungDC 0 ... 10 V | ![]() | 12 | 7 |
| 11 | 8 | ||
| StromDC 0(4) ... 20 mA | ![]() | 9 | 10 |
| 8 | 11 | ||
| Binäreingangfür potenzialfreien Kontakt | ![]() | 11 | 7 |
| 12 | 8 | ||
| A u | s g a | n g : 1 2 | |
| AnalogausgangDC 0 ... 10 V, DC 0(4) ... 20 mA | ![]() | 13 1214 13 | |
| Relaisausgang (Schließer)(max. 3 A bei AC 230 V, ohmsche Last) | ![]() | 4 1 35 1 4 | 6 4 1 2 17 5 1 3 1 |
| Logikausgang (DC 0/14 V) | ![]() | 13 714 6 | 12 14 16 1813 15 17 19 |
| RS485-Schnittstelle | ![]() | 76 | 115 |
| Ausgang 1 serienmäßig; Ausgänge 2 bis 5 optional (Optionen 1 bis 4) | |||
| Spannungsversorgung | ![]() | L1 (L+)N (L-) | L1 (L+)N (L-) |
| Setup-Schnittstelle | USB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig | ||
3.1 Bedienung
3.1.1 Anzeige- und Bedienelemente
![]() | (A) Programmieren / eine Ebene tiefer |
| (B) Wert verkleinern / vorheriger Parameter | |
| (C) Wert vergrößern / nächster Parameter | |
| (D) Funktionstaste / Ebene verlassen | |
| (E) Rote 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Istwert); vierstellig, konfigurierbare Kommastelle (automatische Anpassung bei Überschreiten der Anzeige-kapazität) | |
| (F) Grüne 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Sollwert); vierstellig, konfigurierbare Kommastelle; auch Anzeige von Ebenen- und Parametersymbolen | |
| Werden die Tasten (A) und (C) gleichzeitig gedrückt, zeigt das Gerät die Software-Version an. | (G) LED 1 ... 3(5): Schaltstellung Binärausgang (LED leuchtet = Ausgang aktiv) |
| (H) LED Rampenfunktion oder Brennkurve |
3.1.2 Selbstoptimierung, Sollwert und Handbetrieb
Ausgehend von der Normalanzeige sind folgende Funktionen verfügbar:
| Selbstoptimierung starten: Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken (> 2 s)Selbstoptimierung abbrechen: Tas- ten (B) und (C) gleichzeitig drücken | In der unteren Anzeige wird „tUnE“ blinkend darge- stellt.Beim Abbruch werden keine Parameter verändert. |
| Sollwert ändern mit Tasten (B) und (C) | Der Sollwert ändert sich umso schneller, je länger die Taste gedrückt wird. Der Wert wird automatisch über- nommen. |
| In den Handbetrieb wechseln mit Funktionstaste (D) (> 2 s); ebenso Handbetrieb beenden | Der Stellgrad (%) wird in der unteren Anzeige darge- stellt und lässt sich mit den Tasten (B) und (C) ändern.(Bei Messbereichsüber-/unterschreitung und Fühler- bruch wechselt der Regler automatisch in den Hand- betrieb.) |
3.1.3 Rampenfunktion/Brennkurve
| Rampenfunktion (Start nach Netz-Ein oder mit Binärfunktion) | Brennkurve (Start mit Binärfunktion oder Funktionstaste) | ||
![]() | t1: Start (Istwert)t2: Sollwertvor-gabe wurde erreicht | ![]() | t1: Startt2: SP1 -> SP2 (automatisch)t3: Timer-Startt4: Timer-Ende |
| LED (H): Leuchtet bei aktiver Rampenfunktion | LED (H): Blinkt in Phase 1 (t1 bis t2), leuchtet in Phase 2 und 3 (t2 bis t4)OFF (F): Brennkurve nicht aktiv | ||
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
3.1.4 Ebenenkonzept
Die Parameter zur Einstellung des Gerätes sind in verschiedenen Ebenen organisiert.
![]() Wird 180 s (Werkseinstellung) keine Taste gedrückt, wechselt das Gerät zur Normalanzeige. Diese Zeitspanne ist konfigurierbar. | (1) Wechsel aus der Normalanzeige zu den Ebenen |
| (2) Wechsel zwischen den Ebenen | |
| (3) Wechsel in Bedienerebene (Sollwerte, Prozesswerte, Timer-Wert und -Zeiten) | |
| (4) Wechsel in Parameterebene (Reglerparameter) | |
| (5) Wechsel in Konfigurationsebene (Analogeingang, Regler, Rampenfunktion, Grenzwertüberwachung, Timer, Ausgänge, Binärfunktionen, Anzeige und Bedienung, Schnittstelle) | |
| (6) Rückkehr zur Normalanzeige | |
| (10) Navigationsprinzip: | |
| (11) - eine Ebene tiefer | |
| (12) - nächster Parameter / Wert vergrößern | |
| (13) - vorheriger Parameter / Wert verkleinern | |
| (14) - eine Ebene zurück |
Die verschiedenen Ebenen sind auch im Handbetrieb erreichbar.
Ebenenverriegelung (werkseitig sind alle Ebenen frei):
| Code B | ediener-ebene | Parameter-ebene | Konfigurati-onsebene | 1. (A) und (B) gleichzeitig drücken (> 5 s)2. (A) drücken (Anzeige blinkt)3. Code eingeben mit (B) oder (C)4. Mit (D) zurück zur Normalanzeige(oder automatisch nach 180 s)(Tastenbezeichnung in Klammern; siehe Kapitel 3.1.1) |
| 0 frei frei | frei | |||
| 1 frei frei | verriegelt | |||
| 2 frei verriegelt | verriegelt | gelt | ||
| 3 verriegelt | verriegelt | verriegelt |
3.1.5 Bedienerebene (OPr)
In Abhängigkeit von der Konfiguration sind folgende Parameter verfügbar:
| Symbol | Beschreibung Symbol Beschreibung |
| SP1 | Sollwert 1 (editierbar) |
| SP2 | Sollwert 2 (editierbar) |
| t1 | Timer-Wert (wenn Timer oder Brennkurve inaktiv; editierbar) |
| tL | Timer-Laufzeit (wenn Timer oder Brennkurve aktiv) |
| tR | Timer-Restlaufzeit (wenn Timer oder Brennkurve aktiv) |
| rASL | Rampensteigung (bei Brennkurve;editierbar) |
| SPr | Aktueller Rampensollwert (bei Rampenfunktion oder Brennkurve) |
| InP I | Messwert am Analogeingang |
| y | Stellgrad |
3.2 Konfiguration (ConF)

HINWEIS!
Im Gerät werden Parameter ausgeblendet, wenn die erforderliche Geräteausstattung nicht vorhanden ist. Werkseitige Einstellungen sind in den folgenden Tabellen fett dargestellt.
Analogselektor
Bei einigen Parametern in der Konfigurationsebene kann der Anwender aus einer Reihe von analogen Werten auswählen. Die folgende Liste zeigt alle verfügbaren Signale.
| Wert Beschreibung Wert Beschreibung | ||
| 0 Ausgeschaltet 7 Sollwert 2 | ||
| 1 Analogeingang 8 Anzeige Stellgrad | ||
| 2 Istwert 9 Reglerausgang 1 (z. B. Heizen, | ||
| 3 Aktueller Sollwert 10 Reglerausgang 2 (z. B. Kühlen, | ||
| 4 Rampenendwert 11 Timer-Laufzeit (Zeiteinheit des Timers) | ||
| 5 (reserviert) 12 Timer-Restzeit (Zeiteinheit des Timers) | ||
| 6 Sollwert 1 |
3.2.1 Analogeingang (InP)
ConF -> InP ->
| Parameter | Wert | Beschreibung | Wert | Beschreibung |
| Fühlerart SEnS | Widerstands-thermometer: | Thermoelemente: | ||
| 0 | Pt100 3-Leiter | 9 | NiCr-Ni K | |
| 1 | Pt1000 3-Leiter | 10 | Pt10Rh-Pt S | |
| 2 | Pt100 2-Leiter | 11 | Pt13Rh-Pt R | |
| 3 | Pt1000 2-Leiter | 12 | NiCrSi-NiSi N | |
| 4 | KTY 2-Leiter | 13 | NiCr-CuNi E | |
| 5 | Cu-50 3-Leiter | Einheitssignale: | ||
| Thermoelemente: | 14 | 0 ... 20 mA | ||
| 6 | Cu-CuNi T | 15 | 4 ... 20 mA | |
| 7 | Fe-CuNi J | 16 | 0 ... 10 V | |
| 8 | Fe-CuNi L | |||
| Bei Auswahl „0 ... 10 V“ ist der Binäreingang bin inaktiv. | ||||
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| MesswertkorrekturOFFS | -1999 ...0 ...+9999 | Der Messwert wird um diesen Wert (Offset) korrigiert, bevor er als Reglereingangswert und im Analogselektor verwendet wird. |
| AnzeigenanfangSCL | -1999 ...0 ...+9999 | Bei einem Messwertgeber mit Einheitssignal wird hier dem physikalischen Signal ein Anzeigewert zugeordnet.Beispiel: 0 ... 20 mA = 0 ... 1500 °C |
| AnzeigenendeSCH | -1999 ...100 ...+9999 | |
| FilterzeitkonstantedF | 0.0 ...0.6 ...100.0 (s) | Anpassung des digitalen Eingangsfilters (0 = Filter aus) |
| TemperatureinheitUnit | 1 Grad Celsius | |
| 2 Grad Fahrenheit | ||
| (Setup-Programm: Der Widerstand des KTY bei 25 °C ist einstellbar.) | ||
3.2.2 Regler (Cntr)
Der Regler bezieht den Istwert vom Analogeingang.
$$ \text { Conf } \rightarrow \text { Entr } \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| ReglerartCETP | 1 Zweipunktregler | |
| 2 Dreipunktregler | ||
| 3 Stetiger | Regler | |
| WirksinnCACT | 0 Direkt (Der Stellgrad des Reglers ist dann > 0, wenn der Istwert größer als der Sollwert ist; z. B. Kühlen.) | |
| 1 | Invers (Der Stellgrad des Reglers ist dann > 0, wenn der Istwert kleiner als der Sollwert ist; z. B. Heizen.) | |
| HandstellgradHAnd | -100 ...0 ...+101 | Stellgrad nach der Umschaltung in den Handbetrieb101 = letzter Stellgrad |
| Stellgrad beiOut-of-RangereOut | -100 ...0 ...+100 | Stellgrad bei einer Messbereichsüber- oder -unterschreitung |
| Sollwertbegrenzung AnfangSPL | -1999 ...+9999 | Die Sollwertbegrenzung verhindert die Eingabe von Werten außerhalb des vorgegebenen Bereichs.Die Sollwertgrenzen sind bei der Sollwertvorgabe über die Schnittstelle nicht wirksam. Bei externem Sollwert mit Korrek-tur wird der Korrekturwert begrenzt. |
| Sollwertbegrenzung EndeSPH | -1999 ...+9999 | |
| (Setup-Programm: Handbetrieb und Selbstoptimierung können gesperrt werden.) | ||
3.2.3 Rampenfunktion/Brennkurve (rAFC)
Das Gerät kann als Festwertregler mit und ohne Rampenfunktion betrieben werden. Zusätzlich wird eine Brennkurve unterstützt.
$$ \text { ConF } \rightarrow r A F C \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| FunktionFnCt | 0 Rampenfunktion/Brennkurve ausgeschaltet | |
| 1 Rampenfunktion Kelvin/Minute | ||
| 2 Rampenfunktion Kelvin/Stunde | ||
| 3 Rampenfunktion Kelvin/Tag | ||
| 4 Brennkurve Kelvin/Minute | ||
| 5 Brennkurve Kelvin/Stunde | ||
| 6 Brennkurve Kelvin/Tag | ||
| Rampensteigung-RSL | 0 ...999 | Betrag der Rampensteigung (nur bei Funktion = 1 bis 6) |
| (Setup-Programm: Bei der Brennkurve sind Timer-Wert, Zeiteinheit und Sollwerte auch hier einstellbar.) | ||
3.2.4 Grenzwertüberwachung (Li1, Li2)
Das Gerät besitzt zwei Funktionen zur Grenzwertüberwachung (Li 1, Li 2) mit jeweils acht unterschiedlichen Alarmfunktionen (AF1 bis AF8). Die beiden Ausgangssignale stehen für die Binärfunktionen zur Verfügung.
$$ \text { ConF } \rightarrow L, 1, L 2 \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| AlarmfunktionFnCt | 0 Grenzwertüberwachung ausgeschaltet | |
| 1 AF1: Grenzwert oberhalb und unterhalb des Sollwerts (Über-wachungsband); symmetrisch oder unsymmetrisch | ||
| 2 AF2: Wie AF1, Ausgangssignal invertiert | ||
| 3 AF3: Grenzwert unterhalb des Sollwerts | ||
| 4 AF4: Wie AF3, Ausgangssignal invertiert | ||
| 5 AF5: Grenzwert oberhalb des Sollwerts | ||
| 6 AF6: Wie AF5, Ausgangssignal invertiert | ||
| 7 AF7: Fester Grenzwert (unabhängig vom Sollwert) | ||
| 8 AF8: Wie AF7, Ausgangssignal invertiert | ||
| GrenzwertAL, RL2 | -1999 ...0 ...+9999 | Zu überwachender GrenzwertBei unsymmetrischem Grenzwert: AL liegt unterhalb des Soll-werts, AL2 oberhalb des Sollwerts.Grenzwertbereich bei AF1 und AF2: 0 ... 9999 |
| SchaltdifferenzHYSt | 0 ... 1 ...9999 | Schaltdifferenz zum Grenzwert |
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| Verhalten bei Out-of-Range / Symmetrie des GrenzwertesACrA | 0 Aus / symmetrisch (nur AL aktiv) | |
| 1 Ein / symmetrisch (nur AL aktiv) | ||
| 2 Aus / unsymmetrisch (AL und AL2 aktiv) | ||
| 3 Ein / unsymmetrisch (AL und AL2 aktiv) | ||
| Schaltzustand bei Messbereichsüber- oder -unterschreitung (Out-of-Range) / Symmetrie bei Alarmfunktionen AF1, AF2 | ||
| Einschalt-verzögerungtön | 0 ... 9999 | Einschaltverzögerung des Ausgangssignals (in Sekunden) |
| IstwertAFPr | 2 Zu überwachendes Signal; 2 = Istwert⇒ "Analogselektor", Seite 15 | |
| SollwertAFSP | 3 | Sollwert für Grenzwertüberwachung (Bezugssignal bei AF1 bis AF6); 3 = aktueller Sollwert⇒ "Analogselektor", Seite 15 |
3.2.5 Timer (tFCt)
Der Timer liefert ein Ausgangssignal, das für die Binärfunktionen zur Verfügung steht. Damit lässt sich z. B. eine zeitbegrenzte Regelung oder eine zeitabhängige Sollwertumschaltung realisieren.
Während einer Netzunterbrechung wird der Timer-Wert nicht gesichert. Nach Netzwiederkehr bleibt der Timer inaktiv.
$$ \text { Conf } \rightarrow t F C t \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| FunktionFnCt | 0 Timer ausgeschaltet | |
| 1 Timer-Signal ist „high“ während Timer läuft | ||
| 2 Timer-Signal ist „low“ während Timer läuft | ||
| StartbedingungStrt | 0 | Manueller Start über Funktionstaste oder Binärsignal (kein Neustart nach Netzunterbrechung) |
| 1 Automatischer Start nach Netz-Ein (Neustart nach Netzunterbrechung); auch manueller Start möglich | ||
| ZeiteinheitUn t | 0 mm:ss | |
| 1 hh:mm | ||
| 2 hhh.h | ||
| Timer-Wertt i | 00.00....999.9. | Laufzeit des Timers (in der eingestellten Zeiteinheit) |
| Toleranzbandtolt | 0 ...9999 | Toleranzband für den Timer-StartDer Timer startet erst, wenn der Istwert das Toleranzband erreicht hat.0 = Start ohne Toleranzband |
3.2.6 Ausgänge (OutL, OutA)
Die Konfiguration der Ausgänge des Gerätes ist unterteilt in Binärausgänge (OutL) und Analogausgang (OutA). Die Schaltzustände der Binärausgänge 1 bis 3 (5) werden durch die LEDs K1 bis K3 (K5) dargestellt (LED leuchtet = Ausgang aktiv).
Binärausgänge
Das Gerät besitzt serienmäßig einen Relaisausgang (Schließer; Ausgang 1) und kann optional mit zwei (vier) weiteren Binärausgängen (Relais- oder Logikausgang; Ausgänge 2 bis 5) ausgestattet sein.
$$ \text { Conf } \rightarrow \text { OutL } \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | |
| Ausgang 1 ... 5Out1Out2Out3Out4Out5 | 0 Ausgang nicht aktiv (werkseitig bei Out2 ... Out5) |
| 1 Reglerausgang 1 (werkseitig bei Out1) | |
| 2 Reglerausgang 2 | |
| 3 Binäreingang | |
| 4 Grenzwertüberwachung 1 | |
| 5 Grenzwertüberwachung 2 | |
| 6 Timer-Signal | |
| (Setup-Programm: Das Ausgangssignal kann invertiert werden.) | |
Analogausgang
Das Gerät kann optional mit einem Analogausgang ausgestattet sein (Ausgang 2).
$$ \text { ConF } \rightarrow \text { OutR } \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| FunktionFnCt | 9 Funktion des Ausgangs; 9 = Reglerausgang 1⇒ "Analogselektor", Seite 15 | |
| Signalart5,6n | Physikalisches Ausgangssignal | |
| 0 0 ... 20 mA | ||
| 1 4 ... 20 mA | ||
| 2 0 ... 10 V | ||
| Wert bei Out-of-RangereOut | 0 ... 101 | Signal (in Prozent) bei Messbereichsüber- oder unterschrei-tung101 = letztes Ausgangssignal |
| NullpunktOPnt | -1999 ...0 ...+9999 | Wertebereich der Ausgangsgröße für das physikalische Aus-gangssignal |
| EndwertEnd | -1999 ...100 ...+9999 | |
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
3.2.7 Binärfunktionen (binF)
Mit den Binärsignalen von Binäreingang, Grenzwertüberwachung und Timer lassen sich unterschiedliche Funktionen auslösen.
Die Binärfunktionen zum Starten und Abbrechen reagieren auf die steigende Flanke des auslösenden Signals, alle anderen Binärfunktionen sind zustandsgesteuert und High-aktiv.
$$ \text { ConF } \rightarrow b, n F \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | |
| Binäreingang bin1Grenzwertüberwachungen 1 und 2L1,L2Timer-Signal EF1 | 0 Signal ohne Funktion |
| 1 Selbstoptimierung starten | |
| 2 Selbstoptimierung abbrechen | |
| 3 Umschaltung in den Handbetrieb | |
| 4 Regler ausschalten (Reglerausgänge inaktiv) | |
| 5 Regler einschalten | |
| 6 Handbetrieb verriegeln | |
| 7 Rampe/Brennkurve anhalten | |
| 8 Rampe/Brennkurve abbrechen | |
| 9 Rampe neu starten, Brennkurve starten/abbrechen | |
| 10 Umschaltung von Sollwert 1 zu Sollwert 2 | |
| 11 Tastatur verriegeln | |
| 12 Parameter- und Konfigurationsebene verriegeln, Start der Selbstoptimierung sperren | |
| 13 Anzeige ausschalten | |
| 14 Timer starten | |
| 15 Timer abbrechen | |
| 16 Timer anhalten | |
| 17 Timer starten/abbrechen | |
3.2.8 Anzeige und Bedienung (diSP)
Beide Anzeigen sowie die Funktionstaste lassen sich individuell an die jeweiligen Anforderungen anpassen.
$$ \text { Conf } \rightarrow d, S P \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| Obere Anzeige d, SU | 2 Anzeigewert für die obere Anzeige; 2 = Istwert "Analogselektor", Seite 15 | |
| Untere Anzeige d, SL | 3 | Anzeigewert für die untere Anzeige; 3 = aktueller Sollwert "Analogselektor", Seite 15 |
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| Anzeigenwechsel bei Timer-Startd, St | Zeitanzeige in der unteren Anzeige nach Timer-Start | |
| 0 Kein Anzeigenwechsel | ||
| 1 Timer-Restzeit | ||
| 2 Timer-Laufzeit | ||
| Time-outtout | 0 ...180 ...255 | Zeitspanne in Sekunden, nach der das Gerät automatisch zur Normalanzeige wechselt (wenn keine Taste betätigt wird)0 = Funktion ausgeschaltet |
| NachkommastelledECP | 0 Keine Nachkommastelle | |
| 1 Eine Nachkommastelle | ||
| 2 Zwei Nachkommastellen | ||
| Funktionstaste kurz(< 2 s)tAS | 0 Ohne Funktion | |
| 1 Timer/Brennkurve starten | ||
| 2 Timer/Brennkurve abbrechen | ||
| 3 Timer/Brennkurve anhalten/weiterlaufen lassen | ||
| 4 Timer/Brennkurve starten/abbrechen | ||
| 5 Anzeige | Timer (Timer-Laufzeit oder Timer-Restzeit) | |
| (Setup-Programm: Die Funktion bei längerem Betätigen der Funktionstaste (> 2 s) ist ebenfalls konfigurierbar.) | ||
3.2.9 Schnittstelle (IntF)
Das Gerät kann über eine optionale RS485-Schnittstelle in einen Datenverbund integriert werden. Bei Kommunikation über die Setup-Schnittstelle ist die RS485-Schnittstelle inaktiv.
$$ \text { ConF } \rightarrow \text { IntF } \rightarrow $$
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| Baudratebdrt | 0 9600 Baud | |
| 1 19200 Baud | ||
| GeräteadresseAdr | 0 ...1 ...254 | Adresse im Datenverbund |
Weitere Informationen über die RS485-Schnittstelle, das Modbus-Protokoll und die Kommunikation mit anderen Geräten enthält die Schnittstellenbeschreibung B 702030.2.0, die als PDF-Dokument unter www.jumo.net erhältlich ist.
3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung
3.3 Parametrierung (PArA)
Hier sind die Reglerparameter einzugeben.
PRA-R
| Parameter Wert Beschreibung | ||
| Proportionalbereich Pb 1, Pb2^1 | 0 ...9999 | Größe des proportionalen BereichsDie Verstärkung des Reglers wird mit größerem P-Bereich kleiner.Bei Pb = 0 ist die Reglerstruktur nicht wirksam (Verhalten wie Grenzwertüberwachung). Beim Stetigen Regler muss Pb > 0 sein. |
| Vorhaltezeit dt | 0 ...80 ...9999 (s) | Beeinflusst den differentiellen Anteil des ReglerausgangssignalsDie Wirkung des D-Anteils wird mit größerer Vorhaltezeit stärker. 0 = Vorhaltezeit ausgeschaltet (kein D-Anteil) |
| Nachstellzeit rt | 0 ...350 ...9999 (s) | Beeinflusst den integralen Anteil des ReglerausgangssignalsDie Wirkung des I-Anteils wird mit größerer Nachstellzeit schwächer. 0 = Nachstellzeit ausgeschaltet (kein I-Anteil) |
| Schaltperiodendauer Cy 1, Cy2^1 | 0.0 ...20.0 ...999.9 (s) | Bei schaltendem Ausgang sollte die Schaltperiodendauer so gewählt werden, dass einerseits die Energiezufuhr zum Prozess nahezu kontinuierlich erfolgt, andererseits die Schaltglieder nicht überbeansprucht werden. |
| Kontaktabstand db | 0.0 ...999.9 | Abstand zwischen den beiden Regelkontakten bei einem Dreipunktregler |
| Schaltdifferenz HYS 1, HYS2^1 | 0.0 ...1.0 ...999.9 | Schaltdifferenz bei einem schaltenden Regler mit Proportionalbereich Pb = 0 (Verhalten wie Grenzwertüberwachung) |
| Arbeitspunkt y0 | -100 ...0 ...+100 | Stellgrad bei P- und PD-Regler (bei x = w ist y = y0) |
| Stellgradbegrenzung y1, y2 | 0 ...100 (%) | y1: Maximale Stellgradbegrenzung |
| -100 ...+100 (%) | y2: Minimale Stellgradbegrenzung(nur bei Pb > 0 wirksam) | |
| ^1 Nur bei Dreipunktregler verfügbar (Reglerausgang 2)Die Anzeige von Parametern ist von der Reglerart abhängig. Die Nachkommastelle hängt bei einigen Parametern von der Geräteeinstellung ab.Werkseitige Einstellungen sindfettdargestellt. | ||
4.1 Zusätzliche Informationen zur Montage

HINWEIS!
Die Informationen in diesem Kapitel sind ausschließlich in dieser als PDF-Dokument bereitgestellten Betriebsanleitung enthalten. Sie ergänzen die Informationen in den vorhergenden Kapiteln dieser Betriebsanleitung sowie in der Kurzanleitung, die jedem Gerät in gedruckter Form beiliegt.
Die klimatischen Bedingungen am Montageort müssen den in den technischen Daten aufgeführten Voraussetzungen entsprechen.
Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
4.1.1 Geräteabbildung mit Abmessungen
LC100




(1) Setup-Schnittstelle (USB) auf Geräteoberseite
(2) Schalttafelausschnitt
4 Anhang
LC200


(1) Setup-Schnittstelle (USB) auf Geräteunterseite


(2) Schalttafelausschnitt
LC300

Mindestabstände der Schalttafelausschnitte
| Typ ohne US$B-Kabel mit USB-Kabel | ||||
| horizontal vertikal horizontal vertikal | ||||
| LC100 11 mm | 30 mm 11 mm 65 mm | |||
| LC200 22 mm | 30 mm 22 mm 65 mm | |||
| LC300 22 mm | 30 mm 22 mm 65 mm | |||
4.1.2 Reinigung der Gerätefront
Die Gerätefront kann mit handelsüblichen Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln gesäubert werden. Sie ist bedingt beständig gegen organische Lösungsmittel (z. B. Spiritus, Waschbenzin, P1, Xylol u. ä.). Keinen Hochdruckreiniger verwenden.
4 Anhang
4.2 Zusätzliche Informationen zu den Gerätefunktionen

HINWEIS!
Die Informationen in diesem Kapitel sind ausschließlich in dieser als PDF-Dokument bereitgestellten Betriebsanleitung enthalten. Sie ergänzen die Informationen in den vorhergenden Kapiteln dieser Betriebsanleitung sowie in der Kurzanleitung, die jedem Gerät in gedruckter Form beiliegt.
4.2.1 Eingaben und Bedienerführung
Werte eingeben
Bei Eingaben innerhalb der Ebenen wird auf der unteren Anzeige das Symbol für den Parameter angezeigt.

Zeiten eingeben
Zur Darstellung von Zeiten wird in der Mitte und rechts ein Dezimalpunkt eingeblendet. Die Zeit-einheit ist konfigurierbar.

Vorgehensweise
| 1. | Parameter auswählen mit Taste (B) oder (C) |
| 2. | In den Eingabemodus wechseln mit Taste (A): Die untere Anzeige blinkt. |
| 3. | Wert verändern mit Taste (B) oder (C)Der Wert ändert sich umso schneller, je länger die Taste gedrückt wird. |
| 4. | Einstellung mit Taste (A) übernehmen (wird nach 2s automatisch übernommen) - oder mit Taste (D) Eingabe abbrechen (Wert wird nicht übernommen) |

HINWEIS!
Wird die Funktionstaste (D) länger als 2 Sekunden gedrückt, wechselt das Gerät zur Normalanzeige
4.2.2 Analogeingang
Messwertkorrektur (Offset)
Zur Korrektur von anlagenspezifischen Abweichungen kann eine Messwertkorrektur (Offset) durchgeführt werden. Der Korrekturwert wird vorzeichenrichtig zum Messwert addiert (durch Eingabe eines negativen Korrekturwerts wird der Messwert reduziert).

VORSICHT!
Messwertkorrektur: Der Regler verwendet für seine Berechnung den korrigierten Wert (= angezeigter Wert). Bei einer durchgeführten Messwertkorrektur entspricht dieser Wert nicht mehr dem Messwert an der Messstelle.
Bei unsachgemäßer Anwendung können unzulässige Werte der Regelgröße entstehen.
Messwertkorrektur nur im zulässigen Rahmen durchführen.
Filterzeitkonstante
Die Filterzeitkonstante dient zur Anpassung des digitalen Eingangsfilters (Filter 2. Ordnung). Bei einer sprunghaften Änderung des Eingangssignals werden nach einer Zeit, die der Filterzeitkonstante dF entspricht, ca. 26 % der Änderung erfasst (2 x dF: ca. 59 %; 5 x dF: ca. 96 %).
Eine große Filterzeitkonstante bedeutet:
• Hohe Dämpfung von Störsignalen
- Langsame Reaktion der Istwertanzeige auf Istwertänderungen
• Niedrige Grenzfrequenz
4.2.3 Analogausgang
Nullpunkt und Endwert
Die werkseitige Einstellung entspricht einem Stellgrad von 0...100% beim Stetigen Regler (Reglerausgang 1): Nullpunkt = 0, Endwert = 100
Wird beim Dreipunktregler für den Reglerausgang 2 der Analogausgang verwendet (z. B. zum Kühlen), ist folgende Einstellung erforderlich: Nullpunkt = 0, Endwert = -100
Soll zum Beispiel der Istwert ausgegeben werden, der sich in einem Bereich von 150 °C bis 500 °C bewegen kann, sind die Grenzen entsprechend der minimalen und maximalen Temperatur zu wählen: Nullpunkt = 150, Endwert = 500
4.2.4 Rampenfunktion und Brennkurve
Rampenfunktion
Diese Funktion ermöglicht eine stetige Änderung des Sollwerts bis zum Rampenendwert (vorgegebener Sollwert SP1 oder SP2). In Abhängigkeit vom Istwert zum Zeitpunkt des Rampenstarts ergibt sich eine steigende oder fallende Rampe mit gleichem Gradienten (einstellbare Rampensteigung rRSL).

LED „Rampe“ (H): Leuchtet bei aktiver Rampenfunktion (bis zum Abbruch)
Die Rampe startet nach Netz-Ein (bzw. durch Binärfunktion) zum Zeitpunkt t1 und beginnt am Istwert. Der Sollwert SP1 (bzw. SP2) wird mit der Rampensteigung rASL angefahren und zum Zeitpunkt t2 erreicht.
Bei Umschaltung oder Änderung des Sollwerts wird der neue Sollwert ebenfalls mit der Rampensteigung rASL angefahren.
Die Rampe kann über Binärfunktion angehalten oder abgebrochen werden. Beim Abbruch wird auf den vorgegebenen Sollwert SP1 (bzw. SP2) geregelt.

HINWEIS!
Bei Fühlerbruch, Fühlerkurzschluss, Messbereichsüber-/-unterschreitung oder Umschaltung in den Handbetrieb wird die Rampenfunktion unterbrochen. Wenn das Ereignis vorüber ist (bzw. nach Umschaltung in den Automatikbetrieb), wird die Rampenfunktion am aktuellen Istwert fortgesetzt.
Nach Netz-Wiederkehr startet die Rampenfunktion am aktuellen Istwert.
Brennkurve
Zur Anwendung in kleinen Keramikbrennöfen ist eine Brennkurve zum geregelten Anfahren und zeitabhängigen Brennen speicherbar.
Bei dieser Funktion werden die Parameter Sollwert 1 (SP i), Sollwert 2 (SP2), Rampensteigung (rASL) und Timerwert (t i) automatisch miteinander verknüpft.

line
| t | SP | |-------|------| | t1 | SP1 | | t2t3 | SP2 | | t4 | SP1 |LED „Rampe“ (H):
Blinkt in Phase 1, leuchtet in Phase 2 und 3
Phase 1 (t1 bis t2): Die Brennkurve wird über Funktions-taste oder Binärfunktion gestartet (Zeitpunkt t1) und beginnt am Istwert. Der Sollwert SP I wird mit der Rampensteigung rASL angefahren.
Phase 2 (t2 bis t3): Wenn der aktuelle Rampenwert den Sollwert SP1 erreicht hat (t2), wird automatisch auf Sollwert SP2 umgeschaltet (w). Der Istwert (x) nähert sich dem neuen Sollwert (die Rampensteigung spielt hierbei keine Rolle).
Phase 3 (t3 bis t4): Der Timer startet, wenn der Istwert den Sollwert SP2 erreicht hat (t3), und läuft für die eingestellte Dauer (Timer-Wert € 1). Nach Ablauf des Timers (t4) wird der Regler ausgeschaltet (Sollwertanzeige = 0).

HINWEIS!
Die Brennkurve lässt sich nur starten, wenn der Istwert kleiner ist als der Sollwert 1. Bei Fühlerbruch, Fühlerkurzschluss, Messbereichsüber-/-unterschreitung oder Umschaltung in den Handbetrieb wird die Brennkurve abgebrochen (Regler ausgeschaltet).
Nach Netz-Wiederkehr ist die Brennkurve nicht aktiv (Regler ausgeschaltet).
Bei nicht aktiver Brennkurve wird im unteren Display OFF angezeigt.
4.2.5 Timer
Die folgenden Funktionen lassen sich unter Verwendung der Binärfunktionen realisieren.
Zeitbegrenzte Regelung
Die Regelung wird nach Ablauf des Timers ausgeschaltet (Stellgrad 0 %).
(A) (B)

(A) Ohne Toleranzband
(B) Mit Toleranzband
SP |Sollwert 1
EOLToleranzband
t iTimer-Wert
S Start (manuell)
Zeitabhängige Sollwertumschaltung
Nach dem Start des Timers wird auf Sollwert SP2 geregelt. Nach Ablauf des Timers schaltet der Regler automatisch auf SP1 um.
(A) (B)

(B) Automatischer Start nach Netz-Ein
(C) Manueller Start mit Toleranzband
SP |Sollwert 1
SP2Sollwert 2
EOLToleranzband
t !Timer-Wert
P Netz-Ein
S Start (manuell)
4 Anhang
4.2.6 Grenzwertüberwachung
Die folgenden Darstellungen zeigen die Funktion des Grenzwerts (AL, AL2) bei den verschiedenen Alarmfunktionen AF1 bis AF8. Die Schaltdifferenz (HySt) ist immer symmetrisch zum Grenzwert.
Grenzwert bezogen auf den Sollwert w
AF1 symmetrisch AF2 symmetrisch![]() | ![]() |
AF1 unsymmetrisch AF2 unsymmetrisch![]() | ![]() |
AF3 AF4![]() | ![]() |
AF5 AF6![]() | ![]() |
Fester Grenzwert
AF7 AF8![]() | ![]() |
4.2.7 Selbstoptimierung
Die Selbstoptimierung arbeitet nach der Schwingungsmethode und ermittelt die optimalen Parameter für einen PID- oder PI-Regler.
Folgende Parameter werden je nach konfigurierter Reglerart (Zweipunkt-, Dreipunkt-, Stetiger Regler) und Reglerstruktur (Parametrierung) optimiert:
Proportionalbereich (Pb1, Pb2), Vorhaltezeit (dt), Nachstellzeit (rt), Schaltperiodendauer (Cy1, Cy2), Filterzeitkonstante (dF; Parameter des Analogeingangs).
In Abhängigkeit von der Größe der Regelabweichung wählt der Regler zwischen zwei Verfahren für die Selbstoptimierung aus:

W
S Schaltgerade
T Startzeitpunkt der Selbst- optimierung
Voraussetzungen
Um die Selbstoptimierung starten zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Start der Selbstoptimierung ist nicht durch Binärfunktion (binF) gesperrt
- Regler arbeitet im Automatikbetrieb, nicht im Handbetrieb
- Keine Verriegelung der Parameterebene über Setup-Programm aktiv
- Die Tasten (B) und (C) dürfen nicht zeitversetzt betätigt werden. Die gemeinsame Betätigung muss unbedingt synchron erfolgen.
Darüber hinaus sollten mindestens folgende Punkte vor einem Start der Selbstoptimierung berücksichtigt bzw. geprüft und ggf. eingestellt werden:
- Ist die passende Reglerart konfiguriert?
- Reglerwirksinn überprüfen bzw. einstellen
- Lässt sich der Istwert im Handbetrieb angemessen beeinflussen?
- Nur bei Stetigem Regler: Die Funktion des Ausganges (OutP -> OutA) muss als Reglerausgang 1 konfiguriert und auf 0 ... 100 % skaliert sein. Dies bedeutet:
Funktion (FnCt) = Reglerausgang 1 (9)
Nullpunkt (0Pnt) = 0
Endwert (End) = 100
In Abhängigkeit von der Reglerart und der Parametereinstellung werden die Reglerstruktur und bestimmte Parameter optimiert:
| Reglerart Parametereinstellung Optimierte | Reglerstruktur | Optimierte Parameter | |
| Zweipunktregler | rt > 0; dt = 0; Pb1 = beliebig | PI | Pb1, rt, Cy1, dF |
| alle anderen Einstellungen PI | D Pb1, dt, rt, Cy1, | dF | |
| Dreipunktregler | rt > 0; dt = 0; Pb1 = Pb2 = beliebig | PI Pb1, Pb2, rt, Cy1, | Cy2, dF |
| alle anderen Einstellungen PI | D Pb1, Pb2, dt, rt, | Cy1, Cy2, dF | |
| Stetiger Regler | rt > 0; dt = 0; Pb1 = beliebig | PI | Pb1, rt, dF |
| alle anderen Einstellungen PI | D Pb1, dt, rt, dF | ||
4 Anhang
Start der Selbstoptimierung
Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken (> 2 s):
In der unteren Anzeige wird „tUnE“ blinkend dargestellt.

Die Selbstoptimierung ist beendet, wenn die Anzeige automatisch zur Normalanzeige wechselt. Die Dauer der Selbstoptimierung ist abhängig von der Regelstrecke.
Abbruch der Selbstoptimierung
Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken
Beim Abbruch werden keine Parameter verändert.
4.3 Fehlermeldungen
| Anzeige Ursache Fehlerbehebung | ||
| - 1999 (blinkt!) | Messbereichsunterschrei-tung des angezeigten Wertes | Liegt das zu messende Medium im Messbe-reich (zu heiß - zu kalt?)Fühler auf Fühlerbruch und Fühlerkurz-schluss prüfenAnschluss des Fühlers und Anschlussklem-men prüfenLeitung prüfenPrüfen, ob der angeschlossene Fühler mit der konfigurierten Fühlerart übereinstimmt |
| 9999 (blinkt!) | Messbereichsüberschrei-tung des angezeigten Wertes | |
| PErrStart der Brennkurve ist nicht möglich, da Istwert ≥ Sollwert 1 | Die Brennkurve lässt sich starten, wenn Istwert < Sollwert 1 | |
Unter Messbereichsüber-/-unterschreitung sind folgende Ereignisse zusammengefasst:
- Fühlerbruch/-kurzschluss
- Messwert liegt außerhalb des Fühler-Messbereichs
- Anzeigenüberlauf
Während der Initialisierung des Gerätes (alle Anzeigen eingeschaltet, obere 7-Segment-Anzeige blinkt) ist keine Tastaturbetätigung möglich.
4 Anhang
4.4 Technische Daten
Eingang Thermoelement
| Bezeichnung Norm Messbereich | a | Mess-genauigkeitb | Umgebungs-temperatur einfluss |
| Fe-CuNi „L“ | -150 ... +900 °C | ≤ 0,4 % | |
| Fe-CuNi „J“ | EN 60584 | -200 ... +1200 °C | ≤ 0,4 % |
| Cu-CuNi „T“ | EN 60584 | -200 ... +400 °C | ≤ 0,4 % |
| NiCr-Ni „K“ | EN 60584 | -200 ... +1372 °C | ≤ 0,4 % |
| NiCr-CuNi „E“ | EN 60584 | -200 ... +1000 °C | ≤ 0,4 % |
| NiCrSi-NiSi „N“ | EN 60584 | -100 ... +1300 °C | ≤ 0,4 % |
| Pt10Rh-Pt „S“ | EN 60584 | -40 ... +1768 °C | ≤ 0,4 % |
| Pt13Rh-Pt „R“ | EN 60584 | -40 ... +1768 °C | ≤ 0,4 % |
| Vergleichsstelle: KTY intern | |||
^a Die Angaben beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20 °C.
b Inkl. Messgenauigkeit der internen Vergleichsstelle.
Die Genauigkeit beziehen sich auf den Messbereich.
Eingang Widerstandsthermometer
| Bezeichnung, Anschlussart | Messbereich Mess- | genauigkeita | Umgebungs-temperatur einfluss |
| Pt100 DIN EN 607512-Leiter-Anschluss3-Leiter-Anschluss | -200 ... +650 °C | ≤0,4 %≤0,4 % | ≤50 ppm/K |
| Pt1000 DIN EN 607512-Leiter-Anschluss3-Leiter-Anschluss | -200 ... +650 °C | ≤0,4 %≤0,4 % | ≤50 ppm/ K |
| KTY, R25= 1000 Ω2-Leiter-Anschluss | -50 ... +150 °C | ≤1,0 % | ≤50 ppm/ K |
| KTY, R25= 2000 Ω2-Leiter-Anschluss | -50 ... +80 °C | ≤1,0 % | ≤50 ppm/ K |
| Cu-503-Leiter-Anschluss | -50 ... +200 °C | ≤1,0 % | ≤50 ppm/ K |
| Sensorleitungswiderstand: max. 30Ω je Leitung bei Dreileiterschaltung | |||
| Mess-Strom: Pt100 ca. 1 mA; Pt1000 und KTY ca. 100 μA | |||
| Leitungsabgleich: Bei Dreileiterschaltung nicht erforderlich. Bei Zweileiterschaltung kann ein Leitungsabgleich durch eine Istwertkorrektur durchgeführt werden. | |||
^a Die Genauigkeiten beziehen sich auf den Messbereich.
Eingang Einheitssignale
| Messbereich Mess- | genauigkeita | Umgebungs-temperatureinfluss |
| Spannung 0 ... 10 VEingangswiderstand >650 kΩ | ≤ 0,4 % ≤ 150 ppm/K | |
| Strom 0(4) ... 20 mASpannungsabfall >2,2 V | ≤ 0,4 % ≤ 100 ppm/K |
^a Die Genauigkeiten beziehen sich auf den maximalen Messbereichsumfang.
Binäreingang
| Eingang für potenzialfreien Kontakt offen = inaktiv; geschlossen = aktiv |
Messkreisüberwachung
Im Fehlerfall nehmen die Ausgänge definierte Zustände ein (konfigurierbar).
| Messwertgeber Messbereichsüber-/-unterschreitung | Fühler-/Leitungskurzschluss | Fühler-/Leitungsbruch | |
| Thermoelement • - • | |||
| Widerstandsthermometer | • | • | • |
| Spannung 0 ... 10 V -- - | |||
| Strom 4 ... 20 mA • • • | |||
| Strom 0 ... 20 mA -- - | |||
- = wird erkannt - = wird nicht erkannt
Ausgänge
| Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauer | max. 3 A bei 230 V AC ohmsche Last150.000 Schaltungen bei Nennlast350.000 Schaltungen bei 1 A310.000 Schaltungen bei 1 A und cosφ>0,7 |
| Logikausgang | 0/14V / 20 mA max. |
| Spannung (Option)AusgangssignalLastwiderstandGenauigkeit | 0 ... 10 V>600 Ω<0,5 % |
| Strom (Option)AusgangssignaleLastwiderstandGenauigkeit | 0 ... 20 mA / 4 ... 20 mA<450 Ω<0,5 % |
4 Anhang
Regler
| Reglerart Zweipunktregler, Dreipunktregler, Stetiger Regler | |
| Reglerstrukturen P/PI/PD/PID | |
| Abtastzeit 250 ms | |
| A/D-Wandler Auflösung 16 Bit | |
Timer
| Ganggenauigkeit | 0,8 % ± 10 ppm/K ± 250 ms |
Elektrische Daten
| Spannungsversorgung(Schaltnetzteil) | AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 HzAC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz |
| ElektrischeSicherheit | nach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie III, Verschmutzungsgrad 2 |
| Leistungsaufnahme max. 14 VA | |
| Elektrischer Anschluss rück | seitig über Schraubklemmen; mit Aderendhülse in Rohrform, offenem Kabelschuh oder Stiftkabelschuh |
| Leiterquerschnitt feindrähtig 0,25 ... 1,5 mm2Anzugsdrehmoment 0,5 Nm | |
| ElektromagnetischeVerträglichkeit | nach DIN EN 61326-1 |
| Störaussendung Klasse A | - Nur für den industriellen Einsatz - |
| Störfestigkeit | Industrie-Anforderung |
| Setup-Schnittstelle | USB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig |
Anforderungen an Aderendhülsen und Kabelschuhe
| Aderendhülse | in Rohrform, ohne Kunststoffhülse nach DIN 46228 Teil 1, mit Kunststoffhülse nach DIN 46228 Teil 4 |
| Kabelschuh | offener Quetschkabelschuh, maßlich angelehnt an DIN 46237 für geschlossene Quetschkabelschuhe |
| Stiftkabelschuh | nach DIN 46231 |
| Bei UL-Applikationen | Verwendung der Kabelschuhe bzw. Aderendhülsen nach UL 486A-B (UL listed or recognized) |
Gehäuse
| Gehäuseart | Kunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach DIN IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen) |
| Abmessungen (Front) | LC100: 48 mm x 48 mm; LC200: 48 mm x 96 mm (Hochformat); LC300: 96 mm x 96 mm |
| Schalttafelausschnitt | LC100: 45 mm x 45 mm; LC200: 45 mm x 92 mm; LC300: 92 mm x 92 mm |
| Mindestabstand horizontal / vertikal | LC100: 11 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel); LC200/LC300: 22 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel) |
| Einbautiefe | LC100: max. 95 mm; LC200/LC300: max. 80 mm |
| Umgebungs-/Lager-temperaturbereich | -5 ... +55 °C / -40 ... +70 °C |
| Klimafestigkeit rel. Feuchte | < 90% im Jahresmittel ohne Betauung |
| Aufstellhöhe max. 2000 m über NN | |
| Gebrauchslage beliebig | |
| Schutzart nach DIN EN 605 | 29, frontseitig IP 65, rückseitig IP 20 |
| Gewicht (voll bestückt) | LC100: ca. 150 g; LC200: ca. 200 g; LC300: ca. 300 g |
Schnittstelle
| Schnittstellenart RS485 | |
| Protokoll Modbus RTU | |
| Baudrate 9600, 19200 | |
| Datenformat 8 Datenbits, kein Paritätsbit, 1 Stoppbit | |
| Geräteadresse 0 ... 254 | |
| Anzahl der Teilnehmer max. | 32 |
7-Segment-Anzeigen
| Ziffernhöhe | |
| LC100, LC200 obere Anzeige: 10 mm; untere Anzeige: 7 mm | |
| LC300 obere Anzeige: 20 mm; untere Anzeige: 13 mm | |
| Farbe obere Anzeige: rot; untere Anzeige: grün | |
| Stellen | 4 (inkl. Nachkommastellen) |
| Nachkommastellen | 0, 1, 2 (konfigurierbar) |
| Anzeigeumfang | -1999 ... 9999 |
Zulassungen/Prüfzeichen
| Prüfzeichen | Prüfstelle | Zertifikat/Prüf-nummer | Prüf-grundlage | Gilt für |
| c UL us | Underwriters Laboratories | E201387 | UL 61010-1, CAN/CSA C22.2 No. 61010-1 | alle Ausführungen |
4 Anhang

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