Jumo Quantrol LC100 - Temperaturregler

Quantrol LC100 - Temperaturregler Jumo - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice Jumo Quantrol LC100 - page 5
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Produkttyp Temperaturregler (Universal-PID-Reglerserie)
Modell Quantrol LC100
Marke Jumo
Abmessungen (Front) 48 mm x 48 mm
Schalttafelausschnitt 45 mm x 45 mm
Einbautiefe max. 95 mm
Gewicht ca. 150 g
Schutzart frontseitig IP65, rückseitig IP20
Spannungsversorgung AC 110...240 V oder AC/DC 20...30 V
Leistungsaufnahme max. 14 VA
Reglerarten Zweipunkt-, Dreipunkt-, Stetiger Regler
Reglerstrukturen P/PI/PD/PID
Analogeingang Universell für Thermoelemente, Widerstandsthermometer, Strom/Spannung
Binäreingang Für potenzialfreien Kontakt
Relaisausgang 1 Schließer (max. 3 A bei 230 V AC)
Optionale Ausgänge Bis zu 4 weitere (Relais oder Logik)
Analogausgang Optional (0...10 V oder 0/4...20 mA)
Schnittstellen USB (Setup), optional RS485 (Modbus RTU)
Anzeige 2 x 7-Segment (rot/grün), 4-stellig
Selbstoptimierung Schwingungsmethode für PID-Optimierung
Rampenfunktion/Brennkurve Integriert
Grenzwertüberwachung 2 Alarmfunktionen (AF1 bis AF8)
Timer Integriert (mm:ss, hh:mm, hhh.h)
Betriebstemperatur -5...+55 °C
Lagertemperatur -40...+70 °C
Reinigung Handelsübliche Reinigungsmittel; kein Hochdruckreiniger

Häufig gestellte Fragen - Quantrol LC100 Jumo

Wie starte ich die Selbstoptimierung?
Drücken Sie die Tasten (B) und (C) gleichzeitig für mehr als 2 Sekunden. Die untere Anzeige zeigt blinkend "tUnE". Die Optimierung endet automatisch. Zum Abbrechen erneut beide Tasten drücken.
Was bedeuten die blinkenden Anzeigen -1999 oder 9999?
Blinkende -1999 zeigt eine Messbereichsunterschreitung an, 9999 eine Überschreitung. Ursachen können Fühlerbruch, Kurzschluss oder falscher Fühlertyp sein. Prüfen Sie den Fühler und die Konfiguration.
Kann ich den Temperaturregler in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen?
Nein, das Gerät ist nicht für explosionsgefährdete Bereiche geeignet. Es ist nur für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen in Innenräumen vorgesehen.
Wie konfiguriere ich einen Pt100-Fühler?
Gehen Sie in die Konfigurationsebene (ConF) > InP > SEnS. Wählen Sie den Wert 0 für Pt100 3-Leiter oder 2 für Pt100 2-Leiter. Beachten Sie den Anschlussplan für die korrekte Verdrahtung.
Wie stelle ich die Schaltperiodendauer ein?
Die Schaltperiodendauer (Cy1, Cy2) wird in der Parameterebene (PArA) eingestellt. Der Wertebereich liegt von 0.0 bis 999.9 Sekunden. Werkseinstellung ist 20.0 s.
Was ist die Rampenfunktion und wie aktiviere ich sie?
Die Rampenfunktion ermöglicht eine stetige Sollwertänderung. Aktivieren Sie sie in ConF > rAFC > FnCt und wählen Sie 1 (K/min), 2 (K/h) oder 3 (K/Tag). Stellen Sie die Steigung rASL ein.
Wie schließe ich die RS485-Schnittstelle an?
Die RS485-Schnittstelle ist optional. Der Anschluss erfolgt über die Klemmen 7 (A) und 6 (B) am LC100. Details zur Verdrahtung und zum Modbus-Protokoll finden Sie in der Schnittstellenbeschreibung B 702030.2.0.
Wie reinige ich das Gerät?
Die Gerätefront kann mit handelsüblichen Reinigungsmitteln gesäubert werden. Vermeiden Sie organische Lösungsmittel wie Spiritus oder Xylol. Keinen Hochdruckreiniger verwenden.
Was tun bei Fühlerbruch?
Bei Fühlerbruch schaltet der Regler automatisch in den Handbetrieb. Prüfen Sie den Fühler und die Leitungen auf Bruch oder Kurzschluss. Ersetzen Sie den Fühler bei Bedarf. Die Stellgradbegrenzung kann konfiguriert werden.
Wie setze ich den Timer für eine zeitbegrenzte Regelung?
Konfigurieren Sie den Timer in ConF > tFCt. Wählen Sie die Funktion (FnCt) und die Startbedingung (Strt). Stellen Sie die Zeiteinheit (Un t) und den Timer-Wert (t i) ein. Über Binärfunktionen kann die Regelung nach Timer-Ablauf ausgeschaltet werden.

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BEDIENUNGSANLEITUNG Quantrol LC100 Jumo

Universal-PID-Reglerserie

Jumo Quantrol LC100 - Universal-PID-Reglerserie - 1

JUMO QUANTROL LC100 1 199 1 2 1200 3 /

JUMO QUANTROL LC200 559.0 560.0 1 2 3 4 5 /

JUMO QUANTROL LC300 -20.0 -19.9 1 2 3 4 5 / → ↘ ▲ →

B 702030.0

Betriebsanleitung

Jumo Quantrol LC100 - Universal-PID-Reglerserie - 5

2013-09-23/00600570

1 Einleitung 5

1.1 Gerätedokumentation 5

1.2 Sicherheitshinweise 5

1.3 Lieferumfang 6

2 Montage - Elektrischer Anschluss 7

2.1 Geräteausführung identifizieren 7

2.2 Auszug aus den Technischen Daten 7

2.3 Einbau 9

2.4 Installationshinweise 10

2.5 Galvanische Trennung 10

2.6 Anschlussplan 11

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung 13

3.1 Bedienung 13

3.1.1 Anzeige- und Bedienelemente 13

3.1.2 Selbstoptimierung, Sollwert und Handbetrieb 13

3.1.3 Rampenfunktion/Brennkurve 13

3.1.4 Ebenenkonzzept 14

3.1.5 Bedienerebene (OPr) 14

3.2 Konfiguration (ConF) 15

3.2.1 Analogeingang (InP) 15

3.2.2 Regler (Cntr) 16

3.2.3 Rampenfunktion/Brennkurve (rAFC) 17

3.2.4 Grenzwertüberwachung (Li1, Li2) 17

3.2.5 Timer (tFCt) 18

3.2.6 Ausgänge (OutL, OutA) 19

3.2.7 Binärfunktionen (binF) 20

3.2.8 Anzeige und Bedienung (diSP) 20

3.2.9 Schnittstelle (IntF) 21

3.3 Parametrierung (PArA) 22

4 Anhang 23

4.1 Zusätzliche Informationen zur Montage 23

4.1.1 Geräteabbildung mit Abmessungen 23

4.1.2 Reinigung der Gerätefront 25

4.2 Zusätzliche Informationen zu den Gerätefunktionen 26

4.2.1 Eingaben und Bedienerführung 26

4.2.2 Analogeingang 27

4.2.3 Analogausgang 27

4.2.4 Rampenfunktion und Brennkurve 28

4.2.5 Timer 29

4.2.6 Grenzwertüberwachung 30

Inhalt

4.2.7 Selbstoptimierung 30
4.3 Fehlermeldungen 33
4.4 Technische Daten 34

1.1 Gerätedokumentation

Typenblatt T 702030 (als PDF-Dokument)

Das Typenblatt liefert allgemeine Informationen über das Gerät und bildet die Grundlage für Planung und Kaufentscheidung.

Kurzanleitung B 702030.7 (gedruckt im Format DIN A6)

Die Kurzanleitung enthält die wichtigsten Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss sowie die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration des Geräts. Die Kurzanleitung ist jedem Gerät beigelegt. Für weitergehende Informationen steht die Betriebsanleitung B 702030.0 als PDF-Dokument zur Verfügung.

Betriebsanleitung B 702030.0 (als PDF-Dokument)

Die Betriebsanleitung enthält alle Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss, sowie die Bedienung, Parametrierung und Konfiguration des Geräts.

Schnittstellenbeschreibung B 702030.2.0 (als PDF-Dokument)

Sie liefert Informationen über die RS485-Schnittstelle, das Modbus-Protokoll und die Kommunikation mit anderen Geräten.

Alle PDF-Dokumente stehen unter www.jumo.net zum Download bereit.

1.2 Sicherheitshinweise

Diese Anleitung enthält Hinweise, die Sie zur eigenen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Diese Hinweise sind durch Zeichen unterstützt und werden in dieser Anleitung wie gezeigt verwendet.

Lesen Sie diese Anleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Bewahren Sie die Anleitung an einem für alle Benutzer jederzeit zugänglichen Platz auf.

Alle erforderlichen Einstellungen sind in der vorliegenden Anleitung beschrieben. Durch Manipulationen, die nicht in der Anleitung beschrieben oder ausdrücklich verboten sind, gefährden Sie Ihren Anspruch auf Gewährleistung.

Warnende Zeichen

Jumo Quantrol LC100 - Warnende Zeichen - 1

GEFAHR!

Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo Quantrol LC100 - GEFAHR! - 1

VORSICHT!

Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Sachschaden oder ein Datenverlust auftritt, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Jumo Quantrol LC100 - VORSICHT! - 1

DOKUMENTATION LESEN!

Dieses Zeichen – angebracht auf dem Gerät – weist darauf hin, dass die zugehörige Geräte-Dokumentation zu beachten ist. Dies ist erforderlich, um die Art der potenziellen Gefährdung zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen.

1 Einleitung

Hinweisende Zeichen

Jumo Quantrol LC100 - Hinweisende Zeichen - 1

HINWEIS!

Dieses Zeichen weist auf eine wichtige Information über das Produkt oder dessen Handhabung oder Zusatznutzen hin.

Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 1

VERWEIS!

Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Abschnitten, Kapiteln oder anderen Anleitungen hin.

1.3 Lieferumfang

  • Regler (inkl. Dichtung und Befestigungselemente)
  • Kurzanleitung B 702030.7 im Format DIN A6

2.1 Geräteausführung identifizieren

Grundtyp
702031Quantrol LC100 (Format 48 mm x 48 mm)
702032Quantrol LC200 (Format 48 mm x 96 mm, Hochformat)
702034Quantrol LC300 (Format 96 mm x 96 mm)
Alle Typen inkl. 1 Analogeingang (universell), 1 Binäreingang (für potenzialfreien Kon-takt; alternativ zu Analogeingang 0 ... 10 V nutzbar), 1 Relaisausgang (Schließer)
Grundtypergänzung
8Standard mit werkseitigen Einstellungen
9Kundenspezifische Programmierung (auf Anfrage)
1234O p t i o n e n (3 und 4 nicht be
0000-
1111R e l a i s a u s g a n g (S c h l i e B e
22221 L o g i k a u s g a n g
3--1Analogausgang (konfigurierbar)
-4-1 Schnittstelle RS485
Spannungsversorgung
23 AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 Hz
25 AC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz

702034 / 8 - 3 4 1 2 - 2 3 Bestellschlüssel Beispiel

2.2 Auszug aus den Technischen Daten

Gehäuse

GehäuseartKunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach DIN IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen)
Abmessungen (Front)LC100: 48 mm x 48 mm; LC200: 48 mm x 96 mm (Hochformat); LC300: 96 mm x 96 mm
SchalttafelausschnittLC100: 45 mm x 45 mm; LC200: 45 mm x 92 mm; LC300: 92 mm x 92 mm
Mindestabstand horizontal / vertikalLC100: 11 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel); LC200/LC300: 22 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel)
EinbautiefeLC100: max. 95 mm; LC200/LC300: max. 80 mm
Umgebungs-/Lager-temperaturbereich-5 ... +55 °C / -40 ... +70 °C

2 Montage - Elektrischer Anschluss

Klimafestigkeit rel. Feuchte< 90% im Jahresmittel ohne Betauung
Aufstellhöhe max. 2000 m über NN
Gebrauchslage beliebig
Schutzart nach DIN EN 60529, frontseitig IP 65, rückseitig IP 20
Gewicht (voll bestückt)LC100: ca. 150 g; LC200: ca. 200 g; LC300: ca. 300 g

Elektrische Daten

Spannungsversorgung(Schaltnetzteil)AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 HzAC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz
ElektrischeSicherheitnach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie III, Verschmutzungsgrad 2
Leistungsaufnahme max. 14 VA
Elektrischer Anschluss rückseitig über Schraubklemmen; mit Aderendhülse in Rohrform, offenem Kabelschuh oder Stiftkabelschuh
Leiterquerschnitt feindrähtig 0,25 ... 1,5 mm2Anzugsdrehmoment 0,5 Nm
ElektromagnetischeVerträglichkeitnach DIN EN 61326-1
Störaussendung Klasse A- Nur für den industriellen Einsatz -
StörfestigkeitIndustrie-Anforderung
Setup-SchnittstelleUSB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig

2.3 Einbau

LC100 LC200 und LC300
Jumo Quantrol LC100 - Einbau - 1Jumo Quantrol LC100 - Einbau - 2
Einbau LC100 Einbau LC200 und LC300
1. Das Gerät von vorn in den Schalttafel-ausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten.1. Das Gerät von vorn in den Schalttafel-ausschnitt einsetzen und auf korrekten Sitz der Dichtung achten.
2. Von der Schalttafelrückseite her den Befestigungsrahmen auf das Gerätschieben und mit den Federn gegen die Schalttafelrückseite drücken, bis die Rastnasen in die dafür vorgesehenen Nuten einrasten und eine ausreichende Befestigung gegeben ist.2. Von der Schalttafelrückseite her die Befestigungselemente in die seitlichen Öffnungen einsetzen und bis zum Anschlag nach hinten schieben.
3. Die Befestigungselemente mit einem Schraubendreher gleichmäßig gegen die Schalttafelrückseite festspannen.

2.4 Installationshinweise

  • Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
  • Bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation und beim elektrischen Anschluss des Gerätes sind die Vorschriften der DIN VDE 0100 "Errichten von Niederspannungsanlagen" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften (z. B. auf Basis der IEC 60364) zu beachten.
  • Bei maximaler Belastung müssen die Leitungen bis mindestens 80 °C hitzebeständig sein.
  • Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.
  • Das Gerät ist für den Einbau in Schaltschränken oder Anlagen vorgesehen. Die bauseitige Absicherung darf 20A nicht überschreiten. Für Service/Reparaturarbeiten ist das Gerät allpolig vom Netz zu trennen.
  • Der Lastkreis muss auf den maximalen Relaisstrom abgesichert sein, um im Fall eines dortigen Kurzschlusses ein Verschweißen der Ausgangsrelais zu verhindern.
  • Die Elektromagnetische Verträglichkeit entspricht den in den technischen Daten aufgeführten Normen und Vorschriften.
  • Die Eingangs-, Ausgangs- und Versorgungsleitungen sollten räumlich voneinander getrennt und nicht parallel zueinander verlegt werden.
  • Fühler- und Schnittstellenleitungen sollten verdrillt und abgeschirmt ausgeführt werden. Möglichst nicht in der Nähe stromdurchflossener Bauteile oder Leitungen führen. Schirmung einseitig erden.
  • An die Netzklemmen des Gerätes keine weiteren Verbraucher anschließen.

2.5 Galvanische Trennung

(1) Analogeingang
(2) Binäreingang
(3) Setup-Schnittstelle (USB)
(4) Spannungsversorgung
(5) RS485-Schnittstelle
(6) Analogausgang
(7) Relaisausgänge
(8) Logikausgänge

2.6 Anschlussplan

Die Klemmleisten auf der Geräterückseite sind mit Schraubklemmen ausgestattet. Angaben zum Leiterquerschnitt sind den technischen Daten zu entnehmen.

LC100 LC200 LC300
←USB12111098L1(L+)N(L-)457891011L1(L+)N(L-)457891011

Jumo Quantrol LC100 - Anschlussplan - 1

HINWEIS!

Die USB-Schnittstelle (Buchse Mini-B 5-polig) ist am Gerät mit „SETUP“ beschriftet und befindet sich beim LC100 auf der Gehäuseoberseite, beim LC200 und LC300 auf der Gehäuseunterseite. Sie dient zum Anschluss eines PCs mit Setup-Programm.

2 Montage - Elektrischer Anschluss

Jumo Quantrol LC100 - Montage - Elektrischer Anschluss - 1

GEFAHR!

Die elektrische Anlage kann unter Spannung stehen.

Es besteht die Gefahr eines Stromschlages.

Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal vorgenommen werden.

Jumo Quantrol LC100 - GEFAHR! - 1

HINWEIS!

Vor dem elektrischen Anschluss die Geräteausführung anhand des Bestellschlüssels überprüfen.

Anschluss Symbol LC100 LC200/LC300
Analogeingang
Thermoelement 9 10Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 1811
Widerstandsthermometer 2-Leiter 10 9Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 2811
Widerstandsthermometer 3-Leiter 10 9Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 3910
811
SpannungDC 0 ... 10 VJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 4127
118
StromDC 0(4) ... 20 mAJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 5910
811
Binäreingangfür potenzialfreien KontaktJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 6117
128
A us g an g : 1 2
AnalogausgangDC 0 ... 10 V, DC 0(4) ... 20 mAJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 713 1214 13
Relaisausgang (Schließer)(max. 3 A bei AC 230 V, ohmsche Last)Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 84 1 35 1 46 4 1 2 17 5 1 3 1
Logikausgang (DC 0/14 V)Jumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 913 714 612 14 16 1813 15 17 19
RS485-SchnittstelleJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 1076115
Ausgang 1 serienmäßig; Ausgänge 2 bis 5 optional (Optionen 1 bis 4)
SpannungsversorgungJumo Quantrol LC100 - HINWEIS! - 11L1 (L+)N (L-)L1 (L+N (L-)
Setup-SchnittstelleUSB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig

3.1 Bedienung

3.1.1 Anzeige- und Bedienelemente

Jumo Quantrol LC100 - Anzeige- und Bedienelemente - 1(A) Programmieren / eine Ebene tiefer
(B) Wert verkleinern / vorheriger Parameter
(C) Wert vergrößern / nächster Parameter
(D) Funktionstaste / Ebene verlassen
(E) Rote 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Istwert); vierstellig, konfigurierbare Kommastelle (automatische Anpassung bei Überschreiten der Anzeige-kapazität)
(F) Grüne 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Sollwert); vierstellig, konfigurierbare Kommastelle; auch Anzeige von Ebenen- und Parametersymbolen
Werden die Tasten (A) und (C) gleichzeitig gedrückt, zeigt das Gerät die Software-Version an.(G) LED 1 ... 3(5): Schaltstellung Binärausgang (LED leuchtet = Ausgang aktiv)
(H) LED Rampenfunktion oder Brennkurve

3.1.2 Selbstoptimierung, Sollwert und Handbetrieb

Ausgehend von der Normalanzeige sind folgende Funktionen verfügbar:

Selbstoptimierung starten: Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken (> 2 s)Selbstoptimierung abbrechen: Tas- ten (B) und (C) gleichzeitig drückenIn der unteren Anzeige wird „tUnE“ blinkend darge- stellt.Beim Abbruch werden keine Parameter verändert.
Sollwert ändern mit Tasten (B) und (C)Der Sollwert ändert sich umso schneller, je länger die Taste gedrückt wird. Der Wert wird automatisch über- nommen.
In den Handbetrieb wechseln mit Funktionstaste (D) (> 2 s); ebenso Handbetrieb beendenDer Stellgrad (%) wird in der unteren Anzeige darge- stellt und lässt sich mit den Tasten (B) und (C) ändern.(Bei Messbereichsüber-/unterschreitung und Fühler- bruch wechselt der Regler automatisch in den Hand- betrieb.)

3.1.3 Rampenfunktion/Brennkurve

Rampenfunktion (Start nach Netz-Ein oder mit Binärfunktion)Brennkurve (Start mit Binärfunktion oder Funktionstaste)
Jumo Quantrol LC100 - Rampenfunktion/Brennkurve - 1t1: Start (Istwert)t2: Sollwertvor-gabe wurde erreichtJumo Quantrol LC100 - Rampenfunktion/Brennkurve - 2t1: Startt2: SP1 -> SP2 (automatisch)t3: Timer-Startt4: Timer-Ende
LED (H): Leuchtet bei aktiver RampenfunktionLED (H): Blinkt in Phase 1 (t1 bis t2), leuchtet in Phase 2 und 3 (t2 bis t4)OFF (F): Brennkurve nicht aktiv

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

3.1.4 Ebenenkonzept

Die Parameter zur Einstellung des Gerätes sind in verschiedenen Ebenen organisiert.

Jumo Quantrol LC100 - Ebenenkonzept - 1Jumo Quantrol LC100 - Ebenenkonzept - 2Wird 180 s (Werkseinstellung) keine Taste gedrückt, wechselt das Gerät zur Normalanzeige. Diese Zeitspanne ist konfigurierbar.(1) Wechsel aus der Normalanzeige zu den Ebenen
(2) Wechsel zwischen den Ebenen
(3) Wechsel in Bedienerebene (Sollwerte, Prozesswerte, Timer-Wert und -Zeiten)
(4) Wechsel in Parameterebene (Reglerparameter)
(5) Wechsel in Konfigurationsebene (Analogeingang, Regler, Rampenfunktion, Grenzwertüberwachung, Timer, Ausgänge, Binärfunktionen, Anzeige und Bedienung, Schnittstelle)
(6) Rückkehr zur Normalanzeige
(10) Navigationsprinzip:
(11) - eine Ebene tiefer
(12) - nächster Parameter / Wert vergrößern
(13) - vorheriger Parameter / Wert verkleinern
(14) - eine Ebene zurück

Die verschiedenen Ebenen sind auch im Handbetrieb erreichbar.

Ebenenverriegelung (werkseitig sind alle Ebenen frei):

Code Bediener-ebeneParameter-ebeneKonfigurati-onsebene1. (A) und (B) gleichzeitig drücken (> 5 s)2. (A) drücken (Anzeige blinkt)3. Code eingeben mit (B) oder (C)4. Mit (D) zurück zur Normalanzeige(oder automatisch nach 180 s)(Tastenbezeichnung in Klammern; siehe Kapitel 3.1.1)
0 frei freifrei
1 frei freiverriegelt
2 frei verriegeltverriegeltgelt
3 verriegeltverriegeltverriegelt

3.1.5 Bedienerebene (OPr)

In Abhängigkeit von der Konfiguration sind folgende Parameter verfügbar:

SymbolBeschreibung Symbol Beschreibung
SP1Sollwert 1 (editierbar)
SP2Sollwert 2 (editierbar)
t1Timer-Wert (wenn Timer oder Brennkurve inaktiv; editierbar)
tLTimer-Laufzeit (wenn Timer oder Brennkurve aktiv)
tRTimer-Restlaufzeit (wenn Timer oder Brennkurve aktiv)
rASLRampensteigung (bei Brennkurve;editierbar)
SPrAktueller Rampensollwert (bei Rampenfunktion oder Brennkurve)
InP IMesswert am Analogeingang
yStellgrad

3.2 Konfiguration (ConF)

Jumo Quantrol LC100 - Konfiguration (ConF) - 1

HINWEIS!

Im Gerät werden Parameter ausgeblendet, wenn die erforderliche Geräteausstattung nicht vorhanden ist. Werkseitige Einstellungen sind in den folgenden Tabellen fett dargestellt.

Analogselektor

Bei einigen Parametern in der Konfigurationsebene kann der Anwender aus einer Reihe von analogen Werten auswählen. Die folgende Liste zeigt alle verfügbaren Signale.

Wert Beschreibung Wert Beschreibung
0 Ausgeschaltet 7 Sollwert 2
1 Analogeingang 8 Anzeige Stellgrad
2 Istwert 9 Reglerausgang 1 (z. B. Heizen,
3 Aktueller Sollwert 10 Reglerausgang 2 (z. B. Kühlen,
4 Rampenendwert 11 Timer-Laufzeit (Zeiteinheit des Timers)
5 (reserviert) 12 Timer-Restzeit (Zeiteinheit des Timers)
6 Sollwert 1

3.2.1 Analogeingang (InP)

ConF -> InP ->

ParameterWertBeschreibungWertBeschreibung
Fühlerart SEnSWiderstands-thermometer:Thermoelemente:
0Pt100 3-Leiter9NiCr-Ni K
1Pt1000 3-Leiter10Pt10Rh-Pt S
2Pt100 2-Leiter11Pt13Rh-Pt R
3Pt1000 2-Leiter12NiCrSi-NiSi N
4KTY 2-Leiter13NiCr-CuNi E
5Cu-50 3-LeiterEinheitssignale:
Thermoelemente:140 ... 20 mA
6Cu-CuNi T154 ... 20 mA
7Fe-CuNi J160 ... 10 V
8Fe-CuNi L
Bei Auswahl „0 ... 10 V“ ist der Binäreingang bin inaktiv.

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

Parameter Wert Beschreibung
MesswertkorrekturOFFS-1999 ...0 ...+9999Der Messwert wird um diesen Wert (Offset) korrigiert, bevor er als Reglereingangswert und im Analogselektor verwendet wird.
AnzeigenanfangSCL-1999 ...0 ...+9999Bei einem Messwertgeber mit Einheitssignal wird hier dem physikalischen Signal ein Anzeigewert zugeordnet.Beispiel: 0 ... 20 mA = 0 ... 1500 °C
AnzeigenendeSCH-1999 ...100 ...+9999
FilterzeitkonstantedF0.0 ...0.6 ...100.0 (s)Anpassung des digitalen Eingangsfilters (0 = Filter aus)
TemperatureinheitUnit1 Grad Celsius
2 Grad Fahrenheit
(Setup-Programm: Der Widerstand des KTY bei 25 °C ist einstellbar.)

3.2.2 Regler (Cntr)

Der Regler bezieht den Istwert vom Analogeingang.

$$ \text { Conf } \rightarrow \text { Entr } \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
ReglerartCETP1 Zweipunktregler
2 Dreipunktregler
3 StetigerRegler
WirksinnCACT0 Direkt (Der Stellgrad des Reglers ist dann > 0, wenn der Istwert größer als der Sollwert ist; z. B. Kühlen.)
1Invers (Der Stellgrad des Reglers ist dann > 0, wenn der Istwert kleiner als der Sollwert ist; z. B. Heizen.)
HandstellgradHAnd-100 ...0 ...+101Stellgrad nach der Umschaltung in den Handbetrieb101 = letzter Stellgrad
Stellgrad beiOut-of-RangereOut-100 ...0 ...+100Stellgrad bei einer Messbereichsüber- oder -unterschreitung
Sollwertbegrenzung AnfangSPL-1999 ...+9999Die Sollwertbegrenzung verhindert die Eingabe von Werten außerhalb des vorgegebenen Bereichs.Die Sollwertgrenzen sind bei der Sollwertvorgabe über die Schnittstelle nicht wirksam. Bei externem Sollwert mit Korrek-tur wird der Korrekturwert begrenzt.
Sollwertbegrenzung EndeSPH-1999 ...+9999
(Setup-Programm: Handbetrieb und Selbstoptimierung können gesperrt werden.)

3.2.3 Rampenfunktion/Brennkurve (rAFC)

Das Gerät kann als Festwertregler mit und ohne Rampenfunktion betrieben werden. Zusätzlich wird eine Brennkurve unterstützt.

$$ \text { ConF } \rightarrow r A F C \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
FunktionFnCt0 Rampenfunktion/Brennkurve ausgeschaltet
1 Rampenfunktion Kelvin/Minute
2 Rampenfunktion Kelvin/Stunde
3 Rampenfunktion Kelvin/Tag
4 Brennkurve Kelvin/Minute
5 Brennkurve Kelvin/Stunde
6 Brennkurve Kelvin/Tag
Rampensteigung-RSL0 ...999Betrag der Rampensteigung (nur bei Funktion = 1 bis 6)
(Setup-Programm: Bei der Brennkurve sind Timer-Wert, Zeiteinheit und Sollwerte auch hier einstellbar.)

3.2.4 Grenzwertüberwachung (Li1, Li2)

Das Gerät besitzt zwei Funktionen zur Grenzwertüberwachung (Li 1, Li 2) mit jeweils acht unterschiedlichen Alarmfunktionen (AF1 bis AF8). Die beiden Ausgangssignale stehen für die Binärfunktionen zur Verfügung.

$$ \text { ConF } \rightarrow L, 1, L 2 \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
AlarmfunktionFnCt0 Grenzwertüberwachung ausgeschaltet
1 AF1: Grenzwert oberhalb und unterhalb des Sollwerts (Über-wachungsband); symmetrisch oder unsymmetrisch
2 AF2: Wie AF1, Ausgangssignal invertiert
3 AF3: Grenzwert unterhalb des Sollwerts
4 AF4: Wie AF3, Ausgangssignal invertiert
5 AF5: Grenzwert oberhalb des Sollwerts
6 AF6: Wie AF5, Ausgangssignal invertiert
7 AF7: Fester Grenzwert (unabhängig vom Sollwert)
8 AF8: Wie AF7, Ausgangssignal invertiert
GrenzwertAL, RL2-1999 ...0 ...+9999Zu überwachender GrenzwertBei unsymmetrischem Grenzwert: AL liegt unterhalb des Soll-werts, AL2 oberhalb des Sollwerts.Grenzwertbereich bei AF1 und AF2: 0 ... 9999
SchaltdifferenzHYSt0 ... 1 ...9999Schaltdifferenz zum Grenzwert

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

Parameter Wert Beschreibung
Verhalten bei Out-of-Range / Symmetrie des GrenzwertesACrA0 Aus / symmetrisch (nur AL aktiv)
1 Ein / symmetrisch (nur AL aktiv)
2 Aus / unsymmetrisch (AL und AL2 aktiv)
3 Ein / unsymmetrisch (AL und AL2 aktiv)
Schaltzustand bei Messbereichsüber- oder -unterschreitung (Out-of-Range) / Symmetrie bei Alarmfunktionen AF1, AF2
Einschalt-verzögerungtön0 ... 9999Einschaltverzögerung des Ausgangssignals (in Sekunden)
IstwertAFPr2 Zu überwachendes Signal; 2 = Istwert⇒ "Analogselektor", Seite 15
SollwertAFSP3Sollwert für Grenzwertüberwachung (Bezugssignal bei AF1 bis AF6); 3 = aktueller Sollwert⇒ "Analogselektor", Seite 15

3.2.5 Timer (tFCt)

Der Timer liefert ein Ausgangssignal, das für die Binärfunktionen zur Verfügung steht. Damit lässt sich z. B. eine zeitbegrenzte Regelung oder eine zeitabhängige Sollwertumschaltung realisieren.

Während einer Netzunterbrechung wird der Timer-Wert nicht gesichert. Nach Netzwiederkehr bleibt der Timer inaktiv.

$$ \text { Conf } \rightarrow t F C t \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
FunktionFnCt0 Timer ausgeschaltet
1 Timer-Signal ist „high“ während Timer läuft
2 Timer-Signal ist „low“ während Timer läuft
StartbedingungStrt0Manueller Start über Funktionstaste oder Binärsignal (kein Neustart nach Netzunterbrechung)
1 Automatischer Start nach Netz-Ein (Neustart nach Netzunterbrechung); auch manueller Start möglich
ZeiteinheitUn t0 mm:ss
1 hh:mm
2 hhh.h
Timer-Wertt i00.00....999.9.Laufzeit des Timers (in der eingestellten Zeiteinheit)
Toleranzbandtolt0 ...9999Toleranzband für den Timer-StartDer Timer startet erst, wenn der Istwert das Toleranzband erreicht hat.0 = Start ohne Toleranzband

3.2.6 Ausgänge (OutL, OutA)

Die Konfiguration der Ausgänge des Gerätes ist unterteilt in Binärausgänge (OutL) und Analogausgang (OutA). Die Schaltzustände der Binärausgänge 1 bis 3 (5) werden durch die LEDs K1 bis K3 (K5) dargestellt (LED leuchtet = Ausgang aktiv).

Binärausgänge

Das Gerät besitzt serienmäßig einen Relaisausgang (Schließer; Ausgang 1) und kann optional mit zwei (vier) weiteren Binärausgängen (Relais- oder Logikausgang; Ausgänge 2 bis 5) ausgestattet sein.

$$ \text { Conf } \rightarrow \text { OutL } \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
Ausgang 1 ... 5Out1Out2Out3Out4Out50 Ausgang nicht aktiv (werkseitig bei Out2 ... Out5)
1 Reglerausgang 1 (werkseitig bei Out1)
2 Reglerausgang 2
3 Binäreingang
4 Grenzwertüberwachung 1
5 Grenzwertüberwachung 2
6 Timer-Signal
(Setup-Programm: Das Ausgangssignal kann invertiert werden.)

Analogausgang

Das Gerät kann optional mit einem Analogausgang ausgestattet sein (Ausgang 2).

$$ \text { ConF } \rightarrow \text { OutR } \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
FunktionFnCt9 Funktion des Ausgangs; 9 = Reglerausgang 1⇒ "Analogselektor", Seite 15
Signalart5,6nPhysikalisches Ausgangssignal
0 0 ... 20 mA
1 4 ... 20 mA
2 0 ... 10 V
Wert bei Out-of-RangereOut0 ... 101Signal (in Prozent) bei Messbereichsüber- oder unterschrei-tung101 = letztes Ausgangssignal
NullpunktOPnt-1999 ...0 ...+9999Wertebereich der Ausgangsgröße für das physikalische Aus-gangssignal
EndwertEnd-1999 ...100 ...+9999

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

3.2.7 Binärfunktionen (binF)

Mit den Binärsignalen von Binäreingang, Grenzwertüberwachung und Timer lassen sich unterschiedliche Funktionen auslösen.

Die Binärfunktionen zum Starten und Abbrechen reagieren auf die steigende Flanke des auslösenden Signals, alle anderen Binärfunktionen sind zustandsgesteuert und High-aktiv.

$$ \text { ConF } \rightarrow b, n F \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
Binäreingang bin1Grenzwertüberwachungen 1 und 2L1,L2Timer-Signal EF10 Signal ohne Funktion
1 Selbstoptimierung starten
2 Selbstoptimierung abbrechen
3 Umschaltung in den Handbetrieb
4 Regler ausschalten (Reglerausgänge inaktiv)
5 Regler einschalten
6 Handbetrieb verriegeln
7 Rampe/Brennkurve anhalten
8 Rampe/Brennkurve abbrechen
9 Rampe neu starten, Brennkurve starten/abbrechen
10 Umschaltung von Sollwert 1 zu Sollwert 2
11 Tastatur verriegeln
12 Parameter- und Konfigurationsebene verriegeln,Start der Selbstoptimierung sperren
13 Anzeige ausschalten
14 Timer starten
15 Timer abbrechen
16 Timer anhalten
17 Timer starten/abbrechen

3.2.8 Anzeige und Bedienung (diSP)

Beide Anzeigen sowie die Funktionstaste lassen sich individuell an die jeweiligen Anforderungen anpassen.

$$ \text { Conf } \rightarrow d, S P \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
Obere Anzeige d, SU 2 Anzeigewert für die obere Anzeige; 2 = Istwert "Analogselektor", Seite 15
Untere Anzeige d, SL 3Anzeigewert für die untere Anzeige; 3 = aktueller Sollwert "Analogselektor", Seite 15

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

Parameter Wert Beschreibung
Anzeigenwechsel bei Timer-Startd, StZeitanzeige in der unteren Anzeige nach Timer-Start
0 Kein Anzeigenwechsel
1 Timer-Restzeit
2 Timer-Laufzeit
Time-outtout0 ...180 ...255Zeitspanne in Sekunden, nach der das Gerät automatisch zur Normalanzeige wechselt (wenn keine Taste betätigt wird)0 = Funktion ausgeschaltet
NachkommastelledECP0 Keine Nachkommastelle
1 Eine Nachkommastelle
2 Zwei Nachkommastellen
Funktionstaste kurz(< 2 s)tAS0 Ohne Funktion
1 Timer/Brennkurve starten
2 Timer/Brennkurve abbrechen
3 Timer/Brennkurve anhalten/weiterlaufen lassen
4 Timer/Brennkurve starten/abbrechen
5 AnzeigeTimer (Timer-Laufzeit oder Timer-Restzeit)
(Setup-Programm: Die Funktion bei längerem Betätigen der Funktionstaste (> 2 s) ist ebenfalls konfigurierbar.)

3.2.9 Schnittstelle (IntF)

Das Gerät kann über eine optionale RS485-Schnittstelle in einen Datenverbund integriert werden. Bei Kommunikation über die Setup-Schnittstelle ist die RS485-Schnittstelle inaktiv.

$$ \text { ConF } \rightarrow \text { IntF } \rightarrow $$

Parameter Wert Beschreibung
Baudratebdrt0 9600 Baud
1 19200 Baud
GeräteadresseAdr0 ...1 ...254Adresse im Datenverbund

Weitere Informationen über die RS485-Schnittstelle, das Modbus-Protokoll und die Kommunikation mit anderen Geräten enthält die Schnittstellenbeschreibung B 702030.2.0, die als PDF-Dokument unter www.jumo.net erhältlich ist.

3 Bedienung - Konfiguration - Parametrierung

3.3 Parametrierung (PArA)

Hier sind die Reglerparameter einzugeben.

PRA-R

Parameter Wert Beschreibung
Proportionalbereich Pb 1, Pb2^1 0 ...9999Größe des proportionalen BereichsDie Verstärkung des Reglers wird mit größerem P-Bereich kleiner.Bei Pb = 0 ist die Reglerstruktur nicht wirksam (Verhalten wie Grenzwertüberwachung). Beim Stetigen Regler muss Pb > 0 sein.
Vorhaltezeit dt 0 ...80 ...9999 (s)Beeinflusst den differentiellen Anteil des ReglerausgangssignalsDie Wirkung des D-Anteils wird mit größerer Vorhaltezeit stärker. 0 = Vorhaltezeit ausgeschaltet (kein D-Anteil)
Nachstellzeit rt 0 ...350 ...9999 (s)Beeinflusst den integralen Anteil des ReglerausgangssignalsDie Wirkung des I-Anteils wird mit größerer Nachstellzeit schwächer. 0 = Nachstellzeit ausgeschaltet (kein I-Anteil)
Schaltperiodendauer Cy 1, Cy2^1 0.0 ...20.0 ...999.9 (s)Bei schaltendem Ausgang sollte die Schaltperiodendauer so gewählt werden, dass einerseits die Energiezufuhr zum Prozess nahezu kontinuierlich erfolgt, andererseits die Schaltglieder nicht überbeansprucht werden.
Kontaktabstand db 0.0 ...999.9Abstand zwischen den beiden Regelkontakten bei einem Dreipunktregler
Schaltdifferenz HYS 1, HYS2^1 0.0 ...1.0 ...999.9Schaltdifferenz bei einem schaltenden Regler mit Proportionalbereich Pb = 0 (Verhalten wie Grenzwertüberwachung)
Arbeitspunkt y0 -100 ...0 ...+100Stellgrad bei P- und PD-Regler (bei x = w ist y = y0)
Stellgradbegrenzung y1, y2 0 ...100 (%)y1: Maximale Stellgradbegrenzung
-100 ...+100 (%)y2: Minimale Stellgradbegrenzung(nur bei Pb > 0 wirksam)
^1 Nur bei Dreipunktregler verfügbar (Reglerausgang 2)Die Anzeige von Parametern ist von der Reglerart abhängig. Die Nachkommastelle hängt bei einigen Parametern von der Geräteeinstellung ab.Werkseitige Einstellungen sindfettdargestellt.

4.1 Zusätzliche Informationen zur Montage

Jumo Quantrol LC100 - Zusätzliche Informationen zur Montage - 1

HINWEIS!

Die Informationen in diesem Kapitel sind ausschließlich in dieser als PDF-Dokument bereitgestellten Betriebsanleitung enthalten. Sie ergänzen die Informationen in den vorhergenden Kapiteln dieser Betriebsanleitung sowie in der Kurzanleitung, die jedem Gerät in gedruckter Form beiliegt.

Die klimatischen Bedingungen am Montageort müssen den in den technischen Daten aufgeführten Voraussetzungen entsprechen.

Das Gerät ist nicht für die Installation in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.

4.1.1 Geräteabbildung mit Abmessungen

LC100

51 24.98 54.32 51

50 43,5 104 11,8 48

48 43.5 TOP (1) 48

Jumo Quantrol LC100 - LC100 - 4

(1) Setup-Schnittstelle (USB) auf Geräteoberseite
(2) Schalttafelausschnitt

4 Anhang

LC200

51 24.98 54.32 99 75.85 23.15 10 (1)

63 44.5 TOP 48

(1) Setup-Schnittstelle (USB) auf Geräteunterseite

25.3 25.9 11.8 96 91 89

Jumo Quantrol LC100 - Anhang - 4

(2) Schalttafelausschnitt

LC300

Jumo Quantrol LC100 - LC300 - 1

Mindestabstände der Schalttafelausschnitte

Typ ohne US$B-Kabel mit USB-Kabel
horizontal vertikal horizontal vertikal
LC100 11 mm30 mm 11 mm 65 mm
LC200 22 mm30 mm 22 mm 65 mm
LC300 22 mm30 mm 22 mm 65 mm

4.1.2 Reinigung der Gerätefront

Die Gerätefront kann mit handelsüblichen Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln gesäubert werden. Sie ist bedingt beständig gegen organische Lösungsmittel (z. B. Spiritus, Waschbenzin, P1, Xylol u. ä.). Keinen Hochdruckreiniger verwenden.

4 Anhang

4.2 Zusätzliche Informationen zu den Gerätefunktionen

Jumo Quantrol LC100 - Zusätzliche Informationen zu den Gerätefunktionen - 1

HINWEIS!

Die Informationen in diesem Kapitel sind ausschließlich in dieser als PDF-Dokument bereitgestellten Betriebsanleitung enthalten. Sie ergänzen die Informationen in den vorhergenden Kapiteln dieser Betriebsanleitung sowie in der Kurzanleitung, die jedem Gerät in gedruckter Form beiliegt.

4.2.1 Eingaben und Bedienerführung

Werte eingeben

Bei Eingaben innerhalb der Ebenen wird auf der unteren Anzeige das Symbol für den Parameter angezeigt.

(1) (C) ▲ (B) ▼ 0 Pb 1 (A) 1 C) (B) (2) (3) (1) Parameter auswählen (untere Anzeige - grün) (2) Wert ändern (oberere Anzeige - rot) (3) Parameter blinkt

Zeiten eingeben

Zur Darstellung von Zeiten wird in der Mitte und rechts ein Dezimalpunkt eingeblendet. Die Zeit-einheit ist konfigurierbar.

(1) (1) 88.88. (C) ▲ (B) ▼ (A) 00.28. (C) (B) (2) (3) (1) Parameter auswählen (untere Anzeige - grün) (2) Wert ändern (oberere Anzeige - rot) (3) Parameter blinkt

Vorgehensweise

1.Parameter auswählen mit Taste (B) oder (C)
2.In den Eingabemodus wechseln mit Taste (A): Die untere Anzeige blinkt.
3.Wert verändern mit Taste (B) oder (C)Der Wert ändert sich umso schneller, je länger die Taste gedrückt wird.
4.Einstellung mit Taste (A) übernehmen (wird nach 2s automatisch übernommen) - oder mit Taste (D) Eingabe abbrechen (Wert wird nicht übernommen)

Jumo Quantrol LC100 - Vorgehensweise - 1

HINWEIS!

Wird die Funktionstaste (D) länger als 2 Sekunden gedrückt, wechselt das Gerät zur Normalanzeige

4.2.2 Analogeingang

Messwertkorrektur (Offset)

Zur Korrektur von anlagenspezifischen Abweichungen kann eine Messwertkorrektur (Offset) durchgeführt werden. Der Korrekturwert wird vorzeichenrichtig zum Messwert addiert (durch Eingabe eines negativen Korrekturwerts wird der Messwert reduziert).

Jumo Quantrol LC100 - Messwertkorrektur (Offset) - 1

VORSICHT!

Messwertkorrektur: Der Regler verwendet für seine Berechnung den korrigierten Wert (= angezeigter Wert). Bei einer durchgeführten Messwertkorrektur entspricht dieser Wert nicht mehr dem Messwert an der Messstelle.

Bei unsachgemäßer Anwendung können unzulässige Werte der Regelgröße entstehen.

Messwertkorrektur nur im zulässigen Rahmen durchführen.

Filterzeitkonstante

Die Filterzeitkonstante dient zur Anpassung des digitalen Eingangsfilters (Filter 2. Ordnung). Bei einer sprunghaften Änderung des Eingangssignals werden nach einer Zeit, die der Filterzeitkonstante dF entspricht, ca. 26 % der Änderung erfasst (2 x dF: ca. 59 %; 5 x dF: ca. 96 %).

Eine große Filterzeitkonstante bedeutet:

• Hohe Dämpfung von Störsignalen
- Langsame Reaktion der Istwertanzeige auf Istwertänderungen
• Niedrige Grenzfrequenz

4.2.3 Analogausgang

Nullpunkt und Endwert

Die werkseitige Einstellung entspricht einem Stellgrad von 0...100% beim Stetigen Regler (Reglerausgang 1): Nullpunkt = 0, Endwert = 100

Wird beim Dreipunktregler für den Reglerausgang 2 der Analogausgang verwendet (z. B. zum Kühlen), ist folgende Einstellung erforderlich: Nullpunkt = 0, Endwert = -100

Soll zum Beispiel der Istwert ausgegeben werden, der sich in einem Bereich von 150 °C bis 500 °C bewegen kann, sind die Grenzen entsprechend der minimalen und maximalen Temperatur zu wählen: Nullpunkt = 150, Endwert = 500

4.2.4 Rampenfunktion und Brennkurve

Rampenfunktion

Diese Funktion ermöglicht eine stetige Änderung des Sollwerts bis zum Rampenendwert (vorgegebener Sollwert SP1 oder SP2). In Abhängigkeit vom Istwert zum Zeitpunkt des Rampenstarts ergibt sich eine steigende oder fallende Rampe mit gleichem Gradienten (einstellbare Rampensteigung rRSL).

Jumo Quantrol LC100 - Rampenfunktion - 1

LED „Rampe“ (H): Leuchtet bei aktiver Rampenfunktion (bis zum Abbruch)

Die Rampe startet nach Netz-Ein (bzw. durch Binärfunktion) zum Zeitpunkt t1 und beginnt am Istwert. Der Sollwert SP1 (bzw. SP2) wird mit der Rampensteigung rASL angefahren und zum Zeitpunkt t2 erreicht.

Bei Umschaltung oder Änderung des Sollwerts wird der neue Sollwert ebenfalls mit der Rampensteigung rASL angefahren.

Die Rampe kann über Binärfunktion angehalten oder abgebrochen werden. Beim Abbruch wird auf den vorgegebenen Sollwert SP1 (bzw. SP2) geregelt.

Jumo Quantrol LC100 - Rampenfunktion - 2

HINWEIS!

Bei Fühlerbruch, Fühlerkurzschluss, Messbereichsüber-/-unterschreitung oder Umschaltung in den Handbetrieb wird die Rampenfunktion unterbrochen. Wenn das Ereignis vorüber ist (bzw. nach Umschaltung in den Automatikbetrieb), wird die Rampenfunktion am aktuellen Istwert fortgesetzt.

Nach Netz-Wiederkehr startet die Rampenfunktion am aktuellen Istwert.

Brennkurve

Zur Anwendung in kleinen Keramikbrennöfen ist eine Brennkurve zum geregelten Anfahren und zeitabhängigen Brennen speicherbar.

Bei dieser Funktion werden die Parameter Sollwert 1 (SP i), Sollwert 2 (SP2), Rampensteigung (rASL) und Timerwert (t i) automatisch miteinander verknüpft.

Jumo Quantrol LC100 - Brennkurve - 1

line | t | SP | |-------|------| | t1 | SP1 | | t2t3 | SP2 | | t4 | SP1 |

LED „Rampe“ (H):

Blinkt in Phase 1, leuchtet in Phase 2 und 3

Phase 1 (t1 bis t2): Die Brennkurve wird über Funktions-taste oder Binärfunktion gestartet (Zeitpunkt t1) und beginnt am Istwert. Der Sollwert SP I wird mit der Rampensteigung rASL angefahren.

Phase 2 (t2 bis t3): Wenn der aktuelle Rampenwert den Sollwert SP1 erreicht hat (t2), wird automatisch auf Sollwert SP2 umgeschaltet (w). Der Istwert (x) nähert sich dem neuen Sollwert (die Rampensteigung spielt hierbei keine Rolle).

Phase 3 (t3 bis t4): Der Timer startet, wenn der Istwert den Sollwert SP2 erreicht hat (t3), und läuft für die eingestellte Dauer (Timer-Wert € 1). Nach Ablauf des Timers (t4) wird der Regler ausgeschaltet (Sollwertanzeige = 0).

Jumo Quantrol LC100 - Brennkurve - 2

HINWEIS!

Die Brennkurve lässt sich nur starten, wenn der Istwert kleiner ist als der Sollwert 1. Bei Fühlerbruch, Fühlerkurzschluss, Messbereichsüber-/-unterschreitung oder Umschaltung in den Handbetrieb wird die Brennkurve abgebrochen (Regler ausgeschaltet).

Nach Netz-Wiederkehr ist die Brennkurve nicht aktiv (Regler ausgeschaltet).

Bei nicht aktiver Brennkurve wird im unteren Display OFF angezeigt.

4.2.5 Timer

Die folgenden Funktionen lassen sich unter Verwendung der Binärfunktionen realisieren.

Zeitbegrenzte Regelung

Die Regelung wird nach Ablauf des Timers ausgeschaltet (Stellgrad 0 %).

(A) (B)
Jumo Quantrol LC100 - Zeitbegrenzte Regelung - 1

(A) Ohne Toleranzband

(B) Mit Toleranzband

SP |Sollwert 1

EOLToleranzband

t iTimer-Wert

S Start (manuell)

Zeitabhängige Sollwertumschaltung

Nach dem Start des Timers wird auf Sollwert SP2 geregelt. Nach Ablauf des Timers schaltet der Regler automatisch auf SP1 um.

(A) (B)
Jumo Quantrol LC100 - Zeitabhängige Sollwertumschaltung - 1

(B) Automatischer Start nach Netz-Ein

(C) Manueller Start mit Toleranzband

SP |Sollwert 1

SP2Sollwert 2

EOLToleranzband

t !Timer-Wert

P Netz-Ein

S Start (manuell)

4 Anhang

4.2.6 Grenzwertüberwachung

Die folgenden Darstellungen zeigen die Funktion des Grenzwerts (AL, AL2) bei den verschiedenen Alarmfunktionen AF1 bis AF8. Die Schaltdifferenz (HySt) ist immer symmetrisch zum Grenzwert.

Grenzwert bezogen auf den Sollwert w

AF1 symmetrisch AF2 symmetrisch Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 1Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 2
AF1 unsymmetrisch AF2 unsymmetrisch Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 3Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 4
AF3 AF4 Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 5Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 6
AF5 AF6 Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 7Jumo Quantrol LC100 - Grenzwert bezogen auf den Sollwert w - 8

Fester Grenzwert

AF7 AF8Jumo Quantrol LC100 - Fester Grenzwert - 1Jumo Quantrol LC100 - Fester Grenzwert - 2

4.2.7 Selbstoptimierung

Die Selbstoptimierung arbeitet nach der Schwingungsmethode und ermittelt die optimalen Parameter für einen PID- oder PI-Regler.

Folgende Parameter werden je nach konfigurierter Reglerart (Zweipunkt-, Dreipunkt-, Stetiger Regler) und Reglerstruktur (Parametrierung) optimiert:

Proportionalbereich (Pb1, Pb2), Vorhaltezeit (dt), Nachstellzeit (rt), Schaltperiodendauer (Cy1, Cy2), Filterzeitkonstante (dF; Parameter des Analogeingangs).

In Abhängigkeit von der Größe der Regelabweichung wählt der Regler zwischen zwei Verfahren für die Selbstoptimierung aus:

Jumo Quantrol LC100 - Selbstoptimierung - 1

W
S Schaltgerade
T Startzeitpunkt der Selbst- optimierung

Voraussetzungen

Um die Selbstoptimierung starten zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Start der Selbstoptimierung ist nicht durch Binärfunktion (binF) gesperrt
  • Regler arbeitet im Automatikbetrieb, nicht im Handbetrieb
  • Keine Verriegelung der Parameterebene über Setup-Programm aktiv
  • Die Tasten (B) und (C) dürfen nicht zeitversetzt betätigt werden. Die gemeinsame Betätigung muss unbedingt synchron erfolgen.

Darüber hinaus sollten mindestens folgende Punkte vor einem Start der Selbstoptimierung berücksichtigt bzw. geprüft und ggf. eingestellt werden:

  • Ist die passende Reglerart konfiguriert?
  • Reglerwirksinn überprüfen bzw. einstellen
  • Lässt sich der Istwert im Handbetrieb angemessen beeinflussen?
  • Nur bei Stetigem Regler: Die Funktion des Ausganges (OutP -> OutA) muss als Reglerausgang 1 konfiguriert und auf 0 ... 100 % skaliert sein. Dies bedeutet:

Funktion (FnCt) = Reglerausgang 1 (9)

Nullpunkt (0Pnt) = 0

Endwert (End) = 100

In Abhängigkeit von der Reglerart und der Parametereinstellung werden die Reglerstruktur und bestimmte Parameter optimiert:

Reglerart Parametereinstellung OptimierteReglerstrukturOptimierte Parameter
Zweipunktreglerrt > 0; dt = 0; Pb1 = beliebigPIPb1, rt, Cy1, dF
alle anderen Einstellungen PID Pb1, dt, rt, Cy1,dF
Dreipunktreglerrt > 0; dt = 0; Pb1 = Pb2 = beliebigPI Pb1, Pb2, rt, Cy1,Cy2, dF
alle anderen Einstellungen PID Pb1, Pb2, dt, rt,Cy1, Cy2, dF
Stetiger Reglerrt > 0; dt = 0; Pb1 = beliebigPIPb1, rt, dF
alle anderen Einstellungen PID Pb1, dt, rt, dF

4 Anhang

Start der Selbstoptimierung

Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken (> 2 s):

In der unteren Anzeige wird „tUnE“ blinkend dargestellt.

Jumo Quantrol LC100 - Start der Selbstoptimierung - 1

Die Selbstoptimierung ist beendet, wenn die Anzeige automatisch zur Normalanzeige wechselt. Die Dauer der Selbstoptimierung ist abhängig von der Regelstrecke.

Abbruch der Selbstoptimierung

Tasten (B) und (C) gleichzeitig drücken

Beim Abbruch werden keine Parameter verändert.

4.3 Fehlermeldungen

Anzeige Ursache Fehlerbehebung
- 1999 (blinkt!)Messbereichsunterschrei-tung des angezeigten WertesLiegt das zu messende Medium im Messbe-reich (zu heiß - zu kalt?)Fühler auf Fühlerbruch und Fühlerkurz-schluss prüfenAnschluss des Fühlers und Anschlussklem-men prüfenLeitung prüfenPrüfen, ob der angeschlossene Fühler mit der konfigurierten Fühlerart übereinstimmt
9999 (blinkt!)Messbereichsüberschrei-tung des angezeigten Wertes
PErrStart der Brennkurve ist nicht möglich, da Istwert ≥ Sollwert 1Die Brennkurve lässt sich starten, wenn Istwert < Sollwert 1

Unter Messbereichsüber-/-unterschreitung sind folgende Ereignisse zusammengefasst:

  • Fühlerbruch/-kurzschluss
  • Messwert liegt außerhalb des Fühler-Messbereichs
  • Anzeigenüberlauf

Während der Initialisierung des Gerätes (alle Anzeigen eingeschaltet, obere 7-Segment-Anzeige blinkt) ist keine Tastaturbetätigung möglich.

4 Anhang

4.4 Technische Daten

Eingang Thermoelement

Bezeichnung Norm MessbereichaMess-genauigkeitbUmgebungs-temperatur einfluss
Fe-CuNi „L“-150 ... +900 °C≤ 0,4 %
Fe-CuNi „J“EN 60584-200 ... +1200 °C≤ 0,4 %
Cu-CuNi „T“EN 60584-200 ... +400 °C≤ 0,4 %
NiCr-Ni „K“EN 60584-200 ... +1372 °C≤ 0,4 %
NiCr-CuNi „E“EN 60584-200 ... +1000 °C≤ 0,4 %
NiCrSi-NiSi „N“EN 60584-100 ... +1300 °C≤ 0,4 %
Pt10Rh-Pt „S“EN 60584-40 ... +1768 °C≤ 0,4 %
Pt13Rh-Pt „R“EN 60584-40 ... +1768 °C≤ 0,4 %
Vergleichsstelle: KTY intern

^a Die Angaben beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20 °C.
b Inkl. Messgenauigkeit der internen Vergleichsstelle.
Die Genauigkeit beziehen sich auf den Messbereich.

Eingang Widerstandsthermometer

Bezeichnung, AnschlussartMessbereich Mess-genauigkeitaUmgebungs-temperatur einfluss
Pt100 DIN EN 607512-Leiter-Anschluss3-Leiter-Anschluss-200 ... +650 °C≤0,4 %≤0,4 %≤50 ppm/K
Pt1000 DIN EN 607512-Leiter-Anschluss3-Leiter-Anschluss-200 ... +650 °C≤0,4 %≤0,4 %≤50 ppm/ K
KTY, R25= 1000 Ω2-Leiter-Anschluss-50 ... +150 °C≤1,0 %≤50 ppm/ K
KTY, R25= 2000 Ω2-Leiter-Anschluss-50 ... +80 °C≤1,0 %≤50 ppm/ K
Cu-503-Leiter-Anschluss-50 ... +200 °C≤1,0 %≤50 ppm/ K
Sensorleitungswiderstand: max. 30Ω je Leitung bei Dreileiterschaltung
Mess-Strom: Pt100 ca. 1 mA; Pt1000 und KTY ca. 100 μA
Leitungsabgleich: Bei Dreileiterschaltung nicht erforderlich. Bei Zweileiterschaltung kann ein Leitungsabgleich durch eine Istwertkorrektur durchgeführt werden.

^a Die Genauigkeiten beziehen sich auf den Messbereich.

Eingang Einheitssignale

Messbereich Mess-genauigkeitaUmgebungs-temperatureinfluss
Spannung 0 ... 10 VEingangswiderstand >650 kΩ≤ 0,4 % ≤ 150 ppm/K
Strom 0(4) ... 20 mASpannungsabfall >2,2 V≤ 0,4 % ≤ 100 ppm/K

^a Die Genauigkeiten beziehen sich auf den maximalen Messbereichsumfang.

Binäreingang

Eingang für potenzialfreien Kontakt offen = inaktiv; geschlossen = aktiv

Messkreisüberwachung

Im Fehlerfall nehmen die Ausgänge definierte Zustände ein (konfigurierbar).

Messwertgeber Messbereichsüber-/-unterschreitungFühler-/LeitungskurzschlussFühler-/Leitungsbruch
Thermoelement • - •
Widerstandsthermometer
Spannung 0 ... 10 V -- -
Strom 4 ... 20 mA • • •
Strom 0 ... 20 mA -- -
  • = wird erkannt - = wird nicht erkannt

Ausgänge

Relais (Schließer)SchaltleistungKontaktlebensdauermax. 3 A bei 230 V AC ohmsche Last150.000 Schaltungen bei Nennlast350.000 Schaltungen bei 1 A310.000 Schaltungen bei 1 A und cosφ>0,7
Logikausgang0/14V / 20 mA max.
Spannung (Option)AusgangssignalLastwiderstandGenauigkeit0 ... 10 V>600 Ω<0,5 %
Strom (Option)AusgangssignaleLastwiderstandGenauigkeit0 ... 20 mA / 4 ... 20 mA<450 Ω<0,5 %

4 Anhang

Regler

Reglerart Zweipunktregler, Dreipunktregler, Stetiger Regler
Reglerstrukturen P/PI/PD/PID
Abtastzeit 250 ms
A/D-Wandler Auflösung 16 Bit

Timer

Ganggenauigkeit0,8 % ± 10 ppm/K ± 250 ms

Elektrische Daten

Spannungsversorgung(Schaltnetzteil)AC 110 ... 240 V +10/-15 %, 48 ... 63 HzAC/DC 20 ... 30 V, 48 ... 63 Hz
ElektrischeSicherheitnach DIN EN 61010, Teil 1Überspannungskategorie III, Verschmutzungsgrad 2
Leistungsaufnahme max. 14 VA
Elektrischer Anschluss rückseitig über Schraubklemmen; mit Aderendhülse in Rohrform, offenem Kabelschuh oder Stiftkabelschuh
Leiterquerschnitt feindrähtig 0,25 ... 1,5 mm ^2 Anzugsdrehmoment 0,5 Nm
ElektromagnetischeVerträglichkeitStöraussendung Klasse Anach DIN EN 61326-1- Nur für den industriellen Einsatz -Industrie-Anforderung
Störfestigkeit
Setup-SchnittstelleUSB-Buchse, Typ Mini-B 5-polig

Anforderungen an Aderendhülsen und Kabelschuhe

Aderendhülsein Rohrform, ohne Kunststoffhülse nach DIN 46228 Teil 1, mit Kunststoffhülse nach DIN 46228 Teil 4
Kabelschuhoffener Quetschkabelschuh, maßlich angelehnt an DIN 46237 für geschlossene Quetschkabelschuhe
Stiftkabelschuhnach DIN 46231
Bei UL-ApplikationenVerwendung der Kabelschuhe bzw. Aderendhülsen nach UL 486A-B (UL listed or recognized)

Gehäuse

GehäuseartKunststoffgehäuse für den Schalttafeleinbau nach DIN IEC 61554 (Verwendung in Innenräumen)
Abmessungen (Front)LC100: 48 mm x 48 mm; LC200: 48 mm x 96 mm (Hochformat); LC300: 96 mm x 96 mm
SchalttafelausschnittLC100: 45 mm x 45 mm; LC200: 45 mm x 92 mm; LC300: 92 mm x 92 mm
Mindestabstand horizontal / vertikalLC100: 11 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel); LC200/LC300: 22 mm / 30 mm (65 mm mit USB-Kabel)
EinbautiefeLC100: max. 95 mm; LC200/LC300: max. 80 mm
Umgebungs-/Lager-temperaturbereich-5 ... +55 °C / -40 ... +70 °C
Klimafestigkeit rel. Feuchte< 90% im Jahresmittel ohne Betauung
Aufstellhöhe max. 2000 m über NN
Gebrauchslage beliebig
Schutzart nach DIN EN 60529, frontseitig IP 65, rückseitig IP 20
Gewicht (voll bestückt)LC100: ca. 150 g; LC200: ca. 200 g; LC300: ca. 300 g

Schnittstelle

Schnittstellenart RS485
Protokoll Modbus RTU
Baudrate 9600, 19200
Datenformat 8 Datenbits, kein Paritätsbit, 1 Stoppbit
Geräteadresse 0 ... 254
Anzahl der Teilnehmer max.32

7-Segment-Anzeigen

Ziffernhöhe
LC100, LC200 obere Anzeige: 10 mm; untere Anzeige: 7 mm
LC300 obere Anzeige: 20 mm; untere Anzeige: 13 mm
Farbe obere Anzeige: rot; untere Anzeige: grün
Stellen4 (inkl. Nachkommastellen)
Nachkommastellen0, 1, 2 (konfigurierbar)
Anzeigeumfang-1999 ... 9999

Zulassungen/Prüfzeichen

PrüfzeichenPrüfstelleZertifikat/Prüf-nummerPrüf-grundlageGilt für
c UL usUnderwriters LaboratoriesE201387UL 61010-1, CAN/CSA C22.2 No. 61010-1alle Ausführungen

4 Anhang

Jumo Quantrol LC100 - Anhang - 1

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Produktinformationen

Marke : Jumo

Modell : Quantrol LC100

Kategorie : Temperaturregler