LI5043 - Niveausensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LI5043 IFM
- Bestimmungsgemäß Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- Montage . 5
- Elektrischer Anschluß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- Programmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- Inbetriebnahme / Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
- Technische Daten . 11
Contents
① LEDs (grün, gelb, rot)
(2) Programmiertaste Pr
(3) mit radialer Erfassungscharakteristik
LED's
1. Bestimmungsgemäß Verwendung
Das Gerät überwacht den Füllstand von Medien in Behältern.
- Es erfasst in direktem Kontakt mit dem Medium, ob eine gewünschte Fülhöhe erreicht ist und meldet dies durch ein Schaltsignal (Schließer oder Offner, programmierbar durch Anschlußbelegung; →Seite 6).
| Füllhöhe erreicht | Füllhöhe nicht erreicht | |
| Schließer | Ausgang = EIN Ausgang = AUS | |
| Öffner | Ausgang = AUS Ausgang = EIN | |
- Die Füllhöhe wird festgelegt durch die Einbauänge ( Seite 5, Montage).
- Das Gerät kann auf die jeweilige Applikation abgeglichen werden (→Seite 7, Programmieren).
Einsatzbereich:
- Es werden elektrisch leitende oder nichtleitende Medien erfasst.
- Einbau: senkrecht von oben.
Das Gerät arbeitet mit radialer Erfassungs-Charakteristik. Dadurch wird bei senkrechten Einbau die Erfassung von Medien unterhalb der Aktiven Zone unterrückt. Medien werden zus Unterschiedlicher elektrischer Eigenschaften erst dann erfaßt, wenn die Aktive Zone bedeckt ist.
- Das Gerät ist weltgehend immun gegen Anhaftungen fast aller Medien auf dem Sondenstab. Es kann sich lediglich die Position des Schaltniveauaus innerhalb der Aktiven Zone verschieben.
- Bei Einsatz in Wasser und wasserbasierten Medien mit Temperatur >35^ muß das Gerät in ein Klimarohr eingebaut werden (BestellNr. E43100, E43101, E43102, E43103).
Eventuell problematische Medien:
- Elektrisch nicht leitende Medien, die eine dauerhafte elektrisch leitfähige Anhaltung auf dem Sondenstab zurückklassen (z. B. mit Metallstaub verschmutztes Öl).
- Trockene Granulate mit sehr geringer Dichte.
- Das Gerät ist nicht verwendbar für Säuren und Laugen.
2. Montage

A = Anspruchhöhe
H = Behälterhöhe
SH = Stutzenhöhe
L = Stablänge (Sondenstab)
L1 = Einbauänge
L2 = Auszugslänge
L3 = Montagelänge
MET = maximale Eintauchtiefe (= Aktive Zone; 25mm)
Montieren Sie das Gerät senkrecht von oben in den Behälter.
Montagelänge (L3): mindestens 60mm.
Verwenden Sie für sichere und einfache Montage das ifm-Montagezubehör (Bestell-Nr. E43000 - E43006).

Maximaler Behalterdruck bei Einbau mit ifm-Montagezubehör: 0,5bar.
- Montieren Sie das Gerät bei Einbau in keine Kunststoffbehälter möglichst in der Mitte des Behalters.
-
Bei Einbau in metallische Behälter muß der Abstand zwischen Aktiver Zone und Behälterwand / Behälterboden mindestens 20 mm betragen.
-
Werden mehrere Geräte L15 in einen Behälter eingebaut, sollen den Mindestabstände zwischen ihren eingehalten werden. Sie sind abhängig vom Medium und von der jeweiligen Applikation. Richtwerte für gängige Medien:
| Wasser/ Kühlschmieremulsion in geerdetem Metallbehälter | Abstand* |
| 40 mm | |
| Öle in geerdetem Metallbehälter | 100 mm |
| Wasser, wasserähnliche Medien und Öle in keinem Kunststoffbehälter (ungeerdet) | 200mm |
*Abstand von Stabmitte zu Stabmitte. Die Richtwerte beziehen sich auf übliche Einsatzbedingungen. Je nach Applikation konnen auch höhere Abstände erforderlich sein. Prüfen Sie dies im Rahmen eines realistischen Funktionstests ( "5. Inbetriebnahme / Betrieb").
- Abstand zwischen LI5xxx- und LKxxxx-Geräten: min. 60mm von Stabmitte zu Stabmitte.
3. Elektrischer Anschluß

Das Gerätarf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden. Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen.
Schalten Sie die Anlage spannungsfrei und schließen Sie das Gerät folgendermaßen an ( Schlieber / Offner):

Adernfarben bei ifm-Kabeldosen: 1 = BN (braun), 3 = BU (blau), 4 = BK (schwarz).
4. Programmieren
Nach der Montage müssen Sie das Gerät auf den leeren Behälter abgleichen (Leerabgleich).
| 1 | Leeren Sie den Behälter, bis das Füllgut mindestens 20mm von der Aktiven Zone entfernt ist. |
| 2 | Drücken Sie die Programmiertaste, bis die grüne LED blinkt (= Gerät ist im Abgleichmodus). Nach dem Abgleichvorgang leuchtet die grüne LED konstant (= Gerät ist im Betriebsmodus).* |
-
Ist das Gerät als Öffner angeschlossen, leuchtet nach dem Abgleich zusammen die gelbe LED.
-
Beim Leerabgleich ermittelt das Gerät einen Meßwert für den Leerzustand,
- generiert automatisch einen hypothetischen Wert für den Vollzustand (aus dem Meßwert für den Leerzustand und einem worksiteitig vordefinierten Signalabstand).
- Danach setzt es die optimale Schaltschwelle zwischen den beiden Werten.
Damit ist das Gerät Funktionsfähig.

Um das Gerät optimal auf ihre Applikation abzustimmen, wird empfohlen, zusammen zum Leerabgleich einen Vollabgleich durchzuführen.
| 1 | Füllen Sie den Behälter, bis das Medium die Aktive Zone bedeckt. |
| 2 | Drücken Sie die Programmiertaste, bis die grüne LED schnell blinkt (= Gerät ist im Abgleichmodus). Die LED blinkt zunächst langsam (ca. 1Hz), nach 5s blinkt sie doppelts so schnell (ca. 2Hz). Nach dem Abgleichvorgang leuchten die grüne und die gelbe LED konstant (= Gerät ist im Betriebsmodus).* |
*Ist das Gerät als Öffner angeschlossen, verlischt nach dem Abgleich die gelbe LED.
- Beim Vollabgleich übernimmt das Gerät den Meßwert für den Leer-zustand aus dem Leerabgleich,
- ermittelt einen Meßwert für den Vollzustand, und
- setzen die optimale Schaltschwelle zwischen den beiden Werten.
Damit ist das Gerät optimal auf ihre Applikation abgestimmt.
Sie können den Vollabgleich beliebig oft wiederholen. Der gespeicherte Wert für den Leerzustand wird durch den Vollabgleich nicht überschreiben.
Bei einem erneuten Leerabgleich werden die zuvor definierten Werte für den Leer- und Vollabgleich überschreiben / durch die neu ermittelten Werte ersetzt.

Führer Sie deshalb immer zuerst den Leerabgleich, dann erst den Vollabgleich durch.
Fehlermeldungen beim Abgleich:
Ist der Abgleich nicht möglich, blinkt die rote LED nach dem Abgleichversuch schnell (ca. 2Hz).
Zum Löschen der Fehlermeldung drücken Sie 1 Mal die Programmiertaste oder schalten Sie die Betriebsspannung aus und wieder ein. Die bisherigen Abgleichwerte bleiben damit unverändert gespeichert.
Beseitigen Sie die Fehlerursache und führen Sie dann den Abgleich erneut durch. Vermeiden Sie darauf eventuell aufgetretene Bedienfehler.
Mögliche Fehlerursachen / Bedienfehler:
- Der Signalabstand zwischen Leer- und Vollabgleich ist zu gering (z. B. Leer- und Vollabgleich ohne entsprechende Füllstandsänderung; oder: zu geringe Dichte des mediums).
- Die Signaländerung zwischen Leer- und Vollabgleich erfolgt in falscher Richtung (Leerabgleich bei vollen Behälter und darauf Vollabgleich bei geleertem Behälter).
- Fehler beim Leerabgleich (z. B.: Abstand zwischen Medium und Aktiver Zone ist zu gering; oder: Leerabgleich bei Direktkonkakt mit einem elektrisch leitfähigen Medium, z. B. Wasser).
Es können auch Gerätefhler den Abgleich stären und so eine Fehlermeldung verursachen:
- Elektronischer Fehler oder Beschädigung des Gerätes im Sensorbereich.
- Internet Fehler; er kann nur durch Aus- und wieder Einschalten der Betriebsspannung gelöscht werden (Hardware-Reset).
Verriegeln / Entriegeln
Die gespeicherten Abgleichwerte können gegen unbeabsichtigtes Verstellen geschichert werden: Drücken Sie 10s lang die Programmiertaste. Die grüne LED blinkt (zunachst langsam, nach 5s Schneller). Sobald sie wieder verlischt, ist das Gerät verriegelt. Danach leuchtet die grüne LED, das Gerät ist im Betriebsmodus.
Zum Entriebn drücken Sie 10s lang die Programmiertaste. Nach 10s verlöschen alle LEDs kurzzeitig, das Gerät ist entriegelt.
Auslieferungszustand: Nicht verriegelt.
5. Inbetriebnahme / Betrieb
Prüfen Sie nach Einbau, Anschluß und Abgleich, ob das Gerät sicher Funktioniert.
Entleeren und Füllen Sie den Behälter und prüfen Sie damit, ob das Gerät richtig schaltet und ob die Vorgänge durch die LEDs richtig angezeigt werden.
LED-Anzeigen / Störanzeigen während des Betriebs:
| LED grün leuchtet Gerät ist im Betriebsmodus | |
| LED gelb leuchtet Ausgang ist durchgeschaltet | |
| LEDs gelb und rot blinken schnell (ca. 2Hz) | Kurzschluß im Schaltausgang |
| LED rot leuchtet Funktionskontrolle | |
| LED rot blinkt schnell (ca. 2Hz) | Interner Fehler oder Beschädigung des Geräts |
Funktionskontrolle
Die rote LED zeigt nicht eine Gerätestörung an. Sie signalisiert, daß sich das interne Sensorsignal in der Höhe der Schaltschwelle befindet. Dabei sind 2 Fälle zu unterscheiden:
- Normaler Betrieb / Sicheres Funktionieren
Die rote LED leuchtet vorübergehend auf, wenn sich der Füllstand der Ansprechhöhe nähert oder wenn er unter die Ansprechhöhe fällt.
- Warning vor möglicher Fehlfunktion
Leuchtet die rote LED konstant, sind die Arbeitsbedingungen nicht mehr optimal.
Z. B. kann sich durch Schmutzablagerungen auf dem Sondenstab das Schaltniveau innerhalb der Aktiven Zone geändert haben.
Sie konnen Gegenmaßnahmen erfügeifen, bevor es zu einer Fehlfunktion in der Anlage kommt. Führren Sie z. B. einen erneuten Abgleich durch oder reinigen Sie das Gerät.
6. Technische Daten
| Betriebsspannung [V] | 10 ... 36 DC |
| Strombelastbarkeit [mA] | 250; Kurzschlußschutz, getaktet; verpolungssicher / überlastfest |
| Spannungsabfall [V] | < 2,5 |
| Stromaufnahme [mA] | < 13 (24V DC) |
| Schaltfrequenz [Hz] | 5 |
| Max. Behälterdruck [bar]. | 0,5 (bei Einbau mit ifm-Montagezubehör) |
| Gehäusewerkstoffe | PP (Polypropylen); TPE/V |
| Werkstoffe in Kontakt mit dem Medium | PP (Polypropylen) |
| Umgebungstemperatur [°C] | 0 ... +80 |
| Mediumtemperatur [°C] | - LI5041, LI5042 ... +65* |
| - LI5043 ... +60* | - LI5044 ... +55* |
| Schutzart, Schutzklasse | IP 67, II |
| EMV | IEC 1000-4-2 / EN 61000-4-2: 15kV Luftentladung / 8kV Kontaktentladung |
| IEC 1000-4-3 / EN 61000-4-3: 10V/m, 80 ... 1000MHz | IEC 1000-4-4 / EN 61000-4-4: 2kV Koppelzange |
| IEC 1000-4-6 / EN 61000-4-6: 10V, 0,15 ... 80MHz | IEC 255-5: 1kV |
*bei Einsatz in Wasser und wasserbasierten Medien mit Temperatur >35^ muß das Gerät in ein Klimarohr eingebaut werden