EMS 6K0.1 - Briefwaage Kern - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG EMS 6K0.1 Kern
Betriebsanleitung Schulwaage Instruction Manual School balance
KERN
eco
KERN EMS
Version 1.6
2017-10



Weitere Sprachversionen finden Sie online unter www.kern-sohn.com/manuals

1 Technische Daten 4
2 Grundlegende Hinweise (Allgemeines) 6
2.1 Bestimmungsgemäß Verwendung 6
2.2 Sachwidrige Verwendung 6
2.3 Gewährleistung 6
2.4 Prüfmittelüberwachung 6
3 Grundlegende Sicherheitshinweise 7
3.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten 7
3.2 Ausbildung des Personals 7
4 Transport und Lagerung 7
4.1 Kontrolle bei Übernahme 7
4.2 Verpackung/Rücktransport 7
5 Auspacken, Aufstellung und Inbetriebnahme 8
5.1 Aufstellort, Einsatzort 8
5.2 Auspacken/Aufstellen 8
5.3 Netzanschluss 9
5.4 Batteriebetrieb/Akkubetrieb (optional) 9
5.5 Erstinbetriebnahme 10
5.6 Linearisierung 11
5.7 Justierung 13
5.8 Justieren 14
6 Bedienungseinlemente 15
6.1 Anzeigenübersicht 15
6.2 Tastaturübersicht 15
7 Betrieb 16
Einschalten 16
Ausschalten 16
Wagen 16
Tarieren 16
PRE-TARE-Funktion 17
Wageeinheiten-umschaltung 18
Plus/Minus-Wägungen 18
Stuckzahlen 19
Netto-Total-Wagungen 20
Prozent-bestimmung 21
8 Menu 22
8.1 Navigation im Menu 22
8.2 Menu-Übersicht 25
8.3 Beschreibung einzelner Menüpunkte 25
Auto Off-Funktion 25
Auto-Zero-Funktion 26
Filterfunktion 27
Rücksetzen auf Werkseinstellung 28
9 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung 29
9.1 Reinigung 29
9.2 Wartung, Instandhaltung 29
9.3 Entsorgung 29
10 Kleine Pannenhilfe 30
11 Konformitätserklarung 31
1 Technische Daten
| KERN EMS 300-3 EMS 3000-2 | ||
| Ablesbarkeit (d) | 0,001 g | 0,01 g |
| Wägebereich (Max) 300 g 3000 g | ||
| Tarierbereich (subtraktiv) | 300 g | 3000 g |
| Reproduzierbarkeit | 0,002 g | 0,02 g |
| Linearität | ±0,005 g | ±0,05 g |
| Mindeststückgewicht bei Stückzahlung | 0,002 g 0,02 g | |
| Anwärzmheit | 120 min | 120 min |
| Referenzstückzahlungen bei Stückzahlung | 5, 10, 20, 25, 50 | |
| Wägeeinheiten | dwt, g, oz, ozt | |
| Empf. Justiergewicht, nicht bei- gegeben (Klasse) | 300 g(F1) | 3000 g(F2) |
| Einschwingzeit (typisch) | 3 sec. | |
| Betriebstemperatur | + 5°C .... + 35°C | |
| Luftfeuchtigkeit | max. 80 % (nicht kondenserend) | |
| Gehäuse (B x T x H) mm | 200 x 280 x 63 | |
| Windschutz rechteckig mm | innen 145 x 145 x 65 | - |
| außen 165 x 165 x 80 | - | |
| Wägeplatte mm | Ø 105 | 160 x 160 |
| Gewicht kg (netto) | 1,4 | |
| Eingangsspannung | 110V-230V AC | |
| Netzteil, Sekundärspannung | 9 V, 300mA | |
| Batteriebetrieb | 9 V-Blockbatterie (optional)Betriebsdauer: 40 h | |
| Auto Off | 3 min. | |
| KERN | EMS 6K0.1 | EMS 6K1 | EMS 12K0.1 | EMS 12K1 |
| Ablesbarkeit (d) | 0,1 g | 1 g | 0,1 g | 1 g |
| Wägebereich (Max) | 6 kg | 6 kg | 12 kg | 12 kg |
| Tarierbereich (subtraktiv) | 6 kg | 6 kg | 12 kg | 12 kg |
| Reproduzierbarkeit | 0,1 g | 1 g | 0,1 g | 1 g |
| Linearität | ±0,3 g | ±3 g | ±0,3 g | ±3 g |
| Mindeststückgewicht bei Stückzahlung | 0,2 g | 2 g | 0,2 g | 2 g |
| Anwärzmheit | 120 min | 30 min | 120 min | 30 min |
| Referenzstückzahlungen bei Stückzahlung | 5, 10, 20, 25, 50 | |||
| Wägeeinheiten | dwt, g, oz, ozt | |||
| Empf. Justiergewicht, nicht bei‐gegeben (Klasse) | 6 kg (F2) | 6 kg (M1) | 12 kg (F2) | 12 kg (M1) |
| Einschwingzeit (typisch) | 3 sec. | |||
| Betriebstemperatur | + 5° C .... + 35° C | |||
| Luftfeuchtigkeit | max. 80 % (nicht kondensierend) | |||
| Gehäuse (B x T x H) mm | 200 x 280 x 63 | |||
| Wägeplatte mm | 160 x 160 | |||
| Gewicht kg (netto) | 1,4 | |||
| Eingangsspannung | 110V-230V AC | |||
| Netzteil, Sekundärspannung | 9 V, 300mA | |||
| Batteriebetrieb | 9 V-Blockbatterie (optional)Betriebsdauer: 40 h | |||
| Auto Off | 3 min. | |||
2 Grundlegende Hinweise (Allgemeines)
2.1 Bestimmungsgemäß Verwendung
Die von Ihnen erworbene Waage dient zum Bestimm den Wägewertes von Wäge gut. Sie ist zur Verwendung als „nicht selbstätige Waage" vorgesehen, d.h. das Wäge gut wird manuell, vorsichtig und mittig auf die Wägeplatte aufgebracht. Nach Erreichen eines stabilen Wägewertes kann der Wägewert abgelesen werden.
2.2 Sachwidrige Verwendung
Waage nicht für dynamische Verwiegungen verwenden. Werden keine Mengen vom Wägegut entnommen oder zugeführrt, so konnen durch die in der Waage vorhandene „Stabilitätskompensation“ falsche Wägeergebnisse angezeigt werden! (Beispiel: Langsames Herausflieissen von Flüssigkeiten aus einem auf der Waage befindlichen Behälter.). Keine Dauerlast auf der Wägeplatte belassen. Diese kann das Messwerk beschädigen. Stöbe und Überlastungen der Waage über die angegebene Höchstlast (Max), abzüglich einer eventuell bereits vorhandenen Taralast, unbedingt vermeiden. Waage konnte hierdurch beschädigt werden.
Waage niemals in explosionsgefahrdeten Räumen betreiben. Die Serienausführung ist nicht Ex-geschützt.
Die Waagearf nicht konstruktiv verändert werden. Dies kann zu falschen Wäegergebnissen,icherheitstechnischen Mangeln sowie der Zerstörung der Waage führen. Die Waagearf nur gemäß den beschriebenen Vorgaben eingesetzt werden. Abweichende Einsatzbereiche/Anwendungsgebiete sind von KERN schriftlich freizugeben.
2.3 Gewährleistung
Gewährleistung erlischt bei
- Nichtbeachten unserer Vorgaben in der Betriebsanleitung
- Verwendung außerhalb der beschriebenen Anwendungen
- Veränderung oder öffnen des Gerätes
- mechanische Beschädigung, und Beschädigung durch Medien, Flüssigkeiten
- natürlichem Verschleiß und Abnützung
- nicht sachgemäß Aufstellung oder elektrische Installation
- Überlastung des Messwerkes
2.4 Prüfmittelüberwachung
Im Rahmen der Qualitätssicherung mussen die messtechnischen Eigenschaften der Waage und eines eventuell vorhandenen Prüfgewichtes in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Der verantwortliche Benutzer hat hierfür ein geeignetes Interval sowie die Art und den Umfang dieser Prüfung zu definieren. Informationen bezüglich der Prüfmittelüberwachung von Waagen sowie die hierfür notwendigen Prüfgewichte sind auf der KERN- Homepage (www.kern-sohn.com) verfügbar. In seinem akkrediertem DKD- Kalibrierlaboratorium konnen bei KERN schnell und kostenunjstig Prüfgewichte und Waagen kalibriert werden (Rückführung auf das nationale Normal).
3 Grundlegende Sicherheitshinweise
3.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten

Lesen Sie diese Betriebsanleitung vor der Aufstellung und Inbetriebnahme sorgfältig durch, selbst dann, wenn Sie bereits über Erfahrungen mit KERN-Waagen verfügen.
3.2 Ausbildung des Personals
Das Gerätarf nur von geschultenMitarbeiternbedientundgepflegtwerden
4 Transport und Lagerung
4.1 Kontrolle bei Übernahme
Überprüfen Sieitte die Verpackung sofort beim Eingang sowie das Gerät beim Auspacken auf eventuell sichtbare äußere Beschädigungen.
4.2 Verpackung/Rücktransport

Alle Teile der Originalverpackung für einen eventuell notwendigen Rücktransport aufbewahren.
Für den Rücktransport ist nur die Originalverpackung zu verwenden.
Vor dem Versand alle angeschlossenen Kabel und losen/beweglichen Teile trennen.
Evt. vorgesehene Transportsicherungen wieder anbringen.
Alle Teile z.B. Glaswindschutz, Wägeplatte, Netzteil etc. gegen Verrutschen und Beschädigung sichern.
5 Auspacken, Aufstellung und Inbetriebnahme
5.1 Aufstellort, Einsatzort
Die Waagen sind so konstruiert, dass unter den üblichen Einsatzbedingungen zuverlässige Wägeergebnisse erzielt werden.
Exakt und schnell arbeiten Sie, wenn Sie den richtigen Standort für ihre Waage wahren.
Beachten Sie deshalb am Aufstellort folgenden:
Waage auf eine stabile, ebene Fläche stellen;
- extreme Wärme sowie Temperaturschwankungen z.B. durch Aufstellen geben der Hezung oder direkte Sonneneinstrahlung vermeiden;
Waage vor direktem Luftzug durch geöffnete Fenster und Türen schützen;
- Erschütterungen während des Wägens vermeiden;
Waage vor hoher Luftfeuchtigkeit, Dämpfen und Staub schützen;
- Setzen Sie das Gerät nicht über länger Zeit starker Feuchtigkeit aus. Eine nicht erlaubte Betauung (Kondensation von Luftfeuchtigkeit am Gerät) kann auftreten, wenn ein kaltes Gerät in eine wesentlich wärmere Umgebung gebracht wird. Akklimatisieren Sie in thisem Fall das vom Netz getrennte Gerät ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur.
- statische Aufladung von Wägegut, und Wägebehälter vermeiden.
Beim Auftreten von elektromagnetischen Feldern (z.B. durch Mobiltelefone oder Funkgeräte), bei statischen Aufladungen sowie bei instabiler Stromversorgung sind große Anzeigeabweichungen (falsche Wägeergebnisse) möglich. Der Standort muss dann gewechselt oder die Störquelle beseitigt werden.
5.2 Auspacken/Aufstellen
Die Waage vorsichtig aus der Verpackungnehmen, Plastikhülle entfernen und die Waage am vorgesehenen Arbeitsplatz aufstellen.
Die Waage ist so aufzustellen, dass die Wägeplatte genau waagrecht steht.
Lieferumfang/Serienmäßiges Zubehör
Waage
Wageplatte
- Netzgerät
- Windschutz, nur EMS 300-3
- Betriebsanleitung
5.3 Netzanschluss
Die Stromversorgung erfolgt über das externe Netzgerät. Der aufgedruckte Spannungswert muss mit der örtlichen Spannung übereinstimmen.
Verwenden Sie nur KERN-Originalnetzgeräte. Die Verwendung anderer Fabrikate bedarf der Zustimmung von KERN.
5.4 Batteriebetrieb / Akkubetrieb (optional)
Batteriefachdeckel an Waagenunterseite abnehmer. 9 V-Blockbatterie anschließen. Batteriefachdeckel wieder eingetzen.
Für den Batteriebetrieb verfügt die Waage über eine automatische Abschaltfunktion, die im Menu (s. Kap. 9.3) aktiviert oder deaktiviert werden kann.
Im Wagemodus UNIT-Taste gedrückt halten, bis „AF“ angezeigt wird.
Mit SET-Taste bestätigten.
Mit MODE-Taste kann nun zwischen folgenden zwei Einstellungen ausgewählten werden:
"AF on": Zur Batterieschonung schaltet die Waage 3 Minuten nach abgeschlossener Wägung automatisch ab.
,AF off": Abschaltfunktion deaktiviert.
Auschwitz mit SET-Taste bestätigen. Die Waage kehrt in den Wagemodus zürück.
Sind die Batterien verbraucht, erscheint im Display „LO". ON/OFF-Taste drucken und sofort Batterien wechseln.
Wird die Waage langere Zeit nicht benutzt, Batterien Herausnahmen und getrennt aufbewahren. Auslaufen von Batterieflüssigkeit konnte die Waage beschädigen.
Wenn ein optional erhältlicher Akku vorhanden ist, so ist dieser im Batteriefach über eine separate Steckverbindung anzuschreiben. Nun muss auch das mit dem Akku mitgelieferte Steckernetzteil verwendet werden.
5.5 Erstinbetriebnahme
Um bei elektronischen Waagen genaue Wägeergebnisse zu erhalten, muss die Waage ihre Betriebstemperatur (siehe Anwärmzeit Kap.1) erreicht haben. Die Waage muss für diese Anwärmzeit an die Stromversorgung (Netzanschluss, Akku oder Batterie) angeschlossen sein.
Die Genauigkeit der Waage ist abhängig von der ortlichen Fallbeschleunigung. Unbedingt die Hinweise im Kapitel Justierung beachten.
5.6 Linearisierung
(nur Modelle EMS 300-3, EMS 3000-2)
Die Lineärität gibt die größte Abweichung der Gewichtsanzeige einer Waage zum Wert des jeweiligen Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich an.
Wird bei der Prüfmittelüberwachung eine Linearitätsabweichung festgestellt, kann diese durch eine Linearisierung verbessert werden.

Die Linearisierungarf nur von einer Fachkraft mit fundierten Kennnissen im Umgang mit Waagen durchgefuhrt werden.
Die zu verwendenden Prüfgewichte müssen auf die Spezifikationen der Waage abgestimm sein, s. Kap. 3.4 „Prüfmittelüberwachung".
- Stabile Umgebungsbedingungen beachten. Eine Anwärmzeit zur Stabilisierung ist erforderlich.
- Nach erfolgter Linearisierung muss eine Kalibrierung durchgeführt werden, s. Kap. 3.4 „Prüfmittelüberwachung".
Tab. 1: Justierpunkte
| Justiergewicht | EMS 300-3 | EMS 3000-2 |
| 1. | 50 g | 500 g |
| 2. | 100 g | 1000 g |
| 3. | 150 g | 1500 g |
| 4. | 200 g | 2000 g |
| 5. | 300 g | 3000 g |
| Bedienung | Anzeige |
| Linearisierung durchführren: → Waage einschalten | 0.000g |
| → UNIT so lange drücken, bis [ AF ] ange-zeigt wird | AF |
| MODE SCHF drücken, bis LinEAr angezeigt wird | LINEAR |
| Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der Wägeplatte befinden. | |
| Mit SET M Linearisierung starten. Der Wert des ersten Justiergewichts wird angezeigt. | 50.000g (Beispiel) |
| Justiergewicht auflegen und mit SET M bestätigen. Die Waage wechselt zur Nullanzeige. | 0g |
| Justiergewicht abnehmer. Nach kurzer Zeit entscheidt der Wert des zweiten Justiergewichts in der Anzeige. | 100.000g (Beispiel) |
| Zweites Justiergewicht auflegen und mit bestätigen. Die Waage wechselt zur Nullanzeige. | 0g |
| Justiergewicht abnehmer. Nach kurzer Zeit entscheidt der Wert des dritten Justiergewichts in der Anzeige. | 150.000g (Beispiel) |
| Drittes Justiergewicht auflegen und mit bestätigen. Die Waage wechselt zur Nullanzeige. | 0g |
| Justiergewicht abnehmer. Nach kurzer Zeit entscheidt der Wert des vierten Justiergewichts in der Anzeige. | 200.000g (Beispiel) |
| Viertes Justiergewicht auflegen und mit bestätigen. Die Waage wechselt zur Nullanzeige. | 0g |
| Justiergewicht abnehmer. Nach kurzer Zeit entscheidt der Wert des fünften Justiergewichts in der Anzeige. | 250.000g (Beispiel) |
| → Fünftes Justiergewicht auflegen und mit bestätigten. Die Waage wechselt zur Nullanzei-ge. | 0g |
| → Justiergewicht abnehmen. Nach kurzer Zeit wird [F]angezeigt. | F |
| Anschließlich schaltet sich die Waage automatisch ab. Die Linearisierung ist damit erfolgreich abgeschlossen. | |
Bei einem Justierfehler oder falschem Justiergewicht erscheint eine Fehlermeldung im Display, Linearisierungsvorgang wiederholen.
5.7 Justierung
Da der Wert der Erdbeschleunigung nicht an jedem Ort der Erde gleich ist, muss jeder Waage - gemass dem zugrundeliegenden physikalischen Wageprinzip - am Aufstellort auf die dORT herrschende Erdbeschleunigung abgestimmt werden (nur wenn die Waage nicht bereits im Werk auf den Aufstellort justiert wurde). Dieser Justiervorgang muss bei der ersten Inbetriebnahme, nach jedem Standortwechsel sowie bei Schwankungen der Umgebungstemperatur durchgefuhrt werden. Um genaue Messwerte zu erhalten empfeihlt es sich zudem, die Waage auch im Wagebetrieb periodisch zu justieren.
5.8 Justieren
Die Justierung sollte mit dem empfohlenen Justiergewicht ( siehe Kap. 1 „Techn. Daten") durchführten werden. Die Justierung ist aber auch mit Gewichten anderer Nennwerte (siehe Tabelle 1) möglich, messtechnisch aber nicht optimal.
Vorgehen bei der Justierung:
Stabile Umgebungsbedingungen beachten. Eine Anwärmzeit (s. Kap. 1) zur Stabilisierung ist erforderlich.
Waage mit ON/OFF-Taste einschalten.
MODE-Taste drücken und gedrückt halten, im Display wird kurz „CAL“ angezeigt. Anschließlich wird im Display blinkend die genaue große des Justiergewichtes angezeigt.
Nun das Justiergewicht in die Mitte der Wägeplatte stellen.
SET-Taste betätigten. Kurze Zeit später erscheint „CAL F“, danach erfolgt automatisch der Rücksprung in den Wagemodus. In der Anzeige erscheint der Wert des Justiergewichtes.
Bei einem Justierfehler oder falschem Justiergewicht erscheint „CAL E". Justierung wiederholen.
Justiergewicht bei der Waage aufbewahren. Tägliche Überprüfung der Waagen-genauigkeit wird bei qualitätsrelevanten Anwendungen empfohlen.
6 Bedienungselemente
6.1 Anzeigenübersicht

6.2 Tastaturübersicht
| Taste Bezeichnung Funktion | ||
| UNIT | UNIT-Taste | Wägeinheiten umschalten Menü aufrufen (Taste gedrückt halten, bis AF erscheint) |
| SET/M | SET-Taste | Einstellungen im Menu bestätigten Speichern und Menu verlassen |
| MODE/ CAL | MODE-Taste | Menüpunkte anwahlen Einstellungen im Menuändern Justieren |
| TARE | TARE-Taste | Tarieren |
| ON/OFF | ON/OFF-Taste | Ein-/Ausschalten |
7 Betrieb

Einschalten
ON-OFF-Taste drucken.
Die Waage führt einen Selfstest durch. Sobald die Gewichtsanzeige erscheint, ist die Waage wägebereit.


Ausschalten
ON-OFF-Taste drucken, die Anzeige erlischt

Wagen
Wägegut auflegen
im Display das Wägeresultat ablesen
lst das Wägegut schwerer als der Wägebereich, erscheint im Display „Error" (=Uberlast)
Tarieren
Leeren Wägebehälter auflegen, das Gewicht des Wägebehalters wird angezeigt.


TARE-Taste drücken, die Nullanzeige erscheint. Das Taragewicht bleibt so lange gespeichert, bis es gelöscht wird.

Wägegut einwiegen, das Nettogewicht wird angezeigt.

Der Tariervorgang kann beliebige Male wiederholt werden, beispelssweise beim Einwiegen von mehreren Komponenten zu einer Mischung (Zuwiegen). Die Grenze ist dann erreicht, wenn der gesamte Wägebereich ausgelastet ist.
Nach Abnahmen des Wagebehälter erscheint das Gewicht des Wagebehälter als Minus-Anzeige.
Das Taragewicht bleibt so lange gespeichert, bis es ge-loscht wird.
Tara loschen

Waage entlasten und TARE-Taste drücken, die Nullanzeige erscheint.

PRE-TARE-Funktion

Mit dieser Funktion wird das Gewicht eines Taragefäbes gespeichert. Auch nach dem Aus-/Einschalten arbeitet die Waage mit dem gespeicherten Tarawert weiter.
Im Wagemodus Taragefãß auf die Wägeplatte stellen
MODE-Taste wiederholt drücken bis „PtArE“ blinkend angezeigt wird.
Mit SET-Taste das aktuelle Gewicht auf der Wägeplatte als PRE-TARE Wert speichern.
Waage entlasten, TARE drucken und MODE-Taste wiederholt drucken bis „PtArE" blinkend angezeigt wird.
Mit SET-Taste bestätigen. Der PRE-TARE Wert wird geleöscht, die Nullanzeige erscheint.
PRE-TARE Wert Löschen

Wägeeinheitenumschaltung
Durch Drücken der UNIT-Taste im Wägemodus kann zwischen den einzelnen Wägeeinheiten umgeschaltet werden
Plus/Minus-Wägungen

Zum Beispiel zur Stückgewichtskontrolle, Fertigungskontrolle usw.
Sollgewicht auf die Wägeplatte stellen und mit TARE-Taste tarieren.
Sollgewicht abnehmen
Prüflinge nacheinander auf die Wägeplatte stellen, jeweilige Abweichung zum Sollgewicht wird vorzeichenrichtig nach „+“ und „-“ angezeigt.
Nach dem gleichen Verfahren konnen auch gewichtsgleiche Packungen, bezogen auf ein Sollgewicht, hergestellt werden.
Zurück in den Wagemodus durch Drucken der TARE-Taste.
Stückzahlen
Bei der Stuckzahlung konnen entweder Teile in einen Behälter eingezahlt oder Teile aus einem Behälter herausgezählt werden. Um eine größere Menge von Teilen zahlen zu konnen, muss mit einer kleinen Menge (Referenzstückzahl) das durchschnittliche Gewicht pro Teil ermittelt werden.
Je größter die Referenzstückzahl,estohigherist die Zahlgenaugkeit.Die Referenz muss bei klinen oder stark underschiedlichen Teilen besonderss hoch gewählt werden.
Je größter die Referenzstückzahl,arto genauer die Stuckzahlung.
Der Arbeitsablauf gliedert sich in vier Schritte:
Wägebehälter tarieren
Referenzstückzahl festlegen
Referenzgewicht einwagen
Stücke zahlen

Im Wagemodus MODE-Taste kurz drucken. Referenzstückzahl 5^PCS_tr wird blinkend angezeigt.
Durch Mehrfachbetätigung der MODE-Taste können weitere Referenzstückzahlen 5, 10, 20, 25 und 50 aufgerufen werden. So viele Zahlteile auf die Wägeplatte stellen, wie die eingestellte Referenzstückzahl verlangt.
Mit SET-Taste bestätigen. Ab hier befindet sich die Waage im Stückzahl-Modus und zählt alle Teile, die sich auf der Wägeplatte befinden.
i
Zurück in den Wagemodus
MODE-Taste drucken.
- Fehlermeldung „Er 1“
Mindeststückgewicht unterscriitten, siehe Kap. 1 „Technische Daten". MODE-Taste drucken und Referenzbildung erneut starten.
- Tarieren
Tarabehälter können auch bei der Stückzahlung verwendet werden. Vor Beginn der Stückzahlung Tarabehälter mit TARE- Taste austarieren.
Netto-Total-Wägungen
Nützlich, wenn man eine Mischung aus mehreren Komponenten in einen Tarabehälter einwiegt und am Schluss zur Kontrolle das Summengewicht aller eingewogenen Komponenten benötigt (Netto-Total, d. h. ohne das Gewicht des Tarabehäctors).

Beispiel:
- Tarabehälter auf die Wageplatte stellen. TARE-Taste drücken, die Nullanzeige erscheint.
- Komponente einwiegen. SET-Taste drücken, die Nullanzeige erscheint. [▲] wird am linken Rand des Displays angezeigt.
- Komponente einwieden, SET-Taste drucken. Netto-Total (Summengewicht von Komponenten 1 und 2) wird angezeigt.
- SET-Taste erneut drücken, die Nullanzeige erscheint.
- Komponente einwiegen, SET-Taste drücken. Netto-Total (Summengewicht von Komponenten 1 und 2 und 3.) wird angezeigt.
Rezeptur gegebenenfalls zum gewünschten Endwert auffullen. Für jeder weitere Komponente Schritt 4-5 wiederholen.
Zurück in den Wagemodus durch Drucken der TARE-Taste.
Prozentbestimmung

Die Prozentbestimmung erfolgt die Gewichtsanzeige in Prozent, bezogen auf ein Referenzgewicht, das 100% entspricht.
Im Wagemodus MODE-Taste wiederholt drucken, bis [100 %] blinkend angezeigt wird.
Referenzgewicht, das 100% entspricht auflegen.
Mit SET-Taste Referenz speichern. Referenzgewicht abnehmen.
Wägegut auflegen. Das Gewicht der Probe wird in Prozent, bezogen auf das Referenzgewicht, angezeigt.
Zurück in den Wägemodus durch Drucken der MODE-Taste.
8 Menu
8.1 Navigation im Menu
| Einstieg ins Menu | |
| Unit | 0g |
| AF | |
| Menüpunkte anwahlen | |
| MODE CAL | AF |
| -5t | |
| Einstellungen ändern | |
| SET M | OFF (Beispiel) |
| MODE CAL | ON |
| set 1 | |
| 1. Änderung eines Menüpunktes speichern und Menu verlassen | |
| SET M | 0g |
2. Einstellung mehrerer Menüpunkteändern


(Beispiel)
Angewählten Menupunkt mit SET-Taste bestätig, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.



Mit der MODE-Taste Einstellungändern.



TARE-Taste drucken „Exit“ wird angezeigt.
Entweder
Mit SET-Taste (Ja) bestätigen, „StorE“ wird angezeigt. Speichern (SET-Taste) bzw. Verwerfen (MODE/CAL-Taste) und Menu verlassen,
oder
UNIT-Taste (Nein) drücken und Änderungen an weiteren Menüpunkten wie oben beschrieben vornehmen
Speichern/verwerfen und Menuverlassen


Speichern



Verwerfen


Entweder
Durch Drucken der SET-Taste (Ja) die vorgenommenen Änderungen abspeichern. Die Waage kehrt automatisch in den Wagemodus zurück.
oder
Zum Verwerfen der Änderungen MODE/CALTaste (Nein) drücken. Die Waa-ge kehrt automatisch in den Wagemodus zurück.
8.2 Menu-Übersicht
| Auto off (siehe Kap. 8.3) | AF | on* | Automatische Abschaltfunktion nach 3 min ohne Laständerung ein |
| off | Automatische Abschaltfunktion nach 3 min ohne Laständerung aus | ||
| Auto Zero (siehe Kap. 8.3) | tr | on* | ein |
| off | aus | ||
| Filterfungtion (siehe Kap. 8.3) | StAbiL | 1 | schnelle Anzeige |
| 2 | normale Anzeige | ||
| 3 | langsame Anzeige | ||
| Linearisierung (s. Kap. 5.6) | LinEAr | *modeßlabhängig | |
| Rücksetzen auf Werks-einstellung (siehe Kap. 8.3) | rSt | no* | nein |
| yes | ja | ||
* = Werkseinstellung
8.3 Beschreibung einzelner Menüpunkte
Auto Off-Funktion




Mit dieser Funktion wird die automatische Abschaltung ein-bzw. ausgeschaltet
Im Wägemodus UNIT-Taste gedrückt halten, bis [AF] angezeigt wird.
Mit SET-Taste bestätig, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
Mit MODE-Taste gewünschte Einstellungen auswahlen
Auswahl mit SET-Taste bestätigten. Die Waage kehrt darüber in den Wagemodus.
Auto-Zero-Funktion





Mit dieser Funktion wird die automatische Nullstellung ein- bzw. ausgeschaltet
Im Wagemodus UNIT-Taste gedrückt halten, bis [AF] angezeigt wird.
MODE-Taste drucken: tr" wird angezeigt.
Mit SET-Taste bestätig, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
Mit MODE-Taste gewünschte Einstellungen auswahlen
Auswahl mit SET-Taste bestätigten. Die Waage kehrt darüber in den Wagemodus.
Filterfunktion
nur Modelle:
EMS 300-3
EMS 3000-2
EMS 6K0.1
EMS 12K0.1




(Beispel)
Unter diesen Menüpunkt kann die Waage an bestimmte Umgebungsbedingungen und Messzwecke angepasst werden.
Im Wagemodus UNIT-Taste gedrückt halten, bis [AF] angezeigt wird.
MODE/CAL-Taste wiederholt drücken bis „StAbiL“ angezeigt wird.
Mit SET-M-Taste bestätig, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
Mit MODE/CAL-Taste gewünschte Einstellungen auswahlen.
| 1 | Filter 1: Waage reagiert emphindlich und schnell, ruhiger Aufstellungsord. |
| 2 | Filter 2: Waage reagiert normal, normaler Aufstellungsord |
| 3 | Filter 3: Waage reagiert unempfindlich aber langsam, unruhiger Aufstellungsord. |
Auswahl mit SET-M-Taste bestätigen.
Rücksetzen auf Werkseinstellung
Mit dieser Funktion werden alle Menu-Punkte auf Werkseinstellung zurückgesetzt

Im Wagemodus UNIT-Taste gedrückt halten, bis [AF] angezeigt wird.

MODE-Taste 2x drucken: „rSt" wird angezeigt.

Mit SET-Taste bestätig, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.

Mit MODE-Taste gewünschte Einstellungen auswahlen

Auswahl mit SET-Taste bestätigten. Die Waage kehrt zurück in den Wagemodus.
9 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung
9.1 Reinigung
Vor der Reinigung das Gerät von der Betriebsspannung trennen.
Keine aggressiven Reinigungsmittel (Lösungsmittel o.A.) benutzen, sondern nur ein mit milder Seifenlauge angefeuchtetes Tuch. Darauf achten, dass keine Flüssigkeit in das Gerät eindringt und mit einem trockenen, weichen Tuch nachreiben.
Lose Probenreste/Pulver konnen vorsichtig mit einem Pinsel oder Handstaubsauger entfernt werden.
Verschüttetes Wägegut(sofort entfernen.
9.2 Wartung, Instandhaltung
Das Gerätarf nur von geschulten und von KERN autorisierten Servicetechnikern geöffnet werden.
Vor dem Öffnen vom Netz trennen.
9.3 Entsorgung
Die Entsorgung von Verpackung und Gerät ist vom Betreiber nach gültigem nationa-lem oder regionalem Recht des Benutzerortes durchzuführen.
10 Kleine Pannenhilfe
Bei einer Störung im Programmablauf sollen die Waage kurz ausgeschelt und vom Netz getrennt werden. Der Wagevorgang muss dann wieder von vorne begonnen werden.
Hilfe:
Störung Mögliche Ursache
Die Gewichtsanzeige leuchtet nicht.
Die Waage ist nicht eingeschaltet.
Die Verbindung zum Netz ist unterbrochen (Netzkabel nicht eingesteckt/defekt).
Die Netzspannung ist ausgefallen.
Die Batterien sind falsch eingelegt oder leer.
Es sind keine Batterien eingelegt.
Die Gewichtsanzeige ändert sich fortwährend
- Luftzug/Luftbewegungen
- Vibrationen des Tisches/Bodens
Die Wägeplatte hat Berührung mit Fremdkörpern. - Elektromagnetische Felder/ Statische Aufladung (anderen Aufstellungssort wahren/falls möglich storendes Gerät ausschalten)
Das Wageergebnis ist öffentlich falsch
Die Waagenanzeige steht nicht auf Null
Die Justierung stimmt nicht mehr.
- Es herrschen starke Temperaturschwankungen.
- Elektromagnetische Felder / Statische Aufladung (anderen Aufstellungssort wahlen/ falls möglich, störendes Gerät ausschalten).
Beim Auftreten anderer Fehlermeldungen Waage aus- und nochmals einschalten. Bleibt Fehlermeldung erhalten, Hersteller benachrichtigen.
11 Konformitätserklarung
Die aktuelle EG/EU-Konformitätserklung finden Sie online unter:
www.kern-sohn.com/ce

Nur gültig für Deutschland!
Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien und Akkus sind wir als Handler gemäß Batterieverordnung verpflichtet, Endverbraucher auf folgenden hinzuweisen:
Endverbraucher sind zur Rückgabe gebrauchter Batterien/Akkus gesetzlich verpflichtet. Batterien/Akkus konnen nach Gebrauch in communalen Sammelstellen oder im Handel zurückgegeben werden.
Dabei muss das übliche Gebrauchsende der Batterien/Akkus erreicht sein, ansonsten muss Vorsorge gegen Kurzschluss getroffen werden.
Schadstoffhaltige Batterien sind mit einem Zeichen, bestehend aus einer durchgeistrichen Mulltonne und dem chemischen Symbol (Cd = Cadmium, Hg = Quecksilber, oder Pb = Blei) des für die Einstufung als schadstoffhaltig ausschlaggebenden Schwermetalls versehen.

Cd

Hg

Pb
Schadstoffarme Batterien nur mit einer durchgestruchenen Mülltonne.

Die Rückgabemöglichkeit beschränkt sich auf Batterien der Art, die wir in unserem Sortiment führen oder geführt haben, sowie auf die Menge, deren sich Endverbraucher üblicherweise entledigen.