LR8020 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LR8020 IFM
CE
Betriebsanleitung
Elektronischer Füllstandsensor
LR8020
LXxxxx

Inhalt
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole......4
2 Sicherheitshinweise....4
3 Lieferumfang....5
4 Schnelleinstieg....5
4.1 Montage, Elektrischer Anschluss....5
4.2 Parametrierung ....5
4.3 Anwendungsbeispiel....6
5 Bestimmungsgemäße Verwendung....6
5.1 Einsatzbereich 6
5.2 Beschränkung des Einsatzbereichs 7
5.3 Besondere Hinweise zur DNV-GL-Zulassung 8
6 Funktion....8
6.1 Messprinzip....8
6.2 Inbetriebnahme über IO-Link....9
6.3 Schaltfunktion 9
6.4 Sonden für unterschiedliche Behälterhöhen....10
6.5 Definierter Zustand im Fehlerfall ....10
6.6 IO-Link 10
7 Montage....11
7.1 Einbauort / Einbauumgebung, Betrieb mit Monostabsonde 11
7.1.1 Mindestabstände bei Einbau in geschlossenen Metallbehältern...... 11
7.1.2 Einbau in Rohren (Bypassrohr, Schwallrohr)....12
7.1.3 Anwendungen mit pastösen oder stark strömenden Medien......12
7.1.4 Bei starker Verschmutzung....13
7.1.5 Befüllöffnungen....13
7.1.6 Bei starker Schaumbildung und Turbulenzen....14
7.1.7 ▶ Hinweise zum Behälterabgleich 15
7.2 Einbauort / Einbauumgebung, Betrieb mit Koaxialsonde 16
7.3 Montage der Sonde 17
7.3.1 Montage des Sondenstabs....17
7.3.2 Montage des Koaxialrohrs....17
7.4 Länge der Sonde 18
7.4.1 Kürzen des Sondenstabs 18
7.4.2 Bestimmen der Sondenlänge L bei Monostabsonden 19
7.4.3 Kürzen des Koaxialrohrs 19
7.4.4 Bestimmen der Sondenlänge L bei Koaxialsonden 19
7.5 Einbau des Geräts mit Monostabsonde 20
7.5.1 Montage an Prozessanschluss G3/4 direkt im Behälterdeckel .....20
7.5.2 Einbau in den Behälterdeckel mit Flanschplatte G3/4....20
7.5.3 Einbau in offene Metallbehälter 21
7.5.4 Einbau in Kunststoffbehälter....22
7.6 Einbau des Geräts mit Koaxialsonde in Behälter 23
7.7 Ausrichtung des Sensorgehäuses 23
8 Elektrischer Anschluss....24
9 Bedien- und Anzeigeelemente....25
10 Parametrieren....25
10.1 Parametrierung über PC und USB IO-Link Master....25
10.2 Parametrierung über Memory Plug 25
10.3 Parametrierung während des laufenden Betriebs 26
10.4 Einstellbare Parameter 26
11 Betrieb....28
11.1 Betrieb mit Monostabsonde 28
11.2 Betrieb mit Koaxialsonde 29
11.3 Überprüfen der Funktion....29
11.4 Betriebs- und Diagnosemeldungen über IO-Link 29
11.5 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen 29
12 Technische Daten und Maßzeichnung....29
13 Wartung / Transport 30
14 Werkseinstellung ....31
15 Hinweise zur Parametrierung über IO-Link....32
15.1 Gerätezugriffssperre / Datenhaltung (ab IO-Link V1.1) 32
1 Vorbemerkung
1.1 Verwendete Symbole
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich.

Information
Ergänzender Hinweis.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
- Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
-
Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
-
Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
• Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen. -
Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
-
Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
3 Lieferumfang
• Füllstandsensor LR8020 oder LXxxxx
- Bedienungsanleitung
Für Montage und Betrieb sind zusätzlich notwendig ( → Zubehör):
- Sondenstab (→ 11.1)
• optional: Koaxialrohr ( → 11.2)
• Montagematerial ( → 11.1)

Ausschließlich Zubehör der ifm electronic gmbh verwenden!
Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird eine optimale Funktion nicht gewährleistet.

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com
4 Schnelleinstieg
Für die häufigsten Anwendungen ist der nachfolgend beschriebene Schnelleinstieg möglich. Der Schnelleinstieg ersetzt nicht die Beachtung der weiteren Kapitel.
4.1 Montage, Elektrischer Anschluss
▶ Gerät ordnungsgemäß installieren ( → 7) und ( → 8)
4.2 Parametrierung

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht betriebsbereit.
Hinweise zur Parametrierung über IO-Link ( → 15)
4.3 Anwendungsbeispiel
▶ Sondenlänge (Parameter [LEnG]) eintragen. Beispiel: [LEnG] = [1000] mm.
▶ Medienauswahl treffen (Parameter [MEdI]). Beispiel: [MEdI] = [MId].
▶ Verwendete Sondenart wählen (Parameter [Prob]). Beispiel: [Prob] = [rod].
▶ Sensordaten zum Gerät schreiben.
▶ Je nach Montage Behälterabgleich durchführen (Button [tREF xxx]).
▶ Nun können alle weiteren Einstellungen vorgenommen werden.
▷ Das Gerät ist betriebsbereit.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
5 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät erfasst kontinuierlich den Füllstand in Behältern.

Für die Parametrierung ist ein PC mit USB IO-Link Master, oder ein entsprechend programmierter Memory Plug, oder eine konfigurierte IO-Link Umgebung erforderlich ( → 6.6), ( → 10).

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kann der Betrieb des Geräts bei bestimmungsgemäßer Verwendung als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden. Die abgestrahlte Energie der Mikrowellen unterschreitet beispielsweise die von Mobilfunktelefonen um ein Vielfaches.
5.1 Einsatzbereich
• Wasser, wasserbasierte Medien
- Öle, ölbasierte Medien (nur bei Betrieb mit Koaxialsonde)
- Für Anwendungen unter erschwerten Umweltbedingungen (z. B. durch Witterungseinflüsse oder raue Reinigungsprozesse) → Technisches Datenblatt.
Anwendungsbeispiele:
- Erfassung von Kühlschmieremulsion in einer Werkzeugmaschine.
- Erfassung von Reinigungsflüssigkeit in einer Teile-Reinigungsanlage.
- Überwachung von Hydrauliköl in einem Hydraulikaggregat (nur bei Betrieb mit Koaxialsonde).
- Erfassung von Dieselkraftstoff (nur bei Betrieb mit Koaxialsonde, in nicht explosionsgefährdeten Bereichen!).
5.2 Beschränkung des Einsatzbereichs

Bei folgenden Medien können Fehlmessungen / Signalverlust auftreten:
- Stark absorbierende Oberflächen (z. B. Schaum)
- Stark sprudelnde Oberflächen
- Medien, die stark inhomogen sind, sich entmischen und dadurch Trennschichten ausbilden (z. B. Öl auf Wasser).
▶ Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
▶ Einbau in beruhigtem Bereich ( → 7.1.6)
▷ Bei Signalverlust schaltet das Gerät die Ausgänge in einen definierten Zustand ( → 6.5).
- Das Produkt nur für Messstoffe einsetzen, gegen die die prozessberührenden Materialien hinreichend beständig sind (→ Technisches Datenblatt).
- Das Gerät ist nicht geeignet für Schüttgüter (z. B. Kunststoffgranulate).
Bei Betrieb mit Monostabsonde:
- Das Gerät ist nicht geeignet für Anwendungen, bei denen die Sonde anhaltender und starker mechanischer Belastung ausgesetzt ist (z. B. stark bewegte pastöse Medien oder stark strömende Medien).
- Bei Verwendung in Kunststoffbehältern kann es zur Beeinträchtigung durch elektromagnetische Einflüsse anderer Geräte kommen (Störfestigkeit nach EN61000-6-2). Abhilfe: (→ 7.5.4).
- Bei Betrieb mit Monostabsonde und kleinen Behältern (Stablängen kürzer 200 mm und weniger als 300 mm Abstand zur Behälterwand) kann es in seltenen Fällen zu Störeinflüssen durch den Behälter (Resonanzen) kommen. Abhilfe: (→ 7.1).
Bei Betrieb mit Koaxialsonde:
- Nicht geeignet für verschmutzte oder zähflüssige Medien, Medien mit Feststoffen und Medien, die zu Ansatzbildung neigen.
• Maximale Viskosität: 500 mPa · s (bei 20°C).
5.3 Besondere Hinweise zur DNV-GL-Zulassung

Bei Einsatz unter DNV-GL Bedingungen (soweit Gerätezulassung vorhanden) folgende Hinweise beachten:
- Monostabsonden und Koaxialsonden bis zu einer Länge von 500 mm können ohne Abstützung betrieben werden.
- Ab einer Sondenlänge von 500 mm bis 2000 mm sind Koaxialsonden zu verwenden. Diese müssen zusätzlich abgestützt werden, entweder auf halber Länge oder am Ende. Die Abstützung muss dazu geeignet sein, auftretende Schwingungen abzudämpfen.
- Bei Verwendung eines Koaxialrohres bei einer Länge von 700 mm oder länger müssen zusätzliche Zentrierstücke in dieses Koaxialrohr montiert werden (→ Zubehör).
6 Funktion
6.1 Messprinzip
| Abb. 6-1 | Abb. 6-2 | Abb. 6-3 |
Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip der geführten Mikrowelle. Es misst den Füllstand mit Hilfe elektromagnetischer Impulse im Nanosekundenbereich.
Die Impulse werden vom Kopf des Sensors ausgesendet und entlang des Sondenstabs geführt (Abb. 6-1). Treffen sie auf das zu detektierende Medium, werden sie reflektiert und zum Sensor zurückgeführt (Abb. 6-2). Die Zeitdauer zwischen Senden und Empfangen des Impulses ist ein direktes Maß für die zurückgelegte Distanz (D) und somit für den aktuellen Füllstand. Bezugsebene für Distanzmessung ist die Unterkante des Prozessanschlusses.

Bei Betrieb mit Koaxialsonde verläuft die Mikrowelle ausschließlich innerhalb des Koaxialrohrs (Abb. 6-3).
6.2 Inbetriebnahme über IO-Link
Das Gerät wird über die IO-Link-Schnittstelle parametriert ( → 6.6) und ( → 10).
6.3 Schaltfunktion
Das Gerät signalisiert das Erreichen oder Unterschreiten der eingestellten Füllstandsgrenzwerte durch den Schaltausgang (OUT1... OUT4).

Die Schaltgrenzen beziehen sich auf das untere Sondenende.
Folgende Schaltfunktionen sind wählbar:
• Hysteresefunktion / Schließer (Abb. 6-4): [oux] = [Hno]
- Hysteresefunktion / Öffner (Abb. 6-4): [oux] = [Hnc]

Zuerst wird der Schaltpunkt (SP) festgelegt, dann im gewünschten Abstand der Rückschaltpunkt (rP).
- Fensterfunktion / Schließer (Abb. 6-5): [oux] = [Fno]
- Fensterfunktion / Öffner (Abb. 6-5): [oux] = [Fnc]

Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von [FH] zu [FL]. [FH] = oberer Wert, [FL] = unterer Wert.
Abb. 6-4

Abb. 6-5

L: Füllstand
HY: Hysterese
FE: Fenster
Für jeden Schaltausgang kann eine Schalt- und Rückschaltverzögerung von maximal 60 s eingestellt werden (z. B. für besonders lange Pumpzyklen; (→ 10.4).
6.4 Sonden für unterschiedliche Behälterhöhen
Das Gerät ist in unterschiedlichen Behältergrößen einsetzbar. Dazu stehen Sonden mit verschiedenen Längen zur Verfügung. Zur Anpassung an die Behälterhöhe kann jede Sonde gekürzt werden. Die minimale Sondenlänge ist 100 mm, die maximale Sondenlänge 2000 mm.
6.5 Definierter Zustand im Fehlerfall
- Für jeden Ausgang ist ein Zustand im Fehlerfall definierbar.
- Wird ein Gerätefehler erkannt oder unterschreitet die Signalgüte einen Mindestwert, gehen die Ausgänge in einen definierten Zustand. Das Verhalten der Ausgänge für diesen Fall ist einstellbar mit Hilfe der Parameter [FOUx] (→ 10.4).
- Vorübergehender Signalverlust, verursacht z. B. durch Turbulenzen oder Schaumbildung, kann durch eine Verzögerungszeit ausgeblendet werden (Parameter [dFo] (→ 10.4)). Während der Verzögerungszeit wird der letzte Messwert eingefroren. Wird das Messsignal innerhalb der Verzögerungszeit wieder mit ausreichender Stärke empfangen, arbeitet das Gerät weiter im Normalbetrieb. Wird es dagegen innerhalb der Verzögerungszeit nicht wieder mit ausreichender Stärke empfangen, gehen die Ausgänge in den definierten Zustand.

Bei starker Schaumbildung und Turbulenzen Beispiele zur Schaffung eines beruhigten Bereichs beachten ( → 7.1.6).
6.6 IO-Link
Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für den Betrieb eine IO-Link-fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.
Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren.
Des Weiteren ist die Kommunikation über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einem USB IO-Link Master möglich.
Die zur Konfiguration des Gerätes notwendigen IODDs, detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen sowie alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter www.ifm.com
7 Montage
7.1 Einbauort / Einbauumgebung, Betrieb mit Monostabsonde
- Einbau des Gerätes vorzugsweise senkrecht von oben.
▶ Hinweise zum Behälterabgleich beachten ( → 7.1.7).
• Bei Einbau in offenen Behältern: (→ 7.5.3)
• Bei Einbau in Kunststoffbehältern: (→ 7.5.4) - Beim Betrieb des Gerätes in kleinen Behältern (Stablängen kürzer 200 mm und weniger als 300 mm Abstand zur Behälterwand) das Gerät außermittig (exzentrisch) montieren, um eventuellen Störeinflüssen durch Behälterresonanzen vorzubeugen.
7.1.1 Mindestabstände bei Einbau in geschlossenen Metallbehältern
| Abb. 7-1 | Abb. 7-2 |
| ohne Abgleich | |
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| Einbauabstände mit Abgleich (→ 7.1.7) | Einbauabstände ohne Abgleich |
| A1: 10 mm *) | A1: 10 mm *) |
| A2: 20 mm | A2: 40 mm zu ebenen Behälterwänden 50 mm zu unebenen Behälterwänden (z. B. Verstrebungen) |
| A3: 20 mm zu Behältereinbauten (B) 50 mm zu weiteren Sensoren Typ LR | A3: 50 mm zu Behältereinbauten (B) 50 mm zu weiteren Sensoren Typ LR |
| D: ∅ 30 mm bei Einbau in Stutzen | D: Kein Stutzen erlaubt gemäß Abb. 7-2 |
*) Alternativ: Sondenstab am Behälterboden fixieren. Hinweise ( → 7.1.3) beachten.

Bei Einbau in Stutzen: Wird zur Herstellung des Stutzens ein Rohrstück verwendet (Abb. 7-3), darf dieses nicht in das Behälterinnere ragen. Der Einbau verursacht Störreflexionen, die durch den Behälterabgleich nicht ausgeblendet werden.

7.1.2 Einbau in Rohren (Bypassrohr, Schwallrohr)
Der Rohrinnendurchmesser d muss mindestens folgenden Wert aufweisen:
| d | mit Abgleich (→ 7.1.7) | ohne Abgleich |
| Metallrohr | ∅ 30 mm | ∅ 100 mm bei [MEdl] = [HIGH]∅ 200 mm bei [MEdl] = [MId] (→ 10.4) |
| Kunststoffrohr *) | ∅ 200 mm | |
*) Hinweise ( → 7.5.4) beachten
▶ Das Gerät nach Möglichkeit außermittig (exzentrisch) montieren.
Abhängig von Umgebungsbedingungen (z. B. pastöses Medium / Strömung) empfiehlt sich der Einsatz von Zentrierstücken (→ Zubehör).
Das Rohr darf nicht kürzer als der Sondenstab sein.
7.1.3 Anwendungen mit pastösen oder stark strömenden Medien
▶ Gerät nach Möglichkeit in einem Bypassrohr / Schwallrohr ( → 7.1.2) bzw. in einem Koaxialrohr einbauen ( → 7.2).
▶ Abweichend folgende Punkte beachten:
▶ Der Sondenstab darf Behälterwand / Behältereinbauten nicht berühren. Seitliche Mindestabstände ggf. erhöhen.
▶ Falls möglich, die Sonde am Behälterboden elektrisch leitend fixieren, z. B. mit einer Hülse (Abb. 7-4 und 7-5) oder einer Bohrung im Behälterboden (Abb. 7-6).
▶ Bei Montage nach Abb. 7-5: Parameter [LEnG] um (h) erhöhen, um Längenzuwachs (h) auszugleichen ( → 10.4).
▶ Bei Montage nach Abb. 7-6: Parameter [LEnG] um (t) reduzieren, um Eintauchtiefe (t) auszugleichen ( → 10.4).
| Abb. 7-4 | Abb. 7-5 | Abb. 7-6 |
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Bei einer Fixierung des Sondenstabs am Behälterboden kann bereits bei leerem Behälter ein geringer Füllstand erkannt werden.
▶ Schaltpunkte ggf. anpassen.
▶ Ordnungsgemäße Funktion (insbesondere bei leerem Behälter) prüfen.
7.1.4 Bei starker Verschmutzung
Bei starker Verschmutzung des Mediums besteht die Gefahr der Brückenbildung zwischen Sondenstab und Behälterwand / Rohrinnenwand oder Einbauten.
▶ Mindestabstände entsprechend der Intensität der Verschmutzung erhöhen.
7.1.5 Befüllöffnungen
Gerät nicht in unmittelbarer Nähe einer Befüllöffnung montieren (Abb. 7-7). Nach Möglichkeit ein Befüllrohr (A) in den Behälter einbauen (Abb. 7-8). Angegebene Einbauabstände einhalten, ggf. Behälterabgleich durchführen.
| Abb. 7-7 | Abb. 7-8 |
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7.1.6 Bei starker Schaumbildung und Turbulenzen

Starke Schaumbildung und Turbulenzen können zu Fehlmessungen führen. Um dies zu vermeiden:
▶ Sensor in einem beruhigten Bereich montieren.
Beispiele zur Schaffung eines beruhigten Bereichs:
- Koaxialsonde verwenden. ▶ Einsatzbereich der Koaxialsonde beachten ( → 5.2).
- Einbau in metallischen Bypass oder metallisches Schwallrohr (Abb. 7-9)
- Abtrennung des Einbauorts durch Bleche / Lochbleche (ohne Abb.)
Abb. 7-9

d: Mindestdurchmesser ( → 7.1.2)

Der Zugang (A, B) muss oberhalb des maximalen Füllstands liegen. Der Zugang (C, D) muss unterhalb des minimalen Füllstands liegen. Damit wird verhindert, dass Schaum und Turbulenzen die Messung beeinträchtigen. Zusätzlich kann einer Verschmutzung (z. B. durch Feststoffe im Medium) entgegengewirkt werden.

Bei erhöhter Schaumbildung empfiehlt sich die Einstellung [MEdI] = [MId] ( → 10.4).
7.1.7 Hinweise zum Behälterabgleich

Der Behälterabgleich (Parameter [tREF]) mindert die Auswirkungen von Störeinflüssen und schafft bei schwierigen Anwendungsbedingungen eine höhere Betriebsreserve.

Behälterabgleich nur im eingebauten Zustand des Gerätes und vorzugsweise bei leerem Behälter durchführen.
Beim Behälterabgleich stehen zwei Optionen zur Verfügung:
[Emty] = Abgleich des kompletten Sondenstabs (empfohlen).
Der Behälter muss für diese Option vollständig leer sein!
[FLnG] = Abgleich der oberen 50 mm ab Unterkante Prozessanschluss.
Der Behälter darf für diese Option teilweise befüllt sein, der Füllstand darf aber nicht höher stehen als maximal 300 mm unterhalb des Prozessanschlusses.

a: Abgleichdistanz 50 mm bei Option [FLnG]
S: Stutzen
b: Sicherheitsabstand zum Füllstand (b ≥ 250 mm)

Bei Sondenlängen L < 300 mm ist kein Behälterabgleich möglich. Der Parameter [tREF] steht dann nicht zur Verfügung. In diesem Fall:
▶ Alle angegebene Einbauabstände ( → 7.1) einhalten.

Bei Einhaltung aller Einbauabstände ist kein Behälterabgleich erforderlich, das Gerät ist dann auch ohne Behälterabgleich betriebsbereit.

Nur bei geforderter Datenhaltung in einer IO-Link-Anwendung: Der Behälterabgleich wird über IO-Link nicht gespeichert! Nach einem Gerätetausch muss er erneut durchgeführt werden. Weitere Informationen zur Datenhaltung: (→ 15.1)
7.2 Einbauort / Einbauumgebung, Betrieb mit Koaxialsonde
▶ Einsatzbereich der Koaxialsonde beachten ( → 5.2).
- Es sind keine Mindestabstände zur Behälterwand und zu Einbauten (B) notwendig.
- Es ist kein Behälterabgleich erforderlich.
- Mindestabstand zum Behälterboden: 10 mm; bei Schlamm- / Sedimentbildung:
▶ Abstand entsprechend erhöhen.
• ▶ Die Entlüftungsöffnung (A) darf nicht durch Montageelemente oder Ähnliches abgedeckt werden.
- Gerät nicht in unmittelbarer Nähe einer Befüllöffnung montieren. Es darf kein Strahlwasser in die Öffnungen des Koaxialrohres gelangen.


Bei Schaumbildung ist zu beachten: Die Entlüftungsöffnung (A) des Koaxialrohrs muss oberhalb des maximalen Füllstands liegen. Die Unterkante des Koaxialrohrs muss unterhalb des minimalen Füllstands liegen. Damit wird verhindert, dass Schaum in das Koaxialrohr eindringt.
7.3 Montage der Sonde
Die Sonde ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Sie muss separat bestellt werden ( → 3 Lieferumfang).
7.3.1 Montage des Sondenstabs
Zum Befestigen des Sondenstabs:
▶ Sondenstab an das Gerät anschrauben und festziehen.
▶ Zur sicheren Montage Sondenansatz mit einem zweiten Schraubenschlüssel gegenhalten (Abb. 7-10).

Empfohlenes Anzugsmoment: 4 Nm.
Zur leichteren Montage und Demontage ist der Stabanschluss uneingeschränkt drehbar. Auch bei mehrfacher Drehung wird das Gerät nicht beschädigt.

Bei hoher mechanischer Beanspruchung (starke Vibration, bewegte pastöse Medien) kann es notwendig sein, die Schraubverbindung zu sichern, z. B. durch Schraubensicherungslack.

Stoffe wie Schraubensicherungslack können ins Medium übergehen.
▶ Unbedenklichkeit überprüfen!
Bei Einsatz mechanischer Sicherungsmittel (z. B. Zahnscheibe):
▶ Überstehende Kanten vermeiden. Sie können Störreflexionen erzeugen.
7.3.2 Montage des Koaxialrohrs
Dieses Unterkapitel ist nur dann relevant, wenn das Gerät mit Koaxialsonde betrieben werden soll.

Koaxialrohr und Sondenstab müssen die gleiche Länge haben. Das Koaxialrohr kann gekürzt werden ( → 7.4.3).
▶ Dichtung (A) auf das Montagegewinde des Sensors schieben.
▶ Koaxialrohr (B) über den Sondenstab schieben. Sorgfältig zentrieren und Sondenstab vorsichtig durch das Zentrierstück (C) – bei Längen > 1400 mm durch die beiden Zentrierstücke – des Koaxialrohrs schieben. Zentrierstücke nicht beschädigen.
▶ Auf das Montagegewinde des Sensors aufschrauben und festziehen.
Empfohlenes Anzugsmoment: 35 Nm


Bei Einsatz unter DNV-GL Bedingungen (soweit Gerätezulassung vorhanden) und Einsatz eines Koaxialrohres bei einer Länge von 700 mm oder länger, müssen zusätzliche Zentrierstücke in dieses Koaxialrohr montiert werden (→ Zubehör).
7.4 Länge der Sonde
7.4.1 Kürzen des Sondenstabs
Der Sondenstab kann zur Anpassung an unterschiedliche Behälterhöhen gekürzt werden.

Nicht die minimal zulässige Sondenlänge ( Lmin ) von 100 mm unterschreiten! Sondenlängen unter 100 mm werden vom Gerät nicht unterstützt.

Bei Sondenlängen < 300 mm ist kein Behälterabgleich möglich ( → 7.1.7).
▶ Sondenstab an das Gerät schrauben.
▶ Gewünschte Länge (L) auf dem Stab markieren. Bezugspunkt ist die Unterkante des Prozessanschlusses (Abb. 7-11).
▶ Sondenstab vom Gerät abschrauben.
▶ Sondenstab an der Markierung kürzen.
▶ Alle Grate und scharfen Kanten entfernen.
▶ Sondenstab wieder an das Gerät anschrauben und festziehen ( → 7.3.1).

Lmin=100\ mm
7.4.2 Bestimmen der Sondenlänge L bei Monostabsonden
▶ Sondenlänge L genau messen. Bezugspunkt ist die Unterkante des Prozessanschlusses (Abb. 7-11).
▶ Wert L notieren. Er wird beim Parametrieren des Geräts benötigt ( → 10.4).
7.4.3 Kürzen des Koaxialrohrs
Koaxialrohr und Sondenstab müssen die gleiche Länge haben:



▶ Befestigungsklammer und Zentrierstück (A, B) entfernen (Abb. 7-12).
▶ Koaxialrohr auf die gewünschte Länge kürzen: LK = L + 9 mm
▶ Nach dem Kürzen muss noch mindestens eine Bohrung (C) zur Aufnahme der Befestigungsklammer vorhanden sein.
▶ Alle Grate und scharfen Kanten entfernen.
▶ Zentrierstück (A) am unteren Rohrende (bei Längen > 1400 mm 2. Zentrierstück in der Rohrmitte) einsetzen und mit der Befestigungsklammer (B) in der untersten Bohrung (C) befestigen.
Abb. 7-12

LK= Länge des Koaxialrohrs L = Länge des Sondenstabs ab Unterkante des Prozessanschlusses ( → 7.4.1)
7.4.4 Bestimmen der Sondenlänge L bei Koaxialsonden
▶ Gesamtlänge LK des Koaxialrohrs genau messen (Abb. 7-12, rechts).
▶ Von der Gesamtlänge des Koaxialrohrs 9 mm abziehen: LK - 9 mm = L
▶ Wert L notieren. Er wird beim Parametrieren des Geräts benötigt ( → 10.4).
7.5 Einbau des Geräts mit Monostabsonde

Vor Ein- und Ausbau des Geräts: Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium im Behälter befindet, das austreten kann. Zudem immer die möglichen Gefahren beachten, die von extremen Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.
Bei Einbau in geschlossene Metallbehälter dient der Behälterdeckel als Einkoppelplatte R (Abb. 7-13 und 7-15). Hinweise zur Einkoppelplatte beachten ( → 11.1)
7.5.1 Montage an Prozessanschluss G3/4 direkt im Behälterdeckel
Als Prozessdichtung fungiert der Dichtring am Sensor.
Die obere Dichtfläche am Prozessanschluss soll plan zur Gewindebohrung verlaufen.
▶ Gewinde des Sensors mit geeigneter Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Gerät in den Prozessanschluss einsetzen.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen.
Anzugsmoment: 35 Nm

7.5.2 Einbau in den Behälterdeckel mit Flanschplatte G3/4
| Abb. 7-14 | Abb. 7-15 |
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▶ Eine Bohrung im Behälterdeckel anbringen. Durchmesser (d) beachten, um eine ausreichende Einkopplung des Messsignals zu ermöglichen (Abb. 7-14). Der Durchmesser (d) hängt ab von der Wandstärke des Behälterdeckels:
| Wandstärke [mm] | 1...5 | 5...8 | 8...11 |
| d [mm] | 35 | 45 | 55 |
▶ Flanschplatte mit G3/4-Prozessanschluss (→ Zubehör) mit der planen Fläche zum Behälter montieren und mit geeigneten Schrauben befestigen.

Zwischen Flanschplatte und Behälter kann bei Bedarf eine Dichtung (B in Abb. 7-15) eingesetzt werden. Bei einigen Flanschplatten wird eine Dichtung mitgeliefert. Andernfalls eine geeignete Dichtung verwenden.
▶ Für Sauberkeit und Planheit der Dichtflächen sorgen, insbesondere, wenn der Behälter unter Druck steht. Befestigungsschrauben ausreichend festziehen.
▶ Gewinde des Sensors mit geeigneter Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Gerät in den Prozessanschluss einsetzen. Darauf achten, dass die mitgelieferte Gerätedichtung (A in Abb. 7-15) an ihrem Platz ist.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen. Anzugsmoment: 35 Nm
7.5.3 Einbau in offene Metallbehälter
▶ Bei Einbau in offene Metallbehälter das Gerät mit Hilfe einer metallischen Halterung mit G3/4-Prozessanschluss montieren; sie dient als Einkoppelplatte (R); Mindestgröße: 150 x 150 mm bei einer quadratischen Halterung, 150 mm Durchmesser bei einer kreisförmigen Halterung (→ 11.1).
▶ Gerät möglichst mittig auf der Halterung montieren. Angegebene Einbauabstände gemäß ( → 7.1) einhalten, ggf. Behälterabgleich durchführen.

R: Einkoppelplatte ( → Zubehör)
▶ Gewinde des Sensors mit geeigneter Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Gerät in den Prozessanschluss einsetzen.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen. Anzugsmoment: 35 Nm
7.5.4 Einbau in Kunststoffbehälter

R: Einkoppelplatte ( → Zubehör)
Um eine ausreichende Einkopplung des Messsignals zu ermöglichen, bei Einbau in Kunststoffbehälter oder Metallbehälter mit Kunststoffdeckel beachten:
▶ Im Kunststoffdeckel muss eine Bohrung mit einem Mindestdurchmesser von 150 mm vorhanden sein.
▶ Zur Montage des Geräts eine metallische Flanschplatte (Einkoppelplatte R) mit G3/4-Prozessanschluss verwenden, die die Bohrung ausreichend überdeckt.
▶ Mindestabstand (= 100 mm) zwischen Sondenstab und Behälterwand gewährleisten. Angegebene Einbauhinweise gemäß (→ 7.1.2) bis (→ 7.1.6) einhalten, ggf. Behälterabgleich durchführen.

Bei Einbau in Kunststoffbehälter kann es zur Beeinträchtigung durch elektromagnetische Einflüsse anderer Geräte kommen. Mögliche Abhilfen:
- Großflächige, metallische Abschirmung an der Außenseite des Behälters vorsehen. Erdungskonzept überprüfen, ggf. ändern.
- Störquellen beseitigen oder Emission der Störquelle durch elektrotechnische Maßnahmen reduzieren.
- Montage in einem metallischen Rohr innerhalb des Kunststoffbehälters.
- Montage mit Koaxialsonde innerhalb des Kunststoffbehälters. Einsatzbereich der Koaxialsonde beachten ( → 5.2).
▶ Gewinde des Sensors mit geeigneter Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Gerät in den Prozessanschluss einsetzen.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen. Anzugsmoment: 35 Nm
7.6 Einbau des Geräts mit Koaxialsonde in Behälter
▶ Prozessanschluss abdichten:
- Bei Rohren mit Prozessanschluss G 3/4 : Die mitgelieferte Dichtung auf das Montagegewinde des Koaxialrohres schieben. Gewinde mit geeigneter Schmierpaste leicht einfetten. - Bei Rohren mit Prozessanschluss 3/4 " NPT: Geeignetes Dichtungsmaterial (z. B. PTFE-Band) am Montagegewinde anbringen.
▶ Gerät mit Koaxialsonde in den Prozessanschluss einsetzen.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen. Anzugsmoment: 35 Nm
7.7 Ausrichtung des Sensorgehäuses
Nach der Montage kann das Sensorgehäuse ausgerichtet werden. Es ist uneingeschränkt verdrehbar.

Auch bei einer mehrfachen Drehung wird das Gerät nicht beschädigt.
8 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

Bei Marineanwendungen (soweit Gerätezulassung vorhanden), ist ein zusätzlicher Surgeschutz erforderlich.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
| Adernfarben | ![]() | |||
| Pin | Kabeldose | ifm | nach DIN 47100 | |
| 1 | BN | braun | weiß | |
| 2 | WH | weiß | braun | |
| 3 | BU | blau | grün | |
| 4 | BK | schwarz | gelb | |
| 5 | GY | grau | grau | |
| 6 | PK | rosa | rosa | |
| 7 | VT | violett | blau | |
| OUT1: Schaltausgang 1 / IO-Link | ||||
| OUT2... OUT4: Schaltausgänge 2...4 | ||||
| Farbkennzeichnung nach ifm | ||||
| Beispielbeschaltungen | ||||
| 4 x p-schaltend | 4 x n-schaltend | |||

Wird das Gerät erstmals mit Betriebsspannung versorgt, müssen zunächst die Grundeinstellungen eingegeben werden ( → 10). Erst danach ist das Gerät betriebsbereit.
9 Bedien- und Anzeigeelemente
Diese Gerätevariante besitzt keine Bedien- und Anzeigeelemente.
Zur Parametrierung ( → 10).

Für Geräte mit Anzeige- und Bedienelementen → www.ifm.com.
10 Parametrieren
Für die Parametrierung ist ein PC mit USB IO-Link Master ( → 10.1), ein entsprechend programmierter Memory Plug ( → 10.2), oder eine konfigurierte IO-Link Umgebung ( → 10.3) erforderlich.
Alle Parameter mit Ausnahme des Behälterabgleichs ( → 7.1.7) können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs ( → 10.3) eingestellt werden.

Das Ändern von Parametern während des Betriebs beeinflusst möglicherweise die Funktionsweise der Anlage.
▶ Sicherstellen, dass keine Fehlfunktionen / Gefahrenzustände in der Anlage entstehen.
10.1 Parametrierung über PC und USB IO-Link Master
▶ Computer, Software und Master vorbereiten → Bedienungsanleitungen der jeweiligen Geräte / Software beachten (→ 6.6).
▶ Gerät mit USB IO-Link Master verbinden (→ Zubehör).
▶ Menü der IO-Link-Software folgen.
▶ Parametrierung durchführen, einstellbare Parameter ( → 10.4).
▶ Prüfen, ob die durchgeführte Parametrierung vom Gerät akzeptiert wurde. Gegebenenfalls Sensor nochmals auslesen.
▶ USB IO-Link Master entfernen und Gerät in Betrieb nehmen ( → 11).
10.2 Parametrierung über Memory Plug
Über einen Memory Plug ( → Zubehör) kann ein Parametersatz auf das Gerät geschrieben/übertragen werden ( → 6.6).
▶ Passenden Parametersatz (z. B. über einen PC) in den Memory Plug laden → Bedienungsanleitung des Memory Plugs beachten.
▶ Sicherstellen, das sich der Sensor im Auslieferungszustand befindet.
▶ Memory Plug zwischen Sensor und Kabeldose anschließen.
▷ Bei anliegender Spannungsversorgung wird der Parametersatz vom Memory Plug auf den Sensor übertragen.
▶ Memory Plug entfernen und Gerät in Betrieb nehmen ( → 10.4).

Der Memory Plug ist auch einsetzbar, um die aktuelle Parametrierung eines Gerätes zu speichern und auf andere, typgleiche Geräte zu übertragen.

Der Behälterabgleich wird vom Memory Plug nicht gespeichert und nicht übertragen. Er muss nach einem Gerätetausch manuell durchgeführt werden.
10.3 Parametrierung während des laufenden Betriebs
▶ Sicherstellen, dass der Sensor an einer IO-Link-fähigen Baugruppe (Master) angeschlossen ist ( → 6.6).
▶ Mit geeigneter IO-Link-Software Sensor auslesen → Bedienungsanleitung der jeweiligen Software beachten.
▶ Parametrierung durchführen, einstellbare Parameter ( → 10.4).
▶ Prüfen, ob durchgeführte Parametrierung vom Gerät akzeptiert wurde. Gegebenenfalls Sensor nochmals auslesen.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
10.4 Einstellbare Parameter
| LEnG *) | Eingabe der Sondenlänge:Einstellbereich: 100...2000 mm / 4,0...78,8 inch Bestimmung der Sondenlänge: (→ 7.4.2), (→ 7.4.4)Nach Änderung der Sondenlänge wird ein bereits durchgeführter Behälterabgleich wieder gelöscht! |
| MEdI *) | Medienauswahl:[HIGH] = für Wasser und wasserbasierte Medien Betriebsmodus optimiert auf die Unterdrückung von Anhaftungen am Sensorstab[MId] = für wasserbasierte Medien und Medien mit mittlerem DK-Wert (DK = Dielektrizitätskonstante), z. B. Öl-in-Wasser-Emulsionen. Betriebsmodus optimiert auf die Erfassung von Medien mit erhöhter Schaumbildung. [LOW] = für Öle und ölbasierte Medien ( → 11.2) |
| Prob *) | Eingabe der Sondenart. Bei [MEdI] = [LOW] muss die Option [COAx] eingestellt werden ( → 11.2). [rod] = Monostabsonde, für die Erfassung von wasserbasierten Medien [COAx] = Koaxialsonde, für die Erfassung von Öl, ölbasierten Medien und wasserbasierten Medien. Einsatzbereich der Koaxialsonde beachten ( → 5.2) |
| tREF | Behälterabgleich durchführen (Button [tREF Emyt] bzw. [tREF FInG]):[tREF Emyt] = Abgleich des kompletten Sondenstabs (empfohlen)[tREF FLnG] = Abgleich der oberen 50 mm ab Unterkante Pozessanschluss. Hinweise zum Behälterabgleich beachten ( → 7.1.7). |
| ou1...ou4 | Ausgangskonfiguration für die Schaltausgänge OUT1... OUT4:[Hno] = Hysteresefunktion/Schließer[Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner[Fno] = Fensterfunktion/Schließer[Fnc] = Fensterfunktion/Öffner[OFF] = Ausgang AUS (hochohmig) |
| SP_FH1...4 | Schaltpunkte 1...4 bzw. obere Grenzen 1...4 bei Fensterfunktion:Einstellbereich: 15 (35)... L-30 mm / 0,6 (1,4)... L-1,2 inch Hinweis: Werte in Klammern gelten für die Einstellung [MEdI] = [LOW] |
| rP_FL1...4 | Rückschaltpunkte 1...4 bzw. untere Grenzen 1...4 bei Fensterfunktion:Einstellbereich: 10 (30) ... L-35 mm / 0,4 (1,2)... L-1,4 inch Hinweis: Werte in Klammern gelten für die Einstellung [MEdI] = [LOW] |
| dS1...4 | Schaltverzögerung**) für OUT1... OUT4. Einstellbereich 0,0...60,0 s |
| dr1...4 | Rückschaltverzögerung**) für OUT1... OUT4. Einstellbereich 0,0...60,0 s |
| uni | Maßeinheit; mm oder inch |
| FOU1...4 | Verhalten von OUT1... OUT4 im Fehlerfall:[On] = Schaltausgang schaltet im Fehlerfall EIN[OFF] = Schaltausgang schaltet im Fehlerfall AUSHinweis: Der IO-Link Prozesswert verhält sich gemäß der Einstellung FOU1. Zusätzlich wird der Prozesswert auf "ungültig" gesetzt (→ 11.4). |
| dFo | Verzögerungszeit der Ausgänge, für den mit [FOU2] definierten Zustand. Wirkt nur im Fehlerfall. Hinweis: Die Verzögerungszeit wirkt im Fehlerfall auch auf den IO-Link Prozesswert. |
| P-n | Ausgangspolarität des Schaltausgangs:[PnP] = Ausgang ist p-schaltend[nPn] = Ausgang ist n-schaltend |
*) Grundeinstellungen
**) Verhalten gemäß VDMA. Nach VDMA wirkt die Schaltverzögerung immer auf den SP, die Rückschaltverzögerung immer auf den rP, unabhängig davon, ob die Schließer- oder Öffnerfunktion verwendet wird.
11 Betrieb
11.1 Betrieb mit Monostabsonde
Die Monostabsonde besteht aus einem einzelnen Sondenstab. Der Betrieb mit Monostabsonde ist geeignet zur Erfassung von wässrigen Medien, insbesondere von stark verschmutzten wässrigen Medien.

Zur ordnungsgemäßen Funktion mit Monostabsonde benötigt das Gerät eine ausreichend große Einkoppelfläche / Einkoppelplatte aus Metall. Sie ist Voraussetzung dafür, dass der Mikrowellenimpuls mit optimaler Sendeleistung in den Behälter eingekoppelt wird.
Bei Einbau in geschlossene Metallbehälter / metallische Bypassrohre dient der Behälterdeckel / der obere Rohrabschnitt als Einkoppelfläche. Bei Einbau in offene Metallbehälter, Behälter aus Kunststoff oder Metallbehälter mit Kunststoffdeckeln muss ein ausreichend großes Halteblech, eine metallische Auflage oder Ähnliches verwendet werden (→ 7.5.3) und (→ 7.5.4).
Bei Betrieb mit Monostabsonde müssen Mindestabstände zu Behälterwänden und Einbauten im Behälter eingehalten werden ( → 7.1).
11.2 Betrieb mit Koaxialsonde
Die Koaxialsonde besteht aus einem inneren Sondenstab und einem äußeren Sondenrohr (Koaxialrohr). Der Sondenstab ist im Koaxialrohr durch ein oder mehrere Distanzstücke zentriert.
Bei Betrieb mit Koaxialsonde werden neben wässrigen Medien auch Medien mit niedriger Dielektrizitätskonstante erfasst ( z. B. Öl und ölbasierte Medien).

Bei Betrieb mit Koaxialsonde gilt außerdem Folgendes:
- Es ist keine Einkoppelplatte erforderlich
- Es müssen keine Mindestabstände zu Behälterwänden und Objekten im Behälter beachtet werden
- Es muss kein Behälterabgleich duchgeführt werden

Einsatzbereich der Koaxialsonde beachten ( → 5.2).
11.3 Überprüfen der Funktion
Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
11.4 Betriebs- und Diagnosemeldungen über IO-Link
IODD und IODD-Beschreibungstext als pdf unter: www.ifm.com
11.5 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen
| OUT1...4 | |
| Initialisierung | AUS |
| Normalbetrieb | gemäß Füllstand undEinstellung [oux] AUS oder EIN |
| Fehlerfall | AUS bei [FOUx] = [OFF]EIN bei [FOUx] = [On] |
12 Technische Daten und Maßzeichnung

Technisches Datenblatt und Maßzeichnung unter www.ifm.com
13 Wartung / Transport
▶ Prozessanschluss frei halten von Ablagerungen und Fremdkörpern.
Bei starker Verschmutzung:
▶ Prozessanschluss und Sonde in regelmäßigen Abständen reinigen.
Nach längerem Betrieb können sich Trennschichten im Medium bilden (z. B. Öl auf Wasser). Dies betrifft insbesondere Schwallrohre oder Bypasse:
▶ Trennschichten in regelmäßigen Abständen entfernen.
Bei Betrieb mit Koaxialsonde:
▶ Die Entlüftungsöffnung (am oberen Ende des Koaxialrohres) frei halten.
▶ Das Innere des Koaxialrohres von Fremdkörpern und Verschmutzungen frei halten.

Bei Wechsel des Mediums ist möglicherweise eine Anpassung der Geräteeinstellungen erforderlich ( → 10.4).

Nur bei geforderter Datenhaltung in einer IO-Link-Anwendung:
Der Behälterabgleich wird über IO-Link nicht gespeichert!
Nach einem Gerätetausch muss er erneut durchgeführt werden ( → 10).
Weitere Informationen zur Datenhaltung: (→ 15.1)
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
▶ Für den Transport nur geeignete Verpackungen verwenden, um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden.
14 Werkseinstellung
(Sondergeräte LXxxxx*) sind nicht berücksichtigt)
| Werkseinstellung | Benutzer-Einstellung | |
| LEnG | 100 | |
| MEdl | HIGH | |
| Prob | rod | |
| tREF Emyt | -- | |
| tREF FInG | -- | |
| SP_FH1 | 25% MEW*) | |
| rP_FL1 | 5 mm unter SP_FH1 | |
| SP_FH2 | 50% MEW*) | |
| rP_FL2 | 5 mm unter SP_FH2 | |
| SP_FH3 | 75% MEW*) | |
| rP_FL3 | 5 mm unter SP_FH3 | |
| SP_FH4 | 100% MEW*) | |
| rP_FL4 | 5 mm unter SP_FH4 | |
| ou1...ou3 | Hno | |
| ou4 | Hnc | |
| dS1...dS4 | 0.0 | |
| dr1...dr4 | 0.0 | |
| uni | mm | |
| FOU1... FOU4 | OFF | |
| dFo | 0.0 | |
| P-n | PnP |
*) Einstellungen der Sondergeräte LXxxxx → Technisches Datenblatt
** MEW = Messbereichsendwert = LEnG-Wert minus 30 (in mm)
Bei Eingabe des LEnG-Wertes berechnet das Gerät die Grundeinstellung.
15 Hinweise zur Parametrierung über IO-Link

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht betriebsbereit.
Zur Inbetriebnahme müssen explizit einmal gültige Grundeinstellungen zum Gerät gesendet werden, auch wenn die Default-Werte mit dem angeschlossenen Gerät übereinstimmen. Zur Parametrierung: (→ 10)

Nur bei geforderter Datenhaltung in einer IO-Link-Anwendung:
Der Behälterabgleich wird über IO-Link nicht gespeichert! Nach einem Gerätetausch muss er erneut durchgeführt werden ( → 10.4).

Nach einem Werks-Reset (Button [Auslieferungszustand wiederherstellen]) startet das Gerät neu und ist wieder im Auslieferungszustand.
15.1 Gerätezugriffssperre / Datenhaltung (ab IO-Link V1.1)
Der IO-Link Master speichert alle Parameter des angeschlossenen Sensors, (ausgenommen den Behälterabgleich, siehe oben), sofern dies im Master konfiguriert ist (Datenhaltung). Nach einem Tausch eines typgleichen Sensors werden automatisch die vorherigen Parameter in den neuen Sensor geschrieben, sofern dies im Master konfiguriert und der neue Sensor im Auslieferungszustand ist.
Aus Sicherheitsgründen kann der Parameter-Download vom Sensor abgelehnt werden. Werkseinstellung: [Offen]
| Datenhaltung | - [Offen] = Gerät lässt Parameter-Download vom Master zu- [Gesperrt] = Gerät lehnt Parameter-Download vom Master ab |
Weitere Informationen unter www.ifm.com









