SV4204 - Durchflusssensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SV4204 IFM
Betriebsanleitung Vortex-Durchflusssensor
SVxxx4
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Einsatzbereich 5
4 Funktion 6
5 Montage 7
5.1 Nicht empfohlene Einbaulage 8
6 Elektrischer Anschluss 9
7 Bedien- und Anzeigeelemente 10
8 Menü.... 11
9 Inbetriebnahme.... 13
10 Parametrierung.... 14
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten 14
10.2 ▶ Parametrierung über IO-Link.... 14
10.3 Ausgangskonfiguration 15
10.3.1 Standard-Maßeinheit.... 15
10.3.2 Analogsignal 15
10.3.3 Dämpfung 16
10.3.4 Fehlerverhalten der Ausgänge 16
10.4 Speicher 16
10.5 Display 17
10.5.1 Display Layout 18
10.5.2 Display Aktualisierungsrate.... 18
10.5.3 Display Drehung 18
10.5.4 Display Helligkeit.... 18
10.5.5 Display Farbeinstellung.... 18
10.6 Gerät zurücksetzen.... 19
10.7 Verriegeln / Entriegeln.... 20
11 Fehlerbehebung 22
11.1 Warnmeldungen 22
11.2 Fehlermeldungen 22
12 Werkseinstellung.... 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht flüssige Medien.
Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit) und Medientemperatur.
3.1 Einsatzbereich
- Wasser
- Wasserbasierende Medien (deonisiertes Wasser, Kühlwasser)

Druckgeräterichtlinie (DGRL):
Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.
4 Funktion
• Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Vortex-Messprinzip.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
• Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
- Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
Ausgangsfunktionen:
OUT1: Analogsignal Temperatur
OUT2: Analogsignal Durchfluss
5 Montage

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil auf dem Gerät) in die Rohrleitung einsetzen.
Empfohlenes Anzugsdrehmoment: 30 Nm.

Abb. 1: Einlaufstrecke (1) und Auslaufstrecke (2), Durchflussrichtung (Pfeil)
Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.
▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.
| Störung | Einlaufstrecke (1) | Auslaufstrecke (2) |
| Nicht ideale Krümmung | ≥ 5 × DN | ≥ 1 × DN |
Ideale Krümmung![]() | ≥ 0,5 × DN | |
| Mehrfachkrümmungen ( 2 × 90° ) | ≥ 15 × DN | |
| Reduzierung Rohrinnendurchmesser | ≥ 15 × DN | ≥ 15 × DN |
| Ventil oder Pumpe | ≥ 25 × DN |
Tab. 1: Abstände für Einlaufstrecken und Auslaufstrecken; DN = Nennweite des Rohres
▶ Auf gleiche Innendurchmesser von Rohrleitung und Sensor achten.
▶ Ablagerungen, Gas- und Luftansammlungen im Leitungssystem vermeiden.
▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.
▶ Zur Direktmontage das Gerät mit 4 Linsenschrauben M4 DIN 7985 auf dem Gehäuseboden befestigen. Maximale Einschraubtiefe ins Gehäuse: 5,5 mm.
▶ Das Gerät so einbauen, dass keine mechanischen Kräfte auf die Rohrleitung einwirken. Dazu gegebenenfalls Montagewinkel verwenden.
▶ Bei Bedarf Gerät mit Unterseite auf Montageplatte (nicht mitgeliefert) befestigen:

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter www.ifm.com.
5.1 Nicht empfohlene Einbaulage
- Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung, wenn das Rohr unten offen ist. - Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 2: Anschlussbild (Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2)
BN: braun
WH: weiß
BK: schwarz
BU: blau
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | • Analogsignal Temperatur |
| 2 (OUT2) | • Analogsignal Durchfluss |
7 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 3: Bedien- und Anzeigeelemente
1: Ohne Funktion
2: Ohne Funktion
3: TFT-Display, Prozesswertanzeige (→ Display Layout ☐ 18)
4: Tasten zum Wechseln der Ansichten und zur Parametrierung
Über die Gerätetasten kann im laufenden Betrieb zwischen den Prozesswertanzeigen gewechselt werden:
▶ Taste [▲] oder [▼] drücken, bis die gewünschte Anzeige erscheint.
▷ Das Display wechselt zwischen den Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standardanzeige.

Abb. 4: Wechsel zwischen den Ansichten
8 Menü
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

| Parameter | Erläuterung |
| ASPx | Analogstartpunkt für OUTx = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt. |
| AEPx | Analogendpunkt für OUTx = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt. |
| EF | Übergang zum Untermenü EF (Erweiterte Funktionen) |
| rES | Zurücksetzen auf Werkseinstellung |
| Info | Anzeige der Geräteinformationen |
| IO-L | IO-Link Kommunikation aktivieren |
| CFG | Übergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen) |
| MEM | Übergang zum Untermenü MEM (Speicher) |
| DIS | Übergang zum Untermenü DIS (Display). |
| uni | Standard-Maßeinheit für Durchfluss |
| dAP | Dämpfungskonstante in Sekunden (63 % Anstiegszeit τ). |
| FOUx | Verhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall |
| Lo. F | Minimaler Speicherwert Durchfluss |
| Hi. F | Maximaler Speicherwert Durchfluss |
| Lo. T | Minimaler Speicherwert Temperatur |
| Hi. T | Maximaler Speicherwert Temperatur |
| diS. L | Display-Layout |
| diS. U | Aktualisierungsrate der Displayanzeige |
| diS. R | Ausrichtung der Displayanzeige |
| diS. B | Helligkeit der Displayanzeige |
| col. F | Schriftfarbe für Durchfluss |
| cFH. F | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| cFL. F | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| col. T | Schriftfarbe für Temperatur |
| cFH. T | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| cFL. T | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
9 Inbetriebnahme
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Für Analogausgang 2 (OUT2) liegt das Ausgangssignal während der Bereitschaftsverzögerungszeit bei 20 mA.
Analogausgang 1 (OUT1) ist innerhalb der ersten 2 Sekunden passiv und steht für die IO-Link Kommunikation bereit. Während der restlichen Bereitschaftsverzögerungszeit liegt das Ausgangssignal bei 20 mA.
10 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).
Parametriervorgang allgemein:
| Absicht | Aktion |
| Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü | [●] |
| Wechsel ins Untermenü | Mit [▼] zum Untermenü steuern (z. B. EF), dann [●] |
| Anwahl des gewünschten Parameters | [▲] oder [▼] |
| Wechsel in Einstellmodus | [●] |
| Verändern des Parameterwertes | [▲] oder [▼] > 1 s |
| Übernahme des eingestellten Parameters | [●] |
| Parametereinstellung ohne Speichern verlassen | [▲] + [▼] |
| Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen) | [▲] + [▼] |
| Rückkehr zur Prozesswertanzeige | > 30 Sekunden (Timeout) |
10.2 Parametrierung über IO-Link
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware
10.3 Ausgangskonfiguration
10.3.1 Standard-Maßeinheit
Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.
Auswählbare Werte:
Durchfluss: l/min; m³/h; für Gerätetypen SVx6xx: gpm; gph.
10.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [uni] wählen und die Maßeinheit einstellen.
10.3.1.2 Parametrierung über IO-Link: Standard-Maßeinheit
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [uni] wählen und die Maßeinheit einstellen.
10.3.2 Analogsignal
Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Der Messbereich ist skalierbar:
• [ASP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• [AEP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 20 % des Messbereichendwertes.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).
Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter [FOU] einstellbar.
10.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [Uni].
▶ [Hauptmenü] aufrufen.
▶ Die Parameter für die Temperaturmessung einstellen: [ASP1] und [AEP1].
▶ Die Parameter für die Durchflussmessung einstellen: [ASP2] und [AEP2].
10.3.2.2 Parametrierung über IO-Link: Analogsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] > [uni].
▶ Menü [Parameter] > [Analoger Ausgang 1] aufrufen und die Parameter für die Temperaturmessung einstellen: [ASP1] und [AEP1].
▶ Menü [Parameter] > [Analoger Ausgang 2] aufrufen und die Parameter für die Durchflussmessung einstellen: [ASP2] und [AEP2].
10.3.3 Dämpfung
Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.
Dies betrifft die Ausgänge und das Display.
Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors ( → Technische Daten).
Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.
10.3.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Dämpfung
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [dAP] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
10.3.3.2 Parametrierung über IO-Link: Dämpfung
▶ [Parameter] > [Dämpfung] aufrufen.
▶ [dAP] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
10.3.4 Fehlerverhalten der Ausgänge
Über den Parameter [FOUx] kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:
• On: Das Analogsignal geht auf 22 mA.
• OFF: Das Analogsignal geht auf 3,5 mA.
• OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.
10.3.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].
10.3.4.2 Parametrierung über IO-Link: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ [Parameter] > [Fehlerkonfiguration Ausgang x] aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].
10.4 Speicher
Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.
Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Auswählbare Werte:
• [Lo. F]: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• [Hi. F]: Maximalwertspeicher für Durchfluss
• [Lo. T]: Minimalwertspeicher für Temperatur
• [Hi. T]: Maximalwertspeicher für Temperatur

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.
10.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
▶ Wert für den minimalen und maximalen gespeicherten Prozesswert ablesen.
Speicher löschen:
▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
Speicher löschen:
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten. ▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.
10.4.2 Parametrierung über IO-Link: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ [Parameter] > [Speicher] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.
Speicher löschen:
▶ [Parameter] > [Speicher] aufrufen.
▶ Kommando ausführen:
• [Rücksetzen Hi.x und Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Hi.x Speicher]
10.5 Display
Die Darstellung im Display kann über verschieden Parameter angepasst werden. Die nachfolgend beschriebenen Parameter werden jeweils folgendermaßen eingestellt:
Parametrierung über die Gerätetasten:
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
Parametrierung über IO-Link:
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
10.5.1 Display Layout
Über den Parameter [diS. L] kann die Standardanzeige des Displays eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
10.5.2 Display Aktualisierungsrate
Über den Parameter [diS. U] kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.
Auswählbare Werte:
• d1: schnell
• d2: mittel
• d3: langsam
10.5.3 Display Drehung
Über den Parameter [diS. R] kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.
Auswählbare Werte:
- 0° (nicht gedreht)
• 90°
• 180° - 270°
10.5.4 Display Helligkeit
Über den Parameter [diS. B] kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• 25 %
- 50 %
- 75%
• 100 %
- OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet. Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

Bei Warn- oder Fehlermeldungen geht das Display auch bei der Einstellung [OFF] wieder an.
10.5.5 Display Farbeinstellung
Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter [coL.x] ausgewählt werden:
• [coL. F]: Schriftfarbe für Durchfluss
• [coL. T]: Schriftfarbe für Temperatur
Dauerhafte Schriftfarbe
Die Schriftfarbe kann für die Anzeige von Durchfluss und Temperatur jeweils dauerhaft festgelegt werden:
| Einstellung für [coLx] | Schriftfarbe |
| [rEd] | rot |
| [GrEn] | grün |
Farbwechsel
Alternativ dazu kann für die Anzeige von Durchfluss und Temperatur ein Farbwechsel in Abhängigkeit vom aktuellen Prozesswert eingestellt werden:
| Einstellung für [coL.x] | Schriftfarbe |
| [r-cF] | rot = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsgrün = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs |
| [G-cF] | grün = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsrot = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs |

Bei Auswahl "Farbwechsel" müssen die Grenzwerte des Fensterbereichs über die Parameter [cFL.x] und [cFH.x] eingstellt werden. Die Grenzwerte können frei innerhalb des Messbereichs gewählt werden und sind unabhängig von der Ausgangsfunktion.

Abb. 5: Farbwechsel im Fensterbereich. Beispiel: [coL.x] = [G-cF]
cFL. F: Unterer Grenzwert für Durchfluss
cFL. T: Unterer Grenzwert für Temperatur
cFH. F: Oberer Grenzwert für Durchfluss
cFH. T: Oberer Grenzwert für Temperatur
MAW: Messbereichsanfangswert
MEW: Messbereichsendwert
10.6 Gerät zurücksetzen
Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.
10.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen
▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rES] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.
▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
10.6.2 Parametrierung über IO-Link: Gerät zurücksetzen
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Werkseinstellung setzen].
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
10.7 Verriegeln / Entriegeln
Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass Parametereinstellungen am Gerät verändert werden können.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.
10.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln
Verriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [Loc] angezeigt wird.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

Die Verriegelung kann nur über die Gerätetasten aufgehoben werden. Eine Änderung der Parametereinstellung ist weitherin über die IO-Link Schnittstelle möglich.
Entriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [uLoc] angezeigt wird.
▷ Die Verriegelung der Gerätetasten ist aufgebhoben.
10.7.2 Parametrierung über IO-Link: Verriegeln / Entriegeln
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [Loc] wählen und Verriegelung einstellen.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

Die Verriegelung kann über den IO-Link Parameter [uLoc] oder über die Gerätetasten aufgehoben werden.
- oder -
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [Gerätezugriffssperren. Lokale Benutzerschnittstelle] wählen und [Gesperrt] einstellen.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

Die Verriegelung kann nur über den IO-Link Parameter [Entsperrt] aufgehoben werden.
- oder -
▶ [Gerätezugriffssperren. Datenhaltung] wählen und [Gesperrt] einstellen.
▷ Das Gerät ist für die Datenhaltungsfunktion (Data Storage) durch den IO-Link Master gesperrt.

Die Verriegelung kann über den IO-Link Parameter [Entsperrt] aufgehoben werden.
11 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.
Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display.
Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.
11.1 Warnmeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Locked via key | Einstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert. ▶ Gerät über die Gerätetasten entriegeln. |
| Locked via communication | Einstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv. Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen. |
| Locked via system | Einstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert. ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln. |
| UL | Messbereich von Temperatur unterschritten: Messwert kleiner -20 % des Messbereichsendwertes. ▶ Temperaturbereich prüfen. |
| OL | Messbereich von Temperatur oder Durchfluss überschritten: Messwert größer 120 % des Messbereichsendwertes. ▶ Durchflussbereich / ▶ Temperaturbereich prüfen. |
11.2 Fehlermeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Display aus | Versorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung [DIS] = OFF und ggf. Einstellung ändern. |
| Err | Gerät defekt / Funktionsfehler.► Gerät austauschen. Messwert außerhalb des Erfassungsbereichs.► ▶ Durchflussbereich / Temperaturbereich prüfen. |
| PARA | Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung prüfen. |
| cr. UL | Messbereich von Temperatur kritisch unterschritten: Messwert kleiner -30 % des Messbereichsendwertes.► Temperaturbereich prüfen. |
| cr. OL | Messbereich von Temperatur kritisch überschritten: Messwert größer 130 % des Messbereichsendwertes.► ▶ Durchflussbereich / Temperaturbereich prüfen. |
12 Werkseinstellung
| Parameter | Werkseinstellung | Benutzer-Einstellung |
| ASP1 (TEMP) | 0 % MEW | |
| AEP1 (TEMP) | 100 % MEW | |
| ASP1 (FLOW) | 0 % MEW | |
| AEP1 (FLOW) | 100 % MEW | |
| FOU1 (TEMP) | OFF | |
| FOU2 (FLOW) | OFF | |
| coL. F (FLOW) | OFF | |
| coL. T (TEMP) | OFF | |
| uni | l/min (SVx6xx: gpm) | |
| dAP | 0,6 s | |
| diS. L | L2 | |
| diS. U | d2 | |
| diS. R | 0 | |
| diS. B | 75 % | |
| cFH. F | MEW | |
| cFL. F | MAW | |
| cFH. T | MEW | |
| cFL. T | MAW |
MAW = Messbereichsanfangswert
MEW = Messbereichsendwert
