KQ1001 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts KQ1001 IFM als PDF.
Benutzerfragen zu KQ1001 IFM
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Detektor kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch KQ1001 - IFM und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. KQ1001 von der Marke IFM.
BEDIENUNGSANLEITUNG KQ1001 IFM
Betriebsanleitung
Kapazitiver Füllstandsensor
KQ10
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 4
1.1 Verwendete Symbole 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
3.1 Einsatzbereich.... 6
3.2 Beschränkung des Einsatzbereichs 6
4 Schnelleinstieg 7
5 Funktion 8
5.1 Messprinzip.... 8
5.2 Betriebsarten 8
5.3 IO-Link 9
5.4 Applikationsabgleiche.... 9
5.5 Schaltausgänge 10
5.6 Diagnosedaten.... 10
5.6.1 Index der Füllstandkante 11
5.6.2 Signalstärke in Bezug zum Dynamikbereich.... 11
5.6.3 Kantenschärfe.... 11
5.6.4 Qualität des Einbaus 12
5.7 Interne Temperatur 12
5.8 Schaltzyklenzähler 12
5.9 Betriebsstundenzähler 12
5.10 Dämpfungsfunktion 12
5.11 Anhaftungserkennung 13
6 Montage.... 14
6.1 Montage mehrerer Geräte 14
6.2 Montage an Bypass-Rohren 15
6.3 Montage am Tank 16
6.4 Montage bei wechselbaren Behältern 16
6.5 Hinweise zum Behälterabgleich 16
6.6 Hinweise zur Erdung.... 17
7 Elektrischer Anschluss.... 18
8 Bedien- und Anzeigeelemente 19
9 Inbetriebnahme 20
9.1 Applikationsabgleiche.... 20
9.1.1 Leerabgleich 20
9.1.2 Vollabgleich 20
9.1.3 Dynamischer Abgleich 21
9.1.4 Leer- und Vollabgleich 21
9.2 Abgleich der Schaltpunkte 21
10 Parametrierung 22
10.1 Einstellbare Parameter 22
10.1.1 Sensorische Parameter 22
10.1.2 Anzeigeparameter 23
10.1.3 Diagnoseparameter 23
10.1.4 Konfiguration der Schaltausgänge 23
10.1.5 Sonstige Parameter 24
10.2 Kommandos 24
10.2.1 Applikationsabgleiche 24
10.2.2 Einstellen der Schaltpunkte 24
10.2.3 Sonstige Kommandos 25
10.3 Aktive Events und Gerätestatus 25
11 Fehlerbehebung 26
11.1 Applikationsabgleich verweigert 26
11.2 Abweichung von Prozesswert zu Füllstand 26
11.2.1 Index der Füllstandkante auswerten 27
11.2.2 Signalstärke und Kantenschärfe auswerten 27
11.3 Events 27
11.3.1 Messsignal gestört 27
11.3.2 Plausibilitätsfehler in der Messung 28
11.3.3 Serviceanforderung - Reinigung 28
12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 29
13 Werkseinstellungen 30
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen, Zubehör und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Gerät entspricht der Norm EN 61000-6-4 und ist ein Produkt der Klasse A. In Haushaltsumgebungen kann das Gerät Rundfunkstörungen verursachen. Sollten Störungen auftreten, muss der Anwender durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe sorgen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
3.1 Einsatzbereich
Das Gerät erfasst berührungslos Metalle, nahezu alle Kunststoffe, Glas, Keramik, Holz, Papier, Öle, Fette, Wasser und alle wasserhaltigen Materialien und meldet sie durch ein Schaltsignal oder einen kontinuierlichen Prozesswert von 0...100 %.
Das Gerät erfasst das Medium durch die Behälterwand. Diese wird mittels einer Abgleichfunktion für das Gerät ausgeblendet, sodass nur das Medium detektiert wird.

Die Behälterwand muss aus nichtmetallischem Material bestehen.

Unsachgemäßer Einbau oder Abgleich kann zu Ausgabe falscher Prozesswerte führen.
▶ Kapitel Inbetriebnahme beachten ➞ 20.
▶ Ordnungsgemäße Funktion durch Applikationstest prüfen.
3.2 Beschränkung des Einsatzbereichs
- Der Einsatz des Gerätes in direktem Kontakt zu Medien, ionisierender Strahlung oder in Umgebungen mit direkter Betauung ist nicht zulässig.
- Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen. - Bei stark anhaftenden Medien (z. B. Kleber, Leim, Shampoo) kann es zu Filmbildungen kommen.
- Gut leitfähige Filme oder Schäume werden möglicherweise als Füllstand detektiert.
4 Schnelleinstieg
Zur schnellen Inbetriebnahme des Gerätes sind folgende Schritte notwendig:
- Gerät mittels Klebebands am Behälter montieren ➞ 14.
- Gerät an einen IO-Link-Master anschließen und Verbindung zum Gerät herstellen (→ Dokumentation des verwendeten IO-Link-Master / Software).
- Leerabgleich und / oder ▶ Vollabgleich durchführen:

Abb. 1: Leerabgleich
▶ [Leeren Tank abgleichen] klicken

Abb. 2: Vollabgleich
▶ [Vollen Tank abgleichen] klicken

Alle notwendigen Schritte können je nach Applikation abweichen.
Ausführliche Beschreibung unter: Inbetriebnahme ➞ 20.
5 Funktion
5.1 Messprinzip
Das Gerät erfasst den Füllstand nach dem kapazitiven Messprinzip.
- Ein elektrisches Feld wird aufgebaut und durch das zu erfassende Medium beeinflusst. Diese Feldänderung erzeugt ein Messsignal, das elektronisch ausgewertet wird.
- Maßgeblich für die Erfassung eines Mediums ist dessen Dielektrizitätskonstante (DK). Bei konstanter Wandstärke erzeugen Medien mit einem hohen DK-Wert (z. B. Wasser) ein starkes Messsignal und Medien mit einem geringen DK-Wert (z. B. Öle) ein entsprechend geringeres Signal.
- Das Gerät verfügt über 16 kapazitive Messsegmente (4). Sie erzeugen jeweils Messsignale, die vom Bedeckungsgrad abhängig sind.

Abb. 3: Messbereich und Detektionsbereich
1: Detektionsbereich (grün)
2: Messbereich (rot)
3: Grenzbereich (grau)
4: Messsegment (Elektrode)
Innerhalb des Detektionsbereichs (1) können Medien erkannt werden. Auf diesen Bereich bezieht sich der Prozesswert.
Der Messbereich (2) ist immer zwei Elektroden kleiner als der Detektionsbereich. Die Genauigkeit ist dort am höchsten.
Außerhalb des Detektionsbereichs liegt der Grenzbereich (3).

Das Gerät gibt stets den letzten gültigen Prozesswert aus. Ein Prozesswert ist immer dann gültig, wenn der Gerätestatus den Wert "0" hat.
5.2 Betriebsarten

Das Gerät kann ausschließlich über IO-Link konfiguriert werden.
Folgende Betriebsarten sind einstellbar:
- Messung mit maximalem Detektionsbereich
• Begrenzung des Detektionsbereichs
Elektroden können zusammenhängend sowohl von oben als auch von unten ausgeblendet werden, um den Detektionsbereich zu verkleinern ➞ 22. Es dürfen maximal 10 Elektroden deaktiviert sein.
- Ausrichtung
Die Auswertelogik des Geräts kann um 180° gedreht werden, sodass das Gerät auch über Kopf, mit dem Anschlusskabel nach oben, eingebaut werden kann ➞ 22. Dabei ist zu beachten, dass sich die Begrenzung der Elektroden immer auf den Füllstand beziehen. Die Begrenzung von unten bezieht sich auf die unteren Elektroden und die Begrenzung von oben auf die oberen Elektroden.
• Einstellung der Sensorempfindlichkeit
Die ▶ Empfindlichkeit des Geräts ist in zwei Stufen einstellbar, Hoch und Niedrig 22. Die hohe Empfindlichkeitsstufe eignet sich beispielsweise zur Erfassung von niederdielektrischen Schüttgütern. Zur Erfassung hochdielektrischer Medien kann die niedrige Empfindlichkeitsstufe verwendet werden.
5.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
5.4 Applikationsabgleiche
Vor der Benutzung muss das Gerät abgeglichen werden. Es stehen verschiedene Applikationsabgleiche zur Verfügung.
- Leerabgleich
Nach Befestigung des Geräts am Behälter wird mit diesem Abgleich das Umfeld ausgeblendet. Dabei befindet sich kein zu erkennendes Medium im Detektionsbereich. Wird ausschließlich ein Leerabgleich durchgeführt, arbeitet das Gerät medienunabhängig.
- Vollabgleich
Bei voll bedecktem Detektionsbereich wird ein Vollabgleich durchgeführt. Damit erfolgt der Abgleich auf das zu erkennende Medium. Ein Medienwechsel ist ohne erneuten Abgleich nicht uneingeschränkt möglich.
• Dynamischer Abgleich
Gibt es keine Möglichkeit, einen Vollabgleich oder einen Leerabgleich durchzuführen, kann ein dynamischer Abgleich durchgeführt werden. Dabei muss sich der Füllstand des zu erkennenden Mediums im Detektionsbereich befinden und mindestens 4 Elektroden von der Oberkante des Detektionsbereichs entfernt sein → 8.
Beim dynamischen Abgleich erfolgt, ähnlich wie beim Vollabgleich, ein Abgleich auf das Medium. Dadurch ist ein Medienwechsel ohne neuen Abgleich nicht uneingeschränkt möglich.

Alleinigen dynamischen Abgleich nur verwenden, wenn es keine andere Möglichkeit für einen Abgleich gibt.

Bei vorhandenem Leerabgleich und / oder Vollabgleich wird kein zusätzlicher dynamischer Abgleich akzeptiert.
Die Applikationsabgleiche sind miteinander kombinierbar. Nach Betriebssicherheit geordnet sind folgende Kombinationen möglich:
| Betriebssicherheit | Abgleich | Applikationsbeispiel |
| 1 (höchste) | Leerabgleich und Vollabgleich | Bei komplexen Anwendungen (z. B. bei ablaufen-den Flüssigkeitsfilmen). |
| 2 | Nur Leerabgleich | • Bei Wechsel des Mediums im Behälter.• Bei stark schwankendem DK-Wert. |
| 3 | Nur Vollabgleich | • Wenn kein Leerabgleich möglich ist.• Wenn das Medium nicht gewechselt wird. |
| 4 (niedrigste) | Nur dynamischer Abgleich | Nur wenn Leerabgleich oder Vollabgleich nicht möglich sind. |
5.5 Schaltausgänge
Das Gerät verfügt über 3 physikalische Schaltausgänge, die unterschiedlich konfiguriert werden können ➞ 23.
| Beschreibung | Einstellung |
| Schaltausgang reagiert nur auf Events / Fehlerfälle | FOUx = ON oder OFFOUx = Diagnoseausgang |
| Schaltausgang reagiert auf Prozesswert und evtl. vorhandene Events / Fehlerfälle | FOUx = ON oder OFF |
| Schaltausgang reagiert nur auf Prozesswert | FOUx = OUOUx = HNO, HNC, FNO oder FNC |
| Schaltausgang reagiert weder auf Prozesswert noch auf Events / Fehlerfälle | OUx = OFF |
FOUx = ON → Schaltausgang aktiviert bei Events / Fehlerfällen
FOUx = OFF ➞ Schaltausgang deaktiviert bei Events / Fehlerfällen
Folgende Events / Fehlerfälle werden berücksichtigt ➞ 25 :
- Parameter fehlt
• Serviceanforderung - Reinigung
• Hardwarefehler im Gerät - Messsignal gestört
- Plausibilitätsfehler in der Messung.
5.6 Diagnosedaten
Das Gerät verfügt über Diagnosedaten, die der Beurteilung der Betriebssicherheit dienen. Weiterhin wird im Fehlerfall die Ursachenforschung erleichtert.
Insgesamt gibt es vier Diagnoseparameter ➞ 23:
• Index der Füllstandkante
• Signalstärke in Bezug zum Dynamikbereich
- Kantenschärfe
• Qualität des Einbaus.
5.6.1 Index der Füllstandkante
Der Parameter gibt an, an welcher Elektrode die Füllstandkante detektiert wurde.
In diesem Beispiel hat der Index der Füllstandkante den Wert 3.

1: Medium
2: Ausrichtung: Anschluss unten
3: Ausrichtung: Anschluss oben
Abb. 4: Index der Füllstandkante
Elektrode Null befindet sich stets unten, unabhängig von der Ausrichtung des Geräts. Die eingestellten Begrenzungen der Elektroden nach oben oder nach unten limitieren den ausgegebenen Index. Ist beispielsweise die Begrenzung der Elemente nach unten auf 2 eingestellt, so ist der minimale Index der Füllstandkante ebenfalls 2.
Sollte keine Füllstandkante gefunden werden, entscheidet das Gerät anhand der vorhandenen Applikationsabgleiche, ob der Detektionsbereich vollständig bedeckt oder unbedeckt ist.
- Detektionsbereich vollständig bedeckt: "13-topOffset"
- Detektionsbereich unbedeckt: "bottom
Offset"
Kann anhand der Abgleiche keine Entscheidung getroffen werden oder ist kein Abgleich vorhanden, wird der Ersatzwert "0xFF" ausgegeben.
5.6.2 Signalstärke in Bezug zum Dynamikbereich
Gibt die an der Füllstandkante gemessene Signalstärke in einem Wertebereich von 0 bis 100 an. Wurde keine Füllstandkante gefunden, wird der Ersatzwert "0xFF" ausgegeben. Ein geringer Wert kann beispielsweise auf eine zu hohe Wanddicke oder ein Medium mit geringem DK-Wert hinweisen.
5.6.3 Kantenschärfe
Maß für die Schärfe der Füllstandkante in einem Wertebereich von 0 bis 100. Wurde keine Füllstandkante gefunden, wird der Ersatzwert "0xFF" ausgegeben. Ein niedriger Wert weist beispielsweise auf eine unge-rade Schüttkante hin.
Hohe Kantenschärfe

Geringe Kantenschärfe


Abb. 5: Darstellung der Kantenschärfe
1: Tankwand
2: Medium
Ist die Kantenschärfe zu gering, kann der Füllstand womöglich nicht mehr korrekt ermittelt werden.

Die Kantenschärfe kann nur ermittelt werden, wenn sich das zu detektierende Medium im Messbereich des Geräts befindet.
5.6.4 Qualität des Einbaus
Ein Maß für die Qualität des Einbaus in einem Wertebereich von 0-100. Ist ein Vollabgleich vorhanden, wird ein vom Gerät abgeschätzter Wert ausgegeben. Ein geringer Wert weist beispielsweise auf Metallteile hin, die sich zu nah an der aktiven Fläche des Geräts befinden ➞ 14.
5.7 Interne Temperatur
Die interne Temperatur des Geräts kann ausgelesen werden ➞ 24. Minimalwert und Maximalwert werden zyklisch im Speicher des Geräts abgelegt. Die Werte können nach einem Neustart des Geräts zur Orientierung herangezogen werden.
5.8 Schaltzyklenzähler
Die Anzahl der Schaltzyklen des entsprechend konfigurierten Schaltausgangs kann ausgelesen oder auch zurückgesetzt werden ➞ 25. Die Schaltzyklenzähler werden zyklisch im Speicher des Geräts abgelegt. Die Werte können nach einem Neustart des Geräts zur Orientierung herangezogen werden.
5.9 Betriebsstundenzähler
Die Anzahl der bereits abgeleisteten Betriebsstunden kann per IO-Link aus dem Speicher des Geräts ausgelesen werden ➞ 24.
5.10 Dämpfungsfunktion
Mit Hilfe der Dämpfungsfunktion kann der Prozesswert gefiltert und verzögert werden ➞ 22.

Abb. 6: Beispiel Dämpfungsfunktion für einen Dämpfungswert von einer Sekunde
1: Messwert Sensor (ohne Dämpfung)
2: Prozesswert / Füllstand (mit Dämpfung)
3: Dämpfungswert (1 s)
5.11 Anhaftungserkennung
Das Gerät kann allmählich aufbauende Anhaftungen im Messbereich erkennen und meldet diese über das Event "Serviceanforderung - Reinigung" ➞ 28.
Voraussetzungen:
• Leer - und Vollabgleich vorhanden ➞ 20
• Signalstärke ≤ 15 ➞ 23
- Index der Füllstandkante liegt im Detektionsbereich → 23

Für eine ordnungsgemäße Funktion der Anhaftungserkennung muss der Tank während des Abgleichs frei von Anhaftungen sein. Es können nur solche Anhaftungen erkannt werden, die sich nach dem Abgleich bilden.

Die Anhaftungserkennung funktioniert nicht bei stark anhaftenden und / oder gut leitfähigen Medien.
6 Montage
Wird das Gerät in einem metallischen Tank mit ausgespartem nichtmetallischem Fenster eingebaut, sind folgende Einbaubedingungen zu beachten, um einen fehlerfreien Betrieb zu ermöglichen:

Abb. 7: Einbauabstände zu metallischen Gegenständen
▶ Anschlusskabel gestreckt verlegen und nicht aufwickeln.

Wird das Gerät mit dem Kabel nach oben montiert, muss der Parameter Ausrichtung auf top / Anschluss oben eingestellt werden: Sensorische Parameter → 22.

Ein Unterschreiten der Einbaubedingungen erfolgt auf eigenes Risiko.
6.1 Montage mehrerer Geräte
Mehrere Geräte können überlappend oder Kopf an Kopf montiert werden.

Abb. 8: Montage mehrerer Geräte

Parameter Ausrichtung entsprechend der Montagerichtung anpassen.
6.2 Montage an Bypass-Rohren
Das Gerät kann mit Hilfe des Einbauadapters E12676 an Bypass-Rohren mit einem kreisförmigen Querschnitt montiert werden. Für eine korrekte Montage sollte der Außendurchmesser des Bypass-Rohres zwischen 5 und 25 mm liegen.

Abb. 9: Montage an Bypass-Rohren

Bei der Montage an Bypass-Rohren muss das Versorgungskabel des Geräts durch die Kabelklammer geführt werden.
6.3 Montage am Tank
Das Gerät kann mit doppelseitigem Klebeband (als Zubehör E12677 erhältlich) an Tankwände geklebt werden. Die Verwendung von anderem Klebeband kann dazu führen, dass sich das Gerät vom Tank löst und erfolgt auf eigene Verantwortung. Das verwendete Klebeband darf keine leitfähigen Materialien beinhalten.

Abb. 10: Montage am Tank

Das Gerät muss plan am Tank anliegen. Bei sich wölbenden, flexiblen Tankbehältern kann es zu Messfehlern und Funktionsausfällen kommen.

Ist eine Wölbung des Tanks unvermeidbar, können die von der Wölbung betroffenen Elektroden am Rand des Geräts deaktiviert werden ➞ 22.
6.4 Montage bei wechselbaren Behältern
Bei wechselbaren Behältern kann das Gerät mit Hilfe des Montageadapters E12675 und einer M6-Schraube rückseitig angeschraubt werden. Pro Adapter ist ein Schraubpunkt vorgesehen.

Abb. 11: Montage bei wechselbaren Behältern

Gleichbleibenden Abstand zum Tank einhalten.
6.5 Hinweise zum Behälterabgleich
- Bei Inbetriebnahme oder nach Gerätetausch muss ein Behälterabgleich durchgeführt werden.
- Bei alleinigem Leerabgleich sollte der Abgleich wiederholt werden, wenn das Gerät vom Tank entfernt und neu montiert wird.
- Wurde kein Leerabgleich oder zusätzlicher Abgleich zum Leerabgleich durchgeführt, sollten bei einem Medien- oder Tankwechsel die Abgleiche neu durchgeführt werden.
6.6 Hinweise zur Erdung

Zur ordnungsgemäßen Funktion des Geräts muss eine ausreichende Erdung sichergestellt sein, sowohl von Gerät als auch von Anlage und Tank.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:



Abb. 12: Anschlussbild (Farbkennzeichnung nach DIN EN60947-5-2)
| BK: | schwarz | GY: | grau |
| BN: | braun | WH: | weiß |
| BU: | blau |
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | • Schaltsignal• IO-Link |
| 2 (OUT2) | • Schaltsignal |
| 5 (OUT3) | • Schaltsignal |
8 Bedien- und Anzeigeelemente

Die Status-LED (1) leuchtet, wenn das Gerät an die Spannungsversorgung angeschlossen und betriebsbereit ist.
Die Schaltpunkt-LEDs (2), (3) und (4) leuchten, wenn der jeweilige Ausgang geschaltet ist. Dazu müssen die Schaltausgänge entsprechend parametriert sein ➞ 23.
Der LED-Bargraph (5) visualisiert nach erfolgtem Abgleich den Füllstand.
Ist kein Abgleich vorhanden wird dies durch ein periodisches Lauflicht angezeigt.
Wenn ein Fehler vorliegt, wechselt der LED-Bargraph zwischen dem letzten gültigen Füllstand und der
Fehleranzeige:
| 4x blinken | Hardwarefehler |
| 3x blinken | Mindestens eine gemessene Kapazität überschreitet die maximale Reichweite. Es konnte kein korrekter Abgleich durchgeführt werden.oder Kein Abgleich vorhanden, da dieser Fehler einen korrekten Abgleich verhindert. Das periodische Lauflicht wird dann nicht mehr angezeigt. |
| 2x blinken | Aufgrund inkonsistenter Daten kann kein Füllstand berechnet werden. |
| 1x blinken | Anhaftung erkannt. |
Bei aktiver Fehleranzeige wird die ungefähre Position des Fehlers angezeigt.
Kann der Fehler nicht angezeigt werden, leuchten die oberen und unteren 3 LEDs.
Die LEDs können per IO-Link teilweise oder komplett deaktiviert werden ➞ 23.
Folgende LED-Modi sind einstellbar:
- Alle LEDs inaktiv
- Nur Status-LED aktiv
• Status- und Schaltpunkt-LEDs aktiv
• Alle LEDs aktiv (Werkseinstellung)
9 Inbetriebnahme

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht betriebsbereit. Es muss zuerst ein Applikationsabgleich durchgeführt werden.
Nach Montage und elektrischem Anschluss kann die Konfiguration des Geräts geändert und Abgleiche durchgeführt werden.

Eine Änderung folgender Parameter setzt die Applikationsabgleiche zurück → 22:
√ Begrenzung der Sensorelemente
√ Ausrichtung
√ Empfindlichkeit
▶ Sollen diese Parameter von den Werkseinstellungen abweichen, so müssen sie vor dem Applikationsabgleich auf das Gerät übertragen werden.
9.1 Applikationsabgleiche

Das ▶ Gerät während des Abgleichs nicht berühren.

Nach einem Abgleich kann es beim ersten Füllen oder Leeren des Behälters zu einer erhöhten Messabweichung kommen.
9.1.1 Leerabgleich
Die Tankinnenwand muss beim Leerabgleich trocken/sauber sein und es darf keine Anhaftung vorliegen. Ist dies nicht möglich, kann alternativ nur ein Vollabgleich durchgeführt werden.
▶ Behälter entleeren bis min. 20 mm unter den eingestellten Detektionsbereich.
▶ Parameter Anwendungskonfiguration aufrufen.
▶ Kommando ausführen: Leeren Tank abgleichen.
▷ Tritt kein IO-Link-Fehler auf, war der Abgleich erfolgreich.
▷ Event Parameter fehlt wird nicht mehr angezeigt.
▷ Lauflicht an LED-Bargraph erlischt.
▶ Durch Füllen des Tanks prüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
9.1.2 Vollabgleich
▶ Behälter füllen bis min. 20 mm über den eingestellten Detektionsbereich.
▶ Parameter Anwendungskonfiguration aufrufen.
▶ Kommando ausführen: Vollen Tank abgleichen.
▷ Tritt kein IO-Link-Fehler auf, war der Abgleich erfolgreich.
▷ Event Parameter fehlt wird nicht mehr angezeigt.
▷ Alle LEDs im Detektionsbereich leuchten.
▶ Durch Leeren des Tanks prüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
9.1.3 Dynamischer Abgleich
▶ Behälter füllen, bis sich der Füllstand im Messbereich befindet.
▶ Parameter Anwendungskonfiguration aufrufen.
▶ Kommando ausführen: Dynamischen Tankabgleich starten.
▷ Lauflicht an LED-Bargraph erlischt. Der erkannte Füllstand wird angezeigt.
▶ Prüfen, ob der Füllstand korrekt erkannt wird.
Während des dynamischen Abgleichs kann sich der Füllstand im gültigen Bereich bewegen.
▶ Kommando ausführen: Dynamischen Tankabgleich stoppen.
▷ Tritt kein IO-Link-Fehler auf, war der Abgleich erfolgreich.
▷ Event Parameter fehlt wird nicht mehr angezeigt.
▶ Durch Leeren des Tanks prüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.

Sind die Sensorelemente begrenzt, ändert sich der gültige Messbereich für den dynamischen Abgleich.

Der dynamische Abgleich stoppt nicht automatisch. Er muss per Kommando gestoppt oder abgebrochen werden.
9.1.4 Leer- und Vollabgleich
▶ Behälter entleeren bis min. 20 mm unter den eingestellten Detektionsbereich.
▶ Parameter Anwendungskonfiguration aufrufen.
▶ Kommando ausführen: Leeren Tank abgleichen.
▷ Tritt kein IO-Link Fehler auf, war der Abgleich erfolgreich.
▷ Event Parameter fehlt wird nicht mehr angezeigt.
▷ Lauflicht an LED-Bargraph erlischt.
▶ Behälter füllen bis min. 20 mm über den eingestellten Detektionsbereich.
▶ Kommando ausführen: Vollen Tank abgleichen.
▷ Tritt kein IO-Link-Fehler auf, war der Abgleich erfolgreich.
▶ Prüfen, ob das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
9.2 Abgleich der Schaltpunkte
Neben der Konfiguration der Schaltpunkte über entsprechende Parameter (Konfiguration der Schaltausgänge ➞ 23) können die Schaltpunkte auch direkt am Füllstand abgeglichen werden.
▶ Behälter auf gewünschte Füllhöhe füllen oder leeren.
▶ Gewünschtes Standardkommando ausführen ➞ 24.
10 Parametrierung
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hinweise zur Parametrierung ➞ Handbuch der Parametriersoftware
10.1 Einstellbare Parameter

Die folgenden IO-Link Parameter stellen lediglich eine Übersicht dar.
Die vollständige Auflistung enthält die IODD des Geräts.
10.1.1 Sensorische Parameter
| Parameter | Wert | Beschreibung |
| Ausrichtung | bottom / Anschluss unten (0)top / Anschluss oben (1) | Dreht die Messlogik des Gerätes, je nach Montage mit dem Kabel nach oben oder nach unten. |
| Begrenzung der Sensorelemente. Bottom | 0...10 | Deaktiviert Sensorelemente von unten. |
| Begrenzung der Sensorelemente. Top | 0...10 | Deaktiviert Sensorelemente von oben. |
| Empfindlichkeit | Lo / Niedrig (0)Hi / Hoch (2) | Stellt die Empfindlichkeit des Gerätes in zwei Stufen ein. |
| Minimale Erken-nungsschwelle | 64...4030 | Die minimale Schwelle, ab der ein Füllstand detektiert werden kann. Sie wird berechnet mit Signalstärke x 14. |
| Dämpfung des Messsignals (dAP) | 0...3600 s | Stellt die Dämpfung des Prozesswertes ein. |

Es dürfen insgesamt maximal 10 Elektroden deaktiviert sein.
10.1.2 Anzeigeparameter
| Parameter | Wert | Beschreibung |
| LED Modus | ALL_OFF = Alle LEDs inaktiv (0)STAT = Nur Status-LED aktiv (1)STAT_OUT = Nur Status- und Schalt-punkt-LEDs aktiv (2)ALL_On = Alle LEDs aktiv (3) | LED Anzeige aktivieren oder deaktivieren. |
10.1.3 Diagnoseparameter
| Parameter | Wert | Beschreibung |
| Index der Füllstandkante | bottom Offset,13-topOffset,Ersatzwert "0xFF" | Die Elektrode im Messbereich, an der der Füllstand detektiert wurde. |
| Signalstärke | 0...100,Ersatzwert "0xFF" | Die Signalstärke des Füllstands bezogen auf den Dynamikbereich des Sensors. |
| Kantenschärfe | 0...100,Ersatzwert "0xFF" | Zeigt die Schärfe des gefunden Füllstands an. |
| Qualität des Einbaus | 0...100,Ersatzwert "0xFF" | Die minimale Schwelle, ab der ein Füllstand detektiert werden kann. |
10.1.4 Konfiguration der Schaltausgänge
Mit Ausnahme des Parameters P-n kann jeder Ausgang separat konfiguriert werden.
| Parameter | Wert | Beschreibung |
| P-n | PnP (0),nPn (1) | Ausgangspolarität der Schaltausgänge. |
| FOUx | OU (1) = Out/Aus,On (2) = im Fehlerfall an,OFF (4) = im Fehlerfall aus | Verhalten von OUTx im Fehlerfall. |
| oux | Hno / Hysteresefunktion, Schließer (3),Hnc / Hysteresefunktion, Öffner (4),Fno / Fensterfunktion, Schließer (5),Fnc / Fensterfunktion, Öffner (6),dOU / Diagnoseausgang (12),OFF / Ausgang Aus (16) | Ausgangskonfiguration von OUTx. |
| SPx / FHx | 5...95 % | Schaltpunkt x in % (Fensterobergrenze). |
| rPx / FLx | 5...95 % | Rückschaltpunkt in % (Fensteruntergrenze). |
| dSx | 0...43200 s | Schaltverzögerung für den Schaltpunkt. |
| drx | 0...43200 s | Schaltverzögerung für den Rückschaltpunkt. |
| OUTx Zähler | 0...2000000000 | Zählt die Anzahl der Schaltzyklen. Kann nur gelesen werden. |
10.1.5 Sonstige Parameter
| Parameter | Wert | Beschreibung |
| Lo | 0...100 % | Minimalwertspeicher für den Prozesswert. |
| Hi | 0...100 % | Maximalwertspeicher für den Prozesswert. |
| Interne Temperatur | -100...300 °C | Interne Temperatur des Geräts. |
| Internal_Temperature_HiLo. Lo | -100...300 °C | Minimalwertspeicher für die interne Temperatur. |
| Internal_Temperature_HiLo. Hi | -100...300 °C | Maximalwertspeicher für die interne Temperatur. |
| Einschaltvorgänge | 0...1000000 | Anzahl der Einschaltvorgänge. |
| Betriebsstunden | 0...500000 h | Anzahl der Betriebsstunden. |
10.2 Kommandos
10.2.1 Applikationsabgleiche
| Kommando | Beschreibung |
| Leeren Tank abgleichen | Führt den Leerabgleich des Geräts durch. Die Umgebung wird dabei ausgeblendet. |
| Vollen Tank abgleichen | Führt den Vollabgleich des Geräts durch. Die Umgebung wird dabei ausgeblendet. |
| Dynamischen Tankabgleich starten | Startet den Dynamischen Abgleich. Der Füllstand muss sich im Messbereich, jedoch min. 4 Elektroden unter der Oberkante des Detektionsbereichs befinden. |
| Dynamischen Tankabgleich stoppen | Stoppt den dynamischen Abgleich und berechnet die Abgleichwerte. |
| Dynamischen Tankabgleich abbrechen | Bricht den dynamischen Abgleich ab, ohne Abgleichwerte zu berechnen. |
| Tankabgleiche zurücksetzen | Setzt alle Applikationsabgleiche des Geräts zurück. |
10.2.2 Einstellen der Schaltpunkte
Neben der direkten Parametrierung der Schaltpunkte über IO-Link (Konfiguration der Schaltausgänge 23) kann der Schaltpunkt und der Rückschaltpunkt auf den aktuell ausgegebenen Prozesswert gesetzt werden.
| Kommando | Beschreibung |
| SPx teaches | Setzt den Schaltpunkt von OUTx auf den aktuellen Prozesswert. |
| rPx teaches | Setzt den Rückschaltpunkt von OUTx auf den aktuellen Prozesswert. |

Beim Teach des Rückschaltpunktes wird geprüft, ob der zu teachende Rückschaltpunkt unter dem eingestellten Schaltpunkt liegt. Ist das nicht der Fall, wird der Teach verweigert.

Beim Teach des Schaltpunktes wird der Rückschaltpunkt vom Sensor automatisch so verändert, dass die vor dem Teach eingestellte Hysterese zwischen Schaltpunkt und Rückschaltpunkt erhalten bleibt. Dafür müssen sowohl Schaltpunkt als auch Rückschaltpunkt im Wertebereich liegen. Ist das nicht der Fall, wird der Rückschaltpunkt nach unten oder der Schaltpunkt nach oben begrenzt und die Hysterese entsprechend verringert.
10.2.3 Sonstige Kommandos
| Kommando | Beschreibung |
| Rücksetzen Lo Speicher | Setzt den Minimalwertspeicher des Prozesswerts zurück. |
| Rücksetzen Hi Speicher | Setzt den Maximalwertspeicher des Prozesswerts zurück. |
| Rücksetzen Hi und Lo Speicher | Setzt den Maximal- und den Minimalwertspeicher des Prozesswerts zurück. |
| Werkseinstellung setzen | Setzt alle Parameter des Geräts auf Werkseinstellungen zurück. |
| Rücksetzen Hi. T und Lo. T Speicher | Setzt den Maximal- und den Minimalwertspeicher für die interne Geräte-temperatur zurück. |
| Reset Zähler auf Null | Setzt die Schaltzyklenzähler aller Schaltausgänge auf Null zurück. |
| Blinken an | Alle LEDs des Geräts beginnen zu blinken (Timeout nach 60 s). |
| Blinken aus | LED-Blinken wird beendet. |
10.3 Aktive Events und Gerätestatus
| Event | Gerätestatus | Beschreibung |
| Hardwarefehler im Gerät | Fehler (4) | Gerät liefert aufgrund eines internen Kommunikationsfehlers keine gültigen Messdaten. |
| Kurzschluss | Funktionsprüfung (3) | Kurzschluss an OUT2 oder OUT3 erkannt. |
| Parameter fehlt | Funktionsprüfung (3) | Es wurde noch kein Abgleich durchgeführt. |
| Parameterfehler | Funktionsprüfung (3) | Ein zum Gerät geschriebener Parameter hat den falschen Wertebereich oder die falsche Länge. |
| Serviceanforderung - Reinigung | Wartung erforderlich (1) | Eine Anhaftung hat sich am Gerät gebildet. Event wird nur ausgegeben, wenn sowohl Vollabgleich als auch Leerabgleich vorhanden sind. |
| Messsignal gestört | Außerhalb der Spezifikation (2) | Das Messsignal hat den Dynamikbereich des Gerätes verlassen oder Messwerte sind unter den abgeglichenen Leerwerten (z. B. durch Ablösen des Gerätes von der Behälterwand). |
| Plausibilitätsfehler in der Messung | Außerhalb der Spezifikation (2) | Es kann kein eindeutiger Füllstand ermittelt werden (z. B. bei Medienabbruch oder Lufteinschlüssen). |
| Kein Fehler | Gerät ist OK (0) | Das Gerät funktioniert ordnungsgemäß. |

Das Event Serviceanforderung - Reinigung wird nur ausgegeben, wenn sowohl ein Leerabgleich als auch ein Vollabgleich vorhanden ist. Ist das nicht der Fall wird kein Event ausgegeben, auch wenn sich eine Anhaftung gebildet hat.

Das Event Parameter fehlt wird ausgegeben, wenn noch kein Applikationsabgleich vorhanden ist. Nach erfolgreichem Abgleich wird das Event nicht mehr angezeigt.
11 Fehlerbehebung
Im Folgenden werden einige typische Fehler und Events beschrieben.

Korrekte Montage und Konfiguration des Gerätes sicherstellen.

Wurde nur ein Leerabgleich oder nur ein Vollabgleich durchgeführt, kann die Messabweichung im Detektionsbereich beim ersten Füllen / Leeren oder beim Wechsel des Mediums höher ausfallen 8.
11.1 Applikationsabgleich verweigert
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| IO-Link-Fehler während des Applikationsabgleichs. | ▶ Einbaubedingungen prüfen ➔ 14. Geräte und Verkabelung auf ausreichenden Abstand zueinander prüfen. ▶ Festen Sitz des Geräts an der Behälterwand sicherstellen. ▶ Erdung überprüfen und falls nötig korrigieren ➔ 17. ▶ Applikationsabgleich wiederholen. Falls der Fehler weiterhin besteht:Empfindlichkeit des Geräts aufNiedrigstellen: Sensorische Parameter ➔ 22. ▶ Applikationsabgleich wiederholen. |
11.2 Abweichung von Prozesswert zu Füllstand
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Angezeigter Füllstand ist zu klein, obwohl er sich im Messbereich befindet. | Prüfen, ob das Event Messsignal gestörtausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Messsignal gestört27. Prüfen, ob das Event Plausibilitätsfehler in der Messungausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Plausibilitätsfehler in der Messung28. ▶ Behälter füllen bis mindestens eine Elektrode im Messbereich vollständig bedeckt ist. Parameter Index der Füllstandkanteauslesen: Diagnoseparameter23. Danach: Index der Füllstandkante auswerten27 |
| Prozesswert liegt im Messbereich obwohl der Behälter leer ist. | Prüfen, ob das Event Messsignal gestörtausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Messsignal gestört27. Prüfen, ob das Event Plausibilitätsfehler in der Messungausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Plausibilitätsfehler in der Messung28. ▶ Leer und Vollabgleich durchführen21. Falls nur ein Leerabgleich möglich ist:▶ Behälter füllen bis mindestens eine Elektrode im Messbereich vollständig bedeckt ist. Parameter Signalstärkeauslesen: Diagnoseparameter23. ▶ Minimale Erkennungsschwelle errechnen (Signalstärke x 14). ▶ Ermittelter Wert in Parameter▶ Minimale Erkennungsschwelle schreiben: Sensorische Parameter22. |
| Prozesswert liegt im Messbereich obwohl der Behälter voll ist. | Prüfen, ob das Event Messsignal gestörtausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Messsignal gestört ➔ 27. Prüfen, ob das Event Plausibilitätsfehler in der Messungausgegeben wird, ggf. Anweisungen ausführen: Plausibilitätsfehler in der Messung ➔ 28. ▶ Leer und Vollabgleich durchführen ➔ 21. Falls nur ein Vollabgleich möglich ist:▶ Behälter leeren bis mindestens eine Elektrode im Messbereich vollständig unbedeckt ist. Parameter Signalstärkeauslesen: Diagnoseparameter ➔ 23. Minimale Erkennungsschwelle errechnen (Signalstärke x 14). ▶ Ermittelter Wert in Parameter Minimale Erkennungsschwelleschreiben: Sensorische Parameter ➔ 22 |
11.2.1 Index der Füllstandkante auswerten
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Ersatzwert "255" wird ausgegeben. Grund: zu schwaches Messsignal. | ▸ ▶ Empfindlichkeit des Sensors erhöhen ➔ 22.▸ Minimale Erkennungsschwelle prüfen und reduzieren oder auf Werkseinstellung zurück setzen: Sonstige Kommandos ➔ 25.▸ ▶ Behälterwandstärke reduzieren. |
| Index der Füllstandkante bleibt auf Minimalwert, obwohl der Behälter weiter gefüllt wird. | ▸ Erdung überprüfen und falls nötig korrigieren ➔ 17. Bei Nutzung an Bypass-Rohren:▸ ▶ Versorgungskabel in den Adapter einlegen. |
| Index der Füllstandkante liegt im Messbereich. Position weicht jedoch stark vom tatsächlichen Füllstand ab. | ▸ ▶ Parameter Signalstärke auslesen: Diagnoseparameter ➔ 23. Danach: Signalstärke und Kantenschärfe auswerten ➔ 27. |
11.2.2 Signalstärke und Kantenschärfe auswerten
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Signalstärke < 10 | ▸ Behälterwandstärke reduzieren.▸ ▶ Empfindlichkeit des Sensors erhöhen ➕ 22.▸ ▶ Parameter Kantenschärfe auslesen: Diagnoseparameter ➕ 23. |
| Kantenschärfe < 50 | ▸ Gerät an einer Stelle einbauen, an der die Füllstandkante möglichst rechtwinklig zur aktiven Fläche verläuft. |
11.3 Events
11.3.1 Messsignal gestört
Das Event tritt nur auf, wenn mindestens ein Applikationsabgleich vorhanden ist.
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Mögliche Ursachen:► ▶ Gemessene Kapazitäten sind unter den Werten des Leerabgleichs (nur bei vorhandenem Leerabgleich).► ▶ Gemessene Kapazitäten sind größer als der Dynamikbereich des Geräts.► ▶ Gemessene Kapazitäten sind kleiner als der Dynamikbereich des Geräts (z. B. bei externen elektromagnetischen Störungen). | Bei vorhandenem Leerabgleich:► ▶ Prüfen, ob sich das Gerät von der Behälterwand gelöst hat.► Einbaubedingungen prüfen ➕ 14.► ▶ Erneuten Leerabgleich durchführen ➕ 20. Falls der Fehler weiterhin besteht:► Empfindlichkeit des Sensors aufNiedrigstellen: Sensorische Parameter ➕ 22.► Erneuten Leerabgleich durchführen ➕ 20. Ohne Leerabgleich:► Prüfen, ob sich das Gerät von der Behälterwand gelöst hat.► Einbaubedingungen prüfen ➕ 14.► Vollabgleich durchführen ➕ 20. |
11.3.2 Plausibilitätsfehler in der Messung
Das Event tritt nur auf, wenn mindestens ein Applikationsabgleich vorhanden ist.
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Kein eindeutiger Füllstand zu ermitteln. Mögliche Ursachen:• Lufteinschlüsse• Medienabriss• Anfassen des Geräts• Anhaftungen• Metallteile in der Nähe des Detektionsbereichs | ▸ Gerät an einer Stelle anbringen, wo das zu detektierende Medium nicht anhaften kann.▸ Gerät in ausreichendem Abstand zu Metallteilen anbringen: Montage 14.▸ ▶ Durch regelmäßiges Reinigen den Aufbau einer Anhaftung verhindern.▸ Gerät während des Abgleichs und im Betrieb nicht anfassen. |

Bei bestehendem Leerabgleich und Vollabgleich wird das Event Serviceanforderung - Reinigung ausgegeben, um vor einer entstehenden Anhaftung zu warnen.
11.3.3 Serviceanforderung - Reinigung
Event tritt nur auf, wenn sowohl ein Vollabgleich als auch ein Leerabgleich vorhanden ist und die Signalstärke min. 15 beträgt → 23.
Bei Applikationen mit einer geringeren Signalstärke kann das Gerät nicht vor Anhaftung warnen.
| Beschreibung | Fehlerbehebung |
| Anhaftung oberhalb des Füllstands | ▸ Tankinnenseite im Detektionsbereichs des Geräts reinigen. |
12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Bei sachgemäßem Betrieb ist das Gerät wartungsfrei.
▶ Die aktive Fläche und etwaige Freiräume von Ablagerungen und Fremdkörpern freihalten.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
13 Werkseinstellungen
| Parameter | Werkseinstellung |
| P-n | 0 (PnP) |
| dAP | 0 |
| FOUx | 1 (OU) |
| ou1 | 3 (Hno / Hysteresefunktion, Schließer) |
| SP1 (FH1) | 25 |
| rP1 (FL1) | 20 |
| ou2 | 16 (OFF / Ausgang Aus) |
| SP2 (FH2) | 50 |
| rP2 (FL2) | 45 |
| ou3 | 16 (OFF / Ausgang Aus) |
| SP3 (FH3) | 75 |
| rP3 (FL3) | 70 |
| Empfindlichkeit | 2 (Hi / Hoch) |
| LED Modus | 3 (ALL_On) |
| Ausrichtung | 0 (bottom / Anschluss unten) |
| Minimale Erkennungsschwelle | 128 |